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Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Arbeitsmarktberichterstattung – Juni 2013

Der Arbeitsmarkt in Deutschland Arbeitsmarktberichterstattung – Juni 2013 Fachkräfteengpassanalyse Juni 2013

Fachkräfteengpassanalyse Juni 2013

Der Arbeitsmarkt in Deutschland Arbeitsmarktberichterstattung – Juni 2013 Fachkräfteengpassanalyse Juni 2013

Die BA-Fachkräfteengpassanalyse finden Sie im Internet:

Weiteres Datenmaterial zum Thema Engpassanalyse finden Sie im Analytikreport zur Engpass- analyse:

bzw. für einzelne Bundesländer:

Das Analysetool zur Engpassanalyse finden Sie hier:

Methodenbericht zur Engpassanalyse:

Impressum

Impressum Bundesagentur für Arbeit - Arbeitsmarktberichterstattung

Bundesagentur für Arbeit - Arbeitsmarktberichterstattung Regensburger Straße 104 90478 Nürnberg

Kontakt für Rückfragen:

Judith Wüllerich Ralf Beckmann Tel.: 0911 179-1080 arbeitsmarktberichterstattung@arbeitsagentur.de

Zitiervorschlag Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeitsmarkt in Deutschland – Fachkräfteengpassanalyse Juni 2013, Nürnberg 2013.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Auf einen Blick

Gesamtschau

Aktuell zeigt sich kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland. Es gibt jedoch Engpässe in einzelnen technischen Berufsfeldern, vorrangig in den westlichen Bundesländern, sowie bundesweit in Gesundheits- und Pflegeberufen.

Die Anzahl der Mangelberufe ist gegenüber früheren Analysen leicht zurückgegangen. Insgesamt hat sich die Engpasssituation, im Zuge der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung, in den bereits identifizierten Mangelberufen etwas entspannt. Die Probleme zeigen sich aber weiterhin.

Neu hinzugekommen ist der Mangel bei den nichtakademischen Fachkräften im Bereich Mechatronik und Automatisierungstechnik.

Technische Berufe

Bei den technischen Berufen zeigen sich Fachkräfteprobleme sowohl auf Ebene der Experten (Ingenieure) als auch bei den nichtakademischen Fachkräften.

In der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, der Mechatronik- und Automatisierungstechnik sowie in der Elektrotechnik gibt es vor allen in Westdeutschland einen Expertenmangel.

In den IT-Berufen besteht kein genereller Fachkräftemangel. Im Teilbereich Informatik, sowie in der Softwareentwicklung ist jedoch ein Expertenmangel erkennbar.

Es zeigt sich ferner ein Fachkräftemangel bei den (Ingenieur-)Experten im Bereich Metallbau und Schweißtechnik, der technischen Forschung und Entwicklung, der Konstruktion und des Gerätebaus sowie bei Experten für die Ver- und Entsorgung.

Der sich in technischen Berufen bei nichtakademischen Fachkräften zeigende Mangel wird vor allem in den westlichen Bundesländern deutlich. So fehlen dort Fachkräfte bzw. Spezialisten in der Mechatronik- und Automatisierungstechnik, der Energietechnik, im Bereich Klempnerei, Sanitär, Heizung und Klimatechnik sowie bei der Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr.

Gesundheits- und Pflegeberufe

Der Fachkräftemangel bei Humanmedizinern zeigt sich nahezu in allen Bundesländern.

Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte werden in allen Bundesländern gesucht. In den ostdeutschen Bundesländern fällt die Stellenbesetzung jedoch etwas weniger schwer als im restlichen Bundesgebiet.

Der Mangel an examinierten Altenpflegefachkräften zeigt sich in allen Bundesländern.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Inhaltsverzeichnis

Detaillierte Prüfergebnisse Engpassanalyse

5

1.1 Gesamtschau

 

5

1.2 Engpässe nach Berufen und Regionen

6

1.2.1

Technische Berufe (Experten)

7

Maschinen- und Fahrzeugtechnik

7

Mechatronik, Automatisierungstechnik und Elektrotechnik

8

Informatik und Softwareentwicklung

9

Weitere Experten

9

1.2.2

Technische Berufe (Fachkräfte und Spezialisten)

9

Mechatronik und Automatisierungstechnik

10

Energietechnik

 

10

Klempnerei, Sanitär, Heizung, Klimatechnik

11

Fahrzeugführung Eisenbahnverkehr

11

1.2.3

Gesundheits- und Pflegeberufe

12

Humanmediziner (ohne Zahnärzte)

12

Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte

13

Examinierte Altenpflegefachkräfte

13

2. Methodik

14

2.1 Grundsätzliche Überlegungen

14

2.2 Prüfschritte

 

15

2.3 Statistische Anmerkungen zu den verwendeten Daten

16

Anhang: Berufelisten mit Klassifikationsnummer

19

Übersicht

Berufsgruppen

Mangelberufe

19

Übersicht Berufsgruppen und Berufsgattungen Mangelberufe

20

Übersicht Anforderungsniveaus

21

Übersicht Grunddaten Engpassberufe

22

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Detaillierte Prüfergebnisse Engpassanalyse

1.1 Gesamtschau

Aktuell zeigt sich kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland. In einzelnen Berufsgruppen und Regionen sind jedoch Mangelsituationen bzw. Engpässe erkennbar. Im Zuge der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung ist die Gesamtzahl der Berufsgruppen mit Fachkräftemangel gegenüber der letzten Analyse (Dezember 2012) leicht zurückgegangen. Insgesamt hat sich die Situation in den bereits identifizierten Mangelberufsgruppen etwas entspannt, wenngleich die Probleme weiterhin bestehen. Der Mangel zeigt sich in einzelnen Berufsgruppen nicht nur bei akademischen, sondern auch bei nichtakademischen Fachkräften.

Fachkräftemangel in einzelnen Berufsgruppen 1 Bei folgenden Berufsgruppen zeigt sich aktuell ein Fachkräftemangel:

Ingenieure Metallbau und Schweißtechnik (hochqualifizierte Experten 2 ) 244

Ingenieure Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe (hochqualifizierte Experten) 251+252

Fachkräfte und Spezialisten 3 Mechatronik und Automatisierungstechnik 261

Ingenieure Mechatronik und Automatisierungstechnik (hochqualifizierte Experten) 261

Fachkräfte Energietechnik 262

Ingenieure Elektrotechnik (hochqualifizierte Experten) 263

Ingenieure technische Forschung und Entwicklung (hochqualifizierte Experten) 271

Ingenieure Konstruktion und Modellbau (hochqualifizierte Experten) 272

Fachkräfte und Spezialisten Klempnerei, Sanitär, Heizung und Klimatechnik 342

Ingenieure Ver- und Entsorgung (hochqualifizierte Experten) 343

Hochqualifizierte Experten im Bereich Informatik 431

Hochqualifizierte Experten Softwareentwicklung 434

Fahrzeugführer Eisenbahnverkehr 4 522

Examinierte Fachkräfte und Spezialisten in der Gesundheits- und Krankenpflege 813

Humanmediziner (ohne Zahnmedizin) 814

Examinierte Fachkräfte Altenpflege 821

Veränderung gegenüber der letzten Analyse (Dezember 2012)

Im Vergleich zur Analyse vom Dezember 2012 hat sich die Gesamtzahl der von Fachkräftemangel betroffenen Berufsgruppen von 17 auf 16 reduziert 5 . So ist derzeit kein akuter Fachkräftemangel mehr in der Berufsgruppe IT-Anwendungsberatung (hochqualifizierten Experten) identifizierbar. 432

Innerhalb zwei weiterer Berufsgruppen hat sich die Mangelsituation bezüglich des Anforderungsniveaus verändert. So zeigt sich der Mangel bei den Energietechnikern nur

1 Zu den differenzierten Klassifikationsnummern gemäß KldB 2010 siehe Anhang.

2 Experten sind Personen mit mindestens vierjähriger Hochschulausbildung oder vergleichbarer Qualifikation.

3 Fachkräfte sind Personen mit einer abgeschlossenen mindestens zweijähriger Berufsausbildung oder einer vergleichbarer Qualifikation. Spezialisten sind Personen mit einer Meister- oder Technikerausbildung, einem Fach-/Hochschulabschluss oder einer vergleichbaren Qualifikation.

