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1. Auflage September 2002 2. Auflage August 2003 3. Auflage Januar 2008 4. Auflage März 2011
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ANDREAS VON RÉTYI

DIE
UNSICHTBARE

MACHT
Hinter den Kulissen der Geheimgesellschaften

KOPP VERLAG

ÜBER DAS BUCH: Verschwörungen und hierzu aufgestellte Theorien werden von vielen Menschen belächelt. Sie können sich nicht vorstellen, daß hinter der Bühne der offiziellen Weltpolitik geheime Kräfte agieren, die über das Schicksal der Menschheit bestimmen. Andreas von Rétyi zeigt mit seiner so aktuellen wie beeindruckenden Faktenrecherche, daß Verschwörungen nicht nur Realität, sondern auch eine Bedrohung für die Zukunft und Freiheit der Menschheit sind. Er hebt den Schleier von einer geheimen Gruppe, die keine Grenzen und keine Gesetze kennt, die alle Aspekte der Politik und Wirtschaft kontrolliert. Diese Hintergrundkräfte, die auch als »Oktopus« bezeichnet werden, gewinnen zunehmend an globalen Dimensionen. Zu ihnen gehören die Bilderberger, die Trilaterale Kommission und verschiedene Geheimdienste, allen voran die CIA. Die Geheimdienste dienen dem »Oktopus« als Exekutive. Zahlreiche unliebsame Journalisten und Politiker wurden von ihnen bereits zum Schweigen gebracht. Konsequent verfolgt Andreas von Rétyi sämtliche Spuren, die der »Oktopus« in der düsteren Welt der Geheimgesellschaften hinterlassen hat. Über den Autor: Andreas von Rétyi, geboren 1963 in München, ist seit 20 Jahren Wissenschaftsjournalist und erfolgreicher Sachbuchautor. Neben populärwissenschaftlichen Publikationen sowie jahrelanger Tätigkeit als Chefredakteur eines führenden Magazins zur Weltraumforschung trat von Rétyi durch fesselnde Bestseller hervor, darunter auch seinen vielbeachteten Report über Geheimbasis Area 51 - Die Rätsel von Dreamland. Konsequent greift er seitdem immer wieder brisante Themen auf und verfolgt in weiteren Buchveröffentlichungen militärische Geheimprojekte, verborgene Vorgänge in den Reihen der Machtelite unseres Planeten sowie nicht zuletzt Widersprüche um Schlüsselereignisse der Weltgeschichte. Von Rétyis Arbeit wurde u.a. durch Who's Who in the World gewürdigt, seine Werke erschienen in mehreren Sprachen. Heute arbeitet er als freier Schriftsteller in Coburg.

INHALT

Vorwort zu einer Verschwörung ..................................................

9

KAPITEL 1: Der Rat Ein Toter im Potomac ................................................................16 Geheimnisse eines Meisterspions ............................................18 Das Oktopus-Establishment .....................................................21 Szepter der Mächtigen ...............................................................24 Der alte Schurke .........................................................................27 Totale Kontrolle ..........................................................................30 KAPITEL 2: Geheime Gipfeltreffen Fürstliche »Schildbürger« .........................................................35 Die betrogene Armee .................................................................37 Treffen auf Jekyll Island ............................................................39 Der gezähmte Präsident ............................................................42 Gespräche am runden Tisch .....................................................45 Die Welt-Elite unter sich ...........................................................49 Hinter verschlossenen Türen ....................................................53 Verschworene Theorien ............................................................58 KAPITEL 3: Tödliche Neugierde Ein-Stich ins Wespennest ..........................................................64 »Blutbad«.....................................................................................68 Treffpunkt Sheraton ...................................................................74 Reise ohne Wiederkehr..............................................................76

................................................ 100 Der Wilcher-Brief .............................. 114 KAPITEL 5: Fluchtpunkt Arkansas Eine verborgene Agenda ..... 88 Group 13 ................................................................................. 162 ...... 96 Schlafende Hunde weckt man nicht ............................................ 123 Die Jungs auf den Schienen .............................................................. 133 »Wir wissen doch................................ 157 Rätsel um BO-105 ................................................................................................................................ 102 Korrupte Gerichtsmediziner................. 147 Ein obskures Genie ............................................................................................................................... 143 Spezialtrupps für die Schwarze Welt .................................................... 120 Cocaine Importation Agency .................................... 125 Suizid-Doktor Malak ............ 83 KAPITEL 4: »Selbstmord« im Namen des Kraken David gegen Goliath ................................ 110 Die »Schwarze Rose« ............ 128 Mauern des Schweigens .................. 94 Der aufrechte Tote .......................................................... wohin das führt!« .................Das Lied vom Tod ..................................... 137 KAPITEL 6: Wackenhut Das Geheimnis von Coachella Valley ................................................................................... 90 Exitus bei Exit 95 ............... 81 Beseitigte Beweise ................................................................. 151 CIA innerhalb der CIA .......................................................................................................................................................... 155 Desinformation? .............................................................................. 86 Warnzeichen ............................................................................................................................ 108 Gefährliche Spuren ..........................................................

................................................................ 185 Der Orden ...............................................« ................................ 224 Das Imperium schlägt zu........... 170 Ein neues Machtzentrum .......... 211 KAPITEL 9: Planet Rockefeller Doktor Eisenbart .................................... 177 Ein Wunsch liegt in der Luft ................................................................................................................ 229 Literatur.............................................. 166 Carlyle ...................................................KAPITEL 7: Eine geheimnisvolle Gruppe Das »Secret Team« .................................................................... 226 Anhang: »Operation Northwoods«: Die Dokumente ......... 173 CIA-Airlines ........... 189 KAPITEL 8: Welt-Manipulation Des Kraken neue Kleider .............................................................................................................................................................................................................................. 203 Amerikas düsterster Tag ......................... 194 Die Australien-Connection ........................................................................................................... 198 Die Kuba-Akte ............................................................................................. 182 »USA........... 247 ............................................................ 222 Der erste Milliardär .................................... 220 »Gott hat mir mein Geld gegeben!« ...... 180 Der Fall Hatfield ................................................................................... Inc...................................................................................... 245 Register ...............................

Tony Casolaro. und all den anderen. Denen. die sterben mußten.Gewidmet Kevin Ives. die zufällig Zeugen wurden. die ihr Leben ließen. weil sie der unsichtbaren Macht zu nahe kamen. weil sie die düsteren Machenschaften der Schattenregierung ans Licht bringen wollten. . Don Henry. und denen.

an sich harmlose Wörter ergeben eine kurze Frage. Sein Inhalt ist jedoch weit mehr als die Summe seiner Teile. Also muß noch eine exotische »dunkle Materie« existieren. denn diese Materie leuchtet nicht. Nicht anders verhält es sich mit der »dunklen Macht«. Die Kombination jener vier Worte bildet echten Zündstoff.VORWORT ZU EINER VERSCHWÖRUNG Im Weltraum existiert eine bislang unbekannte Materieform. sogenannte Quasare. an denen sie das Licht der Welt ähnlich wie die kosmische dunkle Materie hin zur Finsternis krümmt und sich dem aufmerksamen Betrachter verrät. Schwarze Löcher in den größten Tiefen des Universums lassen Energiemonster im All. die an sich nicht sonderlich aufregend sind. Wenn dieses unvorstellbar ferne Licht an riesigen Galaxienhaufen vorbeizieht. Diese Reise soll Sie an diejenigen Orte führen. Mit diesem Buch möchte ich Sie zu einer ungewöhnlichen Reise einladen. Sie setzen sich häufig aus zahllosen Fakten zusammen. denn ihre Gegenwart wirkt sich auf ihre Umgebung aus. Genauso verhält es sich mit vielen Geheimnissen. einen kurzen Satz. Die Frage wurde schon oft gestellt: »Wer regiert die Welt?« Vier simple. an denen die unsichtbare Macht Spuren hinterlassen hat. wird es von deren Schwerefeld abgelenkt. so als ob Wasserstoff und Sauerstoff in einer Knallgasreaktion detonieren. Dennoch läßt sie sich mit detektivischem Spürsinn nachweisen. verrät sie sich also doch. Sie ist unsichtbar. als Astronomen aufgrund der leuchtenden Materie vermuten würden. Obwohl sie unseren Augen verborgen ist. nach deren Pfeife unsere gesamte Welt tanzt. Doch die Ablenkung ist viel stärker. hell leuchten. Erst seit kurzem wissen Astronomen von ihr. Viele Teilgeheimnisse .

Für die Antwort reichen sogar schon vier Buchstaben: Geld! Eine Binsenweisheit. Doch hinter allem stehen Menschen. der Krone und Szepter der Welt in seinen blutigen Händen hält! . Wer nun die richtigen Daten aus der unüberschaubaren Flut herausfischt. und das macht die Sache erst kompliziert. keine Frage. wie sie bei solchen unnatürlichen Todesfällen fast die Regel sind. wenn es um Enthüllungen über die abgründigsten. die mehr oder weniger befriedigend waren.10 kursieren als öffentlich zugängliche Informationen. von mörderischen Geheimgesellschaften und skrupellosen politischen Mächten.aus dem »Fundus des Todes« schöpfen und aus Unstimmigkeiten und Widersprüchen. vor allem investigative Journalisten. So makaber es klingen mag. Personen so zu »entsorgen«. dann wird es gefährlich. nicht selten können die investigativen Nachfolger . wer es wirklich ist. Letztlich wissen wir alle. Denn selbstverständlich möchten wir herausfinden. Sollten aber solche Insider beginnen. schwärzesten Machenschaften dieser Erde geht. welche der reichhaltig kursierenden Informationen auch zuverlässig und welche wertlos sind. von hinterhältigen Schattenregierungen und supermächtigen Familien. Büchern oder im Internet.und die wird es immer geben . Kann das die Antwort auf alle Verschwörungen und Geheimnisse dieses Planeten sein? Ja und nein zugleich. wer die Welt regiert. Auf die Frage »Wer regiert die Welt?« wurden schon viele Antworten gegeben. daß nur die Insider geheimer Projekte und weitreichender Verschwörungen auch genau wissen. brisante Entdeckungen machen. allzu neugierige Probleme. daß keine Verdachtsmomente aufkommen. kann dabei unter Umständen unter Tausenden von Glassplittern einen unschätzbar wertvollen Rohdiamanten finden. Nun liegt es aber in der Natur der Sache. pardon. ihr intimes Wissen an Unberechtigte weiterzugeben oder sollten gelegentlich übereifrige Außenseiter. Und nicht immer gelingt es. auf mögliche Hintergründe schließen. Da war die Rede von uralten mysteriösen Bünden. ob nun in Zeitschriftenartikeln. Denn natürlich geht es ewig um die harmonische Ehe von Geld und Macht mit dem Trauzeugen »Wissen«.

um sie dann beim Namen nennen zu können und zu erkennen. die zwar in die heutige Zeit hineinwirken. die sich wie ein Chamäleon anzupassen versteht. Intrigen.11 Tatsächlich treffen viele der Antworten. Die unsichtbare Macht manifestiert sich in gewaltigen Institutionen. Es ist ein Netzwerk aus niedrigster Korruption. verborgenen und sehr komplexen Netz auf den Grund gehen. Stück für Stück haben engagierte und mutige Journalisten in den vergangenen Jahren versucht. Täuschungsmanövern. Betrug. Untergrundgruppen und Einzelpersonen. die auf die Frage nach den Herren dieser Welt gegeben wurden. als ich damals je vermutet hätte. Mord. deren Gewebe aus Verschwö- . Bereits in meinen beiden Büchern über geheime Projekte der Vereinigten Staaten von Amerika bin ich einigen speziellen Fragen zur Schattenregierung nachgegangen und kann rückblikkend sogar feststellen. Abhöraktionen. wo enge »Verwandtschaften« bestehen und wer heute das Familienoberhaupt ist. das so fein gewoben und so widerstandsfähig ist wie das Radnetz einer Spinne. Drogengeschäften. Das sind die eigentlich interessanten und wichtigen Fragen. Viele aber orientieren sich zu sehr an den Mächten früherer Jahrhunderte. Wir werden einem unterschwelligen. Eines freilich ist schon lange klar: Der militärisch-industrielle-geheimdienstliche Komplex untersteht letztlich den höchsten Finanzkräften dieses Planeten. Wesentlich ist meiner Meinung nach. Desinformation. Auf unserer abenteuerlichen Reise werden wir zahlreichen Geheimnissen nachspüren und geradezu unglaubliche Querverbindungen aufdecken. um bei minimaler öffentlicher Präsenz maximale Gewaltausübung zu betreiben. aber eben doch von neuen Kräften geformt wurden. die allerdings in einem schier unendlichen Wirrwarr an Fakten und Vorfällen verborgen sind. daß ich ihren Zentren mehr oder minder zufällig manchmal bereits näher war. im Grunde bereits zu. Organisationen. die neuen tragenden Säulen der Macht aufzuspüren. die ungezählten Fäden zu entwirren. Verrat. politischen Verbrechen aller Art. Waffenhandel. Wir werden einer düsteren Machtstruktur nachspüren. Spionage.

Nur einige wenige mächtige Gruppierungen um ihn herum wissen überhaupt von diesem Moloch. dem sie um der Macht und des Geldes willen huldigen. Namen und Örtlichkeiten der »Oktopus-Operationen« oft präzise nennen. Er lauert stets im Hintergrund. vor dem nichts sicher ist. einem so uralten wie modernen Götzen. daß es einen meilenweiten Unterschied zwischen »unbewiesen« und »widerlegt« gibt. Gewiß. einmal ganz abgesehen davon gibt es eben viele sehr gut belegte. Doch abgesehen davon. die Öffentlichkeit aber seiner- .12 rung und düsteren Machenschaften gesponnen ist. ein vorsichtiger Umgang mit dieser exotischen »dunklen« Materie ist angebracht. in dieser obskuren Schattenzone kursieren tatsächlich viele unglaubliche. Es gibt viele andere Namen für den zentralen Machtfaktor der Welt. als ein alles umschlingender. versteckt vor den Blicken der Öffentlichkeit. Denn hier. weil präzise verfolgbare Spuren und Hinweise auf die reale Existenz des Oktopus. Daß er uns als trotzdem kaum greifbares Phantom erscheint. Die unheimliche Schattenregierung wurde schon vor Jahren vereinzelt ins Visier genommen und sehr treffend als Oktopus bezeichnet. sich so weit wie möglich dem neugierigen öffentlichen Blick zu entziehen. der bei der Wahrheitssuche meistens übersehen wird und ihr einen selektiven Charakter aufprägt. Viele derjenigen. liegt in der Natur der Sache. das nur noch wenig mit der Realität gemein hat. ob dies alles nicht das überzogene Gedankengebilde eher schon sehr weltfremder Phantasten und Verschwörungstheoretiker ist. Schließlich pflegt er ja gerade als seine vornehmste Eigenschaft. Auch ernst zu nehmende Informanten starben überdurchschnittlich oft zu einem. nun. sagen wir einmal »geeigneten« Zeitpunkt. haben dafür noch vor Beendigung ihrer Arbeit auf meist sehr jähe Weise mit dem Leben bezahlt. Mancher mag sich fragen. Wir werden diese von Menschen geschaffene Kreatur in diesem Buch nun auch im Licht der Gegenwart betrachten. alles verschlingender Krake. nun. sogar unglaubhafte und unbewiesene Stories. die vor allem in den USA recherchierten und auf wertvolle Hinweise stießen. Wir können Daten.

Genau an diesem Punkt kommt ihm jedoch seine enorme Wandlungsfähigkeit zu Hilfe. im Morast einer von Macht besessenen . Und das um so mehr in unserem glorreichen Zeitalter der Kommunikationstechnologie und der global bald schon in Sekundenschnelle agierenden und reagierenden Medien. Im Wesen immer gleich und stets bösartig. seine Geheimnisse auszuleuchten. kein Wunder bei einem derart ausladenden Ungeheuer. von der George Orwell nicht einmal in seinen kühnsten (Alp-)Träumen eine Vorstellung visioniert hätte.13 seits global fest im Visier zu behalten und stets gezielte Kontrolle auf die Welt auszuüben. was eine geheime Weltregierung gebrauchen könnte. Der Orwell-Staat ist Vergangenheit. während sich große angesehene Magazine und Tageszeitungen ausschweigen. die in der Physik. wenn es auch kompliziert geht? Doch hier hat der Wahnsinn Methode. zeigt es sich im Laufe der Zeit wieder und wieder in neuem Gewand. Dieser entropische Oktopus hinterläßt aber eben auch Lebenszeichen. Ihr Ursprung liegt fast immer in den Abgründen der menschlichen Psyche. wenn wir aufmerksam sind. Sie folgt da schon eher dem Prinzip der Entropie. denn Transparenz wäre das Allerletzte. Wie schon angedeutet. auch indem andere unterdrückt wurden. in dem wir heute leben. es ist keineswegs der Orwell-Staat. Nein. ist es die Welt jener »Oktopus«-Schattenregierung. grob gesagt. was uns erzählt werden darf. In diesem Buch werden wir versuchen. Bereits lange vor »1984« herrschte eine Situation. das ist längst schon weit überholte Geschichte. Warum einfach. und dem. der Oktopus ist ein sehr komplex gebautes Lebewesen. Meinungen und Wahrheiten wurden schon immer gemacht. und nur. Selten. was besser nie ans Tageslicht dringen sollte. viel eher schon ist es der äußerlich sehr flexible. das Maß der Unordnung und die Zahl der möglichen Zustände beschreibt. im tiefen Inneren aber stets gleiche Riesenkrake. die nicht zuletzt die Medien nachhaltig beeinflußt in dem. finden wir bemerkenswerte Meldungen als lediglich kleine Notiz in eher weniger renommierten Blättern.

Nur lebe ich immer noch mit einer gewissen Überzeugung: Dort. BSE-Skandal. diese Blindheit gegenüber dem Offensichtlichen. Wie Sie noch sehen werden. die Vernebelung von Abhör. Große Geheimnisse »gefrieren« über Jahrzehnte und noch länger ein. befindet man sich mit diesem Titel in gar nicht so schlechten Gesellschaft! Gewiß sehe ich nicht an allen Ecken und Enden Verschwörungen.. Es gibt sie im Kleinen wie im Großen. deren Regeln fern jeglicher Moral und Humanität geboren wurden. die oft als »Verschwörungstheoretiker« tituliert wurden. Pillenschwindel. bleiben eben ungeklärte Rätsel.14 Subgesellschaft. immer schon zutiefst verwundert hat. wo gar keine sind. wobei mich vor allem das Schubladen. Doch so leicht lassen sich eben weder die behandelten Themen fassen noch diejenigen einordnen. die Akte Strauß oder auf höchster Ebene das seit Jahrzehnten ungeklärte Mysterium um die Kennedy-Monroe-Connection. auch dort. jeder von Ihnen wird diese kleine. wenn die große Flut der Entrüstung abgeklungen ist. die durch ihr gefährliches Wissen immer wieder auch selbst in .. sehr direkt involvierte Personen. Ich bin derart pauschale Kategorisierungen hinreichend gewöhnt. seien es politische Geheimnisse wie der Barschel-Mord. sie auch zu nennen und ans Tageslicht zu bringen. CIA-Drogengeschäfte. sinkt die jeweilige Geschichte meist allzu schnell wieder ins Vergessen. dann. Wahlbetrug. seien es Lebensmittelskandale. sei es der Tod von Lady Di. sollte man den Versuch nicht scheuen. die unter den (Eß-)Tisch gefegt werden sollen. Mir als Autor dieses Buches wird sicher. Verehrte Leser. vorgeworfen werden. So ist es schön! Nur sehr wenige. und das nicht zum ersten Mal. wie angenehm und einfach pauschales Negieren ist. Natürlich ist mir klar. wo welche sind.und Scheuklappendenken. absichtlich völlig spontan hingeschriebene Liste mit Leichtigkeit um viele zusätzliche Beispiele erweitern können! Zu Anfang erhalten wir über die Medien ein paar fragmentarische Informationen über brisante Vorfälle. überall Verschwörungen zu sehen.und Spendenaffären.

manchmal. die aktuellen Organe des Oktopus freizulegen und das virtuelle Knäuel der Verschwörungen ein wenig zu entwirren. Viele Fäden laufen hier zusammen. sie ziehen sich wie der berühmte rote Faden durch dieses Buch. Und selbst der argloseste Klosterschüler dürfte sehr bald schlauer sein. als es leider ohnehin schon der Fall ist. wie sie sich auch wirklich auf unserer Welt zugetragen hat. dann wäre das aber eine Geschichte! Wir würden dabei unsere Welt schlichtweg nicht wiedererkennen! . Dieses Buch baut neben persönlichen Recherchen auf den Arbeiten zahlreicher Journalisten auf. Einige Namen werden wieder und wieder fallen. sind in die wahren Umstände eingeweiht. Gibt es tatsächlich noch Zeitgenossen. Hätte es nie Menschen gegeben. die eine gute Nase für Ungereimtheiten und Andeutungen sinistrer Aktivitäten entwickelten. In den folgenden Kapiteln werden wir wie gesagt versuchen. immer wenn dieses gewisse. Und genau dann. blutige Rot aus dem Knäuel herausschimmert. die alles glauben. was in unseren Nachrichtenblättern steht oder in Geschichtsbüchern? Wenn wir die Weltgeschichte einmal so lesen dürften. um globale Verschwörungen ins Reich der Phantasie zu verbannen. dann wäre es um die geschichtliche Wahrheit auf dieser Welt noch weit schlimmer bestellt.15 mancherlei Bedrängnis geraten und schnell vom Täter zum Opfer werden können. Wir müßten allerdings wirklich Gemüt und Seele eines Klosterschülers haben. wer als unsichtbare Macht hinter den Kulissen der heutigen Geheimgesellschaften und jener unvergleichlichen Schattenagenda steckt. Letztlich aber wird sich aus allem deutlicher und durchaus schlüssig herauskristallisieren. sind wir dem Oktopus besonders nahe. die manchmal Kopf und Kragen für ein winziges Detail riskiert haben. manchmal über Seitenwege. so daß wir uns nur sehr vorsichtig an diese Aufgabe herantasten können. indem wir mehrere Fäden gleichzeitig greifen müssen.

war kein Geringerer als William Colby. CIA-Direktor unter den US-Präsidenten Nixon und Ford! Colbys Leben war so ungewöhnlich und mysteriös wie sein Tod. daß er nach dem Abendessen vorhabe. Und das aus guten Gründen . Jener Tote.16 Kapitel 1 DER RAT Ein Toter im Potomac Es war ein nebliger Montagmorgen im Mai 1996. Colby hatte es sich am bewußten Aprilabend in seinem Haus in Rock Point. Tatsächlich muß er bald nach dem .C. Was geschah am Abend seines Verschwindens? Der Ex-CIAChef war leidenschaftlicher Kanufahrer. stieß er auf den aufgedunsenen Körper eines alten Mannes. April 1996 verschollenen älteren Herrn zu fahnden. D. noch eine heiße Dusche zu nehmen und danach zu Bett zu gehen.. denn bereits seit über einer Woche waren Suchmannschaften unterwegs.. rund 60 Kilometer südlich von Washington.. Andere Untersucher zweifeln allerdings stark an dieser offiziellen Erklärung eines Bootsunglücks. und so soll er angeblich seinem Hobby zum Opfer gefallen sein. Er rief seine zu der Zeit nicht anwesende Frau Sally an und sagte ihr.es handelte sich eindeutig um die vermißte Person. gemütlich gemacht. Damit hatte sich offenbar ein schrecklicher Verdacht bestätigt. den Suchmannschaften aus dem Seitenfluß des Potomac fischten. Die Obduktion und Identifizierung des Toten im gerichtsmedizinischen Institut von Baltimore ergab letzte Sicherheit . um nach einem seit dem 28. Maryland. als ein Angestellter des Maryland Department of Natural Ressources die grausige Entdeckung machte: Am sumpfigen Ufer des Wicomico River. der mindestens schon einige Tage lang im Wasser gelegen haben mußte und nun wieder an Land geschwemmt worden war.

waren die Lichter im Haus noch an. und die Muscheln lagen überall herum. Bei der polizeilichen Rekonstruktion der letzten Momente vor dem Verschwinden des ehemaligen Geheimdienstlers blieben dessen Freunde und Angehörige mit einem Kopfschütteln zurück. Hätte er sich freiwillig entschlossen. in diesem urplötzlichen und völlig ungeordneten Aufbruch wiederzuerkennen. vor allem. Das Verschwinden des . Telefonat seine Mahlzeit aus Quahogmuscheln zubereitet haben.17 CIA-Chef William Colby (rechts) im Gespräch mit Nelson A. das hatte schon sein Beruf mit sich gebracht. da es bereits dunkel war und ein kräftiger Wind kräftig wehte. Colby war als ein außergewöhnlich methodischer und ordentlicher Mann bekannt. den Colby normalerweise abgrundtief haßte. Damit nicht genug der Unordnung .ein Zustand. um ganz spontan noch eine Kanufahrt zu unternehmen. das Radio spielte und der Computer lief mit gleichmäßigem Summen. daß der keineswegs senile Colby kurz entschlossen alles stehen und liegen gelassen hatte. Niemand vermochte den Charakter William Colbys in jenem erratischen Verhalten. zu jener fortgeschrittenen Stunde noch aus dem Haus zu gehen. Auf dem Tisch stand ein halb geleertes Glas mit Weißwein. doch er aß nicht zu Ende. Als der CIA-Mann verschwand. würde er alles sauber aufgeräumt zurückgelassen haben. Rockefeller (links) und Brent Scowcroft (Mitte). Doch hier bot sich ein ganz anderes Bild. Kaum vorstellbar. Offenbar wurde er jäh aus seiner Ruhe gerissen.

Daß ein Direktor des US-Auslandsnachrichtendienstes sein Leben lang auch mächtige Feinde hat. daß der hohe Geheimnisträger ganz und gar nicht freiwillig auf seine letzte Fahrt ging. sobald jemand die an seine Füße gebundenen Betonklötze abschneidet!« William Colby nahm viele Geheimnisse mit in sein naßkaltes Grab.doch der erfahrene und vorsichtige Segler Colby war nie zuvor ohne diese »Lebensversicherung« aufgebrochen. was sich früher oder später auf jeden Fall kontraproduktiv auf den Fortbestand seines Lebens auswirken mußte. und das war wohl auch Zweck der Übung. So gibt es einige Gründe für die Annahme. Und Colby hatte eine Menge Feinde. Während des Vietnam-Krieges trug er die Verantwortung für ein Massaker. Bei allen Begleitumständen noch an die offizielle Erklärung zu glauben. . noch aus alter Zeit. der Geheimdienstler habe eine Herzattacke erlitten und sei aus seinem Kanu ins Wasser geglitten. Colby wird schon wieder aus dem Wasser auftauchen. die eine Rettungsweste nur als Hindernis betrachten konnten. aber durchaus auch aus den eigenen Reihen. konnte sich der Journalist Jim Quinn aus Pittsburg die Bemerkung nicht verkneifen: »Oh. wäre wohl sträflich naiv. Geheimnisse eines Meisterspions Colby war in gewisser Weise ein fast etwas widersprüchlicher Hardliner. die zu allem bereit sind. bei dem tausende Vietnamesen gefangen. dürfte kaum jemanden wundern. Mr. von Leuten. Als das Verschwinden des mächtigen Mannes bekannt wurde. Er hatte ja noch nicht einmal die Haustüre abgeschlossen! Und die Schwimmweste war im Haus geblieben . sondern eine wirksame »Nachhilfe in Sachen Tod« erhielt.18 »Alten Grauen Mannes der CIA« wurde noch von vielen weiteren Ungereimtheiten begleitet. gequält und hingerichtet wurden.

ja. aber nein. um eine Geschichte über drei »Ikonen« des Vietnamkrieges vorzubereiten: Robert McNamara.19 Der Journalist David Talbot traf Colby im Jahr 1984. blieb Colby ungerührt. McGeorge Bundy und eben William Colby. tat er in gewisser Weise Buße. Doch gab es noch andere. Da lag vielmehr ein frostiger Stolz in seiner monotonen Stimme. das die Leben von 20. Aber wenn dieser ergebene Katholik sich auch weigerte.000 Viet-Cong-Verdächtigen forderte. in Form von Rächern für das im Fernen Osten vergossene Blut? Sicher. eine Möglichkeit wäre das. das sei kein Todesschwadronen-Programm gewesen. die je gegen sie unternommen wurde<. daß Phoenix. der das berüchtigte CIA-Phoenix-Programm in Vietnam geleitet hatte. als er auf Friedensveranstaltungen ging und sich dabei immer wieder vorwerfen lassen mußte. weil sie uns lebendig ganz offensichtlich mehr wert waren als tot<«. es habe da einige >Exzesse< gegeben. eulenhafte Mann. ein Geständnis abzulegen. als er mir sagte. sondern war schlichtweg eine nüchtern kalkulierte Geste. für Colby wahrscheinlich weitaus gefährlichere Hintergründe in seiner geheimnisvollen Biographie. schwor er seiner Vergangenheit nie ab. Talbot erinnert sich noch genau: »1984 war Colby derselbe aufgeräumte. um das öffentliche Vertrauen in den amerikanischen Auslandsnachrichtendienst wieder herzustel- . >die erfolgreichste Einzelaktion war. >Wir haben Leute arrestiert. Er saß dann auf dem Podium. Dies sollte kein Akt der Nächstenliebe sein. In den 1970er Jahren hatte Colby dem US-Kongreß einige CIA-Geheimnisse verraten. >Todesschwadronen< in Vietnam unterhalten zu haben. Das war Colbys Verständnis von Leben und Tod. sogar laut Eingeständnis der nordvietnamesischen Führung selbst. Lagen in seiner düsteren Vietnam-Vergangenheit aber auch die wahren Gründe für seinen eigenen Tod? Hatte ihn seine Geschichte eingeholt. nahm die verbalen Schläge ruhig entgegen und erwiderte ebenso gelassen. Obwohl er in jenen Jahren zusammen mit Atomkraftgegnern und Pazifisten auftrat. kalte. Während die anderen sichtlich mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hatten.

Er wurde zum Risikofaktor. wirklich »sehr unschöne« Todesfälle und sogenannte Selbstmorde werden uns in diesem Buch immer wieder . der hochrangige CIA-Mann blieb verschollen. Ohne jede Frage machte sich Colby damit auch innerhalb der CIA nicht unbedingt Freunde. vor allem mit Gewichten am Körper. In Anbetracht der in Colbys Augen offenbar gar nicht so brisanten CIA-Aktivitäten können wir erahnen. welche der damalige CIA-Direktor John Deutch zum plötzlichen Ableben des kerngesunden William Colby fand. als Todesursache erwies sich aber ein Einschuß hinter dem Ohr. erhalten bei alledem einen zynischen Beigeschmack sowie erstaunliche Deutlichkeit: »Bill Colby zeigte große Courage!« Der begeisterte Kanufahrer war nicht der erste CIA-Direktor. Kunstschütze Paisley! Ungewöhnliche. Auf dem Boot entdeckten die Ermittler jedoch keinerlei Blutspuren. der sprichwörtlich über Bord ging. Paisley ab. Sein Körper war mit Tauchergurten beschwert worden.20 len. Insider fürchteten die Preisgabe der CIA-»Kronjuwelen«. Zusatzaufgabe: Die Waffe mußte dabei trocken bleiben! Schon eine Geschicklichkeitsübung. Sehr ähnlich spielte sich 1978 das Schicksal des stellvertretenden Direktors John A. CIA-Telefonabhöraktionen und das Öffnen der Post amerikanischer Bürger preiszugeben. der großen Geheimnisse des Dienstes. dessen Segelboot nur 20 Kilometer von Colbys Haus entfernt in der Chesapeake-Bucht ans Ufer getrieben wurde. der Geheimnisse für sich behält. Er berichtete auch über Pläne zur Hinrichtung von Fidel Castro und der Verwendung von Menschen als Versuchskaninchen für LSDunterstützte Gedankenkontroll-Experimente (mind-control). daß Paisley zunächst ins Wasser sprang und sich dann in den Kopf schoß. Was würde er noch ans Tageslicht bringen wollen? Während sein indirekter Vorgänger Richard Helms als Mann galt. Immerhin hatte er darauf bestanden. tat Colby nun das Gegenteil. Doch nur wenige Tage später gurgelte dann auch der tote Paisley wieder an die Oberfläche. Also gingen sie davon aus. welche Dimensionen dieser »Familienschatz« besitzt! Die Worte. Es war leer.

Sie müssen nur http://www. oft beschworenen Oktopus. ganz im Gegenteil sogar sehr verbreitet. Sie stehen meistens in Verbindung mit Personen im engen Umfeld des Oktopus. Im Grunde begegnen wir auch darin dem bereits viel zitierten. Der Rat für Auswärtige Beziehungen residiert im vornehmen Harold-Pratt-Haus in der 58 East 68th Street. Diese Begriffe sind mittlerweile durchaus nicht unbekannt. Zweck der Übung: Schadensbegrenzung. Sie firmiert unter dem Namen Council on Foreign Relations (CFR) und ist alles andere als ein fiktives Gebilde aus dem obskuren Umfeld der Verschwörungstheoretiker. wie seine Person ebenfalls ganz deutlich in die Aktivitäten des Kraken verwikkelt war. Der CFR gilt als Spitzenorgan einer hinter den Kulissen operierenden Gruppe mächtiger Personen. eine Gruppe. wobei sich zeigt.21 begegnen. Nicht zuletzt auch das Jahr 1996 wird uns in Erinnerung bleiben. Auch der Name William Colby wird uns noch einige Male begegnen. er gibt das Magazin Foreign Affairs heraus und stellt sich Interessierten mittlerweile sogar auf einer eigenen Homepage vor. New York City. um ganze Staatsgebilde zu lenken und zu kontrollieren.org/ eingeben und schon befinden Sie sich mitten in der besten Gesellschaft! Zumindest hat dies rein äußerlich den Anschein. Das Oktopus-Establishment Seit dem Jahr 1966 gehörte jeder CIA-Direktor einer mysteriösen und auch in den USA bis vor relativ kurzer Zeit nur wenig bekannten Organisation an. denn damals ereignete sich eine bemerkenswerte Reihe geheimnisvoller Tode im Umfeld der Macht und der Mächtigen das Ganze glich einer seit langem fälligen Aufräumaktion des Oktopus. die in den USA als »The Establishment« bezeichnet wird. Sie . deren Mittel ausreichen.cfr. die eine wesentliche Aufgabe bei der Kanalisation von Macht und der Realisation des Gedankens einer globalen Regierung übernommen hat. Auch William Colby zählte zu dieser Organisation.

Daß es solche heimlichen Gruppen schon lange in verschiedenen Formen gab. werden wir uns ihm schrittweise und vorsichtig nähern. werden daher auch in diesem Buch immer wieder Verwendung finden. Durch die grundsätzliche Wandelbarkeit der vorgeschobenen. steht historisch auf einem festen Fundament.« Ein drei- . wenn auch kaum transparenteren Gruppierungen aber. die wiederholt ins große Spiel kommen. das mächtiger ist als der König selbst. leichter erkennbaren. in einer Rede vor dem Oberhaus: »Es gibt etwas hinter dem Thron. sollten wir uns jedoch nicht zu sehr und allein auf die verschiedenen Bezeichnungen für ein Phänomen einschränken. daß wir die Macht durchaus an Einzelpersonen festmachen können.22 Sitz des CFR: Das Harold-Pratt-Haus in New York. das in seinem Wesen kaum greifbar ist. Wir werden auch erkennen. der Ältere. Namen. Bereits 1770 erklärte der britische Staatsmann Sir William Pitt. nicht zuletzt durch »Mehrfachmitgliedschaften« in unterschiedlichen Strukturen der verborgenen »Weltelite«. Wie schon in der Einleitung erwähnt. die im Prinzip stets dasselbe Gebilde dekken.

aber nachweisbar. denen die einen oder anderen Informationen zu Ohren kommen.« Diese Bemerkungen zeigen. er lebt. aber wo ist denn der böse große Oktopus heute?« Keine Frage. wie lange das Bild vom Oktopus bereits existiert. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist gegenwärtig Pflegekind von Sonderinteressen.. um die blutige Spur von da aus wieder aufzunehmen. Verweilen wir noch ein wenig beim Council on Foreign Relations. im allgemeinen wird auf sie als >internationale Banken Bezug genommen. nach wie vor zurückgezogen. Viele. Hylan sich besorgt: »Die wirkliche Bedrohung unserer Republik ist die unsichtbare Regierung. Im Jahr 1912 gab der damalige Präsidentschaftskandidat Woodrow Wilson während einer Wahlrede zu verstehen: »Die Herrscher der Vereinigten Staaten sind die kombinierten Kapitalisten und Fabrikanten der Vereinigten Staaten . daß diese Gruppierungen eine wirklich ernstzunehmende Realität darstellen. Sein Kopf wird von einer kleinen Gruppe von Bankhäusern gebildet. Dieser kleine Zirkel mächtiger Bankleute lenkt unsere Regierung offenbar zu ihrem eigenen Selbstzweck. die sich inhaltlich mit der Äußerung Pitts deckt: »Die Welt wird von ganz anderen Personen regiert als diejenigen es sich vorstellen.23 viertel Jahrhundert später porträtierte dann der berühmte englische Politiker Benjamin Disraeli seine Zeitgenossen in Romanform. halten sie entweder für leere Gerüchte oder alte Geschichten: »Das mag es ja einmal gegeben haben. . die wie ein riesiger Oktopus ihre schleimige Spur über unsere Stadt verbreitet.oder Die Neue Generation« im Jahr 1844 erschienene Werk birgt eine entscheidende Formulierung. «Im Frühjahr 1922 äußerte New Yorks Bürgermeister John F. Eigentlich umso erschreckender. die nicht hinter den Kulissen stehen«. über unseren Staat und unsere Nation. Noch immer wissen nur verhältnismäßig wenige davon.. Das unter dem Titel »Coningsby . daß eben dieses Bild seit diesen vielen Jahrzehnten nicht schon viel weiter ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt ist.

Wer sich danach in die politische Richtung bewegt. Weltweit existieren sichere Heimathäfen.so zumindest hätte es der große englische Naturforscher Charles Darwin wohl ganz arglos genannt. der RAND Corporation. Völlig gleich. um an jene Zentren der Macht zu gelangen. ob Demokraten oder Republikaner. sie treten ein in Verbindungen und nehmen erste Tuchfühlung auf zu geheimen Bündnissen und Brüderschaften wie Skull and Bones an der Yale-Universität. als Rhodes-Stipendiaten. für den ist der Weg durchs Nadelöhr des CFR geradezu Pflichtprogramm. familiär gewachsenen Situation befinden. die sich in der gegebenen. Von vornherein gibt es da also eine mehr oder minder natürliche Selektion . Wer die Karriereleiter wirklich hoch aufsteigen will. so stellt der PulitzerPreisträger Theodore White fest. werden sich diesem ganz besonderen Zauber entziehen können. muß irgendwann ganz offenbar unweigerlich durch dieses Nadelöhr hindurch. Sein Vorgehen ist an sich simpel. bevor John Hylan seine Sorgen äußerte. um als Elite auch in der Elite weiterzukommen.24 Szepter der Mächtigen Gerade ein Jahr. Seine Einflußnahme ist extrem. Princeton oder Yale. bestehend aus Kanalisation und Infiltration. Wer politisch wirklich in die obersten Spitzen aufsteigen will. und der bekannte US-Autor . Global Options oder dem Middle East Policy Council weiterarbeiten und von dort wiederum in die Gremien der größten Stiftungen eindringen. wird in gewaltigen Denkfabriken wie der Brooking s Institution. so an der Oxford-Universität. Nur wenige. das Kabinett eines US-Präsidenten wird in erster Linie aus dem »Fundus« des CFR bezogen. um von diesem Zeitpunkt an das hauptsächliche Bindeglied zwischen der US-Regierung und der Schattenregierung des Establishments zu bilden. wurde der CFR gegründet. Hier werden Politiker geformt und dann in Position gebracht. Sprößlinge aus den reichsten Familien des Landes besuchen Elite-Universitäten wie Harvard. Die hellsten Köpfe der renommierten US-Universitäten setzen ihre Studien im Ausland fort.

mußte die sehr einseitig ausgerichtete Philosophie des CFR zugeben. daß der CFR die Außenpolitik nicht beeinflusse. denn alle Völker wären zu einer großen Weltnation vereint. Auf den ersten Blick mag dieser Gedanke sogar ein wünschenswertes Ziel sein. Der CFR selbst hält sich jedoch fein aus der aktiven Rolle heraus. Man sei pluralistisch. So heißt es auch bereits in der zweiten Ausgabe der Foreign Affairs: »Offensichtlich wird es für die Menschheit so lange weder Frieden noch Wohlergehen geben. Doch selbst die New York Times. daß neue Mitglieder nur auf Vorschlag bereits gewählter Mitglieder in den erlesenen Kreis aufgenommen werden. bemerkt zu den CFR-Karrieristen in ironischem Ton: »Sie gehen als raffsüchtige Geschäftsleute durch eine Türe hinein und kommen durch die andere als staatsmännische Gestalten wieder heraus.die berühmte Neue Weltordnung unter dem Szepter der Allermächtigsten. Das nicht gerade auf dem Silbertablett präsentierte. wie sie in fünfzig oder sechzig voneinander unabhängige Staaten aufgeteilt ist . jenem Organ des Council on Foreign Relations.. Immer wieder betonten seine Autoren in Artikeln von Foreign Affairs.25 David Halberstam. zu erreichen in Form einer alle Grenzen überschreitenden Weltregierung. « So gelangten im Laufe der Jahre Hunderte von CFR-Leuten in hohe politische Ämter. wenn dort offenbar komplette Clans aufscheinen. sogar die Identität der Vereinigten Staaten für die über allem stehende Globalmacht zu opfern . Und natürlich wird Offenheit groß geschrieben. aber dennoch intern erklärte Ziel des Council on Foreign Relations ist die absolute Uniformität. Das Ergebnis ist im Prinzip Vetternwirtschaft auf höchster Ebene. gleichfalls Pulitzer-Preisträger und selbst aus den Reihen des CFR stammend. Foreign Affairs verbreite vielfältige Ideen und Konzepte. Diese Idee geht so weit. selektierendes Medium zur Steuerung öffentlicher Meinungen. was stellenweise auch in den Listen der CFR-Angehörigen zu erkennen ist.. in verschiedener Hinsicht ein massiv kontrolliertes. Verstärkt wird der Effekt noch durch die doch recht interessante Tatsache. Das wahre Problem von .

nationalistisch zu denken. derart diverse Kulturen. eine vielleicht sogar durch nukleare Gewaltanwendung weitgehend entvölkerte Erde. oder aber . der in diesem Fall fast voll und ganz von US-amerikanischem Boden ausging. daß sie sich gegenseitig kennen und respektieren lernen. wie sie die perfekte Globalisierung mit sich brächte. Am Ende der so hehren CFRIdee würde das absolute Chaos stehen. Wie sollen unterschiedliche Ziele weltweit denn friedlich durchgesetzt werden? Das Unverkennbare einer Nation zu pflegen. in einen Topf zu werfen. Doch was ist mit den Religionen? Die Globalisierung würde einen Weltkrieg des Glaubens entfachen. allerdings extrem eingleisig. daß sich unter den Autoren von Foreign Affairs zahlreiche Marxisten und Sozialisten finden? . Das Ganze würde einer Art abstrusem Welt-Sozialismus gleichen. Bevölkerungsstruktur. die von einem utopischen Paradies träumt. auch klimatische und geographische Unterschiede. Das wäre auch den wenigsten US-Bürgern recht.« Der letzte Satz kann so oder so gesehen werden. soziale Schichtung. daß der Vorwurf des »weichen« Kommunismus an den CFR erging. Weder ist es menschlich wünschenswert noch friedlich durchsetzbar. entweder entstammt er purster Naivität.was natürlich ungleich wahrscheinlicher ist . um dort gewissermaßen ein Super-Amerika zusammenzubrauen. die Macht über einen gesamten Planeten auf eine sehr kleine Gruppe von Menschen zu übertragen. heißt noch lange nicht. die von einigen Top-Privilegierten langsam wieder in die Gänge gebracht würde. Völker der Erde so einander anzunähern. viele naturgegebenen Faktoren wären schon Problem genug. wie sie auf der Erde glücklicherweise existieren. ist etwas ganz anderes als eine radikale Gleichschaltung. zentral gesteuerten »Regierungsprozessor« bewältigt zu werden. Nonsens? Es wäre nicht das erste Mal. Denn so schön dieser Grundgedanke auch ist. um von einem einheitlichen. Oder versteht der »Rat« als Beweis seiner verblüffenden Diversität vielleicht gar.26 heute ist die Weltregierung.hinter ihm steht die Idee.

