Sie sind auf Seite 1von 40

FOTO: DPNY

FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG .

NEWS

FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG .

GESUNDHEIT

FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG .

TIPPS

FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG .

FITNESS

FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG .

ERNÄHRUNG

FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG .

AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

.

25. Ausgabe, Mai 2003

Editorial Emotionale Intelligenz Die Klugheit der Gefühle W ir bekommen so viele Informatio- nen und

Editorial

Editorial Emotionale Intelligenz Die Klugheit der Gefühle W ir bekommen so viele Informatio- nen und fühlen

Emotionale Intelligenz

Die Klugheit der Gefühle

W ir bekommen so viele Informatio- nen und fühlen uns dennoch oder

gerade deshalb oft doch so ohnmäch- tig. Da wird ein Krieg geführt, den keiner will, für die Interessen von wenigen und auf Kosten vieler, die dafür sterben müssen. Und wir sehen zu und gehen vielleicht auch auf die Straße, um zu demonstrieren, doch wirklich verhindern konnten wir den Krieg nicht. Die Bilder der Angriffe, der Gefangenen, der Toten sehen zu müs- sen, ohne eingreifen zu können, stimmt traurig und hinterlässt vielleicht das

Gefühl, „ohnehin nichts ändern zu können“.

Aber hier müssen wir aufpassen! Weil es möglich ist, dass wir – auch wenn wir bei diesem keinen Erfolg hatten – vielleicht ja den nächsten drohenden Krieg verhindern können. Und was ist mit den kleinen Kriegen, die wir in un- serem Alltag führen? Die in uns selbst, die mit dem Partner, dem Kollegen oder mit anderen Menschen? Sicher ist es enttäuschend, zu bemerken, dass wir dabei sind, zu lernen, unsere Konflikte konstruktiv zu lösen, während einige der „Großen“ in der Welt zu Gewalt greifen. Dennoch lohnt es sich, weiter an sich zu arbeiten, denn davon profi- tieren wir und die ganze Welt. Wie heißt es so schön: Willst du die Welt ändern, dann ändere

FOTO: FOTOCLIP

dich selbst. So wie es bei einem Krieg zwischen Herrschern nur Verlierer gibt, gilt das auch für die „Kleinkriege“ im Alltag. Der Verlierer sind immer wir selbst, denn ein Gewinn auf Kosten der anderen ist ein Verlust für uns - im günstigsten Fall nur der unseres Wohl- befindens. Wie wir uns das Gewinnen leichter machen können, ohne anderen Menschen Schaden zuzufügen, ist deshalb auch das Hauptthema dieser Ausgabe. Und dies ist eine Information, die Sie nutzen können, mit der Sie den Umgang mit sich selbst und den anderen schöner, besser und liebevoller gestalten können. Denn die Lösung von Konflikten ist so einfach, dass wir sie oft vor lauter „Strategie“ vergessen. Sie liegt in der Vereinigung von Gefühl und Verstand.

David Goleman nennt diese Fähigkeit emotionale Intelligenz. Der Autor des Bestsellers mit diesem Titel beschreibt sie so: „Emotionale Intelligenz: Das ist die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehun- gen umzugehen.“ Emotionale Intelli- genz bedeutet daher keineswegs, „nur aus dem Bauch heraus“ zu handeln. Denn wenn ein Mensch von seinen Gefühlen beherrscht wird, kann es sein, dass er rationellen Argumenten kaum zugänglich ist. Auch Hass, Habgier, Neid und Eifersucht kommen manch- mal nämlich „einfach aus dem Bauch heraus“. Ebenso wenig liegt die Lösung darin, alles mit „kühlem Kopf“ zu regeln, denn erst wenn Kopf und

mit „kühlem Kopf“ zu regeln, denn erst wenn Kopf und Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre

erst wenn Kopf und Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Petra Wons Vorstand der Medicom

Petra Wons

Vorstand der Medicom Pharma AG

Bauch zusammenarbeiten, kann sich der Mensch so verhalten, wie er es aus freiem Willen möchte.

Um seine Bedürfnisse zu befriedigen, muss der Mensch seinen Verstand einsetzen. Und ebenso müssen die Gedanken von Gefühlen begleitet sein, um zu angemessenen Entscheidungen zu verhelfen. Wir beschäftigen uns mit diesem so überaus aktuellen und wich- tigen Thema ausführlich und zeigen, dass emotionale Intelligenz in jeder und für jede Lebenssituation zu lernen ist. Ein weiteres wichtiges und strittiges Thema ist, was bei uns in der Bundes- republik mit dem Gesundheitswesen passiert. Immer öfter wird der Zusam- menbruch unseres Gesundheitswesen vorausgesagt. Handelt es sich bei diesen Aussagen nur um Stimmungsmache von Politikern oder der Presse? Oder stim- men die Prognosen? Womit ist wirklich zu rechnen? In dem Beitrag „Reform des Gesundheitssystems“ erfahren Sie, was wirklich auf uns zukommt.

Natürlich haben wir für Sie noch viele weitere Themen rund um das Gesund- bleiben vorbereitet, hoffentlich für Sie erbaulich und interessant.

Sollten Sie Fragen zu Ihrer Ernährung oder Ihrer Vitalstoffversorgung haben, befragen Sie die Mitarbeiter unserer wissenschaftlichen Abteilung. Sie er- reichen sie unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 73 77 730.

Inhalt Titelthema: Emotionale Intelligenz Die Klugheit der Gefühle Ab Seite 24 Emotionale Intelligenz ist ein
Inhalt
Titelthema: Emotionale Intelligenz
Die Klugheit der Gefühle
Ab Seite 24
Emotionale Intelligenz ist ein Begriff, der
erst in den 90er Jahren auftauchte. Seine
Bedeutung erschließt sich nicht spontan,
denn zunächst einmal
erscheint diese Ver-
knüpfung von Emotion
und Intelligenz be-
fremdlich. Noch vor
kurzem hätte man den
Begriff emotionale
Intelligenz als Wider-
spruch in sich verstan-
den, denn Intelligenz schien ganz
eindeutig die Fähigkeit zu präzisem
und logischem Denken zu umschreiben.
Emotionen andererseits hatten mit
Verstand und Vernunft offenbar nichts
zu tun – jedenfalls nichts, was sich
positiv auswirken könnte. Ein wirklich
erfolgreicher, ausgeglichener und im
Umgang mit anderen beliebter Mensch
bedient sich jedoch seines Verstandes
und handelt zugleich im Einklang mit
seinen Gefühlen.
Gesundheit & Recht: Reform des Gesundheitssystems
Ab Seite12
Umstritten und doch dringend
notwendig: die Gesundheitsreform.
Was wirklich passieren soll und was
es für den Patienten bedeutet.
Kurzmeldungen
Vegetarier leben länger
Sauerkraut kann Krebs hemmen
Lorenzos Öl ist ein wirksames
Medikament
Soja: die tolle Bohne
4
6
7
9
Gesundheit & Recht
Reform des Gesundheitssystems
12
Bewegung & Fitness: Rudern
Bewegung & Fitness
Rudern:
über das Wasser gleiten
14
Optimal für Geist und Körper. Über Wasser gleitend
fit bleiben. Rudern Sie Ihren Sorgen davon.
Neues aus der Forschung
Keine Angst vor der Narkose
16
Ab Seite
14
Vitalstoff-Lexikon
Vitamin E
19
Ab Seite 16
Coenzym Q10
20
Neues aus der Forschung: Keine Angst
MEDICOM informiert
vor der Narkose
Aktuell: SARS
22
Acrylamid
23
Red-Rice-Produkte
23
Erst die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels
Narkose zu betäuben, ermöglicht es, operative
Eingriffe völlig schmerzfrei durchzuführen.
Angst ist dabei unbegründet.
Titelthema
Emotionale Intelligenz
Die Klugheit der Gefühle
24
Essen & Trinken: Die Welt des Tees
Körper & Seele
Singen verleiht
der Seele Stimme
32
„Abwarten und Tee trinken“ kann ausgesprochen
abwechslungsreich sein. Lesen Sie über zahl-
reiche Varianten, wohlschmeckend „die Seele
Essen & Trinken
Die Welt des Tees
Tee ist Wohlbefinden
34
34
Rubriken
baumeln zu lassen“.
Ab Seite
Editorial
2
Impressum
38
Leserbriefe
38
Rätselseite
39
+++++++++++++++++ Männerschweiß macht Frauen froh M ännlicher Achselschweiß ist besser als sein Ruf. Er wirkt

+++++++++++++++++

Männerschweiß macht Frauen froh

M ännlicher Achselschweiß ist besser als sein Ruf. Er wirkt auf die

Damenwelt nicht abweisend, wie viele glauben, sondern, ganz im Gegenteil, anziehend. Der Dermatologe George Preti von der Universität von Penn- sylvania im US-Staat Philadelphia bezeichnet Männerschweiß sogar als potentes Aphrodisiakum. Denn Schweiß enthält Pheromone, biologische Lock- stoffe, die die Laune von Frauen verbessern und beruhigend auf sie ein- wirken. Zudem haben sie einen Einfluss auf die Länge und die zeitliche Abstim- mung des weiblichen Menstruationszy- klus. Preti hatte Achselschweiß von jungen Männern zu einem Extrakt verarbeitet und 18 Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren auf die Oberlippe ge- tupft. Den untersuchten Frauen wurde mitgeteilt, es handle sich um Experi- mente zu Alkohol, Parfum oder Bohner- wachs. Das Ergebnis: Teilnehmerinnen mit Extrakt fühlten sich in männlicher Gesellschaft deutlich wohler als die oh- ne Extrakt. Bluttests zeigten außerdem veränderte Gehalte des luteinisierenden Hormons. Dieses Hormon wird in der Mitte des Monatszyklus der Frau stoß- weise freigesetzt. Eine Verkürzung der Impulse kündigt den bevorstehenden Eisprung an. Die Experimente ergaben, dass der Extrakt aus Achselschweiß die Dauer bis zum nächsten Hormonaus- stoß von 59 auf 47 Minuten verkürzt. Ob dies ausreicht, um den Zeitpunkt des Eisprungs vorzuverlegen, ist noch unklar. Die Forscher wollen demnächst untersuchen, ob es auch weibliche Pheromone gibt, die den männlichen Stoff- wechsel beein- flussen.

FOTO: DIGITALVISION

Erwiesenermaßen gesünder: auf Fleisch ganz zu verzichten oder es nur sehr selten zu sich zu nehmen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Vegetarier leben länger

Vegetarier leben nicht länger, sie sterben nur gesünder, weiß ein Witz. Ein schlechter. Denn Vegetarier leben tatsächlich länger. Nach einer neuen Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums haben Vegetarier ein drastisch verringertes Sterblichkeitsrisiko.

I n der Altersgruppe der Studienteilneh- mer stehen von 100 zu erwartenden Todesfällen nur 59 tatsächliche bei den Vegetariern gegenüber. Betrachtet man nur die männlichen Studienteilnehmer, ist der positive Effekt noch drastischer. Hier sind es 52 tatsächliche Todesfälle im Ver- hältnis zu 100 bei den „Normal-Essern“. Allerdings kann das verringerte Sterberi- siko nicht mit dem völligen Verzicht auf Fleisch und Fisch erklärt werden. Warum? Seit 21 Jahren beobachten Wissenschaft- ler im Auftrag des Deutschen Krebs- forschungszentrums 1.900 Vegetarier. Sie unterteilten die untersuchte Gruppe dabei in drei Untergruppen. 60 Teilnehmer, die kleinste Gruppe, essen weder Fleisch noch andere tierische Lebensmittel: die so genannten Veganer. Zwei Drittel der Studienteilnehmer meiden zwar Fisch und Fleisch, essen aber Eier und Milchproduk- te: die Ovo-Lakto-Vegetarier. Rund ein Drittel der Teilnehmer schließlich bilden die Gruppe der moderaten Vegetarier,

die gelegentlich auch kleine Mengen an Fleisch und Fisch verzehren. Im Vergleich hat sich diese Gruppe offenbar für die gesündeste Ernährungsweise entschieden. Die seit 1978 unter der Leitung der Privatdozentin Dr. Jenny Chang-Claude laufende Studie erfasst außer der Lebens- weise auch andere Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder körperliche Aktivität. Rau- chen erhöht das Sterblichkeitsrisiko im Durchschnitt um 70 Prozent. Körperliche Aktivität dagegen verringert das Sterberi- siko um rund ein Drittel. Das Krebsfor- schungsinstitut erfasst im Rahmen dieser Studie im Abstand von mehreren Jahren die Todesursachen und die Anzahl der Sterbefälle bei den Studienteilnehmern. Diese Daten werden mit den für die Allgemeinbevölkerung im entsprechen- den Alter errechneten Werten verglichen. Die Ergebnisse nach 21 Jahren Beobach- tungszeit wurden auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im März 2003 vorgestellt.

FOTO: EYEWIRE
FOTO: EYEWIRE

Erfreut die Damenwelt: Die Pheromone im männli- chen Schweiß wirken anziehend und beruhigend auf Frauen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Vorbeugung von Herzerkrankungen Je eher, desto besser Wer gesund bleiben will,

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Vorbeugung von Herzerkrankungen

Je eher, desto besser

Wer gesund bleiben will, sollte sich früh eine entsprechende Lebens- weise zu eigen machen. Das gilt besonders für Frauen und in Bezug auf Herzerkrankungen, die keineswegs eine „Männer-Domäne“ sind.

M ediziner haben Frauen auf der Jahrestagung der Amerikanischen

Herzgesellschaft empfohlen, früh an ihre Herzgesundheit zu denken. Frauen, die ihrer Gesundheit zuliebe ihre Lebensge- wohnheiten ändern wollen, sollten dies bereits vor den Wechseljahren tun. Mit Beginn der Wechseljahre erhöht sich nämlich – in Abhängigkeit von der Le- bensweise – das Risiko für Herzerkran- kungen deutlich, so die Mediziner. Sie empfehlen Frauen, so früh wie möglich mit einer fett- und cholesterinarmen Ernährung zu beginnen, mehr Sport zu treiben und nicht zu rauchen. Forscher vom Albert-Einstein-College in New York haben in einer Langzeitstudie 1.300 Frauen im Alter von 42 bis 52 Jahren auf relevante Risikofaktoren für Herzerkran- kungen untersucht. Darunter unter an-

derem Bluthochdruck, Übergewicht und erhöhte Cholesterinwerte. Mit dem Über- schreiten einer bestimmten Altersgrenze stieg das Risiko für erhöhte Cholesterin- werte deutlich an. Deshalb sollten Frauen ihrer Gesundheit schon vor Beginn der Wechseljahre mehr Beachtung schenken. Konkret heißt das: fett- und cholesterin- arme Ernährung, mehr Sport und nicht rauchen. Zudem kann mit Vitalstoffen viel für die Herzgesundheit getan werden. OPC, Coenzym Q10, grüner Tee, Lycopin sowie die Vitamine B1, B6 und B12, Folsäure, Knoblauch, Magnesium, Omega- 3-Fettsäuren, Vitamin C und Vitamin E sind effektive Radikalfänger und schüt- zen das Herz. Besonders Phyto-Östro- gene, wie solche in Sojaextrakt, schützen Frauen ab 40 zudem vor Wechseljahres- beschwerden.

schützen Frauen ab 40 zudem vor Wechseljahres- beschwerden. Je früher Sie Ihre Lebensweise zu Gunsten Ihrer

Je früher Sie Ihre Lebensweise zu Gunsten Ihrer Gesundheit umstellen, desto besser. In Bezug auf Herzerkrankungen heißt das konkret: fett- und cholesterinarme Ernährung, mehr Sport und nicht rauchen.

+++++++++++++++++ Süßstoff Aspartam weiterhin gesund- heitlich unbedenklich D er wissenschaftliche Ausschuss für
+++++++++++++++++
Süßstoff Aspartam
weiterhin gesund-
heitlich unbedenklich
D er wissenschaftliche Ausschuss
für Lebensmittel der EU-Kommis-
sion erklärte den Süßstoff Aspartam
weiterhin für gesundheitlich unbe-
denklich. Das Expertengremium legte
kürzlich seinen Abschlussbericht zur
Überprüfung der wissenschaftlichen
Datenlage zu Aspartam vor. Darin
heißt es: „Neue Erhebungen zu den
Verzehrmengen von Aspartam bele-
gen, dass die festgelegte maximale
Tagesdosis, die auch bei lebenslan-
gem Konsum keinerlei gesundheit-
liche Nebenwirkungen erwarten lässt,
bei weitem nicht erreicht wird – auch
nicht von Kindern oder Intensiv-
Verwendern wie Diabetikern“. Mit an-
deren Worten: Man kann gar nicht so
viel Aspartam zu sich nehmen, dass
es schädlich werden könnte. Berichte
über angeblich negative Auswirkun-
gen des Aspartamkonsums waren
Anlass für die neuerliche Unter-
suchung der EU-Kommission. Dafür
setzte sich das Expertengremium mit
mehr als 100 Studien und Aufsätzen
auseinander, die seit Ende der 80er
Jahre entstanden sind. Bereits damals
hatte sich der Ausschuss uneinge-
schränkt für die Zulassung des weit-
verbreiteten Süßstoffs eingesetzt.
Studien, die eine gesundheitliche
Schädigung durch den Konsum von
Aspartam belegen, seien wissen-
schaftlich und statistisch nicht halt-
bar. Vielmehr beweise die einzige
Studie, die methodisch haltbar sei,
dass der Verzehr von Aspartam nicht
zu anderen Effekten führe als die
Gabe von Placebo. Vor der EU-Kom-
mission waren schon die ameri-
kanische Lebensmittel-
behörde FDA, das briti-
sche Gesundheitskom-
mitee COC und die
französische Lebens-
mittelüberwachungs-
behörde (AFSSA) zu
diesem Ergebnis ge-
kommen.
FOTO: EYEWIRE
FOTO: DPNY

Der Süßstoff Aspartam ist in den meisten zuckerfreien Light-Getränken enthalten.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Sauerkraut kann Krebs hemmen Schon lange gilt Sauerkraut wegen seines hohen

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Sauerkraut kann Krebs hemmen

Schon lange gilt Sauerkraut wegen seines hohen Vitamin- gehaltes als besonders gesund. Nun mehren sich die Hinweise, dass die Stoffe, die mit dem Vergärungsprozess des Kohls in Zusammenhang stehen, weitere gesundheitsfördernde Wirkun- gen haben. Sie können möglicherweise der Entstehung von Krebs entgegenwirken.

W issenschaftler der Forschungsein- richtung MTT Agrifood Research

Finnland in Jokioinen untersuchten Sauerkraut auf seinen Gehalt an bio- logisch wirksamen Stoffen. Sie entdeck- ten, dass bei der Fermentierung des Kohls bestimmte Substanzen in größerer Menge entstehen – so genannte Isothio- cyanate. Diese schwefelhaltigen Stoffe hatten bereits in der Vergangenheit in Versuchen mit Tieren eine krebshem- mende Wirkung bei Brust-, Dickdarm-, Lungen- und Lebertumoren gezeigt.

„Nun suchen wir nach Wegen, den Fermentationsprozess zu optimieren und den gesundheitsfördernden Effekt weiter zu steigern“, kommentiert eine Forscherin das Ergebnis. Bereits in der Vergangenheit gab es Hinweise, dass Sauerkraut vor Krebs schützen könne. Epidemilogische Untersuchungen haben gezeigt, dass in die Vereinigten Staaten ausgewanderten Polinnen häufiger an Brustkrebs erkranken als die in der heimat lebenden Frauen. Forscher hat- ten dies bereits auf den höheren Konsum

FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC

Sauerkraut – ein traditionelles Nahrungsmittel, das sehr gesund ist. Beim Gärungsprozess des Kohls ent- stehen gesunde, biologisch wirksame Stoffe.

von Kohl in Polen zurückgeführt. Abge- sehen von seinem hohen Vitamingehalt und den Isothiocyanate gilt nach Anga- ben der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr in Heidelberg Sauerkraut noch aus anderen Gründen als sehr gesund. Es hat einen sehr hohen Anteil an rechtsdrehender Milchsäure, die sich positiv auf die Darmflora auswirkt. Zusätzliche Unterstützung für die Darm- flora bieten Milchsäurebakterien, so ge- nannte probiotische Kulturen, wie sie zum Beispiel auch im Jogurt vorkommen.

+++++++++++++++++ Neu entdeckt Ein Selen transpor- tierendes Protein S elenmangel kann das Krebsrisiko erhöhen. Das
+++++++++++++++++
Neu entdeckt
Ein Selen transpor-
tierendes Protein
S elenmangel kann das Krebsrisiko
erhöhen. Das ist bekannt. Denn
Selen wirkt als potenter Radikal-Fän-
ger und schützt die Erbsubstanz in den
Körperzellen vor schädlichen freien
Sauerstoffradikalen. Wie das Spuren-
element jedoch aus der Nahrung in die
Körperzellen gelangt, war bislang
noch nicht bekannt. Jetzt haben Wis-
senschaftler ein Protein identifiziert,
das den Transport des Selens im Blut
von der Leber in die anderen Organe,
bewerkstelligt. Nur mit Hilfe des so
genannten Selenoproteins P kann eine
ausreichende Menge Selen die anderen
Körperzellen erreichen. Wissenschaft-
ler des Universitäts-Klinikums Charité
der Humboldt-Universität Berlin fan-
den in Laborversuchen heraus, dass
sich in Abwesenheit des Selenopro-
teins P das Selen aus der Nahrung
lediglich in der Leber anreichert und
andere Organe, wie Nieren,
Hoden oder das Gehirn,
nicht erreicht. In diesen
Organen kam es dagegen
zu starkem Selen-Mangel und zu einer
verminderten Bildung selenhaltiger
Schutzenzyme (z. B. Glutathion-Pero-
xidase). Somit könnte eine niedrige
Konzentration des Selenoproteins P
in Zukunft auch als Tumormarker
dienen, der auf ein erhöhtes Krebsrisi-
ko hindeutet, vermuten die Forscher.
In der Fachzeitschrift „Biochemical
Journal“ bestätigten sie, dass der
Körper bei Selenmangel nicht in der
Lage sei, sich ausreichend gegen Freie
Radikale zu schützen, so dass Zellen
und Proteine und sogar das Erbgut der
Zellen geschädigt werden können.
Jetzt wollen die Wissenschaftler eine
Strategie entwickeln, mit der ein
Mangel an bestimmten Selenprotei-
nen behoben werden kann.
Wie das Selen aus der
Nahrung in die Organe
gelangt, die das Spuren-
element benötigen, haben
Forscher jetzt herausgefunden.
Deutschland ist Selenmangelgebiet.
Die wichtigsten Selenlieferanten sind
Fisch, rohes Fleisch und Eier. Strenge
Vegetarier sind daher besonders von
der Unterversorgung betroffen.

