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Untersuchung von Sicherungskonzepten in der

Stromversorgung

Einleitende Worte ...........................................................................................................2


Die Stromversorgung ..................................................................................................... 2
Die Stromerzeugung ..................................................................................................2
Die Struktur eines Stromnetzes ................................................................................. 3
Realisierung des Stromnetzes.....................................................................................4
Mögliche Probleme im Stromnetz ................................................................................. 5
Beschädigungen .........................................................................................................5
Erdschluss ..................................................................................................................5
Kurzschluss ................................................................................................................7
Vorkehrungen .................................................................................................................8
Erdschlusskompensation ........................................................................................... 8
Sicherung ...................................................................................................................9
Schülerversuch zur Sicherung ......................................................................................10
Einleitung ................................................................................................................ 10
Das Prinzip .............................................................................................................. 10
Versuch ....................................................................................................................11
Versuchsergebnisse in einem Koordinatensystem................................................... 13
Auswertung ..............................................................................................................13
Vergleich mit handelsüblichen Sicherungen ........................................................... 14
Schlusswort .................................................................................................................. 14
Einleitende Worte

In der folgenden Facharbeit untersuche ich die Sicherungskonzepte in der


Stromversorgung, die dazu dienen, eine reibungslose Versorgung der
Bevölkerung mit Elektrizität sicherzustellen.

Die Stromversorgung

Die Stromerzeugung

Strom kann nur durch die Investition von Arbeit gewonnen werden, es ist also
notwendig, eine bestimmte Energieform in die elektrische Energieform
umzuwandeln. Für den Strom, den wir bequem aus der Steckdose bekommen,
werden größtenteils Kraftwerke mit Generatoren benutzt, welche letztlich aus
einer Rotationsbewegung elektrische Energie erzeugen. Um eine
Rotationsbewegung zu erzeugen, gibt es ein paar grundlegende Methoden, wie
die Windkraft, Nutzung der Wasserströmungen, Verbrennungsmotoren und
Turbinen, welche in den meissten Fällen mit Wasserdampf betrieben werden,
welchen man widerum durch das Erhitzen von Wasser durch zum Beispiel
Atomenergie, Fossilenergie oder sogar durch Erdwärme erhält. Neben der
Stromerzeugung durch Generatoren gibt es aber auch die Möglichkeit, mithilfe
von Solarzellen das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umzuwandeln,
ohne den Einsatz von großer Mechanik.

Quellennachweise:
- Gudemann, Wolf-Eckhard: "Neues Lexikon Band 3", Bertelsmann, Kopierfabrik
Mohndruck, Deutschland 1996, Seite 92 (Elektrizitätsversorgung)
- Gudemann, Wolf-Eckhard: "Neues Lexikon Band 9", Bertelsmann, Kopierfabrik
Mohndruck, Deutschland 1996, Seite 253 (Strömungsmaschienen)