In der ersten Ausgabe unterstrich er zahlreiche Textpassagen.27 Seltsam. Pseudonyme von CFR-Scherzbolden oder aber die »Originale«? Natürlich traf letzteres zu. die vielleicht schon zum Teil vorhanden waren. Im Prinzip steuert der CFR einfach in die Richtung. Kredite flössen somit von den USA hinter den ansonsten unüberwindlichen Eisernen Vorhang. Doch bei genauerer Betrachtung löst sich dessen Schrecken anscheinend in den höchsten Reihen ohnehin in Wohlgefallen auf. Der alte Schurke Wie konnten Erzkapitalisten und Erzkommunisten miteinander so eng kooperieren. die beim CRF gepflegt werde. Alle nötigen Bausteine. äußerst seltsam. das alte Kommunismus-Problem durch die Eine-Welt-Regierung zu beseitigen. Militärlaster der so aufgebauten Truck-Fabrik am Kama-Fluß wurden später umgebaut und zum Militäreinsatz nach Afghanistan verfrachtet. Da schrieben beispielsweise ein gewisser Leon Trotzkij. Die allergrößten Kapitalisten der Staaten unterhielten Geschäftsbeziehungen mit der roten Macht. Jahrzehntelang herrschte zwischen den ultrareichen Rockefellers und kommunistischen Nationen reger Austausch. In der Tat erklärte der »Rat« diese ungewöhnlichen Fakten allesamt als deutliches Zeichen der Offenheit und Vielfalt. In den 1970er Jahren gingen Dollarmilliarden über die Chase Manhattan Bank. Waren das nur Namensvetter. dann ein Nikita Chruschtschow und ein Josip Broz Tito. Dieses Heft befindet sich heute im Archiv des CFR. nach Rußland. einem Unternehmen des Rockefeller-Imperiums. und wies auch auf die vielen sehr kritischen Darstellungen zum Kommunismus hin. Diese Veröffentlichungen stammen vorwiegend aus der Zeit des Kalten Krieges. anstatt sich gegenseitig die Köpfe einzuschla- . um Herr über die Welt und den Kommunismus zu werden. sollten entsprechend zusammengetragen und die gesamte Konstruktion sollte verstärkt werden. Sogar Wladimir Iljitsch Lenin war ein begeisterter Leser des Magazins.

In alter Schurkenmanier. füchsisch schlaue John D. Kommunikation. Verfechter jenes Systems sein würden.« Wie Perloff weiter ausführt. die schon wußten. Freies Unternehmertum bedeutet Wettbewerb: Es bedeutet in seiner reinsten Form. Jetzt nämlich hatte er an der richtigen Stelle beflissene Handlanger. wußte. etc. indem er auch politische Macht an sich riß.. über die Erziehung. um seine Pläne bald in die Tat umsetzen zu können.Es ist völlig normal anzunehmen. bei dessen beinern hartem Anblick einem geradezu ein Frösteln den Rücken runtergeht. Rockefeller. genau diese Frage zu erklären. « Der alte. ziemlich das Gegenteil des Kommunismus .. erklärt Perloff in seinem Buch. die ihr Glück auf dem freien Markt gemacht haben. Das amerikanische System des freien Unternehmertums war. Für ihn konnte die ungewöhnliche Kooperation entstehen. sondern auch die Gewalt über die Wirtschaft. Sowohl das kommunistische System zeigte sich in der Praxis als absolutes Monopol ebenso wie das geradezu absolutistische System der Megakapitalisten jenes unvergleichlichen Rockefeller-Clans: »Kommunismus ist . wann wel- .in der Praxis . . ist dies jedoch so nicht der Fall gewesen. Historisch betrachtet. die ihm ohnehin nie fremd war. Tatsächlich äußerte Rockefeller einmal: >Wettbewerb ist eine Sünden Diese Männer waren keine Verfechter des freien Unternehmertums. daß reiche Kapitalisten. um es auf dem Markt zu schaffen.. das sich fast ausschließlich um die Verstrickungen des CFR dreht. völlig abgekoppelt von den Bedürfnissen der Bevölkerung. daß er seine wirtschaftliche Position nur dann beibehalten und weiter stärken konnte. in dem die Regierung die totale Gewalt besitzt«. daß jeder die gleichen Möglichkeiten hat. bestach er Kongreßabgeordnete. »nicht nur politische Gewalt. da hier Führungseliten mit im Grunde ähnlicher Philosophie aufeinandertrafen. so wie es ursprünglich beschaffen war.ein System.28 gen? Der amerikanische Autor James Perloff versucht in seinem Buch »Shadows of Power«.. waren Rockefeller und andere Superreiche sehr mächtige Monopolisten: »Ein Monopolist versucht den Wettbewerb zu eliminieren.

« Fast alle führenden Mitglieder des Rates wissen.. Obwohl der CFR im Innern gewiß nicht der Monolith ist. um die von ihm ins Leben gerufene Standard Oil florieren zu lassen.. unsere Nationalität abzuschaffen. welchen Sinn die Organisation an der Spitze des Establishments hat: »Das Ziel der einflußreichen Mehrheit der Mitglieder des CFR hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1922 vor 50 Jahren nicht geändert . schleichend. Ziel des monopolistischen Strebens des Rockefeller-Clans ist letztlich.. Er war als steiler Aufsteiger in die Reihen des CFR aufgenommen worden. als den ihn einige Mitglieder und die meisten Nichtmitglieder ansehen.29 che Schritte zu unternehmen waren.. daß das Hauptziel in einer allmächtigen Regierung über die ganze Welt liegt. Er blieb vielmehr seiner ganz persönlichen Linie treu und erkannte schnell. muß sich das Gedankengut des so uniformen. was die Rockefellers mit dem CFR erreichen wollen. also eine Weltherrschaft ausgeübt werden soll. Um eine wirksame Infiltration zu gewährleisten. Diese Weltregierung würde natürlich nicht von unabhängigen Politikern geleitet. im Monopoly-Spiel »Eine Familie regiert die Welt« als Sieger hervorzugehen. das in den 1970er Jahren erschien. Und genau zu diesem Zwecke gründete diese Familie auch nichts anderes als den Council on Foreign Relations. vielmehr sollte sie voll und ganz von den Superreichen und im Grunde vom Rockefeller-Imperium kontrolliert werden. durchsetzt diese Lust an der Aufgabe der Souveränität und Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten den größten Teil der Mitgliedschaft und besonders die Führerschaft der diversen Cliquen. zentralen CFR natürlich über verschiedene Kanäle verbreiten können. Unser nationales Ziel sollte sein. fähigen Kopf auf einen linientreuen Kurs zu bringen. zitiert der Journalist Gary Allen den Admiral a. aber eben . Im zweiten Band seines legendären Werkes »Die Insider«. D. Doch Ward ließ sich nicht beeindrucken. Chester Ward zur Frage. um einen weiteren von starkem Ehrgeiz geprägten. Alle gefühlsmäßigen Vorbehalte dagegen wurden weggewischt.

Dem CFR seinerseits lag es allerdings daran. da Oppenheimer sich aufgrund seiner genauen Kenntnis der damit verbundenen Gefahren als Atomkraftgegner erwies. Totale Kontrolle Die Familie Rockefeller erkannte schon vor langer Zeit. Robert Oppenheimer. daß eine größere Streubreite der Meinungen innerhalb des CFR entgegen aller Beteuerungen eben überhaupt nicht erwünscht ist. die Medien zu steuern und seine Leute unter anderem auch in den Hochschulen sitzen zu haben. Oppenheimer war zur Zeit der CFRQuerelen bereits sieben Jahre lang Direktor dieses hochrenommierten Institutes. Ein hervorstechender Name aus den Listen des CFR ist der »Vater der Atombombe«. So stehen viele Bereiche schon jetzt unter massiver Einflußnahme. der das Psychological Strategy Board einführte. den »friedlichen Nutzen« der Atomenergie zu popularisieren und eine Welt zu schaffen. natürlich nicht gleich aus. J. empfahl 1954. wie wichtig es ist. Ein Ausschuß zur Psychopolitik. Man wird nur dafür sorgen. . an dem Größen wie Albert Einstein wirkten. Der CFR schließt abtrünnig gewordene oder mißliebige Angehörige. Die Gray Board übrigens sind nach dem CFR-Mitglied Gordon Gray benannt. den genialen Physiker nicht mehr als Regierungsberater zu Fragen der Atomenergie einzusetzen. Der Name Oppenheimer führt den geneigten Interessenten unmittelbar auch hin zum berühmten Institute for Advanced Study in Princeton. wie Oppenheimer einer geworden war. daß die Möglichkeiten der betreffenden Person deutlich eingegrenzt werden. Leiter des Manhattan-Projektes zum Bau der ersten US-Nuklearbombe.30 präsent. in der Nukleartechnologie zum konventionellen modus operandi werden sollte. Denn ein derart plumpes Gebahren würde Beobachtern viel schneller verraten. ein sogenannter Gray Board. New Jersey.

seines Zeichens Entdecker der allerkleinsten Grundbausteine der Materie . doch wollte man dort auf ihn nicht verzichten. 1953. In der Schleuse des CFR finden sich also nicht nur Persönlichkeiten der Politik. Im Grunde wurden dort alle Koryphäen von Physik und Mathematik des zwanzigsten Jahrhunderts heimisch. bevor der Gray-Ausschuß des CFR sich gegen Oppenheimers Wiedereinsetzung aussprach.der sogenannten Quarks. Oppenheimer abzulösen. Jeweils drei dieser Teilchen ergeben ein Kernteilchen. Vor allem aber als der öffentliche Druck auf ihn größer wurde.31 Das Gray Board versuchte das Institut dazu zu bewegen. Jenes renommierte Institut in Princeton stellt auch einen kleinen Teil der Machtstruktur zwischen dem CFR und seinem britischen Ableger dar. Ein derartiges Physikgenie zu feuern. So verlor er dann auch seine Sicherheitsfreistellungen und damit gleichzeitig jeglichen politischen Einfluß im wissenschaftlichen Bereich. eine elitäre Forschungseinrichtung für echte Größen der Wissenschaft. 1967 starb er 62jährig an Kehlkopfkrebs. dem Royal Institute of International Affairs (RIIA). sie wurden dort auch vom CFR kontrolliert und beeinflußt. So blieb er weitere zwölf Jahre in seiner dortigen Stellung. Fast könnten sie auch für die drei Buchstaben des »Eine-Welt-Vereins« stehen. Natürlich konnte sich der CFR dieses einzigartige Zentrum geistiger Produktivität nicht entgehen lassen. Das Institute for Advanced Study lebte weiter und blieb das. Interessanterweise nur ein Jahr. wurde Oppenheimer angeschuldigt. Der Lebenslauf von Gell-Mann liest sich wie eine schillernde Lobes- . dazu hätte es wirklich auch sehr klarer und vorzeigbarer Gründe bedurft. Das stimmte zwar definitiv. die zur Erreichung des lange erklärten Zieles nützlich sein können. was es immer war. kommunistische Sympathien zu hegen. Ein Beispiel aus der Gegenwart ist die Physik-Ikone Murray Gell-Mann. begann er ausgiebig zu trinken und hatte den Rest seines Lebens Alkoholprobleme. doch spielte diese von ihm selbst nie bestrittene Tatsache früher keine sonderliche Rolle. sondern ebenso zahlreiche Vertreter anderer Sparten.

die seit über einem Vierteljahrhundert kontinuierlich besteht. Ann Druyan spielte nicht zuletzt eine wichtige Rolle zur Entwicklung eines seismischen Netzwerks in der ehemaligen So- . GellMann ist zehnfacher Ehrendoktor. machte er an der Yale-Universität seinen Bachelor in Physik. Ann Druyan hat sich in verschiedenen Bereichen der Medien engagiert und wissenschaftliche TV-Programme geschrieben sowie produziert. Seit 1985 bis heute zählt er zu den Fellows der CSICSOP. und findet sich zwischen 1993 und 1995 im Direktorat des geheimnisvollen Lovelace-Institutes. Carl Sagan. danach Inhaber zahlreicher angesehener Professuren und Mitglied verschiedenster wichtiger Organisationen sowie Ehrenzirkel wie Phi Beta Kappa und Sigma Xi. noch gelinde gesagt. im Jahr 1948. der im Jahr 1996 verstarb. ebenso die Mitgliedschaft im Council on Foreign Relations. in der Liste der zahlreichen Titel. die an Bord des NASA-Raumschiffs »Voyager« in eher symbolischer Weise ins All geschickt wurde. Sie war wesentlich mitbeteiligt an der mit dem Emmy. die von Carl Sagan moderiert wurde. um in ferner Zukunft einer fremden kosmischen Intelligenz möglichst umfangreiche Informationen über Erde und Menschheit zu vermitteln. um zweieinhalb Jahre später am Massachusetts Institute of Technology zu promovieren. Ein CFR-Mitglied im Übergangsbereich zwischen Wissenschaft und Medien ist Ann Druyan. Mit 19 Jahren schon. sehr eng. die Frau des wohl berühmtesten Astronomen der Gegenwart. Seitdem war er Mitglied im Institute for Advanced Study. Sich solcher Persönlichkeiten in den eigenen Reihen sicher zu wissen. Princeton. Ämter und Würdigungen geht sein Physik-Nobelpreis aus dem Jahr 1969 fast schon unter. dem Komitee zur wissenschaftlichen Untersuchung von Behauptungen über paranormale Phänomene (Committee for Scientific lnvestigation of Claims of the Paranormal). das ist schon etwas! Auch die Verbindung zu den Medien ist.32 hymne. ebenso trug sie zur Gestaltung und Realisierung der multimedialen Botschaft bei.und Peabody-Preis ausgezeichneten Fernsehserie COSMOS.

so daß sie für militärische oder terroristische Aktionen nicht geeignet sind. Die umfangreiche Homepage der FAS (http://www. Und jeder. Doch muß die Arbeit der FAS unter dem Blickwinkel betrachtet werden. ja keine aktuelle Situation. Vielleicht sollten wir auch nicht vernachlässigen. kann sich schnell ein . ob die Bedingungen unterirdischer Nukleartests eingehalten werden. Sie enthält unter anderem Satelliten-Bilder geheimer militärischer Anlagen und verblüffende Regierungsdokumente. Immerhin zeigen die Satellitenaufnahmen.und Geheimdienstexperte John E. Druyan gehört genau wie Gell-Mann sehr wahrscheinlich zu der eher kleinen Gruppe von Mitgliedern.33 wjetunion. wie auch Mitarbeiter der FAS ohne weiteres zugestehen. Sicher aber besteht von der anderen Seite wiederum die Gefahr einer Infiltration. daß hier nicht die wirklich brisanten Geheimnisse enthüllt werden. daß diese Seiten demonstrieren. Direktor der FAS ist der führende Verteidigungs. auch wenn der Eindruck absoluter Offenheit entsteht. sind allgemein zugängliche Fakten. selbst CFR-Mitglied. wo und wieviel Nachholbedarf zur Absicherung dieser Anlagen noch besteht. darunter rund 50 Nobelpreisträger. um so zu überprüfen. was hier veröffentlicht wird. die aber selbst weder nach der Neuen Weltordnung streben noch die großen politischen Ziele des CFR durchschauen. Letztlich ist damit jedoch auch wieder ein deutlicher Infor-mationsgewinn für den CFR verbunden. Denn das.fas. um nukleare. Diese Organisation besteht aus rund fünftausend Wissenschaftlern und Ingenieuren. chemische und biologische Waffen abzubauen. Ann Druyan wurde von 1988 an auch auf zehn Jahre als Schriftführerin der Federation of American Scientists (FAS) gewählt. um Mitglieder zu werden. der sich auf den FAS-Seiten umsieht. Sie beteiligte sich an vielen gemeinsamen Projekten zwischen der ehemaligen Sowjetunion und den USA.org/) enthält eine Unzahl hochinteressanter Informationen über Militärprojekte der USA und beleuchtet viele Sachverhalte durchaus kritisch. Pike. die wegen ihres bedeutenden Namens einfach von Seiten des CFR eingeladen wurden.

Dallas Morning News.34 Bild davon machen. Xerox und Viatel. The Rockefeller Group. in dem nicht zumindest ein führender Mitarbeiter auch in den Listen der CFR-Mitglieder auftaucht. NBC. die Hypo-Bank. die BMW (US) Holding Group und Mercedes-Benz of North America. Daß dies unter den Augen der Öffentlichkeit und sogar im World Wide Web geschieht. CNN oder PBS. entdecken wir freilich auch: die Begründer des CFR. Ob TV-Sender wie CBS. . wer würde etwas anderes erwarten. Wir finden hier die Bank of New York genau wie die Bank of Tokyo. Der CFR ist in fast allen großen US-Medien vertreten. Bertelsmann. The New York Times. ob Tageszeitungen wie Boston Globe. hat den wunderbaren Nebeneffekt von blütenweißer Ehrlichkeit. kaum eines. wir finden Flugzeugkonzerne wie Boeing und Lockheed. sie und sehr viele andere stehen unter der Kontrolle des CFR. Wir finden auch die Deutsche Bank. The Coca-Cola Company. Und nicht zuletzt. Nicht zu vergessen mächtige Banken und Konzerne. wo massive Maßnahmen unternommen werden müssen. The Los Angeles Times oder The Washington Post. wir finden die Estee Lauder Companies.

in der Abgeschiedenheit dort konnte man ungestört Pläne für die Zukunft der Staaten schmieden. Hier kamen wirklich mächtige Leute zusammen. Aus dieser Beziehung ging Frie- . der durch eine identische Vorgehensweise familiäre Bande im ausgewählten Kreis herstellte. um die Schätze damit möglichst gut für sich abzusichern. Wohl auch eher aus pragmatischen Beweggründen heraus dürfte Solomon Loeb die Schwester von Abraham Kuhn geheiratet haben. wie sie früher vor allem vom Adel betrieben wurde. Loeb and Company ein. hatte schnell im Kreis der nordamerikanischen Elite geheiratet: Schon bald nach seiner Ankunft in der »Neuen Welt« stieg er ins Bankgeschäft der führenden Firma Kuhn.35 Kapitel 2 GEHEIME GIPFELTREFFEN Fürstliche »Schildbürger« »Im Dunkeln ist gut munkeln«. Nun war es der Geldadel. Das geheime Meeting fand in deren Jagdclub auf Jekyll Island vor der Küste Georgias statt . Bei genauerem Hinsehen finden sich zahlreiche Verbindungen der reichsten Familien untereinander. der seinerseits Loebs Schwester zur Frau nahm. der 1902 in die Staaten ausgewandert war. der 1875 Loebs Tochter aus erster Ehe heiratete. Und das trifft vor allem auch auf die Großen und Mächtigen dieser Welt zu. nicht zu vergessen. da war dann noch Jacob Henry Schiff. um nach kurzer Zeit Nina Loeb. Und. Gegen Ende des Jahres 1910 trafen sich der aus Deutschland stammende Bankier Paul Warburg und Senator Nelson Aldrich mit führenden Vertretern des Rockefeller-Clans und der ebenfalls mächtigen Familie Morgan. die Tochter von Solomon Loeb zu heiraten. heißt es so schön im Volksmund. Oft bestehen schon alte Beziehungen und mehrfache Verwandtschaften aufgrund einer Heiratspolitik. eines der Firmengründer also. Warburg.

Durch dieses Wirrwarr wurde Felix nun zum Onkel seines eigenen Bruders. Der Staat konnte seinem mächtigen Geldgeber andere wesentli- . Die Geschichte dieser Dynastie wiederum ist trotz vieler Heimlichkeit mittlerweile hinreichend bekannt und somit schnell erzählt: Meyer Amschel Bauer. Wie es heißt. übernahm Jakob Henry Schiff die Führung der Investmentfirma. dem Bruder von Paul Warburg. Die Investitionen sollte der geschickte Amschel Bauer realisieren. Außerdem befand man sich damit sehr unmittelbar am Zentrum von Macht und Einfluß. in die er zwanzig Jahre zuvor nach einem Treffen mit Abraham Kuhn eingetreten war. die später bei Felix Warburg unter die Haube kam. mit diesem Geld auch im eigenen Interesse wirksam zu operieren. eine Rückzahlung auch zu gewährleisten. Als Solomon Loeb 1885 starb. dürfte der Geruch des Geldes sicher nie sonderlich fremd gewesen sein. mußte Bauer die Schule verlassen und trat ins Bankwesen ein. Wilhelm selbst hatte aus England große Summen erhalten. den Amschel Bauer ansammeln konnte. liegen in dieser Verbindung auch die Wurzeln für den immensen Reichtum. war er selbst doch ein Enkel der legendären. Von Anfang an verfolgten die Rothschilds den Kurs des internationalen Banking . Stammvater der Rothschilds. wurde am 23.also unter anderem: Gelder an Regierungen zu verleihen. der mittlerweile an der Spitze eines mächtigen Hauses stand. Sehr schnell lernte er. eine Kombination aus Religion und Recht. Jenem fähigen jungen Geschäftsmann. um Rabbi zu werden. um hessische Soldaten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg einzusetzen. Februar 1744 in Frankfurt geboren.36 da Schiff hervor. Als junger Mann studierte er Hashkala. verbunden mit weit besseren Möglichkeiten. In jener Zeit änderte Bauer auch den Familiennamen in »Rothschild«. Ihm und seinem Sohn Nathan in London gelang es. worauf es hier ankam. Denn hier ging es stets um große Summen. und stieg zum Finanz-Hofagenten bei Wilhelm von Kassel auf. da am Haus seiner Vorfahren ein roter Schild als Emblem angebracht war. unermeßlich reichen Rothschilds. Doch als seine Eltern starben.

daß nur eine Handvoll Juristen sich überhaupt eine gewisse Vorstellung von den Vorgängen machen kann. Ob Vanderbilt. europaweit Fuß zu fassen. Die Rothschilds versuchten erfolgreich. Nach seiner Rückkehr in die Staaten lieferte John Pierpont Morgan ein ganz besonderes Husarenstück. Auch ihre Aktionen und Transaktionen sollen möglichst unauffällig vonstatten gehen. Die betrogene Armee Seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts arbeiteten die britischen Mitglieder der Familie mit dem amerikanischen Finanzier Junius Spencer Morgan zusammen. Einer der fünf Söhne Amschels blieb in Deutschland. So blühte das Rothschild-Imperium und wurde zur größten Macht hinter dem Thron. Wenn es sich um eine Schätzung des Gesamtvermögens drehte. Die Rothschilds versuchten gleichfalls unauffällig zu agieren.37 che Ausgleiche für eventuelle finanzielle Einbußen garantieren. um hier die Hausbank weiterzuführen. genauere Informationen über ihr Vermögen preiszugeben. stapelten die Rockefellers stets geradezu unverschämt tief. das einmal mehr bewies. an der schon vor dieser Zeit geheime Zirkel aktiv waren. während die anderen vier Sprößlinge ihre jeweiligen Filialen in England. Frankreich. Die Firmenstruktur wiederum ist so gigantisch und noch absichtlich kompliziert gestaltet. Sein 1837 geborener Sohn John Pierpont Morgan studierte an der Universität Göttingen. Die wirklich Reichen sind sehr bescheidene Leute. mit denen auch Morgan in Kontakt kam. . Zumindest. in erster Linie wichtige Privilegien in Form politischer Einflußnahme. wenn es darum geht. Italien und Österreich gründeten. Rothschild oder Rockefeller. man zeigt sich in der Öffentlichkeit äußerst zurückhaltend. daß Ehrlichkeit nicht immer am längsten währt und der Grundstein der meisten Imperien auf betrügerischen Machenschaften fußt.

Missouri. oft sogar wäre ein Umgang mit den defekten Flinten gefährJohn Pierpont Morlich gewesen . Er erhielt 109 912 US-Dollar! Ein Jahr später stellte eine Untersuchungskommission des Kongresses fest. Außerdem hätte sich der Armeekommandant die Waffen ja vorher erst einmal ansehen können . Dieser Betrug brachte dem »Jungunternehmer«. Louis.50 Dollar das Stück. die desolaten Büchsen aus einem New Yorker Armee-Arsenal aufzukaufen. war er überhaupt in der Lage.38 Morgan war gerade 24 Jahre alt. Er aber zog vor Gericht. stationierten Commander der Bundesarmee im Jahr 1861 ein Kontingent von 5000 Gewehren zum Kauf anbot. daß sich gutes Geld mit etwas Geschick und wenig Skrupeln ohne weiteres Risiko verdienen ließ.das aber vor allem für den gan im Jahr 1904. Morgan hatte einen gewissen Simon Stevens beauftragt. der sich auf dem besten Weg zum »robber baron«. Sein eigenes schlichtes Fazit aus der Sache dürfte wohl nur die Erkenntnis gewesen sein. Doch als die Waffen eintrafen. Die ganze Wahrheit erweist sich als Gipfel der Unverfrorenheit. zum Räuberbaron befand. für nur 3. so gut. Das Geschäft kam zustande. Louis handelseinig wurde. denn die Gewehre befanden sich in einem völlig unakzeptablen Zustand. Erst als er mit seinem Kunden in St. Schützen! So wurde Morgan die Zahlung verweigert.war er da nicht selbst schuld? . verklagte die Armee und konnte sein »Recht« sogar geltend machen. daß Morgan definitiv betrogen hatte. Im Endergebnis hatte der skrupellose Morgan also der US-Regierung ihre eigenen Waffen zum mehr als Sechsfachen des Einkaufspreises wiederverkauft. über 90 000 harte Dollars Gewinn. legte sich die Freude des Militärkommandanten. Pro Stück verlangte Morgan 22 Dollar. sich das Geld für den Waffenkauf in New York zu leihen. So weit. als er dem in St.

nach den Rothschilds in Europa stieg die Familie Morgan zum einflußreichsten Bankhaus der Welt auf. begann nunmehr über die »Reform« des Bankwesens zu schreiben und Vor- . doch in vielen Fällen erwies es sich als durchaus weise. der 1902 aus Deutschland eingewanderte Bankier. herrschte bereits eine unsichere Gesamtlage. Morgan hatte schon Jahre zuvor erfolgreich ähnliche Kurzschlüsse im System hervorgerufen. Und die Kooperation zwischen den beiden Familien war zudem sehr eng.39 Auch die nächsten »Geschäfte« von J. Zwar gab es einen offiziellen Rothschild-Vertreter für Amerika. 1907 begann J. aber wirkungsvolle Panik herbei. im Herbst jenes Jahres. Treffen auf Jekyll Island Nach der Panik von 1907. P. das von den mächtigen. Damals. ohne daß das bekannt war. so daß sich der Konzern als Finanzier der US-Regierung betätigen konnte . Morgan liefen gut. Das Ziel dieses Finanzpiraten war schlichtweg die Durchsetzung eines zentralen Banksystems für die Vereinigten Staaten. wenn noch jemand die Interessen der mächtigen Familie vertrat. Im Interesse der Unauffälligkeit engagierte das Haus Rothschild ihren Partner Morgan als verdeckten Agenten für die USA-Geschäfte. formierten sich die Kräfte. Der Präsident der Trust Company erklärte später. daß sein Bankhaus in jenen Tagen nur gemäßigte Abhebungen erfahren habe und der richtige Ansturm dann erst nach den Gerüchten Morgans einsetzte. P. Das alles natürlich zum Wohle und zur Sicherheit der Bevölkerung. mit der Morgan & Co ein deutliches Exempel statuierten. daß die Knickerbocker-Bank und die Trust Company of America zahlungsunfähig sei und führte damit eine völlig künstliche. um davon zu profitieren. internationalen Bankiers kontrolliert werden sollte. Morgan unablässig Gerüchte zu verbreiten. und John Pierpont Morgan wirkte hier wie ein Brennglas. Paul Warburg.

Reichlich Unterstützung erhielt Warburg von seinem Sprachrohr im Kapitol. Mit dem Bankier Paul Warburg und dem Senator Nelson Aldrich sind wir . konzentriert die Handlung auf eine künstlich hervorgerufene Persönlichkeitsspaltung. doch in seinem Inneren lauerte ein selbstsüchtiger Mr. und das für einen Zeitraum von sechs Jahren. zentralisierten Banksystems. Hyde. Rockefeller. Jekyll zu sein. Jekyll und Mr.Jene weltberühmte Story. der 1974 sogar Vize-Präsident der USA wurde. nach dem Großvater zu benennen.wieder bei jenem geheimen Treffen auf Jekyll Island.40 träge über die dringend nötige Einrichtung einer Zentralbank zu halten. Wenn wir mit den Worten spielten. könnten wir fragen »Who hydes on Jekyll Island?« .nach einer größeren Runde durch die Geschichte und das Beziehungsgewirr der Superreichen . ein guter Dr. . der Federal Reserve. . Der Name läßt aufhorchen. erinnert er doch sehr an Nelson Aldrich Rockefeller! Tatsächlich heiratete die Tochter des Senators John D. ihren Sohn. Seine Auftraggeber von der Kuhn-Loeb-Company zahlten ihm dafür ein jährliches Salär von 500 000 US-Dollar. als die meisten Leser ahnen. wobei sein wüstes alter ego sich zunehmend verselbständigt und ihn in den Tod führt. Hyde«. Jr. »Whip« Nelson Aldrich. von dem englischen Erzähler Robert Louis Stevenson verfaßte Geschichte »Der seltsame Fall von Dr. Die Wohltäter der Menschheit ließen sich die Werbung also wirklich etwas kosten. dem republikanischen Senator von Rhode Island. Mit einem selbst gebrauten Psycho-Elixier entfesselt ein wohltätiger Arzt das unterdrückte Böse in sich und verliert schließlich die Kontrolle über seine Experimente. Nach außen hin versprach auch dieses System. die mehrfach verfilmt wurde und mit ihrem genialen Blick in die seelischen Abgründe eines jeden Menschen viel tiefsinniger ist. Der Name der Insel erinnert in fast schon schicksalhafter Ironie an die 1886 erstmals erschienene. Das Ehepaar entschloß sich.»Wer versteckt sich auf Jekyll Island?« Die heimliche Versammlung galt der Planung und Etablierung eines mächtigen.

Wie jedermann weiß. ein gemeinsames Abendessen zu vermeiden. was schließlich das Federal-Reserve-System wurde. einige Umstände der geheimen Zusammenkunft. »Wir wußten«. In einem zweiten Anlauf funktionierte es dann aber doch. bei dem ich so verschwiegen . nahmen die Bürger dieser Vereinigten Staaten nicht wahr. die zwischen einzelnen Mitgliedern der mächtigen Teilnehmer bestanden. wenn ich von unserer geheimen Expedition nach Jekyll Island als dem eigentlichen Beginn dessen spreche. Jeder mußte seinen Familiennamen gewissermaßen an der Haustüre abgeben. so erläutert Vanderlip. daß hier ein ..« Trotz der zahlreichen alten und sogar familiären Verbindungen. gab es ein Vorkommnis. Wie Vanderlip schrieb. doch offenbar erregte seine enge Verbindung zur BankElite dort einigen Verdacht. damaliger Chef von Rockefellers National City Bank.in der Tat so verstohlen . war natürlich alles andere als das der Fall. und die Federal Reserve wurde im Dezember 1913 gesetzlich verankert.wie jeder Verschwörer war. drei Jahre nach dem verschwörerischen Jekyll-Meeting. Für den Tag der Abreise waren die Gäste dann auch angehalten. waren die Bedingungen am Ort des Treffens von massiver Geheimhaltung geprägt. Direkt nach dem Jekyll-IslandTreffen stellte Senator Aldrich den neuen Vorschlag dem Kongreß vor.« Es sollte noch eine Weile dauern..41 Ein Vierteljahrhundert nach dem Treffen enthüllte Teilnehmer Frank Vanderlip. Damit sollten nun auch stabilere wirtschaftliche Verhältnisse gewährleistet und neue Panik-Ausbrüche verhindert werden. andernfalls wären all unsere Zeit und Anstrengungen verschwendet gewesen. »daß wir nicht entdeckt werden dürften. Er erinnerte sich: »Als das Jahr 1910 sich dem Ende neigte. bis der Plan einer Federal Reserve realisiert werden konnte. Der Kongreßabgeordnete Louis McFadden stellt später bedauernd fest: »Als der Federal Reserve Act ratifiziert wurde. um dann möglichst unauffällig vom Küstengebirge zur Insel gebracht zu werden. sollten die Teilnehmer koordiniert in zeitlichen Abständen anreisen. Ich glaube nicht zu übertreiben. so daß die Eingabe scheiterte.

denn der bisherige Chef der Nation. wer die Macht wirklich innehat. Um Wilson siegreich aus dem Rennen . von Präsident und Kongreß abgekoppelten Politik. Zwar hatte der Publizist und Jurist Woodrow Wilson gleichfalls erkannt. opponierte gegen die Pläne einer Zentralbank. Der >Fed< unternahm jede Anstrengung. seine Macht zu verbergen. Doch war er offenbar formbarer und außerdem bereits bald selbst zu stark in Abhängigkeit von den »Kräften hinter den Kulissen« geworden. Gelder vom Fed zu leihen. die miteinander agierten. Niemand denkt daran. Manche Beobachter der damaligen Entwicklung wollen nicht an ein zufälliges Zusammentreffen der Ereignisse glauben. mit seiner eigenen. kontrolliert von internationalen Bankern und internationalen Industriellen. sondern sich in privater Hand befindet. William Howard Taft. um die Welt zu ihrem persönlichen Vergnügen zu versklaven. und auch er stellte sich gegen diese Schattenregierung.die neue Steuer. Die Präsidentschaftswahlen wären zu Gunsten des Republikaners Taft ausgegangen. das Geld der Regierung zu kontrollieren und wirtschaftliche Stimmungen massiv zu beeinflussen. daß das System trotz der Bezeichnung »Federal« keine Bundesinstitution ist. Dieser Wechsel war ebenfalls hoch willkommen. So konnte die Fed gewaltige Summen an die Regierung vergeben und hatte als Sicherheit zur Rückerstattung . Das über die neuen Kanäle ausgeweitete Bankgebilde versetzte seine Schöpfer in die vorteilhafte Lage.42 Weltbanksystem zu entstehen im Begriff war. doch die Wahrheit ist er usurpierte die Regierung.« Die heimliche Infiltration war bestens gelungen. Mit dem Jahr 1913 wurde auch die Einkommensteuer in den USA eingeführt. Ein Super-Staat. Ein Jahr später brach der zweite Weltkrieg aus und gab bald willkommenen Anlaß für die Regierung. Der gezähmte Präsident Im Jahr 1913 stand auch ein neuer US-Präsident ins Haus.

das er unter dem Schlagwort . Schwabe sieht in Wilsons Beteiligung am Progressivismus einen Versuch. Vielleicht zielte man mit Bedacht auf ihn ab. Die beiden Jahre zuvor hatte Wilson schon erlebt. Das Reformwerk. so schreibt der deutsche Geschichtsprofessor Klaus Schwabe in »Die amerikanischen Präsidenten«. Die republikanischen Stimmen mußten auf zwei Kandidaten verteilt werden. Niemand anderes als der erzverschlagene J. Morgan finanzierte eine umfangreiche Kampagne für Theodore »Teddy« Roosevelt. Immerhin hatte sich der demokratische Präsidentschaftskandidat den Progressivisten angeschlossen. »Diese Reformströmung. um den ursprünglichen »Störfaktor Wilson« für die eigenen Interessen zu manipulieren.43 hervorgehen zu lassen.Kartellen und Monopolen . die Bestechungsaktion traf ins Schwarze. doch scheint er die Rolle der Federal Reserve völlig zu verkennen. Das Establishment hatte Wilson an eine kurze Leine gelegt. Das mag sein. die in beiden großen Parteien über mehr und mehr Anhänger verfügte. wie er sehr Präsident Woodrow schnell vom Direktoratsposten der Wilson Princeton-Universität zum Gouverneur von New Jersey und zum US-Präsidentschaftskandidaten emporstieg. Umweltschutz und für Wirtschaftsreformen.Einhalt gebieten sollten. Professor Schwabe schreibt nämlich nur einen Absatz weiter: »Diesmal enttäuschte Wilson seine Anhänger nicht. die dem freien Markt geschehen nicht mehr unterworfen waren«. für sozialstaatliche Maßnahmen. seine Wahlchancen zu verbessern. die der Bildung solcher Machtkonzentrationen . P. arbeitete die verborgene Macht nun nach dem alten Prinzip »Teile und herrsche!«. warb für eine Demokratisierung der politischen Praxis. wodurch Wilson trotz nur 42 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt wurde.

R Morgan sowie John D. daß Wilson noch im ersten Jahr seiner Präsidentschaft eine sehr bemerkenswerte Äußerung über die Schattenregierung veröffentlichte.. House. die Federal Reserve zu unterstützen. Wo auch immer der Präsident weilte. auf den Gebieten von Handel und Produktion. Rockefeller und der Bankier Andrew Mellon waren es dann. daß sie deren Verdammung besser nie anders als hauchend leise aussprechen.« . die Einkommensteuer einzuführen. so wachsam. so komplett. ein Colonel übrigens. Sie wissen. haben Angst vor etwas.. stets war Colonel House nicht fern. sollte ein Krieg in Europa ausbrechen. der .und Geldwesen grundlegend modernisiert und einer (vorher nicht vorhandenen!) zentralen Lenkungsbehörde (dem Federal Reserve Board) unterstellt . Von einem »Einhalt« gegenüber den Monopolen nicht die Rede. daß es irgendwo dort eine Macht gibt. J. so subtil. das Banken. vielmehr wurden sie dadurch ja erst zementiert! Wilson war gezähmt und folgte dem von der unsichtbaren Macht vorprogrammierten Kurs. « Möglicherweise gab man Wilson wegen seiner guten Einblikke in die Zusammenhänge einen sehr engen Vertrauten an die Hand: Colonel Edward M. die den sorgfältig aufgebauten und psychologisch konditionierten Präsidenten Woodrow Wilson schließlich dazu bewegten. so organisiert.44 >Neue Freiheit innerhalb eines Jahres nach seiner Wahl mit viel Geschick durch den Kongreß brachte. In seinem Buch mit dem Titel »The New Freedom« schreibt er: »Einige der größten Männer in den Vereinigten Staaten. konnte sich sehen lassen: Die amerikanischen Zölle wurden gesenkt.Vor dem Hintergrund der schon geschilderten Entstehung der »Fed« grenzt diese Bemerkung an pure Ironie. der vor allem eben darin bestand. sich bei der Besetzung seines Kabinetts beraten zu lassen und ebenso Empfehlungen zu folgen. Bei alledem war es geradezu ein Wunder. Interessant. so durchdringend. den Wilson als seine »zweite Persönlichkeit« bezeichnete. so verknüpft. 1917 den US-Eintritt in den Ersten Weltkrieg zu verkünden.

die allgemeine Stimmung weiter in Richtung einer Weltregierung zu bewegen. das in jener Region grassierte und beinahe jeden packte. Rhodes verwendete hier nicht seinen eigenen Namen. wo ein Bruder von ihm eine Baumwollfarm betrieb. wurde 1853 als Sohn des Vikars von Bishop's Stortford geboren und begab sich mit 26 Jahren nach Südafrika. Die Zentralisierung der Macht war für die meisten unbeobachtbar vonstatten gegangen. Wesentliches Ziel dieser Groups war die Bewahrung und Ausdehnung des britischen Empire. Mit den ersten Erfolgen gründete Rhodes die Firma de Beers Consolidated Mines. Dieses Institut fußte auf der 1910 vom englischen Diamant-Magnaten Cecil Rhodes beziehungsweise seiner Treuhand gegründeten Geheimgesellschaft namens Round Table Groups. als daß sie die Regierung selbst in der Hand hatte! Nun mußte schrittweise zunehmend auch dafür gesorgt werden. allerdings lag sie weniger in der Hand der Regierung. Ltd. Gespräche am runden Tisch Im Pariser Majestic-Hotel versammelten sich am Abend des 30. Schon bald zog ihn das Diamantenfieber in seinen Bann.45 nie in militärischen Diensten gestanden und seinen Oberst-Titel rein ehrenhalber erhalten hatte. die sich bis 1915 in sieben verschiedenen Ländern heimlich etabliert hatte. Mai 1919 wieder einmal die wahren Herrscher. der vor allem für die Rhodes-Stipendien bekannt ist. in England entstand der ebenfalls schon kurz erwähnte Partner in Form des Royal Institute of International Affairs (RIIA). beschlossen sie die Gründung eines Institute of International Affairs. Juli 1921 ins Leben gerufenen Council on Foreign Relations unheimliche Gestalt an. Der Charakter von Verschwiegenheit und Geheimniskrämerei fließt auch in die Namensgebung. sondern den der ursprüng- . Cecil Rhodes. Um ihr globales Ziel zu erreichen. In den USA nahm es durch den am 29.

Der Professor war geradezu besessen von den Werken des griechischen Denkers Plato und seiner Idee des perfekten Staates. Diamanten und Drogen ansammelten. Rhodes war durch seine Diamantengeschäfte ein reicher Mann geworden. daß seit den 1980er Jahren auch eine europäische Schattenregierung in Form des European Round Table of Industrialists (ERT) existiert. die Grundlagen für jene nach der Tafelrunde König Arturs benannten Round Tables zu schaffen. Cecil Rhodes seinerseits war auf dem besten Wege. Diese erst 1983 . wo er die folgenden acht Jahre studierte. Mit alten Traditionen geheimer Zirkel wurde Rhodes vorwiegend an der traditionsreichen englischen OxfordUniversität konfrontiert. in denen sie tätig waren.und Geldpolitik zu übernehmen sowie die politische Führerschaft in allen Ländern. der sich mit zahlreichen esoterischen Schriften sowie mit geheimen Gesellschaften befaßt hatte. dem RIIA und den Round Tables sprechen. Sir Alfred Milner. Haupteinfluß auf Rhodes nahm in Oxford der Professor der Schönen Künste John Ruskin. Was die »Round Tabler« anging. den sie durch die Kontrolle über Gold. dürfen wir bei allem nicht vergessen. ein Monopolist mit 90 Prozent eigenem Anteil am weltweiten Handel mit den edlen Steinen. um zwischendurch immer wieder im südafrikanischen Kimberley nach Diamanten zu suchen.gegründete Organisation hat .« In einem ähnlichen Zusammenhang werden wir später noch einmal an diese Worte erinnert! Wenn wir vom CFR. Denn so wie Morgan ihr verdeckter Agent in den USA war. Tatsächlich stand ihm die Familie Rothschild hilfreich bei seinem Unternehmen zur Seite. so war es Rhodes in Südafrika. zusammen mit Britanniens Hohem Kommissar in Südafrika. so schrieb der britische Geheimdienst-Offizier: »Ausgestattet mit einem immensen Reichtum. Ganz ohne fremde Hilfe konnte das dem vielversprechenden Geheimniskrämer Rhodes allerdings nicht gelungen sein.46 lichen Minenbesitzer. ein pathologischer und unglücklicher Mann. fächerten sich die Round Tabler über die ganze Welt auf um die Kontrolle über Steuer.ausgerechnet in Paris .

mit dem eine Einheitswährung durchgedrückt werden könne. Der Chef des ins amerikanische Ford-Imperium übergegangenen Volvo-Konzerns. wie sie auch in den Vereinigten Staaten geschmiedet worden waren? Nach zusätzlichen Anstrengungen in diese Richtung und der Veröffentlichung verschiedener Statusberichte kümmerte sich der ERT weiterhin um die europäische Bildung. versammelte einen privaten Zirkel von 17 europäischen Industriellen um sich. Europa sollte neu organisiert werden . wodurch die Mitgliederzahl auf 29 anstieg. der die Fahrzeugverkäufe um 70 Prozent steigerte. mittlerweile vom belgischen Staat völlig legalisierte Gesellschaft mit der Groupe des Présidents zusammen. die WettbewerbsFähigkeit der europäischen Wirtschaft in der Welt deutlich zu stärken. einem vereinfachten Programm zuzustimmen.47 ihren Sitz in der ruhigen Avenue Henri Jaspar 113 in Brüssel. denn FIAT-Chef Giovanni Agnelli. Der frisch gewählte Vorsitzende Wisse Dekker. Was wiederum wunderbar klingt. übte der ERT weiteren Druck für die Schaffung einer einheitlichen Währung aus. die Kontakte zu Universitäten zu verstärken. Sie sollten eine globale Informations-Gesell- . der Pate bei der Schaffung des ERT stand. 1985 startete der ERT ein internes Trainingsprogramm für Manager und übte außerdem Druck auf Politiker aus. entspricht deutlich den Prinzipien des CFR. ein Mann aus der Philips-Führung. Auch dieser Akt war längst vorausbestimmt und im Prinzip eine Farce. Mit dem nächsten Schritt. zum Zweck. war in den 1960er Jahren auch Begründer der Groupe des Présidents. Ins Leben gerufen hatte den ERT der schwedische Industrielle Pehr Gyllenhammar. einer Festigung der Verbindungen zur Europäischen Kommission. Im selben Jahr schloß sich die junge.erinnert das nicht wieder deutlich an die Pläne. Ähnlich wie der CFR begann der ERT auch. So entstand 1988 ein University-Industry-Forum. Um sie zu reformieren. verlegte den Sitz des ERT nach Brüssel. organisierte die mittlerweile 45 Mitglieder umfassende Gesellschaft eine internationale Gruppe von Industriellen der G7-Länder.

