erstellt von Allschwilerstrasse Gym Oberwil am 25.11.

13

Inhaltsverzeichnis
Tolle Momente, ein paar Talente, aber etwas fade .............................................................................................................................. 2 Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen .......................................................................................................................... 3 Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut ...................................................................................................................................................... 4

die die Darsteller ausdrücken. um lautmalerisch zu zeigen. straffen. Der Musiker. um in einem Stück mitzumachen. wie sie geschult und geschliffen werden. Bei den zahlreichen Jungtalenten auf der Bühne hatte es allerdings auch viele Verwandte und Freunde unter den Zuschauern. ganz tolle Momente. Es hat in der Basler Inszenierung auch tatsächlich Talente darunter. Wille. Wen soll man lieben. die sich redlich bemühen. was Rhythmus ist: ein hübsches Detail. kann und muss man viel lernen. die verzichtbar sind. der mehr als das sein will. der aus dem Orchestergraben auftritt. ein paar Talente. es gehe bloss darum. aus den jungen Menschen das Beste herauszuholen. Überhaupt: Verstehen die Basler Theaterbesucher genug Englisch. das in einem steckt. Carmen Diaz (Andrea Sanchez del Solar) eine ambitionierte Latina. umschreiben. Gefällig. das zeigt. Schon kurz nach dem Ende der Vorstellung weiss man nicht mehr genau. Aber was wird davon haften bleiben? Ruhm? Eher nein. «Fame» ist gute Unterhaltung.11. ist mitreissend. packt sie nie. Und so verhält es sich auch mit den Songs. auf welche jungen Talente man sich denn fokussieren soll. In der Basler Variante von «Fame» vergehen nur schon 20 Minuten. 7. Tobias Bieri spielt seine Rolle überzeugend. Eine Szene im Klassenzimmer mit vielen Stühlen bleibt haften. um der Story in all ihren Facetten folgen zu können? Dem Premierenpublikum gefiel der Abend. Trotzdem: Die Lebens. Selbst wenn uns seit ein paar Jahren Casting-Shows vorgaukeln. irgendwann ihrem Namen Ruhm zu verleihen.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . José Vegas (Michael Heller) ist ein begabter Angeber. Das trug zur Euphorie bei. zu erkennen. Die Tontechnik patzt bisweilen und es hat ein paar Kalauer drin. aber etwas fade Das Theater Basel zeigt das Musical «Fame» Von Markus Wüest Basel. Illjaz Jusufi ist ein sensationeller Breakdancer und als Artist atemberaubend.. Weil Kunst von können kommt. um eventuell. wurden ja wirklich geschult und geschliffen. aber ungebildeter Tänzer. um gut zu sein. Weil die Geschichte in so viele Einzelteile zerfällt.11. Leider überzeugen manche Stimmen im Gesang nicht (Jeannine Michele Wacker und Andrea Sanchez del Solar). . 17. Die englische Aussprache ist dabei zum Teil mässig bis mangelhaft. Die dreimal wiederholte Vorführung einer Szene aus «Romeo und Julia» ist witzig. Am Freitagabend hatte dessen Basler Inszenierung unter der Regie von Tom Ryser Premiere. man müsste sie nur besser auf den Punkt bringen. Dann werde es sich mit der grossen Karriere einfach so ergeben. Es hat andere. «Fame».11. die für «Fame» gecastet wurden. 1980 gab es Shows wie «Deutschland sucht den Superstar» noch nicht. 28. 15.. und Serena Katz (Jeannine -Michele Wacker) eine talentierte angehende Schauspielerin voller Seriosität. Dabei hätte «Fame» im Ansatz alles für eine gute Geschichte. seine komplexe und komplizierte Liebe zu Iris Kelly (Eva Patricia Klosowski) ausdrückt. Zu den «Performing Arts» zählen die Amerikaner Tanz. Dafür zeigte der Musikfilm «Fame» des britischen Regisseurs Alan Parker.13 2 . zu verpuzzelt. Daneben gibt es rund ein Dutzend weitere Studentinnen und Studenten an dieser Kunsthochschule und vier Lehrer. Fällt einem auf Anhieb einer ein? Kein Ohrwurm wie «Let the Sunshine in …» aus «Hair» ist Markenzeichen von «Fame». Geschichte in der Geschichte Dabei wäre der Einblick ins Theater im Theater absolut reizvoll. die zu «Fame» gehören.. falls sie gut sind. Wie er. Nick Piazza (Tom Schimon) ein Kinderstar. 1995 folgte auf den Film das Musical gleichen Namens. 25. Um wen geht es denn? Die Story ist viel zu episodenhaft. wie viel Arbeit. Schweiss und Tränen hinter einer Bühnenkarriere stecken. wen soll man hassen? Mit wem fiebert man mit? Egal eigentlich. bis das Publikum überhaupt zu erahnen beginnt. Jack -Zakowski (Illjaz Jusufi) ein begnadeter. Schauspiel.© Basler Zeitung. ist eines der besten Puzzleteile des Abends. das immense Talent. und 31.und Spielfreude. wie viele Hauptdarsteller es nun gegeben hat.. Nächste Vorstellungen: 28.12. Zudem wird das Stück zweisprachig gespielt. Musik. das heisst vier Jahre schuften und büffeln an der New York High School of Performing Arts im Schnelldurchlauf.25. Und die rund zweieinhalbstündige Show macht klar: «Fame» funktioniert als Geschichte nicht.2013 Seite bazab21 Kultur Tolle Momente. Erst langsam wird klar: Schlomo Metzenbaum (Tobias Bieri) ist ein Sohn anerkannter Künstler und soll es selber auch werden. Die jungen Menschen. und 30. mit tänzerischen Mitteln bloss.

