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mehr als hungern?

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mehr als hungern? FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER

NEWS

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GESUNDHEIT

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TIPPS

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FITNESS

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ERNÄHRUNG

hungern? FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM

AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 11. Ausgabe, September 2000

neue neue Therapien Therapien

lassen lassen hoffen hoffen

Neue Medikamente und bewährte Therapien

Kurzmeldungen

Aminosäuren Aminosäuren

sollten sollten wir wir unsere unsere Nahrung Nahrung

damit damit ergänzen? ergänzen?

Neues aus der Forschung

Helicobacter Helicobacter

ein ein Bakterium Bakterium macht macht

Bauchschmerzen Bauchschmerzen

Das Beste aus

Tomaten, Rotwein grünem Tee.

und

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Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

I n dieser MEDICOM-Ausgabe informie- ren wir Sie wieder über viele interes- sante Themen aus
I n dieser MEDICOM-Ausgabe informie- ren wir Sie wieder über viele interes- sante Themen aus

I n dieser MEDICOM-Ausgabe informie- ren wir Sie wieder über viele interes- sante Themen aus dem Gesundheits- bereich. Natürlich haben wir auch in dieser Ausgabe für die sinnlichen Be- dürfnisse des Körpers schöne und neue Entdeckungen gemacht.

Das Titelthema dieser Ausgabe handelt von Rheuma, genauer gesagt von der chronischen Polyarthritis, auch als c. P. bezeichnet. Die c. P. ist die aggressivste aller rheumatischen Erkrankungen. Lesen Sie ab Seite 22 die Titelgeschichte:

„Rheuma – neue Therapien lassen hoffen“. Sie erfahren, wie sich die Krankheit be- merkbar macht, was die Symptome sind und mit welchen unterstützenden Maß- nahmen die Medizin helfen kann.

In unserer Rubrik „Neues aus der Forschung“ finden Sie einen Artikel mit dem Titel „Helicobacter – ein Bakterium macht Bauchschmerzen“. Hier erfahren

Sie ab Seite 12, wie gefährlich das Bakte- rium wirklich ist, durch welche Untersuchungen der Keim erkannt werden kann und vor allem: Wie man das Bakterium namens Helicobacter wie- der los wird.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und der Herbst steht schon bald vor der Tür. Jetzt beginnt die beste Zeit für aus- gedehnte Wanderungen. Angenehme Temperaturen, eine üppige Natur, viel Ruhe und der Mensch mittendrin, das ist Sport und Erholung in einem. Wie Sie sich optimal auf Ihre Wanderung vorbereiten können und auf was Sie ach- ten sollten, das erfahren Sie ab Seite 14 in dem Artikel: „Das Wandern ist des Müllers Lust.“

Wir wünschen Ihnen beim Lesen dieser Ausgabe viel Spaß und hoffen, dass Sie wieder viele Anregungen finden.

Spaß und hoffen, dass Sie wieder viele Anregungen finden. Mit freundlichen Grüßen Ihre Petra Wons Vorstand

Mit freundlichen Grüßen Ihre

viele Anregungen finden. Mit freundlichen Grüßen Ihre Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma AG INHALT

Petra Wons

Vorstand der Medicom Pharma AG

INHALT Kurzmeldungen Neue Pille gegen das Rauchen Mehr Jod in Deutschlands Küchen Aminosäuren 5 Seite
INHALT
Kurzmeldungen
Neue Pille gegen das Rauchen
Mehr Jod in Deutschlands Küchen
Aminosäuren
5
Seite 14
6
8
Gesundheit & Recht
Gesund im Urlaub
10
Seite 12
Neues aus der Forschung
Helicobacter – ein Bakterium macht Bauchschmerzen
12
Bewegung & Fitness
Das Wandern ist des Müllers Lust
14
Seite 22
MEDICOM informiert
Nicht alles ist Gold, was glänzt
17
Titelthema
Rheuma – neue Therapien lassen hoffen
Rheuma und Ernährung
22
27
Körper & Seele
Fasten – mehr als hungern?
28
Essen & Trinken
Vitalstoff-Rezept: Makrelen-Salat
34
Seite 34
Rubriken
Editorial
3
Impressum
33
Leserbriefe
34
Rätselseite
35

MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000

3

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC +++++++++++++++++ Morbus-Crohn-Patien- ten leiden zu 70 % unter

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC

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Morbus-Crohn-Patien-

ten leiden zu 70 % unter Eisenmangel

Chronisch gestörte Darmfunktionen — wie bei einem Morbus Crohn — führen häufig zu einer mangelhaften Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Eiweiß. Die chronische Dünndarmer- krankung, an der auch psychosomatische Ursachen beteiligt sein können, führt zu permanenten Blutverlusten. Das hat zur Folge, dass jeder vierte Morbus-Crohn- Patient unter einem Mangel an Vitamin B 12 leidet. Außerdem mangelt es oft an Zink und an Kalzium. Am häufigsten fehlt den Patienten jedoch Eisen. Mor- bus-Crohn-Patienten werden teils auch operiert. Wenn nur 30 Zentimeter des Darms entfernt worden sind, müssen die Patienten lebenslang mit der Gabe von Vitamin B 12 unterstützt wer- den, um einer Anämie vorzubeugen. Das erläuterte Profes- sor Jürgen Schöl- merich bei einem Seminar.

Profes- sor Jürgen Schöl- merich bei einem Seminar. Falsches Freizeitverhalten: Das Flugpersonal liegt meist zu

Falsches Freizeitverhalten: Das Flugpersonal liegt meist zu häufig in der Sonne.

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Cockpit-Besatzungen erkranken öfter an Haut- und Blutkrebs

Das Risiko, an Leukämie und Hautkrebs zu erkranken, ist für Piloten und Cockpit- Personal stark erhöht, das stellten For- scher vom Institut für Krebs-Epidemiolo- gie der Dänischen Krebsgesellschaft fest. Bei einer Studie mit circa 3.900 Personen wurden insgesamt 169 Krebserkrankun- gen festgestellt. Außerdem ergab die Studie, dass akute Leukämien besonders

Außerdem ergab die Studie, dass akute Leukämien besonders Krustentiere wie der Hummer sind besonders reich an

Krustentiere wie der Hummer sind besonders reich an Eisen.

häufig bei Piloten auftraten, die mehr als 5.000 Flugstunden absolviert hatten und Jets in großen Höhen flogen. Nach der Meinung der Forscher könnte hier ein Zusammenhang mit der starken ionisie- renden Strahlung in großen Höhen bestehen. Außerdem stellten die Forscher fest, dass sich mit der Zunahme der Flugstunden auch das Risiko, an einem Melanom oder einem anderen Hautkrebs zu erkranken, erhöht. Hier jedoch wurde die ionisierende Strahlung als Ursache für eher unwahrscheinlich gehalten, da das Risiko unabhängig von der Flughöhe und vom Flugzeugtyp sei. Die dänischen Wissenschaftler vermuten, dass in diesem Fall das Freizeitverhalten des fliegenden Personals — häufiges Sonnen an Ferienorten — Ursache für die Erkran- kungshäufigkeit ist. Um den Körper vor den Folgen der erhöhten Strahlenbela- stung zu schützen, sollten sowohl flie- gendes Personal als auch „Vielflieger“ auf eine gute Vitalstoffversorgung ach- ten. Besonders die Vitamine C und E, die Carotinoide ß-Carotin und Lycopin so- wie das Vitaminoid Coenzym Q10 fun- gieren im menschlichen Körper als „Ra- dikalenfänger“ und können diese mut- maßlichen Auslöser von Zellentartungen neutralisieren.

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Neuer, dreipoliger Herzschrittmacher entwickelt

E in neuer Herzschrittmacher mit drei Elektroden — statt,

wie üblich, nur einer — sorgt für eine noch bessere Synchroni- sierung der Herzaktionen. Bei Menschen mit schwerer Herzin- suffizienz führt das neue System zu einer Verbesserung der Le- bensqualität, indem es die Krank- heitssymptome mindert. Statt nur die rechte Herzseite zu stimulie-

ren und damit den Herzstillstand oder das zu langsame Schlagen zu verhindern, ist es jetzt mög- lich, auch so genannte Pump-

funktionsstörungen, bei denen die Herzkontraktion zwischen der rechten und der linken Herzhälfte unkoordiniert abläuft, gezielt zu be- handeln. Der neue, dreipolige Herz-

abläuft, gezielt zu be- handeln. Der neue, dreipolige Herz- schrittmacher wird derzeit an einigen großen Kliniken

schrittmacher wird derzeit an einigen großen Kliniken weltweit getestet. Das neue Verfahren ist allerdings nur für jeden zweiten Patienten mit Herz-

Jetzt können auch Pumpfunktions- störungen des Herzens gezielt behandelt werden.

insuffizienz geeignet. Der Ein- satz ist dann sinnvoll, wenn auch die linke Seite von der Herzschwäche betroffen ist. Patienten des Leipziger Univer- sitätsklinikums, denen dieser Schrittmacher eingesetzt wurde, fühlten sich nach eigenen An- gaben direkt nach der Operati- on so wohl wie schon lange nicht. Prof. Dr. Helmut Klein

aus Magdeburg weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der drei-

polige Herzschrittmacher kein Ersatz für eine andere Behandlung sein kann, sondern eine Zusatztherapie darstellt.

für eine andere Behandlung sein kann, sondern eine Zusatztherapie darstellt. 4 MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000
GRAFIK: DPNY Prozentanteil der Patienten WochenphasenWochenphasen imim VergleichVergleich 60 Placebo 50 ZYBAN 300

GRAFIK: DPNY

Prozentanteil der Patienten WochenphasenWochenphasen imim VergleichVergleich 60 Placebo 50 ZYBAN 300 mg/Tag 40 42
Prozentanteil der Patienten
WochenphasenWochenphasen imim VergleichVergleich
60
Placebo
50
ZYBAN
300 mg/Tag
40
42 %
30
30 %
28 %
20
23 %
17 %
17 %
16 %
10
13 %
0
7
12
26
52
Wochen
Quelle: GlaxoWellcome

Ergebnisse einer Studie aus dem Jahre 1997: 23 Prozent der Raucher schafften es, mit Zyban das Rauchen auf- zugeben. Nahmen die Testkandidaten nur ein Scheinmedikament, lag die Erfolgsquote nur bei 13 Prozent.

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Neue Pille gegen das Rauchen jetzt auch in Deutschland zugelassen

S eit drei Jahren ist die Anti-Raucher- Pille Zyban bereits auf dem amerika-

nischen Markt zugelassen. Das viel ver- sprechende rezeptpflichtige Medikament ist seit dem 30. Juli 2000 auch in den deutschen Apotheken zu bekommen. Nach Aussage des Toxikologen Prof. Dr. Martin Paul von der Freien Universität Berlin ist die Raucher-Entwöhnung mit der neuen Pille „der bislang erfolgver- sprechendste Ansatz in der Geschichte des Rauchens“. Daten zur Wirksamkeit bei der Raucherentwöhnung gibt es be- reits aus sechs kontrollierten Studien mit

etwa 2.600 Patienten. Entwickelt wurde die Substanz Bupropionhydrochlorid, die zunächst als Antidepressivum eingesetzt wurde, bereits in den sechziger Jahren. Bei klinischen Erprobungen des Medika- ments traten ungewöhnliche Nebenwir- kungen zutage: Viele der Probanden, die zufällig Raucher waren, hörten auf zu rauchen. Mehrere nachfolgende Studien untermauerten diese Wirkung von Zy- ban. Die genaue Ursache für die Entwöh- nungswirkung des Medikaments ist noch unklar. Man vermutet, dass der ursprüng- lich als Antidepressivum entwickelte Stoff die durch den Nikotinmangel bedingten Symptome wie Konzentra-

tionsschwäche oder Gereiztheit mildert. So kann der Griff nach der nächsten Zigarette besser verhindert werden. Die Kosten für eine Zybantherapie werden nicht von den Krankenkassen übernom- men; sie soll den Preis einer Packung Zigaretten pro Tag jedoch nicht über- schreiten.

Der Kopf raucht mit

Der Suchtexperte Burckhard Junge vom Robert-Koch-Institut in Berlin hält das Medikament für sinnvoll, warnt aber vor zu hohen Erwartungen: „Die Tablette ist kein Wundermittel. Sie kann eine Thera- pie nur ergänzen.“ Es sei wichtig, zusätz- lich die psychische Abhängigkeit zu bekämpfen.

Wie jedes andere Medikament ist Zyban zudem nicht frei von Nebenwirkungen. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen in klinischen Stu- dien waren Schlafstörungen. Außerdem kann es zu Mund- trockenheit, Kopfschmerzen und Hautausschlägen kommen. Menschen mit einer Neigung zu Krampfanfällen sollten ganz auf dieses Medikament verzichten.

AUS DER NATUR

MEDICOM-TIPP

Baldrian für die Seele

D ie Heilkunde kennt den Tausend- sassa Baldrian schon seit gut 2.500

Jahren. Man weiß heute, dass Baldrian bei Einschlafstörungen, Herzklopfen, nervösen Zuständen sowie Magen- und Menstruationsbeschwerden helfen kann. Baldrian beruhigt die Seele. Im Zusammenspiel mit Hopfen entfaltet die Wurzel des Krautes ihre schlafför- dernde Wirkung besonders gut.

Im Gegensatz zu chemischen Schlaf- mitteln unterdrückt Baldrian die REM- Phase des Schlafes nicht, die für die Erholung so wichtig ist. Sie erwachen frisch und ohne Nachwirkungen. Bald- rian kann als Tee, als Tinktur oder in Tablettenform genommen werden. Auch ein Baldrianbad ist wohltuend entspannend. Da jedoch noch immer nicht erwiesen ist, welcher Inhaltsstoff dem Baldrian seine Wirkung verleiht, ist es am besten, eine Zubereitungs- form zu wählen, die alle Bestandteile der getrockneten Pflanze enthält. Bei der Zubereitung von Tees und Bädern werden die fettlöslichen Inhaltsstoffe nicht mit berücksichtigt. In der Tinktur und in Tablettenform bleiben dagegen auch die wasserflüchtigen ätherischen Öle erhalten.

Die mehrjährige Staude des Baldrians wächst auf feuchten Wiesen, an Fluss- ufern und in feuchten Wäldern. Der Baldrian wird mehr als 1 m hoch und trägt gefiederte Blüten in allen Farbtö- nen zwischen Hellrosa und Weiß. Die Blütezeit ist von Mai bis September.

Erst in getrocknetem Zustand ent- wickelt sich der spezielle Baldriange- ruch, der Katzen so entzückt.

FOTO: DPNY
FOTO: DPNY
1 5 Schildknorpel 2 4 3 Schilddrüse 1. Rechter Schilddrüsenseitenlappen, 2. Arterie, 3. Luft- röhre,
1 5 Schildknorpel 2 4 3 Schilddrüse 1. Rechter Schilddrüsenseitenlappen, 2. Arterie, 3. Luft- röhre,
1
5
Schildknorpel
2
4
3
Schilddrüse
1. Rechter Schilddrüsenseitenlappen, 2. Arterie, 3. Luft-
röhre, 4. Vene, 5. Linker Schilddrüsenseitenlappen
Jeder zweite Deutsche leidet an einer zu großen Schilddrüse, fast immer ist Jodmangel die Ursache.
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Mehr Jod in Deutschlands Küchen
GRAFIK: DPNY

N ach Informationen der Bundeszent- rale für gesundheitliche Aufklärung

hat sich in Deutschland die Versorgung mit Jod zwar deutlich verbessert, doch noch immer zählt Jod in Deutschland zu den Mangel-Spurenelementen. Darauf

ist auch die Tatsache zurückzuführen, dass jeder zweite Deutsche einen Kropf hat. Einer Studie zufolge haben 50 % aller 13-Jährigen in Deutschland eine vergrößerte Schilddrüse. Die Schilddrüse braucht Jod, um Hormone produzieren

zu können. Diese Hormone steuern die Geschwindigkeit, mit der der Körper Nahrung in Energie umwandelt. Wird dem Körper mit der Nahrung nicht ge- nug Jod zugeführt, vergrößert sich die Schilddrüse, damit sie trotz Jodmangels ihrer Aufgabe nachkommen kann. So entsteht der Kropf. Die Deutsche Gesell- schaft für Ernährung empfiehlt min- destens 180 bis 200 Mikrogramm Jod pro Tag. Da es nahezu unmöglich ist, diese Menge über die Nahrung zu sich zu nehmen, wird die Verwendung von jodiertem Speisesalz empfohlen.

Nach Einschätzungen von Experten wird die hierdurch erzielte Verbesserung jedoch überschätzt, denn der Verbrau- cher greift immer häufiger zu Fertig- produkten, oder er verpflegt sich außer Haus.

Viele Menschen sind darüber hinaus ge- zwungen, auf eine salzarme Ernährung zu achten. Es besteht auch die Möglich- keit, dem Körper genau die benötigte Menge Jod über Nahrungsergänzungs- produkte zuzuführen. Sollten Sie jedoch bereits unter Schluckbeschwerden leiden oder glauben, dass Ihre Schilddrüse ver- größert ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

++++++++++++++++++++++++++++++++++ Neuer Wirkstoff gegen Epilepsie in der Testphase Patienten trotz regelmäßiger
++++++++++++++++++++++++++++++++++
Neuer Wirkstoff gegen Epilepsie in der Testphase
Patienten trotz regelmäßiger Einnahme
spezifischer Medikamente weiterhin
epileptische Anfälle haben. Harkoseride
ist ein neuer Kandidat zur Verbesserung
H arkoseride – ein neuer Wirkstoff
mit sehr guten antiepileptischen
ten Medikamente erhebliche Neben-
wirkungen. Hinzu kommt, dass viele
Eigenschaften. Zu diesem Resultat
führten Untersuchungen des ame-
rikanischen „National Institute of
Health“. In den letzten vier Jahren
entwickelte das in Amerika ansäs-
sige Unternehmen Harris FRC,
Harkoseride weiter und erzielte
dabei außergewöhnlich gute Zwi-
schenergebnissen.
dieser Situation. Eine weitere, viel ver-
sprechende Anwendungsmöglichkeit
von Harkoseride sind neurogene
Schmerzen. Mit zunehmendem
Alter nimmt die Häufigkeit dieser
Erkrankungsform zu. 50 Prozent
aller Patienten sind über 65 Jahre
alt. Der neurogene Schmerz kann
aus einer nicht-entzündlichen
Fehlfunktion des Nervensystems
resultieren.
Das deutsche Pharmaunternehmen
Schwarz hat nun die Rechte für
die Entwicklung erworben und
wird Harkoseride mit Unterstüt-
zung der Firma Harris weiter
testen und entwickeln. Etwa ein
Prozent der Weltbevölkerung ist
an Epilepsie erkrankt. Noch immer
haben die zur Therapie eingesetz-
Hirnströme während eines epileptischen Anfalls. Viele Patienten leiden
trotz der Einnahme von Medikamenten weiterhin unter epileptischen
Anfällen. Ein neuer Wirkstoff soll Abhilfe schaffen.
Da die bisherigen Behandlungs-
möglichkeiten nicht zufrieden stel-
lend sind, werden auch hier große
Hoffnungen in den neuen Wirk-
stoff gesetzt. Nach Angaben der
Schwarz Pharma ist jedoch erst
Mitte 2005 mit der Zulassung
des Arzneimittels auf dem deut-
schen Markt zu rechnen.
GRAFIK: DPNY
FOTO: PHOTODISC GRAFIK: DPNY Empfohlene Nährstoffzufuhr pro Tag im Vergleich Nährstoffe Säuglinge Kinder
FOTO: PHOTODISC GRAFIK: DPNY Empfohlene Nährstoffzufuhr pro Tag im Vergleich Nährstoffe Säuglinge Kinder
FOTO: PHOTODISC GRAFIK: DPNY Empfohlene Nährstoffzufuhr pro Tag im Vergleich Nährstoffe Säuglinge Kinder

FOTO: PHOTODISC

GRAFIK: DPNY

Empfohlene Nährstoffzufuhr pro Tag im Vergleich Nährstoffe Säuglinge Kinder Jugendliche bzw. Erwachsene ➚
Empfohlene Nährstoffzufuhr pro Tag im Vergleich
Nährstoffe
Säuglinge
Kinder
Jugendliche bzw.
Erwachsene
Vitamin C/mg
40–50
➚ 50–55
55–75
60–100
75
100
Vitamin D/µg
10
10
5
5
5
➚ 5–10
200–
Folsäure/µg
40
➚ 60-80
60–300
300 ➚
400
400
Selen/µg
5-30
5-30
10–100
10–60
20–100
30–70
220–
600–
600–
800–
➚ 1.000–
Calcium/mg
500
400 1.000
1.200
1.200
1.200
Eisen/mg
6–8
0,5–8
8–15
8–15
10–15
10–15
Zink/mg
5
1–2
7–15
3–9,5
12–15
7–10
Quelle: DGE 2000

Veränderungen einiger Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, hier in Auszügen dargestellt. Werte für Männer und Frauen sowie bestimmte Altersgruppen sind der Einfachheit halber zusammengefasst.

+++++++++++++++++++++++++

halber zusammengefasst. +++++++++++++++++++++++++ 1991 2000 Täglich mehr Vitamine und Mineralien zu sich

1991

halber zusammengefasst. +++++++++++++++++++++++++ 1991 2000 Täglich mehr Vitamine und Mineralien zu sich nehmen E

2000

Täglich mehr Vitamine und Mineralien zu sich nehmen

E rstmals seit 1991 hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz:

DGE, wieder neue Richtwerte für die täg- liche Vitamin- und Mineralstoffzufuhr herausgegeben. Die von der deutschen, der österreichischen und der schweizeri- schen Ernährungsgesellschaft gemein- sam veröffentlichten Werte treten an die Stelle der früheren Angaben. Danach sollen täglich mehr und höhere Dosen bestimmter Vitamine zugeführt werden. Dies betrifft die Vitamine E, C und Fol- säure. Außerdem wurde die Maßeinheit für Folsäure internationalisiert. Dies be- trifft unter anderem die Mengenangaben für Folsäure, Energie und Alkohol.