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Kein ominöses Wundermittel, sondern ein wirksames Medikament: Lorenzos Öl.
FOTO: PHOTODISC Kein ominöses Wundermittel, sondern ein wirksames Medikament: Lorenzos Öl.

FOTO: PHOTODISC

Kein ominöses Wundermittel, sondern ein wirksames Medikament:

Lorenzos Öl.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Studie bestätigt:

Lorenzos Öl ist ein wirksames Medikament

Die Wirksamkeit von Lorenzos Öl, das mit dem gleichnamigen Kino-Film bekannt wurde, ist jetzt in Studien bewiesen worden. Lorenzos Öl ist ein Arzneimittel, mit dem sich die seltene Stoff- wechselstörung ADL erfolgreich behandeln lässt.

I n dem Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, verhilft die Beharr- lichkeit der Eltern des an der seltenen Krankheit Adrenoleukodystrophie, kurz ADL, erkrankten Lorenzo, zur Entwick- lung des Öls. Das wirksame Medika- ment, das aus Erucasäure und anderen Fettsäuren besteht, rettet schließlich das Leben des kleinen Jungen. ADL ist eine Stoffwechselstörung, die auf einem Gendefekt beruht und nur bei Jungen und Männern vorkommt. Augrund des Gendefekts können langkettige Fettsäu- ren im Körper der Betroffenen nicht abgebaut werden. Die Ansammlung dieser Fettsäuren führt schließlich zu der Zerstörung des Myelin, einer Isolier- schicht, die die Nerven umhüllt. In der

Folge kommt es zu epileptischen An- fällen, Lähmungserscheinungen, Hör- und Sehfehlern und Demenz. Lorenzos Öl senkt die Blutfettwerte und wirkt damit positiv auf den Heilungsverlauf der Krankheit ein. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer Stu- die an 105 Jungen mit der noch nicht ausgebrochenen Erkrankung nachge- wiesen: Die Kinder, die regelmäßig Lorenzos Öl einnahmen, hatten im Vergleich zu denen, die dies nur unre- gelmäßig taten, ein um zwei Drittel vermindertes Risiko, ADL-Symptome zu entwickeln. Damit ist bewiesen, dass Lorenzos Öl kein ominöses Wundermit- tel, sondern tatsächlich ein wirksames Medikament ist.

+++++++++++++++++ Spaß am Job durch sinnvolle Tätigkeiten W as ist Ihnen in Ihrem Job wich-
+++++++++++++++++
Spaß am Job durch
sinnvolle Tätigkeiten
W as ist Ihnen in Ihrem Job wich-
tig? Sinnvolle Tätigkeiten und
gute Gespräche – das ist für die
meisten Menschen das, was einen
guten Job ausmacht.
Das Münchener Institut für Rationelle
Psychologie befragte 2.613 Frauen
und 2.568 Männer im Alter von 16 bis
69 Jahren. „Ich muss das Gefühl
haben, etwas Sinnvolles zu tun“,
meinen 92 Prozent der Befragten. Das
Betriebsklima muss stimmen, darauf
legen 84 Prozent der Männer und so-
gar 92 Prozent der Frauen Wert. Lob
und Anerkennung durch den Chef
möchten 86 Prozent der Befragten.
Der ideale Chef aus Sicht der Mitar-
beiter ist verständnisvoll (83 Prozent)
und kompetent (72 Prozent). Sechs
von zehn Arbeitnehmern (59 Prozent)
wünschen sich klare Hierarchien, und
43 Prozent erwarten führungsstarke
Vorgesetzte. 37 Prozent der Befragten
lehnen feste und starre Hierarchien
ab. 46 Prozent der Arbeitnehmer
wünschen sich mehr Eigenverantwor-
tung; bei den jungen Leuten zwischen
16 und 24 fordern mehr als jeder
Zweite diese Freiräume (52 Prozent).
Die repräsentative Umfrage wurde
vom Magazin Young Nurse in Auftrag
gegeben, das die Berufsgenossen-
schaft für Gesundheitsdienst und
Wohlfahrtspflege herausgibt.
Wer sich gefordert fühlt, seine Tätigkeit für sinnvoll
hält und sich gut mit Kollegen und Vorgesetzten
austauschen kann, ist leistungsfähiger im Beruf.
MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003
7
FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC +++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Schlaflos? Schlechtere Geistesleistungen! Wer meint, er käme

FOTO: PHOTODISC

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Schlaflos? Schlechtere Geistesleistungen!

Wer meint, er käme auf Dauer auch mit weniger als sechs Stunden Schlaf hervorragend zurecht, der irrt. Durch die Übermüdung bemerkt ein „Dauer-Wenig-Schläfer“ die Fehler, die er macht, gar nicht mehr.

D er permanente Schlafentzug kann zu einer „Schlafschuld“ führen, durch

die die gesamte geistige Leistung herab- gesetzt wird. Eine Studie der University of Pennsylvania School of Medicine kam zu dem Ergebnis: „Wer weniger als sechs Stunden schläft, hat eine

schlechtere geistige Leistung, selbst wenn die Betroffenen glauben, es ge- wohnt zu sein.“ Und: Leiden Menschen an einem chronischen Schlafmangel, ist ihnen dies nicht bewusst. Selbst wenn ihre Leistungsfähigkeit bei psychologi- schen Standardtests am Tiefpunkt ist, erklären sie, „nur ein biss- chen schläfrig zu sein“.

erklären sie, „nur ein biss- chen schläfrig zu sein“. Junge und ältere Menschen brauchen gleich viel
erklären sie, „nur ein biss- chen schläfrig zu sein“. Junge und ältere Menschen brauchen gleich viel

Junge und ältere Menschen brauchen gleich viel Schlaf. Normalerweise machen jedoch eher ältere Menschen tagsüber ein Nickerchen.

Schlaf in Zahlen

Die Deutschen schlafen im Durch- schnitt siebeneinhalb Stunden. Bei den Frauen ist es mehr als jede Zwei- te (52 %) bei den Männern sind es 39 Prozent, die sich mindestens acht und mehr Stunden Schlaf wünschen. Warum Frauen mehr Schlaf benötigen, ist noch nicht vollständig geklärt. Schlafmediziner Peter Geisler vom Schlafmedizinschen Zentrum der Uni- versität Regensburg: „Wir wissen, dass die Gene eine Rolle spielen. Die Ursache für das erhöhte Schlaf- bedürfnis von Frauen kön- nen biologische Faktoren sein, wie die Möglichkeit der Fortpflanzung. Hor- monelle Einflüsse sind auch nicht auszu- schließen.“ Das Schlaf- bedürfnis wird auch vom Alter und den Lebensumständen be- stimmt. Das geringste Schlafbedürfnis haben die 45 bis 59-Jährigen und das größte die 16-bis 29-Jährigen. Von ihnen gaben 52 Prozent an, mehr als acht Stunden Schlaf zu brauchen.

Das sind die Ergebnisse einer aktu- ellen Umfrage des Allenbach- Instituts. Falsch ist die generelle Aussage, dass ältere Menschen weniger Schlaf brauchen. Schlafme- diziner Geisler: „Es vermindert sich zwar die Dauer des Nachtschlafes, die Gesamtdauer aber nicht. Ältere Menschen schlafen dann eben häufi- ger auch mal tagsüber“.

Siebeneinhalb Stunden schlafen die Deutschen durchschnittlich. Viele Frauen blieben lieber länger im Bett.

FOTO: GETTYIMAGES

FOTO: DPNY

FOTO: DPNY Die Forscher untersuchten gesunde Pro- banden, zwischen 21 und 38 Jahren alt, die 14

Die Forscher untersuchten gesunde Pro- banden, zwischen 21 und 38 Jahren alt, die 14 Tage lang entweder vier oder mehr als sechs Stunden schliefen. Die Ergebnisse verglichen sie mit Testresul- taten von Personen, die mehr als drei Nächte nicht schliefen. Die Wissen- schaftler fanden heraus, dass sich vier Stunden Schlaf pro Nacht gleich negativ auf die geistige Leistung auswirken wie drei Nächte ohne Schlaf in Folge. Das kann bedeuten, dass das Reaktionsver- mögen auf ein Niveau absinkt, das Auto- fahren oder das Steuern eines Flugzeugs zu einem risikoreichen Unterfangen macht. Gleichzeitig mehrere Aufgaben zu erledigen, fällt ebenfalls zunehmend schwerer. Die Studienergebnisse, die im Fachmagazin Sleep veröffentlicht wur- den, geben wissenschaftlichen Einblick in die täglichen Herausforderungen, mit denen etwa Schichtarbeiter, Chirurgen, Eltern mit kleinen Kindern, die routi- nemäßig weniger als sechs Stunden schlafen, zu kämpfen haben.

Eine gesunde Lebensweise dagegen kann die Leistung des Gehirns spürbar erhöhen. Das ist das Ergebnis anderer Studien. Schon eine Stunde zusätzlichen Schlafs steigert die Aufmerksamkeit und die Konzentration um bis zu 25 Prozent. Das berichtet der Bonner Beratungs- dienst „simplify your life“ unter Bezug- nahme auf mehrere Studien aus den USA und aus Finnland. Regelmäßige Bewe- gung erhöht ebenfalls die Fähigkeiten des Gehirns. Wer dreimal wöchentlich eine halbe Stunde Sport treibt, fördert die Produktion neuer Gehirnzellen bis ins hohe Alter. Auch gesunde Ernährung ist gut für die grauen Zellen.

Kaltwasserfische wie Lachs, Hering und Thunfisch wirken genauso anregend auf das Gehirn wie Olivenöl, Avocados und Nahrungsmittel, die Vitamin E enthalten. Die Wirkung von Vitamin E können Sie sich natürlich auch mit der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln zugute kommen lassen. Vermeiden Sie jedoch besonders fetthaltige Speisen (Fleisch- und Wurstwaren, fettreiche Milchpro- dukte und Käse), da ein hoher Blutdruck und ein hoher Cholesterinspiegel die geistige Leistungsfähigkeit negativ be- einflussen. Auch wichtig: regelmäßiges Gehirntraining. Denn jeder neue Lern- vorgang führt zur Entstehung neuer Nervenverbindungen im Gehirn.

AUS DER NATUR

im Gehirn. A U S D E R N A T U R Soja – die

Soja –

die tolle Bohne

MEDICOM-TIPP

Das wirklich Erstaunliche an diesem Nahrungsmittel ist, dass viele Menschen in unserer Kultur so gut wie gar keinen Gebrauch davon machen.

F ür Chinesen und Japaner gehören Sojaprodukte seit Jahrhunderten

zu den Grundnahrungsmitteln und

sie profitieren in beeindruckender Weise von der gesunderhaltenden Wirkung der Bohnenprodukte: Sie haben eine höhere Lebenserwartung und leiden seltener

Alternative zur Kuhmilch ist, zumal für Menschen, die keine Laktose vertragen. Besonders lecker ist Soja jedoch in Form von Tofu, den es buchstäblich in jeder erdenklichen Form und Geschmacksrichtung gibt. Für viele eine überraschende Erfahrung: Tofu- würstchen oder To-

unter Krebs- und Herzerkrankungen als Menschen in der westlichen Welt. Untersuchungen ha- ben zudem bestätigt:
unter Krebs- und
Herzerkrankungen
als Menschen in
der westlichen Welt.
Untersuchungen ha-
ben zudem bestätigt:
Dass Japanerinnen
keine Wechseljahres-
beschwerden ken-
nen, liegt an ihrem
hohen Soja-Konsum.
Was also ist dran
an der Hülsenfrucht?
Vor allem ist etwas
drin. So genannte
Phyto-Östrogene,
Pflanzennährstoffe,
die im menschlichen
Körper ähnlich wir-
ken wie körpereigene
Östrogene, aber sanf-
ter als diese, und die
Vielseitig, kalorienarm, cholesterinfrei. Chinesen
und Japaner sind dank Soja gesünder.
fuburger schmecken
tatsächlich so, als
wären sie aus
Fleisch. Tofu kann
auch als Pastete
oder als Käse ver-
wendet werden. Da-
bei gilt: Produkte
aus Soja sind kalo-
rienärmer, enthalten
weniger Fett, sind
cholesterinärmer
und bilden eine gute
Quelle für Mineral-
stoffe wie Calzium,
Magnesium, Phos-
phor sowie die B-
Vitamine Thiamin,
Riboflavin und Nia-
cin. In den USA
dürfen Produkte, die
Soja enthalten, als
FOTO: DPNY

zudem regulierend den Hormonhaushalt beeinflussen. Iso- flavonoide sind die wirkungsstärksten unter ihnen. Wer nun denkt, dass so etwas wohl auf keinen Fall schmecken kann, der irrt. Zumal der kulinarische Variantenreichtum von Soja beein- druckend ist. Am besten bekannt ist wohl die Sojasoße. Genießen Sie auch einmal Sojanüsse, Sojasprossen oder Sojamilch, die eine hervorragende

gesundheitsfördernd gekennzeichnet werden. Da Sojapro- dukte laut amtlicher Mitteilung der BZgA (Bundeszentrale für gesundheit- liche Aufklärung) im Rahmen unserer Ernährungsgewohnheiten selten ver- zehrt werden, empfiehlt es sich für Frauen in den Wechseljahren, die schützenden Phyto-Östrogene in Form von Nahrungsergänzungen zusätzlich zuzuführen.

FOTO: STONE

FOTO: STONE Hände weg von kleinen, sprich: zu jungen Fischen. Werden sie zu früh gefangen, ist

Hände weg von kleinen, sprich: zu jungen Fischen. Werden sie zu früh gefangen, ist ihr Bestand gefährdet.

Leere Netze. Die Meere sind überfischt. Durch intensive Fischerei mit immer größeren und immer feineren Netzen wurden die Fischbestände ausgebeutet. Doch es gibt noch Fischsorten, die man ohne Bedenken essen kann.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Greenpeace:

Nur wenige Fischarten ge- hören noch auf den Teller

Fisch ist gesund. Der Beweis: bei den Bewohnern des Polarkreises treten die typischen „Zivilisationskrankheiten“ sehr viel seltener auf als in unseren Breiten.

W egen des hohen Fischverzehrs leben die Menschen dort sehr viel gesün-

der, denn Fisch ist besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, die für viele Stoff- wechselvorgänge von großer Bedeutung sind. Das ist die gute Nachricht. Dafür, dass die schlechte nicht unter den

Teppich gekehrt wird, sorgt Greenpeace:

Durch Gifte und Überfischungen sind vie- le Fischarten vom Aussterben bedroht. Sie gehören nicht mehr auf den Teller. Ledig- lich Hering und Makrele sowie Karpfen, Lachs und Forelle aus Bio-Zucht können derzeit noch mit gutem Gewissen genos- sen werden, so die Umweltschützer. Auch Seelachs und Nordseegarnelen könnten noch zum Verzehr empfohlen werden. Fisch wird weltweit knapp. 70 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Bestände gelten als

FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC

komplett ausgebeutet, überfischt oder erschöpft. Klassische Fischereizonen wie die Grand Banks vor Neufundland sind bereits leer gefischt. Einige Speisefisch- arten wie der Aal sind sogar vom Aus- sterben bedroht. Besonders gefährdet: der Kabeljau aus der Nordsee. Sein Bestand ist um 85 Prozent zurückgegangen. Ebenfalls überfischt sind die Bestände des „Fisch- stäbchen-Lieferanten“ Alaska-Seelachs, sowie die von Thunfisch und Scholle. Grundsätzlich sollten Sie keine ganz jun- gen Fische kaufen. Sie wurden gefangen, bevor sie sich fortpflanzen konnten. Da- mit wird ihr Bestand gefährdet. Heilbutt und Thunfisch sind zudem über die Grenzwerte hinaus mit Umweltgiften be- lastet. In dem Einkaufsführer „Fish & Facts“ rät Greenpeace den Verbrauchern, diese Fischsorten deshalb nur selten zu verzehren. Greenpeace rät weiterhin, grundsätzlich eher zu mage- ren als zu fetthaltigen Speisefischen zu greifen, da letztere in der Regel stärker mit Schadstoffen belastet sind.

Um in den Genuss von Omega-3-Fett- säuren zu kommen, vom Aussterben bedrohte Tierarten nicht zusätzlich zu gefährden und um die Aufnahme von Umweltgiften zu vermeiden, empfiehlt es sich, diese wichtigen Fette zusätzlich zur ausgewogenen Ernährung mit Nahrungs- ergänzungsmitteln zu sich zu nehmen. Omega-3-Fettsäuren in Nahrungsergän- zungsmitteln werden zwar auch aus Fischöl hergestellt, die dafür verwen- deten Fische gehören aber nicht zu den vom Aussterben bedrohten, und nicht zu den mit Giften belasteten Fischarten. Außerdem ist dieses Fischöl garantiert frei von Pestiziden und Schwermetalle.

FOTO: DPNY

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC § GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE   IN SACHEN GESUNDHEIT •
§
§

GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT •

GERICHTSURTEILE

 

IN SACHEN GESUNDHEIT

• GERICHTSURTEILE IN SA-

Kassen müssen Verkleinerung des Magens bezahlen

 

Freiwillige Teilnahme

 

Modelle von gesetz-

lichen Pflegekassen

 

Die gesetzlichen Krankenkassen müs- sen stark übergewichtigen Menschen eine Verkleinerung des Magens bezahlen, wenn andere Behandlungs- methoden versagt haben. Dies verkündete das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel und erkannte somit die Adipositas grundsätzlich als Krankheit an.

§

Gesetzlichen Pflegekassen (hier: einer

BKK) ist es nicht erlaubt, ihren Ver-

sicherten Modellvorhaben anzubieten,

an denen sie teilnehmen müssen. In

einem aktuellen Fall sollte sich ein

pflegebedürftiger Versicherter aus-

schließlich durch einen kasseneigenen

Pflegedienst betreuen lassen. Wegen

der Einschränkung der Wahlfreiheit

der Versicherten lehnte das Bundesso-

zialgericht diese Art des Angebots ab.

(Bundessozialgericht,

Az.: B 3 A 1/02 R)

Finanzielle Hilfe für

Analphabeten

Entstehen für Analphabeten zusätzli-

che Kosten, weil sie bei der Medika-

menteneinnahme überwacht werden

müssen, sind diese von der gesetzli-

chen Krankenversicherung zu tragen.

Dies entschied das SG Münster im Fall

einer Analphabetin, die in einem

Heim für betreutes Wohnen lebt, da es

sich dabei um eine medizinisch not-

wendige Behandlungspflege handelt.

(SG Münster, Az.:S 8 KR 141/01)

Ablehnung einer Einweisung

 

Arzt muss über Risiken aufklären

 

Die Weigerung eines Patienten, sich in ein Krankenhaus einweisen zu lassen, darf ein Arzt nicht ohne weiteres akzeptieren. Der Patient muss auf die Notwendigkeit der Untersuchung und auf bestehende Risiken hingewiesen werden. Kommt der Arzt seiner Bera-

 
 

Da die Krankheit gravierende negati- ve Auswirkungen auf den ganzen Körper hat, ist laut BSG ausnahms- weise bei starker Adipositas auch der Eingriff an einem gesunden Organ gerechtfertigt. Das Einsetzen eines Silikonbandes zur Verkleinerung des Magens lassen die neuen Leitlinien nur als letztes Mittel zu, wenn andere Methoden wie Ernährungsberatung und Diäten versagt haben.

 
 

tungspflicht nicht nach, muss er mög- licherweise Schmerzensgeld zahlen.

In einem aktuellen Fall gab das Pfäl- zische Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken der Schmerzensgeld- klage statt. Der Patient, der über eine Grippe klagte, lehnte den Rat des Arztes ab, sich in ein Krankenhaus einweisen zu lassen. Nachdem sich sein Zustand verschlechterte, wurde er doch noch in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Diagnose: Hirnhaut- entzündung. Der Arzt musste Schmer- zensgeld in Höhe von 8.000 Euro zahlen, da seine Behandlung nicht dem „medizinischen Standard“ entsprach.

(Bundessozialgericht, Az. B 1 KR 1/02 und andere)

Fieber gilt als Entschuldigung für Fristüberschreitung

 

(OLG Zweibrücken, Az.: 5 U 25/01)

In einem Streit um die Zulassungsfrist entschied der Kassenarztsenat beim Bundessozialgericht (BSG) in Kassel, dass es Ausnahmen bei der Einhal- tung von Fristen gebe. Das Urteil kam einem Rheinländer zugute, der mit hohem Fieber und unterstützt von einer Bekannten Zulassungsunterla- gen zusammenstellte. Wegen eines Zahlendrehers in der Postleitzahl kam der Brief nicht rechtzeitig an. Die obersten Sozialrichter bestätigten, dass der Zahlendreher wegen des hohen Fiebers entschuldbar sei, und gewährten dem Sozialpädagogen eine Ausnahme von der Zulassungsfrist.

Versteht der Patient nicht, wie er ein Medikament einnehmen muss, weil er den Beipackzettel nicht
Versteht der Patient nicht, wie er ein Medikament einnehmen muss, weil er den Beipackzettel nicht
lesen kann, muss die Kasse die Kosten für die Erklärungen des Arztes tragen.

(Bundessozialgericht, Az. B 6 KA 27 / 02 R)

FOTO: PHOTODISC

GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT

ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN Es wird umstrukturiert im Gesundheitssystem. Kommissionen erarbeiten derzeit die
ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN
ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN

Es wird umstrukturiert im Gesundheitssystem. Kommissionen erarbeiten derzeit die konkreten Details und Änderungen in der neuen Form des staatlichen Gesundheitssystems.

Wie alle Neuerungen stoßen die geplan- ten Änderungen natürlich auf Kritik bei den Betroffenen. Patienten beschweren sich über die auf sie zukommenden Kosten, die Ärzte über die Bevormun- dung, die Kassenärztlichen Vereinigun- gen fürchten um ihren Einfluss. Andere Interessenverbände haben andere Ein- wände. Klar ist: Wenn die medizinische Versorgung im Krankheitsfall auf hohem Niveau gewährleistet bleiben soll, dann müssen alle bereit sein, Einschränkungen hinzunehmen: Patient, Arzt, Apotheker, Krankenkasse und viele andere. Einig sind sich alle, dass Reformen notwendig sind, weil das bisherige System in Zu- kunft nicht mehr finanzierbar sein wird. Doch welche Reformen und wieviel davon? Da scheiden sich die Geister. Manchen ist es ein Zuviel an Reformen, andere sind der Ansicht, dass man von einer Reform als solcher gar nicht reden könne, weil alles im Prinzip gleich bleiben würde. Viele andere brauchbare Vorschläge und Modelle sind nicht berücksichtigt worden. Zu Recht oder zu Unrecht? Wir von der MEDICOM möch- ten dies nicht beurteilen. Für Sie haben wir uns darauf beschränkt, die mögli- chen Vor- und Nachteile der wirklich geplanten Änderungen darzustellen.

