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Polizeiliche Kriminalstatistik 1995

Bundesrepublik Deutschland

Polizeiliche

Kriminalstatistik

1995

BKA

BKA - Statistik

herausgegeben vom Bundeskriminalamt Kriminalistisch-kriminologische Forschungsgruppe Kl 12 65173 Wiesbaden

Bundeskriminalamt (Hg.)

PolizeilicheKriminalstatistik Bundesrepublik Deutschland

Berichtsjahr 1995

Bundeskriminalamt Wiesbaden 1996

ISSN 0943-4674

Nachdruck und sonstige Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Quellenangabe und mit Genehmigung des Bundeskriminalamtes Druck: Pfälzische Verlagsanstalt GmbH, lndustriestraße 15, 76829 Landau

PKS Berichtsjahr 1995

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis (Table of contents)

Seite (page)

Vorbemerkungen (Preface)

A: Bedeutung (Significance) 7 B: Inhalt <Contents) 8

C: Definitionen (Definition of Gertain terms) 10

D: Regeln der Fallerfassung (Counting-rules)

E: Änderungen <alteration) 17

15

1.Gesamtüberblick (General synopsis)

1.1 Bekanntgewordene

Fälle (cases which have come to the attention of the police)

18

1.1.1 Kriminalität insgesamt (Crime volume) 18

1.1.2 Fallentwicklung 1995/1 994 der Strattaten(gruppen)

(Development of crime 1995/1 994) 23

1.1.3 Räumliche Verteilung der Kriminalität <Regional distribution of orime)

1.1.4 Schußwaffenverwendung (Use offire-arms) 58

1.1.5 Opfer (Victims) 61

35

1.1.6 Schaden (Damage) 68

1.2 Aufklärung <Clearance of crime)

69

1.2.1 Aufklärungsquoten einzelner Straftaten<gruppen) (Clearance rates) 69

1.2.2 Aufklärung inden Ländern und den größten Städten (Clearance inthe ‹Laender') 70

1.2.3 Täterkriterien beim aufgeklärten Fall (Further details) 73

1.3 Tatverdächtige <Suspects)

1.3.1 Geschlechts- und Altersstruktur der Tatverdächtigen insgesamt einschl, ausgewählter Staatsangehörigkeiten (Sex and age structures of suspects)

1.3.2 Nichtdeutsche Tatverdächtige (Non-Germans)

76

76

113

1.3.3 Wohnsitzverteilung der Tatverdächtigen <Residences of suspects)

1.3.4 Weitere Angaben zum Tatverdächtigen (Further details)

130

131

2.Einzeldarstellungen (Individual representations)

2.1 Mord und Totschlag <Murder and manslaughter) 135

2.2 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (Offences against sexual self-determination) 139

2.3 Raub, räub. Erpressung und räub. Angriff auf Kraftfahrer <Robbery) 145

2.4 Körperverletzung <Bodily injury) 159

2.5 Straftaten gegen die persönliche Freiheit (Offences against the personal liberty) 168

2.6 Diebstahl ohne erschwerende Umstände (Theft without aggravating circumstances) 171

2.7 Diebstahl unter erschwerenden Umständen <Thett under aggravating circumstances) 178

2.8 Diebstahl insgesamt <Theft intotal) 187

Inhaltsverzeichnis

PKS Berichtsjahr 1995

Seite <page)

210

2.10 Betrugsverwandte

2.11 Fälschungsdelikte <Forgery offences) 214

2.12 Begünstigung, Straivereitelung und Hehlerei (Aiding and abetting, receiving stolen goods> 218

2.13 Brandstittung(Arson) 220

2.14 Amts- und Korruptionsdelikte <0fficial crime and corruption) 224

2.15 Sachbeschädigung <Damage to property) 226

2.16 Umweltkriminalität <Environmental offences) 230

2.17 Rauschgiftdelikte <Dmg offences) 234

2.18 Gewaltkriminalität <Violent crime) 243

2.19 Wirtschaftskriminalität <Economic orime) 247

2.20 Straftaten gegen die Bestimmungen zum Schutze der Jugend

<Qffences against regulations for the protection of juveniles) 249

2.21 Gomputerkriminalität <Computer crime)

2.22 Straßenkriminalität <Street crime) 252

2.23 Staatsschutzdelikte <0ffences against the state> 255

Delikte <Fraud related offences)

250

Summary

259

Tabellenanhang (Annexed tables)

261

Tabelle 01

Grundtabelle

Tabelle 07

<Known offences and attempts, subdivision of the venues by size of communities, use of firearms, clearance and total synopsis) Aufgliederung der Straftaten nach Schadenshöhe

Tabelle 20

<Damage by amount) Aufgliederung der Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht

Tabelle 61

<Suspects by age and Sex) Nichtdeutsche Tatverdächtige nach dem Grund des Aufenthaltes <Non-German suspects by nature of and reason for their stay in the Federal Republic of Germany)

Tabelle

91

Auf gliederung der Opfer nach Alter und Geschlecht

Tabelle 92

(Victims by age and sex) Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung <Connections between victims and suspects)

PKS Berichtsjahr 1995

Vorbemerkungen

7

Vorbemerkungen

A: Bedeutung

be-

der

begangenen Straftaten nicht bekannt wird. Der Umfang die- ses Dunkelfeldes hängt von der Art des Deliktes ab und kann

Nach den seit 1.1.1971 gehenden und zuletzt zum 1.1.1994 sich unter dem Einfluß variabler Faktoren (z.B. Anzeigebe-

geänderten bundeseinheitlichen Richtlinien ist die Polizei- liche Kriminalstatistik (PKS>

Intensität der Verbrechenskon-

Die Aussagekraft der

sonders

dadurch

Polizeilichen

Kriminalstatistik

Polizei

wird

ein Teil

eingeschränkt,

daß der

reitschaft der Bevölkerung,

trolle) auch im Zeitablauf ändern. Es kann daher nicht von ei-

begangenen und stati- werden.

schränkung auf ihre erfaßbaren wesentlichen Inhalte.