Bei Vitamin C kletterte die Empfehlung von 75 auf 100 Milligramm. Raucher soll- ten sogar 150 Milligramm Vitamin C auf- nehmen, da sie durch den Zigarettenrauch besonders vielen freien Radikalen ausgesetzt sind, die wiederum im Verdacht stehen, Krebs und

lauferkrankungen zu verursachen. Die Ernährungsprofis empfehlen 80 Mikro- gramm Vitamin K, das für die Blutgerin- nung im Körper zuständig ist. Für Caro- tinoide gilt ein Schätzwert von 2 bis 4 mg pro Tag. Carotinoide dienen unter anderem dem Schutz der Zellen vor Son- neneinstrahlung. Zudem wurde die Zufuhrempfehlung für Vitamin D bei Menschen über 65 Jahre verdoppelt – von 5 µg auf 10 µg. Erstmals wurden auch Richtwerte für Alkohol benannt. Die An- gaben der Forscher nennen sich inzwi- schen „Referenzwerte“ statt „Empfehlun- gen“, da es besonders in Bezug auf Al- kohol in der Vergangenheit zu Missver- ständnissen kam. So empfehlen die Ernährungswissenschaftler keinen Alko- holkonsum, sondern geben gesundheit- lich verträgliche Maximalwerte an. Diese berücksichtigen die präventive Wirkung von alkoholischen Getränken im Hin- blick auf das Risiko eines Herzinfarktes. Danach sollten Männer nicht mehr als 20 g Alkohol pro Tag und Frauen nicht mehr als 10 g zu sich nehmen. 20 g

Herzkreis- Alkohol entsprechen etwa einem Glas Wein oder einem großen Bier.

FOTO: PHOTODISC

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Aspirin soll magen-

freundlicher werden

Die Grundsubstanz von Aspirin ist die Salicylsäure, ein Naturstoff, der in der Silberweide, in der Spierstaude, auch Mädesüß genannt, und in der Teebeere enthalten ist. Die seit mehr als 2.000 Jahren bekannte Grundsubstanz wurde als Extrakt aus Weidenrinde schon von Hippokrates gegen Fieber und Schmer- zen verordnet. So gut Aspirin auch wirkt, ganz frei von Nebenwirkungen ist es nicht. Bei längerer Einnahme können Blutun- gen der Magenschleimhaut und sogar Magengeschwüre auftreten. Forscher bemühen sich nun schon seit längerem, eine Lösung für dieses Problem zu finden. Unter den vielen Ansätzen kristallisiert sich jetzt einer heraus:

Stickstoffmonoxid (NO), gekoppelt an Acetylsalicylsäure, soll die Lösung sein. Stickstoffmonoxid ist nach neuester Erkenntnis der Forscher einer der wich- tigsten Botenstoffe im menschlichen Körper. Stickstoffmonoxid erweitert die Gefäße, indem es entspannend auf die Muskelzellen der Gefäße wirkt. Lässt sich das Stickstoffmonoxid an Acetyl- salicylsäure binden, so würde das Me- dikament erst im Darm freigesetzt. Die Schleimhäute blieben geschützt, und die durchblutungsfördernde Wirkung könnte sich frei entfalten. Ein weiterer positiver Effekt der neuen Verbindung:

Aspirin, bekannt für seine blutverdün- nende Wirkung, soll in seiner neuen Verbindung die Blutgerinnung noch wirksamer hemmen. Lässt sich der wissenschaftliche Ansatz realisieren — Stickstoffmono- xid an Acetylsalicylsäure zu koppeln — wäre das erfolgreichste Medikament aller Zeiten schon bald ohne Ma- genunverträglichkeit zu haben. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

zu haben. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten. MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000 7 FOTO:

MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000

7

FOTO: DPNY

FOTO: DPNY, PHOTODISC GRAFIK: DPNY +++++++++++++++++++++++++++++++++++ Aminosäuren – sollten wir unsere Nahrung

FOTO: DPNY, PHOTODISC

GRAFIK: DPNY

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Aminosäuren –

sollten wir unsere Nahrung damit ergänzen?

P roteine sind uns allen als wertvolle und lebensnotwendige Nahrungsbestand-

teile bekannt. Sie sind nicht nur Bausteine des Organismus, sondern haben als Enzy- me oder Hormone auch regulierende Funk- tionen. Proteine bestehen aus Aminosäu- ren. Der menschliche Körper kann aus den 20 verschiedenen Aminosäuren, die ihm zum Aufbau der Proteine zur Verfügung stehen, eine gewaltige Zahl verschiedenster Proteine mit ganz unterschiedlichen Stoff- wechsel-Eigenschaften bilden. Man unter- scheidet hierbei essenzielle und nicht- essenzielle Aminosäuren. Die essenziellen Aminosäuren können von unserem Orga- nismus nicht gebildet werden, das heißt, sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Die nicht-essenziellen Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen.

Wegen ihrer entscheidenden Funktionen für den Stoffwechsel stellen Proteine für viele Menschen den Inbegriff eines lebensnot- wendigen und muskelaufbauenden Nähr- stoffs dar. Die Frage ist jedoch: Brauchen wir wirklich mehr und mehr Protein? Und müssen wir unsere Nahrung wirklich um zusätzliche Proteine oder Aminosäuren er- gänzen? Um dies beurteilen zu können, muss man die Proteinquellen der Nahrung unter die Lupe nehmen und die Zufuhr und Versorgungslage der Durchschnittsbevölke- rung kennen.

Wichtige Proteinlieferanten

Insbesondere vom Tier stammende Lebens- mittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier sind reich an Proteinen. Aber auch pflanzliche Lebensmittel, vor allem Getreide und Hülsenfrüchte, haben große Bedeutung als Proteinlieferanten. Für den Beitrag, den ein Lebensmittel zur Proteinversorgung lei- stet, ist natürlich seine Proteinmenge ent- scheidend. Auch von Bedeutung ist, wie gut unser Körper dem Nah- rungsmittel

Aminosäuregehalt* in Rindfleisch (Hüfte) und Weizen (ganzes Korn) je 100 g Rindfleisch Weizen Alanin 1.620
Aminosäuregehalt*
in Rindfleisch (Hüfte) und Weizen
(ganzes Korn) je 100 g
Rindfleisch
Weizen
Alanin
1.620
mg
510
mg
Arginin
1.460
mg
620
mg
Aspartat
2.280
mg
700
mg
Cystin
280
mg
290
mg
Glutamat
3.990
mg
4.080mg
Glycin
1.500
mg
720
mg
Histidin
810
mg
280
mg
Isoleucin
1.220
mg
540
mg
Leucin
1.980
mg
920
mg
Lysin
2.050
mg
380
mg
Methionin
610
mg
220
mg
Phenylalanin
1.000
mg
640
mg
Prolin
1.170
mg
1.560mg
Serin
1.020
mg
710
mg
Threonin
1.100
mg
430
mg
Tryptophan
270
mg
150
mg
Tyrosin
810 mg
410 mg
Valin
1.320 mg
620 mg
Gesamt: Rindfleisch ca. 21 g, Weizen ca. 12 g
Quelle: Souci, Fachmann, Kraut 1994
GRAFIK: DPNY

die Aminosäuren entziehen kann und wel- che Aminosäuren überwiegend enthalten sind. So sind pflanzliche Proteine in der Regel schlechter verdaulich als tierische, da die pflanzliche Zellwand einem Angriff der Verdauungssäfte oftmals widersteht.

Zufuhr und Bedarf an Aminosäu- ren – eine ausgeglichene Bilanz?

Um aus den Aminosäuregehalten in Le- bensmitteln etwas über den Versorgungs- status zu erfahren, muss man ermitteln, ab wann der Aminosäurebedarf gedeckt ist. Die nachstehende Tabelle zeigt den geschätzten Bedarf an essenziellen Amino- säuren eines 70 kg schweren Erwachsenen.

Geschätzter Bedarf an essenziellen Aminosäuren eines Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 70 kg

Täglicher Aminosäurenbedarf

Isoleucin

700 mg

Leucin

980 mg

Lysin

840 mg

Methionin und

Cystein*

910 mg

Phenylalanin und

Tyrosin*

980 mg

Threonin

490 mg

Tryptophan

280 mg

Valin

700 mg

*Methionin und Cystein bzw. Phenylalanin und Tyrosin kann der menschliche Stoff- wechsel ineinander umwandeln.

Quelle: Shils, Olson, Shike, Ross 1998

Vergleicht man die Werte der beiden Ta- bellen im Hinblick auf die essenziellen Aminosäuren, so zeigt sich, dass schon die relativ kleine Portion von 100 g Rind- fleisch am Tag ausreicht, um den Bedarf an essenziellen Aminosäuren zu decken. Dabei darf man nicht vergessen, dass da- rüber hinaus täglich zahlreiche weitere Proteinquellen in Form von Getreidepro- dukten, Milch und Milchprodukten sowie einigen proteinreichen Gemüsesorten ver- zehrt werden. So können bereits kleine Mengen an Milchprodukten den Ami- nosäurebedarf decken.

Dadurch übersteigt in der Praxis die Ge- samtzufuhr an Aminosäuren bei weitem den Bedarf. Dies wird sehr deutlich, wenn man die Versorgungssituation im Hinblick auf die Proteinzufuhr prüft. In den Jahren 1985 bis 1988 wurde in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und Technologie eine repräsen- tative Ernährungsstudie mit ca. 25.000 Personen durchgeführt, die in die Literatur als Nationale Verzehrsstudie (NVS) einging. Etwa ein Zehntel der Studienteilnehmer wurde anschließend mit klinisch-biochemi-

Studienteilnehmer wurde anschließend mit klinisch-biochemi- FOTO: DPNY * Die essenziellen Aminosäuren sind fett

FOTO: DPNY

*Die essenziellen Aminosäuren sind fett gedruckt.

schen Methoden untersucht. Im Rahmen dieser als Verbundstudie Ernährungserhe- bung und Risikofaktorenanalyse-Analytik

schen Methoden untersucht. Im Rahmen dieser als Verbundstudie Ernährungserhe- bung und Risikofaktorenanalyse-Analytik (VERA) bekannten Studie wurde auch die Gesamtproteinaufnahme ermittelt. Die zur Proteinbedarfsdeckung eines „Durch- schnittsmenschen“ täglich notwendige Ge- samtzufuhr an verschiedenen Aminosäuren beträgt nach Angaben der Deutschen Ge- sellschaft für Ernährung 0,8 g pro kg Kör- pergewicht. Die wünschenswerte Zufuhr an Protein sollte 12 bis 13 % der Gesamtener- gieaufnahme nicht überschreiten, das heißt, ein 75 kg schwerer Mann sollte 56 g, eine 60 kg schwere Frau 48 g Protein pro Tag aufnehmen. Wie die Ergebnisse der VERA- Studie ergaben, werden diese Zufuhrmen- gen von der deutschen Bevölkerung bei weitem überschritten. So lag die tägliche Proteinzufuhr bei durchschnittlich 80 g – sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Eine Ergänzung der in den Industrie- nationen üblichen Ernährung mit nicht- essenziellen und essenziellen Aminosäu- ren ist aufgrund des hohen Stellenwertes von Lebensmitteln tierischen Ursprungs überflüssig.

Proteinzufuhr früher und heute

Vergleicht man unsere Ernährungsge- wohnheiten mit denen Ende des 18. Jahr- hunderts, zeigen sich einige Veränderun- gen. So war beispielsweise die Kohlenhy- dratzufuhr damals besonders hoch und zeichnete sich durch einen hohen Anteil ballaststoffhaltiger Lebensmittel wie Kar- toffeln und Getreide aus. Dies ist aus ernährungsphysiologischer Sicht positiv zu werten. Demgegenüber lag der Anteil von Proteinen und Fetten deutlich niedri- ger als heute und betrug für Fette etwa nur 25 g täglich (heute etwa 130 g) und für Proteine etwa 60 g täglich. Hinzu kommt, dass die Menschen damals ande- re Proteinquellen für ihre Ernährung nutzten. Das Eiweiß stammte früher sehr viel seltener aus tierischen Quellen, es wurden überwiegend pflanzliche Protein- träger verzehrt. Während der Anteil tierischen Proteins früher nur bei etwa 6 % lag, langen wir heute deutlich kräfti- ger zu. Mittlerweile entstammen ca. 65 % unserer Proteine tierischen Lebensmitteln.

„Viel hilft viel“ ist bei Aminosäuren die falsche Devise

Proteine sind lebensnotwendig und von daher für den Menschen auch in größe-

rer Menge zunächst nicht schädlich. Dennoch hat sich gezeigt, dass eine star- ke Erhöhung der Proteinzufuhr, wie sie durch den Wandel der Ernährungsge- wohnheiten heute üblich ist, uner- wünschte Wirkungen auf die Gesundheit haben kann. So deuten Studien auf eine mögliche Erhöhung des Risikos für Osteoporose (Knochenschwund) durch eine zu hohe Proteinaufnahme hin. Ver- schiedene Untersuchungen konnten nämlich zeigen, dass eine hohe Protein- zufuhr zu verstärkten Calciumverlusten über den Harn führt. Calcium ist aber der Mineralstoff, der im Knochen den men- genmäßig höchsten Anteil ausmacht. Er ist für die Knochenstabilität von außer- ordentlicher Bedeutung. Der Verlust von Calcium über die Niere ist indes von der Art der Proteine abhängig. Insbesondere die in tierischen Lebensmitteln enthalte- nen schwefelhaltigen Aminosäuren (z. B. Cystin und Methionin) sind für den ver- stärkten Calciumverlust verantwortlich. Im Jahr 1994 ergab eine Studie, dass sich die Calciumverluste um die Hälfte redu- zierten, wenn tierische Proteine aus der Kost entfernt wurden und der Proteinbe- darf stattdessen mittels Getreide, Bohnen, Gemüse und Früchten gedeckt wurde. Neueste Untersuchungen haben ergeben,

dass eine proteinreiche Ernährung nicht schädlich für die Knochen ist, solange sie von einer ausreichenden Calciumauf- nahme begleitet wird: Empfohlen wird ein Calcium-Protein-Verhältnis von 20:1 (mg Calcium/g Protein). Dies hieße aller- dings: Bei einer duchschnittlichen der- zeitigen Proteinzufuhr von 80 g am Tag müssten wir 1.600 mg Calcium aufneh- men, eine Menge, die über die normale Kost nicht erreicht werden kann.

Brauchen wir Protein- bzw. Aminosäure-Supplemente?

Eine ergänzende Zufuhr von Aminosäu- ren bzw. Proteinen macht aus wissen- schaftlicher Sicht keinen Sinn. Nur bei bestimmten Krankheitsbildern, schweren Operationen oder Unterernährung ist eine Gabe von Proteinen notwendig. In diesen Fällen werden in der klinischen Ernährung spezielle Trinknahrungen mit hohen Pro- teingehalten verwendet. Die meisten am Markt erhältlichen Nahrungsergänzungs- mittel mit Aminosäuren enthalten nur so geringe Mengen der Proteinbausteine, dass man sich bereits mit 9 g Rindfleisch, 29 g Weizen oder mit einem halben Glas Vollmilch die gleiche Menge zuführen könnte.

Aminosäuregehalt im Vergleich Schweine- Joghurt Vollmilch Goudakäse fleisch je 100 g (3.5 % Fett) je
Aminosäuregehalt im Vergleich
Schweine- Joghurt
Vollmilch
Goudakäse
fleisch
je 100 g
(3.5 % Fett)
je 100 g
(3.5 % Fett)
je 100 g
(3.5 % Fett i. Tr.)
je 100 g
Alanin
1.250
mg
170
mg
130
mg
780
mg
Arginin
1.230
mg
140
mg
130
mg
980
mg
Aspartat
1.970
mg
310
mg
290
mg
1.780
mg
Cystin*
240
mg
30
mg
28
mg
k. A.
Glutamat
3.160
mg
760
mg
790
mg
6.280
mg
Glycin
1.150
mg
94
mg
76
mg
500
mg
Histidin
800
mg
100
mg
95
mg
1.050
mg
Isoleucin
1.020
mg
240
mg
220
mg
1.340
mg
Leucin
1.560
mg
410
mg
360
mg
2.620
mg
Lysin
1.780
mg
310
mg
280
mg
2.790
mg
Methionin
580
mg
100
mg
90
mg
740
mg
Phenylalanin
790
mg
210
mg
180
mg
1.460
mg
Prolin
980
mg
460
mg
340
mg
340
mg
Serin
910
mg
240
mg
210
mg
1.570
mg
Threonin
1.010
mg
170
mg
160
mg
950
mg
Tryptophan
240
mg
45 mg
49
mg
k. A.
Tyrosin
730 mg
200 mg
180 mg
1.480 mg
Valin
1.550 mg
300 mg
240 mg
1.850 mg
k. A. = keine Angaben
Quelle: Souci, Fachmann, Kraut 1994
FOTO: DPNY
GRAFIK: DPNY
FOTO: DPNY Auf jeden Fall „einpacken“: eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung und die notwendigen Impfungen.

FOTO: DPNY

FOTO: DPNY Auf jeden Fall „einpacken“: eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung und die notwendigen Impfungen.

Auf jeden Fall „einpacken“: eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung und die notwendigen Impfungen.

Gesund im Urlaub

Sie fahren demnächst in den Urlaub?

Der Flug in die Sonne ist gebucht, das Hotel auch. Die Filme für den Fotoapparat sind besorgt, und der Hund ist untergebracht. Dann brau- chen Sie nur noch die Badehose einzupacken?

N atürlich möchten Sie jetzt nicht daran denken, dass Sie krank wer-

den könnten. Leider richten sich Bakte- rien und Viren und auch Ihre Zähne nicht nach Ihren Wünschen. Und da Krankheitserreger keine Grenzen kennen, ist es nicht so unwahrscheinlich, dass Sie an Ihrem Urlaubsort neue unliebsame Bakterien-Bekanntschaften machen. Wie also vorsorgen? Wir haben hier die wichtigsten Informationen für die

schönsten Wochen des Jahres für Sie zu- sammengestellt.

Reiseziele in Europa

In den Ländern des Europäischen Wirt- schaftsraumes, den sogenannten EWR- Ländern, besteht der Krankenversiche- rungsschutz gemäß der dortigen gesetz- lichen Krankenversicherung. Das heißt, dass Sie nach den jeweils landesüblichen Standards medizinisch versorgt werden. Diese Standards sind sehr unterschied- lich. Bitte gehen Sie nicht davon aus, dass Sie überall eine medizinische Ver- sorgung wie in Deutschland erhalten.

Rechnen Sie auch damit, dass Sie nicht jeden Arzt auf Kassenkosten konsultie- ren können.

EWR- und Abkommensstaaten

In den Ländern die zwar nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören, mit denen die Bundesrepublik aber ein Sozialversicherungsabkommen abge- schlossen hat, gilt das Gleiche.

In diesen sogenannten Abkommensstaa- ten sowie in den EWR-Staaten sind Sie ganz oder zu einem großen Teil von Arzt- und Medikamentenkosten befreit.

Hier benötigen Sie Auslandskranken- scheine. Darüber hinaus kann von Ihnen aber auch eine Selbstbeteiligung verlangt werden. In einigen Ländern müssen Sie z. B. beim Arzt oder in der Apotheke selbst Vorauszahlungen leisten. Diese Kosten werden im allgemeinen von Ihrer Krankenkasse in Höhe des in Deutschland üblichen Satzes erstattet, sofern Sie Quittungen und Rechnungen vorlegen.

EWR-Staaten sind Belgien Liechtenstein Dänemark Luxemburg Finnland Niederlande Frankreich Norwegen Griechenland
EWR-Staaten sind
Belgien
Liechtenstein
Dänemark
Luxemburg
Finnland
Niederlande
Frankreich
Norwegen
Griechenland
Österreich
Großbritannien
Portugal
Irland
Schweden
Island
Spanien
Italien

Besonderheiten: Die Sozialversiche- rungsabkommen gelten auch für die französischen überseeischen Departe- ments Französisch-Guayana, Guadelou- pe, Martinique und Réunion. Sie gelten dagegen nicht für die britischen Kanal- inseln Guernsey, Jersey, Mailtresse Ille, Pointe Quenard und die Insel Man sowie für die Insel Zypern und für das norwe- gische Gebiet Svalbard (Spitzbergen und die Bäreninsel). Hier müssen Sie für sämtliche Kosten selbst aufkommen.

Abkommensstaaten sind Jugoslawien (bzw. Schweiz dessen Nachfolgestaaten), Tunesien Kroatien Türkei Länder, mit
Abkommensstaaten sind
Jugoslawien (bzw.
Schweiz
dessen Nachfolgestaaten),
Tunesien
Kroatien
Türkei
Länder, mit denen
ein beidseitiges
Sozialversicherungsabkommen besteht

Nichteuropäische Länder,

mit denen kein Sozialversicherungs- abkommen besteht

Bei Erkrankungen auf Reisen in Länder, die nicht zum EWR gehören und mit de- nen kein Sozialversicherungsabkommen besteht (z. B. die USA), müssen Sie die Kosten bei einer eventuellen Erkrankung selbst tragen. Schließen Sie bei solchen Reisen unbedingt eine private Aus- landskrankenversicherung ab. Wenn aus Altersgründen eine private Absicherung nicht möglich ist, gibt es unter bestimm- ten Voraussetzungen Leistungsansprüche gegenüber der Krankenversicherung. Das gleiche gilt für Leistungen, die wegen chronischer Erkrankungen erforderlich werden und von einer Auslandskranken- versicherung ausgeschlossen sind. Wich-

chronischer Erkrankungen erforderlich werden und von einer Auslandskranken- versicherung ausgeschlossen sind. Wich-
FOTO: MEV-VERLAG tig ist hierbei, dass der Versicherungs- nehmer nachweisen kann, dass vor An- tritt

FOTO: MEV-VERLAG

tig ist hierbei, dass der Versicherungs- nehmer nachweisen kann, dass vor An- tritt der Reise kein Versicherungsunter- nehmen bereit war, aufgrund des Alters oder wegen bestehender Krankheiten eine Versicherung abzuschließen.

bestehender Krankheiten eine Versicherung abzuschließen. Ihre Krankenversicherung wird Sie sicher gern zum Thema

Ihre Krankenversicherung wird Sie sicher gern zum Thema Versicherungsschutz im Ausland beraten.