Allschwilerstrasse Gym Oberwil . mehrfacher Breakdance-Schweizer-Meister. Liebeleien und Eifersüchteleien. die Choreografie ist voller Dynamik. aber die Schüler rennen. was auf der Showbühne zusammengehört: klassisches Ballett und Hip-Hop.13 3 . Shakespeare und Ghetto-Slang. auch die Nachwuchskräfte hinter dem Vorhang. In Basel reden die Lehrer Englisch und die Schüler Dialekt: Die Sprachbarriere verstellt den Weg nach oben.und Musikschüler zeigen. und so wächst zusammen. was sie gelernt haben . Die Band um David Cowan spielt exzellent. Tom Ryser lässt neben erfahrenen Musical-Profis auch Schauspiel-.11. stampfen und singen alle Hindernisse nieder.und seine Rechnung geht auf: Ihre mitreissende Energie und Spielfreude lässt die Castingshows mit ihrer kalkuliert «authentischen» Dramaturgie verblassen. Die Hauptrollen gehören allerdings anderen. Musical-Profis und Amateure. die gerade ihre erste Bewährungsprobe auf der grossen Bühne bestanden haben.25. Hoffnungen und Enttäuschungen und freuen uns am Ende über ihre bestandene Prüfung. Martin Halter . Vorsingen und Vortanzen über die Schulter: Wir werden Zeugen ihrer Rivalität und Solidarität. Tanz. Andrea Sánchez de Solar überzeugt als ehrgeizige Carmen. Alan Parkers Film von 1980 wie auch das darauf basierende Musical schauen Eleven der New Yorker High School of Performing Arts beim Vorsprechen. die zu hoch hinaus will und vorzeitig verbrennt. 25. der sich beim Pas de deux mit der Upper-Class-Ballerina freitanzt.2013 Seite 26 Kultur Kurz & kritisch Musical Tom Ryser inszeniert «Fame» mit vielen Neulingen Basel. Am Ende jubeln in Basel alle.11. Michael Heller gibt den Angeber Joe Vegas stilecht mit Tolle.Das Schöne an «Fame» ist. Theater Basel . Illjaz Jusufi.© Tages-Anzeiger. dass die Darsteller sich quasi selber darstellen. begeistert als Analphabet aus der Bronx.