Reform des Gesundheitssystems

In Zukunft mehr Geld für weniger Leistungen?

„Es gibt kaum einen Bereich der Politik, den die Menschen mit so hohen Erwartungen, aber auch mit so großen Sorgen betrachten, wie die Reformen des Gesundheitswesens“, so Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Regierungserklärung am 14. März 2003.

N och gar nicht auf dem Tisch, ist die anstehende Gesundheitsreform schon

in aller Munde. Erst Ende April, Anfang Mai soll der Gesetzentwurf vorliegen. Was soll konkret passieren? Und wie wirkt sich das für den Patienten und Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen aus? Wir haben die wichtigsten Fakten hier für Sie zusammengetragen. Die Reform der

gesetzlichen Krankenversicherung be- zeichnete der Bundeskanzler als den wichtigsten und notwendigsten Teil der innenpolitischen Erneuerung. Die Ände- rungen, die notwendig seien, würden nach dem Grundsatz geschehen „Jede und jeder erhält die notwendigen medizini- schen Versorgungen, unabhängig von Alter und Einkommen.“

ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN Geplante Änderungen Das System der Abrechnung über die kassenärztlichen

ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN

Geplante Änderungen

Das System der Abrechnung über die kassenärztlichen Vereinigungen soll ver- ändert werden. Bisher war es so, dass weder der Arzt wusste, wieviel Geld er für seine Behandlung bekommt, noch der Patient nachvollziehen konnte, was seine Behandlung kostet, noch die Kranken- kasse, was sie für einen Patienten an welchen Arzt zu bezahlen hat. Das ist deshalb so, weil die Ärzte bisher über ein Punktesystem abgerechnet werden, bei dem sie selbst nicht wissen, wieviel Geld sie für den einzelnen Punkt bekommen. Die Ärzte wissen, dass diese und jene Leistung mit soundsovielen Punkten ver- rechnet wird – aber nicht wieviel Geld das für ihre Leistung bedeutet. Warum? Bislang ist es so: Das Geld der Kranken- kassen fließt in einen Fond, der von den Kassenärztlichen Vereinigungen verteilt wird. Die jeweilige Menge des zur Verfü- gung stehenden Geldes von den Kran- kenkassen und die Anzahl der anfallen- den Punkte aller zugelassenen Ärzte bestimmten den Wert eines Punktes. Aufgrund dieses Sytems weiß auch die Krankenkasse nicht, wieviel sie für einen Patienten und an welchen Arzt zu bezahlen hat. Dieses System soll ab-

geschafft werden. Nur noch Hausärzte,

So genannte versicherungsfremde Leis- tungen wie etwa das Mutterschaftsgeld oder das Sterbegeld sollen aus dem Leis- tungskatalog herausgenommen werden.

Vorteil: Kosteneinsparungen für die Kassen.

Nachteil: zusätzliche Belastung der Steuerzahler. zusätzliche Belastung der Steuerzahler.

Kassen. Nachteil: zusätzliche Belastung der Steuerzahler. Bestimmte Leistungen, die bislang von den Krankenkassen

Bestimmte Leistungen, die bislang von den Krankenkassen bezahlt wurden, sollen nicht mehr oder anders finanziert werden.

Vorteil: Kosteneinsparungen für die Kassen.

Nachteil: Kostenerhöhungen für den Patienten.

für die Kassen. Nachteil: Kostenerhöhungen für den Patienten. Eins ist sicher: Sie werden auch weiterhin in
für die Kassen. Nachteil: Kostenerhöhungen für den Patienten. Eins ist sicher: Sie werden auch weiterhin in
für die Kassen. Nachteil: Kostenerhöhungen für den Patienten. Eins ist sicher: Sie werden auch weiterhin in
für die Kassen. Nachteil: Kostenerhöhungen für den Patienten. Eins ist sicher: Sie werden auch weiterhin in

Eins ist sicher: Sie werden auch weiterhin in guten

Eins ist sicher: Sie werden auch weiterhin in guten Augenärzte und Gynäkologen sollen in einem anders

Augenärzte und Gynäkologen sollen in einem anders strukturierten Verbund bleiben. Andere Spezialisten sollen di- rekte Verträge mit den Kassen eingehen.

ärztlichen Händen sein. Manches wird allerdings teurer werden.

Händen sein. Manches wird allerdings teurer werden. Vorteil: Bessere Überschaubarkeit und Kostenkontrolle.

Vorteil: Bessere Überschaubarkeit und Kostenkontrolle.

Nachteil: Direkte Verträge zwischen Arzt und Krankenkasse oder Klinik und Krankenkasse könnten dazu führen, dass der Direkte Verträge zwischen Arzt und Krankenkasse oder Klinik und Krankenkasse könnten dazu führen, dass der Patient nur noch bestimmte Ärzte und bestimmte Kliniken aufsuchen kann.

bestimmte Ärzte und bestimmte Kliniken aufsuchen kann. In Zukunft soll es weniger als die derzeit 350

In Zukunft soll es weniger als die derzeit 350 Krankenkassen geben und in ihnen sollen überschaubarere Strukturen ge- schaffen werden.

Vorteil: weniger Bürokratien und daher geringere Kosten für die Verwal- tung insgesamt.

Möglicher Nachteil: weniger Wettbe- werb, geringere Qualität.

Nachteil: weniger Wettbe- werb, geringere Qualität. Das Krankengeld soll von einer Zusatz- Versicherung bezahlt
Nachteil: weniger Wettbe- werb, geringere Qualität. Das Krankengeld soll von einer Zusatz- Versicherung bezahlt

Das Krankengeld soll von einer Zusatz- Versicherung bezahlt werden, die zu die- sem Zweck abgeschlossen werden muss. Noch ist nicht klar, ob dies über die ge- setzlichen oder über die privaten Kran- kenkassen geschehen soll.

Vorteil: Kosteneinsparungen für die Kassen.

Nachteil: Kostenerhöhung für den Bei- tragszahler, der eine zusätzliche Versiche- rung bezahlen muss.

der eine zusätzliche Versiche- rung bezahlen muss. Für den Besuch eines Arztes soll der Patient eine
der eine zusätzliche Versiche- rung bezahlen muss. Für den Besuch eines Arztes soll der Patient eine

Für den Besuch eines Arztes soll der Patient eine Praxisgebühr bezahlen und unter Umständen weitere Kosten selbst tragen. Härtefälle sollen davon ausge- nommen sein.

selbst tragen. Härtefälle sollen davon ausge- nommen sein. die der zu für der angekündigten Maßnahmen ist
selbst tragen. Härtefälle sollen davon ausge- nommen sein. die der zu für der angekündigten Maßnahmen ist
selbst tragen. Härtefälle sollen davon ausge- nommen sein. die der zu für der angekündigten Maßnahmen ist

die

der

zu

für

der angekündigten Maßnahmen ist es,

ken. Ein weiteres Ziel: die Senkung

ranteil an der Krankenversicherung

nem Einkommen, eine „Kopfprämie“

Was wird gemacht und was nicht?

Wie genau diese Eckpunkte umgesetzt werden sollen, wurde bis Redaktions-

schluss noch nicht bekannt gegeben. Ziel

Krankenkassenbeiträge von heute rund

14 Prozent auf unter 13 Prozent zu sen-

Lohnnebenkosten. Zahnersatz und Zahn- behandlungen bleiben weiterhin Kassen- leistungen. Auch die viel diskutierte pri- vate Zusatz-Versicherung für Unfälle und

insbesondere Sportunfälle wird nicht um- gesetzt werden. Ebenfalls nicht berück- sichtigt: der Vorschlag, den Arbeitgebe-

streichen. Auch die Idee einer „Kopf-Pau-

schale“ wurde bislang verworfen. Das am Vorbild des Schweizer Gesundheits-

Systems orientierte Modell sieht vor, dass jeder Bundesbürger, unabhängig von sei-

die Krankenversicherung zahlen würde.

unabhängig von sei- die Krankenversicherung zahlen würde. Vorteil: Kosteneinsparung für die Kassen. Nachteil:
unabhängig von sei- die Krankenversicherung zahlen würde. Vorteil: Kosteneinsparung für die Kassen. Nachteil:
unabhängig von sei- die Krankenversicherung zahlen würde. Vorteil: Kosteneinsparung für die Kassen. Nachteil:

Vorteil: Kosteneinsparung für die Kassen.

Nachteil: Kostenerhöhung für den Patienten, der es sich in Zukunft dreimal überlegen wird, bevor er zum Arzt geht. Auch für die Kassen könnte ein Nachteil daraus entstehen, wenn die Menschen we- gen nicht behandelter Erkrankungen nach einer gewissen Zeit schwer krank werden – und in der Behandlung teurer werden.

Elektronischer Patientenausweis

Zusätzlich zur heutigen Krankenversi- chertenkarte soll auf freiwilliger Basis eine Karte angeboten werden, auf der (Karte) persönliche Daten, beispielsweise Infor- mationen über notwendige Medikamente, gespeichert sein werden. Welche Daten auf der Karte gespeichert werden, soll der Patient bestimmen können. Weitere elek- tronische Speicherformen, wie eine elek- tronische Patientenakte, das elektronische Rezept, der elektronische Arztbrief und eine weitergehende Arzneimittel-Doku- mentation, sollen folgen.

Vorteil: Doppeluntersuchungen kön- nen vermieden, somit Kosten eingespart

werden. Größere Sicherheit für den Pati- enten.

Möglicher Nachteil: der „gläserne Patient“. Denn Daten können auch miss- braucht werden. Großer Verwaltungs- aufwand und dementsprechende Kosten.

Patient“. Denn Daten können auch miss- braucht werden. Großer Verwaltungs- aufwand und dementsprechende Kosten.

Leistungen ausgliedern

Leistungen ausgliedern
Leistungen ausgliedern
Leistungen ausgliedern
Leistungen ausgliedern
Leistungen ausgliedern

Änderung des Systems der Abrechnung

Änderung des Systems der Abrechnung
Änderung des Systems der Abrechnung
Änderung des Systems der Abrechnung
Änderung des Systems der Abrechnung
Änderung des Systems der Abrechnung
Änderung des Systems der Abrechnung
Änderung des Systems der Abrechnung
Änderung des Systems der Abrechnung

Streichung von Kassenleistungen

Streichung von Kassenleistungen
Streichung von Kassenleistungen
Streichung von Kassenleistungen
Streichung von Kassenleistungen
Streichung von Kassenleistungen

Privatisierung des Krankengeldes

Privatisierung des Krankengeldes
Privatisierung des Krankengeldes
Privatisierung des Krankengeldes
Privatisierung des Krankengeldes
Privatisierung des Krankengeldes

Weniger Kassen

Weniger Kassen
Weniger Kassen
Weniger Kassen
Weniger Kassen
Weniger Kassen

„Eintrittsgeld“ für Arztbesuch

„Eintrittsgeld“ für Arztbesuch
„Eintrittsgeld“ für Arztbesuch
„Eintrittsgeld“ für Arztbesuch
„Eintrittsgeld“ für Arztbesuch
„Eintrittsgeld“ für Arztbesuch

FOTO: www.globetrotter.de

: w w w . g l o b e t r o t t e

Optimal für Geist und Körper

Rudern: über das Wasser gleiten

Sie beginnen mit weichen, ruhigen Schlägen und sehen das Ufer langsam kleiner werden. Sie lauschen dem Schlag des Ruders und sehen die Tropfen von den Ruderblättern fallen. Sie gleiten über das Wasser, das Ihren Schatten reflektiert. Sich treiben lassen – im Boot und in Gedanken.

S ie können allein rudern oder in der Gemeinschaft, es als Wettkampf- sport betreiben oder mit dem kleinen Holz- boot gemüt-

Die Rudertechnik

oder mit dem kleinen Holz- boot gemüt- Die Rudertechnik Ziehen Sie die Ruder im gleichen Rhythmus

Ziehen Sie die Ruder im gleichen Rhythmus zurück, indem Sie sie vor- schieben. Achten Sie dabei auf einen geraden Rücken.

lich über den See dümpeln. Sie können draußen rudern und die Landschaft genießen – oder auf einem Rudergerät im Fitness-Studio oder zu Hause aus- schließlich von seinen körperaufbauen- den Effekten profitieren. Rudern ist ein Wettkampf-, Freizeit- und Familiensport. Und in besonderer Weise auch als Sport für Behinderte geeignet. Es gibt jede Menge gute Gründe, sich kräftig in die Riemen zu legen.

Die meisten Ruderer glauben, dass dieser Sport alle wesentlichen Eigen- schaften und Fähigkeiten schult, die ein modernes Leben erfordert: Kraft, Ruhe,

schult, die ein modernes Leben erfordert: Kraft, Ruhe, dem Körper ,wenn Sie die Ruder vorschieben. Dieser

dem

Körper ,wenn Sie die Ruder vorschieben. Dieser Vorgang nennt sich Vorrollen. Versuchen Sie, die Bewegung so auszu- führen, dass keine Beschleunigung oder Geschwindigkeitsschwankung ensteht.

Folgen

Sie

Ihren

Händen

mit

Gleichgewicht, Koordination, Ausdauer, Teamgeist, Zielgerichtetheit und Konzen- tration. Gewiss ist: Neben dem Skilanglauf gilt das Rudern als die Sport- art mit der intensivsten Wirkung auf den Körper. Es stärkt nicht nur die Atmung und das Herz-Kreislauf-System, sondern auch die Muskeln der Brust, des Rückens, der Arme und der Beine. Was die körperlichen Wirkungen angeht, gilt dies auch für das Rudern an Ru- dergeräten im Fitness-Studio. Von der Partie ins Blaue im ausgeliehenen Ruder- boot profitieren das Herz und der Kreislauf – zudem macht´s gute Laune.

Rudern Sie sich gesund. Rudern als Sport.

Als gelenkschonender Ausdauersport bietet das Rudern von der Schulzeit bis ins fortgeschrittene Lebensalter die Mög- lichkeit, Zivilisationskrankheiten und den Folgen von Bewegungsmangel ent- gegenzuwirken und sich fit zu halten.

Beim Rudern besteht kaum Verletzungs- gefahr, denn Wasser ist nachgiebig und bietet, anders als der feste Boden, nur sanften Widerstand. Stöße und Schläge, die Gelenke, Muskeln und Sehnen belas- ten, gibt es hier nicht. Wie kaum eine andere Sportart beansprucht das Rudern eine Vielzahl von Muskelgruppen. Da die meisten Sportboote Rollsitze haben, kommt die Kraft beim Rudern nicht etwa nur aus den Armen, sondern auch die Beine sowie der gesamte Körper sind in die Ruderbewegungen eingebunden. Da das Rudern die Kraft- und Ausdauer- fähigkeit trainiert, steigert es, ohne dass eine andere Sportart zusätzlich betrieben werden müsste, fast alle körperlichen Leistungsfaktoren.

werden müsste, fast alle körperlichen Leistungsfaktoren. Sobald die Hände vor den Knien sind, hat auch der

Sobald die Hände vor den Knien sind, hat auch der Oberkörper seine maxi- male Vorlage erreicht.

GRAFIKEN: DPNY

FOTO: PHOTODISC, DPNY, TAXI

Rudern ist gut für …

… das Herz

Hochleistungsruderer und Skilangläufer sind die Sportler mit den kräftigsten Her- zen. Das Rudertraining erweitert beson- ders die Herzarterien, vermehrt die Ka- pillaren in der Herzmuskulatur und wirkt der Entstehung von Arteriosklerose ent- gegen. Mit einem regelmäßigen Ruder- training kann so einem Herzinfarkt wirk- sam vorgebeugt werden. Eine kleine Ru- derpartie am Sonntag tut auch dem we- niger trainierten Herzen gut.

… die Sauerstoffversorgung

Die gleichmäßige Bewegung ohne über- mäßige Belastung fördert den Atemrhyth- mus und mit ihm den Sauerstoffaustausch in den Lungen. Durch die Bewegung auf dem Wasser wird frische Atemluft zuge- führt. Das fördert die Sauerstoffaufnahme und das allgemeine Wohlbefinden.

… den Kreislauf

Durch die selbst bestimmbare körperliche Betätigung an der frischen Luft auf dem Wasser wird die Ausdauer gefördert. So kann Kreislauferkrankungen vorgebeugt werden.

… die Muskulatur

Die Muskelgruppen, die das Skelett stüt- zen, werden beim Rudern sehr ausgegli- chen und schonend trainiert.

Wer sich mit bestimmten Risikofaktoren auseinandersetzen muss, profitiert ganz besonders vom Rudersport. Diese Fakto- ren sind: Bewegungsmangel, Überge- wicht, Bluthochdruck, Rauchen, erhöhter Blutzucker, erhöhter Blutfettspiegel. Zu- dem wirkt sich Rudern positiv bei Diabe- tes und Haltungsschwächen aus.

Rudern positiv bei Diabe- tes und Haltungsschwächen aus. Schließlich werden die Arme bis zum Körper herangezogen,

Schließlich werden die Arme bis zum Körper herangezogen, während Hüfte und Oberkörper die Spannung halten.

Kalorienkiller Rudern

Wer ein paar lästige Kilos verlieren will, ist mit dem Rudersport ebenfalls gut bera- ten. Immerhin liegt der Kalorienverbrauch eines 80 Kilo schweren Menschen bei 168 Kalorien pro Viertelstunde. Wer 60 Minuten rudert, verbrennt im Durchschnitt 670 Kalorien. Doch am Anfang nicht übertreiben! Um nachhaltig Kilos zu verbrennen, genügt es, eine hal- be Stunde konsequent zu rudern. Möch- ten Sie Rudern langfristig als Ausdauer- sport betreiben – was sich aus vielen Gründen empfiehlt –, sollten Sie dreimal die Woche etwa eine halbe Stunde rudern. Zwei Dinge sollte man jedoch auch beim Ausüben des Rudersports beachten:

Auf alle Fälle für geeigneten Sonnen- schutz (Kappe, T-Shirt, Creme) sorgen. Und: Nicht nur bei kälterem Wetter soll- ten die Nieren vor Zug geschützt sein!

Sie möchten jetzt unbedingt rudern gehen?

Rudervereine gibt es in jeder Stadt am Wasser. Die Telefonnummern und Adres- sen finden Sie in den gelben Seiten. Für den kleinen Törn über den See können Sie sich vielerorts Boote ausleihen. Auch hier lohnt ein Blick ins Telefonbuch. Bleibt noch die Variante für „Wasser- scheue“. Ruderergometer finden Sie in fast jedem größeren Fitness-Studio.

Trockenrudern

Natürlich, wer das Fitness-Studio oder die gute Stube durchquert, begegnet nicht ge- rade dem Wesen des Ruderns. Gleichwohl:

Der gesundheitliche Effekt des „Trocken- ruderns“ ist nicht zu unterschätzen. Da gute Ruderergometer sehr teuer sind, empfiehlt es sich, diese in einem Fitness- Studio zu nutzen. Ergometer – Wortbe-

in einem Fitness- Studio zu nutzen. Ergometer – Wortbe- deutung: Geräte zur Messung der Arbeits- leistung

deutung: Geräte zur Messung der Arbeits- leistung von Muskeln – gibt es in unter- schiedlichen Formen. Es gibt sie als Fahrrad, Liegefahrrad, Stepper, Laufband, Climber oder Cross-Trainer – und als Rudergerät. Allesamt gelten sie als sichere Trainingsgeräte für Herz und Kreislauf. Ihr Vorteil: geringe Verletzungsgefahr bei runden ergonomischen Bewegungen und gut dosierbaren Belastungen. Vor allem dann, wenn die Geräte pulsgesteuert ar- beiten. Ist das der Fall, sinkt die Belastung automatisch ab, wenn der Puls steigt.

Auf Rudergeräten lassen sich zu- dem folgende Muskelgruppen gezielt trainieren: Hintere Schultern Triceps Rücken
Auf Rudergeräten lassen sich zu-
dem folgende Muskelgruppen gezielt
trainieren:
Hintere Schultern
Triceps
Rücken
Beine
Gesäßmuskulatur
Rudergeräte eignen sich sowohl für das Kraft-
training als auch zur Stärkung des Herzens.
FOTO: HORIZON FITNESS
BUCH-TIPP „Tipps für Rudern“ von Wolfgang Fritsch, Meyer & Meyer Verlag, 120 Seiten ca. €
BUCH-TIPP
„Tipps für Rudern“
von Wolfgang Fritsch,
Meyer & Meyer Verlag,
120 Seiten
ca. € 9.90
FOTO: DIGITALVISION Keine Angst vor der Narkose Erst die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels Narkose

FOTO: DIGITALVISION

Keine Angst vor der Narkose

Erst die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels Narkose zu betäuben, ermöglicht es, operative Eingriffe völlig schmerzfrei durchzuführen. Viele Menschen haben Angst vor möglichen Komplikationen bei einer Narkose. Dass diese Angst nicht gerechtfertigt ist, wollen wir Ihnen mit diesem Artikel zeigen. Wir schildern Ihnen die gebräuchlichsten Narkoseverfahren und erläutern die Vorbereitungsmaßnahmen, die Sie selbst vor einer Operation ergreifen können.

S chon seit dem frühen Mittelalter kennt man die Möglichkeit, Patienten

vor einer Operation zu betäuben. Ab dem 9. Jahrhundert benutzten Ärzte zu die- sem Zweck den so genannten „Schlaf- schwamm“. Dieser mit anästhesierenden Pflanzenextrakten wie Opium, Alraune und Schierling getränkte Schwamm wur- de dem Patienten während eines

Eingriffs unter die Nase gehalten. Im 19. Jahrhundert ermöglichte dann die Entdeckung von Äther und Chloroform

erstmals eine zuverlässige Vollnarkose und somit eine völlig schmerzfreie Ope- ration. Es war der amerikanische Arzt William Morton, der 1846 in Boston die erste Narkose mit Äther durchführte. Seit 1953 gibt es in Deutschland die Anästhe- sie als eigene medizinische Fachdiszi- plin. Die Ausbildung zum „Facharzt für Anästhesie“ erfordert eine vierjährige Tätigkeit in einer Klinik sowie eine abschließende Prüfung zum Nachweis der Qualifikation.

