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NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 18.

NEWSGESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 18. Ausgabe,

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TIPPSNEWS GESUNDHEIT FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 18. Ausgabe,

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ERNÄHRUNGNEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 18. Ausgabe,

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AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 18. Ausgabe, Dezember 2001

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und

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Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

W eihnachten ist die Zeit, in der wir uns an die Menschen erinnern, die wir
W eihnachten ist die Zeit, in der wir uns an die Menschen erinnern, die wir

W eihnachten ist die Zeit, in der wir uns an die Menschen erinnern, die wir

gern haben. Doch die Erinnerung selbst ist ein Geschenk. Es gibt Menschen, die ver- gessen haben, wozu man eine Zahnbürste benutzt. „Alzheimer – das Ende der Erin- nerung“ ist das Thema, mit dem wir uns diesmal im Titelthema befassen.

Der ehemalige US-Präsident Reagan, der bislang populärste Alzheimer-Patient, sprach in seiner Presseerklärung 1994 davon, „die Reise in die Abenddämmerung des Lebens“ anzutreten und machte die Alzheimererkrankung damit öffentlich bekannt. Doch noch immer wird sie häufig übersehen bzw. zu spät entdeckt. Das führt dazu, dass Menschen, die an ihr leiden, ausgegrenzt und unangemessen behandelt werden. Was die Diagnose Alzheimer auch für die Angehörigen bedeutet, was sich heute gegen die Symptome unternehmen lässt, und in welchem Ausmaß diese

Demenzerkrankung vermutlich in Zukunft unsere Gesellschaft beschäftigen wird, lesen Sie ab Seite 22.

Fitnesstraining beim U-Bahn-Fahren, Rückenstärkung und Wasserkästenheben – eröffnen Sie Ihr Alltags-Fitness-Studio überall und völlig kostenfrei. Wir zeigen Ihnen, wie. Was Ihre Körperhaltung aus- sagt und wie wir uns auch in den Augen anderer besser „darstellen“, haben wir ab Seite 33 in dem Beitrag „Körpersprache – was wir sagen, ohne es zu wissen“ für Sie zusammengetragen. Aus aktuellem Anlass informieren wir Sie zudem sachlich und ohne „Panikmache“ über die realistischen Gefahren, die von möglichen Anschlägen durch biologische Waffen, wie etwa Milz- branderreger, ausgehen. Ich hoffe, dass wir Sie auch diesmal wieder informativ unter- halten können, und wünsche Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Petra

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre

ins neue Jahr. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma

Petra Wons

Vorstand der Medicom Pharma AG

INHALT Kurzmeldungen Volksleiden Tinnitus Tomateninhaltsstoffe verbessern den Sonnenschutz Die große Angst: Milzbrand
INHALT
Kurzmeldungen
Volksleiden Tinnitus
Tomateninhaltsstoffe verbessern den Sonnenschutz
Die große Angst: Milzbrand
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6
8
MEDICOM informiert
Nicht jede Werbung hält, was sie verspricht
Aminosäuren – sollten wir unsere Nahrung damit ergänzen?
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Seite8
11
Bewegung & Fitness
Übungen für Alltag und Beruf
Seite 12
12
Vitalstoffe
Vitalstoffe – von Vitamin A bis Zink
Vorurteile über Nahrungsergänzungsmittel
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Titelthema
Alzheimer – das Ende der Erinnerung
Was man heute über Alzheimer weiß
Die Therapie
22
24
26
Neues aus der Forschung
Mehr Lebensqualität durch Gelenkprothese
Alternativen zum Kunstgelenk
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Seite 22
Körper & Seele
Körpersprache – was wir sagen, ohne es zu wissen
Beispiele für die Bedeutung von Körpersignalen
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35
Rubriken
Editorial
3
Impressum
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Leserbriefe
38
Seite 33
Rätselseite
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FOTO: PHOTODISC/DPNY ++++++++++++++++ Erste Herztherapie mit Stammzellen Medizinern gelang es erstmals, einen
FOTO: PHOTODISC/DPNY ++++++++++++++++ Erste Herztherapie mit Stammzellen Medizinern gelang es erstmals, einen

FOTO: PHOTODISC/DPNY

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Erste Herztherapie mit Stammzellen

Medizinern gelang es erstmals, einen Patienten nach einem Herzinfarkt mit eigenen Stammzellen zu behandeln.

W eil ein 46-jähriger Mann erst 14 Stunden nach einem akuten Herz-

infarkt in die Klinik kam, war eine Be- handlung mit mechanischen Mitteln nicht mehr möglich. Die Ärzte ent- schlossen sich daher für eine Therapie mit adulten Stammzellen. Die Zellen wurden unter örtlicher Betäubung aus dem Knochenmark des Patienten ge- wonnen und danach außerhalb des Kör- pers konzentriert. Einen Tag später wur- den die Zellen mit leichtem Überdruck in die Infarktarterie gespritzt. Auf diese Weise gelangen die Stammzellen in den

abgestorbenen Bereich des Herzmuskels, wo sie sich, so vermuten es die Ärzte, in Herzmuskelzellen verwandeln und den Wiederaufbau der Herzwand vorantrei- ben. Der letztendliche Beweis, ob die Stammzellen überhaupt im Herzen des Patienten angewachsen sind, fehlt noch. Dazu müsste man eine Gewebeprobe entnehmen; diese sei jedoch bei einem so vorgeschädigten Herzen nicht zu ver- antworten. Nach Meinung der Ärzte spricht aber allein der Zustand des Pati- enten für den Erfolg. Die Herzfunktion habe sich innerhalb weniger Wochen wesentlich gebessert. Und weitere fünf Fälle weisen ähnliche Tendenzen auf. Das Ergebnis dieser neuartigen Therapie hat eine besondere Bedeutung für die Wissenschaft. Den Ärzten gelang damit weltweit die erste Transplantation bei geschlossenem Brustkorb. Die Methode ist also auch sehr schonend für den Pa- tienten. Eine Brustkorböffnung, wie sie für einen Bypass notwendig ist, ist nicht mehr erforderlich. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass auch ohne die ethisch umstrittenen embryonalen Stammzellen eine erfolgreiche Behand- lung möglich ist.

Das Medizinerteam aus Düsseldorf hält die Therapie an vielen größeren Klini- ken in Deutschland für durchführbar. Wichtig sei nur, dass Spezialisten zur Aufbereitung der Stammzellen verfüg- bar sind.

zur Aufbereitung der Stammzellen verfüg- bar sind. Ohrengeräusche werden für immer mehr Menschen zur Qual.

Ohrengeräusche werden für immer mehr Menschen zur Qual.

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Volksleiden Tinnitus

Nach Studien der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. haben ca. 4 % der Bevölkerung in Deutschland schon mal Tinnitus wahrgenommen.

T innitus – gemeint sind Geräusche im Ohr, die objektiv nicht existieren, son-

dern nur vom Betroffenen gehört werden. Meist wird das Pfeifen, Sausen oder Rau- schen in den Ohren glücklicherweise nur vorübergehend erlebt. Zum Beispiel nach einem Diskotheken- oder Konzertbesuch, einer Viruserkrankung oder Stress im Job. Dennoch, die Zahl der chronisch an Tinni- tus Erkrankten wird auf ca. 1,5 Millionen geschätzt. Und jährlich kommen 270.000 hinzu. Vom chronischen Krankheitsbild spricht man, wenn die Ohrengeräusche länger als sechs Monate anhalten.

Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, ähnlich wie Schmerz. Es kann bei körperlicher oder seelischer Überan- strengung auftreten. Vermutlich wird Tin- nitus durch Durchblutungsstörungen der Innenohrgefäße ausgelöst. Unterstützende Funktion können Stress-Situationen, eine Fehlstellung des Kau-Apparats, Erkran- kungen der Wirbelsäule oder Ohren- schmalz am Trommelfell haben.

Die Diagnostik ist besonders wichtig, wenn es darum geht, die Ursachen zu behandeln. Allgemein gilt: Je früher eine Behandlung begonnen wird, desto besser sind Prog- nose und Heilungschancen. Daher: Sofort einen HNO-Arzt aufsuchen, wenn Ohren- geräusche wahrgenommen werden.

Bei akutem Tinnitus versprechen Infusi- ons- und Sauerstoff-Therapien gute Erfol- ge. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Betroffene seine akustische Aufmerksam- keit von den Ohrengeräuschen weglenkt, damit die Geräusche nicht vom Gehirn „erlernt“ werden – und der Tinnitus chro- nisch wird. Hält der Tinnitus bereits meh- rere Monate an, ist womöglich schon das Ticken eines Weckers für den Betroffenen kaum auszuhalten, dann verspricht die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) Lin- derung. Bei der von den Forschern Pawel Jastreboff und Jonathan Hazell wissenschaftlich untermauerten Methode soll der im Gehirn gespeicherte Dauerton wieder abtrainiert werden. Dafür wird ein Rauschgerät an das Ohr angepasst, mit dem das Hörsystem mehrere Stunden am Tag stimuliert wird. Dieses leiser einge- stellte Geräusch soll vom Ohrensausen ablenken. Erste Trainingserfolge sind Pa- tientenaussagen zufolge nach etwa zwei Monaten zu verzeichnen, spürbare Ver- besserungen nach einem Jahr. Studien in Großbritannien ergaben, dass nach 12 bis 18 Monaten bei 60 % der Patienten eine deutliche Tinnitus-Abnahme erreicht wur- de und dass 20% der Patienten die Ohren- geräusche kaum noch wahrgenommen haben. Diese Therapie wird mittlerweile auch von den Krankenkassen anerkannt.

+++++++++++++++++ Pfui Spinne! P anik, Herzrase, Flucht – wegen einer kleinen ungefährlichen Spinne an der

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Pfui Spinne!

P anik, Herzrase, Flucht – wegen einer kleinen ungefährlichen Spinne an der

Wand! Spinnenphobiker sind sich der Ir- rationalität ihrer Angst bewusst. Doch das ändert gar nichts. Das Angstobjekt springt ihnen geradezu ins Auge, während Men- schen mit einem entspannten Verhältnis zum Krabbeltier dieses noch gar nicht wahrgenommen haben. Das gleiche gilt auch für Menschen, die Angst vor Schlan- gen haben. Untersuchungen schwedischer Forscher haben diese These jetzt experi- mentell bewiesen. Die Wissenschaftler vom Department of Clinical Neuroscience des Karolinska Instituts in Stockholm zeigten Testpersonen, die keine Schlangen- oder Spinnenphobien hatten, verschie- dene Bildmosaike von Blumen, Pilzen, Schlangen und Spinnen. Diese Mosaike bestanden jeweils aus neun quadratisch angeordneten Einzelbildern. Darauf war entweder neunmal das gleiche Objekt zu sehen, oder aber eins der Bilder zeigte ein Motiv aus einer anderen Kategorie,

etwa das Bild einer Schlange inmitten von acht Blumenbildern oder ein Pilz zwischen acht Spinnenbildern. Die Testpersonen entdeckten die Einzelbilder von Spinnen und Schlangen sehr viel schneller als die anderen Einzelbilder. In einer zweiten Versuchsreihe wurden diese Bildermosaike Spinnen-/Schlangenphobikern vorgelegt.

Ergebnis: Diese Testpersonen entdeckten die für sie bedrohlichen Objekte noch we- sentlich schneller. Noch ist nicht klar, wie es zu Phobien kommt. Was jedoch im Hirn passiert, ist erforscht. Es findet ein „Kurz- schluss“ im Kopf statt, der eine Angst- Flucht-Reaktion auslöst. Unseren Urahnen diente diese „Blitzreaktion“ zum schnellen Handeln in bedrohlichen Situationen. Es wird vermutet, dass Phobien ein archai- sches Überbleibsel im Gehirn sind.

Spinnen: für viele Menschen ein Gräuel

FOTO: DPNY ++++++++++++++++++++++++++++++++++ Klage gegen Fluglärm Gerichtsurteil: er Europäische Gerichtshof (EuGH)
FOTO: DPNY
++++++++++++++++++++++++++++++++++
Klage gegen Fluglärm
Gerichtsurteil:
er Europäische Gerichtshof (EuGH)
veröffentlichte ein Urteil, nach
dem Nachtflüge gegen das Menschen-
recht auf „guten Nachtschlaf“ ver-
stoßen. Bei dem Verfahren gegen den
Londoner Flughafen Heathrow ent-
schied der EuGH, dass Fluglärm zwi-
schen 23.30 Uhr und 6.00 Uhr die
Nachtruhe stark beeinträchtigt. Nach
Bereits ein Pegel von 45 Dezibel, verursacht
durch Fluglärm, beeinträchtigt den Schlaf.
Auffassungen von Umweltmedizinern
wird dieses Urteil auch Auswirkungen
auf den Ausbau des Flugverkehrs in
Deutschland haben. Bisher galten
hierzulande für die Rechtsprechung
Kriterien, die der Düsseldorfer Wis-
senschaftler Prof. Gerd Jansen vor
Jahren entwickelt hatte. Danach ist
die Gesundheit gefährdet, wenn in der
Nacht sechs oder mehr Flugereignisse
stattfinden, deren Maximalpegel im
Schlafzimmer 60 Dezibel erreichen
oder gar übersteigen. Nach Auswer-
tungen neuer Studien kommt Dr.
Maschke von der Technischen Univer-
sität Berlin jedoch zu der Erkenntnis,
dass Aufwachreaktionen, die durch
Fluglärm bedingt sind, bereits ab Pe-
geln von 45 bis 50 Dezibel auftreten.
Das EuGH-Urteil unterstützt die Medi-
ziner im Kampf gegen den Lärm. Denn
Ärzte sind sich einig, dass der Wert
der Ruhe bei uns immer noch unter-
schätzt wird.
FOTO: PHOTODISC
AUS DER NATUR MEDICOM-TIPP Zink – große Bedeutung für die Gesundheit Z ink ist –
AUS DER NATUR
MEDICOM-TIPP
Zink – große Bedeutung
für die Gesundheit
Z ink ist – nach Eisen – das zweit-
häufigste Spurenelement im
menschlichen Organismus. Der Ge-
samtbestand im Körper liegt bei etwa
2 bis 3 Gramm. Zink kommt eine
überlebenswichtige Rolle zu, weil es
in allen Zellen und Organen enthalten
und an verschiedenen Stoffwechsel-
vorgängen beteiligt ist. Neben der
Stärkung des Immunsystems ist Zink
für die Stabilisierung der Zellmem-
branen zuständig und am Kollagen-
stoffwechsel beteiligt. Die Weltge-
sundheitsorganisation empfiehlt für
Erwachsene eine Zink-Aufnahme von
15 Milligramm pro Tag. Erhöhter Be-
darf tritt während Schwangerschaften
und in der Stillzeit, nach schweren
Erkrankungen, bei Stress, Diäten oder
auch im Hochleistungssport auf. Sie
können einen Zinkmangel u. a. an
brüchigen Fingernägeln, spröden
Haaren, Störungen der Wundheilung
oder einem geschwächten Immun-
system erkennen. Schon mit 10 Milli-
gramm zusätzlichem Zink – etwa
durch ein Vitalstoff-Präparat – kön-
nen Sie sich aktiv vor Erkältungen
und grippalen Infekten schützen. Und
sogar, wenn Sie schon von Schnupfen
und Husten geschwächt sind, lässt
sich eine Erkältung um drei bis vier
Tage verkürzen, wenn man eine
höhere Dosis Zink einsetzt. Meerestie-
re, Fleisch, Milchprodukte, Hafer-
flocken und Eier sind zwar gute Zink-
Quellen, aber die Aufnahme über die
Nahrung ist nicht immer ausreichend.
Das in Fleisch enthaltene Eisen und
Kalzium, z. B. aus Milchprodukten,
behindern sogar die Zink-Resorption.
Auch die Aufnahme aus pflanzlichen
Quellen, wie Nüssen, Gemüse und
Vollkornprodukten, ist für den Körper
nicht optimal und nicht ausreichend.
Eine Ergänzung mit Vitalstoff-
Präparaten ist
also sehr
sinnvoll.
FOTO: DPNY

Linsen, Fleisch, Fisch und Vollkornbrot sind gute Zink-Quellen.

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FOTO: DPNY FOTO: PHOTODISC Tomateninhaltsstoffe ver- bessern den Sonnenschutz Beta-Carotin. Im Vergleich zu einer Kon-
FOTO: DPNY
FOTO: DPNY

FOTO: PHOTODISC

Tomateninhaltsstoffe ver- bessern den Sonnenschutz

Beta-Carotin. Im Vergleich zu einer Kon- trollgruppe, die nichts einnahm, konnte nach acht Wochen Einnahme eine deutli- che Verminderung von Hautrötungen durch UV-Licht (Sonnenbrand) festgestellt werden.

Im Hinblick auf die antioxidativen Eigen- schaften ist das Carotinoid Lycopin dem Beta-Carotin weit überlegen. Um nachzu- weisen, dass Sonnenschutz über die Nah- rung möglich ist, verabreichte man Test- personen in einer weiteren Untersuchung zehn Wochen lang täglich 10 g Olivenöl und 16 mg Lycopin. Eine andere Gruppe

erhielt nur das Öl. Nach jeweils vier bzw. zehn Wochen war die Lycopin-Konzen- tration in Blut und Haut der Personen aus der ersten Gruppe gestiegen. Nach zehn Wochen konnte – im Vergleich zur

Kontrollgruppe – eine deutliche Ver- minderung der von UV-Licht verur- sachten Hautrötungen gemessen werden. Nach vier Wochen war die- ser Effekt noch nicht so ausgeprägt. Insgesamt lag auch hier der Sonnen- schutzfaktor bei 2 bis 3.

Sonnenschutz mit carotinoidreicher Nahrung oder carotinoidhaltigen Nahrungsergänzungen in Verbin- dung mit der Aufnahme von Fett ist also prinzipiell möglich und auch empfehlenswert, da wir einen großen Teil der jährlichen Sonneneinstrah- lung ungeschützt, d. h. ohne Creme mit Sonnenschutzfaktor, „genießen“. Hochwertige Nahrungsergänzungspräpa- rate mit Carotinoiden können diesen Ef- fekt unterstützen – besonders dann, wenn die Carotinoide zusammen mit anderen Radikalen-Fängern in einem Multivital- stoff-Präparat aufgenommen werden. So können sich die einzelnen Radikalen- Fänger gegenseitig unterstützen, und der Schutzeffekt wird erheblich verbessert.

G ehören Sie auch zu den Menschen,

die vor dem Urlaub in Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung Carotinoid-Präparate als präventiven Sonnenschutz einneh-

men? Dann können Sie sich freuen. Bisher war die Wirksamkeit von Beta-Caro-

tin und von Lycopin als Sonnen- schutz kaum wissenschaftlich belegt, so dass man sich nie sicher war, ob die Einnahme wirklich Sinn macht. Bekannt war nur, dass Carotinoide wie Lycopin bestimmten Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken können. Neue For- schungsergebnisse weisen jetzt ein- deutig hautschützende Wirkungen von Carotinoiden auf.

