erstellt von Allschwilerstrasse Gym Oberwil am 25.11.

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Inhaltsverzeichnis
Tolle Momente, ein paar Talente, aber etwas fade .............................................................................................................................. 2 Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen .......................................................................................................................... 3 Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut ...................................................................................................................................................... 4

. packt sie nie. auf welche jungen Talente man sich denn fokussieren soll. irgendwann ihrem Namen Ruhm zu verleihen. Nick Piazza (Tom Schimon) ein Kinderstar. wie viel Arbeit. Schon kurz nach dem Ende der Vorstellung weiss man nicht mehr genau..11. Selbst wenn uns seit ein paar Jahren Casting-Shows vorgaukeln. Wille. Um wen geht es denn? Die Story ist viel zu episodenhaft. «Fame». um lautmalerisch zu zeigen. aber ungebildeter Tänzer. die verzichtbar sind. um der Story in all ihren Facetten folgen zu können? Dem Premierenpublikum gefiel der Abend. um in einem Stück mitzumachen. ein paar Talente. Weil die Geschichte in so viele Einzelteile zerfällt. 1980 gab es Shows wie «Deutschland sucht den Superstar» noch nicht. 1995 folgte auf den Film das Musical gleichen Namens. das in einem steckt. wen soll man hassen? Mit wem fiebert man mit? Egal eigentlich. Am Freitagabend hatte dessen Basler Inszenierung unter der Regie von Tom Ryser Premiere. Jack -Zakowski (Illjaz Jusufi) ein begnadeter. kann und muss man viel lernen. die für «Fame» gecastet wurden. aber etwas fade Das Theater Basel zeigt das Musical «Fame» Von Markus Wüest Basel.© Basler Zeitung. Es hat in der Basler Inszenierung auch tatsächlich Talente darunter. man müsste sie nur besser auf den Punkt bringen. Wen soll man lieben.12. Schweiss und Tränen hinter einer Bühnenkarriere stecken. . mit tänzerischen Mitteln bloss. Und so verhält es sich auch mit den Songs. Eine Szene im Klassenzimmer mit vielen Stühlen bleibt haften. und 30. wie viele Hauptdarsteller es nun gegeben hat. Überhaupt: Verstehen die Basler Theaterbesucher genug Englisch.. falls sie gut sind. um eventuell. Und die rund zweieinhalbstündige Show macht klar: «Fame» funktioniert als Geschichte nicht.2013 Seite bazab21 Kultur Tolle Momente. es gehe bloss darum. und 31. Geschichte in der Geschichte Dabei wäre der Einblick ins Theater im Theater absolut reizvoll. und Serena Katz (Jeannine -Michele Wacker) eine talentierte angehende Schauspielerin voller Seriosität. die zu «Fame» gehören. aus den jungen Menschen das Beste herauszuholen. In der Basler Variante von «Fame» vergehen nur schon 20 Minuten. zu verpuzzelt. die die Darsteller ausdrücken. Illjaz Jusufi ist ein sensationeller Breakdancer und als Artist atemberaubend. Leider überzeugen manche Stimmen im Gesang nicht (Jeannine Michele Wacker und Andrea Sanchez del Solar). Weil Kunst von können kommt. der mehr als das sein will. das zeigt.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . Dafür zeigte der Musikfilm «Fame» des britischen Regisseurs Alan Parker. José Vegas (Michael Heller) ist ein begabter Angeber. um gut zu sein. Tobias Bieri spielt seine Rolle überzeugend. Das trug zur Euphorie bei. Zudem wird das Stück zweisprachig gespielt. 