Sie soll damit imInteresse einer wirksamen Krimi- wicklung der Zahlen in der Polizeilichen Kriminalstatistik aus- nalitätsbekämpfung zu einem überschaubaren und wirken:

möglichst verzerrungsfreien Bild der angezeigten Kriminalität führen".

Folgende mögliche Einflußfaktoren können sich auf die Ent-

‹eine Zusammenstellung aller der Polizei bekanntge-

ner feststehenden Relation zwischen

stisch erfaßten Straftaten ausgegangen

-

wordenen

strafrechtlichen Sachverhalte unter Be-

- Anzeigeverhalten (z.B. Versicherungsaspekt) - Polizeiliche Kontrolle

- Statistische Erfassung

- Änderung des Strafrechts

Insoweit dient sie der

- ‹Beobachtung der Kriminalität und einzelner Delikts- arten, des Umfangs und der Zusammensetzung des Tatverdächtigenkreises sowie der Veränderung von Kriminalitätsquotienten

-

Erlangung von Erkenntnissen für vorbeugende und

organisatori-

- Echte Kriminalitätsänderung Die Polizeiliche Kriminalstatistik bietet also kein getreues

nach

an die Rea- und Wissen-

verfolgende Verbrechensbekämpfung,

sche Planungen und Entscheidungen sowie krimino- der erfaßten Fälle sowie über Formen und Entwicklungsten-

logisch-soziologische Forschungen und kriminalpoli- tische Maßnahmen."

Erkenntnisse über die Häufigkeit

Spiegelbild der Kriminalitätswirklichkeit, sondern eine je

Deliktsart mehr oder weniger starke Annäherung

lität. Gleichwohl ist sie für Legislative, Exekutive

schaft ein Hilfsmittel, um

denzen der Kriminalität für die oben beschriebenen Zielset-

zungen zu gewinnen.

hbll~.t Dunkel- und HelIfeld

absolutes Dunkelteld = weder durch die PKS, noch durch Dunkelfeldforschung aufzuhellen (außerhalb der Kreise, oberhalb der Linie)

Kriminalität" (Verstöße ge- gen StGB und strafrechtliche Nebengesetze)

oberhalb

der Linie

£j~

aufgehelltes)

dere

(z.B. durch

Dunis~Jf~1~

crime

surveys

= insbeson-

eher

Massenkriminalität

von

angezeigte

und

in crime

 

surveys

geringer Schwere mit in der Regel

berichtete

Privatpersonen als Opfer

Straftaten

(offizielles Hellfeldl angezeigte und regi-

strierte,

crime surveys

te

nicht

in

erfaß-

(z.B.

Strafta-

Kriminalität

opferlose"

ten,

gen

Straftaten

z.B.

ge-

Reisende,

oder

Rand-

Kinder

gruppen, vollendete Tötungsdelikte)

unterhalb derLinie

Ereignisse, die nicht als ‹Kriminalität" (Ver stöße gegen StGB und strafrechtliche Nebenge setze) zu bewerten sind

Vorbemerkungen

8

PKS Berichtsjahr 1995

B: Inhalt

Scbaublld± Tatvordächtlge 1VerurteIlte

Inder Polizeilichen Kriminalstatistik werden die von der Po- lizei bearbeiteten rechtswidrigen (Straf-)Taten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche registriert. Einbezogen sind auch die vom Zoll bearbeiteten Rauschgiftdelikte.

Nicht enthalten sind Ordnungswidrigkeiten, Staatsschutz-

und Verkehrsdelikte (wohl aber die §§

315, 315b StGB und

§ 22a StVG, die nicht als Verkehrsdelikte im Sinne der Richtlinien gelten)i>. Indiesem Jahrbuch werden jedoch er- gänzend zur Polizeilichen Kriminalstatistik die Ergebnisse u.a. Verkehrsdelikte eines selbständigen kriminalpolizeilichen Meldedienstes

Tatverdächtige

über Staatsschutzdelikte abgedruckt (s.Abschnitt 2.22). UinwQit Verkehrsdelikte werden inder PKS nicht erfaßt

Ferner werden Taten, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland begangen wurden, und auch Verstöße gegen strafrechtliche Landesgesetze der einzelnen Länder, Daten-

schutzgesetze der Länder ausgenommen, nicht berück- Wegen erheblicher Anlaufschwierigkeiten waren die PKS-

Daten für die neuen Länder für die Berichtsjahre 1991 und

Um ein möglichst vollständiges Bild der erfaßbaren Sicher- 1992 viel zu niedrig ausgefallen, so daß sie noch keine heitslage zu erhalten, werden in die Erfassung zur PKS brauchbare Basis für zeitliche Vergleiche bildeten. Ab Be-

aber auch von strafunmündigen Kindern oder von schuldun-

zeitliche Verschiebung der Erfassung

sichtigt.

richtsjahr 1993 hat sich die Erfassung in den neuen Ländern

fähigen psychisch Kranken

begangene Taten einbezogen,

Über die Schuldfrage hat die Justiz und nicht die Polizei zu

befinden. Zudem sind bei unaufgeklärten Fällen Alter und

Schuldfähigkeit der Täter in der Regel ohnehin nicht be- berlin enthalten.

kannt.

weitgehend normalisiert, so daß Vergleiche mit den Folge-

jahren wieder möglich sind. In den Zahlen für die alten Län-

der mit Berlin sind seit 1991 untrennbar die Daten von Ost-

Teil 1 und 2 der vorliegenden Polizeilichen Kriminalstatistik

Der Erfassung liegt ein unter teils strafrechtlichen, teils kri-

minologischen Aspekten aufgebauter Straftatenkatalog zu- gedruckten Tabellen

enthalten erläuterte Auszüge aus den imTabellenanhang ab-

sowie aus weiterem, hier nicht abge-

grunde. Bundeseinheitlich wird seit dem 01.01.1971 eine druckten Datenmaterial.

