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Xenical – die „Anti-Fett-Pille“

das? zu hungern?

Geht ohne

Schlankwerden

TItelbild: DPNY / INDEX

zu hungern? Geht ohne Schlankwerden TItelbild: DPNY / INDEX NEWS GESUNDHEIT TIPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE

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GESUNDHEIT

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ERNÄHRUNG

DPNY / INDEX NEWS GESUNDHEIT TIPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM
DPNY / INDEX NEWS GESUNDHEIT TIPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM

AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 4. Ausgabe, Januar 1999

Winter- Winter-

depression

depression

WasWas stecktsteckt dahinter?dahinter?

Wie Sonne, Hormone und Zucker unsere Stimmung beeinflussen 9 Tips gegen schlechte Laune unsere Stimmung beeinflussen 9 Tips gegen schlechte Laune

Netzhaut-Implantat:Zucker unsere Stimmung beeinflussen 9 Tips gegen schlechte Laune Forscherteams entwickeln eine lernfähige Sehprothese

Forscherteams entwickeln eine lernfähige Sehprothese

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W inter in Deutschland. Nach ihrem viel zu kurzen Gastspiel im Sommer hat die Sonne
W inter in Deutschland. Nach ihrem viel zu kurzen Gastspiel im Sommer hat die Sonne

W inter in Deutschland. Nach ihrem viel zu kurzen Gastspiel im

Sommer hat die Sonne bereits seit gerau- mer Zeit ihren jahreszeitlich bedingten Rückzug angetreten. Grau ist seitdem die vorherrschende Farbe des Himmels und mit den Temperaturen scheint auch die Stimmung vieler Menschen auf den Nullpunkt zu sinken. Wie kommt es, daß etwa jeder zehnte im Winter unter Depressionen leidet? Und was hilft, um dem winterlichen Stimmungstief zu begegnen? Das haben wir ab Seite 12 für Sie recherchiert. Während sich der Sonnenmangel für die meisten von uns „nur“ auf die Stimmung auswirkt, können die Dämmerstunden anderen Menschen Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung geben. Wer im Dunkeln schlecht sieht, leidet möglicherweise

unter „Retinitis pigmentosa“, einer Erkrankung der Netzhaut, die zu völliger Erblindung führen kann. Forscherteams haben sich nun zum Ziel gesetzt, ge- meinsam ein Netzhaut-Implantat zu ent- wickeln. Über den neuesten Stand der Technik informieren wir Sie ab Seite 10. Haben Sie während der Feiertage kalori- enmäßig „über die Stränge geschlagen“? Für alle, die ein paar Kilo abnehmen möchten, haben wir auf den Seiten 6 und 20 zwei aktuelle Diätmaßnahmen kritisch unter die Lupe genommen: Die Trenn- kost-Methode und die Schlankheits- Pille Xenical. Ganz gleich, ob Sie sich für dieses Jahr etwas Besonderes vorge- nommen haben oder Ihr Leben einfach weiterhin gesund genießen möchten, wir wünschen Ihnen für 1999 alles Gute – vor allem Gesundheit und Wohlbefinden.

1999 alles Gute – vor allem Gesundheit und Wohlbefinden. Mit freundlichen Grüßen Ihre Petra Wons Vorstand

Mit freundlichen Grüßen

allem Gesundheit und Wohlbefinden. Mit freundlichen Grüßen Ihre Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma AG INHALT

Ihre Petra Wons

Vorstand der Medicom Pharma AG

INHALT Kurzmeldungen Männer in den Wechseljahren Xenical – was kann die Wunderpille wirklich? 4 6
INHALT
Kurzmeldungen
Männer in den Wechseljahren
Xenical – was kann die Wunderpille wirklich?
4
6
Bewegung & Fitneß
Fitneß-Walking: schrittweise zu mehr Gesundheit
8
Neues aus der Forschung
Gute Aussichten für Menschen mit Netzhaut-
degeneration: das Retina-Implantat
Seite 6
10
Seite 10
Seite 10
Titelthema
Stimmung oder Krankheit? Was verbirgt sich hinter
der Winterdepression?
9 Tips, mit denen schlechte Laune keine Chance hat
12
16
Gesundheit & Recht
Das „Grüne Rezept“ – Ärzte empfehlen Hausmittel
17
Körper & Seele
Bloß nicht aus der Haut fahren: Neurodermitis
18
Seite 12
Gesund Essen
Trennkost – was ist das Geheimnis der
„Diät für Genießer“?
Unser Vitalstoffrezept
20
21
Rubriken
Editorial
3
Leserbriefe/Impressum
22
Seite 20
Rätselseite
23
3
++++++++++++++++ Schneller gesund durch Grippe-Pille England. Wenn Fieber, Glieder- schmerzen und Erschöpfung unse-
++++++++++++++++ Schneller gesund durch Grippe-Pille England. Wenn Fieber, Glieder- schmerzen und Erschöpfung unse-

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Schneller gesund durch Grippe-Pille

England. Wenn Fieber, Glieder- schmerzen und Erschöpfung unse- ren Körper quälen, ist es wieder soweit: Die Grippewelle hat uns erwischt. Jahr für Jahr erkranken Millionen Bundesbürger an Influ- enza. Bisher blieb den Betroffenen nichts anderes übrig, als zu warten, bis das Virus vom körpereigenen Immunsystem erfolgreich bekämpft wurde. Je nach Art der Viren und Widerstandskraft des Immunsystems konnte dies eine relativ lange Zeit in Anspruch nehmen. Nun soll ein neues Medikament Grippekranken Erleichterung brin- gen: Die Grippe-Pille GS 4104 hilft gegen die geläufigsten Grippeviren und verkürzt die Krankheitsdauer. Das bewiesen zwei klinische Studien der University of Rochester. Bei 629 Patienten in den USA und 710 Patienten in Kanada, Europa und China konnte die Grippe-Pille die Krankheitszeit um 30 bzw. 33 Pro- zent verkürzen. Auch die Schwere der Erkrankung konnte durch das Medikament um bis zu 40 Prozent gemildert werden. Anders als her- kömmliche Medikamente attackiert GS 4104 den Virus direkt: Es bindet das Virusenzym Neuraminidase und verhindert damit, daß sich der Erre- ger vermehren und verbreiten kann.

FOTO: TONY STONE

Stark vergrößerte Aufnahme des Influenza-Virus

FOTO: INDEX
FOTO: INDEX

Zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr leiden auch Männer unter typischen Beschwerden der Wechseljahre.

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Männer in den Wechseljahren

Deutschland. Wechseljahre treffen nicht nur die Frauen: Jeder zweite Mann ab 45 leidet unter denjenigen Beschwerden, die normalerweise der weiblichen Menopause zugeschrieben werden. Das ergab eine Umfrage des EMNID-Instituts (Institut für Markt- forschung). Hitzewallungen, Schlaf- störungen und Niedergeschlagenheit gehören zu den am häufigsten ge- nannten Symptomen.

Chaos im Hormonhaushalt

Obwohl man bei Männern nicht von Wechseljahren im eigentlichen Sinn sprechen kann, ist auch hier oftmals ein Hormonmangel für die Be- schwerden verantwortlich. Denn ab der Lebensmitte läßt auch beim männlichen Geschlecht die Hormon- produktion nach. Die Begleiter- scheinungen treffen manchen Mann bereits mit 45, andere Männer erst im 60. Lebensjahr. Gegen die typi- schen Beschwerden in der Lebens- mitte kann jedoch jeder einzelne etwas tun.

So kommen Sie besser durch die Wechseljahre

Bauen Sie unnötigen Streß ab. Verzichten Sie darauf, krampfhaft Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. Genießen Sie lieber die Jahre, die noch vor Verzichten Sie darauf, krampfhaft Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. Genießen Sie lieber die Jahre, die noch vor Ihnen liegen – möglichst auf gesunde Weise!

Viel Bewegung und soziale Akti- vitäten steigern die Lebensfreude und schützen außerdem Herz–, Kreis- lauf und Knochen vor typischen Ver- vitäten steigern die Lebensfreude und schützen außerdem Herz–, Kreis- lauf und Knochen vor typischen Ver- schleißerscheinungen.

Eine abwechslungsreiche Ernäh- rung mit vielen frischen Zutaten ver- sorgt den Körper mit den Vitaminen und Spurenelementen, die er braucht, um mit den Wechseljahren und den Krankheiten, die mit dieser Lebens- phase einhergehen können (z. B. Bluthochdruck und Herzbeschwerden), besser fertigzuwerden.

Pflanzliche Mittel, wie Johannis- kraut, entspannen und helfen mild gegen Stimmungsschwankungen. Sie sind rezeptfrei erhältlich. Bei be- sonders starkem Hormonmangel kann Ihnen ein Facharzt (Urologe) ein Hormonpräparat verordnen.

erhältlich. Bei be- sonders starkem Hormonmangel kann Ihnen ein Facharzt (U rologe) ein Hormonpräparat verordnen.
erhältlich. Bei be- sonders starkem Hormonmangel kann Ihnen ein Facharzt (U rologe) ein Hormonpräparat verordnen.
+++++++++++++++++ Calcium schützt vor Dickdarmkrebs USA. Daß Calcium die Knochen stärkt, ist schon lange
+++++++++++++++++ Calcium schützt vor Dickdarmkrebs USA. Daß Calcium die Knochen stärkt, ist schon lange

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Calcium schützt vor Dickdarmkrebs

USA. Daß Calcium die Knochen stärkt, ist schon lange bekannt. Neu hingegen ist die Erkenntnis, daß eine calciumreiche Ernährung das Risiko senken kann, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Diesen Effekt beobachte- ten US-Wissenschaftler im Rahmen einer Studie in New York. Sie untersuchten 70 Personen, die unter gutartigen Wucherungen im Dickdarm litten. Während 37 Studien- teilnehmer einer calciumreichen Ernährung mit vielen fettarmen

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Handys: Gefahr für Herz und Hirn

Deutschland. Wie praktisch, wenn man jederzeit telefonisch erreichbar ist. Per Mobiltelefon ist das heutzu- tage kein Problem mehr. Doch die Mobilität hat ihren Preis: Häufiges Telefonieren per Handy treibt den Blutdruck in die Höhe und belastet das Gehirn. Zu diesem Ergebnis ka- men Neurologen der Universität Freiburg. Sie schnallten zwölf ge- sunden Testpersonen fünf Tage lang ein Handy aufs rechte Ohr und steu- erten per Fernschaltung die Ruf- bereitschaft des Geräts. Sobald das Gerät eingeschaltet wurde, erhöhte sich der Blutdruck der Studienteil- nehmer um etwa 10 Prozent. Auch

die Gehirnleistungen werden be- trächtlich beeinflußt: Gedächtnis, Reaktionsschnelligkeit und räumliche Vorstellungskraft leiden. Die Forscher vermuten, daß das elektromagne- tische Feld, das beim Einschalten des Gerätes entsteht, den Druck in den feinen Blutgefäßen erhöht.