Carotinoiden kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil sie in der Lage sind, reaktive Sauerstoff- verbindungen (Radikale) abzufan- gen – und somit die Haut schützen. Die wichtigsten – und auch bekanntesten – Carotinoide sind Alpha- und Beta-Caro- tin, Lycopin und Lutein. Im Gegensatz zu Pflanzen sind Menschen (Tiere übrigens auch) für eine ausreichende Versorgung darauf angewiesen, die Substanzen aus der Nahrung aufzunehmen. Bei den neu- esten Untersuchungen erhielten Testper- sonen zwölf Wochen lang täglich 24 mg

erhielten Testper- sonen zwölf Wochen lang täglich 24 mg Tagtäglich sind wir der Sonnenausstrahlung ausgesetzt –

Tagtäglich sind wir der Sonnenausstrahlung ausgesetzt – nicht nur beim Strandurlaub.

Dieser Effekt war nach zwölf Wochen noch stärker ausgeprägt. Ein Schutz durch die orale Einnahme von Carotin ist also grundsätzlich möglich. Dennoch: Weitere Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Sonnencremes, werden dadurch nicht er- setzt. Der Sonnenschutzfaktor nach der Zufuhr von Beta-Carotin liegt bei 2 bis 3.

Sonnencremes, werden dadurch nicht er- setzt. Der Sonnenschutzfaktor nach der Zufuhr von Beta-Carotin liegt bei 2
++++++++++++++++ Können Hunde vor Unterzuckerung warnen? H unde, die bellen, warnen mögli- cherweise ihre
++++++++++++++++
Können Hunde
vor Unterzuckerung
warnen?
H unde, die bellen, warnen mögli-
cherweise ihre zuckerkranken
Herrchen vor drohender Unterzucke-
rung – und zwar tun sie das, lange
bevor die Betroffenen selbst etwas
davon bemerken. Beispiele für die
erstaunliche Leistungsfähigkeit der
tierischen Spürnasen haben britische
Forscher kürzlich in einer Fachzeit-
schrift veröffentlicht. Mehr als ein
Drittel aller Hundehaltender unter den
Diabetikern profitierte von der Sensi-
bilität ihrer Tiere, so die Forscher.
Welche Symptome die Hunde wahr-
nehmen, sei jedoch unklar. Da eine
Unterzuckerung bei Diabetes von
Symptomen wie Heißhunger, Angst-
schweiß und Muskelzittern begleitet
wird, wäre es möglich, dass die Hunde
eine Veränderung des Verhaltens ihrer
Herrchen wahrnehmen oder einen
durch das Schwitzen veränderten Kör-
pergeruch. Die Voraussetzung für die
Fähigkeit der Vierbeiner, als eine Art
„Frühwarnsystem“ zu funktionieren,
ist eine gute Beziehung zu ihren zwei-
beinigen Partnern. Dann können
Hunde sogar Veränderungen des
Gesichtsausdrucks, eine ungewöhnli-
che Gestik oder geweitete Pupillen als
Alarmsignale erkennen. Diese feinen
Antennen der Hunde haben einige
Hundeschulen erkannt, die mittlerwei-
le Hunde unterrichten, Symptome
wahrzunehmen, die sich
im Vorfeld eines epi-
leptischen Anfalls
abzeichnen.
Hunde – für
Diabetiker treue
und zuverlässige
Begleiter.
FOTO: MEV

6 MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

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Die Artikel in der MEDICOM finde ich zu lang zu kurz gerade richtig

Die Behandlung der Themen ist

Die Themenvielfalt ist zu gering zu groß ausgewogen

Die MEDICOM

Die 1 / 4 -jährliche Erscheinungsweise ist zu häufig

1 / 4 -jährliche Erscheinungsweise ist zu häufig zu ausführlich zu selten zu oberflächlich gerade richtig
zu ausführlich zu selten
zu ausführlich
zu selten

zu oberflächlich

gerade richtig

zu ausführlich zu selten zu oberflächlich gerade richtig ist zu umfangreich ist gerade richtig könnte umfangreicher

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Die optische Aufmachung

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finde ich langweilig

finde ich langweilig

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gefällt mir gut fällt mir gut

 

ist schlecht

geht so  ist schlecht ist gut

ist gut  ist schlecht geht so

In einer Ausgabe lese ich

Meine MEDICOM lesen außer mir

gut In einer Ausgabe lese ich Meine MEDICOM lesen außer mir bis zu 30 Min. hebe
gut In einer Ausgabe lese ich Meine MEDICOM lesen außer mir bis zu 30 Min. hebe

bis zu 30 Min.

hebe ich auf

Nein
Nein

1 Person

4 Personen

bis zu 60 Min.

30 Min. hebe ich auf Nein 1 Person 4 Personen bis zu 60 Min. bis zu

bis zu 90 Min.

auf Nein 1 Person 4 Personen bis zu 60 Min. bis zu 90 Min. länger 2

länger

2 Personen

3 Personen

mehr Personen

bis zu 90 Min. länger 2 Personen 3 Personen mehr Personen Die MEDICOM Ich lese noch

Die MEDICOM

Ich lese noch andere Gesundheitstitel.

gebe ich weiter

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Sport und Fitnessbesonders für Neues aus der Forschung medizinische Themen gesundheitsrechtliche Themen Operationsmethoden Ernährung

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OperationsmethodenThemen Sport und Fitness gesundheitsrechtliche Themen Ernährung & Gesundheit So beurteile ich die MEDICOM

Ernährung & Gesundheitund Fitness gesundheitsrechtliche Themen Operationsmethoden So beurteile ich die MEDICOM insgesamt Alles in allem

So beurteile ich die MEDICOM insgesamt

Alles in allem bekommt die MEDICOM

von mir die „Schulnote“

Müsste man die MEDICOM kaufen, hätte sie einen Wert von

Müsste man die MEDICOM kaufen, hätte sie einen Wert von 123456 3,00 DM Nobilin Lyco Multi-Vital
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123456

3,00 DM Nobilin Lyco Multi-Vital Ginseng Vitamin E Franzbranntwein Johanniskraut Nobilin Premium
3,00 DM
Nobilin Lyco
Multi-Vital
Ginseng
Vitamin E
Franzbranntwein
Johanniskraut
Nobilin Premium
1,00 DM Baldrian Hopfen
1,00 DM
Baldrian Hopfen

5,00 DM

Borretsch-Öl

Ich benutze folgende MEDICOM-Produkte

Nobilin Q 10

Magnesium Kieselerde FolsäureIch benutze folgende MEDICOM-Produkte Nobilin Q 1 0 Calcium Plus Omega-3-Fettsäuren Kur Biotin

Calcium Plus

Omega-3-Fettsäuren

Kur Biotin

Vitamin-B-Komplex

Zink

Nobilin First

Echinacea

Multi-Mineral Lycopin Coenzym Q 1 0 Vitamin E Natur 10 Vitamin E Natur

Probiotische Kulturen KnoblauchMulti-Mineral Lycopin Coenzym Q 1 0 Vitamin E Natur Vitamin C Vita Venenkapseln Vita-Venencreme Melissen-Geist

Vitamin C

Vita Venenkapseln Vita-Venencreme Melissen-GeistVitamin E Natur Probiotische Kulturen Knoblauch Vitamin C Kreislauf-Kapseln Artischocke Kürbiskern Teufelskralle Vita

Kreislauf-KapselnVitamin C Vita Venenkapseln Vita-Venencreme Melissen-Geist Artischocke Kürbiskern Teufelskralle Vita Magentablette

Artischocke

Kürbiskern Teufelskralle Vita MagentabletteVita-Venencreme Melissen-Geist Kreislauf-Kapseln Artischocke Auch diese Produkte sollten bei Medicom Pharma erhältlich

Auch diese Produkte sollten bei Medicom Pharma erhältlich sein

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Familienstand

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Familienstand ledig verheiratet 1 2 3 4 5 Angestellte/r Ohne Beschäftigung Nein verwitwet Selbstständig 1239

verheiratet

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1
2
3
4
5
Angestellte/r
Ohne Beschäftigung
Nein

verwitwet

Selbstständig

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Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?

mehr als 5

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Arbeiter/inBeruf/derzeitige Tätigkeit?

 
  Hausfrau Student/in Im Ruhestand

Hausfrau

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die MEDICOM als Kunde per Post von Freunden/Verwandten Bei Schleiern oder Flocken vor dem Auge sollten
die MEDICOM als Kunde per Post von Freunden/Verwandten Bei Schleiern oder Flocken vor dem Auge sollten

Bei Schleiern oder Flocken vor dem Auge sollten Sie lieber umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Es könnte sich um eine Augenentzündung handeln.

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Ärzteverband warnt vor Augenentzündung

D er Berufsverband der Augenärzte in Deutschland warnt vor einer Entzün-

dung der Gefäßhaut und der Regenbo- genhaut des Auges. Fast eine halbe Mil- lion Deutsche sei von Uveitis, so heißt diese kaum bekannte und schwer zu er- kennende Krankheit, betroffen. Und jährlich kämen 10.000 neue Fälle hinzu, so der Verband.

Warnzeichen für Uveitis sind Schleier oder Flocken vor dem Auge. Im akuten Fall sind rote Augen und Druckgefühl typische Symptome. Der Ärzteverband weist darauf hin, dass besonders die langsame Verlaufsform der Entzündung, die die Blutgefäße um das Auge erfasst, tückisch sei. Patienten suchten den Au- genarzt meist viel zu spät auf, was eine schleichende Verschlechterung des Seh- vermögens zur Folge habe. Auch Linsen- trübung und Glaukom (Grüner Star) kön- nen auftreten.

Als Ursachen für Uveitis kämen bei Kin- dern rheumatische Erkrankungen in Fra- ge, aber auch Boreliose (fieberhafte In- fektionskrankheit) im Anschluss an Zeckenbisse und Infektionen mit Herpes- Viren, mit dem Tuberkulose-Erreger oder dem Parasiten Toxoplasma gondii, der häufig durch Katzen übertragen werde. Darüber hinaus sei aber auch Uveitis als Erscheinung eines Autoimmunprozesses denkbar.

Hinweis zum Datenschutz:

Selbstverständlich werden Ihre persönlichen Angaben streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Ergebnisse dieser Umfrage dienen lediglich der Ermittlung von Durchschnittsgrößen und deren statistischer Auswertung.

FOTO: DR.GARY GAUGLER/OKAPIA Bacillus anthracis GRAFIK: DPNY Milzbrandbakterien sind mikroskopisch klein,

FOTO: DR.GARY GAUGLER/OKAPIA

Bacillus anthracis GRAFIK: DPNY
Bacillus anthracis
GRAFIK: DPNY

Milzbrandbakterien sind mikroskopisch klein, stäbchenförmig und höchst gefährlich.

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Die große Angst:

Milzbrand

Die Meldungen über Milzbrand-Infizierungen reißen nicht ab. Rund um den Globus versetzen sie die Menschen in Angst und Schrecken. Ob hinter den Attacken mit Milzbranderregern Terror- gruppen stecken, ist ungewiss. Doch allein die Angst vor Angrif- fen mit Biowaffen hat verheerende Auswirkungen.

Warnung vor Panikmache

W issenschaftler warnen vor einer Massenhysterie. Man schätzt die

Gefahr, an Milzbrand zu erkranken, ge- ring ein. Die Bakterien lassen sich zwar im Labor sehr gut züchten, die Verbrei- tung ist jedoch nicht so einfach, wie vie- le denken. Mit den bisher in Briefen ver- schickten Milzbranderregern konnten höchstens jeweils eine Hand voll der töd- lichen Sporen verteilt werden. Eine Men- ge, die von jedem Mikrobiologen erzeugt

werden könnte. Um daraus aber eine Massenvernichtungswaffe zu machen, ist wesentlich mehr technisches Know-how gefragt. Zunächst müssten für die Ver-

mehrung großer Mengen der Bakterien bestimmte Temperaturen und ein geeig- neter Nährboden gegeben sein.

Der Durchmesser der Sporen, die ansch- ließend zu einem feinen Pulver verarbei- tet werden müssen, darf nicht größer sein als 5 tausendstel, nicht kleiner als 1 tausendstel Millimeter. (Zum Vergleich:

Papier ist 25-mal dicker.) Sind sie zu klein, werden sie wieder ausgeatmet. Sind die Partikel zu groß, gelangen sie nicht weiter als bis zu den Nasenhaaren bzw. den Bronchien. Konnte die „Hürde“ der Verarbeitung genommen werden, be- steht das Problem der Verteilung der töd- lichen Bakterien.

Eine großflächige Verseuchung mit Hilfe von Flugzeugen ist zwar vorstellbar, gilt aber als außerordentlich schwierig, weil die Erreger speziell aufbereitet werden müssen. Über eine solche Ausstattung verfügen nur wenige spezielle Labors. Wie schwierig die Verbreitung ist, zeigen auch Versuche der Aum-Sekte in Tokio zu Beginn der neunziger Jahre. Dort versprühten Anhänger der Sekte die ge- fährlichen Milzbrandsporen von einem Hochhaus und von einem umgebauten Lastwagen aus. Glücklicherweise erfolg- los, denn es kam nicht zu einer Infekti- on. Das zeigt, dass es fast unmöglich bzw. nur unter allergrößtem technischen Aufwand möglich ist, Bakterien wie Milzbrand als Massenvernichtungswaffe einzusetzen.

Sicherheitslücke Impfstoff

Impfstoffe gegen Erreger wie Milzbrand oder Pocken sind derzeit kaum verfüg- bar. In den USA gibt es zwar einen Impf- stoff gegen Milzbrand, dieser ist jedoch bisher nur für Angehörige der US-Armee zugelassen. In Deutschland darf er wegen zahlreicher Nebenwirkungen nicht verwendet werden. Forschungen zu neuen Schutzpräparaten laufen aber bereits. Auch ein neuer Impfstoff wurde an der Ohio State University entwickelt. Bisher fanden jedoch erst Tests an Mäusen statt.

Behandlung mit Antibiotika

Nach einer Milzbrand-Infektion muss man sofort mit Antibiotika behandelt werden. Die Therapie besteht aus einer mehrwöchigen Verabreichung hoch do- sierter Antibiotika aus der Gruppe der Penizilline. Außerdem werden weitere Maßnahmen durchgeführt wie die Gabe von Schmerzmitteln und Durchfall- präparaten und die Ruhigstellung betrof- fener Körperteile.

Milzbrand ist die erste Krankheit, deren krankheits- erregender Mikro- organismus isoliert und in reiner Kultur gewonnen werden konnte.

1881 wurde ein Impfstoff entwickelt.

erregender Mikro- organismus isoliert und in reiner Kultur gewonnen werden konnte. 1881 wurde ein Impfstoff entwickelt.
+++++++++++++++ Vorsicht beim Kauf von Q10-Produkten erschwingliche Q10-Produkte auf den Markt zu bringen. Heute noch
+++++++++++++++ Vorsicht beim Kauf von Q10-Produkten erschwingliche Q10-Produkte auf den Markt zu bringen. Heute noch
+++++++++++++++
Vorsicht beim Kauf von
Q10-Produkten
erschwingliche Q10-Produkte auf den
Markt zu bringen. Heute noch wird Q10
als Reinsubstanz durch Extraktion aus
Pflanzen, durch Fermentation oder durch
Semisynthese gewonnen – aufwendige
Prozesse, die ihren Preis haben.
Ebenfalls sehr aufwendig und kostspielig
ist die Gewinnung von natürlichem
Lycopin. Die ergiebigste in der Natur
vorkommende Quelle – die Tomate – be-
sitzt einen zu geringen Lycopin-Gehalt,
um die Extraktion wirtschaftlich durch-
führen zu können. Mit Hilfe von kon-
ventionellen Züchtungsmethoden, d. h.
ohne gentechnische Mittel, gelang es
Forschern, eine spezielle, lycopinreiche
Tomate zu züchten, die einen drei- bis
vierfach höheren Lycopin-Gehalt als
herkömmliche Tomaten hat. Zur gleichen
Zeit entwickelten Ingenieure innovative
Verarbeitungsprozesse zur Extraktion
von Lycopin, bei denen nur neueste
Technologien eingesetzt werden. Sie wur-
den inzwischen patentiert. Bei der Her-
stellung von Nobilin Lyco wird nur Lyco-
pin eingesetzt, das auf diese Weise ge-
wonnen wurde. Sämtliche Inhaltsstoffe
der MEDICOM-Produkte entsprechen ei-
nem absolut hohen Standard und werden
in optimalen Dosierungen angeboten.
Achten Sie beim Kauf eines Produktes
mit Q10 sorgfältig auf Dosierung und
Preis. Da die Nachfrage nach Q10 ste-
tig steigt, hat es einen regelrechten
Boom von Vitalstoff-Präparaten mit
Q10 gegeben. Aber nicht alle Mittel
können den Qualitätsanforderungen
gerecht werden. Zahlreiche Produkte
enthalten wegen der immer noch ver-
hältnismäßig hohen Kosten der Roh-
stoffgewinnung nur sehr geringe Q10-
Anteile. Damit sind sie nahezu wir-
kungslos für den Menschen. Werbung,
in der Q10 angesprochen wird, soll in
diesem Fall häufig nur einen kaufför-
dernden Effekt haben. Ein weiteres
Problem besteht bei der Verarbeitung
von Q10: Wenn es mit Vitamin E auf
Sojabasis hergestellt wird, entwickelt
es seine volle Wirkung. Wird es mit Vi-
tamin E auf Weizenbasis hergestellt,
zerfällt es nach sieben Minuten. Daher
sind auch viele der auf dem Markt er-
hältlichen Produkte in ihrer Wirkungs-
weise sehr stark eingeschränkt.
Beim Kauf von Nobilin Q10 und Nobi-
lin Lyco können Sie sicher sein, dass
nur hochwertige Inhaltsstoffe verar-
beitet werden und Sie mit einer Q10-
Dosierung von 30 mg bzw. mit 6 mg
Lycopin hervorragend versorgt sind.
Die speziell gezüchteten Tomaten sind besonders reich an Lycopin. Ihr Lycopin-Gehalt ist um
ein Drei- bis Vierfaches höher als der Lycopin-Gehalt herkömmlicher Tomaten.
FOTO: PHOTODISC

Coenzym Q10 und Lycopin

Kostbare Rohstoffe aus der Natur

Mit Coenzym Q10 und Lycopin gegen Freie Radikale

Q10 ist eine der faszinierendsten Ent- deckungen der modernen Wissenschaft. Das Wirkungsspektrum dieses Coenzyms ist beeindruckend. Es kommt in fast allen Zellen des menschlichen Organismus vor und ist lebenswichtig für unsere Zellen- Kraftwerke. Ohne diesen Stoff wären die Zellen nicht in der Lage, die erforderliche Energie zum Antrieb sämtlicher Körper- aktivitäten zu produzieren. Außerdem ist es unerlässlich für eine intakte Herzfunk- tion. Als Antioxidans ist Q10 auch an der Bekämpfung Freier Radikaler beteiligt. Ebenso spielt das Carotinoid Lycopin eine bedeutende Rolle für die Körperzellen und ist wichtig im Kampf gegen Freie Radikale. Man setzt Lycopin auch zur Prävention von Krebserkrankungen und Hautschäden ein. Der Mensch ist darauf angewiesen, diese Substanz aus der Nahrung aufzunehmen. Im Gegensatz zu anderen Carotinoiden, die in fast allen Gemüse- und Obstsorten vorkommen, ist Lycopin in nennenswerten Mengen fast ausschließlich in Tomaten enthalten.