Im April 2001 berichtete das gegen den Euro gerichtete Blatt DeutschlandBrief über das »mächtigste außerparlamentarische Machtzentrum der EU« und seine Aktionen: »ERT-Mitglieder sind allerdings nie die Konzerne. So heißt es in dem Bericht weiter: »1999 meinte der engli- . unbürokratisch und clubmäßig . BP und andere. er entwirft Pläne. Alle sechs Monate finden sich die Spitzen der europäischen Wirtschaft im ERT-Büro in Brüssel ein. wo man sich nach abgehakter Agenda auch gerne mal vollaufen läßt und dann im Dunkeln an die Bäume pinkelt. In vielen Fällen hat er auch schon über den Inhalt der Politikvorschläge entschieden. Das soll nicht heißen. die von der EU-Kommission an die nationalen Regierungen gehen. sondern immer nur die Bosse persönlich. der Telekom.48 schaft aufbauen . setzt Ziele und Termine und übermittelt diese den Regierungen. Bertelsmann. Unilever. Aktuelle Vorsitzende sind Gerhard Cromme von ThyssenKrupp und Morris Tabaksblat vom niederländischen Medien-Riesen Reed Elsevier. weil sie nicht regelmäßig an den Geheimkongressen teilnahm: Jürgen Schrempp wurde 1999 nicht mehr als Mitglied weitergeführt. Wahrscheinlich sind die Politiker sogar dankbar dafür. einmal ganz anders! Nach gegenwärtigen Angaben des ERT sind es 44 Mitglieder. daß ihnen die Denkarbeit abgenommen wird. Persönlich vertreten sind unter anderem Großkonzerne wie Fiat. Wie bei vielen Treffen der Mächtigen geht es geheim und in privater Atmosphäre zu.oder müßte man besser von einer Desinformations-Gesellschaft sprechen? Wahrscheinlich. daß der ERT keine Verdienste hat. Vodafone.Brüsseler Spitzen. Pirellli. Renault. von Nokia. die Nummer 45 mußte ausscheiden.« Allerdings scheint die Macht der Brüsseler Schattenregierung teilweise bereits bedrohliche Dimensionen angenommen zu haben. Ebenfalls unter den Mitgliedern: Repräsentanten der Deutschen Lufthansa. Alles ist informell.nicht anders als in den kleinen Machtzirkeln der USA. Siemens oder Bayer. Er stellt die Weichen für Privatisierung und Liberalisierung in Europa (freilich nicht zu Gunsten des Mittelstandes). um zu tagen .

Ein bißchen gruselig wird es erst. die als unauffällige Filialen . also einflußreiche kooperierende Gruppierungen aus. der im DeutschlandB rief vom Februar 2002 erschien. was wir denken.« Die Welt-Elite unter sich Unter verschiedenen Namen bilden sich inner. Erstaunlich. Wir treffen sie ab und zu und senden ihnen Papiere. worin unsere Anliegen bestehen. besprechen die Themen mit der Kommission. um die totale Kontrolle zu erreichen. neue geheime Zirkel ins Leben zu rufen oder andere Kanäle zu schaffen.« Wieder streben die Hintermänner nach den gleichen Zielen. erklärte dazu freiweg: »Wir arbeiten zusammen. denn hinter allem stehen dieselben Kräfte. wieder planen und beeinflussen elitäre Zirkel politische Aktionen. Wenn bestimmte Gruppierungen zu sehr ins öffentliche Licht rücken. ehemaliger Generalsekretär des ERT. der ERT habe die Politiker in Brüssel im >eisernen Griff<. Keith Richardson. Und ich glaube. neues Territorium erobert und unter einer Vielzahl verschiedener Namen tätig wird. an dessen Schaffung die Konzernherren in ihrem unauffälligen Brüsseler Büro gegenwärtig arbeiten.« In einem weiteren Bericht über »Die unheimliche Macht der Konzerne in der EU«. sie wissen sehr genau. in welchem Ausmaß Macht im Geheimen und von so wenigen ausgeübt wird. das die Strategie der US-Außenpolitik formuliert.und außerhalb der USA. daß sie wissen. an wichtigen Schaltstellen des Weltgeschehens. Dann ist es Zeit. Kein Wunder. um sicherzustellen. wird unmißverständlich herausgestellt: »Die Arbeitsund Einflußmethoden des ERT sind identisch mit denen des amerikanischen Council on Foreign Relations.49 sche Guardian. läuten die Alarmglocken. wenn die Rede vom >neuen Europäer< ist. Wir werden immer wieder feststellen. daß die Schattenmacht auf geschickte Weise bereits vorhandene Institutionen infiltriert.

der im Deutschland!! rief erschienen ist. folgende rhetorische Frage: »Wo liegt der gemeinsame Nenner dieser Organisationen ?« . doch kommt es bei der Betrachtung bekannter Details eben oft auf den Kontext mit unbekannten Details oder ganz allgemein auf die Einordnung in die aktuelle Situation an. Interessant sind auch die personellen Übereinstimmungen zwischen dem ERT und einer anderen hoch elitären Gruppe. die vor allem durch Verschwiegenheit von sich Reden macht: die berühmten Bilderberger. Zweitens teilen sie alle den sogenannten Washington Konsensus . Mit Blick darauf stellt der schon erwähnte Artikel vom Februar 2002. vor allem Kenner der sogenannten Verschwörungsliteratur werden natürlich über viele Einzelheiten bereits bestens Bescheid wissen. Geheimgesellschaften. daß der »Beruhigungseffekt« eintritt. Berichte und Internetseiten eben gerade soviel erfahren.50 oder sogar Zentralen des Oktopus dienen. Unternehmen.Die Antwort folgt freilich auf dem Fuße: »Erstens geben transnationale Konzerne den Ton an. Man darf über Interviews. verschworenem Schweigen einerseits und jovialer. über die Aktivitäten der »Verantwortlichen« wohl informiert zu werden. Auf morbide Weise faszinierend ist eben auch das gewachsene Gesamtbild. die Entwicklung vergleichbarer Kräfte über die Zeit. »Insider« der Materie. scheinbar grenzenloser Offenheit andererseits. Im Umfeld des Council on Foreign Relations und der Bilderberger jedenfalls recht neu ist der ERT. bleiben ausgeschlossen. Denkfabriken und mysteriöse Privatkonzerne spielen sich dabei gegenseitig die Bälle zu. Wenn wir den Spuren der geheimen Macht einigermaßen konsequent folgen wollen. dürfen wir die Bilderberger keinesfalls unerwähnt lassen. die vor allem auf nationaler Ebene operieren. In späteren Kapiteln wird sich auf der Grundlage der älteren Strukturen auch die Bewertung der gegenwärtigen Strukturen des Oktopus und seiner vielfältigen Aktivitäten einfacher gestalten. Alles in allem begegnen wir bei diesem Spiel auch einer geschickten Gratwanderung zwischen elitärem.den Glauben an .

daß die im finstermysteriösen Licht der Macht stehende Bilderberg-Gruppe im Jahr 1954 gegründet wurde und ihren Namen vom Hotel Bilderberg im niederländischen Oosterbeek ableitet. trage keinen Na- . er habe noch nie von dieser Organisation gehört. freien Markt ohne Rücksicht auf kulturelle Unterschiede.« Obwohl immer wieder davon die Rede ist. Europa und Regionen Afrikas gewinnen wolle. daß die Antwort nicht ernst gemeint war. am Treffen einer »Studiengruppe« der LabourParty teil. Die Gruppe. die während des Zweiten Weltkriegs für das britische Ministerium zur Flugzeugproduktion arbeitete und später mit Forschungen zur Atomenergie zu tun hatte. wo und wann dieser Eliteclub entstand. Kitty Little eine Geschichte vernommen. Icke hatte von der englischen Wissenschaftlerin Dr. neben und über den nationalen Regierungen . obwohl offenbar also recht genau fixiert ist.51 einen globalisierten. mit dem man die Kontrolle über Großbritannien. in dem die erste Versammlung stattfand. daß niemand ihre Soziologie schreibt. um gespannt den seltsamen Ausführungen eines jungen Referenten zu folgen. daß ihre Strukturen der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt bleiben. der freiweg erklärte. die auf das Jahr 1940 zurückgeht. Drittens operieren sie verdeckt. Teil einer Verschwörung zu sein. liegen die eigentlichen Wurzeln doch eher in dunkleren Gefilden. Damals nahm Dr. die diesen Umsturz ausführen wollte. Little. Zugunsten von Friedrich wollen wir annehmen. daß eine derartige heimliche Gruppierung schon recht lange geplant war.« So kommt der Beitrag schließlich zu der Folgerung: »Wirkliche Macht definiert sich dadurch. Wie er ausführte. Als der prominente CSU-Europaabgeordnete Ingo Friedrich in einem Interview nach dem ERT gefragt wurde. informell. Man versammelte sich an jenem Abend in den Räumen der Oxford University. nationale Eigenheiten und Souveränitäten. antwortete er. Der umstrittene britische Autor David Icke veröffentlichte hierzu 1995 eine möglicherweise interessante Information.also ohne demokratischen Auftrag. Sie könnte zeigen. grenzenlosen. war ein »Marxistischer Putsch« geplant.

waren auch hier mehrere Hintergrundkräfte wirksam. Adelstitel für sich zu erhalten -. ungläubiges Raunen durch den Saal. bewahrheiteten sich zumindest dahingehend. Als geistiger Vater der Bilderberger nämlich gilt der aus Polen stammende Sozialist Dr.-P. hatte Retinger . der Central Intelligence Agency (CIA).52 men. daß er in den 1960er und 1970er Jahren tatsächlich als Premierminister fungierte. Ihre eigentliche Geburtsstunde wurde von Prinz Bernhard der Niederlande eingeläutet. Die entscheidende Persönlichkeit aber war in diesem Falle sogar jemand anderes. deren offizieller Name bis heute nicht bekannt ist. Als Teilhaber der Dutch Shell Oil traf Prinz Bernhard geradezu automatisch auf den englischen Lord Victor Rothschild . die zur Schaffung der Bilderberger führten. Als der junge Referent derart hochtrabende Äußerungen von sich gab. gelangte er wiederum über den CFR ziemlich unmittelbar in die alten Kreise um die Rockefellers und der J. Was betraf die anderen. Der Vortragende vermittelte einige Informationen über die Vorgehensweise der Gruppe und erklärte schließlich. In den 1940er Jahren hatte es immer wieder geheime Treffen der europäischen Spitzen gegeben. Joseph Hieronim Retinger. Nur. doch hinter ihm standen Personen aus einer verschworenen Ahnenreihe. Er werde eines Tages zum Premierminister des Vereinigten Königreiches ernannt. ging natürlich ein amüsiertes. die Worte des Mannes. Wie meist. Als Retinger nach Amerika kam. CFR-Mitglied und künftigen Chef des US-Auslandsgeheimdienstes. Zusammen mit CFR-Direktor George Franklin und Allen Dulles. die uns kaum mehr in Erstaunen versetzen kann. er sei zum Kopf ihrer politischen Sektion bestimmt worden. eines gewissen Harold Wilson. und so wirkten die Nachfahren des Meyer Amschel Bauer schließlich mit an der Legung des Grundsteins für den über alles erhabenen Debattierclub. um ihre Existenz zu vernebeln. recht ungewöhnlichen und beängstigenden Prognosen? Wilson hatte sich auf keine andere Gruppe bezogen als die Bilderberger. die in der Vorbereitungsphase des engen Zirkels angesiedelt waren.-Morgan-Zöglinge.die Rothschilds hatten es ab dem neunzehnten Jahrhundert geschafft.

.1955 und 1957. »In der Tat sind die Bilderberger eine Art von inoffiziellem CFR. der Verleger des Time-Magazins. und 1976. Jedermann dürfte sich allerdings ohne weiteres vorstellen können.53 schon das Amerikanische Komitee für ein Vereinigtes Europa gegründet. Nun ging es darum. in dem keine Versammlung stattfand .begegnen sie sich jedes Jahr einmal in den nobelsten Herbergen der Welt. Jackson. so bringt es der Autor Neal Wilgus kurz und bündig auf den Punkt. die weltweite Führungselite regelmäßig an einen Tisch zu bringen. um im erlesenen Kreis über die Weltpolitik zu diskutieren. Hinter verschlossenen Türen Bis auf Ausnahmen . Geburtshilfe leistete auch C. der gleichfalls über Verbindungen in die CIA hinein verfügte und schon unter Präsident Eisenhower als Spezialberater in Sachen psychologischer Kriegsführung diente. Finanziert von CIA und dem Konzern Unilever trat dann unter Vorsitz von Prinz Bernhard der »Bilderberger-Club« im Jahr 1954 erstmals ins Sein. ausgedehnt auf eine internationale Skala«. D. als sich die Bilderberger jeweils sogar zweimal trafen. daß die Ergebnisse und Empfehlun- Das erste der Treffen der Bilderberger im Jahr 1954.

Es .C. Einige Autoren vertreten die Ansicht. Er hält seit 1991 den Vorsitz über die Bilderberger inne. entfernt. Mai bis zum 2. Juni 2002 trafen sich die Bilderberger zum fünfzigsten Mal seit ihrem Bestehen. daß auch die Bilderberger-Elite nicht ganz über einen goldenen Kamm geschoren werden kann. In Publikumszeitschriften wird kaum über die Treffen berichtet. gesamt das achte Treffen in den Vereinigten Staaten und fand unter noch schärferen Sicherheitsbedingungen als je zuvor statt. Vom 30. was man von den Zusammenkünften mitbekommt. Sie sind so ziemlich das einzige.54 gen dieser Gruppe niemals inoffiziell und ohne essentielle Wirkung auf die globale Strategie sind. Zum kleinen Steuerungskomitee der Bilderberger zählen auch Henry Kissinger und David Rockefeller.. D. So nahe hatte man sich noch nie bei der Regierungsmetropole Foyer des »Westfields Mariott«. Virginia. Auch hier gibt es weniger und mehr involvierte Persönlichkeiten. Ihre Wahl des diesmaligen Tagungsortes fiel auf das noble »Westfields Mariott« in Chantilly. dann nur nach dem Ereignis. jüngster getroffen. nie aber zuvor. nur wenige Meilen von Washington. Doch immer schon herrschten bei den Meetings der Bilderberger selbstverständlich sehr massive Schutzvorkehrungen. Die meisten amerikanischen Besucher des mächtigsten Kaffee-Kränzchens der Welt sind auch in den Mitgliedslisten des CFR zu finden. Ohne Zweifel zur Spitze zählt Lord Peter Carrington als Ex-Nato-Generalsekretär zwischen 1984 und 1988 und Präsident des Royal Institute of International Affairs. und wenn. Es war insTreffpunkt der Bilderberger.

Neben dem mächtigen Henry Kissinger durfte natürlich auch David Rockefeller nicht fehlen. Fiat-Chef Giovanni Agnelli. den Verkauf seiner Flugzeuge in den Niederlanden mit Hilfe des Prinzen zu fördern.letztes Jahr im abgelegenen schottischen GleneaglesHotel mit Gast Prinz Charles . Die Bunte-Autorin Beate Wedekind erhielt im April 1987 die Gelegenheit. Ein Hospital für Notfälle wurde eingerichtet. der 1976 den Vorsitz abgegeben hatte. Beate Wedekind faßt die Ereignisse zusammen: »Alljährlich im Frühsommer . die Tochter von Prinz Bernhard. der es wagen sollte. aber wirksam schließen. dem der Termin und die Lokalität vorher offenbart wird. An der Tagung nahm auch Königin Beatrix der Niederlande teil. Zumindest nach außen hin fand die verschwiegene Konferenz zum Thema »Der Effekt Gorbatschow« statt. um jeden dingfest zu machen. Lockheed hatte mit Bestechungsgeldern versucht. der Carabinieri und der Polizei hatten die Villa d' Este hermetisch abgeriegelt. Die Teilnehmer versammelten sich in den prachtvollen Salons der Villa d' Este und ließen die Türen hinter sich sachte. sich dem Gelände auch nur zu nähern. Der Polizeihubschrauber beobachtete das Ge- . Bilderbergertreffs am Comer See journalistisch zu begleiten. Damals begegnete man sich in der vornehmen Villa d' Este. Auch der zwei Jahre später unter mysteriösen Hintergründen ermordete Bankier Alfred Herrhausen und Erbprinz Hans-Adam von Liechtenstein finden sich auf der Anwesenheitsliste.55 gibt nahezu keinen Journalisten. der italienische Politiker Giulio Andreotti oder Egon Bahr.trifft sich die Bilderberg-Elite unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. In den Reihen der Gäste fanden sich Größen wie der Österreicher Hannes Androsch. 1200 schwerbewaffnete Beamte der italienischen Sicherheitseinheiten Guardia di Finanza. Königin Beatrix war mit ihrem Gatten Prinz Claus erschienen. als er wegen der so genannten Lockheed-Affäre in die Schlagzeilen geriet. Scharfschützen sind rund um die Uhr in den benachbarten Häusern postiert. während sich um das aristokratische Anwesen herum unzählige Sicherheitskräfte postiert hatten. die edle Peripherie des 35.

Alle hielten sich daran: Der See bei Cernobbio blieb bis auf die vier Polizeiboote gespenstisch leer. Immerhin ist hier der »Durchsatz« an Kongreß-Abgeordneten und Inhabern hoher Ämter ganz besonders groß. Eine interessante Beobachtung am Rande des Geschehens. war dafür gesorgt. kann die Nobelherberge von außen nicht .56 lande aus der Luft. Saab. verschärften die Organisatoren noch einmal sämtliche Sicherheitsvorkehrungen. Taucher suchten im See nach Bomben.. Unilever. lag die Reizschwelle niedriger und das Gefahrenpotential höher als an sämtlichen anderen Orten der Welt. IBM. doch . so nahe an der Schaltzentrale der US-amerikanischen Regierung. so Wedekind. Das Westfield-Hotel liegt wie gesagt nur wenige Meilen von den Flughäfen entfernt. « Als sich die Bilderberger im Juni 2002 nur sieben Meilen vom Washingtoner Dulles Airport trafen. Denn hier. Philips für ihre internationalen Entscheidungen. Xerox. daß jeder sich mit jedem besprechen konnte.. »Mahlzeit für Mahlzeit wurden andere Gruppierungen an Zehnertischen zusammengesetzt«. Am Dulles und Washington Reagan National Airport herrschen weltweit die extremsten Sicherheitsstandards. Exxon. vier Polizeiboote riegelten das Hotelufer ab. Die Bilderberger befürchteten Anschläge von Terroristen aus dem Mittleren Osten.« In der Villa. an besagten Tagen das Ufer auf Höhe der Villa d' Este näher als 300 Meter anzufahren.so stellt die Autorin resümierend fest: »Die Ergebnisse der 35. Wenn die Zufahrt abgeriegelt wird. Sie sind aber richtungweisend für die teilnehmenden Präsidenten von Weltfirmen wie Fiat. auf denen ihnen unter Androhung von Strafe verboten wurde. die bereits im Jahr 1965 als Tagungsort der Bilderberger gedient hatte. die kleine Gemeinde Cernobbio wirkte wie ein Besatzungsgebiet. Bilderberger-Konferenz sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Tage vorher waren an die Fischer und Bootsverleiher am Corner See Handzettel verteilt worden. Nach der anfangs alphabetischen Sitzordnung an einer langen Tafel im Ballsaal »Sala Impero« verteilten sich die über hundert Gäste an Zehnertischen.

effektiver Trip! Auffallender. Über ihn erfuhr Tucker auch. eines der schwächsten Länder der Welt erneut anzugreifen« . wobei nicht gewählte Repräsentanten. Jim Tucker. Anfang Juni 2002 geplant worden war. so teilt Tuckers anonyme Quelle mit. . wie man den zögerlichen Westen überzeugen könne.57 eingesehen werden. für das »Westfields Mariott« in Chan-tilly.bis zehntausend im Monat erreicht. Eskortiert von Polizeifahrzeugen mit Lichtbalken und Sirene. die gegenwärtig fünf. so daß die Supermächtigen direkt nach ihrer Ankunft per Hubschrauber vom Flughafen zum Hotel gebracht werden können . wird eine Attacke auf den Irak nichtsdestoweniger von der Elite als >notwendig< erachtet. legten viele Bilderberger mit jenen »black limos« aus dem WestfieldFuhrpark die kurze Strecke zum versteckten Exklusivhotel zurück. um fortgesetzte Entsendung westlicher Truppen und die Kontrolle der Ölreserven des Mittleren Ostens zu rechtfertigen. Auf dem Gelände gibt es einen eigenen Heliport. verfügt über eine dem zentralen Steuerungskomitee der Bilderberger sehr nahe und besorgte Quelle. ein Journalist der Washingtoner Freien Presse. Von Anbeginn der Gruppe förderten die Bilderberger die Entstehung der Vereinigten Staaten von Europa. sondern ernannte Kommissare das Ruder in die Hand zu nehmen hatten.ein kurzer. aber dennoch sehr beliebt bei der Elite sind die langen schwarzen Limousinen mit ihren verdunkelten Scheiben.« Die politische. daß die nächste Zusammenkunft für Ende Mai. finanzielle und militärische Vereinigung Europas unter der Kontrolle eines übergeordneten Organs stand außerdem im Mittelpunkt der Diskussion. Zum Schwerpunkt der geheimen Diskussionsrunde hatte man das Thema »Irak unter Saddam Hussein« gewählt und »die Frage.so schreibt der Bilderberg-Beobachter Tony Gosling und ergänzt: »Bereits gezeichnet von zehn Jahren an Sanktionen und von einer Kindersterblichkeit.

58 Verschworene Theorien Trotz der für die gesamte Welt wesentlichen Entscheidungen im Bilderberg-Kreis blieb die Gruppe verborgen genug. daß mit den Berichten über geheime Treffen oft sehr viel weitreichendere Erklärungen und Thesen verbunden sind. spielen damit in die Hände der KonferenzOrganisateure. Nicht zuletzt kommt dann der günstige Begleitumstand eilfertig zur Hilfe.« Besorgt meint Gosling schließlich: »Aber diejenigen. wie ihn uns Historiker und Politologen von der Welt anbieten. Und genau dies ist dann ein idealer Ansatzpunkt. die noch in der Lage sind. die von den Treffen hören. um alles in ihrem engeren und weiteren Umfeld mit einer jovialen Geste vom Tisch des Rationalismus zu fegen. weil sie eine weitere wilde Verschwörungstheorie erwarten. Doch diese Theorien gelten im etablierten »Bilderberg«. Wer heute seine Augen auch einmal etwas abseits jener engen Gleise des sehr gut durchdachten Mainstreams richtet. werden als verschrobene Zeitgenossen belächelt.als hervorragendes Mittel zur Beseitigung mißliebiger Meinungen. >schalten ab<. Lächerlichmachung! Das ist ein gutes Stichwort . sobald die Bilderberger erwähnt werden. sogar das Fördern verrückter Theorien. diese Extreme. mögen zum Teil auf faktischen Hintergründen beruhen. Kritiker wurden fälschlicherweise des Antisemitismus bezichtigt. um die Aufmerksamkeit von dem abzulenken. Aufgeschlossene Menschen. . um bis heute nur wenigen bekannt zu sein. Dieses Mittel ist nicht überall anwendbar. Fragen zu stellen und den Einheitsbrei der Medien nicht vorbehaltlos als mikrowellentaugliche Fertignahrung schlukken. die jedes Mittel anwenden werden. was innerhalb [des Zirkels] diskutiert wird. Auch sie. als abwegige und gehaltlose Außenseitergespinste. gilt buchstäblich als abseitig. verwirrend. lassen sich aber in der Regel nicht verifizieren. welche diese jährlichen Gipfeltreffen ignorieren. immerhin aber doch sehr oft. Und schnell ist das Häuschen wieder sauber! Nicht umsonst bemerkt Tony Gosling: »Viele Journalisten oder andere. vor allem den Interessenten an Verschwörungstheorien.

wie beim Nichtgesagten. Die Öffentlichkeit darf zwar am vermeintlichen Festmahl schnuppern.59 wo doch nicht viele der Teilnehmer jüdischen Glaubens sind. sollen in schönen Farben auf eine angeblich wunderbare Idee vorbereitet werden. die Absichten und Ziele hinter Tausenden einzelner Facetten des Weltgeschehens bleiben im Dunkeln. Die führenden Medien stehen doch längst unter der Kontrolle derjenigen. die ihre Seiten ziert. es ist wie beim Kleingedruckten. doch auf die Verkaufstaktik kommt es eben immer an. Das kann . doch sie bekommt es nicht zwischen die Kiefer . der diesem Wirtschaftszweig schädlich sein kann. Befolgt ein Magazin die Weisungen seiner einflußreichen Werbekunden nicht. die eigentlichen Regeln. Natürlich müssen auch brisante Fragen ins Feld geführt werden. Und welches einflußreichere Presseorgan ist denn überhaupt noch unabhängig? Zeitschriften werden von der Werbung getragen. daß die Brokken knochenhart sind. Man darf möglichst nichts personell festmachen. beispielsweise. Programme dürfen präsentiert werden. doch der Geist dahinter nicht. wie die Richtschnur zu ziehen ist. die sich einer Identifikation entziehen. Körperschaften können wechseln. Es ist wie bei jeder geschickten Verkaufsaktion. das »blökende Volk«. « Zusätzlich ist auch etwas anderes durchaus denkbar. Einige Medienvertreter könnten weniger aus Sorge vor der Nähe zur Verschwörungstheorie abschotten. ist Pflichtprogramm. Wir. dann wird der Kunde seine bisher regelmäßig geschalteten Anzeigen urplötzlich zurückziehen. die genau wissen. Für die Bilderberger ist jede Umgehung demokratischer Prozesse und die Unterdrückung legitimer Medien-Berichterstattung als >gutes Geschäft< zu rechtfertigen.denn dann würde sie merken. sondern einem Warnruf ihres tiefsten Inneren folgen: »Finger weg! Sehr heiß!« Die große Berichterstattung unterliegt einem selektiven Verfahren. Dabei geschickt vorzugehen. vor allem aber auch die federführenden Kräfte. Doch das eigentliche Spiel. indem es eine interessante Enthüllungsstory über einen bestimmten Aspekt bringt.

Das klingt zumindest nach . dann war die Geschichte vielleicht nicht einmal gelogen! Klären wird sich das nicht lassen. international war die Veranstaltung schon. die in Genval bei Brüssel stattfand. einem »internationalen CroquetTurnier« .60 gegebenenfalls zum Ruin des Blattes führen! Also schweigt es diesen Aspekt lieber tot. Zu den Bilderbergerschen Hausregeln zählt nach wie vor. bevor es sich selbst mit einer brisanten Story tot redet\ Die Bilderberger ihrerseits sorgen weniger für Cover-Stories als für Deckgeschichten. Als ein belgischer Fernsehreporter den Bürgermeister von Genval im Jahr 2000 wegen eines bevorstehenden Besuches der niederländischen Königin befragte. sie führt auch andernorts zu empfindlichen Irritationen. Die Währungsunion mittels des Euro ist bereits in die Tat umgesetzt. Sein geistiger Vater. bleibt dabei sein eigenes kleines Geheimnis. Nicht nur Presse und Öffentlichkeit werden von der mitreißenden Informationspolitik der heimlichen »Gipfelstürmer« glatt verfehlt.nun. die manchmal aber auch schon geradezu ungewöhnlich gewöhnlich waren. So mutierte die Konferenz des Jahres 2000. erwiderte das Stadtoberhaupt sichtlich verärgert: »Wenn Königin Beatrix nach Genval kommen würde. dann hätte mir jemand etwas gesagt!« Woher der Reporter sein eigenes Wissen über ihre offenbar bevorstehende Visite bezogen hatte. Mundell hat schon einen Namen für sein nächstes Kind: Zum Euro soll bereits im Jahr 2007 der »Intor« stoßen. denn die unsportlichen Teilnehmer des Turniers lehnen jegliche Interviews kategorisch ab. nach Jahren der Vorbereitung. schnurstracks zu einem sportlichen Ereignis. der Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Mundeil beschäftigt sich gegenwärtig mit der Schaffung einer Weltwährung. welche Themen diskutiert wurden und woher sie ihre intime Kenntnis künftiger Weichenstellungen zur europäischen Entwicklung erhalten haben. keinem der Anwesenden die Enthüllung zu gestatten. wenn dann vielleicht auch noch Kroketten irgendwo auf dem Speisezettel standen.

Am 5. Damit er Vertrauen gewinnt. Der Euro-Gegner Bruno Bandulet schreibt in seinem DeutschlandBrief: »Derlntor würde vom Internationalen Währungsfonds überwacht und zunächst als freiwillige Weltwährung zirkulieren.61 Zukunft. daß viele Persönlichkeiten nach ihren Begegnungen mit dieser Gruppe erst wirklich an die Spitze gelangten. plädiert Mundell für eine neue Art von Golddeckung. Jedenfalls sind auch hier so manche Ähnlichkeiten zum Council on Foreign Relations zu bemerken. Das Kunstwort setzt sich aus »International« und »Or« zusammen. der ein Jahr nach seiner Einladung in den Spitzenclub zum US-Präsidenten aufstieg. dem französischen Wort für Gold. Juli startet. Dazu würden die Goldreserven der Zentralbanken benötigt. « Die Kanalisierung der Macht durch das Nadelöhr der Bilderberger zeigt sich wohl auch darin. Und ganz bestimmt steht hinter diesem Zufall: blanke Absicht! .. Der spannende Teil der Euro-Saga beginnt erst noch. Bill Clinton. eine Serie von Treffen zwischen der Europäischen Zentralbank und der Federai Reserve. unter ihnen auch der ehemalige Gouverneur von Arkansas. Thema: die künftige Koexistenz zwischen Euro und Dollar.. Ein Kausalzusammenhang wird sich allerdings kaum nachweisen lassen.

-28. Vermont.-29. USA 20.-20. März 1966 Cambridge. 11. England 13. Italien 4. 22. 12. 16. 29. Kanada 21. 31. 2. Kanada Marienlyst. Februar 1957 Fiuggi. England 31.-21. 5. 19. September 1958 Yesilköy. Castin. 28.-6.-20. Italien 2. 20. September 1955 Fredensborg. England 22. Mai 1956 St. April 1965 Wiesbaden. Norwegen 14.-13. April 1974 25. Deutschland 18. Türkei 18. Frankreich 29. Simons Island. 8. 9. Mai 1969 17.-25. April 1975 25.-23. 18.-16. Frankreich 18.-25.-13. April 1972 11. Schweiz Woodstock.-20. Deutschland 25. 7. April 1961 Saltsjöbaden. März 1955 Garmisch-Partenkirchen. Georgia. 24. März 1964 Villa d' Este. Mai 1981 Sandefjord. Belgien Saltsjöbaden. Die Treffen der Bilderberger Oosterbeek. Schweiz 15. 17. April 1977 Princeton. April 1971 21. Österreich 27.-17. USA 15.-24.-15.-11. 23. April 1978 Baden. Kanada 13.-29.-23.-23. Mai 1973 19. Türkei — Wegen des Lockheed-Skandals fand 26.-4. Frankreich Cesme. Dänemark 11. September 1959 Bürgenstock.-31. Virginia. 30. USA Knokke. April 1970 23.-31. April 1967 Mont Tremblant. Niederlande 29. 21. April 1980 Bürgenstock.-22. 1976 keine Bilderberger-Konferenz statt (1976) Torquay.-27. 10. USA 21. 1.62 3. Dänemark Bad Ragaz. 14. April 1968 9. New Jersey.-27. Schweden 18. Oktober 1957 Buxton. Mai 1982 Montebello. Deutschland 23. 4.-15. Mai 1960 St. 13. 27.-20. 15. April 1979 Aachen. Mai 1954 Barbizon. 6. Mai 1962 Cannes.-17. Schweiz 28. März-2.-19. Mai 1963 Williamsburg. Schweden Megive. Mai 1983 . 26.

39. 38. Spanien Glen Cove. Mai 1985 25.-17.-27. Griechenland Helsinki. 35. April 1987 3. 34. Juni 1999 1.-12. Kanada Lake Lanier. Finnland Zürich. Schweiz Toronto. 41. Mai 2001 30. Mai 1984 10. Juni 2002 . 40. Virginia. 43. 36. April 1986 24. USA Gleneagles. Schottland Sintra. 44.-5.-15. 42. Mai . New York. Schweden Rye Brook.-9.2.-26. Juni 1996 12. Georgia. 48.-14. Italien Telfs-Buchen. Belgien Goetheburg. USA 11. Deutschland Evian-les-Bains. 46.-24. Österreich La Toja. Mai-1.-27. USA Baden-Baden.63 32. Juni 2000 24. Juni 1995 30.-5. Brüssel. 50. New York. 37.-13.-11. Mai 1990 6. Mai 1992 22.-13.-4. Frankreich Athen. Juni 1991 21. Juni 1988 12. Juni 1994 8. 47. April 1993 3. USA Turnberry. 33. Juni 1997 14. Mai 1989 11.-25. Saltsjöbaden.-6. 49. Ayrshire. Schweden Chantilly. Portugal Genval. Schottland Villa d'Este. 45. Mai 1998 3.

war für ihn der eher bescheidene Erfolg seiner Bücher nicht unbedingt sofort eine existentielle Bedrohung. dazu hatte er viel zu viele Interessen .eine Eigenschaft. packende. Casolaro arbeitete weiterhin als Autor und führte alles in allem ein recht angenehmes Leben in Fairfax City. Virginia. Casolaro mußte sich mit eher unspektakulären Berichten auseinandersetzen: Zehn Jahre lang arbeitete er für ein amerikanisches Computermagazin. künstlerischer Mensch.64 Kapitel 3 TÖDLICHE NEUGIERDE Ein-Stich ins Wespennest »Wenn mir irgendetwas zustoßen sollte. dann glaube bitte nicht. Zunächst aber blieb die große. daß es ein Unfall war!« Diese Worte bleiben dem Arzt Dr. Computer waren ebenfalls eine seiner Leidenschaf- . dessen Teilhaber er später wurde. Im Alter von 20 Jahren verließ er das College. die seinem Beruf als Journalist nur zu Gute kommen konnte. Als er zurückkehrte. Casolaros Familie stammte ursprünglich aus Italien und hatte sich in den Staaten gut etablieren können. der für jeden ein offenes Ohr hatte und fast immer blendend gelaunt und zu Scherzen aufgelegt war. um auf die Suche nach verschollenen Inkaschätzen zu gehen. Sein Bruder Joseph Daniel. war ein lebenslustiger. Anthony Casolaro auf immer in Erinnerung. heiratete er und gründete eine eigene kleine Familie. sensationelle Story noch aus. die seiner Überzeugung nach irgendwann einfach kommen mußte. Von familiärer Seite her ausreichend abgesichert. doch suchte der Journalist ständig die eine wirklich große Story. Danny Casolaro verfolgte viele Ziele und Ideen. Schon immer faszinierten Danny geheimnisvolle Vorgänge und Rätsel der Welt. eben die Story seines Lebens. Langeweile kannte er nicht. kurz »Danny« genannt. Er veröffentlichte drei Bücher sowie viele Berichte in unterschiedlichsten Zeitschriften.

da er den Wert der Firma völlig unterschätzt hatte. doch auf eine sehr ungewöhnliche Weise. William »Bill« Hamilton. Terry Miller. machte dabei aber ein schlechtes Geschäft. war von keiner geringeren Institution als dem US-amerikanischen Justizministerium nach Strich und Faden betrogen worden. In der nächsten Zeit wollte er mit Computerthemen nicht mehr viel zu tun haben. die ihm endlich auch zum ersehnten Durchbruch im Journalismus verhelfen könnte. die nur als Ironie des Schicksals bezeichnet werden kann. Das US-Justizministerium . erhielt Hamilton einen sehr lukrativen Auftrag. DoJ .65 ten. nach der er jahrelang gesucht hatte. Bereits nach einem ersten Gespräch mit Inslaw-Chef Hamilton war Casolaro »elektrisiert«. um ein von Hamilton entwickeltes Computerprogramm nunmehr den Anforderungen von US-Anwälten als Brücke zwischen verschiedenen Datenbanken anzupassen. Damals. Begonnen hatten die disaströsen Ereignisse um Inslaw beinahe schon ein Jahrzehnt zuvor. 1990 verkaufte er dann seine Anteile. so daß sie damit Kriminalfälle weit besser verfolgen könnten. Zu Dannys künstlerischem Talent gesellte sich eine investigative Neugierde hinzu. Deren Eigentümer. Doch er ahnte nicht im geringsten. erzählte ihm eines Tages von einem Skandal. welche weltweiten Verstrickungen sich hier auftun würden und welche Konsequenzen das alles für ihn mit sich bringen sollte.Department of Justice. ein Freund und Mitarbeiter des Magazins. in welches Wespennest er da hineinstoßen würde. die sein weiteres Leben bald voll und ganz in Anspruch nehmen sollte. der sich mehr und mehr um eine gewisse Firma Inslaw auszuweiten schien. kam er von Chips und Bytes nicht los. Dieses vielversprechende Programm trug den Erfolg schon im Namen: . Sie waren nämlich auch Bestandteil einer Story. eine Geschichte. daß diese Geschichte möglicherweise genau die Story sein könnte.hatte der Firma Inslaw eine Summe von zehn Millionen Dollar zugesichert. Und die schien nun geweckt. Er spürte. im Jahr 1982.

Als Inslaw dann die fertiggestellte. sollte er seine erste unangenehme Überraschung erleben. Und Hamilton selbst sah darin lediglich den bescheidenen Anfang eines riesigen Geschäftes. eine erweiterte Version von PROMIS zu vertreiben. Immerhin hatten er und seine Frau dieses Programm gemeinschaftlich entwickelt. der supergeheimen National Security Agency (NSA). Nicht umsonst hatte er früher im technischen Geheimdienst der USA gearbeitet. Erste Verbesserungen betrafen die Anwendbarkeit auf kleineren Rechnern bis hin zum damaligen DEC VAX-Minicomputer. wie der Hase läuft oder zum Laufen zu bringen war. die Maßnahmen zur Exekutive unterstützt. Inslaw verfügte jedoch über einen erfahrenen Anwalt. mit einem Gegenwert von fünf Milliarden Dollar. den Watergate-erprobten Juristen Elliot Richardson. Nach seinen Abschätzungen mußte ein extrem großer Bedarf an PROMIS bestehen. vielmehr wurde Inslaw bezichtigt. viel zu hohe Forderungen zu stellen. Es ging also ganz bestimmt nicht um Peanuts! Die Sache sah wirklich gut aus . gegen das Justizministerium zu klagen. abgewandelte Modifikation von PROMIS ans Justizministerium auslieferte.wohinter sich das »Prosecutors Management Information System« verbirgt. was die drei Buchstaben bedeuten. also eine Art Justizminister. Damals wurden sie aus Fonds einer Behörde unterstützt.66 PROMIS . von der man lange Zeit nicht einmal wußte. und empfahl den Hamiltons nun.Hamilton stand kurz davor. Er selbst war früher Attorney General. Denn man zahlte nicht. Die ausstehenden Beträge beliefen sich auf Millionenhöhe. Hamilton wußte. Im Einvernehmen mit dem DoJ verwandelten die beiden Hamiltons ihr Projekt in ein privates Unternehmen und erhielten sämtliche Rechte. Ursprünglich sollte diese neue Variante des Programms in beinahe 100 Büros der DoJ-Fahnder zum Einsatz kommen. Schon zu jener Zeit spielten sich hinter der sauberen Fassade . eine solche Bearbeitung vorzunehmen. Hamilton war ein hervorragender Ansprechpartner für die Aufgabe. ein steinreicher Mann zu werden.

getrickst. Intern hatte die Geschichte schon ihre Kreise gezogen. Er machte ihnen deutlich. ließ sich dennoch nicht beirren. denn bestimmte Aussagen.sein Urteil ließ die Hamiltons aufatmen. Doch das nützte ihm nichts mehr. wurden zurückgezogen oder abgestritten. Da habe man wohl etwas verwechselt. so daß nun ein auswärtiger Beamter ernannt werden müsse. Im Ministerium fuhren dann einige Stellen den Kurs der Vernebelung und Verwirrung. zog auch Pasciuto all seine Darstellungen zurück. Das war .um es einmal prägnant auszudrükken . denn es sei überhaupt nicht um die Inslaw-Akte. deren Tragweite nur wenige überblickten. Ende desselben Jahres kam . Denn Bason befand die US-Regierung in Gestalt des Justizministeriums für schuldig. Nun selbst unter Druck gesetzt. Konkurs-Richter George F. sondern um einen ganz anderen Fall gegangen. als Ausgleich für entgangene Einnahmen.67 der ehrwürdigen Behörde eher weniger saubere Aktivitäten ab. dem der Fall Inslaw vorgetragen wurde. offenbar herrschte doch noch Gerechtigkeit. die Inslaw hätten weiterhelfen können. daß Druck ausgeübt werde. um den Fall zu behandeln.8 Millionen Dollar an Inslaw zu zahlen. gab kein sonderliches Rätsel auf. Daß Meese nicht reagierte. März 1987 traf sich Anthony Pasciuto. getäuscht und betrogen zu haben. durfte er seinen Hut nehmen. die bereits pro Inslaw getroffen worden waren. Inslaw zu liquidieren. der jedoch nie darauf antwortete. Bason. Bei Inslaw hingegen blieb man weiterhin unerbittlich. Am 17.ziemlich mies. ein leitender Mitarbeiter des DoJ im Geheimen mit den beiden Geschäftsleuten. Diesen Vorschlag unterbreitete Bason auch schriftlich dem Justizminister Edwin Meese. eine Summe von insgesamt 7. Nur zwei Tage nachdem er sein revidiertes Statement abgegeben hatte. war er immens in die ganze Angelegenheit verwickelt. die erste Aussage Pasciutos als wahr zu erachten . denn wie sich bald zeigen wird. Anfang 1988 erlegte Bason dem DoJ auf. Das DoJ habe die PROMIS-Software in einem »betrügerischen Katz-und-MausSpiel« gestohlen. Beamte dort hätten in der Sache Meineid geleistet. Davon erfuhren bald auch die Hamiltons.