4 Die Berufsgruppe der Fahrzeugführer umfasst ausschließlich die Lok- und Triebfahrzeugführer/innen als Fachkräfte des Anforderungsniveaus 2 nach KldB 2010.

5 Eine Berufsgruppe (3-Steller) wird als Engpassberufsgruppe gezählt, wenn sich mindestens auf einem Anforderungsniveau ein Mangel zeigt. Kommen im Zeitablauf innerhalb einer Berufsgruppe Anforderungsniveaus hinzu oder fallen weg, hat dies keine Auswirkungen auf die Gesamtzahl der Berufsgruppen.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

noch auf Ebene der Fachkräfte und Spezialisten, wohingegen sich die Situation bei den Ingenieuren (hochqualifizierten Experten) entspannt hat. In der Berufsgruppe der Mechatronik und Automatisierungstechnik zeigt sich der Mangel nicht mehr nur bei den Ingenieuren, mittlerweile sind auch die nichtakademischen Fachkräfte hinzugekommen.

Die schwächere wirtschaftliche Gangart der letzten zwölf Monate hat sich in den Ergebnissen der Engpassanalyse niedergeschlagen. So hat sich die Mangelsituation in den meisten Berufsgruppen nicht weiter verschärft, teilweise ist sogar eine Entspannung, gemessen z.B. an der Arbeitslosen-Stellen-Relation, erkennbar.

Wie sich die bundesweite Engpasssituation weiterentwickelt, hängt neben der Entwicklung des innerdeutschen Fachkräftenachwuchs und der Zuwanderung (Arbeitskräfteangebot) auch maßgeblich von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung (Arbeitskräftenachfrage) ab.

1.2 Engpässe nach Berufen und Regionen

Betrachtet man die auf Bundesebene identifizierten Engpässe nach Bundesländern, so zeigen sich je nach Berufsgruppe recht unterschiedliche Situationen. Das nachfolgende Schaubild gibt einen Überblick über die Entwicklung der Vakanzzeit in ausgewählten Engpassberufsgruppen. In nahezu allen Mangelberufen zeigen sich deutliche Anstiege. In den nachfolgenden Abschnitten wird für diese Berufe die Engpasslage dargestellt und ihre regionalen Unterschiede beleuchtet.

Vakanzzeiten in Engpassberufen

Durchschnittliche Vakanzzeit von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen bei Abgang in Tagen Deutschland

2012, 2013 (gleitender Jahresdurchschnitt, jeweils Juni des Vorjahres bis Mai)

Akademische technische Berufe (Experten): 107 2012 Maschinen- und Fahrzeugtechnik 2013 136 107 Mechatronik,
Akademische technische Berufe (Experten):
107
2012
Maschinen- und Fahrzeugtechnik
2013
136
107
Mechatronik, Automatisierungstechnik, Elektrotechnik
127
103
Informatik und Softwareentwicklung
122
Nichtakademische technische Berufe:
96
Mechatronik, Automatisierungstechnik**
112
99
Energietechnik*
117
103
Klempnerei, Sanitär, Heizung, Klima**
113
Gesundheits- und Pflegeberufe:
173
Humanmedizin (ohne Zahnmedizin)
171
112
Gesundheits- und Krankenpflege**
112
Altenpflege*
115 130
Insgesamt alle Berufe
74 83

* Anforderungsniveau 2 (Fachkraft)

** Anforderungsniveaus 2 und 3 (Fachkraft und Spezialist)

Arbeitsmarktberichterstattung@arbeitsagentur.de

Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

und Spezialist) Arbeitsmarktberichterstattung@arbeitsagentur.de Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

1.2.1 Technische Berufe (Experten)

In den technischen Berufen zeigt sich ein Fachkräftemangel in Berufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, im Bereich Mechatronik und Automatisierungstechnik, in der Elektrotechnik sowie in der Informatik und der Softwareentwicklung.

Eine Mangelsituation gibt es ebenfalls bei den Experten im Bereich der Metallbau- und Schweißtechnik, der technischen Forschung und Entwicklung, der Konstruktion und des Modellbaus sowie bei den Experten für die Ver- und Entsorgung. Diese Berufsgruppen sind allerdings aufgrund geringer Größenordnungen nicht regionalisiert dargestellt.

Fachkräftemangel bei hochqualifizierten Experten in einzelnen technischen Berufsgruppen

Experten (Ingenieure) Deutschland nach Ländern Juni 2013

Maschinen- und

Mechatronik, Automatisierung,

Fahrzeugtechnik

Elektrotechnik

Automatisierung, Fahrzeugtechnik Elektrotechnik Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Bremen
Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Bremen Niedersachsen Berlin Brandenburg Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern
Hamburg
Bremen
Niedersachsen
Berlin
Brandenburg
Sachsen-Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Thüringen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Bayern
Baden-Württemberg
Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Bremen Niedersachsen Berlin Brandenburg Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern
Hamburg
Bremen
Niedersachsen
Berlin
Brandenburg
Sachsen-Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Thüringen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Bayern
Baden-Württemberg

Schleswig-Holstein

Bremen

Hamburg

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Hessen

Baden-Württemberg

Sachsen-Anhalt

Thüringen

Bayern

= Fachkräftemangel (Vakanzzeit liegt mind. 40% über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe und es gibt weniger als 150 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen oder es gibt weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen)

oder es gibt weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen) = Anzeichen für Fachkräfteengpässe (Vakanzzeit ist über

= Anzeichen für Fachkräfteengpässe (Vakanzzeit ist über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe und es gibt weniger als 300 Arbeitslose je 100 gemeldeten Stellen)

=
=
=
=

=

Arbeitsmarktberichterstattung@arbeitsagentur.de

Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Berlin

Brandenburg

Sachsen

der Bundesagentur für Arbeit Berlin Brandenburg Sachsen Informatik und Software- entwicklung Mecklenburg-Vorpommern

Informatik und Software- entwicklung

Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern

keine Engpässe (Vakanzzeit ist unter dem

Bundesdurchschnitt aller Berufe oder es gibt mehr als 300 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen)

Keine Daten aufgrund kleiner Größenordnungen

Maschinen- und Fahrzeugtechnik 6

Bei den Experten im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik zeigt sich ein bundesweiter Mangel. Die Vakanzzeit liegt mit 136 Tagen bundesweit um 64 Prozent über dem Durchschnitt von 83 Tagen und auf 100 gemeldete Arbeitsstellen für Maschinen- und Fahrzeugtechnikexperten kommen rechnerisch lediglich 77 Arbeitslose, die dieses Anforderungsniveau mitbringen.

Zwar ist die Vakanzzeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter angestiegen, mit Blick auf die Arbeitslosen-Stellen-Relation zeigt sich jedoch eine leichte Entspannung der Mangelsituation.