7. Daneben gibt es rund ein Dutzend weitere Studentinnen und Studenten an dieser Kunsthochschule und vier Lehrer. Schauspiel. ist eines der besten Puzzleteile des Abends. bis das Publikum überhaupt zu erahnen beginnt. die sich redlich bemühen.13 2 . straffen. Die englische Aussprache ist dabei zum Teil mässig bis mangelhaft. Bei den zahlreichen Jungtalenten auf der Bühne hatte es allerdings auch viele Verwandte und Freunde unter den Zuschauern. Fällt einem auf Anhieb einer ein? Kein Ohrwurm wie «Let the Sunshine in …» aus «Hair» ist Markenzeichen von «Fame». Die jungen Menschen.25. Gefällig. zu erkennen. ganz tolle Momente. das heisst vier Jahre schuften und büffeln an der New York High School of Performing Arts im Schnelldurchlauf. Wie er. Erst langsam wird klar: Schlomo Metzenbaum (Tobias Bieri) ist ein Sohn anerkannter Künstler und soll es selber auch werden. wie sie geschult und geschliffen werden.11. Dann werde es sich mit der grossen Karriere einfach so ergeben. «Fame» ist gute Unterhaltung. 17. Die Tontechnik patzt bisweilen und es hat ein paar Kalauer drin. Trotzdem: Die Lebens. Der Musiker. was Rhythmus ist: ein hübsches Detail. 25. das immense Talent. umschreiben. Die dreimal wiederholte Vorführung einer Szene aus «Romeo und Julia» ist witzig. Dabei hätte «Fame» im Ansatz alles für eine gute Geschichte. seine komplexe und komplizierte Liebe zu Iris Kelly (Eva Patricia Klosowski) ausdrückt. 15.und Spielfreude. Zu den «Performing Arts» zählen die Amerikaner Tanz. wurden ja wirklich geschult und geschliffen. Aber was wird davon haften bleiben? Ruhm? Eher nein.11. Nächste Vorstellungen: 28. Es hat andere. 28. Musik. ist mitreissend. der aus dem Orchestergraben auftritt. Carmen Diaz (Andrea Sanchez del Solar) eine ambitionierte Latina..

auch die Nachwuchskräfte hinter dem Vorhang. Am Ende jubeln in Basel alle. die gerade ihre erste Bewährungsprobe auf der grossen Bühne bestanden haben. Vorsingen und Vortanzen über die Schulter: Wir werden Zeugen ihrer Rivalität und Solidarität. Die Band um David Cowan spielt exzellent. Illjaz Jusufi.2013 Seite 26 Kultur Kurz & kritisch Musical Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen Basel. Michael Heller gibt den Angeber Joe Vegas stilecht mit Tolle. aber die Schüler rennen. der sich beim Pas de deux mit der Upper-Class-Ballerina freitanzt. dass die Darsteller sich quasi selber darstellen.11. stampfen und singen alle Hindernisse nieder. Musical-Profis und Amateure.25. Liebeleien und Eifersüchteleien. Shakespeare und Ghetto-Slang. Die Hauptrollen gehören allerdings anderen.und seine Rechnung geht auf: Ihre mitreissende Energie und Spielfreude lässt die Castingshows mit ihrer kalkuliert «authentischen» Dramaturgie verblassen. Martin Halter . Theater Basel . Andrea Sánchez de Solar überzeugt als ehrgeizige Carmen.und Musikschüler zeigen. und so wächst zusammen. was auf der Showbühne zusammengehört: klassisches Ballett und Hip-Hop.13 3 .Das Schöne an «Fame» ist. Tom Ryser lässt neben erfahrenen Musical-Profis auch Schauspiel-. In Basel reden die Lehrer Englisch und die Schüler Dialekt: Die Sprachbarriere verstellt den Weg nach oben. Alan Parkers Film von 1980 wie auch das darauf basierende Musical schauen Eleven der New Yorker High School of Performing Arts beim Vorsprechen.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . begeistert als Analphabet aus der Bronx. Tanz. die Choreografie ist voller Dynamik.© Tages-Anzeiger. Hoffnungen und Enttäuschungen und freuen uns am Ende über ihre bestandene Prüfung. die zu hoch hinaus will und vorzeitig verbrennt. 25. mehrfacher Breakdance-Schweizer-Meister.11. was sie gelernt haben .