 

In den Ursprüngen der Narkosemedizin ging es noch recht brutal zu Werke. Hier:

die „Holzhammer-

Methode“.

 
 

Der weltweit erste Narkose-Apparat wurde 1911 erfunden. Er ermöglichte es, den Patienten während der Narkose zu beatmen.

erste Narkose-Apparat wurde 1911 erfunden. Er ermöglichte es, den Patienten während der Narkose zu beatmen.
es, den Patienten während der Narkose zu beatmen. Die erste öffentliche Operation fand 1846 in Boston,

Die erste öffentliche Operation fand 1846 in Boston, USA, unter Äthernarkose statt.

Was ist eine Narkose?

Als Narkose bezeichnet man einen Zustand, in dem vorübergehend die Schmerzwahrnehmung ausgeschaltet ist. Bei der Vollnarkose ist man ohne Bewusstsein, in einem schlafähnlichen Zustand. Bei der Lokalanästhesie hin- gegen bleibt man bei Bewusstsein; es werden nur bestimmte Körperregionen betäubt. Die Kombination von mehreren Betäubungsmitteln (Narkotika) für die Narkose hat sich bewährt, weil so der Kör- per weniger belastet wird und sich die Narkotika in ihren Wirkungen zum Teil in erwünschter Weise ergänzen. Die ständige Überwachung der Körperfunktionen mit neuen Techniken hat die Narkose für die Patienten sehr sicher gemacht.

Narkosemethoden Die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels Narkose zu betäuben, ermöglicht es, operative

Narkosemethoden

Die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels Narkose zu betäuben, ermöglicht es, operative Eingriffe völlig schmerzfrei durchzuführen.

Welche Narkosemethode ist sicherer?

Sehr sicher sind sowohl die Vollnarkose als auch die Regionalanästhesie; Kom- plikationen sind nahezu ausgeschlossen. Nur bei einer Schwangerschaft ist eine Regionalanästhesie die bessere Wahl. Und in einigen Fällen kann die Wirk- dauer der Teilnarkose nicht ausreichen, da das Operationsgebiet zu groß ist – Ihr Arzt wird sich dann für eine Vollnarko- se entscheiden.

Vollnarkose

Bei der Vollnarkose wird der Patient in einen Zustand künstlicher Bewusstlosig- keit versetzt. In diesem Zustand sind die Zentren für die Schmerzwahrnehmung im Gehirn gehemmt, das Bewusstsein ist ausgeschaltet. Da auch die Atemmusku- latur betäubt wird und erschlafft, muss die Sauerstoffversorgung durch künstli- che Beatmung aufrechterhalten werden. Dafür wird ein Schlauch (Tubus) in die Luftröhre eingeführt. Das Einführen des Tubus geschieht erst unter Narkose, sodass man nichts spürt. Der Tubus wird noch vor dem Erwachen wieder entfernt.

exakt dosiert zu verabreichen. Deshalb wird die Periduralanästhesie vor allem bei der Behandlung von Wehenschmer- zen und bei der Kaiserschnittoperation angewendet.

Plexusanästhesie (periphere Nervenblockade)

In den Achselhöhlen, am Schlüsselbein und in der Leiste liegen die Nerven gebündelt vor. Spritzt der Arzt hier ein Betäubungsmittel, werden Arme oder Beine betäubt. Da die Nerven von außen nicht sichtbar sind, besteht das Risiko von Nervenverletzungen. Um solche Blessuren zu verhindern, benutzt man Spezialnadeln, die einen schwachen Reizstrom leiten und die Identifikation des zu betäubenden Nervs erleichtern.

Im Operationssaal

Manchmal lässt man sich von den vielen ungewohnten Eindrücken ängstigen, die im Operationssaal (OP) auf einen einstürmen. Das ist nicht notwendig, es erwartet Sie ein gut eingespieltes Team, das alles Erdenkliche für Ihre Sicherheit tut. Hier erfahren Sie, was alles am Tag der Operation passiert: Am Morgen vor der Operation erhalten Sie ein Beruhi- gungsmittel. Das ist bereits Teil der Vor- bereitung auf die Narkose und soll helfen, dass Sie ruhig und entspannt bleiben. Noch in Ihrem Zimmer erhalten Sie ein Operationshemd und Antithrombose-

Regionalanästhesie und Spinalanästhesie

Seit 1898 wird die sogenannte Spinal- anästhesie durchgeführt. Man bleibt bei Bewusstsein, nur die Operations- stelle wird betäubt. Die Spinal- anästhesie eignet sich besonders bei Eingriffen an den Beinen, in der Leiste und an Blase und Prostata. Hierbei wird ein Betäubungsmittel mit einer sehr feinen Nadel in den so genannen Spinalkanal injiziert, wodurch das darin befindliche Rückenmark an bestimmten Stellen betäubt wird. Die Injektion (Punktion) selbst ist nicht schmerzhaft, da der entsprechende Hautbereich örtlich betäubt wird. Die Wirkung setzt bereits nach wenigen Minuten ein. Direkte Verletzungen des Rückenmarks sind so gut wie aus- geschlossen, da die Einstichstelle weit unterhalb des Rückenmarks liegt. Der Vorteil: In der ersten Zeit nach der Operation besteht eine weitgehend schmerzfreie Phase, die anhält, so- lange die Nervenblockade besteht.

Periduralanästhesie

Bei dieser Methode wird das An- ästhetikum in den Periduralraum, der neben dem Spinalraum liegt, gespritzt. Es wandert durch eine Haut in den Spinalraum ein. Der Vorteil der Methode: Es kann ein Katheter gelegt werden, der es ermöglicht, Medikamente kontinuierlich und sehr

der es ermöglicht, Medikamente kontinuierlich und sehr Was vor, während und nach der Narkose passiert Am

Was vor, während und nach der Narkose passiert

Am Tag der Operation bekommen Sie üblicherweise Medikamente, die auf den Eingriff in Ihrem speziellen Fall abgestimmt sind. Sie dienen der Beruhigung oder Schmerzlinderung und/oder können die Bildung von Magensäure oder von Speichel hemmen.

Zunächst treffen Sie Ihren Anästhesisten und das OP-Pflege- personal. Sie werden an ein EKG ange-
Zunächst treffen Sie Ihren Anästhesisten und das OP-Pflege- personal. Sie werden an ein EKG ange-
Zunächst treffen Sie Ihren Anästhesisten und das OP-Pflege- personal. Sie werden an ein EKG ange-

Zunächst treffen Sie Ihren Anästhesisten und das OP-Pflege- personal. Sie werden an ein EKG ange- schlossen, das Ihre Herztätigkeit über- wacht (1), und Ihr Blutdruck wird ge- messen (2). Dann bekommen Sie eine Infusion, den so ge- nannten Venentropf (3) in eine Arm- oder Handrückenvene. Und der Sauerstoffgehalt im Blut wird durch ei- nen Fühler am Finger gemessen (4).

in eine Arm- oder Handrückenvene. Und der Sauerstoffgehalt im Blut wird durch ei- nen Fühler am
in eine Arm- oder Handrückenvene. Und der Sauerstoffgehalt im Blut wird durch ei- nen Fühler am
in eine Arm- oder Handrückenvene. Und der Sauerstoffgehalt im Blut wird durch ei- nen Fühler am

Auch nach der Narkose bleiben Sie noch eine Weile unter Beobachtung. Erst wenn sichergestellt ist, dass Sie keine unangemessenen

Schmerzen haben und auch sonst alles in Ordnung ist, ist der Eingriff beendet.

auch sonst alles in Ordnung ist, ist der Eingriff beendet. Überwachung der Herztätigkeit Venentropf Blutdruck-

Überwachung

der Herztätigkeit

ist der Eingriff beendet. Überwachung der Herztätigkeit Venentropf Blutdruck- messung Messung des Sauer- stoffes im

Venentropf

Eingriff beendet. Überwachung der Herztätigkeit Venentropf Blutdruck- messung Messung des Sauer- stoffes im Blut GRAFIK

Blutdruck-

messung

Messung des Sauer- stoffes im Blutbeendet. Überwachung der Herztätigkeit Venentropf Blutdruck- messung GRAFIK DPNY MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003 17

GRAFIK DPNY

FOTO: DIGITALVISION

FOTO: PHOTODISC

FOTO: DIGITALVISION FOTO: PHOTODISC strümpfe. Sobald Sie alles angezogen haben, werden Sie auf einem Bett in

strümpfe. Sobald Sie alles angezogen haben, werden Sie auf einem Bett in einen Einleitungsraum gefahren. Dort hilft Ihnen das OP-Team beim Umsteigen auf einen Operationstisch. Sie erhalten zunächst einen intravenösen Zugang, meist über eine Vene am Handrücken. Sie werden im OP viele technische Ein- richtungen sehen, die alle eingesetzt werden, um Sie optimal überwachen zu können: ein Blutdruckmessgerät mit einer Manschette für den Oberarm; Elek- troden für den Brustkorb die die Daten für die EKG-Überwachung auf dem Monitor liefern; einen Clip für den Fin- ger, der die Sauerstoffsättigung in Ihrem Blut anzeigt. Und auch wenn Sie die Gesichter der OP-Ärzte und Schwestern wegen des Mundschutzes nicht sehen können, lassen Sie sich nicht schrecken:

Unter dem Mundschutz stecken freundli- che Menschen, die gut auf Sie aufpassen werden. Dann wird die Narkose durch ein Schlafmittel eingeleitet. Und während Sie sanft in die Narkose gleiten, prüft der Anästhesist (Narkosearzt) noch vor Be- ginn der Operation erneut Ihre Unterlagen mit den Laborwerten, dem EKG und even- tuellen Röntgenaufnahmen. Während der Operation überwacht er dann ständig den Blutdruck, das EKG und die Sauerstoff- sättigung im Blut. Wenn die Operation vorbei ist, bleiben Sie zunächst im Auf- wachraum, bis die Narkose abgeklungen

ist. Hier wird Ihre Atem- und Kreislauf- funktion weiter überwacht. Wenn es notwendig sein sollte, erhalten Sie Schmerzmedikamente. Erst wenn sich die Ärzte vergewissert haben, dass es Ihnen gut geht und dass Sie keine unan- gemessenen Schmerzen haben, werden Sie zurück auf Ihre Station verlegt. Normalerweise dürfen Sie nach 2 Stunden bereits wieder etwas trinken.

Mögliche Nebenwirkungen einer Narkose

Der bei der Vollnarkose zum Einsatz kommende Beatmungstubus kann durch die Reizung der Stimmbänder Hals- schmerzen verursachen, die aber bald wieder abklingen.

In seltenen Fällen kommt es zu einem vorübergehenden Harnverhalt, da auch die Blase betäubt wird. Um die Blase zu entleeren, muss dann ein Blasenkatheter gelegt werden.

Wenn die Injektionsnadel bei der Punkti- on die Rückenmarkshaut durchdringt, entsteht ein sehr kleines Punktionsloch. Bei einigen wenigen Patienten kann das einige Tage andauernde Kopfschmerzen verursachen. Da man heutzutage nur noch sehr dünne so genannte Spinalna- deln verwendet, tritt diese Komplikation jedoch nur noch sehr selten auf.

Die Narkose ist anstrengend für den Körper. Danach brau- chen Sie zunächst einmal sehr viel Ruhe und Schlaf.

FOTO: DIGITALVISION
FOTO: DIGITALVISION

Auch wenn Sie das OP-Team wegen des Mundschutzes nicht richtig erkennen können: Hinter den Tüchern stecken nette Menschen, die ihren Beruf verstehen.

 

Worauf Sie achten sollten

W enn Sie vor der Einweisung ins Krankenhaus bei Ihrem Hausarzt

 
 

einen Gesundheitscheck machen las- sen und Ihrem behandelnden Arzt im Krankenhaus die wichtigsten Befunde vorlegen, können Sie wertvolle Zeit einsparen, da diese Untersuchungen dann nicht in der Klinik durchgeführt werden müssen.

Sie bekommen von Ihrem Arzt einen Fragebogen, den Sie gewissen- haft ausfüllen sollten.

Sie bekommen von Ihrem Arzt einen Fragebogen, den Sie gewissen- haft ausfüllen sollten.

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte das sagen, denn es kann zu Übelkeit kommen. Der Anästhe- sist verabreicht in solchen Fällen zu- sammen mit dem Narkotikum auch ein Mittel gegen Übelkeit.

kommen. Der Anästhe- sist verabreicht in solchen Fällen zu- sammen mit dem Narkotikum auch ein Mittel

Aspirin (Acetylsalicylsäure) und Antikoagulanzien wie z. B. das Medi- kament Marcumar sollte man am Tag vor der Operation nicht einnehmen. Sie machen das Blut dünnflüssig und erhöhen dadurch die Blutungsgefahr.

In einer Zeitspanne von mindestens 6 Stun- den vor der Operation sollten Sie nichts mehr essen oder trinken, denn Übelkeit kann während der Operation zu Kom- plikationen führen. Zigaretten und Kaffee sind ebenfalls strikt verboten, denn auch sie können der Grund für Komplikationen sein.

führen. Zigaretten und Kaffee sind ebenfalls strikt verboten, denn auch sie können der Grund für Komplikationen
führen. Zigaretten und Kaffee sind ebenfalls strikt verboten, denn auch sie können der Grund für Komplikationen
führen. Zigaretten und Kaffee sind ebenfalls strikt verboten, denn auch sie können der Grund für Komplikationen
führen. Zigaretten und Kaffee sind ebenfalls strikt verboten, denn auch sie können der Grund für Komplikationen

Zahnspangen und Kontaktlinsen müssen herausgenommen werden. Auch Ringe und Schmuck sowie Make-up sind tabu.

Zahnspangen und Kontaktlinsen müssen herausgenommen werden. Auch Ringe und Schmuck sowie Make-up sind tabu.

k k

HIER AUSSCHNEIDEN

i i

n n

l l

o o

x x

e e

✁ k k HIER AUSSCHNEIDEN i i n n l l o o x x e

VITALSTOFF

Vitamin E

Radikal-Fänger

Fehlt Ihnen Vitamin E? Schon bei einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte eine ergänzende Vitamin-E-Zufuhr für Sie
Fehlt Ihnen Vitamin E?
Schon bei einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte eine
ergänzende Vitamin-E-Zufuhr für Sie sinnvoll sein.
Verwenden Sie kaum pflanzliche Öle,
wie etwa Weizenkeimöl?
JA
Verzehren Sie Nüsse, Sonnenblumenkerne,
Sesam oder andere Saaten nur sehr selten?
Sind Sie vermehrt Belastungen durch Schad-
stoffe aus der Umwelt – etwa infolge von
Smog, Ozon oder Autoabgasen – ausgesetzt?
Leiden Sie unter chronischen Entzündungen
(z. B. Rheuma, Arthritis, chronischen ent-
zündlichen Darmerkrankungen)?
FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC

V itamin E neutralisiert Freie Radikale, aktiviert den Stoff-

wechsel, unterstützt Herz und Kreislauf und schützt die Nerven, die Gefäße und die Gelenke.

Enthalten z. B. in

pflanzlichen Fetten und Ölen, Avocados, Nüssen, Sonnenblumenkernen

Pflanzenöl ist unter anderem so wertvoll, weil es so viel Vitamin E enthält.

Herkunft - Funktion - Versorgunganderem so wertvoll, weil es so viel Vitamin E enthält. Mit Vitamin E bezeichnet man acht

Mit Vitamin E bezeichnet man acht chemisch eng verwandte Stoffe – vier so genannte Tocopherole und vier Tocotrienole. Das wirksamste un- ter ihnen ist das Alpha-Tocopherol (natürliches Tocopherol). Die herausra- gende Eigenschaft dieses Vitamins ist die Fähigkeit, aggressive Substanzen, so ge- nannte Freie Radikale abzufangen und unschädlich zu machen. Denn Vitamin E schützt nicht nur pflanzliche Öle und Margarine vor dem „Ranzigwerden“. Es schützt auch im Körper Zellstrukturen vor der Oxidation durch freien Radikale. Außerdem schützt Vitamin E LDL-Choles- terin im Blut vor seiner – schädlichen – Veränderung durch Sauerstoffradikale. Ferner fördert Vitamin E die Durchblu- tung, erhält die Blutgefäße in gesundem Zustand und kann Blutgerinnseln (Thrombosen) vorbeugen. Auf diese Weise trägt Vitamin E zur Funktions- fähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems bei. Weitere Schutzfunktionen übernimmt das Weise trägt Vitamin E zur Funktions- fähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems bei. Weitere Schutzfunktionen übernimmt das fettlösliche Vitamin für ein anderes fett- lösliches Vitamin – das Augenvitamin A.

Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf- Erkrankungen: Vitamin E reduziert die Oxidation von Cholesterin und wirkt dadurch der Tendenz zu Cholesterin- Ablagerungen in den Arterien entgegen. Rheuma: Bei einer medikamentösen entzündungshemmenden Therapie wird Vitamin E oft unterstützend eingesetzt. Hoch dosiertes Vitamin E kann Entzün- dungen und Versteifungen der Gelenke reduzieren. Zudem kann mit der Gabe von Vitamin E u. U. die Dosierung von neben- wirkungsreichen Antirheumatika herab- gesetzt werden. Leistungssport: Eine intensive sportliche Betätigung kann zu oxidativem Stress führen, der durch Vitamin E reduziert werden kann. Medikamente/Umweltgifte: Da einige Medikamente ebenso wie Umweltgifte die vermehrte Bildung Freier Radikale im Körper verursachen, kann Vitamin E hier Schutzeffekte entfalten. Vorzeitiges Altern: Vorzeitige Alterser- scheinungen gehen meist auf das Konto schädlicher Einflüsse — etwa von Auto- und Industrieabgasen, chlorhal- tigem Wasser, Lebensmittelzusatzstoffen und Zigarettenrauch. Dank seiner antioxi- dativen Eigenschaft kann Vitamin E Schäden verringern, die durch ständigen oxidativen Stress entstehen.

Wie viel Vitamin E braucht der Körper? mg TÄ pro Tag Säuglinge m w 0
Wie viel Vitamin E
braucht der Körper?
mg TÄ pro Tag
Säuglinge
m
w
0
-
4 Monate
3
4
- 12 Monate
4
Kinder
1
-
4 Jahre
6
5
4
-
7 Jahre
8
8
7
- 10 Jahre
10
9
10
- 13 Jahre
13
11
13
- 15 Jahre
14
12
Jugendliche u.
Erwachsene
15
- 19 Jahre
15
12
19
- 25 Jahre
15
12
25
- 51 Jahre
14
12
51
- 65 Jahre
13
12
65
Jahre u. älter
12
11
Schwangere
13
Stillende
17
m
= männlich
w
= weiblich
FOTO: PHOTODISC
Quelle: DGE (vereinfacht)

Verwendung von Vitamin E

Mangelsituationen: verminderte Auf- nahme infolge von Fettresorptions- störungen (Störungen der Bildung von Gallensaft und von Sekreten der Bauch- speicheldrüse), entzündliche Darmer- krankungen. Anämie (Blutarmut): Bei hämolytischer Anämie stabilisiert Vitamin E die Zell- wände der roten Blutkörperchen; es un- terstützt so ihre Lebensdauer.

k k

i i

n n

l l

o o

x x

e e

VITALSTOFF

CoenzymQ10

Kraftstoff für die Zellen

C oenzym Q10 verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit, unterstützt die Energie-

gewinnung unserer Zellen und ist besonders in Verbindung mit den Vitaminen E und C ein äußerst effektiver Radikal-Fänger.

Enthalten z. B. in

Hefe, Gemüse, Pilzen, Muscheln, Fleisch, Eiern und Milchprodukten

Brauchen Sie Coenzym Q10? Bei schon einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte ein erhöhter Bedarf oder eine
Brauchen Sie Coenzym Q10?
Bei schon einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte ein
erhöhter Bedarf oder eine unzureichende Versorgung
von Coenzym Q10 vorliegen.
Sind Sie über 40 Jahre alt?
JA
Werden Sie mit Statinen behandelt?
Nehmen Sie selten Fleisch- und
Wurstwaren zu sich?
Sind Sie öfter Stress oder
Schadstoffen ausgesetzt?
FOTO: PHOTODISC

Herkunft - Funktion - Versorgung

Coenzym Q10 wird auch als Ubichinon be- zeichnet. Dieser Name wurde gebildet nach dem lateinischen Wort „ubique“, das „überall“ bedeutet, denn Coenzym Q10 kommt in fast allen Zellen des mensch- lichen Körpers vor. Es wird in den Mito- chondrien bei der Umsetzung von Nähr- stoffen in Energie gebraucht. Coenzym Q10 ist ein bedeutendes Element einer Ket- te von Stoffwechselprozessen, mit denen sich der Körper die in den Lebens- mitteln steckende Energie nutzbar macht. Man bezeichnet diesen Prozess als „Atmungskette“. Coenzym Q10 erfüllt da- rüber hinaus wichtige Aufgaben in der Zellmembran. Durch die Anwesenheit von Coenzym Q10 bleibt sie beweglich und flexibel und kann ihre Funktionen dann optimal ausführen. Haben die Zellen funktionsfähige Zellmembranen, dann ist auch dafür gesorgt, dass Medika- mente schneller aufgenommen werden können und die lindernde Wirkung eines

Wie viel Coenzym Q10 braucht der Körper Empfehlung Unabhängige Ernährungswissen- schaftler empfehlen eine tägliche
Wie viel Coenzym Q10
braucht der Körper
Empfehlung
Unabhängige Ernährungswissen-
schaftler empfehlen eine tägliche
Zufuhr von 30 mg Coenzym Q10.

arzneilich wirksamen Stoffes für den Betroffenen schneller spürbar wird und Beschwerden früher nachlassen. Coenzym Q10 besitzt sehr gute und für die Zelle wichtige antioxidative Eigenschaften. Coenzym Q10 ist eine der Substanzen, die bereits in der Zellwand Freie Radikale unschädlich machen und gar nicht erst zulassen, dass sie in der Zellwand oder in der Zelle ihr schädliches Werk beginnen können. Außerdem kann Coenzym Q10 das Vitamin E, das sich durch das Ab- fangen Freier Radikale erschöpft, wieder regenerieren. Die Q-Coenzyme kommen in den Varianten Q1 bis Q10 vor – der Mensch kann nur das höherwertige Q10 sofort in seinem Stoffwechsel verwenden. Unser Organismus ist jedoch in der Lage, die Qs von niedrigerem Wert in das höherwertige Q10 umzuwandeln. Aller- dings schwindet diese Fähigkeit mit zu- nehmendem Alter. Ab einem Alter von 40 Jahren ist es wichtig, auf eine aus- reichende Coenzym-Q10-Versorgung zu achten, und viele Experten empfehlen, die Q10-Versorgung des Körpers mit einer Nahrungsergänzung zu verbessern.

