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Die Spektro-Chrom-Farblicht- Überall sind Farben

Therapie nach Dinshah Aus der scheinbaren Allgegenwart von


Licht und Farben in der modernen Welt
von Alexander Wunsch
bleibt jedoch merkwürdigerweise der Be-
Einführung reich der Gesundheit weitgehend ausges-
part, was schon bei der Einbeziehung der
Die Therapie mit Licht und Farben hat eingangs aufgeführten Aspekte kaum
zwar eine uralte Tradition, ist aber durch nachvollziehbar ist. Betrachtet man dann
die Regentschaft der Biochemie seit etwa noch die Zusammensetzung des Körpers,
fünfzig Jahren in einen Dornröschenschlaf der aus unzähligen Pigmenten (also Farb-
gezwungen worden. Die Bedeutung der stoffen) und anderen lichtaktiven Molekü-
Farben war schon zu vorgeschichtlicher len aufgebaut ist, wird es immer schwerer
Zeit von erheblicher Wichtigkeit für den verständlich, warum es Licht und Farben
Menschen, denn schließlich erlaubte die so schwer haben, in der Therapie ausge-
Farbwahrnehmung nicht nur die Erkenn- dehnt zum Einsatz zu kommen. Es gibt
tnis über die Schönheit der Schöpfung, wohl kaum Methoden, die bezüglich ihres
sondern ermöglichte auch ein besseres Nebenwirkungsprofils so günstig ab-
soziales Zusammenleben. Da sich emo- schneiden wie die Farblicht-Therapie, da-
tionale Inhalte und Gefühlsregungen über bei aber, richtig und rechtzeitig eingesetzt,
eine veränderte Durchblutung unmittelbar so sanft und dennoch effektiv sind. Dies ist
auf die Hautfarbe auswirken, war eine dif- nicht nur eine langjährige Erfahrung des
ferenzierte Farbwahrnehmung für den Verfassers, sondern gibt die Ansicht vieler
Menschen ein Evolutionsvorteil. So lässt Therapeuten und Anwender in diesem
sich beispielsweise zeigen, dass die Ent- Felde wieder. Bestätigung erfährt diese
wicklung eines dritten Farbrezeptors in der Aussage auch durch eine wissenschaftli-
Netzhaut mit dem Verschwinden der Ge- che Veröffentlichung aus dem Jahre 2005
sichtsbehaarung bei Primaten einhergeht. mit dem Titel „A Critical Analysis of Chro-
Die nackte Gesichtshaut ist sozusagen ei- motherapy and Its Scientific Evolution“
ne Projektionsfläche für verschiedene Far- (=Eine kritische Analyse der Farbtherapie
ben, das Auge die dazu passende Emp- und ihrer wissenschaftlichen Entwicklung)
fangskamera. Auf diese Weise haben die der Autoren S. Azeemi und S. Raza vom
Farben den Körpergeruch als Kommunika- Department of Physics der University of
tionssystem ergänzt beziehungsweise ab- Balochistan, Quetta, Pakistan. Bezeich-
gelöst. nend ist, dass die Wirkmechanismen der
Chromotherapie manchen Physikern plau-
Durch ihre Kommunikations- und Signal- sibler erscheinen als den Medizinern, die
wirkung schaffen die Farben einen unmit- vor allem in den führenden Industrienatio-
telbaren Zugang zur menschlichen Psyche nen so sehr den biochemisch-phar-
und zu unserer Gefühlswelt. Dadurch er- makologischen Wirkmechanismen nach-
klärt sich auch, dass Farben in der Antike hängen, dass für die sanften biophysikali-
sehr viel mit Macht zu tun hatten, denn schen Methoden kein Platz mehr im Er-
wer die Farben beherrschte, herrschte kenntnisraum zu sein scheint.
meist auch über die anderen Menschen.
Als ein Beispiel soll hier der Hinweis auf
den Farbstoff der Purpurschnecke genü-
gen, der teurer gehandelt wurde als Gold. Farbtherapie = Informationsmedizin
Aber nicht nur besondere Farbstoffe, auch
Viele Menschen haben heute eine Vorlie-
die Edelsteine waren von großer Bedeu-
be für die Homöopathie, weil hier nicht wie
tung, und auch hier spielte die Farbe wie-
in der Allopathie mit Substanzen und gifti-
der eine herausragende Rolle.
gen Stoffen gearbeitet wird, sondern mit

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extremen Verdünnungen derselben, so 2), wo jedes Farblicht einen Teil hinzufügt,
dass schließlich in erster Linie die Informa- bis unser Auge schlussendlich weißes
tion zur Wirkung kommt. Dies gilt für die Licht erkennt.
Farblicht-Therapie in noch viel ausgepräg-
terer Form, denn die Lichtschwingungen
sind reine Information, ohne stoffliche Ver-
unreinigungen. Somit sollte man meinen,
dass sich Menschen, die für die Homöopa-
thie offen sind, doch auch für die Farblicht-
therapie interessieren sollten - dies ist
aber häufig nicht der Fall. Zu tief ist in un-
serer Gesellschaft der Glaube verwurzelt,
man müsse zur Heilung und Gesundung
etwas einnehmen - Gesundheit geht durch
den Magen?