Der Fachkräftemangel bei den Maschinen- und Fahrzeugtechnikexperten zeigt sich in allen westlichen Bundesländern 7 . Hier gibt es aufgrund der Wirtschaftsstruktur einen

6 Für die regionalisierte Betrachtung wurden die Berufsgruppen 251 Maschinenbau und Betriebstechnik und 252 Fahrzeug-,

Luft-, Raumfahrt- und Schiffbautechnik (KldB 2010) zusammengefasst. Unter den Experten im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik werden weitestgehend Berufsbilder verstanden, die denen der Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure

(Berufsordnung 601 KldB 1988) entsprechen.

7 Differenzierte Aussagen zum Saarland sind aufgrund kleiner Größenordnungen nicht sinnvoll. Siehe hierzu auch Kapitel 2 zur Methodik.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

überdurchschnittlichen Bedarf usw.).

an

Ingenieuren (Automobilstandorte, Luftfahrtindustrie

In den östlichen Bundesländern 8 stellt sich die Situation differenzierter dar. In Thüringen zeigt sich ebenfalls ein Mangel. In Sachsen und Sachsen-Anhalt gibt es Anzeichen für Fachkräfteengpässe.

Fachkräftepotenziale sind derzeit noch in Berlin und Brandenburg vorhanden. Hier übersteigt die Zahl der Arbeitslosen die Zahl der Stellen deutlich. In den nächsten Jahren dürften auch die stark angestiegenen Studierendenzahlen zur Entspannung der Engpass-Situationen beitragen.

Mechatronik, Automatisierungstechnik und Elektrotechnik 9

Bei den Experten im Bereich Mechatronik, Automatisierungstechnik und Elektrotechnik zeigt sich ein bundesweiter Mangel. Die Vakanzzeit liegt bundesweit bei 127 Tagen und damit um 53 Prozent über dem Durchschnitt und auf 100 gemeldete Arbeitsstellen kommen rechnerisch lediglich 81 arbeitslose Mechatronik-, Automatisierungs- und Elektroexperten.

Zwar ist die Vakanzzeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter angestiegen, mit Blick auf die Arbeitslosen-Stellen-Relation zeigt sich jedoch eine leichte Entspannung der Mangelsituation.

Regional 10 betrachtet zeigt sich der Fachkräftemangel vor allem in den westlichen Bundesländern. So ist insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg ein Ingenieurmangel im Bereich Mechatronik, Automatisierung und Elektrotechnik festzustellen. Die Vakanzzeit liegt deutlich über dem Bundesschnitt und es gibt weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen. Auch in Thüringen zeigt sich mittlerweile ein Fachkräftemangel in diesen Berufsgruppen.

In Brandenburg und Sachsen gibt es (erste) Anzeichen für eine sich abzeichnende Knappheit an Mechatronik-, Automatisierungs- und Elektroexperten.

Fachkräftepotenziale sind derzeit noch in Berlin vorhanden. Hier übersteigt die Arbeitslosenzahl die Stellenanzahl erkennbar, die Vakanzzeit fällt unterdurchschnittlich aus und zeigt sich zudem rückläufig.

In den nächsten Jahren dürften die gestiegenen Studierendenzahlen zur Entspannung der Engpass-Situationen beitragen.

8 Differenzierte Aussagen zu Mecklenburg-Vorpommern sind aufgrund kleiner Größenordnungen nicht sinnvoll.

9 Für die regionalisierte Betrachtung wurden die Berufsgruppe 261 Mechatronik und Automatisierungstechnik und 263 Elektrotechnik (KldB 2010) zusammengefasst. Unter den Experten im Bereich Mechatronik und Automatisierungstechnik sowie Elektrotechnik werden weitestgehend Berufsbilder verstanden, die denen der Elektroingenieure (Berufsordnung 602 KldB 1988) entsprechen.

10 Differenzierte Aussagen zu Schleswig-Holstein, Bremen, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind aufgrund kleiner Größenordnungen nicht sinnvoll.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Informatik und Softwareentwicklung 11

Unter den IT-Fachleuten zeigt sich kein genereller Fachkräftemangel. Im Bereich der Informatik sowie der Softwareentwicklung ist allerdings durchaus ein Expertenmangel existent. Aktuell kein Fachkräftemangel ist hingegen im Bereich der IT- Anwendungsberatung, IT-Systemanalyse, IT-Vertrieb, Netzwerktechnik und IT- Koordination erkennbar.

Die Vakanzzeit beträgt für die Experten im Bereich Informatik sowie Softwareentwicklung zusammengefasst 122 Tage (47 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe), gleichzeitig kommen auf 100 gemeldete Arbeitsstellen rechnerisch 95 arbeitslose IT- Experten.

Zwar ist die Vakanzzeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter angestiegen, mit Blick auf die Arbeitslosen-Stellen-Relation zeigt sich jedoch eine leichte Entspannung der Mangelsituation.

Der Fachkräftemangel bei den IT-Experten (Informatik, Softwareentwicklung) fokussiert sich besonders auf die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz. Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt 12 . In Hamburg, Sachsen und Berlin zeigen sich Anzeichen für Fachkräfteengpässe bei IT- Experten.

Weitere Experten

Eine Mangelsituation auf Expertenebene gibt es ebenfalls im Bereich der Metallbaus- und der Schweißtechnik, der technischen Forschung und Entwicklung, der Konstruktion und des Modellbaus sowie bei den Experten für die Ver- und Entsorgung. Diese Berufsgruppen sind aufgrund geringer Größenordnungen nicht regionalisiert dargestellt.

1.2.2 Technische Berufe (Fachkräfte und Spezialisten)

Erneut zeigen sich in technischen Berufen nicht nur bei den hochqualifizierten Experten, sondern auch auf der Ebene der (nichtakademischen) Fachkräfte und Spezialisten bundesweite Mangelsituationen.

So fehlen weiterhin Fachkräfte und Spezialisten im Bereich Klempnerei, Sanitär, Heizung und Klimatechnik. Ferner zeigt sich bei den Fachkräften in der Energietechnik sowie in der Berufsgruppe Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr 13 ein Mangel. Neu hinzugekommen ist die Mangelsituation bei Fachkräften und Spezialisten in der Berufsgruppe Mechatronik und Automatisierungstechnik.

11 Für die regionalisierte Betrachtung wurden die Berufsgruppen 431 Informatik und 434 Softwareentwicklung, Programmierung (KldB 2010) zusammengefasst.

12 Differenzierte Aussagen zum Saarland sowie zu Bremen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind aufgrund kleiner Größenordnungen nicht sinnvoll.
13

Diese Berufsgruppe ist aufgrund geringer Größenordnungen nicht regionalisiert dargestellt.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Mangel an nichtakademischen Fachkräften in einzelnen technischen Berufsgruppen

Fachkräften in einzelnen technischen Berufsgruppen Fachkräfte bzw. Spezialisten Deutschland nach Länder Juni

Fachkräfte bzw. Spezialisten Deutschland nach Länder Juni 2013

Mechatronik,

Automatisierung

Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Bremen Niedersachsen Berlin Brandenburg Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern
Hamburg
Bremen
Niedersachsen
Berlin
Brandenburg
Sachsen-Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Thüringen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Bayern
Baden-Württemberg

Energietechnik

Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Bremen Niedersachsen Berlin Brandenburg Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern
Hamburg
Bremen
Niedersachsen
Berlin
Brandenburg
Sachsen-Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Thüringen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Bayern
Baden-Württemberg

Schleswig-Holstein

Hamburg

Bremen

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Hessen

Baden-Württemberg

Sachsen-Anhalt

Thüringen

Bayern

= Fachkräftemangel (Vakanzzeit liegt mind. 40% über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe und es gibt weniger als 150 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen oder es gibt weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen)

oder es gibt weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen) = Anzeichen für Fachkräfteengpässe (Vakanzzeit ist über

= Anzeichen für Fachkräfteengpässe (Vakanzzeit ist über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe und es gibt weniger als 300 Arbeitslose je 100 gemeldeten Stellen)

=
=
=
=

=

Arbeitsmarktberichterstattung@arbeitsagentur.de

Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Berlin

Brandenburg

Sachsen

der Bundesagentur für Arbeit Berlin Brandenburg Sachsen Klempnerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Klempnerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern

keine Engpässe (Vakanzzeit ist unter dem

Bundesdurchschnitt aller Berufe oder es gibt mehr als 300 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen)

Keine Daten aufgrund kleiner Größenordnungen

Mechatronik und Automatisierungstechnik

Der Fachkräftemangel in der Berufsgruppe Mechatronik und Automatisierungstechnik zeigt sich besonders in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen und Mecklenburg- Vorpommern. Hier gibt es jeweils weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen und die Vakanzzeit liegt deutlich über dem Bundesschnitt aller Berufe (83 Tage).

