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Rapid Content

Development in
5 Schritten
Ratgeber zum Thema „Erstellen von E-Learning-Inhalten
mittels Rapid Content Development“

von Philippe Bajna


05/2009 V.2.1

copyright by partekk handels ag

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung 3

Schritt 1: Das Ziel 5

Schritt 2: Die Mittel 7


Rapid Authoring-Werkzeuge 8
Screen-Recording-Software 8
Quiz-Werkzeuge 8
Softwaresimulations-Tools 8
E-Learning-Entwicklungsumgebung 9
Learning-Management-Systeme 9

Schritt 3: Der Inhalt 10


1. Abspecken 10
2. Folie ausräumen 10
3. Sprachskript 11
4. Action 11

Schritt 4: Der Sprecher 12


3 Möglichkeiten der Sprachherstellung 12
Das Sprachskript 13

Schritt 5: Die Verteilung 14

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Einleitung

War früher vor allem in Grossfirmen und Konzernen E-Learning ein Thema, sind es heute zunehmend
auch kleine und mittlere Unternehmen, die diese Art der „Wissenskonservierung“ einführen
möchten.

Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten spielen webbasierte Trainingseinheiten ihre Vorteile voll
aus, indem diese Variante der Wissensübermittlung am kostengünstigsten und zeitsparendsten ist
und die Lernenden zudem in ihrer Zeitgestaltung sehr flexibel bleiben.

Auch wenn es oft nicht darum geht, komplette Seminarreihen in E-Learning-Module zu wandeln, so
sollen vermehrt Präsentunterrichte vor- oder nachgelagert unterstützt werden. Darüber hinaus lässt
sich durch die Verbindung mit anderen Informationen, etwa Webseiten im Inter- oder Intranet, der
Nutzen von E-Learning-Modulen weiter erhöhen.

Es ist ja unser Geschäft, Firmen zu befähigen, möglichst selbstständig Inhalte in E-Learning-Module


zu wandeln. Unsere bewährte Rapid eLearning-Formel setzten namhafte Firmen bereits erfolgreich
ein.

In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen die wichtigsten Schritte, welche notwendig sind, um Rapid
eLearning-Module herzustellen.

Mit den folgenden 5 Schritten erreichen Sie Ihr Ziel.

1. Das Ziel.
Hier gehen wir auf grundlegende Überlegungen ein, welche am Anfang eines jeden solchen Projekte
stehen sollten.

2. Die Mittel.
Die ersten Überlegungen führen zu den Mitteln bzw. den Werkzeugen, mit denen die gewünschten
Ergebnisse erzielten werden sollen.

3. Der Inhalt.
Entscheidend ist natürlich der Inhalt, welcher in unserem Fall ja in Form von Präsentationen und
Skripten vorliegt. Wie wir die Inhalte „webfähig“ machen und was Sie dabei beachten müssen,
verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

4. Der Sprecher.
Wir sind der festen Überzeugung, dass Sprache bei E-Learning-Modulen unerlässlich ist. Es gibt
verschiedene Wege, Ihre E-Learning-Module sprechen zu lassen. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten
auf und verraten Ihnen, worauf es ankommt.

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5. Die Verteilung.
Wie gelangen meine E-Learning-Module an die Zielgruppen? Müssen sich zunächst die Benutzer
authentifizieren, um das E-Learning-Modul absolvieren zu können? Soll eine Auswertung der
gegebenen Antworten möglich sein? Diese und andere Fragen erörtern wir im letzten Artikel dieser
Reihe.

Link zu diesem Kapitel


http://del.icio.us/partekk/RCD_in_5_Schritten_Einleitung

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Schritt 1: Das Ziel

„Rapid Content Development" beinhaltet zwar das Wort Rapid (schnell),


jedoch bedeutet dies nicht, dass E-Learning-Module unüberlegt erstellt
werden sollten. Der Quick-and-dirty-Ansatz erweist sich bei der
Herstellung von E-Learning-Inhalten nach unserer Erfahrung als
kontraproduktiv, obschon ja Rapid eLearning von Rapid Prototyping
abgeleitet ist, was die schnelle Entwicklung mittels Prototypen
bezeichnet.