Licht und Pigmente

Kommen wir nun aber zum eigentlichen


Thema, der Farblicht- oder Chromothera-
Abb. 1: Subtraktive Farbmischung
pie und ihren Möglichkeiten, die Gesund-
heit auf sanfte biophysikalische Art und
Weise zu erhalten oder wiederzuerlangen.
Wenn hier immer wieder FarbLICHTthera-
pie zu lesen ist, so hat dies den tieferen
Sinn, eine Abgrenzung zu anderen For-
men der Farbtherapie deutlich zu machen,
denn es ist keineswegs das selbe, ob man
einen türkisfarbenen Schal trägt oder den
Hals mit türkisfarbenem Licht bestrahlt. Im
einen Fall, nämlich beim Halstuch, arbeitet
man mit Pigmenten, die im Stoff eingela-
gert sind, im anderen Fall mit Licht. Pig-
mente und Licht verhalten sich jedoch
recht gegensätzlich, was sofort einsichtig
wird, wenn man an den Wasserfarbkasten
denkt: je mehr verschiedene Farben man
im selben Glas aus dem Pinsel wäscht,
umso mehr verdunkelt sich dessen Inhalt,
bis er schließlich eine schwarzbraune Far-
be annimmt. Dies ist ein Beispiel für die so Abb. 2: Additive Farbmischung
genannte subtraktive Farbmischung (Abb.
1), jedes Pigment nimmt einen anderen
Anteil von der ursprünglich weißen Strah-
lungsmischung weg. Anders jedoch, wenn Auge und Haut
man verschiedene Lichtfarben mischt: hier
entsteht z.B. aus Rot, Grün und Blau, ent- Man sollte bei der Betrachtung der Farb-
sprechend übereinander gestrahlt, schließ- therapie also die additive und subtraktive
lich weißes Licht. Dies ist dann ein Bei- Farbmischung strikt auseinander halten,
spiel für die additive Farbmischung (Abb. sonst kann es leicht zu Verwirrungen und

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Widersprüchen kommen. Da wir dies ver- verbundenen Luftverschmutzung hatte
meiden wollen, soll in diesem Beitrag also man z.B. Lichtmangelkrankheiten wie Ra-
nur noch von der Anwendung farbigen chitis (die Englische Krankheit!) und Tu-
Lichtes die Rede sein. Auch soll es weni- berkulose kennen und fürchten gelernt.
ger um die psychischen und emotionalen Hier wurde zwar in erster Linie Sonnenlicht
Wirkungen der verschiedenen Farben ge- zur Therapie eingesetzt, aber auch die
hen, sondern um ihre körperlichen Effekte. Anwendung von Farblicht war, besonders
Es gibt im menschlichen Körper zwei Emp- in den USA, stark in Mode gekommen. So
fangsorgane für Licht, die sich in der Emb- hatte z.B. General Augustus Pleasonton
ryonalentwicklung sogar aus demselben die Wirkungen von blauem Licht einge-
Keimblatt gebildet haben - nämlich Augen hend erforscht, zuerst in seinem Ge-
und Haut. Goethe, der sich sehr intensiv wächshaus beim Anbau von Weintrauben,
mit der sinnlichen Wahrnehmung der Far- später hatte er seine Versuche dann mit
ben durch die Augen befasst hat, stellte großem Erfolg auch auf Tiere und Men-
immer wieder heraus, dass die Farben, schen ausgeweitet. Ein Arzt namens Seth
wie wir sie sehen, nur in Zusammenhang Pancoast setzte in Folge nicht nur blaues,
mit den Augen verstanden werden kön- sondern auch rotes Licht therapeutisch ein
nen. Farbe ist also nichts Absolutes, Los- und stellte die Verbindung zwischen den
gelöstes, sondern ein untrennbar an das Funktionen des vegetativen Nervensys-
menschliche Auge gekoppeltes Phäno- tems her: Rot entspricht der anregenden
men. Außerhalb der Wahrnehmung durch Wirkung des Sympathikus, Blau wirkt auf
das Auge gibt es also eigentlich keine den regenerierenden und entspannenden
Farben, sondern nur Wellenlängen - das parasympathischen Anteil. Der wichtigste
trifft eben auch für die Haut zu. Wenn wir Vertreter der Farblicht-Therapie war je-
also die Wirkung der Farben auf den Kör- doch Edwin Dwight Babbitt, der im Gegen-
per betrachten wollen, kommen wir mit satz zu den bereits genannten Pionieren
dem Farbkreis nach Goethe nicht zurecht, Pleasonton und Pancoast mit allen Farben
da dieser nur für das Auge stimmt. Ande- des Spektrums behandelte, wobei er sich
rerseits ist auch der physikalische Ansatz, hauptsächlich an dem Farbkreis von Goe-
also das Regenbogenspektrum nach New- the orientierte. Alle drei Urväter moderner
ton, nicht ausreichend, da ein Teil der Chromotherapie hatten ihren Zenit übri-
Farbwirkungen auf den Körper auch über gens vor der Verfügbarkeit elektrischen
die Augen vermittelt werden. Was wir also Lichtes erreicht und waren auf die Sonne
brauchen, ist ein Farbsystem, das sowohl als Lichtquelle angewiesen.
physiologische als auch physikalische Ei-
genschaften in sich vereint.
Dinshah P. Ghadiali