‹Ausgangsstatistik" geführt, d.h. die bekanntgewordenen - Straftaten werden erst nach Abschluß der polizeilichen Er- mittlungen vor Aktenabgabe an Staatsanwaltschaft oder Gericht erfaßt. Das Zahlenmaterial wird von den Landeskri- minalämtern intabellarischer und damit bereits festgelegter Form dem Bundeskriminalamt übermittelt und hier zur Poli- zeilichen Kriminalstatistik für die Bundesrepublik Deutsch- land zusammengefaßt.

-

Toll 1 (Gesamtüberblick) ist nach den

Erfassungskrlterien

gegliedert. Grundeinteilungsgesichtspunkte sind:

bekanntgewordene

aufgeklärte

Fälle

Fälle

Tat v e rd ä c ht ig e Teil 2 (Einzeldarstellungen)

sichten

enthält tabellarische Über-

und Erläuterungen zu ausgewählten Deliktsgrup-

Begehungsformen weiter unter-

statistik der Justiz (Verurteiltenstatistik) nicht vergleichbar, gliedert sind. Die Deliktsgruppen und Begehungsformen

da sich der Erfassungszeitraum verschiebt, die Ertassungs- sind zudem nach bestimmten Kriterien (z.B. Altersetruktur

grundsätze sich unterscheiden und der einzelne Fall imJu- stizbereich eine andere strafrechtliche Beurteilung erfahren kann (siehe auch Stichwort ‹tatverdächtig"). Falls die imBe- richtsjahr in der PKS registrierten Tatverdächtigen rechts- kräftig verurteilt werden, gelangen sie wegen der unter- schiedlichen Verfahrensdauer teils imBerichtsjahr, teils im Folgejahr oder auch erst noch später in die Strafverfol- gungsstatistik (SVS).

Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist mit der Strafverfolgungs- pen, die nach einzelnen

der Tatverdächtigen, Schadenshöhe etc.) aufgeschlüsselt.

1) vgl.Seite 10 und11

PKS Berichtsjahr 1995

Vorbemerkungen

9

Tabellenanhang

Tabelle 21: Tatort-Wohnsitz-Beziehung nach

ImAnhang (gelbes Papier) sind einige der folgenden bun- Die Tabelle

deseinheitlichen Tabellen der Polizeilichen Kriminalstatistik abgedruckt:

zum Tatort.

21

Tatverdächtigen

räumliche Bezie-

Tatzeit) des Tatverdächtigen

Die echte Tatverdächtigenzählung ist für jeden

enthält

Angaben

(zur

(nicht abgedruckt)

über

die

hung des Wohnsitzes

betroffenen Einzelbereich gesondert durchzuführen:

Tabelle 01: Grundtabelle

Wohnsitz inder Tatortgemeinde im Landkreis der Tatortgemeinde imgleichen Bundesland (wie die Tatortgemeinde) im übrigen Bundesgebiet

Diese Tabelle gibt

Berichtsjahres in der Bundesrepublik Deutschland erfaßten

rechtswidrigen (Straf-)Taten und die darin enthaltenen Ver- -

suchshandlungen,

eine Übersicht über die innerhalb eines

die Aufgliederung der Tatorte nach der

-

-

-

außerhalb des Bundesgebietes ohne festen Wohnsitz Die Summe der Zeilenprozentangaben wird daher imallge- meinen höher als 100 sein.

-

-

Einwohnerzahl,

die Verwendung von Schußwaffen, die Auf-

klärungsquoten und die ermittelten Tatverdächtigen.

Tabelle 02:

Grundtabelle ‹Wirtschaftskriminalität"

(nicht abgedruckt)

Die Tabelle 02 entspricht für die Teilmenge der

kriminalität in Aufbau und

Wirtschafts-

Zählweise der Tabelle 01.

Tabelle 07: Aufgliederung der Straftaten nach der

Schadenshöhe

In Tabelle 07 wird die Zahl der Fälle für bestimmte Strafta-

ten nach Schadensgruppen aufgegliedert. die Schadenssumme in DM ausgewiesen.

In Spalte

15

ist

Tabelle 08:

In der Tabelle 08 wird die

ne Anzahl von Straftaten

Tatzeltstatistik (nicht abgedruckt)

innerhalb eines Jahres begange-

nach dem Tatmonat dargestellt.

Diese Tabelle ist in den Ländern im Mai des Folgejahres mit

Stand vom 30.04. zu erstellen.

Tabelle 09:

Aufgliederung der ‹Wirtschaftskriminalität" nach der Schade nshöhe (nicht abgedruckt)

Die Tabelle 09 entspricht für die Teilmenge der Wirtschafts-

kriminalität inAufbau und Zählweise der Tabelle 07.

Tabelle 12:

Angaben zum aufgeklärten Fall

(nicht abgedruckt)

Diese Tabelle gibt Auskunft über die Zahl der aufgeklärten Fälle, für die als Tatverdächtige ermittelt wurden:

- alleinhandelnde Tatverdächtige

- als Tatverdächtige bereits inErscheinung getretene Personen

- Konsumenten harter

Drogen

- Tatverdächtige unter Alkoholeinfluß

- Schußwaffe mitgeführt

Tabelle 20:

Aufgliederung der Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht

Die Tabelle 20

gibt eine Übersicht über Altersstruktur und

Geschlecht der ermittelten Tatverdächtigen. Errechnet wird

das Alter zur Tatzeit (zur Zählregel siehe Stichwort ‹tatver-

dächtig").

Tabelle 22:

Sonstige Angaben zum Tatverdächtigen

(nicht abgedruckt)

Die Tabelle 22 enthält die gleichen Merkmale wie Tabelle 12, jedoch Tatverdächtigen und nicht Fällen zugeordnet.

Tabelle 28:

Tatort-Wohnsitz-Beziehung nach

deutschen Tatverdächtigen (nicht abgedruckt) Die Tabelle 28 entspricht für die Teilmenge der deutschen Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tabelle 21.