Coenzym Q10 wird in einem gesunden Körper von der Leber produziert. Doch schon ab einem Alter von 40 Jahren ist die Leberfunktion geschwächt, und ein Q10-Mangel ist die Folge. Da eine ausrei- chende Versorgung über die Nahrung fast nicht möglich ist, ist eine Zufuhr durch Nahrungsergänzungs-Präparate empfeh- lenswert.

Die Rohstoffgewinnung

Zu Beginn der Q10-Forschung war Rin- derherz die einzig relevante Quelle. An- fang der 60er Jahre betrug der Preis für ein einziges Gramm ungereinigtes Q10 über DM 2.000,–, was es für eine Nah- rungsergänzung unerschwinglich machte. (Zum Vergleich: Der gesamte Q10-Gehalt unseres Körpers liegt bei etwa 2 Gramm!) In den 70er Jahren konnte man erstmals natürliches Q10 in großen Mengen aus Pflanzen gewinnen. 1974 begann die Q10- Produktion für pharmazeutische Präpara- te, doch für eine breite Anwendung war Q10 zu teuer. Erst 1977 gelang es, natürli- ches Q10 kostengünstig zu erzeugen und

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MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG 18. AUSGABE,

INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

18. AUSGABE, DEZEMBER 2001

Nicht jede Werbung hält, was sie verspricht

In Zeitungen und Zeitschriften stoßen wir immer häufiger darauf:

Anzeigen, in denen Schlankheitspräparate wie Wundermittel ange- priesen werden. Vorher-nachher-Bilder suggerieren uns, das Gewicht in wenigen Tagen drastisch reduzieren zu können. Und das, obwohl man alles essen darf, was man möchte. Auch junge, schlanke Bikini-Schönheiten werden gerne eingesetzt, um zu zeigen: „So kön- nen auch SIE nach Einnahme der Pille XY aussehen.“ Doch was ist wirklich dran? Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in einige Marketingmaßnahmen geben, so dass Sie selbst entscheiden können, welcher Werbung Sie trauen können und welcher nicht.

M EDICOM bietet Ihnen nur wirklich sinnvolle, wissenschaftlich geprüfte

Produkte. Denn wir scheuen weder Kosten noch Mühen, um unserem Motto „Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ gerecht zu werden. Diesem Leitsatz passen wir auch unsere Werbung an. Wir verspre- chen Ihnen darin keine Wunder, sondern zeigen nur nachgewiesene und plausible Wirkungen unserer Produkte auf. Sie wer- den bei uns keine überteuerten „Wunder-

mittel“ finden, die in Wirklichkeit gar keinen Nutzen bringen.

Natürlich ist nicht alles, was andere Hersteller anbieten, unsinnig oder nutzlos. Da- mit Sie sich schnell und kompetent informieren kön- nen, zeigen wir Ihnen auf dieser Seite, wann es sich le- diglich um verkaufsfördernde Marketingmaßnahmen handelt.

Schlankheitsmittel

Schlank, gesund und schön – wer will das nicht sein? Täglich begegnen uns im Fernsehen, in Zeitschriften oder mit der Briefkastenwerbung zahlreiche Patentre-

zepte, Pillen und Pülverchen, die – bei regelmäßiger Einnahme – zum Ziel führen sollen.

Die Werbemacher werden nicht müde, den „neuesten Wirkstoff, der schlank macht“ oder den „ultimativen Fatburner“ anzupreisen. Mit Einzelaussagen ehema- liger Leidtragender und angeblicher Wis- senschaftler oder Ärzte sollen die so ge- nannten „jahrelangen Forschungen und Entwicklungen an bekannten Instituten“ untermauert wer- den. Und das, obwohl es so- gar verboten ist, mit Ärz- ten und deren Symbolen für Lebensmittel zu wer- ben. Nebenwirkungen von Anti-Fett-Pillen, wie Blähungen, Übelkeit und Herzklopfen, werden tun- lichst verschwiegen. Auch die horrenden Preise rücken bei den „phantastischen Wirkungen“ der Präpara- te in den Hintergrund. Das Urteil der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE): „Wundermittel oder Patentre- zepte zum Abnehmen schmälern eher den Geldbeutel als die Taille.“

Abnehmen schmälern eher den Geldbeutel als die Taille.“ QUELLE: MSD Seriöse Anbieter achten darauf, dass das

QUELLE: MSD

Seriöse Anbieter achten darauf, dass das Gewicht langsam reduziert wird und dass dieses auch langfristig gehalten werden kann. Bei Slogans wie „Verlieren Sie 3 Pfund in 3 Tagen“ können Sie sicher sein, dass ein solches Produkt nicht zu einem langfristigen Erfolg führt.

Noni

„Teuer, wirkungs- los und illegal“ – das sind Be- schreibungen, die man bei der Re- cherche rund um No- ni-Saft oder Noni-Tabletten findet. Noni nennt man den Saft einer tropischen Frucht namens Morinda citrifolia. Was die Vertreiber dem Noni-Extrakt zuschreiben, ist unglaub- lich. Dieses viel gepriesene Wundermittel soll bei der Behandlung und Linderung verschiedenster Krankheiten helfen. Die Liste der Versprechungen in der Werbung reicht von Allergien über Alterserschei- nungen bis hin zu Depressionen und Krebs. Was normalerweise sieben bis acht Produkte leisten, soll Noni alles auf einmal können. Völlig unglaubwürdig.

Während in Deutschland derzeit der Ver- kauf von Noni-Produkten verboten ist (weil die Zulassung von der EU geprüft wird), boomt in den USA der Absatz. Man geht von einem monatlichen Umsatz von 23,5 Millionen US-$ aus. Es gibt zwar Studien, die auf mögliche gesundheitsför- dernde Wirkungen von Inhaltsstoffen ver- schiedener Morinda-Arten hinweisen. Doch mit Noni hat das wenig zu tun: Zum einen wurden in den meisten Fällen nur botanisch anders definierte Morinda-Ar- ten untersucht. Dabei handelte es sich dann auch noch um Wurzel- oder Blattex- trakte und nicht um den Fruchtsaft selbst. Zum anderen spiegeln die Studien aussch- ließlich Daten von Tier- und Zellkultur- versuchen wider. Es ist keine Studie be- kannt, die eine Wirkung beim Menschen belegen könnte. Noch nicht einmal eine glaubhafte Fallbeschreibung eines angeb- lich geheilten Patienten liegt vor.

eine glaubhafte Fallbeschreibung eines angeb- lich geheilten Patienten liegt vor. 10 MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

10 MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

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MEDICOM informiertMEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert Anzeige Aminosäuren – sollten wir unsere Nahrung damit

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Aminosäuren –

sollten wir unsere Nahrung damit ergänzen?

Proteine sind uns als wertvolle und lebenswichtige Nahrungsbestandteile bekannt. Sie werden nicht nur als Bausteine des Organismus eingesetzt, sondern haben als Enzyme oder Hormone auch regulierende Funktionen.

D er menschliche Körper kann aus den 20 verschiedenen Aminosäuren eine

gewaltige Zahl verschiedenster Proteine mit ganz unterschiedlichen Stoffwech- seleigenschaften bilden. Unterschieden werden die essenziellen Aminosäuren, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen, da der Organismus sie nicht selbst bilden kann, und die nicht- essenziellen Aminosäuren, die der Kör- per selbst herstellen kann.

Wegen ihrer entscheidenden Funktionen für den Stoffwechsel stellen Proteine für viele Menschen den Inbegriff eines le- bensnotwendigen und muskelaufbauen- den Nährstoffes dar. Die Frage ist jedoch:

Brauchen wir wirklich mehr und mehr Proteine? Und: Müssen wir unsere Nah- rung wirklich um zusätzliche Proteine oder Aminosäuren ergänzen?

Brauchen wir Protein- bzw. Aminosäuren-Ergänzungen?

Eine Ergänzung der in den Industrie- nationen üblichen Ernährung mit nicht- essenziellen und essenziellen Aminosäu- ren ist aufgrund des hohen Stellenwertes von Lebensmitteln tierischen Ursprungs auf unserem Speiseplan überflüssig. Eine ergänzende Zufuhr von Aminosäuren bzw. Proteinen macht aus wissenschaft- licher Sicht keinen Sinn. Nur bei be- stimmten Krankheitsbildern, nach schweren Operationen oder bei Unter- ernährung ist die Verabreichung von Proteinen notwendig. In solch einem Fall werden in der klinischen Ernährung spe- zielle Trinknahrungen mit hohen Pro- teingehalten verwendet. Die meisten auf dem Markt erhältlichen Nahrungsergän-

Täglicher Aminosäurenbedarf Geschätzter Bedarf an essenziellen Aminosäuren eines Erwachsenen (mit 70 kg
Täglicher Aminosäurenbedarf
Geschätzter Bedarf an essenziellen Aminosäuren
eines Erwachsenen (mit 70 kg Körpergewicht)
Isoleucin
700 mg
Leucin
980 mg
Lysin
840 mg
Methionin und
Cystein*
910 mg
Phenylalanin und
Tyrosin*
980 mg
Threonin
490 mg
Tryptophan
280 mg
Valin
700 mg
*Methionin und Cystein bzw. Phenylalanin
und Tyrosin kann der menschliche Stoff
wechsel ineinander umwandeln.

Quelle: Shils, Olson, Shike, Ross 1998

zungsmittel mit Aminosäuren enthalten nur so geringe Mengen der Protein- bausteine, dass man sich be- reits mit 12 g Schwei- nefleisch oder mit ei- nem halben Glas Vollmilch die glei- che Menge zu- führen kann.

Aminosäuren-Bedarf und -Zufuhr

Die zur Proteinbedarfsdeckung eines „Durchschnittsmenschen“ täglich notwendige Gesamtzu- fuhr an verschiedenen Ami- nosäuren beträgt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 0,8 g pro kg Körper- gewicht. Die wünschenswerte Zufuhr an Proteinen sollte 12 bis 13 % der gesamten Energieauf- nahme nicht überschreiten. Im Rahmen einer Studie konnte für die deutsche Bevölkerung ermit- telt werden, dass die Zufuhrmen- gen bei weitem überschritten werden.

Vergleicht man die Werte der bei- den Tabellen im Hinblick auf die essenziellen Aminosäuren, so zeigt sich, dass schon eine relativ kleine Portion von 100 g Rind- fleisch pro Tag reicht, um den Be- darf an essenziellen Aminosäuren zu decken. Dabei darf man nicht vergessen, dass darüber hinaus täglich zahlreiche weitere Pro- teinquellen verzehrt werden.

Aminosäuregehalt im Vergleich – Angaben je 100 g Schweine- Joghurt Vollmilch Goudakäse Rindfleisch fleisch (3,5
Aminosäuregehalt im Vergleich – Angaben je 100 g
Schweine- Joghurt
Vollmilch
Goudakäse
Rindfleisch
fleisch
(3,5 % Fett)
(3,5 % Fett)
(3,5 % Fett i. Tr.)
Alanin
1.250
mg
170
mg
130
mg
780
mg
1.620
mg
Arginin
1.230
mg
140
mg
130
mg
980
mg
1.460
mg
Aspartat
1.970
mg
310
mg
290
mg
1.780
mg
2.280
mg
Cystin
240
mg
30
mg
28
mg
k. A.
280
mg
Glutamat
3.160
mg
760
mg
790
mg
6.280
mg
3.990
mg
Glycin
1.150
mg
94
mg
76
mg
500
mg
1.500
mg
Histidin
800
mg
100
mg
95
mg
1.050
mg
810
mg
Isoleucin
1.020
mg
240
mg
220
mg
1.340
mg
1.220
mg
Leucin
1.560
mg
410
mg
360
mg
2.620
mg
1.980
mg
Lysin
1.780
mg
310
mg
280
mg
2.790
mg
2.050
mg
Methionin
580
mg
100
mg
90
mg
740
mg
610
mg
Phenylalanin
790
mg
210
mg
180
mg
1.460
mg
1.000
mg
Prolin
980
mg
460
mg
340
mg
340
mg
1.170
mg
Serin
910
mg
240
mg
210
mg
1.570
mg
1.020
mg
Threonin
1.010
mg
170
mg
160
mg
950
mg
1.100
mg
Tryptophan
240
mg
45 mg
49
mg
k. A.
270
mg
Tyrosin
730 mg
200 mg
180 mg
1.480 mg
810 mg
Valin
1.550 mg
300 mg
240 mg
1.850 mg
1.320 mg
k. A. = keine Angaben
*Die essenziellen Aminosäuren sind fett gedruckt.

Quelle: Souci, Fachmann, Kraut 1994

GRAFIKEN: DPNY

MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

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Bücken und Heben 2 34 Falsch Fit ganz nebenbei: Übungen für Alltag und Beruf Mit
Bücken und Heben 2 34 Falsch Fit ganz nebenbei: Übungen für Alltag und Beruf Mit
Bücken und Heben
2
34
Falsch
Fit ganz nebenbei:
Übungen für
Alltag und Beruf
Mit korrekten Bewegungsabläufen im
Alltag und kleinen Dehnungsübungen am
Arbeitsplatz zu einem besseren Wohlbe-
finden: Dieser Artikel zeigt, wie’s geht.
5
F ast jeder Mensch hat schon mal unter
Rückenschmerzen gelitten. Dabei ist
es viel leichter, dem Rücken etwas Gutes
zu tun, als man denkt. Mit rückenge-
rechtem Verhalten im Alltag und am Ar-
und Blut übergegangen“ sein. Wir wün-
schen Ihnen viel Spaß und hoffen, einen
Beitrag für Ihre Fitness zu leisten.
Schmerzfrei durch die Hausarbeit
beitsplatz können Sie Beschwerden vor-
beugen. Schon durch korrekte Bewe-
gungsabläufe beim Heben, Tragen und
sogar beim Stehen können Knochen und
Gelenke geschont werden, es kann Ver-
spannungen vorgebeugt werden.
Bücken und Heben sind die häufigsten
Ursachen für orthopädisch bedingte Un-
fälle im Haushalt. Vermeiden Sie beim
Abstellen und beim Hochheben unbedingt
falsche Bewegungsabläufe, denn lästige
Bandscheibenleiden können folgen.
Wir zeigen Ihnen kleine Übungen, die
Sie jederzeit zwischendurch ausführen
können, zum Beispiel beim Einkaufen, in
der Mittagspause oder bei der Hausar-
beit. Haben Sie die Übungen erst einmal
des Öfteren ausgeführt, werden Sie fest-
stellen, wie wohltuend sie für Ihren Kör-
per sind. Und nach wenigen Wiederho-
lungen werden Ihnen die richtigen
Bewegungen bestimmt schon in „Fleisch
1.
Machen Sie keinen Katzenbuckel, so
wie in Bild 5 zu sehen, sondern halten Sie
den Rücken immer gerade.
2.
Stellen Sie sich breitbeinig hin, um
Balanceproblemen entgegenzuwirken.
3.
Gehen Sie dann – wie bei einer Knie-
beuge – in die Knie.
4. Heben Sie nicht aus dem Kreuz heraus,
sondern holen Sie die Kraft aus Knie-
Richtig Stehen

Im aufrechten Stand ist das Gewicht gleichmäßig auf beide Fußsohlen verteilt. Die Arme hängen locker neben dem Körper.

Leeren und Füllen Falsch 2. Stellen Sie die Füße hüft- breit auseinander, leicht nach außen
Leeren und Füllen Falsch 2. Stellen Sie die Füße hüft- breit auseinander, leicht nach außen
Leeren
und Füllen
Falsch
2. Stellen Sie die Füße hüft-
breit auseinander, leicht
nach außen gedreht. Bela-
sten Sie beide Füße
gleichmäßig; nicht auf
dem Vorder- oder dem
Rückfuß stehen.
3.
Heben Sie das Brust-
bein, und schieben Sie es
ein wenig nach vorne.
4.
Schieben Sie das Becken
6
7
und Hüftgelenken (s. Bild 3). Drücken
Sie dabei die Knie leicht nach außen.
Führen Sie die Schritte langsam und
fließend aus; nicht ruckartig. Tragen Sie
schwere Gegenstände immer möglichst
nah am Körper (s. Bilder 2 und 4).
Fit beim Einkauf
ein wenig nach hinten, so
dass kein Hohlkreuz ent-
stehen kann.
Fahren Sie mit dem Bus oder der U-Bahn
zum Supermarkt? Dann können Sie schon
unterwegs eine Übung ausführen und da-
mit etwas für Ihre Kniegelenke tun!
5.
Achten Sie darauf,
dass Sie den Kopf nicht
nach hinten oder nach
vorne schieben.
1.
Stellen Sie sich aufrecht hin, Beine
6.
Lassen Sie die Arme
Auch beim Leeren oder Füllen einer Kis-
te, des Backofens oder eines anderen
Behältnisses, das sich in Bodennähe be-
findet, ist eine korrekte Haltung wichtig,
um Rückenschmerzen vorzubeugen.
Knien Sie sich vor den Gegenstand auf
das eine Knie. Stellen Sie den Fuß des
anderen Beins auf, und beugen Sie sich
mit gestrecktem Rücken nach vorne (s.
Bild 6).
hüftbreit auseinander. Füße zeigen nach
vorne.
locker hängen.
2.
Gehen Sie leicht
in
die
Knie,
und
drücken Sie die Knie nach außen. Das
entlastet die Gelenke und stärkt den
Gleichgewichtssinn.
Bei Tätigkeiten an der Arbeitsplatte dauert
es meist nicht lange, und man arbeitet mit
rundem Rücken vornüber gebeugt
(s. Bild 9). Um den Bewegungsapparat zu
entlasten, sollten Sie immer den Oberkör-
per strecken und die Schultern zurückzie-
hen. Wenn Sie dann noch einen Fuß nach
vorne stellen, wird der vorne liegende
Schwerpunkt ausgeglichen (s. Bild 8).
Richtiges Stehen ist eine der wichtigsten
Voraussetzungen für ein Leben ohne
Rückenleiden. Aber das ist gar nicht so
einfach. Stellen Sie sich für diese Übung
zunächst vor einen Spiegel, um Korrektu-
ren vornehmen zu können. Später können
Sie die Übung dann in Warteschlangen,
wie zum Beispiel an der Kasse, wiederho-
len (s. Bilder 1a und 1b).
1. Stellen Sie sich aufrecht hin. Achten Sie
darauf, dass Sie nicht in sich zusammen-
sinken.
Schweres Tragen belastet
den Rücken. Nehmen Sie
daher möglichst immer ei-
nen Einkaufswagen, oder
laufen Sie lieber einmal
mehr. Eine einseitige Trage-
belastung von beispielswei-
se 10 kg (so viel kommt
schnell zusammen beim
Einkauf für eine Familie)
führt zu einer Mehrbelas-
tung der Wirbelsäule von
35 bis 40 kg. Verteilen Sie
Ihre Einkäufe immer auf
zwei Tüten – für jede
Hand eine (s. Bild 10).
Damit stärken Sie Becken
und Lendenwirbelsäule.
Tätigkeit an der
Arbeitsplatte
Schweres Tragen
Falsch
8
9
10
FOTOS AUF DEN SEITEN 12 UND 13: DPNY
Richtig Stehen

Würde ein Lot genau in der Mitte hinter Ihnen gefällt, schnitte es bei korrekter Haltung folgende Körperteile: Hinterkopf, Brustwirbelsäule, Mitte zwischen den Pobacken, Mitte zwischen Ober- und Unterschenkeln.

