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Interview

IB M au f der DMS E xp o zung sowie transparentem Wissens- und


Informationsaustausch geprägt. Jedoch

Enterprise 2.0 – mehr sollte bei der Betrachtungsweise keines-


falls ein Schwerpunkt gesetzt werden,
etwa dergestalt, dass die Funktionen File

Effizienz ist smart Sharing und Dokumenten-Management


übermäßig in den Vordergrund gerückt
werden. Denn die Vernetzung aller Kom-
munikationspartner ist ebenso entschei-
dend. Dabei sollten die zur Verfügung
DB: Herr Pfeiffer, auf der diesjährigen DB: Was verstehen Sie unter effizienter gestellten Funktionen sinnvoller Weise
DMS Expo wird erstmalig „Enterprise arbeiten? nicht nur auf E-Mail beschränkt sein,
2.0“ als hochaktuelles Thema im Um- SP: Für mich bedeutet effizient arbeiten sondern bis hin zu Instant Messaging und
feld von Enterprise Content Manage- smart arbeiten. Das wird möglich, wenn Onlinekonferenzen alle möglichen Kom-
ment präsentiert. Wie sehen Sie bei eine Arbeitsumgebung vorhanden ist, die munikationskanäle beinhalten. In dieses
IBM diesen Markt? Kommunikation, Zusammenarbeit und Thema kommt durch die Integration von
SP: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten Beteiligung fördert. Hierzu müssen Mit- Telefonie gerade für die übergreifende
geht es für die Unternehmen noch mehr arbeitern verschiedenste Möglichkeiten Zusammenarbeit neue Dynamik, wes-
darum, effizienter zu arbeiten, wobei offeriert werden – mehr als dies heute der halb IBM das Gebiet seit geraumer Zeit
auch verstärkt darauf geachtet werden Fall ist. So vertreten etwa Analysten die Unified Collaboration and Communi-
muss, Kosten einzusparen – von daher Meinung, E-Mail könne nicht das alleini- cation nennt, also die Kombination und
schätzen wir den Markt als sehr inter- ge Werkzeug zur Collaboration sein. sinnvolle Integration von Collaboration
essant ein. und Kommunikation.
DB: Welchen Grund sehen Sie dafür,
dass E-Mail nicht dem Bedarf genügt? DB: Wie sieht aus Ihrer Sicht der prak-
SP: Die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation tische alltägliche Nutzen aus?
zwischen einzelnen Personen, die mangel- SP: IBM hat vor einigen Monaten die
hafte Nachvollziehbarkeit von Vorgängen Smarter Planet-Initiative gestartet, in
einhergehend mit der E-Mail Flut tragen der verschiedenste Themen diskutiert
einer effizienten Zusammenarbeit nicht werden, die dabei helfen sollen unseren
gerade bei. „How Long is email Going to Planeten smarter zu machen beziehungs-
Continue Destroying Our Productivity?“ weise den Unternehmen die Möglichkeit
nennt es Jim Ware in einem Blogbeitrag. zu bieten, dass ihre Mitarbeiter smarter
Und ein Vordenker wie Luis Suarez pos- arbeiten können. Denn letztendlich ist
tuliert „Thinking out of the Inbox“ und ein Bedarf zur Zusammenarbeit in der
lebt dies auch in der IBM vor, indem er täglichen Arbeit fast überall gegeben.
alternative Werkzeuge nutzt. Das entsprechende Angebot an die Mit-
arbeiter könnte man entweder als „Social
DB: Was ist Ihrer Meinung nach essen- everywhere“ oder auch als „Collaboration
tiell auf dem Weg smart zu arbeiten? everywhere“ bezeichnen. Dahinter ver-
SP: Bei Enterprise 2.0 geht es bei weitem birgt sich, dass die Funktionen von Social
um mehr, als die Einführung der Werk- Software und Collaboration direkt in der
zeuge aus dem Bereich Web 2.0 wie Wi- gewohnten Arbeitsumgebung der Benut-
kis, Blogs, Lesezeichen und Social Net- zer mit einem Klick verfügbar sind.
works. Für Unternehmen ist es wichtig
zu erkennen, wie diese Funktionen unter DB: Können Sie Beispiele benennen?
organisatorischen, kulturellen und tech- SP: Die Profilkarte von Lotus Con-
nischen Gesichtspunkten mit dem Ziel ef- nections, die sich in Anwendungen
fizienter Zusammenarbeit und besserem einblendet, ist ein Beispiel für „Social
Wissensmanagement im Unternehmen everywhere“. Sie zeigt sofort relevante
eingeführt werden können. Informationen zum Anwender, von der
Telefonnummer bis hin zu seiner Online-
DB: Stehen dabei die Werkzeuge nicht Verfügbarkeit. Darüber ist es möglich den
an erster Stelle? gewünschten Kollegen anrufen oder ihn
SP: Nein – die Debatte um Enterprise zu einem Chat einzuladen. Ich kann mir
2.0 wird eher durch die Themen Vernet- seine Blogeinträge, Aktivitäten und vie-