Am Freitag feierte «Fame» am Theater Basel Premiere und schlug – da kann man wohl für alle Besucher sprechen – sofort ein: Szenenapplaus gab es durchwegs und auch der Schlussapplaus sprach für sich. endlich berühmt sein.A. Darüber hinaus wurde «Fame» 2009 neu verfilmt. Auf die anfängliche. die sich im einen Moment über. Unter der Regie von Tom Ryser. endlich wahrgenommen werden. Sie rutscht in die Drogenszene ab und stirbt.. Über diese Gewichtung entbrennt auch immer wieder ein Streit zwischen der Englisch. Sie geht zurück auf den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1980 (Regie Alan Parker).11. Tom Ryser hat dem Basler Publikum einen rasanten Theaterabend beschert. dass man auch gerne darüber hinweg hörte. 1984 begann der Ideengeber und Produzent des Films. Stimmung steckt das Publikum an In den Tanzpartnern Iris und Jack prallen zwei Gegensätze aufeinander: Sie eine Ballerina vom Typ «höhere Tochter». 25. das wollen die jungen Protagonisten des legendären Musicals unbedingt. Christian Menzi und Charlotte Irene Thompson lassen es für Tom Schimon und Jeannine Michele Wacker schneien. Endlich gesehen. das Literaturstudium. De Silva war überzeugt davon. «My fair Lady» und «Hair» inszeniert hat. sondern aus dem zudem eine überaus erfolgreiche Fernsehserie hervor ging. David de Silva. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. die während sechs Jahren in 86 Ländern ausgestrahlt wurde und mehrere Emmy-Awards bekam. die Welt habe nur auf sie gewartet und dann wieder den Absturz vorprogrammiert sehen. sondern auch Disziplin und viel. viel Training («Hard Work»). der unter dem Ehrgeiz seiner Mutter gelitten hat. dass nicht alle Stimmen überzeugten. dass «Fame» seinen grössten Erfolg auf der Bühne verzeichnen würde – die Energie einer Live-Performance ist auf der Leinwand nun einmal nicht zu erreichen. denn die akademische Ausbildung. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. Schauspiel oder Musik – erfordert nicht nur ein gewisses Talent. die von der Regie pointiert herausgearbeitet werden: Da gibt es zum Beispiel die . Serena (Jeannine Michele Wacker) sowie die der beiden Lehrerinnen Miss Sherman (Rahel Fischer) und Miss Bell (Jennifer-Julia Caron).© Basellandschaftliche Zeitung / MLZ. weil ihr ein Agent schnellen Erfolg in L. ehrgeizige. Musical basiert auf einem Film Die Geschichte dieses Musicals ist eine des Erfolgs. ist es dem international besetzten Ensemble vorwiegend junger Darsteller gelungen. Künstler zu werden. Hier landen junge Menschen voller Sehnsucht. Hans Jörg Michel Mikrokosmos Schule fasziniert Dabei ist die Handlung eher platt: So erzählt die Geschichte von einer Handvoll angehender Schauspieler. Das Musical wurde zum ersten Mal im Coconut Grove Playhouse in Miami aufgeführt. Der Mikrokosmos Schule offenbart dann aber doch ganz unterschiedlich differenzierte Charaktere. von wo aus sich die Welle der Begeisterung ausbreitete und bald auch auf Europa überging. überbordende Begeisterung über die Annahme an der Schule.25. worüber so mancher stolpert.13 4 . verspricht. Musiker und Tänzer vom Moment des Castings bis zur Abschlussfeier nach vier Jahren Studium an der Highschool of Performing Arts – kurz P.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . noch bevor ihre ehemaligen Kollegen ihren Abschluss machen. einige jedoch beeindruckten: etwa die der Carmen (Andrea Sanchez del Solar). in welcher der drei Sparten auch immer – Tanz.und dann wieder unterschätzen. stellt einen fast genauso wichtigen Pfeiler der Schule dar wie die musischen Fächer. der in Basel unter anderem «Im Himmel vorusse». Besonders die akrobatisch-tänzerischen Darbietungen. die Geschichte mit José Fernandez für die Bühne in ein neues und zeitloses Musical umzuschreiben. Letzteres kostet ihn den Abschluss. aus dem nicht nur die Bühnenversion entstand.11.A. aber ungeduldige Carmen. die auf das Publikum übergeht. die Jack seines Talents wegen durchboxen möchte. die mal glauben. Dem international besetzten Ensemble junger Darsteller ist es gelungen. Nick ist ein ehemaliger Kinderstar. Autodidakt und Analphabet. Jetzt will er ein seriöser Künstler werden und kennt die wichtigsten Theatertheorien schon vor dem ersten Semester. Doch es kommt anders. aber auch die eingängige Musik (Leitung David Cowan) waren teils so stark. Ruhm und Ehre. folgt sodann auch bald Ernüchterung: Denn man ist eben noch kein Star.und der Tanzlehrerin.2013 Seite 23 Autor: Annina Fischer Region Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut «Fame» Tom Ryser bringt das Musical auf die Bühne des Theaters Basel «Fame». er Streetdancer. Sie bricht die Ausbildung ab.