Besonders bei längeren Tätigkeiten am Schreibtisch ist eine aufrechte Sitzhaltung wichtig. Achten Sie auf eine

Besonders bei längeren Tätigkeiten am Schreibtisch ist eine aufrechte Sitzhaltung wichtig. Achten Sie auf eine 90-Grad-Neigung von Rücken und Beinen.

Rückenwirbel

11
11
Entspannung in der Mittagspause Der Computer hat den Arbeitsplatz zwar modernisiert, aber für unsere Knochen
Entspannung in der Mittagspause
Der Computer hat den Arbeitsplatz zwar
modernisiert, aber für unsere Knochen ist
er nicht gerade eine Bereicherung. Die
Körperhaltung vor dem Monitor ist in der
Regel angespannt und verkrampft. Hinzu
kommen falsche Sitzhaltung am Schreib-
tisch und Bewegungsmangel während der
Arbeitszeit. Folge: starke Nacken-,
Rücken- und Schulterschmerzen. Aber
auch Tätigkeiten am Kopierer, hohe Rega-
le und schwere Aktenordner bergen Risi-
ken für den Rücken. Die folgenden Übun-
gen zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Muskulatur
in wenigen Minuten dehnen können. – Sie
befürchten, von Ihren Kollegen belächelt
zu werden? Fordern Sie sie einfach zum
Mitmachen auf. Es kann ihnen bestimmt
nicht schaden, und es verbessert garantiert
die Stimmung in Ihrem Büro.

Mit der nächsten Übung ziehen Sie die Rückenwirbel auseinander. Setzen Sie sich aufrecht auf Ihren Stuhl, und drücken Sie die Sitzhöcker des Pos in das Polster. Sen- ken Sie den Kopf in großem, gedehntem Bogen in Richtung Boden, legen Sie den Oberkörper auf den Oberschenkeln ab, lassen Sie die Arme hängen (s. Bild 11). Atmen Sie fünf Mal tief ein und aus. Kom- men Sie dann zügig wieder hoch. Wieder- holen Sie die Übung 5-mal.

Um die seitlichen Halsmuskeln zu dehnen, fassen Sie mit der linken Hand über den Kopf und ziehen ihn langsam auf die lin- ke Seite. Richten Sie den Blick geradeaus, und ziehen Sie die rechte Hand ein wenig nach unten, so dass die Dehnung verstärkt wird (s. Bild 12). Halten Sie diese Stellung 20 Sekunden. Wechseln Sie danach die Seite. Wiederholen Sie diese Übung 1-mal.

Für eine Dehnung der Schultern und Ober- arme setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl. Bewegen Sie den linken Arm rechts vor den Körper. Beugen Sie den rechten Arm nach oben, und ziehen Sie so den lin- ken Arm an den Körper heran. Schultern dabei nicht hochziehen, sondern mög- lichst tief halten (s. Bild 13). Dehnung et- wa 30 Sekunden halten und dann wieder locker lassen. Wiederholen Sie die Übung mit der anderen Seite.

Zum Schluss sollten Sie noch Ihre Schul- tergelenke lockern. Legen Sie dafür die Hände auf die Schultern, und kreisen Sie mit den Armen 10-mal langsam nach hinten (s. Bild 14).

seitliche Halsmuskeln

Dehnung der Schultern u. Oberarme

Schultergelenke lockern

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13
12
12
14
14

HIER AUSSCHNEIDEN

VITALSTOFF

GESUNDHEITSINFORMATION FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

1. AUSGABE, DEZEMBER 2001

VitalstoffeVitalstoffe Vitalstoffe VonVonVitaminVitaminAAbisbis ZinkZink Wie wichtig sind sie? Wie wirken sie? Wie
VitalstoffeVitalstoffe Vitalstoffe
VonVonVitaminVitaminAAbisbis ZinkZink
Wie wichtig sind sie? Wie wirken sie? Wie können sie
uns helfen? In dieser Ausgabe beginnen wir mit dem
Vitalstoff-Lexikon zum Sammeln. Wir werden Ihnen
ab jetzt in jeder Ausgabe der MEDICOM Vitalstoffe vor-
stellen. Sie können diese Seiten heraustrennen und sich
Ihr Vitalstoff-Lexikon anlegen.
Das Heft im Heft:
Alle
Vitalstoffe
A bis Zink
von
Vitamin
Zum
und Ausschneiden
Sammeln
FOTO: PHOTODISC

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FOTO: PHOTODISC

VITALSTOFF

Vitamin A

wie Abwehrkraft

V itamin A ist gut für die Augen, hilft bei Haut- krankheiten und stärkt die Abwehrkraft. Im Zu-

sammenspiel mit anderen Vitalstoffen hilft es den

Zellen, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten.

Fehlt Ihnen Vitamin A? Schon bei einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte Ihre Versorgung mit Vitamin A
Fehlt Ihnen Vitamin A?
Schon bei einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte Ihre Versorgung
mit Vitamin A und seinen Provitaminen nicht ausreichend sein.
Essen Sie kaum gelbes, rotes und grünes
Gemüse?
Essen Sie Gemüse fast ausschließlich roh?
Besteht bei Ihnen ein Verdacht auf
Nachtblindheit?
Verzehren Sie wenig Obst wie
Pfirsiche, Aprikosen, Beeren?
FOTO: FOTOCLIP

der Organe bei. Nacht- blindheit kann ein Hinweis auf einen Vitamin-A-Mangel sein. Es kann zu anhaltenden Kopfschmer- zen, verringertem Widerstand gegen In- fektionen, Hauterkrankungen sowie zu trockenem und sprödem Haar kommen. Auch Nierensteine können auf einen Vita- min-A-Mangel hinweisen. In Stress-Situa- tionen und bei Krankheit ist der Bedarf an Vitamin A erhöht. Wenn Sie sich oft der Sonne aussetzen, sollten Sie auf eine aus- reichende Beta-Carotin-Zufuhr achten. Vitamin A darf jedoch nicht überdosiert werden. Der Körper absorbiert und spei- chert Vitamin A aus Lebensmitteln, sodass sich zu hohe Mengen Vitamin A ansam- meln und zu Nebenwirkungen führen können. Dies gilt nicht für Beta-Carotin. Deshalb empfiehlt es sich, Vitamin A nur zur Basisversorgung zuzuführen und den restlichen Bedarf mit Beta-Carotin zu decken.

Verwendung von Vitamin A

Mangelzustand: z. B. Verdauungs- und Resorptionsstörungen, Darmerkrankungen. Augenkrankheiten: Vitamin A kann bei Problemen mit Nachtblindheit, mit ver- schwommener Sicht und bei Problemen mit Entzündungen im Auge (Konjunktivi- tis) helfen. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde:

Vitamin A kann unterstützend bei chroni- schen Erkrankungen der Hals- und der Nasenschleimhaut eingesetzt werden.

der Hals- und der Nasenschleimhaut eingesetzt werden. Vitamin A schärft den Blick. Ob verschwommene Sicht oder

Vitamin A schärft den Blick. Ob verschwommene Sicht oder Entzün- dungen – Vitamin A kann helfen.

Vitamin A, Beta-Carotin und Carotinoide Vitamin-A-Vorstufen sind z. B. enthalten in

grünem, gelbem und rotem Gemüse, Aprikosen, Honigmelonen, Mangos. Vitamin A findet sich ausschließlich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs.

Wie viel Vitamin A braucht der Körper? mg pro Tag Säuglinge m w 0 -
Wie viel Vitamin A
braucht der Körper?
mg pro Tag
Säuglinge
m
w
0
-
4 Monate
0,5
4
- 12 Monate
0,6
Kinder
1
-
4 Jahre
0,6
4
-
7 Jahre
0,7
7
- 10 Jahre
0,8
10
- 13 Jahre
0,9
0,9
13
- 15 Jahre
1,1
1,0
Jugendliche u.
Erwachsene
15
- 19 Jahre
1,1
0,9
19
- 25 Jahre
1,0
0,8
25
- 51 Jahre
1,0
0,8
51
- 65 Jahre
1,0
0,8
65
Jahre u. älter
1,0
0,8
*
Schwangere
1,1
Stillende
1,5
* Ab dem 4. Monat der Schwangerschaft.
m
= männlich
w
= weiblich
Quelle: DGE (vereinfacht)

Herkunft - Funktion - Versorgung

Das ABC der Vitamine beginnt beim Vita- min A. Es erhielt den Buchstaben A, weil es als erstes der fettlöslichen Vitamine entdeckt wurde. Vitamin A ist in der Netz- haut an der Hell-dunkel-Anpassung betei- ligt. Bei Bildschirmarbeit und bei häufigen Nachtfahrten etwa sollte man besonders auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin A (oder des Vorläufers des Vitamins) ach- ten. Weltweit ist Vitamin-A-Mangel die

häufigste Vitamin-Mangelerkrankung; sie

führt bei vielen Kindern zum Erblinden. Das eigentliche Vitamin A ist das Retinol, das sich in tierischen Produkten wie Leber

und Eiern sowie im Dorschlebertran fin-

det. Darüber hinaus können einige Caroti-

noide wie das Beta-Carotin als Vorstufe (Provitamin A) für Vitamin A dienen. Sie können in unserem Körper bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden. Caroti- noide finden sich z. B. in Möhren, Kresse, Spinat, Grünkohl, Aprikosen und Brokkoli. Vitamin A unterstützt das Immunsystem und fördert die Infektabwehr des Körpers. Besonders wichtig ist Vitamin A für die

Schleimhäute. Es beugt der Hautalterung

vor und fördert das gesunde Wachstum

von Knochen, Haaren, Zähnen, Haut und

Zahnfleisch. Beta-Carotin kann Freie Radikale abfangen und ist somit betei- ligt an den Abwehrsystemen, die oxidativen Stress verhindern und den menschlichen Körper

davor bewahren, degenera- tive Erkrankungen wie Ar- teriosklerose oder Krebs zu erleiden. Vitamin A trägt zur natürlichen Gesunder- haltung der äußeren Schichten des Gewebes und

FOTO: PHOTODISC

GRAFIK: DPNY Quelle: Kiyose et al. Am. J. Clin. Nutr. 65 (1997) Vorurteile über Nahrungsergänzungsmittel

GRAFIK: DPNY

Quelle: Kiyose et al. Am. J. Clin. Nutr. 65 (1997)

Vorurteile über Nahrungsergänzungsmittel

Wieder und wieder wird in der öffentlichen Diskussion und in den Medien der Nutzen von ergänzenden Vitamin- und Mineralstoffgaben angezweifelt. Auf welche Fakten stützen die Gegner von Nahrungsergänzungen ihre Ablehnung? Was spricht bei genauer Betrachtung tatsächlich für Multivitalstoff-Präparate? Und was spricht eigentlich gegen eine zusätzliche Aufnahme von Vitalstoffen? Nachfolgend finden Sie eine Reihe von häufig vorgetragenen Argumenten der Gegner von Nahrungsergänzungen, die wir für Sie wissenschaftlich beleuchtet und kritisch hinterfragt haben.

KURZ GESAGT

Wozu brauche ich zusätzliche Vitamine, wenn ich mich gesund ernähre? Ist das, was ich als „Pille“ nehme, genauso wertvoll wie ein Apfel? Hier finden Sie die Antworten auf diese und andere Fragen.

Vorurteil 1

Bei einer ausgewogenen Ernährung wird der Körper ausreichend mit allen Vital- stoffen versorgt.

Tatsächlich ist bei einer ausgewogenen Ernährung nicht mit gravierenden Nähr- stoffdefiziten zu rechnen. Menschen, die den Empfehlungen der WHO entspre- chend mehr als ein halbes Kilo Gemüse und Obst, dazu Vollkornprodukte sowie Milch und Milchprodukte verzehren, sind in der Regel besser mit Vitalstoffen ver- sorgt als die Durchschnittsbevölkerung. Allerdings zeigte sich in Untersuchungen, dass weite Teile der Bevölkerung sich allein mit der Nahrung nicht die empfoh- lene Menge an Vitalstoffen zuführen. Diese Kenntnisse wurden der Nationalen Verzehrsstudie entnommen, einer Studie, die den Zweck hatte, einen besseren Überblick über die tatsächliche Versor- gungslage der Bevölkerung zu erhalten. Insbesondere ältere Menschen leiden häu- fig an einem Vitalstoffmangel. Zum einen, weil eine erhöhte Zufuhr an Vital- stoffen benötigt wird; zum anderen, weil der Körper die Stoffe schlechter aus der Nahrung aufnehmen kann. Als Mangelvi- talstoffe stehen Jod und Folsäure ganz obenan. Im Durchschnitt wird nur die Hälfte der empfohlenen Jod- und Folsäu- remengen mit der täglichen Nahrung aufgenommen. Oft sind auch chronische

Natürliches und synthetisches Vitamin E im Vergleich Vitamin-E-Serumspiegel (µmol/l) 55 50 45 40 35 30
Natürliches und synthetisches
Vitamin E im Vergleich
Vitamin-E-Serumspiegel (µmol/l)
55
50
45
40
35
30
25
0
3
7
14
28
Zeit (in Tagen)
100
mg d-alpha-Tocopherol (natürliche Form)
100
mg dl-alpha-Tocopherol (synthetische Form)
Natürliches Vitamin E hat, verglichen
mit synthetischem Vitamin E, eine bes-
sere Bioverfügbarkeit. Die Vitamin-E-
Serumspiegel steigen durch natürli-
ches Vitamin E an. Bei synthetischem
Vitamin E erfolgt kaum eine Änderung.

Erkrankungen oder altersbedingte Ver- dauungsschwierigkeiten schuld an einem schlechten Vitalstoffstatus. All diese Studienergebnisse verdeutlichen, dass die zusätzliche Versorgung des Körpers mit Vitalstoffen durch eine hochwertige Nahrungsergänzung sehr sinnvoll ist.

Vorurteil 2

Künstlich hergestellte Vitalstoffe kann der Körper gar nicht verwerten.

Die Art der Gewinnung beeinträchtigt grundsätzlich nicht die Verfügbarkeit und die Wirksamkeit von Vitalstoffen. Ob natürlich oder synthetisch: Die Stoffe sind identisch, und unser Körper erkennt gar nicht, ob sie natürlichen oder synthe- tischen Ursprungs sind. Das konnte in unzähligen wissenschaftlichen Untersu- chungen festgestellt werden. In diesem Punkt besteht nicht der geringste Zweifel. Auch die Herkunft der synthetischen Substanzen spielt keine Rolle – es ist für den Körper absolut unerheblich, woraus beispielsweise die Substanz Vitamin C gewonnen wurde. Die chemische Struktur eines synthetischen und die eines natürli- chen Vitamin C gleichen sich mehr als ein Ei dem anderen: Sie sind vollkommen identisch. Die Ausnahme stellt Vitamin E dar: Das natürliche Vitamin E ist dem synthetischen tatsächlich klar überlegen. Bei Vitamin E handelt es sich allerdings um eine Substanzgruppe. Und unter den verschiedenen Formen enthält das natür- liche Vitamin E mehrere, die der Körper bevorzugt aufnimmt. Diese Formen werden auch bevorzugt in Blutlipide eingebaut, die das Vitamin E in die Zellen einschleusen. Eine Nahrungsergänzung sollte in jedem Fall die natürliche Varian- te des Vitalstoffs enthalten.

Zellen einschleusen. Eine Nahrungsergänzung sollte in jedem Fall die natürliche Varian- te des Vitalstoffs enthalten.
FOTO: PHOTODISC Ernährungsgewohnheiten früher und heute – ein Vergleich Ernährung Unsere heutige unserer

FOTO: PHOTODISC

Ernährungsgewohnheiten früher und heute – ein Vergleich Ernährung Unsere heutige unserer Urahnen Ernährung
Ernährungsgewohnheiten
früher und heute – ein Vergleich
Ernährung
Unsere heutige
unserer Urahnen
Ernährung
Folsäure (µg/Tag)
360
170
Vitamin C (mg/Tag)
600
80
Vitamin A (µg/Tag)
17
7
Vitamin E (mg/Tag)
33
8
43
10
Zink (mg/Tag)
2.000
750
Calcium (mg/Tag)
10,5
2,5
Kalium (g/Tag)
Natrium (g/Tag)
0,8
4
Ballaststoffe (g/Tag)
100
22
Gesamtfett (% der
21
42
zugeführten Kalorien)
GRAFIK: DPNY

Der Vergleich macht es deutlich: Unsere heutige Ernährung hat kaum noch etwas mit den natür- lichen Nahrungs- bedingungen der Menschen zu tun. Der moderne Mensch nimmt viel weniger Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe zu sich als sein Urahn. Das liegt zum großen Teil daran, dass heute viel mehr Fleisch

gegessen wird. Aber auch der Vitalstoffgehalt von Gemüse und Obst hat sich im Laufe der Zeit geändert:

Ausgelaugte Böden bieten keine optima- le Wachstums- grundlage.

Vorurteil 3

Gleichzeitig aufgenommene Vitalstoffe behindern sich gegenseitig; und die zusätzli- chen Vitalstoffe kommen gar nicht erst im Blut an.

Diese Aussage ist falsch. Auch in unse- ren Lebensmitteln haben wir eine Viel- falt unterschiedlicher Vitalstoffe, die wir selbstverständlich gleichzeitig auf- nehmen. Zudem ist bei einer Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen die

ist bei einer Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen die Obst und Gemüse sollte man so frisch

Obst und Gemüse sollte man so frisch wie möglich verzehren, dann ist der Vitalstoffgehalt am höchsten.

Verfügbarkeit aus Nahrungsergänzungs- mitteln sogar deutlich besser als die Ver- fügbarkeit aus Lebensmitteln. Das hängt damit zusammen, dass bei Lebensmitteln erst ein Zellaufschluss erfolgen muss, bevor der Vitalstoff aufgenommen werden kann. Besonders hochwertige Vitalstoff-Produkte enthalten die Vital-

stoffe bereits aufgelöst in einer Soft-Gel- Kapsel – so hat es der Körper leichter, sie aufzunehmen. Das ist durch Studien bestens belegt.

Vorurteil 4

Zusätzliche Vitalstoffe führen zu einer Über- dosierung, die schädliche Nebenwirkungen hat.

Auch das ist falsch. Von fast allen Vital- stoffen können wir enorme Mengen verzehren, ohne dass irgendein uner- wünschter Effekt auftritt. Sie sind auch in Dosierungen, die weit über der üblichen Zufuhrmenge liegen, absolut unschädlich. So liegt die Zufuhrempfeh-

lung für Vitamin C zwar bei 100 mg pro Tag, aber selbst Dosierungen von 3.000 bis 4.000 mg können allenfalls etwas Magen-Darm-Grummeln oder leichten Durchfall auslösen. Bei den fettlöslichen Vitaminen A und D sowie bei Spuren- elementen wie Selen oder Fluor hat eine Überdosierung leichte Nebenwirkungen, die sofort wieder verschwinden, sobald der Vitalstoff abgesetzt wird. Außerdem dürfen diese Substanzen gar nicht in einer Dosierung in Nahrungsergän- zungsmitteln eingesetzt werden, die Nebenwirkungen verursachen könnte. Und die negativen Effekte treten erst nach regelmäßiger Zufuhr von überhöh- ten Dosierungen ein. Im Allgemeinen ist eine Überdosierung bei normaler Ver- wendung gar nicht möglich. Empfeh- lenswert ist ab einem Alter von etwa 40 Jahren eine kontinuierliche Zufuhr von Vitalstoffen in einer wissenschaftlich fundierten Dosierung – so wie sie bei- spielsweise in speziellen Vitalstoffpräpa- raten enthalten ist.

Vorurteil 5

Studien haben ergeben, dass zu viel Beta-Carotin bedenklich ist.

Tatsächlich wurden zwei Studien durch- geführt, in denen Beta-Carotin in hoher Dosierung zur Anwendung kam, aus denen sich eine Bedenklichkeit anschei- nend schlussfolgern ließ. Es handelt sich um die so genannte ATBC- und um die CARET-Studie. Von ihnen versprach man sich, den Schutzeffekt des Vitamin-A- Vorläufers Beta-Carotin gegen Lungen- krebs zeigen zu können. Beta-Carotin entfaltet seine Schutzwirkungen insbe- sondere ganz am Anfang der Krebsent- stehung; es verhindert die allerersten Zellschädigungen. Man muss sich verge-

genwärtigen, dass die Krebsentstehung ein langjähriger Prozess ist. Bis es zu einem Tumor kommt, der sichtbar oder

fühlbar ist, vergehen oft mehrere Jahr- zehnte. In diesen beiden Studien wurden langjährige starke Raucher und Arbeiter, die mit Asbest in Berührung gekommen waren, als Versuchspersonen gewählt, also Menschen, die vermutlich bereits ei- ne ganze Anzahl weiter entwickelter Krebszellen im Körper trugen. In den Studien ergab sich, dass in der Gruppe, die Beta-Carotin als Nahrungsergänzung

erhielt, mehr Lungenkrebsfälle auftraten als in der Vergleichsgruppe, die kein Be- ta-Carotin erhielt. Es wäre

erhielt, mehr Lungenkrebsfälle auftraten als in der Vergleichsgruppe, die kein Be- ta-Carotin erhielt. Es wäre jetzt aller- dings vollkommen falsch, davon abzu- leiten, dass Beta-Carotin krebserregend sei. Ganz im Gegenteil, diesen von Kriti- kern gern zitierten Studien stehen zahl- lose weitere Studien gegenüber, die die vor Krebs schützende Wirkung von Beta- Carotin nachgewiesen haben. Dass die oben angeführten Studien nicht eben- falls zu diesem Ergebnis kamen, liegt wahrscheinlich an der Auswahl der Ver- suchspersonen. Die Raucher wiesen höchstwahrscheinlich bereits Krebsvor- stufen auf und erhielten Beta-Carotin al- so viel zu spät, um noch von der krebs- vorbeugenden Wirkung zu profitieren. Außerdem sind viele Experten der Mei- nung, dass die Beta-Carotin- Verabreichung in diesen Studien nicht nur zu spät, sondern auch über einen viel zu kurzen Zeitraum erfolgte. Die meisten Wissenschaftler sind deshalb der Meinung, dass die Versuchspersonen so viele Unwägbarkeiten in die Studie ein- brachten, dass sie nicht geeignet waren, den Schutzeffekt von Beta-Carotin zu untersuchen.

Wissenswert Haben Obst und Gemüse immer denselben Vita- mingehalt? Nein! Bevorzugen Sie im- mer das
Wissenswert
Haben Obst und Gemüse
immer denselben Vita-
mingehalt?
Nein! Bevorzugen Sie im-
mer das saisonale Ange-
bot an Gemüse und Obst
in Ihrer Region. Das heißt,
essen Sie das, was gerade
erntereif ist. Kein Spargel
und keine Erdbeeren im
Winter, keine Apfelsinen
im Sommer. Denn dann
kommen sie aus Übersee
oder aus dem Treibhaus.
Und lange Transportwege
beeinflussen nicht nur
den Vitalstoffgehalt nega-
tiv – auch der Geschmack
lässt dann meist zu wün-
schen übrig.

Vorurteil 6

Nahrungsergänzungen bringen keinen gesundheitlichen Nutzen.

Unzählige Untersuchungen verweisen auf einen großen Nutzen von ergänzenden Vitalstoffgaben. So hat sich z. B. gezeigt, dass eine höhere Zufuhr von antioxidativ wirkenden Vitalstoffen die Oxidation von Cholesterin verhindert. So tragen Vital- stoffe zum Schutz vor Arteriosklerose- fördernden Prozessen bei. Hierbei ist ne- ben einer ausreichenden Versorgung mit Antioxidanzien insbesondere die ausrei- chende Aufnahme von Folsäure sowie der Vitamine B6 und B12 von Vorteil, da diese die Konzentration des schädigen- den Homocysteins im Blut reduzieren.

Eine gute Calcium- und Vitamin-D- Zufuhr fördert die Knochenstabilität, und eine ausreichende Jodzufuhr gewährlei- stet die Funktion der Schilddrüse. Auch Q10 und Lycopin wirken sich positiv auf den Körper aus. Während Q10 die Lei- stungsfähigkeit verbessert und die Ener- giegewinnung der Zellen unterstützt, ist Lycopin der effektivste Radikalen-Fänger, den uns die Natur bietet.

Vorurteil 7

Nahrungsergänzungen sind mit anderen Stoffen

verunreinigt.

Dieses Vorurteil geht zurück auf Vorfälle mit Sportlern, denen eine Belastung mit Dopingmitteln nachgewiesen werden konnte. Diese Sportler versuchten, sich mit der Behauptung freizusprechen, sie hätten erlaubte Nahrungsergänzungen eingenommen, die angeblich mit Do- pingmitteln verunreinigt waren. Eine solche Rechtfertigung war nur in Einzel- fällen zu halten — dabei handelte es sich um Nahrungsergänzungen, die aus zwei- felhaften Quellen aus dem Ausland bezo- gen wurden. In Deutschland offen im Handel erhältliche Nahrungsergänzun- gen müssen strenge gesetzliche Auflagen erfüllen, sodass eine Verunreinigung ausgeschlossen werden kann.

Die bei MEDICOM erhältlichen Nah- rungsergänzungen werden zudem nach den noch strengeren Standards für die Medikamentenherstellung produziert; diese Sicherheitsbestimmungen schließen eine Verunreinigung völlig aus.

Angeblich verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel wurden vorgeschoben, um Leistungssportler von Dopingvorwürfen zu
Angeblich verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel wurden vorgeschoben, um Leistungssportler
von Dopingvorwürfen zu entlasten.

FOTO: PHOTODISC

Was wünschst Du Dir zu Weihnachten?
Was wünschst Du Dir
zu Weihnachten?
Was wünschst Du Dir zu Weihnachten? Unsere Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Was wäre, wenn es

Unsere Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Was wäre, wenn es etwas gäbe, das uns hilft, ein Leben lang gesund zu bleiben? Etwas, das uns vor Krankheiten schützt und davor, dass nicht jeder Virus bei uns Station machen kann. Etwas, das uns einfach sorgloser in den Tag leben lässt? Ein solches Wundermittel gibt es leider noch nicht, aber es gibt ein ganz großes Plus für Ihre Gesundheit: Nobilin Premium. Ihr Organismus erhält mit den 31 Vitalstoffen von Nobilin Premium einen wichtigen Partner im Kampf gegen schädliche Einflüsse. Nobilin Premium unterstützt Ihren Körper bei seiner wichtigsten Aufgabe: Ihrer Gesunderhaltung. Es ist Weihnachten, und sicher wünschen Sie sich und allen, die Ihnen am Herzen liegen, Gesundheit und ein langes Leben.

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„Ich rudere jeden Morgen auf einem Ruderergometer. Nach einigen gym- nastischen Übungen fahre ich mich vier Minuten warm und dann 12 Minuten volle Kraft. Danach vier Minuten ausrudern. Ich bin überzeugt, daß mir der Sport sehr gut bekommt und ich denke, daß ich den Zellabbau verlangsamen oder gar stoppen kann. Das aktuelle SPECT (Untersuchungsmethode) zeigt gegenüber dem vorherigen keine Veränderungen. Schlußsatz: Ich kämpfe gegen Alzheimer! Der Betroffene.“ Diesen Text schrieb ein an Alzheimer erkrankter Fachhochschulprofessor.

R i t a , 1 9 9 3 - 1 9 9 5 b

Rita, 1993-1995

bis 1995 waren

Die Jahre 1993

sehr schlimm. Außer Volksmu-

sie auch

siksendungen konnte

mehr fernsehen. Sie

nicht

vom Sessel auf und die Stars oder Modera-

stand

wollte

Sie

toren immer begrüßen.

mehr begrei-

es nicht

konnte

die Personen nur

fen, dass auf der Mattscheibe

waren. Sie

im Zimmer.

sie seien

glaubte, Selbst Krimis, einst

heißge-

sie nicht mehr

liebt, konnte

Wenn die Darsteller sich ertragen. prügelten oder geschossen

vor Angst.

wurde, schrie sie

(Bericht über Beginn und Verlauf einer Alzheimererkrankung. Geschrieben vom der Erkrankten.*)

Ehemann

AlzheimerAlzheimer

DAS ENDE DER ERINNERUNG

„Alzheimer“ ist längst zu einem modischen Schlagwort geworden. Erscheint jemand vergesslich, schusselig oder desorientiert, lautet die ironische Selbstdiagnose wie die seiner Mitmenschen schnell:

Alzheimer! Damit wird jedoch eine Krankheit verharmlost, die in ganz anderer Weise unsere Aufmerksamkeit verdient hätte. Die Er- krankung, die den Namen des deutschen Psychiaters Alois Alzhei- mer trägt, ist nämlich schon heute eine der häufigsten Krankheiten in den modernen Industriestaaten. Sie ist nicht heilbar – und sie betrifft nicht nur den Erkrankten selbst. Wie bei sonst kaum einem Leiden werden die Pflegenden zum Teil bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gefordert. Alzheimer wird in Zukunft nicht nur eine persönliche Tragödie sein, sondern zu einem großen gesell- schaftlichen Problem heranwachsen.

R und 1,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland leiden

an der Erkrankung des Gehirns, die ihre geistigen Fähigkeiten zunehmend einschränkt. Krankheiten wie Alzheimer bezeichnet man allgemein als Demenzen. Die häufigste Demenzerkrankung ist der Morbus Alzheimer (Morbus: lat. für Krankheit). Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Alzheimer zu er- kranken. Da unsere Gesellschaft immer älter wird, war in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme an Alzheimerer- krankungen zu verzeichnen. Und dieser Trend wird anhalten. Hochrechnungen ergeben, dass in zwanzig Jahren über 50 % der Deutschen älter als 60 Jahre sein werden. Die Zahl der Neuerkrankun- gen pro Jahr wird sich dann auf 120.000 erhöhen – so die Prognosen.

Alois Alzheimer – der Entdecker und Namensgeber

Dem deutschen Nervenarzt Alois Alzhei- mer fiel 1901 in der „Städtischen Irrenan- stalt Frankfurt am Main“ die Patientin Auguste D. auf. Starke Eifersuchtsanfälle und der zunehmende Verlust ihres Gedächtnisses hatte ihre Familie dazu veranlasst, die damals 51-Jährige einwei-

sen zu lassen. Alois Alzheimer war ihr behandelnder Arzt, der ihr Verhalten kei- ner bis dahin bekannten Geisteskrankheit zuordnen konnte. Alzheimer beobachtet eine rasch fortschreitende Abnahme der Gedächtnisleistung und des Denkvermö-

Der Psychiater und Neurologe Alois Alzheimer (1864 bis 1915). 1906 ent- deckte er die später

Der Psychiater und Neurologe Alois Alzheimer (1864 bis 1915). 1906 ent- deckte er die später nach ihm benannte Alzheimersche Krankheit.

gens, begleitet von Störungen der Spra- che und des praktischen Handelns. 1906 starb Auguste D. Alois Alzheimer unter- suchte nach ihrem Tod ihr Gehirn und fand in der Hirnrinde zahlreiche Plaques (Ablagerungen), die vorher nur in den Gehirnen sehr alt gewordener Menschen gefunden worden waren. Mit einer zu dieser Zeit neu entwickelten Färbemetho- de konnte Alzheimer zudem Veränderun- gen innerhalb von Nervenzellen – so genannten Neurofibrillenbündeln – im Hirn der Verstorbenen entdecken. Hirn- veränderungen in dieser Art waren bis dahin unbekannt. Wegen des relativ niedrigen Alters der Patientin und der neuartigen Veränderungen in ihrem Hirn schloss Alzheimer, dass es sich um eine neue, bis dahin unbekannte Krankheit handeln müsse. Sein Befund: „Durch die Einlagerungen eines eigenartigen Stoffes in die Hirnrinde“ sind die Nervenzellen zerfallen. „Nur ein aufgeknäultes Bündel von Fibrillen zeigt den Ort, an dem früher eine Ganglienzelle gelegen hat.“ Alzhei- mer stellte seine Beobachtungen 1906 auf der „37. Versammlung Südwestdeut- scher Irrenärzte in Tübingen“ der medizi- nischen Fachwelt vor. Heute ist bekannt, dass, unabhängig von Alzheimer, etwa zur gleichen Zeit Oskar Fischer an der Psychiatrischen Klinik in Prag eine ähnliche Entdeckung gemacht hatte.

Klinik in Prag eine ähnliche Entdeckung gemacht hatte. * Der Angehörigenbericht über die Alzheimerkranke Rita ist

ALZHEIMERALZHEIMERALZHEIMER

DAS ENDE DER ERINNERUNG

Was man heute über Alzheimer weiß

D ie genaue Ursache der Alzheimer- schen Erkrankung ist noch immer

mit dem Auftreten der Symptome be- ginnt, sondern vermutlich 30 Jahre zuvor, können krankheitsbegünstigende oder -vermeidende Faktoren zudem Einfluss nehmen. Alzheimer ist heute noch nicht heilbar. Auch gibt es noch keine Medika- mente, die die Alzheimer-Plaques auflö-

nicht bekannt. Man geht davon aus, dass mehrere Ursachen für die Krankheit ver- antwortlich sind. Lediglich Risikofaktoren sind bestimmbar. In Anbetracht der Tatsa- che, dass die Alzheimersche Krankheit nach heutigen Erkenntnissen nicht erst

 

Rita, 1996

sen oder die Bildung der Fibrillen verhin- dern können. Wohl aber gibt es inzwi- schen vielfältige Möglichkeiten, die Sym- ptome und den Krankheitsverlauf medi- kamentös zu beeinflussen.

Dann

kamen immer Rita durch wieder

rannte die die

Depressionen.

orientierungslos

Wohnung: „Ich

will nach ist nicht mein

Hause! Dies

Die Risikofaktoren

Die Risikofaktoren Alter Das Alter ist der wichtigste Risi-

Alter Das Alter ist der wichtigste Risi-

kofaktor für die Entwicklung der Alzhei- merkrankheit.

Zuhause. Die Sachen sind

alle gestohlen.“

Sie lief

abends 5-

bis 6-mal

die 6

Etagen rauf und runter. Sie

lief im Dunkeln mitten

auf

der Straße

bis

zum Hub-

der Bun-

Gene Es gibt Gene, die das Auftreten der Alzheimerkrankheit begünstigen können. Alzheimer ist jedoch keine Erb- Es gibt Gene, die das Auftreten der Alzheimerkrankheit begünstigen können. Alzheimer ist jedoch keine Erb- krankheit im eigentlichen Sinne. Nur et- wa 1 – 2 % aller Erkrankungen sind ge- netischen Ursprungs.

Schädel-Trauma Überdurchschnittlich häufig findet sich in der Vorgeschichte von Alzheimer-Patienten eine Kopfver- letzung.

Weitere Faktoren Als mögliche weitere Faktoren, die das Ausbrechen oder den Verlauf einer Alzheimererkrankung mög- licherweise beeinflussen, gelten: Schild- drüsenunterfunktion, Umwelteinflüsse, Freie Radikale, Ernährung, hoher Choles- terinspiegel, hoher Blutdruck, Medika- mente, Stress, andere Krankheiten.

Freie Radikale, Ernährung, hoher Choles- terinspiegel, hoher Blutdruck, Medika- mente, Stress, andere Krankheiten.
Freie Radikale, Ernährung, hoher Choles- terinspiegel, hoher Blutdruck, Medika- mente, Stress, andere Krankheiten.

schrauberlandeplatz deswehr. Wenn ich

sie dann

nach Hause

bringen wollte, sie mich: „Du

beschimpfte

Schweinehund!

Du gemeiner

Kerl! Lass mich los!“

40

Erkrankungshäufigkeit in %

 

Die Zahl der krankhaften Gehirnstörungen steigt mit höherem Lebensalter. Jeder Dritte Bundesbürger über 80 Jahren

36
36
oben: Gehirn eines

oben: Gehirn eines

30

leidet an irgendeiner Form der Demenz.