6 5/2008 www.digital-business-magazin.de
les andere ansehen. Allein darüber ist es möglich, mit LotusLive iNotes den Kun-
möglich, Informationen oder Experten- den web-basierte E-Mail-Dienste – kurz
wissen anzuzapfen, selbst für den Fall, Web-Mail genannt – anzubieten. Dabei
dass der Kollege nicht erreichbar ist. hat LotusLive iNotes nichts mit Lotus No-
tes und Lotus iNotes zu tun, leider sind
DB: Gibt es weitere Anwendungen – Sie hier die Produktnamen verwirrend. Lo-
sprachen vorhin Telefonie an? tus Notes ist der normale, lokal auf dem
SP: Ja – auch anhand der Integration von Rechner installierte Client, der unter
Telefonie lässt sich unsere Vorstellung Linux, Mac oder Windows mit Domino
von smarter arbeiten gut illustrieren. arbeitet. Lotus iNotes ist der Web-Client,
Dabei geht es mir nicht so sehr um die der aus dem Browser mit Domino ar-
durchaus nützliche Möglichkeit, direkt beitet. Zusammengefasst lässt sich unser Erleben  Sie  mit  der  
vom Computer aus zu telefonieren. Ich neues Angebot wie folgt formulieren –
finde es hilfreich, wenn ich als Mitarbei- LotusLive iNotes ist technologisch ein
it-­sa  in  Nürnberg  vom  
ter steuern kann, wie und wo ich erreicht Angebot à la Web.de oder Googlemail, 3.-­15.  Oktober  2009  
werde. Ich habe nur noch eine Telefon- jedoch ausschließlich für Unternehmen
nummer und die Anrufe werden auf das und nicht für Privatpersonen, betrieben
eine  Messe,  die  sich  
Gerät geroutet, auf dem ich verfügbar in der sicheren IBM-Cloud. exklusiv  auf  das  Thema
sein will – entweder im Büro, im Home
Office oder auf dem Mobiltelefon. Also DB: Gibt es neben E-Mail in der Cloud IT-­Sicherheit  konzen-­
keine zwei Apparate, die parallel klingeln noch weitere neue Funktionen von Lo- triert.  
können – das ist für mich smart. tusLive?
SP: Ja, zum Beispiel LotusLive Engage. In Nürnberg treffen Sie die für IT-­Sicherheit
DB: Könnte auch die Zusammenarbeit Hier sind alle Werkzeuge enthalten, die verantwortlichen Projektleiter, Entwickler,
mit Externen verbessert werden? vor, während oder nach einem Mee- Praktiker und Manager. Hier können Sie
SP: Ja, auch wenn Dokumenten-Manage- ting benötigt werden – Online Meeting sich über neueste Entwicklungen austau-­
ment und File Sharing im Unternehmen Services mit Protokollfunktionen, File SCHEN WICHTIGE+ONTAKTEPÈEGENUND)HRE
heute noch nicht überall Standard ist, Sharing sowie des weiteren Aktivitäten- Planungen im IT-­Sicherheitsbereich ab-­
kann man schon weiter denken. Etwa Verwaltung mit Fristen und Zuordnung sichern.
dahingehend, Dokumente in einem ex- an Personen und Gruppen, Vernetzen Das seit 10 Jahren bewährte Veranstal-­
ternen Netzwerk mit Kunden, Lieferanten von Anwendern über Profile, Bilden von tungskonzept der it-­sa aus internationaler
und Partnern zu teilen und die gemein- Arbeitsgruppen, differenzierte Zugriffs- Ausstellung und Live-­Demos zur IT-­Security
same Projektarbeit, Besprechungen und und Rechtevergabe, Instant Messaging wird als eigenständige Messe in Nürnberg
sonstige Aktivitäten online in der Colla- und einiges mehr. fortgeführt und erweitert.
boration Cloud zu koordinieren.
DB: Können die Funktionen nur bei it-­sa  2009:  
DB: Viele stehen dem Thema Cloud Meetings eingesetzt werden? Mehr  Themen  -­  mehr  Service
Computing noch skeptisch gegenüber. SP: Nein – sie bieten mehr Möglichkei-
m Lösungen zu Informations-­Sicherheit,
Wie sind Ihre Erfahrungen? ten, sich in der Wolke zu „engagieren“.
Storage-­ und Netzwerksicherheit,
SP: Sicherlich ist es so, das Cloud Compu- Eine Chance aus meiner Sicht ist, die
Datenschutz, Hardware-­Sicherung,
ting zu wenig nutzenorientiert kommu- Services zur Zusammenarbeit zwischen Security-­Awareness
niziert wird. Dies gilt teilweise auch für Unternehmen also mit Kunden, Liefe-
m Non-­Stop-­Vortragsprogramm auf zwei
IBM. Dabei sind Software Services wie ranten und Partnern einzusetzen – und
großen Foren
die von LotusLive sehr einfach zu erklä- somit, im Sinne von Enterprise 2.0, die
ren und zu vermarkten. Zusammenarbeit im Geschäftsnetzwerk m Guided Tours von unabhängigen
Consultants
zu optimieren. So könnte ein deutsches
DB: Welchen konkreten Nutzen bietet Unternehmen, das Produkte nach Asien m Topic-­Routen zu Trendthemen, Basis-­
LotusLive in diesem Zusammenhang? verkaufen will, mit Kunden Angebote und Lösungen
SP: Mit LotusLive macht IBM Services Zeichnungen austauschen sowie Online m Seminare, Security-­Tagungen,
in der Cloud zur Miete verfügbar. Hier Meetings halten, um dadurch den Ver- Workshops
wird beispielsweise unter dem Namen triebsprozess zu beschleunigen. Utopie
LotusLive Notes E-Mail als Software finden Sie? Nein, in der IBM Cloud ist das
as a Service (SaaS) angeboten – in die- in einer sicheren Umgebung möglich.
sem Modell betreibt IBM die komplette
Domino-Serverinfrastruktur. Aufgrund Stefan Pfeiffer ist Market Manager
eines Zukaufs von Outblaze ist es künftig Lotus, IBM Deutschland

*ETZTINFORMIEREN www.it-­sa.de
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