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ÄNDERUNGEN

Die folgenden Themen sind in der Überarbeitung dieses Handbuchs afgenommen von Ausgabe 0110 bis 0204:

KAPITEL/ABSCHNITT

 

BESCHREIBUNG

3.19.3.

CLIP (Anzeige der

 

Geändert (mit Call@Net 2.8)

Rufnummer des Anrufers) an analogen Endgeräten (Call@Net2.3 und höher)

3.27.15.

Gemeinsame

Hinzugefügt (mit Call@Net 2.8)

Durchwahlnummer (ab Call@Net 2.8)

 

Die folgenden Themen sind in der Überarbeitung dieses Handbuchs afgenommen von Ausgabe 0204 bis 0207:

KAPITEL/ABSCHNITT

 

BESCHREIBUNG

2.27.10.

Leistungsmerkmale der

Hinzugefügt (Call@Net 2.9)

Nebenstelle für Gruppengespräche (ab Call@Net 2.9)

 

3.19.3.

CLIP (Anzeige der

 

Geändert (Call@Net 2.9

Rufnummer des Anrufers) an analogen Endgeräten (Call@Net2.3 und höher)

Die folgenden Themen sind in der Überarbeitung dieses Handbuchs afgenommen von Ausgabe 0207 bis 0210:

KAPITEL/ABSCHNITT

BESCHREIBUNG

2.22.3.

Rückfrage mit

Hinzugefügt in Call@Net 2.10

Doppelziffer auf Externleitung (ab Call@Net 2.10)

2.33.

Text und Bild angepasst.

MEHRSPRUNGUMLEITUNG

EN

Die folgenden Themen sind in der Überarbeitung dieses Handbuchs afgenommen von Ausgabe 0210 bis 0302:

KAPITEL/ABSCHNITT

BESCHREIBUNG

2.3.1. ACD-Gruppen erstellen

Bis zu 100 ACD-Gruppen können von demselben MIS- Ausgabegerät gleichzeitig überwacht werden (Call@Net 2.11)

3.11. R- GESPRÄCHSERLAUBNIS

Neues Protokoll hinzugefügt (Call@Net 2.11)

3.19.3. CLIP (Anzeige der Rufnummer des Anrufers) an analogen Endgeräten (Call@Net2.3 und höher)

CLIP-Protokoll kann mittels einer FCM ausgewählt werden (Call@Net 2.11)

VORWORT

Das vorliegende Handbuch gilt für SOPHO Call@Net (bisher bekannt als SSW 810) auf allen Mitgliedern der SOPHO-Familie (iS3000-Plattform) als auch auf dem IP CallManager (PC- Plattform). Alle diese Anlagen werden im folgenden als "ISPBX" bezeichnet. Falls nötig, werden Unterschiede zwischen den verschiedenen iS3000- und PC-Plattformen angegeben.

LIZENZÜBEREINKUNFT

Der Lizenzvertrag für die ISPBX bestimmt, welche Einrichtungen verfügbar sind. Es ist deshalb möglich, daß eine hier beschriebene Einrichtung nicht arbeiten wird, selbst wenn die Konfiguration richtig erfolgte. Kontrollieren Sie den entsprechenden Lizenzvertrag, um festzustellen, was verfügbar ist.

ALLGEMEINER HINWEIS

Vollintegrierte Netze (FINs) werden nur durch iS3070/3090 unterstützt!

HINWEIS FÜR DEN ANWENDER

Wenn nichts anderes festgelegt wurde, steht der Name:

- ALC-G für ALC-G, ALC-GP oder ALC-G(R).

- DTX-I für DTX-I oder DTX-I(R).

- PMC für PMC-HR, PMC-MC oder PMC-G :

- PMC-HR für PMC-HR oder PMC-G (mit NCC-HR).

- PMC-MC für PMC-MC oder PMC-G (mit oder ohne NCC-MC).

1.

EINLEITUNG

Das ISPBX ist eine volldigitale Telefonzentrale und besteht aus bis zu 14 aufeinander angeschlossenen, digitalen Hochgeschwindigkeitsverbindungen, mit deren Hilfe die einzelnen Einheiten miteinander kommunizieren. Das vollintegrierte Netz (FIN) dieser Einheiten funktioniert wie eine große Telefonzentrale.

Der Begriff 'volldigital' bezieht sich auf

- die digitale Steuerung (Mikroprozessor) des Telefonzentralen-Koppelnetzes.

- Die Übertragung des Informationsmedium (Sprache) zwischen dem Anrufer und dem Angerufenen erfolgt in digitaler Form.

Der zweite Faktor wird im Folgenden genauer beschrieben:

Die erste Schnittstelle zwischen jeder analogen Leitung (dem Telefongerät oder einem anderen Fernsprechnetz) und dem ISPBX ist der Analog-Digital-Wandler. Dieser verwandelt das angebotene Analogsignal in ein digitales 64-kbps-Standardsignal:

- Eine solche Analogleitung kann zu einem Telefongerät gehören. In dem Fall befindet sich der Analog-Digital-Wandler auf der Analoganschluß-Schaltplatine (ALC). Die Abtastegeschwindigkeit ist auf 8 kHz festgelegt und jedes Muster wird in ein Byte von 8 Bits konvertiert. Der mit dem Analogtelefon verbundene Teilnehmeranschluß sendet dem ISPBX das 64-kbps-Standardsignal.

- Für die Verbindung mit einem Telefongerät, das nicht zum lokalen ISPBX gehört, sind analoge Amtsleitungen zu verwenden. Diese Leitungen bieten dem ISPBX und dem anderen System (PBX oder PSTN), welchem der externe Teilnehmer angehört, einen analogen Sprechweg. Auch hier hat die Schnittstelle zwischen Analogleitung und internem ISPBX-System einen Analog-Digital-Wandler, der sich auf der Platine zur Analogleiteitungseinheit (ATU) befindet. Das Analogsignal wird in ein 64-kbps-Signal umgewandelt. Dieses Standardsignal wird dem ISPBX dann vom Amtsanschluß des externen Fernsprechnetzes gesendet.

Hinweis: Dasselbe gilt für das Sprachsignal eines an das ISPBX angeschlossenen Telefonisten. Auch dieses wird in das 64-kbps-Standardsignal umgewandelt.

Die neuesten Entwicklungen ermöglichen Digitalverbindungen von Telefongeräten oder anderen Fernsprechnetzen mit dem ISPBX:

- Ein SOPHO-SET ist eine digitale Telefonanlage mit einem eigenen Analog-Digital- Wandler. Auch hier ist die Abtastegeschwindigkeit 8 kHz und jedes Muster wird in ein Byte von 8 Bits umgewandelt. Das Ergebnis ist wiederum ein 64-kbps-Standardsignal. Eine

Digitalleitung verbindet das SOPHO-SET mit dem digitalen Teilnehmeranschluß (DLC) oder der digitalen Amtsleitung und Nebenstelle (DTX) als Schnittstelle zum ISPBX. Der Anschluß, zu dem das digitale Telefongerät gehört, sendet dem ISPBX dann das 64-kbps- Standardsignal.

- Die ErgoLine-Serie ist eine Reihe von digitalen Telefonen. Es gibt 4 Modelle und jedes Modell ist mit einer 4-Draht-S 0 -Busschnittstelle oder einer 2-Draht-U pn -Schnittstelle lieferbar. Eine 4-Draht-Schnittstelle kann an eine DTX-I und die 2-Draht-Schnittstelle an eine DLX-U angeschlossen werden. Wenn in diesem Handbuch 'SOPHO-SET' als digitales Telefon erwähnt wird, ist damit 'ErgoLine' gemeint. Um über die Kompatibilität an bestimmten Stellen sicher zu sein, sehen Sie bitte in den betreffenden Handbüchern nach.

- Digitalverbindungen zum ISPBX können auch andere Fernsprechnetze (PBXen oder PSTNs) haben. Bei diesen Verbindungen erfolgt die Übertragung des digitalisierten Sprachsignal als 64-kbps-Signal zwischen den Netzen. Damit wird eine zusätzliche Analog- Digital-Umwandlung überflüssig. Eine Digitalleitung verbindet das externe Netz mit der digitalen Amtsleitungseinheit (DTU) oder der digitalen Amtsleitung und Nebenstelle (DTX) als Schnittstelle zum ISPBX. Der Anschluß, zu dem das externe Telefonnetz gehört, sendet dem ISPBX dann das 64-kbps-Standardsignal.

Jeder seiner Anschlüsse liefert dem ISPBX das 64-kbps-Standardsignal. Mit einem digitalen Koppelfeld leitet man das Signal vom einen ISPBX-Ausgang zum anderen weiter. Das digitale 64-kbps-Signal dient der Übertragung der Nutzinformation (Sprachmuster). Das analoge Originalsignal wird am Zielausgang durch einen Digital-Analog-Wandler rekonstruiert und dem Zielteilnehmer angeboten. Der Sprechweg zwischen den zwei Teilnehmern erscheint damit analog, ist in Wirklichkeit jedoch digital.

Zur Herstellung des transparenten Analogsprechwegs für zwei Benutzer muß das ISPBX das Digitalsignal vom Ursprungsausgang nur auf den Zielausgang verlegen (und vom Zielausgang zum Ursprungsausgang bei bidirektionaler Sprache). Diese Leitweglenkung geschieht mit Hilfe eines hochentwickelten Hauptprozessors (CPU). Auf Anfrage des Benutzers stellt das ISPBX eine Verbindung zwischen den zwei Ausgängen her. Der Prozessor sucht dabei die zwei benützten Ausgänge und verbindet sie mit Hilfe des Koppelfelds miteinander.

Die Verbindungsanfrage stellt der Benutzer normalerweise in Form einer Wählinformation vom eigenen Telefongerät aus. Trotzdem gibt es mehrere Möglichkeiten, um einen Anruf zu tätigen, ohne daß der Anrufer den Angerufenen dabei direkt anwählt. Ein Beispiel dafür ist 'Rufumleitung', ausgelöst durch Rufzuschaltung oder Rufweiterleitung. Eine solche Umleitung kann der Systemwart auslösen (mit einem OM-Befehl) oder der Telefonbenutzer anfragen (anhand von Wählinformation).

Jede Methode zur Herstellung eines transparenten Sprechwegs zwischen zwei (oder mehreren) Ausgängen ist ein ISPBX-Merkmal, das Benutzern hilft, miteinander in Kontakt zu

kommen. Die Sondermerkmale erleichtern dies dann noch.

Das vorliegende Handbuch beschreibt die Möglichkeiten der ISPBX-Sprachausgänge. Beinahe alle davon stehen im vollintegrierten Netz zur Verfügung (einzelne Ausnahmen werden in den jeweiligen Beschreibungen erwähnt).

1.1. ALLGEMEIN

Der folgende Abschnitt befaßt sich mit den einzelnen ISPBX-Benutzern; Nebenstellen, Amtsleitungen und Telefonisten im Allgemeinen. Dazu gehört eine kurze Besprechung der Hardwareverhältnisse und der nummernanalytischen Aspekte für die einzelnen Benutzertypen. Näheres dazu finden Sie im Handbuch "Einrichtung von Netz- Funtionsweisen".

Der restliche Teil des Handbuchs befaßt sich mit Sprachmerkmalen. Da diese Sprachnebenstellen angehören, liegt der Schwerpunkt hier bei der ihrer Anwendung durch den Nebenstellenbenutzer. Die Merkmalsbeschreibung enthält Verweise auf andere Handbücher, wenn dieselbe Möglichkeit auch für Telefonisten oder Amtsleitungen besteht.

Die aktuellen Sprachmerkmale sind auf zwei Kapitel verteilt:

- Kapitel 2 Basiseinrichtungen. Dabei handelt es sich um Einrichtungen, die für ALLE Nebenstellen zur Verfügung stehen, ob es sich nun um ein analoges Telefon oder ein digitales ErgoLine oder ein digitales SOPHO-SET handelt.

- Kapitel 3 Mehrleistungseinrichtungen. Dabei handelt es sich um Einrichtungen, die nur angeboten werden, wenn Zusatzgeräte, zum Beispiel digitale SOPHO-SETs oder ErgoLine-Telefone, zum Einsatz kommen. Da diese modernen digitalen Endeinrichtungen durch einen Mikroprozessor gesteuert werden, bieten diese Telefone zusätzliche Funktionen. Die ISPBX kann Meldungen an ein solches digitales Telefon senden. Der Mikroprozessor des Telefons ruft nun die erforderliche Aktivität auf, z.B. Anzeige eines Status mittels Lampen und/oder Display, Erzeugung eines speziellen Ruftons, automatisches Abheben usw. Die genaue Implementierung der Endeinrichtung wird in diesem Kapitel nicht erörtert, da sie hauptsächlich vom ErgoLine/SOPHO-SET-Typ abhängt. Es wird nur die Verwendung bestimmter Funktionen besprochen. Bezüglich der genauen Implementierung der Einrichtung (Funktionscodes usw.): siehe die jeweilige ErgoLine/SOPHO-SET-Dokumentation.

1.2. HARDWAREVERHÄLTNISSE

Das ISPBX muß jeden Sprachausgang erkennen können. Jedem Ausgang ist eine Hardwareadresse zugeordnet, doch diese Art, Zugang zu einem anderen Port anzufragen, ist nicht besonders benutzerfreundlich. Die Erkennung der Ausgänge erfolgt deshalb auf andere

Weise.

1.2.1.

Nebenstellen

Jede Nebenstelle wird anhand von mindestens einer Basisdienst-Profilidentität (BSP-ID), erkannt, die eine Kombination von Rufnummer (DNR) und Basisdienstprofiltyp (BSPT)

darstellt. Der DNR-Teil der BSP-ID ist die aktuelle Adressennummer des vom Rufauslöser gewählten Anschlusses. Der BSPT-Teil bestimmt, ob sich der jeweilige Diensttyp (Sprache,

Daten, Fax,

) des Rufauslösers mit dem Ziel verträgt.

BSP-IDs werden der externen Hardwareadresse (EHWA) eines Anschlusses mit dem OM- Befehl CHDNRC zugeordnet.

Rufnummern haben zwischen 1 und 6 Ziffern (projektierbar). Bei Berücksichtigung von

Grenze 111 ist jede Zifferkombination möglich. Wenn also 10 die Radixnummer in Grenze

111 ist, sind 0

Radixnummer minus 1).

9

die projektierbaren Ziffern in der Rufnummer. (Nebound 111: DNR-

Am Beginn einer Rufnummer können sich auch eine oder mehrere Nullen (0) befinden, bis eine projektierbare Ziffer zur Verfügung steht. Für Rufnummern, die mit null anfangen, gilt folgende Tabelle (vorausgesetzt, der Wert von NEBOUND 111 = 10):

DNR

=

0

Nicht möglich;

DNR

=

0x

nicht möglich;

DNR

=

0xx

x = 0

9

;

DNR

=

0xxx

x = 0

9

;

DNR

=

0xxxx

x = 0

9

;

DNR

=

0xxxxx

x = 0

9,

mit folgender Ausnahme:

DNR

=

0000xx

Die Kombination ist nicht möglich.

Ungültigen Rufnummern lösen einen nichtfatalen Validierungsfehler aus, mit der Nachricht:

'Parameter Z außer Bereich' (Z = die Parameternummer).

Die Teilnehmerschaltung ist entweder eine Analoge Leitungsanschlussschaltung (Analogue Line Circuit, ALC) oder eine Digitale Leitungsanschlussschaltung (DLC, DTX oder DLX). ALC-Ports dienen dem Anschluss analoger Nebenstellen, DLC/DTX/DLX-Ports dem Anschluss digitaler Nebenstellen.

DLC-Ports sind paarweise angelegt; eine Digitalleitung enthält zwei Nutzkanäle und braucht deshalb zwei DLC-Ports. Eine solche Leitung entspricht dem Prinzip 2B+D, wobei die B- Kanäle (64 kbit/s) die Nutzkanäle sind und der D-Kanal der Signalisierungskanal ist. Diese 2B+D-Leitungen sind entweder zwei- oder vieradrig. Die vieradrigen Leitungen bilden einen

Nebenstellenbus, konform dem ISDN-S- S 0 Busstandard. An den S- 0 Bus können entweder S 0 - TMP-Endgeräte angeschlossen sein oder ISDN-Endgeräte.

Die DTX (Digitale Externleitung und Nebenstelle) verfügt über 7 oder 15 Vierdraht-2B+D- Anschlüsse. Jeder Anschluss umfasst eine S 0 -Schnittstelle, die als Nebenstelle, Externleitung (1TR6) oder Querverbindung (1TR6, DPNSS) konfiguriert werden kann.

Die DLX-U (Digitaler Nebenstellenanschluss mit U pn -Schnittstelle) verfügt über 15 oder 31 Zweidraht-Anschlüsse, die im 1B- oder 2B-Verfahren genutzt werden können. Die DLX-L (Digitaler Nebenstellenanschluss mit längerer Leitung und Uk 0 -Schnittstelle) liefert 15 Zugänge mit 2B+D-Schnittstelle, die im 1B- oder 2B-Verfahren genutzt werden können. Sie unterstützt die TMP-, Euro- und 1TR6-Protokolle.

Wie gesagt, kann man dem Nebenstellenausgang mehrere BSP-IDs zuordnen. Diese BSP-IDs können verschiedene Rufnummern und BSPTs haben.

Die Folgen für Anrufe an einen solchen Ausgang sind: Wenn Zielrufnummer und IBSC eines Anrufers zu mehr als einer BSP-ID passen, wird die BSP-ID mit dem niedrigst nummerierten BSPT gewählt.

Und für einen Anruf von einem solchen Ausgang aus wird die dem Anschluß zuerst zugeordnete BSP-ID benutzt.

Beispiel: Wie die BSP-ID zwischen FAX-Anrufen und Telefongesprächen unterscheidet.

Ein analoges Telefongerät hat zwei BSP-IDs.

- DNR:2400 mit BSPT:95 (Sprache/möglicherweise Sprache)

- DNR:2400 mit BSPT:06 (Telefax4)

Der Faxapparat hat folgende BSP-ID:

- DNR:2401 mit BSPT:06 (Telefax4)

Diese Konfiguration ermöglicht dem Nebenstellenbenutzer nur die Arbeit mit einer DNR, nämlich 2400. Gespräche an 2400 werden mit dem B-Kanal direkt verbunden, während Datenrufe (mit Rufzuschaltung) von 2400 an Nummer 2401 gelangen, die B-Kanal 1 verwendet. Das Rufzuschaltungsverhältnis kann man nur mit OM-Befehlen ändern und nicht durch die Wahl von Merkmalcodes vom Telefongerät aus, da letzteres nur die Sprach-BSP-IDs betrifft.

Dagegen kann eine ISDN-Nebenstelle mit Hilfe der ISDN-Zusatzmöglichkeit "Mehrfachrufnummern"(MSN) zwischen BSP-IDs unterscheiden.

1.2.2.

Amtsleitungen

Amtsleitungen erkennt man an der Anschlußnummer. Diese ist ausschließlich virtuell. Das ISPBX muß die Stelle des zur Anschlußnummer gehörenden Ausgangs (EHWA) finden können. Das Verhältnis zwischen Anschlußnummer und EHWA legt man mit dem OM-Befehl ASLINE fest. Mit ihm ordnet man die Leitung einem Bündel zu und das Bündel einer Strecke zwischen dem ISPBX und einem anderen Fernsprechnetz.

Näheres über Netze finden Sie im Handbuch "Einrichtung von Netz-Funtionsweisen".

1.2.3. Telefonisten

Auch Telefonisten erkennt man an ihrer Rufnummer. Das ISPBX kann zwischen einer Nebenstelle und dem Telefonisten anhand des PCT-Typs unterscheiden: Der Schaltkreis, auf den der Telefonist angeschlossen ist, hat PCT-TYP-3 (Vermittlungssatz).

Die Zuweisung der Rufnummer an den Vermittlungssatz erfolgt gleichfalls mit einem Spezialbefehl: CHOPDC.

Näheres über die Leistungsmerkmale für den Telefonisten finden Sie im Handbuch "Vermittlung".

1.3.

NUMMERNANALYSEBÄUME

Bei der Verbindungsanfrage zwischen zwei Ausgängen gibt der Benutzer (gewöhnlich) Wählinformation ein. Diese wird vom ISPBX in einem 'Analysebaum' zerlegt. Den einzelnen Benutzertypen ist ein eigener Analysebaum zugeordnet.

1.3.1. Nebenstellen

Nebenstellenrufnummern ordnet man der Analysegruppe mit dem OM-Befehl CHAGCV zu. Die Analysegruppe bestimmt, welcher Baum beim Abheben des Hörers und Eingeben der Wählinformation (ursprüngliches Wählen - Wähltyp 0) benutzt wird. Dasselbe gilt für den beim Eintritt in den Rückfragestand benutzten Baum (Rückfragewahl - Wähltyp 1).

Die Nummernanalyse wird pro Ziffer ausgeführt. Jede eingegebene Ziffer wird vom ISPBX im Wählbaum überprüft. Führt die Ziffer zu einem Endergebnis, löst das ISPBX den benötigten Vorgang aus (reeller Vorgang, wie z.B. 'Ton an Benutzer senden'). Kommt es noch zu keinem Endergebnis, wartet das ISPBX auf weitere Ziffern (oder bricht den Anruf nach einer bestimmten Wartezeitspanne ohne weitere Ziffern ab).

Den ursprünglichen und Rückfragewählbaum kann man jeder Analysegruppe mit dem Befehl

ASTREE zuordnen. Im ursprünglichen und Rückfragewählbaum befinden sich alle Nummern, die der zur jeweiligen Analysegruppe gehörende Nebenstellenbenutzer wählen darf.

Zwei Befehle dienen der Zuordnung von Nummern an einen Baum: ASBLCK (für interne Nummern, gemeinsame Verbands- sowie Gruppenkurzrufnummern) und ASINTN (für Präfixe). In diesem Handbuch werden bei der Besprechung des jeweiligen Merkmals die zuzuordnenden Präfixe erwähnt, gemeinsam mit dem zu verwendenden Befehl.

Näheres zur Nummernanalyse finden Sie im Handbuch "Management".

1.3.2. Ankommende Amtsleitungen

Will ein externer Teilnehmer eine ISPBX-Nebenstelle anrufen, erreicht er das ISPBX über eine Amtsleitung. Je nach der benutzten Amtsleitung gelangt das Gespräch an die Vermittlung oder kann der externe Teilnehmer die Nebenstellenrufnummer selbst wählen.

Gelangt ein Anruf zum Telefonisten, wird der Amtsleitung kein Nummernanalysebaum zugeordnet. Der Telefonist muß die Nebenstelle anwählen und die Amtsleitung auf diese umlegen können.

Darf der Benutzer selbst die ISPBX-Nebenstellenrufnummer wählen, muß das ISPBX die eingegebene Wählinformation analysieren können. Diese Analyse erfolgt mit Hilfe des zur Strecke mit der Amtsleitung gehörenden DDI-Analysebaums. Letzterer wird mit dem OM- Befehl CHRTCI zugeordnet.

Näheres zur Nummernanalyse finden Sie im Handbuch "Einrichtung von Netz- Funtionsweisen".

1.3.3. Telefonisten

Auch dem Telefonisten wird mit dem Befehl ASTREE ein Analysebaum zugeordnet (Wähltyp 2). In diesem Baum befinden sich alle Nummern, die der Telefonist wählen darf.

1.4.

VERTRÄGLICHKEITSWERTE

Allen Nebenstellen und BSPTs einer Amtsstrecke ist ein Verträglichkeitswert zugeordnet. Damit zwei Teilnehmer miteinander verbunden werden können, muß die Verbindungstoleranz der zwei beteiligten Verträglichkeitswerte übereinstimmen.

- NEBOUND 032 legt die Höchstzahl der Verträglichkeitswerte in einem Netz fest.

- Den Vertäglichkeitswert für einen Datenport kann man zum Herunterladen von DCE- Parametern benutzen. Solche Verträglichkeitswerte erstellt man mit dem OM-Befehl

CRCVAL und man ändert sie mit CHCVAL. Das Herunterladen erfolgt mit DOWNLD.

Die Verbindungstoleranz von Verträglichkeitswerten legt man mit dem OM-Befehl CHCVCA fest. Sie bestimmt, ob eine Verbindung zwischen Anrufer und Angerufenem hergestellt werden darf. Der Toleranzwert kann sein : 0=nicht möglich, 1=nicht erlaubt, 2=nur mit Wandler erlaubt oder 3=erlaubt. Mit der Verbindungstoleranz von Verträglichkeitswerten kann man im System Benutzergruppen erstellen, die miteinander kommunizieren dürfen.

1.4.1. Nebenstellen

Verträglichkeitswerte weist man mit dem OM-Befehl CHAGCV an Nebenstellenrufnummern zu.

- Rufnummern, die NEBOUND 008 verwenden, erhalten einen vorprogrammierten Verträglichkeitswert.

1.4.2. Amtsleitungen

Verträglichkeitswerte ordnet man mit dem OM-Befehl CHRTCG an Amtsleitungen zu. Der Befehl gilt für Strecken und bezieht Verträglichkeitswerte und BSPTs aufeinander, sodaß alle Leitungen einer Strecke denselben Verträglichkeitswert für den festgelegten BSPT haben. Der Verträglichkeitswert wird sowohl für ankommende als abgehende Rufe benützt.

1.4.3. Telefonisten

Telefonisten wird kein Verträglichkeitswert zugewiesen. Der Telefonist darf mit Benutzern aller Verträglichkeitswerte verbunden werden.

Hat der Telefonist einen Teilnehmer im Gespräch und den anderen geparkt, obwohl beide nicht miteinander verbunden werden dürfen, kommt auch keine Verbindung zustande. Unverträgliche Teilnehmer können in Ausnahmefällen - durch Gebrauch des Umgehungsmerkmals - miteinander verbunden werden. In dem Fall wird die CV- Verträglichkeitskontrolle gesperrt und kann man den Ruf umlegen.

1.5.

VERKEHRSKLASSEN

Verkehrsklassen-Einschränkungen verhindern bestimmte Verbindungen. Die Einschränkung ist in dem Fall nicht portabhängig, sondern wird durch die gewählte Nummer ausgelöst.

Jeder Benutzer, der einen Anruf auslöst, hat eine bestimmte Verkehrsklasse. Den Nummern im dazugehörigen Analysebaum (vom Anrufer in Sonderfällen verwendet) ist gleichfalls eine Verkehrsklasse zugeordnet. Beim Wählen wird die Nummer auf das Endergebnis hin

analysiert. Dies geschieht in Form einer Verkehrsklassenkontrolle. Ist die Verkehrsklasse des Benutzers gleich wie die benötigte Verkehrsklasse im Analysebaum bzw. höher als diese, darf er die eingegebene Nummer wählen. Der Verbindungsaufbau oder das Merkmal wird fortgesetzt.

Weist die gewählte Nummer auf einen Zielausgang hin, überprüft die Verträglichkeitswertkontrolle, ob die Verbindung zwischen Benutzerport und Zielausgang erlaubt ist.

Die Mindestkosten-Ruflenkung verwendet Streckentabellen zur Bestimmung der beim Anruf an ein bestimmtes Ziel gewählten Strecke. Jede Streckentabelle kann mehrere Folgetabellen enthalten. Die Auswahl einer Folgetabelle erfolgt anhand von Leistungsmerkmals-Zeitwahl. Die Folgetabelle enthält eine Streckenliste zum selben Ziel. Mit jeder Liste sind andere Gesprächskosten verbunden. Den Strecken einer Folgetabelle ist eine Verkehrsklasse zugeordnet, die gemeinsam mit den Gesprächskosten steigen kann. Näheres über Streckentabellen finden Sie im Handbuch "Einrichtung von Netz-Funtionsweisen".