++++++++++++++++ Sekundäre Pflanzen- stoffe gegen Vergeß- lichkeit im Alter Milchprodukten (bis zu 1.200 mg Calcium
++++++++++++++++
Sekundäre Pflanzen-
stoffe gegen Vergeß-
lichkeit im Alter
Milchprodukten (bis zu 1.200 mg
Calcium pro Tag) folgten, behielten
33 Personen ihre Ernährungsge-
wohnheiten bei. Nach sechs bis
zwölf Monaten klangen die Be-
schwerden bei den Personen ab, die
sich calciumreich ernährten. Bei
ihnen, so stellten die Forscher
fest, ließ das Wachstum derjenigen
Zellen, die als Indikator für das
Krebsrisiko gelten, deutlich nach.
Die Wissenschaftler vermuten, daß
Calcium wie ein Schutzfaktor wirkt.
Das Mineral bindet Gallen- und
Fettsäuren im Dickdarm und verhin-
dert so, daß diese Substanzen die
empfindliche Schleimhaut reizen.
USA. Mahlzeiten, die reich an Obst
und Gemüse sind, können den Ver-
lust kognitiver Fähigkeiten im Alter
verhindern. Insbesondere in Spinat
und Erdbeeren stecken viele sekun-
däre Pflanzenstoffe und Antioxi-
dantien – jene Stoffe, die sich als
wirkungsvolle Mittel gegen Alters-
vergeßlichkeit, aber auch gegen das
Schwinden motorischer Fähigkeiten
erwiesen haben.
Sechs Monate lang fütterte ein
Forscherteam an der amerikanischen
Tufts University in Boston Ratten
mit verschiedenen Lebensmitteln.
Danach mußten die Tiere in ver-
schiedenen Aufgaben die Leistungs-
fähigkeit ihres Gehirns unter Be-
weis stellen. Das Ergebnis: Ratten,
die mit Erdbeeren und Spinat
gefüttert wurden, hatten ein besse-
res Erinnerungsvermögen als ihre
normal ernährten Artgenossen. Die
Untersuchung des Gehirns auf
typische Altersschäden ergab, daß
der Funktionsverlust der Nerven-
zellen bei den „Spinat-und-Erd-
beer-Ratten“ wesentlich langsamer
vor sich ging. Die Wissenschaftler
machen hierfür die in Spinat und in
Erdbeeren reichlich vorhandenen
Antioxidantien verantwortlich. Ver-
mutlich, so das Fazit des Forscher-
teams, schützen Nahrungsmittel
wie Spinat und Erdbeeren, die eine
Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe
enthalten, in höherem Maß vor
Oxidantien, als andere Lebensmittel
mit antioxidativen Eigenschaften.
Als Oxidantien oder Freie Radikale
werden aggressive Sauerstoffver-
bindungen bezeichnet. Sie schädi-
gen die Zellen und spielen eine
führende Rolle bei altersbezogenen
Veränderungen.
5
FOTO: INDEX
Sind die Sind d i e fetten fetten Jahre Jahre Xenical – was die Wunderpille

Sind die

Sind

die fettenfetten JahreJahre

Xenical – was die Wunderpille wirklich kann

bald bald vorbei? vorbei?

K eine Abspeckmethode scheint auf Dauer stark genug, um die

Traumfigur zu garantieren. Das soll sich jetzt ändern: mit Xenical, der neuen Diät-Pille vom Schweizer Pharma-Unternehmen Hoffmann- La Roche. Xenical ist das erste in Europa zu- gelassene Medikament einer neuen Generation von Mitteln gegen un- erwünschte Pölsterchen. Am 21. September kam die Wunderwaffe bei uns auf den Markt; sie soll nun dem Fett zu Leibe rücken. Doch kann der umstrittene Fett- löser tatsächlich den geheimen Wunsch vieler Überge- wichtiger erfüllen,

ohne Selbstkasteiung abzunehmen und überflüssige Pfunde loszuwerden, ohne auf leibliche Genüsse verzichten zu müssen? Nach der Schweins- haxe gleich die Anti-Fett-Pille? Die Schlankmacher der Vergangenheit – allesamt Verwandte der Aufputsch- droge Amphetamin – haben sich als risikoreich und wenig wirksam er- wiesen. Ist nun endlich das Wunder- mittel zum Abnehmen erfunden?

FOTO: TONY STONE
FOTO: TONY STONE

Wer schlanker werden will, dem hilft nur eins:

den Gürtel enger schnallen und bewußter essen.

Xenical hemmt die Fettaufnahme

Im Gegensatz zu bisherigen Medi- kamenten, den sogenannten Appe- titzüglern, dämpft Xenical nicht das Hungerempfinden im Gehirn, son- dern wirkt lokal über den Darm. Die rezeptpflichtige „Fett-weg-Pille“ mit dem Wirkstoff Orlistat hemmt die Aufnahme von Fett im Dünndarm, indem sie die Wirkung des Enzyms Lipase beeinträchtigt. Die Lipase ist verantwortlich für die Fettspaltung. Nur gespaltenes Fett kann aber vom Körper aufgenommen werden und führt dann eventuell zu Fettleibigkeit.

Durch Xenical wird ein Drittel des Nahrungsfettes nicht mehr vom Körper aufgenommen, sondern un- gebraucht wieder ausgeschieden.

Die Pille allein macht noch keinen schlanken Menschen

Xenical verspricht nicht, daß die Pfunde purzeln, aber eine Gewichts- reduktion von 10 bis 15 Prozent in zwei Jahren. Dazu muß dreimal täg- lich jeweils zu den Mahlzeiten eine Kapsel geschluckt werden. Da der Wirkstoff Orlistat vom Organismus praktisch nicht aufgenommen wird, gilt er als sehr gut verträglich. Die Einnahme sollte von leichter Diätkost, mit einem Kalorienanteil aus Fett von ca. 30 Prozent, begleitet werden.

Die Kehrseite der Medaille

Xenical hemmt nicht nur die Fett- aufnahme, sondern behindert gleich- zeitig auch die Aufnahme der fett- löslichen Vitamine A, E, D und K. Deshalb empfiehlt sich eine vitamin- reiche Ernährung. Sinnvoll ist auch die Einnahme zusätzlicher Vitamin- präparate. Xenical nutzt das Prinzip von Belohnung und Strafe: Nur wer Fett konsequent meidet, darf auf eine beschwerdefreie Verdauung hoffen. Disziplinlose hingegen müssen mit schmierigen Durchfällen – sogenann- ten Fettstühlen – rechnen, die sich nicht immer rechtzeitig anmelden. Auch dieser sogenannte Fett-Blocker schützt nicht vor dem frustrierenden Jojo-Effekt. Wer einmal mit Xenical angefangen hat, muß dabeibleiben. Denn sobald das Medikament abge- setzt wird, setzt das Fett wieder an.

FOTO: TONY STONE

Xenical für alle - wird Deutschland jetzt schlanker? Wohl kaum. Denn Xenical ist nicht die

Xenical für alle - wird Deutschland jetzt schlanker?

Wohl kaum. Denn Xenical ist nicht die Allround-Pille zum Schlank- schlemmen, sie ist nicht dazu da, daß das Kleid vom letzten Sommer

Fettsüchtige haben eine geringere Lebensqualität und eine niedrigere Lebenserwartung, denn ihr Überge- wicht begünstigt Herz-, Kreislauf- und Gefäßkrankheiten, Gelenkver- schleiß und Diabetes. Bei zwei

Dritteln aller Diabetikern ist Adi- positas die Ursache ihrer Erkrankung. Weil die Zahl der Adipösen, vor allem in den jüngeren Alters- gruppen, weiter zu- nimmt, rechnen Ex- perten mit einem Anstieg der Diabetes- Fälle auf eine halbe Milliarde weltweit. Mittlerweile ist die Behandlung von Adi- positas in eine neue

Phase getreten: Viel-

versprechende Medi- kamente lassen langfristig auf eine höhere Erfolgsrate in der Adipositas- Therapie hoffen. Die moderne Methode basiert nicht auf Kalorien- zählen, sondern vielmehr auf flexibler Verhaltenstherapie. Kohlen- hydrate dürfen in beliebiger Menge zugeführt werden, nur der Fettver- zehr soll reduziert werden.

FOTO: LA ROCHE
FOTO: LA ROCHE

So wirkt Xenical: Der Xenical-Wirkstoff Orlistat (türkis) blockiert das Verdauungsenzym Lipase (blau). Die Folge: Fett wird nicht abgebaut,

sondern unverdaut ausgeschieden.

wieder paßt. Das Mittel soll lediglich stark übergewichtigen und an Fettsucht (Adipositas) leidenden Menschen helfen, durch Umstellung ihrer Ernährungsgewohnheiten ab- zunehmen. Normal- oder leicht Übergewichtigen ist das Mittel grundsätzlich nicht zu empfehlen. Laut Hersteller darf Xenical nur bei krankhaftem Übergewicht verschrie- ben werden, genauer ab einem Körpermassenindex von 30 an. Die Kennzahl BMI (Body mass index) ergibt sich aus dem Gewicht in Kilogramm, dividiert durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Gesundheitsrisiko

Übergewicht

Weltweit gibt es mehr als 100 Millionen Übergewichtige. Allein in Deutschland bringt mindestens jeder dritte Erwachsene zuviel auf die Waage, und jeder fünfte Deutsche soll bereits an Adipositas leiden.

Die Macht des Schönheitsideals

Viele Frauen denken, daß die mei- sten Männer einen BMI wie den von Claudia Schiffer besonders attraktiv finden. Ihr Wunschgewicht liegt im Untergewichtsbereich – und oftmals greifen sie zu gesundheitsschädigen- den Mitteln wie Appetitzüglern, Abführmitteln und Entwässerungs- tabletten, um es zu erreichen. Umfrageergebnissen zufolge teilen Männer diese Sicht nicht: Ihrer Meinung nach muß eine Frau kei- neswegs „schlank wie eine Gazelle“ sein, um als attraktiv zu gelten.

Allerdings existiert auch bei ihnen ein ähnliches Phänomen: Sie glau- ben irrtümlicherweise, Frauen träum- en von Männern mit Bodybuilder- Figur. Das mag daran liegen, daß Schlanksein in unserer erfolgsorien- tierten Gesellschaft zum Wert an sich geworden ist. Dicke gelten als faul und willensschwach. So ist es nicht verwunderlich, daß Abnehmwil- lige Apothekern die Türen einrennen.

Der Preis der Schlankheit heißt noch immer: Disziplin

Die Traumfigur aus der Pillendose bleibt aber wohl vorerst ein Traum. Für Euphorie kein Anlaß, denn: Eine dauerhafte Gewichtsabnahme ist nur als Teil eines ausgefeilten Therapie- konzepts in Sicht. Sein Übergewicht verliert langfristig nur derjenige, der sein Eßverhalten ändert und sich regelmäßig bewegt.

der sein Eßverhalten ändert und sich regelmäßig bewegt. WISSENSWERT Wie ensteht Fettsucht? Fettsucht (Adipositas)

WISSENSWERT

Wie ensteht Fettsucht?