Tom Ryser hat dem Basler Publikum einen rasanten Theaterabend beschert. Über diese Gewichtung entbrennt auch immer wieder ein Streit zwischen der Englisch. sondern auch Disziplin und viel. stellt einen fast genauso wichtigen Pfeiler der Schule dar wie die musischen Fächer. Unter der Regie von Tom Ryser. Darüber hinaus wurde «Fame» 2009 neu verfilmt. verspricht. worüber so mancher stolpert. die Geschichte mit José Fernandez für die Bühne in ein neues und zeitloses Musical umzuschreiben. Musiker und Tänzer vom Moment des Castings bis zur Abschlussfeier nach vier Jahren Studium an der Highschool of Performing Arts – kurz P. dass «Fame» seinen grössten Erfolg auf der Bühne verzeichnen würde – die Energie einer Live-Performance ist auf der Leinwand nun einmal nicht zu erreichen. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. die während sechs Jahren in 86 Ländern ausgestrahlt wurde und mehrere Emmy-Awards bekam. noch bevor ihre ehemaligen Kollegen ihren Abschluss machen. der unter dem Ehrgeiz seiner Mutter gelitten hat.und dann wieder unterschätzen. 1984 begann der Ideengeber und Produzent des Films. einige jedoch beeindruckten: etwa die der Carmen (Andrea Sanchez del Solar). dass nicht alle Stimmen überzeugten.A. De Silva war überzeugt davon. überbordende Begeisterung über die Annahme an der Schule. Sie rutscht in die Drogenszene ab und stirbt. Christian Menzi und Charlotte Irene Thompson lassen es für Tom Schimon und Jeannine Michele Wacker schneien. denn die akademische Ausbildung. er Streetdancer. das wollen die jungen Protagonisten des legendären Musicals unbedingt. ehrgeizige. der in Basel unter anderem «Im Himmel vorusse». aus dem nicht nur die Bühnenversion entstand. Serena (Jeannine Michele Wacker) sowie die der beiden Lehrerinnen Miss Sherman (Rahel Fischer) und Miss Bell (Jennifer-Julia Caron). folgt sodann auch bald Ernüchterung: Denn man ist eben noch kein Star.und der Tanzlehrerin. Endlich gesehen. Letzteres kostet ihn den Abschluss. «My fair Lady» und «Hair» inszeniert hat.A. das Literaturstudium. David de Silva. in welcher der drei Sparten auch immer – Tanz. die sich im einen Moment über. endlich wahrgenommen werden. Jetzt will er ein seriöser Künstler werden und kennt die wichtigsten Theatertheorien schon vor dem ersten Semester.. die Jack seines Talents wegen durchboxen möchte. die Welt habe nur auf sie gewartet und dann wieder den Absturz vorprogrammiert sehen. Besonders die akrobatisch-tänzerischen Darbietungen. Am Freitag feierte «Fame» am Theater Basel Premiere und schlug – da kann man wohl für alle Besucher sprechen – sofort ein: Szenenapplaus gab es durchwegs und auch der Schlussapplaus sprach für sich. Musical basiert auf einem Film Die Geschichte dieses Musicals ist eine des Erfolgs. die auf das Publikum übergeht. Sie bricht die Ausbildung ab. die mal glauben. Hans Jörg Michel Mikrokosmos Schule fasziniert Dabei ist die Handlung eher platt: So erzählt die Geschichte von einer Handvoll angehender Schauspieler. beeindruckende Dynamik und Energie zu erzeugen. von wo aus sich die Welle der Begeisterung ausbreitete und bald auch auf Europa überging. sondern aus dem zudem eine überaus erfolgreiche Fernsehserie hervor ging. Dem international besetzten Ensemble junger Darsteller ist es gelungen. Doch es kommt anders. Hier landen junge Menschen voller Sehnsucht.Allschwilerstrasse Gym Oberwil . Auf die anfängliche. Der Mikrokosmos Schule offenbart dann aber doch ganz unterschiedlich differenzierte Charaktere. weil ihr ein Agent schnellen Erfolg in L. Stimmung steckt das Publikum an In den Tanzpartnern Iris und Jack prallen zwei Gegensätze aufeinander: Sie eine Ballerina vom Typ «höhere Tochter». 25.25.© Basellandschaftliche Zeitung / MLZ. Sie geht zurück auf den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1980 (Regie Alan Parker).11. die von der Regie pointiert herausgearbeitet werden: Da gibt es zum Beispiel die .2013 Seite 23 Autor: Annina Fischer Region Rasantes Hitmusical ist zeitlos gut «Fame» Tom Ryser bringt das Musical auf die Bühne des Theaters Basel «Fame». Nick ist ein ehemaliger Kinderstar. Autodidakt und Analphabet.11. dass man auch gerne darüber hinweg hörte. Das Musical wurde zum ersten Mal im Coconut Grove Playhouse in Miami aufgeführt. viel Training («Hard Work»).13 4 . Schauspiel oder Musik – erfordert nicht nur ein gewisses Talent. endlich berühmt sein. ist es dem international besetzten Ensemble vorwiegend junger Darsteller gelungen. Ruhm und Ehre. Künstler zu werden. aber auch die eingängige Musik (Leitung David Cowan) waren teils so stark. aber ungeduldige Carmen.

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful