PHYSIKALISCHES PRAKTIKUM FÜR VORGERÜCKTE AN DER ETH ZÜRICH

Anleitung Nr.:

Rutherford – Streuung

Raumwinkel d! gestreute Teilchen Detektor

einfallende Teilchen

Streuwinkel "

bestrahlte Fläche A

Target

Autor : Erstellung :

Reiner Mühle September 1999 / ref. 2006

Achtung : Die Vakuumkammer darf nur vom Assistenten geöffnet werden (241Am-Quelle !) Bitte unbedingt alle angegebenen Sicherheitshinweise beachten !

Inhaltsverzeichnis
1 2 EINLEITUNG......................................................................................................................................3 AUFGABENSTELLUNG ..................................................................................................................3 2.1 VERSUCHSVORBEREITUNG ..........................................................................................................3 2.1.1 Kinetische Energie der ! -Teilchen .....................................................................................3 2.1.2 Die minimal mögliche Annäherung D ................................................................................4 2.1.3 Gültigkeit der Rutherford-Formel .......................................................................................4 2.1.4 Spezifischer Energieverlust ..................................................................................................4 2.1.5 Differentieller Wirkungsquerschnitt " ( # ) ..........................................................................4 2.2 EXPERIMENTELLE AUFGABEN .....................................................................................................4 2.2.1 Diskriminatorkurve, Energieverteilung ..............................................................................4 2.2.2 Winkelverteilung ....................................................................................................................5 3 KENNTNISERWERB........................................................................................................................5 Kinematik des !-Zerfalls. ...........................................................................................................5 Funktion des Halbleiterdetektors ...............................................................................................5 Messelektronik (Signalverarbeitung) .........................................................................................5 Wechselwirkung von geladenen Teilchen mit Materie .............................................................5 Messwert-Erfassung ....................................................................................................................5 Messwert-Verarbeitung...............................................................................................................5

• • • • • •
4 4.1 4.2 4.3 4.4 5

GRUNDLAGEN ..................................................................................................................................6 ELASTISCHE STREUUNG...............................................................................................................6 WIRKUNGSQUERSCHNITT ............................................................................................................7 WIRKUNGSQUERSCHNITT FÜR ELASTISCHE STREUUNG .............................................................8 BEZUG ZU DEN MESSGRÖSSEN ..................................................................................................10

MESSAPPARATUR .........................................................................................................................10 5.1 AUFBAU DER A PPARATUR .........................................................................................................10 5.2 ANGABEN ZU DEN KOMPONENTEN ...........................................................................................11 5.2.1 Quelle ....................................................................................................................................11 5.2.2 Streufolie ..............................................................................................................................12 5.2.3 Detektor ................................................................................................................................12 5.2.4 Elektronik .............................................................................................................................14

6

VERSUCHSDURCHFÜHRUNG ...................................................................................................15 6.1 6.2 6.3 EVAKUIEREN DER STREUKAMMER ............................................................................................15 AUFNAHME DER DISKRIMINATORKURVE..................................................................................15 AUFNAHME DER WINKELVERTEILUNG .....................................................................................15

7 8 9

ABWEICHUNGEN VON DER RUTHERFORD-STREUFORMEL ......................................15 LITERATUR .....................................................................................................................................16 ANHANG............................................................................................................................................17 9.1 9.2 9.3 9.3.1 9.3.2 9.4 9.5 9.6 9.7 9.8 9.9 ENERGIEBILANZ DES #-ZERFALLS ............................................................................................17 RAUMWINKEL ............................................................................................................................20 SPEZIFISCHER ENERGIEVERLUST, BREMSVERMÖGEN ..............................................................21 Theorie ..................................................................................................................................21 Energieverlust in der Streufolie und im Detektor-Eintrittsfenster ................................24 STATISTISCHE ANALYSE DER MESSWERTE ..............................................................................25 TABELLE A1: $2-VERTEILUNG [8] FÜR 0.99 % # % 0.50..........................................................30 TABELLE A1 (FORTSETZUNG): $2-VERTEILUNG [8] FÜR 0.40 % # % 0.001.............................31 VERSUCHSPROTOKOLL ..............................................................................................................32 DETEKTOR-DATENBLATT ..........................................................................................................33 ABBILDUNGEN ...........................................................................................................................34

2

1

Einleitung

Im Jahre 1913 publizierten Geiger und Marsden [1] die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zur Streuung von #-Teilchen an dünnen Metallfolien. Durch diese Experimente wurde die von Rutherford [2] aufgestellte Hypothese der Existenz eines schweren positiv geladenen Atomkerns innerhalb des Atoms glänzend bestätigt. Bei diesen Experimenten wurden #-Teilchen (He2+-Ionen) natürlicher radioaktiver Strahler als Sonden eingesetzt. Diese Ionen mit Energien im MeV-Bereich können durch Wechselwirkungsprozesse mit den leichten Elektronen des streuenden Atoms nur geringfügig abgelenkt werden. Grosse Streuwinkel, wie sie experimentell beobachtet wurden, sind nur durch Streuung am Atomkern möglich. Künstlich beschleunigte Ionen wurden etwa ab 1932 für die Auslösung von Kernprozessen eingesetzt, nachdem entsprechende Teilchenbeschleuniger zur Verfügung standen. Den Mittelpunkt dieser Arbeiten bildeten die Aufklärung der Struktur und der Niveauschemata der Atomkerne und die durch den Ionenbeschuss ausgelösten Kernumwandlungen. Die Ionenstreuung wurde bereits damals zur Identifizierung von Fremdatomen in den beschossenen Targetmaterialien genutzt. Die breite Anwendung der Ionenstreuung wurde jedoch erst möglich, nachdem Halbleiterdetektoren für den Nachweis von Teilchen- und Quantenstrahlung zur Verfügung standen. In der Verbindung mit diesen Detektoren und durch den Einsatz von Kleinrechnern wurden niederenergetische Beschleuniger zu breit genutzten Analysegeräten. Die Nutzung der Ionenstreuung für analytische Anwendungen wurde durch die Einführung der Ionenimplantation zur Dotierung von Halbleitern stark beeinflusst. Diese neuartige Dotierungstechnologie machte die Messung von Defektund Dotantentiefenprofilen notwendig, was mittels der Ionenstreuung gelöst werden konnte [3]. Heute wird die Ionenstreuung, insbesondere die Streuung von He-Ionen mit Energien E < 2 MeV, zur Analyse oberflächennaher Bereiche von Festkörpern breit genutzt.

2

Aufgabenstellung

Die Hauptaufgabe des vorliegenden Versuches ist die Überprüfung der Winkelabhängigkeit in der Rutherford’schen Streuformel durch die Bestimmung des Exponenten von sin("/2).

Im Einzelnen sind folgende Aufgaben zu lösen: 2.1 Versuchsvorbereitung
2.1.1 Kinetische Energie der # -Teilchen • Berechnen Sie die kinetische Energie T#i der #-Teilchen, die von einer 241AmQuelle emittiert werden. • Bestimmen Sie daraus ihre mittlere Energie Tm unter Verwendung der angegebenen Übergangswahrscheinlichkeiten. • Berechnen Sie die mittlere kinetische Energie Tmc der #-Teilchen im Schwerpunktsystem (#-Teilchen – Gold-Atom).

3

Emin und Emax.2.1). 4.2.7).3) das Bremsvermögen von #Teilchen in Luft in den Einheiten eV/(1015 Atome/cm2) und keV / mm.5 Differentieller Wirkungsquerschnitt ( (" ) • Berechnen Sie den Korrekturfaktor.2 In Luft • Berechnen Sie mit der Bethe-Bloch Formel (Kap.15) und den Stossparameter b (Glg.13) für diesen zentralen Stoss den differentiellen Wirkungsquerschnitt. Energieverteilung • Aufnahme des integralen Impulshöhenspektrums (Diskriminatorkurve) mit Hilfe des direkten #-Strahles (mittleres Loch geöffnet). 2. • Berechnen Sie für xmin die minimale und maximale Energie. wenn das mittlere Loch der Streugeometrie verwendet wird. • Ableitung des Impulshöhenspektrums und der Energieverteilung der #-Teilchen (Kap.4 Spezifischer Energieverlust 2. Verwenden Sie die in der Tab. III angegebenen Konstanten für K und &EB'. 9. 2.1).3) für zwei verschiedene Abstände xmin und xmax zwischen Streufolie und Detektor (diese beiden Werte werden Ihnen vom Assistenten angegeben).1.4.3) das Bremsvermögen von #Teilchen in Gold in den Einheiten eV/(1015 Atome/cm2) und keV / µm. 5. ob bei Verwendung von #-Teilchen in dem betrachteten Energiebereich Abweichungen von der Rutherford-Formel zu erwarten sind (Kap. (7. 9.1. wenn Sie die endliche Ausdehnung von Streufolie und Detektor berücksichtigen? 2.1.4.2 Die minimal mögliche Annäherung D • Berechnen Sie die minimal mögliche Annäherung D der #-Teilchen an einen Goldkern unter Benutzung der Gl.3 Gültigkeit der Rutherford-Formel • Berechnen Sie den Streuwinkel " (Abb. der #Teilchen. Bei welchem Kammerdruck machen sich Energieverluste bemerkbar? 2. Welche Korrekturen ergeben sich. die im Streuexperiment für die Signalbildung im Detektor zur Verfügung stehen unter Berücksichtigung der endlichen räumlichen Ausdehnung von Streufolie und Detektor.1. 2. • Bestimmen Sie mit der Gl. 4 .1.2. wenn Sie die endliche Masse des Goldkerns berücksichtigen. • Berechnen Sie den differentiellen Wirkungsquerschnitt für die RutherfordStreuung für xmin. • Bestimmung des Arbeitspunktes. • Welche Energie der #-Teilchen steht für die Signalbildung im Halbleiter zur Verfügung.1. • Untersuchen Sie.1 In der Goldfolie • Berechnen Sie mit der Bethe-Bloch Formel (Kap.2 Experimentelle Aufgaben 2. der sich für ((") ergibt.1 Diskriminatorkurve. (4.

