erstellt von Allschwilerstrasse Gym Oberwil am 25.11.

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Inhaltsverzeichnis
Tolle Momente, ein paar Talente, aber etwas fade .............................................................................................................................. 2 Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen .......................................................................................................................... 3 Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut ...................................................................................................................................................... 4

Selbst wenn uns seit ein paar Jahren Casting-Shows vorgaukeln. packt sie nie. wie sie geschult und geschliffen werden. Schweiss und Tränen hinter einer Bühnenkarriere stecken.12. Trotzdem: Die Lebens. Es hat in der Basler Inszenierung auch tatsächlich Talente darunter. das in einem steckt. ganz tolle Momente. irgendwann ihrem Namen Ruhm zu verleihen. Dabei hätte «Fame» im Ansatz alles für eine gute Geschichte. um eventuell. Erst langsam wird klar: Schlomo Metzenbaum (Tobias Bieri) ist ein Sohn anerkannter Künstler und soll es selber auch werden. falls sie gut sind.11.. aber ungebildeter Tänzer. 28.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . 17. Und die rund zweieinhalbstündige Show macht klar: «Fame» funktioniert als Geschichte nicht. ist eines der besten Puzzleteile des Abends. Überhaupt: Verstehen die Basler Theaterbesucher genug Englisch. 7. das immense Talent. 25. . der mehr als das sein will. aber etwas fade Das Theater Basel zeigt das Musical «Fame» Von Markus Wüest Basel. es gehe bloss darum. «Fame». Daneben gibt es rund ein Dutzend weitere Studentinnen und Studenten an dieser Kunsthochschule und vier Lehrer. Schauspiel. Die Tontechnik patzt bisweilen und es hat ein paar Kalauer drin. Und so verhält es sich auch mit den Songs.13 2 .© Basler Zeitung. Am Freitagabend hatte dessen Basler Inszenierung unter der Regie von Tom Ryser Premiere. Der Musiker. José Vegas (Michael Heller) ist ein begabter Angeber. Das trug zur Euphorie bei.. Es hat andere. Die jungen Menschen. wurden ja wirklich geschult und geschliffen. Die englische Aussprache ist dabei zum Teil mässig bis mangelhaft. Illjaz Jusufi ist ein sensationeller Breakdancer und als Artist atemberaubend. auf welche jungen Talente man sich denn fokussieren soll. «Fame» ist gute Unterhaltung..11. mit tänzerischen Mitteln bloss. die für «Fame» gecastet wurden. Leider überzeugen manche Stimmen im Gesang nicht (Jeannine Michele Wacker und Andrea Sanchez del Solar). 1980 gab es Shows wie «Deutschland sucht den Superstar» noch nicht. Fällt einem auf Anhieb einer ein? Kein Ohrwurm wie «Let the Sunshine in …» aus «Hair» ist Markenzeichen von «Fame». kann und muss man viel lernen. wen soll man hassen? Mit wem fiebert man mit? Egal eigentlich. und 31. straffen. ein paar Talente. die zu «Fame» gehören. Aber was wird davon haften bleiben? Ruhm? Eher nein. Musik. seine komplexe und komplizierte Liebe zu Iris Kelly (Eva Patricia Klosowski) ausdrückt. zu erkennen. um gut zu sein. Eine Szene im Klassenzimmer mit vielen Stühlen bleibt haften. Zu den «Performing Arts» zählen die Amerikaner Tanz. Dafür zeigte der Musikfilm «Fame» des britischen Regisseurs Alan Parker.25. Dann werde es sich mit der grossen Karriere einfach so ergeben. der aus dem Orchestergraben auftritt. die verzichtbar sind. 1995 folgte auf den Film das Musical gleichen Namens. Um wen geht es denn? Die Story ist viel zu episodenhaft. wie viel Arbeit. die die Darsteller ausdrücken. Wen soll man lieben. Jack -Zakowski (Illjaz Jusufi) ein begnadeter. Schon kurz nach dem Ende der Vorstellung weiss man nicht mehr genau. um der Story in all ihren Facetten folgen zu können? Dem Premierenpublikum gefiel der Abend.. Weil die Geschichte in so viele Einzelteile zerfällt. Nick Piazza (Tom Schimon) ein Kinderstar. Weil Kunst von können kommt. 15. Bei den zahlreichen Jungtalenten auf der Bühne hatte es allerdings auch viele Verwandte und Freunde unter den Zuschauern. Carmen Diaz (Andrea Sanchez del Solar) eine ambitionierte Latina. Die dreimal wiederholte Vorführung einer Szene aus «Romeo und Julia» ist witzig. Gefällig. das zeigt. um in einem Stück mitzumachen. Nächste Vorstellungen: 28. aus den jungen Menschen das Beste herauszuholen. In der Basler Variante von «Fame» vergehen nur schon 20 Minuten. bis das Publikum überhaupt zu erahnen beginnt. wie viele Hauptdarsteller es nun gegeben hat.und Spielfreude. die sich redlich bemühen. man müsste sie nur besser auf den Punkt bringen. Wille. Geschichte in der Geschichte Dabei wäre der Einblick ins Theater im Theater absolut reizvoll. um lautmalerisch zu zeigen.11. und Serena Katz (Jeannine -Michele Wacker) eine talentierte angehende Schauspielerin voller Seriosität. Tobias Bieri spielt seine Rolle überzeugend. zu verpuzzelt. Wie er. das heisst vier Jahre schuften und büffeln an der New York High School of Performing Arts im Schnelldurchlauf. und 30. was Rhythmus ist: ein hübsches Detail. ist mitreissend. Zudem wird das Stück zweisprachig gespielt.2013 Seite bazab21 Kultur Tolle Momente. umschreiben.

