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Maschinenelemente: 16-02

Fertigung von Evolventenzahnrädern - Beispiele -

Gieß- & Sinterverfahren, je nach Werkstoff16-02 Fertigung von Evolventenzahnrädern - Beispiele - Sandguß, Druckguß, Spritzguß, Sintern Mechanische

Sandguß, Druckguß, Spritzguß, Sintern

Mechanische Bearbeitungsverfahrenje nach Werkstoff Sandguß, Druckguß, Spritzguß, Sintern Wälzstoßen, Wälzfräsen, Profilfräsen, Konturfräsen,

Wälzstoßen, Wälzfräsen, Profilfräsen, Konturfräsen, Wälzhobeln, Schleifen etc.

UmformverfahrenProfilfräsen, Konturfräsen, Wälzhobeln, Schleifen etc. Schmieden, Prägen, Walzen Anlasserkranz aus einer

Schmieden, Prägen, Walzen

Schleifen etc. Umformverfahren Schmieden, Prägen, Walzen Anlasserkranz aus einer Stahlblechronde geformt Folie

Anlasserkranz aus einer Stahlblechronde geformt

Folie ME-16-02.dsf

Maschinenelemente: 16-03

Wälzstoßen mit dem Kammstahl

Maschinenelemente: 16-03 Wälzstoßen mit dem Kammstahl . v = o v o W v w Werkzeug
. v = o v o W v w Werkzeug v o = v w
.
v
=
o
v o
W
v w
Werkzeug
v o
=
v w
dem Kammstahl . v = o v o W v w Werkzeug v o = v

v

w

v

o

= Werkzeugbewegung auf der Erzeugungswälz- geraden

= Werkradbewegung im Erzeugungswälzpunkt (Der Teilkreis ist Erzeugungswälzkreis)

Die Zahnform entsteht im Hüllschnitt

v w
v w

Folie ME-16-03.dsf

Maschinenelemente: 16-04

Wälzfräsen mit der Frässchnecke

Maschinenelemente: 16-04 Wälzfräsen mit der Frässchnecke Folie ME-16-04.dsf

Folie ME-16-04.dsf

Maschinenelemente: 16-05

Evolventen I

Entstehung durch Abrollen einer Geraden auf einem Kreis

Evolvente abrollende Gerade ε T Grundkreis ρ G
Evolvente
abrollende Gerade
ε
T
Grundkreis
ρ
G

Eigenschaften

Die Evolvente beginnt am Grund- kreis und endet im Unendlichen.

Innerhalb des Grundkreises existiert keine Evolvente

Gegenrichtung

ε
ε
n P abrollende Gerade g b T ε Grundkreis T ρ G
n
P
abrollende Gerade
g
b
T
ε
Grundkreis
T
ρ
G

Jede Tangente am Grundkreis steht senkrecht auf der Evolvente und stellt

somit eine Normale dar.

Die Bogenlänge b auf dem Grundkreis bis zum Tangentpunkt ist genau so lang wie das abgerollte Geradenstück g.

Die Normale ist der Krümmungsradius der Evolvente ρ E im Punkt P.

Folie ME-16-05.dsf

Maschinenelemente: 16-06

Evolventen II

Äquidistante Evolventen Der Abstand p zwischen zwei Evolventen ist auf al- len Normalen äquidistant. e
Äquidistante Evolventen
Der Abstand p zwischen
zwei Evolventen ist auf al-
len Normalen äquidistant.
e
p
G
p
p
p
p
G
Die Eingriffsteilung ist gleich
der Grundkreisteilung
Normale
e
p
p
e
e
p e =
G
e
G
e
e
Grundkreis
Normale

Evolventenfunktion

inv ε . T Grundkreis
inv ε
.
T
Grundkreis

= tan ε

)

- ε

b(r) = r inv ε

Folie ME-16-06.dsf

Maschinenelemente: 16-07

Bezugs- und Werkzeugprofil nach DIN 867

p = π . m p/2 p/2 p/2 Eingriffsteilung α . Zahnstangen - e p
p = π
. m
p/2
p/2
p/2
Eingriffsteilung
α
.
Zahnstangen -
e
p = p cos
Werkzeugprofil
M
M
Bezugsprofil
Profilmittellinie
α
α
=
α
=20°
=
α
=20°
P
0
P
0
α
P =20°
= mh
h aPfP
=
m + C
C

Index P für Bezugsprofi; Index 0 für Werkzeug

C = C

P

=

C

0

= 0,1

0,3 m

;

Folie ME-16-07.dsf

Maschinenelemente: 16-08

Evolventenzahnräder

Evolventenzähne p /2 w Grundkreis w
Evolventenzähne
p /2
w
Grundkreis
w

Die Evolvente bildet Kopf- und Fußflanke zugleich. Die Kopfflanke beginnt am Wälzkreis und endet am Kopfkreis. Die Fußflanke be- ginnt am Wälzkreis und endet am Fußkreis. Auf dem Wälzkreis ist die Zahndicke gleich der Zahnlückenweite; beide zusammen erge- ben die Wälzkreisteilung.