Wir erzählen hier sicher nichts Neues, jedoch werden wir immer wieder
Zeuge, dass diese grundlegenden Überlegungen einfach übergangen
werden. Als Resultat werden falsch konzipierte E-Learning-Einheiten
hergestellt und unnötig Geld aus dem Fenster geworfen.

Die richtigen Fragen am Anfang eines jeden Projektes stellen die richtigen Weichen für die
Produktion.

In unserem Fallbeispiel geht es um die Firma Bohr-Loch*, welche einen


innovativen neuen Hochdruckbohrer herstellt und anbietet. Die
Marketing-Abteilung hat sich entschieden, mit Hilfe von webbasierten E-
Learning-Trainingseinheiten (WBT) die Funktionsweise und Bedienung
des Bohrers zu vermitteln.

* Namen von Firmen, Personen oder Beziehungen zum Fachgebiet sind frei erfunden.

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Zu Beginn stellt sich daher die Firma Bohr-Loch folgende entscheidenden Fragen:
Nr. Parameter Frage Beispiel

Betriebspersonal des Kunden (spezialisierte


An wen richtet sich das Training in
1 Primäre Zielgruppe Bauarbeiter), welche die Bohrmaschine
erster Linie?
bedienen müssen.
An wen richtet sich das Training auch
2 Sekundäre Zielgruppe Interne Verkaufsmitarbeiter
noch?
Welche Ziele verfolgen Sie mit der Das Betriebspersonal muss in der Lage sein,
3 Lernziel Entwicklung dieses Lernmoduls? den Bohrer selbstständig zu bedienen und im
Notfall die richtigen Massnahmen einzuleiten.
Die Firma Bohr-Loch erklärt mittels der
Welcher Nutzen ergibt sich für die kostenlosen WBTs potenziellen Kunden ihr
Firma durch die Herstellung und Produkt und empfiehlt sich gleichzeitig als
Anwendung dieser Lerninhalte? Wo Kompetenzzentrum für Hochdruckbohrer.
4 Nutzen kann Zeit und Geld eingespart werden?
Muss die Nachweisbarkeit aufgrund Die Firma weist gegenüber dem Gesetzgeber
von gesetzlichen Auflagen nach, Schulungen für das Betriebspersonal
sichergestellt werden? durchgeführt und damit die Betriebssicherheit
sichergestellt zu haben.
Sollen Lernkontrollen sicherstellen,
Das Betriebspersonal des Kunden erhält nach
dass die Schüler den Lerninhalt
5 Zertifizierung erfolgreicher Absolvierung ein Zertifikat
verstanden haben? Erhält der Schüler
ausgestellt.
am Schluss ein Zertifikat?
Soll das Lernmodul auch Teil eines Im Rahmen eines bereits bestehenden Online-
6 Zusätzliche Funktionen Hilfssystems sein? Hilfssystems sollen einzelne Kapitel des
Lernmoduls direkt verlinkt werden.
Wie soll die Bildsprache gestaltet
Das WBT soll sachlich, jedoch auch lässig
werden, was soll der Sprecher
aufgemacht werden.
ausstrahlen? Soll die Online-
Tonalität Bild und
7 Präsentation motivierend wirken und
Sprache Der Sprecher soll mit einer seriösen,
Begeisterung transportieren? Oder soll
vertrauenserweckenden Stimme zum
die Präsentation eher sachlich, seriös
Betriebspersonal sprechen.
rüberkommen?
Haben die Zielgruppen
Internetverbindung und wenn ja, wie Die primäre Zielgruppe hat meist Zugang zu
Ausstattung der
8 schnell sind diese in der Regel? Wo einem Multimedia-PC, jedoch nicht immer
Zielgruppe
werden die E-Learning-Module Internet.
konsumiert?
Das E-Learning-Modul soll sowohl für einen CD
Wo soll das Lernmodul publiziert optimiert, als auch für die Online-Publikation
8 Zielmedium
werden? ausgelegt werden. Der Schlusstest für die
Zertifizierung steht nur online zur Verfügung.

Diese ersten Überlegungen bilden die Grundlage für die richtigen Mittel, welche wir
benötigen, um die webbasierte Trainingseinheit herzustellen. Dieses Thema behandelt der
nächste Artikel: Schritt 2: Die Mittel.