Terry Miller schien recht zu haben. die Inslaw-Story war ein »dickes Ding«. weil längst überholt ist. Damit zählte er zu einem von vier Betroffenen. ob das Zimmer augenblicklich besetzt oder ihr Service für den nächsten Tag noch nötig ist. skrupelloser Menschen. daß ihm die Wiederernennung verweigert werde. die Geld durch verbrecherische Transaktionen scheffelt und die Geschicke der Welt vielfältig beeinflußt. verlangte Hamiltons Anwalt Richardson eine unabhängige Untersuchung des Falles und wies auf eine Verschwörung unter Freunden von Edwin Meese hin. August 1991 ist es zu so später Stunde totenstill im Sheraton Inn. An jenem 10. der zahlreiche Geheimnisse im Umfeld von PROMIS hütete. Sie betreibt Waffenhandel und Drogengeschäfte im größten Stil und mordet. war er noch weit vom inneren Zirkel entfernt. im Dezember 1989. das heute uninteressant. Ein Computerprogramm. Ein Zufall. streift müde durch die langen Gänge im fünften Stock des Gebäudes. Als Casolaro dies alles von Hamilton erfuhr. Ihm wurde mitgeteilt. daß sie während ihrer nächtlichen Runde noch einmal den Raum 517 überprüfen will. führte einen wissensdurstigen. Nur ein Zimmermädchen. von insgesamt 136 solcher Richter! Ein Jahr später. »Blutbad« Der Samstag war soeben erst angebrochen. klopft sie vor- . was das Zeug hält. an eine winzige Gruppe spezialisierter. nahe dem Highway 81 im kleinen Ort Martinsburg in West Virginia. die in den vorausgegangenen vier Jahren nicht wieder zum Bundes-Konkursrichter ernannt wurden. gerade eine halbe Stunde alt.68 dann auch für Bason das Aus. schon Jahre auf Erfolg hoffenden Journalisten offenbar direkt an die Quelle: an die Drahtzieher von illegalen CIA-Operationen im großen Stil. das gerade seine Nachtschicht versieht. Unsicher.

Barbara Bittinger. Auf dem Boden sieht sie eine verschmierte Blutlache. Dafür sprachen auch zwei Müllbeutel. Mrs. bemerkt sie noch zwei blutgetränkte Handtücher im Waschbecken. Was war hier geschehen? Hatte sich ein Hotelgast das Leben genommen? Nur wenige Minuten nach dem grausigen Fund waren bereits drei Streifen eingetroffen. Während sich Mrs. etwa vierzigjährige Mann von Zimmer 517 war schon seit geraumer Zeit tot. Auf dem Rand der Badewanne liegt ein Aschenbecher. Leise öffnet sie die unverschlossene Türe. sie ahnt eine noch schrecklichere Entdeckung und geht daher nur einen sehr bedächtigen Schritt weiter auf die unheimliche Szenerie zu. die dringend nach oben kommen soll und in wenigen Minuten bei Nummer 517 eintrifft. Die Türe steht halb offen. um nach dem Rechten zu sehen. der blonde. Das Bett sieht ordentlich und unbenutzt aus. . doch die Blutspuren sind deutlich zu sehen. Doch niemand ist im Raum. Bittinger abwendet. Als die Sheraton-Angestellte einen zaghaften Blick ins Badezimmer riskiert. Jede Hilfe kam zu spät. stockt ihr der Atem. doch die Oberdecke ist umgeschlagen und am Fußende liegen Kleidungsstücke. Sofort ruft sie in der Rezeption an und verlangt nach ihrer Vorgesetzten. offenbar also wirklich eine Verzweiflungstat. Mit einer unweigerlichen Bewegung weicht die schockierte Frau sofort zurück. An seinen Handgelenken fand sich rund ein Dutzend sehr tiefer Einschnitte. Aus der Badewanne ragt ein Paar knochiger Knie hervor. und ein Schnürsenkel um den Hals des Toten. Am Boden neben der Toilette eine geöffnete Rotweinflasche. Keine Antwort. Mrs. halb leer. auch der Duschvorhang blockiert die Sicht. Das blutige Wasser birgt einen Toten. Sie nähert sich dem Badezimmer nur zögerlich. Der Mann mußte zuvor wohl versucht haben. Bittinger nimmt ihren Mut zusammen.69 sichtig und lauscht. um den Raum zu verlassen und die Polizei zu rufen. daneben eine Glasscherbe. Die Wand ist mit Blutspritzern übersät. kurz darauf auch Notärzte. die im Wasser schwammen.

die ich am meisten liebe. fanden die Untersucher unter dem leblosen Körper noch eine Bierdose. einen Papieruntersetzer des Hotels und eine Rasierklinge. schied er aus unbekannten Gründen freiwillig aus dem Leben! Ergibt das einen Sinn? Detective Sergeant Swartwood war der Erste.« Das war überdeutlich.70 sich mit den Plastiktüten zu ersticken. In meinem tiefsten Inneren weiß ich. Um wen es sich bei dem Unglücklichen handelte. der die Familie vom Danny Casolaro wurde auf Tod ihres Angehörigen unterrichder Suche nach dem tete. Am meisten tut es mir leid für meinen Sohn. . schließlich hatte kein räuberischer Mord auf offener Straße stattgefunden. Als das nicht funktionierte. entschloß er sich dazu. die am Nachttisch lag: »Denen. bitte vergebt mir für das Schlimmstmögliche. deckten sich mit den Angaben an der Rezeption. Als die Leiche aus dem Wasser gehoben wurde. geschweige denn ein Enthüllungsbuch dazu verfaßt hatte. die Pulsadern durchzuschneiden. Der Tote hieß Joseph Daniel Casolaro! Noch bevor der von seiner neuen Story geradezu besessene Journalist die Recherchen abgeschlossen. Offenbar hatte der Mann sich mit dieser Klinge die tödlichen Wunden zugefügt. daß Gott mich hineinlassen wird. welche die Polizei in der Brieftasche fand. was ich überhaupt machen konnte. Tony Casolaro davon »Oktopus« umgebracht. Als Dr. war eine handschriftliche Notiz. ließ sich unter den gegebenen Umständen leicht ermitteln. sondern ein Hotelgast war aus dem Leben geschieden. Selbstmord! Was der Polizei schließlich völlige Klarheit verschaffte. Die persönlichen Daten.

Einem anderen Bekannten sagte er rund eine Woche vor seinem Tod. daß Danny Casolaro in jenen letzten Wochen und Tagen dem großen Geheimnis ganz nah war und sich auf vielleicht sogar mehreren heißen Spuren befand. das aber nur. unentbehrlichen und alles erklärenden Puzzlestückchen zu übergeben.also »Prisoners of War« (POWs) und »Missing in Action« (MIAs). War er vielleicht schon länger auf der richtigen Spur? Die Frage nach der Identität seines Mörders konnte nicht geklärt werden und wird sich auch nicht klären lassen. Er erwähnte dabei erstmals auch eine Verbindung zu verschwundenen Kriegsgefangenen von Vietnam und Soldaten. McCullough. Martinsburg. um ihm die letzten. Casolaro schien überzeugt zu sein. ob die geheimnisvolle Quelle wirklich mit dem hartnäckigen Journalisten in Kontakt trat. mit einer Quelle zusammenzutreffen. Auf jeden Fall waren seine Recherchen brisant und gefährlich genug. Er wußte auch. dann glaube bitte nicht. er werde im »Sheraton Inn«. die im Einsatz verschollen sind . die Wahrheit über den Oktopus herauszufinden. Sie hatte den Eindruck. Byrd aus West Virginia sehr nahe stehe.71 hörte. da er sich kurz davor befand. Wir wissen nicht. er sei kurz davor. Tony Casolaro erzählte Swartwood sofort von den ungewöhnlichen Recherchen seines Bruders. Das hatte er nur zwei Tage zuvor auch enthusiastisch seiner Kollegin Virginia McCullough erzählt. der Wahrheit ins Auge zu sehen. auch wenn die Polizei von Martinsburg sich ihrer Sache ziemlich sicher war. so meinte er zu Mrs. Vieles spricht dafür. daß ihm dieser Mann die Antwort für die Inslaw-Verschwörung »auf einem Silbertablett« präsentieren könne.»Wenn mir irgend etwas zustoßen sollte. daß es ein Unfall war!«. Aufgeregt rief er sie an jenem Abend an und sprach davon. um seinen Tod zur Folge zu haben. die dem demokratischen US-Senator Robert C. Und er konnte wahrhaftig nicht an Suizid glauben. warum dieser sich im Martinsburg-»Sheraton« aufhielt: Danny wollte einen wichtigen Informanten sprechen. erinnerte er sich sofort an die Worte seines Bruders . daß Danny gestreßt und angespannt war. oder .

daß die »Gegenseite« nichts davon erfährt. In der Praxis ist es jedoch heute beinahe unmöglich.ganz gleich. Warum sollte man es überhaupt erst zu diesem Treffen kommen lassen? Die Blutspuren im Badezimmer sprechen dafür. Dann aber hätte man Casolaro außer Gefecht setzen und ihn durch das Hotel auf sein Zimmer bringen müssen. Doch ergibt das keinen Sinn. nachdem er das ersehnte Material erhalten hatte.72 ob er ihn nur in eine Falle locken wollte. daß bei der Autopsie keine anderen Spuren von Gewaltanwendung oder größere Mengen an Betäubungsmitteln gefunden wurden. Doch es gibt keine Beschreibung. nicht von der Ankunft des Informanten und ebensowenig von der sei- . was Casolaro vor hatte und wie weit er mit seinen Nachforschungen schon gekommen war. Eher unwahrscheinlich ist ein Szenario. was sich grundsätzlich auch mit der offiziellen Selbstmordgeschichte deckt. ob sie nun in schriftlicher oder mündlicher Form weitergereicht worden waren . um ihn dort endgültig zum Schweigen zu bringen. man wußte jedenfalls recht genau. demzufolge Casolaro tatsächlich noch mit dem Informanten zusammentraf und ermordet wurde. eine intensive Recherche zu geheimdienstlichen Themen so zu betreiben. was wohl zumindest der Fall hätte sein müssen. Und wir dürfen bei allem nicht vergessen. Casolaro machte den Fehler. Die »Notbremse« konnte jederzeit gezogen werden. vieles über ungesicherte Telefonleitungen zu besprechen. Denn man hätte ein solches Treffen wie gesagt sicher noch zuvor verhindert. an der auf den Fluren des Hotels mit einigem Betrieb zu rechnen war. Auch hat ihn niemand in Begleitung einer oder mehrerer Personen auf sein Zimmer gehen sehen. daß er zum Zeitpunkt der schrecklichen Entdeckung bereits mehrere Stunden tot war. daß Casolaro an Ort und Stelle starb. Eine wie auch immer geartete Begegnung fand also zu einer noch recht »bürgerlichen« Uhrzeit statt. Natürlich kann sich Danny Casolaro zuvor anderswo mit der Quelle getroffen haben. Wie auch immer. um Casolaro unbemerkt zu transportieren. um sich dann mit den Informationen . Außerdem spricht auch dagegen.anschließend wieder auf sein Hotelzimmer zu begeben.

Allein die eben erwähnte Euphorie Casolaros spricht absolut dagegen. die er zu den POWs und MIAs machte. über die er auch am Telefon sprach. Sie kann ihn über längere Zeit bis zum Tod zunehmend mit Desinformation gefüttert haben. Aus dem Gesagten würde sich aber auch eine weitere Schlußfolgerung ergeben: Wir dürfen nicht davon ausgehen. die Casolaro in den letzten Tagen seines Lebens zeigte. das ihn so lange schon beschäftigte.73 nes Mörders. muß wohl damit zusammenhängen. Der ohnehin lebenslustige junge Schriftsteller befand sich in einer Hochphase. daß er seiner Quelle wirklich traute und sie wohl schon eine ganze Weile kannte. sie konnten eben gerade auch davon ablenken. Alles in allem sieht es so aus. Die Euphorie. immerhin glaubte er. daß sich in den fraglichen Momenten noch jemand bei Casolaro befunden hat. Und was. den er für einen Top-Informanten hielt. wie ein Mann den Raum verließ. nun das Rätsel lösen zu können. daß Danny Casolaro wegen spezifischer neuer Informationen umgebracht wurde. leider sehr spärlichen Hinweis gibt es. Ein Zimmermädchen machte die flüchtige Beobachtung. konnte aber keinerlei Beschreibung von ihm abgeben. über die er kurz vor seinem Tode hier und da auch redete. mußten also nicht unbedingt eine heiße Spur sein. Die Andeutungen. auf seinem Zimmer empfing. wenn es doch Selbstmord war? Keinesfalls. Und genau in diesem Moment sollte er sich das Leben nehmen? Abgesehen von diesem sichtlichen Widerspruch gibt es im Fall Casolaro eine Menge von Ungereimtheiten. Einen einzigen. Er erwähnte aber keine Namen und selbst wenn. Schnitt Casolaro sich also die Pulsadern auf. Jeder mußte äußerst vorsichtig und verstohlen in den fünften Stock des Sheraton Inn und dort in Zimmer 517 gelangt sein. warf die . Sehr seltsam waren die blutgetränkten Handtücher im Waschbecken. daß Casolaro seinen Mörder. die insgesamt auf nichts anderes als Fremdeinwirkung schließen lassen. sicher wäre damit die Identität des Mörders nicht aufgeflogen.

Als er seine Vorgesetzten damals über seine Funde unterrichtete. Er legte dem Schriftsteller auch Dokumente vor. mit der sich Casolaro ebenfalls ausführlich befaßt hatte. wird sich wohl nicht mehr erhellen. Er dürfte mit Sicherheit auch einige weniger auffällige Spuren hinterlassen haben. um anschließend wieder alles aufzuwischen und sich erst danach ins Wasser zu setzen? Kaum denkbar. die Turner als »enorme Regierungsvertuschung« beschrieb. . Offenbar. Dieser Mann hatte als Luftfahrt-Ingenieur beim Honeywell-Konzern in Virginia gearbeitet. Daß ein kaltblütiger Mörder sich nach der Tat um das noch warme Blut des Opfers kümmert. Treffpunkt Sheraton Der Letzte.74 Klinge in die Wanne und blieb selbst zunächst noch heftig blutend davor stehen. erscheint ebenfalls merkwürdig. Das war im April 1990. Ob diese Handtücher letztlich genau wie die Plastiktüten und der Schnürsenkel um Casolaros Hals einfach nur für Verwirrung sorgen sollten. Hughes Aircraft ist auch mit der supergeheimen Militäranlage »Area 51« am Groom Lake in Nevada eng verbunden. Nach offizieller Darstellung aber konnten die Ermittler nicht den geringsten Hinweis auf die Anwesenheit einer fremden Person finden. war ein gewisser William »Bill« Turner. Einige behaupten. um seinem »ArbeitNehmer« einen Denkzettel zu verpassen. damit der Mörder ein Handtuch nahm und über alles wegwischte. voll und ganz belegen sollten. Danny Casolaro mußte wegen seiner Nachforschungen zu Hughes Aircraft sterben. wandte sich Turner an den nicht weit von ihm wohnenden Casolaro und versorgte ihn mit zahlreichen Details über einen mächtigen Betrug bei Hughes. mußte er bald gehen. starteten sie eine Vertuschungsaktion. der Danny Casolaro lebend sah. welche diese Geschichte. Als seine Abteilung von Hughes Aircraft übernommen wurde. Doch reicht ein Schuhabdruck am blutigen Boden.

und Casolaro ging durchaus kompromißlos vor. Mit diesem Material sollte Bill Turner nach Martinsburg kommen. der eine umgeformte Variante davon global verteilte und sie als sogenanntes . das war kein Grund. das Desaster in der Schweinebucht. die sogenannte »Oktober-Überraschung«. wichtige Papiere. Tatsächlich hatte er Geldsorgen. Er hatte Ereignisse und Namen verknüpfen können. ihm einige Dokumente zu zeigen. Die Bande sind da sehr eng geflochten!« Seiner Ansicht nach hätte Danny einen Selbstmord »nicht in einer Million« Jahren begangen. ein enger Freund. Ben Mason. sondern seinen Lesern die führenden Köpfe namentlich präsentieren. Ansonsten bestätigten er und andere. seien es die Absetzung von Präsident Nixon. Casolaro brannte nur wenige Tage vor seinem Ende darauf. sich das Leben zu nehmen: »Die Familie hätte Danny niemals sitzen lassen. der Mord an Präsident Kennedy. die er seiner Quelle zeigen wollte. In seinem geplanten Buch wollte er die Schatten. Die beiden hatten sich bereits wiederholt im Sheraton Inn getroffen. Er beging den tödlichen Fehler.75 Casolaro hatte bei Turner zwei Aktenstöße zu lnslaw hinterlegt. Wie Turner sagt. Nicht zuletzt natürlich ging der Diebstahl der PROMIS-Software auf das Konto des Kraken. doch.oder Parallelregierung nicht einfach pauschal als mächtige Organisation abhandeln. daß der junge Journalist keineswegs bedrückt wirkte. die seit den 1950er Jahren die Gemüter in der amerikanischen wie auch in der Welt-Öffentlichkeit bewegten. So sprach er auch kurz vor seinem Tod davon. den »Kopf des Oktopus zurückzubringen«. Im Zimmer wurde davon nichts mehr gefunden. von denen bald noch die Rede sein wird. wie auch sein Cousin Jim Gualteri bestätigt. habe er das getan und die Unterlagen dort an Casolaro übergeben. der gewaltige BCCI-Bankskandal und andere beinahe unglaubliche Ereignisse. die Schaffung eines internationalen massiven Drogennetzwerks. Alles schien auf einen investigativen Höhepunkt hinzudeuten. das Kind beim Namen zu nennen. Seine Arbeit hatte immer konkretere Formen angenommen. ist ähnlicher Meinung.

Er erklärte. • Robert Chasen. Die Namen. August 1991. • E. Mogul der Mafia von Los Angeles. Ex-FBI-Mann und Vize-Präsident der mächtigen Security-Firma Wackenhut. Ex-CIA-Mann. der als Waffenhändler C4Sprengstoff an Gaddafi verkaufte. • Oliver North. • Ray S. Die von Virginia McCullough bemerkte Angespanntheit im Verhalten des Schriftstellers schien allerdings noch andere Ursachen zu haben. die hinter diesen Aktionen und Transaktionen standen. zum letzten Mal sah. Howard Hunt. jener mysteriösen Quelle. Als sein Bruder Tony ihn am Montag. • John Philip Nichols. • Edwin O. hochrangiger CIA-Mitarbeiter. CIA-Mitarbeiter.76 »Trojanisches Pferd« nutzte. der die Geheimnisse wahrt«. der US-Colonel. waren vor allem: Richard Helms. Cline. Chef der CIAStationen Laos und Saigon. »der Mann. involviert in Watergate und möglicherweise in die Finanzierung des KennedyMordes. mit der er sich in Martinsburg verabredet hatte. um in fremden Computersystemen bis hinein in die gegnerischen Reihen nach geheimen Daten zu spionieren. Wilson. CIA-Mann und Partner von Wilson. ehemaliger CIA-Agent. • Ted Shackley. er habe mitten in der Nacht einige • . der seine Finger beinahe in jeder Verschwörung hatte. dem 5. wirkte Danny müde. stellvertretender CIA-Direktor und CIA-Analytiker im Koreakrieg. • George Pender. • Thomas Clines. Ex-CIA-Direktor. Reise ohne Wiederkehr So war Danny Casolaro nunmehr zur Spitze vorgedrungen und fieberte den ultimativen Enthüllungen entgegen. die er von seiner neuen Quelle erwartete.

welch ein Name in diesem Kontext! stritt später natürlich ab. die ihm den Schlaf raubten. Bill McCoy. Euphorisch teilte er McCoy mit. er habe nunmehr vom Time-Magazin grünes Licht für einen Artikel bekommen. Der Mann. die Arbeit von Casolaro auch finanzieren. Die einzige bezahlte Reise. schien ihrer . die. Trotz der Warnungen hatte sich der Journalist festgebissen und dachte überhaupt nicht ans Aufgeben. dunkelhäutigen Mann bei einem Gespräch in der Küche getroffen zu haben.77 Drohanrufe erhalten. Cuellar seinerseits stand in »special services« der Armee und war ein Freund von Peter Videnieks . Die beiden sprachen über den Oktopus. und der Schriftsteller machte die freudige Bemerkung. Als krönenden Abschluß sah er eine Interview-Visite jenes global aufs tiefste in heimliche Aktivitäten verstrickten Waffenhändlers Ed Wilson im Gefängnis von Illinois vor. er könne mit dem Vorschuß innerhalb von zwei Monaten dem Kraken an vielen Orten der Erde nachspüren. An jenem Montag telefonierte Casolaro mit einem Ex-ArmeeOffizier aus Fairfax. Olga. daß ein Mann namens Joseph Cuellar ihn in den letzten Tagen verfolgte und beobachtete. August muß er auch einen geheimnisvollen Besucher empfangen haben. Time-Warner . An jenem 5. die Haushälterin. ganz nebenbei notiert. Er plante eine Weltreise. auf die Casolaro bald gehen sollte. den er über die Verschwörung schreiben sollte. Offenbar rückte man Casolaro immer näher auf den Leib.einer zentralen Figur im Inslaw-Fall und dabei im Justizministerium »Hauptbremse« gegen die Hamiltons. war eine ohne Wiederkehr. Casolaro zusammen mit einem recht voluminösen. auf der er 13 Länder besuchen wollte. Mitglieder im CFR besitzt. finanzielle und anderweitige Zugeständnisse je gemacht zu haben. Schon seit rund drei Monaten gehe das so. der tragischerweise auch zum »Fall seines Lebens« führte. dessen Namen sie nicht kannte und den sie noch nie zuvor gesehen hatte. denn auch die Hamiltons äußerten die Vermutung. erinnerte sich. Angeblich wollte die Time-Warner-Gruppe. Trotz seiner Erschöpfung blieb er nach wie vor hartnäckig und begeistert am Fall seines Lebens.

daß die Möglichkeit einer so milden MS ihren Freund beängstigte oder seine stets optimistische Lebenshaltung beeinträchtigte. Winfield bemerkte auch nicht. denn er befragte einmal seine enge Freundin und Schwesternausbilderin Ann Marie Winfield über die Symptome. Der vielmehr unermüdliche Journalist hatte sogar noch die Versicherungssumme für sein Haus bezahlt. Wer einen Selbstmord erwägt. ihm beim Packen der Sachen zu helfen. Einen Grund zu wirklicher Beunruhigung stelle sie aber nicht dar. Sie erklärte ihm aber. sagte er zu ihr: »Ich habe hier all meine Papiere. Im Gegensatz zur Ansicht der Familie muß er wohl dennoch etwas geahnt oder sogar gewußt haben. der Schriftsteller habe sich umgebracht. wenn er die Lösung für ein großes Rätsel soeben buchstäblich in Händen hält oder zumindest davon überzeugt ist. Dann bat er Olga. Nichts in den Tagen direkt vor Casolaros Tod deutet auf einen depressiven Gemütszustand oder Lethargie hin. seinen Aktenkoffer mit Dokumenten regelrecht zu beschichten. August saß er ununterbrochen an der Schreibmaschine. wenn überhaupt. .78 Meinung nach ein Inder zu sein. die höchstens gelegentliche Desorientierung bewirken könne. dann handele es sich in seinem Fall um eine sehr leichte und ungefährliche Ausprägung. Manchmal wurde behauptet. Vom 5. Während sie Kleidung und alle möglichen Reiseaccesoirs in eine schwarze Ledertasche packte. da er Multiple Sklerose hatte. Als er damit fertig war. Wünsch' mir Glück!« Auch Olga konnte keinerlei Gemütstrübung bei Danny Casolaro feststellen. Nach Aussagen von Familienangehörigen wußte Casolaro offenbar nicht einmal von der Erkrankung oder spürte zumindest keinerlei Symptome. Hinweise auf eine mögliche MS wurden erst bei Dannys Autopsie in seinem Gehirn entdeckt. Mrs. Doch auch diese Erklärung greift nicht. war Danny Casolaro damit beschäftigt. obwohl er voll und ganz in seiner Arbeit aufging. wird jedenfalls nicht andererseits noch enthusiastische Recherchen betreiben und sich gerade dann umbringen. ein Geheimnis lüften zu können. auf den 6. Er gönnte sich bis zum Nachmittag keine Pause.

Immerhin aber sind noch einige Details der Tage davor bekannt. Am Donnerstag. Gegen fünf Uhr desselben Nachmittags erschien er dann in der Hotelhalle und befand sich nach Aussagen von Angestellten in Begleitung eines dunkelhäutigen Mannes.war es ein anderer? Oder etwa schon sein Mörder? Eine merkwürdige kleine Episode ergab sich aus einem Telefonat. wenn er auch etwas zu essen bestelle. möglicherweise ein Iraner oder Araber. Casolaro habe von einem Araber gesprochen. aber er glaubte.79 Der Tod von Danny Casolaro wird ohnehin noch von einigen Merkwürdigkeiten begleitet. dem 8. An der Cocktailbar beklagte sich der Unbekannte über den schwerfälligen Service. Gegen acht Uhr abends begegneten sie sich zufälligerweise noch einmal. Das tat er also und flirtete außerdem noch eine Weile mit dem Mädchen. kamen die beiden Männer ins Gespräch. was ihn gegenwärtig am meisten beschäftigte. an dem er seinen Informanten treffen sollte. Es ging um den Oktopus und um den nun erwarteten Informanten. Casolaro war die Situation offenbar unangenehm und er entschuldigte sich für seinen Begleiter. denn sie hatte ihm erklärt. Die Bedienung erinnerte sich später noch gut an den blonden Mann. Casolaro kehrte eine halbe Stunde später alleine zurück. bezog Casolaro das Hotelzimmer. Looney war sich später nicht mehr ganz sicher. als der Zeitpunkt kam. Die letzten Stunden des Enthüllungsautors verlieren sich in düsterem Nebel. das Casolaro führte. er habe Casolaro mit zwei blonden Frauen an der Bar gesehen. Anschließend begab er sich in einen Schnellimbiß. Es war gegen Mittag. Doch mit dem hatte er sich offenbar bereits getroffen . August. wobei ihn sein Zimmernachbar Mike Looney sah. um dort bis in den Nachmittag hinein zu bleiben. Tatsäch- . wobei der Autor davon zu erzählen begann. um etwas zu trinken. und der voller Erwartungen und Hoffnung angereiste Journalist begab sich in das nahe Restaurant Stone Crab Inn. der Gast habe einen anstrengenden Tag hinter sich. Looney sagte später aus. Er erklärte. in dem bald seine Lebenslinie ihr Ende finden sollte. Nach einigen Bier verließen sie die Lounge. ihn nur dann bedienen zu können. Nachdem sie gegangen waren.

wird sich nie klären lassen. enthusiastischen Casolaro. Genau wie Looney. er habe dem Journalisten wie besprochen die Inslaw-Akten ausgehändigt sowie unter anderem Papiere über illegale Vorfälle bei Hughes Aircraft und im Pentagon. Eigentlich hätte Casolaro nun eher enttäuscht sein müssen. Da nämlich traf er am Parkplatz auf Bill Turner. könne er sich jetzt noch einen Drink genehmigen. Die folgenden Stunden verbrachte dieser dann wieder im Stone Crab Inn. Konnte Casolaro denn erwarten. denn er ging davon aus. Vielleicht wurde ihm nun doch die Bedrohlichkeit der Situation bewußt. Alles schon etwas seltsam. daß der Informant. daß es abgehört würde. die mit seinen intensiven Nachforschungen verbunden war. zeigte sich der Autor absolut enthusiastisch und von einer Verschwörung fest überzeugt. als die Quelle nicht erschien. Hatte er sich nicht mit den Mächtigsten angelegt. sich in Anwesenheit einer dritten Person zeigen würde? Nach dem Telefonat kehrte der Journalist zurück und meinte nur kurz. mit Krabbencocktail und Bud Lite. Der Bartender schilderte den Zustand seines Gastes als »vereinsamt und in sich gekehrt«. Doch schien Casolaro nicht deprimiert zu sein. denen.80 lich befand der Schriftsteller sich in diesen Augenblicken offenbar gerade in Gegenwart von Looney. Was für jenen Stimmungswandel gesorgt hatte. offenbar aber doch absolut auf das Kommende konzentriert. Casolaro sei zum Telefonieren gegangen. Erst am Nachmittag des folgenden Tages läßt sich die Spur von Danny Casolaro wieder aufnehmen. die im tiefsten Finstern noch hinter der US-Regierung und dem Präsidenten standen? . Denn der berichtete. der wohl selbst aus den engen Zirkeln einer dunklen Schattenwelt kam. erinnert sich Turner an einen in positiver Weise aufgeregten. Absichtlich wählte Casolaro nicht das Hotelzimmer als Ort dieser Begegnung. Da dies nicht weiter aufregend sei. Turner erklärte. doch wie Looney bestätigte. seine Quelle werde lediglich ein paar Reisedokumente dabei haben. die Gefahr. In den folgenden 45 Minuten tauschten die Männer einige Informationen aus. Gegen halb zwölf nachts trennten sich die beiden Zimmernachbarn.

zischte eine männliche Stimme die unheimliche Drohung: »Ich werde ihn zerschneiden und den Haien zum Fraß vorwerfen!« Nur eine halbe Stunde später klingelte das Telefon erneut. um 0. Wieder ging Olga an den Apparat. daß er es nicht mehr schaffen werde. wieder spielte Musik im Hintergrund. Das Lied vom Tod In jenen schicksalhaften Abendstunden des 9.oder fünfmal. aus dem Telefon kam nur Musik. Ein anderer anonymer Anrufer schimpfte nun: »Scher Dich zum Teufel!« und legte auf. August 1991 klingelte das Telefon im Haus des Schriftstellers vier. Als Olga. den Hörer noch einmal abzunehmen. konnte sie nichts vernehmen. Er war zuvor noch einigen Zeugen in Martinsburg aufgefallen. entdeckte dann die Hotel- . die Haushälterin. zögerte die Haushälterin. Das sollten die letzten Worte sein. was seine Art war. Als es bald wieder läutete.51 Uhr des frühen Samstagmorgen. den Hörer beim ersten Anruf gegen 21 Uhr abnahm. rechtzeitig zum Abendessen zu kommen. Am anderen Ende der Leitung Stille. Und immer noch wartete er auf den Informanten. machte er noch einige freundliche Bemerkungen. ging aber schließlich hin. Erst rund drei Stunden später. und verabschiedete sich vom Barkeeper mit den Worten »Keep smiling!« Dann rief er von einer öffentlichen Telefonzelle am Interstate Highway 81 noch kurz bei seiner Familie an. Gegen zehn Uhr abends wurde Danny Casolaro noch ein letztes Mal lebend gesehen. sonst nichts. Als die verunsicherte Olga nun zum Hörer griff. wie er einen Becher Kaffee schlürfend in Richtung Sheraton Inn lief. Diesmal sagte niemand etwas. wie er hinter dem dortigen Finanzamt in seinem Wagen saß. Um 22 Uhr schließlich klingelte es noch einmal. Diese Uhrzeit war ganz offenbar auch tatsächlich die Todesstunde von Danny Casolaro. die er mit seinen Angehörigen wechselte. Bei einem vierten Anruf dasselbe.81 Als er ging. Totenstille.

Sehr merkwürdig! Ganz offenbar wurde er dazu gezwungen.82 angestellte Barbara Bittinger den Leichnam des Journalisten. in denen er seine Angehörigen nichts darüber wissen ließ. Ursprünglich war beispielsweise überhaupt keine Autopsie geplant. der den Toten zur Gerichtsmedizin von Martinsburg bringen ließ. Schließlich hatte er die Verantwortung für seine Frau und seinen Sohn. Es habe keinerlei Anzeichen gegeben. Detective Sergeant George Swartwood war der erste. daß mehr hinter dem Ableben seines ohnehin nicht depressiven Bruders stand. wie locker man mit dem Fall Casolaro schon in den ersten Stunden von amtlicher Seite vorging. warum er seinem Leben ein derart jähes Ende setzen wollte. sich etwas anzutun. Aus seiner Euphorie heraus mußte dieser wohl wirklich kurz entschlossen ganz unvermittelt in die Laune geraten sein. Als Dr.der Schriftsteller. um Casolaro selbst im Angesicht des Todes gefügig zu machen. hinterließ nur ein paar Zeilen. die Notiz zu hinterlassen. wirksam Druck auf ihn auszuüben. Als die Polizei eintraf. auch der Familie etwas anzutun. wo Coroner Sandra Bining eine erste Untersuchung durchführte. da er ohnehin wußte. der immerhin vom Fach war. Allein dieses Faktum war für Tony Casolaro ein untrügliches Zeichen. Tony Casolaro ihm von den besonderen Begleitumständen und den Dokumenten erzählte. doch die Unterlagen tauchten nirgends auf. sprach darüber mit Swartwood. der stets wie ein Besessener geschrieben hatte. Natürlich konnte er sich weigern. die auf gewaltsame Fremdeinwirkung schließen ließen. der die Familienangehörigen über den Todesfall unterrichtete. Der Mörder brauchte nur drohen. stellte sie bereits nach kurzem Augenschein eine Selbsttötung fest. nun so oder so sterben zu müssen. Bemerkenswert war. suchten die Beamten noch einmal im Hotelzimmer. Tony Casolaro. Doch war es dennoch ein Leichtes. Für diese Plötzlichkeit würde auch der sehr kurz gefaßte Abschiedsbrief stehen . .

um Spuren zu sichern. Bining sprach und ihr seinen Wunsch mitteilte. Mit seiner Arbeit erschwerte er die später von Tony Casolaro durchgesetzte Autopsie. vielleicht war ihm aber auch klar. Natürlich. Schon eine halbe Stunde nachdem Danny Casolaro aufgefunden worden war. Vielleicht war Swartwood wirklich ahnungslos und wollte nun handeln. Er ließ keine Möglichkeit aus: Die Beamten suchten nach Hinweisen für einen Einbruch in Zimmer 517. da zwischenzeitlich ohnehin alle Verdachtsmomente beseitigt worden waren. ein Feuerwehr-Lieutenant. daß er nun auch handeln durfte. um auf dem Highway Witterung aufzunehmen und eventuell doch noch die Papiere zu finden. Vor allem Sandra Bining und ihr Mann David. einen Mann mit . Als er mit Mrs. erinnerte kaum mehr etwas an den grausigen Zwischenfall. Swartwood unternahm jedenfalls plötzlich all das. falls jemand über die Außenwand und durch ein Oberlicht eingedrungen sein sollte. wachte der Sergeant doch auf und eilte mit einigen Beamten noch einmal zurück ins Hotelzimmer. Als die Polizeibeamten anrückten. Das war gegen das Gesetz. das Zimmer schien bereits fast schon wieder bezugsfertig für den nächsten Gast. während Sandra Bining das Wasser ohne Filter aus der Wanne ausließ und dafür sorgte. waren übereifrig gewesen. sogar vom näheren Bereich des Hoteldachs.83 Beseitigte Beweise Als Tony Casolaro gegenüber Swartwood erwähnte. wäre eine nicht beweisbare Unterstellung. sie nahmen Fingerabdrücke. Und andere waren viel schneller gewesen. Die ganze Aktion schien mit Blick auf die Hintergründe und die Verzögerung beinahe schon inszeniert. daß der Tote sofort ins örtliche Beerdigungsinstitut geschafft wurde. was sofort hätte geschehen müssen. Der Chef höchstpersönlich konservierte den Leichnam. hatte er schon die Badezimmertüre entfernen lassen. offenbar ohne zunächst polizeiliche Anweisungen oder die Einwilligung der Familie abzuwarten. welche Recherchen sein Bruder betrieben hatte. das zu behaupten. Selbst ein Spürhund kam zum Einsatz. verwies sie ihn an den Gerichtsmediziner von West Virginia.

Danny Casolaro hatte insgesamt etwa zehn bis zwölf tiefe Schnitte an den Armen und Handgelenken. Die Flasche war offen. wie lange sie schon geöffnet dort stand. ob das nun blanker Zufall war oder beabsichtigt. als den ihn der Anthropologe Steve Mizrach von der Universität Florida hinstellen möchte. sollte er aus ihr getrunken haben. Hatte der Schriftsteller also doch . Den ihm bekannten Ergebnissen nach schienen sie Dr. der alkoholische Getränke keinesfalls verabscheute. Im Blut von Danny Casolaro fand sich kein Alkohol. um leichter aus der Welt zu scheiden? Wenn er wirklich der Versager war. man hätte gut herausfinden können.84 dem treffenden Namen James Frost. rein psychologisch verstärkte die am Boden stehende. Sie befaßte sich natürlich auch mit den Schnittwunden und stellte sie als definitive Todesursache fest. um sich mehr als zehn derart massive Schnitte beizubringen und seinem Leben damit ein Ende zu setzen.egal. man hätte nach Speichel suchen können und hätte damit vielleicht sogar einen genetischen Fingerabdruck des Täters gewinnen können. dann hätte Casolaro sich bestimmt Mut antrinken müssen. um noch von eigener Hand komplett ausgeführt worden zu sein. willigte er in Anbetracht der anderen ungewöhnlichen Todesumstände in eine Autopsie ein. Stand sie noch vom Vortag da? Wie gesagt. dafür aber Spuren von Codein aus Tylenol III und eines Antidepressivums. Und dann war da noch die halbleere Weinflasche. Dr. Ganz abgesehen davon. Casolaro zu tief. Schon Sandra Bining hatte den Toten oberflächlich untersucht und Blutproben direkt aus dem Herzen genommen. denn warum sollte Casolaro. sich nicht betrunken haben. auch nicht für einen künstlich herbeigeführten Todeskampf durch Drogeninjektion. Fast auch schon wieder ein wenig seltsam. Er fand zudem keinen Alkohol im Blut. halb geleerte Weinflasche zusammen mit den übrigen Gegenständen noch den Eindruck einer Verzweiflungstat . Frost bestätigte die Ergebnisse von Sandra Bining und fand keine Anzeichen für einen Kampf. Als Tony Casolaro auch ihm von der Tätigkeit seines verstorbenen Bruders berichtete. die auf folgenden Mittwoch anberaumt wurde. in Casolaros Blut wurde kein Alkohol gefunden.

oder darf das Argument gelten. der lästige Leichnam wanderte bemerkenswert schnell unter die Erde. doch weder zu Hause noch im Hotel noch anderswo fand man Rezepte oder die Tablettenschachtel eines Antidepressivum-Präparats. Zwar hatte Danny Casolaros Zahnarzt ihm ein Schmerzmittel namens Vicodin verschrieben.85 Probleme mit seinem seelischen Gleichgewicht? Trotzdem erscheint der Fund seltsam.schon wieder . als das Mittel nicht mehr weiterhalf? Tony Casolaro machte allerdings eine weitaus wichtigere Beobachtung. Einer von ihnen soll eine Medaille auf Casolaros Sarg gelegt und salutiert haben. Wie berichtet wird. und das . .aus mehreren Gründen. Weitere Untersuchungen sollten möglichst bald vereitelt werden. erschienen zur Beerdigung zwei geheimnisvolle Unbekannte. das sich in Form von Hydrocon ebenfalls im Blut des Toten nachweisen ließ. obwohl der Journalist nie dem Militär angehört hatte. So gaben die zuständigen Stellen Casolaros sterbliche Überreste in kürzester Zeit frei. Vor allem wird ein potentieller Selbstmörder kaum zu Gegenmaßnahmen greifen. daß er sich das Leben nahm.

eine aktuelle Bedeutung haben. Die Fakten sprechen für sich. Schon monatelang hatte der amerikanische Journalist Warnungen erhalten. seine Finger aus dem brisanten Spiel zu nehmen. als Terry Miller dem umtriebigen Journalisten zum ersten Mal vom Inslaw-Fall erzählte. Mehr oder weniger zufällig war er einer immensen Verschwörung auf die Schliche gekommen. Wir werden später noch andere Arme jenes auch von Casolaro als Oktopus bezeichneten Ungeheuers ein wenig ans Tageslicht holen.86 Kapitel 4 »SELBSTMORD« IM NAMEN DES KRAKEN David gegen Goliath Danny Casolaro wurde ermordet. PROMIS und seine Erben bildeten ein unvergleichliches Spionagenetz und führten zu jenen düsteren Gestalten. Was zunächst nach einem Firmenbetrug durch das US-Department of Justice aussah und allein dies wäre bereits ein beachtenswerter Skandal ersten Ranges gewesen -. Das große Bild scheint sich sogar gerade bei gleichzeitigem Blick auf einige Details von damals und manche Vorgänge von heute abzurunden. Dabei wird sich sogar auch zeigen. wie sie noch von keinem Agententhriller erreicht wurden. mit Unterstützung von Geheimdiensten und Regierung zusammenliefen. Tentakel. die sich bis in unsere heutige Gesellschaft hinein erstrecken. . die über alles hinausging. in deren Händen die Fäden von verbrecherischen Aktivitäten im großen Stil. durch das ein Blick auf mörderische globale Machenschaften und deren Drahtzieher möglich wurde. Die Dimensionen und die Verstrickungen dieser Schattenmacht sind so gewaltig. PROMIS war natürlich nur eine Facette davon und ist längst überholt. was zu erwarten war. daß einige Ergebnisse und Ereignisse um Casolaro noch jetzt. vor allem Drogenhandel und Waffengeschäfte. über zehn Jahre nach seinem Tod. entpuppte sich bald schon als eine Art Schlüsselloch.

aufzusuchen. um den Kopf des Oktopus auszuliefern. Hamilton warnte den offenbar gar nicht mehr zu bremsenden Casolaro. wenn man sich den Grenzen der Macht nähert. Er holte telefonisch auch Erkundigungen über das Syndikat in Los Angeles ein. die Begierde so kurz vor dem langersehnten Ziel zu kontrollieren. Es handele sich um eine geheime Anlage der US-Regierung.C. daß er sich dem Falschen anvertraute. um ihn auszuhorchen. dürften manch »schlafenden Hund« geweckt haben. kann es sehr schwer werden. Ohnehin hatte er sich bereits unentrinnbar in ein Netz verstrickt. der nur seinen Kontakt suchte. die sich unter der Kontrolle des Oktopus befinde und von mehreren seiner Mitglieder geführt werde. daß allein der Besuch dieser Einrichtung den Tod für ihn bedeuten könne. Seine teils stundenlangen Telefonate. Wie sollte er mit Sicherheit herausfinden. So berichtete William Hamilton. im trügerischen Bewußt- . D. Man spürt durchaus. daß dieser Kopf viel zu schwer war und ihn wie ein lästiges. wer ihm wohl gesonnen war und wer in Wirklichkeit gegen ihn war? Schnell konnte es geschehen.. winziges Insekt zerquetschen konnte. Der Urtrieb drängt einen weiter. Danny war wirklich unvorsichtig. Und nun wollte Casolaro auch noch eine streng geheime Installation in Washington aufsuchen. Woher sollte er denn wissen. bei denen er mit Leuten sprach. wem er trauen konnte und wem nicht? Er kam mit sehr vielen Informanten zusammen. einem roten Bereich auf dem Drehzahlmesser der Information. über das er niemals einen wirklichen Überblick gewinnen konnte. Konnte er sich nicht denken.. die durchaus Insiderwissen besaßen. eine spezifische Einrichtung in Washington. Und wie ein Raubtier. das im rasenden Lauf der Beute nachstellt..87 Doch der ließ einfach nicht locker. noch bevor er ihn überhaupt auch nur berührt hatte? Das Ganze glich dem biblischen Kampf zwischen David und Goliath . wer ihm die Wahrheit sagte und wer ihn in die Irre führte. der Inslaw-Chef. in dem damaligen Quellen zufolge zumindest ein Führungsmitglied des Kraken zu finden war. daß Casolaro vor hatte. an dem es untrüglich nach Blut zu riechen beginnt.