Verwendung von Coenzym Q10

Herzerkrankungen: Einige wissenschaftli- che Untersuchungen haben gezeigt, dass Coenzym Q10 in hoher Dosierung bei Patienten mit Herzinsuffizienz die Herzfunktion verbessern konnte. Wirkung als Antioxidans:

Coenzym Q10 besitzt antioxi- dative Eigenschaften und kann die Oxidation von Cholesterin hemmen. Auf diese Weise kann es die Gesundheit der Blutgefäße unterstützen und

Ablagerungen an den Gefäßwänden vor- beugen. Regeneration von Vitamin E: Bei Radi- kalangriffen ist es darüber hinaus an der Regeneration von Vitamin E beteiligt. AIDS: Eine Nebenwirkung des AIDS- Medikaments AZT ist, dass es die Zahl der Lymphozyten des Immunsystems enorm reduziert. Eine wissenschaftliche Studie lieferte den Hinweis, dass Coenzym Q10 die Lymphozyten vor diesem schädlichen Einfluss schützt. Die zusätzliche Einnahme von Coenzym Q10 kann so die Lebensqua- lität der Betroffenen immens erhöhen. Körperlicher Stress: Verletzungen, Opera- tionen und chronische Krankheiten er- höhen den Bedarf an Coenzym Q10. Bluthochdruck: Bei Hypertonie-Patienten konnte außerdem in Studien eine deutli- che Reduktion des systolischen und des diastolischen Blutdrucks sowie der Herz- frequenz nachgewiesen werden. Cholesterin: Besonders wichtig ist Coen- zym Q10 für Patienten, die an erhöhten Cholesterinwerten leiden und dagegen mit Statinen (z. B. Lovastatin) behandelt wer- den. Die Statinbehandlung hemmt nicht nur die körpereigene Cholesterinsynthese, sondern auch die Bildung von Coenzym Q10 – ein Mangel an Coenzym Q10 ist die Folge. Er sollte durch die Ernährung oder Nahrungsergänzungen ausgeglichen werden. Parkinson: Mehrere Studien konnten bestätigen, dass Coenzym Q10 das Fort- schreiten der Krankheit spürbar ver- langsamt. Bei einer täglichen Einnahme von 1.200 mg zeigten die Versuchsteilneh- mer 44 % weniger geistige und motorische Einbußen.

FOTO: PHOTODISC

MEDICOM Sonderheft zum Ausschneiden und Sammeln

Gesundheitsferien in der Klinik im Hofgarten, Bad Waldsee

Gesundheitsferien in der Klinik im Hofgarten, Bad Waldsee Waldburg-Zeil Kliniken Gesundheit wünscht sich jeder – und

Waldburg-Zeil

Kliniken

der Klinik im Hofgarten, Bad Waldsee Waldburg-Zeil Kliniken Gesundheit wünscht sich jeder – und gesund zu

Gesundheit wünscht sich jeder – und gesund zu leben ist gar nicht so schwer! Nutzen Sie deshalb unser attraktives Angebot in einer der schönsten Ferienregionen Deutschlands und ver- bringen Sie Ihre Gesundheitsferien in Bad Waldsee.

Die Klinik im Hofgarten bietet mit einem „Rundum- Programm“ für Entspannung und Aktivität die beste Unterstützung für den Einstieg in Ihre gesundheitsbe- wußte Lebensweise. Zusätzlich sorgt das attraktive Rahmenprogramm dafür, dass Sie auch außerhalb der Klinik im Hofgarten mit besonderen Highlights verwöhnt werden. Die wunderschöne Landschaft zwischen Alpen und Bodensee wird ebenso ihren Teil dazu beitragen!

Alpen und Bodensee wird ebenso ihren Teil dazu beitragen! Information und Buchung: Über Medicom Pharma
Alpen und Bodensee wird ebenso ihren Teil dazu beitragen! Information und Buchung: Über Medicom Pharma

Information und Buchung:

Über Medicom Pharma (gebührenfrei):

Telefon 0800 7377730 bzw. Fax 0800 7377700

schriftlich an:

Medicom Pharma AG, Sedemünder 2, Altenhagen I, D-31832 Springe

oder direkt bei der Klinik im Hofgarten

Hotelleistungen und Rahmenprogramm:

7

Übernachtungen mit VP im Einzel- oder Doppel-

zimmer mit Dusche/WC, Telefon, TV, Radio, Safe

1

Überraschungsmenü am Wochenende wahlweise

im „Möhrenpick - Vegetarisches Restaurant“ oder im Restaurant „Grüner Baum“, Bad Waldsee

1

Golf-Schnupperkurs (2 Stunden) im Golf- und

Vitalpark, Bad Waldsee (nach Wetter bzw. Saison Alternativangebot: Bogenschießen)

1 Gutschein für das Zeppelinmuseum, Friedrichshafen

1 freier Eintritt für 2 Stunden in der Waldseetherme

Freie Nutzung des Bewegungsbades und der Freizeitangebote der Klinik

Freier Fahrradverleih

Gesundheits-Programm:

Ärztliches Aufnahmegespräch mit allgemeiner Gesundheitsberatung

Einführung in die Fitnessgeräte der Medizinischen Trainingstherapie; anschließend freie Nutzung des Fitnessraumes

3

Kneipp’sche Anwendungen oder wahlweise

3 Naturmooranwendungen

• Entspannungsmassagen

• medizinische Vollbäder mit Naturextrakten

• Unterwasserdruckstrahlmassage

• mal Gruppengymnastik im Bewegungsbad

• mal Gruppengymnastik in der Gymnastikhalle

• Auf Wunsch auch kalorienarme Menüs möglich

2

2

1

2

2

Angebotspreis:

EUR 650,- pro Person und Woche

Termine:

Fit und aktiv im goldenen Oktober:

03.10. - 31.10.2003

Fit und aktiv im Advent:

28.11. - 19.12.2003

Fit und aktiv ins neue Jahr:

02.01. - 30.01.2004

Verlängerungswochen sind jederzeit möglich!

Klinik im Hofgarten Am Hofgarten 1 88339 Bad Waldsee

Service-Nr. 0800 1008629

Telefon

07524 707-0

Fax

07524 707-208

www.klinik-im-hofgarten.de

klinik-im-hofgarten@wz-kliniken.de

Klinik im Hofgarten

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA

MEDICOM informiert

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA

MEDICOM informiert

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA

MEDICOM informiert

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA

MEDICOM informiert

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG 25. AUSGABE,
MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG 25. AUSGABE,

INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

25. AUSGABE, MAI 2003

FOTO: PHOTODISC

SARS

SARS bedeutet „Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom“. Nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sind weltweit mindestens 62 Menschen an SARS gestorben, und mehr als 1.700 Menschen haben sich mit der Krankheit infiziert (Stand: 01.04.03).

V on der Krankheit sind vor allem die Südprovinzen in China betroffen.

Aber auch Singapur, Vietnam, Kanada und die USA (Kalifornien, New York) ver- zeichnen Erkrankte und Todesfälle. Ver- einzelte Fälle der atypischen Lungener- krankung gab es außerdem in Australien, in Deutschland sowie in verschiedenen anderen Ländern. Der Ursprung der SARS wird laut WHO in der südchinesischen Provinz Guangdong (Kanton) vermutet. Dort ist die Krankheit im November 2002 erstmals aufgetreten. Ein 64-jähriger Arzt aus Guangdong schleppte Ende Februar die Erkrankung nach Hongkong ein, er steckte dort mehrere Besucher aus Kanada und Singapur an, die nach der Rückkehr in ihre Heimat ihrerseits wieder andere Menschen infizierten. Hierzulande wurde die Erkrankung erst am 15.03.03 bekannt, als drei Passagiere der Singa- pore Airlines auf dem Frankfurter Flugha- fen mit Verdacht auf SARS in Quarantäne genommen wurden. Dabei handelte es sich um einen Arzt, der in Singapur Pati- enten mit SARS behandelt hatte, sowie um seine Frau und seine Schwiegermut- ter. Alle drei Patienten sind aber bereits Ende März wieder von der Erkrankung genesen. In Großbritannien wurde jetzt ein Fall der Ansteckung bekannt, bei dem sich der Infizierte im Inland aufgehalten und auch dort angesteckt hatte.

Auslöser, Übertragungsweg, Symptome

Die an SARS Erkrankten leiden im Anfangsstadium unter Fieber (mehr als 38 °C) sowie unter Beschwerden der Atemwege, wie z. B. Halsschmerzen, Hus- ten oder Atemnot. Im fortgeschrittenen

Halsschmerzen, Hus- ten oder Atemnot. Im fortgeschrittenen Stadium können die Patienten dann zu- sätzlich eine

Stadium können die Patienten dann zu- sätzlich eine schwere Lungenentzündung entwickeln, die aber nur bei 4 Prozent der Erkrankten auch tödlich verläuft. Der Übertragungsweg wird als „Tröpfchen- und Schmierinfektion“ bezeichnet; die Ansteckung erfolgt nur durch engen Kon- takt zu einem Infizierten oder durch Nähe zu hustenden oder niesenden Menschen, durch engen Kontakt in Fahrstühlen oder durch Handkontakt. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen der An- steckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt bei SARS 2 bis 7 Tage. In dieser Zeit ist nach den bisherigen Erkenntnissen keine Ansteckung möglich. Der Erreger kann also nicht unbemerkt von Infizierten, bei denen noch keine Symptome der Erkrankung aufgetreten sind, an andere Personen weitergegeben werden. Als vermutlicher Erreger von SARS wurde ein bislang unbekanntes Virus aus der Familie der Corona-Viren identifiziert. Bei den Corona-Viren han-

delt es sich um häufig auftretende Viren, deren bislang bekannte Stämme lediglich banale Erkältungserkrankungen bewirk- ten. Warum das spezielle Corona-Virus, das SARS auslöst, im Gegensatz zu den anderen Stämmen so gefährlich ist, ist derzeit noch unbekannt. Größte Bedeu- tung hat hier die Versorgung der Infizier- ten. Die WHO hat zu diesem Zweck einen umfangreichen Vorschriftenkatalog ver- fasst, der die Erkennung, den Transport, die Quarantäne und die Behandlung der Betroffenen regelt. Medizinisches Perso- nal wird ausführlich geschult, um weitere Ansteckung möglichst auszuschließen.

Die Fluggesellschaften rief die WHO ferner zu erhöhter Wachsamkeit auf. Pas- sagiere aus den betroffenen Gebieten werden an den Flughäfen auf die typischen SARS-Krankheitsmerkmale hin überprüft, Flugzeuge werden desinfiziert. Bei der Lufthansa gibt es bereits seit Mitte März die Anweisung, Personen mit SARS-Symptomen nicht mehr an Bord zu lassen. Das Auswärtige Amt hat bereits empfohlen, die Notwendigkeit von Reisen in die betroffenen Gebiete zu überden- ken. Einige international tätige Konzerne weisen ihre Beschäftigten bereits in Informationsveranstaltungen auf die Ansteckungsgefahr hin und stellen ihnen frei, Reisen nach Asien auf einen späte- ren Zeitpunkt zu verschieben.

Trotz allem: kein Grund zur Panik

Auch wenn Anfang April der erste Deut- sche an SARS erkrankte, warnen deutsche Experten davor, hierzulande wegen SARS in Panik zu verfallen. Eine weltweite seu- chenartige Verbreitung, wie zum Beispiel bei den von Influenza-Viren ausgelösten Grippe-Epidemien, sei nicht zu erwarten. Denn die Erkrankung ist den bisherigen Erkenntnissen nach nur durch direkten Kontakt mit Erkrankten durch Tröpf- chen- oder Schmierinfektion übertragbar; während der Inkubationszeit besteht kein Ansteckungsrisiko. Das lasse hoffen, dass das Virus relativ gut kontrollierbar sei, so Experten vom Bernhardt-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein

MEDICOM informiertMEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein Anlass zur Entwarnung

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein

MEDICOM informiertMEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein Anlass zur Entwarnung

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein

MEDICOM informiertMEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein Anlass zur Entwarnung

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein

MEDICOM informiertMEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein Anlass zur Entwarnung

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Kein Anlass zur

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC

Kein Anlass zur Entwarnung bei Acrylamidproblematik

In der letzten Ausgabe unserer MEDICOM (Nr. 24) berichteten wir ausführlich über das Thema Acrylamid und die damit verbundenen Risiken für die Verbraucher. Zwischenzeitlich sorgte nun eine schwe- dische epidemiologische Studie für eine heftige Debatte, da sie keinen Zusam- menhang zwischen dem Verzehr von Acrylamid aus Lebensmitteln und einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen fand und damit in Frage stellte, dass von Acrylamid eine Gefährdung ausgeht. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewer- tung (BfR) sieht aber nach gründlicher Prüfung der Studie keine Veranlassung, seine bisherige Risikobewertung hin- sichtlich Acrylamid zu revidieren oder gar Entwarnung zu geben. Nach Ansicht des BfR gibt es nämlich erhebliche Zwei- fel, dass sich die Ergebnisse der Studie auf die Allgemeinbevölkerung übertra- gen lassen.

Die Befragten waren älter als 51 Jahre und verzehrten von den hoch mit Acryl- amid belasteten Produkten überwiegend nur Kekse und Bratkartoffeln. Die junge Generation mit einem vermutlich wesent-

Die junge Generation mit einem vermutlich wesent- Um den Acrylamidgehalt beim Zubereiten von Pommes frites

Um den Acrylamidgehalt beim Zubereiten von Pommes frites möglichst gering zu halten, gilt die Devise:

Vergolden statt verkohlen!

lich höheren Verzehr von Knabberarti- keln oder Pommes frites wurde also in dieser Studie gar nicht betrachtet. Außer- dem sieht das BfR die Berechnung der Acrylamid-Aufnahme in der Studie als äußerst unzuverlässig an, da der Lebens-

mittelverzehr rückwirkend für die letzten 5 Jahre geschätzt wurde und überhaupt nur wenige Lebensmittel in die Berech- nung miteinbezogen wurden. Daher hält das BfR auch nach Vorlage der schwedischen Studie uneingeschränkt an seiner ursprünglichen Bewertung des Acrylamids fest, die diese Substanz als ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko einschätzt. Somit sind auch die Empfehlungen zur häuslichen Lebens- mittelzubereitung nach wie vor gültig, allen voran die Grundregel des Bundes- ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft: „Vergol- den statt verkohlen!“

Acrylamid wurde in der Europäischen Union in die Kategorie 2 der Krebs erre- genden Stoffe eingestuft. Im Tierversuch löst die Substanz Krebs aus, und sie schädigt das Erbgut. Die Einstufung in Kategorie 2 bedeutet, dass Acrylamid auch für den Menschen als krebserre- gend angesehen werden sollte. Während die Acrylamid-Problematik somit nach wie vor aktuell ist, zeigen sich erste für den Verbraucher erfreuliche Erfolge der Aufklärungskampagne: Die Her- steller von vorgefertigten Pommes frites haben die bislang unterschiedlichen Temperaturangaben auf den Verpackun- gen vereinheitlicht.

Warnung vor Red-Rice-Produkten

D as Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt

vor dem Verzehr von Red-Rice-

Produkten (Roter Reis), die im Internet und in verschiedenen Ländern als Nah-

rungs-

ergänzungsmittel zur Senkung des Cholesterinspiegels vertrieben werden. In Deutschland ist der Vertrieb von Pro- dukten, die Red Rice enthalten, verboten. Beim Verzehr von Nahrungsmitteln, die

Red Rice enthalten, kann es zu gefähr- lichen Nebenwirkungen kommen. Red Rice, auch unter den Namen Anka bzw. Ankak vertrieben, soll ein traditionelles chinesisches Heilmittel sein. Das Produkt entsteht durch die Fermentation von Reis mit dem Schimmelpilz Monascus purpu- reus. Dieser Schimmelpilz bildet neben den roten Farbstoffen, die ihm seinen Namen geben, Wirkstoffe wie Monacoli- ne, Ankalactone und Citrinin. Monacolin

wie Monacoli- ne, Ankalactone und Citrinin. Monacolin Red Rice wird auch unter den Namen Anka bzw.

Red Rice wird auch unter den Namen Anka bzw. Ankak als Nahrungsergänzung zur Senkung des Cholesterin- spiegels vertrieben. Der Red Rice entsteht durch die Fermentierung von Reis mit einem Schimmelpilz und kann gefährliche Nebenwirkungen aufweisen.

ist identisch mit Mevinolin oder Lovasta- tin, einem Hemmstoff der Choleste- rinsynthese. Lovastatin ist als Wirkstoff in dem verschreibungspflichtigen Arz- neimittel Mevinacor enthalten. Roter Reis kann daher die Nebenwirkungen von Arzneimitteln zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte verstärken. Diese Ne- benwirkungen können sich insbesondere als Muskelschädigungen äußern. Weitere Wechselwirkungen betreffen sowohl die Hemmstoffe der Cholesterinsynthese als auch andere Wirkstoffe zur Senkung der Blutfette wie Fibrate, Gemfibrozil und Nikotinsäure in hohen Dosen.

Besonders gefährlich ist das Citrinin, das bei der Fermentierung von Reis entsteht. Bei einer Analyse in den USA wurde in sieben von neun untersuchten Produkten Citrinin gefunden. Citrinin hat in Ver- suchen mit Ratten zu Nierentumoren geführt. In den USA ist ein Red-Rice- Produkt als Arzneimittel klassifiziert worden. In Deutschland ist Red Rice weder als Arzneimittel noch als Lebens-

FOTO: DPNY

FOTO: DPNY E s gibt Menschen, die trotz herausragender Intelligenz nicht mit dem Leben zurechtkom- men

E s gibt Menschen, die trotz herausragender Intelligenz nicht mit dem Leben zurechtkom-

men und die nicht den Erfolg haben, den man ihrer geistigen Fähigkeiten wegen erwarten würde. Und wer hat sich andererseits noch nicht darüber gewundert, dass jemand, der eigentlich „kein so großes Licht“ ist, im Beruf und im Leben enorm erfolgreich sein kann? Es ist so einfach wie nahe- liegend: Im Privat- und Berufsleben erfolgreiche Menschen haben einen guten Zugang zu ihren Gefühlen und zu denen anderer Menschen.

FOTO: THINKSTOCK „Emotionale Kompetenz“, „soziale Kompetenz“, „sexuelle Intelli- genz“ – an Schlagworten und

FOTO: THINKSTOCK

„Emotionale Kompetenz“, „soziale Kompetenz“, „sexuelle Intelli- genz“ – an Schlagworten und „griffigen Erfolgsrezepten“ mangelt es kaum. Der Buchmarkt ist voll von Ratgebern zum Glücklich- werden. Wozu also jetzt dieser Artikel? Eine neue Anleitung:

„Probleme lösen, ruck, zuck!“? Wäre dies möglich, würden wir Ihnen gern solch einen Artikel liefern. Was Sie stattdessen erwar- tet, ist eine Anregung, sich mit dem nach wie vor aktuellen The- ma Emotionale Intelligenz zu befassen, ein Anreiz, sich Fragen zu stellen, die Sie sich möglicherweise noch nicht gestellt haben, oder: einfach nur eine Kurzfassung dessen, was man, nachdem sich die anfängliche Euphorie gelegt hat, derzeit unter dem Schlagwort Emotionale Intelligenz versteht.

Intelligenz war als reine Verstandes- leistung zu sehen, Emotionen als ein Störfaktor. Ein Grund, warum diese traditionellen Vorstellungen ins Wanken gerieten, waren eine Reihe von unerwar- teten Erkenntnissen der Hirnforschung. Sie besagten, dass Emotionen in einem bislang unvermuteten Ausmaß unsere gesamte Wahrnehmungswelt, unser Be- wusstsein und unsere Entscheidungen mitbestimmen. In den meisten Fällen ge- schieht dies nicht bewusst, daher wurde der Einfluss der Gefühle auch so lange unterschätzt.

Was den Begriff der Emotionalen Intelli- genz dann enorm populär machte, das war David Golemans Buch mit diesem Titel.

Der amerikanische Wissenschaftsjour- nalist stellte erstmals außerhalb von Fachkreisen den EQ (den Emotionalen Quotienten) neben den IQ (den Intelli- genz-Quotienten). Unter dem Schlagwort „Emotionale Intelligenz“ fasste Goleman eine ganze Reihe von Fähigkeiten wie Mitgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Menschlichkeit, Rücksichtnahme, Takt und Höflichkeit zusammen. Er bezeichne- te die Emotionale Intelligenz sogar als viel ausschlaggebender für den persön- lichen und beruflichen Erfolg eines Men- schen, als seinen Intelligenz-Quotienten. Warum?

Was ist Emotionale Intelligenz?

Der Autor des Buches „Emotionale Intel- ligenz“, Daniel Goleman, beantwortet diese Frage folgendermaßen:

„Emotionale Intelligenz: Das ist die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.“

Emotionale Intelligenz ist ein Begriff, der erst in den 90er Jahren auftauchte und dessen Bedeutung sich nicht spontan er- schließt, denn zunächst einmal erscheint die Verbindung von Emotion und Intel- ligenz merkwürdig. Noch vor wenigen Jahrzehnten hätte man den Begriff Emotionale Intelligenz als Widerspruch in sich betrachtet, denn Intelligenz schien ganz eindeutig die Fähigkeit zu präzisem und logischem Denken zu umschreiben. Emotionen andererseits hatten mit Verstand und Vernunft offenbar nichts zu tun – jedenfalls nichts, was sich positiv auswirken könnte.

Im Gegenteil: Es bestand die Auffassung, dass klares Denken und intelligentes Verhalten erheblich gestört werden, wenn Emotionen ins Spiel kommen. Sich von Gefühlen leiten zu lassen und emotional zu reagieren, das galt als Zeichen von Schwäche; Emotionen ausschließen und kontrollieren zu können, wurde dagegen als Zeichen von Stärke gedeutet. Gefühle waren bestenfalls als Luxus in romanti- schen oder sentimentalen Momenten zugelassen – aber nicht zu viel davon. Zu viel Gefühl konnte – so die damalige Auffassung – zu unbedachten Reaktio- nen führen und den Verstand lahm legen.