Evolventenräderpaar im Eingriff

C
C

Das Bezugsprofil läuft glatt hindurch

Folie ME-16-08.dsf

Maschinenelemente: 16-09

Evolventenverzahnung - Eingriffslinie

Die Eingriffslinie tangiert die Grundkreise beider Räder. (Der Grundkreis einer Zahnstange ist eine Gerade.) Die Eingriffslinie geht stets durch den Wälzpunkt. Die Kopfkreise begrenzen die Eingriffsstrecke.

Das Ritzel ist treibend Grundkreis Wälzkreis T E Kopfkreis C Wälzgerade α A α Eingriffswinkel
Das Ritzel ist treibend
Grundkreis
Wälzkreis
T
E
Kopfkreis
C
Wälzgerade
α
A
α
Eingriffswinkel
Eingriffsstrecke
Eingriffslinie
Zentrale

Bei Antrieb in Gegenrichtung kommen die rückwärtigen Zahnflanken in Eingriff, und die Eingriffslinie wird gespiegelt.

01 T α C T α 02
01
T
α
C
T
α
02
01 T α Eingriffswinkel Wälzgerade T 02
01
T
α
Eingriffswinkel
Wälzgerade
T
02

Folie ME-16-09.dsf

Maschinenelemente: 16-10

Profilverschiebung

α M M M M W W d W d a V-Plusrad Nullrad d a
α
M
M
M
M
W
W
d
W
d
a
V-Plusrad
Nullrad
d
a
V = x . m

Der Erzeugungswälzkreis ist gleich dem Teilkreis bei unverändertem Grundkreis

Beim Nullrad liegt die Werkzeugmitte auf der Wälz- geraden, und beim V-Rad ist die Werkzeugmitte um den Betrag V verschoben.

Beim V-Plusrad wird der Zahnkopf spitzer und der Zahnfuß wird dicker. Beim V-Minusrad kann Unter- schnitt entstehen, wenn das Werkzeugbezugs- profil in den Grundkreis eindringt.

Folie ME-16-10.dsf

Maschinenelemente: 16-14

Spitzzahngrenzen

Bei geringen Zähnezahlen und / oder starker positiver Profil- verschiebung nimmt die Zahnkopfdicke ab. Beim absoluten Spitzzahn treffen beide Evolventenflanken am Kopfkreis zu- sammen. Die Zahnkopfdicke ist null. Solche Zähne sind am Kopf nicht belastbar und sind daher ungeeignet. Die Mindest-

kopfdicke beträgt bei ungehärteten Zähnen 0,2 m und bei gehärteten Zähnen 0,4 m. s a
kopfdicke beträgt bei ungehärteten Zähnen 0,2
m und bei
gehärteten Zähnen 0,4
m.
s
a = 0,2
. m
.
s
a = 0,4
m
s
a = 0
Spitzzahn ungehärtet gehärtet +1,0 +0,8 +0,6 +0,4 +0,2 s = 0 a . s a
Spitzzahn
ungehärtet
gehärtet
+1,0
+0,8
+0,6
+0,4
+0,2
s
= 0
a
.
s
a = 0,2
m
0
.
s
a = 0,4
m
-0,2
-0,4
-0,6
-0,8
-1,0
0
7
10 20
30
Profilverschiebungsfaktor

Zähnezahl

Folie ME-16-14.dsf

Maschinenelemente: 16-15

Unterschnitt

Unterschnitt entsteht, wenn die Werkzeugprofilecke in den Grundkreis eindringt.(Im Grundkreis existiert keine Evolvente)

Ursachen: Zu geringe Zähnezahl und/oder zu große negative Profilverschiebung Grundkreis Fußkreis Fußausrundung
Ursachen: Zu geringe Zähnezahl und/oder zu große
negative Profilverschiebung
Grundkreis
Fußkreis
Fußausrundung
Grundkreis
Teilkreis
Fußflanke
Kopfflanke
Unterschnitt.dsf

Folie ME-16-15.dsf

Maschinenelemente: 16-16

Unterschnitt - Grenzzähnezahlen

Die Grenzzähnezahl ist die kleinste Zähnezahl, bei der gerade noch kein Unterschnitt auftritt. Hierzu gehört das Werkzeugprofil mit dem größtmög- lichen Modul. Im theoretischen Grenzfall tangiert die Ecke des Werkzeug- bezugsprofils gerade den Grundkreis. Der Erzeugungswälzpunkt liegt auf dem Teilkreis des erzeugten Zahnrades.