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Schritt 2: Die Mittel

Die Überlegungen in Schritt 1 bilden u. a. die Grundlage für die Wahl der Werkzeuge und
Plattformen.

Diese Frage muss sicher nicht bei jedem E-Learning-Modul neu beantwortet werden.

Am Beispiel der Firma Bohr-Loch skizzieren wir eine typische Ausgangslage und zeigen auf,
welche Überlegungen zum pragmatischen Entscheid geführt haben.

Für die Firma Bohr-Loch ist die Thematik E-Learning neu, und die Mittel müssen erstmals
bestimmt werden.

Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Aufzählungen oder Überlegungen.

Folgende Kriterien sind für die Firma Bohr-Loch wichtig:

Für das E-Learning soll umfangreiches Informationsmaterial in Form von PowerPoint-


Folien und Word-Dokumenten genutzt werden.

Die Mitarbeiterin kennt PowerPoint gut und wünscht ein Werkzeug, das optimal mit
PowerPoint zusammenarbeitet.

Das Tool soll nach möglichst kurzer Einarbeitungszeit genutzt werden können.

Das Werkzeug soll einen optischen Rahmen bilden, in dem die Folien-Inhalte und
multimedialen Elemente eingebunden sind. Das Werkzeug soll Inhalte im Flash-
Format ausgeben können.

Ein E-Learning-Management-System soll zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen


eines Evaluationsverfahrens eingeführt werden. Jedoch soll kurzfristig auf ein
einfaches LMS eines Online-Anbieters zurückgegriffen werden.

Das Tool soll daher die SCORM-Schnittstelle, welche für den Einsatz in einem LMS
vorgesehen ist, unterstützen.

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Grundsätzlich können wir folgende Werkzeuge unterscheiden:

Rapid Authoring-Werkzeuge
Dies sind Authoring-Werkzeuge, welche so ausgelegt sind, dass bestehendes Unterrichtsmaterial
schnell in E-Learning-Inhalte gewandelt werden kann. Sie
nutzen daher gängige Office-Produkte, wie Word oder
PowerPoint von Microsoft. Das spezialisierte Plug-in
Articulate Presenter beispielsweise verwandelt PowerPoint
in eine „E-Learning-Entwicklungszentrale“. Zusätzliche
Softwarekomponenten ergänzen den Funktionsumfang mit
interaktiven Elementen, Spielen und Flash-Simulationen.

Screen-Recording-Software
Wie der Name schon sagt, ist diese Softwarekategorie spezialisiert auf das Abfilmen eines PC-
Bildschirms. Als Ergebnis werden so genannte „Screencasts“ ausgegeben. Diese Filme sind meist im
Flash-Format. BB FlashBack von Blueberry erfüllt diese Aufgabe.

Quiz-Werkzeuge
Quiz-Werkzeuge schliesslich haben sich auf die Herstellung von Quiz und Umfragen spezialisiert.
Articulate Quizmaker beispielsweise erstellt Quiz und Umfragen im Flash-Format.

Softwaresimulations-Tools
Mit diesen Spezialisten werden interaktive Softwaresimulationen hergestellt. Vor allem wenn es
darum geht, den Ablauf einer Software aufzuzeigen und deren Handhabung zu simulieren, wird auf
diese Werkzeuge zurückgegriffen.
ViewletBuild von Qarbon ist schon seit Längerem ein Standard in diesem Bereich.

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E-Learning-Entwicklungsumgebung
E-Learning-Entwicklungsumgebungen sind komplexere Lösungen, welche sich auf die Herstellung von
Hilfesystemen und E-Learning-Modulen spezialisiert haben. Die Ergebnisse sind meist statische oder
dynamische HTML-Seiten. EasyProf oder Lectora sind typische Vertreter dieser Gattung.

Learning-Management-Systeme
LMS sind Online-Plattformen, welche die Verwaltung von E-Learning-Inhalten, Kursen und Benutzern
zum Ziel haben. Nebst sehr teuren und komplexen Systemen, welche meist als Server-Lösungen in
Firmen betrieben werden, können schlanke Angebote als Web-Service gemietet werden. Articulate
Online bietet beispielsweise eine auf Articulate-Inhalte ausgerichtete und einfach zu handhabende
Lösung an.