Fettsucht (Adipositas) entwickelt sich in der Regel durch das Zusammenspiel von genetischer Disposition und Verhaltensmustern, die ein Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch fördern, was letzlich zu einer posi- tiven Energiebilanz führt. Dabei spielt die Energiedichte, also der Energiegehalt, dividiert durch das Gewicht der Nahrung, eine wichti- ge Rolle. Je reicher an Fett und je ärmer an Ballaststoffen die Speisen sind, desto höher ist ihre Energie- dichte. Diese wirkt sich direkt auf das Körpergewicht aus. Überflüs- sige Pfunde häufen sich also an, wenn die Energieaufnahme ständig den individuellen Energiebedarf überschreitet.

sige Pfunde häufen sich also an, wenn die Energieaufnahme ständig den individuellen Energiebedarf überschreitet. 7
sige Pfunde häufen sich also an, wenn die Energieaufnahme ständig den individuellen Energiebedarf überschreitet. 7
Schritt für Schritt zu mehr Gesundheit A lles, was Sie brauchen, sind ein Paar Schuhe
Schritt für Schritt zu mehr Gesundheit A lles, was Sie brauchen, sind ein Paar Schuhe

Schritt für Schritt zu mehr Gesundheit

A lles, was Sie brauchen, sind ein Paar Schuhe und – sofern

Sie draußen „walken“ – Kleidung, die dem Wetter entspricht. Damit sind Sie bestens für die neue Ausdauersportart gerüstet!

Mit Ausdauer zu mehr Power

Walking (= zügiges Gehen) ist seit einiger Zeit in aller Munde. Das stramme Marschieren setzt sich mehr und mehr als idealer Ausdauersport für Jung und Alt durch. Dabei ist sein Vorläufer, nämlich das Spazieren- gehen an der frischen Luft, eigentlich ein alter Hut. Der Unterschied zum gemütlichen Schlendern besteht vor- nehmlich in der Geschwindigkeit: Die ist nämlich wesentlich höher und befindet sich irgendwo zwischen Gehen und Laufen. Und genau hierin liegt der Vorteil dieser Sportart: Wer zum Beispiel sechs Kilometer im Schnellschritt zurücklegt, verbrennt fast ebenso viele Kalorien wie beim Joggen, belastet seine Gelenke jedoch um ein Vielfaches weniger. Walking ist weniger anstrengend als Joggen und erfordert keine besonde- ren sportlichen Fertigkeiten. Es kann bis ins hohe Alter problemlos betrie- ben werden, birgt kaum Verletzungs- risiken und ist zweifellos überaus gesundheitsfördernd. Grund genug, sich die Schuhe zu schnüren und ein- fach loszulegen, finden Sie nicht auch?

Walking stärkt Herz und Kreislauf

Walking zählt, ebenso wie Jogging, Tennis oder Schwimmen, zu den „aerobischen“ Sportarten. Mit „aero- bisch“ (griech. „mit Luft“) bezeichnen Fitneßexperten Bewegungen, die den Pulsschlag erhöhen und die Atmung beschleunigen. Regelmäßig und lang genug durchgeführt, helfen aerobi- sche Übungen dem Herzen und dem gesamten Kreislauf, effizienter zu arbeiten. Das ist insbesondere für Menschen in der zweiten Lebens- hälfte interessant, denn durch die verbesserte Herztätigkeit (Walking senkt die Herzfrequenz und vergrößert das Schlagvolumen des Herzens) kann der Ausdauersport helfen, die Herz- infarktgefahr zu verringern und Bluthochdruck zu bekämpfen.

Aber auch für den restlichen Organismus bietet Walking eine Reihe von Vorteilen. Denn es:

stärkt die Bein- und Gesäßmus- kulatur, entlastet Hüft- und Knie- gelenke und macht Sehnen, Bänder und Knorpel elastischer;

verursacht kaum jemals Zerrungen oder Krämpfe und erhöht die Wider- stands fähigkeit der Muskulatur; - standsfähigkeit der Muskulatur;

beansprucht die Rückenmuskula- tur, verbessert dadurch die Wirbel- säulenstellung und beugt Rückenbe- schwerden und Verspannungen vor;

stoppt den Knochenabbau und verringert die Osteoporosegefahr;

erhöht die Sauerstoffaufnahme- kapazität, steigert die Leistungsfähig- keit (man ermüdet langsamer) und

kurbelt den Stoffwechsel an (man verbrennt mehr Fett).

und kurbelt den Stoffwechsel an (man verbrennt mehr Fett). Doch Walking tut nicht nur dem Körper
und kurbelt den Stoffwechsel an (man verbrennt mehr Fett). Doch Walking tut nicht nur dem Körper
und kurbelt den Stoffwechsel an (man verbrennt mehr Fett). Doch Walking tut nicht nur dem Körper
und kurbelt den Stoffwechsel an (man verbrennt mehr Fett). Doch Walking tut nicht nur dem Körper
und kurbelt den Stoffwechsel an (man verbrennt mehr Fett). Doch Walking tut nicht nur dem Körper

Doch Walking tut nicht nur dem Körper gut; es steigert auch das psy- chische Wohlbefinden:

Die regelmäßige Bewegung hilft, Angst und Depressionszustände ab- zubauen und Streß leichter zu bewäl- tigen. Auch das Selbstwertgefühl und die Konzentrations- und Gedächtnis- fähigkeiten steigen.

MEDICOM TIPS So ist´s richtig Die stolze, aufrechte Körperhaltung ist charakte- ristisch fürs Walking und
MEDICOM
TIPS
So ist´s richtig
Die stolze, aufrechte Körperhaltung ist charakte-
ristisch fürs Walking und sorgt für die nötige
Körperspannung. Während der Oberkörper ruhig
bleibt und die Hüfte in Gehrichtung zeigt,
schwingen die angewinkelten Arme gegengleich
vor und zurück (Über-Kreuz-Koordination). So
unterstützen sie die Abstoßbewegung der Beine.
Die Ferse setzt zuerst auf, und man rollt über den
gesamten Fuß ab.
Wichtig! Die Knie sind beim Aufsetzen leicht
gebeugt, und stets hat ein Fuß Kontakt zum
Boden. So schonen Sie Ihre Gelenke.
FOTO: BAVARIA
MEDICOM TIPS Faustregeln fürs Walking Walking ist kinderleicht, kostet fast nichts und kann überall durchgeführt
MEDICOM
TIPS
Faustregeln fürs Walking
Walking ist kinderleicht, kostet fast
nichts und kann überall durchgeführt
werden. Ob Sie auf dem Laufband
eines Fitneßcenters trainieren oder
den Park in Ihrer Nähe mit flotten
Schritten durchqueren, der Effekt ist
hier wie dort immer gleich gut. Damit
Sie den optimalen Trainingserfolg
erzielen, hier ein paar Faustregeln,
die Sie beachten sollten.
Begeben Sie sich mindestens
4mal pro Woche (mindestens
30 Minuten, besser länger!)
auf die Gehstrecke.
Dehn- und Streckübungen
vor und nach dem Training för-
dern die Beweglichkeit und helfen,
Verletzungen zu vermeiden. Mit
einem weiten Ausfallschritt können
Sie die Leistengegend und die vordere
Oberschenkel-Muskulatur dehnen.
Kniegelenk und Fußknöchel bilden
dabei eine senkrechte Linie, und der
Rücken bleibt gerade. 30 Sekunden
halten, dann das Bein wechseln. Ins-
gesamt 5mal pro Bein durchführen.
Nicht zu langsam und nicht zu
schnell! Eine gute Methode, um her-
auszufinden, ob Sie ein angemesse-
nes Tempo erreicht haben: Wenn Sie
sich ausgiebig nebenbei unterhalten
können, ist das Tempo zu langsam.
Ist es Ihnen unmöglich, mit Mit-
Walkern zu sprechen, sollten Sie das
Tempo drosseln.
Gesundheits-Check. Sofern Sie
über 40 Jahre alt sind oder bestimmte
gesundheitliche Probleme haben,
sollten Sie vor Beginn des Trainings
Rücksprache mit Ihrem Hausarzt hal-
ten. In den meisten Fällen bestehen
keinerlei gesundheitliche Bedenken,
die gegen das Walking sprechen –
schließlich wird es sogar Herzinfarkt-
patienten als Rehabilitationsmaß-
nahme empfohlen.
sprechen – schließlich wird es sogar Herzinfarkt- patienten als Rehabilitationsmaß- nahme empfohlen. FOTO: JUMP 9

FOTO: JUMP

Brille mit lichtemp- Motiv eingebauter Pupille Linse Retina findliche Minikamera Sinneszellen Laser Iris
Brille mit lichtemp- Motiv eingebauter Pupille Linse Retina findliche Minikamera Sinneszellen Laser Iris
Brille mit
lichtemp-
Motiv
eingebauter
Pupille
Linse
Retina
findliche
Minikamera
Sinneszellen
Laser
Iris
Retina- Sehnerv
Implantat
Hornhaut
(Mikrochip)
GRAFIK.DPNY

So funktioniert das Retina-Implantat: Durch eine Brille, in die eine Minikamera und ein Neurocomputer ein- gebaut sind, werden Laserimpulse auf eine auf der Netzhaut plazierte Mikrokontaktfolie (Retina- Implantat) übertragen. Diese leitet die Information über das einfallende Licht über einen Verstärker an die intakten Zellen weiter.

Gute Aussichten für Menschen mit Netzhautdegeneration

RetRetiinana-I-Implantatmplantat

H offnung für Menschen mit gene- tisch bedingter Netzhautdegene-

ration (Retinitis pigmentosa): Seit einigen Jahren arbeiten zahlreiche Wissenschaftler in aller Welt daran, das Sehvermögen Blinder wieder- herzustellen. Dieses ehrgeizige Ziel wollen sie mit Hilfe einer in die Netzhaut implantierten Prothese er- reichen. Dieses sogenannte Retina-

Implantat ist nun in Sichtweite gerückt und macht Betroffenen Mut, denn die Netzhaut ist nicht regene- rationsfähig. Was verloren ist, kann nicht wiedergebracht werden. Bisher gibt es auch keine wirkungsvolle Therapiemethode für Retinitis pig- mentosa – doch das kann sich schon

in absehbarer Zeit ändern. Die Möglichkeit, Erblindeten den Traum vom „Wieder-Sehen“ zu erfüllen, reizt Wissenschaftler schon seit Jahrzehn- ten. Pionierarbeit auf diesem Gebiet leistete ein amerikanischer Forscher. Obwohl sich die wissenschaftliche Welt 1967 im Anschluß an ein Sym- posium einig war, daß die Erstellung von Sehprothesen unmöglich sei, konnte jener Wissenschaftler 1967 mit elektrischer Stimulation einen ersten, wenn auch geringen Erfolg erzielen. Heute ist man dem Ziel, ge- eignete Mikroelektronik zu entwik- keln, schon sehr nahe gekommen. Die Herausforderung besteht darin, diese mit dem Nervensystem zu verknüpfen.