Eine unter ihnen war ein gewisser Robert Booth Nichols. Nichols erwies sich als Person mit obskurer Vergangenheit. bestand zu einem Großteil aus wirklich schattenhaften Persönlichkeiten.88 sein. Er war in dubiose Waffengeschäfte verwickelt. wenn eine Gazelle auf Löwenjagd geht? Dennoch. ohne daß sich sein mächtiger Gegner zur Wehr setzte. Nur wenige entkommen aber der Rache. nur einmal dem Falschen die falsche Frage zu stellen. den Casolaro wegen einer entfernten Ähnlichkeit scherzhaft auch als »Clark Gable« bezeichnete. Vielleicht hatte er aber auch einfach schon etwas akzeptiert. um damit zu warnen. Es reicht. wann es soweit ist! Es ist alles gefährlicher. ein Mann. die komplette Wahrheit unbeschadet ans Licht bringen zu können. was er in Erfahrung brachte und was er als nächstes plante. das Tier aus seinem Versteck getrieben zu haben und damit den Blicken aller preiszugeben. das offenbar auch eine unvermeidliche Tatsache war: nämlich. Doch ist es nicht paradox. was Casolaro gerade tat. Der Enthüllungsautor machte sich nicht einmal die Mühe. typischer Charakter eines undurchschaubaren Spions. allein der Triumph. schon im nächsten Moment als Sieger aus dem Kampf hervorzugehen.»Wenn du nicht dazu gehörst. scheint die Bedrohung wert. und man weiß nie. Immer wieder klingen die Worte in den Ohren . . als du denkst!« Warnzeichen Casolaro war offenbar dem Rausch und der Illusion erlegen. seine eigenen Anstrengungen sicherheitshalber möglichst zu verhüllen. in dem sich Casolaro bewegte. als daß er auf der richtigen Spur ist. daß die »Anderen« selbst bei größter Vorsicht stets mitbekamen. Selbst wirklich gut gemeinte Warnungen aus »informierten Kreisen« sind trotz aller Gefahr meist in den Wind geschrieben. dann halte deine Nase da raus. denn sie bedeuten einem investigativen Journalisten doch nichts anderes. Das Umfeld.

Doch ganz offenkundig rührte der Journalist in einer noch heißeren Giftbrühe. und konnte sich laut Aussagen eines Zeugen als Regierungsagent und Angehöriger des Justizministeriums ausweisen. Vielleicht stand Nichols. Die betreffende Abteilung dort geriet zur Farce.89 besaß manche Verbindungen in die Unterwelt und verfügte über Kontakte zur verbrecherischen Familie Gambino und zur Yakuza. Erst zehn Tage vor seinem Tod erzählte ihm Richard Stavin. selbst mitten in den Reihen der dortigen PROMIS-Verschwörer. und meinte. und Danny Casolaro war keineswegs der erste. daß das Organisierte Verbrechen längst das Justizministerium kontrollierte und nicht umgekehrt. der dort in einer Abteilung zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens zuständig war. der in der Oktopus-Schlacht auf der Strecke blieb. Der dubiose Nichols besaß zahlreiche Kontakte. der sich jenem Zeugen gegenüber als Mitarbeiter des Justizministeriums identifizierte. Nun. der japanischen Mafia. Casolaro überhaupt vom äußerst »delikaten« Hintergrund der Person Nichols berichtet zu haben. Zunächst erfuhr er herzlich wenig über ihn. « Oder war das eine Drohung? Richard Stavin bedauerte. die sich im CIADunstkreis bewegten. ein ehemaliger Beamter des Justizministeriums. als sie die von Howard Hughes begründete Summa Corporation erwerben wollte. Massive Warnzeichen hatte es genug gegeben. Alles deutete sowieso darauf hin. das neu erworbene Wissen um dessen MafiaKontakte könne mit zur Ermordung beigetragen haben. dann werden Sie sterben. Robert »Clark Gable« Nichols äußerte Casolaro gegenüber kurz vor dessen Ende eine sehr deutliche Warnung: »Wenn Sie diese Nachforschungen weiter durchführen. »Clark Gable« vertrat auch die Interessen der arabischen Firma Ali & Fahd. Er selbst erfuhr von unnatürlichen Todes- . Erst jetzt erfuhr Casolaro von dessen mafiosen Verbindungen. mehr über Robert Booth Nichols. die sich vor allem auch im Zentrum Chicagos fest etabliert hatte. Casolaro war mit Hilfe der Hamiltons an Nichols geraten.

. Januar 1990 lebend gesehen. nachdem er vom Mord an seinem Hauptinformanten Alan David Standorf erfahren hatte. Das Fahrzeug war am Washington Airport geparkt. Joseph Young von der dortigen Flughafenpolizei bestätigte den grauDie Einfahrt zur Zentrale der National Security Agency. Der 34jährige Informant stammte aus Warrenton in Virginia und war als ziviler Mitarbeiter auf Vint Hill Farm tätig. Maryland. Standorf hatte Casolaro die größeren Zusammenhänge der PROMIS-Story klar gemacht. einer streng geheimen Kommandozentrale und Überwachungsanlage der US-Armee unter Führung des technischen Geheimdienstes NSA. Diese schockierenden Ereignisse gingen selbstverständlich nicht spurlos an ihm vorüber und hätten seine Alarmglocken eigentlich genügend kräftig läuten lassen müssen. Standorf wurde zum letzten Mal am 2. Fort George Meade. Seinen Leichnam entdeckte man vier Wochen später im Kofferraum seines Wagens. Group 13 Wenn Casolaro überhaupt einmal niedergeschlagen und deprimiert war. Er war dort zuständig für die Kontrolle und Reparatur der elektronischen Systeme.90 fällen unter seinen Informanten. Das war im Januar 1991. dann in jenen Stunden. um Dokumente zu kopieren. beide Männer hatten oft telefoniert und sich auch in Martinsburg getroffen. USA.

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sigen Fund, den eine Wache am 29. Januar gemacht hatte. Der Gerichtsmediziner Stephen Sheehy kam zu dem Ergebnis, daß Standorf um den 4. Januar brutal geprügelt und durch einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf getötet worden sein mußte. Der Informationsfluß zum Tod des NSA-Mitarbeiters war allerdings sehr spärlich. Mehr, als daß Standorfs Überreste unter Gepäckstücken und einigen persönlichen Sachen im Kofferraum seines Wagens verstaut worden waren, ließ sich nicht herausbekommen. Innerhalb weniger Stunden zeigte sich die FlughafenPolizei nicht mehr aussagebereit. Als deren Lieutenant Norman Ford rund sechs Monate später auf den Mord an Casolaro angesprochen wurde sowie darauf, daß eine Verbindung zu Standorf bestanden hatte, stellte er nur noch fest: »Dies ist streng genommen keine polizeiliche Untersuchung mehr. Die Regierung ist ebenfalls involviert.« Und er gab noch zu, daß autorisiertes Personal von FBI und Armee mit Polizeibeamten am Flughafen und in Martinsburg kooperierten. Schon kurz nachdem Casolaro seine Nachforschungen zum Oktopus begonnen hatte, ereignete sich ein anderer bizarrer Mord. Am 31. März 1990 wurde der 28jährige Engländer Jonathan Moyle unter mysteriösen Umständen tot in einem Hotel in Santiago de Chile aufgefunden - es war also wieder einer jener ungewöhnlich häufigen ungeklärten »Hotelmorde«. Moyle, ein ehemaliger Kampfjägerpilot, war mittlerweile Redakteur des Magazins Defense Helicopter World und befand sich in Südamerika, um als Gast an einer Flugshow der chilenischen Luftwaffe teilzunehmen und darüber zu berichten. Ein Zimmermädchen fand Moyle an seinem eigenen T-Shirt hängend in einem Schrank. Über den Kopf des Toten war ein Kissenbezug gestülpt. Den Angehörigen erklärte die chilenische Polizei, Jonathan Moyle sei bei fehlgeschlagenen »auto-erotischen Praktiken« ums Leben gekommen. Und wieder paßten hier einige Dinge überhaupt nicht zusammen. Die Hotelangestellte berichtete, Blut auf dem Bett von Moyle gesehen zu haben, wovon im Polizeibericht »merkwürdigerwei-

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se« nicht die Rede war. Diesem Dokument zufolge stand fest: Tod durch Selbstmord. Anthony Moyle, der Vater, ließ jedoch nicht locker und verlangte weitere Überprüfungen. Nach 17 Monaten wurde die Akte Moyle durch einen chilenischen Richter erneut geöffnet. Wie er erklärte, handelte es sich einwandfrei um Mord. Denn der junge Journalist war laut gerichtsmedizinischer Untersuchung unter Drogen gesetzt und mit einem Kissen erstickt worden. Nicht genug damit, injizierte man ihm auch noch eine tödliche Substanz in die Ferse, bevor er dann wenig dekorativ im Schrank aufgehängt wurde. Die Ermittler fanden deutliche Einstichspuren. Was sich am letzten Märztag 1990 in jenem Hotelzimmer zutrug, war alles andere als ein abnormes Sexspielchen mit Todesfolge. Und der Grund für die massiven Bemühungen, Jonathan Moyle zuverlässig aus der Welt zu schaffen? Nun, erwartungsgemäß läßt sich feststellen, daß der unglückliche Reporter weit weniger ein bizarrer Casanova als eine Art britischer Casolaro war. Denn auch er beschäftigte sich mit Machenschaften einer im Hintergrund operierenden Schattenagenda und Verbrechen im großen Stil. Moyle war illegalen Waffengeschäften auf die Schliche gekommen. Er recherchierte zu einer chilenischen Firma namens Industrias Cardoen. Deren Chef Carlos Cardoen stand in enger Verbindung mit Saddam Hussein und war eifrig damit beschäftigt, zivile US-Helikopter vom Typ Bell Jet Ranger in Kampfhubschrauber umzubauen, um sie an den Irak zu verkaufen. Mit verstrickt in die chilenischen Waffengeschäfte soll Mark Thatcher gewesen sein, Sohn der »Eisernen Lady«, Premierministerin Margaret Thatcher. Was sich hier abspielte, waren Manifestationen von Irakgate, bei denen der Westen eine verdeckte Wiederbewaffnung von Saddam Hussein betrieb. Anthony Moyle ist überzeugt, daß sein Sohn wegen seiner genau in diese Richtung gehenden Nachforschungen sterben mußte, und erwähnt auch zwei telefonische Warnungen, die Jonathan in der Woche vor seinem Tod erhalten hat-

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te. Tatsächlich war der junge Reporter auch in den Cardoen-Kreisen bereits aufgefallen, als er mit Vertretern jener dubiosen chilenischen Firma in Kontakt trat. Im November 1992 wurden drei Vertreter der britischen Maschinenbau-Firma Matrix Churchill verurteilt, militärisch nützliche Güter an den Irak transferiert zu haben, für die ein Ausfuhrverbot bestand. In diesem Zusammenhang wurde klar, daß Großbritannien tatsächlich Technologie über Cardoen an den Irak vermittelt hatte. Offenbar brauchte man einfach nur wieder ein paar Schuldige, eben jene drei Vertreter des Maschinenherstellers, um größeren Schaden von den eigentlichen Drahtziehern abzuwenden und eine reine Weste zu wahren. Meistens schlägt man dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, indem man sich solcher Personen entledigt oder sie in Mißkredit bringt, die vielleicht ohnehin nur zum Problem werden könnten. Jonathans Vater jedenfalls war überrascht, daß der Name seines Sohnes in den Prozeßakten zu Matrix Churchill wieder auftauchte. Die britische Regierung mußte also selbst weit mehr über den Tod von Jonathan Moyle gewußt haben, als sie zugab. Angeblich soll ein streng geheimes Hinrichtungsteam, eng verbunden mit dem britischen Geheimdienst MI6, für die Ermordung von Moyle verantwortlich zeichnen. Diese sogenannte »Group 13« kooperiert verschiedenen Aussagen zufolge mit seinem amerikanischen Pendant 1-3. Über dieses US-Eliminierungsteam berichtete unter anderen auch der emeritierte amerikanische Harvard-Ökonom Prof. Dr. J. Orlin Grabbe - selbst allerdings eine Persönlichkeit mit leicht dubiosem Flair. Der auf Costa Rica lebende Wissenschaftler befaßte sich mit Finanzskandalen, Drogenoperationen und nicht zuletzt auch dem PROMIS-Fall, wobei die auf seiner Homepage eingestreuten Bilder ziemlich junger nackter Mädchen bei einigen Besuchern für Verwirrung und Aufregung sorgten. Professor Orlin Grabbe, schon als »Doctor Oral and Grab« verhöhnt, erklärte jedenfalls zu 1-3, diese Gruppe operiere aus den Reihen der NSA heraus. Die Existenz eines solchen international agierenden, supergeheimen Tötungskommandos bestätigte gleichfalls

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der ehemalige CIA-Angehörige Gene »Chip« Tatum und sprach vom »Pegasus-Team«. Möglicherweise laufen auch im Fall des Mordes von Jonathan Moyle die Fäden zwischen Waffenhandel und geheimdienstlichen Interessen zusammen. Aus einigen US-Dokumenten, die unter anderem von der CIA stammen, soll hervorgehen, daß jenes Hotel, in dem man Moyle umbrachte, kurz zuvor wiederholt von zwei Männern aufgesucht wurde, die bekannt für ihre Kontakte zum britischen Geheimdienst waren.

Exitus bei Exit 95 Nur rund drei Monate nach dem Mord in Chile kam ein Mann ums Leben, der sogar ein direkter Informant von Danny Casolaro war: Dr. Eric Roskos. Er wurde am Exit nach Imporia auf dem Interstate-Highway 95 überfahren. Dr. Roskos, der schon als Kind eine außergewöhnliche mathematische Begabung zeigte, hatte an der Vanderbilt-Universität promoviert und fand sich danach bald in den Reihen von CIA, NSA und einer der wohl geheimnisvollsten Behörden namens IDA. Hier gab es etwas Verwirrung mit dem Kürzel und gelegentlich war die Rede davon, es handele sich um die International Defense Agency, tatsächlich aber ging es um das Institute for Defense Analysis. Entstanden war es aus dem Project Focus, das die Schaffung einer interessanterweise privaten, unabhängigen Denkfabrik vorsah, welche der NSA bei der Lösung von schwierigen kryptologischen Aufgaben helfen sollte. Mit verwickelt in die Aktivitäten war unter anderem neben der geheimdienstlich stark unterwanderten Stanford-Universität auch die geradezu notorische Princeton-Universität. Innerhalb des IDA entstand darauf als ein »Think Tank« die Communications Research Division, CRD. Seit 1988 arbeitete Roskos dann am National Computer Security Center in der Savage Road auf Fort George Meade, dem Sitz der NSA, und war dort an einem auf drei Jahre ausgelegten

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Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der NSA auf Fort George Meade. Programm mit der Bezeichnung »The Trusix Papers« befaßt. Dabei ging es angeblich um Sicherheitssysteme für große Firmen, doch offenbar bestand die eigentlich Aufgabe darin, über diese geheime Hintertür, wenn sie erst einmal in den Firmencomputern installiert war, in die Systeme einzudringen und sie für die NSA auszuspionieren. Und genau in diesem Umfeld der »Trojanischen Pferde« bewegte sich auch PROMIS. Im Frühjahr 1990 sollte Roskos sich wohl selbst wegrationalisieren. Denn sein Arbeitgeber hatte ein Dokument, das er verfaßt hatte, mit einer ganzen Reihe von Fehlern gespickt und verlangte von dem Wissenschaftler, seine Urheberschaft per Unterschrift dennoch zu bestätigten. Roskos war außer sich. Er war bereits auf einige verdeckte Machenschaften gestoßen und hatte sich wohl dadurch schnell unbeliebt gemacht. Dann ging alles sehr rasch. Dr. Roskos rief am 27. Juni 1990 zu nachtschlafender Zeit - es war etwa gegen zwei Uhr früh - bei seinen Eltern an und erklärte ihnen: »Es ereignen sich seltsame Dinge, und ich werde ihnen auf den Grund gehen. Ich weiß, was ich zu tun habe.«

Roskos hatte am Vortag als völlig vernünftig wirkender Mensch in das »Comfort Inn« eingecheckt. die Schuhe fehlten und auch die Brille. sie sollten dem Bundesstaat Virginia zu ihrer eigenen Sicherheit fern bleiben.. Ob das wirklich das war. der an jenen gefährlichen Nachforschungen anknüpfte und offenbar sogar noch viel weiter zu den Wurzeln des Oktopus vordrang. wiederum unter mysteriösen Umständen. Man hatte ihn in jener Nacht gänzlich unbekleidet an der Gabelung des Highway umherirren sehen. um dort an einem Meeting teilzunehmen. Hatte er sie verlegt und sich völlig hilflos während der verzweifelten Suche bis auf den Highway verirrt? Wohl kaum .. was er zu tun beabsichtige. die er mit seinen Eltern wechselte. Drei Tage später wurde er tot aufgefunden.. Gegen halb vier Uhr früh lief er dann dort mitten in ein Auto hinein.. Ein amerikanischer Computerwissenschaftler. nichts. was noch an Roskos erinnerte. Als am späten Vormittag des 22. Auch seine Kleidung war spurlos verschwunden. Merkwürdig. Juni 1993 mehrere Polizeibe- . daß am Vorderrad manipuliert worden sein mußte. Der aufrechte Tote Nicht ganz zwei Jahre nach Casolaros geheimnisvollem Tod schlug die Schattenagenda erneut bei einem Mann zu. der soeben dabei ist.96 Das waren die letzten Worte. im Hotelzimmer fanden sich keine Unterlagen. Als die Eltern das Fahrzeug ihres verstorbenen Sohnes in Virgina abholten und damit nach Hause fahren wollten. läuft in aller Herrgottsfrüh nackt über die Autobahn und rennt vor ein Auto . Sie meldeten diesen Verdacht umgehend dem FBI und erhielten lediglich die Auskunft. Virginia. gab es ungewöhnliche Geräusche von sich. geheime Machenschaften aufzudecken.natürlich: klarer Fall von Selbstmord! Dr. ohne die der Forscher beinahe aufgeschmissen war. bleibt jedoch sehr fraglich. Eine Überprüfung in der Werkstatt ergab. tatsächlich ein gefährlicher US-Bundesstaat.

und rund eine Stunde später schaffte man den Toten weg. nachdem der Leichnam wegtransportiert worden war. die zuvor noch nicht vorhanden gewesen waren. riefen sie das FBJ. Bereits 24 Stunden lang hatte sie die Behörden regelrecht beknien müssen. daß sie während der Maßnahmen. daß an jenem Tag wirklich niemand. Man arbeitete offenbar außergewöhnlich schnell. Erst vier Stunden. denn sobald die Beamten ihn gelesen hatten. die Räume betreten durften. den Körper zu entfernen. Wie er noch beobachtet hatte. sofort an. McClendon selbst hatte die Behörden alarmiert. war der Computer im Arbeitszimmer an. . Der Raum wurde versiegelt. Auf der Toilette saß eine bereits verwesende Leiche. machten sie dort eine grausige Entdeckung. nachdem ihr die tagelange Abwesenheit ihres guten Bekannten unheimlich geworden war. die dann aber schon am nächsten Tag für eine Säuberung freigegeben wurden. wurde aber abgewiesen. Daß eine erstaunliche Übereinstimmung der beiden Fälle nicht so konstruiert ist. Manche Beobachter waren erstaunt über die Tatsache. wie es bei einer ersten Betrachtung vielleicht noch erscheinen könnte. die prominente Reporterin des Weißen Hauses. das Zimmer zu betreten. Sarah McClendon. fielen ihm auf dem Boden und einer Kommode Blutspuren auf. Zutritt zu dem Apartment zu erhalten. der die Wohnung mit ihnen zusammen betreten hatte. nach draußen zu gehen. versuchte. mittlerweile hatten auch Journalisten von dem Vorfall erfahren. dorthin gelangt seien. Auf dem Monitor befand sich ein Text. wird sich bald zeigen. sehr ähnlich wie im Fall Casolaro. Vor allem dieser letzte Umstand erscheint seltsam. Lidell. Die Polizei wies den Hausverwalter Mason O. Ebenso ein NBC-Fernsehteam. der offenbar eine brisante Nachricht enthielt.97 amte das Apartment des schon seit einigen Tagen verschwundenen Juristen Paul Wilcher im Nordosten von Washington betraten. damit man dem Verschwinden Paul Wilchers überhaupt auf den Grund ging. weder die Medien noch Freunde Paul Wilchers. Als Lidell später noch einmal Gelegenheit hatte. trafen die ersten FBI-Agenten ein. Man erklärte ihm nur soviel.

Um ein wenig Licht in die ganze Angelegenheit zu bringen. Wenn individuelle Nachforschungen und Kritik an der Regierung eingefroren oder zum Stillschweigen gebracht wird. ein Harvard-Absolvent. da ich den Eindruck habe. am 14.ebenso wie alle Bemühungen. Das FBI hielt sich rund drei Stunden dort auf. Das war allerdings schon sehr merkwürdig und geradezu schamlos in Anbetracht dessen. in dem er eine genaue Untersuchung aller Umstände des Falles Wilcher empfahl und die Parallelen zum Tod von Danny Casolaro betonte. um sich zu informieren. immerhin acht FBI-Agenten am Schauplatz gesehen zu haben. Sarah McClendon ließ sich die Ausweise der Agenten zeigen und rief später auch beim FBI an. daß es in Wilchers Apartment nur so von FBILeuten wimmelte und darüber hinaus auch noch die CIA einen Agenten geschickt hatte. Juli 1993 einen Brief an die damalige Justizministerin Janet Reno.98 Sarah McClendon berichtete. warum dies geschah. dann ist unsere Freiheit in Gefahr . Garby Leon. Um . wie er sagt. Special Agent James V. warum die Bundespolizei sich offenbar so sehr für den Fall interessiere. Zu den Vertretern der legendären Bundesagenten stieß laut Aussage von Lidell auch noch ein CIA-Mann hinzu. doch Lidell selbst begab sich. erklärte ihr daraufhin: »Wir sind an diesem Fall nicht interessiert«. diese Freiheit zu schützen. der Tod von Paul Wilcher verdient Ihre höchste Aufmerksamkeit und sollte von Ihren vertrauenswürdigsten Beamten im Justizministerium untersucht werden«. Paul Wilcher war wohl offensichtlich doch recht bedeutsam. der ebenfalls im Apartment erschienen war. wieder in seine eigene Wohnung und verfolgte die weiteren Vorgänge nicht mehr. die in zwei Gruppen zu je vier Leuten auftraten. Mitarbeiter der kalifornischen Columbia Pictures und Freund von Wilcher. dann verliert die Demokratie ihren allerwichtigsten Schutz. so beginnt Leon seine Ausführungen und kommt sehr bald auf den Punkt: »Wenn Kritiker unserer Regierung aus obskuren Gründen tot in ihrem Badezimmer aufgefunden werden und die Regierung selbst keine Schritte unternimmt herauszufinden. Desarno. »Ich schreibe Ihnen. schrieb Dr.

verbrannt und somit jede weitere kriminalistische Untersuchung verhindert. Seines Wissens hatte man weder Fingerabdrücke von dem toten Rechtsanwalt genommen noch Röntgenaufnahmen und Analysen des Gebisses gemacht. Wilcher war ein absolut gesunder Mann. doch war sie nicht in der Lage. ob es sich dabei wirklich um ihren Freund Wilcher handelte. Zwei Wochen. noch keine 50 Jahre alt. davor zurückzuschrecken.99 es anders auszudrücken: Wenn Danny Casolaros Tod eine wie auch immer geartete Botschaft war. es sei sehr bemerkenswert. hatte er seiner guten Bekannten Marion Kindig gegenüber geäußert. die Pfade von Casolaro oder Wilcher weiterzuverfolgen. noch zu erkennen.nach seinen Erfahrungen eine Seltenheit. erklärte ihr. nachdem man ihn entdeckt hatte. Ende Mai 1993. einen Blick auf den Toten zu werfen. ein »Gefahrensignal« geworden zu sein und Attacken auf sein Leben zu befürchten. Die Top-Reporterin erhielt später selbst Gelegenheit. Doch wer sollte es sonst sein? Wilcher tauchte nie wieder auf. Alles Einzelheiten und Umstände. Nach einer eher oberflächlichen Autopsie wurde der Leichnam bereits eine Woche. die sehr an die letzten Wochen im Leben von Casolaro erinnern. . das Casolaros Ableben kein Zufall war. dann ist Wilchers Tod eine noch furchteinflößendere Botschaft . die geradezu nach Verschwörung riechen. den Sarah McClendon zu Rate zog. daß es sich bei dem Mann um den Anwalt handelte. und die Themen. mit denen er sich beschäftigte. erbrachte jene »vorläufige« Autopsie keinerlei Hinweise auf die Todesursache. Rein theoretisch existierte alles in allem nicht einmal ein Beweis.« In seinem Schreiben listet Leon eine ganze Reihe von seltsamen Details auf. hat nun einen massiv verstärkten Grund. Ein renommierter Pathologe aus Pennsylvania. waren definitiv lebensgefährlich. Wie Sarah McClendon erfuhr. Weder gab es medizinische Anzeichen für einen natürlichen Tod noch für Gewalteinwirkung.sie legt nämlich nahe. bevor er zum letzten Mal lebend gesehen wurde. Jeder. der den Drang spürt. daß keine Todesursache ermittelt werden konnte .

immer wieder ein regelrechtes Schauspiel des Schreckens zu inszenieren. dann wie auch immer getötet und erst nach Eintreten der Totenstarre an seinen (vor)letzten Ort .. weil er bis in den Tod hinein ein aufrechter Mann war. daß Wilcher keines natürlichen Todes starb. Sie scheinen damit sogar immer noch warnende. ob Wilcher möglicherweise zunächst an einem Stuhl festgebunden. hintergründige Botschaften vermitteln zu wollen.oder in diesem Falle eher: Örtchen . daß er selbst später als Opfer einer Überdosis aufgefunden wird . Schlafende Hunde weckt man nicht Danny Casolaro und Paul Wilcher hatten noch eine Gemeinsamkeit: Beide machten kurz vor ihrem Tod durch ihr Verhalten massiv auf ihre Arbeit aufmerksam. jeder von ihnen stach noch einmal tief ins Wespennest. Tatsächlich scheint es den »Spezialisten« aus dem Umfeld des Oktopus. ohne nicht anschließend das Gleichgewicht zu verlieren und auf den Boden zu fallen.100 Was möglicherweise am deutlichsten dafür spricht.verbracht wurde. daß der Washingtoner Anwalt wirklich ermordet wurde . Casolaro führte stundenlange Telefonate über seine aktuellen Recherchen und Wilcher schwamm offenbar . daran zu liegen.. Einige Kenner dieses »Un-Falles« haben daher spekuliert. wird durch die Fundumstände klar: Der Tote wurde in aufrechter Haltung auf der Toilette sitzend gefunden! Niemand stirbt so. Länger als vier Tage dürfte der tote Wilcher sich kaum auf der Toilette befunden haben. denn spätestens nach 96 Stunden löst sich die Totenstarre wieder.vielleicht. Doch die an Zynismus kaum zu überbietende Show verriet letztlich. die derart makabre Morde ausführen. könnte es passieren. Wenn ein Journalist beispielsweise eine Persönlichkeit aus dem Kreis der Schattengesellschaft des Drogenmißbrauchs bezichtigt. besser gesagt. zerrte kräftig an den Tentakeln des Kraken.

Natürlich wollten diejenigen. den Gründern der Organisation Parents Against Corruption and Coverup. die den Inhalt des Originals kannte und seine Entstehung begleitete. Erklärbar war sein Verhalten wohl damit. einen über lOOseitigen »Brief«. daß er extrem aufgebracht über all jene verbrecherischen Machenschaften der Regierung war. Was mit seinem lOOseitigen Enthüllungsbrief schließlich geschah. Er enthielt eine Reihe präziser Informationen über großangelegte Vertuschungsaktivitäten der Regierung. läßt sich nicht mehr feststellen. um es der neuen Justizministerin Janet Reno möglichst höchstpersönlich vorzulegen. er hätte sich fest in den Kopf gesetzt. das übermittelte Schriftstück zu verifizieren. die noch aus der Bush-Regierung stammten und im Amt geblieben waren. PACC versuchte. Vor allem die hochbrisanten Enthüllungen über die sogenannte »October Surprise« (Oktober-Überraschung) enthalten viele verblüffende Details. ausgeführt von Mitarbeitern des Justizministeriums. PACC. obwohl er fast keine Chance haben würde. mit ihr über das Cover-up zu sprechen. worüber Wilcher mit ihr sprechen wollte. der undercover für die US-Drogenbehörde gearbeitet hatte. Er seinerseits hatte nicht das geringste Vertrauen in diese Beamten. Möglicherweise handelte es sich dabei um Sarah McClendon. Um den 21. Auch dieser Todesfall wurde als Selbstmord bezeichnet. 1996 tauchte offenbar genau dieses Schriftstück in Kopie dann bei Tom Burkett und Beth George auf. die aus der soeben beendeten republikanischen Ära Reagan-Bush nun von der Regierung Clinton übernommen worden waren. die Janet Reno vor jeglichen unautorisierten Besuchern abzuschotten hatten. genau wissen. Sarah McClendon meinte später. Mai 1993 hatte er ein umfangreiches Schriftstück fertiggestellt. Wilcher machte sich mit seinem Dokument auf den Weg. war 1991 ermordet und die Ermittlungen vertuscht worden. Ihr 21 jähriger Sohn. und zeigte es einer ungenannten Person.101 nichtsahnend rund drei Wochen vor seinem Tod mitten in die unterseeische Höhle des Ungetüms. überhaupt nur in ihre Nähe zu gelangen. .

zumindest bis nach den Wahlen im November. der den ehemaligen Präsidenten Bush im Jahr 1980 zu einem Treffen mit führenden Vertretern des Iran nach Paris flog. verfolgt zu werden. daß sein Vater (zu- . liest sich wie ein sinistrer Agentenkrimi.102 Wilcher berichtete über seinen Zeugen. seiner außergewöhnlichen körperlichen Fähigkeiten. Dort ging es um einen skrupellosen Handel. Aufgrund seiner extrem hohen Intelligenz. und 19. Mit Waffen und Millionensummen ließ sich der Angelegenheit schon beikommen. und nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache. Frankreich. seiner fließenden Beherrschung von acht Sprachen. Dieser Triumph sollte dem neuen republikanischen Kandidaten Ronald Reagan vorbehalten werden. ereignete. Was Wilcher über dieses Geschäft in seinem »Brief« ab Seite 67 schildert. der davon sprach. Oktober 1980 auf George Bushs geheimer Reise nach Paris. auf den 20. Mai 1992 datierenden Brief an den Kongreßabgeordneten Lee Hamilton umfangreich und mit spezifischen Details dargelegt. seines ausgiebigen Trainings. damit der amtierende Präsident Carter nach einer gelungenen Befreiung nicht wiedergewählt werde. »Mein Klient hier ist Gunther Karl Russbacher. Der Grund: Russbacher war der Pilot. Der Wilcher-Brief »Ich habe in meinem endgültigen. einen Mann namens Gunther Russbacher. seines Könnens als einer der besten CIA-Piloten und Scharfschützen. so beginnt Paul Wilcher seine Ausführungen. der in den vergangenen 30 beziehungsweise 25 Jahren auf den höchsten Ebenen dieser beiden supergeheimen Organisationen tätig war. was sich am Wochenende des 18. zeitlebens ein verdeckter Operateur des CIA und des Office of Naval Intelligence (ONI) [Marinegeheimdienst]. Die zu jener Zeit in der amerikanischen Botschaft festgehaltenen 52 US-Geiseln nämlich sollten noch länger festgehalten werden . und ich habe den weiteren historischen Kontext geschildert«.

zusammen mit >Wild Bill< Donovan. >Wild Bill< Donovan und anderen) einer der ursprünglichen Begründer der Central Intelligence Agency im Jahr 1947 war. daß er der CIA-Pilot war. Im Folgenden nun also eine kurze Zusammenstellung der Schlüsselereignisse und Hauptfiguren bei diesem historischen.darunter: #1) George Bush. Für den Augenblick möchte ich mich jedoch auf ein zentrales Ereignis in Gunthers Karriere konzentrieren . welche der saudi-arabischen Königsfamilie gehörte. Gunthers Vater und anderen aus den Reihen der CIA. #2) William Casey. und ihn anschließend an Bord des CIA-Überschallflugzeugs SR-71 zurück nach Amerika brachte. #3) Donald Gregg.. einige der>schmutzigsten< Geschäften von CIA und ONIzu erledigen . seinerzeit Vorsitzender des CIADisziplinarausschußes und später Präsident Bushs Botschafter in Südkorea. der seit seinen Tagen als Marine-Pilot während des Zweiten Weltkriegs an verdeckten CIA-Operationen beteiligt und nun Ronald Reagans Kandidat für die Vize-Präsidentschaft war. sensitivsten und streng geheimen Deck-Operationen betraut. daß er weg gewesen war. noch bevor jemand überhaupt bemerkte. In der Tat hat er den größten Teil der vergangenen 30 Jahre damit zugebracht. der ehemalige CIA-Direktor unter Gerald Ford und Jimmy Carter. . der George Bush und andere (unten aufgelistet) nach Paris flog. genau an jenem Wochenende der >October Surprise<.die Tatsache.103 sammen mit William Casey. später wurde er Reagans (eigentlich Bushs) Director of Central Intelligence und starb an einer mysteriösen Gehirnblutung. streng geheimen Flug nach Paris: a)Auf dem Flug nach Paris war Gunther der Kapitän an Bord einer BAC-111-Maschine. einer der ursprünglichen Gründerväter. hat Gunther stets auf den höchsten Stufen dieser >Intelligence<-Organisationen gearbeitet und wurde mit der Ausführung einer ihrer schwierigsten.. Insgesamt waren ungefähr 25 bis 30 Personen an Bord .

Inslaws PROMIS-Software zu stehlen und sie (mit Hilfe von Riconosciuto) abzuwandeln. mit der Bush die Iraner in Paris bezahlte. #10) Kongreßabgeordneter Daniel Rostenkowski (Demokraten Illinois). Er wurde ermordet. als wenn es sich um seine eigene Entwicklung handelte. der Berichten zufolge in geheime CIA-Geldtransfers verwickelt war (zusammen mit Michael Riconosciuto) sowie in den Diebstahl großer Vermögenswerte aus dem Konkurs-Gericht in San Francisco. Gates wurde später Bushs CIA-Direktor. #7) Earl Brian. der Senatspräsident auf Zeit.. einer der Überwacher des geheimen CIAKrieges in Laos (während der Vietnam-Ära). sie zu verbreiten. damals ein Hauptberater von Senator John Tower im Armed Services Committee des Senats. #11) Kongreßabgeordneter Dan Burton (Republikaner Indiana). ein Jurist. Vorsitzender im »Mittel-und-Wege-Komitee«. Brian wurde als Belohnung für seine Anstrengungen auch erlaubt. Kriegsgefangener] in Laos gefangen genommen und selbst zum Häftling wurde . der aber seitdem aus eigenem Recht in den Kongreß gewählt wurde. die 40-Millionen-Dollar-Bestechung zu finanzieren. #12) Senator Robert Byrd (Demokraten West Virginia). wie es heißt eine von Bushs LangzeitBuhlschaften.. den Eignern der Inslaw Corporation. #6) Robert Allen.104 #4) Robert Gates. und die meisten dieser illegalen Profite in die eigene Tasche zu stecken. als Gunther während seiner Rettungsversuche anderer POWs [Prisoners of War. der vor nicht langer Zeit versuchte. #5) Robert McFarlane. #9) Alan Michael May. bereits über lange Zeit hinweg ein verdeckter CIA-Agent. viele der CIA-Büros und -Funktionen aus dem Vorstadt-Virginia in sei- . Später war er Reagans Berater zur nationalen Sicherheit. der zusammen mit Michael Riconosciuto (der unter Gunther arbeitete) half. #8) Jennifer Fitzgerald. obwohl sie rechtmäßig William und Nancy Hamilton gehörten. Reagans erster Berater zur nationalen Sicherheit. Er war zu jener Zeit der einzige aus dem Kongreß stammende Berater.

daß er das Abschlußkapitel des Buches ändern wollte. wie er auf Senatsboden den Verrat der >October Surprise< in der schärfsten je vernommenen Sprache anprangerte. damals im >Armed Services-Committee< des Senats und später dessen Vorsitzender. Doch scheinheiligerweise war er selbst eine der Schlüsselfiguren des ursprünglichen Verrats und war auch einer der Hauptbeteiligten hinter dem eisenharten Cover-up im Kongreß. außerdem würden er und seine Frau ihre Kinder (aus früherer Ehe) verlieren . welche die Irangate. wenn dieser sein Affidavit zu den Fakten über die Verfehlungen des Justizministeriums in den Fällen >October Surprise< und >Inslaw< dem Richterschafts-Komitee vorlege. der (zusammen mit Earl Brian. #14) Senator John Heinz (Republikaner Philadelphia)-er wurde später ebenfalls ermordet. das bis zum gegenwärtigen Moment fortbesteht. saß auch der betrügerischen Untersuchung der >TowerCommission< vor. werde er wegen falscher Beschuldigungen verhaftet und lebenslang aus dem Verkehr gezogen. eines CIA-Agenten.105 nen eigenen Heimat-Bundesstaat West Virginia zu verlegen. Tower war gerade im Land unterwegs.all dies wurde nun auf Videnieks' Anweisungen in unversöhnlicher Vergeltung ausgeführt. um darin die wahren Fakten über die Verwicklung von Präsident Bush und anderen in die >October Surprise< und den Iran-Contra-Skandal zu enthüllen. Hinzu kommt. Peter Videnieks beispielsweise drohte Michael Riconosciuto an. . um sein neues Buch zu publizieren. mußte er sterben. #13) Senator John Tower (Republikaner Texas). Edwin Meese und anderen) einer der Hauptmotoren im >PROMIS<-Software-Diebstahl durch das Justizministerium und die CIA ist sowie in der kriminellen Justizbehinderung. um ihn zum Schweigen zu bringen. daß Senator Byrds leitende Mitarbeiterin Barbara Viedenieks die Frau von Peter Videnieks ist. Senator Tower wurde später ermordet. um Rico-nosciuto für seine Aktivitäten als Whistle-Blower zu bestrafen. indem man sein Privatflugzeug am Himmel sprengte.und Contragate-Skandale vertuschte. Wie es heißt. weil er Freunde wissen ließ. Senator Byrd wurde dokumentiert. um diesen Diebstahl zu vertuschen.

darunter Gunther selbst sowie sein Cousin und Co-Pilot Richard Brenneke. Es ist interessant. #16) Etwa fünf (5) Agenten des Secret Service. #15) Andere prominente Kongreß-Mitglieder. #17) Weitere Personen . Da der Helikopter-Pilot aber unerfahren war und nicht rechtzeitig ausstieg. wo Mr. wo er sich befand und was er tat. . ebenso ihr und ihrer Familien Schutz). das Flugzeug des Senators sei mit einem Helikopterkollidiert. bis ihm wie auch ihnen die Immunität vor Strafverfolgung gewährt ist. Genau wie bei Senator Tower kam Heinz zu Tode.bis 18-Stunden-Periode aufhielten. da bisher verschiedene Secret-Service-Dokumente aufgetaucht sind. George Bush und seine Sprecher haben nicht weniger als sechs oder sieben verschiedene und sich widersprechende Erklärungen darüber abgegeben. die Gunther noch nicht identifiziert hat. Rechenschaft darüber abzugeben. was zur Explosion führte. sobald er volle Immunität und Schutz für sich und seine Familie erhalten hat (sowie die verbleibenden 15 verdeckten Agenten. Medienberichte vermeldeten damals. was er über die Involvierung von Präsident Bush in die >October Surprise< und andere Skandale wußte. Er wird diese Personen jedoch nennen. Bush und diese Agenten sich während dieser so genannten 16. Was jedoch tatsächlich geschah: Der Hubschrauber feuerte eine Missile auf das Flugzeug von Heinz. da er drohte preiszugeben.106 wiederum. als sein Flugzeug am Himmel zerrissen wurde. die Bush am selben Datum und zur selben Zeit während dieser >missing period< an drei unterschiedlichen Orten ausweisen. Anscheinend führte der Secret Service doppelt oder sogar dreifach Buch für diesen Zeitraum. die ebenfalls aussagen möchten. daß der Secret Service es nicht vermag (oder korrekter. außerdem etwa fünf andere Mitglieder von Gunthers geheimem Navy-Seal s-Team? (die Gunther ebenfalls nicht kenntlich machen wird. nicht willens ist). wenn sie Immunität und Schutz ihrer Familien erhalten). fielen die Explosionstrümmer des Flugzeugs auf den Hubschrauber und verursachten auch dessen Crash.