Bohr-Loch entscheidet sich für die Articulate-Produktsuite. Softwaresimulation und Screen-


Recording-Tools fallen weg, da keine Software geschult werden soll. Das Quiz-Tool soll mit
dem Basis-Authoring-System zusammenarbeiten. Bleiben die Rapid eLearning-Tools und die
komplexere E-Learning-Entwicklungsumgebung. Letzteres kommt in unserem Beispiel nicht
infrage, da eine kurze Einarbeitung und das einfache Einbinden von PowerPoint-Folien
gefragt sind. Ausserdem soll das Ausgabeformat Flash sein.

Die Articulate-Produktsuite besteht aus dem PowerPoint-Plug-in Articulate Presenter und den Tools
Articulate Quizmaker und Articulate Engage für die Erstellung von Interactive-Flash-Animationen.

Nachdem nun klar ist, welche Werkzeuge wir verwenden, machen wir uns an die Arbeit. Lesen Sie
dazu unseren nächsten Artikel: Schritt 3: Der Inhalt.

Link zu diesem Kapitel


http://del.icio.us/partekk/RCD_Schritt2

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Schritt 3: Der Inhalt
Der Inhalt ist natürlich „das Fleisch am Knochen“. In unserem Beispiel existiert bereits eine
PowerPoint-Präsentation, welche bisher im Präsentunterricht verwendet wurde.

Das bedeutet, dass bereits brauchbares Material existiert, dieses jedoch webfähig gemacht werden
muss. Bei dieser Arbeit hat sich folgende Vorgehensweise bewährt:

1. Abspecken
Als Erstes muss die PowerPoint-Datei „abgespeckt“ werden. Zunächst
werden ganze Folien entfernt, welche überflüssige Informationen
enthalten. Zurück bleibt die „Essenz“, die wichtigsten Inhalte, welche
der Zielgruppe übermittelt werden sollen. Bei diesem Prozess muss
entschieden werden, welche Inhalte für die Zielgruppe relevant sind.

Die so verkleinerte PowerPoint-Datei wird nun „technisch“ untersucht.


Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

Ist die PowerPoint-Datei ungewöhnlich gross?

Ist das Arbeiten mit der PowerPoint-Datei schwerfällig?

Deutet der Aufbau der Folie auf „versteckte Inhalte“ hin?

PowerPoint-Dateien speichern im Laufe der Zeit Inhalte, welche unsichtbar sind. Das können
übereinanderliegende Bilder, Grafiken oder Textboxen sein, auch Überreste von eingebundenen
Objekten sowie Kommentare und Anmerkungen.

PowerPoint 2007 bietet über die Office-Schaltfläche „Dokument prüfen“ im Menu „Vorbereiten“ die
Möglichkeit, solche unsichtbaren Inhalte aufzuspüren und zu löschen. Eine ähnliche Funktion steht
als kostenloses Add-in auch für Office 2003/XP zur Verfügung.

2. Folie ausräumen
In der bereinigten PowerPoint-Datei wird nun in einem zweiten Schritt Folie für Folie bearbeitet.
Tendenziell sind Folien, welche für Schulungen hergestellt worden sind, hoffnungslos überladen, mit
Text vollgepackt und womöglich noch mit Bildern und grafischen Elementen zugekleistert. Die Folie
wird nun ausgeräumt. Alle Textinhalte wandern in die Notizen-Sektion der Folie. Überflüssige Bilder
und Grafiken werden gelöscht. Übrig bleiben maximal drei Kernaussagen pro Folie. Dies können
Bilder, eine Textbox mit Schlagwörtern oder grafische Darstellungen sein.

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3. Sprachskript
Der in die Notizen ausgelagerte Folientext bildet oft eine gute Grundlage für den Sprechtext. Pro
Folie wird nun die Kernaussage „kommentiert“, d. h. es wird festgelegt, was für diese Folie ausgesagt
werden soll. Dabei sollte idealerweise nicht länger als 1 bis 3 Minuten pro Folie gesprochen werden.
Je länger die Sprache, desto schwieriger wird es, in dieser Zeit „Action“ auf eine Folie zu bringen.

4. Action
Nun muss die Kernaussage in Form eines Bildes, einer Grafik oder Textbox animiert werden. Dazu
werden die PowerPoint-eigenen, benutzerdefinierten Animationen verwendet. Die Animationen
sollen die Aussagen logisch unterstützen und die Folie mit Leben füllen.