und Schwerpunktsystem. Vorverstärker.4 ergeben müsste. Diskriminator. 2. 9. Verstärker. 3 Kenntniserwerb Die folgenden Themenkomplexe sollten Sie am Ende des Versuches verstanden haben: • Kinematik des #-Zerfalls. die Sie aus der Messung mit dem direkten #-Strahl bestimmt haben (Raumwinkel beachten!). Betrachtung im Labor.und Schwerpunktsystem) spezifischer Energieverlust Bethe-Bloch-Formel. 4. differentieller Wirkungsquerschnitt (Transformation zwischen Labor. Messelektronik (Signalverarbeitung) Detektor. Messwert-Erfassung Optimale Wahl der Messpunkte und der Messzeiten. • Stellen Sie die Winkelverteilung.2. Zähler. Diskutieren Sie das Ergebnis. Na / (!D* t) = f("). Impulsformer. unter Berücksichtigung der Fehler in x und y. Energieauflösung. Bestimmung der Energie der #-Teilchen. Wechselwirkung von geladenen Teilchen mit Materie die elastische Streuung als Einzelprozess: Stossparameter. die elastische Streuung als Kollektivprozess: Wirkungsquerschnitt. Anpassungstest ($2 – Test). Reichweite-Streuung. Ablenkwinkel. • • • • • 5 . grafisch dar. Energie-Streuung. pn-Übergang. Reichweite.2 Winkelverteilung • Messen Sie für mindestens zwölf x-Werte im Bereich zwischen xmin und xmax die Streurate (mittleres Loch geschlossen !) und den Untergrund (mittleres Loch geschlossen und #-Quelle abgedeckt).• Bestimmen Sie die Aktivität der Quelle in Becquerel (Bq) und Curie (Ci) (mittleres Loch geöffnet. • Bestimmen Sie den Wert des Exponenten von sin("/2) in der Streuformel. Signalentstehung. Funktion des Halbleiterdetektors Bändermodell des Halbleiters. • Bestimmen Sie aus der Grafik die Aktivität der Americium-Quelle (Kap.4).4) und vergleichen Sie das Ergebnis mit der Aktivität. • Überprüfen Sie mit dem Chiquadrat-Test [8] die Qualität Ihrer Messung (Kap. Führen Sie eine gründliche Fehlerrechnung durch. Wählen Sie die Lage der Messpunkte geschickt aus! Die äusseren Punkte im Messbereich tragen viel stärker zur Genauigkeit bei als Punkte in der Nähe des Zentrums. für den sich theoretisch der Wert . kleinst möglichster Abstand x). Messwert-Verarbeitung Statistische Analyse. lineare Regression unter Berücksichtigung der Messfehler.

1 Elastische Streuung Das #-Teilchen überträgt bei der Wechselwirkung kinetische Energie auf den AuKern.4 Grundlagen 4.3) Bei gegebener Energie E0 bestimmt der Stossparameter b somit eindeutig den zugehörigen Streuwinkel ". Das #-Teilchen fliegt mit der Geschwindigkeit v0 und dem Stossparameter b auf den Targetkern zu und wird um den Winkel " abgelenkt.1 Elastische Streuung Wir betrachten die elastische Streuung von #-Teilchen am unabgeschirmten Coulombpotential von Au-Kernen (siehe Abb. Z 2e r ! m 1.2) e2 = !2 = 1.Au-Kern m2 Z2e Masse Ladung (Z1=2) Geschwindigkeit kinetische Energie Masse Ladung (Z2=79) Potential: mit: Z Z e 2 1 Z Z !2 V (r) = 1 2 = 1 2 >0 4"# 0 r r (4. Z 1e.#-Teilchen m1 Z1e v0 E0 . m 2. v0 b Abb. Der Au-Kern möge sich vor dem Stoss in Ruhe befinden. . Für den Streuwinkel " ergibt sich folgende Beziehung: 2 Z Z !2 ' ( $ Z1Z 2 ! tan% " = = 1 2 2 2 2 E0 b & # m1 v 0 b (4.1) (4.44 eV nm 4"# 0 Im abstossenden Coulombpotential beschreibt das #-Teilchen eine Hyperbelbahn [5]. Für das Verhältnis E1/E0 ergibt sich: 6 . Die kinetische Energie E1 des #-Teilchens nach der Wechselwirkung lässt sich aus den Erhaltungssätzen von Energie und Impuls berechnen [3].1).

Weiterhin haben wir jedem Streuzentrum eine definierte Fläche ( zugeordnet (Wirkungsquerschnitt). wird die Streuintensität nicht vom Azimutwinkel ). Wir haben dabei angenommen. + 1 . 2 schematisch dargestellt [5]. Da keine weitere Richtung physikalisch ausgezeichnet sein soll (etwa z. dass die Targetdicke d so klein ist.K1 sin . durch einen Spin oder ein Magnetfeld). Wir fragen nach der Zahl der vom Detektor pro Zeiteinheit registrierten gestreuten Teilchen. ist gegeben durch: W= dN a /dt N a /t N AK ! Zahl der Streuereignisse pro Zeiteinheit = = = (4. 7 . Ein paralleler Strahl von Teilchen fällt auf ein Target und leuchtet die Fläche A aus. NAK ist die Anzahl der Atomkerne (Streuzentren) im bestrahlten Targetvolumen V=A*d. haben wir zeitlich stationäre Verhältnisse. 4..2 Wirkungsquerschnitt Raumwinkel d! gestreute Teilchen Detektor einfallende Teilchen Streuwinkel " bestrahlte Fläche A Target Abb.5) dN e /dt N e /t A Zahl der einfallenden Teilchen pro Zeiteinheit Da die Halbwertszeit von 241Am gross gegenüber der Dauer unseres Experimentes ist. Deshalb konnten wir die Terme dN/dt durch N/t ersetzen.B. 2 Streuexperiment Zur Berechnung der Anzahl der gestreuten Teilchen als Funktion des Streuwinkels benötigen wir den Begriff des Wirkungsquerschnittes. Die Wahrscheinlichkeit W (klassische Definition).2 E1 2 2 ) & # . Unter dem Winkel " gegen die Richtung des einfallenden Strahles befindet sich ein Detektor. Immer wenn der Schwerpunkt des einlaufenden Teilchens in diese Fläche trifft. dass sich die Wirkungsflächen ( nicht überdecken.4) K2 wird kinematischer Faktor genannt. Er weist die in das Raumwinkelelement d! vom Target auslaufenden Teilchen nach. dass bei der Bestrahlung der Targetfläche A eine elastische Streuung stattfindet. = K 2 = * K1cos. soll eine Streuung stattfinden. sondern nur von " abhängen. ' / ( 1 + K1 ) mit K1= m1/m2 $ ! ( %+ " E0 (4. Ein übliches Streuexperiment ist in der Abb.

B.3). d. barn/sr oder mbarn/sr.7) erhalten wir dafür den folgenden Ausdruck: d" (# ) dN a /(d$ t ) dN a /d$ = " (# ) = = . d. 4.3 Wirkungsquerschnitt für elastische Streuung Zur Berechnung des Wirkungsquerschnittes für die elastische Streuung berücksichtigen wir zunächst die Gleichung (4.8) Die Grösse j = Ne/(A t) ist die Teilchenstromdichte der einfallenden Teilchen. Sie sind auch für quantenmechanische Probleme brauchbar.h. werden in den Raumwinkel d!=2+sin"d" gestreut und müssen sich dort wiederfinden. (4. (4. die asymptotisch aus einem Kreisring zwischen b und b+db um die Symmetrieachse kommen.6) und (4. Aus Glg. so erhält man den totalen Wirkungsquerschnitt (tot.8) können als Definition der Wirkungsquerschnitte angesehen werden.Aus Gl.h. Der Wirkungsquerschnitt hat die Dimension einer Fläche. Die Einheit für den differentiellen Wirkungsquerschnitt ist entsprechend z. Die gebräuchliche Einheit ist 1 barn = 10-24 cm2 .: "="(b. Die Gleichungen (4. Integriert man ((") über den gesamten Raumwinkel. d$ N AK N e /A N AK j das heisst: ! Zahl der in dÙ gestreuten Teilchen pro Zeiteinheit d# ( ") = d! Anzahl der Targetkerne • Stromdichte der einfallenden Teilchen (4. Alle Teilchen. Analog definiert man in der Kernphysik Wirkungsquerschnitte für Kernreaktionen.h. erhalten wir damit: dW (" ) = dN a / t N AK d# (" ) N AK d# (" ) = = d! Ne / t A A d! (4. da die Werte vieler Wirkungsquerschnitte in dieser Grössenordnung liegen.: j • 2 $ b db = j • d! d# ( " d# = j • 2 $ sin" d" d! d! ) 8 .E).5) erhalten wir für ( somit: ! = Na / t Zahl der Reaktionen pro Streuzentrum und Zeiteinheit = N AK N e /( At ) Stromdichte der einfallenden Teilchen (4.7) Die Grösse d(/d! * ((") wird als differentieller Wirkungsquerschnitt bezeichnet. Der Streuwinkel " ist eine eindeutige Funktion des Stossparameters b und der Teilchenenergie E. für die Streuung in das Raumwinkelelement d! unter dem Winkel ". d.6) Für die Wahrscheinlichkeit dW(").