. um die >plausible Leugbarkeit< schützen zu können. dem 19. die sich über der amerikanischen Seite des Atlantik zu Gunthers BAC-111 hinzugesellte und dann mit ihr in enger Formation über den Atlantik flog. daß die BAC111 (und damit George Bush sowie alle anderen dieser Tour) diesen geheimen Trip nach Paris vermutlich nie unternommen hatten. stieß am abgelegenen Ende der Rollbahn (in einiger Distanz vom Tower. Oktober 1980) und landete am LeBourget-Flughafen in Paris.C.107 b) Auf diesem Flug befanden sich insgesamt 25 bis 30 Personen . Frankreich (gegen 9. am Sonntag. D. Oktober 1980). c) Der Flug verließ die Andrews Air Force Base nahe Washington. (Abflug gegen 7. dem 18. nachdem der gesamte Rest der Gruppe von den Iranern abgeholt worden war. i) Der Kern dieser Absprachen und das eigentliche Geschäft . wo sie ihre iranischen Pendants trafen. der Ankunftshalle und jedem. so daß das Bodenradar nur Rupps Flugzeug erfassen konnte .40 früh nach europäischer Zeit.00 Uhr Ortszeit. g) Später.. mit einer Limousine der amerikanischen Botschaft zu ihrem eigenen Hotel gefahren. f) Bush und seine Begleitung teilten sich in kleine >Unterkomitees< auf. am Samstag. der die dritte Person im Cockpit war. und jedes von ihnen wurde in getrennten Limousinen zu einem anderen Hotel in der Innenstadt von Paris gebracht. Brenneke und ein US-Luftwaffen-Major. e) Sobald das Flugzeug auf dem LeBourget-Airport gelandet war. Gunther schaltete seinen Transponder aus. der etwas hätte beobachten können) ein Konvoi von Limousinen der iranischen und amerikanischen Botschaften dazu. wie sie in einem anderen Hotel von Bush und Casey mit den Iranern geführt wurden. wurden Gunther. d) Gunthers enger Freund und verdeckter CIA-Mitarbeiter Heinrich Ruppflog eine Grumman Gulfstream-Maschine.alles. h) Gunther wartete dann mehrere Stunden in seinem Hotelzimmer und verfolgte über Funk die Verhandlungen.

doch mit der Zeit griffen viele der Amerikaner in die Kasse. Anm. daß die neue Regierung eine weiße Weste hatte und nichts von den mörderischen Machenschaften der Reagan-Bush-Administration wußte. Und als Paul . Er unterschätzte allerdings die »Überparteilichkeit« des Oktopus. grundsätzlich als Bestechungsgeld.um die Demütigung und Niederlage des damals amtierenden Präsidenten Jimmy Carter sowie den Sieg von Ronald Reagan und George Bush zu gewährleisten.man ist eben »überall«! Korrupte Gerichtsmediziner Die Verschwörungen und Vertuschungen setzten sich in gleicher Weise auch nach dem Regierungswechsel fort.« Soweit Paul Wilchers Enthüllungsbericht. d. das mit seiner pluralistischen Einstellung in Wirklichkeit nichts anderes als eine global ausgedehnte Machtposition verbindet. Der Jurist aus Washington war überzeugt.108 war. Nicht umsonst findet man auf dem Logo des CFR-Magazins Foreign Affairs das lateinische Wort »ubique« . so daß schließlich nur noch 35 Millionen für die Iraner übrig waren). V. dazu das Versprechen von weiteren fünf Millionen Dollar an illegalen Waffenverkäufen und Ersatzteilen. wie er auf den Seiten 67 bis 71 seines Briefes an Janet Reno zu finden ist. daß Bush und Casey den Iranern 40 Millionen US-Dollar bar zahlten (anfänglich sollten es 62 Millionen sein. ] vor der US-Präsidentschaftswahl am 4. die 52 amerikanischen Geiseln. Deutlich wird diese über alle Grenzen hinausgehende Verknüpfung nicht zuletzt in Form des Council on Foreign Relations. November 1980 freizulassen . November 1979 in Teheran gefangen genommen wurden. die am 4. (Tatsächlich wurden illegale Waffen und Teile vom mehrfachen Wert dieses Betrages von den USA während des Iran-Irak-Krieges an die Iraner verkauft und ausgehändigt). mit sofortiger Wirkung. im Austausch mit der Einwilligung der Iraner. NICHT [Hervorhebung durch Wilcher.

der Fall hingegen schnell eingefroren. eine Mitarbeiterin des Instituts. »Offenbar befindet sich Gerichtsmediziner Dr. Kim immer noch im Besitz von Wilchers Herz«. Bis zum Jahr 2001 hatten sich die Beweise gegen . für das Waco-Massaker vom 19. weil Dr. war ihm offenbar doch nicht klar. Beweise zu fälschen. um eine genaue Untersuchung des Todes seines Freundes Paul Wilcher zu erwirken. Janet Reno jedenfalls war sicherlich nicht die geeignete Ansprechpartnerin. Sie berichtete von illegalen Vorgängen. Welche Pfade wären überhaupt noch verfolgbar gewesen? Leon erwähnte in seinem Schreiben die Wichtigkeit zusätzlicher medizinischer Analysen und daß Wilchers Körperflüssigkeiten zu einer Analyse an das Armed Forces Institute of Pathology am Walter-Reed-Hospital gesandt worden waren. wie weit die Arme des Kraken reichten. Was damit letztlich geschah. auch bezichtigt. Joyce Carter geriet Jahre später in die Schlagzeilen: 1997 ging Dr. vor Gericht und an die Öffentlichkeit. erhellte sich nicht. zeigte sich bald. Ebenfalls ohne jeden Erfolg. Carter hatte sie entlassen. Cover-ups und Sabotage in der Gerichtsmedizin. Doch das ist eine andere Geschichte. Elizabeth Johnson. April 1993 verantwortlich gewesen zu sein. allerdings wurde das Organ nie zu weiteren Untersuchungen herausgerückt. Joyce Carter zur Herausgabe dieses Beweismittels zu bewegen. Der Leichnam wurde eiligst verbrannt. Reno wurde von Gore Vidal. Johnson sich weigerte. ausgelöst. die zuständige leitende Gerichtsmedizinerin Dr. so schrieb Garby Leon an Reno. Daß sämtliche Anstrengungen in Richtung DoJ in eine manchmal sogar tödliche Sackgasse führen mußten. führte nicht zur erwünschten Resonanz. Sarah McClendon versuchte. das Garby Leon an Janet Reno richtete. Wie er erklärte.109 Wilcher die heiligen Hallen des Justizministeriums betrat. Sie habe das »größte Massaker unter Amerikanern seit Wounded Knee«. Auch das Schreiben. Unter ihrer acht Jahre währenden Amtszeit brachen lose Zeiten in der Gerichtsbarkeit an. Bestechung und Drogenhandel nahmen noch zu. einem Verwandten des Vize-Präsidenten Al Gore. Dr. stieß man dort auf keinerlei Hinweise auf die Todesursache des unglücklichen Juristen.

die Menominee-Indianer und die Cabazon. Da waren beispielsweise die CIA-Operationen auf autarkem Indianerterritorium .die kleinen Verrückten. die in Richtung der kleinen. Die aktuelleren Entwicklungen um die Person Dr. die immer wieder auftauchten. zeichnen sämtliche Umstände doch ein klares. weil sie zu viele Pfade zu den einzelnen Armen des Kraken verfolgten und dabei auch noch laut ausposaunten. Wilchers Überreste landeten in jener staubigen. in der sie alle liegen . den Moloch vernichten zu können. Obwohl Wilchers Tod nie aufgeklärt werden konnte. darunter fast schon selbstverständlich Peter Videnieks und . daß Wilchers Herz nicht unbedingt in die Obhut ehrbarer Leute gelangt war. Wer ungeschickt operiert oder enttarnt wird. Von letzteren wird noch ausführlicher die Rede sein. Martin vom Napa Sentinel eine Liste zusammen. mit denen sich Casolaro während seiner Nachforschungen befaßte. Gefährliche Spuren Casolaro und Wilcher mußten beide sterben. welche die wesentlichen Themen aufführt. Ersatz gibt es ohnehin genug. hochgefährlichen Machtgruppe wies. Carter so angehäuft. Schmuggel mit Edelmetallen. düsteren und riesigen Gruft. daß die korrupte Medizinerin ihren Job verlor. Vor allem Tony Casolaro ließ keinerlei Spur aus. Später stellte der Reporter Harry V. Drogengeschäfte. Casolaro verfolgte natürlich den PROMIS-Skandal und einzelne Namen wesentlich Beteiligter. was sie gerade taten. Casolaro richtete sein Augenmerk dabei auf die PapagoIndianer in New Mexico. Joyce Carter zeigen jedenfalls. Der Fall Paul Wilcher ist zu den Akten gelegt und zur Zufriedenheit der verschwörerischen Zirkel jeder Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit völlig entrückt. Herstellung biologischer und chemischer Kampfstoffe. ist natürlich auch für den Oktopus wertlos.hier betrieb »man« undercover Waffenproduktion und -Schmuggel. die glaubten.110 Dr. logisches Bild der Hintergründe.

die immer wieder zu den Oktopus-Verschwörern führten. dann war die Rede davon. mit der geheimnisumwitterten Militäranlage Area 51 in Nevada. vier Tage danach starb May. Zuerst hieß es. das mittlerweile nicht mehr erhältlich ist und die Wege des in Martinsburg ermordeten Journalisten Unmarkierter Helikopter über dem Dugway-Testgelände. er sei einer Herzattacke erlegen. . der Jahre zuvor bei der Explosion seines Autos in Arizona ums Leben gekommen war. wie sie als natürliche Drogen in der indischen Medizin verwendet werden. Nach Dannys Tod gingen andere diesen Spuren nach. mit Goldschmuggel in Vietnam. Später berichtete der Napa Sentinel über die Verbindung Mays zur October Surprise. Casolaro spürte auch dem Tod des Journalisten Don Boyles nach. mit betrügerischen Aktionen im Hughes-Konzern. war noch sehr lang.111 Earl Brian. USA. Er befaßte sich beispielsweise mit der Geschichte psychedelischer Drogen. Im Jahr 1996 brachten die beiden Autoren Kenneth Thomas und Jim Keith das Buch »The Octopus« heraus. mit gewaltigen Bankskandalen. mit dem menschlichen Genomprojekt. der auf dem geheimen Flug nach Paris dabei gewesen war. mit denen sich Casolaro auseinandersetzte. den Drogenkönigen des Goldenen Dreiecks und anderen wirklich heißen Geschichten. Die Liste der Themen. mit dem Sicherheitskonzern Wackenhut. daß in seinem Blut polypharmazeutische Substanzen gefunden wurden. und sprach mit Alan Michael May. mit seinen Labors zu Experimenten mit chemischen und biologischen Kampfstoffe.

Keith fiel von der Bühne und erlitt einen Knochenbruch am Bein. daß so viele Autoren. und unterzog ihn dort einer Routineoperation. Ken Thomas ist überzeugt. Er war bereits seit langem hinter der ultimativen Regierungsverschwörung her und wurde wie viele andere auch in ein verwirrendes Reich aus Information und Desinformation hineingezogen. Er will herausbekommen. Es sind in der Tat zu viele. den Sichtungen und Aktivitäten der mysteriösen Schwarzen Helikopter. Einige würden in diesem Zusammenhang vielleicht von einer merkwürdigen »Resonanz« sprechen. Anfang September 1999 nahm Keith an einer ziemlich ausgefallenen Party in Nevada teil. Wie gesagt. das Thema füllt ein eigenes Buch. die sich im Umfeld des Oktopus bewegen. Nevada. die wahren Hintergründe dieses tragischen Vorfalls zu ergründen. Ein Buch widmete er der »Streitkraft für die Neue Weltordnung«. daß sein Freund und Kollege Keith im Kra(n)kenhaus starb. ob auch sein Co- . wie sie in den gesamten Vereinigten Staaten immer wieder gesehen wurden. unmarkierten Hubschrauber stehen in Verbindung mit ultrageheimen Operationen. auch ließen sich die Quellen nicht immer leicht verifizieren. Dort fand in der Black-Rock-Wüste ein Kunstfestival statt. Keith war mit einigen Aussagen sicherlich zu weit gegangen. und bemüht sich seitdem darum. doch enthielt sein Buch eine Menge Wahrheiten. eines unnatürlichen Todes sterben. weil er sterben sollte. weiterführende Nachforschungen zum Oktopus durchgeführt. Selbstverständlich birgt jeder chirurgische Eingriff ein gewisses Risiko. Keith verfolgte ähnlich wie Casolaro die Schattenregierung und die Vorbereitung einer Neuen Weltordnung.112 verfolgt. Doch ist es schon merkwürdig. um das Schlagwort »Zufall« noch gelten zu lassen. was allerdings sehr vorsichtig ausgedrückt wäre. Jim Keith überlebte diesen Klinik-Aufenthalt nicht. Man brachte ihn ins Washoe County Medical Center in Reno. Diese dunklen. 1999 kam dann Jim Keith auf wiederum zumindest merkwürdige Art und Weise ums Leben. Thomas und Keith hatten auch eigene. Ein Blutgerinnsel soll zum Tod geführt haben.

Georgia. Colby war jener CIA-Chef. CIA und Drogen. was unter anderem ihrem weltweiten Aktionsradius zu verdanken war. Als Kenner der Verschwörungsmaterie meinte der Autor einmal prophetisch: »Alle Verschwörungs-Autoren müssen unter mysteriösen Umständen sterben« und nannte diese Feststellung kurz und bündig »Keiths Gesetz«. Die Wurzeln des Oktopus schienen in antikommunistischen Unternehmungen zu liegen. Cline. Nach den ersten Begegnungen des »Dreamteams« gab es bald genügend Anlässe für häufige Zusammenarbeit auf weltweitem Parkett. als wohl selbst Casolaro bei seinen Forschungen angenommen hatte. Damals betrieb das Office of Strategie Services (OSS) eine Abteilung namens Detachment 202 in China. gewissermaßen Goldene Hochzeit im Goldenen Dreieck! Unter OSS-Leuten von damals befand sich auch Major General John Singlaub.113 Autor ein Opfer des Oktopus wurde. Schon während des Zweiten Weltkrieges tauchen einige Mitglieder der zentralen Gruppe gewissermaßen in erster Formation auf. und hatten überall dort . durchgeführt von OSS-Leuten und CIA-Männern der »ersten Stunde«. Mit der Albanienaktion versuchte die geheime Gruppe die Abkopplung eines Landes des sowjetischen Blocks von Moskau. »Antiterrorismus«-Trainer in Powder Springs. Ken Thomas und Jim Keith hatten bei ihren Recherchen auch herausgefunden. eine alte Ehe. Howard Hunt. der einen nächtlichen und wohl nicht ganz freiwilligen Bootsausflug am Potomac im Jahr 1996 mit dem Leben bezahlte. also genau wie Paul Wilcher. Ebenfalls mit von der Partie war General Mitchell Livingston WerBell III. Jim Keith wurde 49 Jahre alt. daß der Krake in seiner ursprünglichen personellen Konfiguration schon viel länger existiert. Mit dabei sind bekannte Namen wie E. Sein eigenes Schicksal stellte dieses Gesetz erneut unter Beweis. Sie sahen sich bald in einer immens vorteilhaften Position. Richard Helms und Ray S. Nur zur Erinnerung. der später zusammen mit William Colby die Hinrichtungsaktion »Operation Phoenix« in Vietnam anführte. ein Mann mit CIA-Hintergrund sowie internationaler Drogenhändler.

bei denen Mafia und CIA sich gegenseitig die Hände rieben. Bankenkontrolle. Sie stelChruschtschow . hier mit Nikita Kennedy war. Januar 1959 änderte sich die Situation auf Kuba mit der Machtübernahme durch Fidel Castro. Die »Schwarze Rose« Bis 1959 liefen über die Antilleninsel gewaltige Drogengeschäfte ab. Patton. wo durch verschwörerisches. geheimes Handeln wirklich große Profite zu machen waren. Kennedy. profitierte von der Mafia. arbeiteten an Aktionen gegen Kuba. Wie auch immer. das Ölgeschäft und die mit allem verbundene massive Kontrolle von Regierungen ließ sie selbst unkontrollierbar werden. Der Krake samt ausführender Organe konnte seine Tentakel einfach nicht von der Macht lassen und werkelte insgeheim am Staatsstreich in Guatemala 1954 oder auch an vielen Entwicklungen in Kuba.und Drogenhandel. Immerhin hatte man sich seit »Operation Underworld« 1936 recht gut verstanden. John F. Auch der berühmte General George S. daß der Oktopus die Kraft hinter dem Mord an John F. internationaler Waffen. Kommandant der Seventh Army. Unter anderem Theodore Shackley und Thomas Clines.114 ihre Finger im Spiel. Casolaro sowie Thomas und Keith zeigten sich auch überzeugt. als deren sizilianischer Boss Calogero Vizzini ihm den Weg aufs italienische Eiland freihielt. der zunächst keine kommunistische Gesinnung zeigte. Ihre Machtposition wuchs sich ins Unheimliche aus. am 1. zwei Angehörige der Schattenregierung. allerdings absolut gegen die USA eingestellt war. Hinrichtungsaktionen.

E. Den beiden Autoren zufolge nehmen George Bush. bevor die tödlichen Schüsse fielen. die Central Intelligence Agency in tausend Stücke aufzulösen und in alle Winde zu zerstreuen. Howard Hunt und Frank Sturgis. die im April 1961 in der »Schweinebucht« scheiterte. . Sr. als er erklärte. 1975 brachte der Aktivist Dick Gregory diesen Zusammenhang noch einmal ins Spiel und sorgte für Aufsehen. Das paßte den Herrschaften natürlich gar nicht. Die letzten Augenblicke. die zwei Watergate-Verschwörer und ehemalige CIAAgenten kurz nach dem Attentat in unmittelbarer Nähe zeigten: E.alle drei Mitglieder des Oktopus . es gebe Fotos. Denn Kennedy versprach nach der CIA-Geheimaktion zur Invasion Kubas. Schon lange kursierten Gerüchte über eine CIA-Beteiligung am Mord vom 23. Howard Hunt und Richard Helms .. warum sich ausgerechnet die Adresse des späteren CIA-Chefs und US-Präsidenten George Bush im Telefonbuch des als Kontroll-Agent auf Lee Harvey Oswald angesetzten CIA-Mannes George DeMohrenschild befand.115 len die Frage. Insofern hatten sie allein deshalb durchaus ein Motiv. Präsident Kennedy in Dallas. November 1963.auch eine Schlüsselposition bei der Ermordung von JFK ein.

und bald wurde sie als die »Rockefeller-Kommission« bekannt. die schließlich für ihn tödlich enden mußten. Sie kam letztlich zu dem Ergebnis. daß keine glaubwürdigen Beweise gefunden worden seien. Bush. Der Gruppe stand der damalige Vize-Präsident Nelson Rockefeller vor. ging. Waffen etc. Drogen. Ein dubioses. welche die CIA oder irgendjemand anderen außer Lee Harvey Oswald mit der Ermordung Kennedys in Verbindung hätten bringen können. Zumindest diesem ungewöhnlichen Papier zufolge soll niemand anderes als George H. Pan Am 103 ist besser bekannt als der Anschlag über Lockerbie. Bill Leyere und Dan Q'Connor . Schottland. das als »Com-12-Briefing« bekannt wurde.116 US-Präsident Gerald Ford setzte ein eigenes Komitee zur Untersuchung der CIA-Inlandaktivitäten ein. der mit seinem plötzlichen Interesse am Schicksal von Pan-Am-Flug 103 einen von vielen Fehlern gemacht habe. Währenddessen agierte der Oktopus global weiter und war überall präsent. In dem anonymen Bericht heißt es: »An Bord dieses Fluges getötet wurden neben vielen anderen Ron Laviviere. Geld. wo es um Macht. nennt eine Organisation der »Schwarzen Rose«. allerdings war auch dieses Komitee nichts als Augenwischerei. Com-12 kommt auch auf Casolaro zu sprechen. Ganz fern der Wahrheit ist diese Darstellung dennoch wohl nicht. Mitbegründer des geheimen Zirkels sein.alle- Mußten Unschuldige auch an Bord von Pan Am 103 wegen CIA-Machenschaften sterben? . die mit Hilfe von Drogengeldern eine »Schwarze Weltregierung« betreibt. anonymes und nicht als Beweismittel gültiges Schriftstück. W.

Sie war gewissermaßen die Sparkasse des Oktopus. eine internationale Geldwaschanlage. Ebenfalls getötet wurde Matthew Gannon. Verantwortlicher Einsatzleiter des Teams war ein Nachrichtenoffizier der US-Armee mit Namen Charles McKee. schlossen rund 400 Filialen in 62 Ländern. und kannte keine Grenzen. das hätte benutzt werden können. und ganz zufälligerweise stoßen wir hier wieder auf den Toten aus dem Potomac . Hakim und all den anderen der Black Rose Group.. All die Geschichten um weltweite Drogengeschäfte führten auch zu der unvergleichlichen BCCI-Bank. Colby beispielsweise war auch Generaldirektor der Household Bank. um >Das Unternehmern zu vernichten. Ein Teil der Informationen. Pointdexter. 1991 also. North. Der kleine Vorgänger der BCCI war die australische Nugan Hand Bank. war Material. weder moralisch noch geographisch. gab es entsprechend viele Gründe. einer der auch bei den Antiterror-Maßnahmen im Mittleren Osten Verantwortlichen. Stationschef der CIA im Büro von Beirut. ihn aus der Welt zu schaffen. die geheime Waffengeschäfte tätigten. Bei genauem Hinsehen ist in der Welt der Macht. die zusammen mit den nun verstorbenen Personen [auf dem] Flug transportiert wurden. in der jeder Großverbrecher ein Konto hatte. Eingeschlossen darin war die Verbindung zum syrischen Drogenschmuggel-Ring und zu einem Mann mit Namen Manozar Al-Kassar.CIA-Chef William Colby. Die in pakistanischem Besitz befindliche BCCI fungierte als Kreditinstitut für Regierungen. auch mit der gefährlichen Insider-Gruppe zu tun hatte. Kassar war tief verstrickt in den Deal >Drogen und Waffen für Geiseln< mit Secord. des Geldes und der Verbrechen tatsächlich alles miteinander verknüpft.« Mit anderen Worten: Da jede Facette der gigantischen Verschwörung. Als dieses mächtige Gebilde genau in Casolaros Todesjahr aufflog. der ausgerechnet zum Beraterstab von Nugan gehörte.. der Bank of Credit and Commerce International. Und als deren Eigner wiederum erweist sich ein ganz eigener Staat: der Vatikan. Von . mit der sich Casolaro auseinandersetzte.117 samt CIA-Operateure der Station Beirut.

doch ist das schwer zu glauben. daß im Halsbereich schwerste Verletzungen auftreten müßten. Außerdem hätte Calvi beim Sprung ins Wasser einen Weg von 1. bevor das Seil sich spannte. in dem Colby umgebracht wurde. Auch Colby hatte über die heroinanbauenden Hmong-Guerilleros in Asien eng mit Drogenabwicklungen zu tun. in das sich in erster Linie der »Bankier Gottes« verstrickte. einer westlichen Vorstadt von Chicago. vor allem. als das FBI von Chicago dem berichteten Drogenumschlag im Bereich um Kingspoint absolute Immu- . In jenem als »Kingspoint Condominiums« bekannten Komplex tummelte sich bald das Organisierte Verbrechen. Um eine komplizierte Sache einigermaßen kurz zu machen: 1980 entstanden vier große Apartment-Gebäude in Addison. nichts ist unmöglich! Bei vielen Eskapaden des Oktopus spielen geheime Drogenoperationen eine wesentliche Rolle. Nun. Schon ohne sie hätte der 120 Kilogramm schwere Mann nie das Gerüst unter der Brücke erreichen können.5 Metern zurücklegen müssen. die Selbstmorde haben es bei genauer Betrachtung meistens ganz schön in sich! Die Untersuchung des Falles Calvi enthüllte unfaßbare Machenschaften und eine Kooperation zwischen Vatikan und Mafia. Der Sumpf war perfekt in seiner ganzen Undurchschaubarkeit. denn man fand den in alle möglichen geheimen Aktionen verwickelten Bankier unter einer ThemseBrücke hängend. Wir sehen immer wieder. Bei dieser Fallstrecke erfolgt die Abbremsung bereits so wuchtig. hier wurden Drogengeschäfte und Geldwäsche in großem Stil abgezogen. Illinois. Das Jahr 1996.118 hier aus öffnet sich bereits wieder ein eigenes Netzwerk der Verschwörungen. Roberto Calvi. was bei Calvi nicht der Fall war. In Hose und Jacke fanden sich fünf Kilogram Steine. die Beine ins Wasser getaucht. Auch sein Tod war angeblich Selbstmord. der am 18. Juni 1982 in London ermordet wurde. Er hätte auch hierzu möglicherweise CIAKronjuwelen verraten können. Sie war wieder ein deutliches Beispiel für die Kooperation von Justizbehörden mit der Unterwelt. erlebte zufälligerweise auch den Höhepunkt der so genannten AndreucettiAffäre.

um allerdings bald wieder im Dunstkreis des Kraken aufzutauchen . 1988 verschwanden dann plötzlich exakt 50 Millionen Dollar spurlos. Joseph Andreucetti.4 Millionen Dollar als Ausgleich in die Household-Bank.. Der Eigentümer jenes Sündenpfuhls. war von Banken mächtig übers Ohr gehauen worden und legte Forderungen in Höhe von rund 50 Millionen Dollar vor. . fast genau wie acht Jahre später der in das düstere Netzwerk tief verwickelte William Colby.119 nität gewährte.. deren Chef William Colby war. 1983 stellte eine Bundes-Ausgleichsbehörde 58.

Daniel Hopsicker geht nach . daß das. ich glaube. Und hier ist.diese amerikanische Kleinstadt war lange das Washington einer verborgenen Agenda. das sich unter der sichtbaren Oberfläche dieser Welt erstreckt. Während seiner Nachforschungen zum »Geheimen Herzschlag von Amerika« wurde er in den 1990er Jahren von einer Person aus den Reihen der Insider an einen geheimnisvollen Ort gebracht. im Interessen unseres Landes sei? Welche gültigen Gründe könnte es für den Sicherheitsapparat unseres Landes geben. oh nein. Arkansas. was ich dort in jener Nacht sah. an dem die Schattenregierung möglicherweise noch heute eine »Filiale« besitzt. wenn er sagt: »Ich bin überzeugt davon.« Mena. gesehen zu haben. was sie taten.120 Kapitel 5 FLUCHTPUNKT ARKANSAS Eine verborgene Agenda »Es waren unsere besten und tapfersten Männer. wie angebliche Verschwörungstheorie sich schlagartig in bittere Verschwörungspraxis wandelte. welche die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika lenkt. eine voll funktionstüchtige und operationelle geheime Regierungsanlage war. Arkansas . heute noch in Mena. So erlebte auch er. war wie die meisten Rechercheure mehr oder minder zufällig in das unglaubliche Netzwerk geraten. spezialisiert auf CIADrogenoperationen im großen Stil. existiert. Was ich glaube. Hopsicker legt einiges Gewicht in seine Worte. daß das. Den nächtlichen Ausflug zu dieser Einrichtung wird er wohl nie vergessen. ist eine Einrichtung der geheimen Regierung. und was. was ich wissen möchte: Wer nur konnte diese Männer davon überzeugen. der diese Fragen stellte. Damit aber meine ich nicht einfach eine geheime Installation der Regierung. in die Drogenindustrie involviert zu sein?« Der amerikanische Journalist und NBC-Produzent Daniel Hopsicker.

doch davon sind keineswegs alle Kenner der Hintergründe überzeugt. was er in Erfahrung bringen konnte. Die Basis seiner Operationen befand sich in Mena. daß die eigentliche Regierung der USA und letztlich unseres Planeten definitiv weltweit ein über jedes industrielle Maß hinaus lukratives Geschäft der Drogenproduktion und des Drogenhandels betreibt. aber auch der größte Drogenschmuggler der Vereinigten Staaten.« Es muß nicht extra betont werden. kurz Barry Seal. Angeblich starb mit ihm auch die Drogenmafia von Mena. so wie es aussieht. In seinem Buch erwähnt Hop-sicker einleitend übrigens auch Danny Casolaro und stellt fest. 2001 veröffentlichte Daniel Hopsicker ein Buch mit dem Titel »Barry & The Boys«.121 alledem. daß es im Jahr 1963 in den Vereinigten Staaten einen Staatsstreich gab. Als er begann. Dieses komplexe Thema kann hier kaum berührt werden. Das war im Jahr 1986. Seal. der in Martinsburg umgebrachte CIA-Agent und Drogenhändler Barry Seal. auch bekannt als »Gorgo« oder »Fat Man«. war der jüngste Boeing-747-Pilot der Welt. daß Hopsicker mit »1963« den Kennedy-Mord anspricht. Und: »Ich bin beispielsweise bis in die Tiefen meines Herzens davon überzeugt. davon aus. wurde er ermordet. . Darin verfolgt er die Pfade des CIA-Agenten Adler Berriman Seal. Howard Hunt. und daß die >bösen Jungs< dabei nie geschnappt wurden — und daß sie. einige seiner Geheimnisse preiszugeben. und seiner Kollaborateure. Doch die Verwicklung des Oktopus in Form von hochrangigen CIA-Leuten wie E. immer noch am Ruder sind. George Bush und anderen hat sich bereits gezeigt.

in jener gebirgigen Region des westlichen Arkansas. die mitten in der Nacht in geringer Höhe über die Stadt flogen. ohne auch aufzufallen. »Der Markt an Opium. sich diesem Geschäft in den Weg zu stellen oder es in Gefahr bringt. Heroin. die Waffen nach ZentralSeal wurde im Jahr 1986 in seinem Auto erschossen. nicht einmal gemessen an einem Staatshaushalt. Verkauf und Verbreitung von Drogen ein Unternehmen schaffen. Die Operationen waren von Natur her so geheim wie verbrecherisch.122 Journalist sei an seinem Todestag mit einem Mann verabredet gewesen. Eine pervertierte Ideo- . so Hopsicker im Jahr 1997. Danny sollte diese bekanntlich Informationen bekanntlich nie erhalten. Das Drogengeschäft in den USA ist keineswegs zu unterschätzen. der ihm Informationen über die verbrecherischen Vorgänge in Mena übermitteln wollte und damit auch über den zentralen Apparat des Oktopus. doch ließen sie sich in ihrem Ausmaß nicht mehr durchführen. das mehr Einkünfte erzeugt als jede der größten multinationalen Körperschaften in der Welt. amerika flogen und mit Drogen zurückkamen. wird eiskalt beseitigt. Wer versucht. Kokain und Marihuana in den Vereinigten Staaten von Amerika erzeugt ein Gesamthandelsvolumen von über 130 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Dieser Markt läßt das Gesamtvolumen an illegalen Drogen in den Vereinigten Staaten größer werden als das Bruttosozialprodukt aller bis auf ein Dutzend Nationen der Welt«. Sie zogen ohne Beleuchtung über den Himmel und trugen eine kostbare. Flugzeuge stationiert. Barry Seal hatte bei Mena. das sind keine »Peanuts«. womit Import. doch teuflische Fracht. Anwohner der Region begannen sich in der Hochzeit der Transfer über Flugzeuge zu beklagen.

vor Gott nicht oder vor wem auch immer.von Bomben zerrissene Unterleiber. daß im Krieg auf beiden Seiten Vertreter ihrer Art stehen. Cocaine Importation Agency Der amerikanische Autor William Blum hat eine verblüffende Chronologie der CIA-Drogengeschichte zusammengestellt. William Blum wußte. 1969 enthüllte er Namen und Adressen von 200 CIA-Agenten. Schreie. daß die CIA von unbegrenzter Skrupellosigkeit war und daß sie auf ihre Weise versuchte. Weinen. wo noch Stimme ist. Leben ertränkt in Blut.123 logie. Noch heute ist das Vietnam-Trauma im amerikanischen Bewußtsein hellwach. hoffnungslos überforderte Ärzteteams um das wie auch immer geartete Überleben grauenhaft verstümmelter vietnamesischer Kinder kämpfen. Aus blutigem Fleisch. in der Skrupel schlichtweg keine Existenzberechtigung besitzen. Nicht nur die US-Veteranen des Vietnamkrieges gingen durch die Hölle. Er wußte. die Welt zu beherrschen. deren Götzen »Geld« und »Macht« über alle Grundwerte hinweggehen. da er nicht billigte. das vor kurzem noch ein Arm oder Bein war. Schnell vergessen Menschen. Doch wie so oft wird das Grauen nur aus dem eigenen Blickwinkel erlebt. Und er zeichnete die düsteren Wege nach. daß keine Begründung der Welt eine Rechtfertigung liefern könne . Überall das entsetzliche Geräusch der Knochensägen. welche die »Agency«. Schmerz und Hoffnungslosigkeit. deren Kürzel schon scherzhaft mit der Langform »Cocaine Importation Agency« bedacht . Wer nur einmal die blutigen Bilder aus notdürftig ausgestatteten Krankenhäusern gesehen hat. in denen erschöpfte. zerfetzte augenlose Gesichter. wird sie so schnell nicht wieder vergessen . was die USA in Vietnam anrichteten. eine Gesellschaft. Blum verließ im Jahr 1967 das State Department. rollte schon seit langem wie ein geisterhafter Panzer über alles hinweg und wuchs sich zu diesem Giganten aus. wo noch Tränen sind. ragen gesplitterte Stümpfe.

die bis auf ihren Namen sprichwörtlich »durch die Bank« zur CIA gezählt habe. Korsische Syndikate im französischen Marseille wurden vom amerikanischen Auslandsgeheimdienst mit Waffen und Geld ausgestattet. Im Jahr 1980. um Kontrolle über die dortige kommunistische Partei zu erhalten und Marseille in die westliche Drogenmetropole jener Zeit zu verwandeln. daß der General massiv in Drogenhandel und Geldwäsche verstrickt ist. Und das. General Manuel Noriega. obwohl die US-Drogenbehörden bereits seit 1971 davon wissen. Admiralen und CIA-Leuten.« In dieser Zeit ist auch der »starke Mann von Panama«. Erst als sich herausstellt. Bereits in den frühen 1950er Jahren. begannen sehr nützliche Geschäfte mit der Unterwelt. Es dauerte nicht lange. Südost-Asien. »Unter ihren Vertretern befand sich ein Netzwerk an US-Generälen.124 wurde. In seiner Chronologie erwähnt Blum zu den Jahren 1973 bis 1980 auch die australische Nugan-Bank. Südamerika und den USA. das Teile von Burma. Thailand und Laos umfaßt. kollabierte die Bank mit 50 Millionen US-Dollar Schulden. Geldwäsche und internationale Waffengeschäfte. Europa. schlägt die Stimmung um. finanzierte die Nugan Hand Bank Drogenschmuggel. Mit der im Besitz der CIA befindlichen Fluglinie Air America waren Drogen in ganz Südostasien »mobil« geworden. kurz nach der Gründung der CIA. in einem CIA-Labor in Nordlaos wurde Heroin verarbeitet und nach einer zehnjährigen militärischen US-Präsenz mit all ihren Folgen kamen 70 Prozent des illegalen Opiums aus Südostasien. Im Goldenen Dreieck. der auch einer ihrer Juristen war. ein hochbezahlter CIA-Kollaborateur. beinahe seit ihren ersten Tagen im Drogengeschäft verfolgte. Im Dezember 1989 kommt es zur Panama-Invasion durch die USA. das Blatt wendet sich. blühte das weltweit größte Drogengeschäft. Mit Filialen in Saudi-Arabien. darunter auch der ehemalige CIA-Direktor William Colby. als die CIA auch in Asien aktiv wurde. als sich mysteriöse Todesfälle häuften. . daß Noriega manches Geheimnis sowie persönliche Dienste unter anderem an Kuba vermittelt.

die Waffen nach Afghanistan getragen hatten.« Drogen und der CIA beherrschen die Welt. was er nicht sehen darf. Teil der Nordallianz sind. daß ein Land von seinem diktatorischen Machthaber befreit werden müsse. bereiteten sich voller Freude darauf vor. einer der führenden Drogenbarone und ein Heroin-Aufbereiter. US-Drogenbehörde] Afghanistan als das neue Kolumbien der Drogenwelt. bei einer Untersuchung und einem Eingreifen in die Drogenoperationen versagt zu haben. hat sein Leben verwirkt. Arkansas. wurden nun benutzt. die Nacht ge- . Die Jungs auf den Schienen Es war der Abend des 22. Von der CIA gestellte Trucks und Lasttiere. August 1987. um Opium zu Laboratorien entlang der Landesgrenze Afghanistan . 1993 bezeichnete ein Repräsentant der DEA /Drug Enforcement Agency. Über die jüngere Zeit und die Afghanistan-Connection schreibt Blum schließlich: »CIA-unterstützte Mudschaheddin-Rebellen. Seltsam: Nach der US-Invasion nahm der Drogenhandel in Panama noch zu. im Jahr 2001. 1990 gaben Vertreter der US-Drogenbehörden zu. Die Produktion lieferte die Hälfte des jährlich in den Vereinigten Staaten verbrauchten Heroins und drei Viertel des europäischen Bestandes. ihre pakistanischen und afghanischen Alliierten nicht zu kränken. beteiligten sich stark am Drogenhandel. Wer sich dennoch zur falschen Stunde am falschen Ort befindet und auch nur zufällig sieht. die nun. aus dem Wunsch heraus. die sehr reaktionäre afghanische Gesellschaft zu reformieren.125 Offiziell begründet sich die Aktion schlichtweg dadurch. Hauptklient der Agency war Guldbuddin Hekmatyar. Die beiden Teenager Don Henry und Kevin Ives aus dem Ort Alexander bei Little Rock. Wenige Tage später stellt sich Noriega. während sie gegen die sowjetunterstützte Regierung kämpften sowie gegen die Pläne. In den Staaten erwartet ihn ein Prozeß wegen Drogenschmuggels.Pakistan zu schaffen.

als ob sie überrollt werden sollten. Malak erklärte. wollten sie mit ihren Taschenlampen auf Hirschjagd gehen und draußen übernachten. konnte es wirklich sein. sie waren vom Zug überfahren worden. Die Familien Henry und Ives gingen gemeinsam an die Öffentlichkeit und gaben eine Pressekonferenz. Nichts im Verhalten der beiden Jungen hatte jedoch nur den geringsten Anhaltspunkt darauf gegeben. Am Morgen des nächsten Tages schon wurden sie tot auf einem Bahngleis aufgefunden. Wie sie sagten. als der Frachtzug der UnionPacific-Gesellschaft seine Strecke in nördliche Richtung befuhr und an Little Rock vorbeidonnerte. Hatten sie auf ihrem nächtlichen Ausflug nicht aufgepaßt. Fahmy Malak. Sie kehrten nicht mehr zurück. den aus einer ägyptischen Familie stammenden Dr. Als ein dunkles Bündel auf den Gleisen im Licht auftauchte. wurde es auch schon vom Zug überrollt. führte zu merkwürdigen Schlußfolgerungen. Die beiden toten Körper lagen parallel nebeneinander über den Schienen. es habe sich um einen Unfall gehandelt. als der Zug kam. Eine Untersuchung durch den Staatlichen Gerichtsmediziner von Arkansas. gerade so. Im Gegenteil war ihre gesamte Stimmung voller Unternehmungslust. um die offizielle Beurteilung des Falles ans Licht zu brin- . Doch um 4. Der Lokführer hätte niemals rechtzeitig bremsen können. die beiden Jungen seien nach dem Genuß von mindestens 20 Marihuana-Zigaretten eingeschlafen und völlig bewußtlos gewesen. Seite an Seite. Sie legten sich demnach also im Drogenrausch ganz ordentlich und ausgerechnet auf Eisenbahngleisen nebeneinander.126 meinsam im Freien zu verbringen.25 Uhr morgens. Weder für die Eltern noch konsultierte Ärzte noch jeden einigermaßen vernünftig denkenden Menschen konnte diese Erklärung akzeptabel sein. daß sie beide die nahende Lok nicht bemerkten? Die grausame Szenerie am Fundort sprach schnell gegen einen Unfall. daß sie deprimiert waren und absichtlich aus dem Leben scheiden wollten. lagen die Körper ruhig auf den Schienen. selbst wenn mehr zu sehen gewesen wäre. Von keinem der beiden wäre ein einziger Grund bekannt gewesen. Dr.

Er berichtete der Familie Ives später. daß solche Untersuchungen nie stattgefunden hatten. Das war eine schamlose Lüge. Polizeiliche Untersuchungen der Kleidung beider Jungen ergaben laut offizieller Aussage ebenfalls keinerlei Spuren von Gewebe. stieß bald auf weitere grauenhafte Details. die von einer Abdeckung hätten herrühren können. Nachforschungen brachten dann allerdings zutage. der sich am Unglücksort befand. die alle Hebel in Bewegung setzte. Außerdem hatten alle. Sie seien bewußtlos geschlagen oder sogar ermordet worden. Mit dieser Aktion gelang es den Angehörigen. wo das Tuch gelandet war. das über die beiden leblosen Körper gelegt war. bevor der UnionPacific-Zug anrollte. daß die beiden Teenager schon Stunden. daß sich die Gleise bogen! Linda Ives. die Vertuschung an einem überaus brutalen Doppelmord. diese Beobachtung sei eine »optische Illusion« gewesen. Larry Ives. von einem dunkelgrünen Stofftuch berichtet. gestorben waren. das Blut der Jungen sei »nicht in Ordnung« gewesen. um den bis heute noch nicht abgeschlossenen Falles der »Boys on the Tracks« aufzuklären. der Vater eines der beiden Jungen. bevor sie der Zug erfaßte. die zunächst an dem grausigen Schauplatz eintrafen. die so traurige wie mysteriöse Geschichte in Arkansas bekannt zu machen und weitere Untersuchungen in Gang zu bringen. daß die Jungen unter Gewaltanwendung gestorben waren. was darauf schließen ließ. Man log also. . Später erklärte das Sheriff-Office. Es war sehr dunkel und teerig geworden. Einem Sanitäter. bemerkte Ives später zornig. sie zeigten es ihnen«. Der unabhängige Pathologe Joseph Burton aus dem US-Bundesstaat Atlanta stellte nach einer zweiten Obduktion fest. fiel sofort etwas Ungewöhnliches auf. Alle wiesen auf eine Vertuschung von mehreren Seiten hin. arbeitete seit 31 Jahren für Union Pacific und kannte das Personal an Bord des Todeszuges gut. »Die Crew brachte die Hilfssheriffs sogar noch dorthin.127 gen und anzufechten.

mehr allerdings ließ der »Suizid-Doktor« nicht verlauten. bevor der Zug ihn und seinen Freund erfaßte. der auf offenem Gelände lag. dessen Autopsie-Bericht ein einziges Lügengebilde war. Milam litt an einem perforierten Magengeschwür. laut Dr. massiv geprügelt und brutal in den Rücken gestoßen worden. Es war der Kolben eines Gewehres vom Kaliber 0. das die beiden Jungen mit sich geführt hatten und das laut FBI-Akte #166C-LR-35380 in mehreren Stücken vorgefunden worden war.Kommentar überflüssig. Demnach hätte sich Allbright aber fünfmal hintereinander mit einem 45er Colt in die Brust schießen müssen! Auch ein James Milam. er glaube nicht. Malak aber starb er eines natürlichen Todes. August Kevins abgetrennten Fuß in dessen Turnschuh. Von den Angehörigen aufgestellte Suchmannschaften entdeckten am 25. Malak hatte nichts davon erwähnt. von denen sich aus naheliegenden Gründen nicht ein einziger je beklagte. . daß einem Jungen der Fuß fehlte. daß irgend jemand Kevin oder Don auch »nur mit einem Finger berührt habe«.22. So erklärte er 1985 im Fall eines gewissen Raymond P. Dr. Malak aber stellte lapidar und geradezu zynisch fest. Burton konnte sogar den Gegenstand identifizieren. der im Mai 1987 geköpft aufgefunden wurde. Den am Fundort fehlenden Kopf der Leiche habe Milams kleiner Hund verzehrt. Er erwähnte in seinem Bericht auch nicht. Allbright. was für Joseph Burton eindeutig war: Don Henry war bereits Stunden.128 Suizid-Doktor Malak Nützliches Werkzeug der Vertuschung von gerichtsmedizinischer Seite her war Fahmy Malak. Gerüchten zufolge sei James Milam Zeuge einer Drogenoperation von Mena geworden und mußte daher zum Schweigen gebracht werden. Kevin Ives wurde das Gesicht durch einen sehr harten Schlag regelrecht zertrümmert. Fahmy Malak hatte bereits in vielen anderen Fällen die unglaublichsten Expertisen abgegeben und sollte dies auch noch lange Jahre tun. Dr. zählte zu Malaks »Patienten«. . es handele sich um Selbstmord.

.129 Seite 2 aus dem zensierten FBI-Report über den Doppelmord an Don Henry und Kevin Ives.

130 Seite 3 des deutlich zensierten FBI-Berichtes. .

131 FBI-Bericht. Seite 4 mit Angaben zum 0.22-Kaliber-Gewehr. .

die Malaks Arbeit überprüfen und beurteilen sollten.132 So ging es un-munter weiter mit den Expertisen des Doktors. Das . setzte Clinton zwei Pathologen ein. um Unterschriften zur Amtsenthebung des skrupellosen Gerichtsmediziners zu sammeln. dieses Mannes. Juni 1981 die 17jährige Susan Deer mit einer Kopfverletzung stark blutend in das Ouachita Memorial Hospital eingeliefert wurde und in den OP kam. Linda Ives gab der Organisation einen Namen. war Virginia Kelley die Anästhesie-Schwester. Malak den Schutz von oberster Stelle. der ihre ganze Stimmung deutlich zum Ausdruck brachte: VOMIT . Trotz zahlreicher offensichtlicher Fehlurteile. Auch der damalige Gouverneur von Arkansas hatte seine Finger bei der Sache mit im schattigen Spiel. daß die beiden Pathologen keine systematische Analyse von Malaks Fällen durchführen sollten. genoß Dr. jede noch so wahrheitswidrige Aussage zu treffen. Als Malak einige Jahre später auf Anweisung von Bill Clinton eine Gehaltserhöhung von 41.5 Prozent erhalten sollte. Als am 27. die nicht allein auf Inkompetenz beruhten. sondern in Anbetracht der oft sehr klaren Sachlage unweigerlich beabsichtigt sein mußten.sie selbst erhielten aus einem Fond Clintons jeweils 20. mit der er sich stets schützend vor Malak stellte? Hier kommt nun Clintons Mutter Virginia Dwire Kelley ins Spiel. Sie erklärten später. Welche Hintergründe hatte diese unfaßbare Zähigkeit und letztlich auch Clintons eigene Haltung. der offenbar zum eigenen Nutzen stets bereit war.»Victims Of Malak's Incredible Testimony«. Interessanterweise stellte sich heraus. Malaks nunmehr eindeutig von Mord sprach. also »Opfer von Malaks unfaßbaren Gutachten«. selbst wenn damit die größten Verbrechen gedeckt wurden. Der Name dieses Gouverneurs: William Jefferson Clinton. Drei Jahre lang weigerte sich Clintons Stab. gründete Linda Ives eine Organisation. späterer US-Präsident. Malak sei korrekt vorgegangen und er habe eine Gehaltserhöhung verdient .000 Dollar für ihr Gutachten. die durch Malaks Gutachten einer Verurteilung entging. Nachdem ein Geschworenengericht im Fall Ives-Henry entgegen der Darstellung Dr. dem Gouverneur diese Petition vorzulegen.

der Doppelmord habe mit den Drogenoperationen zu tun. wurde daraufhin wegen Totschlags verhaftet. sollte Malak einen anderen Posten im Gesundheitsministerium bekommen. was in jener unruhigen Nacht in der Einsamkeit von Arkansas geschah und warum die beiden Teenager sterben mußten. August vielleicht auch auf einen abenteuerlichen Marsch zu den nächtlichen Rätseln von Saline County begeben. Mit dieser Geschichte ist eine jahrelange Protektion Malaks durch Clinton verbunden. Doch nach all diesen Erläuterungen bleibt nach wie vor die Frage. Freunde der Jungen machten einige Andeutungen in diese Richtung. die gutes Geld brachten.die Patientin starb. bald schon hatten ohnehin diverse Gerüchte die Runde gemacht. Kelley die Intubation nicht rechtzeitig . daß Susan Deer infolge der Verletzungen verstarb. Der Mann. Malak wurde als Gutachter eingesetzt und stellte fest. als ihm der Gerichtsmediziner doch zu heiß wurde.133 Mädchen war bei einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen von einem Stein getroffen worden. Linda Ives hörte sich um. Doch während des an sich harmlosen Eingriffs gelang Mrs. Lebensgefahr bestand nicht.. Dr. Doch auch dort ging es ihm blendend. Hatten sich die beiden Teenager am Abend des 22. die in jener Gegend auch noch Jahre nach dem Tod von Barry Seal unter dem Schutz der Regierung abliefen. und eine Gehaltskürzung wurde schnell durch zusätzliche Vereinbarungen aufgewogen. Erst 1991. Mauern des Schweigens Malaks dubiose Vergangenheit darf nicht vernachlässigt werden. wenn es um die Beurteilung seiner Rolle im besonders brutalen Mordfall Ives-Henry geht.. ohne Näheres zu wissen oder sagen zu wollen. der den Stein geworfen hatte. weil sie eine der geheimen Drogenoperationen beobachten wollten? Oder waren sie wirklich nur rein zufällig in der Gegend? Tatsache ist jeden- . So sollte ausgerechnet Malak als Experte in mehr als 100 zur Verhandlung stehenden Todesfällen aussagen .