Immer eine private Auslandskran- kenversicherung abschließen!

Die Krankenkassen empfehlen, sich in jedem Fall, ob Sie nach Europa, in ein nichteuropäisches Land mit Sozialversi- cherungsabkommen oder auf einen anderen Kontinent reisen, durch eine private Krankenversicherung zusätzlich abzusichern. Warum?

Die Krankenkassen dürfen bei einer Erkrankung keinen Rücktransport nach Deutschland zahlen. Nicht einmal an- teilig.

Manche Ärzte oder Zahnärzte im Rei- seland akzeptieren Auslandskranken- scheine nicht. seland akzeptieren Auslandskranken- scheine nicht.

In der Nähe Ihres Urlaubsortes gibt es manchmal keinen Vertragspartner, der die Krankenscheine akzeptieren würde.

Sie müssen in einigen Fällen beim Arzt oder in der Apotheke eine Voraus- zahlung oder Selbstbeteiligung leisten. Diese Selbstbeteiligungen sind unter Umständen um einiges höher als in Deutschland. Ihre gesetzliche Kranken- versicherung erstattet jedoch nur den in Deutschland zu zahlenden Anteil.

Auslandskrankenversicherungen können Sie direkt bei einem privaten Versiche- rungsunternehmen, über den Reisever- anstalter oder über einen Automobilclub abschließen.

anstalter oder über einen Automobilclub abschließen. Was Ihre Auslandskranken- versicherung beinhalten sollte:
anstalter oder über einen Automobilclub abschließen. Was Ihre Auslandskranken- versicherung beinhalten sollte:
anstalter oder über einen Automobilclub abschließen. Was Ihre Auslandskranken- versicherung beinhalten sollte:

Was Ihre Auslandskranken- versicherung beinhalten sollte:

freie Arzt- und Krankenhauswahl,Was Ihre Auslandskranken- versicherung beinhalten sollte: ambulante und stationäre Behand- lung, schmerzstillende

ambulante und stationäre Behand- lung,beinhalten sollte: freie Arzt- und Krankenhauswahl, schmerzstillende Zahnbehandlungen, Transport zur

schmerzstillende Zahnbehandlungen,und Krankenhauswahl, ambulante und stationäre Behand- lung, Transport zur Rettungsdienst, Klinik durch den

Transportstationäre Behand- lung, schmerzstillende Zahnbehandlungen, zur Rettungsdienst, Klinik durch den Rücktransport in die

zur

Rettungsdienst,

Klinik

durch

den

Rücktransport in die Bundesrepublik,Transport zur Rettungsdienst, Klinik durch den Überführung im Todesfall oder Bestattung im Ausland. Sie

Überführung im Todesfall oder Bestattung im Ausland. Bestattung im Ausland.

Sie können sich zwischen Kurzzeitpoli- cen und einer Jahrespolice entscheiden. Wenn Sie öfter im Jahr Urlaub machen, lohnt sich meist die Jahrespolice. Die Jahrespolicen bekommen Sie schon für 4,90 DM (z. B. bei einer Höchstdauer der versicherten Reise von bis zu 60 Tagen) für eine Einzelperson. Eine Familie zahlt beim ADAC und bei der R+V 30,— DM für eine Jahrespolice bei einer Höchstdauer der Reisen von jeweils bis zu 45 Tagen.

Urlauber über 65 Jahre zahlen in der Re- gel mehr. Das Höchsteintrittsalter vieler Gesellschaften liegt häufig bei 69 und seltener bei 74 Jahren.

Krankengeld im Urlaub

Wenn Sie im Urlaub wegen Krankheit ar- beitsunfähig werden, müssen Sie Ihren Arbeitgeber und Ihre Krankenkasse be-

nachrichtigen. Das ist notwendig, damit Ihr Anspruch auf Krankengeld nicht ge- fährdet wird.

INFO/BERATUNG Bei Fragen zum Versicherungsschutz im Ausland wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenversicherung. Über
INFO/BERATUNG
Bei Fragen zum Versicherungsschutz
im Ausland wenden Sie sich bitte an
Ihre Krankenversicherung.
Über die erforderlichen Impfungen
können Sie sich bei Ihrem Arzt, beim
Gesundheitsamt und bei den Tropen-
instituten informieren.
Jeden Dienstag bietet das Deutsche
Grüne Kreuz unter der Telefonnum-
mer 0 64 21/9 20 77 zwischen 10.00
und 12.00 Uhr eine kostenlose
telefonische Impfsprechstunde an.
Falls Sie dort nicht durchkommen
sollten, besteht auch die Möglich-
keit, eine schriftliche Auskunft über
empfehlenswerte Reisevorbereitun-
gen zu bekommen. Für 10 Mark in-
clusive Porto erhalten Sie auf Ihre
Angaben hin (Reiseland, Abreiseda-
tum, Reiseart, d. h. Pauschal-, Trek-
king-, Last-minute-Reisen) einen
individuellen Impfplan.
Dafür wenden Sie sich bitte schrift-
lich an das Deutsche Grüne Kreuz,
Schuhmarkt 4, 35037 Marburg. Die
Telefonnummer ist: 0 64 21/29 30.
Impfung mitnehmen Impffahrplan V orbeugen ist besser als krank wer- den. Denken Sie unbedingt an
Impfung mitnehmen
Impffahrplan
V orbeugen ist besser als krank wer-
den. Denken Sie unbedingt an den
erforderlichen Impfschutz. Untersuchun-
gen der Weltgesundheitsorganisation zu-
folge werden immer mehr Touristen im
Urlaub krank. 27 Millionen Menschen
reisen jährlich ohne die notwendigen
Impfungen in gesundheitliche Risikoge-
biete wie Afrika, Asien und Südamerika.
Sie gehen damit ein unverantwortbares
Risiko ein. Da sich die weltweiten Impf-
Für einen persönlichen Impffahrplan
müssen Sie mindestens vier Wochen
zur Vorbeugung gegen Hepatitis A
und B, zwei Wochen gegen Gelbfie-
ber und eine Woche – besser noch
länger – gegen Malaria einplanen.
Hepatitis A/B
4
Wochen
Gelbfieber
2
Wochen
vorschriften permanent ändern, erkundi-
gen Sie sich bitte bei Ihrem Arzt nach
notwendigen Vorsorgeimpfungen. Die
hängen von Ihrem Reiseland, der Form
Ihres Urlaubs und Ihrer persönlichen
Kondition ab. Bei der Gelegenheit kön-
nen Sie auch gleich die notwendigen
Standardimpfungen auffrischen.
Polio/Cholera/ Malaria
1
Woche
Typhus
3
Tage
Tetanus/Diphtherie
1
Tag
Quelle: WDR
GRAFIK: DPNY

FOTO: DPNY, PHOTODISC, M. P. KAGE / OKAPIA

FOTO: DPNY, PHOTODISC, M. P. KAGE / OKAPIA Der Helicobacter pylori kann den Magen ganz schön
FOTO: DPNY, PHOTODISC, M. P. KAGE / OKAPIA Der Helicobacter pylori kann den Magen ganz schön

Der Helicobacter pylori kann den Magen ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. Ein kleines Bakterium mit großer Auswirkung. Es sorgt am häufigsten für Infektionskrankheiten der Magenschleimhaut und kann im schlimmsten Fall auch Magenkrebs verursachen. Über die Infektionswege gibt es noch keine eindeutigen Erkenntnisse.

Infektionswege gibt es noch keine eindeutigen Erkenntnisse. Helicobacter – ein Bakterium macht Bauchschmerzen Der

Helicobacter –

ein Bakterium macht Bauchschmerzen

Der Magen muss schon ganz schön viel verkraften: Alkohol, Kaffee und Nikotin, Hektik und Stress im Berufsleben, die großen und kleinen Alltagssorgen im Privatleben. All das kann der Auslöser für einen Reizmagen sein. Da das vegetative Nervensystem sehr eng mit dem Magen verbunden ist, setzen bei einem Reizmagen eine verstärkte Muskeltätigkeit und eine gesteigerte Magensäurebildung ein. Die Folgen sind Oberbauchschmerzen mit Sodbrennen, Magendrücken, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen.

I n nur wenigen Tagen kann sich eine Gastritis (Magenschleimhautentzün- dung) entwickeln, die bei Nichtbehand- lung in einen chronischen Zustand über- geht und im schlimmsten Fall zu einem Ulcus (Geschwür) führen kann.

Außer den aufgeführten Ursachen kön- nen aber auch Bakterien, aufgenommen mit verdorbenen oder verunreinigten Nahrungsmitteln, der Auslöser für eine Gastritis sein. Auch die Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Wie beim Reizmagen können sich auch bei der Infektion mit dem Bakterium Helico-

bacter pylori die genannten Symptome einstellen. Nach Überzeugung des Spezialisten Dr. Manfred Stolte vom Klinikum Bayreuth ist die Helicobacte- riose die häufigste Infektionskrankheit der Welt. Allein in Deutschland sollen 90 Prozent aller Magenschleimhaut- entzündungen auf eine Infektion mit Helicobacter pylori zurückzuführen sein.

Nach wie vor ist aber nicht eindeutig ge- klärt, warum es Menschen gibt, die sich mit Helicobacter pylori infiziert haben, ohne je unter den genannten Symptomen zu leiden. Ebenfalls ist man sich noch

WISSENSWERT Der Helicobacter wurde 1983 von Marshall und Warren entdeckt. Der Keim nistet sich in
WISSENSWERT
Der Helicobacter wurde 1983 von
Marshall und Warren entdeckt. Der
Keim nistet sich in der Magenschleim-
haut ein und führt zu chronischen
Entzündungen, kann Magengeschwüre
und sogar Magenkrebs verursachen
Circa 50 % der Weltbevölkerung
sind durchseucht, in den Entwick-
lungsländern ist die Besiedelung der
Magenschleimhaut durch Helicobacter
pylori noch
höher. Circa
10 % der infi-
zierten Patien-
ten entwickeln
im Laufe ihres
Lebens ein Ma-
gengeschwür.
Der Helicobacter pylori
überlebt sogar die
Magensäure.

nicht ganz im Klaren darüber, warum trotz der hohen Infektionsrate so wenige Fälle zur Entstehung von Zwölffingerdarmge- schwüren oder Magenkrebs führen.

Genetische Veränderungen als Krebsursache?

Schon lange ist bekannt, dass vor der Entwicklung eines bösartigen Magentu- mors eine Reduzierung der Magensäure-

Entwicklung eines bösartigen Magentu- mors eine Reduzierung der Magensäure- 1 2 MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000

FOTO: B. STRIEWSKI / OKAPIA

FOTO: B. STRIEWSKI / OKAPIA Zotten Haargefäße Helikobacter Mageneingang Schleimgrube Große Magenkrüm-
Zotten Haargefäße Helikobacter Mageneingang Schleimgrube Große Magenkrüm- Muskelschicht mung Der Magen mit
Zotten
Haargefäße
Helikobacter
Mageneingang
Schleimgrube
Große
Magenkrüm-
Muskelschicht
mung
Der Magen mit seinen vielen
Schleimhautfalten und Zotten
bietet dem Helicobacter pylori
optimalen Schutz.
Magenpförtner
Diagnose und Therapie
Es existieren zwei Verfahren, um eine
Helicobacter-pylori-Infektion nachzuweisen.
Gastroskopie (Magenspiegelung)
GRAFIK: DPNY

Bei der Magenspiegelung wird durch den Mund ein Schlauch in den Magen einge- führt. Durch diesen Schlauch können eine kleine Kamera und spezielle medizi- nische Instrumente eingeführt werden.

und spezielle medizi- nische Instrumente eingeführt werden. Eine Gastroskopie (Magenspiegelung) gibt Aufschluss über

Eine Gastroskopie (Magenspiegelung) gibt Aufschluss über viele Magenerkrankungen und ist heute für den Patienten keine Qual mehr.

Der Vorteil bei diesem Verfahren besteht darin, dass eine Gewebeprobe entnom- men werden kann. Gleichzeitig kann festgestellt werden, ob der Helicobacter schon einen Schaden angerichtet hat (Entzündungen, Geschwüre, Tumore).

Nachteil: Bei diesem Verfahren muss der Patient einen Schlauch schlucken.

diesem Verfahren muss der Patient einen Schlauch schlucken. Atemtest Bei diesem Test macht man sich die

Atemtest

Bei diesem Test macht man sich die Tat- sache zunutze, dass der Helicobacter py- lori in der Lage ist, Harnstoff zu spalten.

Um diesen Nachweis zu erbringen, muss der Patient ein Glas Wasser trinken, in dem ein speziell markierter Harnstoff gelöst ist. Wenn das Bakterium vorhan- den ist, entsteht markiertes Kohlendioxid. Beim Ausatmen wird die Luft in ein präpariertes Röhrchen geblasen. In einem speziellen Analysegerät lässt sich das markierte Kohlendioxid nachweisen.

Vorteil: Der Patient muss keinen Schlauch schlucken. Damit bietet sich der Test besonders bei Kindern an.

Nachteil: Mit dem Atemtest kann keine Aussage über den Zustand des Magens getroffen werden.

Auch wenn der Atemtest keine Aussage über den Zustand des Magens ermöglicht, so ist er ein optimaler Suchtest für den Helicobacter pylori. Hinzu kommt, dass die Zuverlässigkeit des Tests sehr hoch ist. Mit 98-prozentiger Sicherheit kann der Erreger nachgewiesen werden. Liegt eine Infektion mit Helicobacter pylori vor, lässt sich das Bakterium in sehr kurzer Zeit abtöten. Drei verschiedene Präparate müssen sieben Tage lang eingenommen werden. Ein starkes Medikament hemmt die Magensäureproduktion, und zwei Antibiotika vernichten den Helicobacter pylori. Wird die medikamentöse Behand- lung konsequent sieben Tage lang durch- geführt, so ist das Bakterium abgetötet, und die Magenprobleme sind beseitigt.

produktion einsetzt. Jetzt haben ameri- kanische Wissenschaftler des National Cancer Institute in Rockville, Maryland, festgestellt, dass bei den Magenkrebspa- tienten, die auch Helicobacter-pylori-po- sitiv sind, eine geringfügige Verände- rung in den Genen besteht. Zwei von drei Genen, die für die Produktion des Botenstoffes Interleukin-1-Beta (IL-1b) verantwortlich sind, zeigen in ihrer Struktur geringfügige Abweichungen. Diese Veränderungen führen zu einer übermäßigen Produktion des Botenstof- fes Interleukin-1-Beta, was zur Folge hat, dass der Magensäurehaushalt aus dem Gleichgewicht gerät und weniger Magensäure produziert wird. Emad El- Omar, Wissenschaftler am National Can- cer Institute, fasst zusammen, dass die Überproduktion des Interleukins ausrei- chen würde, um den Helicobacter pylori abzutöten. Dieser Effekt würde jedoch wieder durch die Reduzierung der Ma- gensäure aufgehoben.

Ob weitere Faktoren für die Entstehung von Magenkrebs bei der Infektion mit Helicobacter pylori verantwortlich sind oder ob dies der einzige Faktor ist, werden weitere Forschungen zeigen.

Lebensbedingungen des Helicobacter pylori

Die Magensäure hat zwei wichtige Funktionen. Zum einen schützt sie den Magen vor vielen schädlichen Bakterien, die durch die Nahrung aufgenommen werden, und zum anderen wird die Nah- rung durch die Magensäure „angedaut“ und für die weitere Verdauung vorberei- tet. Ist zu wenig Magensäure vorhanden, stellen sich Verdauungsprobleme ein sowie ein allgemeines Unwohlsein, ein Völlegefühl, Druckschmerzen im Ober- bauch und zum Beispiel Übelkeit. Was für die Verdauung schlecht ist, ist für den Helicobacter pylori von Vorteil. Das Bakterium fühlt sich in einem säurear- men Milieu so richtig wohl und findet die besten Voraussetzungen für eine Vermehrung vor. Aber auch bei einer normalen Magensäureproduktion hat der Krankheitserreger nicht nur gute Chancen zu überleben, sondern kann sich auch noch vermehren. Dies schafft der Helicobacter pylori, indem er sich in den Schleimhautfalten des Magens einnistet. Der reichlich vorhandene zähe Schleim schützt das Bakterium vor der Säure. Der Helicobacter kann sich unge- hindert vermehren – und eine chronische Entzündung verursachen.

Nicht nur der Blick ins Tal belohnt den Wanderer. Wandern ist gleichermaßen gut für Körper und Geist.

Das Wandern ist des Müllers Lust …

Wer rastet, der rostet. Wandern ist gesund.

Insgesamt sitzt der heutige Mensch mehr, als dass er sich bewegt. Das führt zu einer einseitigen Belastung des gesamten Bewegungsapparates. Erkrankungen des Skeletts, der Gelenke, der Muskeln und des Bänder- apparates sind die Folge. Bewegungsmangel ist eine der Hauptursachen für die Ausbreitung von Zivilisationskrankheiten. Was liegt also näher, als den Körper so zu bewegen, wie ihn die Evolution entwickelt hat:

zum Laufen auf zwei Beinen. Wer den möglichen Folgen eines allzu bequemen Lebens entgehen will, für den könnte Wandern genau das Richtige sein.

M it dem aufrechten Gang des Homo sapiens veränderte sich auch die

Belastung des Skeletts. Muskeln, Bänder und Gelenke passten sich dieser Form der Fortbewegung bestens an. Über Jahrtau- sende haben sich jedoch die Lebensge- wohnheiten des Menschen verändert. Heute, im Zeitalter der Dienstleistungsbe- rufe, verbringt der überwiegende Teil der Berufstätigen seine Arbeitszeit im Sitzen. Das Auto, Rolltreppen, Aufzüge, Haus-

haltsgeräte und natürlich der Fernseher und der Computer machen unseren Alltag einfach zu bequem. Das Wandern könnte

die gesunde Alternative zu einem Leben auf dem Sofa sein. Mediziner fanden he- raus, dass ein viele Muskelpartien einbe- ziehender Ausdauersport sich besonders dazu eignet, die körperliche Fitness zu er- halten und zu steigern. Dabei ist eine mäßige, aber regelmäßige Beanspruchung des Körpers hohen sportlichen Leistungen vorzuziehen. Entscheidend ist allein, wie viel Energie insgesamt verbraucht wird. So gesehen ist Wandern ein optimaler Ge- sundheitssport. Herz, Kreislauf, Stoffwech- sel, Atmung und Muskeln werden durch ausdauerndes Gehen nachhaltig gestärkt. Auch zu therapeutischen Zwecken wird Wandern zunehmend eingesetzt. In der

Kur, als Element der Nachsorge oder auch zur Vorbeugung von körperlich-seelischen Erkrankungen: Wandern kann helfen.

Der Berg ruft

Der französische Extrembergsteiger Lionel Terray sagt: „Das Bergsteigen ist die Er- oberung des Unnützen.“ Seit es den Men- schen gibt, gibt es das Wandern. Vor der Erfindung des Rades war Wandern, abge- sehen vom Reiten, die einzige Möglichkeit von, A nach B zu gelangen. Heute sind Wandern, Walking, Trekking, Klimbing und Bergsteigen Sportaktivitäten in einer dem Alltag mühsam abgerungenen Frei- zeit. Viele Menschen verbringen einen Teil dieser Zeit damit, auf dem Weg zu sein. Langsam, beschwerlich, dem Wetter ausgesetzt und ohne das Ankommen als eigentliches Ziel zu haben. Wunderlich, könnte man denken. Doch repräsentati- ven Umfragen zufolge halten zwei Drittel der Bevölkerung Wandern für „in“,

halten zwei Drittel der Bevölkerung Wandern für „in“, WISSENSWERT Wandern kann man immer und fast überall.

WISSENSWERT

Wandern kann man immer und fast überall. Wandern ist gesund, ist ein Naturerlebnis, ist in
Wandern kann man immer und fast überall.
Wandern
ist gesund,
ist ein Naturerlebnis,
ist in jedem Alter immer und fast
überall zu betreiben,
ist allein oder in Gemeinschaft schön,
erfordert keine besonderen Fertig-
keiten, Ausgaben oder Kenntnisse,
ist nach eigenen Bedürfnissen zu
betreiben und zu gestalten.
Sie können Radwandern, Kanuwan-
dern, Skiwandern, Wattwandern, Berg-
wandern. Oder versuchen Sie: Trek-
king, Walking, Climbing, Wogging.
Wandern Sie allein, im Verein, mit der
Familie, mit Freunden, mit dem Part-
ner. In der Freizeit, im Urlaub, am Wo-
chenende. Vor Ihrer Haustür, um die
Ecke, in den Bergen, oder im Wald.
Wandern ist buchstäblich grenzenlos.
jeder Zweite gibt an, regelmäßig zu wan- dern; nicht weniger als 40 % würden dies

jeder Zweite gibt an, regelmäßig zu wan- dern; nicht weniger als 40 % würden dies gern häufiger tun. Warum?