Sehen mit dem Mikrochip oder der künstlichen Netzhaut

Inzwischen arbeiten mehrere inter- disziplinäre Forschergruppen in verschiedenen Ländern darauf hin, Retina-Implantate für Blinde mit Netzhautdegenerationen zu ent- wickeln, die es ermöglichen sollen, zumindest einen gewissen Grad der Sehfähigkeit wiederzuerlangen. Was beim Hören mit künstlichen Hörschnecken („Cochlea-Implantate“) bereits erprobt ist, könnte auch für den Sehsinn möglich werden: das Sehen mit Hilfe eines Mikrochips. Während man in Amerika den Einsatz solarzellenbetriebener Mikro- chips testet, erforschen japanische Bioelektroniker gar die Möglich- keiten einer künstlichen Retina aus lebenden Nervenzellen.

Deutsches Forscherteam arbeitet an einer lernfähigen Sehprothese

Auch in Deutschland ist die For- schung auf einem hohen Niveau. Dafür sorgen sowohl das beachtliche Förderungsbudget des Bundesminis- teriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) in Höhe von 10 Millionen DM als auch hochqualifizierte Wissen- schaftler. 14 Expertengruppen be- schäftigen sich hierzulande mit der Verbesserung des Sehvermögens für Betroffene mit retinalen Degenera- tionen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Eckmiller, dem Chef der Abteilung Neuroinformatik am Institut für Informatik der Uni- versität Bonn, entwickeln sie eine teilweise implantierbare, lernfähige Sehprothese. Die für ein solches Projekt ungewöhnlich große Anzahl von Forschern läßt darauf hoffen, daß sich bald Resultate einstellen. Die größten Probleme der Wissen- schaftler: Mikrotechnologie zu ent- wickeln ist das eine – in die biologi- schen Geheimnisse vorzudringen das

andere. Unser menschliches Infor- mationssystem funktioniert anders als das elektronische: Computer benötigen

andere. Unser menschliches Infor- mationssystem funktioniert anders als das elektronische: Computer benötigen vollständige Informatio- nen, um bestimmte Dinge erkennen zu können. Das menschliche Gehirn hingegen kann schon aus wenigen Anhalts- punkten ein komplettes Bild zu- sammensetzen und ist auch dann noch lern- und funktionsfähig, wenn Teilbereiche zerstört sind. Und es kann sich selbst organisieren. Man

will versuchen, diese „neuronale Informationsverarbeitung“ technisch nachzubauen. Mit der neuen elek- tronischen Sehprothese wird die Lebensqualität von Blinden mit Netzhautschäden verbes- sert werden. Bei vielen Patienten, die an alters- bedingter Netzhautdege- neration leiden, sind nur die lichtempfindlichen Zellen verkümmert, die tieferliegenden Sehzonen bleiben jedoch teilweise funktionsfähig. Mittels einer Brille mit einer ein- gebauten Minikamera und einem Neurocomputer sollen deshalb Laserimpulse auf eine auf der Netzhaut plazierte Mikrokon- taktfolie übertragen werden. Diese wird die Information über das ein- fallende Licht über einen Stimulator an die intakten Zellen weitergeben. Die Prognose: Bereits in naher Zukunft wollen die Wissenschaftler erste Ergeb- nisse präsentieren: lernfähige Com- puter, die sich direkt mit dem mensch- lichen Nervensystem in Verbindung setzen, Informationen von außen auf-

nehmen, verarbeiten und weiterleiten können. Am Ende der jetzt zur Hälfte abgelaufenen vierjährigen Förderphase soll ein Funktionsmuster des Retina- Implantats entwickelt und erfolgreich

des Retina- Implantats entwickelt und erfolgreich WISSENSWERT Was ist Retinitis pigmentosa?
WISSENSWERT Was ist Retinitis pigmentosa? Netzhautdegeneration (Retinitis pigmentosa) macht sich häufig dadurch
WISSENSWERT
Was ist Retinitis pigmentosa?
Netzhautdegeneration (Retinitis
pigmentosa) macht sich häufig
dadurch bemerkbar, daß der Be-
troffene Schwierigkeiten hat, bei
Dunkelheit noch gut zu sehen. Die
genetische Störung kann durch
die Degeneration der Netzhaut
bis zum ca. 40. Lebensjahr zu völ-
liger Blindheit führen. Allein in
Deutschland leiden etwa 30.000
Menschen an Retinitis pigmentosa
(RP) sowie mehrere hunderttausend
an Makuladegeneration. Beide Er-
krankungen gelten zur Zeit als
unheilbar. Je nach Veranlagung in
der Familie beginnt die Netzhaut
irgendwann im Alter zwischen
zehn Jahren und Mitte Dreißig zu
„degenerieren“. Das bedeutet, daß
zuerst die Zellen am Rand der
Netzhaut absterben. Dann weitet
sich dieses „Zellsterben“ langsam
aus und hinterläßt nur einen
kleinen Bereich funktionsfähiger
Zellen in der Nähe des Sehzen-
trums. Der Betroffene nimmt die
Welt nur noch durch einen
schmalen Lichttunnel wahr, bis das
Absterben des Gewebes schließlich
auch auf die besonders wichtigen
Bereiche in der Netzhaut, die u. a.
für die Farbwahrnehmung verant-
wortlich sind, übergreift.
Bei Retinitis pigmentosa kann es zu einem fortschrei-
tenden Verfall des Sichtfeldes kommen.
tierexperimentiell getestet sein. In der
zweiten Phase sollen die ersten
Erprobungen bei einer kleinen Anzahl
von Betroffenen vollzogen werden.
Wunder sind nicht zu erwarten.
Erwartet wird jedoch, daß die
Implantat-Träger wieder die Lage
und die Gestalt größerer Objekte
(zum Beispiel Fenster, Tür, Stuhl,
Tisch) erkennen und sich somit weit-
gehend selbständig bewegen können.
INFO/BERATUNG
Mit Rat und Tat zur Seite steht
Betroffenen und ihren Angehörigen
die Stiftung Retina Implant e.V
Zur Gründung dieser Interessenge-
meinschaft im Jahre 1994 wurden
die Betroffenen, Wissenschaftler
und Sponsoren durch eine positive
Entscheidung des Bundesfor-
schungsministeriums (BMBF) er-
mutigt: Beeindruckt von den
Erfolgen amerikanischer Forscher,
entschied sich das Ministerium, die
Entwicklung von Retina-Implantaten
für Blinde mit Netzhautschäden zu
fördern. Sinn und Zweck des Ver-
eins ist es, die Entwicklung von
Retina-Implantaten bis zur Verfüg-
barkeit zu beschleunigen. Ein
weiteres Ziel des Vereins ist die
Förderung von Wissenschaft und
Forschung zur Entwicklung klini-
scher Implantate. Für weitere
Informationen wenden Sie sich
bitte an folgende Adresse:
Stiftung Retina Implant e.V.
Erlenweg 9
D-53227 Bonn
Tel.: 02 28-42 03 32
Fax: 02 28-46 55 32
FOTO: PICTOR

FOTO: MAURITIUS

Winter Winter

depression depression

WasWas stecktsteckt dahdahiinter?nter?

D raußen ist es trist und grau. Die Welt versinkt in Schneematsch

und Nieselregen, und mancher würde am liebsten in einen sechsmonatigen Winterschlaf fallen. Und erst dann wieder aufwachen, wenn Krokusse, Schneeglöckchen und Veilchen ihre bunten Köpfe aus der Erde strecken. Woran liegt es eigentlich, daß die Stimmung bei so vielen Menschen im Winter auf den Nullpunkt sinkt?

Wenn die Sonne ihren Rückzug antritt und die Tage kurz und dunkel werden, überkommen manch einen depressive Stimmungen. Melancholie, Schwermut und Antriebslosigkeit machen sich breit und den Betrof- fenen das Leben schwer.

„Ich bin morgens wie gerädert, und das, obwohl ich mehr als neun Stunden geschlafen habe. Zur Arbeit muß ich mich regelrecht zwingen, und wenn ich wieder zu Hause bin, will ich nur noch meine Ruhe haben. Meine Frau nörgelt, weil ich nicht mit ihr ausgehen will und ständig gereizt bin. Noch nicht mal meine Freunde will ich sehen. Dafür stopfe ich Unmengen von Nudeln in mich hinein und habe ständig Heißhunger auf Süßes“, erzählt Dieter.

So wie Dieter geht es vielen Men- schen im Winter. Lange Zeit be- lächelte man Leute wie ihn oder tat ihren Zustand als Launenhaftigkeit ab. Inzwischen weiß man, daß hinter den Stimmungsschwankungen eine ernsthafte Krankheit steckt, die einen Namen hat: Saisonal abhängige Depression (SAD) – im Volksmund auch Winterdepression genannt.

Rund eine halbe Million Menschen leidet weltweit unter der Saisonal

abhängigen Depression (SAD). Während ein großer Teil der Bevölkerung einfach nur schlechter Stimmung ist, geht es anderen so elend, daß jede Handlung zur Anstrengung und jeder Gedanke zur Tortur wird. SAD-Betroffene wie Dieter können sich – im Gegensatz zu nicht depressiven Mitmenschen – nicht allein aus dem Stimmungstief befreien. Auf den Weg der Genesung bringt sie erst wieder der Frühling, die Zunahme von Sonnen- und Tageslichtstunden.

Stimmungen entstehen im Gehirn

Das winterliche Stimmungstief ent- steht nicht, wie man meinen könnte, aufgrund der Minusgrade im Winter, sondern durch ein biochemisches Ungleichgewicht im Gehirn. Wissen- schaftler vermuten, daß es durch den Mangel an Tageslicht zu einer Störung der Hormonproduktion im Hypothalamus, dem sogenannten „Zentrum der Schwermut“, kommt.

Taktgeber Licht

Nicht ohne Grund schlafen wir, wenn es draußen dunkel ist, und erwachen, wenn der Tag beginnt:

Denn Licht spielt die Rolle des natür- lichen Taktgebers in unserem Leben. Es synchronisiert den Organismus mit den Tages- und Jahreszeiten. Im Winter, wenn die Tage dunkel sind und die Sonnenstunden abnehmen, produziert der Organismus vermehrt Melatonin. Das Hormon wird in der Zirbeldrüse des Gehirns erzeugt und steuert unseren Tagesrhythmus. Der Botenstoff, der nur im Dunkeln frei- gesetzt wird, dämpft die Stimmung und signalisiert dem Körper: Jetzt ist Schlafenszeit. Während der lichtar-

dem Körper: Jetzt ist Schlafenszeit. Während der lichtar- men Wintermonate erreicht das Melatonin seine

men Wintermonate erreicht das Melatonin seine jahreszeitliche Höchstkonzentration, was viele Menschen in eine Art Winterschlaf versetzt.

Stimmungsmacher Serotonin

Auch das Hormon Serotonin mischt mit beim Stimmungswechsel. Der Gegenspieler des Melatonins ist unter anderem dafür verantwortlich, daß wir uns wohl fühlen, wach und leistungsfähig sind. Sonnenlicht regt die Produktion des Botenstoffes an, der Hungergefühle und Stimmungen reguliert. In lichtarmen Zeiten wird zuwenig Serotonin ausgeschüttet, was eine depressive Verstimmung fördert.

