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Montag, 11. November 2013 · Seite 25 LOKALES Delitzsch Orgelweihe in katholischer K i r

Montag, 11. November 2013 · Seite 25

LOKALES

Montag, 11. November 2013 · Seite 25 LOKALES Delitzsch Orgelweihe in katholischer K i r c

Delitzsch

Orgelweihe in katholischer

Kirche Seite 27

Bad Düben

Kindergarten in Kossa wird saniert Seite 28

DELITZSCH · EILENBURG

KOMMENTAR

Von Kay Würker

Wahrlich keine Selbstverständlichkeit

Von Kay Würker Wahrlich keine Selbstverständlichkeit Das hat wohl überre- gional Seltenheits- wert, wenn nicht

Das hat wohl überre- gional Seltenheits- wert, wenn nicht gar

Alleinstellungs-Cha-

rakter: Die evangeli- sche Kirche steht der Delitzscher Händlerschaft als Partner zur Seite – an einem Sonntag, wohlgemerkt. Selbstverständlich ist das wahrlich nicht. Unvergessen sind die Forderungen von christlicher Seite, sonntags die Läden lieber geschlossen zu halten, die Sonntagsruhe zu achten. Ein bundesweites Thema, das auch in Delitzsch noch nicht verklungen sein dürfte. Doch in Delitzsch tritt eine er- frischende Offenheit zutage – auf bei- den Seiten. Kirche und Händlerschaft sind aufeinander zugegangen, vereint in dem Anliegen, die Menschen vor Ort zu erreichen. Ein Vorstoß, dem für die Zukunft Erfolg zu wünschen ist. Denn dass eine offene Kirche auch viele nicht konfessionelle Kinder erreichen kann, zeigt das Beispiel Zschortau. Dort erfährt Gemeindepädagogin Ba- bett Herkt großen Zuspruch. Wenn es beim nächsten verkaufsoffenen Sonn-

tag gelingt, auf das christliche Angebot besser hinweisen, dürfte auch in De- litzsch der Zuspruch wachsen.

k.wuerker@lvz.de

Kirche und Händler gestalten Sonntag

Delitzsch (K.W.). Beim gestrigen ver- kaufsoffenen Sonntag in Delitzsch hatte eine besondere Partnerschaft Premiere:

Die Werbegemeinschaft der Innenstadt- Händler hat sich die evangelische Kirche ins Boot geholt, die vor Ort Kinderbe- treuung anbot. Kommentar/Seite 27

Einblicke in die Welt der Naturheilkunde

Eilenburg (nf). Im Bürgerhaus in Ei- lenburg haben am Sonnabend 17 Mit- glieder des Heide-Netzwerkes „Natur- gesund“ Einblicke in die Welt der Naturheilkunde und gesunden Ernäh- rung gegeben, darunter Akteure aus

Eilenburg. Zudem gab es etliche Fach-

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vorträge.

DAMALS WAR’S

11. November 1998: Die Idee von ei- ner für Kunst und Kultur genutzten Scheune spukte seit Jahren durch die Köpfe von Schenkenbergs Pfarrer Mat- thias Taatz und Josef Weber. Dann wurde es ernst mit dem Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, mit der Be- gegnungsstätte für Senioren und die kirchliche Gemeindearbeit. Der Verein „Scheune im Pfarrgarten“ wurde mit zunächst 20 Mitgliedern gegründet. Der „Kulturtempel Schenkenberg“ war auf den Weg gebracht. Heute zählt der Verein 36 Mitglieder. Die Scheune ist noch immer eine gute Adresse für gute Veranstaltungen. pfü

Zeichen gegen das Vergessen – Delitzscher putzen Stolpersteine

gegen das Vergessen – Delitzscher putzen Stolpersteine Tag der Erinnerung: Ramon Miersch, Nick Habel und José