Über Stock und über Stein – Wandern ist Sport

Sport treiben heißt heutzutage nicht mehr nur schneller, weiter, höher. Sport treiben heißt auch, Spaß haben, sich er- holen und etwas für die Gesundheit tun.

haben, sich er- holen und etwas für die Gesundheit tun. Die richtigen Wanderschuhe müssen gut passen,

Die richtigen Wanderschuhe müssen gut passen, ein griffiges Profil haben und wasserdicht sein.

Im Frühtau zu Berge wir ziehn Aber nur, wenn wir richtig angezogen sind Allein, zu
Im Frühtau zu Berge wir ziehn
Aber nur, wenn wir richtig angezogen sind
Allein, zu zweit oder in der
Gruppe - was Sie brauchen,
ist die richtige Kleidung.
Es gilt die Devise: „Es gibt kein schlech-
tes Wetter, es gibt nur unzweckmäßige
Kleidung.“ Obgleich ein wenig in Verruf
geraten, sind eine Kniebundhose oder
eine Keilhose die zweckmäßigste Wan-
derkleidung. Hosen mit weiten Beinen
werden beim Wandern durch feuchte
Wiesen oder auch bei starkem Regen
sehr nass und schlagen dann um die
Beine. Das ist nicht nur sehr unange-
nehm, sondern führt auch leicht zu star-
ker Auskühlung. Die Oberbekleidung
sollte leicht und luftig sein. An kühlen
Tagen empfiehlt sich zusätz-
lich ein warmer Pullover,
den man gegebenenfalls
ausziehen kann. Bei steilen
Anstiegen oder auf an-
strengenden Wegab-
schnitten sollte man lie-
ber den Pullover oder
Auch ein paar
Strümpfe zum
Wechseln ge-
hören in den
Rucksack. Es ist
ratsam, neue Wan-
derschuhe erst auf kurzen
Strecken auszuprobieren, ehe
man sie bei längeren Wanderungen
anzieht. Ein Wanderrucksack ist jeder
Art von Tasche vorzuziehen, weil die
Hände frei bleiben und einseitige
Belastungen vermieden werden. Der
Rucksack sollte leicht sein und an den
Auflagestellen gepolstert. Zur Wander-
ausrüstung gehört auch noch ein Hut,
der vor Regen oder Sonne schützt.
Im Winter ist eine Mütze, die auch die
Ohren bedeckt, empfehlenswert. Ein
stabiler Wanderstock kann vor allem
für Auf- und Abstieg sehr nützlich
sein. Es gibt hier die unterschiedlich-
sten Ausführungen: vom traditionellen
Spazierstock über Skistöcke bis hin zu
Teleskopstöcken.
die Jacke ausziehen,
FOTO: DT. WANDERVERBAND
ehe sie völlig durch-
geschwitzt sind. Ein
Hemd zum Wech-
seln empfiehlt sich
Eine Wanderkarte
weist den Weg.
bei längeren Wande-
rungen immer, damit
man sich vor allem in
den Ruhepausen nicht unterkühlt. Bei
Regen kann man natürlich einen
Schirm benutzen. Auf Dauer ist das
Halten des Schirms, vor allem bei
starkem Wind, beschwerlich. Besser ist
deshalb ein Regenumhang bzw. ein
Poncho, der auch über den Rucksack
gezogen werden kann.
Von besonderer Bedeutung sind die
Wanderschuhe. Sie müssen ein griffiges
Profil haben, den Knöchel stützen und
wasserdicht sein. Letzteres ist besonders
wichtig, weil nasse Füße sehr schnell zu
Unterkühlung und damit eventuell zu
Erkältungen führen. Wenn man weiß,
dass die Schuhe nicht absolut wasser-
dicht sind, kann man bei zu erwar-
tendem Regenwetter eine Plastik-
tüte über die Strümpfe ziehen.
Ein Herzfrequenzmessgerät muss nicht
sein, ist aber nützlich. Wer zum
Beispiel wandert, um abzunehmen,
sollte verstärkt auf seinen Puls achten.
Im richtigen Pulsbereich kurbelt man
seinen Fettstoffwechsel effektiv an.
Nur: Ist der Pulsschlag zu hoch, findet
keine Fettverbrennung statt. Der
ideale Belastungspuls läßt sich folgen-
dermaßen errechnen: (220 minus Le-
bensalter) x 0,7 = optimaler Puls (zum
Beispiel: 220 – 40 = 180 x 0,7 = 126).
Mit modernen Herzfrequenzmessgerä-
ten können sogar persönliche Bela-
stungstests durchgeführt werden, so
dass man schon im Vorfeld dafür
Sorge tragen kann,
sich nicht zu
übernehmen.

Nicht zuletzt wird Sport auch um der lieben Figur willen getrieben. Auch in dieser Hinsicht ist das Wandern zu empfehlen. Beim schlichten Gehen verbraucht man pro Kilometer fast ebenso viel Energie wie beim zügigen Laufen! Der Energieverbrauch geht dabei einfach nur langsamer vor sich, was den Vorteil hat, dass die Pulsfrequenz nicht unnötig in extreme Höhen getrieben wird. Außerdem fördert das Betrachten einer schönen Landschaft das Gefühl der Entspannung und senkt den Blutdruck.

Gemeinsam auf Wanderschaft gehen

Zusammen wandern fördert die Freund- schaft. Das Nebeneinandergehen ist eine der unkompliziertesten Kommunikati- onsformen. Ohne zwanghafte Rituale kommt man ins Gespräch und kann sich wieder daraus lösen. Wenn Sie gern in Gesellschaft sind, bietet sich die Mit- gliedschaft in einer der vielen Wander- gruppen an. Hier werden organisierte Wanderungen für einen Tag oder für mehrere Wochen angeboten. Sie können Ferienwanderungen mit ausgebildeten Wanderführern machen, von Wander- karten und Wanderwegen und Wander-

heimen profitieren, und sich aktiv am Naturschutz beteiligen. Bei all Ihren Ak- tivitäten genießen Sie einen umfassen- den Versicherungsschutz, der bereits im

Mitgliedsbeitrag

Fortsetzung auf Seite 16

der bereits im Mitgliedsbeitrag Fortsetzung auf Seite 16 FOTOS AUF DEN SEITEN 14 UND 15: PHOTODISC
der bereits im Mitgliedsbeitrag Fortsetzung auf Seite 16 FOTOS AUF DEN SEITEN 14 UND 15: PHOTODISC
enthalten ist. Für Kinder und Jugend- liche werden Zeltlager, Freizeiten und Erlebniswanderungen angeboten. Die großen

enthalten ist. Für Kinder und Jugend- liche werden Zeltlager, Freizeiten und Erlebniswanderungen angeboten. Die großen Wandervereinigungen, wie der Alpenverein und der Verband deutscher Gebirgs- und Wandervereine, bestehen aus vielen kleinen regionalen Vereinen – auch in Ihrer Nähe. Hier können Sie In- formationen erhalten und nette Mitwan- derer kennen lernen.

Aller Anfang ist schwer

Übernehmen Sie sich am Anfang nicht. Ein Anfänger sollte nicht gleich mit einer 20-km-Wanderung beginnen. Trai- nieren Sie sich erst einmal mit kürzeren Wanderungen über 5 bis 10 Kilometer etwas Kondition an. Wandern ist zeitauf- wendiger als andere Sportarten. Mit Hilfe von Wanderführern lässt sich die unge- fähre Dauer einer Tour gut abschätzen. Allerdings können Unwetter oder uner- wartete Probleme mit dem Gelände zu Verzögerungen führen. Grundsätzlich benötigt man für fünf Kilometer ohne Steigung circa eine Stunde. In der glei- chen Zeit bewältigt ein Durchschnitts- wanderer ungefähr 400 Höhenmeter bergauf und 800 Höhenmeter bergab.

Am Anfang Ihres Vorhabens sollte natür- lich die Sichtung von Literatur über die am Weg zu erwartenden botanischen, ge- ologischen oder architektonischen Se- henswürdigkeiten im ausgewählten Wan- dergebiet stehen. Dann werden Karten hinzugezogen, um die Wanderstrecke festzulegen. Am besten eignen sich topo- grafische Karten im Maßstab 1 : 50.000, möglichst mit eingezeichneten Wander- wegen. Auch Wanderkarten sind sehr brauchbar; achten Sie jedoch darauf, dass sie möglichst mit Höhenlinien versehen sind, damit Sie die Schwierigkeiten und Belastungen abschätzen können. Auch über den Zustand der Wege sollten Sie sich im Vorfeld erkundigen. Hier helfen Fremdenverkehrsämter weiter. Bedenken Sie auch die Uhrzeit, damit Sie nicht in die Dunkelheit geraten. Informie- ren Sie sich über das zu erwartende Wet- ter, und beachten Sie dabei das Tempera- turgefälle, wenn Sie in den Bergen wan- dern möchten. Pro 100 Höhenmeter nimmt die Lufttemperatur um ein Grad Celsius ab. Gerade in den Bergen kann das Wetter von einem Moment auf den anderen umschlagen. Wolken, Regen und Wind können zu drastischen Temperatur- stürzen führen.

„Viel Steine gabs und wenig Brot “ Die richtige Verpflegung schafft Abhilfe.

Wenn Sie planen, in einer Hütte einzu- kehren, erkundigen Sie sich vorher, ob sie geöffnet ist. Die meisten Hütten sind nur in bestimmten Monaten (Juni bis Sep- tember) geöffnet und haben unterschied- liche Ruhetage. Bei mehrtägigen Touren ist zudem eine Reservierung ratsam. Der Deutsche Alpenverein oder die örtlichen Verkehrsämter können Sie informieren. Bei der Verpflegung spielen die Getränke eine herausragende Rolle. Entgegen alten Regeln, beim Wandern nicht so viel zu trinken, ist es nach neuen Erkenntnissen besser, den Flüssigkeitsverlust beim Wan- dern sofort auszugleichen und lieber et- was zu viel als zu wenig zu trinken. Am besten eignen sich Tees, Fruchtsäfte oder sogenannte „stille Wässer“ ohne Koh- lensäure. Bei einer sechs- bis achtstündi- gen Wanderung brauchen Sie zwei bis vier Liter Flüssigkeit. Eine leichte Wasser- flasche aus Aluminium oder Plastik sollte mindestens 0,75 Liter fassen. Von alkoho- lischen Getränken auf Wanderungen ist natürlich abzuraten. Für die Verpflegung

unterwegs eignen sich Obst, Müsliriegel oder auch belegte Brote. Man sollte aller- dings unterwegs nicht zu viel essen – das erschwert das Wandern.

INFO/BERATUNG Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V. Wilhelmshöher Allee 157–159 34121 Kassel Tel.: 05
INFO/BERATUNG
Verband Deutscher Gebirgs- und
Wandervereine e. V.
Wilhelmshöher Allee 157–159
34121 Kassel
Tel.: 05 61/9 38 73–0
Fax: 05 61/9 38 73 10
E-Mail: dt.wanderverband@t-online.de
Internet: home.t-online.de/home/
dt.wanderverband/
Die Preise für eine Mitgliedschaft
bewegen sich zwischen 30,— und
40,— DM pro Mitglied.
Deutscher Alpenverein e. V.
Von-Kahr-Straße 2–4
80997 München
Tel.: 0 89/1 40 03–0
Fax: 0 89/1 40 03–11
E-Mail: info@alpenverein.de
Internet: http://www.alpenverein.de
MEDICOM-TIPP Tipps für eine gelungene Wanderung Aufwärmen! Preschen Sie nicht gleich im Höchsttempo zum Gipfel,
MEDICOM-TIPP
Tipps für eine gelungene Wanderung
Aufwärmen!
Preschen Sie nicht gleich im Höchsttempo zum Gipfel, sonst
wird Ihnen schnell die Puste ausgehen. Fangen Sie langsam
an, sich „einzugehen“. Dafür reicht bei normalem Wetter etwa
eine Viertelstunde. Ist es kalt, sind 30 Minuten zu empfehlen.
Gleichmäßiges Schritt-Tempo
Passen Sie Ihre Gehgeschwindigkeit dem Gelände an, und er-
lauben Sie sich nach anstrengenden Strecken eine Pause.
Auskühlung vermeiden!
Mit Schwitzen wird die Körpertemperatur stabil gehalten. Sie
sollten weder frieren noch stark schwitzen. Schützen Sie des-
halb den nass geschwitzten Körper vor Kälte, und wechseln
Sie gegebenenfalls die Kleidung.
Vergessen Sie das Trinken nicht.
Legen Sie genügend Pausen ein.
Faustregel: alle zwei Stunden 20 bis 30 Minuten.
Nicht die markierten Pfade verlassen.
Erstens schützen Sie damit die Natur, und zweitens verringern
Sie damit das Risiko, sich zu verirren oder sich zu verletzen.
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INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

Nicht alles ist Gold, was glänzt

Mit schöner Regelmäßigkeit tauchen pro Jahr auf den Werbeseiten von Zeitungen und Zeitschriften 2 bis 3 neue Substanzen auf, denen von den Anbietern fantastische Eigenschaften zugeschrieben werden. Wir beob- achten diese Entwicklung natürlich seit geraumer Zeit und halten es für angebracht, Sie – unsere Kunden – über den wissenschaftlichen Hinter- grund dieser Substanzen und Präparate zu unterrichten. Unsere Mitbewer- ber mögen uns verzeihen, doch wir möchten, dass unsere Kunden mit diesem wissenschaftlich überprüfbaren Wissen in der Hand selbst entscheiden können, ob sie den Aussagen zu besagten Präparaten Glau- ben schenken wollen oder nicht.

Damit Sie immer schnell und kompetent informiert sind, wollen wir Ihnen mit die- sem Merkblatt mitteilen, welche Produkte aus ernährungswissenschaftlicher Sicht unsinnig sind. Wir möchten Ihnen die wissenschaftlichen Hintergründe für die Entscheidung von MEDICOM mitteilen, bestimmte Produkte nicht zu verkaufen. Denn eines ist sicher: Qualität und Kun- denzufriedenheit sind unser oberstes Ziel.

Glutathion

G lutathion ist eine Eiweißverbindung, die der Körper aus drei Aminosäuren

herstellt. Es ist Bestandteil der Glutathi- on-Peroxidase, eines Enzyms, das zur

Entgiftung des Körpers von freien Radikalen notwendig ist. Allerdings gibt es keine ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, dass die zusätzliche Ga- be von Glutathion zu einer erhöhten Aktivität des Enzyms führt. Das heißt, durch die Einnahme von Glutathion wird der Schutz vor freien Radikalen nicht verbessert. Die Glutathion-Peroxidase ist allerdings ein selenabhängiges Enzym, sodass es besser ist, dem Körper für eine aus- reichend hohe Enzymaktivität genü- gend Selen zur Verfügung zu stellen. In neuester Zeit versuchen jedoch be- stimmte Hersteller, Glutathion als wissenschaftliche Neuentdeckung an- zupreisen — was es nicht ist. Denn die körpereigene Eiweißverbindung ist der Ernährungswissenschaft schon sehr lange bekannt. Auch die Versprechungen zu den Eigenschaften von Glutathion sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar.

Kombuchá

K ombuchá wird auch als Teepilz, japa- nischer Teepilz, China-Pilz oder Kom-

buchá-Pilz bezeichnet. Es handelt sich um eine Symbiose von Bakterien mit säure- beständigen Hefen. Stäbchenbakterien bilden die Gallerte, in die Hefezellen ein- gelagert sind. Dem Tee werden gesund- heitsfördernde Eigenschaften nachgesagt,

M EDICOM bietet Ihnen nur wirklich sinnvolle, wissen-

schaftlich geprüfte Produkte. Denn wir scheuen weder Kosten noch Mühen, um unserem Motto „Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ gerecht zu werden. Nobilin Q 10 ist beispielsweise die erste und bislang einzige Nahrungsergänzung, die das Prüfsiegel des Instituts Fresenius tragen darf. In einem nicht nur lang- wierigen, sondern auch sehr kost- spieligen Verfahren wird jede Liefe- rung von Nobilin Q 10 vom Institut Fresenius überprüft und analysiert. Bei MEDICOM erhalten Sie eben nur Arzneimittel und Nahrungsergän- zungen, die einen wesentlichen Bei- trag zu Ihrer Gesundheit leisten kön-

nen. Und das in bester Qualität zu einem vernünftigen Preis. Denn wir wollen, dass Gesundheit keine Frage des Geldes ist. Vielleicht haben Sie sich aber auch schon einmal gefragt, war-

um es bei MEDICOM bestimmte Produkte nicht gibt. Warum bietet MEDICOM zum Beispiel keine Apfelessig-Kapseln an? Wo man doch immer wieder liest, dass damit angeblich wahre Wunder erreicht werden sollen. Die Antwort ist ganz ein- fach und liegt in unserer Firmenphiloso- phie begründet: Bei MEDICOM erhalten Sie nur Produkte mit nachgewiesener und plausibler Wirkung. Und keine

FOTO: WDV
FOTO: WDV

Sinnvoll oder nutzlos? Viele Präparate halten nicht, was sie versprechen.

teuren „Wundermittel“, die in Wirklichkeit gar keinen Nutzen bringen. Genau zu diesen gehören leider auch die viel geprie- senen Apfelessig-Kapseln. Doch nicht alles, was von anderen Herstellern angeboten wird, ist unsinnig und nutzlos. Aber oftmals gibt es ein- fach bessere Alternativen, die qualitativ hochwertiger sind. So finden Sie bei MEDICOM statt Nachtkerzen- oder Schwarzkümmelöl das wesentlich wert- vollere Borretsch-Öl, das einen weitaus höheren Anteil an Gamma-Linolensäuren aufweist als die beiden anderen Öle.

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MEDICOM informiert

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert die auf Stoffwechselprodukte durch die leichte Gärung des

die auf Stoffwechselprodukte durch die leichte Gärung des Teeaufgusses zurück- geführt werden. Es handelt sich dabei vor allem um organische Säuren wie Glucu- ronsäure, Milchsäure, Essigsäure sowie verschiedene Vitamine, außerdem auch Ethanol und Kohlendioxid. Die enthaltenen Säuren entstehen auch im menschlichen Stoffwechsel und wer- den außerdem mit Lebensmitteln wie Jo- ghurt und anderen fermentierten Produk- ten aufgenommen. Vitamine enthält der Tee nur in geringer und nicht definierter Menge. Die gesundheitsfördernde Wir- kung des Tees soll schon im Jahre 414 n. Chr. durch den koreanischen Arzt Kombu bei der Behandlung des japani- schen Kaisers Inkyo genutzt worden sein. Allerdings sind solche Wirkungen wissen- schaftlich nie belegt worden. Ähnlich wie andere energiehaltige Getränke mit Koh- lenhydraten und etwas Kohlensäure hat Kombuchá sicher eine erfrischende Wir- kung. Als gezielte Nahrungsergänzung zur Verbesserung der Gesundheit scheint er jedoch wenig geeignet.

Apfelessig

D as am weitesten verbreitete und am besten beworbene Mittel des Schlank-

heitsmarktes. Zahlreiche Versprechungen preisen Apfelessig und Apfelessig-Kapseln als das Wundermittel schlechthin an. So hart es für einige Leser klingen mag, aus wissenschaftlicher Sicht ist die schlank- machende Wirkung von Apfelessig leider frei erfunden, und wissenschaftlich ist sie in physiologischer Hinsicht absolut nicht nachvollziehbar. Wenn Apfelessig mit viel

Wasser aufgenommen wird, ist allenfalls durch die hohe Flüssigkeitszufuhr eine leicht appetithemmende, weil sättigende

Wirkung möglich. Die Apfelessig-Kapseln sind in dieser Hinsicht erst recht völlig nutzlos. Auch die angeblichen positiven Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, die Arteriosklerose-Vorbeugung und die säubernde Wirkung auf Gefäße sind wissenschaftlich absolut nicht haltbar. Die Säure, die angeblich wie ein Ent- kalker die Gefäße reinigen soll, kommt als solche gar nicht im Blut an. Wie auch die Magensäure wird sie bereits beim Eintritt des Nahrungsbreis in den Dünndarm durch Sekrete der Bauchspeicheldrüse neutralisiert. Denn der Körper verfügt über effektive Puffersysteme, die einer zu hohen Säurekonzentration vorbeugen. Auch die Hinweise auf den Vitamin-, Mi- neralstoff- und Ballaststoffgehalt von Ap- felessig oder Apfelessig-Kapseln sind irre- führend, weil im Vergleich zum ganzen Apfel hier nur noch geringe Spuren der Vitalstoffe enthalten sind. Sogar die ge- priesene verdauungsfördernde Wirkung von verdünntem Apfelessig am Morgen ist ebenso gut durch Wasser oder ein Wasser-Saft-Gemisch zu erzielen.

Obst- und Gemüsekonzentrate

I n den Werbeaussagen zu solchen Kon- zentraten versuchen einige Hersteller den Anschein zu erwecken, als könnten diese Produkte es ersetzen, viel Obst und Gemüse zu verzehren. Die Wahrheit ist al- lerdings, dass man seinem Körper pro Kapsel nur eine verschwindend geringe Menge an Obst beziehungsweise Gemüse zuführt. Darüber hinaus verlieren die Konzentrate bei ihrer Herstellung große Mengen der wertgebenden Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spuren- elemente. Nicht umsonst führt kein Her- steller die tatsächliche Menge an Vitami-

nen, sekundären Pflanzenstoffen oder Mi- neralien auf den Packungen an. Auch die Anmerkung, diese Kapseln enthielten Bal- laststoffe, ist fast eine Frechheit, denn der Ballaststoffanteil der Kapseln ist so ge- ring, dass eine einzige Weintraube bereits ballaststoffreicher ist.

Carnitin

B ei Carnitin handelt es sich um eine Aminosäure. Sie wird vom Körper in

ausreichender Menge hergestellt. Aus- gangsstoffe für die Bildung von Carnitin sind zwei andere Aminosäuren. Aufgabe des Carnitins im menschlichen Körper ist, die Nahrungsfette in die Mitochondrien, die „Kraftwerke der Zellen“, zu schleusen, wo die Fette dann verbraucht werden. Carnitin wird hierbei jedoch nicht zer- stört, sondern es kann immer wieder ge- nutzt werden. Der menschliche Körper nimmt Carnitin über die Nahrung auf, denn es ist in großen Mengen in tieri-

schen Lebensmitteln wie Rindfleisch ent- halten. Die durchschnittliche Carnitinzu- fuhr mit der Nahrung liegt bei 32 mg pro Tag, die Eigenherstellung macht etwa 16 mg pro Tag aus. Die Anbieter von Carni- tin-Kapseln erwecken in ihrer Werbung häufig den Eindruck, eine zusätzliche Carnitingabe könne den Fettsäuretrans- port und damit den Verbrauch der Nah- rungsfette steigern. Auf diese Weise soll Carnitin als Schlankheitsmittel wirken beziehungsweise seine Einnahme soll beim Sport leistungsfördernd sein.

Dehydroepiandrosteron (DHEA)

B ei DHEA handelt es sich um ein Hor- mon. Eine Vorstufe dieses Hormons

ist Cholesterin. DHEA entsteht als Zwi- schenprodukt bei der Bildung der männ- lichen und der weiblichen Sexualhormo- ne Testosteron und Östradiol. DHEA ist weder als Nahrungsergänzungsmittel noch als Arzneimittel in Deutschland zu- gelassen. Dennoch wird es aus dem Aus- land angeboten — und meist als Wunder- hormon angepriesen. Die Einnahme soll die Entstehung fast aller typischen Erkrankungen, die im höheren Lebensalter auftreten, unterbin- den. Besonders herausgehoben werden die angeblichen Wirkungen gegen Alzheimer, Osteoporose, Diabetes oder auch Multiple

WISSENSWERT Apfel und Apfelessig im Vergleich (ein mittelgroßer) (zwei Teelöffel) Apfel Apfelessig Protein 0,44
WISSENSWERT
Apfel und Apfelessig
im Vergleich
(ein mittelgroßer)
(zwei Teelöffel)
Apfel
Apfelessig
Protein
0,44 g
0,0 g
Gehalt eines mittelgroßen Ap-
fels im Vergleich zu zwei Teelöf-
feln Obstessig
Ballaststoffe
2,63 g
0,0 g
Calcium
9,23 mg
0,6 mg
Eisen
0,62 mg
0,06 mg
Quelle: Souci-Fachmann-Kraut: Die
Zusammensetzung der Lebensmit-
tel; Nährwerttabellen, med-
pharm GmbH Scientific
Publishers, Stuttgart
Natrium
3,9 mg
0,1 mg
Kalium
187,2 mg
10 mg
Fluor
8,58 µg
2
µg
Jod
1,40 µg
0,1 µg
(1994)
ß-Carotin
34 µg
1
µg
Vitamin C
15,6 mg
0,0 mg
Folsäure
15,6 µg
0,0 µg
18 MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000
GRAFIK: DPNY

Sklerose. Damit aber nicht genug: DHEA soll auch das Wohlbefinden, die Lei-

stungsfähigkeit sowie das Konzentrati- onsvermögen steigern und zu guter Letzt wird auch noch ein Lustgewinn in der Liebe versprochen. Tatsächlich sind die Aussagen der Anbieter nicht ausreichend

MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert Anzeige erforscht. Die vorliegenden Studien
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erforscht. Die vorliegenden Studien konnten die angepriesenen Wirkungen nicht beweisen. Zudem sind auch die Ri- siken bei längerer Einnahme von DHEA noch völlig unbekannt. In jedem Fall sind die möglichen Gefahren einer Einnahme höher einzuschätzen als der Nutzen. Denkbar ist jedoch, dass hormonabhängi- ge Tumorarten, wie Brust- oder Prostata- krebs, durch die Gabe von DHEA zum Wachstum angeregt werden.

Schlankheitsmittel

A ls Schlankheitsmittel werden die ver- schiedensten Produkte angeboten. In

den meisten Fällen handelt es sich leider auch hier nur um leere Versprechungen. So zum Beispiel bei einem Arzneimittel, das in Anzeigen als die Tablette, die Fett auflöst, angepriesen wird. Das Medika- ment enthält tatsächlich ein fettspalten- des Enzym, doch bedeutet das nicht, dass man bei Einnahme der Tabletten automa- tisch abnimmt. Denn aus wissenschaftli- cher Sicht kann ein solches Enzym allen- falls die Fettaufnahme erhöhen, da es die Aufspaltung des Fettes im Verdauungs- trakt fördert; es kann aber auf keinen Fall zur Gewichtsabnahme führen. Die Steuerung des Stoffwechselvor- gangs „Fett abbauen“ oder „Fett anlegen“ liegt nicht in der Hand dieses Enzyms. Denn ein Enzym ist lediglich ein Werk- zeug. Das ist so, als würde man Ihnen versprechen: Je mehr Schraubenzieher Sie kaufen, desto leichter werden sich Ihre Schrauben lösen lassen. Auch die in vielen Illustrierten bewor- benen Zitronenkapseln, Apfelessigkapseln und andere den Verbraucher täuschende Mittelchen entbehren jeder wissenschaft- lichen Grundlage und schmälern nur den Geldbeutel des Verbrauchers, aber leider nicht seine Problemzonen. Obwohl viele Verbraucherverbände und andere Institutionen gegen solche Produkte vorgehen, um die haarsträu- benden Werbeaussagen zu unterbinden, sprießen täglich neue Anzeigen für ähn- liche Produkte wie Pilze aus dem Boden. Die Vertreiber solcher Mittel kalkulieren ein Verbot des Produktes bereits bei dessen Erstellung ein, wissend, dass die Mühlen des Gesetzes langsam mahlen und sie in der Zwischenzeit mit ihren überteuerten Produkten hohe Gewinne machen können. Es schert diese Anbieter natürlich nicht, dass die gesamte Branche, unter solchen Praktiken leidet und Nah- rungsergänzungs-Präparate insgesamt in Verruf gebracht werden. Die Anbieter von zweifelhaften Präparaten sind nicht am

Wohle des Kunden, sondern ausschließ- lich an der schnellen Mark interessiert. Letztlich sind Abführmittel, Enzyme oder Appetitzügler auch keine Lösung zur Gewichtsabnahme. Hierzu ist eine Verminderung der Energiezufuhr uner- lässlich – Aussicht auf einen anhaltenden Erfolg bietet eben nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Schlankheitsmittel können bei länge- rer Anwendung sogar gefährlich werden. Dies gilt insbesondere für Appetitzügler; aber auch Abführmittel können bei lang- fristiger Anwendung die Darmfunktion beeinträchtigen und Nährstoffdefi- zite hervorrufen. Besonders ärgerlich sind auch die Versprechungen eines Anbieters von so genannten Schlank- pflastern: „Schlank werden, ohne etwas dafür zu tun – einfach ein Pflaster auf- kleben, und die Pfunde schwinden wie im Schlaf.“ Sie können es sich sicher bereits denken: nichts als ein besonders dreistes Werbeversprechen. Und wissenschaftlich natürlich völlig unhaltbarer Unsinn. Es ist leider nicht ganz so einfach, über- flüssige Pfunde zu verlieren, sonst gäbe es sicher längst keine übergewichtigen Menschen mehr. Wenn Ihnen Anzeigen auffallen, in denen Produkte beworben werden, mit denen Sie angeblich einen unglaublich schnellen Gewichtsverlust erzielen können, dann ist Vorsicht gebo- ten. Auch wenn Erfolgsberichte oder die üblichen „Vorher-nachher-Bilder“ einge- setzt werden, sollten Sie einem solchen Produkt sehr kritisch gegenüberstehen. Eine weitere Tatsache, die Sie stutzig ma- chen sollte, ist die Angabe einer auslän- dischen Telefonnummer. Und auch wenn ein Herr mit weißem Kittel offensichtlich den Eindruck er- wecken soll, ein Arzt stehe dahinter, ist Vorsicht geboten. Denn es ist laut Wett- bewerbsrecht verboten, für Nahrungser- gänzungs-Präparate und Arzneimittel mit Medizinern zu werben. Meist sind die Abgebildeten auch keine Ärzte, denn oft tritt derselbe „Arzt“ in verschiedenen An- zeigen mit unterschiedlichen Namen auf.

Wer abnehmen will, sollte seine Er- nährung umstellen. Da Fett der Haupt- energieträger unserer Nahrung ist, sollte in erster Linie Fett eingespart werden. Sie sollten nicht nur auf das Fett bei der Zubereitung der Mahlzeiten, sondern auch auf den natürlichen Fettgehalt der Lebens- mittel achten. Wir raten zum Austausch von fettreichen Milchprodukten und Wurstwaren gegen fettarme Varianten. Wir empfehlen eine kohlenhydratreiche

Kost mit viel Gemüse und Obst sowie Vollkorngetreideprodukten. Kalorienreiche Lebensmittel wie Alkohol und Süßigkeiten sollten möglichst gemieden werden.

FOTO: PHOTODISC
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Nur durch dauerhafte Ernährungsumstellung nimmt man wirklich ab.

Melatonin

D as Hormon Melatonin darf in Deutsch- land wegen seiner unkalkulierbaren

Wirkungen nicht als Nahrungsergän- zungsmittel verkauft werden. Dennoch bieten dubiose Firmen dieses Hormon über ausländische Telefonnummern an. Es handelt sich bei Melatonin um einen Abkömmling der Aminosäure Trypto- phan, der im Gehirn gebildet wird. Melatonin wird häufig als Wunder- hormon gegen Alterserscheinungen und zur Vorbeugung bzw. Behandlung diver- ser Erkrankungen angepriesen. Außerdem soll es auch antioxidative Eigenschaften besitzen, also auch zur Abwehr freier Ra- dikale beitragen. Selbst Schlankheitskuren sollen unterstützt werden können, selbst Depressionen und AIDS sollen mit Mela- tonin zu behandeln sein. Hierbei handelt es sich jedoch um wildeste Spekulationen. Es sind keinerlei wissenschaftliche Belege für diese Behauptungen vorhanden. Bekannt wurde Melatonin vor allem dadurch, dass es den Tag-Nacht-Rhyth- mus des Menschen beeinflusst und daher die negativen Erscheinungen eines Jetlags mildern könnte. Beim Jetlag liegt eine Störung der biologischen Uhr vor, die häufig nach Fernreisen über unterschied- liche Zeitzonen hinweg auftritt. Melato- ningaben sollen darüber hinweghelfen und zur Förderung des Schlafes beitragen. Tatsache ist, dass Melatonin bereits in sehr geringen Mengen zu gravierenden Stoffwechseländerungen führen kann und in jedem Fall als Arzneimittel einzustufen ist. Schädigungen können nicht ausge- schlossen werden. Außerdem können die Wirkungen auf die biologische Uhr des Menschen zu Beeinträchtigungen der Re- aktionsfähigkeit und damit beispielsweise auch der Fahrtüchtigkeit führen. Da Mela- tonin bei Einnahme durch Schwangere

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MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert Und es wirkt doch … Der wundersame Placebo-Effekt N
Und es wirkt doch … Der wundersame Placebo-Effekt N atürlich kann es sein, dass die
Und es wirkt doch …
Der wundersame Placebo-Effekt
N atürlich kann es sein, dass die ver-
sprochenen Wirkungen einiger
Produkte hin und wieder tatsächlich
auftreten, auch wenn das aus wissen-
schaftlicher Sicht nicht möglich ist.
Wie kommt das? In diesem Fall han-
delt es sich um den so genannten „Pla-
cebo-Effekt“. Das heißt, der Glaube an
die helfenden Eigenschaften eines
Präparates ist so groß, dass allein die-
ser Glaube ungeahnte Kräfte im Körper
des Betreffenden mobilisiert – auch
wenn das angebliche Wundermittel
völlig unbrauchbar ist.
Viele werden jetzt vielleicht den-
ken, dass es keine Rolle spielt, auf wel-
che Art und Weise eine Wirkung er-
zielt wird; Hauptsache ist doch, dass sie
erzielt wird. Das ist so nicht ganz rich-
tig, denn wenn einem Menschen ein
Präparat aufgrund des Placebo-Effek-
tes hilft, dann liegt das nicht an der
Substanz des betreffenden Mittels –
sondern: Dieser Mensch hat sich durch
seinen Glauben an dieses Produkt qua-
si selbst geheilt. Weitere Personen, die
von diesem Erfolg beeindruckt sind,
werden sich das Wundermittel sicher
ebenfalls kaufen. Doch ob auch sie Er-
folg haben, hängt nicht vom Präparat
ab, sondern von der Fähigkeit der be-
treffenden Menschen, an die Wirkung
glauben zu können. Dieser Vorgang ist
jedoch sehr individuell, und weder ist
er wissenschaftlich zu überprüfen,
noch ist damit ein Behandlungserfolg
zu garantieren.
Die Wirkung eines solchen Präpa-
rates liegt an der Person selbst und
nicht an der Wirksamkeit der Inhalts-
stoffe. Die Wirkung könnte also eben-
so gut mit schön verpackten Süßstoff-
Dragees erzielt werden.
Bei MEDICOM erhalten Sie nur Produk-
te mit nachgewiesener und plausibler
Wirkung. Und keine teuren „Wunder-
mittel“, die keinen Nutzen bringen. Die
Medicom Pharma AG bietet in ihren
Produkten Vitamine, Mineralstoffe und
andere hochwertige Inhaltsstoffe nur in
definierter Menge an. Wir sind der Auf-
fassung, der Verbraucher sollte an Hand
der Mengenangaben nachvollziehen
können, welche gesundheitsfördernden
Substanzen und wie viel davon er mit
einem Vitalstoff-Präparat aufnimmt.

auch auf den Fötus übertragen wird, soll- ten während der Schwangerschaft keines- falls Melatoninpräparate eingenommen werden. Über die Auswirkungen auf die Kindesentwicklung liegen bisher keine Daten vor. Der Einsatz von Melatonin zu medizinischen Zwecken kann gerechtfer- tigt sein, darf jedoch grundsätzlich allein auf ärztliche Verordnung erfolgen.

Algenprodukte

M eeresalgen haben als Lebensmittel und wichtige Eiweißquelle im asia-

tischen Raum eine große Bedeutung. Komplett verzehrt, können Algen auch zur Ballaststoffzufuhr beitragen. Algen sind in der Lage, über ihre Oberfläche Mineralien aus dem Meerwasser aufzu- nehmen, daher weist die ganze Pflanze zum Teil hohe Gehalte an Spurenelemen- ten auf. Daher werden Algenprodukte wie Spirulina mit dem Verweis auf den Gehalt der Pflanze an Vitaminen und Mineralstoffen als besonders hochwertig beworben. Bei getrockneten Algenprodukten wie Spirulina-Tabletten ist der Ballaststoff-

gehalt jedoch nur noch sehr gering, und es kommt zu großen Schwankungen bei den Inhaltsstoffen. Es sind meist nur ge- ringe Mengen an Jod vorhanden. Darü- ber hinaus wird gern angegeben, dass sich Algen aufgrund hoher Gehalte an

B 12 als Nahrungsergänzung für

Vitamin

Veganer besonders eignen. Da die vega- ne Kostform ausschließlich pflanzlich orientiert ist und Vitamin B 12 nur in Le- bensmitteln tierischer Herkunft sowie in sehr geringer Konzentration in fermen- tierten Produkten enthalten ist, kann es bei jahrelanger veganer Ernährung zu ei- ner Unterversorgung kommen. Allerdings enthalten Algenprodukte, anders als von den Anbietern vielfach behauptet, prak- tisch ausschließlich unwirksame Formen des Vitamins, die zudem die Aufnahme und den Stoffwechsel von aktivem Vita- min B 12 blockieren können. Der Grund sind analytische Probleme, die dazu führen, dass aktive und inaktive Formen nur unzureichend differenziert werden können. Untersuchungen zeigen, dass verschiedene Produkte im Versuch mit Menschen keine Verbesserung der Vita- min-B 12 -Versorgung bewirkten, obwohl sie angeblich aktive Formen des Vita- mins enthielten. Als überflüssig und in der Menge völ- lig zu vernachlässigen sind die Ami- nosäuren in Algenprodukten einzustufen, die zum Teil ebenfalls ausgelobt werden. Im Vergleich mit Fleisch, Käse oder ande-

ren tierischen Produkten wird schnell klar, dass die Aminosäuremengen in Algen- produkten viel zu gering sind, um in irgendeiner Form Einfluss auf den Stoff- wechsel zu nehmen. Der Eiweißgehalt der Algen spielt in Deutschland bei unserer ohnehin zu hohen Eiweißaufnahme auch keine Rolle. Außerdem sollte man von hochwertigen Multi-Vitamin- oder Multi- Mineral-Präparaten auch erwarten kön- nen, dass sie zumindest die einfache Ta- gesempfehlung der Vitalstoffe enthalten. Besonders deutlich wird dieses Defizit ei- niger Algenprodukte am Beispiel der Fol- säure, die häufig nur zu einem Bruchteil der empfohlenen Dosis vorhanden ist. So liefert eine Chlorella-Algenart pro Portion unter 40 µg, obwohl die empfohlene Ta- gesdosierung bei 400 µg liegt. Dies ist in- sofern bedenklich, da die Folsäureversor- gung über die Nahrung ohnehin als kri- tisch gilt.

Pu-Erh-Tee-Kapseln

W erden seit geraumer Zeit als neues Wunderschlankheitsmittel ange-

priesen. Was ist aus wissenschaftlicher Sicht dazu zu sagen? Eine appetitzügeln- de Wirkung von Pu-Erh-Tee-Präparaten ist nie nachgewiesen worden. Als Fazit bleibt zu sagen, dass Kapseln mit Pu-Erh- Tee vor allen Dingen den Geldbeutel des Verbrauchers schlank machen. Eine Wir- kung ist weder nachweisbar noch plausi- bel. Denn die Pu-Erh-Tee-Kapseln können nicht mal mit der sättigenden Wirkung eines halben Liter Wassers konkurrieren.

Magnetbandagen

U m eine schnelle Mark zu machen, schrecken skrupellose Geschäftema-

cher wirklich vor nichts zurück. So wur- de in einer Anzeige eine Bandage bewor- ben, die 32 Magnete enthält, welche angeblich „die Schmerzen aus dem Kör- per ziehen“. Die Anzeige enthält außer- dem vermeintliche Erfolgsberichte von Betroffenen. Natürlich völliger Quatsch! Leider fallen immer wieder verzweifelte Menschen, die unter Schmerzen leiden, auf solche dubiosen Angebote herein. Und da es sehr viele Menschen gibt, die Gelenkbeschwerden haben und ständig mit Schmerzen kämpfen, greifen sie gern nach einem solchen Strohhalm, der Lin- derung verspricht. Deshalb gelingt es sol- chen unseriösen Anbietern meistens, ei- nen fetten Gewinn auf Kosten der Schmerzgeplagten einzustreichen. Spre- chen Sie lieber mit Ihrem Arzt, als sol- chen fragwürdigen Angeboten Vertrauen zu schenken.

20 MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000

DPNY

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Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

FOTO: LESTER LEFKOWITZ, INDEX

D er Schmerz beginnt in den Fingern und den Zehen, dann schmer-

zen die Knie, die Schultern und die Hüften. Die Entzündung zer- stört Gelenkhäute und Knorpel, ver- formt Gliedmaßen und raubt zum Schluss jede Beweglichkeit. Bei der

rheumatoiden Arthritis, im Volks- mund Rheuma genannt, richten sich die Zellen des Immunsystems gegen die eigenen Gelenke: Der Körper führt einen Kampf gegen sich selbst. Noch ist diese Krankheit unheilbar, doch die Rheumaforschung macht immer größere Fortschritte.

RheumaRheuma

neue neue Therapien Therapien lassen lassen

hoffen hoffen

– – WISSENSWERT Rheumafaktoren lassen sich im Blut nachweisen. Diagnostische Kriterien zur Fest- stellung der
WISSENSWERT Rheumafaktoren lassen sich im Blut nachweisen. Diagnostische Kriterien zur Fest- stellung der chronischen
WISSENSWERT
Rheumafaktoren lassen sich im Blut nachweisen.
Diagnostische Kriterien zur Fest-
stellung der chronischen Arthritis
Lassen sich 4 der 7 Kriterien feststellen,
kann der Arzt die Diagnose stellen.
Morgensteifigkeit der Gelenke
Die Morgensteifigkeit der betroffenen
Gelenke hält mindestens eine Stunde
an, bevor sich eine Besserung einstellt.
Entzündung in drei und mehr
Gelenken
Die betroffenen Gelenke sind ge-
schwollen, enthalten einen Erguss und
zeigen knöcherne Verdickungen um
die Gelenkregion.
Arthritis an Hand– und Fingerge-
lenken
Mindestens ein Gelenkbereich ist be-
troffen. Es liegen eine Schwellung und
ein Erguss in den Hand-, Finger- oder
Mittelgelenken vor.
Symmetrische Arthritis
Das komplementäre Gelenk zeigt den
gleichen Befund, das heißt, beide Hände
oder beide Kniegelenke sind betroffen.
Rheumaknoten
Über Knochenvorsprüngen an den
Streckseiten der Gelenke oder in Ge-
lenknähe lassen sich unter der Haut
Knoten tasten.
Rheumafaktor im Serum
Spezielle Blutuntersuchungen weisen
Rheumafaktoren im Blut nach.
Radiologische Veränderungen
Anhand einer Röntgenaufnahme las-
sen sich bei Erkrankungen typische
Veränderungen feststellen: gelenknahe
Entkalkung des Knochens und/oder
auch eine Schädigung des Knochens.
Dies sind die bis auf weiteres aktuellen
Kriterien für die Bestimmung der rheu-
matoiden Arthritis, herausgegeben von
der American Rheumatism Association
im Jahr 1988.
FOTO: PHOTODISC
Rheumatism Association im Jahr 1988. FOTO: PHOTODISC D ie rheumatische Arthritis, auch chro- nische

D ie rheumatische Arthritis, auch chro- nische Polyarthritis genannt, ist die

schlimmste der rheumatischen Erkran- kungen. Doch sie ist nur eine von rund 400 Krankheitsformen, die dem Oberbe- griff Rheuma zugeordnet werden, darun- ter auch die Gicht, die Osteoporose und der Tennisarm. Generell handelt es sich hierbei um schmerzhafte Erkrankungen der Muskeln und der Gelenke. Dazu gehören Krankheiten, denen eine Ent- zündung zugrunde liegt, wie der chroni- sche Gelenkrheumatismus oder das rheu- matische Fieber. Auch Abnutzungser- scheinungen wie Arthrosen, Bindege- webserkrankungen und schmerzhafte Be- schwerden an den „weichen“, nicht- knöchernen Teilen des Bewegungssystems gehören zu den rheumatischen Erkran- kungen. Am häufigsten sind Gelenker- krankungen infolge von Verschleiß (Arth- rosen) und Erkrankungen der Weichteile. Fast jeder Mensch hat einmal im Leben vorübergehend weichteilrheumatische Beschwerden, wie den Tennisarm und fast jeder bekommt im Alter mehr oder weniger ausgeprägte Arthrosen. Seltener, allerdings um so schwerwiegender, sind chronische entzündliche Krankheiten wie die chronische Polyarthritis.

Noch ist unklar, wo die Ursachen für Autoimmunerkrankungen wie die chro- nische Polyarthritis zu finden sind; es wird jedoch von einer erblichen Disposi- tion ausgegangen.

Obgleich Rheumakranke Wärme als wohl- tuend empfinden, heißt das nicht, dass Rheuma nur in klimatisch kalten und feuchten Gebieten auftritt. Die Krankheit ist über die ganze Welt verbreitet.

Ein Leben mit Schmerzen:

chronische Polyarthritis

Rheuma ist bislang unheilbar. Daher ha- ben Menschen, die unter Rheuma und insbesondere unter der chronischen Po- lyarthritis leiden, eine schwere Aufgabe zu bewältigen: Sie müssen ihre Krankheit akzeptieren und ihr Leben lang mit den Schmerzen zurechtkommen. Doch nicht jedem Patienten droht eine schwere Be- hinderung. Nur im seltensten Fall endet die Krankheit im Rollstuhl. In jedem Fall kann auch eine ungünstig verlaufende Krankheit durch eine konstante, systema- tische Behandlung zurückgedrängt wer- den, und die gefürchteten Behinderungen können eingeschränkt werden. Der Krankheitsverlauf ist sehr wechsel- haft und nicht immer sehr heftig. Manchmal gibt es jahrelange Pausen, in denen kaum Beschwerden auftreten. An- dererseits kann es plötzlich zu einer Zu- nahme der Krankheitsaktivität über eine Dauer von mehreren Monaten kommen. Schwellungen, Schmerzen und Steifig- keit nehmen dann wieder zu. Diesen Vor- gang nennt man einen „Schub“.

Die chronische Polyarthritis betrifft am häufigsten Menschen zwischen 25 und 50 Jahren; Frauen trifft es dreimal häu- figer als Männer. Den bundesweit etwa 800 000 erkrankten Menschen verordnen Ärzte bisher Medikamente, die Schmer- zen dämpfen, das Immunsystem blockie- ren und Entzündungen hemmen. In be- sonders schweren Fällen entfernen Ope- rateure Gelenkhäute oder implantieren Kunstgelenke.

Die Ärzte kombinieren die herkömmli- chen Mittel inzwischen jedoch weit effek- tiver als früher, und neue Medikamente zeigen bei Klinikversuchen bereits er-

staunliche Erfolge.

Fortsetzung auf Seite 24

FOTO: ARCHIV DR. HAGEMANN
FOTO: ARCHIV DR. HAGEMANN

Röntgenbilder von den Füßen eines fast gehunfähigen Rheumakranken. Hier ist ein rheumachirurgischer Eingriff notwendig.

FOTO: ARCHIV DR. HAGEMANN
FOTO: ARCHIV DR. HAGEMANN

Die gleichen Füße nach den Operationen. Der Patient kann wieder fast schmerzfrei gehen.

Rheuma–Rheuma–

neue Therapien lassen hoffen

Autoimmunkrankheit - was ist das?

Heute weiß man, dass die rheumathoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, eine Autoimmunkrankheit ist. Das Immunsystem identifiziert körperei- gene Strukturen fälschlicherweise als „fremd“ und versucht, diese zu beseiti- gen. Dieser Versuch führt meist zu einer entzündlichen Reaktion an den als fremd ermittelten körpereigenen Strukturen. Die Krankheiten, die durch solche gegen körpereigenes Gewebe gerichteten Ab- wehrreaktionen des Immunsystems (Ent- zündungen) gekennzeichnet sind, nennt man Autoimmunkrankheiten.

Noch sind die Ursachen für diese Fehlre- aktionen des Immunsystems unbekannt.

Rheuma und Seele

Wie bei jeder anderen Krankheit auch, hat die seelische Verfassung einen großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Dass psychische Belastungen allein Auslöser einer entzündlichen rheumatischen Krankheit wie der chronischen Polyar- thritis sind, wird nicht angenommen. Aber:

Ängste, Stress und Ärger können, zu- sammen mit körperlichen Ursachen, die rheumatische Erkrankung auslösen oder einen neuen Schub einer bestehenden rheumatischen Erkrankung verursachen. rheumatische Erkrankung auslösen oder einen neuen Schub einer bestehenden rheumatischen Erkrankung verursachen.

Die Fähigkeit eines Menschen, mit chronischen Schmerzen zu leben, kann durch seelische Belastungen beeinträch- tigt werden. Nicht nur der Schmerzreizeiner bestehenden rheumatischen Erkrankung verursachen. beeinflusst die Schmerzwahrnehmung. Die Gesellschaft von

beeinflusst die Schmerzwahrnehmung. Die Gesellschaft von Freunden kann, wie die Ablenkung durch interessante Hob- bys, den Schmerz in den Hintergrund treten lassen. Umgekehrt gilt das Glei- che. In trauriger Stimmung und in unan- genehmen Situationen wird der Schmerz viel stärker gespürt.

Eine chronische rheumatische Erkran- kung ist eine schwere seelische Belastung.

Selbstverständlich sollte auch ein kör- perlich gesunder Mensch seelisch ausge- glichen leben. Gute Freunde, Spaß an der Arbeit und in der Freizeit – wer wünscht sich das nicht?

Für den Rheumakranken ist es jedoch besonders wichtig, im seelischen Gleich- gewicht zu sein. Wenn das Gleichge- wicht dauerhaft gestört ist, sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Auch bei der Schmerzbewältigung kann geholfen werden. In Rehabilitationsklini- ken, bei der Rheumaliga und in Akutkli- niken für Rheumapatienten gibt es Ange- bote wie „Schmerzbewältigungstraining“ oder „Schmerzkontrolltraining“.

oder „Schmerzkontrolltraining“. Wo die Krankheit am häufigsten zuschlägt Kiefer 20%
Wo die Krankheit am häufigsten zuschlägt Kiefer 20% Nacken 44% Schulter 70% Ellenbogen 60% Rheumatismus
Wo die Krankheit
am häufigsten zuschlägt
Kiefer 20%
Nacken 44%
Schulter 70%
Ellenbogen 60%
Rheumatismus bedeu-
tet „fließender
Schmerz“ und kann
viele Gelenke gleich-
zeitig befallen. Fast
jeder Rheumakranke
leidet unter geschwol-
lenen Finger- und
Handgelenken.
Zwei Drittel der Be-
troffenen haben rheu-
matische Beschwerden
im Knie- oder im
Schulterbereich.
Hüfte 31%
Handgelenk 90%
Finger 80%
Erkrankungsalter bei
rheumatoider Arthritis
15 %
Knie 80%
10%
5%
0%
Fußgelenk 76%
0-15
16-30 31-45 46-60 61-75 76-90
Alter bei Krankheitsausbruch
Zehen 68 %
Quelle: ccw
GRAFIK: DPNY
GRAFIK: DPNY

Mittel und Wege, mit der chronischen Polyarthritis zu leben

Es gibt kein Mittel, das Rheuma heilt. Menschen mit rheumatischen Erkrankun- gen und besonders mit chronischer Po- lyarthritis müssen lernen, mit der Krank- heit zu leben. Dennoch gibt es Mittel, die das Leben mit Rheuma erleichtern kön- nen. Viel kann der Kranke selbst tun: Be- wegung, Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner Krankheit — auf sich selbst Acht geben. Rheuma fordert ein ho- hes Maß an Selbstdisziplin. Der schmer- zende Körper darf nicht nur geschont werden, denn Bewegung ist von elemen- tarer Wichtigkeit, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten.

Auch Kinder kön- nen schon unter der rheumatoiden Arthritis leiden. Am häufigsten bricht die Krankheit jedoch zwischen dem 25. und dem 50. Lebensjahr auf.

FOTO: DPNY, PHOTODISC Bewegungstherapie, Massagen, Wärme- und Kältebehandlungen, können helfen die Erkrankung erträg-

FOTO: DPNY, PHOTODISC

FOTO: DPNY, PHOTODISC Bewegungstherapie, Massagen, Wärme- und Kältebehandlungen, können helfen die Erkrankung erträg-

Bewegungstherapie, Massagen, Wärme- und Kältebehandlungen, können helfen die Erkrankung erträg- licher zu machen.

Neue Medikamente

Noch ist man der Ursache für Rheuma nicht auf die Spur gekommen; die Wis- senschaft enträtselt die Krankheit jedoch zusehends.

So ist es im Rahmen neuester wissen- schaftlicher Experimente gelungen, im Blut den Botenstoff TNF-alpha (Tumor- Nekrose-Faktor-alpha) abzufangen und zu neutralisieren. Dieser Botenstoff regt die Gelenkzellen dazu an, Enzyme zu produzieren, die das Knorpelgewebe an- greifen. Die neuen Erkenntnisse führten zu zwei neuen Medikamenten, sogenann- ten TNF-Blockern.

„Enbrel“ und „Remicade“ sind auf dem amerikanischen Markt bereits zugelassen, in Deutschland darf bisher nur „Enbrel“ verwendet werden. Amerikanische Studi- en mit „Enbrel“ zeigten beeindruckende Ergebnisse. Nach 24 Wochen hatte sich der Zustand der Patienten deutlich ver- bessert. Das Medikament wurde unter die Haut gespritzt und bewirkte einen sichtbaren Rückgang der Schwellungen, reduzierte die Schmerzen und wirkte sich positiv auf die Blutwerte aus. Ärzte der Charité in Berlin haben mit „Remicade“ Untersuchungen durchgeführt und das Medikament auf mögliche Nebenwirkun-

gen geprüft. Besonderen Wert legten die Forscher hierbei auf die Beobachtung möglicher Krebsentwicklungen. „Enbrel“ und „Remicade“ basieren auf der glei- chen Wirkungsweise. Sie blockieren ei- nen Vorgang im Körper, der unter ande- rem dem Schutz vor Krebserkrankungen dient. Die Resultate der Untersuchung der Charité mit „Remicade“ zeigten jedoch nur geringe Nebenwirkungen. Es wurde kein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt. Was jedoch langfristig passiert, muss noch erforscht werden. Ein weiteres No- vum auf dem Medikamentensektor stellt ein neu entwickeltes „Super-Aspirin“ dar. Die neuen Präparate sind in Deutschland unter der Bezeichnung „Mobec“ und „Vi- oxx“ erhältlich. Sie stoppen gezielt Ent- zündungsprozesse und die damit verbun- denen Schmerzen, und sie sind besonders magenverträglich. Basis dieser neuen Medikamente ist die Entdeckung des En- zyms COX-2.

Herkömmliche Therapie

Es gibt viele Medikamente, die zur Be- handlung der chronischen Polyarthritis eingesetzt werden können. Oft müssen sie gewechselt oder neu kombiniert wer- den, um den Betroffenen zu helfen. Man unterscheidet verschiedene Medikamen- tengruppen.

Mit speziellen Schmerzmedikamenten (Antirheumatika) werden die Schmerzen und z. T. die Schwellungen der Gewebe bekämpft.

Medikamente der sogenannten Basisthe- rapie wirken nicht unmittelbar auf den Schmerz, sondern hemmen erst im Laufe von Monaten das Fortschreiten der Krankheit.

Cortison ist ein körpereigenes Hormon, das sehr stark entzündungshemmend wirkt. Es sollte jedoch für besondere Krankheitssituationen reserviert werden, da es viele Nebenwirkungen hat.

Physikalische Therapie

Zur physikalischen Therapie gehören folgende Methoden:

Kälteanwendungen Wärmepackungen Bäder (mit und ohne Zusätze) Elektrotherapieverfahren Lichtbehandlungen Massagen
Kälteanwendungen
Wärmepackungen
Bäder (mit und ohne Zusätze)
Elektrotherapieverfahren
Lichtbehandlungen
Massagen

Die Behandlungen müssen sehr sorgfäl- tig ausgewählt werden, da nicht alles bei jedem das Richtige sein muss. Auch sind die Verfahren keineswegs in jeder Phase der Erkrankung gleich verträglich. Die Ziele der Behandlung sind:

Schmerzlinderung Dämpfen der Entzündung Lockern von muskulären Verspan- nungen Förderung der Durchblutung
Schmerzlinderung
Dämpfen der Entzündung
Lockern von muskulären Verspan-
nungen
Förderung der Durchblutung

Leider stellt sich der Zustand des Erkrank- ten, wie er vor der Behandlung war, schnell wieder ein, wenn die Behandlun- gen nicht mit einer sinnvollen medika- mentösen Therapie und vor allem einer krankengymnastischen Bewegungsthera- pie einhergehen. Morgens eine warme Du- sche kann die Morgensteifigkeit lockern und verkürzen. Ein Eisbeutel ist ein einfa- ches Mittel, entzündete Gelenke direkt zu behandeln.

Einfache Anwendungen können zu Hause durchgeführt werden, wenn sie mit dem Arzt oder dem Physiotherapeuten im Vorfeld ge-

klärt werden.

Fortsetzung auf Seite 26

dem Physiotherapeuten im Vorfeld ge- klärt werden. Fortsetzung auf Seite 26 MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000

Rheuma–Rheuma–

neue Therapien lassen hoffen

Ein bewährtes Mittel, um die Beweglichkeit der Finger zu erhalten, ist der „Knetball“. Die richtige
Ein bewährtes Mittel, um
die Beweglichkeit der
Finger zu erhalten, ist der
„Knetball“.
Die richtige
Therapieform muss
sorgfältig ausge-
wählt werden.
FOTOS: PHOTODISC

Krankengymnastik

Gezielte Bewegung ist wichtig. Die Weis- heit „Wer rastet, der rostet“ gilt ganz be- sonders für den Rheumatiker. Doch we- gen der Schmerzen und Entzündungen bewegt man sich ungewollt anders als normalerweise. Wenn dann die Schwel- lungen und der Schmerz nachlassen, könnten diese falschen Bewegungsmu- ster beibehalten werden. Darum ist es wichtig, falsche Bewegungsabläufe zu vermeiden. Krankengymnastik kann viel dazu beitragen, Schäden zu lindern, die die Krankheit mit sich bringt.

Die Krankengymnastik kann allein oder in der Gruppe ausgeführt werden. Hier stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl.

werden. Hier stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl. Eigenständige Übungen zu Hause; dafür bitte zunächst vom
werden. Hier stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl. Eigenständige Übungen zu Hause; dafür bitte zunächst vom
werden. Hier stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl. Eigenständige Übungen zu Hause; dafür bitte zunächst vom

Eigenständige

Übungen zu Hause;

dafür bitte zunächst vom Krankengymna- sten anleiten lassen. Übungen in der Gruppe, z. B. bei der Rheuma-Liga oder einer anderen Selbst- hilfegruppe Gezielte krankengymnastische Übun- gen, z. T. als Einzelübung in der Praxis des Krankengymnasten oder in der Klinik

Folgende Übungsformen sind möglich:

Übungen, die mobilisieren; hier wird versucht, vorhandene Einschränkungen im Bewegungsablauf rückgängig zu machen; Übungen zur Kräftigung der Muskulatur; Konditionsaufbauübungen;

zur Kräftigung der Muskulatur; Konditionsaufbauübungen; Übungen zur Stabilisierung der Gelen- ke; Sie sollen
zur Kräftigung der Muskulatur; Konditionsaufbauübungen; Übungen zur Stabilisierung der Gelen- ke; Sie sollen
zur Kräftigung der Muskulatur; Konditionsaufbauübungen; Übungen zur Stabilisierung der Gelen- ke; Sie sollen
zur Kräftigung der Muskulatur; Konditionsaufbauübungen; Übungen zur Stabilisierung der Gelen- ke; Sie sollen
zur Kräftigung der Muskulatur; Konditionsaufbauübungen; Übungen zur Stabilisierung der Gelen- ke; Sie sollen

Übungen zur Stabilisierung der Gelen- ke; Sie sollen helfen, die Reibung in den Gelenken zu vermindern; Übungen zur Verbesserung der Körper- haltung; Techniken der Schmerzlinderung.

Viele Übungen können nach Anleitung regelmäßig, möglichst mehrmals am Tag, zu Hause gemacht werden. Wenn die Krankheit nicht so aktiv ist und die Schmerzen nicht so stark sind, besteht eine gute Gelegenheit, die Übungen in- tensiv zu betreiben. Bei akuten Schüben müssen sie den veränderten Bedingungen angepasst werden und dürfen höchs- tens zweimal am Tag gemacht werden.

Ergotherapie

Das Wort „ergo“ stammt aus dem Altgrie- chischen und bedeutet Werken bzw. Ar- beiten. Bei der Ergotherapie wird die Ar- beit bzw. die notwendige Tätigkeit den Bedingungen des Kranken angepasst. Zu- gleich wird versucht, die Möglichkeiten des Kranken zu erweitern. Ziel der Ergo- therapie ist es, Tätigkeiten in richtigen Bewegungsabläufen auszuführen und verloren gegangene Funktionen wieder zu erlernen. So können Einschränkungen durch die Krankheit kompensiert werden.

Folgende Fragen stehen am Anfang.

kompensiert werden. Folgende Fragen stehen am Anfang. Wie weit ist das Bewegungsausmaß, die Beweglichkeit der

Wie weit ist das Bewegungsausmaß, die Beweglichkeit der Gelenke durch die rheumatische Krankheit eingeschränkt?

der Gelenke durch die rheumatische Krankheit eingeschränkt? Welche Bewegungen lassen Schmerzen noch zu? die Braucht der

Welche

Bewegungen

lassen

Schmerzen noch zu?

die

Braucht der Betroffene Hilfe bei den alltäglichen Verrichtungen?Welche Bewegungen lassen Schmerzen noch zu? die Auf dieser Grundlage erfolgt die anschlie- ßende Beratung.

Auf dieser Grundlage erfolgt die anschlie- ßende Beratung. Hierbei geht es um die Möglichkeiten, Gelenke zu schützen und Alltagshilfen einzusetzen. Gelenkschutz bedeutet, alle Tätigkeiten auf möglichst viele Gelenke zu verteilen. Eine Tasse sollte man nicht mit Daumen und Zeigefinger nur am Henkel fassen, sondern mit der ganzen Hand umfassen. Es soll gelernt werden, so behutsam, sen- sibel und schonend wie möglich mit den Gelenken umzugehen.

sibel und schonend wie möglich mit den Gelenken umzugehen. WISSENSWERT Zur Beratung über Alltagshilfen gehören
WISSENSWERT Zur Beratung über Alltagshilfen gehören folgende Aspekte: Beratung über mögliche Hilfsmittel und die
WISSENSWERT
Zur Beratung über Alltagshilfen
gehören folgende Aspekte:
Beratung über mögliche Hilfsmittel
und die Versorgung damit. Hilfsmittel
spielen bei gestörten Bewegungsabläu-
fen im täglichen Leben eine vorbeugen-
de und unterstützende Rolle. Vorbeu-
gende Hilfsmittel sollen die Gelenke vor
ungünstigen Belastungen schützen. Ein
Beispiel hierfür: Die Griffe des Essbe-
stecks verdicken, um die Belastung der
Fingergelenke zu verteilen und um ein
Abrutschen zu verhindern. Funktions-
verbessernde Hilfsmittel sind z. B. Tu-
benöffner oder Strumpfanzieher.
Haushalts-, Wohnungs- und Ar-
beitsplatzberatung. Wohnungsanpas-
sungen, Haushaltstraining und Arbeits-
platzberatung sollen das selbstständige
Leben erleichtern.
Schienenversorgung
Schienen entlasten die Gelenke. Durch
eine Nachtschiene wird z. B. die Hand in
Gebrauchsstellung gehalten und damit
der Bewegungsschmerz ausgeschaltet.
Die Ergotherapie hilft vielen Rheumakranken,
den Alltag besser zu bewältigen.
FOTO: PHOTODISC
Rheuma und Ernährung Die Bedeutung der Ernährung für den Ausbruch oder den Krankheitsver- lauf von
Rheuma und Ernährung Die Bedeutung der Ernährung für den Ausbruch oder den Krankheitsver- lauf von
Rheuma und Ernährung
Die Bedeutung der Ernährung für den Ausbruch oder den Krankheitsver-
lauf von Rheuma ist umstritten. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die
Ernährung eine insbesondere entzündliche Rheumaerkrankung wie die
chronische Polyarthritis hervorrufen kann. Mit der Ernährung kann aber
Einfluss auf den Krankheitsverlauf genommen werden. Es gilt als bewie-
sen, dass z. B. während des Fastens der Krankheitsverlauf zum Stillstand
kommt. Nur: Stoppen kann auch das Fasten die Krankheit nicht. Positiv
ist das Fasten auch insofern, als Rheumakranke auf ihr Gewicht achten
sollten, da Übergewicht die Gelenke zusätzlich belastet.
Viel Gemüse, Sojagerichte, Obst
und Milchprodukte
Diese Nahrungsmittel enthalten keine
Arachidonsäure und haben einen hohen
Anteil an Omega-3-Fettsäuren und
an Vitamin E.
Hochwertige
Pflanzenöle verwenden
Olivenöl, Walnussöl,
Weizenkeimöl, Rapsöl
und Sojaöl enthalten
keine Arachidonsäure
und haben einen
hohen Anteil an An-
tioxidanzien wie Vi-
tamin C und Lycopin.
G ünstige Effekte werden auch durch ei-
ne vegetarische Ernährung erzielt. Ein
Zusammenfassend kann gesagt
werden:
Grund hierfür ist möglicherweise die ge-
ringe Zufuhr an Arachidonsäure bei einer
fleischfreien Ernährung. Arachidonsäure
ist der natürliche Vorläufer verschiedener
Stoffe, die der Körper im Rahmen von
Entzündungen freisetzt, der so genannten
Prostaglandine. Vor allem in Nahrungs-
mitteln tierischer Herkunft finden sich
Arachidonsäuren. Man konnte nachwei-
sen, dass man durch den Verzicht auf
arachidonsäurehaltige Nahrungsmittel
dem Körper gezielt diese Fettäure für die
Entzündungen der Gelenke stehen in
Zusammenhang mit Arachidonsäure. Die-
se Fettsäure wird vom Körper selbst gebil-
det, und sie wird mit tierischen Nahrungs-
mitteln zugeführt.
Kein Alkohol,
keine Zigaretten
Alkohol und Zigaretten
fördern die Bildung freier Radikale, die
die Krankheit verstärken können.
Fasten bringt eine Besserung des
Krankheitsgeschehens, ist aber für Un-
tergewichtige und als Langzeittherapie
ungeeignet.
Calcium zuführen
Besonders bei der Einnahme von Corti-
son: 1 g Calcium täglich zur Osteoporo-
sevorbeugung zu sich nehmen.
Omega-3-Fettsäuren wirken entzün-
dungshemmend.
Bewegung
Spazieren gehen und wandern an der fri-
schen Luft, dazu Zufuhr von Vitamin D
Produktion der Prostaglandine entziehen
und dadurch das Ausmaß entzündlicher
(Gelenk-)Reaktionen mindern kann.
Die Produktion der Prostaglandine kann
auch durch die vermehrte Zufuhr unge-
sättigter Fettsäuren (Omega-3-Fettsäu-
ren) gesenkt werden. Bei Gelenkentzün-
dungen werden eine große Zahl freier
Radikale freigesetzt, die zu einer Zer-
störung verschiedener Gelenkstrukturen
wie z. B. von Knorpel führen. Um das zu
verhindern, braucht der Körper vermehrt
Antioxidanzien wie Vitamin E, Vitamin C,
Coenzym Q10, Lycopin und Selen.
Antioxidanzien (Vitamine E, A, C,
Coenzym Q10, Lycopin sowie das Spu-
renelement Selen) wirken gegen freie Ra-
dikale, die im Rahmen von Entzündun-
gen im Körper entstehen, und sie wirken
entzündungshemmend.
Nahrungsergänzung
Es empfiehlt sich eine zusätzliche Ein-
nahme von Selen, Vitamin E, Vitamin C
sowie Coenzym Q10 und Lycopin.
INFO/BERATUNG
Calcium und Vitamin D helfen bei der
Vorbeugung gegen eine Osteoporose.
(Besonders im Zusammenhang mit der
Einnahme von Cortison zu beachten.)
DRFZ Deutsches Rheuma
Forschungs Zentrum
Frau Adelheid Wartenberg
Hannoversche Str. 27
10115 Berlin
Daraus ergeben sich die folgenden
Ernährungsempfehlungen:
Telefon 030 / 23 85-89 14
Internet: www.rheumanet.org
Zur Vorbeugung gegen eine Osteoporose
empfiehlt sich die zusätzliche Aufnahme
von Vitamin D und Calcium.
Wenig Fleisch
Höchstens zweimal pro Woche Fleisch
essen, denn es enthält viel Arachi-
donsäure.
Deutsche Rheuma-Liga
Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn
Tomaten enthalten besonders
viel entzündungshemmendes
Lycopin.
Viel Fisch
Mindestens zwei-
mal pro Woche
Fisch essen, denn
Fisch enthält einen
hohen Anteil an
Info-Tel.: 02 28 / 7 66 70 80
Rheuma-Liga
Elternkreis-Kontaktstelle
Frau Christel Becker
Gehfeldstr. 24
82467 Garmisch-Partenkirchen
Omega-3-Fettsäuren.
Ansonsten Omega-3-
Fettsäuren zusätzlich
Telefon: 088 21 / 70 12 26
(freitags, 9.00 bis 12.00 Uhr)
Fisch ist reich an
einnehmen.
Omega-3-Fettsäuren.
MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000
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FOTO: DPNY
FOTO: DPNY
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FASTEN– mehr als hungern? Sie fühlen sich schlapp und antriebslos? Dann fasten Sie sich doch

FASTEN–

mehr als hungern?

Sie fühlen sich schlapp und antriebslos? Dann fasten Sie sich doch fit! Damit tun Sie etwas für Körper und Geist. Alles, was Sie brauchen, ist ein wenig Überwindung, Zeit und viel, viel Flüssigkeit. Natürlich nehmen Sie dabei auch ab. Als Radikaldiät ist Fasten jedoch nicht geeignet, denn die Pfunde haben Sie nach den ersten Mahlzei- ten schnell wieder drauf.

scheiden: Möchte ich diese Abhängigkeit beenden? Schadet sie mir? Das Fasten in jeder Form kann frei machen von über- flüssigem Ballast. Alle, die es schon ver- sucht haben, berichten von erstaunlichen und guten Erfahrungen mit sich selbst in dieser Zeit der Enthaltsamkeit. Der Ver- zicht lehrt eben, das Selbstverständliche wieder zu schätzen, es zu respektieren und verantwortungsvoller mit dem eige- nen Körper umzugehen. Grundsätzlich sollten nur Gesunde fasten. Doch auch wenn Sie gesund sind: Sprechen Sie bitte in jedem Fall vorher mit Ihrem Arzt und teilen Sie ihm Ihr Vorhaben mit. Nicht fa- sten sollte man bei:

„ Siehe da, was das Fasten bewirkt! Es heilt die Krankheiten, verscheucht verkehrte Gedanken, gibt
„ Siehe da, was das Fasten bewirkt!
Es heilt die Krankheiten, verscheucht
verkehrte Gedanken, gibt dem Geist
größere Klarheit und führt den
Diabetes, Gicht, Tuberkulose, Krebs, Herz-
rhythmusstörungen, Angina pectoris, Psy-
chosen oder Suchterkrankungen, kurz
nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall,
während einer Schwangerschaft.
Wenn Ihr Arzt grünes Licht gege-
ben hat kann es losgehen – Sie
können sich mit Heilfasten wieder
in ein gesundes Gleichgewicht
bringen.
Menschen vor den Thron Gottes.
Jünger, frischer, gesünder:
Mönch Athanasius
(295-373 nach Christus)
was Sie mit dem Fasten er-
reichen können
Entgiften – Sie scheiden aufge-
nommene Gifte wieder aus.
Fit bleiben – Fasten trägt bei
zur Erhaltung der körperlichen
und geistigen Leistungsfähigkeit,
vor allem für die Wechseljahre der
Frau und die „Midlife-Crisis“ des
Mannes.
Gesund werden – Klinisches
Heilfasten gilt als eine der wir-
kungsvollsten Behandlungsmög-
lichkeiten von ernährungsbeding-
ten Stoffwechselerkrankungen.
ein; einige Menschen verzichten in dieser
Zeit ganz bewusst auf Dinge, die schein-
bar selbstverständlich zum Leben dazu-
gehören: das Glas Wein am Abend, die
tägliche Schachtel Zigaretten, die Scho-
kolade, das Fernsehen und so weiter. Wer
bewusst auf einen Genuss verzichtet,
schränkt sich ein, leidet vielleicht sogar.
Und schnell stellt man fest, wie abhängig
man von bestimmten Gewohnheiten war.
Erst in dieser Situation kann man ent-
Ernährung umstellen – Bei
Ihrer Fastenkur lernen Sie die Bedeutung
der Ernährung für unsere Gesundheit bes-
ser kennen. Sie wissen so auch nach der
Fastenkur welche Lebensmittel Sie häufi-
ger verwenden sollten und welche Sie
eher selten verzehren sollten – die beste
Voraussetzung für
eine dauerhafte
Umstellung der
Ernährung.
FOTO: DPNY
FOTO: TRIAS VERLAG

S chon die ersten Mönche haben immer wieder auf

die heilsame Wirkung des Fa- stens hingewiesen. Sowohl als Übung zur Mäßigung (aus körperlich-gesundheitlichen Gründen) als auch zur Züge- lung der Leidenschaften, als wirksames Mittel gegen Sünde und Dämonen — und zur Stär- kung und Klärung des Geistes. In der Geschichte der Medizin gibt es umfangreiche Hinwei- se auf therapeutische Fasten-

kuren im 17. und im 18. Jahr- hundert.

Einfach nichts essen? Fasten kann mehr sein!

Das Fasten ist so alt wie die Völker der Erde. Blicken wir in die Geschichte, finden wir im- mer zwei Formen des Fastens:

das Heilfasten und das religiöse Fasten. Wobei sich beide nicht ganz unähnlich sind. Denn so- wohl der Weg zur geistigen Heilung wie auch der zur körperlichen verlangt zunächst ein „Insichgehen“, dann ein Schuldbekenntnis und danach die Reue. Begleitet wird diese Reinigung von einer Zeit des Fastens. Und da Vorbeugen schon immer besser als Heilen war, gab es regelmäßige, der Prävention dienende Reinigungsrituale. Die in unseren Breiten wohl bekannteste religiöse Reinigung ist sicher die 40-tägi- ge Fastenzeit vor dem christlichen Oster- fest. Man schränkt in dieser Zeit jedoch nicht unbedingt nur die Nahrungszufuhr

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MEDICOM 11. Ausgabe, September 2000

Die 5 goldenen Fasten-Regeln Regel Nr. 1: Nichts essen und für eine, zwei oder mehr
Die 5 goldenen Fasten-Regeln Regel Nr. 1: Nichts essen und für eine, zwei oder mehr
Die 5 goldenen Fasten-Regeln
Regel Nr. 1: Nichts essen und für eine,
zwei oder mehr Wochen nur trinken:
zicht auf Illustrierte, Radio und Fernse-
hen. Statt Reizüberflutung von außen:
Tee, Gemüsebrühe, Obst und Gemüse-
säfte und Wasser — mehr, als der Durst
verlangt.
Begegnung mit sich selbst; statt sich der
Steuerung von außen zu unterwerfen:
sich der Innensteuerung überlassen.
Regel Nr. 5: Output statt Input. Alle
Ausscheidungen fördern: den Darm
regelmäßig entleeren, viel trinken, da-
mit die Nieren gut durchgespült wer-
den, schwitzen, abatmen, Haut und
Schleimhäute pflegen.
Regel Nr. 2: Finger weg von Zigaret-
ten, Alkohol, Tabletten und Kaffee. Al-
les weglassen, was nicht lebensnot-
wendig ist. Alles das, was zur lieben
Gewohnheit geworden ist, aber dem
Körper während der Fastenzeit scha-
det: Nikotin und Alkohol in jeder
Form; Süßigkeiten und Kaffee. Medi-
kamente dürfen Sie nur dann absetzen,
wenn Ihr Arzt ausdrücklich seine Zu-
stimmung gegeben hat. Auf gar keinen
Fall Entwässerungstabletten, Appe-
titzügler und Abführmittel einnehmen.
Regel Nr. 4: Seien Sie Sie selbst. Sich
natürlich verhalten; das tun, was dem
Körper gut tut, wonach der Körper ver-
langt. Der Erschöpfte soll sich ausschla-
fen, der Bewegungsfreudige soll wan-
dern, Sport treiben, schwimmen. Das
tun, was Spaß macht: bummeln, lesen,
tanzen, Musik
genießen, Hob-
bys pflegen.
Beachten Sie bitte: Der Körper baut
beim Fasten Eiweißreserven ab. Das ist
nicht weiter schlimm, solange dies Er-
neuerungsgewebe wie die Haut be-
trifft. Sie kann Eiweißverluste schnell
wieder ausgleichen. Ruhendes Gewebe
wie das zentrale Nervensystem, die
Nierenröhren oder der Herzmuskel
sind jedoch nicht erneuerungsfähig.
Regeln Nr. 3: Loslassen. Sich vom All-
tag lösen; heraus aus den beruflichen
und familiären Bindungen; weg vom
Terminkalender und vom Telefon. Ver-
Viel Bewegung ist
wichtig, damit
körpereigenes Eiweiß
nicht abgebaut wird.
Da der Körper aktives Gewebe nicht
angreift, heißt die Lösung dieses Pro-
blems: Bewegung. Wandern, Laufen,
Schwimmen. Was immer Sie bewegt,
hilft, Eiweißverluste zu vermindern.
FOTO: PHOTODISC

Die Qual der Wahl:

Fasten ist nicht gleich Fasten

Zum Beispiel die Mayr-Kur

Die hat Helmut Kohl gemacht; sie ist ei- ne Milch-Brötchen-Kur. Dieses Rezept würde sogar der Ex-Kanzler freiwillig preisgeben. Es lautet: Beim Bäcker ge- kaufte Brötchen werden in einem trocke- nen Raum offen ausgelegt und luftge- trocknet. Zur Mahlzeit werden Brötchen in fingerdicke Scheiben geschnitten. Kleine Stücke davon werden ausgiebig gekaut, bis sich ein süßlicher Geschmack entwickelt. Dann trinken Sie einen Teelöffel Milch dazu und kauen weiter. Durch die Speichelfermente wird die Stärke der Brötchen in Zucker umgewan- delt. Den Brei schlucken Sie herunter und beginnen von vorne: So oft Sie wollen. Sie dürfen aber die Milch nie allein trin- ken. Abends trinken Sie in kleinen Schlucken ein bis zwei Tassen Kräutertee, auch mit Honig oder mit Zitronensaft oder mit beidem geschmacklich verfei- nert. Treten Hunger- oder Durstgefühle

auf, dürfen Sie sie mit Kräutertee, Wasser oder Mineralwasser bekämpfen. Während der Kur sollten Sie viel Ruhe haben, früh schlafen gehen, heiße Bäder und Sauna- besuche vermeiden. Die Kur sollte sicher- heitshalber ambulant oder stationär unter der Leitung eines Arztes durchgeführt werden.

Das Teefasten

Beim Teefasten trinken Sie nur kalorien- freie Kräutertees. 3 oder 5 Tage lang können Sie das zu Hause machen. Eine längere Kur muß ärztlich begleitet und am besten in einer Klinik durchgeführt werden. Ein Vor- und ein Nachfastentag, wie bei der Saftkur beschrieben, sollten auch hier eingehalten werden. Das glei- che gilt für die Darmreinigung im Vor- feld. Das Prinzip der Teefasten-Kur ist denkbar einfach und heißt: nicht essen und Kräutertee trinken. Honig und Zitro- nensaft sind erlaubt, Gemüsebrühe und Mineralwasser ebenfalls.

Molkefasten

1 Liter Molke über den ganzen Tag verteilt trinken. Ergänzt durch Kräutertees und Obst- und Gemüsesäfte. Die „Diät-Kur-

FOTO: DPNY
FOTO: DPNY

Trinken, trinken, trinken! Am besten Wasser oder ungesüßten Tee.

molke“ ist mit Eiweiß angereichert – ge- eignet für Schlanke und für die zweite Hälfte einer sehr langen Fastenzeit. Die bekannteste, einfachste und bekömm- lichste Form des Fastens ist die Saft- fastenkur nach Buchinger. 1918 erkrankte der kaiserliche Sanitätsoffizier Otto Bu- chinger nach einer Mandelentzündung an schwerem Gelenkrheuma und wurde mit 40 Jahren als Vollinvalide aus dem Dienst entlassen. Ein Laie riet zu einer Fastenkur, die den Sanitätsoffizier wieder völlig gesunden und gesund bleiben ließ. Daraufhin entwickelte er die Buchinge- Fastenmethode. Sie wird hier im Einzel-

nen erklärt.

Fastenmethode. Sie wird hier im Einzel- nen erklärt. Fortsetzung auf Seite 30 MEDICOM 11. Ausgabe, September

Fortsetzung auf Seite 30

FOTO: GRÄFE UND UNZER VERLAG

FOTO: GRÄFE UND UNZER VERLAG Entdecken Sie den Geschmack neu. Jeder Saft wird wieder zu einem
FOTO: GRÄFE UND UNZER VERLAG Entdecken Sie den Geschmack neu. Jeder Saft wird wieder zu einem

Entdecken Sie den Geschmack neu. Jeder Saft wird wieder zu einem Erlebnis.

Saftfasten leicht gemacht

Die Saftfastenkur kann fünf oder mehr Tage dauern. Es wird getrunken, statt zu essen. Kräutertees, Säfte, Wasser und Gemüsebrühe. Je nach Dauer der Kur können vier und mehr Kilo purzeln. Männer verlieren meist mehr Gewicht als Frauen. Das liegt daran, dass der männ- liche Körper mehr Fettgewebe im Ober- bauch speichert. Dieses Gewebe ist stoff- wechselaktiver, und sein Energiebedarf ist höher. Die Saftkur kann für Mann und Frau zu Hause angewandt werden und gilt als alltagstauglich! Dennoch ist es besser, sie mit viel Ruhe anzugehen. Denn man wird beim Fasten gern launi- scher und empfindlicher, als man es nor- malerweise ist. Wichtig sind viel Ruhe, Wärme, frische Luft und Bewegung, denn die Belastbarkeit nimmt ab. Mehrere Varianten der Saftkur bieten sich an. Ihnen allen gemeinsam ist: ein Entlastungstag zur Vorbereitung und zwei Tage des so genannten Fastenbre- chens am Ende der Kur. Wird länger ge-

fastet, bedarf es weiterer Tage des Fasten- brechens. Diese Tage des Fastenbrechens sind sehr wichtig, um den Körper wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Eben- falls unerlässlich ist die Darmreinigung, wir haben Ihnen im Kasten unten diesen überaus wichtigen Teil einer Fastenkur näher erläutert.

Nur in den ersten drei, vier Tagen einer Fastenkur gilt es, quälende Hungerge- fühle zu überstehen; danach verschwin- den diese, und wenige Tage später stellen sich „hausgemachte“ euphorische Gefüh- le ein – ausgelöst von einer erhöhten Serotoninausschüttung im Gehirn. Die langfristige Belohnung für die Enthalt- samkeit sind ein gesünderer Körper und ein wacher Geist. Grundsätzlich wird zum Fasten in einer Gruppe geraten. Langes Fasten sollte immer von einem Arzt überwacht werden. Wie gesagt:

Wenn Sie vorher noch nie gefastet ha- ben, sollten Sie vor Beginn einer Fasten- kur Ihren Arzt aufsuchen; hat der seine Zustimmung erteilt, kann es losgehen.

WISSENSWERT Das Fasten ist keine Erfindung des Menschen, es gehört zu einem natürlichen Lebensrhythmus. Auch
WISSENSWERT
Das Fasten ist keine Erfindung des Menschen, es
gehört zu einem natürlichen Lebensrhythmus.
Auch Tiere fasten
Fasten ist die von der Natur eingeplan-
te Form des Überlebens in der nah-
rungslosen Zeit. Wochen- und monate-
langes Fasten – auch wenn es unfrei-
willig geschieht – gehört zum norma-
len Rhythmus im Leben vieler in freier
Wildbahn lebender Tiere. Der Stein-
bock, die Gemse, der Hirsch und auch
das Murmeltier fressen sich im Herbst
den Winterspeck an, von dem sie dann
lange zehren können. Die Fastenzeit
des Murmeltiers ist sein Winterschlaf,
während Steinbock, Gemse und Hirsch
einen harten Kampf gegen Schnee und
Kälte durchstehen müssen – und das
bei reduziertem Nahrungsangebot.
Dass gerade in diese Fastenperiode ihre
Brunftzeit mit hitzigen Kämpfen gegen
Geschlechtsgenossen und der Begat-
tung der weiblichen Tiere fällt, ver-
deutlicht, dass Fasten nicht mit einer
Minderung der Lebenskraft einhergeht.
Fast alle Raubtiere fressen, wenn sie
Nahrung finden; können sie keine Beu-
te machen, leben sie aus ihren Nah-
rungsdepots. Nahezu in der gesamten
Tierwelt wechseln Phasen mit hohem
und mit niedrigem Nahrungsangebot
einander ab. Nur dem Menschen ist es
gelungen, diese natürlichen Fastenperi-
oden aufzuheben.
FOTO: MEV-VERLAG
Darmreinigung Eine Reinigung des Darms sollte an jedem zweiten Tag ei- ner Fastenkur erfolgen, da
Darmreinigung
Eine Reinigung des Darms sollte an jedem zweiten Tag ei-
ner Fastenkur erfolgen, da die Säfte nicht genug Ballast-
stoffe enthalten. Am Anfang ist sie zudem erforderlich,
weil sie den Hunger mindert. Zur Darmreinigung verwen-
den Sie Glaubersalz oder F.X.-Passagesalz. Die Salze sind
mit Gebrauchsanleitung in der Apotheke erhältlich. Sie
werden in viel Wasser aufgelöst und getrunken. Sowohl
das Glaubersalz als auch das F.X.-Passagesalz wirken ex-
trem abführend. Die andere Möglichkeit, den Darm zu ent-
leeren, ist der Einlauf. Hierzu erhält man in der Apotheke ein
so genanntes Klistier. Es besteht aus einem Gummischlauch
mit einem mit einer Flüssigkeit gefüllten Beutel am Ende. Den
Schlauch führt man sich wie ein Thermometer in den Darm
ein; drückt dann die Flüssigkeit aus dem Beutel durch den
Schlauch in den Darm. Nach ca. 10 Minuten gehen Sie auf die
Toilette. Statt des Klistiers bekommt man in der Apotheke
auch eine weiche Gummiflasche, die mit lauwarmem Wasser
gefüllt wird. Ansonsten wie oben erläutert vorgehen. Beide
Methoden sind gleich wirksam.