Bundesweit beträgt die Vakanzzeit 112 Tagen. Sie liegt damit zwar nur 35 Prozent über dem Bundesschnitt aller Berufe, auf 100 gemeldete Arbeitsstellen kommen rechnerisch aber lediglich 52 Arbeitslose.

Die Fachkräftenachfrage in der Mechatronik und Automatisierungstechnik ist durch eine hohe Zahl an Stellen aus der Zeitarbeit geprägt (59 Prozent). Besetzungsprobleme zeigen sich jedoch auch außerhalb der Nachfrage aus dieser Branche (Kennzahlen ohne Berücksichtigung der Nachfrage durch die Zeitarbeit: Vakanzzeit 110 Tage, 33 Prozent über Durchschnitt und 127 Arbeitslose auf 100 gemeldete Stellen).

Fachkräftepotenziale sind derzeit noch in Berlin vorhanden. Hier übersteigt die Arbeitslosenzahl erkennbar die Stellenanzahl, die Vakanzzeit liegt im Schnitt aller Berufe und zeigt sich zudem rückläufig.

Energietechnik

Der Fachkräftemangel im Bereich Energietechnik ist besonders in Bayern, Baden- Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig- Holstein und Thüringen erkennbar. Aber auch in den restlichen Bundesländern sind Anzeichen für Engpässe vorhanden. Die Vakanzzeit liegt bundesweit bei 117 Tagen (42 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe), gleichzeitig kommen auf 100 gemeldete Arbeitsstellen rechnerisch 49 arbeitslose Fachkräfte.

Die Fachkräftenachfrage in der Energietechnik ist durch eine hohe Zahl an Stellen aus der Zeitarbeit geprägt (63 Prozent). Deutliche Besetzungsprobleme zeigen sich jedoch

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

auch außerhalb der Nachfrage aus dieser Branche (Kennzahlen ohne Berücksichtigung der Nachfrage durch die Zeitarbeit: Vakanzzeit 117 Tage, 42 Prozent über Durchschnitt und 133 Arbeitslose auf 100 gemeldete Stellen).

Klempnerei, Sanitär, Heizung, Klimatechnik

Ein Fachkräftemangel zeigt sich auch bei den Fachkräften und Spezialisten im Bereich Klempnerei, Sanitär, Heizung und Klimatechnik. Abgesehen vom Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen sind alle westlichen Bundesländer sowie Thüringen betroffen. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigt sich die Situation in den restlichen Ländern ebenfalls angespannt und es gibt zumindest Anzeichen für Fachkräfteengpässe.

Die Vakanzzeit liegt bei 113 Tagen (36 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe), gleichzeitig kommen auf 100 gemeldete Arbeitsstellen rechnerisch 61 arbeitslose Fachkräfte und Spezialisten.

Auch im Bereich Klempnerei, Sanitär, Heizung und Klimatechnik ist die Fachkräftenachfrage durch eine hohe Zahl an Stellen aus der Zeitarbeit geprägt (53 Prozent). Deutliche Besetzungsprobleme zeigen sich jedoch auch außerhalb der Nachfrage aus dieser Branche (Kennzahlen ohne Berücksichtigung der Nachfrage durch die Zeitarbeit: Vakanzzeit 112 Tage, 35 Prozent über Durchschnitt und 130 Arbeitslose auf 100 gemeldete Stellen).

Fahrzeugführung Eisenbahnverkehr 14

Bei der Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr zeigt sich auch weiterhin ein bundesweiter Fachkräftemangel. Der Mangel bezieht sich dabei auf die Lok- und Triebwagenführer.

Die Vakanzzeit liegt mit 198 Tagen 138 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe und damit so hoch wie in keiner anderen Berufsgruppe. Auf 100 gemeldete Stellen kommen bundesweit rechnerisch 49 Arbeitslose.

14 Diese Berufsgruppe ist aufgrund geringer Größenordnungen nicht regionalisiert dargestellt.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

1.2.3 Gesundheits- und Pflegeberufe

In Gesundheits- und Pflegeberufen kann von einem flächendeckenden Fachkräfte- mangel ausgegangen werden, der sich sowohl auf Expertenebene als auch auf Ebene der Fachkräfte und Spezialisten zeigt.

Auf Expertenebene sind die Humanmediziner (ohne Zahnärzte) betroffen, der Mangel an Fachkräften bzw. Spezialisten zeigt sich bei der Berufsgruppe der examinierten Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte und den Altenpflegefachkräften.

Fachkräftemangel in Gesundheits- und Pflegeberufen

Fachkräftemangel in Gesundheits- und Pflegeberufen Fachkräfte, Spezialisten bzw. Experten Deutschland nach Ländern Juni

Fachkräfte, Spezialisten bzw. Experten Deutschland nach Ländern Juni 2013

Humanmedizin

(Experten)

Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Bremen Niedersachsen Berlin Brandenburg Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern
Hamburg
Bremen
Niedersachsen
Berlin
Brandenburg
Sachsen-Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Thüringen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Bayern
Baden-Württemberg

Gesundheits- und

Krankenpflege

Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Bremen Niedersachsen Berlin Brandenburg Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern
Hamburg
Bremen
Niedersachsen
Berlin
Brandenburg
Sachsen-Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Thüringen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Bayern
Baden-Württemberg

Altenpflege

Schleswig-Holstein

Hamburg

Bremen

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Hessen

Baden-Württemberg

Sachsen-Anhalt

Thüringen

Bayern

= Fachkräftemangel (Vakanzzeit liegt mind. 40% über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe und es gibt weniger als 150 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen oder es gibt weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen)

oder es gibt weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen) = Anzeichen für Fachkräfteengpässe (Vakanzzeit ist über

= Anzeichen für Fachkräfteengpässe (Vakanzzeit ist über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe und es gibt weniger als 300 Arbeitslose je 100 gemeldeten Stellen)

=
=
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=

=

Arbeitsmarktberichterstattung@arbeitsagentur.de

Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Berlin

Brandenburg

Sachsen

der Bundesagentur für Arbeit Berlin Brandenburg Sachsen Mecklenburg-Vorpommern keine Engpässe (Vakanzzeit ist
Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern

keine Engpässe (Vakanzzeit ist unter dem

Bundesdurchschnitt aller Berufe oder es gibt mehr als 300 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen)

Keine Daten aufgrund kleiner Größenordnungen

Humanmediziner (ohne Zahnärzte)

Bei Humanmedizinern zeigt sich mit Ausnahme von Berlin und Sachsen ein bundesweiter Mangel 15 . Im Bundesdurchschnitt sind gemeldete Stellen für Humanmediziner (ohne Zahnärzte) 171 Tage vakant (+106 Prozent im Vergleich zu insgesamt). Außerdem übersteigt die Zahl der Arbeitslosen die der gemeldeten Stellen nur leicht (rechnerisch 113 Arbeitslose auf 100 Stellenangebote).

