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Schüler vertritt man nicht mit links.

Für eine gestärkte Schülervertretung.

- Magdeburger Leitsätze -
Schüler vertritt man
nicht mit links.

Einleitung.

Die Schüler Union Deutschlands ist die mit Abstand mitgliederstärkste politische
Schülerorganisation Deutschlands und bietet all jenen eine politische Heimat, die sich zu
christlich-sozialen, liberalen und konservativen Grundsätzen bekennen. Im Vordergrund der
Arbeit der Schüler Union steht eine enge Zusammenarbeit mit den Schülervertretungen.

Die Schüler Union Deutschlands macht sich daher für eine Schülervertretung, in der sich alle
Schüler vertreten sehen, stark. Wir möchten eine Schülervertretung, die von allen Schülern
anerkannt und geschätzt wird. Wir möchten eine Schülervertretung, die Hand in Hand mit den
Schülern arbeitet und die Schülerschaft angemessen gegenüber der Schulleitung vertritt.

Bei der Arbeit der Schülervertretung steht der Schüler im Mittelpunkt. Dessen Interessen sollen
an den Schulen, aber auch an den Kreis- und Landesschülervertretungen pragmatisch vertreten
werden. Statt konsequenter Arbeit zu Gunsten der Schüler, werden zu oft linke Ideologien auf
den Schulhöfen verbreitet. Für uns steht fest: Ideologien, ganz gleich ob von Links- oder von
Rechtsextremen, haben an unseren Schulen nichts zu suchen. Gerade in den offiziellen
Vertretungen der Schülerschaft muss mit Nachdruck für die Interessen der Schüler gestritten
werden.

Statt kompetenter Ansprechpartner, stoßen Schüler bei den Schülervertretungen zu oft auf
taube Ohren. Dieser Zustand ist für die Schüler Union Deutschlands unhaltbar!

Um an Deutschlands Schulen wieder Schülervertretungen zu haben, die ernst genommen


werden und fernab ideologischer Grabenkämpfe agieren, treten wir für eine Reform der
Schülervertretungen mit drei Schwerpunkten ein. Damit möchten wir zu einer gelungenen
Vertretung der Schülerschaft an unseren Schulen, aber auch in der Politik beitragen.

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nicht mit links.

Jedem Schüler eine Stimme.

Zu Beginn eines Schuljahres wählen in den meisten Schulen die Mitglieder einer Klassen- oder
Kursgemeinschaft aus ihrer Mitte heraus einen Sprecher. Dieser übernimmt dann deren
Vertretung in der Klassensprecherkonferenz bzw. im Schülerrat, wo unter anderem der
Schülersprecher gewählt und Vertreter der Schülerschaft in die Schulkonferenz delegiert
werden.

Die Schüler Union Deutschlands tritt hingegen für eine nachhaltige Flexibilisierung der
Wahlmöglichkeiten an den Schulen ein. Die Wahl des Schülersprechers ist gerade für junge
Menschen oftmals der erste Kontakt mit demokratischen Entscheidungsprozessen. Leider tritt
dabei oft genug eine gewisse Ernüchterung ein, da die Schüler nur einmal im Jahr ihre Stimme
abgeben können und bei Entscheidungen weitgehend außen vor bleiben. Angesichts sinkender
Wahlbeteiligungen junger Menschen bei Kommunal, Landtags-, Bundestags- oder
Europawahlen, deutlich nachlassender Bindungskraft von Parteien und politischen
Organisationen, sowie dramatischer Wahlerfolge links- und rechtsextremer Parteien gilt es
gerade bei Schülern für Vertrauen in die Demokratie und für politische Mitwirkung zu werben!

Die Schülersprecherkandidaten müssen sich und ihre Ziele stets der Schülervollversammlung
vorstellen und durch diese gewählt werden. Falls keine Versammlungsräume in ausreichender
Größe zur Verfügung stehen, können sich die Kandidaten der Unter-, Mittel- und Oberstufe
jeweils getrennt vorstellen.