-Tabelle liegt nicht von allen Ländern vor-

Tabelle 29:

Tatort-Wohnsitz-Beziehung nach nichtdeutschen Tatverdächtigen

(nicht abgedruckt>

Die Tabelle 29 entspricht

für die Teilmenge der

nicht-

und Zählweise der

deutschen Tatverdächtigen in Aufbau

Tabelle 21.

-Tabelle liegt nicht von allen Ländem vor-

Tabelle 40:

Aufgliederung der deutschen Tatverdächtigen

nach Alter und

Geschlecht (nicht abgedruckt)

Die Tabelle 40 entspricht für die Teilmenge der deutschen

Tatverdächtigen

inAufbau und Zählweise der Tabelle 20.

Tabelle 50:

Aufgliederung der nichtdeutschen Tatver-

dächtigen nach Alter und Geschlecht

(nicht abgedruckt)

Die Tabelle 50 entspricht für die Teilmenge der nicht-

in Aufbau und Zählweise der

deutschen Tatverdächtigen Tabelle 20.

Tabelle 51:

Aufgliederung der türkischen Tatverdächtigen

nach entspricht Alter und

Geschlecht

für die

(nicht abgedruckt)

der türkischen

Die Tabelle 51

Teilmenge

Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tabelle 20.

Die nicht abgedruckten Tabellen können bei Bedarf beim Bundeskriminalamt angefordert werden.

Vorbemerkungen

10

PKS Berichtsjahr 1995

Tabelle 53: Aufgljederung der italienischen Tatver- dächtigen nach Alter und Geschlecht (nicht abgedruckt) Die Tabelle 53 entspricht für die Teilmenge der italienischen Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tabelle 20.

Tabelle 91: Aufgljederung der Opfer nach Alter und Geschlecht

In der Tabelle 91 werden Angaben

schlecht der Opfer bei bestimmten Straftaten<gruppen)

vollendete Taten, für versuchte Taten und insgesamt aus-

gedruckt.

Ge-

für

über

Alter und

Tabelle 54:

Aufgliederung der polnischen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht <nicht abgedruckt> Tabelle 92:

92

Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung

gliedert

Opfer

bei bestimmten Strafta-

Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tabelle 20. ten(gruppen) für vollendete Taten, für versuchte Taten und

Die Tabelle 54 entspricht für die Teilmenge der polnischen

Tabelle

die

Tabelle 55:

dächtigen nach Alter und Geschlecht (nicht abgedruckt) Die Tabelle 55 entspricht für die Teilmenge der rumäni- schen Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tabel- le 20.

Aufgliederung der rumänischen Tatver-

insgesamt

<vom

nach ihrer Beziehung zu den Tatverdächtigen

gesehen).

Unterschieden wird

nach:

(Angehörige

nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 StGB)

Opfer aus

Verwandtschaft Bekanntschaft

-

-

-

-

Landsmann (nur bei

flüchtiger Vorbeziehung

Ausländem derselben Nationalität)

ungeklärt keiner Vorbeziehung Vorrang hat stets die engste Beziehung.

-

-

Tabelle 59: Aufgliederung der nichtdeutschen Tatver- dächtigen nach Alter und Geschlecht - ohne Illegale, Stationierungsstreitkräfte und Touristen/Durchreisende (nicht abgedruckt)

Die Tabelle 59 entspricht für die Teilmenge schen Tatverdächtigen ohne sich illegal in

blik Deutschland

rungsstreitkräfte und Angehörige sowie ohne Touristen! B e k an nt

Durchreisende inAufbau und Zählweise der Tabelle 20. ist

der nichtdeut-

der Bundesrepu-

ohne

Stationie-

C: Definitionen

jede

aufhaltende

Personen,

g e wo rd e ne r

im Straftatenkatalog

einschließlich

der

Fa II

rechtswidrige

(Straf-)Tat

suche, der eine polizeilich bearbeitete Anzeige zugrunde

liegt. Die Insgesamt-Zahl

Ver-

aufgeführte

mit

Strafe

bedrohten

Tabelle 61: Nichtdeutsche Tatverdächtige nach dem Grund des Aufenthaltes In dieser Tabelle wird unterschieden nach nichtdeutschen Tatverdächtigen, die sich illegal oder legal in der Bundesre-

publik

galen Aufenthalts:

der bekanntgewordenen

Fälle er-

gibt sich aus der Addition der Straftatengruppen.

Aufgeklärter

ist

lichen Ermittlungsergebnis

kannter oder auf

festgestellt worden ist.

Fall

rechtswidrige (Straf-)Taten,

Deutschland aufhalten, und nach dem Anlaß des le-

die rechtswidrige (Straf-)Tat, für die nach dem polizei-

ein mindestens namentlich be-

frischer Tat ergriffener Tatverdächtiger

- Stationierungsstreitkräfte und Angehörige

- Tourist/Durchreisender

- Student/Schüler

- Arbeitnehmer

- Gewerbetreibender

- Asylbewerber

- Sonstige

Tabelle 62: Straftat und Staatsangehörigkeit nicht- deutscher Tatverdächtiger (nicht abgedruckt) In der Tabelle 62 werden die nichtdeutschen Tatverdächti- gen nach den Schlüsselzahlen der einzelnen Deliktsarten (Kopfzeile) und nach den Staatsangehörigkeiten <Vertikale) aufgegliedert. -Tabelle liegt nicht von allen Ländern vor-

Staatssch utzd eI ikte 1>

die sich gegen den Be-

Ordnung des Staates

richten, sowie diejenigen, die ein politisches Element in be-

stand oder die verfassungsmäßige

sind

zug auf die Bundesrepublik Deutschland als Ganzes oder

eines ihrer Teile enthalten. Delikte der

allgemeinen

Krimina-

lität, sofern sie im Einzelfall als Staatsschutzdelikte

gelten,

werden jedoch auch in der allgemeinen Polizeilichen Krimi-

nalstatistik erfaßt.