. +4 # . (4. $ m1 ' $ Z1Z 2 ' 2 + *4 # mb " (# ) = 1.9) d# sin! d! In Gl. (4.. 1. [(m1/m2 )) sin# ] 2 ( ) 2 (4.12) ! 2 .. ' * * 4E 2 m & ). da wir eine unendliche Reichweite für die Coulombkraft angenommen haben.3) können wir nach b auflösen und erhalten: Z Z '2 1 b= 1 2 und mit Gl. • " m % m E 2 ' 1m v 2 = 0 E = 1 v 2 =$ $ ' 1 c 2 1c r r m + m 2 1 + K # 1 2& 1 mit vr der Relativgeschwindigkeit ! zwischen beiden Teilchen.9) steht das Betragszeichen..10) Das ist die berühmte Rutherford'sche Streuformel. da der Goldkern vor dem Stoss ruht und m1 m 2 • mr = der reduzierten Masse..13) ! Der totale Wirkungsquerschnitt für die elastische Streuung ergibt . m1 + m 2 sin!c • tan! = die Beziehung zwischen den Streuwinkeln. 1 & 2) 0 (4.11) Für m1 << m2 kann ((") in eine Potenzreihe entwickelt werden: ! wobei der erste weggelassene Term von der Ordnung (m1/m2)4 ist.10) in das Laborsystem ergibt [3]: 2 cos# + 1 . " (# ) = ' sin + 2 + . die in unserem Falle mit der Teilchengeschwindigkeit v0 im Laborsystem übereinstimmt. Setzen wir die Energie in MeV ein. K1 + cos!c Die Transformation von (4. [(m1/m2 ) sin# ] 2 d" (# ) & Z1Z 2 % 2 ) 4 " (# ) = =( + 4 d$ ' 4E * sin # 1 . Die Energie und der Streuwinkel sind dann die Grössen im Schwerpunktsystem (Index c).296 & * 2& ) + . Wenn das Streuzentrum nicht unendlich grosse Masse hat.d" (! ) b db = (4. 9 . (4.0 ) sin % E/MeV ( 2 0 % m2 ( . da der Wirkungsquerschnitt definitionsgemäss nicht negativ werden kann. / sr (4.10) in Schwerpunktkoordinaten. so ergibt sich für ((") der folgende Ausdruck: / % m1 ( 2 % Z1Z 2 $ 2 ( 2 . Die Gl.9) nach einigen Umformungen: 2E &( # tan $ ! %2 " oder: 2 ( d" ( ! ) & Z1Z 2 ) "( ! )= =& d* 4E & ' 2 % # 1 # # sin 4 (! / 2) $ (4. (4. gilt Gl.

Für die Streumessungen kann das mittlere Loch geschlossen werden. 3 schematisch dargestellt.4ln$ sin 2 ! % " % D " (4.7) erhalten wir für die in d! emittierten Teilchen: dN a = N AK t N e d" d! A t d! ! Da unser Detektor aber eine endliche Grösse besitzt. Na C und damit: (4. 5 mbar ausgepumpt werden.14) = 'Dt 4 &( # sin $ ! %2" oder: & Na # & (# ln$ $' t! ! = lnC . Quelle und Streufolie sind in einem festen Abstand . #N & '# ! wir y = ln% a ( über x = ln& Wenn $ sin ! auftragen. + sin * )2. da die übrigen Grössen bekannt sind. 9. dass sich im Zentrum der Atome Atomkerne befinden. Durch geschickte Drehung kann die Quelle und/oder ein zentrales Loch in der Folienebene freigegeben werden.1 Aufbau der Apparatur Die verwendete Apparatur ist in der Abb. müssen wir noch über dessen Raumwinkel !D integrieren. (Glg. Die Kammer kann mit einer Membranpumpe auf einen Druck von ca. an denen die Streuung stattfindet. Das wäre die Bestätigung der Annahme. Die 10 .4 Bezug zu den Messgrössen Aus Gl. um unzulässige Energieverluste und Streuungen der #-Teilchen an Gasmolekülen zu vermeiden. 4 # & 4E ) IS ist die Aktivität der Am-Quelle und nAK die Volumendichte der Goldatome. ! Die Konstante C kann aus dem Schnittpunkt der Geraden mit der Ordinate bestimmt werden.4 liegen.4. Dadurch ist es möglich.7).auf einer dreh. Bei offener Quelle und geöffneten mittlerem Loch von etwa 1 mm Durchmesser (mit der gleichen Goldfolie wie die Streufolie überspannt) können #-Teilchen direkt auf den Detektor geschossen werden. müssten die Messpunkte auf 2" % $ "Dt ' einer Geraden y = a*x + b mit dem Anstieg a = . bei ist !F der Raumwinkel unter dem die Quelle die Streufolie sieht.15) 2 "F % Z1Z 2 $ 2 ( Die Konstante C = n AK d IS ' * können wir experimentell bestimmen. (4.und verschiebbaren Metallstange angebracht. bei abgedeckter Quelle den Untergrund zu messen. In einem evakuierbaren Glaszylinder (Streukammer) sind auf einer Achse angeordnet: #-Quelle. 5 Messapparatur 5. ( Z1Z 2 ' 2 + 2 N AK N e d" Ne d" #F 1 Na = t$ d# % n AK d t #D % n AK d t IS #D* Da A t # D d# t d# 4& ) 4E . Aus dem Wert von C kann die Aktivität IS der Americium-Quelle abgeschätzt werden. 4 (. ringförmige Streufolie und #-Detektor.

Die Quelle ist fest auf einer Metallplatte aufgebracht und kann somit in einen Raumwinkel von 4+ emittieren. Das verwendete radioaktive Material hat die unangenehme Eigenschaft. Wir nehmen deshalb die Quelle als punktförmig an. R2 = 27 mm. 4.= 73 mm. Beim Zerfall werden #-Teilchen verschiedener Energie emittiert. die Aktivität ist aber nicht gleichmässig über die aktive Fläche verteilt. Durch die reduzierte mittlere Energie erhöht sich die Zählrate bei den Streumessungen (Erklärung !). Die Konsequenz für die Berechnung der Streuwinkel kann leicht abgeschätzt werden. dass aus ihm durch Korrosion und Rückstosseffekte grössere Konglomerate in die Kammer gelangen können. auf die dann etwa 3 µm Gold aufgedampft wurden.2.1 Quelle Als # .65 MeV und einer Halbwertsbreite von ca. RA = 25 mm) 5. eine breite Energieverteilung. 840 keV. 10). Auf eine Metallfolie wurde eine dünne Schicht von Americium (vermischt mit Silber) aufgetragen. 3 Streugeometrie (. 3. die mit der vorhandenen Nachweiselektronik gezählt. geschieht mit den elektronischen "F "D R1 R2 Quelle RA Detektor ! (fest) x (variabel) Streufolie Abb.Quelle wird ein 241Am-Präparat verwendet. im Unterschied zu einer dünnen Quelle. Das kann zu einer Verseuchung der Streukammer führen und den Untergrund erhöhen. Die Halbwertszeit von 241Am beträgt 432 y und demzufolge besitzt die Quelle für uns eine konstante Aktivität IS. energetisch aber nicht getrennt werden können. siehe Abb.2 Angaben zu den Komponenten 5. mit einer mittleren Energie von ca. dass der Deckel vor der Quelle nach den Messungen und während längerer Messpausen geschlossen wird. Es ist deshalb notwendig.Weiterverarbeitung der Detektorimpulse Komponenten ausserhalb der Streukammer. wie sie z. R1 = 23 mm. 11 . Die #Teilchen aus der verwendeten Quelle zeigen.B. Der Durchmesser der Quelle beträgt etwa 10 mm. in den Versuchen des VP zur Alphaabsorption verwendet werden (siehe Abb.