Abgesehen von Berlin und Sachsen, liegen die Vakanzzeiten in allen Ländern deutlich über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe und gleichzeitig kommen weniger als 150 Arbeitslose auf 100 gemeldete Stellen. In den meisten Ländern sind sogar weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen zu verzeichnen und die durchschnittlichen Vakanzzeiten betragen deutlich mehr als 100 Tage.

15 Eine regionale Darstellung ist aufgrund zu geringen Fallzahlen für Bremen, Hamburg, das Saarland und Mecklenburg- Vorpommern nicht sinnvoll.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte

Der Mangel bei den Gesundheits- und Krankenpflegekräften konzentriert sich auf die examinierten Fachkräfte und Spezialisten.

Bei Gesundheits- und Krankenpflegefachkräften beträgt die Vakanzzeit von Stellenangeboten im Bundesdurchschnitt 112 Tage auf der Fachkräfte- und Spezialistenebene (+35 Prozent gegenüber insgesamt). Zudem kommen auf 100 gemeldete Arbeitsstellen lediglich 72 Arbeitslose.

In allen westlichen Bundesländern sowie in Sachsen und Berlin ist ein Fachkräftemangel zu verzeichnen.

In den restlichen ostdeutschen Ländern ist die Fachkräftesituation etwas entspannter. So gibt es in diesen Ländern rechnerisch etwas mehr Arbeitslose als gemeldete Stellen und auch die Vakanzzeit ist relativ unauffällig. Dennoch gibt es auch hier - mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern – Anzeichen für Engpässe.

Examinierte Altenpflegefachkräfte

Der Mangel fokussiert sich auf examinierte Fachkräfte und zeigt sich ausnahmslos in allen Bundesländern.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich die Engpasssituation erneut verstärkt.

Stellenangebote für examinierte Altenpflegefachkräfte sind im Bundesdurchschnitt 130 Tage vakant (+56 Prozent gegenüber insgesamt). Auf 100 gemeldete Stellen kommen rechnerisch nur noch 36 Arbeitslose.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

2. Methodik

2.1 Grundsätzliche Überlegungen

Nicht jede offene Stelle signalisiert eine Mangelsituation. Offene Stellen sind Kennzeichen eines funktionierenden Arbeitsmarktes: So wechseln Arbeitnehmer Stellen, Mitarbeitende scheiden aufgrund von Renteneintritt aus dem Erwerbsleben aus, neue Projekte lassen zusätzlichen Bedarf entstehen usw.

Erst wenn die Besetzung nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung erfolgen kann, Angebot und Nachfrage also nicht zusammenkommen, tritt ein Engpass ein. Die Ursachen für diese Besetzungsprobleme sind allerdings vielfältig. Fachkräftemangel stellt dabei eine Möglichkeit dar.

Mögliche Ursachen für Besetzungsprobleme:

Organisation von Besetzungsverfahren: rechtzeitiges Einleiten, Suchwege, (technisch) standardisierte Auswahlverfahren, …

Zu geringe Bekanntheit des Arbeitgebers, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Geringe Attraktivität und negatives Image des Arbeitgebers oder des Berufsfeldes an sich

Unattraktive Arbeitsbedingungen (Befristungen, fixe Arbeitszeiten, Schichtarbeit, fehlende Benefits, Work-Life-Balance, Vereinbarkeit Familie und Beruf, …)

Konzessionsbereitschaft des Arbeitgebers

Regionaler Mismatch

Qualifikatorischer Mismatch

und mittelfristig:

Demografischer Wandel

Die eine Kennzahl zur Messung und Identifizierung von Fachkräftemangel gibt es nicht. Hinweise auf einen schwer zu deckenden Fachkräftebedarf in bestimmten Berufen bzw. Berufsfeldern können sich nur aus der Gesamtschau verschiedener Quellen ergeben. Für sich genommen hat jeder Indikator Schwächen und Einschränkungen, die seine Aussagekraft relativieren. Zieht man jedoch mehrerer Indikatoren heran, kristallisieren sich Schnittmengen heraus. In der Summe ergibt sich dann durchaus ein aussagekräftiges Bild über Engpässe auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Bei regionaler Betrachtung ist zu berücksichtigen, dass – insbesondere bei der Interpretation der Situation kleinerer Bundesländer – Pendlerverflechtungen mit den Nachbarländern ein Potenzial zur Abschwächung oder sogar zur Kompensation von Engpässen darstellen.

Zudem kann bei regionaler Betrachtung die Grundgesamtheit in einzelnen Berufen zu kleinen Größen führen. Die Indikatoren sind dann in der Regel schwankungsanfälliger und ihr Niveau und ihre Veränderungen dadurch nicht eindeutig interpretierbar.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

2.2 Prüfschritte

Schritt 1: Vorauswahl (Bundesebene)

Analyse auf Basis der Daten Juni 2012 bis Mai 2013 in Relation zum Referenzzeitraum des Vorjahres (Juni 2011 bis Mai 2012).

Betrachtete Größen nach Berufen:

durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeiten der gemeldeten sozialversicherungs- pflichtigen Arbeitsstellen

Stellenzugang und Bestand der bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen

Bestand an Arbeitslosen

Um valide, verzerrungsfreie, stabile Ergebnisse zu erhalten, werden bei der Engpassanalyse nur Berufe berücksichtigt, die bundesweit mindestens 60 Stellen jahressummiert im Abgang vorweisen (Stabilitätskriterium). Aus Relevanzgründen unberücksichtigt bleiben ferner Berufsgruppen, die jahresdurchschnittlich weniger als 100 Stellen im Bestand haben (Relevanzkriterium). Bei der Analyse nach Bundesländern gilt beim Stellenbestand die Grenze von mindestens 60 Stellen 16 .

Engpasskriterien:

Die durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeit im betrachteten Beruf liegt mindestens 40 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe.

Auf 100 offene Stellen kommen weniger als 300 Arbeitslose.

Die durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeit in dem Beruf ist gegenüber dem Referenzzeitraum um mindestens 10 Tage gestiegen.

Auf Basis der Kriterien wird aus den 144 Berufsgruppen der KldB 2010 eine Vorauswahl getroffen, die im weiteren Verfahren validiert wird. Dabei müssen nicht alle drei Kriterien erfüllt sein. Die Engpasskriterien dienen einer ersten Strukturierung, um im nächsten Schritt fachlich validiert zu werden.

Schritt 2: Validierung (Bundesebene)

Die durch die Vorauswahl identifizierten Berufsgruppen werden durch zusätzliche Expertise, unter Hinzuziehung sowohl weiterer statistischer Daten als auch weiter- führender Informationen bewertet. Folgende Aspekte werden u. a. berücksichtigt:

Detailanalyse auf Ebene des Anforderungsniveaus sowie auf Ebene der Berufsuntergruppe

Anteil Stellen aus der Zeitarbeit

Altersstruktur der Beschäftigten bzw. Erwerbstätigen

Anteil der Selbständigen

berufsspezifische Arbeitslosenquote auf Basis der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (soweit vorhanden)

Entwicklung der Zahl der Studienanfänger und Studienabsolventen

Situation am Ausbildungsmarkt

16 Siehe hierzu auch Methodenbericht der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Möglichkeiten und Grenzen einer statistischen

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

inländische Substituierbarkeit durch weitere verwandte Berufsgruppen

Vergütungsstruktur

operative Informationen z.B. aus der Großkundenbetreuung der BA

Schritt 3: Regionale Betrachtung (Bundeslandebene) Schritt 3a: Abgleich Bundesergebnisse mit regionalen Besonderheiten

Die durch die Bundesanalyse identifizierten Engpassberufe werden mit den Ergebnissen regionaler BA-Engpassanalysen abgeglichen. Der Fokus liegt dabei auf der Identifizierung regionaler Engpässe, welche bundesweit zwar rechnerisch ausgeglichen sind, in der aktuellen Arbeitsmarktrealität aber durch Pendlerverflechtungen oder innerdeutsche Migration nicht kompensiert werden können.