Die nicht abgedruckten Tabellen können bei Bedarf beim Bundeskriminalamt angefordert werden.

PKS Berichtsjahr 1995

Vorbemerkungen

11

Verkehrsdelikte 1 ~ sind:

- alle Verstöße gegen die Bestimmungen, die zur Auf- rechterhaltung der Verkehrssicherheit im Straßen-,

gezählt. Analog wird

beim Aufenthaltsstatus nichtdeutscher Tatverdächtiger ver- fahren. Nichtdeutsche Tatverdächtige, die aus dem Ausland heraus Straftaten mit Erfolg inder Bundesrepublik Deutsch-

so wird er zu dem aktuellsten Merkmal

Schiffs- und Luftverkehr erlassen worden sind, land begangen haben, werden unter ‹legal/Sonstige" erfaßt.

- alle durch Verkehrsunfälle bedingten Fahrlässigkeitsdelikte,

- die Verkehrsunfallflucht,

- alle

gegen

und Kfz-Steuergesetz.

Verstöße

das Pflichtversicherungsgesetz

Alle Nichtdeutschen, die eine Schule, Fachhochschule oder Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland besuchen,

werden unter ‹Student/Schüler" Tatort 2)

erfaßt.

Nicht zu den Verkehrsdelikten zählen (und daher in der PKS zu erfassen sind):

Eingriff in den Bahn-, Luft-, und Schiffs-

- der gefährliche

-

-

verkehr gemäß §315

der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr gemäß

§315b StGB,

das mißbräuchliche Herstellen, Vertreiben oder Ausge-

ben von Kennzeichen gemäß §22a StVG.

StGB,

Tatverdächtig

ist jeder, der nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis

ver-

dächtig ist, eine rechtswidrige (Straf-)Tat begangen zu ha-

aufgrund

zureichender

tatsächlicher

Anhaltspunkte

ist die politische Gemeinde in der Bundesrepublik Deutsch- land, in der sich die rechtswidrige (Straf-)tat ereignet hat

(Ort der Handlung). Straftaten, die sich auf deutschen Schif-

fen

außerhalb der Bundesrepublik

sind für das Bundesland des Hei-

oder

Luftfahrzeugen

mit

Deutschland ereignen,

Tatort ‹unbekannt" zu erfassen. Bei

Straftaten, die sich auf ausländischen Handelsschiffen oder

mat(flug)hafens

nichtmilitärischen Luftfahrzeugen im Gebiet der Bundesre-

publik ereignen,

flughafen als Tatort.

Tat z e

gilt der deutsche Anlegehafen bzw. Lande-

ben. Dazu zählen auch Mittäter, Anstifter und Gehilfen.

selben

Bundesland

nur einmal

gezählt. Vor

ist der Zeitpunkt, zu dem die Straftat begangen wurde. Bei Straftaten, die sich über Zeiträume erstrecken oder inner- halb von Zeiträumen begangen wurden, gilt das Ende des Zeitraums als Tatzeit. Wenn nicht mindestens der Monat

Ein Tatverdächtiger, für den im Berichtszeitraum mehrere Fälle der gleichen Straftat festgestellt wurden, wird in dem-

1983 waren

Personen, gegen die im Berichtsjahr mehrfach ermittelt bestimmbar ist, gilt die Tatzeit als unbekannt.

wurde, immer wieder erneut registriert worden. Wegen Ab- lösung dieser Mehrfachzählung, die zu stark überhöhten

führte,

ab

O~ f e sind natürliche Personen, gegen die sich die mit Strafe be- drohte Handlung unmittelbar richtete. Bei der Opfer-Tatver- dächtigen-Beziehung (vom Opfer aus gesehen) hat stets die engste Beziehung Vorrang: Verwandtschaft vor Be- kanntschaft vor Landsmann vor flüchtige Vorbeziehung. Dies gilt auch dann, wenn bei einer Mehrzahl von Tatver-

gen gemäß § 11 Abs. 1 StGB. Das Merkmal Landsmann ist nur bei Nichtdeutschen und nur dann zu berücksichtigen, wenn Opfer und Tatverdächtiger dieselbe Staatsangehörig- keit besitzen, jedoch weder miteinander verwandt noch be-

5 c h a d e n 2)

ist grundsätzlich

der Geldwert (Verkehrswert)

des rechts-

widrig

erlangten Gutes.

Bei

Vermögensdelikten

ist

unter

Schaden die Wertminderung des

Vermögens zu verstehen.

Der Schaden ist bei allen im Straftatenkatalog mit ŠS ge-

bzw. -gruppen zu

erfassen (Angabe in Deutsche Mark, aufgerundet auf volle DM). Falls kein Schaden bestimmbar ist, gilt ein symboli-

vollendeten Vermögensdelikt

nur eine Vermögensgefähr-

und

strukturell

verzerrten

Tatverdächtigenzahlen

Tatverdächtigenzählung,

durch

1984 ein Vergleich zu früheren Jahren beeinträchtigt.

Werden

re Fälle verschiedener Straftatenschlüssel zugeordnet, wird er für jede Gruppe gesondert, für die entsprechenden über-

geordneten Straftatengruppen bzw. für die Gesamtzahl der dächtigen unterschiedliche Beziehungsgrade zum Opfer be-

Die Tat- stehen. Das Merkmal Verwandtschaft umfaßt alle Angehöri-

Straftaten hingegen jeweils

die jetzige echte"

ist

einem Tatverdächtigen im Berichtszeitraum mehre-

nur einmal registriert.

einzelnen Straftaten(gruppen)

lassen

verdächtigen bei den

sich daher nicht zur Gesamtzahl der Tatverdächtigen ad- dieren. Zu beachten ist ferner, daß Schuldausschließungsgründe

oder mangelnde Deliktsfähigkelt bei der Tatverdächtigen- kannt sind.

zählung für die Polizeiliche Kriminalstatistik nicht berück- sichtigt werden. So sind in der Gesamtzahl z.B. auch die strafunmündigen Kinder unter 14 Jahren enthalten. Als tat- verdächtig wird auch erfaßt, wer wegen Tod, Krankheit oder werden kann.