da die Ausbeute Na an gestreuten Teilchen mit Z22 steigt. was zum Abbremsen von #Teilchen mit einer Energie von mehr als 10 MeV ausreicht (siehe Abb. Es müssen 12 . auf dessen Oberfläche eine dünne Goldschicht aufgedampft wurde. dass bei guter Definition des Streuwinkels eine verhältnismässig grosse wirksame Targetfläche am Streuexperiment beteiligt ist (relativ grosser Raumwinkel !F). 5.2. Die Goldfolie wurde durch Aufdampfen im Vakuum hergestellt.Abb. Ausserdem wird die Energieauflösung des Detektors verschlechtert.2. um ihn lichtunempfindlich zu machen. Aus der auf dem Glaszylinder am Versuchsplatz angegebenen Flächendicke . Bei der angelegten Vorspannung von ca. Beim Auspumpen oder Belüften der Streukammer ist deshalb grösste Vorsicht geboten.F/. ist die Materialdichte). Er besteht aus einem Silizium-Einkristall (n-Typ). 6). Der Detektor wurde zusätzlich zu der vorhandenen Goldschicht von 40 µg/cm2 mit einer Goldschicht von etwa 200 µg/cm2 bedampft. was aber bei dem vorliegenden Versuch auch nicht erforderlich ist. Die Ringgeometrie bietet den Vorteil.65 MeV. so dass die einzelnen #-Teilchen Gruppen nicht mehr getrennt werden können. 9. Der spezifische Widerstand des verwendeten Siliziums beträgt 4400 !cm.F ergibt sich eine geometrische Dicke d = . 12 V hat die empfindliche Schicht eine Dicke von etwa 120 µm [4]. von etwa 1 µm (. Dadurch verlieren die #-Teilchen. Mittlere Energie 3. Bei der Berechnung des x-Wertes ist zu beachten.3 Detektor Zum Nachweis der #-Teilchen wird ein Oberflächensperrschicht-Detektor verwendet. Die Verwendung von Gold als Streufolie ist vorteilhaft.2 Streufolie Im Experiment wird eine ringförmige Streufolie aus Gold verwendet. Halbwertsbreite 840 keV 5. je nach Streuwinkel mehr oder weniger Energie. 4 Energieverteilung der #-Teilchen der verwendeten 241Am-Quelle.8) angefügten Datenblatt entnommen werden. ähnlich wie in der Streufolie. Die wesentlichen Parameter können aus dem im Anhang (Kap. dass die empfindliche Fläche des Detektors (AD = 50 mm2 ) 3 mm hinter der Vorderkante des Detektors zurücksitzt. was vor allem bei hoher Diskriminatoreinstellung zu Zählverlusten führen kann.

6 Energie-Reichweite Kurve für #-Teilchen in Silizium [7] 13 .also 3 mm zum gemessenen Abstand (Streufolie-Detektorvorderkante) hinzu addiert werden. Darstellung eines Oberflächensperrschicht-Detektors (aus[3] ). 5 Schemat. Abb. Abb.

5.4 Elektronik Rezipient Zählgerät D 1 VV 2 V Disk 3 IF 4 Z Quelle Folie Detektor Vorverstärker Verstärker Diskriminator Impulsformer Zähler Abb. TZ QI _E! UI _QI UD 1: Detektor 2: Vorverstärker UZ 3/4: Diskriminator/Zähler Abb. deren Breite TZ der Impulsbreite am Diskriminatorpegel entspricht. 8). Die auf den Detektor D auftreffenden #-Teilchen erzeugen einen Ladungsimpuls. der sehr nahe am Detektor ausserhalb der Kammer sitzt. dass keine Impulse mehr gezählt werden. deren Amplitude UI grösser ist als dieser Pegel. dessen Amplitude UI proportional zu QI und demzufolge zur Energie E# ist. Einige typische Impulsformen zeigt die darauffolgende Abbildung (Abb. erzeugt einen Spannungsimpuls. Auch ein zu niedriger Diskriminatorpegel kann deshalb bewirken. 7 Blockschema der elektronischen Apparatur Das Blockschema der elektronischen Apparatur ist in der obigen Abbildung (Abb. Das ist dann in der Diskriminatorkurve zu erkennen.2. dass nur noch solche Impulse durchgelassen werden. 8 Einige typische Impulsformen an den Positionen 1. Der Vorverstärker VV. Mit dem Wendelpotentiometer am Diskriminator können wir einen Pegel UD einstellen. 14 . Damit können alle Untergrundimpulse weggeschnitten werden. 7) dargestellt. der bewirkt. 2 und 3/4. Mit dem Impulsformer werden Rechteckimpulse konstanter Amplitude UZ für den Zähler geformt. dessen Amplitude QI proportional zu der in der empfindlichen Schicht des Detektors deponierten Energie E# ist.

1 Evakuieren der Streukammer Evakuieren Sie die Streukammer und beachten Sie dabei. sofern erforderlich. Überprüfen Sie mit dem $2. (4. nachdem der Untergrund subtrahiert wurde. t: Messzeit) in Abhängigkeit von der Diskriminatoreinstellung UD (1 Umdrehung des Potentiometers entspricht 100 Skalenteilen). 6. Kontrollieren Sie auch während des Versuches den Druck in der Streukammer und pumpen Sie.2 Aufnahme der Diskriminatorkurve Aufnahme des integralen Impulshöhenspektrums (Diskriminatorkurve) mit Hilfe des direkten Alpha-Strahles. Bestimmen Sie daraus a. Wählen Sie den Arbeitspunkt (Diskriminatoreinstellung UDA) für die nachfolgenden Streumessungen so.3 Aufnahme der Winkelverteilung • • • • Messen Sie für einen vom Assistenten angegebenen Winkelbereich die Streurate z und. Tragen Sie die Messwerte mit den entsprechenden Messfehlern in einer doppeltlogarithmischen Darstellung auf. Die Ableitung der Rutherford'schen Streuformel basiert auf der Annahme der Coulomb-Wechselwirkung von zwei unabgeschirmten Punktladungen Z1e und 15 .6 Versuchsdurchführung 6. Berücksichtigen Sie. Beachten Sie unbedingt die Hinweise am Versuchsplatz! 6. Beachten Sie dabei. dass in unserem Falle sowohl x als auch y fehlerbehaftet sind. • Schauen Sie sich mit dem Oszillographen die Signalform nach dem Vorverstärker an und stellen Sie am Zählgerät die richtige Polarität ein.Energien auftreten. dass die Streufolie sehr dünn (µm-Bereich) und demzufolge sehr empfindlich gegenüber starken Gasströmungen ist. Die gemessene Winkelverteilung ist mit Hilfe von Gl.Test die Qualität der linearen Näherung. das Sie sich am Vielkanal-Analysator (PHA) anschauen können. Diskussion der Darstellung. dass nur die "richtigen" #-Teilchen gezählt werden. die Kammer nochmals ab. Vergleichen Sie dieses mit dem Spektrum. den Untergrund zU. dass sich die Peaklage noch mit dem Streuwinkel ändern kann. b. Schalten Sie die Pumpe ab. Stellen Sie die experimentell ermittelte Winkelverteilung d(/d! = f(") grafisch dar. wenn erforderlich.14) auf gleiche Raumwinkel zu normieren. wenn Sie diese nicht mehr benötigen. • Messen Sie die Zählrate z = N/t (N: Impulszahl. (a und (b durch Berechnung der Regressionsgeraden y = a*x + b. • Tragen Sie z als Funktion von UD auf (Diskriminatorkurve) und bestimmen Sie daraus das Impulshöhenspektrum (dz/dUD als Funktion von UD) und die Energieverteilung der #-Teilchen (Anzahl über die Energie). • 7 Abweichungen von der Rutherford-Streuformel Abweichungen von der Streuformel können bei tiefen und bei hohen # .

Mag. Die totale Energie der Relativbewegung beträgt Er = E0 / (1+K1).3±0. 25(1913) 606. Die Gl. bei denen solche Abschirmungseffekte auftreten.3±0. wenn die minimal mögliche Annäherung D. Fundamentals of surface and thin film analysis. Unter der Annahme eines kugelförmigen Kerns ergibt sich damit [5] RK = r0 A 1/3 Die Rutherford-Streuexperimente lieferten bereits 1935 [5] für r0 den Wert von : r0 = (1. [4] Leo. (7. als sie mit der Gl.1) fm. da immer ein Teil der Teilchenbahnen in einem Gebiet verläuft. lassen sich einfach abschätzen. and Mayer. and Marsden. die beim zentralen Stoss ("=180°) erreicht wird.. Im Umkehrpunkt sind potentielle Energie und kinetische Energie gleich. North Holland 1986. E. [2] Rutherford. 2 Z1Z 2 !2 Damit erhalten wir die Bedingung: E r > (7. (7. treten Abweichungen von der Rutherford'schen Streuformel dann auf. seine Ladung wird teilweise durch Elektronen abgeschirmt. also: Z1Z 2 " 2 (7. Abweichungen von der Streuformel treten dann auf.5) a0 Es zeigt sich jedoch. wenn D in die Grössenordnung der Kernradien kommt. New York 1994. Abweichungen vom Rutherford-Querschnitt auftreten. dass die Teilchengeschwindigkeit genügend gross ist. Springer-Verlag.Z2e. Techniques for Nuclear and Particle Physics Experiments. Berlin. damit das Teilchen tief in die Elektronenhülle der Atome eintauchen kann und damit die Abschirmung der Kernladung durch die Elektronenhülle keine Rolle spielt. Mag. dass bereits bei grösseren Energien.2) Wir erwarten also Abweichungen ab Teilchenenergien.W.3) (7.R.. für die D=RK1+RK2 wird. Es wird also vorausgesetzt. Bei hohen Energien können sehr kleine Stossparameter erreicht werden. (7. 16 . Der Kernradius RK ist direkt proportional zur Nukleonenzahl A=N+Z im Kern. H. Dabei ist a0 = 52.4) Er = 1/3 1/3 r0 A1 + A2 Bei tiefen Energien können die Teilchen nicht genügend nahe an den Kern gelangen. ( ) 8 Literatur [1] Geiger. Heidelberg. in die Reichweite der Kernkräfte kommt. ! minimal erreichbare Annäherung D kleiner sein muss als der Wir fordern. Second Revised Revision.C. New York. W.1)10-13 cm = (1. Phil. E..1) = Er = D= 1 2 D 1+ K1 E0 Da die Kernkräfte eine extrem kurze Reichweite besitzen.5) kann aber als grobe Abschätzung dienen. 21(1911)669.9 pm der Bohr'sche Radius.5) abgeschätzt werden. [3] Feldman. in dem die Kernladung durch die Elektronen abgeschirmt wird. also: E0 Z1Z 2 !2 Z Z !2 ( 1+ K1 ) und damit: (7. J. L. Phil. mit Z=Protonenzahl und N=Neutronenzahl.. dass die Bahnradius a1= a0/Z2 der Elektronen der K-Schale. Die Energien.