Tag der Erinnerung: Ramon Miersch, Nick Habel und José Tondera (von links) aus Delitzsch putzen in Gedenken an die Opfer der Pogromnacht der Nazis vom 9. auf den 10. November 1938 die Stolper- steine, die den in den Konzentrationlagern ermorde- ten Juden einen Namen geben. In der Lindenstraße 12 in Delitzsch, ehemals Albert-Böhme-Straße, wohnten Alfred, Berta und Joachim Pincus. Die drei Delitzscher wurden 1942 deportiert und in Riga ermordet. Walter und Edith Jacobsohn, Angela von Schacht und Hedwig Zeising wurden ebenso verschleppt und ermordet. 40 Menschen gedachten am Sonnabend der im Nationalsozialismus ermordeten Juden in der Loberstadt. In der erinnern seit 2006 die mit Messing überzogenen Steine von Gunter Demnig an das Schicksal der Menschen. In Eilenburg sollen im kommen- den Jahr die Gedenksteine in Gehwegen eingelassen werden. An über 500 Orten deutschlandweit wird so der getöteten Juden, Andersgläu- bigen und Homosexuellen zur Zeit des Nationalsozialismus gedacht.

Foto: Alexander Bley

Gedämpfter Saisonauftakt

Pech für Jäger: Sie bringen auf der Hubertusjagd am Sonnabend gerademal 15 Wildtiere zur Strecke

Torfhaus. Im sächsischen Forstbezirk Taura, der sich über weite Teile Nord- sachsen erstreckt, ist am Sonnabend die Jagdsaison eröffnet worden. Über 100 Jäger aus allen Teilen Deutsch- lands und der Region nahmen an der Drückjagd im Revier Torfhaus bei Pressel teil. Doch die Ausbeute war eher dürftig: Gerademal zehn Rehe, zwei Wildschweine, darunter ein wuchtiger Keiler, zweimal Rotwild (Hirschkühe) und ein Fuchs sind ge- schossen worden.

Von NICO FLIEGNER

„Ich hätte natürlich gern mehr Wild auf der Strecke gesehen. Aber so ist das nun mal“, sagte Jan Glock, der Jagdlei- ter und zugleich Chef des Forstbezirkes Taura. Woran es gelegen haben könnte? Darüber lässt sich nur spekulieren. Of- fenbar hat sich das Wild an diesem Tag in anderen Bereichen des Heidewaldes aufgehalten. „Wir hatten auch nicht vie- le Sichtmeldungen unserer Schützen“, so Glock. So habe sich im Laufe des Ta- ges allmählich abgezeichnet, dass wohl wenig Wild auf der Strecke liegen wür- de. Die war im vorigen Jahr besser be- stückt: Da lagen auf der großen Wiese

Jahr besser be- stückt: Da lagen auf der großen Wiese Jagdleiter Jan Glock nimmt die Strecke

Jagdleiter Jan Glock nimmt die Strecke ab. Sie war diesmal bei der Hubertusjagd in den

Foto: Nico Fliegner

Wäldern zwischen Pressel und Weidenhain nicht sehr üppig.

drei Hirsche, vier Hirschkühe, neun Wildschweine und acht Rehe. Elfmal Rotwild, zwölf Schwarzkittel, viermal Rehwild und zwei Füchse waren die Ausbeute. Glock zeigte sich dennoch zufrieden:

Die Jagd sei gut organisiert worden und

es habe keine Zwischenfälle gegeben. Positiv bewertete der Forstmann, dass die Veranstaltung im Presseler Heide- wald- und Moorgebiet erneut zahlreiche Besucher angelockt hatte. Doch auch die zeigten sich verwundert ob der über- schaubaren Strecke bei immerhin 100