Musical-Profis und Amateure. Michael Heller gibt den Angeber Joe Vegas stilecht mit Tolle.Das Schöne an «Fame» ist. Die Hauptrollen gehören allerdings anderen.2013 Seite 26 Kultur Kurz & kritisch Musical Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen Basel. Vorsingen und Vortanzen über die Schulter: Wir werden Zeugen ihrer Rivalität und Solidarität. Am Ende jubeln in Basel alle. aber die Schüler rennen. stampfen und singen alle Hindernisse nieder. Illjaz Jusufi.13 3 . In Basel reden die Lehrer Englisch und die Schüler Dialekt: Die Sprachbarriere verstellt den Weg nach oben. Hoffnungen und Enttäuschungen und freuen uns am Ende über ihre bestandene Prüfung. der sich beim Pas de deux mit der Upper-Class-Ballerina freitanzt. Liebeleien und Eifersüchteleien.Allschwilerstrasse Gym Oberwil .und seine Rechnung geht auf: Ihre mitreissende Energie und Spielfreude lässt die Castingshows mit ihrer kalkuliert «authentischen» Dramaturgie verblassen.© Tages-Anzeiger.11. Tanz. Die Band um David Cowan spielt exzellent. auch die Nachwuchskräfte hinter dem Vorhang.11. die Choreografie ist voller Dynamik. und so wächst zusammen. was sie gelernt haben . was auf der Showbühne zusammengehört: klassisches Ballett und Hip-Hop. mehrfacher Breakdance-Schweizer-Meister.25. die zu hoch hinaus will und vorzeitig verbrennt. Martin Halter . Theater Basel . dass die Darsteller sich quasi selber darstellen. 25. die gerade ihre erste Bewährungsprobe auf der grossen Bühne bestanden haben. Andrea Sánchez de Solar überzeugt als ehrgeizige Carmen. Shakespeare und Ghetto-Slang.und Musikschüler zeigen. begeistert als Analphabet aus der Bronx. Alan Parkers Film von 1980 wie auch das darauf basierende Musical schauen Eleven der New Yorker High School of Performing Arts beim Vorsprechen. Tom Ryser lässt neben erfahrenen Musical-Profis auch Schauspiel-.