Die Bedienungsanleitung für den Hochdruckbohrer


der Firma Bohr-Loch, welche als PowerPoint-
Präsentation existiert, wurde von den Marketing-
Mitarbeitern nach dem beschriebenen Ablauf
bearbeitet. Als Ergebnis erhält sie eine Rohfassung
des E-Learning-Kurses. Im nächsten Schritt befasst
sich Bohr-Loch mit der Herstellung von Sprache.
Lesen Sie dazu unseren nächsten Beitrag: Schritt 4:
Der Sprecher.

Link zu diesem Kapitel


http://del.icio.us/partekk/RCD_Schritt3

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Schritt 4: Der Sprecher

Der grosse Vorteil webbasierter Trainingseinheiten ist die Multimedialität bzw. die
Möglichkeit, gleichzeitig verschiedene Lernkanäle anzusprechen. Bekanntlich
behalten wir Lerninhalte besser, je mehr Kanäle angesprochen werden.
Kombinieren wir Sehen und Hören miteinander, liegt der Merkgrad je nach Lerntyp
schon zwischen 50 und 70 Prozent, wohingegen nur Gelesenes bzw. Visualisiertes
gerade einmal zwischen 10 und 30 Prozent behalten wird. Am besten lernt der
Mensch, wenn er es selber tun kann bzw. wenn er selber aktiv wird. Auch dieser
Lernkanal lässt sich in ein Rapid eLearning-Modul einbauen.

Für die Kunden unserer Beispielfirma Bohr-Loch wäre daher der praktische
Gebrauch des Hochdruckbohrers die erfolgsversprechende Methode, den
Umgang mit der Maschine zu lernen.
Bevor jedoch die Bohrmaschine bedient werden kann, sollen mittels der webbasierten
Trainingseinheit theoretische Grundlagen vermittelt werden. Die einzelnen Elemente der
Maschine sind interaktiv von den zukünftigen Anwendern zu erforschen. Hierbei unterstützt
eine angenehme, motivierende Stimme die Visualisierungen.

3 Möglichkeiten der Sprachherstellung


Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Sprachherstellung: Wir besprechen die Folien selber,
lassen das Sprachskript von einem professionellen Sprecher vorlesen oder bemühen eine
sogenannte Text-to-Speech-Software, um Sprache maschinell herzustellen.

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In unserem kostenlosen Ratgeber „Wie Ihre Informations- und
Lernmodule sprechen lernen“ zeigen wir die Vor- und Nachteile
der verschiedenen Varianten auf und erklären, wie Sprache
erstellt wird bzw. welche Aspekte speziell beachtet werden
müssen.

Den Unterschied zwischen einem professionellen Sprecher und


einer virtuellen Stimme veranschaulichen sehr schön diese zwei
Tonbeispiele. (etwas weiter unten im Artikel)

Das Sprachskript
Im Schritt 3 haben wir ja die PowerPoint-Datei soweit vorbereitet, dass nun das Sprachskript erstellt
werden kann. Wie bereits beschrieben, wird der Sprechtext, basierend auf den ausgelagerten
Folientext, erstellt. Der Inhalt der Folie bzw. die Kernaussage der Folie wird so erklärt. Dabei sollte
der Sprechtext nicht länger als maximal 3 Minuten betragen. 3 Minuten entsprechen etwa 500
Wörtern oder einer A4-Seite.

Die Firma Bohr-Loch hat sich für einen professionellen Sprecher entschieden und erstellt in einem
mehrstufigen Prozess das Sprachskript.

Der Produktmanager ergänzt die Textfragmente um weitere Stichwörter,

die Marketingmitarbeiterin erstellt daraus ganze Sätze und

der Abteilungsleiter kontrolliert die Aussagen und gibt diese schliesslich frei.

Damit der professionelle Sprecher die speziellen Abkürzungen und fachspezifischen Ausdrücke auch
richtig ausspricht, wird dem Sprecher eine Liste der Ausdrücke inklusive einer Audio-Datei zum
Anhören übergeben. Der professionelle Sprecher benötigt schliesslich 3 Tage, um die Sprache
herzustellen.