Jägern. Einer von ihnen war Frank Jost aus Wöllnau. „Ich habe ein Stück Reh- wild gesehen. Mehr nicht. Ich vermute mal, das Wild ist heute mit dem Wind gezogen. Ist aber nur meine persönliche Vermutung“, betonte der 52-Jährige, der seit 33 Jahren passionierter Jäger ist wie es einst schon sein Vater war. Sein größter Erfolg sei mal ein ungera- der Sechzehnender gewesen, erzählte er. Den hatte Frank Jost allerdings schon vor der Wende geschossen. Am Sonn- abend blies er mit seinen Mitstreitern der Jagdhornbläsergruppe Wöllnau/ Battaune das Halali – auch das ist für ihn fester Bestandteil seines Hobbys. „Ich bin mit der Jagd groß geworden. Mittlerweile ist auch mein junge Jäger.“ Das Wild ist am Sonnabend vor Ort verkauft worden, der Großteil jedoch in den Wildhandel Claus in Sprotta-Sied- lung gekommen. Es kann dort erworben werden. In den nächsten Wochen wer- den in anderen Revierbereichen des Forstbezirkes weitere Drückjagden statt- finden – etwa bis Ende Januar. Für die Mitarbeiter von Jan Glock, die als Jagd- helfer tätig sind, bedeutet das vor allem eins: kaum ein freies Wochenende. Aber vielleicht entschädigt ja dann mehr Wild auf der Strecke für die Einsätze.

Landesparteitag

Piraten entern Delitzscher Bürgerhaus

Delitzsch (K.W.). Piratenflaggen hinter den Fenstern, der Parkplatz gespickt mit Nummernschildern aus diversen Teilen Sachsens und ande- ren Bundesländern: Im Delitzscher Bürgerhaus herrschte am Wochen- ende Ausnahmezustand. Die Pira- tenpartei hatte sich für ihren Lan- desparteitag die Loberstadt ausgesucht. Erstmals. Zwar sind deren Mitglieder in Nordsachsen vergleichsweise rar gesät – der Landkreis bildet zusammen mit dem Kreis Leipzig einen gemeinsa- men Regionalverband. „Doch wir versuchen die Parteitage so zu le- gen, dass keine Region bevorteilt oder benachteiligt wird“, erklärte der neue Landesvorsitzende Marcel Ritschel. Im nahen Leipzig planen die Piraten zudem den Eroberungs- feldzug. In Delitzsch wurden die Weichen gestellt – sowohl für die nächsten Kommunal- als auch für die Landtagswahlen. Bis zu 70 Pira- ten arbeiteten sich zwei Tage lang bis gestern Abend an einer umfang- reichen Tagesordnung ab. In diesem Rahmen wurde auch ein neuer Lan- desvorstand gewählt. Seite 27

CDU nominiert Landtags-Kandidaten

Kreisgebiet (red). Der CDU-Kreisver- band Nordsachsen führt nächsten Sonnabend ab 10 Uhr im Heide Spa in Bad Düben die Nominierung der drei Landtagsdirektbewerber für die drei nordsächsischen Landtagswahlkreise durch. Die Vollversammlung der wahl- berechtigten CDU-Mitglieder des Krei- ses ist öffentlich. Ab 13 Uhr werden in einer zweiten Kreismitgliederversamm- lung der Kreisvorstand und die Dele- gierten des Kreisverbandes für Bundes- und Landesparteitage neu gewählt.

Soziale Dienste und Jugendhilfe geschlossen

Kreisgebiet (red). Die Sachgebiete des Allgemeinen Sozialen Dienstes in De- litzsch und Eilenburg sowie das Sach- gebiet der Wirtschaftlichen Jugendhilfe bleiben am Montag, dem 18. Novem- ber, und Dienstag, dem 19. November, aufgrund einer hausinternen Weiterbil- dung ganztägig geschlossen, teilte das Landratsamt mit. In dringenden Ange- legenheiten können sich Bürger an das Sekretariat in Delitzsch, Telefonnum- mer 034202/9886127, wenden.

Fotoausstellung in der Klinik

Delitzsch (red). Am Montag, dem 18. November, wird um 17 Uhr im Foyer der Klinik Delitzsch eine Fotoausstel- lung der Hobbyfotografin Kathrin Mül- ler eröffnet. Als Patientin der De- litzscher Klinik möchte sie sich auf diesem Weg bei Ärzten und Pflegeper- sonal bedanken. Ihre Fotografien sind dann bis zum 6. Januar zu sehen.

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auf diesem Weg bei Ärzten und Pflegeper- sonal bedanken. Ihre Fotografien sind dann bis zum 6.