Eine Nummer im Analysebaum erhält eine Verkehrsklasse, sobald sie in diesen mit dem OM- Befehl ASBLCK oder ASINTN eingetragen wird.

1.5.1. Nebenstellen

Eine Nebenstellenrufnummer hat 4 mit dem OM-Befehl CHTRFC zugeordnete Verkehrsklassen. Diese sind 'Tag', 'Nacht', 'Auf-' und 'Abgewertet'.

Die Tages- und Nachtverkehrsklasse benutzt man, wenn sich das ISPBX in Tag- oder Nachtschaltung befindet. Dies wird gewöhnlich vom Telefonisten bestimmt oder anhand von Leistungsmerkmals-Zeitwahl.

Die auf- oder abgewertete Verkehrsklasse wird gewöhnlich mit Kennwortwahl ausgewählt und ist nur mit dem SOPHO SystemManager möglich.

Näheres zu beiden Themen finden Sie im Handbuch "Managementmerkmale".

1.5.2. Amtsleitungen

Wird eine Amtsleitung für Durchwahlverkehr benutzt, führt das ISPBX die Nummernanalyse an der ankommenden Wählinformation durch. Zur Verkehrsklassenkontrolle benötigen die Nummern im Durchwahlbaum eine Verkehrsklasse. Die Verkehrsklasse der ankommenden Verbindung muß der benötigten entsprechen bzw. höher als diese sein. Verkehrsklassen ordnet man mit dem OM-Befehl CHRTCI im Parameter 'Ton- und Durchwahloptionen' an ankommende Amtsleitungen zu. Der Befehl gilt für ganze Strecken, sodaß alle Leitungen einer

Strecke dieselbe Verkehrsklasse haben. Letztere wird sowohl im Tag- als im Nachtstand verwendet.

1.5.3.

Telefonisten

Verkehrsklassen weist man mit dem OM-Befehl CHTRFC an Telefonisten zu. Die Verkehrsklassen 'Nacht', 'Auf-' und 'Abgewertet' sind für ihn bedeutungslos. Die Telefonistenverkehrsklasse wird bei der Kontrolle zwischen ihr und der benötigten Verkehrsklasse der anderen Nummer im Telefonistenwählbaum verwendet.

1.6.

LEISTUNGSKLASSSENMERKMALE

Leistunsklassenmerkmale (FCMs) werden nur Nebenstellen- (oder Gruppen-) DNRs zugordnet. Leistungsklassenmerkmale zeigen an, ob eine Nebenstelle ein bestimmtes Merkmal benutzen darf, und manchmal auch, ob eine Nebenstelle vor einem bestimmten Merkmal geschützt ist.

Leistungsklassenmerkmale ordnet man einer Rufnummer (nicht der Telefonistenrufnummer) mit dem OM-Befehl ASFACM zu. Merkmale mit einem 'D' (vorgegeben) kann man als vorprogrammierte Leistungsklassenmerkmale zuordnen, die eine Rufnummer automatisch bei ihrer Erstellung erhält.

Manche Leistungsklassenmerkmale sind abwechselnd zuzuordnen. Ein solches Merkmal weist der Systemwart dem Benutzer mit einem Sonderbefehl zu. Um der Nebenstelle die Verwendung eines bestimmten Merkmals zu ermöglichen, erhält die Rufnummer ein schreibgeschütztes (R/O) Leistungsklassenmerkmal.

So ordnet man z.B. mit dem OM-Befehl ASIABD einer Rufnummer Kurzwahl und automatische Wahlwiederholung zu. Das Ergebnis ist: Der Rufnummer wurde FCM 01 (IABD und LENR - schreibgeschützt) zugewiesen.

Direkte Leistungsklassenmerkmale löscht man mit dem OM-Befehl ERFACM. Für die schreibgeschützten Merkmale gilt wiederum ein Sonderbefehl. Die Anzeige der Leistungsklassenmerkmale einer Rufnummer (direkt und schreibgeschützt) erfolgt mit dem OM-Befehl DIFACM.

Wenn der Rufnummer für ein bestimmtes, hier beschriebenes Merkmal ein direktes Leistungsklassenmerkmal zuzuordnen ist, wird hier letzteres erwähnt. Der Befehl für die Zuweisung des FCMs (ASFACM) bleibt unerwähnt. Benötigt man für die Zuweisung eines Merkmals einen OM-Sonderbefehl, wird dieser wohl erwähnt. Dient der Befehl der Zuordnung eines schreibgeschützten FCMs an eine Rufnummer, wird auch das Leistungsklassenmerkmal erwähnt.

1.7.

INTERNE BASISDIENSTKATEGORIE (IBSC) & BASISDIENSTPROFILTYP (BSPT)

Jeder Rufnummer sind auch eine IBSC und ein BSPT zugeordnet. Strecken oder Bündeln können mehrere BSPTs zugewiesen sein. IBSC und BSPT dienen dazu, daß nur kompatible Dienste miteinander verbunden werden. Der Begriff 'Dienste' bezieht sich auf die einzelnen, durch die 64-kbps-Kanäle geleiteten Informationstypen und wird hauptsächlich in Verbindung mit dem Diensteintegrierenden Digitalnetz ISDN verwendet.

Die Konnektivität wird folgendermaßen bestimmt:

1. Die IBSC des Anrufers wird mit dem BSPT des Angerufenen verglichen, wie in der untenstehenden Tabelle gezeigt. Passen diese zueinander, darf man beide Teilnehmer miteinander verbinden, vorausgesetzt die CV-Verträglichkeitstoleranz erlaubt dies.

2. Die CV-Verträglichkeitstoleranz wird kontrolliert. Ist diese 3, darf die Verbindung erfolgen. Ist diese 2, benötigt man für die Verbindung ein Modem.

BSPT

IBSC

PRIORITÄ

BESCHREIBUNG

T

0

0

1

64

kBit/s uneingeschränkt

1

1

1

Sprache

2

2

1

3.1

kHz, audio

3

3

1

3.1

kHz, audio, nicht-ISDN *

4

4

1

7 kHz, audio

5

5

1

Teletex

6

6

1

Telefax4

7

7

1

Mischmodus

8

8

1

Videotex

9

9

1

Schmalband-Fernsehen

10

10

1

Fernwirken

11

11

1

Grafik Telefon

12

12

1

Bildschirmtext

13

13

1

Bildtelefon, Bild

14

14

1

SOPHO-Sprache *

15

15

1

SOPHO-Modemdaten *

16

16

1

X.21

17

17

1

X.25

18

18

1

Bildtelefon,Ton

19

19

1

64

kBit/s uneingeschränkt, nicht-ISDN *

20

93

User definable

2

Frei zum Gebrauch (Befehl CRBSPT)

94

0, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 15, 16, 17, 19

2

Daten / möglicherweise Daten

95

1, 3, 4, 14, 18, 19

2

Sprache / möglicherweise Sprache

96

0, 2, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 15, 16, 17

3

 

Daten

97

1, 14, 18

3

Sprache

BSPT

IBSC

PRIORITÄ

BESCHREIBUNG

T

98

0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19

4

Jedes (Vorgegeben)

99

   

Alle BSPTs

Tabelle 1-1 BSPT und IBSC-Verbindungsberechtigung.

Hinweis: Auf Strecken ist nur ein BSPT mit Priorität 2 erlaubt. * = Nicht-ISDN

1.7.1. Nebenstellen

- Die vorgegebene IBSC für Rufnummern wird mit NEBOUND 025 zugeordnet. Wenn nicht anders festgelegt, erhalten alle Rufnummern diese IBSC.

- IBSC und BSPT kann man mit dem OM-Befehl CHDNRS ändern.

- Ein vorgegebener BSPT zur IBSC wird folgendermaßen festgelegt:

 

IBSC:

BSPT:

Datenorientiert:

0, 2, 5

13, 15

17

94 (Daten/möglicherweise Daten)

Sprachorientiert:

1, 14, 18

95 (Sprache/möglicherweise Sprache)

Unbekannt:

3, 4, 19

98 (jedes)

1.7.2. Amtsleitungen

- Strecken haben keine zugeordnete ISBC.

- Der vorgegebene BSPT für Strecken ist 99.

- Strecken oder Bündeln können mehrere BSPTs zugeordnet sein.

- BSPTs ordnet man Strecken mit dem OM-Befehl ASBSPR zu. Das Streckenmerkmal zu jedem BSPT trägt man mit den OM-Befehlen CHRTCG, CHRTCI und CHRTCO ein.

- BSPTs ordnet man Bündel mit dem OM-Befehl ASBSPB zu. Das Bündelmerkmal für jeden BSPT trägt man mit dem OM-Befehl CHBNDC ein.

- NEBOUND 235 legt die BSPT-Höchstzahl pro Strecke oder Bündel fest.

1.7.3. Telefonisten

- Die Telefonisten-IBSC wird mit der Grenze NEBOUND 026 als 'SOPHO-Sprache'

(IBSC=14) festgelegt. Danach kann sie nicht mehr durch OM-Befehle geändert werden.

- Mit der IBSC bestimmt man den vorgegebenen BSPT 95 'Sprache/möglicherweise Sprache'. Der Basisdienst-Profiltyp BSPT kann mit Systemgrenze 282 geändert werden.

- Die Neudefinition der Telefonisten-IBSC erfolgt mit EXSUBC oder CHBOUN.

1.8. GRENZEN, OPTIONEN, ZEITÜBERWACHUNG

Für manche Merkmale sind bestimmte Grenzen, Optionen oder Zeituhren wichtig. Diese Parameter werden hier unter den dazugehörigen Themen behandelt, gemeinsam mit einer Angabe, ob es sich dabei um Netz- (NE) oder Lokaldaten (LO) handelt. Näheres über Grenzen, Optionen und Zeituhren finden Sie im Wartungshandbuch für Techniker.

Mit der Datei 'PEuu.POM' wird den Grenzen bei der ISPBX-Projektierung ein Wert zugeordnet. Muß der Wert einer Grenze, Option oder Zeituhr geändert werden, geschieht dies anhand einer Neuprojektierung mit einer angepaßten Datei ' PEuu.POM'.

Die meisten Optionen und Zeitgeber können im laufenden Betrieb mit dem Second Line- Wartungstool EXSUBC geändert werden (siehe Handbuch zur Einrichtung von Netz- und Routen-Funktionsweisen); manche müssen mit einem Betriebs-Warmstart aktiviert werden. Systemgrenzen können fast nie im laufenden Betrieb geändert werden, da eine Änderung einer Systemgrenze in einer neuen Partition des CPU-Speichers resultiert.

Systemgrenzen, Optionen und Zeitgeber, die unbedenklich online geändert werden können, können mit den OM-Befehlen CHBOUN, CHOPTI und CHTIME bearbeitet werden. Weitere Informationen siehe das OM-Befehlshandbuch.

2.

BASISMERKMALE

2.1.

KURZWAHL

2.1.1.

Einleitung

Diese Merkmale stellen Kurzrufnummern für häufig gewählte Ziele zur Verfügung. Der Benutzer wählt nur einen Präfix und die Kurzrufnummer. Das ISPBX wandelt die Kurzwahlnummer in die echte Zielrufnummer um, die daraufhin beim Verbindungsaufbau verwendet wird. Es gibt drei Kurzwahlarten:

- Kurzwahl für gemeinsame Verbände;

- Kurzwahl für Gruppenverbände;

- Individuelle Kurzwahl (IABD).

2.1.2. Kurzwahl für gemeinsame Verbände

Auslösung Der Benutzer wählt einen Präfix und danach die Kurzwahlnummer. Diese ganze Nummer (Präfix+Kurzwahlnummer) ist die Kurzrufnummer des gemeinsamen Verbands. Zwischen Präfix und Kurzwahlnummer hört der Benutzer keinen Wählton. Das Merkmal wird erst ausgelöst, nachdem der Benutzer die festgelegte Anzahl Ziffern (Präfix+Zusatzziffern) eingegeben hat. Damit steht die Nummerlänge des gemeinsamen Verbands immer fest. Der Benutzer kann eine Nebenstelle sein (ursprüngliches oder Anfragewählen), ein Bediener (ursprüngliches oder Anfragewählen) oder ein Teilnehmer, der einen ankommenden Ruf über eine DPNSS1-Strecke tätigt. Ist die erweiterte Nummer noch nicht vollständig, sendet das ISPBX dem Benutzer den Wählton. Anhand von Nachwahl kann dieser dann die restlichen Ziffern eingeben.

ISPBX-Schritte Die gesamte Zifferkette (Präfix+Kurzrufnummer) befindet sich auch im Analysebaum zum Benutzer. Der erste Teile der Kette wird als Kurzwahlpräfix für den gemeinsamen Verband erkannt, damit weiß das ISPBX, daß die darauffolgende Nummer die Kurzrufnummer eines gemeinsamen Verbands ist. Bei ausreichender Benutzerverkehrsklasse wird das Kurzwahlmerkmal für gemeinsame Verbände aktiviert. Reicht die Verkehrsklasse nicht aus, hört der Benutzer den NU-Ton. Die Kurzrufnummer (restliche Ziffern der Kette nach dem Präfix) wird mit der Kurzwahlnummerntabelle zum gemeinsamen Verband verglichen. Besteht die Nummer, kontrolliert das ISPBX die Verkehrsklasse des Anrufers. Ist diese ausreichend (verglichen mit der dem Verhältnis zwischen Kurzwahl- und erweiterter Nummer zugeordneten

Verkehrsklasse), wird die Kurzrufnummer zum gemeinsamen Verband in die echte, erweiterte Nebenstellennummer umgewandelt. Letztere kann eine interne Nummer sein oder ein Amtsanlassungscode+externe Nummer oder aber eine von einem Präfix eingeleitete Zifferkette. Nun wird die erweiterte Zielrufnummer für die Weiterleitung des Anrufs an das gewünscht Ziel verwendet. Deshalb erfolgt auch die erneute Eingabe in denselben Wählbaum, dem der gewählte Präfix entstammt. Dem ISPBX erscheint dies, als hätte der Nebenstellenbenutzer selbst die erweiterte Nummer des aktuellen Ziels gewählt. Bei der erneuten Nummernanalyse an der erweiterten Nummer werden die Verkehrsklassen von Benutzer und erweiterter Nummer NICHT mehr miteinander verglichen!! Die übrigen Management-Hilfsprogramme (Verbindungstoleranzkontrolle für Verträglichkeitswerte sowie die Überprüfung anderer, aktiver Merkmale) werden vor der endgültigen Herstellung der Verbindung jedoch wohl durchgeführt. Die Kurzwahlnummer zum gemeinsamen Verband steht allen Benutzern zur Verfügung, unabhängig von der Analysegruppe, vorausgesetzt, daß man den Präfix (im dazugehörigen Analysebaum zugeordnet, wozu die Verkehrsklasse ausreichend sein muß) wählen und die Kurzwahlnummer zum gemeinsamen Verband (in der Tabelle zugeordnet, wenn die Benutzerverkehrsklasse für Erweiterung reicht) eingeben darf.

Hinweis: Die erweiterte Nummer muß nicht zwangsläufig zu einem Analyse-Endergebnis führen. Man kann auch den ersten Teil der Nummer analysieren und die Zielrufnummer mit Nachwahl (Benutzer) vervollständigen.

Beispiel: Der erste Teil der erweiterten Nummer wird als PSTN-Amtsanlassung analysiert. Die folgenden Ziffern der erweiterten Nummer stehen für die PSTN-Nummer eines anderen, an das PSTN angschlossenen PBXes. Mit der Nachwahl kann der Benutzer jede andere Nebenstellennummer im anderen PBX anwählen. Kurzwahl für gemeinsame Verbände steht externen Teilnehmern, die über eine Amtleitung oder Querverbindung durchwählen (DDI) NICHT zur Verfügung. Kurzwahl für gemeinsame Verbände ist allen Teilnehmern, die über eine DPNSS1- Verbindung durchwählen (DDI), möglich. Im Durchwahlbaum für die Strecke ist der Präfix zuzuordnen.

Kurzwahlnummern für gemeinsame Verbände zuordnen Nummern trägt man in die Kurzwahltabelle des gemeinsamen Verbands mit dem OM- Befehl CHABNR ein. Den Parameter 'Analysegruppe' dabei leer lassen!! Mit diesem Befehl wird ein Verhältnis zwischen der Kurzwahlnummer des gemeinsamen Verbands mit festgelegter Länge (siehe Präfix oben) und der erweiterten Nummer (jede Kette von bis zu 20 Ziffern) hergestellt. Die erweiterte Nummer wird nicht validiert, sondern nur in der Tabelle gespeichert. Mit dem Befehl trägt man auch die benötigte Verkehrsklasse ein. Nur bei ausreichender Benutzerverkehrsklasse erfolgt die Erweiterung der Kurzwahlnummer zum gemeinsamen

Verband. Dies ist die zweite Verkehrsklassenkontrolle zur Kurzwahl (zuerst überprüfen, ob der Benutzer den Präfix wählen darf). Bei der erneuten Eingabe der erweiterten Nummer in den Analysebaum erfolgt KEINE Verkehrsklassenkontrolle mehr. Darf der Benutzer also den Präfix wählen, und ist die Erweiterung erlaubt, kann das gewünscht Ziel immer erreicht werden (mit oder ohne Nachwahl), ohne Rücksicht auf die für das Ziel benötigte Verkehrsklasse. Mit CHABNR löscht man durch Vermeidung der erweiterten Nummer bei Befehlsausführung auch Einträge aus der Kurzrufnummerntabelle zum gemeinsamen Verband. Mit dem Befehl DIABNR zeigt man die Kurzwahlnummerntabelle zum gemeinsamen Verband mit den dazugehörigen erweiterten Nummern an (unter Auslassung des Parameters 'Analysegruppe').

2.1.3. Kurzwahl für Gruppen

Die Kurzwahl für Gruppen gleicht sehr der Kurzwahl für gemeinsame Verbände, mit der Einschränkung, daß sie nur bestimmten Nebenstellengruppen möglich ist. Die Nummern in der Gruppenkurzwahl-Nummerntabelle stehen nur Nebenstellen, die einer bestimmten Analysegruppe angehören, zur Verfügung. Diese Analysegruppe erhält ihre Rufnummer mit dem Befehl CHAGCV.

Die Ausführung des Merkmals durch den Benutzer erfolgt so wie jene des Kurzwahlmerkmals für gemeinsame Verbände.

Die ISPBX-Aktivitäten sind dieselben als bei der Kurzwahl für gemeinsame Verbände. Die Zuordnung der gewählten Kurzwahlnummer an die richtige Gruppe der Kurzwahlnummern erfolgt anhand einer zusätzlichen Kontrolle.

Präfixzuordnung Der Präfix 'Kurzwahl für Gruppen oder Verbände' (res. Id. 24) wird in den dazugehörigen Analysebaum (ursprüngliches Wählen / Rückfragewahl für Analysegruppen) mit dem OM- Befehl ASBLCK eingetragen. Mit diesem Befehl ordnet man dem Präfix auch die benötigte Verkehrsklasse zu. Nur Nebenstellen, deren Analysebaum den Präfix verwendet und deren Verkehrsklasse der für diesen erforderlichen entspricht, dürfen den Präfix wählen. Der Parameter 'Nummerlänge' des OM-Befehls ASBLCK zeigt die Länge der Gruppenkurzwahlnummern an. Alle Kurzwahlnummern einer Gruppentabelle müssen gleich lang sein. Die Länge kann sich aber vom gemeinsamen Verband oder anderen Gruppentabellen unterscheiden. Sie gilt nur für die Kurzwahlnummern einer Analysegruppe. Die Länge der Kurzwahlnummern ist auf einen Wert einzustellen, der den Präfix enthält. Wird der Nummerlänge 5 also der Präfix ** zugeordnet, sind die

Kurzwahlnummern als ** xxx festzulegen.

Gruppenkurzwahlnummern zuordnen Nummern trägt man in die Gruppenkurzwahltabelle mit dem OM-Befehl CHABNR ein. Den Parameter 'Analysegruppe' dabei leer lassen!! Mit diesem Befehl wird ein Verhältnis zwischen der Gruppenkurzwahlnummer mit festgelegter Länge (siehe Präfix oben) und der erweiterten Nummer (jede Kette von bis zu 20 Ziffern) hergestellt. Mit dem Befehl trägt man auch die benötigte Verkehrsklasse ein. Nur bei ausreichender Benutzerverkehrsklasse erfolgt die Erweiterung der Gruppenkurzwahlnummer. Dies ist die zweite Verkehrsklassenkontrolle zur Gruppenkurzwahl (zuerst überprüfen, ob der Benutzer den Präfix wählen darf). Bei der erneuten Eingabe der erweiterten Nummer in den Analysebaum erfolgt KEINE Verkehrsklassenkontrolle mehr. Darf der Benutzer also den Präfix wählen, und ist die Erweiterung erlaubt, kann das gewünscht Ziel immer erreicht werden (mit oder ohne Nachwahl), ohne Rücksicht auf die für das Ziel benötigte Verkehrsklasse. Mit CHABNR löscht man durch Vermeidung der erweiterten Nummer bei Befehlsausführung auch Einträge aus der Gruppenkurzrufnummerntabelle. Mit dem Befehl DIABNR zeigt man die Gruppenkurzwahl-Nummerntabelle mit den dazugehörigen erweiterten Nummern zur jeweiligen Analysegruppe (bei festgelegtem Parameter 'Analysegruppe').

2.1.4. Individuelle Kurzwahl

Das individuelle Kurzwahlmerkmal (IABD) kann nur zur Wahl externer Nummern verwendet werden. Externe Nummern beginnen entweder mit einem Amtsanlassungscode oder einem Netzzugangscode, gefolgt von der Amtsanlassung (bei DPNSS1-Verbindungen wird eine Amtsleitung der anderen Vermittlung belegt).

Individuelle Kurzwahl wird an bestimmte Nebenstellen und Telefonistenkonsolen zugeordnet, wovon jede eine eigene, individuelle Kurzwahltabelle hat. Die Tabelle wird vom Benutzer (Nebenstelle oder Telefonist) definiert. Der Zugang zu ihr kann nur von der festgelegten Nebenstelle oder Telefonistenkonsole aus erfolgen.

Nebenstellenbenutzer, die individuelle Kurzrufnummern verwenden dürfen, legt man mit dem OM-Befehl ASIABD fest. In diesem Befehl erhält eine Rufnummer FCM 01 (IABD & LENR - schreibgeschützt). Die Toleranzmarke kann mit ERIABD entfernt werden.

Steht IABD auch Telefonisten zur Verfügung, muß die Systemoption (LOSYSOP 016 (IABD und LENR für Telefonisten erlaubt) 'Ja' sein. Ist diese Option lokal, sind alle FIN-Einheiten mit Anschluß an Telefonisten mit IABD-Berechtigung dementsprechend einzustellen.

Die Verwendung des Merkmals erfolgt gemeinsam mit automatischer, externer Wahlwiederholung. Die letzte, externe Nummer wird in der Tabelle gemeinsam mit den

individuellen Kurzrufnummern gespeichert.

Auslösung Die Nebenstellenbenutzer und Telefonisten erhalten Zugang zur Tabelle mit Präfixen für die Wahl einer individuellen Kurzrufnummer oder zur Festlegung bzw. Änderung der zur individuellen Kurzwahlnummer gehörenden Zielrufnummer.

Individuelle Kurzwahlnummern zuordnen Der Nebenstellenbenutzer erhält Zugang zur individuellen Kurzrufnummerntabelle unter folgender Verwendung der festgelegten Präfixe:

- Zum Speichern der individuellen Kurzrufnummer wählt der Nebenstellenbenutzer oder der Telefonist die externe Nummer. Diese gelangt in den Wiederholungsspeicher für letzte externe Nummern. Die Nummer im LENR- Zwischenspeicher ist nun in der IABD-Tabelle des Benutzers speicherbar. Dieser wählt den Präfix für 'Individuelle Kurzwahlnummer speichern', gefolgt von einer individuellen Kurzwahlnummer. Die zuletzt gewählte Nummer (im Zwischenspeicher) wird unter dem von der individuellen Kurzrufnummer angezeigten Eintrag in die Tabelle kopiert. Ist die Nummer richtig gespeichert, hört der Nebenstellenbenutzer / Telefonist den Bestätigungston. Die alte Zielrufnummer in diesem Eintrag (falls zugeordnet) wird überschrieben und geht verloren. Die folgende Abbildung beschreibt diesen Vorgang.

verloren. Die folgende Abbildung beschreibt diesen Vorgang. Bild 2-1 IABD-Speicherung. Hinweis: Die Speicherung externe
verloren. Die folgende Abbildung beschreibt diesen Vorgang. Bild 2-1 IABD-Speicherung. Hinweis: Die Speicherung externe

Bild 2-1 IABD-Speicherung.

Hinweis: Die Speicherung externe Nummern im LENR-Zwischenspeicher erfolgt nur, wenn das Ergebnis der Nummernanalyse eine ganz oder beinahe vollständige Nummer ist (Ziffernmindest- / Ziffernhöchstzahl für externe Nummern!). Das Ergebnis des Verbindungsaufbaus (Nummer besetzt, keine Antwort usw.) spielt bei der Speicherung externer Nummern keine Rolle.

- Zur Wahl einer individuellen Kurzrufnummer, verwendet der Nebenstellenbenutzer oder Telefonist den Präfix für 'Zugang zu individueller Kurzwahlnummer', gefolgt von

der individuellen Kurzrufnummer. Das ISPBX verwandelt diese dann in die erweiterte Nummer (vom Nebenstellenbenutzer festgelegt !) und sendet letztere zurück an den Analysebaum. Bei IABD verläuft die Verkehrsklassenkontrolle zur Amtsanlassung und der externen Nummer so, als hätte der Benutzer selbst die externe Nummer gewählt.

- Zum Löschen einer individuellen Kurzwahlnummer wählt der Nebenstellenbenutzer oder Telefonist den Präfix für 'Individuelle Kurzwahlnummer löschen', gefolgt von der individuellen Kurzrufnummer. Die Zielrufnummer zur individuellen Kurzwahlnummer wird gelöscht und der Nebenstellenbenutzer / Telefonist hört den Bestätigungston. Ist unter diesem Eintrag keine Nummer gespeichert, erklingt hingegen der NU-Ton.

- Zum Ersetzen einer individuellen Kurzwahlnummer wählt der Nebenstellenbenutzer den Präfix für 'Individuelle Kurzwahlnummer ersetzen', gefolgt von der individuellen Auslöserkurzrufnummer und der individuellen Zielkurzrufnummer. Die erweiterte Nummer wird vom alten Tabellenplatz auf den neuen mit individuellen Nummern übertragen, und der Nebenstellenbenutzer / Telefonist hört den Bestätigungston. Die vorige Zielrufnummer auf dem neuen Platz wird überschrieben und geht verloren. Die neue Zielrufnummer wird an ihrem alten Platz gelöscht. Ist dort keine Zielrufnummer festgelegt, erklingt der NU-Ton.

Hinweis: Dieses Merkmal benutzt den LENR-Zwischenspeicher, was Auswirkungen auf die dortige Zielrufnummer hat!

2.2.

ZUSCHALTEKONFERENZEN

Das Zuschaltekonferenzmerkmal ermöglicht dem Nebenstellenbenutzer die Einrichtung von Gesprächen mit 3 Teilnehmern. Alle drei können miteinander sprechen und einander hören.