Kein Wunder, daß die Gier nach Schokolade im Winter zunimmt:

Kakaobutter und Zucker erleichtern die Bildung des „Glückshormons“ – was erklärt, warum SAD-Betroffene an Körpergewicht zulegen.

erklärt, warum SAD-Betroffene an Körpergewicht zulegen. Botenstoff synaptischer Serotonin Spalt Reiz- weiter-
Botenstoff synaptischer Serotonin Spalt Reiz- weiter- leitung Nervenzelle Nervenzelle Rezeptoren GRAFIK.DPNY
Botenstoff
synaptischer
Serotonin
Spalt
Reiz-
weiter-
leitung
Nervenzelle
Nervenzelle
Rezeptoren
GRAFIK.DPNY

Botenstoffe wie Serotonin (rot) vermitteln Informationen zwischen den Nervenzellen (weiß, blau). Sie „überspringen” den synapti- schen Spalt und binden an den Rezeptoren der Nachbarzellen. Die Rezeptoren leiten den Impuls dann weiter. Bei einer Depression ist der Informationsfluß zwischen bestimmten Nervenzellen gestört.

FOTO: PERE COLOM

FOTO: PERE COLOM Stimmung oder Krankheit? E ine gewisse Antriebsreduktion im Winter ist ganz normal, sozu-

Stimmung oder Krankheit?

E ine gewisse Antriebsreduktion im Winter ist ganz normal, sozu-

sagen biologisch vorprogrammiert. Dazu gehören auch nachdenkliche Phasen und Momente der Gereiztheit – sie sind Zeichen der Stimmungs- schwankungen, denen jeder Mensch unterworfen ist. Wenn allerdings der Leidensdruck steigt und der Betrof- fene zu gar nichts mehr Lust hat, sich nicht mehr konzentrieren kann und in depressive Grübeleien versinkt, sollte ein Arzt konsultiert werden. Er kann aufgrund einer intensiven Anamnese entscheiden, ob der Betroffene unter SAD leidet, und entsprechende Therapiemaßnahmen einleiten.

Während dieser Zeit können sie nebenbei lesen oder frühstücken – wobei der Patient etwa einmal pro Minute direkt in die Lichtquelle schauen sollte. Heiße Getränke und Luftbefeuchter mindern die Neben- wirkungen der Therapie (wie trocke- ne Schleimhäute und brennende Augen). Der Lohn für die Mühe:

Schon nach einer Woche setzt bei vier von fünf Patienten die heilende Wirkung ein: Sie fühlen sich besser! Einziger Wermutstropfen der Be- handlung ist die Kostenübernahme. Lichttherapie wird nur in besonders schweren Fällen von SAD verordnet und nur in Einzelfällen von der

Fällen von SAD verordnet und nur in Einzelfällen von der Quelle: DAVITA (mittelgroße Lichtdusche) Lichtduschen

Quelle: DAVITA (mittelgroße Lichtdusche)

Lichtduschen sollten eine Lichtintensität von mindestens 2.500 Lux aufweisen. Das ent- spricht der Helligkeit bei Sonnenaufgang im Frühling und ist das Zehnfache dessen, was wir an den meisten Büroarbeitsplätzen finden.

Krankenkasse bezahlt. Eigenhändig zur Leuchtstoff-Röhre zu greifen, empfiehlt sich trotzdem nicht,

Johanniskraut und Licht helfen aus dem Stimmungstief

WoranWoran kannkann ichich SADSAD erkennen?erkennen? Rastlosigkeit oder Trägheit, die auch von anderen beobachtet
WoranWoran kannkann ichich SADSAD erkennen?erkennen?
Rastlosigkeit oder Trägheit, die
auch von anderen beobachtet
wird?
Müdigkeit oder Energieverlust?
Gefühle der Wertlosigkeit oder
unangemessene Schuldgefühle?
Leiden Sie in der dunklen Jahres-
zeit (etwa Oktober bis März), aber
nicht im Sommer, an folgenden
Symptomen?
Verminderte Denk-, Konzen-
trations- oder Entscheidungs-
fähigkeit?
Wiederkehrende Gedanken an
den Tod oder an Selbsttötung?
Traurigkeit oder Niedergeschla-
genheit?
Deutlich vermindertes Interesse
oder vermindertes Empfinden von
Freude?
Gewichtszunahme
und
Heiß-
hunger
auf
Süßigkeiten
oder
Kohlenhydrate?
Wenn Sie mindestens fünf der
obengenannten Symptome beob-
achtet haben, darunter das 1. und
2. Symptom, leiden Sie möglicher-
weise an SAD. Zögern Sie nicht,
sondern sprechen Sie mit Ihrem
Arzt über diese Anzeichen. Er kann
eine genaue Diagnose stellen und
gegebenenfalls therapeutische Maß-
nahmen einleiten.
Schlafstörungen oder vermehrter
Schlaf?
Quelle: DAVITA

Als der Psychiater Alfred Lewy Mitte der 80er Jahre entdeckte, daß helles Licht die Freisetzung von Melatonin hemmt und sich SAD-Beschwerden erfolgreich damit behandeln lassen, war eine neue Therapieform ge- funden: die Lichttherapie. Noch ist unklar, wie sie eigentlich wirkt. Es wird vermutet, daß das Kunstlicht die Serotoninproduktion erhöht und das Immunsystem stärkt. Die Er- folgszahlen sprechen jedoch für sich: SAD-Betroffene haben durch die Lichttherapie eine 50- bis 70pro- zentige Chance auf Besserung ihrer Beschwerden. Zwischen einer halben und zwei Stunden täglich sitzen SAD-Geplagte etwa einen Meter vor den Lichtquellen, die eine Lichtintensität von 2.500 bis 10.000 Lux aufweisen.

Johanniskraut – natürliches Heilmittel gegen Depressionen

14

weil es auch andere Gründe für depressive Symptome gibt und weil Menschen mit anderen Krankheiten

weil es auch andere Gründe für depressive Symptome gibt und weil Menschen mit anderen Krankheiten (wie zum Beispiel Augenkrankheiten) während der Lichttherapie ärztlich überwacht werden sollten.

der Lichttherapie ärztlich überwacht werden sollten. WISSENSWERT Was ist SAD? Untersuchungen zeigen: Im Herbst
WISSENSWERT Was ist SAD? Untersuchungen zeigen: Im Herbst und im Winter erlebt in unseren Breiten
WISSENSWERT
Was ist SAD?
Untersuchungen zeigen: Im Herbst
und im Winter erlebt in unseren
Breiten etwa die Hälfte aller
Menschen ihr Stimmungstief. Bei
rund 17 Prozent kann man sogar
von echter Depression sprechen.
Die Saisonal abhängige Depression
(SAD) – auch Winterdepression
genannt – wird dem jahreszeitlich
bedingten Lichtmangel zugeschrie-
ben. Die Betroffenen leiden insbe-
sondere in den Monaten Dezember,
Januar und Februar unter typischen
SAD-Syndromen wie: Antriebs-
losigkeit, Verlust des Selbstwert-
gefühls, Schlafproblemen, Heiß-
hunger auf Süßigkeiten. SAD kann
in jedem Alter auftauchen, beginnt
jedoch normalerweise zwischen
dem 18. und dem 30. Lebensjahr.
Die Symptome kehren regelmäßig
in jedem Winter wieder und ver-
schwinden im Frühjahr vollkom-
men – entweder ganz plötzlich
oder schrittweise – mit der
Zunahme des Sonnenlichts. Die
Diagnose SAD kann nach drei
Wintern gestellt werden, in denen
die Symptome aufgetreten sind.
Für die jährlich wiederkehrende
Depression gibt es verschiedene
Behandlungsformen; als die erfolg-
reichsten haben sich die Lichtthe-
rapie und die Einnahme von Anti-
Depressiva erwiesen.
FOTO: AGE
FOTO: AGE

Stimmung oder Krankheit? Nur der Arzt kann klären, ob hinter der Traurigkeit eine Depression steckt.

Natürliche Heilmittel

Bei leichten Verstimmungen hilft die „natürliche Form der Lichttherapie“:

viel Bewegung an der frischen Luft. Ein zweistündiger Spaziergang an der klaren Winterluft hat ebenso viele positive Effekte wie die Kunst- lichttherapie.

Ein Kraut gegen den Trübsinn

Schnelle Hilfe aus der Natur bietet das Johanniskraut (s. a. Tip-Seite). Die gelb blühende Pflanze wurde bereits im Mittelalter als Heilmittel gegen Verstimmungen eingesetzt. 300 Jahre später belegen klinische Studien, was die Mönche des Mittel- alters aus Erfahrung wußten: Johan- niskraut wirkt stimmungsaufhellend und fördert das seelische Gleich- gewicht. Inzwischen setzt sich das pflanzliche Heilmittel auch in der Schulmedizin als Arznei gegen Depressionen durch. Denn gegen- über synthetischen Medikamenten birgt es einen wesentlichen Vorteil:

Es ist gut verträglich und hat kaum Nebenwirkungen. Lediglich bei Auf- enthalten in der Sonne (Fernreisen, Skiurlaub, Solarium) ist Vorsicht geboten, da das Mittel die Licht- empfindlichkeit der Haut erhöht, so daß es leichter zu einem Sonnen- brand kommen kann.

INFO/BERATUNG Wer glaubt, an einer Depression erkrankt zu sein, findet hier erste Hilfe und kompetente
INFO/BERATUNG
Wer glaubt, an einer Depression
erkrankt zu sein, findet hier erste
Hilfe und kompetente Ansprech-
partner.
„Hilfe für Depressivkranke e.V.“,
Aschaffenburg,
Tel.: 0 60 21/ 2 36 26,
„Emotions Anonymous“,
Katzbachstraße 33,
10965 Berlin
„Bundesverband der Angehörigen
psychisch Kranker“,
Thomas Mann-Straße 49 A,
53111 Bonn
9 Tips gegen Trübsal Gesund genießen Auch wenn es noch so schwerfällt: Verzichten Sie möglichst

9 Tips gegen Trübsal

Gesund genießen9 Tips gegen Trübsal Auch wenn es noch so schwerfällt: Verzichten Sie möglichst auf Erd- nußflips

Auch wenn es noch so schwerfällt:

Verzichten Sie möglichst auf Erd- nußflips und Schokonüsse. Das kalo- rienreiche Naschwerk liefert dem Körper kaum Vitamine, die er jedoch für den Zellschutz benötigt. Em- pfehlenswert sind Nahrungsmittel, die eine Kombination der Vitamine A, C, E, Selen und das Coenzym Q10 enthalten; sie rücken den zellschädi- genden „Freien Radikalen“ zu Leibe. Mit dem Einfluß von Folsäure auf die Psyche haben sich amerikanische und europäische Studien beschäftigt. Das Ergebnis: Bei jedem zweiten Depressiven hatte die Zugabe des Vitamins einen deutlich positiven Einfluß auf den Krankheitsverlauf. Folsäure ist zum Beispiel in Spinat, Kartoffeln und Tomaten enthalten.

zum Beispiel in Spinat, Kartoffeln und Tomaten enthalten. Bleiben Sie aktiv! Eine Studie des amerikanischen „New

Bleiben Sie aktiv!

Eine Studie des amerikanischen „New England Research Institute“ in Massachusetts belegt, daß ein Zu- sammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Depressionen besteht. Wer aktiv ist und es auch mit zuneh- mendem Alter bleibt, kann sich so vor einer Depression schützen.

Richtig schlafenAlter bleibt, kann sich so vor einer Depression schützen. So paradox es auch klingen mag: Daß

So paradox es auch klingen mag:

Daß Schlaf regeneriert, scheint für viele Depressive nicht zu gelten. Im Gegenteil: Ein Test der psychiatri- schen Abteilung der Universität Freiburg hat ergeben, daß ein Nickerchen nach oder während der Morgenschwere die negative Stim- mung sogar verstärken kann.

Winter-Teedie negative Stim- mung sogar verstärken kann. Mischen Sie zu gleichen Teilen Anis, Kümmel und Fenchel.

Mischen Sie zu gleichen Teilen Anis, Kümmel und Fenchel. 1 Eßlöffel der Mischung mit 1 Tasse kochendem

FOTO: PERE COLOM
FOTO: PERE COLOM

Wasser übergießen und zirka 8 Minuten ziehen lassen. Mit etwas Honig süßen. Einmal pro Tag getrunken, hilft der Tee, die triste Laune zu vertreiben.

getrunken, hilft der Tee, die triste Laune zu vertreiben. Heilmittel aus der Natur Gegen Depressionen ist

Heilmittel aus der Natur

Gegen Depressionen ist ein Kraut gewachsen: das Johanniskraut. Schon die leuchtend gelbe Farbe seiner Blüten vermittelt ein Gefühl von Wärme und Licht. Johanniskraut hemmt die Produktion des müde machenden und stimmungsdämp- fenden Melatonins und verzögert so

den Abbau des „Glückshormons“ Serotonin. Johanniskraut ist gut ver- träglich und auch als Dragee erhält- lich. Bei einer Selbstbehandlung soll- ten Sie die Präparate mindestens zwei bis drei Wochen lang einnehmen, erst dann entfaltet sich ihre volle Wirkung.

lang einnehmen, erst dann entfaltet sich ihre volle Wirkung. Rituale pflegen Ob zu zweit oder allein:

Rituale pflegen

Ob zu zweit oder allein: Pflegen Sie Rituale. Sie fördern das seelische Wohlbefinden und geben ein Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit – eine gute Hilfe bei Stimmungs- schwankungen. Gehen Sie z. B. ein- mal wöchentlich ins Schwimmbad. Oder legen Sie einen Wochentag fest, an dem Sie sich regelmäßig mit Freunden treffen, gemeinsam Sport treiben oder sich einfach mal wieder ausgiebig unterhalten.

Nervenstarke Snackstreiben oder sich einfach mal wieder ausgiebig unterhalten. Greifen Sie zwischendurch zu Datteln und Rosinen als

Greifen Sie zwischendurch zu Datteln und Rosinen als Zwischen- mahlzeit. Die fruchtigen Knabbereien schmecken gut und sind reich an nervenstärkenden B-Vitaminen.

gut und sind reich an nervenstärkenden B-Vitaminen. Nicht einigeln! Verständlich, daß das kalte Wetter dazu

Nicht einigeln!

Verständlich, daß das kalte Wetter dazu verlockt, sich in den heimi- schen vier Wänden zu verkriechen. Doch das süße Nichtstun kann schnell in Langeweile und Frustration umschlagen. Anstatt sich zurückzu- ziehen, sollten Sie lieber Ihre Aktivitäten den Jahreszeiten anpas- sen. Schließlich hat auch der Winter viele schöne Seiten. Ein Spaziergang durch den winterlichen Wald oder einen Schneemann zu bauen, gemeinsam mit den Enkelkindern, das bringt wohl mehr Freude und Lebenslust als ein einsamer Fern- sehnachmittag.

FOTO: STOCK DIRECTORY

Das Das „Grüne „Grüne Reze Reze p p t“ t“ Ärzte empfehlen Hausmittel W adenwickel,

DasDas „Grüne„Grüne RezeRezeppt“t“

Ärzte empfehlen Hausmittel

W adenwickel, Dampfbäder und Salzwasser-Spülungen – das

sind nur einige der Hausmittel, die Ärzte ihren Patienten demnächst mit dem „Grünen Rezept“ empfehlen können. Die alternative Behandlungs- form, bei der der Arzt auf den Einsatz rezeptpflichtiger Medikamente verzichtet, wird zur Zeit in Hessen getestet.

Kassenärztliche Bundesvereinigung testet alternative Behandlungs- formen

Mit der Einführung des „Grünen Rezeptes“ will die Kassenärztliche Bundesver- einigung (KBV) die Verwen- dung von Medikamenten bei sogenannten „Bagatellerkran- kungen“ senken. Dazu zählen Erkältungskrankheiten, Schlaf- störungen, einfache Schmerz- behandlungen oder leichte Sportverletzungen. In diesen Fällen, so die KBV, sei der Einsatz „harter“ Medikamente oft nicht notwendig. Leichtere Erkrankungen ließen sich meist mit einfachen Hausmitteln vollständig auskurieren. Was sich schon zu Großmutters Zeiten bewährt hat, muß sich auch heute nicht hinter Pillen, Pasten und Säften aus der Apotheke verstecken. Das Wissen um alte Hausmittel, die mit dem Zerfall der Großfamilien oftmals in Vergessenheit geraten sind, soll durch das „Grüne Rezept“, wieder an Wert gewinnen. Den Gang zum Arzt ersetzen die Hausmittel jedoch nicht. Denn nur nach gründ-

licher Anamnese kann der behan- delnde Mediziner die richtige Therapie anhand der Krankheitssymptome zusammenstellen.
licher Anamnese kann der behan-
delnde Mediziner die richtige Therapie
anhand der Krankheitssymptome
zusammenstellen. Dabei helfen ihm
– neben der Untersuchung und dem
Gespräch mit dem Patienten – die
neuen Vordrucke.
Anwendung runden das „Grüne
Rezept“ ab. Die Farbe grün
signalisiert dem Patienten, daß
es sich hier um eine alternative,
besonders gut verträgliche Be-
handlungsform handelt.
Positive Resonanz
Einer Blitzumfrage zufolge
stieß das neue Konzept unter
Ärzten und Patienten fast
ausschließlich auf positive
Resonanz. Keine Überraschung,
trägt es doch dem Wunsch der
Bevölkerung Rechnung, einen
möglichst schonenden und che-
miefreien Therapieverlauf zu
erreichen. Sofern sich das
„Grüne Rezept“ in der Test-
phase bewährt und gleicher-
maßen von Ärzten wie Patienten
angenommen wird, soll es
zukünftig allen 110.000 nieder-
gelassenen Ärzten in Deutsch-
land zur Verfügung gestellt
werden.
FOTO: AGE
Das bietet das „Grüne Rezept“
INFO/BERATUNG
Auf der ersten Seite des Rezepts
erfährt der Patient die Diagnose des
Arztes. Die Folgeseiten enthalten die
Therapieempfehlung mit genauen
Handlungsanweisungen. Anleitungen
zur Herstellung der Heilmittel (zum
Beispiel Salzlösungen bei Schnupfen)
und schließlich konkrete Tips zur
Nähere Informationen zum
„Grünen Rezept” erhalten Sie bei:
Kassenärztliche
Bundesvereinigung (KBV)
Herbert-Lewin-Str. 3
50931 Köln
Bloß nicht aus der Haut fahren Neuroder mi tis Neuroder mi tis – – und

Bloß nicht aus der Haut fahren

Neurodermitis Neurodermitis

und und was was man man dagegen dagegen tun tun kann kann

FOTO: TONY STONE
FOTO: TONY STONE

Z wei bis drei Millionen Deutsche würden am liebsten aus der

Haut fahren: Juckreiz und Ekzeme an Gesicht, Hals, Händen und Ellenbogen machen Neurodermiti- kern das Leben schwer. Typisches Kennzeichen: die extrem trockene Haut und der quälende Juckreiz. Unter der allergischen Hautkrankheit, die auch als „atopische Dermatitis“

oder „endogenes Ekzem“ bezeichnet wird, leiden zunehmend mehr Men- schen in Deutschland.

Neurodermitiker „reagieren empfindlicher“

und anders auf viele Stoffe, die nor- malerweise keine gesundheitsschädi- genden Auswirkungen haben. So- genannte „Allergene“ – das können bestimmte Nahrungsmittel, Tierhaare, aber auch Klimafaktoren sein – lösen

bei Neurodermitikern eine Überreak- tion aus. Ihre Haut rötet sich und bildet juckende Bläschen, die auf- platzen oder aufgekratzt werden. Die Ursachen für diese Überreaktion sind vielschichtig und noch nicht voll- ständig geklärt. Vieles deutet darauf hin, daß die Veranlagung, empfind- lich auf Umweltsubstanzen zu rea- gieren, vererbt wird. Oft leiden auch andere Familienmitglieder an aller- gischen Erkrankungen (z. B. Heu- schnupfen oder Asthma bronchiale). Lebensmittelzusätze, bestimmte Putz-, Wasch- und Pflegemittel sowie Wolle oder kratzige Synthetikkleidung provozieren ebenfalls häufig Neu- rodermitisschübe. Und letztlich spie- len auch psychische Faktoren wie Streß und seelische Spannungen eine Rolle für den Ausbruch oder die Verschlimmerung der Krankheit.

MEDICOM TIPS Tips für die Hautpflege Die Haut von Neurodermitikern pro- duziert zu wenig Feuchtigkeit
MEDICOM
TIPS
Tips für die Hautpflege
Die Haut von Neurodermitikern pro-
duziert zu wenig Feuchtigkeit und
Fett. Da beide Stoffe wichtig für die
Schutzfunktion der Haut sind, müs-
sen sie von außen zugeführt werden.
Oberstes Gebot – um die Haut nicht
übermäßig zu strapazieren – ist, alles
zu vermeiden, was die Haut aus-
trocknet und zusätzlich reizt.
Zur Reinigung reicht lauwarmes
Wasser. Zusätze wie Salz aus dem
toten Meer stärken die Wider-
standskraft der Haut. Bei Bedarf nur
ph-neutrale oder seifenfreie Wasch-
syndets zur Reinigung benutzen.
Häufiges Waschen und ausgiebige
Vollbäder greifen den Säureschutz-
mantel der Haut an. Lieber kurz
duschen statt baden (5 bis 10
Minuten, bei einer Wassertemperatur
von max. 32 °C).
Wer auf Vollbäder nicht verzichten
möchte, sollte dem Badewasser emul-
gatorfreie Ölzusätze (aus der Apotheke)
oder einen Schuß Distelöl beigeben.
Sie enthalten weder allergieaus-
lösendes Erdnuß- noch Sojabohnenöl.
Die Haut nach dem Reinigen nur
kurz trockentupfen, nicht abrubbeln.
Gleich danach eincremen.
Milde Pflegeprodukte mit beruhi-
genden Pflanzenstoffen führen der
Haut die dringend benötigte Feuch-
tigkeit und Fett zu. Wichtigste
Inhaltsstoffe: Gamma-Linolensäure
(wie z. B. in Borretsch-Öl enthalten),
Harnstoff und Panthenol.
Therapiemöglichkeiten Es sind immer mehrere Faktoren, die Neurodermitis auslösen. Der Krank- heitsausbruch sowie die

Therapiemöglichkeiten

Es sind immer mehrere Faktoren, die Neurodermitis auslösen. Der Krank- heitsausbruch sowie die Häufigkeit der Schübe sind bei jedem Be- troffenen verschieden und gestalten sich in Abhängigkeit von den per- sönlichen Lebensumständen. Deshalb ist es vor Beginn einer Therapie wich- tig, die Auslöser und die verstärken- den Faktoren der Krankheit zu erken- nen und – sofern möglich – zu ver- meiden. Eine allergologische Unter- suchung sowie das Führen eines „Ernährungstagebuches“ helfen da- bei, die Provokationsfaktoren zu identifizieren. Je genauer der Patient sich selbst und seine Krankheit ken- nenlernt, desto individueller kann der behandelnde Arzt die Therapie auf den Patienten abstimmen.