Tom Ryser hat dem Basler Publikum einen rasanten Theaterabend beschert. die Geschichte mit José Fernandez für die Bühne in ein neues und zeitloses Musical umzuschreiben. 25. Nick ist ein ehemaliger Kinderstar. der in Basel unter anderem «Im Himmel vorusse».und der Tanzlehrerin. sondern auch Disziplin und viel.A. Sie rutscht in die Drogenszene ab und stirbt.A. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. Über diese Gewichtung entbrennt auch immer wieder ein Streit zwischen der Englisch.11. Sie geht zurück auf den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1980 (Regie Alan Parker). aber ungeduldige Carmen. viel Training («Hard Work»). die von der Regie pointiert herausgearbeitet werden: Da gibt es zum Beispiel die . überbordende Begeisterung über die Annahme an der Schule. stellt einen fast genauso wichtigen Pfeiler der Schule dar wie die musischen Fächer. Besonders die akrobatisch-tänzerischen Darbietungen. Musiker und Tänzer vom Moment des Castings bis zur Abschlussfeier nach vier Jahren Studium an der Highschool of Performing Arts – kurz P. Auf die anfängliche. die Jack seines Talents wegen durchboxen möchte. folgt sodann auch bald Ernüchterung: Denn man ist eben noch kein Star.25. Am Freitag feierte «Fame» am Theater Basel Premiere und schlug – da kann man wohl für alle Besucher sprechen – sofort ein: Szenenapplaus gab es durchwegs und auch der Schlussapplaus sprach für sich. Jetzt will er ein seriöser Künstler werden und kennt die wichtigsten Theatertheorien schon vor dem ersten Semester. Letzteres kostet ihn den Abschluss. die mal glauben. Autodidakt und Analphabet. David de Silva. er Streetdancer. Endlich gesehen. 1984 begann der Ideengeber und Produzent des Films. Hans Jörg Michel Mikrokosmos Schule fasziniert Dabei ist die Handlung eher platt: So erzählt die Geschichte von einer Handvoll angehender Schauspieler. der unter dem Ehrgeiz seiner Mutter gelitten hat. Sie bricht die Ausbildung ab.13 4 . noch bevor ihre ehemaligen Kollegen ihren Abschluss machen.© Basellandschaftliche Zeitung / MLZ. verspricht. Hier landen junge Menschen voller Sehnsucht. Darüber hinaus wurde «Fame» 2009 neu verfilmt. die während sechs Jahren in 86 Ländern ausgestrahlt wurde und mehrere Emmy-Awards bekam. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. dass man auch gerne darüber hinweg hörte. Doch es kommt anders. die Welt habe nur auf sie gewartet und dann wieder den Absturz vorprogrammiert sehen. Musical basiert auf einem Film Die Geschichte dieses Musicals ist eine des Erfolgs. Christian Menzi und Charlotte Irene Thompson lassen es für Tom Schimon und Jeannine Michele Wacker schneien. «My fair Lady» und «Hair» inszeniert hat. in welcher der drei Sparten auch immer – Tanz. worüber so mancher stolpert. einige jedoch beeindruckten: etwa die der Carmen (Andrea Sanchez del Solar). aber auch die eingängige Musik (Leitung David Cowan) waren teils so stark. Dem international besetzten Ensemble junger Darsteller ist es gelungen.11. Unter der Regie von Tom Ryser. dass nicht alle Stimmen überzeugten. das Literaturstudium. die sich im einen Moment über. Schauspiel oder Musik – erfordert nicht nur ein gewisses Talent. weil ihr ein Agent schnellen Erfolg in L. Serena (Jeannine Michele Wacker) sowie die der beiden Lehrerinnen Miss Sherman (Rahel Fischer) und Miss Bell (Jennifer-Julia Caron). ist es dem international besetzten Ensemble vorwiegend junger Darsteller gelungen. aus dem nicht nur die Bühnenversion entstand. von wo aus sich die Welle der Begeisterung ausbreitete und bald auch auf Europa überging. das wollen die jungen Protagonisten des legendären Musicals unbedingt.und dann wieder unterschätzen. Künstler zu werden. endlich wahrgenommen werden. denn die akademische Ausbildung. Ruhm und Ehre. sondern aus dem zudem eine überaus erfolgreiche Fernsehserie hervor ging. Der Mikrokosmos Schule offenbart dann aber doch ganz unterschiedlich differenzierte Charaktere. dass «Fame» seinen grössten Erfolg auf der Bühne verzeichnen würde – die Energie einer Live-Performance ist auf der Leinwand nun einmal nicht zu erreichen. De Silva war überzeugt davon. endlich berühmt sein.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . ehrgeizige.2013 Seite 23 Autor: Annina Fischer Region Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut «Fame» Tom Ryser bringt das Musical auf die Bühne des Theaters Basel «Fame». Stimmung steckt das Publikum an In den Tanzpartnern Iris und Jack prallen zwei Gegensätze aufeinander: Sie eine Ballerina vom Typ «höhere Tochter». Das Musical wurde zum ersten Mal im Coconut Grove Playhouse in Miami aufgeführt.. die auf das Publikum übergeht.

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