J.R. 241 Am # 237Np" + ! (9. Biersack. WCB/McGraw-Hill. ... [7] Ziegler.1) Der Restkern ist 237Np (Neptunium). 9 Anhang 9. T. 9. Pergamon Press. Boston 1992. D. Teubner Studienbücher : Physik. 241Am ist instabil gegenüber !-Zerfall mit einer Halbwertszeit von 432 y.und Impulserhaltung berechnen.K. mAmc2 241Am T3 T2 Energie T1 T0 = Q0 EA2 EA3 (mNp+mHe )c2 237Np EA1 Abb.[5] Mayer-Kuckuk.. [8] Bevington.. and Robinson. Die kinetische Energie T der emittierten Teilchen lässt sich unter Berücksichtigung von Energie. Energiebilanz des !-Zerfalls von 241Am 17 . and Littmark. J.1 Energiebilanz des # -Zerfalls Als Quelle für die !-Teilchen wird im Versuch eine Schicht von 241Am (Americium) verwendet. The Stopping and Range of Ions in Solids. Wir nehmen zunächst eine unendlich dünne Quelle an. New York 1985. Data reduction and error analysis for the physical sciences. Stuttgart 1992. U. Kernphysik. [6] Nuclear Data Sheets 74(1995)505. 9 dargestellt.F.Energiebilanz: Das Diagramm zur Energiebilanz des !-Zerfalls ist in der folgenden Abb. Diese wird meist in Form von elektromagnetischer Strahlung abgegeben. der seinerseits in einem angeregten Zustand mit diskreter Anregungsenergie EA zurückbleiben kann.P. P.

: (9. Ti = Qi = Q0 .6 Tab. TNp = m# T# / mNp und damit: T! i = Qi Q0 " E Ai = 1 + m! / mNp 1 + m! / mNp (9.h. T = Q0 . (9. Zur Vereinfachung wird geschrieben: m(241Am) = mAm .4) Aufgrund der diskreten Werte EAi der Anregungsenergie des Restkernes werden auch verschiedene Gruppen von !-Teilchen mit diskreten Energien T!i emittiert. .96 13.m(237Np)-m(4He)]c2.51 1.34 1 33.Beim radioaktiven Zerfall bleibt die Gesamtenergie erhalten. erhalten wir: r r 0 = p! + p Np . Es sind dabei die Massen der neutralen Atome einzusetzen.54 84. i EAi / keV I#i / % T#i / MeV 0 0 0. 18 .Impulsbilanz Da der Zerfall aus einem ruhenden 241Am-Kern erfolgt. d.EA = T! + TNp (9.EAi = T!i + TNpi Die kinetische Energie Ti verteilt sich auf das !-Teilchen und den Restkern.49432 MeV). Die erforderlichen Werte für die Massen sind in der Tabelle II in atomaren Masseneinheiten u angegeben (1uc2 = 931. Q0 wird Zerfallsenergie genannt.0 4 158. Es ist der maximale Wert an kinetischer Energie T. I: Anregungsenergien und Übergangswahrscheinlichkeiten für den #-Zerfall von 241 Am in 237Np Berechnen Sie die Energie T#i der #-Teilchen an Hand der angegebenen Werte für die Anregungsenergien EAi.20 0.2) (9. Wir können deshalb die folgende Bilanzgleichung aufstellen: m(241Am)c2 = [m/(237Np)+m(4He)]c2 + T=[m(237Np)+m(4He)]c2+EA+T Q0 = [m(241Am).5) p#2 = pNp2 .6) Die Intensitäten I#i der intensivsten !-Gruppen sind in der Tabelle I angegeben. usw. der zur Verfügung steht.3) Dabei ist m*(X)c2 = m(X)c2 + EA die Ruheenergie des angeregten Kernes X.5 3 102.22 2 59.

Teilchen # 4 He 237 Np 241 Am Masse in u 4.002603250 237. II: Massen der beteiligten Partner beim #-Zerfall Abb.056822944 Tab.048167253 241. 10 Energieverteilung der #-Teilchen aus einer dünnen Am-Quelle. Untere Abbildung: Ordinate logarithmisch.Atom bzw.001487900 4. 19 . Obere Abbildung: Ordinate linear.

Hier wird eine "dünne" #-Quelle verwendet (spezielle Angaben liegen nicht vor). die sich nur numerisch lösen lassen.8) Die Ergebnisse sind in der Abb. Die Peaks haben eine Breite von etwa 20 keV. wie sie am Versuch Alpha I des VP gemessen wurde.h. 20 . unter dem die Quelle die Streufolie sieht. 12 dargestellt. Unter der Annahme von AD << R2 =RA2+x2 ergibt sich die folgende Näherungsformel: !D1=+*RD2*x/(x2+RA2)3/2 (9. Mit dA = 2+ r dr ergibt sich: !F = 2+[(1+(R2/-)2)-1/2 . ! • Berechnung von !F Der Raumwinkel.In der Abb. unter dem der Detektor mit der Fläche AD = +RD2 von der Streufolie aus gesehen wird. gestaltet sich dagegen etwas schwieriger. " = # " mit [!] = sr A Zur Berechnung der Anzahl der auf den Detektor auftreffenden #-Teilchen benötigen wir noch die Raumwinkel !F und !D (siehe Abb.0998 sr) • Berechnung von !D (9. 11): dA r A d! = dA er r2 0 Abb. 11 Definition des Raumwinkels Der gesamte Raumwinkel ! ergibt sich durch Integration über die gesamte Fläche A. die vor allem in der logarithmischen Darstellung deutlich zu erkennen sind. Die Verteilung zeigt die Hauptgruppe mit einem Anteil von etwa 85 Prozent und die drei weiteren Gruppen. des Raumwinkels.7) Die Berechnung von !D. 10 ist die Energieverteilung der #-Teilchen dargestellt. 9. Die exakte Rechnung !D2 (siehe Abb.12) liefert elliptische Integrale. unter dem ein Flächenelement dA von einem Aufpunkt 0 aus im Abstand r gesehen wird berechnet sich zu (siehe Abb.1115 sr (genauer: 0. d.2 Raumwinkel Der Raumwinkel d!. die vor allem durch den Detektor und die Elektronik zustande kommt. lässt sich aufgrund der vorliegenden Zylindersymmetrie einfach berechnen.(1+(R1/-)2)-1/2] = 0. Für x % 17 mm ist der relative Fehler kleiner als 1 %. 3).

Durch den statistischen Charakter der Prozesse erleidet der einfallende Teilchenstrahl eine Energie. angular straggling). erreicht ein Maximum und fällt dann am Ende der Reichweite der Teilchen steil ab (siehe Abb.und Winkelauffächerung (energy straggling. Das wird durch folgende Wechselwirkungsprozesse mit den Targetatomen verursacht: (1) (2) unelastische Stösse mit den Elektronen elastische Stösse mit den Atomkernen (Rutherford-Streuung).3. während der Prozess (2) (nuklearer Energieverlust) vor allem zu einer Verlagerung der Tagetatome (Strahlenschäden) und zur Richtungsänderung der Inzidenzteilchen führt. Bremsvermögen 9.1 Theorie Beim Durchgang von geladenen Teilchen durch Materie erleiden diese einen Energieverlust und eine Richtungsänderung. Der Prozess (1) führt zur Anregung oder Ionisation der Targetatome (elektronischer Energieverlust). Der Energieverlust pro Weglänge (spezifischer Energieverlust) nimmt mit abnehmender Energie zu.Abb. 21 . 14).3 Spezifischer Energieverlust. Für schwere geladene Teilchen (mT>>me) ist der nukleare Energieverlust oberhalb von etwa 1 MeV/Nukleon vernachlässigbar. 12 Detektorraumwinkel 9.