Die Struktur eines Stromnetzes

Der Strom aus den Verschiedenen Kraftwerkstypen wird über ein organisiertes
Leitungsnetzwerk an den Verbraucher gebracht, den in unserem Fall der
Ottonormalverbraucher aus einer einfachen Wohnung darstellt. Bevor der Strom
für den Bewohner nutzbar wird, durchläuft der Strom vier verschiedene
Abschnitte. Geht man davon aus, dass der Strom aus einem Großkraftwerk (wie
zum Beispiel ein Kohlekraftwerk oder ein Atomkraftwerk) kommt, so durchläuft
der Strom zuerst die Höchstspannungsleitungen, die der Strom mit einer
Spannung von 220 oder 380 Kilovolt durchläuft. Solche Leitungen sind lediglich
für die Überbrückung großer Distanzen gedacht. Diese lassen sich auch nicht
vermeiden, da der Bau eines Großkraftwerks im Stadtraum nicht vertretbar ist
und darüber hinaus auch noch teurer wäre. Die Vorteile bei der Nutzung hoher
Spannungen äußern sich dadurch, dass weniger Energieverlust durch
Stromwärme entsteht und dass die Handhabung des Stromes einfacher wird.
Der nächste Abschnitt des Stromnetzes wird mit ca. 110 Kilovolt betrieben und
nennt sich Hochspannungsleitung. In diesem Abschnitt speisen mittlere
Kraftwerke ihre Energie ein und einige industrielle Abnehmer erhalten ihren
Strom aus diesem Netz. Da man für den Betrieb von 110 Kilovoltleitungen noch
große und teure Überlandleitungen bauen muss, führt man den Strom zu den
verschiedenen Dörfern und Städten über einen weiteren Abschnitt zu, der
sogenannten Mittelspannungsleitungen, welche mit ein bis 50 Kilovolt betrieben
werden und somit auch mit verhältnismäßig kleinen und günstigen Strommästen
sicher betrieben werden können. In diesen Abschnitt werden auch Energien von
städtischen Kraftwerken, sowie von Windrädern und Solaranlagen eingespeist.
Als nächstes folgen die Niederspannungsleitungen, welche bereits mit der
häuslichen Spannung von 230 Volt betrieben werden. An diesem Netz sind
sämtliche Wohnhäuser, Straßenlampen, Ampeln ect. angeschlossen.
Quellennachweise:
- Gudemann, Wolf-Eckhard: "Neues Lexikon Band 3", Bertelsmann, Kopierfabrik
Mohndruck, Deutschland 1996, Seite 92 (Elektrizitätsversorgung)
- Gudemann, Wolf-Eckhard: "Neues Lexikon Band 9", Bertelsmann, Kopierfabrik
Mohndruck, Deutschland 1996, Seite 253 (Stromversorgung)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Stromnetz

Realisierung des Stromnetzes

Um den Übergang von den verschiedenen Abschnitten möglich zu machen,


benötigt man Transformatoren, welche die Schnittstellen zwischen den
verschiedenen Abschnitten darstellen. Transformatoren ermöglichen es, eine
Spannung in eine andere umzuwandeln und für den jeweiligen Abschnitt
entsprechend anzupassen. So ist es erst möglich, die vier verschiedenen
Abschnitte miteinander zu verknüpfen und zum Beispiel eine Spannung von der
Hochspannungsleitung von 110 Kilovolt auf die Mittelspannung, welche mit ein
bis 50 Kilovolt betrieben wird, zu leiten. Die Stromleitungen selbst realisiert man
im außerstädtischen Bereich aus naheliegenden Kostengründen oberirdisch,
teilweise verfährt man so auch noch in Dörfern, jedoch lohnt sich der Bau einer
unterirdischen Leitung bei steigender Bevölkerungsdichte immer mehr, da somit
weniger Raum für Beschädigungen durch das Alltagsleben auftreten und die
Verletzungsgefahr durch den direkten Kontakt zwischen Mensch und
Stromleitung praktisch nicht mehr vorhanden ist. Den störenden Blindstrom, der
beim Betrieb von langen Wechselstromleitungen auftritt, muss man in
bestimmten Abständen (ca. alle 70 Kilometer) durch sogenannte
Kompensationsspulen ausgleichen. Dies führt dazu, dass eine
Seekabelstromleitung, welche durchaus mal notwendig sein kann, bei einer
Länge ab ca. 70 Kilometer nicht realisierbar wäre, da die Installation von
Kompensationsspulen unter Wasser nicht möglich bzw. nicht wirtschaftlich wäre.
Jedoch besteht die Möglichkeit, den Wechselstrom temporär in Gleichstrom
umzuwandeln um damit dem Problem der Blindströme auszuweichen.
Quellennachweise:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Stromnetz
- http://www.epochtimes.de/articles/2005/11/26/6683.html
- http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstrom-
%C3%9Cbertragung#Vorteile

Mögliche Probleme im Stromnetz

Beschädigungen

Sollte eine wichtige Stromleitung soweit beschädigt sein, dass der Strom nicht
mehr in der Lage ist, zu fließen, so liegt die Ursache der Beschädigung oft bei
wetterabhängigen Faktoren. So kommt es oft vor, dass Überlandleitungen bei
einem Sturm durchtrennt werden. Aber auch Blitzeinschläge können der Grund
für eine versehentliche Beschädigung an Untergrundkabeln sein. Um derartige
Missgeschicke möglichst zu vermeiden, werden Pläne der unterirdischen Kabel
vorher studiert, trotzdessen kann es vorkommen, dass ein Kabel nicht in den
Plänen vermerkt ist und deshalb unbeabsichtigt durch schweres Baugerät
zerstört wird. Desweiteren kann die Ursache auch beim Netzbetreiber selber und
deren Technik liegen, wenn beispielsweise ein Transformator defekt ist oder gar
eine Kraftwerkspanne vorliegt, sodass dieses den Betrieb einstellen muss.