Flucht nicht verurteilt

Nichtdeutsche Tatverdächtige kennzeichneten -vollendeten- Straftaten

sind Personen ausländischer Staatsangehörigkeit, Staaten- lose und Personen, bei denen die Staatsangehörigkeit un-

geklärt ist. Personen, die sowohl die deutsche als auch eine scher Schaden von DM 1,--; dies gilt auch, wenn bei einem

andere

dung eingetreten ist. Wenn ein Betrugsschaden gleichzeitig

Konkursschaden ist, ist der volle Schaden (ab 1.1.94) bei

Wird derselbe Tatverdächtige innerhalb eines Berichtszeit- raumes mit unterschiedlicher Staatsangehörigkeit ermittelt,

Staatsangehörigkeit besitzen, zählen als Deutsche.

1) Definitionsändeiung ab 1.1.95 (nurredaktionell) 2) D@nitionsändening ab 1.1.94

Vorbemerkungen

12

den Konkursstraftaten zu erfassen. Beim zugehörigen Be-

Bei

trugsdelikt ist ein Schaden von DM 1,-- zu erfassen. versuchtem Raubmord erfolgt keine Schadenserfassung.

Rauschgiftkriminalität

Der Summenschlüssel

‹8910 Rauschgiftkriminalität"

von Btm

die folgenden Straftaten:

7300 Rauschgiftdelikte

2180

Diebstahl

Diebstahl

*720

*710

Raub zur Erlangung

Btm

von

aus Apotheken

von Btm aus Arztpraxen

umfaßt

*

730

Diebstahl von Btm aus Krankenhausern

Diebstahl von Btm bei Herstellern u.Großhändlern

Diebstahl von Rezeptformularen

*740

*75Q

5420 Fälschung zur Erlangung von Btm

Der Summenschlüssel ‹8911 direkte Beschaffungskriminali- tät" umfaßt die o.a. Schlüssel 2180, *710, *720, *730 *74Q *75Q und 5420.

Gewaltkri mmal ität

Der Summenschlüssel ‹8920 Gewaltkriminalität" umfaßt die folgenden Straftaten:

0100

0210

0220

1110

2100

2210

2220

2330

2340

2350

Mord(§211 StGB)

Totschlag und

(§§ 212, 213, 216 StGB)

Kindestötung (§217 StGB)

Vergewaltigung (§177 StGB)

Raub, räuberische Erpressung und räuberischer

Tötung auf Verlangen

Angriff auf Kraftfahrer 31 6a StGB)

(§§ 249-252, 255,

Körperverletzung mit Todesfolge

(§§ 226, 227, 229(2) StGB)

Gefährliche und schwere Körperverletzung sowie

Vergiftung (§§ 223a, 224, 225, 227, 229 StGB)

Erpresserischer

Menschenraub 239a StGB)

Geiselnahme (§239b StGB)

Angriff auf den Luftverkehr (§31 6c StGB)

Wirtschaftskriminalität

Als Summenschlüssel ‹8930 - Wirtschaftskriminalität" sind anzusehen:

1.Die Gesamtheit (Ausnahme: Computerbetrug 1~ ) der in §74cAbs. 1Nr. 1-6GVG aufgeführten Straftaten:

a) Nach dem Patentgesetz, dem Gebrauchsmusterge- setz, dem Halbleiterschutzgesetz, dem Sortenschutz- gesetz, dem Markengesetz, dem Geschmacksmuster- gesetz, dem Urheberrechtsgesetz, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, dem Aktiengesetz, dem Gesetz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen, dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, dem Handelsgesetzbuch, dem Gesetz zur Ausführung der EWG-Verordnung über die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung, dem Genossenschaftsgesetz und dem Umwandlungsgesetz,

1) corr)uterbetrug ist zwar in der Aufzählung des GVG enthalten. ~t aber oftkeine wirtschsftskablinslftät.

PKS Berichtsjahr 1995

b) nach den Gesetzen

über das Bank-, Depot-, Börsen-

und Kreditwesen, dem

sowie nach dem Wertpapierhandelsgesetz,,

Versicherungsaufsichtsgesetz

c) nach dem Wirtschaftsstrafgesetz 1954, dem Außen-

d)

e)

wirtschaftsgesetz, den Devisenbewirtschaftungsgeset-

zen sowie dem Finanzmonopol-,

und Zoll-

Strafvorschriften nach ande-

ren Gesetzen anwendbar sind; dies gilt nicht, wenn

recht, auch soweit deren

Steuer-

dieselbe

Handlung

eine

bungsmittelgesetz darstellt

Straftat

und

Betäu-

nicht für Steuerstrafta-

nach

dem

ten, welche die Kraftfahrzeugsteuer betreffen,

nach

des Subventionsbetruges,

des Bankrotts, der Gläubiger-

dem

Weingesetz

und

des dem

Kapitalanlagebetruges, Lebensmittelrecht,

und der Schuldnerbe-

f)

günstigung,

des

gewährung und der

lung

schaftslebens erforderlich sind.

Betruges, der Untreue, des Wuchers, der Vorteils-

soweit zur Beurtei- Kenntnisse des Wirt-

Bestechung,

besondere

des

Falles

2.Delikte, die

imRahmen tatsächlicher oder vorgetäuschter

wirtschaftlicher Betätigung begangen werden und über

eine Schädigung von Einzelnen

ben beeinträchtigen

können und/oder deren Aufklärung besondere kaufmän-

oder die Allgemeinheit schädigen

hinaus das Wirtschaftsle-

nische Kenntnisse erfordert.

Die Erfassung erfolgt über die Sonderkennung Wikri = ja".