Demenzer- krangungen in %
Demenzer-
krangungen
in %
18
18
24
24

20

alle DemenzenAlzheimer-Demenz 9

Alzheimer-Demenzalle Demenzen 9

9
9
12
12

10

5
5
6
6

älteren, gesunden

Menschens

2,5
2,5
3
3

unten: Gehirn eines Menschen mit Alzheimererkrankung

0

1,5
1,5

65

70

75

80

85

Lebensalter

Die Diagnose

Vergesslichkeit, Orientierungsschwierig- keiten: Das können frühe Anzeichen einer Hirnleistungsstörung sein, genauso gut jedoch auch Symptome einer Depression oder einer anderen Krankheiten – aber eben auch von Alzheimer. Die Alzheimer- erkrankung ist in der Anfangsphase nicht so leicht zu diagnostizieren, da sie in vielen Ausdrucksformen anderen Erkran- kungen gleicht. Klarheit verschafft eine Mischung aus einfachen Tests, Laborwer- ten und Aufnahmen des Gehirns. All dies wird gemacht, damit andere Krankheiten ausgeschlossen werden können. Auch die Befragung Angehöriger spielt eine wichti- ge Rolle. Eine hundertprozentige Diagno- se ist erst nach dem Tod möglich, doch bieten die Untersuchungen durch einen spezialisierten Facharzt (Neurologe/Psy- chiater) bereits eine gute Möglichkeit der Früherkennung. Und diese ist besonders wichtig, denn: Gerade bei der Alzheimer- erkrankung ist ein frühes Eingreifen not- wendig, weil bestimmte Medikamente in der frühen und mittleren Krankheitsphase den Verlauf bremsen können. Werden sie zu spät eingesetzt, können sie nicht mehr helfen. Bei der Alzheimerkrankheit kom- men zu den Gedächtnisstörungen auch Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilsvermögens hinzu. Diese führen dann zum Beispiel zu Wortfindungs- schwierigkeiten, zu Problemen, eine Kra- watte zu binden, oder das Auto einzupar- ken. Auch Verhaltensänderungen wie Stimmungsschwankungen, Rückzugsten- denzen oder mangelnde Rücksichtnahme auf Angehörige können Symptome einer Alzheimererkrankung sein. Um die Sym- ptome und die Verhaltensänderungen zu erfassen, macht der Arzt die folgenden Tests.

Die Tests

Am weitesten verbreitet ist der Mini Men- tal Status Test (MMST). Bei dieser etwa

zehn Minuten dauernden Untersuchung muss der Patient Wörter behalten, rech- nen, zeichnen und einfache Anweisungen befolgen. Ein weiterer, etwas umfangrei- cherer Test ist der Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgren-

zung (TFDD). Mit den Tests klärt der Arzt, ob die Beschwerden und die Symptome des Kranken Anzeichen für die Alzheimer-

krankheit sind, ob sie auf eine andere psy- chische Störung hindeuten oder ob sie mit dem normalen Alter vereinbar sind. Den Mini Mental Status Test kann auch der Hausarzt durchführen. Experten raten je- doch zum Besuch beim Spezialisten. Be-

GRAFIK: DPNY

FOTO: M. HARMEL/TONY STONE sonders zu empfehlen sind die so genann- ten „Gedächtnissprechstunden", die von

FOTO: M. HARMEL/TONY STONE

sonders zu empfehlen sind die so genann- ten „Gedächtnissprechstunden", die von zahlreichen Kliniken angeboten werden.

Laboruntersuchungen

Das Ziel der Laboruntersuchungen ist es, andere entzündliche Erkrankungen oder hormonelle Störungen auszuschließen. Nur bei 40 % der Untersuchungen kön- nen konkrete Hinweise auf die Alzhei- mererkrankung in der Rückenmarksflüs- sigkeit, im Blut oder im Urin gefunden werden.

Gehirnuntersuchungen

Computertomographie (CT) Sie wird durchgeführt, um Durchblutungsstörun- gen oder Tumore auszuschließen.

Kernspintomographie (MRT) Mit die- sem Verfahren kann die Gehirnstruktur sehr deutlich dargestellt werden. Dadurch können Gehirnveränderungen beim Ver- gleich von Vorher-Nachher-Aufnahmen sichtbar gemacht werden.

Positronen-Emissionstomographie (PET) Mit PET können veränderte Stoffwechsel- vorgänge im Gehirn festgestellt werden. Wichtig hier: der Zuckerstoffwechsel.

Single Photon Emission Computed To- mography (SPECT) Die Durchblutung des Gehirns kann so gemessen werden. Zu- sammen mit dem Zuckerstoffwechsel lässt die Durchblutung bestimmter Hirnregio- nen Schlüsse auf die Funktionalität der Nervenzellen zu.

Die Befragung Angehöriger

Hält der Betroffene Verabredungen ein? Regelt er seine Finanzangelegenheiten? Gibt es Probleme beim Anziehen? Solche Fragen an Angehörige und Freunde hel- fen, die Erkrankung zu erkennen.

und Freunde hel- fen, die Erkrankung zu erkennen.   Zehn Warnsignale 1 Gedächtnisverlust, der
 

Zehn Warnsignale

1
1

Gedächtnisverlust, der die Arbeits- fähigkeit beeinflusst

2
2

Schwierigkeiten, bestimmte ver- traute Arbeiten auszuführen

3
3

Sprachprobleme

4
4

Sich verlaufen sowie Verwirrungen bezüglich Ort und Zeit

5
5

Schlechtes Urteilsvermögen

6
6

Probleme mit dem abstrakten Denken

7
7

Gegenstände verlegen

8
8

Änderung von Laune und Verhalten

9
9

Veränderte Persönlichkeit

10
10

Verlust von Initiative

Persönlichkeit 10 Verlust von Initiative Die Positronen-Emissionstomographie (PET). So werden

Die Positronen-Emissionstomographie (PET). So werden veränderte Stoffwechselvorgänge im Gehirn gemessen.

Der Verlauf in drei Stadien

Alzheimer ist eine langsam fortschreitende Krankheit. Es gibt, bei aller Individualität der Menschen und somit auch der Formen, die Krankheiten annehmen, einige vorhersehbare Krankheitsstadien, die jeder Alzheimer-Patient durchlebt. Das Tempo, in dem diese Phasen durchschritten werden, ist jedoch unterschiedlich. Man spricht von einer durchschnittlichen Erkrankungsdauer von sieben Jahren – es gibt jedoch auch Menschen, die zwanzig Jahre mit der Alzheimerschen Krankheit gelebt haben.

1. Stadium

Im Frühstadium ist die Alzheimersche Krankheit sehr unauffällig. Der Betroffe- ne bemerkt kleine Gedächtnislücken, die meist erst kurz zurückliegende Ereignis- se betreffen (Kurzzeitgedächtnis). Stim- mungsschwankungen treten auf, und die Lern- und die Reaktionsfähigkeit neh- men ab. Gewohntes wird gegenüber Neuem bevorzugt. Einfache Tätigkeiten können immer noch selbst ausgeführt werden, bei komplizierten Dingen wird Hilfe benötigt. Immer öfter verliert der Betroffene mitten im Satz „den Faden“, er findet sich nicht mehr zurecht, kann seine Finanzangelegenheiten nicht mehr alleine regeln.

Da all diese Symptome noch im vollen Ausmaß vom Erkrankten selbst registriert werden, können Depressionen, Reizbar- keit und Rastlosigkeit weitere Folgen sein. Manche Patienten werden aggressiv und ungerecht ihren Angehörigen gegenüber.

2.

Stadium

Jetzt wird die Erkrankung offensichtlich. Zwar wird lang Vergangenes noch erinnert, jüngste Ereignisse jedoch kaum noch. Es fällt schwer, Uhrzeit und Datum zu erfas- sen, der Betroffene weiß häufig nicht mehr, wo er sich befindet. Die Pflegenden müssen eindeutige Anweisungen geben und diese häufig wiederholen. Da sich nicht mehr an bestimmte Begriffe erinnert wird, erfinden die Erkrankten Wörter. Vertraute Gesichter werden nicht mehr erinnert.

3. Stadium

Weitgehender Verlust der Persönlichkeit. Das Erinnerungsvermögen wird so ge- ring, dass niemand mehr erkannt wird. Keine Kontrolle mehr über die Ausschei- dungen. Der Patient muss rund um die Uhr betreut werden. Kauen und Schlucken werden zunehmend unmög- lich, die Anfälligkeit für Lungenentzün- dungen und andere Krankheiten wächst. Dieses Stadium endet mit dem Tod.

dungen und andere Krankheiten wächst. Dieses Stadium endet mit dem Tod. MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

Rita, 1997

Im ändert. ta Angst, stecken! hilflos, mehr, sollten. pingplatz wegen ten wäre der

Hause

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zu sie Mitbewohner Viele sie Auch

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Ri-

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mehr

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sie

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gab

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verstehen,

wir

nicht

mehr

Das

eine

Zurschaustellung

Krankheit.

Obwohl

Rita erkannte,

die alten so Camper

nicht mehr

war

sie zu allen

freundlich und

belästigte niemanden.

FOTO: J. SELIG/TONY STONE

ALZHEIMERALZHEIMERALZHEIMER

DAS ENDE DER ERINNERUNG

Die Therapie

Die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung von Alzhei- mer-Patienten haben sich in den letzten Jahren erheblich verbes- sert. Das gilt sowohl für Medikamente, die die geistigen Fähig- keiten länger erhalten können und damit die Alltagsbewältigung erleichtern, als auch für Medikamente, die Begleitsymptome wie Angst, Depression oder Unruhe behandeln können.

Validation als neue Therapieform

„Validation" ist eine vergleichsweise neue Technik zur Behandlung von Alz- heimer-Kranken. Der Pflegende nimmt dabei die Verwirrungen, die der Er- krankte äußert, ernst. Der „validieren- de" Betreuer unterhält sich mit dem Kranken über „den bösen Mann im Schrank" so, als sei er tatsächlich dort. Bei dieser Behandlungform geht man davon aus, dass die Verwirrungen der Ausdruck für in der Vergangenheit er- littene Traumata sind. Unterstützt man den Patienten dabei, diese Gefühle auszudrücken, verlieren sie an Einfluss auf dessen Zustand, und der „böse Mann im Schrank" verschwindet ir- gendwann. Amerikanische und austra- lische Studien konnten bereits bestäti- gen, wie erfolgreich die Anwendung dieser Technik ist. Die Demenzkranken brauchen weniger Psychopharmaka, und man könne sogar das Fortschrei- ten der Krankheit verlangsamen. Auch auf das Pflegepersonal von Krankhäu- sern wirkt sich die neue Methode posi- tiv aus. In den in Hamburg eingerich- teten Modellstationen für die Validati- onstechnik verzeichnet man den nied- rigsten Krankenstand und die geringste Fluktuation unter dem Pflegepersonal verglichen mit anderen Stationen.

Medikamente

Antidementiva

Acetylcholinesterase-Hemmer (Acetylcho- linesterase-Blocker). Diese relativ neue Medikamentengruppe gleicht den Man- gel an einem chemischen Überträgerstoff im Hirn (Acetylcholin) aus. Die als gut verträglich geltenden Arzneimittel kön- nen in frühen bis mittleren Krankheits- phasen den Verlauf bremsen.

Andere Medikamente

Schon seit längerer Zeit werden Alzhei- mer-Patienten mit Medikamenten behan- delt, die unterschiedliche Wirkungsweisen haben. Manche von ihnen sind unterein- ander kombinierbar. Auch eine Kombina- tion mit den Acetylcholinesterase-Hem- mern ist möglich. Zu diesen Medikamen- ten gehören Antidepressiva, die gegen die krankheitsbedingten Depressionen wirken, Mittel gegen Unruhe, Wahngedanken und Sinnestäuschungen (Neuroleptika), angst- lösende Präparate (Anxiolytika), Substan-

zen zur Verbesserung der Beweglichkeit (Anti-Parkinson-Mittel), Medikamente, die den Stoffwechsel der Nervenzellen aktivieren, und solche, die die Nervenzel- len schützen.

Andere Behandlungs- möglichkeiten

Östrogen Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen, die in den Wechseljahren Östrogen genommen haben, seltener an Alzheimer erkranken. Die Ergebnisse sind jedoch umstritten.

Aspirin Den gleichen Effekt wie bei Östrogen fand man bei Schmerzpatien- ten, die über lange Zeit Acetylsalicyl- säure (Aspirin) oder ähnliche entzün- dungshemmende Medikamente einge- nommen haben. Auch sie erkrankten sel- tener an Alzheimer.

Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin Wegen ihrer antioxidativen Fähigkeiten haben die Radikalenfänger einen positi- ven Einfluss auf den Krankheitsverlauf.

einen positi- ven Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Die PET-Diagnosetechnik misst die Durchblutung des Gehirns.

Die PET-Diagnosetechnik misst die Durchblutung des Gehirns. Die Farbe Rot zeigt eine gesunde Durchblutung, Gelb-grün bedeutet mäßiger Blutfluss, und Dunkelgrün und Blau zeigen keinerlei Blutfluss an.

FOTO: OKAPIA Selbst kleine Aufgaben, wie das Zeichnen einfacher Figuren, stellen Alzheimer-Patienten vor große Probleme.
FOTO: OKAPIA
FOTO: OKAPIA

Selbst kleine Aufgaben, wie das Zeichnen einfacher Figuren, stellen Alzheimer-Patienten vor große Probleme. In Therapien werden verbliebene Fähigkeiten gefördert, um das Selbstbewusstsein der Patienten zu stabilisieren.

Gegen Alzheimer impfen?

Ein Impfstoff gegen Alzheimer, der sich bereits im Tierversuch als wirksam er- wiesen hat, wird derzeit an Menschen getestet. Die Impfung soll eine Immuni- sierung gegen die Plaquebildung im Gehirn bewirken.

Therapeutische

Aktivitäten

Verhaltenstherapie Vor allem mit dem Mittel der „Belohnung“ können Ände- rungen im Sozialverhalten und größere Selbstständigkeit Vor allem mit dem Mittel der „Belohnung“ können Ände- rungen im Sozialverhalten und größere Selbstständigkeit erreicht werden.

Musik- und Kunsttherapie Künstleri- sche Medien werden als Ausdrucksform für Gefühle angeboten. Künstleri- sche Medien werden als Ausdrucksform für Gefühle angeboten.

Medien werden als Ausdrucksform für Gefühle angeboten. Kognitives Training Spielerisch wer- den verbliebene

Kognitives Training Spielerisch wer- den verbliebene Fähigkeiten gefördert.

Erinnerungstherapie Erhöhung der Zufriedenheit durch positive Erinnerun- gen (z. B. anhand von Fotos) Erhöhung der Zufriedenheit durch positive Erinnerun- gen (z. B. anhand von Fotos)

Selbsterhaltungstherapie Eine speziell auf Alzheimerkranke zugeschnittene Therapieform, die auf das Erhaltenblei- ben der Persönlichkeit abzielt

Realitätsorientierung Den Patienten im fortgeschrittenen Stadium werden „Realitätsanker“ angeboten, und diese werden trainiert.

Validation Therapieform, die sich an der Psychotherapie orientiert (siehe S.26)

Milieutherapie Veränderung des Wohn- und Lebensbereichs zur Anre- gung brachliegender Fähigkeiten

Lebensbereichs zur Anre- gung brachliegender Fähigkeiten FOTO: PHOTODISC Ratschläge für Betroffene „Ihre
Lebensbereichs zur Anre- gung brachliegender Fähigkeiten FOTO: PHOTODISC Ratschläge für Betroffene „Ihre
Lebensbereichs zur Anre- gung brachliegender Fähigkeiten FOTO: PHOTODISC Ratschläge für Betroffene „Ihre
Lebensbereichs zur Anre- gung brachliegender Fähigkeiten FOTO: PHOTODISC Ratschläge für Betroffene „Ihre

FOTO: PHOTODISC

Ratschläge für Betroffene

„Ihre Krankheit wird viele Ver- änderungen in Ihr Leben brin- gen – Veränderungen, über die es Ihnen möglicherweise schwer fallen wird, nachzuden- ken. Aber zu wissen, was zu erwarten ist, wird Ihnen mehr Möglichkeiten geben, voraus- zuplanen.“ (Aus: Wenn Sie die Alzheimer-Krankheit haben:

Was Sie wissen sollten, was Sie tun können.“; Faltblatt der US- amerikanischen Alzheimerge- sellschaft.)

Was Sie selbst tun können

1. Informieren Sie sich und an-

dere über Ihre Krankheit. Wen- den Sie sich an eine Selbsthilfe- gruppe.

2. Sprechen Sie darüber, wie die

Zukunft aussehen soll, mit wem Sie leben möchten etc. Auch wenn es schwierig ist: Treffen Sie auch Entscheidungen im Hinblick auf die fortgeschritte- nen Phasen Ihrer Erkrankung.

3. Klären Sie rechtliche und

finanzielle Fragen mit einem Anwalt.

4. Sorgen Sie für Sicherheit in

Ihrem Haushalt. Entfernen Sie Stolperstufen, freiliegende Ka- bel, Brücken und kleine Teppi- che. Zerbrechliche Gegenstände sollten gut verstaut werden.

5. Verzichten Sie darauf, selbst

Auto zu fahren.

6. Pflegen Sie Ihre Hobbys.

Nehmen Sie sich Zeit für die Dinge, die Ihnen Spaß machen. Sport, Lesen, Musik, Zeichnen,

Spazierengehen: Diese und an- dere schöne Dinge können Sie noch sehr lange tun.

Tun Sie das, was Ihnen Freude macht. Ihre Hobbys können Sie noch lange pflegen.

Dinge können Sie noch sehr lange tun. Tun Sie das, was Ihnen Freude macht. Ihre Hobbys
Oft verbleiben gerade musische Fähigkeiten. Die Erkrankten erinnern sich zum Beispiel oft an alte Lieder
Oft verbleiben gerade musische
Fähigkeiten. Die Erkrankten
erinnern sich zum Beispiel
oft an alte Lieder
und Melodien.
FOTO: FOTOCLIP

Was außerdem gut tut

Sport bzw. Bewegung führt zu einer besseren Hirndurchblutung und damit zu einer besseren Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Selbsthilfegruppen können eine un- schätzbare Hilfe sowohl für die Kranken als auch für ihre Betreuer darstellen.

Hilfe sowohl für die Kranken als auch für ihre Betreuer darstellen. MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

27

FOTO: PHOTODISC

ALZHEIMERALZHEIMERALZHEIMER

DAS ENDE DER ERINNERUNG

Alzheimer und die Gesellschaft

Ronald Reagan und die Reise zum Sonnenuntergang

daher auch von Alzheimer als ei- nem „langsamen, sozialen Tod“.