Auslösung Der Merkmalsauslöser ist immer eine Nebenstelle mit FCM 00 ('Zuschalteberechtigt'). Der Auslöser befindet sich im Gespräch mit einem anderen Teilnehmer. Dieser kann eine Nebenstelle oder ein Amtssatz (externer Teilnehmer) sein. Dieser interne oder externe Teilnehmer wird als erster Zielteilnehmer bezeichnet, obwohl der aktuelle Ruf von ihm eingeleitet sein kann. Die Zuschaltekonferenz kann man nicht anfragen: Der Auslöser drückt die Rückfragetaste, hört den Wählton, wählt den Zuschaltepräfix sowie die Nummer des zweiten Zielteilnehmers. Sobald dieser antwortet, drückt der Auslöser wieder auf die Rückfragetaste. Bei Annahme der Zuschaltekonferenz können die drei Teilnehmer miteinander sprechen.

Hinweis: Ist die Zuschaltekonferenz nicht erlaubt, kann der Auslöser nur zwischen erstem und zweitem Ziel makeln.

Hier wird eine Rückfragetaste vorausgesetzt, an sich ist jedoch jede mögliche Art, um in

den Rückfragestand zu gelangen, passend. Der zweite Teilnehmer kann eine weitere Nebenstelle oder ein Amtssatz sein. Die Beteiligten an einer Zuschaltekonferenz können darum sein:

- Drei Nebenstellen.

- Zwei Nebenstellen und ein externer Teilnehmer. Der externe Teilnehmer kann bei einem ankommenden Ruf an eine Nebenstelle der erste Ziel-Teilnehmer sein. Damit wird die Nebenstelle zum Auslöser der Zuschaltekonferenz und wählt die zweite Nebenstelle. Der externe Teilnehmer kann bei einem abgehenden Ruf von der Nebenstelle das erste oder zweite Ziel sein. Damit wird die Nebenstelle zum Auslöser der Zuschaltekonferenz und wählt die externe Partei.

- Eine Nebenstelle und zwei externe Teilnehmer. Die Nebenstelle löst das Merkmal aus. Beide externen Teilnehmer können von ihr gewählt werden (zwei abgehende Rufe). Einer der externen Teilnehmer kann den Ruf an die Nebenstelle auslösen (ankommender Ruf). Letztere wählt dann den zweiten, externen Teilnehmer (abgehender Ruf).

Der Telefonist kann nicht an einer Zuschaltekonferenz teilnehmen. Ist die Zuschaltekonferenz hergestellt, erklingt das Tickerzeichen für alle drei Beteiligten. Legt ein Teilnehmer auf, ist die Zuschaltekonferenz beendet, doch das ISPBX stellt sofort eine gewöhnliche Sprechverbindung (falls erlaubt) zwischen den zwei übrigen Teilnehmern her. Diese wird wie ein gewöhnlicher Anruf abgehandelt. Makelt der Zuschaltungsauslöser zurück zum ursprünglichen Ziel, wird der zweite Teilnehmer freigegeben. ISPBX-Schritte Das ISPBX stellt, genau wie beim normalen Verbindungsaufbau (Nummernanalyse / Verkehrsklassenkontrolle / Verbindungstoleranzkontrolle der Verträglichkeitswerte usw.), einen Sprechweg zwischen Auslöser und erstem Zielteilnehmer her. Der Verbindungsaufbau kann auf Anfrag des ersten Zielteilnehmers erfolgen. Sobald der Auslöser in den Rückfragestand geht, wird der erste Zielteilnehmer geparkt. Der Auslöser wählt nun den Zuschaltepräfix. Das ISPBX überprüft, ob seine Verkehrsklasse dafür ausreicht.

- Ist dies der Fall, werden die restlichen Ziffern nach dem Präfix als Nummer des zweiten Zielteilnehmers verwendet. Wie beim gewöhnlichen Verbindungsaufbau (Nummernanalyse / Verkehrsklassenkontrolle / Verbindungstoleranzkontrolle der Verträglichkeitswerte usw.) erfolgt nun die Herstellung eines Sprechwegs zu diesem.

- Bei nicht ausreichender Verkehrsklasse hört der Auslöser den NU-Ton und das Zuschaltemerkmal wird nicht ausgeführt. Sobald der Auslöser wieder auf die Rückfragetaste drückt (zum Vervollständigen der Zuschaltung), überprüft das ISPBX die Verträglichkeitswert-Verbindungstoleranz des geparkten Teilnehmers sowie des Teilnehmers in Sprechverbindung mit dem Auslöser. Letzterer darf mit beiden Zielen verbunden sein (ansonsten wäre kein ursprüngliches oder

Rückfragewählen möglich gewesen). Deshalb kontrolliert das ISPBX nun, ob die zwei Ziele miteinander verbunden sein dürfen. Ist dies der Fall, beginnt das ISPBX mit der Suche nach einem freien Zuschaltekreis (in der Einheit, der der Auslöser angehört).

- Sobald ein freier Zuschaltekreis verfügbar wird, bricht das ISPBX alle bestehenden Verbindungen ab und stellt neue für die drei Teilnehmer und die drei Eingaben in den Zuschaltekreis her. Auch sendet das ISPBX an alle Beteiligten den Zuschaltetickerton.

- Steht kein freier Zuschaltekreis zur Verfügung, hört der Auslöser den NU-Ton. Nach erneutem Eindrücken der Rückfragetaste, verbindet das ISPBX den geparkten Teilnehmer wieder mit dem Auslöser.

Hinweis: Bei Beteiligung einer Amtsleitung an der Zuschaltekonferenz muß das allgemeine Streckenmerkmal - die allgemeine Option 'Zuschalteberechtigt' 'ja' sein. Hardware Für das Hinzufügen der einzelnen Signale der drei Teilnehmer benötigt man einen eigenen Zuschaltekreis. Letzterer befindet sich auf peripheren Schalt- und Steuer-/peripheren Modulsteuerplatinen und steht jedem PM deshalb automatisch zur Verfügung. Jedes PSC/ PMC verfügt über 10 Zuschaltekreise. Die Signale der drei Ausgänge (Teilnehmerschaltung und/oder Amtssatz) gelangen über das Koppelfeld an jenes PSC/ PMC mit einem freien Zuschaltekreis. Aus dem PSC/PMC werden die Signale von der SM- PM-Verbindung rückgeholt und an den Zuschaltekreis weitergesendet. Nach ihrer Kombination miteinander erfolgt die Rückkehr des kombinierten Signals an jeden Ausgang. Die drei Ausgänge können sich an jeder beliebigen Stelle des vollintegrierten Netzes befinden. Nur die Zuschaltekreise der Einheit, in der sich der Auslöser befindet, sind für eine Zuschaltekonferenz verwendbar. Die Verbindung der Teilnehmeranschlüsse (Teilnehmerschaltung oder Amtssatz) mit dem benutzten PSC/PMC umfaßt mehrere Einheiten.

2.3. AUTOMATISCHE ANRUFVERTEILUNG (ACD)

Eine automatische Anrufverteilungsgruppe (ACD) bietet die Möglichkeit zur Echtzeitüberwachung der Gruppenaktivitäten sowie zur Berechnung der Durchschnittswerte für eine Meßperiode. Das ISPBX kontrolliert alle Gruppenmitglieder auf die folgenden Echtzeitinformationen:

- Freizustand eines Mitglieds;

- Besetztzustand eines Mitglieds;

- Rufzustand eines Mitglieds;

- Abwesendzustand eines Mitglieds;

- Anzahl der Anrufe in der Mitglieds-COB-Warteschlange (bezieht sich nur auf individuelle Rufe in der Mitglieds-COB - Gruppenrufe in Wartestellungen gelangen in die Warteschlange zur Gruppenrufnummer);

- Anzahl der von allen ACD-Gruppensachbearbeitern behandelten Anrufe;

- Anzahl der an die ACD-Grupppe geleiteten (verlorenen) Anrufe, die vor der Annahme durch ein Mitglied beendet wurden;

- Anzahl der Anrufe in der COB-Warteschlange zur Gruppenrufnummer;

- Nachtschaltungsniveau der Gruppe (Tag-/Nachtschaltung).

Gleichzeitig führt der ISPBX-Prozessor 15 Minuten lang Messungen durch. Am Ende der Meßperiode liegen folgende Durchschnittswerte vor:

- durchschnittliche Rufdauer in Sekunden;

- durchschnittliche Wartezeit in Sekunden - die durchschnittliche Zeit zwischen der Ruflenkung an eine Gruppen-DNR und der Anrufbeantwortung durch ein Gruppenmitglied (Ruf in COB-Warteschlange).

Wegen der Gruppenmitgliedsüberwachung belasten ACD-Gruppen den CPU mehr.

Der Wartungstechniker kann mit dem OM-Befehl DIGRPS die Echtzeitinformation dauernd anzeigen. Nach einer Meßperiode (15 Minuten) werden die Durchschnittswerte auf den neuesten Stand gebracht.

Das CallManager-Managementinformationssystem (MIS) und der SOPHO-ACD-90-Manager sind Computerprogramme zur Unterstützung des ACD-Merkmals. Siehe dazu 'CallManager MIS'.

Das SOPHO-ACD-100-System ist ein ACD-Programm für ISDX-PBXen und wird hier nicht weiter besprochen.

Näheres zum CallManager-Paket 310/330/350 finden Sie in den betreffenden Unterlagen.

2.3.1. ACD-Gruppen erstellen

ACD-Gruppen erstellt man mit dem OM-Befehl CRGRPA. Dabei sind einige Parameter festzulegen, die sich auf die Merkmale der gesamten ACD-Gruppe oder einzelner Gruppenmitglieder beziehen. Diese Parameter haben folgende Bedeutung:

Gruppenrufnummer Der Parameter bezieht sich auf die Rufnummer zur Identifikation der ACD-Gruppe. Bei allen wartungstechnischen Handlungen an der ACD-Gruppe anhand von OM-Befehlen dient die Gruppenrufnummer der Erkennung der richtigen ACD-Gruppe. Wird diese Gruppe von einem Callmanager-ACD-Managementinformationssystem überwacht und / oder verwaltet, muß die Gruppenrufnummer den folgenden Regeln entsprechen:

- Nullen sind am Nummerbeginn nicht erlaubt;

-

Der Parameter für 'Gruppensuche' ist für ACD-Gruppen immer 'Ja', und die Gruppenrufnummer ermöglicht den Zugang zu jenen Mitgliedern, die Gruppensuche benutzen. Ein Anruf an die Gruppen-Rufnummer gelangt damit an eines der anwesenden, freien Gruppenmitglieder. Wer das Gespräch annimmt, macht letztendlich keinen Unterschied, da alle Beteiligten dieselbe Arbeit haben. Gruppeneigenschaften Dieser Parameter ist für ACD-Gruppen eine Zahl zwischen 29 und 46. Jede davon stellt eine Kombination mehrerer Gruppenmerkmale dar. Die gemeinsame Besprechung von Nummern und dazugehörigen Kombinationen finden Sie im Handbuch zu den OM- Befehlen. Hier werden nur die Eigenschaften besprochen und deren Auswirkung auf die Gruppenmerkmale.

- Leergruppenberechtigt. Bei der Zuordnung an eine ACD-Gruppe erhalten die einzelnen Mitglieder eine individuelle Markierung, was ihre Abschalteerlaubnis betrifft. Das Zu-/Abschalten kann entweder vom Betreuer ausgeführt werden oder vom Gruppenmitglied selbst. Bei Einstellung dieses Merkmals auf 'Ja' können alle Gruppenmitglieder abgeschaltet werden. Von der 'Rufweiterleitungsnummer bei abwesendem Gruppemitglied' hängen dann jene Schritte ab, die unternommen werden, nachdem der Ruf an ein abwesendes Gruppenmitglied gelangte. Der Letzte einer Gruppe ist nur abschaltbar, wenn sich diese in Nachtschaltung befindet, oder mit Hilfe der Zwangsabschaltuhr (die für das letzte, anwesende Mitglied abläuft). Zu beachten ist, daß ab SSW 810.21 das letzte ACD-Gruppenmitglied abgeschaltet werden kann (unabhängig von Nachtschaltung oder Zwangsabschaltuhr). LOSYSOP 117 spezifiziert, ob das letzte zugeschaltete Mitglied einer ACD-Gruppe abgeschaltet werden kann oder nicht. Ist ein Mitglied abgeschalet, gelangen Gruppenrufe nicht mehr an dieses und seine DNR befindet sich nicht mehr in der Suchsequenz. Sind alle Gruppenmitglieder abgeschaltet, gelangt ein Ruf an die Gruppen-Rufnummer zur 'Rufweiterleitungs- Rufnummer bei leerer Gruppe', wenn diese festgelegt ist. Wird diese Eigenschaft auf 'nein' gesetzt, so kann das letzte anwesende Gruppenmitglied nicht abwesend geschaltet werden; mindestens ein Gruppenmitglied ist also immer anwesend, um einen Gruppenruf abzufragen.

- Gruppenwahl. Ein Anruf an die Gruppen-Rufnummer wird an ein freies, anwesendes Gruppenmitglied geleitet. Die Art, wie das ISPBX Mitglieder sucht, bestimmt das Merkmal 'Suchsequenz'. An der Gruppensuche ist kein abwesendes Mitglied beteiligt und erhält auch keine Gruppenrufe. Für ACD-Gruppen ist 'nein' nicht möglich.

- Suchsequenz. Das ISPBX sucht nach den folgenden Methoden nach einem freien, anwesenden

Nur die Ziffern 0

9

sind erlaubt (also KEIN 'A'

'B' oder '*' und ' ')

Mitglied zur Annahme eines Gruppenrufs:

Zyklisch. Das ISPBX beginnt die Suche bei jenem Mitglied mit der nächsthöheren Rangnummer als der Empfänger des letzten Gruppenrufs. War letzterer zum Beispiel das Gruppenmitglied mit Rangnummer 5, beginnt die neue Suche nach einem freien, anwesenden Mitglied bei Rangnummer 6. Bei Erreichung der letzten Rangnummer, geht die Suche mit Rangnummer 0 weiter. Nachdem alle Mitglieder kontrolliert wurden (also wieder Rangnummer 5 an der Reihe ist), endet die Suche. Die darauffolgenden Schritte hängen von zwei Optionen ab (später behandelt). Fest Das ISPBX beginnt jede neue Suche bei dem Mitglied mit Rangnummer 0. Die Suche dauert bis zum Erreichen der höchsten Rangnummer. Am längsten frei Das ISPBX beginnt die Suche bei dem am längsten an einem Gruppenruf unbeteiligten Mitglied. Individuelle Anrufe haben dabei auf die Suchsequenz keinen Einfluß. Wurde kein freies, anwesendes Mitglied gefunden, gelangt der Anruf in die COB- Warteschlange (wenn möglich). Ist in keiner COB-Warteschlange Platz für das Gespräch, gelangt dieses an die Nummer zur 'Rufweiterleitung bei Gruppenüberlauf', insofern eine festgelegt wurde. Bei besetzter Rufweiterleitungs-Rufnummer wird der Anrufer, entsprechend den Optionen für erfolglose Durchwahl (besetzte Nebenstelle oder erfolgloser Durchwahlruf), für einen Durchwahl-Anrufer (siehe Hinweis) umgeleitet oder empfängt den Blockierungston für eine Nebenstelle oder einen Telefonisten. Bei nicht definierter Rufweiterleitungs-Rufnummer wird der Anrufer, entsprechend den Optionen für erfolglose Durchwahl (besetzte Nebenstelle oder erfolgloser Durchwahlruf), für einen Durchwahl-Anrufer (siehe Hinweis) umgeleitet oder empfängt den Hinweiston für eine Nebenstelle oder einen Telefonisten. HINWEIS: Durchwahlanrufe (die über ein Bündel mit Signalisierungstyp ISDN A oder ISDN B eingehen) sofort ausgelöst werden, wenn die ACD-Gruppe mit dem Merkmal F 'Bedienerunterstützung sperren' mit Blockierungsanzeige auf 1 eingestellt ist. In diesem Fall definiert LOSYSOP 125 'Besetztanzeige für Blockierung bei ACD-Gruppen', ob der Blockierungston (Wert 0) oder der Besetztton (Wert 1) an den Anrufer gesendet wird.

- Automatische Wartestellung. Gelangt ein Gespräch an die Gruppen-DNR und kann kein freies, anwesendes Mitglied gefunden werden (alle anwesenden Mitglieder sind besetzt), löst das ISPBX selbständig das Wartestellungsmerkmal zur Gruppenrufnummer aus. War es dabei erfolgreich, erhält eines der anwesenden Gruppenmitglieder auch die Anklopfmeldung (bei der festen Suchsequenz die niedrigste Rangnummer oder zyklisch, wie bei der zyklischen Suchsequenz). Nach dem Auflegen eines freien Mitglieds oder im Fall von 'Nachbearbeitung' bei Ablauf der 'Nachbearbeitungszeit' bzw. bei Zuschalten (entweder selbst oder betreut) eines bisher abwesenden

Mitglieds klingelt das Telefon sofort wieder und nach Annahme des Gesprächs erfolgt die Verbindung mit dem ersten Teilnehmer aus der COB-Warteschlange zur Gruppen-Rufnummer. Näheres über Schwellenwerte finden Sie im Abschnitt zur 'Wartestellung'. Das Merkmal 'automatische Wartestellung' gilt nicht für individuelle Anrufe an ein besetztes Mitglied. Der Parameter für 'automatische Wartestellung' ist bei ACD-Gruppen immer 'Ja'.

- Anrufübernahme. Der Anruf gelangt an ein Gruppenmitglied, dessen Telefon zu klingeln beginnt. Wird das Gespräch nicht angenommen, kann dies noch immer durch ein anderes Mitglied derselben Gruppe geschehen. Der Ruf an eine Mitgliedsrufnummer wird durch die Wahl eines Präfixes übernommen. Dies ist jedem Gruppenmitglied möglich. Bei Einstellung 'Ja' Anrufübernahme ist erlaubt. Handelt es sich beim aktuellen Anruf um einen Gruppenruf, der vom betreffenden Mitglied jedoch nicht angenommen wird, ist Anrufübernahme immer möglich. Ist der aktuelle Anruf individuell und wird er vom betreffenden Mitglied nicht angenommen, muß zur Anrufübernahme das Merkmal 'Anrufübernahme nur für Gruppe' auf 'Nein' eingestellt werden. Bei Einstellung 'Nein' Anrufübernahme ist nicht erlaubt.

- Anrufübernahme nur für Gruppe. Bei Einstellung des Merkmals 'Anrufübernahme' auf 'Ja' können Rufe übernommen werden. Handelt es sich um einen Gruppenruf, der vom betreffenden Mitglied nicht angenommen wird, ist Anrufübernahme immer möglich, da alle Gruppenmitglieder dieselbe Arbeit haben und es deshalb unwichtig ist, wer den Ruf letztlich annimmt. Handelt es sich beim aktuellen Anruf um einen individuellen Anruf, der vom betreffenden Mitglied jedoch nicht angenommen wird, ist Anrufübernahme nicht immer erforderlich. Dieses Merkmal verhindert darum die Übernahme persönlicher Anrufe durch andere Gruppenmitglieder. Bei Einstellung 'ja' die Übernahme individueller Gespräche für nichtantwortende Gruppenmitglieder ist nicht erlaubt. FCM 20 wurde den Mitgliedern nicht zugeordnet. Bei Einstellung 'Nein' auch die Übernahme individueller Gespräche für nichtantwortende Gruppenmitglieder ist erlaubt. Wer dieser Gruppe zugeordnet wird, erhält automatisch das Merkmal 'Individuelle Anrufübernahme - schreibgeschützt' (FCM 20).

- Beobachtungsgruppe. Für eine ACD-Gruppe immer 'Nein'.

- ACD-Gruppe. Für eine ACD-Gruppe immer 'Ja'. Gruppenanzeige Dieser Parameter gilt nur für Gruppen, die das SOPHO-SET-Modell 1 oder SOPHO-SETs mit DLC-A-/B-Anschluß verwenden und den Status der anderen Gruppenmitglieder überwachen möchten (Näheres dazu im Abschnitt "Programmierung der Funktionstasten

für Gruppenmitglieder" in Kapitel 2).

Betreuerrufnummer ACD-Gruppen können Betreuer haben. Dabei muß es sich um eine Nebenstellenrufnummer handeln. Eine Nebenstelle kann mehrere ACD-Gruppen betreuen. Der Betreuer selbst kann ein Gruppenmitglied sein und muß sich in dem Fall in derselben Einheit wie die übrigen Mitglieder befinden. Ist er kein Gruppenmitglied, darf der Betreuer sich in jeder beliebigen FIN-Einheit befinden. Er verfügt, verglichen mit den gewöhnlichen Gruppenmitgliedern, über einige Zusatzmerkmale, so kann er zum Beispiel Mitglieder zu- oder abschalten. Wird dieser Parameter übergangen, hat die ACD-Gruppe keinen Betreuer.

Parkstellung Für ACD-Gruppen nicht zutreffend.

Erweiterte Merkmale Siehe Abschnitt 'Gruppenanordnungen'.

Bei ACD-Gruppen fragt das ISPBX nach einigen zusätzlichen Parametern.

- Einheit: die Einheitnummer, worauf die ACD-Gruppenmitglieder angeschlossen sind.

- Schwellwert-Priorität. Diese legt fest, ob ein Anruf in die Warteschlange eingereiht werden kann. Falls 'Ja', werden Anrufe zu einer voll ausgelasteten Gruppe in die Warteschlange eingereiht, bis der Voll-Schwellwert erreicht ist. Falls 'Nein', werden Anrufe zu einer voll ausgelasteten Gruppe in die Warteschlange eingereiht, bis der Besetzt-Schwellwert.

- Vollschwelle: Sie bestimmt die Höchstanzahl der Nichtschwellen- oder

Schwellenprioritätsrufe, die pro 100 zugeschaltete Mitglieder in die COB-Warteschlange zur ACD-Gruppe eingereiht werden können; übersteigt die Vollschwelle die Systemschwelle, wird stattdessen die Systemschwelle benutzt. Wenn feste Warteschlangenpositionen gewünscht werden (was bedeutet, daß der Schwellwert nicht von der Anzahl zugeschalteter Mitglieder abhängt), muß der Ist-Wert mit einem Versatz von 9900 eingegeben werden. Beispiel: wird ein fester Warteschlangen-Schwellwert von

20 benötigt, muß der Wert 9920 eingegeben werden (Befehle CRGRPA und CHACDD)

- Besetztschwelle: Sie bestimmt die Höchstanzahl der nichtdringlichen Anrufe, die pro 100 zugeschaltete Mitglieder in die COB-Warteschlange zur ACD-Gruppe eingereiht werden können; die Besetztschwelle kann nicht höher sein als die Vollschwelle. Wenn feste Warteschlangenpositionen gewünscht werden (was bedeutet, daß der Schwellwert nicht von der Anzahl zugeschalteter Mitglieder abhängt), muß der Ist-Wert mit einem Versatz von 9900 eingegeben werden. Beispiel: wird ein fester Warteschlangen-Schwellwert von

20 benötigt, muß der Wert 9920 eingegeben werden (Befehle CRGRPA und CHACDD)

- Zwangsabschaltzeit: Klingelt die Nebenstelle eines Gruppenmitglieds eine Weile, wird sie automatisch abgeschaltet und gelangt der Anruf an das folgende Mitglied.

Diese Zeituhr benutzt man anstatt der Rufzeitablaufs-Zeituhr.

- Nachbearbeitungszeit: Nach Beenden eines Anrufs gelangt an das Gruppenmitglied für den betreffenden Zeitraum kein neuer Ruf.

- Einreihungszeit: Nach Verbleib eines Rufs in der COB-Warteschlange für den betreffenden Zeitraum gelangt das Gespräch an die Überlaufnebenstelle.

- Pausenton: Zeigt dem Anrufer den an ihn zwischen den Ansagen und in den einzelnen Rufphasen gesendeten Pausentyp und informiert über den Verbindungsaufbau.

- ACD-Managementgerät: Das ist der logische Gerätename des Callmanager-MIS.

Hinweis: Ab Call@Net 2.11 können bis zu 100 ACD-Gruppen von demselben MIS- Ausgabegerät gleichzeitig überwacht werden (war vorher auf 16 ACD-Gruppen beschränkt).

- Algorithmus der Position in der Warteschlange. Dieser legt die Betriebsweise für die 'dynamischen Warteansagen' fest. Ausführlichere Informationen finden Sie in der Beschreibung 'Warteansagen'.

- absolut;

- normiert.

- Warteschlangenpriorität der Gruppe.

Die Warteschlangenpriorität legt die Priorität für die Besetztwarteschlangen fest. Sie

reicht von 1

Meldeansagen' geschildert.

8.

Ein Anwendungsbeispiel dazu wird im Abschnitt 'Mehrfache

Danach fragt das ISPBX nach Gruppenmitgliedern. Hier können die Nebenstellenrufnummern gemeinsam mit der Zuschalterlaubnis/dem Ausgangszustand und der Rangnummer innerhalb der Gruppe eingegeben werden. Die Zuschalterlaubnis/der Ausgangszustand zeigt an, ob das Mitglied abschalten oder zuschalten darf, und definiert den Ausgangszustand des Mitglieds nach der Zuweisung. Die Parameter zur privaten Anschlußposition und der privaten Parkstellung werden nicht verwendet. Jedes Mitglied erhält automatisch FCM 19 ('Gruppenmitglied - schreibgeschützt').

Für Gruppen, die durch ein Callamanager-ACD-Managementinformationssystem überwacht und/oder verwaltet werden, müssen die Mitglieds-DNRs den folgenden Regeln entsprechen:

-

Nur die Ziffern 0

9

sind erlaubt (also KEIN 'A'

'B' oder '*' und ' ')

Ein neues Gruppenmitglied kann einer ACD-Gruppe wiederum mit der individuellen Zuschalterlaubnis/dem Ausgangszustand-Parameter und einer nur einmal vorkommenden Rangnummer unter Verwendung des Befehls ASGRPM zugewiesen werden. Ganze Gruppen löscht man mit dem Befehl ERGRPA.

Alle Daten zu ACD-Gruppen (festgelegt durch die Gruppen-DNR) werden mit dem OM- Befehl DIGRPA gezeigt. Die Datenanzeige von Gruppenmitglieds-DNRs erfolgt mit dem OM- Befehl DIGRPM.

Auch die Erstellung von ACD-Gruppen ohne Mitglieder ist möglich.

Einzelne Mitglieder löscht man aus der ACD-Gruppe mit dem OM-Befehl DEGRPM. Dabei bleibt die Rangnummer des gelöschten Gruppenmitglieds leer zurück und erfolgt keine Neunummerierung der übrigen Mitglieder. Zur Änderung der Gruppenmerkmale, Betreuer- oder Gruppen-DNR ist die gesamte Gruppe zu löschen und mit den richtigen Parametern erneut zu erstellen.

In manchen Fällen ist es notwendig, daß mißglückte DDI-Rufe an eine ACD-Gruppe nicht zurück an den Bediener gelangen. Man legt dies mit dem Parameter <EXT-PROPS>'F' im OM-Befehl CRGRPA fest.

2.3.2. Anrufe an Mitglieds-DNRs (Individuelle Rufe)

Siehe 'Gruppenanordnung'.

2.3.3. Anrufe an Gruppen-DNRs (Gruppenrufe)

Allgemeine Informationen über Gruppenrufe finden Sie in 'Gruppenanordnungen'. Den Verbindungsaufbau für Rufe an ACD-Gruppen beschreiben die folgenden Darstellungen.