Gegebenenfalls erfolgt eine entsprechende Ergänzung der Bundesliste.

Schritt 3b: Regionale Darstellung identifizierter Engpässe

Die regionale Betrachtung nach Bundesländern beschränkt sich auf solche Berufe für die ein bundesweiter Mangel identifiziert wurde.

Hintergrund für die Betrachtung nach Bundesländern ist die Fragestellung, inwieweit (noch) interregionale Ausgleichsprozesse zur Verringerung des Fachkräfteproblems mobilisierbar sind.

Neben der technischen Analyse findet wiederum eine Plausibilitätsprüfung statt. Hierbei werden insbesondere die statistischen Besonderheiten und Schwierigkeiten bei regionalisierter Betrachtung berücksichtigt.

Engpasskriterien Bundesländer:

Ein Fachkräftemangel liegt für die ausgewählte Berufsgruppe vor, wenn:

die Vakanzzeit mindestens 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe liegt und es weniger als 150 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen gibt oder

es weniger Arbeitslose als gemeldete Stellen gibt.

Anzeichen für einen Engpass in der ausgewählten Berufsgruppe gibt es, wenn:

die Vakanzzeit über dem Bundesdurchschnitt aller Berufe liegt und es weniger als 300 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen gibt.

Keinen Fachkräftemangel im ausgewählten Beruf gibt es, wenn:

Vakanzzeit

die

unter

dem

Bundesdurchschnitt

aller

Berufe

liegt

oder

es mehr als 300 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen gibt.

2.3 Statistische Anmerkungen zu den verwendeten Daten

Bei der Betrachtung und Analyse der Arbeitskräftenachfrage nach Berufen ist Folgendes zu berücksichtigen:

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Klassifikation der Berufe 2010

Die Analyse erfolgt auf Basis der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010).

Die KldB 2010 ermöglicht anhand ihres Aufbaus die Analyse der Fachkräftesituation nach zwei Dimensionen:

Beruf Die Analyse erfolgt auf Ebene der 144 Berufsgruppen. Hier sind einzelne Berufe anhand ihrer Ähnlichkeit der sie auszeichnenden Tätigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten gruppiert. Ein möglicher Ausgleich von Engpässen durch verwandte Berufe wird damit implizit berücksichtigt.

Qualifikation Das Anforderungsniveau 17 bildet die Komplexität der auszuübenden Tätigkeit ab. Es werden vier Niveaus unterschieden:

1. Helfer und Anlerntätigkeiten (Helfer)

2. fachlich ausgerichtete Tätigkeiten (Fachkraft)

3. komplexe Spezialistentätigkeiten (Spezialist)

4. hoch komplexe Tätigkeiten (Experte)

Bei der Fachkräfteengpassanalyse werden ausschließlich die Fachkräfteebenen 2 bis 4 berücksichtigt. Mit dem Begriff „Fachkräfte" wird auch die Summe aus den Anforderungsniveaus 2 bis 4 beschrieben. Der Begriff „Experte" wird ausschließlich für das (akademische) Anforderungsniveau 4 verwendet. Sind einzelne Anforderungsniveau betroffen, so werden diese explizit mit Bezeichnung und Klassifikationsziffer benannt (z. B. „Spezialisten“ für das Anforderungsniveau 3).

In der KldB 2010 findet sich entgegen früherer Klassifikationen (z.B. KldB 88) keine eigene Gruppe mehr für Ingenieure. Hintergrund ist, dass in der KldB 2010 die Zuordnung zum Berufsfeld anhand der ausgeübten Tätigkeit erfolgt, und der Abschluss in den Hintergrund tritt. Die Tätigkeitsfelder sind jedoch nach Anforderungsniveau unterscheidbar. Dabei entspricht das Anforderungsniveau „4. hoch komplexe Tätigkeiten - Experten" im technischen Bereich in der Regel der geläufigen Ingenieursbezeichnung.

Arbeitsstellen

Die Analyse erfolgt auf Basis der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen. Diese Daten stellen keine Vollerfassung dar, da es in Deutschland keine Meldepflicht für offene Stellen gibt, sondern die Meldung auf Freiwilligkeit beruht.

Nach Untersuchungen des IAB wird etwa jede zweite Stelle des ersten Arbeitsmarktes bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, bei Akademikerstellen etwa jede vierte bis fünfte. Die Meldequoten unterscheiden sich jedoch nach Branchen und Berufen. Hierüber liegen allerdings keine differenzierten Informationen vor.

17 Siehe hierzu auch Übersicht Anforderungsniveaus im Anhang.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Zeitarbeit

Etwa jede dritte gemeldete Arbeitsstelle wird durch ein Zeitarbeitsunternehmen gemeldet.

Der Anteil an Zeitarbeitsstellen variiert bei der Betrachtung nach Berufen deutlich. Es ist davon auszugehen, dass eine hohe Nachfrage durch die Zeitarbeit die Gesamtnachfrage leicht überzeichnet. Stellen von Zeitarbeitsunternehmen werden überdurchschnittlich häufig bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, weisen also im Vergleich zu anderen Feldern eine hohe Meldequote auf. Da Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit zudem häufig von kürzerer Dauer sind, ist die Fluktuation höher als in anderen Feldern und damit auch die Zahl der Stellenzugänge. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Stellenzahl aufgrund von Dubletten überzeichnet ist. Dies kann passieren, wenn Betriebe sowohl mit Hilfe der Arbeitsagentur als auch über die Zeitarbeit nach Mitarbeitenden suchen.

Vor diesem Hintergrund wird bei Berufsgruppen, die einen überdurchschnittlichen Anteil an Zeitarbeitsstellen aufweisen, ergänzend die Entwicklung in den „Nicht- Zeitarbeitsbranchen“ betrachtet.

Vakanzzeit

Die abgeschlossene Vakanzzeit misst die Dauer von dem Zeitpunkt, zu dem eine gewünschte Stellenbesetzung erfolgen sollte, bis zur tatsächlichen Abmeldung einer Stelle bei der Arbeitsvermittlung.

Die Vakanzzeit unterscheidet sich nach Bundesländern deutlich. Dies geht auf unterschiedliche Wirtschafts- und Arbeitsmarktstrukturen in den Bundesländern zurück. Zudem trägt ein hoher Anteil an Stellen aus der Zeitarbeit in der Regel zu einer längeren Vakanzzeit bei.

Arbeitslose

Seit 2011 liegen Arbeitslosenzahlen nach Berufen inklusive der Daten der zugelassenen kommunalen Träger, rückwirkend ab dem Jahr 2007, vor. Allerdings ist zu beachten, dass es durch die Integration der Daten zugelassener kommunaler Träger derzeit noch eine Anzahl von Fällen gibt, die berufsfachlich nicht zugeordnet werden können (im gleitenden Jahresdurchschnitt Juni 2012 bis Mai 2013 7 Prozent). Hierdurch kann es zu leichten Verzerrungen kommen. Dies wurde bei der Interpretation der Daten berücksichtigt.

