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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 11.6.1938

0461 Göttliche Gnade .... Notwendigkeit des Gebetes ....

Was euch an Gnade zufließt, ist allein schon ein Liebesbeweis des Herrn, denn ihr
selbst wäret ohne die göttliche Hilfe nicht fähig, euch aus den Fesseln der
Materie zu befreien .... Doch das ständige Ringen und Gebet um Kraft entfernt euch
allmählich von der Erde und ihrem Begehr .... Wie sich ein Vogel hoch in die Luft
schwingt, alles auf der Erde haftende weit hinter sich lassend, so wird sich auch
die Seele mehr und mehr emporheben in Sphären, wo der Druck der Erdenschwere sie
nicht mehr so merkbar berührt ....

Der Körper weilt zwar noch auf der Erde und muß der irdischen Tätigkeit nachgehen,
doch ist diese Tätigkeit nicht mehr die Hauptsache des Lebens, sondern wird sich
wie von selbst erledigen, fühlbar unterstützt von den dem Menschen beigegebenen
geistigen Schutzwesen .... die alles daran setzen, um die Seele des Erdenkindes in
jenen Sphären zu erhalten, und die den Rückgang der (zur = d. Hg.) Erde mit allen
Kräften verhindern möchten.

In der Zeit der inneren Reife wird sich die Seele absondern und immer nur nach
geistiger Umgebung verlangen .... sie verläßt den Körper oft und hält sich
vorwiegend in geistigen Regionen auf .... d.h., die Gedankenwelt, in welcher sich
ein solches Erdenkind lieber aufhält, wird von nun an eine rein geistige sein, und
von der Erde und ihren Anforderungen will es wenig oder gar nichts wissen, hat
jedoch immer das Verlangen, geistige Nahrung in Form von geistigen Wahrheiten
aufzunehmen.

Das sicherste Gefühl einer Höherentwicklung ist immer das Verlangen nach geistiger
Speise .... Wer auf der Erde noch festgehalten wird, verlangt nicht nach solcher
.... sein Sinn steht nach anderen Genüssen, und nur, wo die Seele sich schon
veredelt und geläutert hat, ist sie bestrebt, in Unergründbares einzudringen. Ein
solches Verlangen wird dann auch gefördert und unterstützt werden von allen Wesen
im Jenseits, die eine solche Seele betreuen während ihrer Erdenzeit.

Nichts ist für die Seele gefährlicher als ein immerwährendes Sättigen dieser mit
irdischen Genüssen und Freuden .... sie ist völlig unfähig für die Annahme von
geistigen Lehren und beraubt sich so selbst der größten Gnade .... so sie nicht
beten kann und, ihre Unvollkommenheit erkennend, den himmlischen Vater um Hilfe
anfleht. Solcher Menschen gedenket der Herr besonders liebreich, indem Er sie
führet über dornige Wege, durch Leid und Sorgen, damit sie endlich finden sollen
zum Vater, wenn sie in großer Not und Bedrängnis Hilfe bedürfen. So sie erst
einmal Zuflucht genommen haben zum Gebet, werden ihnen die Augen geöffnet und ist
dies schon eine Gnade, die sie zum Fortschritt der Seele führen kann, wenn der
Mensch nur selbst etwas guten Willen hat.

Nie soll der Mensch das Gebet vergessen .... Solange er sich im Gebet mit dem
himmlischen Vater verbinden kann, ist ihm der Gnadenquell geöffnet, und nichts
wird ihm im Erdenleben zu schwer werden, wenn er sich dieser göttlichen Gnade
bedient .... mittels derer er auch Hand anlegen kann an das Werk, sich selbst nach
dem Willen Gottes zu gestalten.

Ohne die göttliche Gnade vermag der Mensch nichts .... mit dieser aber unendlich
viel, darum betet, daß der Herr euch mit Seiner Gnade bedenke, und ihr brauchet
nicht zu verzagen .... Denn Gottes Güte währet ewiglich ....

Amen
— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —
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im Internet unter: www.bertha-dudde.info