Geschichte der Farbtherapie Der Entwickler des Spektro-Chrom-


Systems war der indische Erfinder Dins-
An dieser Stelle kommen wir nun auf das hah P. Ghadiali (Abb. 3), der schon in jun-
Spektro-Chrom-System zu sprechen, da gen Jahren mit den Möglichkeiten der
es diese beiden Forderungen erfüllt. Es Elektrizität in Kontakt gekommen war und
nimmt seinen Ursprung im ausgehenden für den die Nutzung elektrischen Lichtes
19. Jahrhundert, zu einer Zeit, in der die im Rahmen seiner Beschäftigung mit der
Bedeutung von Licht äußerst hoch ge- Kinematographie zur Tagesordnung ge-
schätzt wurde. Es war dies nicht nur die hörte. Er war allerdings nicht nur technisch
Zeit der Erfindung der Glühlampe, sondern hochbegabt, sondern auch auf dem Gebiet
auch der Beschäftigung mit Licht von Sei- der Heilkunde tätig. So begab es sich also
ten der Physiologie und Medizin. Im Rah- eines Tages, dass er die schwer kranke
men der Industrialisierung und der damit Tochter eines Geschäftskollegen zu be-

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Farben und Wissenschaft

Eine wesentliche Forderung in der Wis-


senschaft ist die der Reproduzierbarkeit
von Methoden und Ergebnissen. Vor die-
sem Hintergrund entwickelte Dinshah nicht
nur den umfassenden Farbkreis mit zwölf
Farben, sondern setzte sich auch mit den
Problemen der Standardisierung von Farb-
filtern und Lichtquellen auseinander. Hier-
bei kam ihm die Verwendung elektrischen
Lichtes zugute, da dieses im Gegensatz
zum Sonnenlicht, das einer ständigen Än-
derung bezüglich Intensität und Farbzu-
sammensetzung unterworfen ist, in gleich-
bleibender Qualität erstrahlt. Ein weiterer
Vorteil des elektrischen Lichtes war die
Verwendbarkeit rund um die Uhr. Dinshah
musste sich damals sein ganzes dia-
gnostisches und therapeutisches Hand-
werkszeug selbst entwickeln und kons-
truieren, da er aufgrund seines hohen
Anspruchs nicht auf die Techniken seiner
Vorläufer zugreifen konnte oder wollte.

Abb. 3: Dinshah P. Ghadiali So erfand er z.B. das Itisometer, mit dem


er feinste Temperaturunterschiede auf der
handeln hatte, wobei sich alle konventio- Körperoberfläche messen konnte. Dies
nellen Therapien als wirkungslos erwie- ermöglichte ihm wiederum eine ausgefeilte
sen. Da sich der Gesundheitszustand der Diagnostik der verschiedenen Krankheits-
jungen Frau rapide verschlechterte, war zustände auf der Basis der Temperatur-
Dinshah zum Handeln gezwungen und oder wie man heute sagen würde, Infrarot-
erinnerte sich in dieser Situation an die Strahlung. Gerade die Anwendung des Iti-
Arbeiten und Erfolge von Babbitt, der bei someters half ihm, besser zu verstehen,
einer solchen Erkrankung zur Bestrahlung was sich bei verschiedenen Krankheiten
mit indigofarbenem Licht gegriffen hätte. auf der Ebene der Zellen und der bioche-
Also besorgte sich Dinshah eine Kerosin- mischen Vorgänge im Stoffwechsel ab-
lampe als Lichtquelle, vor die er eine indi- spielte. Nachdem Dinshah viele hundert
gofarbene Glasflasche befestigte. Damit Messungen mit diesem Instrument durch-
bestrahlte er seine junge Patientin, die geführt hatte, kam er zu der Überzeugung,
sich unter dieser Therapie zusehends er- dass es eine Logik hinter den Symptomen
holte. Das war die Geburtsstunde von einer jeweiligen Erkrankung gibt, die es
Spektro-Chrom, denn dieser Heilungser- ihm gestattete, über die Individualität der
folg ließ Dinshah nicht mehr ruhen, da er Patienten hinausreichend entsprechende
wissenschaftlich verstehen wollte, warum Bestrahlungspläne zu definieren.
einfaches farbiges Licht einen solch
durchschlagenden Erfolg zeitigen kann. Diese Bestrahlungsanweisungen sind
Also widmete er sich fortan der Entwick- auch heute die Basis der Anwendung der
lung und Erforschung der Farblicht- Spektro-Chrom-Methode im Krankheitsfall
Therapie, wobei ihm der wissenschaftliche und finden sich in dem Buch "Es werde
Ansatz sehr wichtig war. Licht" von Dinshah´s Sohn Darius.