Dazu werden Schüler einzeln zum Schülersprecher bzw. zu dessen Stellvertreter gewählt. Als
Kandidat anmelden kann man sich nur bei der Schulleitung oder einer von der Schulleitung
beauftragten Lehrperson.

Die Wahl des Schülersprechers und seiner Stellvertreter darf dabei nicht wie in der Regel bisher
nach Beliebtheit ablaufen.
Der Schüler, der die meisten Stimmen auf sich vereint, wird Schülersprecher. Die weiteren
Ämter werden bis zu einer vorher festgelegten Zahl zu seinen Stellvertretern ernannt.

Die Leitung des gesamten Wahlprozesses übernimmt der scheidende Schülersprecher. Nachdem
alle Jahrgangsstufen ihr Votum abgegeben haben, werden die Stimmen ausgezählt und eine
neue Schülervertretung ist demokratisch gewählt worden. Daraufhin können werden innerhalb
der Schülervertretung Aufgaben verteilt, z. B. Kassenwart, Sportreferent, Beauftragter für
Unter-, Mittel und Oberstufe etc, und der Schulgemeinschaft verkündet. So hat die
Schülerschaft bestimmte Ansprechpartner in jedem Bereich, wo sie von der Schülervertretung
vertreten wird.

Mit den möglichen Wahlsystemen haben die Schüler nicht nur ein größeres Mitspracherecht bei
der Wahl ihrer offiziellen Vertreter, sondern wird auch die Arbeit der Schülervertretungen
deutlich transparenter und damit sachlicher. Ideologische Grabenkämpfe müssen bereits an der
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Wahlurne der Schule zugeschüttet werden! Als besonders positiv erachtet die Schüler Union
Deutschlands dabei den Aspekt, dass auch die Schülervertreter selbst gestärkt aus der Wahl
herausgehen, da sie sich des Rückhalts der Schülerschaft sicher sein können.

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Schüler vertreten.

Einmal gewählt, ist es oftmals schwer, die Interessen der Schülerschaft in der Schulkonferenz
gegenüber Eltern- und Lehrervertretern durchzusetzen. Wir fordern daher ein klar geregeltes
Mitspracherecht der Schülervertretungen an den Schulen. Auch wenn die Schulleitung in vielen
Fällen das letzte Wort haben muss, darf dies nicht dazu führen, dass die Schüler wohlüberlegte
Pläne nicht umsetzen können und in ihrem Gestaltungsspielraum eingeschränkt sind.

Die Schüler Union Deutschlands tritt besonders dafür ein,

 …dass an allen Schulen, egal an welcher Schulform, Schülervertretungen agieren. Nicht


nur an jedem Gymnasium, sondern auch an jeder Real-, Haupt-, Förder-, Gesamt- und
Berufsschule muss es ein Sprachrohr der Schülerschaft geben. Sollten sich keine Schüler
zu diesen Aufgaben bereit erklären, muss die Schulleitung aktiv versuchen, Interesse bei
den Schülern zu wecken.
 …dass an jeder Schule eine Schülerzeitung über das Schulleben kritisch berichtet. Diese
kann die Arbeit der Schülervertretung und der Schulleitung inhaltlich unterstützen und
populär machen, gleichzeitig aber auch bei fehlerhaften Entwicklungen mahnen.
 …dass die Schülervertretungen für die Rechte der Schüler kämpfen und so mit Lehrern
und Eltern regelmäßig in Kontakt treten. Dabei soll sachlich für die allgemeinen Belange
der Schüler gestritten werden. Ideologische oder gar parteipolitische Interessen in dieser
Auseinandersetzung nichts verloren!
 …dass Schüler über ihre Rechte zur Mitwirkung an ihrer Schule regelmäßig informiert
werden. Die Arbeit der Schülervertretung muss inhaltlich während ihrer Amtsperiode
von allen anderen Schülern konstruktiv begleitet werden können.
 …dass die Schülervertretung nach jedem abgelaufenen Schuljahr einen stichwortartigen
Rechenschaftsbericht ablegen muss. Dieser wird zentral in der Schule für alle Schüler
einsehbar veröffentlicht.