Erst sechs Jahre später begann er vorsichtige Andeutungen zu machen. Der 16jährige Don Henry und sein nicht einmal ein Jahr älterer bester Freund Kevin waren in der fraglichen Nacht nicht die einzigen. wie die beiden ermordet wurden. Der oder die Mörder ließen ihrem sadistischen Trieb freien Lauf. Keith Coney wußte ebenfalls mehr über den Doppelmord. Er zählte zu den geheimen und abgelegenen Orten. Der Auftragsmörder Robert Shane Smith wurde gefaßt und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Keith McKaskle. Bei diesen »drug drops« fielen pro Woche rund neun Millionen Dollar vom Himmel. . Wenn die Maschinen der Drogenschmuggler auf dem kleinen Airport von Mena landeten. daß die Leute am Boden während jener Tage in höchster Alarmbereitschaft waren. die die Gegend bei A-12 durchstreiften. sie schnitten ihm noch die Gliedmaßen ab und verbrannten den Leichnam. noch bevor das eigentliche Bergungsteam zur Stelle war. Möglicherweise wurde den Jungen auch zum Verhängnis. waren sie »clean«. daß sie in der Nähe eines Punktes gefunden wurden. Wie Collins hatte man auch ihn mit einem Schuß in den Kopf umgebracht. Im Januar 1989 wurde Gregory Collins durch einen Schuß ins Gesicht getötet. der bei den Drahtziehern der obskuren Aktionen als A-12 bekannt war. kam aber im Juli 1988 selbst bei einem MotorradUnfall ums Leben.134 falls. Wiederum nur drei Monate später fand man den verstümmelten Körper von Jeff Rhodes auf einer Müllhalde. Eine reife Leistung. an denen die kostbare Fracht von Flugzeugen abgeworfen und von Bodenteams abtransportiert wurde.nicht bestätigten Berichten zufolge wurde er von einem schnell hinter ihm her rasenden Fahrzeug in den Tod gejagt. Ihnen reichte nicht. noch bevor er sein Wissen zu Protokoll geben konnte . der mit dem Messer niedergestochen wurde. daß Rhodes tot war. Denn kurz zuvor mußte irgend jemand Wind von einer Aktion bekommen und die wertvollen Pakete weggeschafft haben. Wenige Monate später starb ein anderer Informant. Auch er besaß Informationen zu Henry und Ives. Ein damals zwölfjähriger Junge wurde Augenzeuge.

Zeugen. daß die beiden Teenager ermordet worden waren.« Sind das lediglich hochemotionale Mutmaßungen einer verständlicherweise aufgebrachten. . daß die Sheriffs uns bezüglich der Fasertests an den Kleidungsstücken der Jungen belogen hatten. daß offizielle Stellen in die Drogenoperationen und die Morde verwickelt waren. So stießen die Angehörigen bei den lokalen wie bei übergeordneten Behörden auf Ignoranz.Es gab Zeugen des Mordes an meinem Sohn. Sie sprachen davon. Während TV-Aufnahmen. um die Drahtzieher zu ermitteln. Duffey hatte sieben jener Leute im Einsatz. Wir erfuhren. daß Vertreter der Regierung gemeinsam mit jenen Jungen auf den Bahngleisen anwesend waren. Aber das Unglaublichste. Doch auch diese Ansätze einer Klärung des Falles verliefen größtenteils in Sackgassen. daß das Gewicht ihrer mit Blut gefüllten Lungen vom ersten Moment an ein deutlicher Beweis dafür war. was wir erfuhren. war. Ablehnung und eherne Mauern des Schweigens. die Vertreter öffentlicher Behörden und öffentliche Korruption mit einschloß . Zum doppelten Entsetzen der Familien zeigte sich mehr und mehr. erklärte sie: »Wir mußten erfahren. die Dan Hopsicker mit Linda Ives machte.. in der Hierarchie weiter nach oben zu gelangen. daß Don Henry geschlagen und Kevins Gesicht mit einem Gewehrkolben eingeschlagen worden war. das tatsächlich so darzustellen. Doch Linda Ives kann belegen. was sie sagt. verzweifelten und haßerfüllten Mutter? Verschiedentlich versuchten Behörden. die den FBI-Test mit dem Lügendetektor bestanden.. Die für sie tätigen Undercover-Agenten trugen ihr bald Informationen zu. bevor sie ermordet wurden. daß Kevin und Don wegen einer sehr umfangreichen DrogenschmuggelAktion getötet worden waren. Ihre Informanten kauften sich über Drogen in das Geschäft ein und versuchten. Die Verbindungen. daß sie nicht von dem Zug getötet worden waren.135 Noch andere offenbare Zeugen der verbrecherischen Vorgänge vom August 1987 mußten wegen ihrer Kenntnisse sterben. Jean Duffey war seinerzeit Staatsbevollmächtigte einer vom Bund getragenen Drogen-Einsatzgruppe für Saline County in Arkansas.

das sie von einer Verfolgung der Verbrechen abhielt: »Das FBI hat Augenzeugen für die Morde . Nach acht Monaten im Amt wurde sie entlassen. führten allerdings »beinahe unmittelbar zu Staatsbeamten. nachdem Vorwürfe von Mißmanagement und Kindesmißbrauchs gegen sie erhoben worden waren. so resümiert Mrs. Genau an dem Tag. Und das durfte sie nicht. allerdings erst mit Wirkung ab Januar 1991. Jean Duffeys Ermittler hatten Verbindungen zwischen Harmon und der Drogenmafia von Arkansas gefunden. Unsere Drug Task Force war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Den Zeitungen stellte man das so dar. der als Staatsanwalt gewählt worden war.. erschien sie nicht und verließ den Bundesstaat. um die Namen ihrer Informanten preiszugeben. Ihrer Task Force wurde eiskalt der Riegel vorgeschoben. um Staatsbeamte in die Untersuchungen mit einzuschließen. erklärte Duffey. Denn wie .. Aber bis heute ist nichts geschehen! . wurde Mrs. der anfänglich eine intensive Beschäftigung mit dem Ives-Henry-Fall anregte.136 die sie aufbauen konnten.. Da sie dies aber unmöglich tun konnte. Bald begann eine Hetz-Kampagne gegen Jean Duffey. die Drug Task Force nicht zu benutzen. Duffey nunmehr vorgeladen.« Das Ganze war nach Jean Duffeys eigener Erkenntnis ein massives Coverup.. die den Drogenhandel entweder schützten oder aber selbst aktiv in ihn involviert waren«. und da er bereits Ziel behördlicher Nachforschungen der US-Staatsanwaltschaft war. als ich als Leiterin dieser Drug Task Force ernannt worden war. starrte mich mit hartem Blick an und instruierte mich. Dummerweise konnten keinerlei Beweise vorgebracht werden. reagierte sie nicht auf seine Angriffe. In dieser Hinsicht entlastet. kam mein Chef Gary Arnold in mein Büro. Duffey und läßt keinen Zweifel an der Pervertierung des Systems. daß Jean Duffey flüchtig sei. daß noch nicht eine einzige wirkliche Untersuchung der Angelegenheit stattgefunden habe und man den Fall durchaus lösen könne. Eingeleitet worden war die Jagd sowie die gesamte Schmierkampagne gegen sie von einem gewissen Dan Harmon. Einer ihrer verdeckten Mitarbeiter. da sie bereits gefährlich nahe an die Wahrheit herangerückt war.

D. Die Firma Lasater & Company mit Sitz in Little Rock erwies sich als »waschechte« Geldwaschanlage. 1993 überzeugte Linda Ives den Sheriff John Brown. Eine interessante Figur in diesem teuflischen Spiel ist Staatspolizist L. stand eine Anklageerhebung gegen ihn ohnehin kurz bevor. wohin das führt!« In die Ermittlungen ebenso wie in deren Behinderungen waren noch unzählige andere Personen verwickelt. Er will den damaligen Gouverneur Bill Clinton auf Seals Machenschaften angesprochen haben.wie er selbst behauptete . offiziell als Betäubungsmittel-Fahnder aktiv.mit hoher Wahrscheinlichkeit Campbell und Lane . . ehedem ein guter Freund von Clinton. Lasater und dessen Freunde Jay Campbell und Kirk Lane. nicht zu verwechseln mit obigem Brown. Plötzlich aber gab es eine »Wachablösung« in der Behörde. der daraufhin aber nur einen anderen bedeutenden Namen der Drogenmafia von Arkansas erwähnte . da er zeitweilig als Sicherheitsmann für Bill Clinton tätig war und außerdem . Es werde auch keine Verhaftungen in Verbindung mit den Toden von Kevin Ives und Don Henry geben.Drogenhändler Dan Lasater.kurz auch für den CIA-Mann und Mena-Drogenboß Barry Seal gearbeitet hatte. meinte der Gouverneur lediglich. vor allem. und ein neuer US-Staatsanwalt erklärte. daß weder gegen Harmon noch gegen andere Beamte irgendwelche drogenbezogenen Beweise existierten. wie sie die beiden Jungen in der Nähe eines kleinen Einkaufsladens schlugen.137 ihr versichert wurde.gesehen haben. Brown. So schnell wendet sich das Blatt. »Wir wissen doch. Mehrere Zeugen wollen zwei Polizisten . Sehr schnell meldete sich bei ihm ein hoher Staatsbeamter. Allmählich aber fokussierte sich die gesamte Angelegenheit um Harmon. Als Brown die Vorgänge in Mena gegenüber Clinton ansprach. den Fall noch einmal aufzurollen. das sei »Lasaters Geschäft« und er solle sich keine Gedanken darüber machen.

Am 15. Anschließend traten die Bundespolizisten an John Brown heran und erklärten. und Unbekannte hatten sich dreimal Zutritt zu seinem Haus verschafft. John Brown traf noch mit einem Piloten zusammen. den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu stürzen?« Am nächsten Tag legte Brown sein Amt nieder. müsse er ihnen alles dazu aushändigen. das ihn überraschenderweise sofort in Schutzhaft nahm und mit dem Lügendetektor überprüfte. die beobachtet wurden. was sie zwischenzeitlich in Erfahrung gebracht hatte. wohin das führt. in den Verbindungen der beiden Beamten. Brown behauptete später. Er stieß auf einen neuen Augenzeugen. Möchten Sie wirklich versuchen. Das FBI kontaktierte auch Linda Ives vielfach und bat nun gleichfalls Jean Duffey um Mithilfe. was er habe. August 1994. knapp sieben Jahre nach dem abscheulichen Verbrechen bei A-12. Harmon stritt dies natürlich ab. bald aber wurde dem Detective die Angelegenheit auch zu heiß.« Offensichtlich beteiligte sich das FBI selbst an dem Cover-up und hatte alle wesentlichen Informationen an sich gerissen. zu Tode geängstigt. fragte sie Brown: »Wir beide wissen doch. den Fall lieber ruhen zu lassen. Ähnlich wie Pridgen äußerte sich Linda Ives: »Der Grund. der an Drogenabwürfen über A-12 beteiligt war. warum diese Nachforschungen nirgendwohin geführt haben. liegt.138 der ihm nahelegte. wo die Jungen später tot aufgefunden wurden. genau dort. Bei der letzten Begegnung mit FBI-Beamten sagte Agent Bill Temple zu Linda Ives: »Es ist Zeit für Sie zu erkennen. wie sie die Jungen . Immerhin war er mehrfach mit dem Tode bedroht worden. Die Agenten erklärten ihr. da sie den Fall übernehmen würden. auch County Sheriff Judy Pridgen sei von dem. wie ich glaube. Der Zeuge aber hatte das FBI unterrichtet. So schnell wollte Detective Brown allerdings nicht aufgeben. daß ein Verbrechen niemals verübt wurde. eine neue Untersuchung der Todesfälle und öffentlichen Korruption sei im Gange. Nach 18 Monaten aber brach das FBI seine Kommunikation ab und zog sich von dem Fall zurück. der Dan Harmon in der betreffenden Nacht auf den Schienen gesehen hatte.

. Als sie ihre Prognose gegenüber einem FBI-Agenten erwähnte. während der Präsidentschaftskampagne als Bundesangelegenheit von 42. Jean Duffey sah auch den massiven Bruch des FBI für den Zeitpunkt voraus. Der von Bill Clinton eingesetzte Robert Shepherd störte drei eigenständige Untersuchungen des Doppelmords und schüchterte John Brown ein. Seine Unterstützung von Fahmy Malak ging soweit. in Bill Clintons Lieblingslokal »Fu Lin's« in Little Rock. Ebenfalls eine bemerkenswerte. daß Clinton log. Präsident der USA. was innerhalb der Rechtsprechung des Bundesstaates lag. daß er andere Pathologen zur Bestätigung von Malaks haarsträubendem Gutachten bezahlte. ab dem die Verbindung zwischen dem Ives-Henry-Doppelmord und Mena unzweifelhaft werden würde. denn als der örtliche Strafverfolger finanzielle Mittel für die Nachforschungen anforderte. Merkwürdig auch. wer?« Auf einer Pressekonferenz wurde Bill Clinton nach seinen Beziehungen zu Barry Seal befragt und antwortete darauf. meinte dieser ungläubig zu ihr: »Wer hat die Macht. ohne daß daraufhin je Geld eintraf.« Doch die Wahrheit sah anders aus. Jean Duffey berichtet auch. Etliche Leute nämlich hatten Clinton mit Seal zumindest speisen sehen. Er erklärte ihr: »Der örtliche Strafverfolger führte eine Untersuchung auf Grundlage dessen durch. da strittige Auskunft.« Tatsächlich führten einige Pfade zu Clinton. er wisse nur sehr wenig über diesen Mann.139 schlugen und traten .in den Verbindungen von Kirk Lane und Jay Campbell zu Dan Lasater bis hin zu Bill Clinton. einen FBI-Fall zu schließen?« und Duffey stellte die bedeutungsschwangere Gegenfrage: »In der Tat. daß Clinton sämtliche Fragen zu Seal und Mena William Jefferson Clinton. gab Clinton lediglich ein Lippenbekenntnis ab. als er von Sarah McClendon zu Mena befragt wurde.

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sich wies. Als er dann in das Weiße Haus eingezogen war, versuchte ein Sprecher, dieselben Fragen ins Lächerliche zu ziehen und nannte sie »Das dunkelste Abwasser der Verschwörungstheorien.« Das dunkelste Abwasser! In diesem trüben Wasser tauchten bald auch die im vorigen Kapitel erwähnten, während der Andreucetti-Affäre verschwundenen 50 Millionen US-Dollar wieder auf, mitten in Little Rock, Arkansas. Der Abgeordnete Dan Burton aus Indiana weiß genau, wie Clinton das Geld von dort dann außer Landes schaffte, hin zu einer »bekannten Waschanlage für Drogengelder in der Karibik«. Am 29. Dezember 1988 wanderte diese riesige Summe von der Arkansas Development and Finance Authority (ADFA) auf die Fuji Bank, Ltd., CaymanInseln. Manchmal kann es sich lohnen, in trüben Wassern zu fischen! Mara Leveritt, Autorin eines Buches über die Mena-Morde, versuchte über das Gesetz zur Informationsfreiheit - den so genannten Freedom of Information Act (FOIA) - an offizielle Informationen über Barry Seal sowie den Doppelmord an Don Henry und Kevin Ives zu gelangen. Sie richtete ihre Anfrage an das FBI und erhielt daraufhin die Antwort »no records«. Demnach gab es also keinerlei FBI-Dokumente zu diesen Fällen. Daß dies einfach nicht stimmen konnte, wußte Mrs. Leveritt und legte Widerspruch ein, der allerdings völlig ignoriert wurde. In der Hoffnung, eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem FBI zu umgehen, wandte sich die Autorin nun an eine Reihe von Kongreßabgeordneten. Ein einziger von ihnen antwortete. Wie sich herausstellte, versuchte dieser Abgeordnete, Vic Snyder, zusammen mit seinem Team schon seit drei Jahren, an Informationen über Arkansas heranzukommen und konnte mittels verschiedener Kanäle schließlich ein völlig neues Statement des FBI erwirken. Mit einem Male teilten FBI-Repräsentanten mit, sie hätten nunmehr 17 000 Seiten über den Fall Henry-Ives lokalisieren können! Von Null auf 17 000 in so kurzer Zeit, das war schon eine Leistung! Noch ist wenig Material über den Mord verfügbar, doch bemü-

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hen sich Angehörige und Ermittler, die Unterlagen in die Hände zu bekommen, was auch nicht ganz billig ist. Zu Barry Seal tauchten nun ebenfalls Akten auf. Sie sind stark zensiert, oft fehlen komplette, viele Seiten lange Abschnitte, oder aber einzelne Seiten wurden von unten bis oben geschwärzt. Begründungen für diese Zensur stehen als Kürzel daneben; vor allem beliebt dabei ist »B7C«. Diese Klausel des FOIA betrifft die Wahrung der Privatsphäre einer in der betreffenden Passage genannten Person. Schon jetzt steht also beinahe unumstößlich fest, daß die Zensur der FBI-Dokumente eine wirkliche Aufklärung des Doppelmordes von Saline County nicht zulassen wird. Letztlich steckt auch das FBI selbst viel zu tief in der Verschwörung um Mena. Wohl gemerkt, in der Verschwörung, nicht in der Verschwörungstheorie. State Trooper Welsh, ein unerschrockener Polizist, der als Experte des Drogenschmuggels von Arkansas gilt, spürt den damit verbundenen Geheimnissen schon seit Jahren nach. 1987, im Todesjahr von Henry und Ives, erhielt er Besuch von zwei FBIAgenten, Floyd Hayes und Thomas W. Ross. Sie erzählten ihm von einer CIA-Operation in Mena, und Ross zeigte Welch sogar ein als geheim eingestuftes FBI-Dokument, das vom Chicagoer Büro nach Little Rock gesandt worden war. Damit wollte er ihm beweisen, daß jene laufende CIA-Aktion in Gefahr war, kompromittiert zu werden, wenn Welch seine Nachforschungen nicht einstellen sollte. Später leugnete Ross sowohl das Gespräch ab als auch, jenes Dokument je gezeigt zu haben. Genau dieses Schriftstück aber gelangte in die Hände des Autors Terry Reed, der für den Nachrichtendienst der Luftwaffe arbeitete, in der FBI-Gegenspionage tätig war, den CIA unterstützte und von Colonel Oliver North in die Mena-Operation aufgenomTrooper Rüssel Welch.

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men wurde. Reed spricht von Thomas Ross als Barry Seals FBIKontakt und als dem Mann, der Spuren verwischte, indem er FBIDokumente verschwinden ließ. In dem FBI-Telex ging es eindeutig um den bereits verstorbenen »CIA-Operative« Barry Seal und die Sorge der Regierung darüber, daß die Medien den Mena-Airport ins öffentliche Licht rücken könnten. Hier läßt sich gleichfalls sehr deutlich nachlesen: »Auch mit dem Ableben Seals setzt sich die Aktivität auf dem Flughafen fort.« Die Rede ist von ständigem Luftverkehr von C130-Frachtmaschinen der HERC Airlift Corporation, außerdem vom dort lokalisierten Konzern Fokker und der Firma Goodner Brothers, geleitet von einem mysteriösen George Reeb. Eine der Fokker-Maschinen sei von Zeugen in einem Ostblock-Land wiedergesehen worden. Dieses Telex stammt vom 18. August 1987. Nur einige Tage später, in der Nacht vom 22. auf den 23. August geschah der Mord an den Teenagern. Das Dokument enthüllt zusätzlich, warum die »Leute von Mena« in jenen Tagen besonders nervös waren, abgesehen von der Situation, daß ihnen ein »drug drop« von Unbekannten direkt vor der Nase weggeschnappt worden war. Seit 1982 war Rüssel Welch auf Seal angesetzt, doch wurde auch er durch die ehrlichen Versuche, den verbrecherischen Aktivitäten in Mena auf die Spur zu kommen, persönlich geschädigt. Dafür sorgten unter anderem ein FBI-Agent, der ihn wegen illegaler Bandmitschnitte festnehmen wollte, sowie eine AnthraxAttacke. Der Mann, der Daniel Hopsicker auf die nächtliche Fahrt nach Mena mitnahm, war übrigens niemand anderer als Russell Welch.

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Kapitel 6

WACKENHUT
Das Geheimnis von Coachella Valley Wer den Highway 10 von Arizona aus kommend durch die große Mojave-Wüste nach Kalifornien fährt, vorbei an den Eagle Mountains und den Little San Bernardino Mountains, nähert sich oberhalb des Salton Sea nach langer Fahrt durch sehr einsames Territorium wieder einigen größeren Ansiedlungen. Südlich von Indio, an der Gabelung des Highway mit der 86 South trifft der überraschte Besucher auf ein Spielcasino. Das Land hier untersteht den Cabazon-Indianern und ist damit unabhängig von der kalifornischen Gerichtsbarkeit, die Glücksspiel verbietet. Im Cabazon-Reservat besuchen Gäste das Bowling-Center, Boxkämpfe, die Casinos, das Cabazon-Kultur-Museum oder auch Konzertveranstaltungen - fast schon ein Las Vegas im Miniformat. Das Reservat, das im Jahr 1876 eingerichtet wurde, zählt zu den kleinsten, den am geringsten besiedelten der Staaten. Nicht einmal 40 Cabazon-Indianer gehören dem Reservat an, das sich über knapp 700 Hektar Fläche erstreckt. Nur wenige Besucher kennen die geheimnisvolle Geschichte dieses Reservats. Sie wissen nichts von den unheimlichen Vorgängen, die dieses Land und die Cabazon eng mit den Aktivitäten der Schattenregierung verbindet. Begonnen hatte alles damit, daß im Jahr 1978 ein weißer Mann aus Florida im Coachella Valley eintraf, dem Tal, in welchem das Cabazon-Reservat liegt. Jener Mann, ein Dr. John Philip Nichols, trat in Verhandlungen mit den Indianern ein und schaffte es in kurzer Zeit, ihr Land in eine Goldgrube zu verwandeln. Schon Anfang der 1980er Jahre hatte er dort eine völlig eigene Infrastruktur errichtet und brachte das Casino-Gewerbe im großen Stil zum Blühen. Wer war Nichols? Die Hintergründe seiner Herkunft

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Übersichtskarte über das Cabazon-Reservat in Kalifornien.

Nichols entfaltete tatsächlich sehr geschäftige Aktivitäten dort. der unter CIAÄgide gestanden hatte. Jedoch wollte er in späteren Jahren von all dem nichts mehr wissen und stritt ab. der für die CIA tätig war und seinerseits mit Neil Mallon Bush kooperierte. darunter Pro Plan International. So entstand die Cabazon Gas & Oil Corporation. solche Behauptungen je verbreitet zu haben. Ganz offenbar hatte er allerdings nie einen Doktor in Theologie gemacht. Nichols führte zudem seine Tätigkeit als Brauer in Milwaukee. habe er mit verschiedenen Firmen zusammengearbeitet. die Cabazon Trading Company. Ein eigenes Imperium auf dem Land der Cabazon. Als Mitglied der Arbeiterorganisation wurde er wegen unlauteren Umgangs mit deren Geldern festgenommen und schien in einige verbrecherische Aktivitäten verwickelt gewesen zu sein. ein Experte im sozialen Gesundheitswesen und in ökonomischer Planung zu sein. So fügten sich langsam. Seine Karriere hatte anscheinend seltsame Haken geschlagen. einem Bruder des gegenwärtigen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Brasilien. die er zweifellos hatte. Ursprünglich Doktor der Theologie und ordinierter Priester. als Direktor eines »Mental Health Program« in Kentucky. Über zehn Jahre lang hielt er sich in verschiedenen chilenischen Provinzen auf und brüstete sich zeitweilig damit. Seine Verbindungen zur »Firma« sind allerdings kaum zu bestreiten. George Bush II. Doch ließ er auch vieles weg. in den Mord an Präsident Carlos Allende sowie den Mordversuch an Castro verwickelt gewesen zu sein. Wisconsin und Michigan sowie seine Arbeit als Manager einer Coca-Cola-Fabrik in Sao Paulo. aber sicher auch hier wieder mächtige Steine aufeinander. Zahlreiche Kontakte hatte Nichols seinem Geschäftspartner G. als Stationen an. Er erklärte den Indianern. die mit ökonomischen Entwicklungsprojekten befaßt sei.145 liegen ebenso in einer Dunkelzone wie seine eigentlichen Auftraggeber. die Cabazon Security Corporation und die . was man besser nicht wissen sollte. um ein neues ungewöhnliches Gebäude entstehen zu lassen. Wayne Reeder zu verdanken.

die nicht aus dem CabazonReservat stammten. das auf Indianer-Territorium durchgeführt werde: Yellow Lodge. Ganz von selbst konnte das alles nicht entstanden sein. Allein die offiziell bestätigte Anlage von Yucca Moun-tain. Geld und obskure Geschäfte spielten eine ständige Rolle dabei. Die Pläne des dubiosen »Priesters« gingen in verschiedenste Richtungen. Hartnäckig hielten sich auch die Gerüchte über geheime Operationen auf dem Gebiet der Jicarilla-Apachen und Ute-Indianer von New Mexico. Tatsache ist auch. Ein Vorsitzender der Cabazon meinte zu all dem: »Alles wird von außenstehenden Kräften kontrolliert. doch Einflußnahme. Wer sich zu sehr für jenen »heiligen Berg« der Indianer interessiert. Definitiv hat jemand ein Auge auf Personen. Nichols hatte unsichtbare Hintermänner. die möglicherweise auf immer noch dort ablaufende geheime Operationen hindeuten. Nichols setzte dazu auch Leute ein. die sich im näheren Umfeld der Archuleta Mesa bewegen und sich .« In Anbetracht der geradezu explosiven geschäftlichen Entwicklungen im Reservat gingen bald auch verschiedenste Gerüchte um. das sie erhalten. Im Rahmen dieses Projektes entwickele man neue Waffentechnologien und tödliche Viren. doch daß in vielen Regionen der USA unterirdische Tunnelsysteme und Versuchsanlagen existieren. und zog sich damit einigen Unwillen bei den Indianern zu. Ob Gerüchte über die Präsenz fremder Besucher aus dem All zutreffen. Doch seine Unternehmungen brachten Geld und hatten das Reservat aufblühen lassen. Sie wollen das Geld nicht verlieren. in der radioaktive Abfälle gelagert werden. Die Cabazon seien Teil eines großangelegten Geheimprojektes. Diese armen Indianer sind gehirngewaschen. steht außer Frage. besitzt ein Tunnelnetz mit einer Gesamtlänge von 73 Meilen. daß einige Eigenheiten um die direkt bei dem Ort Dulce gelegene Archuleta Mesa existieren. Auf deren Gelände solle die US-Regierung mit einer nicht von der Erde stammenden Zivilisation kooperieren und eine gemeinsame supergeheime Untergrundanlage »D6« im Inneren eines als Archuleta Mesa bekannten Tafelberges betreiben. Macht.146 Cabazon Arms Corporation. wird verfolgt und beobachtet. sei dahingestellt.

um von den eigentlichen Geheimnissen abzulenken? Einige behaupten das. hatten einige Persönlichkeiten der geheimen Maschinerie in der Tat schnell erkannt. Wackenhut ist nicht irgendeine Firma. um gemeinschaftlich mit ihr die schon oben erwähnte Cabazon Arms Corporation zu gründen. und Zugriffe von außen sind schlecht möglich. um dort verdeckt und ruhig operieren zu können. weil hier ein weißer Mann und eine kleine Gruppe von Indianern offenbar gute Geschäfte machten? Wie schon erwähnt. wie sinnvoll es ist. Hier gelten eigene Regeln. Schon 1979 startete er von dort aus dann die Zusammenarbeit mit einer Firma namens Wackenhut Corporation.147 länger dort aufhalten. Spezialtrupps für die Schwarze Welt Das auch geographisch günstig gelegene Cabazon-Reservat bot sich förmlich an. vielleicht auch Neid. 1954 wurde sie von dem .dem »Environmental Impact Statement« . Interessanterweise betreffen sie auch kryptologische (Codierungs-)Computerprogramme. die vom State Department als »Waffe« betrachtet werden. Wie auch immer. Sie zählt zu den größten Sicherheitsgesellschaften der Welt.einen Lagebericht über Einhaltung von Schutzbedingungen aufstellen. Die Souveränität des Gebietes ermöglicht außerdem Steuererleichterungen für Investoren. eine »spukige« Atmosphäre zu schaffen. die ihrerseits in der »International Traffic In Arms Regulation« (ITAR) festgehalten sind. was aber hatte es mit den Gerüchten um die Cabazon-Aktivitäten auf sich? War das alles nur heiße Luft. noch muß man sich mit den Regulatorien und Einschränkungen zum Waffenhandelsgesetz herumschlagen. wo er sich da einnistete. Indianer-Reservate für »besondere Zwecke« zu nutzen. Nichols wußte. Soll das mystische und notorische Element um die »Aliens« nur dazu dienen. die mit »EIS« . Weder muß man sich mit Prüfungen durch die Umweltbehörden auseinandersetzen.

verfügen über Bergungsteams für abgestürzte Flugzeuge. als polizeiliche Trupps. operieren mit hochspezialisierten Helikopterteams und übernehmen Aufgaben zur Sicherung der geheimsten Regierungsanlagen. der ehemalige stellvertretende CIA-Chef und NSA-Direktor Vizeadmiral Bobby Ray Inman. der Ex-CIA-Chef William Rabor sowie FBI-Chef Clarence Kelly. daß eine solche Gesellschaft im Jahr 2001 schließlich im FortuneMagazine in die Liste von »Amerikas meistbewunderten Unternehmen« eingereiht wurde sowie in die Forbes-Platin-400-Liste von »Amerikas besten Großunternehmen«. sind für die Sicherung von Nuklearanlagen und den Transport von radioaktivem Material ausgebildet. sondern dehnen sich auf rund 80 Länder weltweit aus. George Wackenhut hatte ein riesiges Unternehmen ins Leben gerufen.148 ehemaligen FBI-Agenten George Wackenhut und drei seiner ebenfalls aus der Bundespolizei stammenden Freunde gegründet. Die Wackenhut Corporation Wackenhut Services Incorporated wurde ein großer Erfolg. Eine Bande von Geheimniskrämern zum Schutz der geheimsten US-Projekte. sie arbeiten bei medizinischen Noteinsätzen. George Wackenhut hatte eine regelrechte Vorliebe dafür und trat in die . Ihre Leute arbeiten unter Vertrag in den verschiedensten Bereichen. übernehmen Flughafen-Management. Viele der Führungsmitglieder von Wackenhut waren früher beim FBI oder auch der CIA und anderen Geheimdiensten. Zusätzlich sind sie auch mit Wartung und Betrieb großer und entsprechend komplexer Anlagen vertraut. Auch alle möglichen verdächtigen Personen wurden sorgsam unter die Lupe genommen. die immer nötig sind. wenn es darum geht. eine Idee zu einem großen Erfolg werden zu lassen. für Trainingsaufgaben und zur Feuerbekämpfung. Auch Wackenhut war jemand mit hervorragenden Verbindungen. Sie werden als Sicherheitskräfte und Wachpersonal eingesetzt. Carlucci. Hier finden sich der ehemals stellvertretende CIA-Direktor und Reagan-Verteidigungsminister Frank C. Schon 1966 besaß Wackenhut Büros in Caracas und Venezuela. Kein Wunder. Die Wackenhut-Aktivitäten sind allerdings nicht nur auf die USA beschränkt.

Der Luftraum ist selbst für Militärflugzeuge gesperrt. noch am deutlichsten sichtbar. Statt dessen tauchen am Himmel über Area 51 ungewöhnliche Lichterscheinungen auf. Die Wackenhut-Leute tauchten meistens dort auf. die für UFO-Meldungen sorgen. Verstärkt wurde die gesamte Diskussion um Area 51 durch einen Mann namens Robert Scott Lazar.die legendäre Area 51.149 Fußstapfen des berühmt-berüchtigten Langzeit-FBI-Chefs J. Doch ähnlich wie bei John Philip Nichols konnten Rechercheure an diesen Hochschulen keinerlei Dokumente finden. aus der auch die ehemalige . die das bestätigen. Die Wackenhuts bewachten dort eine mysteriöse militärisch-geheimdienstliche Anlage. Hier war es auch. Lazar wurde übrigens in Coral Gables geboren. In Nevada nämlich ist auch die Schattenwelt. Physiker zu sein und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie am California Institute of Technology (CalTech) studiert zu haben. Kameras und eben Sicherheitstrupps bestens bewacht. Sie arbeiteten bei den Silos der Titan-Missiles auf Cape Canaveral ebenso wie für die CIA und riesige militärische Komplexe. deren Existenz von offizieller Seite lange komplett negiert wurde und die noch heute nicht wirklich zugegeben wird . Bob Lazar erklärte. Die seit kurzem wieder starken zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen unterzogene Einrichtung am Groom Dry Lake und eine zweite offenbar am Papoose Lake unter dem Namen S-4 bestehende Geheimanlage zählen zum Geheimsten. der 1989 an die Öffentlichkeit ging und behauptete. er habe in versteckten Berghangars von S-4 den Antrieb eines nicht-irdischen Raumschiffs analysiert. einer Vorstadt von Miami. vor allem die Nevada Test Site. Das rund 35 mal 40 Kilometer große Gelände wird von Sensoren. die Schwarze Welt. Edgar Hoover. daß der Name »Wackenhut« besonders stark ins Bewußtsein der Öffentlichkeit drang. was die USA zu bieten haben. wo größere Geheimnisse nicht weit waren. der ebenfalls riesige Bestände von Personendaten anhäufte. Ein Blick auf die Gebäude ist nur aus einer Distanz von 42 Kilometern von einem hohen Berggipfel aus möglich.

Schwarze Projekte beginnen meist dort. Area 51 ihrerseits ist eine zentrale Einrichtung dieser düsteren Schattenregierung. existiert innerhalb des bereits zensierten. wo Projekte nicht mehr den gesetzesmäßigen Standards entsprechen. als über Jahrzehnte betriebene Teststätte für TopSecret-Flugzeuge und modernste Kriegstechnologie. Die Wackenhuts stellten gut gesicherte Sicherheitstrupps. das keine Angaben über die Projekte macht. Nur noch Kürzel und Codenamen beherrschen das Bild. kodierten und undurchsichtigen Black Budget wiederum noch ein eigenes Schwarzes Budget. bis später der supergeheime Konzern EG&G aus Las Vegas dieses Handling übernahm. die ständig um die Sperrzone von Area 51 patrouillierten. EG&G wird uns indirekt im Kontext mit der Schattenregierung später noch begegnen. Hier verliert sich die Bürokratie im Dunkel. Neues EG&G-Wachfahrzeug vor Area 51. wo die Legalität »problematisch« wird. sie vereint die geheimsten Konzerne. EG&G zählte zu den kontrollierenden Hauptkräften von Area 51 und legte also schließlich die Überwachung der Anlagen in eigene Hände. Nachrichtendienste und Militäroperationen in sich. Budgetlisten des Pentagon. die bei offenen Programmen zahlreiche Details und Einzelsummen ausweisen.150 Justizministerin Janet Reno stammt und wo sich nicht zuletzt der Sitz von Wackenhut befindet. Wie es heißt. Dichte Nebel legen sich hier über die Unternehmungen der Regierung und noch mächtigeren Hinter- . sind hier fehl am Platze und werden durch ein Schwarzes Budget in Milliardenhöhe ersetzt.

die ihre Finanzen aus Quellen bezieht. Ein obskures Genie Der Wackenhut-Konzern verwaltet gleichfalls die »Zentrale Trainings-Akademie« des Atomenergie-Ministeriums . fern jeglicher Kontrolle die ungeheuerlichsten Machenschaften abspielen. geheime Untergrundanlagen und abgelegene. die von Wackenhuts bewacht werden.die mitten auf der Kirtland-Luftwaffenbasis gelegene Central Training Academy (CTA). dienen als operative Knotenpunkte der Schattenregierung.151 grund-Regierung. Das Netzwerk der Schwarzen Welt. . die allesamt natürlich nur zum Wohle der Bevölkerung undercover arbeiten müssen. können sich. illegale Drogen. die sich um die Sicherung aller Nuklearwaffen dort kümmert. Da finden sich beispielsweise in mächtigen alten Atomlagern. ähnlich wie in den Indianerreservaten. Was eine direkte Wackenhut-Verbindung zu Drogen- Testanlagen auf der Kirtland Air Force Base. Hinter den Fassaden der mächtigen Behörden. hoch gesicherte Geheimbasen. von denen niemand in der Öffentlichkeit etwas wissen darf.

der sich Bill Clintons Frau Hillary anschloß und die deutlich in den Mena-Skandal verwickelt war. Daß aber beispielsweise ein Schiff im Besitz korrupter Beamter des Chicagoer Finanzamtes in »California Rose« umbenannt wurde. die unter dem Namen »Black Rose« agiert und von der schon im Zusammenhang mit dem COM-12-Briefing die Rede war. Wackenhut wurde eine extensive Beteiligung an Waffen. Daß die Anwaltskanzlei.und Drogenoperationen einer verschworenen Gruppe nachgesagt. Denn sie wurde 1865 nach dem Juristen und Linguisten U. Denn dieses Symbol taucht wiederholt bei den Themen auf. ist blanker Zufall. wobei unter der lateinischen Redewendung »sub rosa« schlicht »unter dem Siegel der Verschwiegenheit« gemeint war. Geheimnisse preiszugeben. so pflegts auch in der Welt gemeiniglich zu gehen. wann jene müssen brennen. vielleicht ist aber auch ein kleiner Exkurs zur Rose angebracht.152 Operationen betrifft. Vielleicht geht die »Verschwörungstheorie« hier ein wenig zu weit. Drogen und Waffen dirigieren uns auch wieder zurück zu den heimlichen Vorgängen auf dem Terrain der . Der Barockdichter Wolf Helmhard von Hohberg mahnte aber auch: »Gleich wie die Rose nie ohn Dörner wird gesehn.« »Black Rose«. die hier zur Diskussion stehen. denn sie sollten den Kopf kühlen und den Angeheiterten davor bewahren. M. Rose so benannt. Mit Bösen sind vermischt die Frommen. könnte mehr bedeuten. Nicht umsonst finden sich an Beichtstühlen oft fünfblättrige Rosen. Die »California Rose« war gleichermaßen schwimmendes Casino und Geldwaschanlage im zentralen Dunstkreis der Drogenmafia. so gehen schon lange verschiedene Gerüchte darüber um. Durch diesen Brauch wurde die Rose zum Symbol der Verschwiegenheit. ausgerechnet »Rose Law Firm« hieß. diese kennen Der Herr wird als sein Volck. Die Rose als Symbol verdeckter Drogenoperationen und Verschwörungen? Immerhin wurden im alten Griechenland die Gäste an Festen zu Ehren des Rauschgottes Dionysos mit Rosen bekränzt.

der mit seinem eigenen Argon-Laser erscheint!« Die Familie Riconosciuto hatte schon lange mit Technik. Samuel Cohen. Sie wurde im Ersten Weltkrieg zum größten Hersteller von Trinitrotoluol. jenem hochexplosiven konventionellen Sprengstoff. Der Nobelpreisträger Arthur Schalow erinnert sich gut. als er Riconosciuto damals begegnete. Riconosciuto bewegt sich ständig in einer schattenhaften Übergangszone. und meint: »Man vergißt doch keinen Sechzehnjährigen.153 Cabazon-Indianer. was noch wahr und was bereits erdichtet ist. der besser unter seinem Kürzel TNT bekannt ist. . Bereits im neunzehnten Jahrhundert hatten Vorfahren von Michael James eine Dynamitfabrik in Kalifornien betrieben Hercules Powder. weil er die Technik dahinter verstand und für die eigenen Zwecke nutzte. selbst die unglaublicheren. haben sich aber doch bestätigt. Als Teenager bastelte er an der Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission . chemischen Experimenten und geheimnisvollen Aktionen zu tun. wie sie entweder einem schlechten Thriller oder einer echten Story entstammen.mit anderen Worten. und Michael selbst führten später dann die Hercules Research Corporation und waren als Freunde von Präsident Richard Nixon politisch aktiv. sein Vater. Riconosciuto bastelte bereits im Alter von zehn Jahren erstaunliche Geräte und haute sogar Telefongesellschaften übers Ohr. Sie führen uns auch zu einem Namen. Dieser Mann ist eine jener typischen zwielichtigen und schillernden Erscheinungen. er kannte die Geheimdienste und ihre Ränke sehr genau. Viele seiner Aussagen. Schon damals faßte er wohl diese Art von Betrug gewissermaßen als das »Recht des Klügeren« auf. der »Vater der Neutronenbombe« (1958). in der nie klar ist. er baute einen funktionierenden Laser. Sein exzellentes Insider-Wissen verblüffte immer wieder. der in diesem Buch bereits immer wieder genannt wurde: Michael James Riconosciuto. Marshall Riconosciuto. Und er bewies schon als Kind eine überragende Intelligenz. Michael James Riconosciuto betätigte sich in vielerlei Hinsicht technisch und spielte geradezu mit unglaublichen Erfindungen.

Mai 1990 anrief. und Riconosciuto kam für zwei Jahre ins Gefängnis .154 soll über ihn gesagt haben: »Er ist ein außergewöhnlich intelligenter Kerl. Dort arbeitete er für eine Untergrundzeitung und gelangte in den Besitz einiger Fotos. glaubte er ihm zumindest diese Geschichte nicht. das zwischen den Cabazon beziehungsweise John Philip Nichols und Wackenhut bestand und mehrere Aufgabenbereiche verfolgte. Michael James will im Reservat mit der Veränderung der PROMIS-Software beschäftigt gewesen sein. Ich habe auch ein Gefühl. Er spricht von der Rache des Drogenbeauftragten.wegen Herstellung psychedelischer Drogen. die das Projekt Cabazon-Wackenhut beaufsichtigten. Er kam somit natürlich gleichfalls ins Spiel von Danny Casolaro. Und dann kam eben Computergenie Riconosciuto ins Spiel. das paßte auch hervorragend zu seiner Anfälligkeit für Drogen. Das erzählte er auch dem Inslaw-Chef Bill Hamilton. zog Riconosciuto nach Haight-Asbury in San Francisco. die angeblich einen Drogenbeauftragten beim Sex mit einer Minderjährigen zeigten. Laut Riconosciuto hatte der damalige Justizminister Edwin Meese die Software an Dr.« Etwas zynisch gesagt. welches ich jedoch nicht belegen kann. Earl Brian und Peter Videnieks gegeben. er sei Forschungs-Chef bei dem Joint Venture gewesen. was Casolaro mit der Zeit über Riconosciuto und seine Aktivitäten mitbekommen hatte. Nach allem. Nach der Entlassung ging es bald weiter mit obskuren Aktivitäten. er sei unschuldigerweise ins Gefängnis gekommen. daß beide [Riconosciuto und sein Partner Lavos] für die CIA arbeiten. nur weil sich der Drogenbeauftragte damals an ihm rächen wollte. Riconosciuto behauptet. Schon immer war sein Weg von ziemlich undurchsichtigen Aktivitäten gekennzeichnet. Das Blatt veröffentlichte die Bilder. Von der Stanford-Universität kommend. Ihm erzählte er auch. Dennoch betrachtete auch er ihn als wichtige Person und wesentlichen Informanten über die Ränke des »Oktopus«. den er erstmals am 18. Michael James hatte sich ein eigenes Drogenlabor eingerichtet. Immerhin hatte ihn Riconosciuto mit anderen bedeutenden Zeugen zusammenge- .