START CFWE = Anrufweiterleitung bei leerer Gruppe CFWO = Anrufweiterleitung bei Gruppenüberlauf CFWN =
START
CFWE = Anrufweiterleitung bei leerer Gruppe
CFWO = Anrufweiterleitung bei Gruppenüberlauf
CFWN = Anrufweiterleitung bei Gruppennachteinstellung
Ruf zu Gruppen-DNR oder von einer
anderen Gruppe weitergeleiteter Ruf
Ja
Gruppeneigenschaft
Schwellenpriorität
Nein
Ruf gekennzeichnt als
'Ruf mit Schwellenpriorität'
Nacht
Guppe auf Tag-/
Nacht-service?
Tag
Nein
Ja
A
CFWN-DNR
definiert?
Zu A (nächste Seite)
DDI-
Fernleitung
Anrufertyp?
Anwender oder
Erweiterung
NU Ton senden
DDI Fehleroptionen
Weiteleiten zu CFWN-DNR

Bild 2-2

Anruf an Gruppen-DNR (Nachtschaltung).

Von A (vorherige Seite)

CFWE = Anrufweiterleitung bei leerer Gruppe CFWO = Anrufweiterleitung bei Gruppenüberlauf CFWN = Anrufweiterleitung bei
CFWE = Anrufweiterleitung bei leerer Gruppe
CFWO = Anrufweiterleitung bei Gruppenüberlauf
CFWN = Anrufweiterleitung bei Gruppennachteinstellung
A
Gruppe auf Tag eingestellt
Fest
Längests Frei
Suchsequenz?
Zyklisch
Zu B
Alle anwesenden
Mitglieder sind besetzt
Freies anwesendes
(nächste Seite)
Resultat
Mitglied gefunden
B
Anrufsuche?
Alle Mitglieder
Gruppeneigenschaft
Nein
abwesend
Grenzwertpriorität?
Ja
CFWE-DNR
Anruf
Ja
definiert?
Ja
gekennzeichnet als
‘Grenzwertpriorität'?
Nein
Weiterleitung zu
Nein
DDI Fehleroprionen
CFWE-DNR
COB Reihe
Nein
besetzt, Genzwert
überschritten?
Ja
COB Reihe
Nein
kompletter Grenzwert
überschritten?
Ja
COB initiieren
Von C
(nächste Seite)
C
Anruf als 'Grenzwert-
prioritätsruf" kennzeichnen
Nein
COB Reihe
Zeitüberschreigung?
Ja
CFWO-DNR
Nein
definiert?
Ja
Anwender oder Erweiterung
DDI Fernleitung
Anrufertyp?
Weiterleiten an CFWO-DNR
NU Ton senden
DDI Fehleroptionen

Bild 2-3

Anruf an Gruppen-DNR (COB-Warteschlangen).

CFWE = Anrufweiterleitung bei leerer Gruppe CFWO = Anrufweiterleitung bei Gruppenüberlauf CFWN = Anrufweiterleitung bei Gruppennachteinstellung

Von B (vorherige Seite)

B Freies, anwesendes Mitglied gefunden Aktuellen Klingelton senden Eingestellte Nein Abwesenheit aufgrund Zeit?
B
Freies, anwesendes
Mitglied gefunden
Aktuellen Klingelton
senden
Eingestellte
Nein
Abwesenheit
aufgrund Zeit?
Ja
Ruf gekennzeichnet als 'feste
Abwesenheit Prioritätsruf'
Fest
Längestes Frei
Suchsequenz?
Alle Mitglieder
abwesned
Zyklisch
Feies anwensendes
Resultat der
Mitglied gefunden
Rufsuche?
Alle anwesenden
Mitglieder sind besetzt
COB- Ja
Nein
ReihensystemGrenzwert
überschritten?
COB auf
Neustart “feste
Gruppenbeginn
Abwesenheitszeiten”
initiieren
C
Gruppenbeginn Abwesenheitszeiten” initiieren C Bild 2-4 Anruf an Gruppen-DNR (Zwangsabschaltzeit). 2.3.4.

Bild 2-4

Anruf an Gruppen-DNR (Zwangsabschaltzeit).

2.3.4. Schnellzugang in Gruppen

Siehe 'Gruppenanordnung'.

2.3.5.

Ab-/Zuschalten

Wird der ACD-Gruppe eine Rufnummer zugewiesen, erhält das Mitglied eine Rangnummer und eine individuelle Kennmarke zu seiner Ab- oder Zuschalterlaubnis. Diese bezieht sich nur auf das Zu-/Abschalten durch das Mitglied selbst und nicht auf das Zu-/Abschalten durch den Betreuer. Dieser darf Mitglieder nämlich immer zu-/abschalten.

Bei Gruppenrufen werden abwesende Mitglieder nicht mehr in die Suchsequenz einbezogen. Sind alle Mitglieder abwesend, kann der Ruf an eine andere Nummer gelangen. Dasselbe gilt für individuelle Anrufe an abwesende Mitglieder.

Auslösung

- Selbstabschaltung Das Gruppenmitglied wählt den Präfix für 'Abschalten aus Gruppe durch Mitglied'. Bei Akzeptierung der Abschaltanfrage hört der Benutzer den Bestätigungston.

- Selbstzuschaltung Das Gruppenmitglied wählt den Präfix für 'Zuschalten in Gruppe durch Mitglied'. Bei Akzeptierung der Zuschaltanfrage hört der Benutzer den Bestätigungston.

- Abschalten durch Betreuer Der Betreuer wählt den Präfix für 'Abschalten aus Gruppe durch Betreuer', gefolgt von der Rufnummer des Gruppenmitglieds. Bei Akzeptierung der Abschaltanfrage für das betreffende Gruppenmitglied hört der Betreuer den Bestätigungston.

- Zuschalten durch Betreuer Der Betreuer wählt den Präfix für 'Zuschalten in Gruppe durch Betreuer', gefolgt von der Rufnummer des Gruppenmitglieds. Bei Akzeptierung der Abschaltanfrage für das betreffende Gruppenmitglied hört der Betreuer den Bestätigungston.

- Abschalten durch das ISPBX Klingelt die Nebenstelle länger als in der 'Zwangsabschaltzeit' festgelegt, wird die Nebenstelle automatisch abgeschaltet.

ISPBX-Schritte Das ISPBX empfängt die Ab- oder Zuschaltanfrage entweder vom Gruppenmitglied selbst oder vom Gruppenbetreuer. Die Entscheidung, ob die Anfrage angenommen wird, trifft der Prozessor dann anhand zweier Merkmale:

- der individuellen Schaltmarke des Gruppenmitglieds;

- Das Gruppenmerkmal 'Leergruppenberechtigt';

- Die Gruppe ist nicht leer.

- Option 117 (Abwesendschalten des letzten ACD-Gruppenmitglieds gesperrt) ist gültig ab SSW 810.21. Die folgende Darstellung zeigt die Verhältnisse zwischen den beiden Merkmalen und dem Auslöser der Abschaltanfrage.

Bild 2-5 Gruppenmitglieder abschalten. Die Zuschaltanfrage des Betreuers wird immer angenommen. Der Mitgliedsstatus

Bild 2-5

Gruppenmitglieder abschalten.

Die Zuschaltanfrage des Betreuers wird immer angenommen. Der Mitgliedsstatus ändert sich in 'Zugeschaltet' und der Betreuer hört den Bestätigungston. Die Annahme der vom Gruppenmitglied ausgelösten Zuschaltanfrage erfolgt nur bei Einstellung der individuellen Schaltmarke auf 'Ja'. Der Gruppenmitgliedsstatus ändert sich in 'Zugeschaltet' und das Gruppenmitglied hört den Bestätigungston. Bei Einstellung der individuellen Schaltmarke auf 'Nein' wird die Anfrage nicht akzeptiert und das Gruppenmitglied hört den NU-Ton. Wurde eine 'Zwangsabschaltzeit' festgelegt, können Mitglieder automatisch abgeschaltet

werden. Dabei nimmt jemand einen Gruppenruf innerhalb der 'Zwangsabschaltzeit' nicht an, wird deshalb abgeschaltet und der Ruf gelangt als dringlich zurück zur Gruppe (ungeachtet des Gruppenprioritätsmerkmals). Ist kein anwesendes Mitglied frei, gelangt der Anruf an die Spitze der COB-Wartereihe (ungeachtet der Besetzt- oder Vollschwellen); der Systemschwellenwert kann nicht überschritten werden. Es erklingen keine Ansagen und der Anrufer hört den Rufton. Wird das Gespräch nicht innerhalb der 'Zwangsabschaltzeit' beantwortet, ist keines der anwesenden Mitglieder frei und keine Rufeinreihung möglich, wird die 'Zwangsabschaltzeit', obwohl bereits abgelaufen, erneut gestartet. Die Funktion 'Zwangsabschalten' benutzt Rufweiterleitung nach dem gezwungenen Abschalten einer Nebenstelle zur Umleitung eines Gesprächs. Deshalb muß sich die ACD- Gruppen-Rufnummer auch im alternativen Zielwahlbaum zur ACD-Gruppe befinden. Präfixzuordnung Die Präfixe für 'Abschalten von Gruppe' (res. Id. 35) und 'Zuschalten in Gruppe' (res. Id. 36) sind in den dazugehörigen Analysebaum (ursprüngliches/Anfragewählen für Analysegruppen) des Gruppenmitglieds mit dem OM-Befehl ASINTN einzugeben. Nur Gruppenmitglieder, die einen Analysebaum mit dem betreffenden Präfix verwenden und deren Verkehrsklasse mindestens mit der von letzterem vorgeschriebenen übereinstimmt, dürfen den Präfix wählen. Bei Ausführung des Befehls bleibt der Parameter 'Nummerlänge' unbenutzt. Die Präfixe für 'Abschalten aus Gruppe durch Betreuer' (res. Id. 37) und 'Zuschalten in Gruppe durch Betreuer' (res. Id. 38) werden in den dazugehörigen Analysebaum (ursprüngliche Wahl / Anfragewahl für Analysegruppen) des Betreuers mit dem OM- Befehl ASINTN eingetragen. Nur Betreuer, die einen Analysebaum mit dem betreffenden Präfix verwenden und deren Verkehrsklasse mindestens mit der von letzterem vorgeschriebenen übereinstimmt, dürfen den Präfix wählen. Bei Ausführung des Befehls zeigt der Parameter 'Nummerlänge' die Länge der zu-/abzuschaltenden Mitglieds- Rufnummer an.

Hinweis: Abgeschaltete Gruppenmitglieder hören nach der Zuordnung der Rufweiterleitungs- Rufnummer für abgeschaltete Gruppenmitglieder den 'Wählton bei aktiver Umleitung' (Tonnummer 9). Mit dem Telefonapparat kann man noch immer Anrufe wie gewöhnlich tätigen.

Beim Festlegen einer 'Zwangsabschaltzeit' ist auch die Ab-/ Zuschalterlaubnis für die Gruppenmitglieder und/oder den Gruppenbetreuer zu definieren.

2.3.6.

Anrufübernahme

Siehe 'Gruppenanordnung'.

2.3.7.

Anrufweiterschaltung

Rufweiterleitung bei Abwesenheit/Leergruppe (CFWE) Siehe dazu 'Gruppenanordnungen'.

Rufweiterleitung bei Gruppenüberlauf (CFGO) Anrufweiterleitung bei Gruppenüberlauf (CFWO) dient der Umleitung eines Anrufs, wenn kein zugeschaltetes Gruppenmitglied frei und die Einreihung in eine COB-Warteschlange nicht möglich oder die COB-Einreihungszeit abgelaufen ist. CFWO ist nur für Gruppen in Tagschaltung möglich. ACD-Gruppen bereitet man auf CFWO mit dem OM-Befehl CHCALF mit CF-TYP-4 vor.

Anrufweiterleitung an Gruppe mit Nachtschaltung (CFWN) Rufweiterleitung bei Gruppen-Nachtschaltung (CFWN) dient der Umleitung eines Anrufs, wenn sich die Gruppe in Nachtschaltung befindet. Das CFWN-Ziel kann dabei eine andere ACD-Gruppe sein. ACD-Gruppen bereitet man auf CFWN mit dem OM-Befehl CHCALF mit CF-TYP-5 vor.

Das Verketten der erwähnten drei Anrufweiterleitungsarten (ACD oder spezifische Umleitungen) ist möglich. LOSYSOP 116 gibt an, ob das Verketten von ACD-Rufumleitungen (CFWN, CFWO und CFWE) erlaubt ist oder nicht. Zu den Einschränkungen siehe die Informationen zum Verketten in 2.33. MEHRSPRUNGUMLEITUNGEN.

2.3.8. ACD-Nachwahl

ACD-Gruppenmitglieder senden Wählinformation an das CallManager- Managementinformationssystem (MIS). Dies geschieht mit Hilfe des Präfixes für 'Wahl durch ACD-Manager', gefolgt durch eine feststehende Anzahl Zusatzziffern. Diese ist mit dem Befehl ASINTN am besten als 4 festzulegen. Werden weniger als die notwendigen Ziffern gewählt, hört man den NU-Ton.

Die Wählinformation kann folgendermaßen aussehen:

- Ruftyp eingeben=Präfix für 'Wahl durch ACD-Manager'+'0'+1 Blindziffer+2 Ruftypziffern.

- Einloggen=Präfix für 'Wahl durch ACD-Manager'+'1'+3-ziffrige PIN-Nummer.

- Ausloggen=Präfix für 'Wahl durch ACD-Manager'+'2'+3 Blindziffern.

Präfixzuordnung Der Präfix für 'Wahl durch ACD-Manager' (res. Id. 127) wird im ursprünglichen Wählbaum (oder dem Anfragewählbaum) des ACD-Managers mit dem Befehl ASINTN zugeordnet. Dabei sind die Verkehrsklasse und die Anzahl der Nachwahlziffern einzugeben.

2.3.9.

Nachbearbeitung

Die 'Nachbearbeitungszeit' ist die Zeit zwischen dem Ende des letzten und dem Eintreffen eines neuen Anrufs für das ACD-Gruppenmitglied. Dieses erhält damit die Möglichkeit vor dem folgenden Gespräch selbst Anrufe zu tätigen, falls notwendig, oder die Schreibarbeit fortzusetzen. Die 'Nachbearbeitungszeit' wird bei der Erstellung der Gruppe festgelegt. Ein Gruppenmitglied kann die 'Nachbearbeitungszeit' vorzeitig durch Abheben und sofortiges Auflegen des Hörers beenden.

Der 'Nachbearbeitungsstatus' kann von einer mit dem Code "Gruppenabwesenheit" programmierten LED wiedergegeben werden. Bei aktiver 'Nachbearbeitungszeit' ist die LED eingeschaltet und schaltet aus, sobald das Mitglied wieder für einen neuen ACD-Anruf erreichbar ist (d.h. nach Ablauf der 'Nachbearbeitungszeituhr'). Gruppenmitglieder, die eine entsprechende Funktionstaste verwenden, können die 'Nachbearbeitungszeit' vorzeitig durch Tastendruck abbrechen. In anderen Worten: das Drücken auf die Funktionstaste bei eingeschalteter LED beendet die 'Nachbearbeitungszeit'.

2.3.10. Ansagen

Ein Zusatzmerkmal von ACD-Gruppen ist die Verwendung eines Ansagegeräts. Ansagen informieren den Teilnehmers über den Verlauf des Verbindungsaufbaus. Sie können folgendermaßen aussehen.

- 'Meldeansage' (oder Erstansage). Bei Erkennung eines ankommenden ACD-Gruppenrufs

- Die 'Erstansagen-Verzögerungszeit' beginnt, während der Teilnehmer den Rufton empfängt.

- Nach deren Ablauf hört der Anrufer, wenn das Routenmerkmal 'Meldeimpuls vor Ansage' auf 'Ja' eingestellt ist, das Antwortsignal.

- Nun erfolgt die 'Meldeansage'. Dies geschieht, bevor das Telefon des Angerufenen klingelt.

- Sobald letzteres der Fall ist, geht der Verbindungsaufbau weiter.

'Meldeansagen' werden nur gemacht, wenn alle der folgenden Voraussetzungen vollständig erfüllt sind:

- Der Gruppe wurde eine Ansagenummer für 'Meldeansagen an ACD-Gruppen' zugeordnet (OM-Befehl CHANNO mit ANN-AUSWAHL 4).

- Der Gruppe wurden eine 'Erstansagen-Verzögerungszeit' und ein Pausenton (pro Gruppe zu definieren) zugeordnet (OM-Befehl CHANNO).

- Die ACD-Gruppe befindet sich bei Eintreffen des Gesprächs in Tagschaltung.

- Bei Eintreffen des Gesprächs wird ein freies Gruppenmitglied gefunden und die Option 'Ansage bei freiem Ziel' ist auf 'Ja' eingestellt ODER alle Mitglieder sind besetzt,

aber Einreihung ist erlaubt.

- Bisher wurde keine 'Meldeansage' gemacht.

- 'Nachtansage'. 'Nachtansagen' erfolgen, wenn sich eine Gruppe in Nachtschaltung befindet und der Ruf an ein CFWN-Ziel umgeleitet wird.

- Die 'Erstansagen-Verzögerungszeit' beginnt, während der Teilnehmer den Rufton empfängt.

- Nach deren Ablauf hört der Anrufer, wenn das Routenmerkmal 'Meldeimpuls vor Ansage' auf 'Ja' eingestellt ist, das Antwortsignal.

- Nun erfolgt die 'Nachtansage'. Dies geschieht, bevor das Telefon des Angerufenen klingelt.

- Danach klingelt das CFWN-Ziel und geht der Verbindungsaufbau weiter.

- Kann keine Ansage gemacht werden, gelangt der Ruf direkt an das CFWN-Ziel. 'Nachtansagen' werden nur gemacht, wenn folgende Voraussetzungen vollständig erfüllt sind:

Der Gruppe wurde eine Ansagenummer für 'Nachtansagen an ACD-Gruppen' zugeordnet (OM-Befehl CHANNO mit ANN-AUSWAHL 5). Der Gruppe wurden eine 'Erstansagen-Verzögerungszeit' und ein Pausenton (pro Gruppe zu definieren) zugeordnet (OM-Befehl CHANNO). Die ACD-Gruppe befindet sich bei Eintreffen des Gesprächs in Tagschaltung. Bisher wurde keine 'Meldeansage' gemacht.

- 'Warteansage' (oder Warteschlangenansage). 'Warteansagen' macht man, wenn kein Gruppenmitglied frei ist und der Ruf in die COB- Warteschlange eingereiht werden muß. Einer ACD-Gruppe können mehrere Warteansagen zugeordnet sein: bis zu 16 dynamische Warteansagen und 1 statische Warteansage. Dynamische Warteansagen beziehen sich auf bestimmte Stelle der COB- Warteschlange, während statische Warteansagen für Stellen in der Warteschlange ohne dazugehörige dynamische Warteansage verwendet werden. Eine dynamische Warteansage könnte folgendermaßen aussehen: es sind noch drei Wartende vor Ihnen, es sind noch zwei Wartende vor Ihnen usw Wie gesagt, können einer ACD-Gruppe bis zu 16 dynamische Warteansagen zugeordnet sein, von denen jede einer bestimmten Stelle in der Warteschlange entspricht. Beispiel: Bei einer Warteschlange mit 32 Plätzen und einer ACD-Gruppe mit 16 dynamischen Warteansagen und 1 statischen erfolgt zu den ersten 16 Plätzen jeweils eine dynamische Warteansage und zu den übrigen die statische. Eine Verbesserung wäre dahingehend möglich, daß die Anzahl aktiver Sachbearbeiter Einfluß auf die Anzahl der abgespielten dynamischen Warteansagen hätte. Die Methode, wo die Anzahl der dynamischen Warteansagen gleich der Anzahl der Warteschlangenplätze ist, wird als die absolute bezeichnet. Die zweite, besprochene Methode heißt "die relative". Die Einstellung des Ablaufstyps zur 'dynamischen Warteansage' erfolgt durch den OM-

Zusatzparameter: CRGRPA/CHACDD. Die beiden Methoden stellt man am besten anhand der folgenden Formeln dar.

- absolut: i+p Damit beziehen sich Warteschlangenplatz und dynamische Warteansage direkt aufeinander.

- bewertet: i = (((p - 1) / a x T) x N) + 1 (i ist auf die nächste Ganzzahl aufgerundet. 1.33 wird damit zu 2) Diese Methode berücksichtigt außer dem Warteschlangenplatz noch die Anzahl der anwesenden (und zugeschalteten) Gruppenmitglieder. Für beide Methoden: 'i' steht für die Anzahl der dynamischen Warteansagen, 'p' für den Warteschlangenplatz, 'N' für die Gesamtzahl der zur Gruppe gehörenden, dynamischen Warteansagen, 'a' für die Anzahl der zugeschalteten und in Betrieb befindlichen Mitglieder und 'T' für den Vollschwellenwert (1/100 × Wert von CRGRPA, oder von CHACDD). Falls der Wert CRGRPA oder CHACDD als feste Warteschlangenposition eingegeben wurde (z.B. ein Wert über 9900), entfällt in der Formel "a x T". Dann wird der feste Warteschlangen-Ist-Wert verwendet. Der feste Warteschlangen-Ist-Wert entspricht (T-9900). So ist 9900 nur ein Versatz zur Anzeige des Ist-Werts, der als fester Warteschlangen-Positionswert zu interpretieren ist. Die Formel wird: i = (((p - 1) / (T - 9900)) x N) + 1. Beispiel für die relative Methode: Bei einer Gruppe mit 20 aktiven Sachbearbeitern (a=20) werden 5 dynamische Warteansagen (N=5) benutzt und die Vollschwelle zur COB-Warteschlange ist 50 pro 100 Mitglieder (T=½). Jemand, der auf Platz 5 der Warteschlange steht, hört die dynamische Warteansage Nummer 3. Wären in derselben Situation nur 10 aktive Mitglieder vorhanden (anstelle von 20), würde der Anrufer Ansage Nummer 5 hören (anstelle von 3).

Diese Formeln zeigen, daß bei der relativen Methode keine statische Warteansage benutzt wird. Eine 'Warteansage' hat folgende Merkmale:

1. Der Anruf befindet sich in der COB-Warteschlange der Gruppe.

2. Dem Anrufer wird ein Antwortsignal gesendet, wenn das ankommende

Routenmerkmal 'Antwortsignal vor Ansage' 'Ja' ist und dies noch nicht bei der 'Meldeansage' geschah.

3. Der Anrufer hört in der 'Warteansagen-Vorlaufzeit' den Pausenton.

4. Es wird eine 'Warteansage' gemacht.

5. Danach hört man für die Dauer der 'Warteansagen-Wiederholungszeit' den Pausenton.

6. Nach erneutem Ablauf der 'Warteansagen-WiederholungsZeituhr' erfolgt eine neue

'Warteansage', entsprechend dem (neuen) Warteschlangenplatz.

7. Die Schritte 5 und 6 werden so lange wiederholt, bis ein Gruppenmitglied frei wird oder

der Anrufer auflegt. In dem Fall gibt es keine 'Warteansage' mehr und auch keinen

Pausenton.

Hinweis: Wurde der Anruf wegen Zwangsabschalten eines Mitglieds erneut eingereiht, erklingt keine 'Warteansage', sondern der Rufton.

'Warteansagen' werden nur gemacht, wenn folgende Voraussetzungen vollständig erfüllt sind:

- Der Gruppe wurden eine oder mehrere Ansagenummern für 'Warteansagen zu ACD- Gruppen' zugeordnet (OM-Befehl CHANNO mit ANN-AUSWAHL 6). Der Parameter <ANN-NBR>ordnet die für die statische Warteansage der Gruppe verwendete Ansagenummer zu; zusätzliche Parameter legen die Nummern der dynamischen Warteansagen fest;

- Der Gruppe wurden eine 'Warteansagen-Vorlaufzeit', 'Warteansagen- Wiederholungszeit' und ein Pausenton (pro Gruppe festgelegt) zugeordnet (OM- Befehl CHANNO).

Hinweis: ACD-Gruppenansagen durchbrechen die übrigen Ansagen für ankommende Amtsleitungen.

-

Datenprojektierung Näheres zur Projektierung von IAS-Platinen finden Sie unter 'Integrierter Ansageserver'. Bezüglich Einzelheiten zum Aufnehmen von Ansagen siehe das IAS-Benutzerhandbuch.

Das folgende Flußdiagramm beschreibt die einzelnen Ansagetypen und die dazugehörigen Situationen.

Bild 2-6 Ansagen für ACD-Gruppen. 44

Bild 2-6

Ansagen für ACD-Gruppen.

2.3.11.

Tag-/Nachtschaltung

Der Betreuer kann eine ACD-Gruppe in Nacht- oder Tagschaltung versetzen. In der Nachtschaltung gelangen ACD-Gruppenrufe an ein Ziel zur 'Rufweiterleitung bei Gruppen- Nachtschaltung' (CFWN). Beim CFWN-Ziel handelt es sich z. B. um eine Nebenstelle, ein externes Ziel, eine andere ACD-Gruppe oder eine gewöhnliche Gruppenanordnung bzw. einen Telefonisten.

'Leergruppen', d.h. ACD-Gruppen ohne Mitglieder, sind immer in Nachtschaltung.

Der Tages- (res. Id. 128) und Nachtpräfix für ACD-Gruppen (res. Id. 129) werden im ursprünglichen Wählbaum (oder im Anfragewählbaum) der Mitglieder mit dem Befehl ASINTN zugeordnet. Beim Zuordnen der Präfixe ist nur die Verkehrsklasse einzugeben.

2.3.12. CallManager-ACD-Managementsysteme

Die CallManager-ACD-Gruppenfunktionen des ISPBX bieten eine integrierte ACD-Lösung für die zwei folgenden PC-Programme:

- das CallManager-Managementinformationsystem (CallManager-MIS); dieses unterstützt die Callmanager-ACD-Merkmale;

Das CallManager-MIS benutzt 1 oder 2 V.24-Geräte-Ports. Geräte-Ports befinden sich auf dem BIM (für iS3070/3090) oder am VIC3000 (für iS3010/3030/3050 oder SOPHO-S250/ 1000). Man kann das Managementsystem auch mit einer Datenwählverbindung (anhand von z.B. LAMs ) anschließen. Die Geräte-Ports werden für folgende Zwecke verwendet:

-

Das CallManager-MIS benötigt einen OM-Port sowie einen ACD-Ereignisport für den Erhalt von:

- transparentem OM für den Modifzierungsmanager;

- Nachrichten über die zu einer Gruppe gehörenden Anrufe und Statusänderungen, gesendet von der Verbindungssteuerung;

- Nachwahlziffern, vom Gruppenmitglied gewählt und von der Verbindungssteuerung (nur für CallManager-ACD-MIS) gesendet.

Datenprojektierung

Systemgrenzen:

LOBOUND 264:

Max. Anzahl der Standardnachrichten-Warteschlangen pro ACD- Gruppe Legt die Platzhöchstzahl in der Standardnachrichten- Warteschlange pro ACD-Gruppe fest.

Zeituhren:

NETIMER 174:

ACD-Wartezeit vor Vorgangswiederholung Legt den Zeitraum fest, nach dem die Abarbeitung der Nachrichtenwiederholungs-Warteschlange für ACD-Gruppen erneut ausgelöst oder fortgesetzt wird.

2.3.13. Mehrfach-Meldeansagen

Diese Anwendung macht es möglich, den Anrufern, je nach der gewählten Nummer, verschiedene 'Meldeansagen' zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel: Anrufer aus dem Ausland hören Ansagen in ihrer eigenen Landessprache.