Aufgrund der Klassifikationsumstellung von der KldB 1988 auf die KldB 2010 im Jahr 2011 liegen – insbesondere für frühere Zeitpunkte – nicht für alle Arbeitslosen vollständige Informationen auf Berufsebene vor. In Folge dessen kann es zu einer Unter- bzw. Überzeichnung der Arbeitslosenzahlen in einzelnen Berufsgruppen und damit zu einer Über- bzw. Unterzeichnung des jeweiligen Engpasses kommen. Dies wurde bei der Interpretation der Daten soweit möglich berücksichtigt.

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Anhang: Berufelisten mit Klassifikationsnummer

Übersicht Berufsgruppen Mangelberufe

Berufsgruppen und Anforderungsniveaus sowie die dazugehörigen Klassifikationsnummern nach der KldB 2010 18

Lfd.

Klassi-

Nr.

fikations-

nummer

1

244

2

251

3

252

4

261

5

262

6

263

7

271

8

272

9

342

10

343

11

431

12

434

13

522

14

813

15

814

16

821

Berufsgruppe

Metallbau und Schweißtechnik

Maschinenbau und Betriebstechnik

Fahrzeug-, Luft-, Raumfahrt- und Schiffbautechnik

Mechatronik und Automatisierungstechnik

Energietechnik

Elektrotechnik

Technische Forschung und Entwicklung

Technisches Zeichnen, Konstruktion und Modellbau

Klempnerei, Sanitär, Heizung, Klimatechnik

Ver- und Entsorgung

Informatik

Softwareentwicklung und Programmierung

Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr

Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe (d.h. examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen)

Humanmedizin (ohne 8147 Zahnmedizin)

Altenpflege (d.h. examinierte Altenpfleger/innen)

Anforderungs-

niveau

4 – Experten

4 – Experten

4 – Experten

2 – Fachkräfte

3 – Spezialisten

4 – Experten

2 – Fachkräfte

4 – Experten

4 – Experten

4 – Experten

2 – Fachkräfte

3 – Spezialisten

4 – Experten

4 – Experten

4 – Experten

2 – Fachkräfte

2 – Fachkräfte

3 – Spezialisten

4 – Experten

2 – Fachkräfte

18 Nähere Informationen zu Berufsgruppen und dahinter stehenden Einzelberufen laut Klassifikation der Berufe 2010 sind zu finden unter: http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Klassifikation-der-

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Übersicht Berufsgruppen und Berufsgattungen Mangelberufe

Berufsgruppen sowie die dazugehörigen Berufsgattungen mit Klassifikationsnummern und Anforderungsniveau nach der KldB 2010 19

     

Anforderungs-

 

Lfd. Nr.

Berufsgruppe

Berufsgattung

niveau

 

Technische Berufe

 

1 244

 

Metallbau und Schweißtechnik

24414

Berufe im Metallbau

4

- Experte

 

2 244

   

24424

Berufe i.d. Schweiß-, Verbindungstechnik

4

- Experte

 

3 251

 

Maschinenbau und Betriebstechnik

25104

Berufe Maschinenbau-, Betriebstechnik (o.S.)

4

- Experte

 

4 252

 

Fahrzeug-, Luft-, Raumfahrt- und Schiffbautechnik

25214

Berufe in der Kraftfahrzeugtechnik

4

- Experte

 

5 252

   

25234

Berufe in der Luft- und Raumfahrttechnik

4

- Experte

 

6 252

   

25244

Berufe in der Schiffbautechnik

4

- Experte

 

7 261

 

Mechatronik und Automatisierungstechnik

26112

Berufe in der Mechatronik

2

- Fachkraft

Neu

8 261

   

26113

Berufe in der Mechatronik

3

- Spezialist

Neu

9 261

   

26114

Berufe in der Mechatronik

4

- Experte

 

10 261

   

26122

Berufe in der Automatisierungstechnik

2

- Fachkraft

Neu

11 261

   

26123

Berufe in der Automatisierungstechnik

3

- Spezialist

Neu

12 261

   

26124

Berufe in der Automatisierungstechnik

4

- Experte

 

13 262

 

Energietechnik

26212

Berufe in der Bauelektrik

2

- Fachkraft

 

14 262

   

26222

Berufe in der Elektromaschinentechnik

2

- Fachkraft

 

15 262

   

26252

Berufe i.d. elektrischen Betriebstechnik

2

- Fachkraft

 

16 262

   

26262

Berufe Leitungsinstallation,-wartung

2

- Fachkraft

 

17 263

 

Elektrotechnik

26304

Berufe in der Elektrotechnik (o.S.)

4

- Experte

 

18 263

   

26334

Berufe Luftverkehrs-,Schiffs-,Fahrzeugelektronik

4

- Experte

 

19 271

 

Technische Forschung und Entwicklung

27104

Berufe technische Forschung, Entwicklung (o.S.)

4

- Experte

 

20 272

 

Techn. Zeichnen, Konstruktion, Modellbau

27224

Berufe i.d. Konstruktion u. im Gerätebau

4

- Experte

 

21 342

 

Klempnerei, Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik

34202

Berufe in der Klempnerei (o.S.)

2

- Fachkraft

 

22 342

   

34212

Berufe Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik

2

- Fachkraft

 

23 342

   

34213

Berufe Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik

3

- Spezialist

 

24 342

   

34232

Berufe in der Kältetechnik

2

- Fachkraft

 

25 343

 

Ver- und Entsorgung

34304

Berufe in der Ver- und Entsorgung (o.S.)

4

- Experte

 

26 431

 

Informatik

43104

Berufe in der Informatik (o.S.)

4

- Experte

 

27 431

   

43114

Berufe in der Wirtschaftsinformatik

4

- Experte

 

28 431

   

43124

Berufe in der technischen Informatik

4

- Experte

 

29 434

 

Softwareentwicklung, Programmierung

43414

Berufe in der Softwareentwicklung

4

- Experte

 

30 522

 

Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr

52202

Triebfahrzeugführer/in Eisenbahnverkehr

2

- Fachkraft

 
 

Gesundheit und Pflege

 

31 813

 

Gesundheits-, Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe

81302

Berufe Gesundheits-, Krankenpflege (o.S)

2

- Fachkraft

 

32 813

   

81313

Berufe in der Fachkrankenpflege

3

- Spezialist

 

33 813

   

81332

Berufe operations-/med.-techn. Assistenz

2

- Fachkraft

 

34 814

 

Human- und Zahnmedizin

81404

Ärzte/Ärztinnen (o. S.)

4

- Experte

 

35 814

   

81414

Fachärzte i.d. Kinder- u. Jugendmedizin

4

- Experte

 

36 814

   

81424

Fachärzte/innen in der Inneren Medizin

4

- Experte

 

37 814

   

81434

Fachärzte/innen in der Chirurgie

4

- Experte

 

38 814

   

81444

Fachärzte Hautkr.,Sinnes-Geschlechtsorg.

4

- Experte

 

39 814

   

81454

Fachärzte/-ärztinnen Anästhesiologie

4

- Experte

 

40 814

   

81464

Fachärzte Neurol.,Psychiatr.,Psychother.

4

- Experte

 

41 814

   

81484

Ärzte/Ärztinnen (s.s.T.)

4

- Experte

 

42 821

 

Altenpflege

82102

Berufe in der Altenpflege (ohne Spezialisierung)

2

- Fachkraft

 

43 821

   

82182

Berufe in der Altenpflege (s.s.T.)