602E-19 0. Für unser Experiment ist also der elektronische Energieverlust der wesentliche Prozess. 13 Anteil des nuklearen Bremsvermögens 0n am totalen Bremsvermögen 0t für #-Teilchen in Luft und Gold [7] Für den Beschuss von Luft und Gold mit #-Teilchen ist in der Abb. die in nichtrelativistischer Näherung in folgender Form geschrieben werden kann: ' dE 2( z 2 e 2 / 4() 0 = dx ET ( ) 2 & # mT 4ET ne ln$ ' K! me $ ! % E B mT / me " (9.9) oder: 2( z 2 e 2 / 4() 0 1 dE ' =) = N dx ET ( ) 2 & # mT 4ET Z ln$ ' K! me $ ! % E B mT / me " (9. Der nukleare Anteil ist für Teilchenenergien ET grösser als 200 keV kleiner als 1 %.dx) werden als Bremsvermögen (stopping power) für die entsprechende Teilchen-Target Kombination bezeichnet.10) Die Grössen -dE/dx oder -dE/(Ndx) oder -dE/(. Dabei bedeuten: Symbol e 2 mec NA 00 Grösse Elementarladung Elektronenruheenergie Avogadrokonstante Dielektrizitätskonstante Wert -1. Je nach Definition ergeben sich verschiedene Einheiten. Bethe und Bloch haben für den elektronischen Energieverlust dE pro Weglängeneinheit dx in einer korrekten quantenmechanischen Rechnung eine Formel abgeleitet (Bethe-Bloch Formel). 13 der Anteil vom nuklearen Energieverlust am totalen Energieverlust in % dargestellt.85E-12 Einheit As MeV 1 / mol As / Vm 22 .511 6.022E+23 8.Abb.

kann &EB' nach folgender Näherungsformel berechnet werden [4]: EB / Z = ( 12 + 7 / Z )eV EB / Z = ( 9. E.11) Das mittlere Ionisationspotential &EB' und die Korrekturkonstante K werden aus Experimenten bestimmt. 23 . Wenn kein experimentelles Material zugänglich ist.Teilchen dargestellt.80 eV Z ln$ ' K ! 15 + ( =/ = -2 N .81 94. dx ). In der Abb.dE * 3.Energien grösser als 1.494 Einheit eV nm MeV / c2 2 u z mT ET Z <EB> ne=N*Z N=. Für # .91E+22 cm-3 Für #-Teilchen ergibt sich damit: ' & 548.19 für Z < 13 )eV für Z ! 13 (9. / MeV ) # 1 .22 K -1.44 931. NA / M Anzahldichte der Targetatome . / MeV E B / eV $ ! % " 10 Atome cm (9. Volumendichte des Targets M molare Masse der Targetatome K Korrekturkonstante Gold: 5. ist das Bremsvermögen von Gold für # . ergeben sich in diesem Bereich erhebliche Abweichungen. 14.037 0.3 MeV sind die Abweichungen kleiner als 1 %.58 (E.710 Tab.12) Die Bethe-Bloch Formel berücksichtigt nur den elektronischen Energieverlust. Da mit kleiner werdender Energie der nukleare Energieverlust zunimmt.76 + 58. bestimmt durch die Anpassung an TrimRechnungen [7].Symbol 1 =e /4+00 2 Grösse atomare Masseneinheit Ordnungszahl der Geschossteilchen Masse der Geschossteilchen Energie des Geschossteilchens Ordnungszahl der Targetatome mittleres Ionisationspotential Elektronendichte des Targets Wert 1. III Die Konstanten &EB' und K in der Bethe-Bloch Formel für die Abbremsung von #-Teilchen in Gold und Luft .8 Z -1. Material Gold Luft &EB' / eV 1059.

2 Energieverlust in der Streufolie und im Detektor-Eintrittsfenster d "E S n "Ei "E E0 au s ! R dF !1 Eintrittsfenster !2 Quelle # Streufolie x EI "E D Detektor Abb. 15 Streugeometrie Die #-Teilchen treffen mit der mittleren Energie E0 auf die Streufolie auf. 9. Für E# > 1.3 MeV ist der Fehler der Bethe-Bloch Formel kleiner als 1 %. Weiterhin findet im Eintrittsfenster des Detektors (Dicke dF) ein Energieverlust 2ED statt.3.Abb. In der Streufolie (Dicke d) werden sie vor dem Stoss abgebremst (Energieverlust 2Ein). 14 Bremsvermögen von #-Teilchen in Gold. verlieren weiterhin Energie bei der elastischen Streuung (2ES=(1-K2)(E0-2Ein) und dann nochmals beim Austreten aus der Folie (Energieverlust 2Eaus). Insgesamt ergibt sich insgesamt ein Energieverlust von: 2Eges = 2Ein + 2ES + 2Eaus + 2ED 24 .

Wir nehmen an. wenn x der zurückgelegte Weg in dem jeweiligen Folienbereich ist. Diese Methode sagt aus. Dazu versuchen wir in unsere Messwerte eine Funktion f(x. Die Anzahl der Messpunkte muss natürlich grösser sein als die Anzahl der Parameter.a1.15) ! ! Dabei ist die Zielgrösse Y in jedem Falle eine Zufallsgrösse. xi . Messungen einer Grösse y gemacht haben und dafür die Grössen yi mit einem Fehler von (i ( i = 1..: y = f(x) = a*x + b (9. Damit haben wir die Möglichkeit.14) % dx ( wobei (x und (y die Fehler von x und y sind. so dass wir 2E 3 (-dE/dx)*x setzen können.….a j ) & (9. Bei vergleichbaren Fehlern in x und y müssen die Grössen (i ersetzt werden durch [4]: $ df ' 2 2 2 2 "i # "y + & ) "x (9. führt die Vernachlässigung der Fehler von x zu inkorrekten Parametern aj und einer Unterbestimmung ihrer Fehler.2Eges zu berechnen. die den Verlauf der Messpunkte bestmöglichst wiedergibt.Wir nehmen an. dass die Parameter aj dann optimal ausgewählt sind. die Energie EI = E0 . wenn sich für die folgende Summe S ein Minimum ergibt: 2 n # y i . inwieweit der differentielle Wirkungsquerschnitt zu korrigieren ist. Die Parameter aj können mit der Methode der kleinsten Quadrate bestimmt werden.…. d. In unserem Fall wollen wir durch unsere Messwerte eine Gerade legen. 9. a2.f(x j. Wir suchen nun den funktionalen Zusammenhang zwischen der Grösse x und y.am) mit den unbekannten Parametern aj zu legen. während die Einflussgrösse X eine Zufallsgrösse sein kann.2.h. bzw. dass die unabhängigen Variablen xi fehlerfrei sind. dass wir an n Punkten. • dass der Streuprozess der #-Teilchen im Mittel in der Folienmitte stattfindet und • dass der Energieverlust klein ist. !S Zur Bestimmung der Konstanten aj muss das Gleichungssystem = 0 gelöst !a j werden. aber nicht sein muss. Normalerweise wird angenommen.n ) erhalten haben.4 Statistische Analyse der Messwerte Die statistische Analyse von Messwerten ist umfassend in der Literatur beschrieben. dass die Fehler in x gegenüber den Fehlern in y vernachlässigt werden können.13) S = )% ( " $ ' i i= 1 Wir sehen. wo beide Fehler vergleichbar sind. Letzteres bedeutet. In den Fällen. Die Grössen (i sind dann die Fehler von yi . mit der die #-Teilchen in den empfindlichen Bereich des Detektors eintreten und abschätzen. dass für einen festen Wert X die Grösse Y verschiedene (zufallsverteilte) 25 . Als schnellen Überblick empfehlen wir die Literaturstellen [4] und [8]. dass S gerade die Summe der quadratischen Abweichungen der mit den Quadraten der entsprechenden Fehlern (i gewichteten Datenpunkten yi von der theoretischen Kurve f(xi) darstellt.

Da die Grössen yi Zufallsgrössen sind. A=! xi 2 . die folgende Gestalt haben: 1 2 " wi = i . für (i = ( 4 n B 1 #" 2 i i= 1 n x 1 # " i2 " 2 # xi 1 n 1 i= 1 x = i= = = # xi .CA B D 2 2 . dass $2 die folgende Wahrscheinlichkeitsdichte besitzt: P" (z ) = (z / 2)(! / 2 )$1 exp($ z / 2) für z>0 und 2 #( ! / 2) P! (z ) = 0 für z5 0.18) ist zu erkennen.18) Aus den Gln. Varianzen usw. Der entsprechende Test wird als $2-Test bzw. ! ! ! ! 2 (9. ergeben sich aus den folgenden Gleichungen [4]: a= DC .aj) und der Variance (i2. Zum Beispiel ist m=2.Werte annehmen kann. B=! x y x y 1 . $2-Anpassungstest bezeichnet. Dabei sind xi die vorgegebenen Werte der Grösse X und yi die Messwerte der Grösse Y an der Stelle xi.20) Dabei ist 6(7/2) die Gammafunktion. Als Beispiel berechnen wir den gewichteten Mittelwert der Grösse X: x # " i2 A i 1 x = i= = . ist $2 auch eine Zufallsgrösse.13) definierte Grösse S der $2-Verteilungsfunktion entspricht. "a = . ob unsere Daten tatsächlich mit der Funktion f(x) (in unserem Fall eine Gerade) angenähert werden können und wie gut diese Näherung ist. In dem Falle. D = ! i 2 . In der Literatur (siehe z. E = ! i 2i 2 "i "i "i "i (9. Die Grösse n ist die Anzahl unserer Messpunkte und m ist die Anzahl der Parameter (Einschränkungen). dass alle (i gleich sind. Die ganze Zahl 7 = n .17) (9. mit Gewichten wi erfolgt. Die Parameter a und b.EA EB . (9. [4] oder [8]) wird gezeigt. und deren Fehler (a und (b.16) mit : "i und : 2 = DB . müssen sich die gleichen Ausdrücke wie für die Fälle ohne Normierung ergeben.19) 1 ! 2 "i Der Nenner dient dabei zur Normierung.m ist die Anzahl der Freiheitsgrade und ist der einzige Parameter der Verteilung. dass die Berechnung der Mittelwerte. In unserem Fall sind diese Voraussetzungen erfüllt. Es kann gezeigt werden. b= .B. die bereits aus den Messwerten bestimmt wurden. dass die Werte yi normalverteilt sind mit dem Mittelwert f(xi. wenn wir 26 . "b = .16) bis (9. (9. (9. dass unter der Voraussetzung. n 1 n i=1 1 #" 2 n" 2 i= 1 n n ! Wir müssen nun noch untersuchen. die in der Gleichung (9. C = ! i2 .A2. Diese Frage kann ! nur im Rahmen der Wahrscheinlichkeitsrechnung beantwortet werden.