Herleitung Grenzzähnezahl für Nullräder mit Geradverzahnung:

Die Kopfhöhe des Werkzeugs ist gleich dem Modul h aP = m.

α W C 0 W M M T r = h aP 0 p Grundkreis
α
W
C
0
W
M
M
T
r
= h aP
0
p
Grundkreis
r
e sin α
G
0
p
Teilkreis
α
e
0
= m
p
=⋅r
sin α
h aP
e0
0
m
⋅ z
2
=
r 0
z
=
2
gr th
sin
2 α
0
z =
z
gr th
0
Eingriffslinie
h
aP

Herleitung Grenzzähnezahl für V-Plusräder mit Geradverzahnung:

Die effektive Kopfhöhe des Werkzeugs ist h a eff = m - V.

M α M C 0 W W T h r aeff Grundkreis 0 p =
M
α
M
C
0
W
W
T
h
r
aeff
Grundkreis
0
p
=
p
e sin α
e
r G
0
Teilkreis
α
0
=
m1x
⋅−
(
)
p
=⋅r
sin α
h aeff
e0
0
m
⋅ z
21x
(
)
r
=
0
z
=
2
gr th
sin
2 α
Eingriffslinie
0
z
= z
gr th
0
+V
h a eff

Folie ME-16-16.dsf

Maschinenelemente: 16-17

Theoretische und praktische Grenzzähnezahlen

Unter Inkaufnahme eines geringen Unterschnitts wird die praktische Grenzzähnezahl definiert:

z gr

= z

gr th

. 5/6

Hierbei wird vorausgesetzt, dass die Spitzgrenzen nicht über- schritten werden.

Z.-Zahl Profilversch. Grenze Begründung 17 x = 0 theoretisch Unterschnitt 14 x = 0 praktisch
Z.-Zahl
Profilversch.
Grenze
Begründung
17
x
= 0
theoretisch
Unterschnitt
14
x
= 0
praktisch
Unterschnitt
7
x
= +0.43
Spitzzahn
z klein;x groß
.
8
x
= +0,36
s
a = 0.2 m
ungehärtet
.
10
x
= +0,25
s
a = 0,4 m
gehärtet
Beispiele
z +1,0 gr th z +0,8 gr +0,6 s = 0 a +0,4 . s
z
+1,0
gr th
z
+0,8
gr
+0,6
s
= 0
a
+0,4
.
s
a = 0,2
m
.
s
a = 0,4
m
+0,2
0
-0,2
-0,4
-0,6
-0,8
-1,0
0
10 20
30
Profilverschiebungsfaktor

Zähnezahl

Folie ME-16-17.dsf

Maschinenelemente: 16-18

Zahnformen

z=48 (x=1,20) z=24 (x=0,80) geeignete Zahnformen - Beispiele - z=14 (x=0,94) z=14 z=18 z=24 (x=0,40)
z=48
(x=1,20)
z=24
(x=0,80)
geeignete Zahnformen
- Beispiele -
z=14
(x=0,94)
z=14
z=18
z=24
(x=0,40)
(x=0,30)
(x=0,40)
1,2
spitzer
geringe Zahnkopffestigkeit
1,0
Zahn
z=7
0,8
(x=0,41)
0,6
x 0,4
Bereich geeigneter Zahnformen
0,2
0 10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Zahnstangenprofil
110 120
-0,2
z=12
α=20°
-0,4
(x=0)
-0,6
-0,8
geringe Zahnfußfestigkeit
-1,0
Unterschnitt
-1,2
Dieses Diagramm gilt auch
für schrägverzahnte Stirn-
räder mit z
n anstatt z und
anstatt α
.
α 0n
0
z=14
z=24
z=48
(x=0)
(x=-0,25)
(x=-1)

Profilverschiebungsfaktoren für geeignete Zahnformen

Folie ME-16-18.dsf

Maschinenelemente: 16-20

Profilverschiebung - Achsabstand

Nullgetriebe

a

0

=

d

01

2

V-Nullgetriebe

+

d

02

2

a = a

0

=

d

W1

2

a = a

0

;

;

+

x

d

W

= d

d

W2

2

;

0

a

0

m . z

=

1 +

2

1

+ x

2

= Σ x = 0

m . z

2

=

V-Getriebe

aa == aa

Σ x

>

0 : V-Plusgetriebe

;

W

=a 0

Σ

x

>

0 : V-Minusgtriebe

m

2

. Σ z

Infolge von Achsabstandsänderungen ändert sich der Eingriffswinkel !