2

- Fachkraft

 

o.S. - ohne Spezialisierung s.s.T - sonstige spezifische Tätigkeitsangabe

19 Nähere Informationen zu Berufsgruppen und dahinter stehenden Einzelberufen laut Klassifikation der Berufe 2010 sind zu finden unter: http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Klassifikation-der-

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Übersicht Anforderungsniveaus

Niveau

1

2

3

4

Bezeichnung

Kurzbezeichnung

Voraussetzung

Helfer und

Helfer

Kein formaler beruflicher Bildungsabschluss bzw.

Anlerntätigkeiten

einjährige (geregelte) Berufsausbildung

Fachlich ausge-

Fachkraft

Abschluss einer mindestens zweijährigen

richtete

Tätigkeit

Berufsausbildung oder vergleichbare Qualifikation

Komplexe Spezi-

 

Meister-/ Technikerausbildung oder Fachschul- /Hochschulabschluss oder vergleichbare

Qualifikation

alistentätigkeiten

Spezialist

Hoch komplexe

 

Mindestens vierjährige Hochschulausbildung oder vergleichbare Qualifikation

Tätigkeiten

Experte

Fachkräfteengpässe in Deutschland – Analyse Juni 2013

Ausgewählte Merkmale zur Engpassanalyse nach Anforderungsniveau nach der KldB 2010

JS gl JS Mai 2013gl

2 2013

Fachkräfteengpassanalyse Juni 2013

(JD) Mai

Mai 20

gleitende Jahressumme (JS) bzw . gleitender Jahresdurchschnitt

Übersicht Grunddaten Engpassberufe

Deutschland

Übersicht Grunddaten Engpassberufe

 

sozialversicherungs-

Zeitarbeit (782+783)

pflichtige Arbeits-

stellen ohne

kommen …

auf 100

Arbeitslose

Zeitraum

zum VJ-

Veränd.

in

Personen

17

26

 

+22

+15

-4

-13

-10

+1

 

-10

-9

+1

 

+21

+11

+12

+21

+2

+55

+169

- 2

+6

+10

+29

Relation

gleitender

JD

16

593

 

126

133

131

60

103

51

 

133

120

97

 

144

110

89

119

105

193

240

90

94

116

137

sozialversicherungs-

Arbeitsstellen

Arbeitslose

kommen …

pflichtige

auf 100

Zeitraum

zum VJ-

Veränd.

in

Personen

15

28

 

+9

+6

+1

-6

-6

+0

 

-9

-2

-3

 

- 1

+6

+12

+15

+2

+45

+138

- 1

+6

+10

+27

 

gleitender

JD

14

403

 

49

49

58

49

75

36

 

81

96

49

 

91

79

69

85

81

158

193

77

86

105

127

Arbeitslose

Bestand

 

Zeitraum

zum VJ-

Veränd.

in %

13

2,3

 

+13,3

+7,9

+2,2

-6,6

-1,7

+2,8

 

4,9

6,5

5,7

 

- 9,1

- 3,9

+9,7

- 3,3

+0,1

+9,6

+173,0

- 4,6

+4,5

+11,6

+10,1

gleitender

JD

12

1.487.564

 

2.032

9.174

6.128

188

5.722

3.445

 

380

772

501

 

144

2.291

590

433

2.006

1.285

384

280

1.752

1.839

3.111

 

abgeschlos-

Vakanzzeit

(782+783)

Zeitarbeit

sene

ohne

in Tagen

11

78

 

108

117

110

211

107

132

 

126

125

114

 

+ 129

+ 142

+ 166

+ 139

+ 131

+ 162

+ 163

+ 107

+ 111

+ 148

+ 177

Bestand

 

(782+783)

Zeitarbeit

JD ohne

10

250.968

 

1.612

6.909

4.673

315

5.530

6.764

 

286

642

519

 

100

2.083

665

363

1.910

666

160

311

1.872

1.581

2.279

782+783) in

% (Anteil an Spalte 3)

Zeitarbeit

(WZ08

Anteil

9

32,0

 

61,2

63,0

55,6

18,5

27,6

28,8

 

39,2

19,8

49,4

 

36,7

28,4

21,7

28,8

23,4

18,3

19,8

14,3

7,8

9,9

7,0

sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen

Vakanzzeit

durchschnittliche

abgeschlossene

 

Zeitraum

in Tagen

zum VJ-

Veränd.

8

+9

 

+16

+19

+9

+83

-0

+14

 

+23

+20

-2

 

+26

+29

+33

+21

+19

+30

+20

+4

+13

+28

+0

chung zum

Bundes-

Abw ei-

durch-

schnitt in %

7

-

 

+34,6

+41,5

+35,2

+138,0

+34,0

+56,2

 

+41,0

+45,6

+45,9

 

+54,7

+60,1

+82,5

+58,4

+52,1

+79,4

+76,9

+30,8

+31,4

+69,1

+104,0

in Tagen

6

83

 

112

117

112

198

111

130

 

117

121

121

 

128

133

151

131

126

149

147

109

109

140

169

Abgang

gleitende

JS

5

1.482.630

 

13.338

57.594

32.454

661

22.265

25.422

 

1.436

2.261

2.899

 

471

8.703

1.881

1.476

7.043

2.128

495

1.055

6.219

4.389

5.420

 

Bestand

 

Zeitraum

zum VJ-

Veränd.

in %

4

- 4,7

 

- 7,2

- 5,0

0,5

5,5

6,7

1,6

 

16,6

8,5

11,4

 

- 8,0

- 11,7

- 8,8

- 19,8

- 2,3

- 21,8

- 22,2

- 3,1

- 3,2

0,6

- 13,5

gleitender

JD

3

368.937

 

4.156

18.689

10.517

387

7.639

9.501

 

471

801

1.025

 

158

2.910

849

510

2.492

815

199

362

2.031

1.755

2.450

Zugang

 

Zeitraum

zum VJ-

Veränd.

in %

2

- 13,7

 

- 16,0

- 16,9

- 10,0

- 11,8

0,4

- 4,5

 

- 6,7

- 6,1

13,2

 

- 25,6

- 23,5

- 32,7

- 30,8

- 12,6

- 35,0

- 23,7

- 11,3

- 12,0

- 18,9

- 4,5

gleitende

JS

1

1.433.008

 

12.613

54.488

31.870

670

22.303

25.102

 

1.305

2.212

2.908

 

387

7.368

1.622

1.219

6.471

1.714

468

1.007

5.820

4.051

5.061

 

Zielberuf

 

Anforderungsniveau 2-4

Fachkräfte (Anforderungsniveau 2)

261 Mechatronik und Automatisierungstechnik

 

342 Klempnerei,Sanitär,Heizung,Klimatechnik

522 Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr

813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh.

 

Spezialisten (Anforderungsniveau 3)

261 Mechatronik und Automatisierungstechnik

342 Klempnerei,Sanitär,Heizung,Klimatechnik

813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh.

Experten (Anforderungsniveau 4)

244 Metallbau und Schw eißtechnik

251 Maschinenbau- und Betriebstechnik

252 Fahrzeug-Luft-Raumfahrt-,Schiffbautechn.

261 Mechatronik und Automatisierungstechnik

 

271 Technische Forschung und Entw icklung

272 Techn. Zeichnen, Konstruktion, Modellbau

343 Ver- und Entsorgung

 

434 Softw areentw icklung und Programmierung

814 Human- und Zahnmedizin

 

Referenzgröße

Deutschland

262 Energietechnik

821 Altenpflege

263 Elektrotechnik

431 Informatik