erstellt von Allschwilerstrasse Gym Oberwil am 25.11.

13

Inhaltsverzeichnis
Tolle Momente, ein paar Talente, aber etwas fade .............................................................................................................................. 2 Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen .......................................................................................................................... 3 Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut ...................................................................................................................................................... 4

Nächste Vorstellungen: 28. Dafür zeigte der Musikfilm «Fame» des britischen Regisseurs Alan Parker. Und die rund zweieinhalbstündige Show macht klar: «Fame» funktioniert als Geschichte nicht. man müsste sie nur besser auf den Punkt bringen.. Erst langsam wird klar: Schlomo Metzenbaum (Tobias Bieri) ist ein Sohn anerkannter Künstler und soll es selber auch werden. .. die verzichtbar sind. Dabei hätte «Fame» im Ansatz alles für eine gute Geschichte. Wie er. das immense Talent. aber ungebildeter Tänzer. wurden ja wirklich geschult und geschliffen. irgendwann ihrem Namen Ruhm zu verleihen. was Rhythmus ist: ein hübsches Detail.. Und so verhält es sich auch mit den Songs. seine komplexe und komplizierte Liebe zu Iris Kelly (Eva Patricia Klosowski) ausdrückt. Bei den zahlreichen Jungtalenten auf der Bühne hatte es allerdings auch viele Verwandte und Freunde unter den Zuschauern. zu verpuzzelt. Trotzdem: Die Lebens. Die jungen Menschen. um eventuell. 15. Die dreimal wiederholte Vorführung einer Szene aus «Romeo und Julia» ist witzig. wie viele Hauptdarsteller es nun gegeben hat.11. Zudem wird das Stück zweisprachig gespielt. mit tänzerischen Mitteln bloss. Überhaupt: Verstehen die Basler Theaterbesucher genug Englisch. Schweiss und Tränen hinter einer Bühnenkarriere stecken. «Fame». Jack -Zakowski (Illjaz Jusufi) ein begnadeter. straffen. die sich redlich bemühen. und Serena Katz (Jeannine -Michele Wacker) eine talentierte angehende Schauspielerin voller Seriosität. das zeigt. bis das Publikum überhaupt zu erahnen beginnt. zu erkennen. die für «Fame» gecastet wurden. um gut zu sein. Fällt einem auf Anhieb einer ein? Kein Ohrwurm wie «Let the Sunshine in …» aus «Hair» ist Markenzeichen von «Fame». um lautmalerisch zu zeigen. Gefällig. das in einem steckt. Geschichte in der Geschichte Dabei wäre der Einblick ins Theater im Theater absolut reizvoll. kann und muss man viel lernen. Der Musiker. ist eines der besten Puzzleteile des Abends. Daneben gibt es rund ein Dutzend weitere Studentinnen und Studenten an dieser Kunsthochschule und vier Lehrer. Schon kurz nach dem Ende der Vorstellung weiss man nicht mehr genau. die zu «Fame» gehören. Am Freitagabend hatte dessen Basler Inszenierung unter der Regie von Tom Ryser Premiere. Tobias Bieri spielt seine Rolle überzeugend. Um wen geht es denn? Die Story ist viel zu episodenhaft. wie viel Arbeit. Carmen Diaz (Andrea Sanchez del Solar) eine ambitionierte Latina. auf welche jungen Talente man sich denn fokussieren soll. 1995 folgte auf den Film das Musical gleichen Namens. es gehe bloss darum. Wille. Dann werde es sich mit der grossen Karriere einfach so ergeben. 25. um in einem Stück mitzumachen. Musik.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . Zu den «Performing Arts» zählen die Amerikaner Tanz. Schauspiel. aus den jungen Menschen das Beste herauszuholen. ein paar Talente. 7. In der Basler Variante von «Fame» vergehen nur schon 20 Minuten.13 2 . Selbst wenn uns seit ein paar Jahren Casting-Shows vorgaukeln. Die englische Aussprache ist dabei zum Teil mässig bis mangelhaft. umschreiben. «Fame» ist gute Unterhaltung. Weil Kunst von können kommt. die die Darsteller ausdrücken. und 30. falls sie gut sind. und 31. Es hat in der Basler Inszenierung auch tatsächlich Talente darunter. wen soll man hassen? Mit wem fiebert man mit? Egal eigentlich. Es hat andere. Eine Szene im Klassenzimmer mit vielen Stühlen bleibt haften. Wen soll man lieben. wie sie geschult und geschliffen werden. ist mitreissend. ganz tolle Momente.11.© Basler Zeitung. der mehr als das sein will. packt sie nie. Nick Piazza (Tom Schimon) ein Kinderstar..25. 1980 gab es Shows wie «Deutschland sucht den Superstar» noch nicht. 28. aber etwas fade Das Theater Basel zeigt das Musical «Fame» Von Markus Wüest Basel.und Spielfreude. Weil die Geschichte in so viele Einzelteile zerfällt.11. Die Tontechnik patzt bisweilen und es hat ein paar Kalauer drin.12. 17. Das trug zur Euphorie bei. das heisst vier Jahre schuften und büffeln an der New York High School of Performing Arts im Schnelldurchlauf. Aber was wird davon haften bleiben? Ruhm? Eher nein. um der Story in all ihren Facetten folgen zu können? Dem Premierenpublikum gefiel der Abend. Illjaz Jusufi ist ein sensationeller Breakdancer und als Artist atemberaubend. Leider überzeugen manche Stimmen im Gesang nicht (Jeannine Michele Wacker und Andrea Sanchez del Solar).2013 Seite bazab21 Kultur Tolle Momente. der aus dem Orchestergraben auftritt. José Vegas (Michael Heller) ist ein begabter Angeber.