Bei der „Feststellung“ des Grades der Intelligenz eines Menschen – seines In- telligenzquotienten – wurde rationales Denken, Urteilen und Handeln gemessen. Es ging um das Lösen von komplexen logischen Problemen und um rationales strategisches Denken. Ein Intelligenztest enthielt zwar noch einige Zusatzaufga- ben, die sprachliches Verständnis, räum- liches Orientierungsvermögen und die schnelle Erfassung von komplexen Bil- dern und Mustern maßen, aber klar war:

von komplexen Bil- dern und Mustern maßen, aber klar war: Die Mischung macht´s. Menschen, die einen
Die Mischung macht´s. Menschen, die einen guten Zugang zu ihren Gefühlen haben, lassen sich nicht
Die Mischung macht´s. Menschen,
die einen guten Zugang zu ihren
Gefühlen haben, lassen sich
nicht von ihnen beherr-
schen. Sie vereinen ihren
Verstand mit ihrem
Gefühl und tragen
diese Stärke nach
außen. Auch zu
Gunsten der anderen.

PHOTODISC FOTO: PHOTODISCFOTO:

PHOTODISC FOTO: PHOTODISCFOTO: Goleman zufolge, sind Menschen mit einer hohen Emotionalen Kompetenz beruflich
PHOTODISC FOTO: PHOTODISCFOTO: Goleman zufolge, sind Menschen mit einer hohen Emotionalen Kompetenz beruflich

Goleman zufolge, sind Menschen mit einer hohen Emotionalen Kompetenz beruflich erfolgreicher, weil sie gut mit sich selbst und anderen Menschen um- gehen können und somit Führungsqua- litäten besitzen. Im Privatleben hilft eine hohe Emotionale Intelligenz, gut mit sich selbst, dem Partner, der Familie, Freun- den und anderen Menschen auszukom- men und Konflikte konstruktiv zu lösen. Emotional intelligente Menschen können gut zuhören und akzeptieren ihre Mit- menschen, wie sie sind. Daher sind sie sehr beliebt und haben tief gehende Beziehungen und Freundschaften. Da sie auch gut für sich selbst sorgen, sind sie meist zufrieden und ausgeglichen.

Auch wenn Golemans Thesen in wissen- schaftlichen Kreisen umstritten sind, weil er, so seine Kritiker, Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale zusam- menwerfe und der Emotionale Quotient nicht empirisch nachweisbar sei, so hat doch sein Buch auf breiter Basis ein Umdenken ausgelöst.

Die Kernaussagen

Menschen mit einem hohen IQ sind nicht automatisch auch besonders erfolgreich im Beruf oder Privatleben. Wobei der Erfolg im Beruf nicht automa- tisch mit Erfolg im Privatleben gleich- zusetzen ist.

Zwischen Zeugnisnoten oder IQ und dem emotionalen Wohlbefinden besteht kein oder kaum ein Zusammenhang. kein oder kaum ein Zusammenhang.

Die Fähigkeit zur Impulskontrolle ist wichtig für persönlichen und beruflichen Erfolg. Ein Beispiel dafür ist der so genannte Marshmallow-Test (Marshmal- low: engl. für Süßigkeiten aus Zucker- schaum. Deutsch: „Mäusespeck“). In dieser Studie aus den 60er Jahren wurde das Verhalten von vierjährigen Kindern beobachtet. Zu Beginn der Untersuchung teilte man den kleinen Probanden mit, dass sie das vor ihnen liegende Bonbon essen dürften. Gleichzeitig stellte man ihnen eine weitere Süssigkeit in Aussicht, wenn sie es schaffen, diesem Bonbon

in Aussicht, wenn sie es schaffen, diesem Bonbon 20 Minuten lang zu widerstehen. Es zeigte sich,
in Aussicht, wenn sie es schaffen, diesem Bonbon 20 Minuten lang zu widerstehen. Es zeigte sich,

20 Minuten lang zu widerstehen. Es zeigte sich, dass diejenigen Kinder, die widerstehen konnten, 12 Jahre später ei- ne höhere soziale Kompetenz aufwiesen, selbstbewusster waren, mit Frustrationen besser umgingen und in der Schule mehr Erfolg hatten. Dabei erwies sich der Marshmallow-Test als ein doppelt so gutes Kriterium wie der IQ-Test.

als ein doppelt so gutes Kriterium wie der IQ-Test. Auf die sofort greifbaren Belohnungen zugunsten der

Auf die sofort greifbaren Belohnungen zugunsten der zu erwartenden verzichten: Kinder, die dies beherr- schen, werden die erfolgreicheren Erwachsenen.

dies beherr- schen, werden die erfolgreicheren Erwachsenen. Im Beruf zählt nicht nur die Qualifikation. Wer sich

Im Beruf zählt nicht nur die Qualifikation. Wer sich selbst und andere zu motivieren weiß, wer sich in andere hineinzuversetzen versteht und angemessen mit den Gefühlen sei- ner Kollegen und Mitarbeiter umgehen kann, ist oft erfolgreicher als fachlich bessere, aber emotional weniger intelligente Menschen. Das belegen Forschungsergebnisse.

aber emotional weniger intelligente Menschen. Das belegen Forschungsergebnisse. 26 MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003
aber emotional weniger intelligente Menschen. Das belegen Forschungsergebnisse. 26 MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003

FOTO: PHOTODISC

FOTO: DPNY

FOTO: PHOTODISC FOTO: DPNY Wer mit seinen Ängsten besser umge- hen kann und allgemein ein optimisti-
FOTO: PHOTODISC FOTO: DPNY Wer mit seinen Ängsten besser umge- hen kann und allgemein ein optimisti-

Wer mit seinen Ängsten besser umge- hen kann und allgemein ein optimisti- scherer Mensch ist, wird mehr Leistung erbringen können und ein erfolgreicherer Mensch sein. Auch hier erwies sich der Optimismus als ein besseres Kriterium als der IQ. Der amerikanische Psychologe Seligman untersuchte den Einfluss Optimismus als ein besseres Kriterium als der IQ. Der amerikanische Psychologe Seligman untersuchte den Einfluss von Optimismus auf die Leistungsfähigkeit. Er überredete ein Versicherungs-Unterneh- men, eine spezielle Gruppe von Bewer- bern einzustellen, die bei einem Optimis- mus-Test sehr gut abgeschnitten hatten, aber bei den üblichen Einstellungstests durchgefallen waren. Zur Überraschung der Unternehmer übertraf diese Gruppe die Verkäufe der Pessimisten im ersten Jahr um 21 %, im zweiten gar um 57 %.

Wahre Höchstleistung bringt der Mensch dann, wenn er „im Fluss“ ist, also ohne bewusste Anstrengung sein Gehirn arbeiten lässt. Mensch dann, wenn er „im Fluss“ ist, also ohne bewusste Anstrengung sein Gehirn arbeiten lässt.

Unter 1.011 getesteten Kindern waren diejenigen, die nonverbal ausgedrückte Gefühle anderer zu deuten verstanden, die beliebtesten in ihrer Klasse und die emotional stabilsten. Sie waren auch in der Schule erfolgreicher, obwohl ihr IQ im Durchschnitt nicht höher war, als der von Kindern, die im Deuten nonverbaler Mitteilungen weniger gut waren. Nach der Faustregel der Kommunikations- forscher ist eine emotionale Mitteilung zu 90 oder mehr Prozent nonverbal.

Es gibt Neuronen im Sehzentrum, die speziell dafür verantwortlich sind, Emo- tionen des Gegenübers zu deuten. Sind diese Neuronen durch einen Unfall geschädigt, können einige Menschen die Gefühle ihrer Mitmenschen anhand von Fotos nicht mehr erkennen. Das Training dieser Gehirnareale in der Kindheit eines Menschen könnte über seine spätere Emotionale Intelligenz bestimmen.

über seine spätere Emotionale Intelligenz bestimmen. Optimismus macht erfolg- reich. Wer sich selbst und anderen
über seine spätere Emotionale Intelligenz bestimmen. Optimismus macht erfolg- reich. Wer sich selbst und anderen
über seine spätere Emotionale Intelligenz bestimmen. Optimismus macht erfolg- reich. Wer sich selbst und anderen

Optimismus macht erfolg- reich. Wer sich selbst und anderen mehr zutraut, kann auch mehr erwarten.

selbst und anderen mehr zutraut, kann auch mehr erwarten. Strategisches Denken, planvolles, kühles Analysieren und

Strategisches Denken, planvolles, kühles Analysieren und berechnendes Abwägen sind nur eine Seite der Medaille. Wer all dies nicht mit seinen Emotionen zu vereinen weiß, wird mit seiner Intelligenz allein nicht wirklich weit kommen.

Was ist Intelligenz?

„Intelligenz ist die Fähigkeit, einen Intelligenztest zu bestehen.“

Seine Intelligenz ist eine der prägendsten Eigenschaften eines Men- schen. Doch auch nach intensiven Forschungen in den vergangenen hundert Jahren haben sich die Wissenschaftler bis heute noch nicht auf eine einheitliche Definition der menschlichen Intelligenz einigen können. Intelligenz hat etwas mit Wissen, Verstehen, Planen und Problemlösen zu tun.

I n Deutschland sind rund 80 verschiede- ne Intelligenztests auf dem Markt. Bei den Intelligenzforschern besteht Einigkeit, dass es praktisch unmöglich ist, einen Intelligenztest zu konzipieren, der nur die Fähigkeiten und nicht auch Bildung und Wissen misst. Die Kompetenzen eines Menschen, die in den Tests gemessen werden, sind: räumliches Vorstellungs- vermögen, verbaler Ausdruck, abstraktes Denkvermögen, Gedächtnis, Zahlenver- ständnis und Anpassungsfähigkeit. Diese Kompetenzen werden bei Kindern in ein Verhältnis zum Alter gesetzt, da Intelli- genztests zunächst einmal entwickelt wurden, um Entwicklungsverzögerungen von Kindern in den verschiedenen Alters- gruppen vergleichen zu können.

Etwa 50 Prozent der deutschen Bevölke- rung hat einen IQ von 100. Etwa zwei Prozent haben IQs unter 69 und weitere zwei Prozent haben IQs von 130 und mehr. Sie gelten als hoch begabt. Das Re- sultat eines Intelligenztests kann jedoch die tatsächliche lebenspraktische Leistungsfähigkeit eines Menschen nicht bewerten. Am ehesten gibt es Aufschluss über die schulische Leistungsfähigkeit.

Übrigens: Intelligenztests unterliegen einer Normierung und müssen unter bestimmten Bedingungen stattfinden, um aussagekräftig zu sein. Der IQ, der sich aus Tests in Zeitschriften oder Fern- sehsendungen errechnet, ist nicht sehr aussagefähig.

in Zeitschriften oder Fern- sehsendungen errechnet, ist nicht sehr aussagefähig. MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003 2
in Zeitschriften oder Fern- sehsendungen errechnet, ist nicht sehr aussagefähig. MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003 2
in Zeitschriften oder Fern- sehsendungen errechnet, ist nicht sehr aussagefähig. MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003 2

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Emotional intelligentes Verhalten ist ein Akt der Balance. Das Gleichgewicht entsteht aus der Ausge-
FOTO: PHOTODISC Emotional intelligentes Verhalten ist ein Akt der Balance. Das Gleichgewicht entsteht aus der Ausge-
Emotional intelligentes Verhalten ist ein Akt der Balance. Das Gleichgewicht entsteht aus der Ausge- glichenheit
Emotional intelligentes
Verhalten ist ein Akt der
Balance. Das Gleichgewicht
entsteht aus der Ausge-
glichenheit der Gefühle
mit dem Verstand.

Gefühl und Verstand in der richtigen Relation

Der Begriff der Emotionalen Intelligenz bezieht sich vor allem auf jene Momente gefühlsmäßigen Handelns, die wir später bereuen, wenn sich die Aufregung gelegt hat: Die Frage ist dann, weshalb

wir so unvernünftig haben handeln können.

Daniel Goleman

E s gibt Menschen, die von ihren Ge- fühlen so beherrscht werden, dass sie

rationalen Argumenten kaum zugänglich sind. Sie treffen ihre Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“. Sie sind meist stolz darauf, „Gefühlsmenschen“ zu sein und haben wenig Lust, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie so geworden sind. Der Hinweis darauf, dass sich „aus dem Bauch heraus“ auch Hass, Habgier, Neid und Ei- fersucht zeigen, stößt bei ihnen auf taube Ohren. Menschen, die der Überzeugung sind, dass ihr Wissen und ihr Verstand das Einzige sind, auf das sie sich verlassen können, erleben sich selbst ähnlich. Sie

lehnen – im Gegensatz zum Gefühlsmen- schen – alles, was aus dem Bauch kommt, kategorisch ab, misstrauen ihren eigenen Gefühlen und haben wenig Verständnis für die Empfindungen anderer Menschen. Solche Menschen sind stolz darauf, alles mit „kühlem Kopf“ zu regeln, und haben genauso wenig wie die reinen Gefühls- menschen Lust dazu, lange darüber nach- zudenken, warum sie so geworden sind. Doch erst, wenn Bauch und Hirn zusam- menarbeiten, kann sich der Mensch so verhalten, wie er es aus freiem Willen möchte. Gedanken müssen empfunden werden. Doch viele haben immer noch die

Vorstellung, dass das Gehirn wie ein Computer arbeitet: Rationale Argumente werden abgewogen, mit erlebten Situatio- nen und Erfahrungen abgeglichen, und auf der Basis dieser Datenlage werden Entscheidungen getroffen. In Wahrheit macht unser Gehirn etwas anderes: Es wägt das emotionale Resultat früherer Erfahrungen ab und liefert eine Antwort in Gestalt einer Ahnung, eines inneren Gefühls.

Hirnforscher haben herausgefunden: Es gibt keinen einzigen mentalen Akt, keine geistige Leistung, die ohne eine emotio- nale Bewertung erfolgt. Was wir als Gefühl und was wir als Intelligenz be- zeichnen, existiert niemals jeweils für sich allein. Den wissenschaftlichen Beleg dafür konnten Forscher mit Hilfe eines EMG (Magnet-Enzephalograph) erbrin- gen. Dieses Gerät erlaubt es den Wissen- schaftlern, dem Menschen sozusagen beim Denken zuzusehen. Hoch sensible Magnetsensoren messen kleinste magne- tische Veränderungen, die im Gehirn beim Denken auftreten. Man wusste bereits, welche Regionen des Gehirns für bestimmte Aufgaben zuständig sind. Das Ergebnis der Untersuchungen: Bei Denkprozessen konnte sowohl in den

sind. Das Ergebnis der Untersuchungen: Bei Denkprozessen konnte sowohl in den 28 MEDICOM 25. Ausgabe, Mai
sind. Das Ergebnis der Untersuchungen: Bei Denkprozessen konnte sowohl in den 28 MEDICOM 25. Ausgabe, Mai

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Beim Denken zusehen. Mit Hilfe eines EMG`s fanden Wissenschaftler heraus : Wir
FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Beim Denken zusehen. Mit Hilfe eines EMG`s fanden Wissenschaftler heraus : Wir
FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Beim Denken zusehen. Mit Hilfe eines EMG`s fanden Wissenschaftler heraus : Wir

Beim Denken zusehen. Mit Hilfe eines EMG`s fanden Wissenschaftler heraus : Wir fühlen beim Denken.

rationalen als auch in den emotionalen Arealen Tätigkeit beobachtet werden. Es gibt also keine rationalen Denkprozesse ohne Gefühle. Es gibt keine Erinnerung ohne Gefühle, und es gibt auch keine Entscheidung, die ohne Gefühle getrof- fen wird – auch wenn uns das nicht bewusst ist.

Das „innere Gefühl“, das in unserem Gehirn während eines Denkprozesses entsteht, in dem gewonnene Erfahrungen mit Gegenwärtigem abgewogen werden, dient als Grundlage für eine Entschei- dung. Dieses innere Gefühl schafft eine Empfindung für „Richtig oder Falsch“. In uns gibt es ein stetiges Abgleichen, Abwägen und Empfinden – einen unter- schwelligen Gedankenstrom, den wir meist nicht wahrnehmen. Die Vorstel- lung, es gäbe ein rein rationales Denken, frei von jeder Emotion, ist eine Illusion. Dieser Illusion verfallen wir, wenn wir die Stimmungen und Gefühle, die uns während eines Tages begleiten, nicht beachten. Auch wenn uns das nicht be- wusst ist: Die Gefühle sind da und neh- men Einfluss auf unser Handeln. Alles was wir tun, woran wir denken, was wir uns vorstellen, woran wir uns erinnern, ist von Gefühlen begleitet. Denken und Fühlen sind untrennbar miteinander ver- bunden. Gefühle sind in ihrer flüchtigen Gestalt oft kaum zu fassen, aber bedeut- sam. Emotional intelligent ist, wer diese Gefühle wahrnimmt und sie nicht nur unterbewusst seine Entscheidungsfin- dung beeinflussen lässt. Beim bewussten Umgang mit diesen Gefühlen eröffnen sich Informationen, die uns helfen, angemessene Entscheidungen zu treffen, die wiederum zu angemessenen Maß-

nahmen führen, die den von uns ge- wünschten Umständen am nächsten kommen. Dieses Empfinden für das Rich- tige und für das Falsche signalisiert uns, ob das, was wir tun, mit dem, was uns gefällt, unseren Wertvorstellungen und unseren Bedürfnissen im Einklang ist oder nicht.

Das emotionale Hirn lernt sehr lang-

sam, benötigt Übung und Wiederholun- gen, denn es geht um Verhaltensände- rungen. Und Verhaltensweisen ändern

sich nur durch Wiederholungen.

Daniel Goleman

Der Strom der Gefühle

Auch wenn wir nicht darauf achten: Wir sind ständig von irgendeiner Stimmung erfüllt. Es sind Hunderte oder sogar Tau- sende von kleinen Gefühlen, die kom- men und gehen. Meistens machen wir uns keine großen Gedanken darüber. „Schöne“ Gefühle sind sowieso willkom- men, „schlechte“ Gefühle werden unter den Tisch gekehrt.

In der Regel werden wir nur dann auf un- sere Emotionen aufmerksam, wenn sie

sich aufgestaut haben und überkochen. Achten wir jedoch auf unsere Gefühle,

und überkochen. Achten wir jedoch auf unsere Gefühle, Auch dann, wenn wir meinen, ganz emotionslos geistige
und überkochen. Achten wir jedoch auf unsere Gefühle, Auch dann, wenn wir meinen, ganz emotionslos geistige

Auch dann, wenn wir meinen, ganz emotionslos geistige Dinge zu verfolgen, reden unsere Gefühle ständig „ein Wörtchen mit“. Es ist wichtig, ihnen dabei Gehör zu schenken, denn sie geben uns die richtige Richtung vor.

ihnen dabei Gehör zu schenken, denn sie geben uns die richtige Richtung vor. MEDICOM 25. Ausgabe,
ihnen dabei Gehör zu schenken, denn sie geben uns die richtige Richtung vor. MEDICOM 25. Ausgabe,

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC können wir sie bereits im Vorfeld und ab- gestufter wahrnehmen und erleben und werden
FOTO: PHOTODISC können wir sie bereits im Vorfeld und ab- gestufter wahrnehmen und erleben und werden

können wir sie bereits im Vorfeld und ab- gestufter wahrnehmen und erleben und werden nicht von ihnen überrumpelt. Unser heutiger Lebensstil ist nicht be- sonders geeignet, mitten am Tage inne- zuhalten und in sich hineinzuhorchen. Dafür bräuchten wir Zeit, die wir meist nicht haben – oder anders gesagt: die wir uns nicht nehmen. Die Emotionen kom- men nicht einfach dann auf, wenn wir Zeit dafür haben, sie kommen oft in un- passenden Momenten. Da sie sozusagen keine „Sendezeit“ erhalten, äußern sie sich oft in emotionalen Überreaktionen oder in körperlichen Reaktionen. Ein emotionales Bewusstsein – eine der tra- genden Säulen emotionaler Intelligenz – beginnt, die Gefühle wahrzunehmen, die uns alle ständig begleiten. Ein emotiona- les Bewusstsein hat erkannt, dass unsere Gefühle alles prägen, was wir wahrneh- men, denken und tun. Das hat nicht nur Auswirkungen auf uns selbst und unser Verhalten. Unsere Gefühle wirken sich auch auf unsere Mitmenschen aus.

Emotionale Intelligenz kann man erlernen

Die gute Nachricht. Im Gegensatz zum IQ können emotionale

Kompetenzen erlernt werden – an jedem Punkt des Lebens.

Es gibt keine Grenzen.

„E motionale Intelligenz ist wie Schlitt- schuhlaufen“, so beschrieb der deut-

sche Professor Dr. Hand einmal das Erlernen von sozialen Fähigkeiten. Was anfänglich ungewohnt erscheinen mag, kann schon bald zur guten Gewohnheit werden: Gefühl und Verstand vor dem Handeln in Einklang zu bringen. Dadurch zeichnen sich emotional intelligente Menschen aus. Sie haben insbesondere die folgenden sozialen Kompetenzen ent- wickelt oder trainiert, die zu den Grund- pfeilern Emotionaler Intelligenz zählen.

Daniel Goleman

Die eigenen Emotionen kennen

Selbstwahrnehmung – das Erkennen eines Gefühls, während es auftritt – ist die Grundlage der Emotionalen Intelligenz. Die Fähigkeit, seine Gefühle laufend zu be- obachten, ist entscheidend für die psycho- logische Einsicht und das Verstehen seiner selbst. Wer seine Gefühle nicht kennt, ist ihnen ausgeliefert. Wer sich dagegen seine Gefühle bewusst machen kann, erkennt, aus welchen Komponenten seine persön- lichen Einschätzungen bestehen und trifft

seine persön- lichen Einschätzungen bestehen und trifft Wer sich von seinen Gefühlen weder beherrschen lässt noch

Wer sich von seinen Gefühlen weder beherrschen lässt noch sie verleugnet, kann auch die Gefühle anderer wahrnehmen und tolerieren.

lässt noch sie verleugnet, kann auch die Gefühle anderer wahrnehmen und tolerieren. 30 MEDICOM 25. Ausgabe,
lässt noch sie verleugnet, kann auch die Gefühle anderer wahrnehmen und tolerieren. 30 MEDICOM 25. Ausgabe,
bewusste Entscheidungen – von der Wahl des Ehepartners bis zur Berufswahl. Emotionen handhaben Mit Gefühlen
bewusste Entscheidungen – von der Wahl des Ehepartners bis zur Berufswahl. Emotionen handhaben Mit Gefühlen

bewusste Entscheidungen – von der Wahl des Ehepartners bis zur Berufswahl.