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Der Spektro-Chrom-Farbkreis Exkurs: Chromotherapie in der Medizin

Nun wollen wir das Spektro-Chrom- Man hat zwar noch nicht die Wirkungen
System mit seinen zwölf Farben genauer aller zwölf Farben wissenschaftlich über-
kennen lernen. Natürlich würde es den prüft, doch es gibt für einige Spektralberei-
Rahmen eines solchen Artikels sprengen, che ermutigende Ergebnisse aus aktuellen
wenn wir all die 79 einzelnen Eigenschaf- Untersuchungen. So zeigte sich, dass der
ten erörtern wollten, die Dinshah seinem langwellige Bereich, also Orange, Rot und
Farben-Dutzend zugeordnet hat, daher Nah-Infrarot, die Wundheilung wirksam
machen wir uns stattdessen mit einigen unterstützen kann. Rotes Licht aus
Farbengruppen und deren prinzipiellen Leuchtdioden wird bereits erfolgreich für
Wirkungen vertraut. Betrachten wir also die Behandlung von Schleimhautläsionen
zunächst die Abbildung 4: verwendet, die im Rahmen der Chemothe-
rapie häufig vorkommen.

Durch den Einsatz von goldgelbem Farb-


licht lassen sich die Hautirritationen wäh-
rend der Strahlentherapie bei Brustkrebs-
patientinnen spürbar verringern.

Verwendet man farbiges/sichtbares Licht


in Kombination mit Nah-Infrarot aus was-
sergefilterter Glühlampenstrahlung, dann
verbessert dies z. B. die Wundheilung
bei chronischen Geschwüren und anderen
Hautläsionen.

Sichtbares Licht mit Nah-Infrarot-Anteilen


wird auch in der Chirurgie verwendet, um
Wundheilung und Wundschmerz nach
großen Bauchoperationen positiv zu be-
einflussen: Im Jahr 2006 nahmen 111
Versuchspersonen an der Chirurgischen
Abb. 4: Der Spektro-Chrom-Farbkreis Universitätsklinik Heidelberg an einer
Doppelblindstudie teil. Sie zeigte, dass
Dinshah hat seine Farben im Kreis an- durch den Einsatz postoperativer Bestrah-
geordnet, dies ist eine Darstellungsweise, lung mit Licht und Nah-Infrarot eine Hal-
die erstmals von Newton gewählt worden bierung der Wundheilstörungen und eine
war und auch von Goethe und Babbitt Verkürzung der stationären Verweildauer
verwendet wurde. Augenscheinlich ent- von 11 auf 9 Tage erreichbar sind. Außer-
spricht die Anordnung der Farben denen dem wurde ein deutlich geringerer Bedarf
der Stunden auf dem Zifferblatt einer Uhr, an Schmerzmitteln festgestellt.
dies wird uns im Folgenden die Orientie-
rung erleichtern. Jeder Farbe ist ein ein- Zusammenfassend lässt sich sagen, dass
zelner Buchstabe zugeordnet, der dem zahlreiche Untersuchungen die therapeuti-
englischsprachigen Farbnamen entspricht: sche Wirkung von sichtbarem, farbigem
R für Rot, O für Orange, Y für Gelb (von Licht und des Nah-Infrarot-Bereichs bestä-
Yellow), L für Gelbgrün (von Lemon), G für tigen. Sie sind daher geeignet, schulmedi-
Grün, T für Türkis, B für Blau, I für Indigo, zinische Maßnahmen positiv zu unterstüt-
V für Violett, P für Purpur, M für Magenta zen und Behandlungskosten effektiv und
und S für Scharlach. dabei sanft zu senken.

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Spektralfarben und Extraspektralfarben Empfindungen verknüpft, womit sich die
seelisch-emotionalen Wirkungen von Pur-
Kommen wir zurück zu Dinshah. Sein pur, Magenta und Scharlach erklären las-
Spektro-Chrom-System besteht aus neun sen.
Farben, die auch im Regenbogen zu fin-
den sind und aus drei Farben, die wir dort
vergeblich suchen. Die Regenbogenfarben
werden als Spektralfarben bezeichnet und
sind in der Abbildung 5 dargestellt:

Abb. 6: Die Extraspektralfarben

Die Achse der Gesundheit

Die wichtigsten Farben im System liegen


bei 12 Uhr und 6 Uhr, nämlich Grün und
Abb. 5: Die Spektralfarben Magenta. Wir können dieses Farbenpaar

Das Regenbogenspektrum beginnt also


bei 8 Uhr mit Rot und endet bei 4 Uhr mit
Violett.