Wirtschaftskriminalität Der Summenschlüssel ‹8931

Betrug" wird über eine

bindung mit Schlüssel 5100 des Straftatenkataloges erfaßt.

bei Betrug

- Wirtschaftskriminalität

bei

Sonderkennung (Wikri = ja) in Ver-

1nso lv enzstr af t at en Der Summenschlüssel ‹8932 - lnsolvenzstraftaten" umfaßt die folgenden Straftaten (nur für Fälle mit Sonderkennung

Wikri = ja):

5600 Konkursstraftaten nach StGB

7121

(mit allen Unterschlüsseln)

Konkursverschleppung nach GmbH-G

Konkursverschleppung nach HGB

7122

Wirtschaftskriminalität

im

Anlage-

und

Finanzierungsbereich

 

pp.

Der

Summenschlüssel

‹8933

-

Wirtschaftskriminalität

im

Anlage- und

den Straftaten (nur für Fälle

Finanzierungsbereich pp." umfaßt die folgen-

mit Sonderkennung Wikri = ja):

5130

Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrug

5141

(mit allen Unterschlüsseln) Kreditbetrug (265b StGB)

5143

Kreditbetrug

(263 StGB)

5144

Wechselbetrug

5145

Wertpapierbetrug

7140

Straftaten i.V.m.d. Bankgewerbe

PKS Berichtsjahr 1995

Wettbewerbsdelikte

Computerkrim in alität

Vorbemerkungen

13

Der Summenschlüssel 8934 - Wettbewerbsdelikte" umfaßt die folgenden Straftaten (nur für Fälle mit Sonderkennung

Der Summenschlüssel ‹8970 - Computerkriminalität" umfaßt die folgenden Straftaten:

Wikri = ja):

5163

Betrug mittels Karten für Geldausgabe- bzw.

7150

Straftaten gegen Urheberrechtsbestimmungen

Kassen-Automaten

(mit allen Unterschlüsseln)

5175

Computerbetrug

263a StGB)

7191

Bestechung

von Angestellten nach § 12 UWG

5430

Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung

7192

Straftaten

nach UWG ohne §§ 12 und 17

im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung

 

(§§ 269, 270 StGB)

Wirtschaftskriminalität

im

Zusammen-

hang

Der Summenschlüssel ‹8935 - Wirtschaftskriminalität imZu- sammenhang mit Arbeitsverhältnissen" umfaßt die folgen- den Straftaten (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja):

mit

Arbeitsverhältnissen

6742

6780

7151

7152

DatenveränderungComputersabotage

(§§303a,3O3bStGB)

Ausspähen

von Daten

(§202a StGB)

Softwarepiraterie

z.B. Computerspiele)

Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen

(private Anwendung,

5173

Arbeitsvermittlungsbetrug

5177

Betrug z.N.v. Sozialversicherungen und Sozialversicherungsträgern

Handelns

5220

Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt Str a Gen krim i na 1it at

 

(§266a StGB)

Der Summenschlüssel

‹8990

- Straßenkriminalität"

umfaßt

7130

Delikte i.V.m. illegaler Arbeitnehmerüberlassun

die folgenden Straftaten:

Betrug und Untreue im Zusammenhang mit Beteiligungen und Kapitalanlagen

Der Summenschlüssel ‹8936

- Betrug und Untreue imZu-

Kapitalanlagen" umfaßt

sammenhang mit Beteiligungen und

die folgenden Straftaten (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja):

5131 Prospektbetrug

5132 Anlagebetrug

5133 Betrug bei Börsenspekulationen

5134 Beteiligungsbetrug

5211 Untreue bei Kapitalgeschäften

(§264 StGB)

(§263 StGB)

Straftaten

z u m

Der Summenschlüssel ‹8960 - Straftaten gegen die Bestim- mungen zum Schutze der Jugend" umfaßt folgende Straf-

gegen

die

Bestimmungen

5 c h ut z e

d e r J ug e nd

taten: 1431

6261

Verbreitung pornographischer Schriften

(Erzeugnisse) an Personen unter 18 Jahren

184 Verbreiten Abs.

von 1Ziff. Schriften 1,2,5 StGB) zur Gewaltdarstellung

an Personen unter 18 Jahren (§ 131 Abs. 1 Ziff. 3 StGB)

7210 Straftaten gegen § 12 Abs.

Schutze der Jugend in der

Öffentlichkeit 4 des Gesetzes (JÖSchG) zum

7220 Straftaten gegen das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften

1111 Vergewaltigung überfallartig (Einzeltäter)

1112

1320

2130

Vergewaltigungüberfallartig(durchGruppen)

exhibitionistische

öffentlichen Ärgernisses (§§ 183, 183a StGB)

Handlungen und Erregung

Raububerfalle auf Geld- und Werttransporte

darunter: auf Geld- und Kassenboten

auf Spezialgeldtransportfahrzeuge

2131

2132

2140 räuberischer Angriff auf Kraftfahrer

31 6a StGB)

2141

2150

2160

2170

darunter:

Zechanschlußraub

Handtaschenraub

sonstige Raubüberfälle auf Straßen,

Wegen oder Plätzen

Beraubung von Taxifahrern

2221 gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, WegenoderPlätzen

2333

2343

erpresserischer Menschenraub i.V.m. Raubüberfall

auf Geld-

Geiselnahme

und Werttransporte

i.V.m.

Raububerfall auf Geld- und

Werttransporte

*30* *20*

*50*

*550*

*90*

Diebstahl insgesamt in/aus Kiosken

Diebstahl insgesamt

Schaukästen und Vitrinen

Diebstahl insgesamt in/aus Kraftfahrzeugen

inlaus Schaufenstern,

Diebstahl

insgesamt an Kraftfahrzeugen

Taschendiebstahl

*)

*001*) *002*) *003*)

*QQ7*)

6230

6741

6743

Diebstahl

Diebstahl insges.