FOTO: TONY STONE
FOTO: TONY STONE

Katzenhaare und Hausstaubmilben sind typische Neurodermitis-Auslöser.

Die Balneo-Phototherapie

soll die Überempfindlichkeit der Patienten gegen den eigenen Schweiß, der den Juckreiz auslöst mindern. Der Patient badet zunächst in Schwefel- oder Solebädern, denen verschiedene Badeöle zugesetzt wer- den. Danach wird er in speziellen Klimakammern mit UV-Strahlen be- handelt. Besondere Kühlvorrichtun- gen verhindern, daß sich die Haut des Patienten erwärmt und es zu haut- reizenden Schweißbildungen kommt.

Kortisonhaltige Salben

lindern den Juckreiz und hemmen die Entzündung der Haut während eines akuten Krankheitsschubes. Wegen ihrer Nebenwirkungen sollten sie jedoch nur über einen kurzen Zeitraum angewandt werden.

Die Ernährungstherapie

arbeitet nach dem Prinzip der Suchkost. Durch Befragungen, Haut- und Bluttests wird versucht, die Auslöser der Allergie zu finden. Anhand der Interviewergebnisse werden nach und nach allergieaus- lösende Nahrungsmittel vom tägli- chen Speiseplan ausgeschlossen.

Immunstärkende Maßnahmen

wie zusätzliche Gaben von Gamma- Linolensäure (z. B. in Borretsch-Öl enthalten) oder des schützenden Immunglobulins A werden thera- piebegleitend eingesetzt, um die Abwehrfunktionen der Haut zu unterstützen und zu stärken. Beide Substanzen fehlen häufig im Stoff- wechsel von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit Neurodermitis.

Woran Sie Neurodermitis erkennen

Das Hauptmerkmal der Neuroder- mitis ist der starke, quälende Juckreiz. Aber auch andere Anzeichen können auf die Hautkrankheit hinweisen.

Langwierige Hautkrankheiten mit Rückfällen

Ekzemartige Hautveränderungen und Verdickungen, vor allem in Ellenbogen und Kniebeugen (bei Kindern auch im Gesicht) und Verdickungen, vor allem in Ellenbogen und Kniebeugen (bei Kindern auch im Gesicht)

Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma bei Familienmitgliedern

Blasse statt gerötete Haut nach dem Kratzen

Blasse statt gerötete Haut nach dem Kratzen Doppelte Lidfalte um die Augen Juckreiz beim Schwitzen
Blasse statt gerötete Haut nach dem Kratzen Doppelte Lidfalte um die Augen Juckreiz beim Schwitzen
Blasse statt gerötete Haut nach dem Kratzen Doppelte Lidfalte um die Augen Juckreiz beim Schwitzen
Blasse statt gerötete Haut nach dem Kratzen Doppelte Lidfalte um die Augen Juckreiz beim Schwitzen

Doppelte Lidfalte um die Augen Juckreiz beim Schwitzen

Doppelte Lidfalte um die Augen Juckreiz beim Schwitzen Hautlinien (z. B. der Handlinien). Sofern Sie eines

Hautlinien

(z. B. der Handlinien).

Sofern Sie eines oder mehrere der genannten Symptome bei sich fest- stellen, sollten Sie sich an einen Spezialisten für Hautkrankheiten (einen Hautarzt oder einen Aller- gologen) wenden.

Vergröberung

der

oder einen Aller- gologen) wenden. Vergröberung der INFO/BERATUNG Gerötete, juckende Hautstellen (z. B. am
INFO/BERATUNG Gerötete, juckende Hautstellen (z. B. am Hals) können auf Neurodermitis hinweisen. Beratung und Hilfe
INFO/BERATUNG
Gerötete, juckende Hautstellen (z. B. am Hals)
können auf Neurodermitis hinweisen.
Beratung und Hilfe
Die Zahl der Neurodermitiker
wächst beständig. Allein in den
westlichen Industrieländern hat
sich die Erkrankungsrate in den
letzten Jahrzehnten verdreifacht.
Wissenschaftler machen hierfür
Umweltfaktoren, aber auch verän-
derte Lebensgewohnheiten verant-
wortlich. In Deutschland existieren
inzwischen mehrere Organisationen,
bei denen Neurodermitiker Rat und
Hilfe finden können
Deutscher Neurodermitiker-Bund,
Spaldingstraße 210
20097 Hamburg
Deutscher Allergie- und
Asthmabund
Hindenburgstraße 110
41061 Möchengladbach,
NeurodermIS – Aufklärung über
Neurodermitis via Internet,
erreichbar über das World-
Wide-Web unter der Adresse
http://www.derma.med.
uni-erlangen.de/neurodermis/
FOTO: OKAPIA
Viel geschmäht und doch beliebt: Trennkost Trennkost - - nannte „Sonnenkost“, so die These der

Viel geschmäht und doch beliebt:

TrennkostTrennkost --

Viel geschmäht und doch beliebt: Trennkost Trennkost - - nannte „Sonnenkost“, so die These der Diamonds,

nannte „Sonnenkost“, so die These der Diamonds, entferne giftige und für das Überge- wicht verantwortliche Schlacken aus dem Körper. Fleisch wird als gesundheitsgefähr- dend eingestuft, Milch und Milchprodukte haben nach Auffas- sung der Autoren nach- teilige Wirkungen auf die Gesund- heit. Sie werden weitestgehend abge- lehnt. Diamond & Diamond zufolge, verhindern sie die Reduzierung des Körpergewichtes und sind für Allergien und eine (wissenschaftlich nicht zu belegende) „Verschleimung“ des Darms verantwortlich.

Richtig oder falsch?

Wie gesund ist Trennkost wirklich?

Die Mär von der Übersäuerung

Die Haysche Annahme von der Übersäuerung des Organismus ist wissenschaftlich längst widerlegt, da der Organismus über wirkungsvolle Schutzmechanismen verfügt: Puffer- systeme im Blut und die Ausscheidung über Nieren und Lunge sorgen für einen ausgeglichenen Säure-Basen- Haushalt.

Proteine und Kohlenhydrate müssen getrennt verzehrt werden

Falsch. Auch diese Haysche These entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Der menschliche Körper ist problemlos in der Lage, beide Nährstoffe gleichzeitig zu verdauen. Schon allein deshalb, weil viele Nahrungsmittel von Natur aus Kohlenhydrate und Proteine enthalten – zum Beispiel Milch.

Vorsicht: Nährstoff-Falle!

Die Diamondsche Ablehnung von Milch und Milchprodukten birgt die Gefahr einer

Mythos und Wahrheit einer Ernährungsform

M it zunehmender Bekanntheit ist die Trennkost-Methode in

letzter Zeit verstärkt ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Nicht ohne Grund, wie ernährungswissenschaft- liche Untersuchungen ergaben: Einige der Trennkost-Thesen sind wissen- schaftlich nicht haltbar – andere sogar gesundheitsgefährdend. Was ist dran an den Thesen der Trennköstler?

Vor fast 100 Jahren entwickelte der Arzt Howard Hay wegen seines schweren Nierenleidens die Trennkost. Seine Genesung schrieb der Medi- ziner der neuen Ernährungsform zu. Doch ihre Popularität erlangte die Haysche Trennkost erst mit einer weiterentwickelten Variante: Mit dem „Fit-for-Life“-Konzept haben die amerikanischen Autoren Harvey und Marilyn Diamond Bestseller- Auflagen erreicht. Als „Diät für Genießer“ schlägt die Ernährungs- form Millionen in ihren Bann, denn sie verspricht eine Gewichtsreduktion ohne lästiges Kalorienzählen. Erlaubt ist alles, was schmeckt – allerdings nach Regeln, die krank machen können.

Der Haysche Ernährungsplan

Hay nahm an, daß Krankheiten durch eine „Übersäuerung“ des Kör- pers hervorgerufen werden. Schuld daran seien stark säurebildende Speisen wie

Fleisch, Käse, Zucker, Weißmehl und Kaffee. Insgesamt könne durch eine andere Zusammenstellung der Kost der Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder ausgeglichen werden und so- mit Zivilisationskrankheiten vorge- beugt werden. Im Mittelpunkt des Hayschen Ernährungsplans steht die Trennung von kohlenhydrat- und eiweißhaltigen Nahrungsmitteln. Kohlenhydrate und Proteine, so der Trennköstler, könnten nicht zur glei- chen Zeit verdaut werden und müs- sten daher getrennt voneinander auf- genommen werden. Für die Eiweiß- Verdauung, so Hay, sei ein saures Milieu erforderlich, für die Verdau- ung von Kohlenhydraten jedoch ein basisches. Um die „Übersäuerung“ des Organismus zu vermeiden, sollten Trennköstler ihren Speiseplan nach strengen Richtlinien zusammenstellen.

Fit for Life – das neue Konzept

Auf der Basis der Hayschen Trenn- kost entwickelten Harvey und Marilyn Diamond in den 80er Jahren das „Fit fürs Leben“-Konzept. Ebenso wie Hay empfehlen sie die Trennung von Kohlenhydraten und Proteinen. Was die Nahrungsauswahl betrifft, sind die Autoren noch etwas radikaler als Hay: Obst gilt als wichtigstes Nahrungsmittel des Menschen und soll nicht zusammen mit anderen Nahrungsmitteln genossen werden. Überhaupt sollen Nahrungsmittel mit einem hohen Wassergehalt (Obst, Gemüse und Salat) 70 Prozent der Nahrung ausmachen. Diese soge-

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„Der Mensch soll nicht mischen, was die Natur zu mischen unterließ“, lautete das Credo des Trennkost-Entwicklers Howard Hay.

unzureichenden Ca lciumversorgung. Da auch Getreide und Getreidepro- dukte wichtige Vitamin- und Protein- lieferanten

unzureichenden Calciumversorgung. Da auch Getreide und Getreidepro- dukte wichtige Vitamin- und Protein- lieferanten sind, sollte ihr Konsum auf keinen Fall eingeschränkt werden. Ähnlich verhält es sich mit der Empfehlung, ausschließlich destillier- tes Wasser zu trinken – hier besteht die Gefahr einer unzureichenden Mineralstoffversorgung. Wenn die Grundthesen der Hayschen Ernäh- rungstheorie ernährungswissenschaft- lich widerlegbar sind, stellt sich die Frage, warum sich viele Menschen mit dieser Diät einfach besser fühlen und nebenbei unbestreitbar auch noch überflüssige Pfunde loswerden.