Während Kranke, die körperliche Leiden und körperlichen Schmerz vorweisen können, in der Gesell- schaft noch eine gewisse Akzep- tanz erfahren, stößt ein Mensch, der langsam seine geistigen Fähigkeiten und seine Persön- lichkeit verliert, auf Angst, Un- verständnis und Ablehnung. Doch gerade im sozialen und im gefühlsmäßigen Bereich sind die Kranken oft besonders ansprech- bar und lebendig; sie brauchen unsere Anerkennung und Unter- stützung ebenso wie die betroffe- nen Familienangehörigen, die vielfältige Belastungen auf sich nehmen. Wir müssen noch viel über diese Krankheit lernen, die uns in Zukunft immer öfter be- gegnen wird.

„Ich beginne nun die Reise, die mich zum Sonnenuntergang meines Lebens führt, in der Ge- wissheit, dass über Amerika im- mer wieder ein strahlender Mor- gen heraufdämmern wird.“ So endet ein Brief, den der Ex-US- Präsident 1994 über Presseagen- turen weltweit verbreiten ließ. Noch nie hat sich eine so be- kannte Persönlichkeit so offen zur Erkrankung an Alzheimer bekannt. Man mag von dem Po- litiker Reagen halten, was man will – durch diesen ungewöhnli- chen Schritt ist die Krankheit Alzheimer viel stärker ins öffent- liche Bewusstsein gerückt wor- den. Und das ist sehr wichtig, denn Alzheimerkranke brauchen eine starke Lobby. Wie kaum ei- ne andere Krankheit beeinträch- tigt Alzheimer das Gesellschafts- und Sozialverhalten; man spricht

Ronald Wilson Reagan wurde 1911 geboren. Der ehemalige US-Präsident, Film-Schauspieler, Fernsehmoderator und
Ronald Wilson Reagan wurde 1911
geboren. Der ehemalige US-Präsident,
Film-Schauspieler, Fernsehmoderator
und Sportreporter bekannte sich 1994
öffentlich zu seiner Alzheimerkrankheit.
Rita, 1998
Goldene Hochzeit
Wir hatten
eingeladen.
etwa 40 Gäste
Familie, Nachbarn,
Freunde. Mit Hilfe von Freundin-
nen hatte
ich Rita neu
einge-
kleidet. Sie
sah prima
aus. Im
wurden
Licht von Wunderkerzen
wir zu unseren Plätzen geleitet.
Gedichte wurden vorgetragen wie
vor 50 Jahren. Rita
musste zwar
Hilfe beim
Essen haben,
aber es
ging wunderbar. Ich
habe viele
verlassen kann, mit anderen
Menschen zu kommunizieren!
Dr. Herbert Mück zeichnet auf
der Internetseite der Alzheimer
Angehörigen-Initiative das fol-
gende eindringliche Bild.
„Der Demenzkranke ähnelt
einem Schiff auf hoher See, das
seine Navigationsgeräte und
Fotos gemacht. Als ich
eine
Rita
Woche später diese Bilder
gezeigt habe, hat sie furchtbar
geweint
und gesagt: „Es
war
war
sicher sehr schön, aber ich
nicht eingeladen.“
FOTO: B. GALBRAITH/ASSOCIATED PRESS

Anker verloren hat. So wird sein Kurs vor allem durch die Bauweise des Schiffes und alte Seekarten bestimmt. Nicht zuletzt fehlt ihm die Möglichkeit, an anderen Welten anzulegen, um sich mit deren Bewohnern über gemeinsame Koordinaten und die Position in einer alle verbindenden Welt auszutauschen.“

80 % aller Alzheimerkranken werden zu Hause gepflegt. Das ist eine Aufgabe, die enorm viel Einsatz verlangt. Die Pflege eines Alzheimer-Patienten erfordert viel Zeit, Geduld, Kraft und finanzielle

„Ich will nach Hause“

Über das schwere Leben eines Angehörigen

„Die adrette Person mit den rosigen Wangen ist meist der Demente; die bleiche, geplagte Person ist der überlastete ,gesunde‘ Partner.“

Worte eines erfahrenen Geriaters (Arzt mit Spezialkenntnissen auf dem Gebiet der Altersheilkunde)

Ü ber die Frage, was „real“ und was „die Wahrheit“ ist, sind schon wir

„Gesunden“ uns oft nicht einig, weil je- der seine Sichtweise hat. Wie schwer muss es erst für einen Menschen sein, der sich nicht mehr auf seinen Verstand

Menschen sein, der sich nicht mehr auf seinen Verstand Alzheimerpatienten sind gerade auf der Gefühlsebene

Alzheimerpatienten sind gerade auf der Gefühlsebene besonders ansprechbar. Sie spüren die Liebe und die Zuneigung, die ihnen entgegen- gebracht wird.

FOTO: PHOTODISC Die Pflege eines Alzheimer-Patienten sollte auf mehrere Personen verteilt werden. Am besten ist

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Die Pflege eines Alzheimer-Patienten sollte auf mehrere Personen verteilt werden. Am besten ist es,

Die Pflege eines Alzheimer-Patienten sollte auf mehrere Personen verteilt werden. Am besten ist es, wenn sich die Familienangehörigen so früh wie möglich über die Aufgabenteilung einig werden und dies auch schriftlich festhalten. Meist sind es Frauen, die die Kranken pflegen.

INFO/BERATUNG

INFO/BERATUNG Alzheimer Forschung Initiative e.V. Grabenstr. 5, 40213 Düsseldorf Tel.: 08 00/2 00 40 01 02

Alzheimer Forschung Initiative e.V. Grabenstr. 5, 40213 Düsseldorf Tel.: 08 00/2 00 40 01 02 11/86 20 66 - 0 Fax: 02 11/86 20 66 11 E-Mail: info@alzheimer-forschung.de Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Friedrichstraße 236, 10969 Berlin Tel.: 0 30/31 50 57 33 Fax: 0 30/31 50 57 35 Internet: www.deutsche-alzheimer.de Der Ratgeber „Das Wichtigste über die Alzheimer-Krankheit“ kann bei obiger Adresse angefordert werden (le- gen Sie 3,– DM in Briefmarken bei).

BUCH-TIPP Kurt-Emil Merki, Günter Krämer: „Rückwärts! Und alles vergessen. Anna und Otto Nauer: Mit Alzheimer
BUCH-TIPP
Kurt-Emil Merki,
Günter Krämer:
„Rückwärts! Und
alles vergessen. Anna
und Otto Nauer: Mit
Alzheimer leben“,
Econ Taschenbuch,
203 Seiten, 14,90 DM
Sieben Jahre lang ließ der Schweizer
Alt-Nationalrat den Journalisten Kurt-
Emil Merki am Schicksal seiner alzhei-
merkranken Frau teilhaben. Anna Nau-
er zerfällt immer mehr - doch die Liebe
zwischen den Eheleuten bleibt.

MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001

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Mittel. Fast immer stellt die Pflege eine Überforderung dar. Deswegen: Lassen Sie sich helfen! Pflegende Angehörige neigen dazu, sich zu viel zuzumuten. Das führt zu einem Teufelskreis: negatives Verhalten des Betroffenen – negative Reaktion der Angehörigen – negative Reaktion des Betroffenen. Suchen Sie eine Selbsthilfegruppe auf, lassen Sie sich vom Arzt beraten, und nutzen Sie alle Unterstützung, die Sie bekommen können. Die Pflegeversicherung über- nimmt zum Beispiel zum Teil die Kosten der häuslichen Pflege. Regionale Alzhei- mergesellschaften können Sie beraten.

Regeln für den Umgang mit Demenzkranken

Eignen Sie sich Wissen über die Krankheit an, und stellen Sie sich auf de- ren Verlauf ein.

Nehmen Sie die Krankheit als Tatsache an. Sie können dagegen nicht ankämpfen.

Versuchen Sie, das Verhalten und die Äußerungen des Betrof- fenen aus seiner Sicht zu verstehen.

Stellen Sie Ihr Verhal- ten auf den Kranken ein.

Sprechen Sie langsam und deutlich, ge- ben Sie Zuwendung, sorgen Sie für einen gleich bleibenden, aber flexiblen Tages- ablauf.

Knüpfen Sie an Gewohntes an. Was mag der Betroffene besonders gern, was mag er nicht?

Passen Sie die äußeren Lebensbedin- gungen der Erkrankung an. Das heißt zum Beispiel: Gas- und Elektrogeräte si- chern, für eine Nachtbeleuchtung sorgen, zweckmäßige Kleidung anschaffen. Neigt der Kranke zum Weglaufen, sollte er ein Armband mit Namen und Telefonnummer tragen.Was mag der Betroffene besonders gern, was mag er nicht? Für sich selber sorgen! Sie brauchen

Für sich selber sorgen! Sie brauchen jemanden, mit dem Sie sich austauschen können. Nur wenn Sie für sich selber sorgen, können Sie es auch für den Kranken!

sich selber sorgen, können Sie es auch für den Kranken! Rita, 2000 Manchmal schenkt Rita ein
sich selber sorgen, können Sie es auch für den Kranken! Rita, 2000 Manchmal schenkt Rita ein
sich selber sorgen, können Sie es auch für den Kranken! Rita, 2000 Manchmal schenkt Rita ein
sich selber sorgen, können Sie es auch für den Kranken! Rita, 2000 Manchmal schenkt Rita ein
sich selber sorgen, können Sie es auch für den Kranken! Rita, 2000 Manchmal schenkt Rita ein
Rita, 2000 Manchmal schenkt Rita ein kleines uns Lächeln. soll das weitergehen? Wie
Rita, 2000
Manchmal schenkt
Rita ein kleines
uns
Lächeln.
soll das weitergehen?
Wie
Sie es auch für den Kranken! Rita, 2000 Manchmal schenkt Rita ein kleines uns Lächeln. soll

Gelenkkapsel

Schultern, Ellbogen, Fin- ger und Zehen. Der Grund für Gelenkleiden sind Abnutzungserschei- nungen, die durch Über- gewicht, Fehlhaltungen, falsche Bewegungsab- läufe und mangelnde körperliche Aktivität be- schleunigt werden. Hüft- und Kniegelenke sind besonders häufig betrof- fen, weil sie immense Belastungen aushalten müssen. Sie werden je nach Bewegungsart und Laufgeschwindigkeit mit dem Drei- bis maximal Zehnfachen des Körper- gewichts belastet und sind etwa ein bis zwei Millionen Lastwechseln pro Jahr ausgesetzt.

Aber nicht nur ältere Menschen sind betroffen. Schon Säuglinge und Kinder können infolge von Fehlbildungen und Wachstumsstörungen an Hüftproblemen leiden. Circa 2 % bis 4 % aller Babys werden mit einer Hüftdysplasie (Fehlstel- lung des Hüftkopfs zur Hüftpfanne) geboren. In den meisten Fällen kann Kindern jedoch durch eine so genannte Abspreizbehandlung geholfen werden. Dabei wird der Hüftkopf mit Hilfe einer Spreizhose oder einer Schiene so in der Hüftpfanne zentriert, dass die ungenü- gend ausgebildete Pfanne durch die Strampelbewegungen des Babys in eine funktionsgerechte Hüftpfanne umge- formt wird. Wird eine solche Erkrankung aber nicht erkannt oder ist ein Gelenk- knorpel durch starke Abnutzung erst mal so schwer beschädigt, dass keine andere Behandlung mehr hilft, dann ist ein Gelenkersatz unumgänglich.

Gelenkschmiere

(Synovia)

Die künstliche Hüfte lässt den Patienten nach der Operation wieder schmerzfrei durchs Leben gehen.

Ein deformiertes Hüftgelenk ist Schuld an oft unerträglichen Schmerzen.

KünstlicheKünstliche GelenkeGelenke

Mehr Lebensqualität durch Gelenkprothese

Mehr als 150.000 Deutsche erhalten jedes Jahr ein künstliches Hüftgelenk, etwa 100.000 ein neues Kniegelenk. Mit Hilfe einer Prothese kann die Lebensqualität nach schweren Gelenkerkran- kungen wieder deutlich verbessert werden.

W eltweit brauchen jährlich rund eine Million Menschen ein neues

Hüftgelenk. Und die Hüfte ist nicht das

einzige betroffene Gelenk. Für fast alle Gelenke des menschlichen Körpers gibt es Implantate: zum Beispiel für Knie,

Verlauf der Operation zum Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks

der Operation zum Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks 1. Der Ober- schenkelhals wird durch- trennt, der erkrankte

1. Der Ober- schenkelhals wird durch- trennt, der erkrankte Hüftkopf wird entfernt.

wird durch- trennt, der erkrankte Hüftkopf wird entfernt. 2. Die künstliche Hüftpfanne wird verankert. 3. Der

2. Die künstliche Hüftpfanne wird verankert.

entfernt. 2. Die künstliche Hüftpfanne wird verankert. 3. Der Prothe- senschaft wird in den Oberschenkel- knochen

3. Der Prothe- senschaft wird in den

Oberschenkel-

knochen

eingeführt.

senschaft wird in den Oberschenkel- knochen eingeführt. 30 MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001 Quelle: Aesculap

FOTO: A.TSIARAS/PR SCIENCESOURCE/OKAPIA

GRAFIKEN AUF DEN SEITEN 30 UND 31: DPNY

SCIENCESOURCE/OKAPIA GRAFIKEN AUF DEN SEITEN 30 UND 31: DPNY Beim Gelenkersatz ist äußerste Präzision gefragt.

Beim Gelenkersatz ist äußerste Präzision gefragt. Infrarotsysteme unterstützen heute die Ärzte.

Die Entwicklung der künstlichen Gelenke

Künstliche Gelenke wurden erstmals be- reits Ende des 19. Jahrhunderts implan- tiert. Diese Implantationen waren aller- dings eher experimenteller Natur. We- sentliche Fortschritte auf diesem Gebiet wurden erst vor rund 30 Jahren gemacht. Seitdem werden unterschiedliche Syste- me für Prothesen ständig weiterent- wickelt. Heute gehört das Einsetzen von Endoprothesen (Prothesen im Inneren des Körpers) schon zu den erfolgreich- sten orthopädischen Operationen.

Implantat mit oder ohne Zement

Man unterscheidet zwischen zementier- ten (geklebten) und zementfreien Prothe- sen. Bei der zementierten Version wird während der Hüftoperation eine Kunst- stoffpfanne in das vorbereitete Lager im Becken geklebt. Auch der Schaft wird geklebt; dieser befindet sich im Kno- chenzementmantel im Oberschenkelkno- chen. Durch die Zementierung wird eine sofortige Festigkeit der Komponenten erreicht, und das Gelenk kann direkt

der Komponenten erreicht, und das Gelenk kann direkt 4. Der Prothesen- kopf wird mit dem Schaft

4. Der Prothesen- kopf wird mit dem Schaft verbunden.

belastet werden. Eine solche Endoprothese fördert schnell die Gelenkbeweglichkeit und lindert Schmerzen. Nachteil dieser Methode: Unter dem Druck und der Be- anspruchung können im Laufe der Zeit kleine Zementpartikel ausbrechen, und ein Implantatwechsel wird erforderlich.

Bei der zementfreien Methode ist die Schaftoberfläche nicht glatt, sondern rau, so dass die Prothese nach dem Ein- setzen von Knochengewebe umwachsen wird und so eine feste Verbindung einge- hen kann. Wichtig für das schnelle Wachstum ist eine hohe Knochenvitalität und -festigkeit. Außerdem muss eine we- sentlich längere Heilphase eingeplant werden als bei zementierten Prothesen. Der Patient darf das Gelenk erst etwa vier bis sechs Wochen nach der Operation wieder voll belasten. Daher kommt diese Implantationsart eher für junge Menschen in Frage, während die Variante mit Ze- ment größtenteils bei älteren Menschen, Rheumapatienten, Diabetikern oder Men- schen mit schwächerer Knochenstruktur eingesetzt wird. Welche Prothesenart auch zum Einsatz kommt, die Lebens-

Welche Prothesenart auch zum Einsatz kommt, die Lebens- 5 + 6. Die Ober- schenkelprothe- senteile werden

5 + 6. Die Ober-

schenkelprothe-

senteile werden in der künst- lichen Hüft- pfanne befestigt.

werden in der künst- lichen Hüft- pfanne befestigt. dauer künstlicher Gelenke beträgt durch- schnittlich 15

dauer künstlicher Gelenke beträgt durch- schnittlich 15 Jahre (abhängig von Alter, Gewicht, Aktivität, Knochenbeschaffen- heit des Patienten), was vor allem für jüngere Menschen ein Problem darstellt. Materialverschleiß und Lockerung einer Prothese sind bisher immer noch die beiden größten nicht vermeidbaren Pro- bleme beim Gelenkersatz.

größten nicht vermeidbaren Pro- bleme beim Gelenkersatz. Die menschliche Hüfte E ine der Grundlagen für die

Die menschliche Hüfte

E ine der Grundlagen für die Beweg- lichkeit unseres Körpers sind die

Gelenke. Sie überbrücken den größten Teil der mehr als 200 Knochen unseres Skeletts. Die Hüfte bietet nach dem Schultergelenk den zweitgrößten Be- wegungsspielraum unter allen Gelen- ken. Durch die enorme mechanische Belastung ist dieses Kugelgelenk aber auch besonders anfällig für eine De- generation. Im Hüftgelenk werden die Beinknochen mit denen des Rumpfes verbunden. Der Gelenkkopf, in dem der Oberschenkel endet, wird von sehr starken Bändern in der so genannten Gelenkpfanne gehalten. Diese Gelenk- pfanne wird von den verschiedenen Anteilen des Beckens gebildet. Der Gelenkkopf des Oberschenkels ist wie die Gelenkpfanne von Gelenkknorpel überzogen. Der Knorpel und eine film- artige Schicht aus Gelenkflüssigkeit vermindern die Reibungskräfte bei Bewegungen. Ernährt wird der Knor- pel nur indirekt, denn er enthält keine eigenen Blutgefäße, sondern nimmt Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit auf. Weil Knorpel eine Substanz ist, die nur in geringem Maß am Stoff- wechsel teilnimmt, können Knorpel- schäden kaum beeinflusst werden.

am Stoff- wechsel teilnimmt, können Knorpel- schäden kaum beeinflusst werden. MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001 31
am Stoff- wechsel teilnimmt, können Knorpel- schäden kaum beeinflusst werden. MEDICOM 18. Ausgabe, Dezember 2001 31

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Der Arzt erklärt genau, welche Prothesenart in Frage kommt. Titan und Roboter für den
FOTO: PHOTODISC Der Arzt erklärt genau, welche Prothesenart in Frage kommt. Titan und Roboter für den

Der Arzt erklärt genau, welche Prothesenart in Frage kommt.

