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Organischer Landbau

Prinzipien und Ideale:

Organischer Landbau Konventioneller Landbau


Optimierung der Resourcennutzung Zukauf von Ressourcen (Düngemittel)
Stabilisierung der Erträge Maxmierung der erträge
in sich geschlossener wohlproportionierter Markt offene Anbausysteme
Betriebsorganismus
Standortorientierte spezifische Bodennutzungs- großflächiger monokulutureller Anbau
systeme
Nähstoffmanagment und Fruchtfolgegestaltung Düngung, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
und Herbiziden
Produkt und Prozessqualität Masseertrag
Ökologiche Leistung für Naturschutz und
Landschaftsbild

Nährstoffmanagment:

Nähstoffflüsse / -kreislauf Gründüngung > betriebsinterne Futterproduktion


und Gülleapplikation
Nährstoffzufuhr organische Sekundärstoffdünger
Nährtstoffveluste Nitratauswaschung und -emission, Ernteexport
Nährstofffreisetzung Fruchtfolge > Vorfruchtwirkung
Nährstoffkonservierung / -fixierung Fruchtfolge > N2-Fixierung ,
Zwischenfruchtwirkung

Fruchfolgegestalung:

Betrieb:
1) reduziert Pathogene und Schädlinge
2) stabilisiert Ertrag und gleicht Arbeitseinsatz aus
3) steigert Prozess- und Produktqualität

Vegetation und Ökosystem:


1) reguliert Unkrautkonkurrenz
2) erhöht Biodiversität
Boden:
1) erhält Bodenfruchtbarkeit
2) optimiert Bodengefüge
3) minimiert Bodenerosion
4) sichert Reproduktion (Humuspflege)
Maßnahmen Effekte
Kalkung
betriebs- Stallmist niedrig Effekt größer auf
endogene Rindergülle mittel Ackerland als auf
Düngung Grünland aufgrund
Hühnerkot hoch Oberflächenemission
Jauche Sehr hoch von Stickstoff
Betriebs- Hornmehl,-gries,-späne von (N 14%) Konventionalisierung
exogene Rindhufen d. ök. Anbaus wegen
organische gemahlene Schweineborsten (N 13,5%)
Düngung 1) Entkoppelung von
(Sekundär- Rapschrot (Rückstände aus Keine Saatapplikation Vieh- und Feld-
stoffdünger) Ölgewinnung wirtschaft
Maltaflor (Rückstände aus (K2O 5%)
Mälzerei) 2) verminderter
Prozessqualität
Fumisol, Phyto-Perl (Rückstände (P2O5 6%) (Stickstoffüberhänge
aus Maisverarbeitung führen zu höheren
Agrobiosol (Pilzbiomasse aus Nitratbelastung des
Penillinghertsellung) Grundwassers )
Biofa Green ( Pilzbiomasse aus
Lebensmittelproduktio) 3)) verminderte
Produktqualität
Vinasse (fermentierte Melase aus (K2O 6%) (Backweizen hat mehr
Zuckerrüben) aber schlech. Proteine)

4) Wettbewerbs-
verzerrung

Bodenberarbeitung Umbrechen / Einarbeitung Bodengefüge:


Bodenlockerung > Durchwurzebarkeit, höheres
Porenvolumen > bessere Sauersoffzufuhr >
Mineralisierung , Verschüttung von Unkräutern
Nährstoffreisetzung:
> höhere Mineraliserung > Steigerung
bodenbürtigem Stickstoffs
(Ndfs = nitrogen derived from soil)
Unkrautvermeidung:
Verschüttung flach wiurzelnder Unkräutern
Pflügen
Striegeln Siehe Umbrechen, vorallem offenlegung von
Unkrautsprösslingen
Hacken
Auflaufen
Humuspfege Gründüngung höhere mikrobielle Aktivität > besserer
(Mehrung org. Stoffumsatz
Bodensubstanz =
Reproduktion)
(Gründüngung)

Fruchtfolg Untersaat (spätere Ausaat einer Speicherung von Nährstoffen im Winter


e Frucht zwischen den Reihen > (vorallem Nitrat > hohe Auswaschungsgefahr
Übergang zu Zwischenfrucht durch Regen)
beachten)
Zwischenfrucht (Aussaat einer
weiteren Frucht im Spätsommer)
Vorfrucht (zuvor angebaute Frucht
in der Folge)
Legumino Arten und Sortenwahl gemäß Natürliche BNF (Ndfa = nitrogen derived from
senanbau Standortbedigungen air)
Schädlingsver räumliche Keine Infizierung naher Anbauflächen
meidung Entfernung
zwischen Feldern
gleicher Sorten
innerhalb der FF
einhalten

Unkrautvermei Wechsel Winterung Vermeidung spezieller Unkräuter


dung /Sommerung
Kleegrasschnitt Unterdrückung von nicht Untergräsern-
Unkräutern
konkurrenzstarke
Senken
(Getreides/Grasorte
n)
Saatzeit

Allgemeine Date:

1)Landwirtschaftsflächen in Deutschland
1.160.000 km2 totale Anbaufläche = 16.000.000 ha
2.Anteil ökologisch angebauter Anbaufläche = 5% => 800.000 ha
2)Stickstoff in Stallmist:
1.20,25% TM bei 0,5% Stickstoff => 5 kg/t davon 90% organisch ( = in Proteinen,
Mikoorganismen oder Amiden) => für 100 kg N braucht man 200 dt Gülle
2.Gewinnung von mineralischen Stickstoffaus der Luft über das Haber-Bosch-Verfahren zu einem
Fossilbrensstoff-Äquivalent von 0,5-1 l pro kg N
1.durschnittliche Zugabe von Stickstoff 100-120 kg /ha
3.Lufstickstoffgewinnung (BNF) im organischen Landbau über Leguminosenanbau und
Nährstofferhaltmanagment : bis 30 – 40 kg /t Stickstoffixierung
1.Messung /schätzung der Fixierung über die Stickstoffgehalt bei der Körner/Erbsen
2.Nitrogenasekomplex in den Wurzeknöllchen benötigt vorallem Nährstoffe wie
Phosphat,Molybdän und Eisen

3)

Zwischen und Vorfruchtbau:


1)Kleegras als Winterung vor WW sinnlos wegen geringem Wachstums- und Aufnahmepotential
des eizens im Winter
2)