Die drei Extraspektralfarben (Abb. 6) ent-


stehen, wenn Rot und Violett in veränderli-
chen Anteilen miteinander gemischt wer-
den: Magenta besteht zu gleichen Teilen
aus Rot und Violett, bei Purpur hingegen
überwiegt der Violett-Anteil und Scharlach
birgt sinngemäß mehr Rot.

Die Bezeichnung Extraspektralfarben


stammt aus der Physik und wird daher im
Spektro-Chrom-System nicht verwendet.
Hier wird diese Dreiergruppe Zirkulatori-
sche Farben genannt, da sie ausgeprägte Abb. 7: Die Achse der Gesundheit
Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem
und alle stark durchbluteten Organe ha- als die Achse der Gesundheit (Abb. 7) be-
ben. Außerdem ist das Herz-Kreislauf- zeichnen, wobei Grün die körperliche und
System eng mit unseren Gefühlen und Magenta die seelische Gesundheit reprä-

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sentiert. Dies erfordert natürlich eine ge- Da Grün (Abb. 8) für Dinshah die zentrale
nauere Erklärung: Grün ist die Farbe, die Farbe war, nannte er in Anlehnung an die
exakt im Zentrum des Regenbogenspekt- Infrarot- und Ultraviolett-Nomenklatur alle
rums gelegen ist und entspricht damit der Farben, die langwelliger als Grün sind, In-
Ausgeglichenheit und Harmonie, die wir fragrün-Farben, während die kurzwellige-
von der Mitte zwischen maximaler An- ren Farben als Ultragrün-Farben bezeich-
spannung und Entspannung erwarten. net werden. Die Farben des Infragrün-
Grün ist eine neutrale Farbe, bei der die Bereiches haben wärmenden, anregenden
Körperfunktionen weder zu stark angekur- Charakter, wohingegen Ultragrün kühlend
belt noch gedämpft, sondern eben harmo- und dämpfend wirkt. Je weiter die betref-
nisiert werden. Magenta hingegen ent- fende Infra- bzw. Ultra-Grünfarbe vom
steht, wenn die beiden Pole des Regen- Grün entfernt zu liegen kommt, desto stär-
bogens, also Rot und Violett, die die Wir- ker ist ihre wärmende respektive kühlende
kung von Sympathikus und Parasympathi- Wirkung, somit ist Rot die intensivste Infra-
kus repräsentieren, im Verhältnis 1:1 ge- grünfarbe, Violett demgemäß die kräftigste
mischt werden. Ultragrünfarbe.

Grün teilt den Regenbogen Die Gruppe der Infragrün-Farben

Normalerweise wird beim Regenbogen- Rot, Orange, Gelb und Gelbgrün bilden die
spektrum das Licht, das langwelliger als Gruppe der wärmenden und den Stoff-
Rot ist, als Infrarotstrahlung bezeichnet, wechsel anregenden Infragrün-Farben
die für das menschliche Auge unsichtbar (Abb. 9).
ist, aber als Wärme in Erscheinung tritt.
Auch an das Violett auf der kurzwelligen
Seite schließt sich ein unsichtbarer Be-
reich an, der Ultraviolettstrahlung genannt
wird. Für die Spektro-Chrom-Methode
spielen diese unsichtbaren Bereiche keine
Rolle, denn Dinshah war der Überzeu-
gung, dass man alle therapeutischen Wir-
kungen mit den sichtbaren Farben des
Lichts erzielen kann.

Abb. 9: Die Infragrün-Farben

Sie werden in erster Linie bei der Behand-


lung von chronischen Erkrankungen ein-
gesetzt. Chronische Krankheiten entwi-
ckeln sich, von wenigen Ausnahmen ein-
mal abgesehen, immer dann, wenn es der
Körper nicht schafft, eine akute Erkran-
Abb. 8: Grün als die Mitte des Spektrums kung richtig auszuheilen. Den Ablauf kann