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Schüler in Land und Bund vertreten.

Landesschülervertretungen dienen zur Koordination der Schülervertretungen in den


Bundesländern. Als vom Land mit hohen finanziellen Zuschüssen gefördertes
Mitbestimmungsorgan der landesweiten Schülerschaft können wir von den Vertretern
Aufrichtigkeit im Umgang mit einer schülergerechten Bildungspolitik verlangen.

Dies war in der Vergangenheit jedoch nur selten der Fall: Statt Engagement und Service
zugunsten der Schülervertretungen an den Schulen und den Schülern selbst verzetteln sich die
Landesschülervertretungen immer öfters in ideologische Kampagnen. Selbst vor einer
Zusammenarbeit mit linksextremistischen Schülergruppierungen schreckten die obersten
Schülervertreter nicht zurück. Wir brauchen nicht alle halbe Jahre eine schlecht besuchte
Demonstration gegen Bildungspolitik nach dem linken Schema „Hauptsache dagegen!“. Die
Landesschülervertretungen müssen sich mit den Sachverhalten differenzierter
auseinandersetzen.

Vielen Schülern ist es noch nicht einmal bekannt, dass Landesschülervertretungen überhaupt
existieren. Wie kann diese dann unbekannterweise die Schüler vertreten? Wir fordern, dass die
Schülervertretungen auf Landesebene nach jedem abgelaufenen Schuljahr einen
Rechenschaftsbericht vorlegen, der im Internet publiziert und somit allen Schülern zur Einsicht
vorgelegt wird.

Auch die Bundesschülerkonferenz – als Koordinationsstelle zwischen den


Landesschülervertretungen eingerichtet – arbeitet nicht intensiv genug. Wir fordern
Rechenschaft, was die Bundesschülerkonferenz überhaupt macht. Mit öffentlichen Aktivitäten
ist sie bisher nicht aufgefallen. Wozu brauchen wir Schülervertretungen, wenn die einfache
Schülerschaft nicht weiß, was vertreten wird?

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Ausblick.

Die Schüler Union Deutschlands wurde 1972 gegründet, um den Linksruck an deutschen
Schulen entgegenzuwirken. Die Schüler Unionisten der ersten Generation hatten es leid,
andauernd ideologische Propaganda an ihren Schulen zu hören. Mehrere zehntausend Schüler
schlossen sich der SU an und mobilisierten vereint gegen linke Politik in Deutschlands
Klassenzimmern.

Über 35 Jahre später erkennen wir, dass die Ewiggestrigen ihren Klassenkampf auf unseren
Schulhöfen immer noch nicht als verloren gesehen haben. Durch gezielte Aussetzung
demokratischer Wahlprozesse setzen sie sich an die Spitze deutscher Schülervertretungen und
nutzen ihre Stellung, um für ihre linken Ansichten Stimmen zu sammeln. Politiker trauen sich
oftmals nicht, zu diesem Missstand Stellung zu beziehen, aus Angst in den Medien dargestellt zu
werden, man wolle Schülerrechte einschränken.

Die Schüler Union Deutschlands macht sich stark für eine Schülerpolitik zugunsten der
Schülerschaft. Als mitgliederstärkste politische Schülerorganisation leisten wir unseren Teil
dazu. Nun fordern wir auch von den offiziellen Schülervertretungen, die Zeichen der Zeit zu
erkennen und gemeinsam für eine schülergerechte Lebens- und Lernsituation an unseren
Schulen zu kämpfen.

Verfasst von André Weber, Juliane


Weigel und David Winands

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