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Abhandlung zu sexueller Identität gegen bisexuelle Diffusion als Teil der Konflikt-Gewebe der Identitätsdiffusion

Identitätsdiffusion beschreibt das Problem der Zersplitterung der eigenen Ich- Identität (Selbstbild). Sie beruht auf den Zweifeln der eigenen z. B. ethnischen, sozialen oder geschlechtlichen Identität, entstanden durch Unsicherheiten im eigenen Handeln und Entscheidungen bzw. Orientierungslosigkeit.

Es sind Unsicherheiten in Bezug darauf, ob der „richtige“ Weg gewählt wurde oder Ängste, nicht zu wissen, zu wem man sich in der Zukunft entwickelt oder auch welche Werte und Normen als die eigenen übernommen werden sollen. Diese Diffusion betrifft die meisten Jugendlichen und löst sich im Laufe einer normalen Entwicklung auf. Jedoch in extremen Fällen kann eine Nichtbewältigung von latenten Krisen zu ernsthaften Entwicklungsstörungen führen, die sich erst im frühen Erwachsenenalter bei der Ausübung von sozialen Verhältnissen (Intimität) aufzeigen.

Identitätsdiffusion findet sich besonders häufig bei Menschen, die in ihrer Kindheit emotional missbraucht wurden, (das Stichwort dazu heißt Parentifizierung).

- Auszug aus Wikipedia der Einfachheit halber

Begriffsklärung: sexuelle Identität

sich für Werte & Normen für eigenes Sexualleben entscheiden

Verantwortungsgefühl für eigene Bedürfnisse und die des Partners/der Partnerin entwickeln

Entwicklung:

Aufklärung und Aneignung von Wissen über Liebe, Beziehungen, Sexualität findet bereits während der Kindheit statt

bewusste Aufklärung, ModellLernen, Medien, etc.

das Entdecken der eigenen (sexuellen) Gefühle, die sich auf andere Personen beziehen, wird erst ab der Pubertät zum Thema (Geschlechtsreife)

- Auszug aus der Teaching Gender Tagung, von Dr. habil. Meike Watzlawik, TU Braunschweig

Begriffsklärung: Bisexuelle Diffusion (Im Model Eriksons)

unmittelbare Vorläuferin des Konfliktes Intimität gegen Isolierung (Siehe Begriffsklärung "Das Intimitäts-Problem")

Psychosoziale Differenzierung bei sexuellen Sitten der Kulturen und Klassen von männlich und weiblich verschleiern die Tatsache, dass die Entwicklung psychosozialer Intimität nicht möglich ist ohne ein gesichertes Identitätsgefühl.

Entwicklung:

Vorzeitiges Abbrechen der Identitätsentwicklung, wegen früher Einstellung auf Geschlechtsbetätigung ohne Intimität

Schwache genitale Polarisierung mit dem anderen Geschlecht wegen Zurückstellen des genitalen Elementes hinter sozialen oder intellektuellen Zielen

Im Endeffekt - Beeinträchtigung eine echte heterosexuelle Intimität im frühen Erwachsenenalter

(Alternative)Erscheinungsformen:

Delinquenz als Schutz vor Bisexuelle Diffusion, kann allerdings als Mischform auftreten (Anschaulich anhand des Filmes "Ken Park" von Larry Clark)

Ideologische Grundlagen für eine Verlängerung des psychosexuellen Moratoriums, angeboten von gesellschaftlichen Institutionen:

völlige sexuelle Abstinenz

Geschlechtsverkehr ohne soziale Verpflichtung oder Sexualspiel ohne Genital- Primat(Petting)

Begriffsklärung und Entwicklung: Intimität gegen Isolierung

Enthüllung latente Schwäche der Identität, sich in eine intime Freundschaft/ Rivalität/ sexuelle Intimität/ Liebesverhältnisse einzulassen

Unklare Empfindung der Sexualerregung (vom Betreffenden selbst oder vom Partner)

Verlust der sexuellen Identität infolge der Verschmelzung

Gefahr Regression auf eine Stufe untergründiger Verwirrung und Wut, wie sonst nur beim sehr kleinen Kind zu beobachten ist.

Distanzierung als Folge: plötzlicher Zusammenbruch jeglicher Fähigkeit zur Gemeinschaft und verzweifelter Wunsch, noch einmal von vorn anfangen zu dürfen.

Schlussfolgerungen:

Die bisexuelle Diffusion ist mit der eigentlichen sexuellen Identität zu trennen, weil die bisexuelle Diffusion den bloßen Konflikt der eigenen sexuellen Identität darstellt.

Vom Ansicht Eriksons, ausgehend von einer heterosexuellen sexuellen Identität, dieser Konflikt als eine Zersplitterung als homo- bzw. bisexuell anschaulich macht.

Wichtig ist der betrachtete Zeitraum wo diese Diffusion zum Anschein kommt und wie sie sich ausartet - ergo eine Experimentierphase in der Adoleszenz mit dem gleichen Geschlecht. Es löst sich allerdings auf, wenn die eigene Identität entwickelt und gewährleistet worden ist.

Eine bisexuelle Diffusion schließt die Möglichkeit eine "umgekehrte" sexuelle Identität nicht aus. Das heißt, eine im Kern Homo- oder Bisexueller, unter einer bisexuellen Diffusion leidet. Ergo eine Zersplitterung der eigenen sexuellen Identität. In diesem Fall kommt der Umkehrschluss schwerer zum Anschein, da die Tatsache vom umgekehrten Blickwinkel betrachtet werden muss.

Eine gesunde Entwicklung ohne eine Identitätsdiffusion kann durchaus bei Homosexuellen beobachtet werden, die zwar ihre eigene sexuelle Identität als homosexuell festgestellt haben, aber durchaus eine wahre psychosoziale Intimität gewährleistet ist.

In solchen Fällen ist den Schluss auf eine positive Persönlichkeitsentwicklung und gesunde homo- und bisexuelle Identität zu ziehen.