Tanz. dass die Darsteller sich quasi selber darstellen. der sich beim Pas de deux mit der Upper-Class-Ballerina freitanzt.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . Hoffnungen und Enttäuschungen und freuen uns am Ende über ihre bestandene Prüfung. Die Hauptrollen gehören allerdings anderen. Theater Basel .11.und Musikschüler zeigen. 25.13 3 . In Basel reden die Lehrer Englisch und die Schüler Dialekt: Die Sprachbarriere verstellt den Weg nach oben. und so wächst zusammen.© Tages-Anzeiger. auch die Nachwuchskräfte hinter dem Vorhang. Alan Parkers Film von 1980 wie auch das darauf basierende Musical schauen Eleven der New Yorker High School of Performing Arts beim Vorsprechen. Liebeleien und Eifersüchteleien. Die Band um David Cowan spielt exzellent.2013 Seite 26 Kultur Kurz & kritisch Musical Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen Basel. stampfen und singen alle Hindernisse nieder. die zu hoch hinaus will und vorzeitig verbrennt. Am Ende jubeln in Basel alle. Michael Heller gibt den Angeber Joe Vegas stilecht mit Tolle. was sie gelernt haben .11. Vorsingen und Vortanzen über die Schulter: Wir werden Zeugen ihrer Rivalität und Solidarität.25. Andrea Sánchez de Solar überzeugt als ehrgeizige Carmen.und seine Rechnung geht auf: Ihre mitreissende Energie und Spielfreude lässt die Castingshows mit ihrer kalkuliert «authentischen» Dramaturgie verblassen. mehrfacher Breakdance-Schweizer-Meister. die gerade ihre erste Bewährungsprobe auf der grossen Bühne bestanden haben. Illjaz Jusufi. Shakespeare und Ghetto-Slang. was auf der Showbühne zusammengehört: klassisches Ballett und Hip-Hop. begeistert als Analphabet aus der Bronx. Musical-Profis und Amateure. Martin Halter . aber die Schüler rennen. Tom Ryser lässt neben erfahrenen Musical-Profis auch Schauspiel-.Das Schöne an «Fame» ist. die Choreografie ist voller Dynamik.