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man sich folgendermaßen vorstellen: bei Bereich so genannte Zwischenfarben an,
einer akuten Erkrankung zeigt sich immer die eine noch feinere Abstimmung auf den
eine Entzündung, die meistens auch mit individuellen Patienten ermöglichen: wenn
einer Erhöhung der Körpertemperatur, al- Gelbgrün beispielsweise zu schwach wirkt,
so Fieber, einhergeht. Dies bedeutet na- Gelb jedoch schon zum Auftreten starker
türlich einen erhöhten Energieaufwand, Erstverschlimmerungen führt, verwendet
den der Körper nur eine gewisse Zeit lang man die Farbe Gelb-Gelbgrün, die genau
erbringen kann. Wenn die Energiereser- zwischen den jeweiligen Einzelfarben liegt.
ven verbraucht sind, wird das Problem,
das die Entzündung verursacht hat, sofern
es noch nicht gelöst wurde, gewisserma-
ßen auf Eis gelegt. Der Körper wartet so- Die Gruppe der Ultragrün-Farben
zusagen auf eine Gelegenheit, das Prob-
lem unter besseren Rahmenbedingungen Die Ultragrün-Farben (Abb. 10) spielen ih-
erneut anzugehen und dann zu lösen. Da- re Stärke bei der Behandlung akuter Er-
her finden wir bei chronischen Krankhei- krankungen aus, da sie mit ihren kühlen-
ten, im Gegensatz zu den akuten Formen, den Eigenschaften dem Fieber auf natürli-
auch meist eine Erniedrigung der Körper- che Weise entgegenwirken, ohne jedoch
temperatur. Die Behandlung einer chroni- die Tätigkeit des Immunsystems negativ
schen Störung, die schon seit längerer Zeit zu beeinflussen oder gar zu blockieren. Es
existiert, besteht somit in einer Vorge- ist sogar so, dass die Farbe mit dem in-
hensweise, die mit dem langsamen Auf- tensivsten kühlenden Effekt die Zellen der
tauen von Gefriergut vergleichbar ist. Dies Immunabwehr am stärksten stimuliert.
können die Infragrün-Farben in feiner Ab-
stufung leisten, mit Gelbgrün als der
kleinsten Flamme bis hin zum Rot als der
Stärksten.

Exkurs mit Zwischenfarben

Keine chronische Erkrankung ist in der


Ganzheitsmedizin direkt in Gesundheit
überführbar, sondern muss den Weg über
die akute Phase gehen. Das ist der Grund,
warum bei natürlichen Heilweisen, die
über eine Regulation körpereigener Vor-
gänge wirken, so genannte Erstver-
schlimmerungen auftreten können. Wäh-
rend sich der Therapeut über deren Auftre-
ten freut, da sie ihm anzeigen, dass die Abb. 10: Die Ultragrün-Farben
Therapie anschlägt, sind sie für die Patien-
ten oft unangenehm oder auch schmerz- Leider hat sich in der Medizin eine Fieber-
haft. Da es ihnen vor der Behandlung sub- feindlichkeit entwickelt, die sich besonders
jektiv besser ging als dann unter der The- ausgeprägt bei der Behandlung von Kin-
rapie, besteht hier die Gefahr von Thera- dern zeigt. Schon der berühmte Chirurg
pieabbrüchen, da den Patienten die ganz- und Querdenker Dr. August Bier beklagte
heitliche Logik schwer zu vermitteln ist: es in seiner Monographie „Hyperämie als
soll gut sein, wenn es subjektiv schlimmer Heilmittel“ aus dem Jahre 1905: „Dass die
wird? Für solche Fälle bietet die Spektro- Lehre von der Zweckmäßigkeit der Ent-
Chrom-Methode speziell für den Infragrün-

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zündung gerade in den letzten Jahrzehn- wenn man die deutsche Bezeichnung
ten vollständig verlassen worden ist, be- ausnimmt, denn diese ist erst einmal
darf wohl keiner näheren Ausführung, schwer verdaulich. Das Wort kommt aus
denn fast alle Praktiker, die jetzt in ihrem dem Lateinischen (alterare) und bedeutet
Fache das Wort führen, sind noch als „verändern“. Direkt übersetzt müssten die-
„Antiphlogisten“, die den schädlichen Ent- se beiden Farben also Veränderungs-
zündungsvorgang bekämpfen sollen, er- Farben heißen. Es handelt sich hierbei um
zogen worden, und die übergroße Mehr- Gelbgrün und Türkis, also die beiden Far-
zahl lebt noch in diesen Begriffen.“ ben, die das zentrale Grün flankieren.

Kaum zeigt das Thermometer Werte von


38 Grad, werden Fieberzäpfchen gescho-
ben oder Tropfen verabreicht. Dies ist in
den seltensten Fällen berechtigt und be-
hindert meist die Bemühungen des Kör-
pers, mit der Erkrankung selbst fertig zu
werden. Viele Krankheiten werden durch
diese Vorgehensweise sogar in Richtung
einer Chronifizierung gedrängt.

Hier kann die rechtzeitige Anwendung von


Ultragrün-Farben Abhilfe schaffen, da das
Immunsystem gestärkt und die vorhanden
Energiereserven im Körper geschont wer-
den. Dadurch, dass wieder vier verschie-
dene Intensitäts-Stufen für die Kühlung zur
Verfügung stehen, ist es möglich, die Wir-
kungen genau auf die Bedürfnisse des er-
krankten Körpers abzustimmen. Hierbei Abb. 11: Die Alterans-Farben
hat sich die Anwendung von modernen
Wenn Grün die wichtigste Farbe auf kör-
Stirnthermometern bewährt, da man in
perlicher Ebene ist, so kann man leicht
Sekundenschnelle die aktuelle Körpertem-
nachvollziehen, dass die sanftesten Nach-
peratur messen und somit Verlauf und Be-
barn zu beiden Seiten ebenfalls eine Son-
handlungserfolg kontrollieren kann.
derstellung einnehmen. Gelbgrün, von
Dinshah als Chronisches Alterans be-
zeichnet, wird standardmäßig als Basis-
Die Alterans-Farben Behandlung einer jeden chronischen Stö-
rung verwendet, also immer dann, wenn
Nachdem Dinshah in der medizinischen eine Erkrankung seit mehr als vier Wo-
Fachwelt der damaligen Zeit aus verschie- chen besteht. Türkis, auch Akutes Alterans
denen Gründen nicht reüssieren konnte, genannt, wird angewandt, wenn eine Stö-
beschloss er, sich den Patienten und me- rung neu aufgetreten, also akut ist.
dizinischen Laien zuzuwenden, da er die
Erfahrung machte, dass diese für seine Diese Einteilung erleichtert die Farbaus-
Methode wesentlich offener und dankbarer wahl wirklich erheblich, denn das kann
waren. Daher war er bemüht, das Spektro- sich jeder merken: Gelbgrün (mild wär-
Chrom-System verständlich aufzubauen mend) bei chronischen und Türkis (mild
und leicht anwendbar zu gestalten. kühlend) bei akuten Störungen. Beide
Farben enthalten wesentliche Anteile an
Dies trifft für die Gruppe der Alterans- regulierendem und harmonisierendem
Farben (Abb. 11) in vollem Umfang zu, Grün.

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Die Zirkulatorischen Farben Blutdruck werden über dieses System ge-
regelt. Diese beiden lebenswichtigen Pa-
Diese Gruppe von Farben (Abb. 12) sind rameter sind also das Resultat eines defi-
die wichtigsten Werkzeuge des ganzheitli- nierten Verhältnisses zwischen sympathi-
chen Farbtherapeuten gegen systemi- schen und parasympathischen Signalen.
schen Stress und dessen Folgen, aber Dieses Verhältnis wird in verschiedenen
auch gegen dunkle Gedanken und Gefüh- Steuerungszentren im Gehirn, vor allem im
le, die die Seele verschatten, sowie Ant- Hypothalamus geregelt, dessen Hauptauf-
riebsschwäche, Depressionen, Kopf- gabe es ist, Nervensignale und Hormone
schmerzen und Migräne. im Körper zu koordinieren. Ein zu hoher
Blutdruck ist somit die Folge von Steue-
rungsanweisungen des Gehirns, die dazu
führen, dass die sympathischen Signale
die parasympathischen Impulse überwie-
gen. Die Regelkreise im Gehirn tendieren
dazu, dieses festgelegte Verhältnis beizu-
behalten, ähnlich wie der Thermostat einer
Heizung die voreingestellte Temperatur
konstant hält, auch wenn es draußen käl-
ter wird. Wenn man also den Blutdruck
beeinflussen, z.B. senken will, genügt es
daher nicht, mit Violett zu bestrahlen, um
die parasympathische Aktivität zu verstär-
ken, da dies im Regelkreis lediglich zu ei-
nem weiteren Ansteigen der Sympathikus-
Impulse führt, um das voreingestellte Ver-
hältnis beizubehalten. Will man den Blut-
druck effektiv senken, ist es wirksamer,
dem Organismus mitzuteilen, dass der
Abb. 12: Die Zirkulatorischen Farben Sympathikus schwächer aktiviert werden
soll als der Parasympathikus. Dies ge-
Wie wir bereits erörtert haben, nehmen die schieht mit der Farbe Purpur, in der der
Zirkulatorischen Farben eine Sonderstel- Violett-Anteil den Rotanteil überwiegt. Um
lung ein, da es sich jeweils um zwei Far- den Blutdruck zu erhöhen, wird demgege-
ben gleichzeitig handelt. Während die Ein- nüber die Farbe Scharlach eingesetzt. Will
zelfarben durch eine zentrale Wellenlänge man die Herz-Kreislauf-Funktionen har-
mit unterschiedlicher Bandbreite darstell- monisieren, verwendet man Magenta, wo-
bar sind, sind Purpur, Magenta und Schar- bei Rot und Violett gleich stark vertreten
lach sozusagen Farben-Zweiklänge aus sind. Jeder weiß, wie stark die Kreislauf-
Rot und Violett mit jeweils veränderlichen Funktionen mit unseren Emotionen ver-
Anteilen. Rot und Violett repräsentieren knüpft sind. Das zeigt uns sogar die Um-
die Pole eines antagonistischen Systems, gangssprache, denn schon das Denken an
dem vegetativen Nervensystem, das aus einen unliebsamen Zeitgenossen kann so
Sympathikus und Parasympathikus be- Manchen „auf 180“ bringen, was sich so-
steht. Jede Arterie im Körper des Men- wohl auf den systolischen Blutdruckwert
schen ist sowohl von Nerven des Sympa- als auch auf den Puls beziehen kann. Bei-
thikus als auch des Parasympathikus ver- de Werte sind Funktionen des zirkulatori-
sorgt, damit das Nervensystem eine sofor- schen Systems und damit ein Fall für die
tige Kontrolle über die Weite oder Enge Zirkulatorischen Farben. Sobald es gelun-
der betreffenden Gefäße ausüben kann. gen ist, die Kreislaufparameter wieder ins
Der Grad der Durchblutung wie auch der Lot zu bringen, lösen sich die seelisch-

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emotionalen Belastungen mit auf. Purpur Mit dem korrekt erzeugten farbigen Licht
ist übrigens auch ein hervorragendes Mit- werden einzelne Zonen oder der ganze
tel zur Schlafunterstützung. Körper bestrahlt. Dabei ist es wichtig, dass
das Licht direkt auf die nackte Haut einwir-
ken kann, weil Stoff nicht durchlässig ge-
nug ist, um eine Wirkung zu gewährleis-
Die Anwendung ten. Aus diesem Grund ist es erforderlich,
die Bestrahlung in einem warmen Raum
Die Spektro-Chrom-Methode lässt sich durchzuführen, der außerdem auch abge-
leicht anwenden, auch von Laien, soviel dunkelt werden kann. Andere Lichtquellen
haben wir schon gelesen. Alles, was man müssen während einer Anwendung aus-
braucht, ist eine geeignete Lichtquelle und geschaltet bleiben, weil sonst die Wirkung
die entsprechenden Farbfilter. Da Licht, der Spektro-Chrom-Farben abgeschwächt
sobald es mit Netzstrom erzeugt wird, im wird. Die Dauer der Anwendung hängt
doppelten Takt (=100 Hz) der Netzfre- vom jeweiligen Krankheitsbild ab und be-
quenz pulsiert, empfiehlt sich die Verwen- trägt zwischen 20 und 60 Minuten. Bei
dung einer gleichstrombetriebenen Licht- akuten Störungen bestrahlt man zweimal
quelle. Niedervolt-Halogenlampen sind täglich und zusätzlich bei Bedarf, solange,
daher in Kombination mit den Farbfiltern, bis man wieder gesund ist. Bei chroni-
die von der Dinshah Health Society (DHS) schen Krankheiten sind meist zwei An-
empfohlen werden, die optimale Lösung. wendungen täglich über mehrere Wochen
angezeigt. Auch hier wird solange be-
Weiße Leuchtdioden (LED) eignen sich
strahlt, bis die Gesundheit wiederherges-
genauso wenig zur Erzeugung von Spekt-
tellt ist. Lässt sich dies nicht erreichen,
ro-Chrom-Farben wie Energiesparlampen,
können zumindest die Symptome behan-
da beide Arten von Lichtquellen kein voll-
delt werden, was für die Betroffenen meist
ständiges Spektrum erzeugen. Mit Filtern
eine wertvolle Unterstützung darstellt. Es
kann man immer nur vorhandene Wellen-
gibt praktisch kaum ein Krankheitsbild, bei
längen entfernen, aber keine fehlenden
dem es nicht hilfreich wäre, die Farblicht-
Spektralbereiche ergänzen. Mit farbigen
therapie zumindest unterstützend anzu-
Leuchtdioden ist es derzeit technisch sehr
wenden. Da es in der therapeutischen
aufwendig, geeignetes Farblicht zu erzeu-
Praxis meistens schwierig, wenn nicht gar
gen, das in seiner spektralen Zusammen-
unmöglich ist, die Patienten zweimal am
setzung genau den Farbqualitäten von
Tag einzubestellen, hat sich das Ausleihen
Licht entspricht, welches mit Glühlampen
bzw. die eigenverantwortliche Anschaffung
und Farbfolien produziert wird. Der Grund
von geeigneten Geräten bewährt. Dies hat
liegt darin, dass LED je nach Farbe ent-
zudem den Vorteil, dass die Patienten in
weder zu breitbandige oder zu schmal-
die Behandlungsmodalitäten aktiv einbe-
bandige Spektren bereitstellen. Zudem
zogen werden und so das Gefühl entwi-
weist Farblicht, das mit Glühlampen und
ckeln können, nicht vom Therapeuten ab-
Filtern erzeugt wird, einen hohen Anteil an
hängig, sondern als emanzipierter Partner
Nah-Infrarot (NIR) und Wärmestrahlung
in den Heilungsprozess integriert zu sein.
auf. Dieser Spektralbereich ist zwar un-
sichtbar, hat aber ausgeprägte biologische Probieren Sie es einfach aus - es lohnt
Wirkungen, die man sich z.B. bei der Be- sich!
handlung von Wundheilungsstörungen
oder flankierend bei Chemo- und Radio- Anschrift des Verfassers:
therapie zunutze macht (s.o.). Da farbige
LED jedoch für visuelle Anwendungen Alexander Wunsch
hergestellt und auf Energieeffizienz ge- Bergheimer Straße 116
trimmt sind, fehlt der Nah-Infrarot- und 69115 Heidelberg
Wärme-Anteil praktisch völlig. www.lichtbiologie.de

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