Das Geheimnis der Trennkost

lautet: Ernährungsbewußtsein. Genau das wird nämlich durch die notwen- dige Beschäftigung mit den einzel- nen Lebensmitteln gefördert. Wer mit Trennkost beginnt, stellt auto- matisch seine Ernährung um und nimmt wesentlich mehr Obst und Gemüse zu sich als vorher. Der hohe Anteil an ballaststoffreichen und kalorienarmen Lebensmitteln, unter- stützt eine Gewichtsreduktion auf ideale Weise. Auch die relativ mäßige Fett- und Energieaufnahme ist vor- teilhaft. Weit verbreitete Ernäh- rungsfehler, wie übermäßige Zufuhr

von Fett, Salz und Zucker werden vermieden.

Der Experten-Rat

Trennkost ist als überwiegend ve- getarische, ballaststoffreiche Kost einzustufen. Wer allerdings stetig strikt trennt, bekommt zu wenig B- Vitamine, Calcium, Coenzym Q10, Eisen, Folsäure, Jod, Magnesium, Kupfer und Selen. Ernährungs- experten empfehlen, die Trennkost mit Getreide, Fleisch, Fisch und Käse anzureichern.

Vitalstoff-RezeptVitalstoff-Rezept

Hähnchenbrust mit Lauch- Champignon-Gemüse (für 2 Personen)

Zubereitung

2 Teelöffel Öl, Senf, Paprika, Pfeffer und Sojasauce verrühren

und die Hähnchenbrustfilets darin 1/2 Stunde durchziehen lassen. Den Reis in 3/4 l Wasser mit etwas Gemüsebrühe erhitzen und 35 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Das Gemüse waschen und putzen, den Lauch in Scheiben schneiden und die Pilze vierteln. Zwiebel und

Knoblauch schälen und würfeln.

2 TL Öl in einer tiefen Pfanne erhit- zen, Zwiebeln und Knoblauchwürfel hinzugeben und kurz andünsten, dann Lauch und Champignons in die Pfanne geben und kurz schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und eventuell etwas Gemüsebrühe anrühren und hinzugeben. Gemüse etwa 10 Minuten bei geschlossenem Deckel garen und anschließend mit Gewürzen und Kräutern abschmecken.

Das Gemüse aus der Pfanne heraus- nehmen und warmstellen. Die Hähn- chenfilets in die Pfanne
Das Gemüse aus der Pfanne heraus-
nehmen und warmstellen. Die Hähn-
chenfilets in die Pfanne geben und von
beiden Seiten jeweils etwa 5 Minuten
braten. Anschließend salzen und mit
Kräutern bestreuen. Hähnchenbrust
mit Gemüse und Reis servieren.
N Ä HRWERTANGABEN
pro Portion:
Energie
470
Kcal
Proteine
41 g
Fett
13 g
Kohlenhydrate
47 g
Z
UTATEN
Ballaststoffe
9 g
240
g
Hähnchenbrustfilet (2 Stck.)
100
g
Naturreis
Vitamin D
2,4 mg
400
g
Lauch (2 kl. Stangen)
Vitamin E
8 mg
250
g
Champignons
Vitamin B1
0,6 mg
1
Zwiebel
Vitamin B2
0,8 mg
1
Knoblauchzehe
Instant-Gemüsebrühe
grobkörniger Senf
Vitamin B6
1,5 mg
Niacin
29 mg
Pantothensäure
5 mg
2
EL
Sojasauce
Vitamin C
55 mg
4
TL
Pflanzenöl (20 g)
Jodsalz, Paprikapulver,
Pfeffer
Folsäure
165 µg
Eisen
6 mg
Cholesterin
79 mg
1 Bund gemischte Kräuter,
z. B. Petersilie, Kerbel
Calcium
270 mg
Magnesium
170 mg

FOTOS SEITE 20-21: PERE COLOM

Leserbriefe Leserbriefe Hormone und Depressionen Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte Sie, in der

LeserbriefeLeserbriefe

Hormone und Depressionen

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte Sie, in der MEDICOM zu Depressionen allgemein und zu endo- genen Depressionen im besonderen einen Beitrag zu bringen. Hierbei interessiert vor allem, ob bei Män- nern mit zunehmendem Alter eine Art der Hormonveränderung statt- findet, wie dies bei Frauen der Fall ist. Welche fundierten Erkenntnisse gibt es? Was wäre zu tun, wenn es entsprechende Zusammenhänge zwischen den Hormonen und der Depression gibt?

W. Bell, Pfedelbach

Sehr geehrter Herr Bell, wir haben Ihre Anfrage zum Anlaß genommen, ausführlich über das Thema Winterdepression zu berich- ten (s. Seite 12). Die endogene Depression macht etwa 20 Prozent aller Fälle aus und zählt zu den schwersten Arten der Depression. Sie tritt ohne erkennbaren äußeren An- laß auf und wird von Erbfaktoren, hormonellen Störungen oder bioche- mischen Veränderungen im Gehirn verursacht. Zum Thema Hormone und Depressionen beim männlichen Geschlecht finden Sie einen weiteren Artikel mit dem Titel „Männer in den Wechseljahren“ unter der Rubrik „Kurzmeldungen“.

Zufriedene Kunden

Sehr geehrte Redaktion, Ihre Informations-Zeitschrift ist bes- ser geworden, weil die Themen aktu- eller sind. Begrüßenswert wäre die Erweiterung der Leserbrief-Seite um eine Seite „Zufriedene Kunden“. Hier könnten aus allen Bevölkerungs-

kreisen (Sportler, ältere Menschen, Schwerstarbeiter, Kopfarbeiter) Er- folgsmeldungen über Q10 mitgeteilt werden, natürlich mit Namen und Adresse.

H. Smiely, München

Sehr geehrter Herr Smiely, vielen Dank für das Lob und Ihre Anregung, Erfolgsberichte zu publi- zieren. Viele unserer Kunden berichten uns von den positiven Veränderun- gen in ihrem Leben, seitdem sie MEDICOM-Produkte einnehmen. Diese interessanten und aufschluß- reichen Aussagen zu veröffentlichen ist uns bedauerlicherweise nicht gestattet, da es gegen die strengen Auflagen des Lebensmittelgesetzes verstößt. Ähnlich verhält es sich mit Aussagen, die die gesundheitsför- dernden Effekte von Vitalstoffprä- paraten näher beschreiben. Da es sich bei Nobilin Q 10 und Nobilin Lyco um Nahrungsergänzungen handelt, gilt für sie das Lebensmittelgesetz, welches Aussagen zur Wirkungsweise verbietet. Aufschlußreiche Informa- tionen – wenn auch keine Erfolgs- berichte – über sämtliche MEDICOM- Produkte können Sie allerdings in unserem Gesundheitskatalog finden, den Sie als Kunde automatisch erhalten.

Wunderwaffe

Melatonin?

Sehr geehrte Redaktionsmitglieder, in letzter Zeit habe ich einiges über Melatonin gelesen und dabei jedes- mal den Eindruck gewonnen, daß Melatonin eine außerordentlich vielseitige und positive Wirkung auf den gesamten Organismus haben soll. Es wird unter anderem davon gesprochen, daß Melatonin z. B. den

Alterungsprozeß stark verzögern, das Immunsystem massiv stärken und Herzkrankheiten vorbeugen kann. Ist Melatonin also ein Wunder- mittel? Wie kommt es dann, daß solch ein Präparat mit so vielen hervorragenden Eigenschaften den Menschen vorenthalten wird und bei uns nicht frei verkäuflich zu erwer- ben ist? Oder müssen doch erhebliche Abstriche gemacht werden? Was steckt dahinter?

K. Thorn, Edesheim

Sehr geehrter Herr Thorn, Melatonin taucht als angebliche „Wunderwaffe“ in letzter Zeit immer häufiger in den Medien auf. Sie tun allerdings recht daran, die prokla- mierten Wirkungen der Melatonin- Pille in Zweifel zu ziehen. Nicht ohne Grund ist Melatonin in Kapsel- und Tablettenform in Deutschland nicht frei verkäuflich, denn es han- delt sich dabei um ein ausgesprochen umstrittenes Produkt. Gern berichten wir in einer unserer nächsten MEDI- COM-Ausgaben ausführlich über Für und Wider der Einnahme. Erste Informationen über das Hormon können Sie im Titelthema dieser Ausgabe auf Seite 13 finden.

Impressum Herausgeber: Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. (0 50 41)
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„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der
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Herausgebers.
Kreuzworträtsel Die Buchstaben in den numerierten Feldern des Kreuzworträtsels ergeben als Lösungswort einen Begriff

Kreuzworträtsel

Die Buchstaben in den numerierten Feldern des Kreuzworträtsels ergeben als Lösungswort einen Begriff aus der Pflanzenwelt. Die Rätselauflösung finden Sie in der nächsten Ausgabe.

Die Rätselauflösung finden Sie in der nächsten Ausgabe. Fehler im Kreuzworträtsel Beim Erstellen des letzten Kreuz-
Die Rätselauflösung finden Sie in der nächsten Ausgabe. Fehler im Kreuzworträtsel Beim Erstellen des letzten Kreuz-

Fehler im Kreuzworträtsel

Beim Erstellen des letzten Kreuz- worträtsels (Ausgabe 3) ist uns ein Fehler unterlaufen. Das Lösungsfeld mit der Nr. 14 (T) muß die Nummer 13 tragen und den letzten Buchstaben des Lösungswortes ergeben, das „Spurenelement“ lautet. Wir bit- ten um Entschuldigung für den Fehler und bedanken uns bei den Lesern, die uns auf das Miß- geschick aufmerksam gemacht haben.

Lösungen aus dem Juni-Heft

aufmerksam gemacht haben. Lösungen aus dem Juni-Heft Schon gewußt? Schafe im Wollpelz D as neuseeländische
aufmerksam gemacht haben. Lösungen aus dem Juni-Heft Schon gewußt? Schafe im Wollpelz D as neuseeländische
aufmerksam gemacht haben. Lösungen aus dem Juni-Heft Schon gewußt? Schafe im Wollpelz D as neuseeländische

Schon gewußt?

Schafe im Wollpelz

D as neuseeländische Lamm trägt in diesem Winter

eines der größten Probleme neu- seeländischer Schafzüchter. Mit dem „Woolover“, einem maßge- schneiderten Strickpullover für Tierkinder, überstehen die klei- nen Schafe nun auch die wilde- sten Stürme ungeschoren.

Strick. Wer nun glaubt, es handle sich um einen Scherz, der irrt. Erfinder David Brown entwarf das Strickkostüm für Vierbeiner eigenhändig, um dem Lämmer- sterben Einhalt zu gebieten –

In Neuseeland erfriert fast jedes zehnte Jungschaf.

DieDie gesundegesunde BasisBasis

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