welches die Abweichung zwischen empirischer und theoretischer Verteilung zum Ausdruck bringt und fragen nach der Wahrscheinlichkeit.21) etwa den Wert 1 besitzen. Ein erster und schneller Test für die Qualität unserer linearen Näherung ist die Berechnung der Grösse S selbst nach Gleichung (9. Ausgangspunkt ist die Fragestellung (Hypothese H0). dass entweder die yi-Werte zu sehr streuen oder die Fehler als zu klein eingeschätzt wurden. 16 ist die Funktion P$ (z) als Funktion von z=$2 für verschiedene Werte von 7 dargestellt. Als Testgrösse verwenden wir $2. Ein zu kleiner Wert von S bedeutet hingegen. Der Mittelwert µ und die Varianz (2 von P$ (z) ergibt sich zu µ = 7 und (2 = 2 7. die eine Normalverteilung (Gaussverteilung) als Wahrscheinlichkeitsdichte besitzt. also absichtlich verändert wurden. z. sollte etwa 1/3 der Messwerte ( yi ± (i ) ausserhalb der Ausgleichsgeraden liegen ! Eine genauere Analyse unserer Messung und der Anpassung der Messwerte erfordert jedoch statistische Überlegungen. müsste die Summe etwa n ergeben. Wenn jeder yi-Wert gerade um (i von der Ausgleichsgeraden entfernt ist. ob eine im Experiment ermittelte (empirische) Verteilung nur zufällig von einer theoretischen Verteilung unter Vorgabe einer bestimmten Irrtumswahrscheinlichkeit # abweicht.13). Wir gehen ähnlich vor wie bei der Fehlerfunktion 8(z). Grosse Werte von S deuten darauf hin. genauer 7. $2 in bestimmten Grenzen zu finden. Abb. dass entweder die Fehler (i überschätzt wurden oder aber die yi-Werte nicht genügend streuen. 16 Die $2 -Verteilung (P$ (z) als Funktion von z = $2) für verschiedene Werte der Anzahl der Freiheitsgrade 7 (aus [4]).B. um gute Resultate zu erzielen oder dass die Nachweiselektronik defekt ist. Da die yiWerte einer Normalverteilung gehorchen. In der Abb. Wir wollen das allgemeine 27 .die beiden Parameter für die Geradengleichung bestimmt haben. Das heisst für eine gute Anpassung sollte das experimentell bestimmte reduzierte $2 "r = 2 "2 S = ! ! (9.

22) P ( " 2 # Gu ) = % P" ( z) dz = 1 & 2 Gu und $ & 2 (9. gilt J = (Gu.4 3.B. S/7=0.15.6 Y 4. Das Ergebnis unserer Streumessung ist in der Abb. S=7. 17 Streumessung mit n =12 Messpunkten und der Ausgleichsgeraden y = ax +b.0 4.0 -1.23) P ( " # Go ) = % P" ( z) dz = 2 Go Beide Forderungen zusammengefasst ergeben: P(Gu < $ < Go) = 2 ! Go Gu ! ! P" (z) dz = q = 1 . mit a = -3.05 (5 %) vor.4 5.1 -0.3 X -1.12.2 3. d.8 5. Go) mit Gu < Go.14. An Hand unserer Messung (Stichprobe) versuchen wir nun ein Intervall J anzugeben. 5. 7=12-2=10.24) 28 ..98. so bedeutet diese Forderung $ ' (9. (b = 0. eine Irrtumswahrscheinlichkeit von # = 0.Vorgehen an einem Beispiel erläutern.# und die Grenzen des Intervalls J mit Gu und Go.715.5 -1. b = -0.# (9. welches $2 mit einer möglichst grossen Wahrscheinlichkeit überdeckt.03. (a = 0.h. 17 dargestellt. Bezeichnet man diese Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) mit q = 1 . Wir geben nun z.8 3.9 Abb.

Abb. indem man in der grafischen Darstellung für die (unsymmetrische) Dichte P$(z) der $2 -Verteilung auf beiden Seiten unter der Kurve jeweils den Flächenanteil # / 2 abschneidet. Die Grenzen Gu und Go ergeben sich. Als experimentellen Wert haben wir S / 7 = 0. währenddessen für P < 0. 17 (7 = 10 und # = 0.05) entnehmen wir der Tabelle A1 durch lineare Interpolation die Werte von Gu/7 = $r2 = $27.1 und 0. #/2 / 7 = 2.07.! . Für unser Beispiel in Abb. 18 veranschaulicht diese Beziehung für die $2 -Verteilung mit 7 = 6 Freiheitsgraden.02 und P > 0. Damit erhalten wir für die Konfidenzgrenzen: Gu = # 2" .1$ ! und Go = # 2" .715 erhalten.98 die Ergebnisse sehr fraglich sind und überprüft werden müssen. überdecken im Mittel (1-#)*100= q*100 den wahren Parameter $2. 2 2 Die Werte $27. 1-#/2 / 7 = 0.24) kann folgendermassen interpretiert werden: Von 100 berechneten Konfidenzintervallen.9 die Anpassung akzeptiert werden kann. Nur im Mittel 100*# aller Stichproben liefern Grenzen. die aus Stichproben derselben Grundgesamtheit mit dem Parameter S = $2 stammen. Die Gleichung (9. die $2 nicht enthalten. also können wir unsere Hypothese H0 annehmen. 29 . dass für Werte von P zwischen 0. 18 Konfidenzgrenzen für $2 mit der Irrtumswahrscheinlichkeit # Im Allgemeinen wird angenommen. dass unsere Messpunkte durch die berechnete Ausgleichsgerade angenähert werden können.q können der Tabelle der $2-Verteilung entnommen werden. Dieser Wert liegt innerhalb der vorgegeben Grenzen.Die Abb.32 und Go/7 = $r2 = $27.

980 0.744 0.753 0.50 0.840 0.561 0.686 0.701 0.436 0.890 0.652 0.984 0.887 0.546 0.377 0.688 0.543 0.911 0.664 0.177 0.907 0.525 0.722 0.891 0.884 0.676 0. die der Wahrscheinlichkeit P($2 > $27.687 0.613 0.965 0.316 0.967 0.677 0.582 0.829 0.774 0.383 0.256 0.796 0.961 0.982 0.814 0.824 0. q überschritten wird. q / 7.986 0.684 0.281 0.902 0.768 0.178 0.691 0.223 0.665 0.718 0.507 0. dass $27.949 0.405 0.989 0.99 0.574 0.838 0.956 0.897 0. über der Anzahl der Freiheitsgrade 7.983 0.974 0.5 Tabelle A1: $ 2-Verteilung [8] für 0.434 0.978 0.577 0.333 0.959 0.808 0.60 0.779 0.762 0.206 0.80 0.870 0.9.349 0.731 0.469 0.855 0.860 0.764 0.232 0.328 0.886 0.921 0.598 0.662 0.789 0.322 0.627 0.856 0.150 0.779 0.907 0.863 0.635 0.754 0.790 0.676 0.970 0.530 0.813 0.638 0.563 0.823 0.848 0.655 0.704 0.921 0.831 0.927 0.696 0.475 0.512 0.936 0.742 0.627 0.580 0.731 0.874 0.363 0.918 0.469 0.335 0.416 0.845 0.663 0.986 0.577 0.749 0.755 0.873 0.567 0.726 0.0158 0.864 0.50.593 0.809 0.534 0.511 0.985 0.427 0.741 0.498 0.70 0.605 0.195 0.600 0.792 0.651 0.451 0.949 0.646 0.342 0.545 0.620 0.958 0.367 0.229 0.278 0.623 0.90 0.917 0.729 0.822 0.753 0.455 0.993 0.803 0.839 0.107 0.667 0.789 0.881 0.0742 0.932 0.963 0.897 0.592 0. q) = # entsprechen.976 0.604 0.298 0.937 0.572 0.693 0.616 0.633 0.875 0.992 0.510 0.944 0.911 0.879 0.367 0.720 0.587 0.868 0.786 0.369 0.670 0.436 0.953 0.0100 0. Werte von $r2 = $27.690 0.111 0.00393 0.762 0.412 0.357 0.934 0.926 0.703 0.979 0.587 0.469 0.0202 0.771 0.945 0.402 0.484 0.918 0.618 0.482 0.637 0.500 0.452 0.254 0.99 % # % 0.739 0.413 0.683 0.825 0.310 0.983 0.622 0.695 0.990 0.275 0.266 0.687 0.00063 0.98 0.223 0.532 0.830 0.993 30 .511 0.544 0.952 0.972 0.570 0.738 0.804 0.596 0.0515 0.0617 0.148 0.865 0.516 0.817 0.523 0.306 0.869 0.439 0.390 0.604 0.612 0.883 0.706 0.556 0.638 0.413 0.934 0.462 0.930 0.463 0.399 0.955 0.940 0.785 0.710 0.727 0.556 0.712 0.818 0.850 0.802 0.669 0.905 0.649 0.697 0. 7 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50 60 70 80 90 100 0.0642 0.95 0.781 0.803 0.878 0.484 0.928 0.348 0.542 0.554 0.498 0.813 0.625 0.145 0.915 0.117 0.987 0.189 0.720 0.594 0.00016 0.714 0.549 0.773 0.453 0.879 0.733 0.105 0.924 0.0383 0.798 0.273 0.394 0.844 0.487 0.872 0.522 0.856 0.