Emotionen handhaben

Mit Gefühlen so umzugehen, dass man sie nicht als belastend empfindet, ist die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen, Angst, Schwermut oder Gereiztheit, die einen beschleichen, bewusst zu verarbei- ten. Wer dazu in der Lage ist, erholt sich sehr viel schneller von Rückschlägen als andere, die Schwierigkeiten damit haben und deshalb oft von bedrückenden Gefühlen beschlichen werden.

Emotionen in die Tat umsetzen

Emotionen in den Dienst eines Ziels stellen zu können, ist wesentlich für das Maß an Aufmerksamkeit, Selbstmotivati- on und Kreativität, das man aufbringen kann, um dieses angestrebte Ziel zu erreichen. Die emotionale Selbstbeherr- schung und die eigene Impulsivität kontrollieren und gezielt einsetzen zu können, ist die Grundlage von Erfolg. Umgekehrt ist die Fähigkeit zur Begeiste- rung und zur Hingabe an eine Tätigkeit, „zum Fließen“, eine Befähigung zu herausragenden Leistungen.

Empathie/Mitgefühl

Zu spüren, was andere fühlen – eine Fähigkeit, die auf der emotionalen Selbstwahrnehmung aufbaut –, ist die Grundlage für Menschenkenntnis. Wer einfühlsam ist, nimmt eher die kleinen Signale wahr, die mitteilen, was ein anderer braucht oder wünscht, und ist daher in der Lage, Rücksicht auf die Gefühle des Anderen zu nehmen.

Umgang mit Beziehungen

Die Kunst, erfüllte Beziehungen zu führen, besteht zum großen Teil in der Kunst, mit den Emotionen anderer umzu- gehen. Soziale Kompetenz ist die Grund- lage von Beliebtheit, Führungsfähigkeit und der Fähigkeit, aufmerksam mit ande- ren Menschen zu verkehren. Diejenigen, die über diese Fähigkeiten verfügen, sind erfolgreich in allem, was darauf beruht, reibungslos mit anderen zusammenzuar- beiten – sie sind „soziale Stars“. Wer seine Emotionale Intelligenz fördert, kann sich effektiver motivieren, die eigenen Stärken gezielter einsetzen und Schwächen gelas-

Übung Standort-Wechsel E infühlungsvermögen (Empathie) ist eine der Säulen Emotionaler In- telligenz. Ab und zu
Übung
Standort-Wechsel
E infühlungsvermögen (Empathie)
ist eine der Säulen Emotionaler In-
telligenz. Ab und zu die Perspektive zu
wechseln, das trainiert das Einfüh-
lungsvermögen und weckt gleichzeitig
Ihr Interesse für andere Menschen.
Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der
Autobahn. Hinter Ihnen drängelt ein
ungeduldiger Autofahrer. Im Normal-
Es im eigenen Interesse auch mal anders
versuchen. Vielleicht braucht auch ein anderer
„Verkehrsteilnehmer“ Verständnis.
fall würden Sie sich vielleicht sehr
über dieses ungebührliche Verhalten
aufregen. Versetzen Sie sich statt
dessen einfach einmal in die Lage des
anderen. Das heißt: Keine wüsten Be-
schimpfungen, schon gar nicht durch
starres Spurhalten gefährliche Situa-
tionen heraufbeschwören, sondern
sich kurz Zeit nehmen, nachdenken
und vielleicht zu dem Entschluss kom-
men: „Letzte Woche hatte ich es auch
sehr eilig, ich hatte einen wichtigen
Termin und stand unter Druck. Ich ha-
be mich ähnlich verhalten. Vielleicht
geht es meinem Hintermann jetzt auch
so. Ich fahre nach rechts und lasse ihn
vorbei.“ Durch diesen „inneren Dialog“
können Sie Ihre Emotionen steuern
und in eine andere Richtung lenken.
Sie werden sehen: Der Zorn verfliegt
und weicht dem Verständnis für die
Situation des anderen. Die Kette
der darauf folgenden Emotionen – der
eigenen und derjenigen des anderen –
wird so gleich am Anfang gestoppt,
und die Situation ist für alle Beteilig-
ten erfolgreich gelöst.
FOTO: PHOTODISC

sener akzeptieren. Emotional intelligente Menschen besitzen diese Fähigkeiten. Sie können Gefühle und Bedürfnisse erken- nen, ihr Verhalten danach ausrichten und klug, rücksichtsvoll und einfühlsam im Zusammensein mit anderen Menschen handeln.

Den Einsatz Emotionaler Intelligenz kann man erlernen. Eine beispielhafte Übung haben wir für Sie aufgeführt (s. Kasten). Bücher und Seminare können ebenfalls dabei helfen. Häufig genügt es allerdings schon, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und seine Sinne zu schärfen. Verständnis für die eigenen Gefühle und für die der Mitmenschen aufzubringen und sich in emotional „geladenen“ Situa- tionen die Zeit zu nehmen, einen Moment nachzudenken und sein Verhalten zu überprüfen, ist ein guter Anfang. Wer darüber hinaus den Menschen und dem Leben gegenüber grundsätz- lich positiv und optimistisch eingestellt ist, befindet sich be- reits auf dem besten Weg, emotional intelligent zu handeln.

BUCH-TIPP Daniel Goleman: Emotionale Intelligenz. München 1997, Deutscher Taschen- buch Verlag (dtv), 422 Seiten,
BUCH-TIPP
Daniel Goleman:
Emotionale Intelligenz.
München 1997, Deutscher Taschen-
buch Verlag (dtv), 422 Seiten,
ca. € 9,–
Daniel Golemann:
Der Erfolgsquotient.
München 2000, Deutscher Taschen-
buchverlag (dtv), 437 Seiten,
ca. € 10,–
München 2000, Deutscher Taschen- buchverlag (dtv), 437 Seiten, ca. € 10,– MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003
München 2000, Deutscher Taschen- buchverlag (dtv), 437 Seiten, ca. € 10,– MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003
Sicher haben Sie auch schon einmal mit anderen lauthals im Chor gesungen. Erinnern Sie sich
Sicher haben Sie auch schon einmal mit anderen lauthals im Chor gesungen. Erinnern Sie sich
Sicher haben Sie auch schon einmal mit
anderen lauthals im Chor gesungen.
Erinnern Sie sich an das Gefühl, das Sie
danach hatten? Fühlten Sie sich befreit
und gut gelaunt? Viele Menschen sagen,
dass sie sich nach dem Singen glücklich
fühlen. Ja sogar, dass sie sich schon
einmal großen Schmerz von der Seele sin-
gen konnten oder sich durch das
Singen zumindest besser fühlten.
Drückt’s dich wo, sing Dich froh.
Volksweisheit
verleihtverleiht derder SeeleSeele StimmeStimme
Singen – dieses einzigartige Zusammenspiel von Stimmbändern
und Atemluft ist das Musikinstrument unserer Seele. Singen kann
als ein Ventil für seelischen Druck dienen. Musikwissenschaftler
haben herausgefunden, dass Singen emotionale Spannungen
abbaut und die Leistung und das Sozialverhalten fördert.
J eder kann es, doch die wenigsten
tun es: singen. Früher war das Singen
Bestenfalls wird Popmusik nachge-
sungen. Der Musikwissenschaftler Karl
Adamek hebt jedoch hervor, dass das
Nachsingen oder Mitsingen von Popmusik
einerseits wertvoll ist, weil es zum Singen
anregt, andererseits macht der Mensch
dabei auch die oft enttäuschende Erfah-
rung, dass er nicht so singen kann wie
sein Vorbild. Das Imitieren anderer Stim-
men führt dazu, dass die eigene Stimme
verkümmert.
Man braucht keine außergewöhnliche
Begabung um zu Singen. Jeder Mensch
kann singen. Zum Singen und zum
klangvollen Sprechen benötigt man den
ganzen Körper samt Herz und Seele – der
Verstand wirkt dabei eher störend. Beim
Singen werden psychologische Prozesse
in Gang gesetzt, die offensichtlich Ängste
bewältigen helfen. Nicht nur Kinder
singen oder summen, wenn sie allein in
den dunklen Keller gehen müssen. Dass
Gesang auch bei der Verarbeitung von
Trauer hilft, wissen die Menschen schon
seit Jahrhunderten. Noch heute gibt es die
Tradition, Klagelieder auf Begräbnissen
zu singen und beim Verlust eines ge-
liebten Menschen setzen sich in süd-
ländischen Kulturkreisen noch heute die
Frauen ans Totenbett und stimmen Ster-
begesänge an. Der Erfahrung von Musik-
wissenschaftlern zufolge entfaltet das
Singen so genannte musiktherapeutische
Selbstheilungskräfte. Singende Menschen
seien lebensfroher, ausgeglichener, zu-
versichtlicher und hätten ein größeres
Selbstvertrauen.
im Alltag eine Selbstverständlichkeit –
und das bei vielen Gelegenheiten: in der
Familie, im Freundeskreis, bei der Arbeit,
beim Wandern oder für sich allein aus rei-
ner Lust und Laune. Aber auch beim Mar-
schieren oder bei Begräbnissen half die
Stimme der Seele, sich zu befreien. Seit
den sechziger Jahren nimmt die Sanges-
freude der Deutschen stetig ab. Heutzu-
tage wird nur noch selten gesungen und
meist nur zu bestimmten Anlässen – beim
Kirchenbesuch, beim Trauergottesdienst
oder bei kirchlichen Trauungen.
Wer nachsingt, singt nicht mit seiner ihm
eigenen Tonlage und Stimmfarbe. Nur
wer mit seiner eigenen Stimme singt,
kann vom positiven Effekt des Singens
Feste und Feiern sind ein willkommener Anlass, ein
Liedchen anzustimmen. Kinder singen besonders gern.
„ Wer schon des Morgens dreimal
schmunzelt, des Mittags nicht
die Stirne runzelt, und abends singt,
dass laut es schallt,
für die Gesundheit profitieren. Singen ist
nicht mehr gesellschaftsfähig. Indes ergab
eine Studie des Musikwissenschaftlers
Karl Adamek, dass 90 % der Befragten
wird hundertzwanzig Jahre alt.
Volksweisheit
gerne singen, besonders gemeinsam mit
anderen. Die meisten bedauerten jedoch,
so wenig Gelegenheit dazu zu finden.
Für die energiespendende Wirkung des
Gesanges liefert auch die Geschichte Bele-
ge: Der schleppende, rhythmische Gesang
von Sklaven auf amerikanischen Baum-
wollfeldern war natürlich kein Ausdruck
großer Lebensfreude – er half vielmehr, die
Belastungen der beschwerlichen und
FOTO: PHOTODISC
FOTO: DIGITALVISION
eintönigen Arbeit in der durch das Singen geschaffenen Gemeinsamkeit besser zu ertragen. Auch die so
eintönigen Arbeit in der durch das Singen geschaffenen Gemeinsamkeit besser zu ertragen. Auch die so
eintönigen Arbeit in der durch das Singen
geschaffenen Gemeinsamkeit besser zu
ertragen. Auch die so genannten Shantys
der Seeleute wurden nur in seltenen
Fällen aus Freude an der Arbeit gesungen.
Der Gesang sollte in erster Linie für den
nötigen Gleichklang beim Ziehen schwe-
rer Taue sorgen und bei Sturm, Kälte und
Wind mit freudigen Texten ein wenig auf-
muntern. Singen hilft, die Aufmerksam-
keit bewusst von unwillkommenen
Aspekten einer Situation abzulenken. So
können die durch die Situation hervorge-
rufenen Wahrnehmungen nicht völlig do-
minieren. Einem als beschwerlich emp-
fundenen Moment kann durch das Singen
ein positiver Aspekt hinzugefügt
werden. Das unangenehme Gefühl
wird so etwas abgemildert und
kann in einigen Fällen sogar ganz
ausgeräumt werden.
Hauptfächern; und die Stimmung in den
Klassen und der Umgang der Kinder mit-
einander hatten sich merklich gebessert.
Singen belebt den Geist. Der Musikpsy-
chologe Adamek konnte das in einem
Test belegen. Er legte 34 seiner Versuchs-
personen einen Konzentrationstest vor.
Dabei mussten kleine mathematische
Probleme gelöst werden. Nach dem
ersten Testdurchlauf gab es für alle
Probanden eine Pause. Dabei durfte sich
die eine Hälfte der Testteilnehmer frei
entspannen, die andere sollte singen.
Nach 30 Minuten legte er beiden Gruppen
einen weiteren Test vor. Ergebnis: Die
singenden Versuchspersonen schnitten
sehr viel besser ab als jene, die sich ohne
Lieder entspannt hatten.
Wir sollten öfter singen
Eine Schweizer Studie konnte be-
legen, dass sich Schulkinder besser
konzentrieren können, wenn sie
häufiger singen. Im Rahmen der
Untersuchung hatten 50 Klassen
über mehrere Jahre hinweg das
Fach Musik wöchentlich fünf an-
stelle der üblichen zwei Stunden.
Die drei zusätzlichen Wochenstun-
den wurden gewonnen, indem die
Hauptfächer eine Wochenstunde
weniger unterrichtet wurden. Das
überraschende Ergebnis: Im Ver-
gleich mit anderen Schulen fielen
die Leistungen nicht ab, trotz der
geringeren Stundenzahl in den
Gemeinsam Musik zu
machen und zu singen,
verbindet auf eine „harmo-
nische“ Art und Weise.
Seit Jahren beklagen Musikwissenschaft-
ler, Psychologen und Pädagogen, dass
die Deutschen zunehmend das
Singen verlernen. Zwar singen in
Deutschland circa 750.000 Menschen in
ungefähr 20.000 Chören, doch das ist
nicht einmal ein Prozent der deutschen
Bevölkerung. Versuchen Sie es doch mal,
Sie werden sehen, wie befreiend es sein
kann, zu singen, wie wohl Sie sich fühlen,
wenn Sie Ihrem Inneren Ausdruck ver-
leihen. Und es muss dabei kein Klang-
erlebnis erster Güte sein. Jeder kann
singen. Lassen Sie Ihre Stimme mal
wieder erschallen: in der Badewan-
ne, im Auto oder beim Wandern: Ein
fröhliches Lied hebt die Stimmung.
Wer jetzt Lust bekommen hat, seine
Stimme gemeinsam mit anderen
erklingen zu lassen, für den gibt es
in unmittelbarer Nähe viele Ange-
bote (www.chorverzeichnis.de oder
bel-net.de/suchen/kultur/musik/
chor.htm). Um das Bewusstsein für
das Singen in der Gesellschaft zu
fördern, hat der Musikpsychologe
Dr. Karl Adamek die Initiative Il
canto-del mondo gegründet. Infor-
mationen gibt es unter www.il-
canto-del-mondo.org oder gegen
Einsendung von drei Euro in Brief-
marken bei Il canto del mondo,
Sauerländerweg 2 a, 48145 Münster.
Wie entsteht unsere Stimme?
Die Stimme ist kein Organ – sie ist
nicht fassbar. Die Stimme entsteht in
jedem Moment, in dem sie erklingt
neu, und sie ist nur in der Gegenwart
erlebbar. Sie entsteht durch eine feine
Schwingung der Stimmbänder im
Kehlkopf. Die Stimmbänder sind die
feinen, membranähnlichen Ränder
zweier 2 cm großer Muskelstränge, der
so genannten Stimmlippen. Durch das
Spannen und Entspannen und die
Formveränderung der Stimmlippen
werden von der vorbeistreichenden
Atemluft die verschiedenen Töne
gebildet. Die Atemluft hält dabei die
Stimmlippen in Schwingung, wie der
Geigenbogen die schwingende Gei-
gensaite. Je größer die Dehnung, um-
so höher der Ton. Durch die Resonanz
dieser Stimmbandschwingungen im
Körper erhält ein Ton Fülle. Wichtig
sind für das Singen auch die Lunge,
das Herz, das Zwerchfell, ja sogar die
Bauchdecken- Bein- und Gesäßmus-
kulatur, die dabei angespannt wird.
Durch das „tönende Ein- und Ausat-
men“ gerät der ganze Körper in
Schwingung. Beim Singen atmen wir
unwillkürlich tiefer. So wird der Orga-
nismus besser mit Sauerstoff versorgt,
und Spannungen werden gelöst.
Musikwissenschaftler vermuten, dass
Singen die Freisetzung körpereigener
Glücklichmacher, der Endorphine,
stimuliert und so bei Krankheiten
Linderung verschafft. Möglicherweise
singen deshalb in ursprünglichen Kul-
turen Schamanen oder Medizinmän-
ner am Krankenbett, um Beschwerden
zu heilen.
Die Stimmbänder
Membran
Schildknorpel
Stimmbänder
Luftröhre
FOTO: PHOTODISC
GRAFIK: DPNY

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Essen Essen Essen & & & Trinken Trinken Trinken Die Welt des Tees Tee
FOTO: PHOTODISC Essen Essen Essen & & & Trinken Trinken Trinken Die Welt des Tees Tee
FOTO: PHOTODISC Essen Essen Essen & & & Trinken Trinken Trinken Die Welt des Tees Tee
FOTO: PHOTODISC Essen Essen Essen & & & Trinken Trinken Trinken Die Welt des Tees Tee

EssenEssenEssen &&&TrinkenTrinkenTrinken

Die Welt des Tees

Tee ist Wohlbefinden

„Wer Tee trinkt, vergisst den Lärm der Welt“, sagt ein altes chine- sisches Sprichwort. Auch in unserer Kultur steht eine Tasse Tee für Behaglichkeit und Entspannung. Nicht umsonst gilt auch bei uns manchmal die Devise: „Abwarten und Tee trinken.“

D a es zu einer gesunden Lebenswei- se gehört, auch mal „die Seele bau-

meln zu lassen“, und da das bekanntlich mit einer Tasse Tee besonders gut geht, finden Sie hier über die zahlreichen Vari- anten des Tees, Tipps und Tricks für die Zubereitung und vielleicht noch einiges anderes, das Sie bislang noch nicht über das köstliche Getränk gewusst haben.

Es gibt viele Legenden um die Ent- deckung des Tees. Eine davon rankt sich um den Kaiser Shen Nung, der im Jahre 2737 vor Chr. in China lebte.

Shen Nung, der im Jahre 2737 vor Chr. in China lebte. Der grüne Tee spielt in

Der grüne Tee spielt in der chinesischen Kulturgeschichte eine außeror- dentlich große Rolle. So zeigen viele historische Abbildungen Menschen beim Teegenuss. In China gibt es keine Geselligkeit ohne grünen Tee.

Shen Nung pflegte sehr auf Sauberkeit zu achten und koch- te sogar sein Trinkwasser ab. Eines Tages wehte der Wind ihm einige Teeblätter in einen Kessel mit kochendem Wasser. Das Wasser verfärbte sich golden. Der Kaiser probierte das gefärbte Wasser und war angenehm überrascht vom köst- lichen Aroma. So hatte der Wind dem „Reich der Mitte“ sein Nationalgetränk zugeweht, das sich von hier aus über die ganze Welt verbreiten sollte.

Grüner Tee galt damals als Heilmittel. Die Chinesen kurierten damit Konzentrations- schwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit und sogar Rheuma. Im Jahre 552 nach Christus brachten buddhistische Mönche, die den Tee tranken, um sich beim langen Meditieren wachzuhalten, auch den Japanern die Teezubereitung bei. Erst im 17. Jh. gelangte der Tee, fermentiert als schwarzer Tee, durch die Holländer von China schließlich nach Europa. (Der ursprünglich grüne Tee wurde fermentiert, um ihn haltbarer zu machen.) Hier wurde er, seiner heilenden Wirkung wegen, zunächst in Apotheken verkauft. Anfang des 20. Jh.s wurde es in Europa zu einer Mode, zum Tee auszugehen. „Tea-Houses“ und Hotels boten „Tea-Time“ und Tee- menüs an. Tanzveranstaltungen, so ge- nannte „Tanztees“, bei denen man sich dem Tee und dem Tango widmete, waren in den „goldenen“ zwanziger Jahren höchst beliebt.

Das Wesen des Tees

Im weitesten Sinne ist Tee eine allgemei- ne Bezeichnung für Getränke aus Auf- güssen und Abkochungen bestimmter Pflanzenteile oder getrockneter Subs- tanzen. Im engeren Sinne verstehen wir unter Tee die getrockneten Blattknospen und jungen Blätter des Teestrauchs (Camelia sinensis). Der immergrüne Teestrauch wird heute in den Arten var. sinensis (kleine Blätter) und var. assami- ca (große Blätter) kultiviert. Außerdem wurden Kreuzungen aus beiden Pflan- zensorten (so genannte Hybride) gezüch- tet, die heute auf den meisten Tee-Plan- tagen der Welt mit angebaut werden. Der grüne und der schwarze Tee werden aus den Blättern derselben Pflanze gewon- nen (Camellia sinensis). Der Unterschied liegt allein in der Verarbeitung nach der Ernte. Schwarzer Tee wird fermentiert. Unter „Fermentation“ ist dabei ein Gä- rungsprozess zu verstehen, bei dem die Teeblätter unter Einfluss von Enzymen

FOTO: PHOTODISC

FOTO: GETTYIMAGES

FOTO: PHOTODISC FOTO: GETTYIMAGES (Oxigenasen) aus dem Zellsaft der Blätter mit dem Sauerstoff der Luft reagieren

(Oxigenasen) aus dem Zellsaft der Blätter mit dem Sauerstoff der Luft reagieren und sich dadurch verfärben. Beim grünen Tee werden die Blätter nicht fermentiert, sondern mit heißem Dampf behandelt oder über dem Feuer geröstet. Dadurch werden die Enzyme des Zell- safts inaktiviert, so dass der Tee sich nicht verfärbt, sondern seine ursprüng- liche grüne Farbe behält.