α α 0 W > a ( Σ x >0 > , wenn a W
α
α 0
W > a
(
Σ x >0
>
, wenn
a
W
0 ;
+
01
Grundkreis 1
α
0
Nullgetriebe
r
G1
T
W
= M
C
W
= M
α
0
Grundkreis 2
r
G2
02
+
α
0
a
= a 0
r
r W2
W1
Wälzkreis 1 =Teilkreis 1
(
α r G1 W α α ( 0 , wenn a W < a Σ
α
r G1
W
α
α
(
0 , wenn
a
W < a
Σ
x
0 ;
0
W
+
01
V-Plusgetriebe
r G2
Grundkreis 1
W
C
W
T
Grundkreis 2
W
02
+
W
α
α
r
W1
r W2
(
>
>
a W
r cos α = G = 0 r 0 r cos α G = =
r
cos
α
=
G =
0
r 0
r
cos α
G
= =
W
r
W
a W
cos
α 0
=
a
0 cos
α W
r G 1 r G 2 = ; r a r 01 + r 02
r
G
1 r
G
2
=
; r
a
r
01 + r
02 =
0
01 r
02
r
r
G 1
G
2
=
; r
+ r
W
1
W
2 =
r
r
a W
W 1
W
2
a
α
.
0
cos
= cos
α 0
W
a W

Folie ME-16-20.dsf

Maschinenelemente: 16-21

Zahndicke auf dem Betriebswälzkreis

m.z cos r G α0 r = = . W cos α 2 cos α
m.z
cos
r G
α0
r
=
= .
W
cos α
2 cos α
W
W
Zahndicke des Nullrades auf dem
Teilkreis
m .
π
p 0
s
=
=
0
2
2
M
M
Zahndicke des V-Plusrades auf
dem Teilkreis
C
M = W
M = W
π
.
s
= m
(
+
2 x . tanα 0
)
0
V
2
s
0
s
0V
.
.
α
0
2 x
tan
s
0
.
α
W
r
.
w
=
s
- ∆
bb
2
0
r
0
α
0
r
bb =b w - b
*
.
w
b 0 * =b 0
0
r
0
r
1
.
s
.
w
.
b
= r
inv
α
s
=
0V
0
0
r
0
0
2
0
*
+
π
r
.
.
w
. r w . 2
s
= m
(
+
2
x . tanα 0
)
-
( inv
α
- invα )
W
0
2
w
0
π
.
.
.
1
s
=
r
(
+
2 x . tanα 0
)
.
w
-
inv
α
+ inv α 0
. 2
W
2
z
w
+V=
.
x m

Folie ME-16-21.dsf

Maschinenelemente: 16-22

Betriebseingriffswinkel - Profilverschiebung - Zähnezahlsumme -

Für ein spielfreies V-Getriebe gelten folgende Bedingungen:

Auf dem Betriebswälzkreis des Rades 1 soll die Zahn- dicke spielfrei in die Zahnlücke des Rades 2 passen

Die Wälzkreisteilungen beider Räder sind gleich

Auf dem Wälzkreis ist die Zahndicke gleich der Lückenweite

Folie ME-16-22.dsf

Maschinenelemente: 16-23

Betriebseingriffswinkel - Profilverschiebungssumme

- Praktische Problemlösungen -

Σ x ( Σ z ) 0,05 Σ x ) inv α - invα (
Σ x
( Σ z
)
0,05
Σ x
)
inv
α
- invα
( Σ z
W
0
=
2
tan
α
0
0,04
0,03
(
Σ x
)
B
Σ z
0,02
(
Σ x
)
inv
α
-
inv
α
W
0
=
Σ z
2 tan a 0
Σ x
Σ x =
(
)
.
0,01
Σ z
A
Σ
z
α
W
16°
18°
20°
22°
24°
26°
28°
.
(
Σ
x
α
)
inv
=
2
tan α
+
inv
α
-0,01
W
0
0
Σ
z

Bei Schrägverzahnung gelten die Ersatzzähnezahlen und die Eingriffswinkel im Normalschnitt

Folie ME-16-23.dsf