129 1.130 2.096 1.159 1.720 1.185 2.001 10.191 1.412 3.043 1.295 1.692 1.148 1.02 5.452 1.965 1.116 2.269 1.106 1.109 1.287 1.318 1.303 1.039 2.350 1.586 1. q) = # entsprechen.029 0.401 1.307 1.774 1. 7 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50 60 70 80 90 100 0.342 1.042 1.082 2.318 1.535 1.010 1.163 1.048 1.945 1.321 2.366 1.266 2.497 1.780 3.666 1.802 2.30 1.6 Tabelle A1 (Fortsetzung): $ 2-Verteilung [8] für 0.751 1.473 1.205 1.649 1.831 1.139 1.791 1.293 1.102 1.208 1.155 1.017 2.231 1.696 1.048 1.048 1.099 2.475 3.046 1.459 1.375 2.523 1.204 1.031 1.311 1.635 4.132 2.05 3.045 1.996 2.959 2.605 2.604 1.678 2.379 1.049 1.048 1.773 1.252 1.656 2.118 1.751 1.605 3.248 2.202 1.861 1. die der Wahrscheinlichkeit P($2 > $27.032 1.435 1.541 1.560 1.273 1.087 1.623 1.605 1.410 1.562 1.045 1.139 1.044 1.706 2.145 1.257 1.708 0.375 1.049 1.724 1.117 0.639 2.379 1.494 31 .377 1.134 1.823 1.213 1.281 1.266 3.878 1.525 1.263 1.432 1.049 1.790 1.831 1.034 1.258 1.104 1.487 1.074 1.712 1.076 1.394 1.458 1.207 1.288 1.240 1.990 1.599 1.011 1.610 1.243 0.142 1.517 1.423 4.185 0.039 1.098 1.046 1.195 1.220 1.123 1.506 2.511 1.056 2.049 1.215 1.319 3.982 1.407 2.168 1.170 1.271 2.671 1.752 1.178 1.102 3.617 4.953 1.847 1.279 2.194 2.130 1.812 1.241 1.453 2.524 1.026 1.421 1.742 2.880 1.351 2.462 1.198 1. q überschritten wird. q / 7.163 1.559 1.399 2.919 1.214 2.912 3.035 1.444 1.125 1.040 1.079 2.934 1.041 1.000 1.331 1.789 1.384 1.648 1.223 1.10 2.360 1.186 1.372 2.329 1.797 1.938 1.112 1.644 1.271 1.311 0.151 1. dass $27.609 1.279 1.072 1.173 1.049 1.576 1.191 1.344 1.069 0.570 1.039 1.042 1.084 1.547 1.004 1.150 1.178 1.660 1.097 2.368 1.405 1.100 1.642 1.632 1.678 1.351 1.473 1.852 1.20 1.40 0.222 1.121 1.040 1.835 1.505 1.471 1.174 1.905 1.592 1.047 1.916 0.9.670 1.038 1.444 1.40 % # % 0.525 1.717 1.841 2.497 1.036 1.571 1.842 2.321 1.404 1.01 6.296 1.400 1.275 1.032 1.578 1.622 1.196 1.187 2.358 1.755 1.770 1.094 1.426 1.827 6.959 1.908 5.041 1.184 1.354 1.485 1.496 1.457 1.047 1.429 1.542 1.303 2.330 1.743 3.476 1.044 1.182 1.383 1.417 1.733 1.048 1.917 2.548 1.888 1.628 1.580 2. über der Anzahl der Freiheitsgrade 7.081 1.307 2.222 1.513 2.167 1.115 1.358 0.546 1.919 1.511 2.264 1.884 1.599 1.001 Werte von $r2 = $27.038 1.

Hinweise zum Inhalt des “Abstracts” From: Institute of Physics / Notes for Authors Abstract The purpose of the abstract is to give readers concise information about the content of the article.The abstract should be informative and not only indicate the general scope of the article but also state the main results obtained and conclusions drawn. Verwendete Literatur 11. Diskussion der Messergebnisse 10. Messmethode 6. Versuchsaufbau. references or displayed mathematical expressions should be included. great care should be taken in constructing both. Zusammenfassung (Abstract) 3. Blockschema 7. It should be suitable for direct inclusion in abstracting journals and should not normally exceed 200 words. Aufgabenstellung 4. Versuchsnummer Name. 32 .) 5. Datum 2. If the article is not in English. no table numbers. The abstract is not part of the text and should be complete in itself. Kurze Einleitung (Theoretische Grundlagen. Versuchsauswertung mit Fehlerrechnung (Diagramme mit Fehlerbalken) Zusammenstellung der Messergebnisse 9. Messergebnisse (Messwerttabellen) 8.9. Verwendete Messgeräte. wichtige Formeln mit den entsprechenden Bedingungen für deren Gültigkeit usw. Since contemporary information-retrieval systems rely heavily on the content of titles and abstracts to identify relevant articles in literature searches. Some authors find difficulty in abstracting their own articles and it is therefore suggested that they seek the help of a colleague when in doubt.7 Versuchsprotokoll Das Versuchsprotokoll sollte folgende Punkte enthalten: 1. figure numbers. an English version of the abstract must also be supplied. Versuchsbezeichnung.

8 Detektor-Datenblatt Die wesentlichen Eigenschaften des verwendeten Detektors der Firma ORTEC können dem folgenden Datenblatt entnommen werden. Dabei bedeuten: C BNC-Anschluss auf der Rückseite A partially depleted (Sperrschicht geht nicht durch die volle Materialdicke 23 Energieauflösung von 23 keV für 5. Es ist eine Modell-Nr. von CA-23-50-100 angegeben.9.5 MeV #-Teilchen 50 Aktive Fläche von 50 mm2 100 minimale Sperrschichtdicke von 100 µm 33 .

.... 7 Blockschema der elektronischen Apparatur....15...................... mit a = -3..... 5 Schemat................13 Abb................................ 18 Konfidenzgrenzen für $2 mit der Irrtumswahrscheinlichkeit #.......11 Abb............................3 MeV ist der Fehler der Bethe-Bloch Formel kleiner als 1 %...............14....... R2 = 27 mm...... RA = 25 mm) .............. 13 Anteil des nuklearen Bremsvermögens 0n am totalen Bremsvermögen 0t für #-Teilchen in Luft und Gold [7]. R1 = 23 mm..14 Abb................ 2 Streuexperiment..........03......... 14 Bremsvermögen von #-Teilchen in Gold.........9 Abbildungen Abb...................29 34 ...........98.......... 7=12-2=10.........21 Abb........... 6 Energie-Reichweite Kurve für #-Teilchen in Silizium [7] ... 9..... b = -0............................................... Darstellung eines Oberflächensperrschicht-Detektors (aus[3] )..........17 Abb. 17 Streumessung mit n =12 Messpunkten und der Ausgleichsgeraden y = ax +b..12.................. (a = 0.............24 Abb... Energiebilanz des !-Zerfalls von 241Am ......... 8 Einige typische Impulsformen an den Positionen 1........ 840 keV 12 Abb.....................19 Abb......................27 Abb............. 15 Streugeometrie............ Für E# > 1................ 3.........24 Abb..........................13 Abb............................ 3 Streugeometrie (...... S/7=0................................. 4 Energieverteilung der #-Teilchen der verwendeten 241Am-Quelle mit einer mittleren Energie von ca... .....................................................7 Abb... 10 Energieverteilung der #-Teilchen aus einer dünnen Am-Quelle.............................. (b = 0................9.. 16 Die $2 -Verteilung (P$ (z) als Funktion von z = $2) für verschiedene Werte der Anzahl der Freiheitsgrade 7 (aus [4]).....22 Abb....65 MeV und einer Halbwertsbreite von ca............ 12 Detektorraumwinkel..... 11 Definition des Raumwinkels .715...... ..... 1 Elastische Streuung....14 Abb.... 28 Abb....................6 Abb.............. S=7...20 Abb......... 2 und 3/4..= 73 mm....................