Quellennachweise:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall

Erdschluss

Als Erdschluss bezeichnet man den Fall, wenn eine Stromleitung einen
unbeabsichtigten Kontakt zur Erde hat. Dies kommt bei Überlandleitungen öfter
vor, wenn etwa ein Baum auf eine Leitung fällt und somit den Erdkontakt
herstellt. Es ist auch durchaus möglich, dass Bäume bis an die Leitung
heranwachsen, jedoch wird versucht, einen Störfall dieser Art zu unterbinden,
indem in regelmäßigen Abständen eine genügend große Schneise für eine
Stromleitung durch die entsprechenden Wälder geschaffen wird. Da der völlige
Ausschluss eines Erdschlusses durch unvorhersehbare Faktoren unmöglich ist,
muss dem entgegengewirkt werden können, falls es doch soweit kommen sollte.
Denn ein Erdschluss kann auch einen Kurzschluss im Stromnetz zur Folge
haben, was einerseits gefährlich und andererseit verantwortlich für weitere
Schäden und Probleme im Stromnetz sein kann. Deshalb reagieren in Mittel- und
Niederspannungsleitungen automatisch bestimmte Netzschutzvorrichtungen, zu
denen Schmelzsicherungen und Sicherungsautomaten zählen. Außerdem
bestehen zur Schadensbegrenzung noch sogenannte
Erdschlusskompensationen, dazu später mehr. Während bei Mittel- und
Niederspannungsleitungen die Vorkehrungen sofort und automatisch reagieren,
gibt es bei Hochspannungsleitungen ab 110 Kilovolt keine automatische
Abschaltung, da dort der Betrieb bei begrenzten Vorkommen von Erdschlüssen
über einen Zeitraum von maximal vier Stunden noch relativ gut funktioniert,
insofern nur eine oder kaum mehr Leitungen davon betroffen sind, es muss nicht
die gesamte Hochspannungsleitung für die Problemfindung abgeschaltet
werden. Allerdings ist die Behebung des Problems bestenfalls sofort
durchzuführen. Ein Erdschluss bei einer Hochspannungsleitung bei
weiterlaufendem Betrieb führt zwangsläufig zum Auftreten von kapazitiven
Strömen, welchen man durch Erdschlusskompensationen, die man zwischen
dem Erdschlusspunkt und dem nächsten Sternpunkt (Sternpunkte können als
eine Art Abzweigung oder Kreuzung angesehen werden) schaltet,
entgegenwirken kann. Sollte es aufgrund von zu großen Risiken nicht anders
möglich sein, so kann die Hochspannungsleitung auch manuell abgeschaltet
werden.

Quellennachweise:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschluss
Kurzschluss

Ein Kurschluss liegt vor, wenn in einem Stromkreis eine starke


Widerstandsverminderung besteht. Dies kann unter anderem durch einen
Erdschluss verursacht werden. Da das Erdpotenzial in der Netzwerktheorie als
null definiert ist, kann man folgern, dass die Spannung im Stromnetz auf null
abfällt. Es gilt hierbei die Formel:
U =I ∗R Leitung = I∗0=0 Volt

Diese Formel ist allgemeingültig und ist nicht nur im Falle eines Erdschlusses als
Beweis für das Abfallen der Spannung brauchbar. Für den Widerstand ist
lediglich ein sehr kleiner Wert nötig, der immer dann vorliegt, wenn, wie bereits
angesprochen, eine starke Widerstandsverminderung besteht. Die Auswirkungen
eines Kurzschlusses durch einen Erdschluss sind jedoch noch verhältnismäßig
klein, wenn man sein Augenmerk auf den Kurzschluss durch zwei Leitungen
wirft, wie zum Beispiel die verbindung beider Pole aus einer Steckdose.
Betrachtet man die dabei wirkende Stromstärke, werden die Folgeerscheinungen
eines Kurzschlusses erst begreifbar, dazu verwendet man einfach folgende
Gleichung:

U 220 Volt 
I= = =∞
R lim R 0
Die beinahe unendlich große Stromstärke (Sie ist nicht unendlich, da man noch
von einem Widerstand durch die Leiter selber ausgehen muss) kann zur
Funkenbildung ausreichen. Betrachtet man Unfälle bei Geräten, die mit hohen
Spannungen arbeiten, verursacht durch Kurzschlüsse, so stellt man fest, dass
nicht nur Funkenbildung, sondern auch regelrechte Explosionen entstehen
können, was in einem Stromnetz, welches großflächig mit Spannungen mit über
mehreren tausend Volt betrieben wird, katastrophale Ausmaße, wie zum Beispiel
Zerstörung von Geräten oder Leitungen, Gebäudebrände und Personenschaden,
annehmen könnte. Neben den direkten Erscheinungsformen des Kurzschlusses
kann auch der unabdingbar folgende Stromausfall für große Probleme sorgen,
da es viele Einrichtungen (wie etwa ein Krankenhaus) gibt, die auf eine
konstante Stromversorgung angewiesen sind, um Personenschäden oder
großen materielle Schäden auszuweichen. Solche Einrichtungen sind aber
oftmals auch mit Dieselgeneratoren für den Notstrombetrieb ausgestattet, jedoch
ist dies nur eine Notlösung. Um es erst garnicht soweit kommen zu lassen, gibt
es zur Eingrenzung eines Kurzschlusses Sicherungen, die den
Fehlerbeinhaltenden Stromkreis abschalten, um die Funktion aller anderen
Stromkreise zu sichern.

Quellennachweise:
- Orear, Jay: "Physik", Hanser, Kopierfabrik INTERDRUCK Leipzig, Deutschland
1976, Seite 92 (Der Kurzschluss)

Vorkehrungen

Erdschlusskompensation

Die Erdschlusskompensation dient dazu, den zerstörerischen kapazitiven Strom


zu verhindern. Dieser entsteht bei einem Erdschluss. Das Prinzip der
Erdschlusskompensation besteht darin, dass ein paralleler Schwingkreis,
bestehend aus einer Spule (in diesem Fall nach dem Erfinder der
Erdschlusskompensation Waldemar Petersen auch Petersenspule benannt),
einem Kondesator und drei Leitererdkapazitäten, den kapazitiven Strom
kompensiert. Eine Aufhebung eines Erdschlusses ist dadurch zwar nicht sofort
nötig, aber auf dauer unabdingbar, denn durch die Kompensation werden durch
steigende Spannungswerte bestimmte Leitungen auf Dauer zu sehr beansprucht.

Quellennachweise:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschlusskompensation
Sicherung

Gäbe es keine Sicherungen, so würde ein auftretender Kurzschluss im


Entstehungsort einigen Schaden anrichten, sich dann auf benachbarte
Stromkreise übertragen, dort ebenfalls einige elektronischen Geräte beschädigen
und eine Kettenreaktion an Kurzschlüssen auf alle weiteren Stromkreise
verursachen und damit das gesamte Stromnetz lahm legen. Doch um genau das
zu verhindern, werden alle Stromkreise in sinnvollen Abständen an den
Zweigpunkten mit einer Sicherung versehen, um die Ausmaßen eines
Kurzschlusses entscheidend einzugrenzen. Eine Sicherung unterbricht den
Stromkreis automatisch, sobald ein Kurzschluss oder eine Überbeanspruchung
des Stromkreises vorliegt. Dafür gibt es verschiedene Sicherungsmethoden, die
im Endeffekt aber beinahe gleich wirken, sich aber in den Punkten Handhabung
und Herstellungskosten, sowie Bauart unterscheiden. So ist das Prinzip einer
Schmelzsicherung sehr einfach. Diese besteht lediglich aus einem in Quarzsand
eingebettetem Schmelzdraht, der durchbrennt, sobald eine bauartbedingte
Schwelle überschritten wird. Bei Schmelzsicherungen liegen die Schwellwerte
zwischen 0,5 Milliampere bis 3500 Ampere beziehungsweise zwei Volt bis 30000
Volt. Die verbreiteten Sicherungsleitungsschutzautomaten, wie man sie oft in
häuslichen Sicherungskästen findet, sind zwar theoretisch nach jedem
Kurzschluss wieder einfach zurückzustellen, nachdem das Problem des
Kurzschlusses gefunden und behoben wurde, allerdings ist auch deren Aufbau
aufwändiger. Der Strom fließt durch eine Spule und einen Bimetallleiter. Dabei
sorgt die Spule bei einem Kurzschluss für das Umlegen eines Schalters und der
Bimetallleite unterbricht den Stromkreis beim Überstrom ab.