Diebstahl

Diebstahl insgesamt von/aus Automaten

Landfriedensbruch

Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen

sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen

insgesamt von

von

Kraftwagen

und

Mopeds

Krafträdern

insgesamt von

Fahrrädern

(§§ 125, 125a StGB)

Diese Strattatenschlüssel

in den Bundestabellen nicht aesondert ausgewiesen

(Tatörtlichkeit Straße) werden

Vorbemerkungen

14

PKS Berichtsjahr 1995

Schu ßwaffe

Raub auf Geld- und Werttransporte

- Als Schußwaffe im Sinne von geschossen" und

Unter Schlüsselzahl 2130 sind auch diejenigen Raubüber-

führt" gelten nur Schußwaffen gemäß § 1 WaffG. Nicht fälle auf Geld- und Werttransporte einzubeziehen, die straf-

rechtlich als räuberischer Angriff auf Kraftfahrer zu bewer- ten sind.

übung ermächtigt sind und gegen die Anzeige als Folge derDienstausübungerstattetwurde. BtM-Ersatzmittel/Ausweichmittel

Der Begriff der Betäubungsmittel bei den Beschaffungsde-

wenn wenigstens ein Opfer sich subjektiv bedroht fühlt

‹mitge-

zu erfassen ist das ‹Mitführen" von Schußwaffen bei sol- chen Personen, die dazu bei rechtmäßiger Dienstaus-

ist dann zu erfassen,

- Mit einer Schußwaffe ‹gedroht"

likten <Raub, Diebstahl,

Urkundenfälschung) schließt die

ein.

(hier z.B. auch durch Spielzeugpistole). BtM-Ersatzmittel und BtM-Ausweichmittel

- Ein Mitführen von Schußwaffen ist dann zu registrieren, wenn der Tatverdächtige die Schußwaffe bei der Tat- ausführung bei sich hatte. Der Vorsatz, die Schußwaffe zu verwenden, ist nicht erforderlich.

Alkoholeinflu ß bei Tatausführung

Ein Alkoholeinfluß liegt vor, wenn dadurch die Urteilskraft des Tatverdächtigen während der Tatausführung beein- trächtigt war. Maßgeblich ist ein offensichtlicher oder nach den Ermittlungen wahrscheinlicher Alkoholeinfluß.

Rauschgiftdelikt

Sind bei einem Rauschgiftdelikt mehrere Drogenarten be-

troffen, so haben bei der statistischen Erfassung Heroin

Vorrang vor Kokain, Heroin bzw. Kokain vor Amphetamin,

LSD, vor Cannabis und Cannabis Vorrang vorden rest-

lichen Drogenarten. Wo h n rau m

1 Drogenart

vor

Wohnräume sind alle unbeweglichen Objekte, die für einen längeren Aufenthalt ausgestattet sind. Wohnsitz unbekannt

Konsumenten harter Drogen

Als Konsumenten harter Drogen gelten Konsumenten der in ist statistisch woe ohne festen Wohnsitz zu bewerten. den Anlagen 1- III des BtM-Gesetzes aufgeführten Stoffe

und Zubereitungen, einschließlich der den betäubungsmit- telrechtlichen Vorschriften unterliegenden Fertigarzneimit- tel, mit Ausnahme der ausschließlichen Konsumenten von Cannabisprodukten (Haschisch, Marihuana, Haschischöl), Psilocybin (-Pilzen) und von ‹Ausgenommenen Zubereitun-

gen". Dabei ist es gleichgültig, auf welche Weise diese Stof- fe und Zubereitungen dem Körper zugeführt werden. Soweit als Konsumenten harter Drogen bekannte Personen in Ermangelung von Betäubungsmitteln sog. Ausweichmittel

oder son-

konsumieren - ‹Ausgenommene

stige Medikamente oder Substanzen, die nicht unter das BtM-Gesetz fallen - ist dies ebenfalls als Konsum harter

Zubereitungen"

Drogen anzusehen.

Ladendiebstahl

Als Ladendiebstahl werden alle Diebstahlsfälle von ausge- legten Waren durch Kunden während der Geschäftszeit er- faßt.

Tages wohnung sein bruch Von einem Tageswohnungseinbruch

für die Erfassung in der Polizeilichen Kriminalstatistik aus-

(TW E)

(Schlüssel: 436*) ist

zugehen, wenn die Tatzeit zwischen 06.00 und 21.00 Uhr liegt.

Kr edit kar t e

Als Kreditkarte im Sinne dieser Richtlinien sind alle Karten

zu verstehen, die

anspruchnahme von

ter fallen sowohl alle klassischen Kreditkarten

(American

Express, Diners Club, Eurocard, VISA) als auch alle Kun-

den- und Servicekarten von

unternehmen, Firmen und Verbänden sowie alle Multifunk-

tionskarten

nicht

Erfassung

erfolgt unter dem Schlüssel ~~5164" (Betrug mittels rechtwid-

zum Bezug von Geld oder Waren bzw. In-

Dienstleistungen berechtigen. Darun-

Dienstleistungs- und Handels-

die

Euroscheckkarte,

benutzt

wird.

wenn

Die

diese

in Verbindung

wie z.B.

mit

Euroschecks

Kiosk

Ein Kiosk ist ein Geschäft, das von Kunden nicht betreten werden kann.

rig erlangter Kreditkarten). Die Verwendung von EC- und

Kredtikarten (‹Electronic

(Betrug Kassen

mittels rechtwidrig erlangter Karten für Geldausgabe- bzw.

Geldautomaten

ist unter

dem

und

elektronischen

‹5163"

Cash")

an

Schlüssel

Kassenautomaten)

zu erfassen.

Geld- und Kasse nboten

Wer im Rahmen seiner Berufsausübung Geld- oder Wert- gegenstände transportiert, ist als'Geldbote zu bewerten. Zu den Geld- und Kassenboten sind auch Geldbriefträger zu zählen.

Häufigkeitszahl (HZ)

ist die Zahl der bekanntgewordenen

Fälle insgesamt oder

innerhalb einzelner Deliktsarten, errechnet auf 100 000 Ein- wohner (Stichtag ist der 1.1. des Berichtsjahres, ersatzwei- se der zuletzt verfügbare, der dann besonders benannt ist).