Bei der Programminstallation legt man die Nummer einiger ACD-Leergruppen fest, von denen jede über eine eigene 'Meldeansage' verfügt. Keine der Leergruppen hat Mitglieder, und alle befinden sich in permanenter Nachtschaltung. Alle Leergruppen besitzen ein CFWN- Verhältnis zu einer echten ACD-Gruppe mit allen Mitgliedern.

zu einer echten ACD-Gruppe mit allen Mitgliedern. Bild 2-7 Mehrfach-Meldeansagen. Sind alle Mitglieder der

Bild 2-7

Mehrfach-Meldeansagen.

Sind alle Mitglieder der 'echten ACD-Gruppe' besetzt, gelangen Anrufe an diese in die COB- Warteschlange. Dazu besteht allerdings ein Dringlichkeitsmechanismus, dem entsprechend z.B. ursprüngliche Anrufe an Gruppe 1100 Vorrang vor Anrufen an Gruppe 2100 haben.

Wie hier bereits besprochen, kann man ACD-Gruppen eine Prioritätsziffer zuordnen

(Bereich: 1

8,

wobei 1 die höchste Priorität hat und 8 die niedrigste), so daß die obige

Situation folgende Struktur hätte: Gruppe 1100 hat Priorität 1, Gruppe 2100 Priorität 2 und Gruppe 3100 Priorität 3, womit ursprüngliche Anrufe an Gruppe 1100 für Gruppe 4100 ('echte ACD-Gruppe') dringlicher sind als Anrufe an Gruppe 2100, und Anrufe an Gruppe 3100 für Gruppe 4100 die niedrigste Priorität haben.

2.4. AUTOMATISCHE RUFWIEDERHOLUNG AN NACHTNEBENSTELLE

Bei erfolglosen Durchwahlgesprächen an das ISPBX über eine Amtsleitung bestimmt das ankommende Streckenmerkmal - 'Ton- und DDI-Optionen' die nachfolgenden Schritte. Ist das allgemeine Streckenmerkmal - die allgemeine Option 'Wahlhilfe benötigt' 'Ja', kann man den Anruf im Fall von Problemen an den Telefonisten oder an die Nachtschaltung umleiten. Dies ist in den DDI-Optionen festzulegen. Letztere bestimmen die folgenden Schritte sowohl für den Tages- als auch für den Nachtzustand. Steht kein Telefonist zur Verfügung, kann man den erfolglosen Durchwahlruf auf die Allgemeine Nacht-Hauptsammelstelle umleiten.

Näheres über Wahlhilfe oder Nachtwahlhilfe finden Sie im Handbuch "Telefonistenmerkmale". Näheres über ankommende Streckenmerkmale finden Sie im Handbuch "Einrichtung von Netz-Funtionsweisen".

Auslösung Die Umleitung eines erfolglosen DDI-Rufs wird vom ISPBX selbst abgewickelt. Der Anrufer merkt davon überhaupt nichts.

ISPBX-Schritte Bei ankommenden Gesprächen über eine Strecke mit zugeordneter DDI analysiert das ISPBX die angebotene Wählinformation. Ist letztere nicht richtig analysierbar oder bleibt der Verbindungsauf zum Zielteilnehmer erfolglos, kontrolliert das ISPBX zuerst die Strecke auf das allgemeine Merkmal - die allgemeine Option 'Wahlhilfe benötigt'.

- Steht hier ein 'Nein' (keine Wahlhilfe) und der ankommende Ruf ist erfolglos, gibt das ISPBX die Amtsleitung frei (Rückauslösung) oder sendet ihr den passenden Ton (besetzt/NU-Ton/Blockierung), wenn Freigabe nicht möglich ist.

- Ist die Einstellung 'Ja', kontrolliert das ISPBX die ankommenden Streckenmerkmale - 'Ton- und DDI-Optionen' auf die im Folgenden zu unternehmenden Schritte. Hier kann die Umleitung an Telefonisten oder Nachtschaltung festgelegt sein. Das ISPBX führt die erforderlichen Aktionen selbst aus.

Datenprojektierung Zeituhren:

NETIMER 040 -

DDI-Umleitungszeit an Telefonisten/Nachtschaltung. DDI-Gespräche für eine nicht antwortende Nebenstelle gelangen nach Ablauf dieser Zeituhr an den Telefonisten oder an die Nachtnebenstelle . Ansonsten werden erfolglose DDI-Rufe (besetzt, gesperrt usw.) sofort, ohne daß die Zeituhr abläuft, an den Telefonisten oder die Nachtnebenstelle umgeleitet.

2.5. AUTOMATISCHER RÜCKRUF

Wenn ein Anruf an einen Zielteilnehmer erfolgt, der besetzt ist oder der sich nicht meldet, kann der Benutzer durch Präfixwahl das automatische Rückrufmerkmal (ARB) einleiten. Der Benutzer wird von der Einrichtung zurückgerufen, sobald das Ziel frei wird. Nachdem sich der Initiator meldet, erfolgt automatisch ein Anruf an den Zielteilnehmer.

Es sind zwei ARB-Typen möglich: ARB besetzt und ARB meldet sich nicht. Bei DPNSS sind diese ARB-Merkmale als Rückruf wenn frei (CBWF) bzw. Rückruf bei nächster Benutzung (CBWNU) bekannt.

Der Zielteilnehmer kann sein:

- eine Nebenstelle oder Sammelgruppe, die in der gleichen Einheit oder in verschiedenen Einheiten (iSNet MAN) angeordnet ist;

- eine Nebenstelle in einer anderen, mit DPNSS verbundenen PBX (diese Nebenstelle wird als interner Teilnehmer betrachtet);

- ein Teilnehmer in einem öffentlichen ISDN-Netz.

Wenn der ursprünglich gerufene Ziel-Teilnehmer eine einzelne Rufumleitung, zum Beispiel eine Rufzuschaltung oder eine Rufweiterschaltung, aktiviert hat, gelten folgende Regeln:

- Falls der gerufene Teilnehmer eine Rufzuschaltung aktiviert hat, wird ARB am Rufumleitungsziel mit ARB auf Besetzt (wenn das Ziel besetzt ist) oder mit ARB auf Frei (wenn das Ziel frei ist) gestartet. Die speziellen Umleitungen von einer Gruppe (z.B. Rufweiterschaltung in der Nacht oder leerer Gruppe) oder Rufumleitung von einem abwesenden Chef an einen (Vertretungs-) Sekretär und Rumleitung auf Nacht- Nebenstellen werden hinsichtlich des ARB-Starts als FM behandelt, ausgenommen Rufweiterschaltung bei Überlauf, in welchem Falle ARB an der Gruppe mit ARB auf Besetzt gestartet wird.

- Falls der gerufene Teilnehmer Rufweiterschaltung Nichtmelden oder eine Rufweiterschaltung Nicht erreichbar aktiviert hat, wird ARB auf Frei bei dem ursprünglich

gerufenen Teilnehmer gestartet.

- Falls der gerufene Teilnehmer Rufweiterschaltung auf Besetzt aktiviert hat, wird ARB auf Besetzt bei dem ursprünglich gerufenen Teilnehmer gestartet.

Wenn das Rufumleitungsziel ein externer Teilnehmer ist, kann ARB nicht gestartet werden; dies gilt auch für ATF, wenn keine Amtsleitung verfügbar ist. Dies trifft auch zu, wenn keine Rufumleitung stattgefunden hat.

Falls Rufumleitungen verkettet sind (Mehrsprung-Rufumleitungen), finden die obigen Regeln ebenfalls Anwendung auf jede einzelne Rufumleitung der Kette. Wenden Sie daher die Regeln zuerst auf die erste Rufumleitung, dann (sofern erforderlich) auf die zweite an usw. Sobald CDFA, CFNR oder CFBE in einer Kette von Rufumleitungen angetroffen werden, wird ARB an der Quelle der betreffenden Rufumleitung gestartet und die restlichen Rufumleitungen brauchen dann nicht berücksichtigt zu werden. Wenn beispielsweise folgende Kette von Rufumleitungen angetroffen wird: Teilnehmer A hat FM zu Teilnehmer aktiviert, Teilnehmer B hat CFDA zu Teilnehmer C und Teilnehmer C hat CFBE zu Teilnehmer D aktiviert, so wird ARB auf B gestartet.

2.5.1. ARB bei Nichtannahme

Auslösung Hat ein Rufauslöser ein Ziel gewählt, das nicht annimmt (in der Rufzeit) oder wo COB gestartet wurde, kann er mit einem Rückfrageruf ARB aktivieren. Das Ziel klingelt nicht mehr (oder die COB wird zurückgezogen) und der Auslöser hört den internen Wählton. Bei der Wahl des ARB-Präfixes durch den Auslöser erfolgt eine Anfrage für ARB bei Nichtannahme. Wird diese akzeptiert, erklingt der Bestätigungston und kommt es zur Speicherung des ARB-Verhältnisses. Das Freiwerden des Ziels (Annahme und Auflegend es Hörers durch die Zielnebenstelle oder das Sammelgruppenmitglied) bewirkt die Ausführung der ARB. Zuerst wird der ARB- Auslöser angerufen, und wenn dieser annimmt, wird der Zielteilnehmer gewählt. Aktive ARB-Anfragen können vom Auslöser abgebrochen werden.

ISPBX-Schritte Sobald der Anrufer in den Rückfragestand eintritt, während das ursprünglich gewählte Ziel noch nicht angenommen hat (klingelndes Zieltelefon), betrachtet das ISPBX dies als Nachwählsituation. Die nun vom Benutzer gewählten Ziffern werden im Nachwählbaum analysiert (Wähltyp 3). Der Zeitraum zwischen dem Eintritt in den Anfragezustand und der Eingabe der Nachwahlziffern ist als 'Nachwählzeit' (NETIMER 004) festgelegt. Nach Ablauf dieser Zeituhr hört der Anrufer den NU-Ton. Der Auslöser kann nicht zurückmakeln und muß den Ruf abbrechen. Wählt der Anrufer den ARB-Präfix, erfolgt gewöhnlich die Annahme der ARB-Anfrage und

erklingt der Bestätigungston. ARB-Anfragen werden unter folgenden Umständen jedoch zurückgewiesen:

- Der Auslöser verfügt nicht über Funktionsberechtigung 'ARB-berechtigt' (FCM 48). Es ertönt der Nu-Ton.

- die Verkehrsklasse des Auslösers reicht für die Wahl des ARB-Präfixes nicht aus; er hört den Nu-Ton;

- der Auslöser hat bereits die Höchstzahl möglicher ARB-Anfragen pro Auslöser (LOBOUND 068) aktiviert; er hört den Nu-Ton;

- die Systemgrenzen zur Anzahl der im ISPBX speicherbaren ARB-Verhältnisse wurde erreicht (LOBOUND 022, LOBOUND 023, LOBOUND 024, LOBOUND 195); man hört den Blockierungston;

- der Auslöser hat bereits ARB an dasselbe Ziel aktiviert; er hört den NU-Ton;

- der Auslöser versucht ARB an ein Ziel zu aktivieren, das seinerseits bereits ARB an ihn aktiviert hat (umgekehrtes Verhältnis), er hört den NU-Ton.

- die Verbindung mit der anderen Einheit ging verloren, man hört den Nu-Ton;

- Das Ziel verfügt über Funktionsberechtigung 'ARB-geschützt' (FCM 49). Er ertönt der Nu-Ton.

- die ARB-Rufhöchstzahl pro Ziel wurde erreicht (LOBOUND 194); man hört den Blockierungston. Wird die ARB-Anfrage nicht angenommen, kann der Auslöser nicht zurückmakeln. Bei Freiwerden des ARB-Ziels erfolgt die Rückholung des ersten ARB-Verhältnisses aus der Warteschlange des ARB-Ziels. Vor Ausführung des ARB wird eine Verzögerung, festgelegt als 'ARB-Freizeichen-Laufzeit' (NETIMER 178), eingeschoben, damit das Ziel neue Anrufe tätigen oder annehmen kann. Danach empfängt das Urheber-ISPBX ein 'Freizeichen' zur Aktivierung der ARB durch Rückruf an den Auslöser. Ist dieser besetzt, wird die 'Freinachricht' bis zu seinem eigenen Freiwerden gespeichert. Ist dieser frei, beginnt das Telefon zu klingeln. Nimmt der ARB-Auslöser den ARB-Ruf nicht vor Ablauf der 'ARB-Rufzeit' (NETIMER 011) an, hängt es von der Systemoption 'Festhalten ARB-Verhältnis nach Rufzeitablauf' (LOSYSOP 072) ab, ob der ARB-Ruf bestehen bleibt oder gelöscht wird. Im ersten Fall beginnt der neue ARB-Ruf erst, wenn der Auslöser seine Tätigkeiten wieder aufgenommen hat. Nimmt der Auslöser den ARB-Ruf vor Ablauf der Zeituhr an, erfolgt die Wahl des Ziels automatisch. Wurde dieses währenddessen erneut besetzt, hört der Auslöser den Besetztton und bleibt das ARB-Verhältnis bestehen. Nach Freiwerden des Zielteilnehmers kommt es zur ARB-Wiederholung. Ist das ARB-Ziel bei Eintreffen des ARB-Rufs frei, beginnt es zu klingeln und der Anruf geht wie gewöhnlich weiter; die Ziel-Rufnummer wird auf dem Terminal-Display angezeigt. Die gewählte Ziel-Rufnummer wird angezeigt, wenn der Ruf umgeleitet wird. Die ARB- Relation wird gelöscht, sobald beim Ziel-Teilnehmer der Rufton beginnt. Das ARB-Verhältnis wird außerdem in den folgenden Fällen gelöscht:

- ARB-Abbruch durch Präfixwahl des Auslösers (siehe später);

- Ablauf der Zeituhr 'Delta ARB zu freier Zeit (für das Ziel)' (NETIMER 182 und NETIMER 184) und darauffolgendes, automatisches Löschen des ARB-Verhältnisses durch das System.

- Der ARB-Auslöser stellt eine Verbindung zum gleichen Ziel her. Wenn die Systemoption 73 'ARB-Relation nach Wahl des gleichen Ziels löschen' auf 'Ja' eingestellt ist, wird die ARB-Anforderung gelöscht. Ist die Option auf 'Nein' eingestellt, bleibt die Verbindung aufrecht, außer die Ziel-Nebenstelle nimmt den Anruf an. Danach wird die ARB-Anfrage immer gelöscht.

- Anruf des Ziels an den ARB-Auslöser; die Annahme des Rufs durch diesen führt zum Abbruch der ARB-Anfrage;

- Ablauf der ARB-Rückrufzeit bei Einstellung der Systemoption 72 'Festhalten ARB- Verhältnis nach Rufzeitablauf' auf 'Nein' (wie bereits besprochen).

- Löschen von Auslöser oder Ziel durch den Systemwart; das Verschieben oder Löschen eines Ziels, dessen ARB-Auslöser sich in einem anderen PABX befindet, führt NICHT zum Abbruch des Auslöserverhältnisses, da DPNSS das Beenden eines ARB- Verhältnisses vom Ziel aus nicht unterstützt. Datenprojektierung Grenzwerte:

LOBOUND 022

Höchstzahl automatischer Rückrufziele. Legt die

LOBOUND 023

Zielhöchstzahl für simultane ARB-Verhältnisse in einer Einheit fest. Höchstzahl automatischer Rückruf-Primärplätze. Legt die

LOBOUND 024

Höchstzahl für simultane ARB-Auslöserverhältnisse in einer Einheit fest. Höchstzahl Primärwarteschlangen zum automatischen

LOBOUND 068

Rückruf. Legt die Höchszahl simultaner ARB-Auslöser in einer Einheit fest. Höchstzahl simultaner ARB-Rufe pro Auslöser. Legt die

LOBOUND 194

Höchstzahl der simultanen ARB-Rufe für jeden Auslöser fest. Höchstzahl simultaner ARB-Rufe pro Ziel. Legt die

LOBOUND 195

Höchstzahl der simultanen ARB-Verhältnisse für jedes Ziel fest. Höchstzahl der ARB-Zielwarteschlangen. Legt die

LOBOUND 345

Höchstzahl aller simultanen ARB-Ziele in einer Einheit fest. Max. Anzahl ARB-Relationen.

Optionen:

LOSYSOP 072

Festhalten ARB-Verhältnis nach Rufzeitablauf. Bei

LOSYSOP 073

Einstellung dieser Option auf 'Ja' bleibt das ARB-Verhältnis auch bei Nichtannahme des ARB-Rückrufs durch den Auslöser erhalten. Abbrechen ARB-Verhältnis nach Wahl desselben Ziels. Bei

Zeitüberwachung:

Einstellung dieser Option auf 'Ja' wird ein ARB-Verhältnis bei erneuter Wahl desselben Ziels durch den Auslöser abgebrochen. Der Abbruch des ARB-Verhältnisses erfolgt außerdem immer, sobald das Ziel den Ruf annimmt.

NETIMER 004

Festlegen Nachwahltonzeit. Zeituhr zur Festlegung des

NETIMER 011

längsten, zur Ziffernachwahl für die ARB-Anfrage verwendbaren Zeitraums. Festlegen automatische Rückruf-Rufzeit. Zeituhr zur

NETIMER 106

Festlegung der Rufzeit-Höchstlänge beim ARB-Auslöser. Abfragezeitraum zum Merkmalsabbruch. Feststehende

NETIMER 178

Zeituhr (2 Minuten) zur Festlegung der Überwachungshäufigkeit für abgelaufene ARB-Anfragen. ARB-Freizeichen-Laufzeit. Zeituhr zur Festlegung der

NETIMER 179

eingeschobenen Zeitspanne zwischen Freiwerden des ARB-Ziels und Senden der 'Freinachricht' an die Auslösereinheit. Sicherstellungszeit zum ARB-Verbindungsaufbau. Intern

NETIMER 180

benutzte Zeituhr zur Ausführung von ARB-Rufen. Bei Freiwerden eines ARB-Ziels wird die Auslösereinheit benachrichtigt. Ist der Auslöser auch frei, gelangt die Antwort an das Ziel und dieses erhält vor Ablauf dieser Zeituhr einen Validierungsruf. Ist das Ziel noch immer frei, erfolgt der ARB-Verbindungsaufbau und klingelt das Telefon des Auslösers. Zwischenzeitliche ARB-Zielsperre. Zeituhr zur Festlegung

NETIMER 182

des Zeitraums, den ein ARB-Ziel nach seinem Freiwerden gesperrt ist (nur bei Einstellung von 'ARB-Zielsperre für neue Anrufe' auf 'Ja' verwendbar). Delta ARB zu freier Zeit. Zeituhr zur Festlegung der Höchstlänge des Zeitraums, den ein angenommenes und nichtbeantwortetes ARB-Verhältnis in der Auslösereinheit verbleibt.

NETIMER 184

Delta ARB zu freier Zielzeit. Zeituhr zur Festlegung der Höchstlänge des Zeitraums, den ein angenommenes und nichtbeantwortetes ARB-Verhältnis in der Zieleinheit verbleibt.

Töne:

Rufstrom 102

Automatischer Rückrufstrom. Dieser Rufstrom wird bei ARB-Rückrufen an die Auslösernebenstelle gesendet.

2.5.2. ARB im Besetztfall

Dieses Merkmal ist ähnlich wie 'ARB bei Nichtannahme'. Der einzige Unterschied ist die Eingabesituation der ARB-Anfrage. Ein anrufende Nebenstelle trifft auf ein besetztes Ziel. Sobald dieses auflegt, kann man die gewünschte Verbindung mit dem ARB-Merkmal herstellen.

Auslösung Beim Anwählen einer Nebenstelle mit ursprünglicher oder Anfragewahl und dem Empfang des Besetzttons kann der ARB-Auslöser direkt den Präfix zur ARB-Aktivierung wählen. Wird die Anfrage angenommen, hört der Auslöser den Bestätigungston. Er legt nun auf. Der Empfang des Blockierungstons oder des NU-Tons bedeutet die Zurückweisung der Anfrage.

ISPBX-Schritte Die ISPBX, in der sich der Ziel-Teilnehmer befindet, wartet jetzt ab, bis der Ziel- Teilnehmer auflegt. Dann wird eine 'freie' Meldung an die Auslösereinheit gesendet und ARB wird so ausgeführt, wie es weiter oben besprochen wurde.

Datenprojektierung Zeituhren:

Anstelle von NETIMER 182 und 184 werden folgende Zeituhren verwendet:

NETIMER 009

Delta ARB zu Besetztzeit.

NETIMER 183

Zeituhr zur Festlegung der Höchstlänge des Zeitraums, den ein angenommenes ARB-Verhältnis für den Besetztfall in der Auslösereinheit verbleibt. Delta ARB zu Besetztzeit für Ziel. Zeituhr zur Festlegung der Höchstlänge des Zeitraums, den ein angenommenes ARB-Verhältnis für den Besetztfall in der Zieleinheit verbleibt.

2.5.3.

Verbindungsherstellung zu besetzten Teilnehmern

Es ist möglich, 'ARB besetzt' für Anrufe bei Teilnehmern im öffentlichen ISDN-Netz zu benutzen. Im Zusammenhang mit ISDN ist dies als Verbindungsherstellung zu einem besetzten Teilnehmer (CCBS) bekannt. Dieses CCBS-Merkmal ist auch in umgekehrter Richtung möglich: vom ISDN-Teilnehmer zu einem besetzten iS3000-Nebenstellenbenutzer. Das iS3000 muß eine ISDN-Amtsleitung zum öffentlichen ISDN-Netz besitzen. Die Interaktion zwischen CCBS (ISDN) und CBWF (DPNSS) wird nicht unterstützt.

Vorbedingungen

- Für CCBS ist eine Lizenz erforderlich (Lizenz 27); (für CCBS im QSIG Netzwerk wird keine Lizenz verlangt)

- Die angeschlossenen ISDN-Netze zwischen SOPHO iS3000 und dem anderen Teinehmer sollten CCBS unterstützen. Falls der andere Teilnehmer an einer PABX liegt, sollte diese PABX ebenfalls CCBS unterstützen;

- Damit CCBS für ankommende Rufe verfügbar ist, dürfen ankommende Rufe zu besetzten Nebenstellen nicht an den Bediener umgeleitet werden oder COB am Ziel starten. Dies bedeutet, daß SDN 'nicht-vermittelt' sein sollte. Wenn sie 'vermittelt' sind, sollte die DDI- Ausfallaktivität zu besetzten Nebenstellen 'rückwärtige Freigabe', 'Besetztton' oder 'kein Ton' sein;

- Das PPH-Paket für die DTX-I muß 203.10.2 oder höher sein, für die DTU-PH muß es 140.28.01 oder höher sein. Damit CCBS für ankommende Rufe verfügbar ist, muß die 'automatische Verbindungsherstellung in der DTU-PH/DTX-I ausgeschaltet werden;

- Damit CCBS einem Bediener zur Verfügung steht, sollte die Option 'DDO warten auf Antwort' der Bündel der ISDN-Routen JA sein (zu beachten ist, daß die über den Bediener abgehenden ISDN-Rufe in diesem Fall später auf Dialogmodus übergehen);

- Für ankommende Rufe steht CCBS nicht zur Verfügung, wenn der Zielteilnehmer, zu dem CCBS eingeleitet wird, eine ZMV-Rufumleitung bewirkt oder CFWA (Anrufweiterschaltung bei Abwesenheit) aktiviert hat. Wird eine Rufnummer gewählt, die Verdopplung aufweist, kann CCBS nur an der bewählten Nebenstelle (sofern noch besetzt) eingeleitet werden.

2.5.4. Anrufbeendigung bei Nichtbeantwortung

Seit Call@Net 2.6 ist es möglich, 'ARB bei Nichtbeantwortung zu verwenden, wenn Teilnehmer im QSIG-Netzwerk angerufen werden. Im Zusammenhang mit QSIG ist dies unter Anrufbeendigung bei Nichtbeantwortung bekannt (CCNR).

Die Vorbedingungen sind die gleichen wie bei CCBS, jedoch wird für CCBS/CCNR über QSIG KEINE Lizenz verlangt.

2.5.5. ARB Übersicht

Die ARB-Einrichtung ist für Erweiterungen als Initiator und als Ziel erhältlich, für Telefonisten nur als Initiator. Initiator und Ziel von ARB können sich auf derselben SOPHO iS3000 (Einheit) oder auf verschiedenen Systemen oder Einheiten befinden. Die Abbildung unten zeigt die Schnittstellen, die in den ARB-Aufbau einbezogen sind (Ax als Initiator, Bx als Ziel).

A1

Extension/operator

 

Extension

B1

A2

Inter Unit connection

SOPHO

Inter Unit connection

B2

A3

DPNSS c onnection

iS3000

DPNSS c onnection

B3

A4

QSIG c onnection

QSIG c onnection

B4

A5

ISDN c onnection

ISDN c onnection

B5

Bild 2-8

SOPHO iS3000 Schnittstellen

Die Tabelle unten gibt einen Überblick über die unterstützten Funktionen, wenn ARB auf besetzt und auf frei steht. Die automatische Fernleitungs (ATF)-ARB kann nur von einer Erweiterung in derselben oder einer anderen Einheit gestartet werden (nicht für Fernleitungen in einem anderen DPNSS- oder QSIG-Knoten).

ARB TYP

ARB AUF BESETZT

 

ARB AUF FREI

 

ZIEL->

B1

B2

B3

B4

B5

B1

B2

B3

B4

B5

INITIATOR Pfeil

                   

nach unten

A1

Y

Y

Y

Y

Y

Y

Y

Y

Y

 

A2

Y

Y

Y

Y

Y

Y

Y

Y

Y

 

A3

Y

Y

Y

   

Y

Y

Y

   

A4

Y

Y

 

Y

Y

Y

Y

 

Y

 

A5

Y

Y

 

Y

Y

         

Tabelle 2-1 ARB unterstützt auf iS3000 Schnittstellen

2.5.6.

ARB-Abbruch durch Auslöser

Bei Aktivierung eines ARB-Merkmals (entweder 'Bei Nichtannahme' oder 'Im Besetztfall) muß der Benutzer auf die ARB-Ausführung durch das ISPBX warten. Ein aktiver ARB kann auch durch die Wahl eines Präfixes am Auslösertelefon gelöscht werden. Näheres über andere ARB-Abbruchsmöglichkeiten finden Sie unter 'ARB bei Nichtannahme'.

Auslösung Der ARB-Auslöser hebt den Telefonhörer ab und wählt (ursprüngliches oder Rückfragewählen) den ARB-Abbruchscode. Bei erfolgreichem Löschen der ARB- Verhältnisse wird das ARB-Merkmal beendet und sendet das ISPBX den Bestätigungston. Ist das vollständige Löschen der ARB-Verhältnisse nicht möglich oder ist ARB nicht aktiv, sendet das ISPBX den NU-Ton.

ISPBX-Schritte Bei der ursprünglichen Wahl analysiert das ISPBX den Präfix beim Nebenstellenbenutzer. Befindet sich ersterer im dazugehörigen Baum und reicht die Verkehrsklasse der Nebenstelle dazu aus, überprüft das ISPBX die Zuordnung aktiver ARB-Verhältnisse (oder eines einzelnen) ab die Nebenstelle. Gibt es aktive ARBs, löscht das ISPBX ALLE ARB- Verhältnisse zwischen der Nebensellen-DNR als Auslöser und den Zielteilnehmern. Danach sendet das ISPBX dem Benutzer den Bestätigungston. Ist ARB nicht aktiv, hört der Benutzer den NU-Ton.

2.5.7. ARB-Sperre

Bei Einstellung der Systemoption 'ARB-Zielsperre für neue Anrufe' auf 'Ja' werden ARB-Ziele bei Freiwerden blockiert, wodurch ARB-Rufe Vorrang gegenüber (neuen) ankommenden oder abgehenden Anrufen an ARB-Ziele erhalten. Das Merkmal wird nach der 'ARB- Freizeichen-Laufzeit' (NETIMER 178) aktiviert und bleibt während der gesamten 'Zwischenzeitlichen ARB-Zielsperre' (NETIMER 180) aufrecht. Neue Rufe an das ARB-Ziel lösen eine Besetztanzeige für den Anrufer oder COB aus. Will das ARB-Ziel selbst einen neuen Anruf tätigen, ertönt ein Sondersignal zur Anzeige eines ankommenden ARB-Gesprächs. Der Ziel-Teilnehmer kann keinen Anruf tätigen, gewählte Ziffern werden nicht berücksichtigt.

Beachten Sie bitte, daß selbst bei Einstellung von Systemoption 71 auf WAHR keine Möglichkeit zur Sperre eines ACD-Gruppenmitglieds besteht, sobald für dieses oder die ACD- Gruppe selbst ARB aktiviert wurde.

ISPBX-Schritte

- Neue Rufe an ein ARB-Ziel Neue Anrufe an ein ARB-Ziel führen, abhängig von 'COB durch Auslöser' oder einigen Zielmerkmalen, zur Besetztanzeige für den Auslöser oder einen COB-Start.

- ARB-Ziele, die einen neuen Anruf tätigen möchten Bei Abheben des Hörers am ARB-Ziel erklingt ein Spezialsignal als Hinweis auf einen ankommenden ARB-Ruf. Die Zielpartei kann keinen Anruf tätigen, gewählte Ziffern werden nicht berücksichtigt. Nach Abheben des Hörers und Annahme des ARB-Rufs durch den Auslöser erhält letzterer direkt Verbindung mit dem Ziel und hört der Rückrufton auf. Der Zeitraum, den ein ARB-Ziel gesperrt bleibt, ist beschränkt; wurde innerhalb diesem keine ARB-Verbindung aufgebaut, erfolgt die Aufhebung der Sperre, so daß das Ziel wieder Anrufe tätigen oder empfangen kann (als wäre die Option nie gewählt gewesen). Hört das Ziel das Spezialsignal und läuft die Sperrzeit und mit ihr die Übertragung des Signals ab, weist der 'Parkton' darauf hin, daß das Ziel auflegen kann. Datenprojektierung Optionen:

LOSYSOP 071

ARB-Zielsperre für neue Anrufe. Legt fest, ob ein ARB-Ziel zwischen dem Ende eines Gesprächs und dem ARB-Verbindungsaufbau blockiert wird.

Zeitüberwachung:

NETIMER 178

ARB-Freizeichen-Laufzeit.

NETIMER 180

Zeituhr zur Festlegung des Zeitraums zwischen dem Freiwerden eines ARB-Ziels und der Bekanntmachung des Freistatus an den Auslöser. Zwischenzeitliche ARB-Zielsperre.

Töne:

Zeituhr zur Festlegung der Länge des Sperrzeitraums nach dem Freiwerden des ARB-Ziels (nur bei Einstellung von 'ARB-Zielsperre für neue Anrufe' verwendbar.)

Tonnummer 24

Rückrufton für ARB-Ziel.

2.6. AUTOMATISCHE LEITUNGSSUCHE

Durch die Wahl einer Amtsanlassung kann das ISPBX abgehende Rufe tätigen. Die Amtsanlassung (im ursprünglichen, Rückfrage-, Telefonistenwählbaum) ist der Zielrufnummer zugeordnet. Diese kann man über verschiedene, in einer Streckentabelle festgelegte Strecken finden. Der Vorzugs- oder Überlaufstreckenmechanismus ist für drei Benutzertypen möglich:

Nebenstellen, Prioritätsnebenstellen (Nebenstellen mit FCM 14) und Telefonisten. Sind auf jeder der möglichen Strecken trotzdem keine Leitungen frei, hört der Anrufer gewöhnlich den Blockierungston. Daraufhin muß er warten und den Anruf erneut auslösen.

Ist eine Tabelle für ATF markiert und reicht die Verkehrsklasse des Benutzer aus, wird ihm eine Amtsleitung auf jener Strecke aus der Tabelle zugewiesen, die gerade frei wurde. Auch erhält der Benutzer eine Prioritätskennmarke. Die automatische Reservierung einer freien Leitung für einen Benutzer heißt 'Automatische Leitungssuche' (ATF). Für Amtsleitungen gibt es zwei Reservierungsarten:

- durch automatischen Rückruf (ARB);

- bei Wartestellung (COB).

Der Parameter 'ATF' wird mit den abgehenden Streckenmerkmalen festgelegt. Der ATF- Parameter kann 0=keine ATF sein, 1=ATF bei COB und 2=ATF bei ARB.

Eine genauere Beschreibung der ARB- und COB-Merkmale finden Sie in den entsprechenden Abschnitten dieses Handbuchs. Nun folgt eine allgemeine Besprechung dieser Merkmale im Hinblick auf ATF. Näheres zum Thema finden Sie im Handbuch "Einrichtung von Netz- Funtionsweisen".

2.6.1. ATF bei ARB

Dieses Merkmal kann jeder zur ARB-Auslösung berechtigte Benutzer verwenden, wenn der Strecke der betreffende ATF-Typ zugeordnet ist.

Auslösung Der Benutzer wählt die Amtsanlassung. Das Ergebnis der Nummernanalyse ist eine vorgegebene Streckentabelle. Doch auf keiner von deren Strecken befindet sich eine freie Leitung zum gewünschten Ziel, sodaß für einige Strecken ATF bei ARB projektiert wird. Die erste Strecke aus der Tabelle mit passendem ATF-Typ und passender Verkehrsklasse wird ausgewählt. Der Benutzer hört den Besetztton. Er kann nun den (Nachwahl-)ARB- Präfix wählen. Bei erfolgter ARB-Einleitung sendet ihm das ISPBX den Bestätigungston. Der Benutzer legt auf. Bei Freiwerden einer Amtsleitung auf der Strecke reserviert das ISPBX diese und wählt den Auslöser. Nimmt dieser an, erfolgt die Verbindung mit der Amtsleitung und kann auf letzterer ein gewöhnlicher abgehender Ruf getätigt werden. Die aktive ARB kann vom Benutzer oder dem ISPBX nach Ablauf der Zeituhr beendet werden. Man darf nur ein gleichzeitiges ATF-Verhältnis bei ARB haben. Auch hier gelten dieselben Einschränkungen wie für ARB.

ISPBX-Schritte Die Amtsleitungen einer Strecke befinden sich in derselben Einheit. Der Auslöser von ATF bei ARB muß sich nicht unbedingt in derselben Einheit wie die Strecke befinden. Das Verhältnis zwischen den Amtsleitungen (Strecke) und dem ARB-Auslöser ist in beiden Einheiten zu speichern, sowohl in der des Auslösers als auch in jener der Strecke (kann

dieselbe Einheit sein). Sobald die letztere Einheit eine freie Amtsleitung entdeckt, erfährt dies die auslösende Einheit, klingelt das Telefon des Auslösers und stellt die Einheit eine ARB-Verbindung zur Amtsleitung und dem abgehenden Ruf her. Bei erfolgreicher Herstellung einer ARB-Verbindung kommt es zur Entfernung der ARB- Verhältnisse aus der Einheit den Einheiten.

Datenprojektierung

Grenzen:

LOBOUND 023 -

Primärplatzhöchstzahl für automatischen Rückruf. Legt die Höchstzahl

LOBOUND 024 -

aller gleichzeitig möglichen Auslöser-/Zielverhältnisse für die Nebenstellen derselben Einheit fest. Primärwarteschlangen-Höchstzahl für automatischen Rückruf. Legt die

LOBOUND 067 -

Höchstzahl aller Nebenstellen einer Einheit mit ein oder mehreren gleichzeitig aktivierten ARB-Merkmalen fest. Alle Auslöser-/ Zielverhältnisse einer Nebenstelle werden in derselben Warteschlange gespeichert. Streckenweise Festlegung der Rufhöchstzahl mit automatischer

LOBOUND 069 -

Leitungssuche. Begrenzt die Anzahl simultaner ATF-Rufe pro Strecke. Rufhöchstzahl zur automatischen Leitungssuche. Begrenzt die Anzahl simultaner ATF-Rufe pro ATF-Typ in einer Einheit.

2.6.2. ATF bei Wartestellung

Nur Nebenstellen mit zugeordneter Leitungspriorität (FCM 14) können dieses Merkmal auf einer Strecke mit dem betreffenden ATF-Typ verwenden.

Auslösung Der Benutzer wählt die Amtsanlassung. Das Ergebnis der Nummernanalyse ist eine vorgegebene Streckentabelle. Doch auf keiner von deren Strecken befindet sich eine freie Leitung zum gewünschten Ziel, sodaß für eine oder mehrere Strecken ATF bei COB projektiert wird. Benutzer mit FCM 14 können nun einen gewöhnlichen abgehenden Ruf auslösen, obwohl sie keinen ersten Amtswählton hören. Die externe Nummer gelangt in den CPU-Speicher, und das ISPBX startet zur selben Zeit die COB für eine freie Leitung auf der ersten Strecke aus der Tabelle mit ausreichendem ATF-Typ und Verkehrsklasse. Bei Freiwerden einer Amtsleitung stellt das ISPBX eine abgehende Verbindung her. Für Benutzer ohne FCM 14 erklingt der Blockierungston und wird ATF nicht ausgeführt. Löst der Benutzer nach der Wahl der Amtsanlassung keinen abgehenden Ruf aus (wählt also keine externe Nummer), sendet ihm das ISPBX bei Freiwerden einer Amtsleitung den

ersten Amtswählton. Nun kann er die externe Nummer wählen.

ISPBX-Schritte Die Amtsleitungen einer Strecke befinden sich in derselben Einheit. Der Auslöser von ATF bei COB (Nebenstelle mit Leitungspriorität) muß sich nicht unbedingt in derselben Einheit wie die Strecke befinden. Nach der Amtsanlassungsanfrage für eine freie Amtsleitung benachrichtigt die ISPBX-Einheit, der die Strecke angehört, die Auslösereinheit davon, daß im Augenblick keine freie Amtsleitung verfügbar ist. Der Benutzer hört keinen ersten Amtswählton. Das Leistungsklassenmerkmal des Auslösers startet daraufhin die COB in der Einheit mit der Strecke. Sobald da eine Amtsleitung frei wird, erfolgt deren Zuordnung an den Benutzer. Die Auslösereinheit erhält die Nachricht zur Einleitung des Amtsrufs. Sie sendet dem Benutzer den Wählton und empfängt von ihm die externe Nummer. Letztere gelangt an die Einheit zur Strecke. Daraufhin wird der Amtsruf eingeleitet. Hat der Benutzer die externe Nummer bereits gewählt, speichert die Auslösereinheit diese. Bei Freiwerden der Amtsleitung wird die externe Nummer in die Einheit der Amtsleitung transferiert und der Amtsruf eingeleitet, ohne daß der Benutzer einen Wählton hört.

Datenprojektierung

Grenzen:

LOBOUND 067 -

Streckenweise Festlegung der Rufhöchszahl für automatische

LOBOUND 069 -

Leitungssuche. Begrenzt die Anzahl simultaner ATF-Rufe pro Strecke. Rufhöchszahl für automatische Leitungssuche. Begrenzt die Anzahl simultaner ATF-Rufe pro ATF-Typ in einer Einheit.

2.7.

BASIS-DNR

Das Merkmal 'Basis-DNR' ermöglicht von Nebenstellen ohne zugeordneter Rufnummer oder ohne dazupassendes BSP abgehende Rufe. In diesem Fall verwendet das System die Basis- DNR. Wird diese für einen Anruf benutzt, hört der Benutzer den Ton für 'Umleitung aktiv'.

Beispiel: Ein Benutzer, der für ein Telefongerät ohne aktuelle Rufnummer 'Arbeitsplatzteilung' aktivieren will, benötigt zur Wahl von Aktivierungspräfix, Berechtigungscode und Rufnummer eine Basis-DNR.

Voraussetzungen

Basis-DNRs kann man von allen Telefongeräten mit Teilnehmeranschluß (analog, TMP, ISDN, DECT) aus verwenden. Es gelten folgende Einschränkungen:

• Es darf sich dabei um keine bestehende Rufnummer, Arbeitsplatzteilungs-DNR, oder

Sondernebenstelle (z.B. MCNE) handeln;

• man kann sie nur für ausgehenden Verkehr und nicht für ankommenden Verkehr verwenden; ARB ist also nicht möglich;

• Rufe an den Teilnehmeranschluß einer Basis-DNR sind nicht möglich;

• Erstellung und Anzeige erfolgen mit OM-Sonderbefehlen;

Auslösung

Zwei OM-Sonderbefehle wurden für die Basis-DNR entwickelt: CHBDNR und DIBDNR. Pro Einheit darf nur eine Basis-DNR festgelegt werden. Es können jedoch mehr BSPs vorhanden sein. Basis-DNRs sind nur für entspringenden Verkehr möglich. Die BSP-Höchstzahl hängt von Grenze 248 ab (BSP-Höchstzahl pro Teilnehmerschaltung).

2.8.

AUFSCHALTEN

Ein Anrufer trifft auf einen Besetztfall, wenn sich die gewählte Nebenstelle gerade im Gespräch befindet. Er kann nun anhand von Nachwahl eine Interrupt-Anforderung für den Gesprächszustand bei der besetzten Nebenstelle eingeben. Ist diese Anfrage erfolgreich, kommt eine Dreierverbindung zustande zwischen der besetzten Nebenstelle, dem sich damit im Gespräch befindenden Teilnehmer und dem Aufschalter. Das Aufschalten kann wiederum durch andere Merkmale verhindert werden.

Nur Nebenstellenbenutzer mit FCM 02 ('Aufschalteberechtigt') können dieses Merkmal anwenden.

Näheres dazu finden Sie im Handbuch "Telefonistenmerkmale".

Auslösung Der Benutzer wählt eine Rufnummer. Das Ziel ist entweder im Gespräch mit einer anderen Nebenstelle oder mit einer Amtsleitung (Amtsruf). Der Anrufer hört den Besetztton. Er kann nun das Aufschaltmerkmal anhand von Präfixwahl (Nachwahl) anfordern. Ist dieses erlaubt, stellt das ISPBX eine Dreierverbindung genau wie bei einer Zuschaltekonferenz her. Alle Beteiligten hören das Tickerzeichen. Bei erfolgloser Aufschaltanfrage wird die Wartestellung gestartet und hört das Ziel, wenn möglich, eine Tonfolge. Näheres dazu finden Sie unter "ISPBX-Schritte".

ISPBX-Schritte Trifft ein ISPBX auf einen Besetztfall, wartet es einen gewissen Zeitraum darauf, ob der Benutzer weitere Schritte unternimmt. Dieser gibt ein oder mehrere Zusatzziffern (Nachwahl) zur Auslösung des Aufschaltmerkmals ein, die im Nachwählbaum als Aufschaltanfrage analysiert werden. Bei zugeordnetem Aufschaltepräfix und Rufnummer mit FCM 02 sowie ausreichender Verkehrsklasse des Auslösers kontrolliert das ISPBX, ob Aufschalten möglich ist.

- Ist dies der Fall, unterbricht das ISPBX die aktuelle Verbindung zwischen dem besetzten Ziel und dessen Gesprächspartner und stellt drei neue Verbindungen

zwischen den beteiligten Anschlüssen und einem freien Zuschaltkreis (auf dem PSC/ PMC) her. Mit dessen Hilfe entsteht also die Dreierverbindung. Ein Tickerzeichen weist alle Beteiligten auf die hergestellte Aufschaltesituation hin.

- Aufschalten ist nicht möglich,

. wenn dem Zielteilnehmer (oder dessen Gesprächspartner) FCM 03

('Aufschaltegeschützt') zugeordnet wurde;

. wenn das Ziel mit einer Amtsleitung verbunden ist (entweder ankommender oder

abgehender Ruf) und das ankommende Streckenmerkmal - die ankommende Option 'Aufschaltegeschützt' bzw. das abgehende Streckenmerkmal - die abgehende Option 'Aufschaltegeschützt' darauf hinweisen, daß Aufschalten nicht möglich ist;

.

wenn die Plätze in der COB-Warteschlange blockiert sind;

.

wenn das Ziel mit einem Telefonisten verbunden ist;

.

wenn sich das Ziel in der Verbindungsaufbauphase befindet;

.

wenn das Ziel sich bereits in einer Zu- oder Aufschaltesituation befindet;

.

wenn die Quellen (Aufschaltkreise) blockiert sind;

. wenn dem Ziel (oder seinem Gesprächspartner) FCM 04 ('Datenschutz') zugeordnet wurde;

. wenn dem Ziel (oder seinem Gesprächspartner) FCM 05 ('Datenschutz

wählberechtigt') zugeordnet und der Datenschutz aktiv ist, d.h. 'Wähldatenschutz'

(res. Id. 54) benutzt wird;

. wenn das Ziel mit einer Amtsleitung (ankommender oder abgehender Ruf)

verbunden ist und das allgemeine Streckenmerkmal - die allgemeine Option 'Datengeschützt' auf ein datengeschütztes Gespräch hinweist. In diesen Fällen bleibt eine Aufschaltanfrage erfolglos. Der Auslöser wird mit Nebenstellenpriorität in die COB-Warteschlange des Ziels eingereiht. Er muß online darauf warten, bis dieses das aktuelle Gespräch beendet. Legt das Ziel auf, beginnt das Telefon sofort wieder zu klingeln und wird der Auslöser des Aufschaltmerkmals mit ihm verbunden. Befindet der Aufschaltauslöser sich in der COB-Warteschlange des Ziels, dessen aktuelles Gespräch nicht datengeschützt ist, hört das Ziel die Anklopftonfolge. Näheres zur Wartestellung finden Sie im betreffenden Abschnitt dieses Handbuchs.

Hardware Siehe dazu das Zuschaltmerkmal.

Datenprojektierung Zeitgeber:

NETIMER 004 -

Festlegung Nachwahltonzeit.

Hörton

Begrenzt den Zeitraum zur Wahl der Nachwahlziffern durch den Benutzer bei erfolgtem Verbindungsaufbau, in dem Fall also den Zeitraum zwischen dem Besetztton und der Wahl der ersten Ziffer des Aufschaltepräfixes. Nach Ablauf dieser Zeit wird der Hörertastenton freigegeben und ist Nachwahl nicht länger möglich. Aufmerksamkeitston-Funktion 200

2.8.1. Automatisches Aufschalten wählen

Hinweis: Die Info in diesem Unterabschnitt ist nur spezielle Projekte bestimmt.

Aufschaltberechtigte Nebenstellen können automatisches Aufschalten auf Nebenstellenrufe (auch SAQC-Benutzerrufe) ausführen.

Um die Einrichtung zu aktivieren, wählt der Benutzer einen Einrichtungscode. Ist der Benutzer berechtigt, sendet das System den Wählton. Nun kann der Benutzer die Ziel-Rufnummer wählen. Falls die Rufnummer besetzt ist (und die Aufschalteinrichtung zulässig ist), führt das System eine Aufschaltung durch. Für diese Funktion steht ein spezieller Aufmerksamkeitston zur Verfügung (dieser Aufmerksamkeitston entfällt, wenn es sich um eine Datenverbindung handelt). Wenn die Ziel-Rufnummer ein SAQC-Benutzer ist, wird vor dem Aufschalten keine COB (Wartestellung) gestartet. Wenn die Rufnummer frei (nicht besetzt) ist, wird der Ruf als interner Ruf zu einer freien Nebenstelle behandelt. Ausnahme: Wenn das Ziel ein SAQC- Benutzer ist, erhält der Anrufer den Falschwahlton.

2.9. ANRUFUNTERBRECHUNG BEI NULLBUDGET

Man kann einer Persönlichen Identifikation (PID) ein Budget zuordnen. Mit Hilfe von PID- Wahl sind also Amtsrufe möglich, die unter dieses Budget fallen. Ist das Budget während eines solchen Anrufs beinahe null, erklingt ein Warnsignal als Hinweis auf das niedrige Budget und die kurzfristige Beendung des Anrufs. Sobald das Budget tatsächlich null wird, erfolgt der sofortige Gesprächsabbruch. Mit einem Nullbudget kann man keine weiteren PID-Rufe tätigen.

Das Budget eines Benutzers (wie auch Veränderungen an diesem) kann man gemeinsam mit der Benutzer-PID (im SysManager) mit OM-Befehlen eingeben. Das aktuelle Budget wird in einer iS3000-Einheit gespeichert.

Auslösung

Das Merkmal 'Aufschalten bei Nullbudget' läuft gemeinsam mit SysManager 410, Freigabe 4.0.1 oder höher. Wenn die Einrichtung projektiert wird, muß für jeden zugewiesenen PID ein Budget projektiert werden.

Für die Verwendung des Merkmals muß TT/FDCR aktiv sein. Und der Signalisierungstyp der Leitung muß Gesprächkosteninformation während des Anrufs unterstützen.

Systemoption 84 ('Integrierte Kennwortwahl') muß wahr sein. Danach PID- und Kostenstellenverhältnisse mit OM-Befehlen eingeben sowie die PID-Programmlizenz erwerben.

Das Budget (die Anzahl der SOPHO-Einheiten, die ein Warnsignal erhalten müssen) ist mit Hilfe von Systemgrenze 317 projektierbar. Der vorgegebene Grenzwert ist 1. Bei Projektierung von 0 erklingt kein Warnsignal.

Der Warnsignaltyp ist mit Systemgrenze 318 zu projektieren. Vorgegeben ist der Wert 12 (Anklopftonfolge).

ISPBX-Schritte

Die PID muß zuerst vom Systemwart -oder wie bei SysManager 410 (Modell 4.1) vom MAC- Manager-Programm - generiert werden. Danach ist ihr mit dem OM-Befehl ASPICC ein Budget zuzuweisen.

Der Benutzer kann nun von jeder Nebenstelle aus wählen (bei Verwendung einer allgemeinen PID). Die PID wird vom IPD-Serviceprozeß validiert, was auch in einer aufgewerteten Verkehrsklasse resultiert. Wie bei der PID-Standardwahl beginnt die Nebenstelle nun einen Amtsruf mit vergrößerter Verkehrsklasse. Nach Wahl der Amtszulassung wird das Budget validiert. Ist es größer als 1, geht der Anruf weiter. Befindet sich das Budget unter dem projektierten Wert, wird der Anruf mit dem NU-Ton beendet.

In der Gesprächsphase von Anrufen werden Gesprächskosten verzeichnet. Dies kann mit Hilfe von Meßimpulsen oder AOCs geschehen. Der PPU wandelt diese Kosten in ein Format um: SOPHO-Einheiten.

Sobald SOPHO-Einheiten ankommen, werden diese an den IPD-Serviceprozeß gesendet, der sie vom Budget abzieht und das Resultat an den Leitungsausgangs-Merkmalsabhandler (PFH) sendet.

Ist der Wert des restlichen Budgets gleich oder kleiner als der projektierte Wert, ertönt vor der Freigabe des Rufs ein Warnsignal. Der Warnsignaltyp, den beide Teilnehmer erhalten, hängt von der Projektierung der Grenze 318 ab. Das Gespräch wird abgebrochen, entweder von einem der Benutzer oder weil das Budget null wird. Bei Ende des Gesprächs erfolgt die

Aktualisierung des Budgets im IPD-Serviceprozeß.

Wechselwirkungen mit anderen Merkmalen

Ist 'Unterbrechen' für eine Strecke projektiert und 'Rufabbruch bei null' aktiv, wird der Anruf bei Aktivierung von 'Unterbrechen' beendet.

'Rufabbruch bei null' ist nur bei Verwendung von AOC-D (Gebührenanzeige-Dauernd) effektiv. Bei AOC-E (Ende) kann der Anruf auch mit einem Nullbudget weitergehen. Der folgende Aufbau einer PID-Verbindung wird jedoch zurückgewiesen.

Datenprojektierung

Systemgrenze 317 (Restliche SOPHO-Einheiten vor Warnsignal),

Systemgrenze 318 (Tontyp für Warnsignal),

Systemoption 84 (IPD) muß wahr sein.

2.10.

RUFWEITERLEITUNG

Anrufe an eine momentan nicht erreichbare Nebenstelle können automatisch an ein Alternativziel umgeleitet werden. Dies nennt man Rufweiterleitung. Das Merkmal hat folgende Varianten:

- Rufweiterleitung bei nicht erreichbarer Nebenstelle; diese wird bei der Nichtannahme eines Rufs nach einem bestimmten Zeitraum aktiviert;

- Rufweiterleitung bei besetzter Nebenstelle; diese wird aktiviert, wenn die Zielnebenstelle besetzt ist und das Merkmal 'Rufweiterleitung im Besetztfall' aktiviert ist;

- Rufweiterleitung bei abwesendem Gruppenmitglied; diese wird bei Anrufen an die eigene Rufnummer eines abwesenden Gruppenmitglieds aktiviert;

- Rufweiterleitung bei Leergruppe; diese wird bei Anrufen an Gruppen mit ausschließlich abgeschalteten Mitgliedern (wenn erlaubt) aktiviert oder bei voller Grupppen-COB- Warteschlange;

- Rufweiterleitung bei Gruppenüberlauf; diese Rufweiterleitungsvariante gilt vor allem für ACD-Gruppen; sie wird bei Anrufen an diese aktiviert, wenn alle anwesenden Mitglieder besetzt sind und COB-Einreihung nicht erlaubt ist oder die Wartezeit des Anrufs in der COB-Warteschlange eine bestimmte Länge überschritten hat. Näheres dazu finden Sie unter 'Automatische Anrufverteilung';

- Rufweiterleitung bei Gruppennachtschaltung; diese Rufweiterleitungsvariante gilt vor allem für ACD-Gruppen; Sie wird bei Anrufen an ACD-Gruppen in Nachtschaltung aktiviert; näheres dazu finden Sie unter 'Automatische Anrufverteilung';

- Anrufweiterleitung bei nicht vorhandener Rufnummer. Dies ist eine interne Nummer, die zwar der internen Nummerierung angehört, aber keiner EHWA zugeordnet ist.

- Anrufweiterleitung bei gestörter Rufnummer. Dies ist ein Nebenstelle, die sich nicht im Betriebszustand ('INS') befindet (z.B. nicht installiert, ausser Betrieb, im Fehlerzustand).

- Rufweiterleitung in Chef-/Sekretärverband; dieses Merkmal wird als Teil der Chef-/ Sekretärmerkmale beschrieben.

Bei der Zielrufnummer zur Rufweiterleitung handelt es sich um:

- eine Nebenstelle (DNR) im vollintegrierten Einheitennetz;

- eine Gruppenanordnung (DNR) im FIN;

- einen einzelnen Telefonisten (DNR) im FIN;

- eine Telefonisten-M-Warteschlange (Präfix 'Allgemeine Telefonisten-M-Codewahl', res. Id. 11);

- ein externes Ziel ('Amtsanlassung', res. Id. 21+externe Nummer oder DPNSS1 'Netzkennzahl', res. Id. 91+Nummer);

- Personensucheinrichtung 'Personenkontaktruf dringend mit CLI' (Personenkontaktruf dringend) Präfix mit res. Id. 12 oder 'Personenkontaktruf nicht-dringend mit CLI' (Personenkontaktruf nicht-dringend) Präfix mit res. Id. 13 oder 'Sprach-Personensuche dringend mit CLI' (Sprach-Personensuche dringend) Präfix mit res. Id. 120 oder 'Sprach-Personensuche nicht-dringend mit CLI' (Sprach-Personensuche nicht- dringend) Präfix mit res. Id. 121 oder 'Personensuche anzeigen dringend mit CLI' (Personensuche anzeigen dringend) Präfix mit res. Id. 122 oder 'Personensuche anzeigen nicht-dringend mit CLI' (Personensuche anzeigen nicht- dringend ANT) Präfix mit res. Id. 123 oder 'Personensuche anzeigen dringend' (Personensuche anzeigen dringend keine ANT) Präfix mit res. Id. 124 oder 'Personensuche anzeigen nicht dringend' (Personensuche anzeigen dringend keine ANT) Präfix mit res. Id. 125

Hinweis: Es ist NICHT möglich, eine Rufweiterschaltungssituation zur 'Bediener-M-Code- Wählpriorität' (res. Id. 47) oder zu einem 'Bediener-A-allgemein' (res. Id. 48) zu aktivieren. Bei Anpassung des Numerierungsschemas erfolgt keine Überprüfung der alternativen Rufweiterschaltungsnummern. Die Zielnummer zur Rufweiterschaltung darf deshalb nicht mehr im Analysebaum enthalten sein.

Näheres über Kettenumleitungen finden Sie unter 'Mehrsprungumleitungen'.

2.10.1. Rufweiterleitung bei Unerreichbarkeit

Bei Nebenstellen, die auf 'Rufweiterleitung bei Unerreichbarkeit' eingerichtet sind, werden Anrufe (intern oder ankommend extern) nach einer bestimmten Wartezeit automatisch an eine Alternativzielnummer umgeleitet. Das ISPBX führt dies selbständig aus.

Auslösung Nebenstellen sind auf 'Rufweiterleitung bei Unerreichbarkeit' vorzubereiten. Dies geschieht anhand des OM-Befehls CHCALF mit CF-TYP 0. Bei Ausführung des Befehls wird der Rufnummer FCM 16 ('Rufweiterleitung - schreibgeschützt') zugeordnet. Ein interner oder ankommender externer Ruf, der einer Rufnummer mit einer solchen Kennzeichnung zugeleitet wird, bewirkt das Klingeln des Telefons. Gleichzeitig läuft ein Zeitgeber an. Wenn der Anruf nach einer bestimmten Zeit nicht entgegengenommen wird, wird die Anrufweiterschaltungsfunktion von der ISPBX autonom aktiviert. Weder der rufende, noch der gerufene Teilnehmer braucht eine Aktivität auszuführen. Der Anruf wird zum alternativen Ziel umgeleitet und das ursprüngliche Zieltelefon hört auf zu klingeln. Der Anrufer (Nebenstellen- oder Amtsleitungsbenutzer) wird über die Umleitung nicht benachrichtigt (außer wenn der Anrufer ein SOPHO-SET oder ein ErgoLine-Telefon (mit Display) oder ein Bediener ist, wobei in diesem Fall eine Rufumleitungsanzeige erfolgt); sowohl bei dem ursprünglichen als auch dem umgeleiteten Anruf empfängt der Anrufer einen Rufton. Im Moment der Anrufweiterschaltung hört der Rufton auf und beginnt nach der Weiterschaltung wieder. Ist keine sofortige Umleitung möglich, klingelt das ursprüngliche Ziel auch nach Ablauf der Zeituhr weiter. Im Fall eines ankommenden, externen Rufs an eine zur 'Rufweiterleitung bei Unerreichbarkeit' eingerichtete Nebenstelle ist die Durchbrechung der Umleitung durch die 'Schritte bei erfolgloser Durchwahl' möglich.

ISPBX-Schritte Gelangt ein Anruf an eine zur 'Rufweiterleitung bei Unerreichbarkeit' markierte Nebenstelle, sendet das ISPBX dieser den Rufstrom. Gleichzeitig startet es auch eine CPU-Zeituhr. Läuft diese ab und ist der Ruf noch immer unbeantwortet, aktiviert das ISPBX das Rufumleitungsmerkmal. Es fragt die Nummer des Alternativziels für die ursprünglich gewählte DNR ab und verwendet diese zur Umleitung. Die Alternativzielnummer wird so analysiert, als ob der Anrufer sie ursprünglich gewählt hätte. Sie kann intern oder extern sein und muß sich im Wählbaum zum Alternativziel (Wähltyp 4) befinden, die Verträglichkeitskontrolle muß die Verbindung zwischen dem Anrufer und dem Alternativziel als möglich ausweisen und es dürfen keine weiteren, für die Verbindung hinderlichen Merkmale aktiviert sein. Die Verkehrsklasse wird allerdings NICHT kontrolliert. Bei externen Nummern erfolgt die Analyse der Amtsanlassung im Wählbaum zum Alternativziel und jene der Nummer selbst im Selbstwahlbaum des betreffenden Ziels.

Ist laut der Nummernanalyse keine Verbindung zwischen Anrufer und Alternativziel erlaubt, klingelt das ursprüngliche Ziel weiter.

Alternativzielnummern zuordnen Das Verhältnis zwischen DNR und der für die Rufweiterleitung benötigten Alternativzielnummer wird vom ISPBX-Systemwart mit dem Befehl CHCALF (mit CF- TYP 0) festgelegt. Bei der Eingabe der Alternativzielnummer mit CHCALF kontrolliert das ISPBX, ob diese gültig ist (als interne Nummer, Amtsanlassung, gefolgt von externer Nummer oder Netzkennzahl, gefolgt von interner Nummer bzw. Amtsanlassung+externer Nummer oder Personenrufpräfix+Personenrufnummer) und im Wählbaum zum Alternativziel zugeordnet. Das ISPBX akzeptiert nur gültige Verhältnisse. Beim angepaßten Nummerierungsschema wird keine Kontrolle der Alternativzielnummern zur Rufweiterleitung ausgeführt, sodaß letztere möglicherweise nicht mehr im Analysebaum enthalten sind. Das Löschen der Rufweiterleitungsverhältnisse erfolgt mit dem Befehl CHCALF und unter Auslassung der Alternativzielnummer zur DNR. Die Anzeige der Rufweiterleitungsverhältnisse ist mit dem Befehl DICALF möglich.

Datenprojektierung

Grenzen:

LOBOUND 218 -

Höchstzahl von Langmerkmalszielen. Legt die Höchstzahl der Verhältnisse zwischen Nebenstellen und Alternativzielnummern mit mehr als 6 Ziffern fest. Diese Grenze gilt nicht ausschließlich für die Rufweiterleitung, sondern auch für die Rufzuschaltung und die feste Rufzuschaltung.

Zeituhren:

NETIMER 007 -

Festlegung der Umleitungszeit für Rufumleitung bei Nichterreichbarkeit. Legt den Zeitraum, den ein Telefon vor der Auslösung von Rufumleitung klingelt, fest.

2.10.2. Rufweiterleitung im Besetztfall

Bei Nebenstellen, die auf 'Rufweiterleitung im Besetztfall' eingerichtete sind, kann der Benutzer dieses Merkmal aktivieren. Von dem Zeitpunkt an, werden Anrufe an diese Nebenstelle im Besetztfall sofort an eine vordefinierte Alternativzielnummer weitergeleitet. So verhindert man Aufschaltetonfolgen, Wartestellung usw. Das Merkmal bleibt bis zum Abbruch durch den Nebenstellenbenutzer selbst aktiv.

Auslösung Nebenstellen sind auf 'Rufweiterleitung im Besetztfall' vorzubereiten. Dies geschieht anhand des OM-Befehls CHCALF mit CF-TYP 1. Bei Ausführung des Befehls wird der Rufnummer FCM 37 ('Rufweiterleitungsberechtigung im Besetztfall - schreibgeschützt') zugeordnet. Der Nebenstellenbenutzer aktiviert das Merkmal durch Präfixwahl beim ursprünglichen oder Rückfragewählen. Akzeptiert das ISPBX die Anfrage, hört der Benutzer den Bestätigungston und wird das Merkmal aktiviert (bei Nichtannahme der Anfrage erklingt der NU-Ton). Es bleibt von dem Zeitpunkt an aktiv.

- Ist das Telefon frei und gelangt ein ankommender Ruf an diese Rufnummer, beginnt das Gerät wie gewöhnlich bis zur Annahme oder Freigabe des Gesprächs zu klingeln. Es erfolgt keine Rufweiterleitung

- Ist das Telefon besetzt und gelangt ein ankommender, externer Ruf an die DNR, erfolgt automatisch dessen Umleitung an eine Alternativzielnummer. Weder der Anrufer (Nebenstellen- oder Amtsleitungsbenutzer) noch der (besetzte) Angerufene wird davon benachrichtigt. Ist keine Rufweiterleitung möglich, hört der Anrufer den NU-Ton. Trotz des aktiven Merkmal kann man mit dem Telefongerät wie gewöhnlich Anrufe tätigen. Der Nebenstellenbenutzer deaktiviert das Merkmal durch Präfixwahl beim ursprünglichen oder Rückfragewählen. Akzeptiert das ISPBX die Deaktivierungsanfrage, hört man den Bestätigungston und wird das Merkmal inaktiv. Bei Nichtannahme der Anfrage erklingt der NU-Ton.

ISPBX-Schritte Wählt ein Benutzer den Aktivierungs- oder Deaktivierungspräfix zur Rufweiterleitung, kontrolliert ihn das ISPBX auf die betreffende Berechtigung, die Zuordnung des Präfixes in seinem Analysebaum und ob seine Verkehrsklasse zu dessen Wahl ausreicht. Ist dies alles der Nummernanalyse zufolge der Fall, wird der Bestätigungston an die Rufnummer gesendet, ansonsten erklingt der NU-Ton. Bei Anrufen an eine besetzte Nebenstelle mit aktiver Rufweiterleitung wird letztere vom ISPBX ausgeführt. Es fragt selbst die Alternativzielnummer zur ursprünglich gewählten DNR ab. Die Alternativzielnummer wird so analysiert, als ob der Anrufer sie ursprünglich gewählt hätte. Sie kann intern oder extern sein und muß sich im Wählbaum zum Alternativziel (Wähltyp 4) befinden sein. Die Verträglichkeitskontrolle muß die Verbindung zwischen dem Anrufer und dem Alternativziel als möglich ausweisen und es dürfen keine weiteren, für die Verbindung hinderlichen Merkmale aktiviert sein. Die Verkehrsklasse wird allerdings NICHT kontrolliert. Bei externen Nummern erfolgt die Analyse der Amtsanlassung im Wählbaum zum Alternativziel und jene der eigentlichen Nummer im Selbstwahlbaum des betreffenden Ziels. Ist Rufweiterleitung laut der Nummernanalyse nicht erlaubt, sendet das ISPBX dem

Anrufer den NU-Ton.

Alternativzielnummern zuordnen Das Verhältnis zwischen DNR und der für die Rufweiterleitung benötigten Alternativzielnummer wird vom ISPBX-Systemwart mit dem Befehl CHCALF (mit CF- TYP 1) festgelegt. Bei der Eingabe der Alternativzielnummer mit CHCALF kontrolliert das ISPBX, ob diese gültig ist (als interne Nummer, Amtsanlassung, gefolgt von externer Nummer oder Netzkennzahl, gefolgt von interner Nummer bzw. Amtsanlassung+externer Nummer oder Personenrufpräfix+Personenrufnummer) und im Wählbaum zum Alternativziel zugeordnet. Das ISPBX akzeptiert nur gültige Verhältnisse. Beim angepaßten Nummerierungsschema wird keine Kontrolle der Alternativzielnummern zur Rufweiterleitung ausgeführt, sodaß letztere möglicherweise nicht mehr im Analysebaum enthalten sind. Das Löschen der Rufweiterleitungsverhältnisse erfolgt mit dem Befehl CHCALF und unter Auslassung der Alternativzielnummer zur DNR. Die Anzeige der Rufweiterleitungsverhältnisse ist mit dem Befehl DICALF möglich.

Datenprojektierung Grenzen:

LOBOUND 218 -

Optionen:

Option 64 -

Höchstzahl von Langmerkmalszielen. Legt die Höchstzahl der Verhältnisse zwischen Nebenstellen und Alternativzielnummern mit mehr als 6 Ziffern fest. Diese Grenze gilt nicht ausschließlich für die Rufweiterleitung, sondern auch für die Rufzuschaltung und die feste Rufzuschaltung.

CFWB bei Zuordnung aktivieren. Diese Option legt fest, ob eine "Anrufweiterschaltung bei besetzt"- Zuordnung aktiviert wird, wenn sie zugewiesen wird, oder nicht.

2.10.3. Rufweiterleitung bei Abwesenheit

Für die Gruppe sind zwei Rufweiterleitungsverhältnisse festzulegen.

- Rufweiterleitung bei abwesendem Gruppenmitglied An diese Rufweiterleitungs-Ziel-DNR gelangen Anrufe für abgeschaltete Mitgliedsrufnummern (Privatgespräch). Das Rufweiterleitungsziel ist für alle Mitglieder der

Gruppenanordnung dasselbe.

- Rufweiterleitung bei leerer/besetzter Gruppe An diese Rufweiterleitungs-Ziel-DNR gelangen Anrufe an die Gruppenrufnummer (Gruppenruf), die aber leer ist (alle Mitglieder sind abgeschaltet) oder besetzt, bei voller Gruppen-COB-Warteschlange. 'Rufweiterleitung bei besetzter Gruppe' gilt nur für ACD- Gruppen.

Auslösung Bei der Zuordnung einer DNR an die Gruppenanordnung mit dem OM-Befehl CRGRPA oder mit ASGRPM ist für das betreffende Mitglied eine Schalterlaubnis festzulegen. Das Abschalten kann für ihn möglich sein oder nicht. Jedes Mitglied mit Abschalterlaubnis kann sich durch Präfixwahl abschalten. Es hört, sobald es vom ISPBX abgeschaltet wurde, den Bestätigungston. Darf der Benutzer sich nicht abschalten, erklingt für ihn der NU-Ton. Durch die Wahl eines anderen Präfixes kann er sich wieder zuschalten. Die Rufnummer eines abgeschalteten Mitglieds ist nicht mehr in der Suchsequenz für Anrufe an die Gruppen-DNR enthalten. Der Gruppenbetreuer kann ein Mitglied durch Präfixwahl, gefolgt von der Mitgliedsrufnummer, abschalten. Er hört, sobald dieses vom ISPBX abgeschaltet wurde, den Bestätigungston. Darf der Benutzer nicht abgeschaltet werden, erklingt für den Betreuer der NU-Ton. Durch die Wahl eines anderen Präfixes, gefolgt von der Mitgliedsrufnummer, kann der Betreuer ein Mitglied wieder zuschalten. Erlauben die Gruppenmerkmale keine Leergruppe, darf sich das letzte Mitglied weder selbst abschalten noch abgeschaltet werden.

ISPBX-Schritte

Ein Gruppenmitglied wählt den Abschaltpräfix. Das ISPBX nimmt die Anfrage an (markiert die Nebenselle als abwesend):

- bei ausreichender Verkehrsklasse der Nebenstelle;

- bei vorhandener Abschalterlaubnis für die Nebenstelle (Mitglied mit Schalterlaubnis);

- bei Leergruppenerlaubnis, wenn es sich um die letzte anwesende Nebenstelle einer Gruppe handelt. Bei Annahme der Abschaltanfrage hört der Nebenstellenbenutzer den Bestätigungston, ansonsten den NU-Ton. Wählt der Gruppenbetreuer den Abschaltpräfix für ein Mitglied, muß er angeben, um wen es sich dabei handelt. Die Mitgliedsrufnummer wird nach dem Präfix gewählt. Abgeschaltete Mitgliedsnummern sind nicht mehr in der Suchsequenz für Rufe an die Gruppen-DNR enthalten.

- Bei festgelegtem Rufweiterleitungsziel im Abwesenheitsfall gelangen Anrufe an die abgeschaltete Mitglieds-DNR an die Alternativzielnummer. Dabei muß es sich um eine Rufnummer im FIN handeln. Wurde keine Alternativzielnummer festgelegt, gelangt

der Anruf, wie gewöhnlich, an das abgeschaltete Gruppenmitglied.

- Bei festgelegtem Rufweiterleitungsziel im Leerfall und ausschließlich abgeschalteten oder besetzten Mitgliedern sowie voller Gruppen-COB-Warteschlange ist Rufweiterleitung an eine andere DNR möglich. Wurde keine Alternativzielnummer festgelegt, hört der Anrufer den NU-Ton. Soll ein Anruf umgeleitet werden, führt das ISPBX an der Alternativzielnummer eine Nummernanalyse aus. Dies geschieht im Wählbaum zum Alternativziel. Es erfolgt allerdings KEINE Verkehrsklassenkontrolle. Ist die Verbindung zwischen Anrufer und Alternativziel laut Nummernanalyse nicht erlaubt, erklingt für den Anrufer der NU-Ton.

Alternativzielnummern zuordnen Die Rufweiterleitung bei abwesendem Gruppenmitglied wird mit dem Befehl CHCALF (mit CF-TYP 2) festgelegt. Die Festlegung der Rufweiterleitung bei leerer Gruppe erfolgt anhand von CHCALF mit CF-TYP 3. Bei der Eingabe der Alternativzielnummer mit CHCALF kontrolliert das ISPBX, ob diese gültig ist (als interne Nummer, Gruppennummer, allgemeine oder individuelle Telefonistenrufnummer, Amtsanlassung, gefolgt von externer Nummer oder Netzkennzahl, gefolgt von interner Nummer bzw. Amtsanlassung+externer Nummer oder Personenrufpräfix+Personenrufnummer, gefolgt von interner Nummer bzw. Amtsanlassung+externer Nummer oder Personenrufpräfix+Personenrufnummer) und im Wählbaum zum Alternativziel zugeordnet. Ein unrichtiges Validierungsresultat wird vom ISPBX nicht akzeptiert. Bei angepaßtem Nummerierungsschema wird keine Kontrolle der Alternativzielnummern zur Rufweiterleitung ausgeführt, sodaß letztere möglicherweise nicht mehr im Analysebaum enthalten sind. Das Rufweiterleitungsziel für abwesende Mitglieder (Privatgespräch) ist für alle Teilnehmer einer Gruppenanordnung dasselbe.

Datenprojektierung

Grenzen:

LOBOUND 017 - LOBOUND 231 -

Höchstzahl Gruppenanordnungen. ACD-Gruppenhöchstzahl.

LOBOUND 218 -

Auf 16 ACD-Gruppen pro Einheit festgelegt. Höchstzahl Langmerkmalsziele.

LOBOUND 219 -

Legt die Höchstzahl der Verhältnisse zwischen Nebenstellen und Alternativzielnummern mit mehr als 6 Ziffern fest. Diese Grenze gilt nicht ausschließlich für die Rufweiterleitung, sondern auch für Rufzuschaltungsverhältnisse zwischen einer DNR und externen Zielen. Mitgliedshöchstzahl.

NEBOUND 220 -

Die Gesamtzahl aller einer Einheit zuzuordnenden Gruppenmitglieder (für alle Gruppen) und Chef-/ Sekretärkombinationen. Ranghöchstnummer für Kurzwahlgruppen. Der höchstmögliche Mitgliedsrang für das Kurzwahlmerkmal in einer Gruppe.

2.10.4. Rufweiterleitung bei nichtexistenter DNR

Rufe an eine Nebenstelle, die Teil eines internen Nummernbereichs ist, aber nicht projektiert (keiner EHWA zugeordnet) gelangen an das Rufweiterleitungsziel.

Auslösung Nebenstellen sind auf 'Rufweiterleitung bei DNR außer Betrieb' vorzubereiten. Dies geschieht anhand des OM-Befehls CHCALF mit CF-TYP 6. Für CF-TYP 6 gibt es nur ein Rufweiterleitungsziel pro Einheit.

ISPBX-Schritte Die ankommende Rufnummer wird analysiert. Gehört sie dem internen Nummernbereich an, hat jedoch keine zugeordnete EHWA, sucht das System nach dem zugeordneten Alternativziel. Ist dieses vorhanden, erfolgt die Analyse der Zielnummer so, als ob der Anrufer dieses direkt gewählt hätte. Die Alternativzielnummer kann intern oder extern sein und muß sich im Wählbaum zum Alternativziel (Wähltyp 4) befinden, die Verträglichkeitskontrolle muß die Verbindung zwischen dem Anrufer und dem Alternativziel als möglich ausweisen und es dürfen keine weiteren, für die Verbindung hinderlichen Merkmale aktiviert sein. Die Verkehrsklasse wird allerdings NICHT kontrolliert. Bei externen Nummern erfolgt die Analyse der Amtsanlassung im Wählbaum zum Alternativziel und jene der eigentlichen Nummer im Selbstwahlbaum des betreffenden Ziels. Ist Rufweiterleitung der Nummernanalyse zufolge nicht erlaubt, sendet das ISPBX dem Anrufer den NU-Ton.

Alternativzielnummern zuordnen Das Verhältnis zwischen der nichtexistenten DNR und der für die Rufweiterleitung benötigten Alternativzielnummer wird vom ISPBX-Systemwart mit dem Befehl CHCALF (mit CF-TYP 6) festgelegt. <ORIGIN-DNR>ist nicht festzulegen, da jeder Anruf an eine nichtexistente DNR an dieselbe <DEST-NUMBER>gelangt. Wird der Parameter <UNIT>nicht festgelegt, gilt das zugeordnete Verhältnis nur für die Einheit, in der der OM-Befehl ausgeführt wurde. Bei der Eingabe der Alternativzielnummer mit CHCALF kontrolliert das ISPBX, ob diese gültig ist (als interne Nummer, Amtsanlassung, gefolgt von externer Nummer oder

Netzkennzahl, gefolgt von interner Nummer bzw. Amtsanlassung+externer Nummer oder Personenrufpräfix+Personenrufnummer) und im Wählbaum zum Alternativziel zugeordnet. Das ISPBX akzeptiert nur gültige Verhältnisse. Bei angepaßtem Nummerierungsschema wird keine Kontrolle der Alternativzielnummern zur Rufweiterleitung ausgeführt, sodaß letztere möglicherweise nicht mehr im Analysebaum enthalten sind. Das Löschen der Rufweiterleitungsverhältnisse erfolgt mit dem Befehl CHCALF und unter Auslassung der <DEST-NUMBER>. Die Anzeige der Rufweiterleitungsverhältnisse ist mit dem Befehl DICALF möglich.

Datenprojektierung Grenzen:

LOBOUND 218 -

Höchstzahl Langmerkmalsziele. Legt die Höchstzahl der Verhältnisse zwischen Nebenstellen und Alternativzielnummern mit mehr als 6 Ziffern fest. Diese Grenze gilt nicht ausschließlich für die Rufweiterleitung, sondern auch für die Rufzuschaltung und die feste Rufzuschaltung.

2.10.5. Rufweiterleitung bei DNR außer Betrieb

Rufe, die zu einer außer Betrieb befindlichen Nebenstelle geleitet werden, werden zum Rufweiterschaltungsziel umgeleitet. "Außer Betrieb" heißt in dem Fall, daß sich die Nebenstelle nicht im Zustand "INS" befindet. Es könnte also sein: nicht installiert, außer Betrieb, Ausfallzustand usw.

Auslösung Nebenstellen sind auf 'Rufweiterleitung bei DNR außer Betrieb' vorzubereiten. Dies geschieht anhand des OM-Befehls CHCALF mit CF-TYP 7. Für CF-TYP 7 gibt es nur ein Rufweiterleitungsziel pro Einheit.

ISPBX-Schritte Die ankommende Rufnummer wird analysiert. Ist sie außer Betrieb, sucht das System nach dem zugeordneten Alternativziel. Ist dieses vorhanden, erfolgt die Analyse der Zielnummer so, als ob der Anrufer dieses direkt gewählt hätte. Die Alternativzielnummer kann intern oder extern sein und muß sich im Wählbaum zum Alternativziel (Wähltyp 4) befinden, die Verträglichkeitskontrolle muß die Verbindung zwischen dem Anrufer und dem Alternativziel als möglich ausweisen und es dürfen keine weiteren, für die Verbindung hinderlichen Merkmale aktiviert sein. Die Verkehrsklasse wird allerdings NICHT kontrolliert. Bei externen Nummern erfolgt die Analyse der Amtsanlassung im Wählbaum

zum Alternativziel und jene der eigentlichen Nummer im Selbstwahlbaum des betreffenden Ziels. Ist Rufweiterleitung der Nummernanalyse zufolge nicht erlaubt, sendet das ISPBX dem Anrufer den NU-Ton.

Alternativzielnummern zuordnen Das Verhältnis zwischen der DNR außer Betrieb und der für die Rufweiterleitung benötigten Alternativzielnummer wird vom ISPBX-Systemwart mit dem Befehl CHCALF (mit CF-TYP 7) festgelegt. <ORIGIN-DNR>ist nicht festzulegen, da jeder Anruf an eine nichtexistente DNR an dieselbe <DEST-NUMBER>gelangt. Wird der Parameter <UNIT>nicht festgelegt, gilt das zugeordnete Verhältnis nur für die Einheit, in der der OM-Befehl ausgeführt wurde. Bei der Eingabe der Alternativzielnummer mit CHCALF kontrolliert das ISPBX, ob diese gültig ist (als interne Nummer, Amtsanlassung, gefolgt von externer Nummer oder Netzkennzahl, gefolgt von interner Nummer bzw. Amtsanlassung+externer Nummer oder Personenrufpräfix+Personenrufnummer) und im Wählbaum zum Alternativziel zugeordnet. Das ISPBX akzeptiert nur gültige Verhältnisse. Beim angepaßten Nummerierungsschema wird keine Kontrolle der Alternativzielnummern zur Rufweiterleitung ausgeführt, sodaß letztere möglicherweise nicht mehr im Analysebaum enthalten sind. Das Löschen der Rufweiterleitungsverhältnisse erfolgt mit dem Befehl CHCALF und unter Auslassung der <DEST-NUMBER>. Die Anzeige der Rufweiterleitungsverhältnisse ist mit dem Befehl DICALF möglich.

Datenprojektierung Grenzen:

LOBOUND 218 -

Höchstzahl Langmerkmalsziele. Legt die Höchstzahl der Verhältnisse zwischen Nebenstellen und Alternativzielnummern mit mehr als 6 Ziffern fest. Diese Grenze gilt nicht ausschließlich für die Rufweiterleitung, sondern auch für die Rufzuschaltung und die feste Rufzuschaltung.

2.10.6. Rufweiterleitung bei unerreichbarer DNR

Allgemeines

'Rufweiterschaltung auf nicht erreichbare Rufnummer' (CFNR) kann automatisch oder zugewiesen sein.

Falls eine CFNR (mit CHCALF) einer Nebenstelle zugewiesen wird, wird die automatische CFNR (sofern vorhanden) aufgehoben. Wenn die zugewiesene CFNR aufgehoben wird (mit CHCALF), ist die automatische CFNR (sofern sie vorher bestand) wieder gültig.

Automatische CFNR

Automatische CFNR ist nur anwendbar auf:

- an einen S 0 -Bus angeschlossene Terminals;

- S 0 -Bus mit getrennten Terminals;

- DECT-Terminals, die ausgeschaltet sind;

- DECT-Terminals, die nicht in RFP-Reichweite sind;

- DECT-Terminals, die keine angeschlossenen Teilnehmer sind.

Automatische CFNR wird durch das System eingeleitet. Wenn eine gerufene Nebenstelle nicht erreichbar ist und die Nebenstelle zur Gruppe der automatischen CFNR-Benutzer gehört, wird der Ruf an das CFNR-Ziel umgeleitet. Das automatische CFNR-Ziel wird wie folgt definiert:

- Im Fall eines (nicht-ACD) Gruppenrufs wird der Ruf der Gruppe nochmals angeboten, um ein anderen Gruppenmitglied auszuwählen, oder wird in die COB-Warteschlange der Gruppe gesetzt;

- wenn CFDA oder CFOO zugewiesen ist, wird der Ruf an das CFDA- oder das CFOO-Ziel umgeleitet;

- wenn die gerufene Nebenstelle keine CFDA-Zuweisung hat, sondern ein Chef ist, wird der Ruf an den zur Chef-/Sekretär-Kombination gehörenden Sekretär umgeleitet;

- wenn die gerufene Nebenstelle ein Gruppenmitglied ist, welches einzeln gerufen wird, und wenn die Nebenstelle kein Chef ist und keine CFDA-Zuweisung besitzt, wird der Ruf an das CFWA-Ziel umgeleitet.

Nachdem der Ruf weitergeschaltet ist, empfängt der Anrufer die gleichen Töne, als hätte er das Rufweiterschaltungsziel selbst gewählt.

Sobald ein Ruf an das Alternativziel umgeleitet ist, gelten alle weiteren Aktionen (z.B. erfolglose Verbindungsaufbauaktionen) für das Alternativziel. Nur im Fall CFDA wird der Rufweiterschaltungszeitgeber nach erfolglosem Verbindungsaufbau zum Alternativziel neu gestartet.

Zugewiesene CFNR

Zu einer nicht erreichbaren Nebenstelle umgeleitete Rufe werden zur Anrufweiterschaltung- Zielstelle weitergeleitet. "Nicht erreichbar" bedeutet dasselbe wie oben unter 'automatische CFNR' (Anrufweiterschaltung bei Nichtmelden des gerufenen Teilnehmers) beschrieben.

- Ist der Anruf ein Notruf, ein automatischer Rückruf oder ein Rückfrageruf, wird er beendet. Ein automatischer Rückruf wird abgebrochen.

- Für andere Rufarten sucht das System nach einem Alternativziel. Dieses kann sein:

- die angerufene Nebenstellenanordnung, wenn das erste Ziel ein Gruppenmitglied ist; ein anderes Mitglied oder die COB-Warteschlange;

- das Ziel bei Unerreichbarkeit der angerufenen Nebenstelle, wenn zugeordnet;

- der Sekretär des ersten Ziels, wenn dieses Mitglied eines Chef-/Sekretärverbands ist und kein Rufweiterleitungsziel bei Unerreichbarkeit festgelegt wurde;

- das der Gruppe der angerufenen Nebenstelle zugeordnete Rufweiterleitungsziel für abgeschaltete Gruppenmitglieder, wenn kein Rufweiterleitungsziel bei Unerreichbarkeit zugeordnet wurde und die Nebenstelle kein Chef ist.

Ist die angerufene Nebenstelle eine ACD-Gruppe und die Zwangsabschaltzeit unendlich, wird der Ruf beendet. Bei endlicher Zwangsabschaltzeit funktioniert die Zwangsabschaltung wie gewohnt weiter. Kann kein Alternativziel gefunden werden,

- gelangen externe Rufe bei assistierter Amtsleitungsstrecke oder wahrer Systemoption 'Umleitung bei Nichtannahme' (LOSYSOP 065) in die Telefonisten-C-Warteschlange. Die letztgenannte Option gilt nicht für ACD-Gruppennummern.

- In allen anderen Fällen erfolgt der Abbruch des Rufs.

- Auslösung Nebenstellen sind auf 'Rufweiterleitung bei unerreichbarer DNR' vorzubereiten. Dies geschieht anhand des OM-Befehls CHCALF mit CF-TYP 8. Für CF-TYP 7 gibt es nur ein Rufweiterleitungsziel pro Einheit. Nach der Rufweiterleitung an das Alternativziel gelten alle folgenden Schritte (z.B. Töne, erfolgloser Verbindungsaufbau) für dieses.

- ISPBX-Schritte Die ankommende Rufnummer wird analysiert. Ist sie unerreichbar, sucht das System nach dem zugeordneten Alternativziel. Ist dieses vorhanden, erfolgt die Analyse der Zielnummer so, als ob der Anrufer dieses direkt gewählt hätte. Die Alternativzielnummer kann intern oder extern sein und muß sich im Wählbaum zum Alternativziel (Wähltyp 4) befinden. Die Verträglichkeitskontrolle muß die Verbindung zwischen dem Anrufer und dem Alternativziel als möglich ausweisen und es dürfen keine weiteren, für die Verbindung hinderlichen Merkmale aktiviert sein. Die Verkehrsklasse wird allerdings NICHT kontrolliert. Bei externen Nummern erfolgt die Analyse der Amtsanlassung im Wählbaum zum Alternativziel und jene der eigentlichen Nummer im Selbstwahlbaum des betreffenden Ziels. Ist Rufweiterleitung der Nummernanalyse zufolge nicht erlaubt, sendet das ISPBX dem

Anrufer den NU-Ton.

- Datenprojektierung Grenzen:

LOBOUND 218 -

Höchstzahl Langmerkmalsziele. Legt die Höchstzahl der Verhältnisse zwischen Nebenstellen und Alternativzielnummern mit mehr als 6 Ziffern fest. Diese Grenze gilt nicht ausschließlich für die Rufweiterleitung, sondern auch für die Rufzuschaltung und die feste Rufzuschaltung.

2.10.7. Anrufweiterschaltung bei Nichtmelden des gerufenen Teilnehmers (CFNR) bei gemeinsamer Nebenstellennutzung (seit Call@Net 2.7)

Frühere Versionen wiesen nach dem Umleiten bei der CNFR-Anrufweiterschaltung widersprüchliches Systemverhalten für verschiedene Endgeräte auf. Dieses Systemverhalten ist vom jeweiligen Endgerättyp abhängig und wird als sehr verwirrend empfunden.

Zum Beispiel: Ein Anruf für Nebenstelle A, die sich in Rufumleitung für Nebenstelle B befindet, welche sich ihrerseits im CNFR-Rufumleitungsmodus zu Nebenstelle C (z.B. Sprachspeicher) befindet, landet bei Nebenstelle B oder C. Das ist abhängig vom Typ der Nebenstelle:

- Falls B ein DECT-Gerät ist, wird der Anruf zu Nebenstelle C geleitet.

- Handelt es sich bei Gerät B um die DNR einer deaktivierten gemeinsamen Nebenstellennutzung , dann wird der Anruf bei Nebenstelle B ankommen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird die CFNR-Rufumleitung für eine hardwarelose DNR in einer gemeinsamen Nebenstellennutzung als direkte Umleitung gewertet, die durch Systemgrenze BOUND 311 (Maximale Zahl verknüpfter Umleitungen) begrenzt wird.

CFNR für eine nicht erreichbare DECT-Nebenstelle wird separat gezählt und wird durch NEBOUND 364 (Maximale Anzahl der CFNR-Rufumleitungen) begrenzt. Dies bedeutet, dass eine CFNR-Umleitung für eine hardwarelose DNR in einer gemeinsamen Nebenstellennutzung nach einer Rufumleitung nicht erlaubt ist (wenn BOUND 311 gleich 0 ist), während eine CFNR für eine nicht erreichbare DECT-Nebenstelle nach Rufumleitung erlaubt ist.

Anstelle eine CNFR-Rufumleitung für eine DNR in einer gemeinsamen Nebenstellennutzung als eine direkte, durch BOUND 311 begrenzte Rufumleitung zu zählen, wird diese CNFR- Umleitung (ab Call@Net 2.7) als eine separate, durch NEBOUND 364 begrenzte

Rufumleitung gezählt.

Dann wird die CNFR-Rufumleitung für eine deaktivierte DNR in einer gemeinsamen Nebenstellennutzung in derselben Art gehandhabt wie eine CNFR für eine nicht erreichbare DECT-Nebenstelle.

2.11.

WARTESTELLUNG

Die Wartestellung (COB) wird für Anrufe an besetzte Nebenstellen oder Gruppenanordnungen ohne freie Mitglieder benutzt. Mit diesem Merkmal ermöglicht das ISPBX es dem Anrufer, auf den Verbindungsaufbau ohne erneutes Wählen zu warten. Man kann mehrere Anrufe gleichzeitig beim selben besetzten Teilnehmer einreihen, da diesem eine COB-Warteschlange zugeordnet wurde. Vor der Besprechung der Wartestellung folgen einige allgemeine Bemerkungen über COB-Warteschlangen.

2.11.1. Allgemeine Information über COB-Warteschlangen

Nebenstellen oder Gruppenanordnungen können zugeordnete COB-Warteschlangen haben (ihrer Rufnummer zugeordnet). Solche Reihen werden für Anrufe an besetzte Nebenstellen oder an Gruppen, deren Mitglieder entweder besetzt sind oder abgeschaltet, benutzt. Im Besetztfall braucht der ankommende Ruf dann nicht abgebrochen zu werden, sondern kann bis zum Ende des aktuellen Gesprächs in die Warteschlange eingereiht werden. Der Teilnehmer in der COB-Warteschlange hört den Wartestellungston (Tonnummer 17). Bei Beendung des aktuellen Rufs durch die besetzte Nebenstelle (oder durch ein Gruppenmitglied) sucht das ISPBX die Warteschlange nach eingereihten Anrufen ab. Ist ein solcher Anruf vorhanden, klingelt das Telefon sofort wieder und erfolgt nach dessen Annahme die Herstellung eines Sprechwegs zwischen der -anfänglich besetzten- Nebenstelle und dem ersten Teilnehmer aus der COB-Warteschlange.

Die Zeitspanne, die ein Ruf in der COB-Warteschlange verbringt, wird durch keine Systemzeituhr begrenzt.

Die Erlaubnis für eine Rufnummer, über eine COB-Warteschlange verfügen zu dürfen, ist vom ISPBX-Systemwart festzulegen. Mit dem OM-Befehl CHCOBD erhalten Nebenstellen oder Gruppen

- keine COB-Warteschlange:

Rufe an die besetzte Nebenstelle/Gruppe können nicht auf ihre Annahme warten; sie sind abzubrechen und später zu wiederholen;

- kurze COB-Warteschlangen:

hier kann nur eine begrenzte Anzahl Rufe an die besetzte Nebenstelle/Gruppe auf Annahme warten; die Länge der kurzen Warteschlange wird pro Einheit durch eine

Grenze festgelegt;

- lange COB-Warteschlangen:

In einer langen COB-Warteschlange kann eine erweiterte Anzahl Rufe zur besetzten Nebenstelle/Gruppe auf Antwort warten. Die Länge der langen Warteschlange wird pro Einheit durch einen Grenzwert festgelegt.

Die folgende Abbildung zeigt die COB-Warteschlange einer DNR gemeinsam mit der Absuchrichtung bei der Beendung des aktuellen Rufs durch die besetzte Nebenstelle.

Beendung des aktuellen Rufs durch die besetzte Nebenstelle. Bild 2-9 COB-Reihe und Prioritäten einer DNR. Zu

Bild 2-9

COB-Reihe und Prioritäten einer DNR.

Zu jeder COB-Warteschlange sind drei Prioritätsmeldungen möglich.

- Niedrigste Priorität Gilt für Nebenstellen- oder Durchwahlrufe in Wartestellung.

- Zweithöchste Priorität Gilt für Telefonistenrufe in Wartestellung.

- Höchste Priorität Gilt für das Anklopf- oder Aufschaltmerkmal. Der die besetzte Nebenstelle antreffende Benutzer muß das Merkmal selbst aktivieren. Es kann sich auf diesem COB-Platz nur ein Ruf befinden. Ist der Anklopfplatz bereits besetzt, wird eine weitere Anfrage nicht angenommen. Der Ruf gelangt in die COB-Warteschlange mit 'Telefonistenpriorität' oder 'Nebenstellenpriorität'.

Wenn die besetzte Nebenstelle ein SOPHO-SET oder ein ErgoLine-Telefon (mit Display) ist,

erscheint auf dem Display die Identität des Eintrags mit der höchsten Priorität in der COB- Warteschlange. Wenn in der COB-Warteschlange ein Anruf mit höherer Priorität ankommt, wird diese Identität angezeigt.

Ist der Ausgangspunkt des Anrufs ein SOPHO-SET oder ein ErgoLine-Telefon (mit Display), kann der Platz in der COB-Warteschlange auf dem Initiator-Display angezeigt werden.

Im Rest des Kapitels wird das COB-Merkmal im Hinblick auf die verschiedenen Ruftypen - intern, ankommend und abgehend extern - besprochen. Vorausgesetzt wird das Vorhandensein einer COB-Warteschlange. Wurde diese der Nebenstelle nicht zugeordnet, ist Wartestellung nicht möglich. Dasselbe gilt für das Fehlen freier COB-Plätze.

2.11.2. Wartestellung

Die Wartestellung (COB) kann vom ISPBX zur Einreihung eines Rufs (intern oder extern) in die COB-Warteschlange des besetzten Teilnehmers ausgelöste werden. Hier wird nur die Rolle der ankommende Strecke und des internen Teilnehmers bei der COB-Auslösung besprochen. Doch kann COB auch vom Telefonisten ausgelöst werden. Näheres dazu finden Sie im Handbuch "Telefonistenmerkmale".

Auslösung In vielen Situationen wird COB selbständig vom ISPBX oder manuell vom Anrufer ausgelöst. -

Hausgespräche

. Automatischen COB-Auslösung durch Anrufer

Ist der DNR des Anrufers FCM 29 (COB-Selbstauslöser) zugeordnet, gelangen Rufe an besetzte Teilnehmer automatisch in deren COB-Warteschlange (wenn zugewiesen). Interne Teilnehmer (Nebenstelle oder Telefonist) gelangen nach einer abgewiesenen

Aufschaltanfrage für die besetzte Nebenstelle gleichfalls in die COB-Warteschlange. In dem Fall wird eigentlich das Anklopfmerkmal ausgelöst (Besprechung folgt).

. Manuelle COB-Auslösung durch Anrufer

Der DNR des Anrufers ist FCM 36 ('COB-startberechtigt') zugeordnet. Tätigt dieser

einen Anruf an einen anderen, besetzten Teilnehmer, löst die Nachwahl (Wähltyp 3) des COB-Startpräfixes die Wartestellung aus. Der Ruf gelangt in die COB- Warteschlange des Angerufenen.

. Automatische COB-Auslösung durch Angerufenen

Ist der DNR des Angerufenen FCM 30 (Automatisches COB-Ziel) zugeordnet und ist der Teilnehmer beim Eintreffen eines weiteren Gesprächs besetzt, gelangt der ankommende Ruf automatisch in die COB-Warteschlange der besetzten Nebenstelle. Ist keine COB ausgelöst, weder durch manuelle oder automatische Einleitung einer dieser

Optionen, hört der Anrufer den Besetztton. Nach erfolgreicher COB-Auslösung sendet das ISPBX dem Anrufer den Wartestellungston. Die besetzte Nebenstelle kann eine Anklopfmeldung erhalten (siehe dazu das Anklopfmerkmal). Der Ruf wird in die COB-Warteschlange mit

'Nebenstellenpriorität' (oder im Fall eines Telefonistenrufs mit 'Telefonistenpriorität') eingereiht. Kann wegen Blockierung keine Wartestellung ausgelöst werden, hört der Anrufer den Blockierungston.

- Abgehende (Selbstwahl)rufe Wählt ein Teilnehmer die Amtsanlassung für ein bestimmtes Ziel und sind keine freien Leitungen mehr vorhanden, kann COB ausgelöst werden. Der Anrufer wartet nun auf eine freie Leitung und diese wird ihm, sobald sie vorhanden ist, zugewiesen. Der abgehende Ruf wird nun möglich. Bei der Zuordnung von COB an Strecken wird das abgehende Streckenmerkmal ATF benutzt. Ist diesem Parameter (siehe den OM-Befehl CHRTCO) der Wert 1 zugeordnet (ATF bei Wartestellung), wird COB für abgehende Rufe möglich. Diese wird nur ausgelöst, wenn der Anrufer über FCM 14 (Vorzugsnebenstelle) verfügt. Näheres dazu finden Sie unter "Automatische Leitungssuche".

- Ankommende (Durchwahl)rufe . Rufe über Amtsleitung ohne Durchwahl Der Ruf gelangt, wie in den ankommenden Streckenmerkmalen der Amtsrufumleitung oder der Überlauf- bzw. der Nachtnebenstelle angezeigt, in die Telefonistenwarteschlange. Der Telefonist verlängert die Amtsleitung dann bis zum internen Teilnehmer. Ist dieser besetzt, gelangt der Ruf automatisch in seine COB- Warteschlange. Dieses Telefonistenmerkmal steht immer zur Verfügung. Bei erfolgreicher COB-Auslösung sendet das ISPBX der Amtsleitung einen Ton. Dieser ist im allgemeinen Streckenmerkmal - allgemeinen 'Tontyp an extern für COB nach Annahme' zugeordnet. Die besetzte Nebenstelle erhält so eine Anklopfmeldung (siehe "Anklopfen"). Der Ruf gelangt in die COB-Warteschlange mit 'Telefonistenpriorität'. Befindet er sich nach einer bestimmten Zeit noch immer in der COB-Warteschlange, gelangt er zurück an den (selben) Telefonisten/die Nachtnebenstelle für weitere Hilfe. Ist die Auslösung von COB für den Telefonisten nicht möglich, kann dieser die Amtsleitung für spätere Hilfe in die W-Warteschlange einreihen. . Rufe über Amtsleitung mit Durchwahl Die über die Amtsleitung eingetroffene Nummer wird im DDI-Baum (ankommende Streckenmerkmale) analysiert. Diese Information dient der Weiterleitung des Anrufs an die interne DNR. Ist dieser FCM 30 ('Automatisches COB-Ziel') zugeordnet, gelangt der ankommende Ruf automatisch in die COB-Warteschlange der besetzten DNR. Ansonsten wird der folgende Schritt von der DDI-Option 'Schritte bei DDI-Ruf an

besetzte Nebenstelle' (ankommendes Streckenmerkmal) bestimmt. DDI-Optionen für Strecken sind pro BSPT festzulegen. Ist einer Strecke mehr als ein BSPT zugeordnet, hängen die verwendeten DDI-Optionen von der IBSC des Rufs ab.

- Ist diese für den ankommenden Amtsruf '3.1 kHz audio, nicht-ISDN' oder die Leitung bietet den Dienst nicht an (analoge Leitung), wird der BSPT mit der IBSC der gewählten DNR ausgewählt.

- Erfolgte der ankommende Amtsruf mit einer anderen IBSC als '3.1 kHz audio, nicht-

ISDN', wird der BSPT mit der IBSC des ankommenden Rufs ausgewählt. Ist dem Zielteilnehmer das Leistungsklassenmerkmal 'Datengeschützt' (FCM 04) zugeordnet, bleibt dies ohne Auswirkungen auf den gewählten BSPT. Ist die DDI-Option auf 3 ('Keine Schritte') eingestellt, gelangt das ankommende Gespräch in die COB-Warteschlange der gewählten DNR und startet die Zeituhr zur 'DDI-Umleitung an Telefonisten'. Nach deren Ablauf, wird der Ruf gleichfalls beim Telefonisten oder bei der Nachtnebenstelle eingereiht. Ist die DDI-Option auf 4 ('COB und Antwort senden') eingestellt, gelangt das ankommende Gespräch in die COB-Warteschlange der gewählten DNR und erhält die ankommende Amtsleitung ein Antwortsignal. Es erfolgt keine Zeitüberwachung. Der Ruf bleibt bis zur Annahme durch das Ziel oder der Beendung durch den Anrufer in der COB-Warteschlange. Ist die DDI-Option auf 8 (Telefonist keine Schritte) eingestellt oder auf 5, 6 bzw. 7 und die Wahlhilfegruppe befindet sich in Tagschaltung oder die DDI-Option ist auf 9 (Telefonist oder Nachtnebenstelle) eingestellt, gelangt das ankommende Gespräch sowohl in die COB-Warteschlange der gewählten DNR als auch in jene des Telefonisten und der Nachtnebenstelle. Nach der erfolgreichen COB-Auslösung sendet das ISPBX der Amtsleitung einen Ton. Dieser ist im allgemeinen Streckenmerkmal - allgemeinen 'Tontyp an extern für COB vor Annahme' zugeordnet. Die besetzte Nebenstelle erhält so eine Anklopfmeldung (siehe "Anklopfen"). Der Ruf gelangt in die COB-Warteschlange mit 'Nebenstellenpriorität'. Die DDI- Optionen werden nur bei Einstellung des allgemeinen Streckenmerkmalsoption 'Wahlhilfe benötigt' auf 'Ja' überprüft. Ist keine COB-Auslösung möglich, hängt der folgende Schritt von der DDI-Option 'Schritte bei DDI-Ruf an besetzte Nebenstelle' ab. Näheres dazu finden Sie unter "FIM-Netzverbindung und -Leitweglenkung". ISPBX-Schritte Die Einreihung von Anrufen in COB-Warteschlangen führt zur Eintragung der Identität des anrufenden Anschlusses im ISPBX-Speicher für COB-Plätze zu besetzten DNRs. Dieser Speicherteil hat eine absolute Länge zur Begrenzung der COB-Plätze pro Einheit. Außerdem ist der Speicher in Reihen für Zielrufnummern mit zugeordneten (kurzen oder

langen) COB-Warteschlangen unterteilt. Die Speichergrenzen werden in den Systemgrenzen zur PE-Dateiprojektierung festgelegt und sind für ein funktionierendes System nicht veränderbar (Re-projektierung benötigt !). Ist kein Platz mehr im Speicher, kann keine Wartestellung ausgelöst werden. Bei erfolgreicher Wartestellung stellt das ISPBX für das Senden eines Tonsignals an den Anrufer (COB-Ton für Nebenstellen / im allgemeinen Streckenmerkmal 'Allgemeiner Ton' projektierter Ton für Amtsleitungen) einen Sprechweg vom anrufenden Anschluß zum Koppelfeld her. Dies wird in der Einheit des Anrufers in Wartestellung (Nebenstelle oder Amtsleitung) ausgelöst. Legt das Ziel auf und erkennt das ISPBX, daß der COB-Teilnehmer mit dem -ursprünglich besetzten - Angerufenen verbunden werden muß, sendet es der Zielnebenstelle den Rufstrom. Nach der Gesprächsannahme stellt das ISPBX eine Sprechverbindung zwischen anrufendem Anschluß und Zielanschluß (können verschiedenen Einheiten angehören) her.

- Hausgespräche Gelangt ein Hausgespräch an eine besetzte Nebenstelle oder eine Gruppenanordnung ohne freie Mitglieder, kontrolliert das ISPBX das Leistungsklassenmerkmal des Ziels und des Anrufers.

. Bei automatischer COB-Auslösung (aufgrund des dazugehörigen

Leistungsklassenmerkmals eines der Teilnehmer) überprüft das ISPBX die COB-

Schlange des besetzten Teilnehmers. Ist COB-Auslösung möglich, wird der Anrufer in diese eingereiht, hört den COB-Ton und initiiert das ISPBX das Anklopfmerkmal (siehe dazu den betreffenden Abschnitt in diesem Handbuch).

. Bei nichtautomatischer COB-Auslösung sendet das ISPBX dem Anrufer den

Besetztton und startet die Zeituhr. Beginnt der Anrufer nicht vor deren Ablauf mit der

Nachwahl, akzeptiert das ISPBX die COB nicht mehr und muß er den Ruf abbrechen.

. Bei der COB-Präfixwahl (Nachwahl) durch den Anrufer kontrolliert das ISPBX die

Verkehrsklasse und Leistungsklassenmerkmale des Benutzers. Ist diesem die Wahl des

Präfixes erlaubt (ausreichende Verkehrsklasse) und darf er COB auslösen (FCM 36), überprüft das ISPBX die COB-Warteschlange des Angerufenen. Kann COB eingeleitet werden, gelangt der Anrufer in die COB-Schlange des besetzten Teilnehmers, hört den COB-Ton und löst das ISPBX das Anklopfmerkmal aus (siehe dazu den betreffenden Abschnitt in diesem Handbuch).

. Ist COB-Auslösung durch Nachwahl für den Anrufer nicht möglich, muß dieser den

Ruf abbrechen und später wiederholen.

- Ankommender Ruf mit Wahlhilfe Gelangt ein ankommender Ruf an den Telefonisten, muß dieser die COB-Verbindung zum besetzten internen Teilnehmer herstellen. Dies geschieht mit Hilfe der Telefonistenmerkmale (siehe dazu das Handbuch "Telefonistenmerkmale"). Ist keine COB möglich, kann der Telefonist die wartende Amtsleitung nicht zum besetzten Teilnehmer verlegen. Ist COB möglich, verlegt der Telefonist die Leitung in dessen COB-Warteschlange. Gleichzeitig beginnt die Zeituhr zur Rückverlegung des COB-

Rufs an den Telefonisten zu laufen (bei Einstellung des allgemeinen Streckenmerkmals 'Hilfe benötigt' auf 'Ja'). - DDI-Ruf Gelangt ein DDI-Ruf an eine besetzte Nebenstelle und löst diese COB automatisch aus (FCM 30), kontrolliert das ISPBX die COB-Warteschlange des besetzten Teilnehmers. Kann COB eingeleitet werden, gelangt die Amtsleitung in die COB- Schlange des besetzten Teilnehmers, hört der Anrufer einen Ton (festgelegt im ankommenden Streckenmerkmal - allgemeinen 'Tontyp an extern für COB vor Annahme) und löst das ISPBX das Anklopfmerkmal aus (siehe dazu den betreffenden Abschnitt in diesem Handbuch). Ist COB nicht möglich, hängt der folgende Schritt von der DDI-Option 'Schritte bei DDI-Ruf an besetzte Nebenstelle' ab. Wurde vom Ziel keine automatische COB ausgelöst, überprüft das ISPBX die DDI- Option 'Schritte bei DDI an besetzte Nebenstelle'. Weist diese auf COB hin (3, 4, 8, 9 und 5, 6, 7 bei Tagschaltung), kontrolliert das ISPBX die COB-Warteschlange des Angerufenen. Ist COB-Auslösung möglich, gelangt die Amtsleitung in die COB- Schlange, hört der Anrufer einen Ton (festgelegt im ankommenden Streckenmerkmal - allgemeinen 'Tontyp an extern für COB vor Annahme) und löst das ISPBX das Anklopfmerkmal aus (siehe dazu den betreffenden Abschnitt in diesem Handbuch). Ist COB nicht möglich, hängt der folgende Schritt von der DDI-Option 'Schritte bei DDI- Ruf an besetzte Nebenstelle' ab. Meldet die DDI-Option einen anderen Schritt, wird dieser ausgelöst.

COB-Warteschlangen zuordnen Es gibt zwei COB-Warteschlangentypen: lange und kurze. Die Zuordnung (an jede Nebenstellen-DNR) erfolgt mit dem OM-Befehl CHCOBD. Damit kann man auch COB- Schlangen zu Nebenstellen- oder Gruppen-DNRs löschen. In dem Fall steht das COB- Merkmal der Rufnummer nicht mehr zur Verfügung. Die tatsächliche Länge der COB- Warteschlangentypen ist anhand von Grenzen festgelegt. Die Anzeige des Warteschlangentyp für Nebenstellen- oder Gruppen-DNRs erfolgt mit dem OM-Befehl DICOBD. Für Gruppenanordnungen kann man die Länge der COB-Warteschlangen auch anders, nämlich mit Hilfe der sogenannten "Dynamischen Wartestellung", festlegen. In dem Fall entspricht die Anzahl der möglichen Einträge in die COB-Warteschlange jener der anwesenden Gruppenmitglieder. Zur Merkmalsaktivierung muß eine Systemoption auf 'Ja' eingestellt sein.

Datenprojektierung

Grenzen:

LOBOUND 217 -