Titan und Roboter für den Gelenkersatz

Weltweit stehen mehr als 300 unterschied- liche Hüftgelenktypen und Materialkom- binationen zur Verfügung. Die neueste Methode muss nicht immer die beste sein. Für die Haltbarkeit und die Alltagstaug- lichkeit ist es wichtig, dass ein Modell über mehrere Jahre beobachtet wurde. Die wichtigsten Anforderungen an künstliche Gelenke sind Biokompatibilität (d. h., die Prothesenwerkstoffe dürfen im direkten und im indirekten Kontakt mit lebendem Gewebe oder Körperflüssigkeiten durch chemische oder biochemische Prozesse nicht verändert werden), Dauerfestigkeit und eine Formgebung, die eine solide Verankerung und eine günstige Lastüber- tragung von der Endoprothese in den

Knochen ermöglicht. Im Sinne dieser Aspekte kommt es bei neuen Entwicklun- gen auf eine enge Zusammenarbeit von Kliniken, werkstoffkundigen Ingenieuren und Physikern an.

Titan ist ein für den Körper besonders verträgliches Metall. Es ist elastisch und deutlich leichter als andere Materialien für künstliche Gelenke. Aber auch hier sind die Lockerung der Prothese nach ein paar Jahren und der Materialverschleiß, der durch die Bewegung im Gelenk ent- steht, bislang ungelöste Probleme. Titan besitzt nur eine begrenzte Festigkeit. Des- halb haben sich Titan-Aluminium-Niob- Legierungen (Ti-Al6-Nb7) in der Endopro- thetik etabliert. Darüber hinaus arbeiten Wissenschaftler bereits an neuen Ver- bundwerkstoffen aus Titan und Keramik. Die keramischen Anteile zeichnen sich durch Härte aus und sollen so die Prothe- sen beständiger gegen Abrieb machen.

Ein relativ neues Verfahren wurde dieses Jahr auf der „Hannover Messe“ vorge- stellt. Manfred Maitz und seine Kollgen vom Forschungszentrum Rossendorf ent- wickelten eine Methode, bei der Knochen- substanz auf der Prothesenoberfläche verankert wird. Damit soll das künstliche Gelenk wie ein eigener Knochen im Kör- per anwachsen können. Erste erfolgreiche Versuche belegen, dass sich die Zellen auf der künstlichen Knochenschicht vermeh- ren und neue Knochensubstanz bilden.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich die von ihnen aufgebrachte Schicht auch bei einer eventuellen Beschädigung im Körper wieder neu bilden würde. Diese Implantationsmethode sei besonders für Patienten geeignet, die bereits Probleme mit herkömmlichen Prothesen hatten.

Ebenfalls in der Erprobung: der Roboter- Einsatz im OP. Roboter sollen und können die Chirurgen nicht ersetzen. Aber sie können den operativen Eingriff präzise und sicher unterstützen, weil sie keine Müdigkeitserscheinungen aufweisen und zitterfrei agieren. Ein mit Pressluft ange- triebener Fräskopf kann millimetergenau den notwendigen Raum für das einzuset- zende Gelenk ausfräsen. Stößt der Roboter dabei auf einen Widerstand, stoppt er so- fort seine Arbeit. Der Einsatz der Prothese erfolgt anschließend wieder vom Chirur- gen. Prothesen erhalten auf diese Weise eine wesentlich bessere Passgenauigkeit. Nachteil: Der operative Eingriff verlängert sich durch den Einsatz von Robotersyste- men, wodurch sich das Infektionsrisiko erhöht. Auch höhere Blutverluste können auftreten. Leider hat es in der Vergangen- heit noch einige Fehlpositionierungen ge- geben, so dass der Einsatz von Robotern noch nicht wirklich empfehlenswert ist. Neuerdings greifen Chirurgen beim Ein- setzen einer Prothese zu Infrarotsystemen, die während der Operation den korrekten Weg zum Ziel zeigen – ähnlich wie ein Navigationssystem im Auto.

Knorpelstück Verdauung der Knorpelstücke und Isolation der Knorpelzellen Alternative zum Kunstgelenk Kultur der M
Knorpelstück
Verdauung der Knorpelstücke
und Isolation der
Knorpelzellen
Alternative zum
Kunstgelenk
Kultur der
M ediziner stellten kürzlich ein
neues Verfahren zur Behandlung
Knorpelzellen
auf Plastik
reifer, transplan-
tierbarer Knorpel
Belastungs-
maschine
Kultur in
Alginat-
neu gebildeter
kügelchen
Knorpel, unreif
Kultur im Silikonmodul
von Knorpelschäden am Knie vor. Bei
der sehr erfolgversprechenden Metho-
de werden dem Patienten zunächst
gesunde Knorpelzellen aus dem Knie-
gelenk entnommen. Nachdem diese
außerhalb des Körpers in etwa zwei bis
drei Wochen auf das 15- bis 20fache
vermehrt worden sind, werden die Zel-
len wieder an der Stelle des Defekts im
Knorpel eingesetzt. Nach einem Jahr
sind die Zellen voll nachgewachsen;
die Erfolgsquote liegt bei 91 %. Auch
die Gefahr einer Abstoßungsreaktion
ist gering, da es sich bei den implan-
tierten Zellen um körpereigene han-
delt. Dieses Verfahren stellt vielleicht
schon bald eine Alternative zum
künstlichen Ersatz für ein Gelenk dar.
GRAFIK: DPNY
Körpersprache Was wir sagen, ohne es zu wissen Kommen wir mit einer Botschaft oder einem
Körpersprache Was wir sagen, ohne es zu wissen Kommen wir mit einer Botschaft oder einem
Körpersprache
Was wir sagen,
ohne es zu wissen
Kommen wir mit einer Botschaft oder einem An-
liegen bei unserem Gegenüber nicht an, muss das
nicht immer am Inhalt liegen! Um einen guten
Eindruck zu machen, haben wir nur drei bis fünf
Sekunden Zeit. Dann hat unser Gesprächspartner
sein Urteil über uns bereits zu 90 Prozent gefällt.
In 70 Prozent ist sein Eindruck sogar richtig, das
haben neue Forschungen ergeben.
FOTO: DPNY
Ich war ja schon niedergedrückt
durch seine bloße Körperlichkeit.
denen wir vergleichen. Gestik, Mimik,
Franz Kafka
M enschen sprechen nicht nur in Wor-
ten. Auch mit unserer Körperspra-
Augenkontakt, Körperhaltung, äußere
Erscheinung, Stimme: Diese Faktoren
bestimmen weit mehr, ob wir einen
Menschen mögen oder ablehnen, als das
gesprochene Wort.
che teilen wir uns unserer Umwelt mit.
„Was wir sind, sind wir durch unseren
Körper. Er ist der Handschuh der Seele,
seine Sprache ist die Sprache des Herzens.
Jede innere Bewegung, Gefühle, Wünsche
drücken sich durch unseren Körper aus.“
Das sagt Samy Molcho, Hochschulprofes-
sor, Pantomime und Spezialist für Körper-
sprache. Unbewusst lesen und senden wir
Körpersignale. Ob wir Sympathie für
einen anderen Menschen empfinden oder
Ablehnung, das hängt von vorhandenen
In Zahlen: Der Gesamteindruck unseres
Gegenübers wird zu 55 Prozent von der
Körpersprache, zu 38 Prozent von der
Stimme und nur zu 7 Prozent vom Inhalt
des Gesprochenen bestimmt.
entdecken, müssen wir erst einmal mit
ihm in Kontakt treten. Was wir zunächst
sehen, ist die Äußerlichkeit. Diese beur-
teilen wir, um abzuschätzen, ob wir einer
Person näher kommen möchten. Dieses
Verhalten ist richtig und nützlich, denn
wir müssen „selektieren“, um uns vor
Schaden zu schützen.
No business like showbusiness –
oder: Vorhang auf für die
Selbstdarstellung
Sind wir zu „oberflächlich“?
„ Suche keine Effekte zu erzielen,
die nicht in deinem Wesen liegen.
Ein Podium ist eine unbarmherzige
Sache – da steht der Mensch nackter
als im Sonnenbad.
Schemata in unserem Kopf ab, nach
Selbstverständlich kommt es bei einem
Menschen auf die inneren Werte an.
Doch können wir auf Anhieb wissen,
wie es damit bei unserem Gegenüber
aussieht? Um seine inneren Werte zu
Kurt Tucholsky
Szenen einer
Die Körper-
sprache macht
Partnerschaft
es deutlich:
Sie sitzen zwar
nahe bei ein-
ander, die gerin-
ge räumliche
Distanz beruht
jedoch nur noch
auf Gewohnheit
zu sagen
haben sich diese
beiden schon
lange nichts
mehr.
FOTO: DPNY
1. Wer seinen Partner ohnen dessen Einver- ständnis „mit- zerrt“, wird auf dessen Wider- stand
1. Wer seinen Partner ohnen dessen Einver- ständnis „mit- zerrt“, wird auf dessen Wider- stand

1.

Wer seinen Partner ohnen dessen Einver- ständnis „mit- zerrt“, wird auf dessen Wider- stand stoßen. So kommen beide nicht weiter.

2.

Wird dagegen das Anliegen deutlich gemacht und ein Einverständnis ein- geholt

Körpersprache in der Partnerschaft

3.

beide gemeinsam

auf ein neues Ziel zu.

gehen

FOTOS: DPNY

Schauspieler, Politiker, Moderatoren, Menschen, die sich in der Öffentlichkeit präsentieren – haben es gelernt, und im- mer mehr Menschen möchten es lernen:

die kontrollierte Selbstdarstellung. Rhe- torik- und Selbstdarstellungskurse wer- den angeboten, wie Sand am Meer. Ar- beitsuchende lesen in Ratgebern, wie es sich in Bewerbungsgesprächen zu prä- sentieren gilt. Flirtkurse lehren die erfol- greiche Partnersuche, Mitarbeiter werden auf Kundenorientierung geschult. Ma- chen wir uns alle gegenseitig nur noch etwas vor?

Wenn man so will, dann haben wir das schon immer getan. In Benimmbüchern stehen die Regeln geschrieben, die wir bisher einzuhalten hatten. Dem Anlass entsprechend tragen wir zusätzlich zur „angemessenen Kleidung“ das „ange- messene Gesicht“. Ähnlich einem Chamäleon wechseln wir von Urlaubs- und Partygesicht zur Amtsmiene. Erstes Gesetz dabei: Nicht zu viel oder zumin- dest nicht das falsche, gesellschaftlich unangemessene Gefühl zeigen. In Situa- tionen, in denen wir uns unbeobachtet fühlen, achten wir dann umso weniger

auf Konventionen. Beim Autofahren, zum Beispiel können wir nicht mehr so deutlich gesehen werden und haben da- her keine „Maske“ nötig. Aus diesem Grunde sind auch unsere Reaktionen oft aggressiver.

Diese Verhaltensformen und „Masken“ zu hinterfragen und passendere zu fin- den, ist eine gute und nützliche Sache. Allerdings: Gänzlich verstellen können wir uns auf lange Sicht nicht, und abso- lute Ehrlichkeit ist nicht in jeder Situati- on richtig. Denn zum einen merkt früher oder später jeder intuitiv, ob sich jemand echt und authentisch verhält, und zum anderen sind wir in manchen Situatio- nen auf „Masken“ angewiesen.

Macken, Ticks und andere Zicken

Es gibt gewisse Fehler,

welche, gut dargestellt, besser glänzen als Tugenden.

auf den Punkt käme! Oder Frau F. Eine angenehme Frau. Würde sie nur damit aufhören, ständig an ihren Haaren her- umzuspielen.

Und was ist mit uns? Wie viele Macken haben wir, die anderen den Nerv rauben? Jeder hat natürlich das Recht auf seine Individualität. Doch was ist, wenn wir gewisse Dinge gern ändern würden, sie aber gar nicht wissen? Die wenigsten Menschen gehen hin und sagen: „Jetzt kommen Sie aber zur Sache!“, oder: „Ihr Haargefummel geht mir auf die Nerven!“. Psychologen sprechen von so genannten „weißen Flecken“, und meinen Verhal- tensweisen, deren wir uns nicht bewusst sind. Bitten Sie daher Freunde, Sie auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Lassen Sie sich auf Video aufnehmen. Proben Sie bestimmte Situationen vor dem Spiegel. Nach und nach wird Ihnen

dann auch in „Life-Situationen“ bewusst werden, was Ihre „Macken“ sind.

Francois La Rochefoucauld (1613 — 1680)

Kennen Sie das? Wir mögen jemanden gern und finden, was er sagt, sehr inter- essant – wenn er doch nur endlich mal

Gang und Haltung verraten

mehr als das Gesicht.

Alec Guinness

Beispiele für die Bedeutung von Körpersignalen „ Man kann nicht nicht kommunizieren. Paul Watzlawick “

Beispiele für die Bedeutung von Körpersignalen

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Paul Watzlawick

Mimik

W arum wir bestimmte Körpersignale in bestimmter Weise deuten, ist

auch Wissenschaftlern noch nicht voll- ständig klar. Die Fähigkeit dazu ist ange- boren oder in frühester Kindheit erlernt. Und selbstverständlich spielen kulturelle Faktoren eine große Rolle. So haben be- stimmte Signale in verschiedenen Kultu- ren unterschiedliche Bedeutungen. Genau können wir es nicht wissen, woran der Mensch, den wir beobachten, wirklich denkt. Dazu brauchen wir mehr Infor- mationen, denn Menschen verhalten sich generell verschieden. Es gibt Un-

terschiede zwischen Mann und Frau, Erwachsenen und Kindern sowie Un- terschiede, die im Status und in der Rolle eines Menschen begründet sind. Auch religiöse Aspekte können wichtig sein. Nur ein scharfer Blick auf die Gesamtsituation kann eine treffende Deutung liefern.

Körperhaltung

Aufrechte Körperhaltung gilt als Zei- chen für eine „aufrechte Seele“. Wer gebeugt durchs Leben schleicht, strahlt eine „niedergedrückte“ Stim- mung aus. Besser: Kopf hoch, Brust raus und den Blick über die Horizont- linie erhoben. So gehen Sie nicht nur aufrechter, Sie atmen freier und fühlen sich auch so. Aber: Wer geht, als hätte er einen Stock verschluckt, macht diese Wirkung wieder zunichte. Das wirkt verkrampft und unflexibel.

Blickkontakt

Wer den Blick abwendet, wirkt schüchtern oder so, als hätte er etwas zu verbergen. Wer anderen ruhig in die Augen blickt, schafft Vertrauen. 3 Sekunden sind hier- bei „normal“. Blicken Sie länger, wird Ihr Gegenüber das als Signal für „eindeuti- ges“ Interesse interpretieren. Bei körper- lich geringer Distanz kann ein mehr als 3 Sekunden dauernder Blickkontakt auch bedrohlich wirken. Beim Flirten wendet man den Blick besser nach etwa 4 Sekun- den wieder ab und schaut nach einiger Zeit auf, um zu registrieren, ob der ande- re den interessierten Blick bemerkt hat.

Menschen mit depressiven Störungen zeigen kaum noch Gesten. „Gestikulie- rend“ können wir das gesprochene Wort unterstützen. Eine einen Schlag andeu- tende Handbewegung verstärkt die mündliche Aussage. Nach oben geöffnete Hände symbolisieren Geben, Nehmen und Bitten. Nach unten geöffnete Hände bedeuten Zudecken, Beschwichtigen und Herabmindern.

Körperdistanz

Am körperlichen Abstand, den zwei Men- schen zueinander halten, lässt sich die Art ihrer Beziehung ablesen. Grundregel: In- nerhalb eines Abstands von bis zu 60 Zentimetern befindet man sich in der In- timzone des anderen. In diesem Bereich bewegen sich vertraute Menschen. Findet dann noch ein intensiver Blickkontakt statt, handelt es sich in der Regel um ein verliebtes Paar. Wenn wir uns je- doch „notgedrungen“ so nahe kom- men (im Bus, in der U-Bahn, im Auf- zug) versuchen wir uns mit Vermei- dungsverhalten zu distanzieren. Un- behaglich schauen wir auf den Bo- den oder in unbestimmte Ferne. Mit dem Blick signalisieren wir unserem Gegen-über, dass die große körperli- che Nähe gerungen besteht.

Die Mimik zeigt unser Grundgefühl an. Zwanzig verschiedene Gesichtsmuskeln sind eigens zu diesem Zweck da. Ein im Alltag häufiger Gesichtsausdruck sieht wie eine Mischung aus Ärger und Mis- smut aus. Häufig ist uns dieser Aus- druck gar nicht bewusst, im Gegenteil:

Wir glauben, freundlich zu blicken. Hierfür gibt es zwei mögliche Gründe. Der erste: Wir ärgern uns tatsächlich über etwas, ahnen jedoch nicht, dass das „in unser Gesicht geschrieben steht“.

FOTO: DPNY
FOTO: DPNY

Der zweite mögliche Grund: Wir stehen unter Anspannung und Stress, und das spiegelt sich in der Mimik wieder. Besser:

Versuchen Sie, sich Ihrer Gedanken be- wusst zu werden und negative durch po- sitive Gedanken zu ersetzen. Das spiegelt sich in Ihrem Gesicht und führt zu positiven Reaktionen Ihrer Umwelt.

Gestik

Kraftvolle und bestimmte Gesten ver- mitteln Selbstsicherheit. Dabei gilt es natürlich, nicht zu übertreiben. An sich herumzuzupfen, das verrät, wie andere nervöse Gesten auch, Anspannung und Unsicherheit. Gesten ganz zu vermeiden, macht einen eingeschüchterten Eindruck.

Körperdistanz in Zahlen

Bis 60 cm: Intimzone. Partner, Verliebte, vertraute Personen.

Bis 60 cm: Intimzone. Partner, Verliebte, vertraute Personen.

Bis 120 cm: Persönliche Zone. Gute Freunde, Bekannte, Familien- mitglieder. Persönliche Zone. Gute Freunde, Bekannte, Familien- mitglieder.

Bis ca. 3,60 Meter: Soziale Zone. Menschen die in sozialen Funktio- nen miteinander kommunizieren, z. B.: Chef/Mitarbeiter, Käufer/Ver- käufer, Beamter/Antragsteller.

in sozialen Funktio- nen miteinander kommunizieren, z. B.: Chef/Mitarbeiter, Käufer/Ver- käufer, Beamter/Antragsteller.

Über 3,60 Meter: Öffentliche Dis- tanz. Theateraufführungen, Para- den, Universitätsvorlesungen.

Über 3,60 Meter: Öffentliche Dis- tanz. Theateraufführungen, Para- den, Universitätsvorlesungen.

Diese Angaben dienen natürlich nur zur An- schauung. Halten Sie die Abstände ein, die Ihnen angemessen erscheinen.

BUCH-TIPP Samy Molcho: „Partnerschaft und Körpersprache“; Mosaik bei Goldmann, 1996, 239 Seiten, 19,90 DM.
BUCH-TIPP
Samy Molcho:
„Partnerschaft und
Körpersprache“;
Mosaik bei
Goldmann, 1996,
239 Seiten,
19,90 DM.

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