Tee wird hauptsächlich in Indien, in Chi- na und in Sri Lanka angebaut. Die Ernte wird zu rund 75 % zu Schwarztee weiter- verarbeitet, und nur zu 25 % zu Grüntee und zu halbfermentierten Teesorten, wie z. B. Olong. Bei der Herstellung von schwarzem Tee erfolgt zunächst das Welken, ein Feuchtigkeitsentzug durch starke Belüftung. Danach wird der Tee gerollt, um den Saft aus den Blättern herauszupressen und die Zellwände auf- zubrechen. In Gärkammern wird der Tee anschließend bei 20 bis 28 °C zwei bis vier Stunden fermentiert. Dabei gewinnt er das für den schwarzen Tee typische Aro- ma und nimmt durch die Oxidation eine kupferrote Färbung an. Diese geht beim nachfolgenden Trocknen bei anfangs 90° C, später 40° C in die typische schwarze Farbe über. Wie bereits erwähnt, wird grüner Tee im Gegensatz zum schwarzen Tee nicht fermentiert, sondern nur durch

kurzes Rösten oder Dämpfen behandelt. Nach dem Rollen wird er getrocknet. Bei besonders hochwertigen Sorten geschieht dies in der Sonne. Grüner Tee ist vor allem in China, Japan und Indonesien beliebt, gewinnt aber auch hierzulande immer mehr Anhänger.

Tee und Gesundheit

Tee ist nicht nur gesund, er steigert auch das allgemeine Wohlbefinden. Tee ist ein praktisch kalorienfreies Getränk, das die so wichtigen Mineralstoffe Kalium, Fluor und Mangan liefert, als Schwarztee außer- dem verschiedenste B-Vitamine. Je nach

Schwarztee außer- dem verschiedenste B-Vitamine. Je nach Als Heilmittel wurde der Tee schon im alten China

Als Heilmittel wurde der Tee schon im alten China hoch geschätzt. Tatsache ist: Tee regt Kreislauf, Darm und Nieren an. Und Tee, vor allem grüner, kann vor Erkältungen schützen.

Herkunft und Qualität enthalten die Blatt- knospen und Blätter 1 bis 5 % Koffein, kleine Mengen an Theobromin und Theo- phyllin, ätherische Öle, 7 bis 12 % Gerb- stoffe sowie andere sekundäre Pflanzen- stoffe (Polyphenole). Diese wirken anti- bakteriell und beugen so Karies vor. Unterstützt wird dieser Effekt von dem im Tee enthaltenen Fluor, das die Zähne zusätzlich vor Karies schützt. Das Koffein des Tees, das früher Teein genannt wurde, ist identisch mit dem des Kaffees, liegt jedoch im Teeblatt in einer anderen Bin- dungsform vor. Nach dem Aufgießen des Tees mit kochendem Wasser gehen schon in den ersten beiden Minuten etwa 75 % des Koffeins in den Aufguss über. In die- sem Fall herrscht die anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem vor. Bei längeren Brühzeiten (bis zu fünf Minuten) gehen auch die Gerbsäuren in Lösung, die dem Tee eine bittere Note geben. Die Gerbsäuren bilden mit dem Koffein eine schwer lösliche Verbindung, die vom Körper kaum noch aufgenommen wird. So ist die Wirkung des Koffeins bei Tee, der länger gezogen hat, dann entsprechend schwächer. Dafür bringen die Gerbstoffe großen gesundheitlichen Nutzen: Sie beruhigen Magen und Darm, haben eine leicht stopfende Wirkung, wirken ent- zündungshemmend und stärken die Blut- gefäße.

ent- zündungshemmend und stärken die Blut- gefäße. Uhr 8 9 10 11 12 13 14 15
Uhr 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Teepause Teepause Teepause Mehr
Uhr
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
Teepause
Teepause
Teepause
Mehr Leistung durch Grüntee: Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Leistungs-
kurve eines Menschen mit (rot) und ohne Teegenuss (blau).
Quelle: Deutsches Teebüro, Hamburg

FOTO: DPNY

FOTOS: DPNY

FOTOS: DPNY Tausend und ein Tee Obwohl Tee so vielfältig ist, wird bei uns fast nur
FOTOS: DPNY Tausend und ein Tee Obwohl Tee so vielfältig ist, wird bei uns fast nur

Tausend und ein Tee

Obwohl Tee so vielfältig ist, wird bei uns fast nur Schwarz-Tee getrunken. MEDICOM möchte Ihnen einige Sorten vorstellen, die es wert sind, auch einmal probiert zu werden. Bei einigen handelt es sich gar nicht um Tee im klassi- schen Sinne, weil die „Teeblätter“ von anderen Sträuchern oder Kräutern stammen. Die heilende oder anregende Wirkung der „Neu“-Tees ist jedoch häu- fig vergleichbar mit derjenigen von Tee-Klassikern.

Grüner Tee

Der asiatische grüne Tee ist zugleich Genuss- und Heiltee. Da bei grünem Tee durch kurzes Dämpfen und anschließen- des Trocknen der Blätter die Fermentation verhindert wird, bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe des Tees vollständig erhal- ten. So enthält grüner Tee nicht nur in kleiner Menge Vitalstoffe wie Vitamin A und C, B-Vitamine, Calcium, Kalium, Magnesium, Zink, Nickel, Fluor und Molybdän, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Saponine, Tannin und Catechine. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei in letzter Zeit dem Inhaltsstoff Epi- gallocatechingallat (EGCG), einem Wirk- stoff aus der Gruppe der Catechine. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Cate- chine antioxidative Eigenschaften haben. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass EGCG antimutagen und antikanzerogen (vorbeugend gegen Krebs) wirkt und vor Erkrankungen der Koronargefäße schützt. Zudem können Catechine blutdrucksen- kend wirken und die Bildung von Zahn-

plaque verhindern. Weitere Eigenschaften, wie Wirkungen gegen Viren und Bakteri- en und entzündungshemmende Effekte, wurden bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen. Da grüner Tee mehr Koffe- in als schwarzer Tee enthält, dieses aber schonender abgibt, stabilisiert er zudem den Kreislauf und wirkt mild anregend. Mit dem gewöhnungsbedürftigen Ge- schmack kann sich jedoch nicht jeder anfreunden. Wer dennoch in den Genuss der gesundheitsfördernden Eigenschaften des grünen Tees kommen will, der sollte eine hochwertige Nahrungsergänzung mit Grüntee-Extrakten einnehmen.

Zubereitung: 1 gestrichenen Teelöffel (2 Gramm) pro Tasse in die Kanne einfüllen, Wasser aufkochen und wieder abkühlen lassen (60 bis 75 °C), Tee aufgießen, 2 bis 3 Minuten ziehen lassen und abgießen. Viele chinesische Tees können mehrmals aufgegossen werden. Um die Bitterstoffe zu vermeiden, können Sie auch den ersten Aufguss wegschütten und erst den zweiten trinken.

Mate-Tee

Mate-Tee gilt als südamerikanisches Nationalgetränk. Die Blätter liefert der Matestrauch, der der uns bekannten Stechpalme (Ilex) sehr ähnlich ist. Der Tee ist erhältlich als grüner Mate („Mate Tara- gin“) oder geröstet als „Mate Real”. Schon die Indios schätzten Mate als „magischen Trank“ gegen Hitze, Hunger und Erschöp- fung. Auch Mate-Tee enthält Koffein und Theobromin. Sein besonderer Bestandteil ist jedoch das Xanthin, beim Mate-Tee Matein genannt. Diese Substanz stimu- liert das zentrale Nervensystem (wie an- dere Xanthine in Tee oder Kaffee auch). Mate-Tee wird aus einem speziellen Becher mit einem Trinkhalm aus Metall oder Holz, der so genannten Bombilla, getrunken.

Zubereitung: 1 gestrichener TL pro Tasse; Blätter mit siedendem Wasser übergießen und je nach gewünschter Wir- kung ziehen lassen: 1 bis 3 Min. = mildes Aroma, stark anregend; 4 bis 6 Min. = kräftiges Aroma, weniger anregend. Schmeckt kalt und heiß. Nicht auf Vorrat kochen, weil der Tee schnell seine Farbe verliert.

Lapacho-Tee (Inka-Tee)

Lapacho-Tee ist ein sehr bekömmlicher, erfrischender und vitalisierender Tee mit einem zarten, leicht rauchigen Aroma. Er wird aus der inneren roten Rinde des südamerikanischen Lapachobaums gewonnen und ist reich an Mineralien wie Eisen, Calcium, Kupfer, Mangan und Magnesium. Dem Lapacho-Tee werden auch heilende Wirkungen zugeschrieben. Er soll Linderung schaffen bei Allergien und Pilzerkrankungen, aber auch bei Blutarmut, Arterienverkalkung, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Atemwegserkran- kungen, Verdauungsbeschwerden u. v. m.

Zubereitung: Pro Tasse 1 gestrichener TL; in kochendes Wasser geben, 5 Min. köcheln und noch weitere 10 bis 20 Min. ziehen lassen und dann abseihen. Schmeckt heiß und kalt.

Tee weckt den guten Geist und die

weisen Gedanken. Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt. Bist du niedergeschlagen,

wird Tee dich ermutigen.

Chinesische Weisheit

Vitalstoff-Rezept Jetzt ist es wieder so weit: Der Frühling zieht auch in unsere Küchen ein.

Vitalstoff-Rezept

Jetzt ist es wieder so weit: Der Frühling zieht auch in unsere Küchen ein. Mit den ange- nehmeren Temperaturen haben wir wie- der mehr Lust auf Exotik und leichte Kost. Das hat auch seinen Grund: Der Körper braucht nach dem langen Winter mehr Vitamine. Das spüren wir an unserem Appetit auf Gesun- des. Hier ist genau das Richtige für die Mittagspause oder ein leichtes Abendessen. MEDICOM wünscht Ihnen guten Appetit.

Ratatouille mit Dinkel und Reis

(Für 1 Person)

Zubereitung

Dinkel und Reis miteinander vermengen und mit ca. 200 ml Wasser aufkochen lassen. Das Getreide bei schwacher Hitze ausquellen lassen, bis das Wasser aufge- braucht ist.

Tomaten schälen und klein schneiden, Aubergine, Paprika und Zucchini in Streifen schneiden und zusammen mit dem fein gehackten Knoblauch in dem Olivenöl ca. 20 Minuten dünsten.

Das Gemüse zusammen mit dem Getrei- de anrichten.

Zutaten 100 g Tomaten 80 g Zucchini 60 g Dinkel (Grünkern) 50 g rote Paprika
Zutaten
100 g
Tomaten
80
g
Zucchini
60
g
Dinkel (Grünkern)
50
g
rote Paprika
50
g
Auberginen
30
g
Vollkornreis
5 g
Olivenöl
Jodsalz
Knoblauch
frisch gemahlener Pfeffer
§
§
Nährwertangaben (Pro Portion) Energie 416 kcal Eiweiß 14 g Fett 8 g Kohlenhydrate 68 g
Nährwertangaben
(Pro Portion)
Energie
416 kcal
Eiweiß
14 g
Fett
8 g
Kohlenhydrate
68 g
Ballaststoffe
12 g
Vitamin B 1
0,5 mg
Vitamin B 2
0,2 mg
Vitamin B 6
1,0 mg
Vitamin C
45 mg
Magnesium
166 mg
Calcium
75 mg
Cholesterin
0 mg
§
§
§
FOTOS: DPNY
FOTOS: DPNY

MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003

37

Leserbriefe Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen?

Leserbriefe

Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen? Oder interessante Tipps zum Thema „Gesund werden – gesund bleiben“ an andere Leser weitergeben? Dann schreiben Sie uns! Unsere Anschrift lautet: MEDICOM-Redaktion, Sedemünder 2, Alten- hagen I, 31832 Springe.

Diabetes

MEDICOM 24

Ihr Bericht über Diabetes in der 24. Aus- gabe war zwar vom Inhalt her nicht neu für mich, aber dennoch in seiner detail- lierten Form interessant und sicher hilf- reich für viele andere Diabetiker.

Vor etwa einem Jahr wurde bei mir Dia- betes Typ 2 festgestellt. Ich bekam zur Behandlung Antidiabetika. Mit dieser Lösung konnte ich mich nicht anfreun- den, denn alles, was wirkt, hat auch Nebenwirkungen. Ich suchte verzweifelt nach Alternativen.

Ich beschaffte mir entsprechende Litera- tur (Diabetes, Sport, Vitamine) und be- schäftigte mich ausgiebig damit. Ich war erstaunt, was mit einer ausreichenden Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen erreicht werden kann, in Verbindung mit Sport und einer ausgewogenen, fettar- men Ernährung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht einmal geahnt, welche Folgen eine Vitalstoff-Unterversorgung hat.

Ich begann zunächst zu laufen, stellte meine Ernährung um und kaufte mir verschiedene Vitamin- und Mineralstoff- präparate in der Apotheke.

Als ich kurze Zeit darauf eine Werbesen- dung von Ihrem Haus erhielt, stellte ich sofort fest, dass dieser Weg der Vital- stoffversorgung nicht nur durch die unkomplizierte Bestellung und Zustel- lung bequemer für mich ist, sondern auch wesentlich preiswerter. Ich wurde umgehend Kunde in Ihrem Hause und bin zufrieden.

Seither bestelle ich als Diabetiker, um ganz sicherzugehen und um Folge- erkrankungen vorzubeugen, Ihr Nobilin Premium. Zusätzlich Vitamin E Forte,

Knoblauch Dragees, Folsäure sowie Omega-3-Fettsäuren. Hierdurch habe ich ein Maximum an Vitaminen, ohne die Grenzwerte zu überschreiten. Daneben nehme ich am Abend ein Chrom-Zink- Präparat für Diabetiker. Also alles, was Sie im Bericht beschrieben haben.

Zusammen mit der Ernährungsumstel- lung und regelmäßigem Sport konnte ich die Antidiabetika absetzen und reguliere nun meinen Zuckerspiegel ohne Tablet- teneinnahme. Mein Gewicht habe ich von 82 kg auf 71 kg senken können. Ich bin ganz sicher, dass die Zusatzversor- gung mit Vitalstoffen dazu beigetragen hat, dass sich sowohl meine Blutwerte als auch mein Blutdruck wesentlich verbessert haben. Ich kann nur jedem Betroffenen raten, im Rahmen seiner Eigenverantwortung zu Vitalstoffen zu greifen.

Zum Schluss möchte ich noch zwei Tipps für Diabetiker weitergeben.

1. Neben Ausdauersport sollte wenigs-

tens 3x wöchentlich ca. eine dreiviertel Stunde leichter Kraftsport betrieben werden. Dies ist notwendig, um einem Muskelabbau vorzubeugen bzw. um Mus- keln aufzubauen. Nur im Muskelgewebe wird überschüssiges Fett verbrannt. Also:

je weniger Muskelmasse, desto weniger Fettverbrennung beim Ausdauersport.

2. Wer eine ausreichende Menge an

Vitalstoffen zu sich nimmt und Sport treibt, sollte sich vom Hausarzt grundsätzlich die Laborwerte aushän- digen lassen und mittels eines Ta- schenbuches („Laborwerte deuten“) nachvollziehen. So ist ersichtlich, welche Werte sich verbessert haben bzw. welche Werte noch gezielt zu optimieren sind.

Mit freundlichen Grüßen

H.-J. Margardt, Wermelskirchen

Sehr geehrter Herr Margardt,

vielen Dank für Ihre ausführliche Schil- derung, wie Sie mit Vitalstoffen und viel Bewegung positiv Ihren Diabetes beein- flussen. Wir freuen uns, dass wir Sie mit den Produkten aus unserem Sortiment dabei unterstützen können und Sie mit unserem Service zufrieden sind!

Wir möchten mit dem Abdruck Ihres Leserbriefs gerne anderen Diabetikern unter unseren Lesern die Möglichkeit geben, von Ihren Erfahrungen zu profi- tieren. Und Sie haben ganz Recht: „Sport und Bewegung“ ist eine der wichtigsten der fünf Säulen einer erfolgreichen Diabetes-Behandlung. Mit der zusätzli- chen Einnahme von Vitalstoffen können Sie zudem dazu beitragen, Ihren Körper mit vielen Antioxidanzien zu versorgen, die wichtig für die Abwehr von Freien Radikalen sind.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg dabei, auf diesem Weg Ihre Werte zu optimieren, sowie viel Spaß beim Lesen der nächsten MEDICOM-Ausgaben.

Korrektur Medicom 24

Leider müssen wir eine Korrektur korri- gieren. In der Medicom 24 korrigierten wir auf der Seite 38 eine Aussage aus dem Titelthema der Medicom 23 und verwendeten folgende Formulierung:

„Beim Rauchen von 20 Zigaretten täglich wird die Lunge mit bis zu 150 mg Teer belastet, das entspricht dem Volumen einer Kaffeetasse.“

Leider ist dieser Vergleich nicht ganz korrekt. Es muss heißen: „Beim Rauchen von 20 Zigaretten täglich wird die Lunge mit bis zu 150 mg Teer belastet, das ent- spricht etwa einem Viertel bis halben Ei- erlöffel voll.“

 

Impressum

Herausgeber:

Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. (0 50 41) 78-0 Fax (0 50 41) 78-11 69

Verlag,

Redaktion,

Gestaltung:

DPNY communications

Druck:

Hofmann-Druck

„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG; sie erscheint fünfmal jährlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

FOTO: SWATON/OFFERMANN, www.wildvogelhilfe.org 1. Preis: Gesundheitsferien Gesundheitsferien in in der der Klinik Klinik

FOTO: SWATON/OFFERMANN, www.wildvogelhilfe.org

1. Preis: Gesundheitsferien Gesundheitsferien in in der der Klinik Klinik im im Hofgarten Hofgarten
1. Preis:
Gesundheitsferien Gesundheitsferien in in der der Klinik Klinik
im im Hofgarten Hofgarten

Kreuzworträtsel

Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es bei dem Lösungswort um etwas, das gut für die Durchblutung ist. Tragen Sie die Buch- staben in den nummerierten Feldern in der richtigen Reihenfolge ein.

1. Preis: eine Woche Gesundheitsferien in

der Klinik im Hofgarten, Bad Waldsee, für zwei Personen im Wert von 1.300,- Euro.

2. bis 4. Preis: Je ein Rat-

geber „Emotionale Intelli- genz“, erschienen bei dtv.

geber „Emotionale Intelli- genz“, erschienen bei dtv. Lösungen aus dem Dezember-Heft Lösung: Und so können Sie

Lösungen aus dem Dezember-Heft

genz“, erschienen bei dtv. Lösungen aus dem Dezember-Heft Lösung: Und so können Sie gewinnen Haben Sie

Lösung:

erschienen bei dtv. Lösungen aus dem Dezember-Heft Lösung: Und so können Sie gewinnen Haben Sie das

Und so können Sie gewinnen

Haben Sie das richtige Lösungswort? Dann schreiben Sie es auf eine Postkarte, und schicken Sie diese an: MEDICOM-Redaktion, Stichwort: „Preisrätsel“, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. Einsendeschluss ist der 31.07.2003 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.

SCHON

GEWUSST?

Warum eine Krähe der anderen kein Auge aushackt

Richtig muss es heißen: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, wenn sie mit ihr verwandt ist! Wissen- schaftler beobachteten das Verhalten von Krähen, wenn eine von ihnen einen besonders „dicken Fang“ ge- macht hat. Hat eine Krähe eine Beute gefunden, die sie nicht sofort ver- schlingen kann, muss sie sich mit Futter-Neidern aus den eigenen Rei- hen herumschlagen – normalerweise. Die Wissenschaftler beobachteten jedoch auch ein anderes Verhalten. Einige der Artgenossen sehen nämlich von einer Attacke ab. Sie nähern sich dem ersfolgreichen Vogel eher zöger-

lich und scheu. Wunderlicherweise be- kommen Krähen, die sich so verhalten, oftmals ein paar Bissen geschenkt. Die Wissenschaftler wollten nun wissen, was die Vögel zu solch untypischem Handeln veranlasst und fanden her- aus: Die Verwandtschaft macht´s. Einzigartig in der Vogelwelt, ist Krähenblut of- fenbar dicker als Wasser.

MEDICOM – immer an Ihrer Seite

„Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ – das ist unser Motto. Die MEDICOM steht Ihnen mit sinnvollen Produkten in Ihrem Alltag zur Seite. Wir wollen, dass Sie Ihren Tag mit der Gewissheit erleben, Ihre Gesundheit aktiv zu unterstüt- zen. Mit den Produkten von MEDICOM können Sie Ihre Gesunder- haltung auf anspruchsvollem Niveau fördern. Ob Sie bei Ihrer Vital- stoffversorgung auf Nummer Sicher gehen wollen oder ob Sie einen bestimmten Bedarf Ihres Körpers gezielt ausgleichen wollen – wir versuchen Ihnen immer das zu bieten, was Ihnen und Ihrer Gesund- heit dienlich ist. Haben Sie Fragen zum Thema „Gesundheit und Vitalstoffe“? Die Mitarbeiter unserer wissenschaftlichen Abteilung werden Ihnen gerne all Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch am Telefon beantworten. Auch unser Kundendienst gibt Ihnen gern Auskunft zu unseren Produkten. Sie erreichen beide unter einer ge- bührenfreien Telefonnummer. Ihre Zufriedenheit und Ihre Gesundheit stehen bei der Medicom Pharma AG an erster Stelle. Unser Bestreben ist es, Ihrem Vertrauen, das Sie uns als Kunde entgegenbringen, in jeder Form gerecht zu werden – sowohl

mit unseren hochwertigen Produkten als auch mit sinnvollen Serviceleistungen. Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir nur die hochwertigsten Rohstoffe – damit die Wirkstoffe vom Körper optimal genutzt werden können. Die Herstellung erfolgt nach dem strengen GMP-Standard. Wenn Sie ein Produkt der MEDICOM erwerben, dann entscheiden Sie sich für Qualität. Bei der MEDICOM endet die Beziehung zum Kunden nicht mit der bezahlten Rechnung. Mit unseren Serviceleistungen – die weit über das Übliche hinausgehen – wollen wir Ihr Partner in Sachen Gesundheit sein: Sie bekommen als Kunde 5-mal im Jahr das Kundenmagazin MEDICOM. Sie erhalten auf all unsere Produkte eine Geld-zurück-Garantie. Sie erhalten Ihre Produkte innerhalb von 48 Stunden frei Haus gegen Rechnung. Sie können unsere Produkte per Post, per Fax, am Telefon und im Internet anfordern. Und als Sammelbesteller erhalten Sie einen interessanten Preisnachlass. Wir wollen alle Ihre Bedürfnisse in Sachen Gesundheit befriedigen und Ihnen in Ihrem täglichen Leben zur Seite stehen. Wir sind für Sie da. Wir sind Ihr Partner in Sachen Gesundheit.

sind für Sie da. Wir sind Ihr Partner in Sachen Gesundheit. Im Internet: www.medicom.de • Kostenlose

Im Internet: www.medicom.de Kostenlose Ernährungsberatung: 0800 73 77 730