sondern auch Disziplin und viel. ist es dem international besetzten Ensemble vorwiegend junger Darsteller gelungen.11.13 4 . noch bevor ihre ehemaligen Kollegen ihren Abschluss machen. dass man auch gerne darüber hinweg hörte. die Geschichte mit José Fernandez für die Bühne in ein neues und zeitloses Musical umzuschreiben. Jetzt will er ein seriöser Künstler werden und kennt die wichtigsten Theatertheorien schon vor dem ersten Semester. David de Silva. Letzteres kostet ihn den Abschluss. Auf die anfängliche. das wollen die jungen Protagonisten des legendären Musicals unbedingt. Dem international besetzten Ensemble junger Darsteller ist es gelungen. Am Freitag feierte «Fame» am Theater Basel Premiere und schlug – da kann man wohl für alle Besucher sprechen – sofort ein: Szenenapplaus gab es durchwegs und auch der Schlussapplaus sprach für sich. aber ungeduldige Carmen. worüber so mancher stolpert. Stimmung steckt das Publikum an In den Tanzpartnern Iris und Jack prallen zwei Gegensätze aufeinander: Sie eine Ballerina vom Typ «höhere Tochter». ehrgeizige. Doch es kommt anders. Serena (Jeannine Michele Wacker) sowie die der beiden Lehrerinnen Miss Sherman (Rahel Fischer) und Miss Bell (Jennifer-Julia Caron). Hans Jörg Michel Mikrokosmos Schule fasziniert Dabei ist die Handlung eher platt: So erzählt die Geschichte von einer Handvoll angehender Schauspieler. 25. der unter dem Ehrgeiz seiner Mutter gelitten hat. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. aus dem nicht nur die Bühnenversion entstand. endlich berühmt sein. folgt sodann auch bald Ernüchterung: Denn man ist eben noch kein Star. Christian Menzi und Charlotte Irene Thompson lassen es für Tom Schimon und Jeannine Michele Wacker schneien.und dann wieder unterschätzen. Hier landen junge Menschen voller Sehnsucht. Musical basiert auf einem Film Die Geschichte dieses Musicals ist eine des Erfolgs.11. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. Sie rutscht in die Drogenszene ab und stirbt. Endlich gesehen. Tom Ryser hat dem Basler Publikum einen rasanten Theaterabend beschert.© Basellandschaftliche Zeitung / MLZ. dass «Fame» seinen grössten Erfolg auf der Bühne verzeichnen würde – die Energie einer Live-Performance ist auf der Leinwand nun einmal nicht zu erreichen. er Streetdancer. Künstler zu werden. die mal glauben. Der Mikrokosmos Schule offenbart dann aber doch ganz unterschiedlich differenzierte Charaktere. die Welt habe nur auf sie gewartet und dann wieder den Absturz vorprogrammiert sehen. die auf das Publikum übergeht. endlich wahrgenommen werden. Ruhm und Ehre. verspricht. Darüber hinaus wurde «Fame» 2009 neu verfilmt. «My fair Lady» und «Hair» inszeniert hat. die während sechs Jahren in 86 Ländern ausgestrahlt wurde und mehrere Emmy-Awards bekam. das Literaturstudium. überbordende Begeisterung über die Annahme an der Schule.25. die Jack seines Talents wegen durchboxen möchte.A. Musiker und Tänzer vom Moment des Castings bis zur Abschlussfeier nach vier Jahren Studium an der Highschool of Performing Arts – kurz P. Sie geht zurück auf den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1980 (Regie Alan Parker). stellt einen fast genauso wichtigen Pfeiler der Schule dar wie die musischen Fächer. Unter der Regie von Tom Ryser. Autodidakt und Analphabet. viel Training («Hard Work»). Das Musical wurde zum ersten Mal im Coconut Grove Playhouse in Miami aufgeführt. Nick ist ein ehemaliger Kinderstar. Besonders die akrobatisch-tänzerischen Darbietungen. Über diese Gewichtung entbrennt auch immer wieder ein Streit zwischen der Englisch. denn die akademische Ausbildung. in welcher der drei Sparten auch immer – Tanz. sondern aus dem zudem eine überaus erfolgreiche Fernsehserie hervor ging. der in Basel unter anderem «Im Himmel vorusse». De Silva war überzeugt davon. die von der Regie pointiert herausgearbeitet werden: Da gibt es zum Beispiel die . Schauspiel oder Musik – erfordert nicht nur ein gewisses Talent. aber auch die eingängige Musik (Leitung David Cowan) waren teils so stark.2013 Seite 23 Autor: Annina Fischer Region Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut «Fame» Tom Ryser bringt das Musical auf die Bühne des Theaters Basel «Fame».Allschwilerstrasse Gym Oberwil . die sich im einen Moment über. dass nicht alle Stimmen überzeugten. Sie bricht die Ausbildung ab..A. von wo aus sich die Welle der Begeisterung ausbreitete und bald auch auf Europa überging. einige jedoch beeindruckten: etwa die der Carmen (Andrea Sanchez del Solar). 1984 begann der Ideengeber und Produzent des Films. weil ihr ein Agent schnellen Erfolg in L.und der Tanzlehrerin.