Quellennachweise:
- Autor unbekannt, "Naturwissenschaften und Technik 4", Brockhaus,
Kopierfabrik Mohndruck, Deutschland 1989, Seite 304 (Sicherung)
Schülerversuch zur Sicherung

Einleitung

Für den Schülerversuch sehe ich den Bau einer Sicherung vor, der bei zu hohem
Stromfluss durch einen elektromagnetischen Mechanismus den Stromkreis
unterbricht.

Das Prinzip

Die Sicherung bestand aus in Reihe geschalteten Bauteilen. Als Stromquelle


verwende ich ein Netzteil, mit dem ich die Spannung in einem Bereich von null
bis 20 Volt anpassen kann. In den Stromkreis baue ich einen
magnetempfindlichen Schalter, daneben einen Elektromagneten mit 500
Windungen und einem Eisenkern, der den Schalter auslösen und somit den
Stromkreis unterbrechen kann. Für den Bau eines solchen Schalters, der durch
einen Elektromagneten betätigt werden kann, muss der Schalter einige
bestimmte Eigenschaften aufweisen. Dieser Schalter muss die Eigenschaft
besitzen, dass er in seiner aktuellen Position verbleibt, ohne dass er sich von
alleine umschaltet, aber dennoch nicht so fest ist, dass man ihn garnicht mehr
durch die Kraft eines Magnetfeldes umschalten kann. Als Lösung bietet sich der
Gebrauch einer Feder an, die den Schalter in der jeweiligen Position festhält,
aber auch die Möglichkeit offen hält, den Schalter ohne großen Kraftaufwand zu
betätigen. Am Schalter selber war noch ein Permanentmagnet angebracht,
dessen Ende, das zum Elektromagneten zeigte, mit dem Ende des
Elektromagneten gleich gepolt war. War der Stromkreis geschlossen, also der
Schalter nicht umgelegt, so floss Strom und die Pole stoßten sich ab. Hat der
Strom eine bestimmte Spannungsschwelle überschritten, so war der Effekt der
Gleichpolung irgendwann so stark, dass sich der Schalter umlegte. Damit der
Elektromagnet es schafft, den Schalter so weit zu betätigen, dass die Feder den
Schalter in die “Aus”-Lage anstatt in die “An”-Lage zieht, muss der
Elektromagnet bis zu dieser Schwelle mit Strom versorgt werden. Da der
Stromfluss aber von dem Schalter abhängig ist und dieser gerade durch den
Elektromagneten umgeschaltet wird, muss der Stromfluss durch einen
Schleifkontakt solange aufrecht erhalten werden, bis eben genannte Schwelle
überschritten ist. Das heisst, in der ersten Hälfte des Umschaltvorgangs fließt
noch Strom, sobald der Schalter aber allein durch die Kraft der Feder in die
“Aus”-Lage gezogen werden kann, besteht kein Kontakt mehr und der
Elektromagnet hört auf zu arbeiten, sowie alle anderen potenziellen Geräte, die
man in einen solchen Stromkreis mit dieser Sicherung hätte mit anschließen
können.