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC Unser MEDICOM- H ier finden Sie eine komplette Anleitung mit Einkaufs- liste

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Unser MEDICOM- H ier finden Sie eine komplette Anleitung mit Einkaufs- liste für acht

Unser MEDICOM-

H ier finden Sie eine komplette Anleitung mit Einkaufs- liste für acht Fasten-Tage. Nehmen Sie sich Zeit, gön-

nen Sie sich Ruhe, und fangen Sie nach Ihrer Fastenkur sehr vorsichtig wieder zu essen an. Auch hierfür haben wir Ihnen eine Anleitung vorbereitet. Fasten Sie sich fit!

Der erste Tag (Entlastungstag)

Fasten-Tipp

Die Zeit bis zum Schlafengehen können Sie sich mit Obst und 1 bis 2 Tassen Bal- driantee versüßen. Und nicht vergessen: Immer reichlich

Wasser und Tee trinken!

Was Sie für die Zukunft behalten:

drei Essensregeln

Sich Zeit nehmen

Sich Zeit nehmen: Schauen Sie nicht auf

die Uhr. In Ruhe essen. Die Nahrungsauf- nahme sollte der wichtigste Termin des Tages sein.

Gründlich kauen

Gründlich kauen Die Verdauung beginnt

im Mund. Jeden festen Bissen 35-mal kau- en, bis er flüssig ist. Schlingen schadet.

Schweigend essen: Nur so können Sie

intensiv genießen, sich angemessen sätti- gen und befriedigt aufstehen. Ihre ganze

Aufmerksamkeit gehört jetzt der Nah- rung. Üben Sie bei jeder Mahlzeit kon- zentriert — als würden Sie demnächst zum Thema Essen interviewt und sollten genau von Ihren Erfahrungen berichten.

Bereits im 18. Jahrhundert gab der ange- sehene niederländische Medicus Boerhaa- ve diesen universalen Gesundheitstipp:

Schweigend essen

„Den Kopf halt kühl, die Füße warm. Und pfropf nicht allzu sehr den Darm. “
„Den Kopf halt kühl,
die Füße warm.
Und pfropf nicht allzu sehr
den Darm.

Das dürfen Sie während der 8 Fastentage zu sich nehmen

Morgens
Morgens

Morgens: 2 Tassen Kräutertee oder Gin-

seng-Tee, eventuell mit einem halben Löffel Honig

Zwischendurch

Zwischendurch: Reichlich Wasser oder

Mineralwasser. Gelegentlich ein Stück Zitrone aussaugen.

Mittags
Mittags

Mittags: 0,5 l Gemüsebrühe oder Gemü-

sesaft, mit Wasser verdünnt

Nachmittags

Nachmittags: 2 Tassen Früchtetee mit

oder ohne Zitrone und Honig

Abends
Abends

Abends: 0,5 l verdünnten Obstsaft oder

Gemüsesaft oder Gemüsebrühe

Nach dem Fasten folgt das so genannte „Fastenbrechen“ – eine Zeit, in der Sie Ihren Körper langsam wieder an normale Nahrung gewöhnen. Je länger Sie gefas- tet haben, desto länger sollte das Fasten- brechen dauern. Das Fastenbrechen könnte zum Beispiel wie folgt aussehen.

Fastenbrechen

Morgens
Morgens

Morgens: Zum Frühstück gibt es 150 g

Obst- oder Gemüsesaft, mit 10 g Leinsa- men oder Weizenkleie und 5 g Weizen- keimen angereichert

Zwischendurch

Es gibt bereits (Ein zweites Frühstück)

150 g Obst- oder Gemüsesaft mit einem

Teelöffel Honig

Mittags
Mittags

Mittags: Das erste Mittagessen! 150 g

Obst- oder Gemüsesaft mit einem Teelöf- fel Honig; eine kleine Rohkostplatte Ihrer Wahl, z. B. aus einer Möhre, einer Toma- te, einer halben Paprika und einer halben Gurke. Diese machen Sie mit einem Essl. Keimöl an. Dazu essen Sie 1 bis 2 Schei- ben Knäckebrot mit Butter oder Margarine. Nachmittags nehmen Sie 150 g Obst-

oder Gemüsesaft mit einem Teelöffel Honig zu sich.

Abends
Abends

Abends: Den Tag beschließen Sie mit

150 g Obst- oder Gemüsesaft mit 10 bis

15 g Leinsamen oder Weizenkleie, 1 bis 2

Scheiben Knäckebrot mit Kräuterquark und Kopfsalat mit Tomaten.

Nach dem Aufstehen 2 Gläser Mineral- wasser trinken.

Morgens: Zum Frühstück gibt es Bircher- Zum Frühstück gibt es Bircher-

Müsli aus Haferflocken, Obst und Nüssen.

Dazu 150 g Obst- oder Gemüsesaft und eine Tasse Kräutertee. Zwischendurch können Sie 150 g Obst- oder Gemüsesaft trinken.

Mittags: Das Mittagessen besteht aus Roh- Das Mittagessen besteht aus Roh-

kost, in Alufolie gegarten Kartoffeln, grü- nem Salat und 2 Gläsern Mineralwasser.

Nachmittags Abends
Nachmittags
Abends

Nachmittags: 150 g Obstsaft oder 1 Apfel

Abends: 2 Scheiben Knäckebrot mit Kräu-

terquark dürfen Sie essen - abgerundet mit 1 bis 2 Gläsern Mineralwasser. Zur Nachtruhe verhilft eine Tasse beruhi- gender und schlaffördernder Kräutertee. An diesem Tag sollten Sie Ihre Einkäufe für die folgenden Tage tätigen. Steuern Sie hierzu ein Reformhaus oder einen Bioladen an, und erwerben Sie für 8 Tage die folgenden „Fastenspeisen“.

Ihre Einkaufsliste Kräutertee in Beuteln Etwa 2 l Obstsaft Etwa 2 l Gemüsesaft Etwa 1 l Kräutersaft

Etwa 2 l Obstsaft Etwa 2 l Gemüsesaft Etwa 1 l Kräutersaft 1 Glas salzarme Gemüsebrühe
Etwa 2 l Obstsaft Etwa 2 l Gemüsesaft Etwa 1 l Kräutersaft 1 Glas salzarme Gemüsebrühe
Etwa 2 l Obstsaft Etwa 2 l Gemüsesaft Etwa 1 l Kräutersaft 1 Glas salzarme Gemüsebrühe
Etwa 2 l Obstsaft Etwa 2 l Gemüsesaft Etwa 1 l Kräutersaft 1 Glas salzarme Gemüsebrühe
Etwa 2 l Obstsaft Etwa 2 l Gemüsesaft Etwa 1 l Kräutersaft 1 Glas salzarme Gemüsebrühe

1 Glas salzarme Gemüsebrühe

In der Apotheke verlangen Sie 170 g Glaubersalz oder 1 Dose F.X.-Passagesalz. (Es sei denn, Sie bevorzugen den Einlauf.)

Schließlich brauchen Sie noch 8 bis 12 Liter kochsalz- und kohlensäurearmes Mineralwasser.

Jetzt können Sie mit dem Fasten beginnen. Und nicht vergessen:

jeden Tag

Sie mit dem Fasten beginnen. Und nicht vergessen: jeden Tag 5 bis 10 Minuten Gymnastik, viel

5 bis 10 Minuten Gymnastik,

viel schlafen, viel Ruhe, viel spazieren gehen. Mindestens jeden zweiten Tag den Darm mit Glaubersalz oder einem Einlauf reinigen.

viel Ruhe, viel spazieren gehen. Mindestens jeden zweiten Tag den Darm mit Glaubersalz oder einem Einlauf
viel Ruhe, viel spazieren gehen. Mindestens jeden zweiten Tag den Darm mit Glaubersalz oder einem Einlauf
viel Ruhe, viel spazieren gehen. Mindestens jeden zweiten Tag den Darm mit Glaubersalz oder einem Einlauf

Rohkost ist ideal, wenn Sie nach der Fastenkur wieder zu essen beginnen.

BUCH-TIPP „Heilfasten ist nicht hungern“, Wilhelmi-Buchinger, M., Trias Verlag, Stuttgart 29,80 DM „Wie
BUCH-TIPP
„Heilfasten ist nicht hungern“,
Wilhelmi-Buchinger, M.,
Trias Verlag, Stuttgart
29,80 DM
„Wie neugeboren durch Fasten“,
Lützner, Dr. H.,
Gräfe und Unzer
Verlag, München
19,80 DM
Stuttgart 29,80 DM „Wie neugeboren durch Fasten“, Lützner, Dr. H., Gräfe und Unzer Verlag, München 19,80
Informationen Tel. 0130/168 165 Natürlich gebührenfrei!
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Tel. 0130/168 165 Natürlich gebührenfrei! Urlaub im GesundheitsCentrum Möhnesee ist aktive
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Urlaub im GesundheitsCentrum Möhnesee ist aktive Gesundheitsvorsorge für MEDICOM-Kunden.

Pfunde runter, Wohlsein rauf

Seit über einem Jahr machen MEDICOM-Kunden Gesundheitsurlaub am Möhnesee

Jahr machen MEDICOM-Kunden Gesundheitsurlaub am Möhnesee Pflege und Erhaltung der Gesundheit. Das steht im

Pflege und Erhaltung der Gesundheit. Das steht im GesundheitsCentrum Möhnesee an erster Stelle. Hierfür wurden drei spezielle Programme für MEDICOM-Kunden entwickelt.

Auch diesmal laden wir Sie wieder ein zum Gesundheitsurlaub am Möhnesee. Unser Ziel ist es, für Sie den optimalen Weg zur indi- viduellen Gesundheitsvorsorge zu finden. Ausgewogene Ernährung oder Heilfasten unter ärzt- licher Aufsicht, Sport und Bewegung werden einen neuen Menschen aus Ihnen machen. Denn mit unse- ren verschiedenen Programmen arbeiten Sie intensiv an Ihrer Gesundheit. Durch gezielte Bewegung und Änderung der Ernährungsgewohnheiten werden Sie zum Beispiel erfolgreich Pfunde los. Überhaupt werden Sie als unser Gast lernen, auf sich zu achten und damit auch Ihr Wohlbefinden deutlich verbessern. Was viele MEDICOM-Gäste schon wissen: In unserer Fachklinik für Kardiologie und Integrative Medizin sind Sie gut aufgehoben. Denn Sie werden von einem erfahrenen Team aus Ärzten, Therapeuten und Gesundheitstrainern betreut. Und schließlich: Das GesundheitsCentrum Möhnesee bietet Ihnen neben der anerkannten medizinischen Kompetenz auch den angenehmen Komfort und die Atmosphäre eines guten Urlaubshotels: großzügig, modern und gastfreund- lich. Rufen Sie bei MEDICOM an. Dort erfahren Sie dann alles weitere.

NEU
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Aquatische Körperarbeit

Aquatische Körperarbeit (Wasser-Shiatsu und Wassertanzen) ist eine sanfte Form der Körpertherapie im 35 Grad warmen Wasser. Sie findet regen Zuspruch als begleitende und unter- stützende Maßnahme bei Physiotherapien, körperlicher Verspannung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Alltagsstress. Die Patienten erfahren gesteigertes Wohlbefinden, erleben sich danach körperlich leistungsfähi- ger, fühlen sich dem Alltag besser gewachsen, sind entspann- ter und beweglicher. Mental erfrischt und ausgeglichen, spürt man eine wunderbare Harmonie mit sich selbst.

spürt man eine wunderbare Harmonie mit sich selbst. Unsere beliebten Gesundheitsprogramme Fastenwochen

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Fasten nach Buchinger/Lützner, Fitnessprogramm, ärztlicher Check und Abschlussgespräch*

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Fit durch Bewegung

Mehr Energie — mehr Leistung

Das attraktive Sport- und Wohlfühlprogramm für den Start in ein gesünderes Leben. Unterbringung im Einzelzimmer — oder mit Partner im Doppelzimmer.

12 Übernachtungen mit Langschläfer-Abreise;

ärztlich optimiertes Fitnessprogramm, Vollpension,

ärztlicher Check und Abschlussgespräch* Preis pro Person: ab 2.150,— DM

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Mehr und mehr Kun-
den schreiben uns, wie
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Nobilin Sie
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Der 2. Preis geht an Max Babeliowsky. Eine Bildidee, die uns sehr gefreut hat. Für Herrn Babeliowsky und seine Familie ist Nobilin Q 10 so wichtig, dass es sogar einen festen Platz in der Hausapotheke hat.

Platz 3.
Platz 3.

Ein 3. Preis geht an Manfred Kohn. Der „flotte Oldtimer“, wie er sich selbst nennt, treibt regelmäßig Sport und unterstützt seine Gesundheit mit Nobilin Q 10 .

Sport und unterstützt seine Gesundheit mit Nobilin Q 10 . Der Große MEDICOM-Fotowettbewerb Liebe Leser, die

Der Große MEDICOM-Fotowettbewerb

Liebe Leser, die vielen Einsendungen haben uns überwältigt. Bei den zahlreichen origi- nellen Ideen ist es uns wirklich sehr schwer gefallen, die Gewinner zu ermit- teln. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, zwei dritte Preise zu verge- ben. Wir gratulieren allen Gewinnern recht herzlich.

Der MEDICOM-Einkaufsgutschein im Wert von 150 DM für den 1. Preis geht an Ingeburg Wojke (72) aus 27476 Cuxha- ven-Döse. Den 2. Preis, einen MEDICOM- Gutschein über 100 DM, bekommt Max Babeliowsky aus 48231 Warendorf. Die 3. Preise, jeweils ein MEDICOM-Gut- schein über 50 DM, gehen an Manfred Kohn (60) aus 72290 Lossburg und an Helga Sölch aus 87435 Kempten/Allgäu.

Teilnahmebedingungen

Bitte schicken Sie Ihre Fotos an

Medicom Pharma AG Kennwort „Fotowettbewerb“ Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe

Einsendeschluss für Ihre Fotos mit Nobilin Q 10 ist der 10. Oktober 2000. Bitte schicken Sie keine Originale, da wir diese aus organisatorischen Gründen nicht zurückschicken können. Mit der Einsendung erklären Sie automatisch Ihr Einverständnis für eine Veröffentlichung in der MEDICOM. Die Gewinnerfotos er- scheinen in der Ausgabe 13. Der Rechts- weg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren An- gehörige dürfen leider nicht teilnehmen.

Platz 1.
Platz 1.

Der 1. Preis geht an Ingeburg Wojke. Alle Achtung! Frau Wojke ist 72 Jahre jung. Ihre Beweglichkeit ist bewundernswert. Frau Wojkes Geheimtipp ist Nobilin Q 10 . (Die Übung ist jedoch nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen.)

Platz 3.
Platz 3.

Auch Helga Sölch gewinnt einen 3. Preis. Für Frau Sölch gibt es keinen Urlaub ohne Nobilin Q 10 und Nobilin Lyco . Ihre Fitmacher für den Skiurlaub .

10 und Nobilin Lyco . Ihre Fitmacher für den Skiurlaub . Impressum Herausgeber: Medicom Pharma AG

Impressum

Herausgeber:

Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. (0 50 41) 78-0 Fax (0 50 41) 78-11 69

Verlag,

Redaktion,

Gestaltung:

DPNY communications

Druck:

Weichelt Druck

„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG und erscheint fünfmal jährlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Herzlichen Glückwunsch! Je ein Buch „Massage von Kopf bis Fuß“ haben gewonnen: Alle Rätselfreunde, die
Herzlichen Glückwunsch!
Je ein Buch „Massage von Kopf bis
Fuß“ haben gewonnen:
Alle Rätselfreunde, die uns die Lö-
sungswörter für die MEDICOM-Ausga-
ben 8 und 9 zugesandt haben, warten
sicher schon ungeduldig auf die Namen
der Gewinner.
Auf eine Schnupperwoche im Möhne-
see-GesundheitsCentrum können sich
Hannelore Koltmann, Kirchröderstr.
67 c, 30625 Hannover
Gebhard Dölker, Grüntalerstr. 21,
72250 Freudenstadt-Wittensweiler
Hanne Beull, Mühlweg 20,
97525 Schwebheim
Hildegard
Senft,
Meisenstr.
11,
92648 Vohenstrauß, und
Maria Böger, Taubenweg 11, 71083
Herrenberg, freuen. Gute Erholung!
Dr. med. Liselotte Meissner, Hoch-
almstr. 10, 83661 Lenggries
MEDICOM sagt allen Gewinnern:
Herzlichen Glückwunsch!
Leserbriefe Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stel- lung

Leserbriefe

Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stel- lung nehmen? Oder interessante Tips zum Thema „gesund werden – gesund bleiben“ an andere Leser weitergeben? Dann schreiben Sie uns! Unsere Anschrift lautet: MEDICOM-Redaktion, Sedemünder 2, Altenha- gen I, 31832 Springe.

Glück

(MEDICOM, April 2000) Sehr geehrte MEDICOM-Redaktion, als ich die neue MEDICOM las, war ich nicht wenig überrascht. Gerade hatte ich eine Woche in einem Franziskanerin- nenkloster im Saulgau verbracht, um ab- zuschalten und zu mir und zu Gott zu finden. Es waren Stunden voller Glück. Ja, das wahre Glück ist zu finden. Ich be- danke mich für Ihren Beitrag über „Glück“. Er hat mich in meinen eigenen Gefühlen bestätigt.

Herzlichen Dank für Ihre gute Zeitschrift und freundliche Grüße.

W. Mäsing, Höxter

Sehr geehrte Frau Mäsing, Ihr Brief war für uns eine ganz große Freude und Bestätigung. Haben Sie vie- len Dank dafür, dass Sie die Zeit und die Muße gefunden haben, der Redaktion und unseren Lesern von Ihren Erfahrun- gen im Kloster zu berichten. Eine per- sönliche Erfahrung wie die Ihre ist sicher ein besonderes Geschenk. Danke, dass Sie uns daran teilhaben lassen.

Herz

(MEDICOM Februar 2000) Sehr geehrte MEDICOM-Redaktion, Ihre Zeitschrift ist sehr informativ. Ich lese sie so gern und so gründlich, wie sonst kaum eine andere Zeitschrift. Zu Ihrem Beitrag zum Thema Herz hätte ich noch eine interessante persönliche Er- fahrung beizutragen, die vielleicht für den einen oder anderen Leser interessant sein könnte. Ich bin 59 Jahre alt und habe zwei Löcher in der Vorhofscheide- wand des Herzens. Dank einer neuen Behandlungsmethode ist mir eine große Herzoperation erspart geblieben. Ich habe ein halbes Jahr nach einem Spezia- listen gesucht, der diese neue sogenannte „Schirmtechnik“ anwendet. Auf diesem Wege möchte ich das Cardiologische Centrum Bethanien in Frankfurt am Main jedem empfehlen, der unter Vor- hofseptumdefekten des Herzens leidet.

E. Seidel, Wunsiedel

Vielen Dank für Ihre Empfehlung, Herr Seidel. Sie wird bei Lesern mit ähnlichen Beschwerden sicher auf Interesse stoßen.

Wir behalten uns vor, Leserbriefe zu ändern und zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen kann keine Haftung übernommen werden.

Vitalstoff-Rezept

Makrelen-Salat

(Für 2 Personen)

D ie kalte Küche — genau das Richtige, ob zum Mittagessen oder als leichte

Kost am Abend. Mit diesem Makrelen- Salat liegen Sie genau richtig, wenn Sie Ihre Gäste verwöhnen wollen.

Wir wünschen einen guten Appetit.

Das Makrelenfilet in Stücke schneiden, mit den Tomatenvierteln, den Zwiebel- ringen und dem Salat vorsichtig mischen. Für die Sauce die saure Sahne mit dem Meerrettich verrühren; mit Pfeffer und Jodsalz, evtl. 1 Prise Zucker und Zitro- nensaft abschmecken. Danach die fein gehackte Petersilie zugeben.

Nun den Salat mit der Sauce anrichten und abschmecken. Dazu Vollkornbrot servieren.

Zubereitung

Den Eisbergsalat putzen, die Salatblätter kurz waschen und dann gut abtropfen las- sen. Die Tomate ebenfalls waschen, dann vierteln und den Stielansatz entfernen. Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden.

NÄHRWERTANGABEN (Pro Portion) ZUTATEN Energie 479 kcal Protein 28 g 200 g geräuchertes Fett 22
NÄHRWERTANGABEN
(Pro Portion)
ZUTATEN
Energie
479
kcal
Protein
28 g
200
g
geräuchertes
Fett
22 g
Makrelenfilet (1 Stück)
Kohlenhydrate
41 g
Ballaststoffe