Link zu diesem Kapitel


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Schritt 5: Die Verteilung
Im fünften und letzten Teil unserer Reihe „Rapid Content
Development in 5 Schritten“ befassen wir uns mit den
Möglichkeiten, wie die fertigen E-Learning-Module zu den
Anwendern gelangen.

Als Ausgabeformat generiert Articulate bekanntlich Flash, ein


Internetstandard für qualitativ hochstehende Applikationen,
Animationen oder Filme. Die Flash-Präsentation lässt sich
daher optimal via Internet verbreiten bzw. dem Benutzer auf
den PC „liefern“.

Folgende Möglichkeiten für die Verteilung der Lernmodule


stehen uns grundsätzlich zur Verfügung:

Publikation auf einen Web-Server,

Publikation auf einem LMS (Learning-Management-System),

als CD- bzw. DVD-Produktion,

als Podcast-Publikation und als

Publikation auf Articulate Online.

Die Entscheidung, welche der Möglichkeiten wann Sinn macht, ist abhängig von der Beantwortung
wichtiger Fragen:

1. Soll gemessen werden, ob und wie erfolgreich ein Benutzer das WBT (Web Based Training)
absolviert hat?

2. Haben sich die Benutzer zuerst anzumelden, bevor sie ein WBT absolvieren können?

3. Sollen die Kurse frei zugänglich sein für jedermann oder nicht?

4. Steht ein eigenes LMS zur Verfügung?

5. Haben die Zielgruppen Internetanschluss und wenn ja, welche Leitungen stehen den
Benutzern zur Verfügung?

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6. Ist auch eine Offline-Nutzung erwünscht, um solche Nutzer zu bedienen, die keinen oder nur
unzureichenden Internetanschluss haben?

Für den freien Zugriff per Internet oder Intranet reicht ein Web-Server vollauf. Dies könnte
beispielsweise bei Lernmodulen sinnvoll sein, die Informationen zu den potenziellen Kunden
transportieren sollen.

CD- oder DVD-Produktionen bieten die Möglichkeit, Lernmodule in höchster Qualität zur Verfügung
zu stellen und als „Hardware-Varianten“ zusätzliche Inhalte zu transportieren und zu archivieren.

Sobald eine Authentifizierung der Nutzer erwünscht ist, empfiehlt sich ein Learning-Management-
System. Für Firmen, die noch kein eigenes System betreiben oder das bestehende für bestimmte
WBTs zu umfangreich oder zu schwerfällig ist, bietet sich das Mini-LMS von Articulate an: Articulate
Online.

LMS ermöglichen, Nutzern, welche sich angemeldet haben, Kurse zuzuweisen, den Lernerfolg live in
Reports und Charts darzustellen oder Antworten auszuwerten.

Articulate Online ist ein besonders kostengünstiges und benutzerfreundliches System. Es


konzentriert sich auf die Grundfunktion und lässt bewusst Unnötiges weg.

Für den sicheren Betrieb des Hochdruckbohrers ist es unerlässlich, dass zunächst die Kunden
den Umgang mit dem speziellen Werkzeug erlernen. Unsere Beispielfirma Bohr-Loch besteht
daher zwingend auf der Absolvierung des Online-Kurses und will
dies auch überprüfen können. Auch benötigt Bohr-Loch
Informationen über den erfolgreichen Abschluss des Kurses für das
Zertifikat, das jeweils dem Betriebsmitarbeiter persönlich
ausgehändigt wird. Da Bohr-Loch kein eigenes LMS besitzt, hat sich
die Firma für Articulate Online entschieden.

Mittels einer von Articulate Online generierten E-Mail werden die


Betriebsmitarbeiter eingeladen, an dem Kurs teilzunehmen.

Mit einem abschliessenden Fragebogen, welcher nach jedem


absolvierten Kurs von dem jeweiligen Betriebsmitarbeiter
beantwortet wird, erhält Bohr-Loch wertvolle Informationen zur
Verbesserung des Bohrers bzw. des E-Learning-Kurses.

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Wenn Sie ein ähnliches Projekt wie unsere Beispielfirma Bohr-Loch in Angriff nehmen wollen,
informieren Sie sich unverbindlich bei uns und sparen Sie damit Zeit und Geld. Wir helfen Ihnen,
damit Sie Ihre Zielgruppe mit einem ansprechenden und wirkungsvollen WBT erreichen.

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