Versuch

Um die Eigenschaften der Sicherung zu testen, habe ich die Sicherung


verschiedenen Spannungen ausgesetzt. Um genaue Messwerte zu erlangen,
benutze ich das Messgerät “Explorer”, der mir in Form eines Zeit-Spannungs-
Diagramms die Spannung dokumentiert, die am Elektromagneten anliegt. Daran
kann ich ablesen, wie schnell und bei welcher Spannung die Sicherung reagiert.
Außerdem messe ich mit einem anderen digitalen Gerät die Stromstärke. Für
meine Messreihe verwende ich Spannungen von vier Volt bis acht Volt, wobei ich
für jeden Spannungswert vier Reaktionszeiten ermittelt habe, um daraus einen
möglichst allgemeingültigen Mittelwert zu errechnen. Hier eine Übersicht der
Messergebnisse:

Spannung in Stromstärke in Reaktionszeiten in Mittelwert in


Volt Ampere Sekunden Sekunden
4 1,9 - -
5 2,0 1,18 1,25
1,49
1,01
1,30
6 1,9 0,56 0.54
0,61
0,49
0,49
7 2,3 0,46 0,44
0,44
0,42
0,44
8 3,15 0,42 0,38
0,36
0,39
0,35
Versuchsergebnisse in einem Koordinatensystem

Auswertung

Auffällig ist, dass die Sicherung erst bei fünf Volt reagiert hat. Vier Volt reichen
nicht aus, um den Mechanismus auszulösen. Jedoch muss noch hinzugefügt
werden, dass die Sicherung bei fünf Volt sehr unregelmäßig reagiert, was daran
liegt, dass die verhältnismäßig kleine Kraft des Magnetfeldes einem relativ
großen Reibungswiderstand durch den Schleifkontakt ausgesetzt ist. Erst ab
sechs Volt und aufwärts erkennt man regelmäßige Reaktionszeiten. Mittelt man
alle Werte eines jeden Graphens, so kann man eine halbwegs proportional
abnehmende Reaktionszeit bei steigender Voltzahl erkennen. Würde man eine
Sicherung mit diesen Eigenschaften Marktreif produzieren, so müsste man
angeben, dass eine solche Sicherung zum Schutz vor Spannungen ab fünf Volt
gebaut ist, mit der Zusatzinfo, dass die Abschaltdauer bei etwa 0,5 Sekunden
liegt und dass Geräte eine Überspannung solange noch ertragen können
müssen, damit kein Schaden entsteht und die Sicherung ihren Zweck erfüllen
kann.

Vergleich mit handelsüblichen Sicherungen

Im direkten vergleich fehlt meiner Sicherung der Schutz vor Überstrom, der in
einem Sicherungsleitungsschutzautomaten durch den Bimetallleiter gegeben ist.
Ansonsten überschneiden sich das Prinzip großflächig.

Schlusswort

Obgleich es meinen Bemühungen entsprach, einen möglichst großen wie


übersichtlichen Gesamtüberblick über das Thema zu schaffen, so ist trotzdem
anzumerken, dass ich das Feld der Sicherungskonzepte in der Stromversorgung
nur anschneiden konnte und dass ein viel tieferes Eintauchen in die vielen
anderen Themenbereiche in viel größerem Maße von Nöten gewesen wäre, um
ein tiefergehendes Verständnis für komplizierte Details schaffen zu können,
welche ich bewusst ausgelassen habe (Wie zum Beispiel dem Differentialschutz,
Alternativen zur Erdschlusskompensation), denn im Endeffekt würde der
Rahmen von acht bis zwölf Seiten bei weitem übertreten werden. Und obwohl ein
großteil meiner Informationen sich auf Wikipedia zurückführen lassen, muss
gesagt werden, dass durch das heranziehen der unterschiedlichen Fachliteratur
aus der Schulbibliothek und der Privatbibliothek klar wurde, dass jene
deckungsgleich mit den Aussagen von Wikipedia waren und sich alle
Informationen wie ein Puzzle zusammensetzen ließen, obwohl sie alle aus
verschiedenen Quellen kommen. Dies deutet auf eine allgemeine Richtigkeit der
Sachinhalte in dieser Facharbeit hin und hoffe, dass Sie als Leser diesen Text
mit einem guten Gefühl beiseite legen können.