CIA innerhalb der CIA Bei der Produktion von Waffen und Explosivstoffen auf Cabazon konnte Riconosciuto offenbar nicht nur auf seine »familiären« Erfahrungen zurückgreifen. unter anderem mit dem dann schon im Januar 1991 umgebrachten NSA-Mann Alan David Standorf. und biologischer wie chemischer Waffen. UC Davis. Stormont wurde darauf unter Verdacht auf Strahlenexperimente angeklagt. die zu Spionagezwecken umfunktioniert wurde. Die gestohlene Software. nachdem er vorher für Israel und Südafrika gearbeitet hatte. Riconosciuto sagte unter Eid aus. das unter dem Schutz des Reservats bei den Cabazon durchgeführt wurde.155 bracht. Clyde J. der »Superkanonen« für den Irak bastelte. Bulls Aktivitäten erwiesen sich als mehr denn nur störend. eines emeritierten Professors der Universität of California. Schockierte Landbesitzer nahe der UC Davis hatten auf dem Terrain vergrabene tote Beagle-Hunde gefunden. Das relativ kleine Labor des Dr. daß er mit Gerald Bull von der Space Research Corporation zusammenarbeitete. Hier ging es auch um die Produktion fortschrittlicher Waffentechnologie. Der Autor und Ex-Mossad-Agent Victor Ostrovsky berichtete darüber: . mit Biowaffen gearbeitet zu haben. war nicht das einzige streng geheime und illegale Projekt. Gerald Bull für seinen Teil war ein waffenbesessener kanadischer Wissenschaftler. folglich mußte er bald den Weg des Vergänglichen gehen. die radioaktiv verstrahlt waren. daß die Cabazons und Wackenhut als Mittelspersonen zwischen der Pentagon-Behörde DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) und den Stormont Laboratorien bei Woodland nahe Sacramento dienten. sondern auch darauf. so behauptete der drogenbesessene Computerfreak zumindest. kurz: FAX. darunter hochenergetischer Sprengstoffe wie die fuel-air-explosives. Stormont gab später zu. Stormont. undurchschaubares Kabinett. erwies sich ohnehin als ein düsteres.

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»Die psychologische Abteilung des Mossad hatte die Lage, in der Dr. Bull sich befand, sehr genau studiert und alles, was über seinen Charakter bekannt war, analysiert. Man war zu dem Ergebnis gekommen, daß er unter Drohungen seine Arbeit nicht aufgeben, sondern ohne Rücksicht auf seine eigene Sicherheit weitermachen würde. Das hieße allerdings nicht, daß er gelassen bliebe. Im Gegenteil kam man zu dem Schluß, daß man ihn durch die Drohungen sehr wohl in Schrecken und starken Streß versetzen könnte. Aber, wie gesagt, er würde nicht aufgeben.« Also mußte er weg. Für Exekutionen gibt es ein spezielles MossadKommando: ein sogenanntes Kidon-Team (»Bajonet«-Team). Bull wurde im März 1991 - offenbar ein gefährliches Jahr - in einem Fahrstuhl in Brüssel durch einen Genick- und Kopfschuß getötet ... Die hochexplosiven FAX-Waffen von Cabazon wurden, wie es heißt, in Zusammenarbeit mit der Firma Meridian Arms auf der riesigen Nevada Test Site erprobt, dort, wo auch die geheimnisvolle Area 51 liegt. Und wer entpuppte sich als Chef von Meridian Arms? Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Namen Robert Booth Nichols. Das war jener dubiose Clark-Gable-Verschnitt, den Danny Casolaro über die Hamiltons kennengelernt hatte, ohne zunächst von dessen CIA-Hintergrund zu wissen bis zehn Tage vor seinem Tod. Wie Sie sicherlich schon vermutet haben, ist dieser Nichols mit jenem anderen »Cabazon-Nichols« eng verwandt, er ist nämlich dessen Sohn. Der Apfel fällt eben meistens nicht weit vom Stamme. Und damit sich der Kreis auch wirklich schön schließt, stellte sich heraus, daß R. B. Nichols kräftig beim Drogenschmuggel aus dem Libanon heraus mitmischte, zusammen mit Harold Okimoto, einem hohen Tier der japanischen Mafia. Dieser Okimoto seinerseits hatte lange für die CIA-Größe Frank C. Carlucci gearbeitet. Und der stand bekanntlich an der Spitze der Wackenhut Corporation, die auch als »CIA innerhalb der CIA« gilt. Dieses Verwirrspiel immer wiederkehrenden Namen, das die unfaßbaren Verflechtungen illustriert, das sich aber im Grunde

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niemand auf Dauer einprägen muß, wird später auf verblüffende Weise noch einmal auftauchen. Es wird automatisch mit dazu beitragen, die heutigen Zentralen des Oktopus enger einzukreisen. Was Riconosciuto, Casolaro und Robert Booth Nichols anging, so stand der Journalist wirklich zwischen zwei Fronten, wobei der eine ihn jeweils vor dem anderen warnte. Riconosciuto sprach von Nichols als gefährlichem Mann, Nichols wieder von Riconosciuto, den auch Casolaro selbst als den »Danger Man« betitelt hatte. Tatsache ist, daß der in Martinsburg umgebrachte Autor sich im Zuge seiner Recherche zunehmend ebenso für Mena wie auch für die Wackenhut-Cabazon-Thematik interessiert hatte. Er plante, dem Reservat bald selbst einen Besuch abzustatten, konnte das jedoch nicht mehr realisieren. Hätte er es getan, vielleicht wäre es ihm nicht besser ergangen. Ken Thomas und sein unter zumindest merkwürdigen Umständen verstorbener Co-Autor Jim Keith berichten von einem anonymen CIA-Informanten, der behauptete, daß Wackenhut bereits seit 1959 auf dem CabazonReservat präsent sei und daß »Leute dort unten schon seit langem verschwinden«.

Desinformation? An einem schönen, sonnigen Nachmittag saß der CabazonStammesvertreter Fred Alvarez vor seinem Haus in Rancho Mirage. Mit von der Partie war seine Freundin und ein gemeinsamer guter Bekannter. Es war an jenem Nachmittag still dort draußen, sehr still. Denn die drei waren allesamt tot, erschossen. Für jenen 1. Juli 1981 war Alvarez mit einem Juristen und ehemaligen Vorsitzenden der Cabazon verabredet, der auch die Leichen fand. Bei dem geplanten Gespräch sollte es darum gehen, wie man das Reservat wieder der Kontrolle durch Nichols entziehen könne. Später kam über James »Jimmy« Hughes, den persönlichen Wackenhut-Bodyguard von Nichols heraus, daß dieser den

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Auftrag zum Mord gegeben hatte, in den ehemalige Vertreter der Green-Beret-Einheit verwickelt waren. Nichols selbst erklärte Hughes: »Es gibt eine verdeckte Aktion der US-Regierung.« Der Sicherheitsmann ergänzte noch: »Druck von Seiten unbekannter Regierungsbehörden aus Washington, D.C., hat eine potentielle Schließung des Falles [Alvarez] bewirkt.« Thomas und Keith erinnern auch noch einmal an die beiden jungen Frauen, mit denen Casolaro kurz vor seinem Tod geflirtet hatte, und spekulieren darüber, ob sie auf ihn angesetzt waren. Wackenhuts spezieller »Detektivservice« setzt immer wieder auch junge Frauen ein, um Informationen zu erhalten. Möglicherweise versuchten die beiden Damen im »Sheraton Inn«, aus Casolaro herauszukitzeln, wieviel er schon wußte und was er möglicherweise weitergegeben hatte - und an wen. Riconosciuto fütterte den ohnehin daran interessierten Casolaro auch mit UFO-Informationen, womöglich auch, um ihn immer mehr zu verwirren. Diese Facette der Geschichte erinnert ein wenig an den Fall des Dr. Paul F. Bennewitz, eines brillanten Technikers und Inhabers der Thunder-Laboratorien direkt am Eingang zur riesigen Kirtland-Luftwaffenbasis. Nachdem er berichtet hatte, eine ungewöhnliche geheime Kommunikation aufgefangen zu haben, die seiner Ansicht nach aus der »Alien«-Basis unter der Archuleta-Mesa in Dulce stammte, wurde er von der CIA systematisch in den Verfolgungswahn getrieben. Offenbar scheint es in Dulce tatsächlich ein bedeutenderes Rätsel zu geben. Verblüffend ist auch, einmal ganz nebenbei bemerkt, wie oft wir den Auslandsgeheimdienst CIA bei nationalen Aktivitäten ertappen. Casolaros Interesse an der in vielerlei Hinsicht zentral an mit der Schattenregierung verbundenen Geheimbasis in Nevada, jener Area 51, schlug sich auch in verschiedenen seiner Notizen nieder. Einige davon sind allerdings unklar geblieben. So erwähnte er einen kleinen Ort in Pennsylvania - Tonoma - und einen Einwohner namens Fred Dick. Doch nichts dergleichen läßt sich verifizieren. Wer dieser Mr. Dick war, ließ sich nicht herausfin-

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den, auch nicht mit Hilfe späterer Notizen, in denen nun von Tonomopah in Nevada die Rede war. Ein »Tonomopah« gibt es allerdings dort nicht, doch sehr wohl eine Stadt mit dem Namen Tonopah - und die war wohl auch gemeint. Hier befindet sich eine weitflächige Testeinrichtung, die in gewisser Verbindung mit Area 51 steht. War Mr. Dick vielleicht hier zu suchen? Doch bisher ließ sich seine Spur nicht aufnehmen. Als Riconosciuto wegen seiner Drogengeschichten wieder im Gefängnis landete, fing er an, immer unglaublichere Dinge zu erzählen. Das war bereits nach dem Tod Casolaros.

Zufahrt zum Tonopah Range. Bei einem Gespräch mit dem amerikanischen Reporter Michael Lindemann erwähnte Riconosciuto ebenfalls eher ungewöhnliche Geschichten. Er bezog sich auch auf den Absturz eines Helikopters über der Nevada Test Site. Dieser Zwischenfall hatte sich nur wenige Tage vor dem Tod Casolaros ereignet, am 24. Juli 1991. Damals erschien in der Los Angeles Times auch ein Artikel darüber. Bei dem Unglück kamen fünf Menschen ums Leben. Riconosciuto will die Hintergründe des Fluges gekannt haben. Wie er sagt, war er eingeweiht, daß dabei Geheiminformationen aus der Basis herausgeschmuggelt werden sollten. Im folgenden einmal ein Ausschnitt aus jenem Telefon-Interview:

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M. L.: Ich habe vom Absturz gehört. Sagen Sie, daß das eine Gruppe von, nennen wir sie einmal so, von Abtrünnigen innerhalb [der Geheimhaltung] war, die versuchten, sich aus dem Staub zu machen, und daß Wackenhut sie abgeschossen hat? Ist das Ihre Behauptung? M. R.: Ja! M. L.: Gibt es mehr, als Sie darüber sagen können? M. R.: Nicht am Telefon. M. L.: Wußten Sie davon, bevor es sich ereignete? M. R.: Ja, ich erzählte es einer Handvoll Leuten und daß wir hofften, einen großen Stoß von Informationen von dort rauszuschaffen. M. L.: Wollten sie aus Nellis heraus? M. R.: Nicht aus Nellis, aus der Nuclear Test Site. M. L. Und auf was bezogen sich die Informationen, die Sie versuchten rauszuschaffen? M. R.: Raten Sie! Ich möchte nicht einmal drüber sprechen. Das Schlimmste! M. L.: Das Allerschlimmste? M. R.: Ja. Waren das Anspielungen auf verschiedene Gerüchte über die unheimlichen Experimente in geheimen Untergrundbasen? Wollte Riconosciuto wirklich andeuten, daß daran irgend etwas Wahres sei? Oder gar das, was man landläufig als »Alien Technology« bezeichnete? Lindemann, der sich seinerseits sehr für diese Themen interessiert, fragte weiter: M.L.: Jemand aus Ihrem Kreis schien anzudeuten, daß dort eine Technologie in Betrieb sei, die das Erscheinungsbild einer »fliegenden Untertasse« besitzt, aber absolut irdischen Ursprungs ist. Können Sie das kommentieren? M. R.: Sicher, wir hatten einige Antriebssysteme, die, lassen Sie es mich so ausdrücken, ziemlich erstaunlich waren. M. L.: Funktioniert dieses Zeug auch? M. R.: Oh, ja, das funktioniert.

OK? Jeder. Wir können die interessanten Zeugenberichte sowie offizielle Dokumente sichten und sammeln. ist entweder sofort tot oder verschwindet. R. es gibt dort Fahrzeuge. wie Sie das sagen. L. L. Dazu kursieren zu viele Desinformationen und Berichte. wovon ich abgeschirmt worden bin.: Nein. daß es dort Extraterrestrische gibt. und ich habe sie mit meinen eigenen Augen gesehen. der bis zu einem bestimmten Punkt dieser Absicherung vordringt. M. die an diesen Dingen gearbeitet haben. Das ist kein Spinnerkram. Daß ich niemals damit in Kontakt gebracht wurde. Es gibt dort eine Menge seltsamer Technologie. Fragen um die »außerirdische Komponente« klären zu wollen.: OK. die sich nicht einmal von einer staatlich bezahlten Organisation recherchieren und auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersuchen lassen könnten. nein. es ist alles gut fundiert. . als nähmen sie an. OK? Das ist alles. das ist jeder WIRKLICHE (außerirdische) Kontakt. doch in Anbetracht von Distanzen. Ein in der Tat ungewöhnliches Gespräch. eine Menge extra massiver Sicherheitsmaßnahmen. Und das ist die Crux. Das einzige. Ich habe an Teilen davon gearbeitet. R. Es ist wohl müßig. dieser Teil der Angelegenheit ist mir gegenüber tatsächlich minimiert worden. bekomme ich den Eindruck.: Ich habe kein direktes Wissen darüber. aber wir können augenblicklich keine Beweise liefern.: So. M. nun. Energien und Zeiträumen sagt die Gegenwartsphysik »Nein« zur Möglichkeit. Zählten sie zum Arsenal oder war das eine Art abgefahrene und verrückte Randgruppen-»Wissenschaft«? M. daß es irgendwo im All andere intelligente Lebensformen gibt. daß fremde Wesen unseren Planeten besuchen. Hatte der ohnehin dubiose Riconosciuto nun jeden Realitätsbezug verloren? Vielleicht wollte er auch nur von den tatsächlichen Geheimnissen ablenken. also. wir können sie anekdotisch hinnehmen.161 M. Ich war bei Teams tätig. alles sehr real. Astronomen sind zwar überzeugt. sie sind Bestandteil des Arsenals.

sich lustig über das Thema selbst zu machen. Erich Übelacker nahm zu dieser Frage im Frühjahr 2002 eine ausgewogene Haltung ein. von Außerirdischen entführt und verletzt worden zu sein. als er resümierend feststellte: »Trotzdem sind nicht alle UFO-Erscheinungen so einfach erklärbar. Bei allen diesen Dingen kann es sich um das Wirken ferner Zivilisationen. aber auch um Naturerscheinungen oder psychopathische Phänomene handeln. warum sich die Außerirdischen. nach der wir wie Tiere im Gehege nur beobachtet.« Rätsel um BO-105 Auch wenn der geniale Michael James Riconosciuto viele Geheimnisse über den DoJ-Software-Klau. Auch kommt immer wieder die Frage auf warum irgendeine Nachbarwelt nicht einige tausend Jahre weiter als wir ist und längst große Teile unserer Galaxie besiedelt hat. oder sind wir ganz einfach doch alleine im All? Vielleicht wird das neue Jahrtausend eine Antwort auf diese auch in unserer fortschrittlichen Zeit verbliebenen Fragen bringen. die sich nicht leicht erklären lassen.. aber nicht beeinflußt werden. Eine Antwort auf diese Frage ist die sogenannte Zoo-Hypothese. Der deutsche Astronom Prof. nur weil offizielle Beweise ausstehen. das übrigens schon sehr alt ist und auch im Mittelalter vorkam. über Drogenoperationen. Es gibt jedoch einen durchaus verblüffenden »Bodensatz« an gut belegten Informationen.. die Elektronik von Flugzeugen beeinflussen oder auf Radar reagieren. Immer wieder wird gefragt. nicht besser zu erkennen geben. Auch behaupten Menschen immer wieder. . Sind ausgerechnet wir am weitesten fortgeschritten. Daher steht auch niemandem zu. Es gibt leuchtende Scheiben. Dr. ein Phänomen. wenn es sie gibt. die heute noch nicht erklärbar sind .162 Und wieder sind wir an den Unterschied zwischen »unbewiesen« und »widerlegt« erinnert. Die meisten Geschichten über UFOs und Außerirdische entstammen eindeutig dem Reich der Phantasie.

Diese Information ist verwirrend. Er habe sich auf dem Rückflug von einem NASA-Kunstauftrag befunden. die möglicherweise die Verfolgung aufnahmen. scheint er oft auch falsche Informationen eingestreut zu haben und zu Überzeichnungen zu neigen. Raum und Zeit«.dem auf Area 51 federführenden Konzern EG&G beziehungsweise seiner Abteilung Energy Measurements. ist nichts bekannt. Cunningham. den Oktopus oder das Cabazon-WackenhutUnternehmen kennt. Er hatte Bilder mit kosmischen Motiven für die amerikanische Weltraumbehörde gemalt. Es gibt noch etwas Seltsames an jenem Flug. In einem ganz anderen Zusammenhang existiert eine kleine NASA-Notiz über den Kunstmaler James L. als ob die Piloten versuchten. Außerdem waren drei Security-Leute von Wackenhut an Bord. die Piloten steuerten den Helikopter mit Unterstützung von Anvis-6-Nachtsichtgeräten. Sein letztes Bild trug den Titel »Flug. Nicht zu vergessen. Über Abfangjäger. doch befriedigt diese Auslegung nicht. Was den Hubschrauber-Absturz selbst betraf. die bei einem Vertragspartner des Atomenergie-Ministeriums DOE (Department of Energy) beschäftigt waren . Ungewöhnlich war der sehr geringe Bodenabstand von nur rund 40 Metern und die demgegenüber hohe Fluggeschwindigkeit von über 150 Stundenkilometern. Wie es in der NASA-Meldung heißt. der Vorfall ereignete sich in der Nacht. Man versuchte jene seltsamen Daten später zwar durch Mißmanagement des DOE und auf der Test Site zu erklären. die Maschine eiligst aus dem Sperrgebiet herauszufliegen. Zehn Jahre lang war er am Kunstprogramm der NASA beteiligt.163 die Schwarze Welt. So sind auch seine Geschichten über die Vorgänge auf Area 51 nicht bewiesen. kam Cunningham am 24. so gab es jedenfalls schon einige Ungereimtheiten. Offenbar waren keine weiteren Personen an Bord des . Der Helikopter vom Typ Eurocopter BO-105 raste in einem abgelegenen Bereich des Testgeländes nordwestlich von Las Vegas in eine Starkstromleitung hinein und stürzte dabei ab. Tatsächlich schien es so. Juli 1991 bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben. An Bord befanden sich zwei Piloten.

die zeigten. den Kongreß hinsichtlich eines IRS-Topmannes zu belügen.und Angelpunkt für illegale Drogentransporte und Waffenschiebereien war. eine Bundesuntersuchung zum Entgleisen zu bringen. Seinen neueren Auswüchsen werden wir bald begegnen. Juli 1991 sagte er dann über das Maß der unethischen Praktiken innerhalb des IRS aus. Juli 1991 war noch in anderer Hinsicht ein ungewöhnlicher Tag. Wenn aber Cunningham tatsächlich mit dem Eurocopter über der Test Site unterwegs war. Er habe in den vergangenen 18 Monaten Beweise gesammelt. Und der verbrecherische John Philip Nichols. der Oktopus aber lebte munter weiter. Kurz vor Casolaros Tod war also noch einiges los . Mai 2001 in einem Krankenhaus. Daraufhin verließ Duncan den IRS im Jahr 1988. dann muß er wohl noch einen anderen Job gehabt haben als den eines Kunstmalers. Der 24. das ausgerechnet nach einem der berühmtesten Opfer des Kraken benannt war . Juli 1991 wohl einmal genauer nachgehen. um was für einen NASA-Auftrag es sich gehandelt hatte. Juli jenes Jahres? Davon ist zumindest nichts bekannt. Der Journalist mußte sterben. Fraglich ist auch. An jenem ereignisreichen Tag sagte der ehemals für die Steuerbehörde IRS tätige Ermittler William Duncan aus. der laut Casolaro gleichfalls Mitglied des Oktopus war? Nichols überlebte den neugierigen Reporter um rund zehn Jahre und starb am 19. Diese Führungskraft sei bestochen worden. Während vor allem die Entdeckung des Massenmörders Jeffrey Dahmer aus Milwaukee landes weit für Aufsehen sorgte.. vielleicht aber wird sie auch zusätzlich Licht ins Gewirr um den geheimen Oktopus bringen. daß Juristen der Behörde ihm empfohlen hatten. Gab es einen zweiten Helikopter-Absturz am 24. gab es noch einige stillere Enthüllungen. Man sollte dem Absturz vom 24. Vielleicht wird sich die Geschichte nur als eine von tausend Sackgassen erweisen. daß der Flughafen von Mena geradezu ein Dreh. die Barry Seals Aktivitäten in Mena zum Inhalt hatte..im John .164 B0-I05-Hubschraubers. der das CabazonWackenhut-Projekt ins Leben gerufen hatte? Was wurde aus ihm. Am 24. wie sie jede Recherche kennt.

Kennedy Hospital in Indio. doch seine Familie sprach davon. Über die Todesursache ist nichts Näheres bekannt. starb eines ganz natürlichen Todes. daß er schon lange krank war. so scheint es.165 F. . Nichols.

sondern. Die Ziele bleiben jedoch gleich. Das Bild. um es . ein wahrhaft sensationelles Buch mit dem schlichten Titel »The Secret Team«. das Prouty hier von der Entwicklung einer supermächtigen Gruppe in den Reihen der CIA zeichnete.166 Kapitel 7 EINE GEHEIMNISVOLLE GRUPPE Das »Secret Team« Anfang der 1970er Jahre veröffentlichte der am 5. rekt bei seinem eigenen Hauptthema und wurde noch vor dem Druck ausspioniert. über die Jahre ändern sich die Namen der Hauptakteure und Organisationen. Fletcher Prouty. Bekannt ist er schon lange und wird mit den unterschiedlichsten Namen angesprochen. Ein hochrangiger Militär kaufte gleich eine ganze Auflage auf. die jene Schattenregierung führen. Juni 2001 verstorbene amerikanische Colonel L. Seine Agenten entstammen einem engen Umfeld mit dennoch großer Streubreite. Dieses Buch befaßt sich vorwiegend mit der Situation im Zweiten Weltkrieg und den darauf folgenden beiden Jahrzehnten. entspricht sehr genau dem. macht sich beim »Oktopus« oder »Secret Team« nicht gerade beliebt. Vor allem. Proutys beeindruckendes Buch fand auch größtes Interesse ganz diColonel Fletcher Prouty. wer nicht nur das Ungetüm an sich beschreiben will. weniger aber. sondern auch die aktuellen Namen der mit ihm verbundenen Individuen nennt. das auch Casolaro und andere sich vom »Oktopus« machten. um den Autor zu ehren oder das Werk zu verbreiten. seines Zeichens absoluter Pentagon-Insider.

Wir leben in einer Welt der großen Geschäfte. die wir uns andauernd so selbständig preisen. die wir freudig kaufen. und zeigt ein uraltes Gesetz auf. während er Rudyard Kipling zitiert: »Transport ist Zivilisation« . abhängig von Nahrung. Wir sind abhängig von Nahrungsketten.com/ ratville/JFK/ST/ST. Denn hier »plauderte« ein Insider. keine isolierten Märkte und keine Märkte außerhalb des globalen Netzwerks .. Wir sind allesamt abhängig. weil man uns einredet. der sogar noch größeren Geld-Männer und der großen Politiker. sobald keine Transportmöglichkeiten mehr existieren. von globaler Nahrungsversorgung und Finanz .167 möglichst schnell vom Markt verschwinden zu lassen. über den »modus operandi«. daß wir allesamt sofort hilflos sind. wüßten wir nicht mehr...html) schreibt Prouty 1997: »Ob man es mag oder nicht. merken nicht. hier berichtete ein Mann. Wir sind nun. die wir zu einer dümmlich egomanen Gesellschaft erzogen werden. die je gelebt hat. der großen Anwälte. In diesem Sinne gibt es keine Heimatmärkte mehr.. und direkt um die Ecke . dem die Schattengesellschaft folgt. solange das im Willen der Mächtigen liegt. Und diese Nabelschnur versorgt uns.ratical.. . die abhängigste Gesellschaft. von globaler Kommunikation und Transport.im Umkehrschluß ergibt sich ein Rückfall in den Zustand der Barbarei. daß wir es uns wert seien .« Colonel Prouty gibt zu bedenken. von Wasser. die wir uns so unabhängig wähnen.. der großen Banker. Alle. Es ist die Welt des >Secret Teams< und seiner Meister. Sobald der nächste Großmarkt keine Nahrung mehr im Regal hätte.. von Strom.. von der globalen Anpassung politischer Systeme. wir leben nun im Zeitalter der >Einen Welt<. Dies ist das Zeitalter der globalen Gesellschaften.wir. woher wir unsere Grundversorgung beziehen könnten. wenn dieses System einmal plötzlich zusammenbricht. trotz einer allgemein gegensätzlich lautenden Mythologie. In einem späteren Vorwort zu einer über das Internet einsehbaren Neuausgabe seines Buches (http://www. daß wir armen Würstchen an einer unsichtbaren Nabelschnur hängen. der jahrzehntelang für CIA-Operationen und Pentagon-Information zuständig war.

mit der Versicherung. als er sich des Erzbischofs von Canterbury. Das ist nur das »geheime Team«. Es ist gesetzlos«. Es untersteht der Machtelite und wird von ihr geschützt. entledigen wollte: »Wer befreit mich von diesem Mann?« Das war der indirekte Auftrag zum Mord. der in der Luft schwebte. und an einen Satz.. Wie definiert Prouty die Ausführenden der Unsichtbaren Regierung? »Das Secret Team besteht«. den König Heinrich II. so sagt Colonel Prouty. Und dieser Wunsch war immerhin vier Rittern König Heinrichs Befehl. »aus Einzelpersonen mit Sicherheitsfreistellungen innerhalb und außerhalb der Regierung. Sie erreicht ihn oder aber ist sogar noch besser.« Der über die Hintergründe gut informierte Oberst erinnert an die subtile Vorgehensweise der Mächtigen. Thomas Beckett. Das geschieht mit halbmilitärischen Plänen und Aktivitäten . gewährt auf einer >need-to-know<-Basis [nur das für den Job erforderliche Wissen wird bereitgestellt. Verf. doch ohne explizit zu werden Lieder ohne Worte. indem er die bloße Feststellung als Verschwörungstheorie anspricht.168 Die bittere Wahrheit ist: Niemand von uns ist unabhängig.]. »Es operiert überall mit den besten aller unterstützenden Einrichtungen spezieller Waffensysteme und fortgeschrittener Kommunikation. Auch möglich. wechselt mit der Natur und Ört- . und die auf diese Daten reagieren. so drückt Prouty es aus. Und wer diese Tatsache negiert. mag schlichtweg nur nicht bereit sein. sobald es ihnen angemessen erscheint. Die Mitgliedschaft in diesem Team. so beginnt der Colonel seine Darstellungen. Die Machtelite muß kein Hochadel sein in unseren heutigen Tagen. Es war ein »Wunsch. So wird's gemacht! Und so machen es auch die Mächtigen von heute. allerdings sehr viel seltener der Fall: Der Skeptiker gehört selbst zu den Mächtigen. nachrichtendienstliche Daten erhalten.. nicht mehr«. aussprach. wie sie von der CIA und der National Security Agency (NSA) gesammelt worden sind. wie sie schon immer beliebt war. »Es agiert unabhängig. die geheime. Anm. daß seine Mitglieder nie strafverfolgt werden. beispielsweise ein Direktor der CIA. den Tatsachen ins finstere Auge zu blicken.

die Welt in zwei Lager aufgespalten zu sehen . die für Spezialbereiche zuständig sind. global ungehindert operierenden Teams erfaßt.und inländische Verlagshäuser. zu Stiftungen und Investmentfirmen. Das Secret Team liebt Kritik nicht. General >Wild Bill< William J. Die Macht des Teams stammt von seiner gigantischen. so Prouty.>sie< und >uns< . Nach außen. zu Universitäten und den Nachrichtenmedien inklusive aus. die Ursprünge [des Secret Team] rühren von der manchmal elitären Gruppe an Männern her. und es ist stets anfällig dafür. unter ihrer aller Vater.« Damit ist die Kernregion des geheimen..Im Herzen des Teams findet sich natürlich eine Handvoll von Top-Ausführenden der CIA und des National Security Council (NSC). vor allem der Chef-Berater des Präsidenten im Weißen Haus zum Thema Außenpolitik.169 lichkeit der von ihm festgestellten Probleme. Zivilisten und Militärs aus dem Pentagon und Karriere-Professoren aus der Intellektuellen-Gemeinde. schließt sich diesem Ring ein Netzwerk von Regierungsvertretern an. Darum kreist eine Art innerer Ring von Präsidialbeamten. und in der CIA. Denn einige von ihnen tragen eine Uniform und den Rang eines Generals und stehen in Wirklichkeit im Dienst der CIA.. Das Secret Team unterhält sehr enge Verbindungen mit Machtelementen in mehr als sechzig Ländern und ist nach Belieben dazu in der Lage. Donovan. Auch hier spielen Personen eine Rolle. Regierungen zu schaffen und Regierungen zu beeinflussen . welche Fragen nationaler Sicherheit betreffen oder sich mit Außenangelegenheiten befassen. und andere mögen ganz unverdächtig als Assistent irgendeines leitenden Stellvertreters eines Kabinett-Beamten fungieren..höchstrangige Ge- . innerhalb der Regierung liegenden Undercover-Infrastruktur und seinem direkten Verhältnis zur großen Privatindustrie. die von Berufs wegen gute Einblikke in wichtige Strukturen der Welt besitzen . die dem Office of Strategie Services (OSS) im Zweiten Weltkrieg dienten. beinahe überall in der Welt Regierungen zu stürzen.. wieviele dieser Männer es wirklich gibt. exakt zu sagen. auch keine Nachforschungen oder die Historie. Es ist oft ziemlich schwer.

Abgesehen von der CIA selbst sind hier die US-Luftwaffe. Während sich der Oktopus laut Casolare in den 1960er Jahren vor allem in der gewaltigen Bunge Corporation wohnlich eingerichtet haben soll. Jahrhundert geschaffen. die Marine. Natürlich entdecken wir »ehemalige« Repräsentanten der CIA auch wieder als Vorsitzende von Hightech-Konzernen mit meist recht geheimnisvollen Verbindungen. Nachdem besonders die aus dem RockefellerZirkel entstammenden geheimnisvollen Organisationen wie - . Analytiker von Denkfabriken (»Think Tanks«). E-Systems oder EG&G vertreten. hat er sich nun ganz offenbar in Gestalt der Carlyle Group ein angemessenes neues Zuhause fürs 21. Leute. Die Symbiose ist weitreichend. Carlyle So bleibt die Gesamtstruktur des Kraken undurchschaubar und komplex. Raytheon. Militär.170 schäftsleute. der Satelliten-Geheimdienst NRO (National Reconnaissance Office) sowie Konzerne wie Lockheed-Martin. machtvolle Organe. Beteiligt sind letztlich zahlreiche Einzelpersonen sowie viele eigene. Hughes Aircraft. Northrop. Die mysteriöse Area 51 ist als Kind der CIA ein wesentliches Beispiel für eine multifunktionelle Einrichtung. die oft auch als Mitglieder des Council on Foreign Relations zu finden sind. die NSA.mittels EG&G Technical Services. Damit hatte sich Carlyle in den Kern von Area 51 eingekauft. Federführend aber sind schon seit langem relativ wenige Personen in CIA-Spitzenpositionen. im August 1999 wurde EG&G von der Carlyle Group übernommen. EG&G hatte lange die Fäden von Area 51 in der Hand . in der verschiedene Organe vertreten sind. spezialisierte Akademiker mit Fachkenntnissen zu bestimmten Techniken oder geographischen Gebieten und so fort. Industrie und Geheimdienste arbeiten in einigen Bereichen Hand in Hand. sie ist dynamisch und vielfältig. dann. Bechtel. Vertragspartnern und Aufgabengebieten.

Nach Angaben des New Yorker Journalisten Mark Fineman konnte Carlyle allein im Monat Dezember 2001 durch Geschäfte mit United Defense Industries . Schon die Adresse des Carlyle-Konzerns ist Ausdruck seiner . legte im Jahr 1987 zusammen mit zwei Investment-Spezialisten den Grundstein für dieses Unternehmen. möglichst unrela-tiviert wirkende Wege.rund 237 Millionen US-Dollar einnehmen.171 allen voran . Heute bringt es Carlyle auf einen satten Umfang von etwa 13 Milliarden Dollar. diese Gelder in Empfang zu nehmen. eines Erfolgs. September 2001. der ihr in allerkürzester Zeit zuteil wurde. als die Carlyle-Gruppe gegründet wurde. Ihr damals noch vergleichsweise »schmaler« Geldbeutel spuckte 100 Millionen US-Dollar für das Projekt aus.der CFR mehr und mehr in die Schlagzeilen geraten sind. das sie schlichtweg nach ihrem Lieblingshotel in New York benannten.dem fünftgrößten Armee-Kontraktor der USA . Ihre Story ist die eines unglaublich steilen Erfolges. Und mit dem Niederbrechen der beiden mächtigen Türme des World Trade Centers einerseits schnellten die sicheren Aussichten auf neue Milliardengeschäfte bei Carlyle andererseits in die Höhe. erschloß sich das »Secret Team« andere. und Carlyle befand sich in der allerbesten Position. Ein Carter-Mitarbeiter des Weißen Hauses. den 11. Denn bekanntlich wurden sofort gewaltige zusätzliche Summen für die Verteidigung sowie den »War On Terrorism« locker gemacht. daß ihr Termin auf den »düstersten Tag Amerikas« fiel. Vor allem im Verteidigungsbereich ist Carlyle hochaktiv. Unter anderem bestanden sie darin. Rubenstein. in dem auch der Ives-Henry-Mord stattfand und die Mena-Drogenküche auf Hochtouren kochte. Im Jahr 2001 fand die jährliche Konferenz des Erfolgskonzerns im feinen »Ritz-Carlton«-Hotel in Washington statt. David M. sich in privaten Konzernen zu manifestieren. Der Zufall wollte es scheinbar. Es war zufälligerweise dasselbe Jahr. Die Carlyle Group ist ein milliardenschweres Unternehmen. besonders da das Mißtrauen in Regierungsinstitutionen und verwandte Gebilde wie den CFR immer größer wurde.

. Und stille Zurückhaltung im Interesse geheimer Aktionen. sind nicht gut fürs Geschäft.C. im Regierungsviertel von Washington. In beide Richtungen sind es nur rund fünfzehn Minuten zu Fuß. Wir erinnern uns dabei auch an die Worte von Fletcher Prouty. Seine Mail ging von dort aus dann plötzlich an Tausende anderer Adressen! Chung hatte einen derben Spruch darüber losgelassen. wie der CFR dies jahrzehntelang bewerkstelligte. Hier. mitten im Regierungsviertel und ziemlich genau auf halbem Weg zwischen Weißem Haus und Kongreß. finden sich auch wichtige Organe des »Oktopus«. ähnlich zurückhaltend im Hintergrund verbleiben. Das Kapitol. Möglichst nicht exponiert sein. im Mai 2001 eine unbedachte Äußerung per E-Mail an einige Freunde sandte. D. als einer seiner Angestellten in Seoul. So griff der Konzern sofort durch. daß sich die zentralen Organe des »Secret Team« tatsächlich auch stets im Washingtoner Regierungsumfeld befinden. vor allem negative.172 Bedeutung: Er residiert in der Pennsylvania Avenue in Washington. das ist ohnehin ein Markenzeichen der Schattenagenda. Nachdem seine unzwei- . ist allgemeiner Leitsatz. ein gewisser Peter Chung. daß er in den beiden Jahren seiner Tätigkeit in Seoul nicht eine »heiße Braut« auslassen wolle. Schlagzeilen.

• Robert Gates. CFR. US-Verteidigungsminister. • George Soros. fällt auf. CFR. Wir erkennen hier offenbar eine kleine. daß zahlreiche Spitzenkräfte unter anderem auch Mitglieder im Council on Foreign Relations sind. CFR. • Colin Luther Powell. verlieh Carlyle auch ihm selbst Flügel und feuerte den unvorsichtigen Gockel gnadenlos. • Frank Charles Carlucci III. Ein neues Machtzentrum Ein Blick auf die Namen in der Carlyle-Führung lassen den neugierigen Kundschafter bald ehrfurchtsvoll erstarren. Vorsitzender ist der ehemalige Verteidigungsminister Frank Charles Carlucci. Ex-CIA-Chef. Carlyle hat mächtige Leute im Nacken. ohne die niemand an die Spitze der (Schatten-)Gesellschaft hätte treten können. Ex-Präsident der Vereinigten Staaten und Ex-CIA-Chef. Die vielzitierten »Illuminaten« . CFR. und sein ehemaliger Chef höchstpersönlich tätig: kein Geringerer als George Herbert Walker Bush! Wenn wir uns einmal in den Reihen der mächtigen »Hintermänner« von Carlyle umsehen.. Soros Fund Management. als Berater sind unter anderen James Addison Baker. CFR. deren Credo offenbar in diskreter Skrupellosigkeit besteht. mächtige Kerngruppe • . Ex-CIA-Vize und Ex-US-Verteidigungsminister.173 deutige Absichtserklärung über die »hot chicks« von Seoul die Runde gemacht hatte. ehemals US-Außenminister. auch wenn sie sich dort luxuriös eingerichtet haben. CFR • James Addison Baker III.. Hier eine kleine Liste: George Herbert Walker Bush. ehemals US-Außenminister. • Donald Henry Rumsfield. III. US-Außenminister.sie sind in Wirklichkeit düstere Höhlenbewohner. CFR. Milliardär und Autor des Buches »Open Society: Reforming Global Capitalism« (2000).

174 um Führungskräfte der Regierung. Carlyles Wege sind unergründlich. Fidel Ramos. der Ex-Präsident der Philippinen. wenn private Geschäfte und öffentliche Politik miteinander verschmelzen«. einschließlich des internationalen Finanziers George Soros und 1995 die sehr wohlhabende saudi-arabische Binladin-Familie. Regierung und Militär.. längst alle Verbindungen zu ihrem berüchtigten Verwandten abgebrochen zu haben. CIA und CFR. die Geschäfte betreiben und Geld machen und gleichzeitig den Präsidenten der Vereinigten Staaten beraten. im Interesse der Firma [Carlyle]. Peter Eisner. der Saudi-Prinz Alwaled bin Talal bin Abdul Aziz Alsaud und nicht zuletzt sogar die reiche Familie des Osama bin Laden (Binladin). einer unabhängigen »Denkfabrik«. der Bundesbankpräsident Karl Otto Pohl.. Der erste Präsident Bush hat. der ehemalige thailändische Premier Anand Panyarachun.« Diese letzte Bemerkung geht auf einen Ermittler des Los Angeles Police Department zurück. Das Problem entsteht. Burkeman und Borger zur Ausnutzung der politischen Kontakte: »Als Carlucci 1989 hinzu kam. die Binladin-Familie zweimal in Saudi-Arabien besucht. Hier scheinen alle unter einem Dach vereint. der sich später dem Journalismus zu- . Doch Carlyle operiert international. George Bush für jede öffentliche Rede im Namen von Carlyle mindestens 80 000 US-Dollar. brachte er eine Phalanx an früheren CIA-Untergebenen und Leuten aus dem Pentagon mit. Die beiden Guardian-Reporter Oliver Burkeman und Julian Borger sprechen davon. Chef des Center for Public Integrity. erklärt zur Situation bei Carlyle: »Es sollte ein Grund tiefer Besorgnis sein. Erfolg brachte mehr Investoren. daß John Major für eine 28tägige Mitarbeit im Jahr rund 105 000 Pfund von Carlyle erhielt. und entsprechend gehen die Verbindungen weiter. welche betont. die Angehörigen des mächtigen »Ehernen Dreiecks« von Industrie. Hier finden sich unter den Beratern laut Recherche verschiedener US-Journalisten der ehemalige Premierminister von Großbritannien John Major. daß ein so straff geführter Konzern wie Carlyle simultan Direktoren und Berater haben kann. wie es heißt.

Verf. der immerhin dem Gründungsaufkommen von 1987 entsprach. Michael Ruppert. die sowohl von unglaublichen Fakten geprägt sind wie auch ein weites Feld für Spekulationen bieten. Die Verwicklungen rund um die Carlyle Group. in deren . den Bush-Clan und die Familie Bin Laden sind so umfangreich. Wir haben hier eine Gruppe. Im Schema der Investitionen und im Schema der Geschäfte beider Parteien war das sehr wenig. die Summe von 100 Millionen US-Dollar in Carlyle zu investieren. daß sie ohne weiteres ein eigenes Buch füllen könnten. Zur Presse hat die Carlyle-Gruppe keinen sonderlich herzlichen Draht. Die Verbindung der Bushs zu Carlyle währt schon länger. mit den Fakten vertraute Quelle weitergeleitet. Es sind geradezu schicksalhafte Zusammenhänge. von 1995 bis 2001. deutlichen Profit aus dem Umfeld der Anschläge vom 11. Er warf der Bush-Administration und CIA-Angehörigen vor. Diese anonyme Quelle stellte zum Ende Oktober 2001 fest: »Ich kann die Tatsache bestätigen. Anm.3-Milliarden-Dollar-Fonds ausmachte. In Washington existiert kein eigenes Büro für Öffentlichkeitsarbeit. entschied jene von ihm ausgesuchte Gruppe dann. Nachdem er in dieser Funktion später für die Wahl von Mitgliedern eines Komitees zur Kontrolle eines Rentenfonds für texanische Lehrer verantwortlich war. daß jede Binladen-Group-lnvestition in die Carlyle-Gruppe beendet worden ist oder gegenwärtig beendet wird. was übrigens nur einen sehr kleinen Teil eines 1. Wir müssen das in der richtigen Perspektive sehen.Bin-LadenGruppe.175 wandte. bevor er Gouverneur von Texas wurde. 1990 wurde der gegenwärtige Präsident Bush in den Vorstand der damals vom Konzern übernommenen Caterair gewählt und blieb dort zwei Jahre.] gipfelte in einer Investition von zwei Millionen US-Dollar in den Carlyle Ii-Fonds. September gezogen zu haben. Ein Betrag. und wie die beiden Guardian-Journalisten ausführen.« Die Beziehung zwischen diesen beiden Partnern währte demnach sechs Jahre. Sie [die Beziehung Carlyle . werden vor allem Fragen zur Bin-Laden-Beziehung an eine außenstehende. Es ist schon seltsam.

das dazu dienen soll.. könnte die auf 60 Millionen USDollar Gegenwert geschätzte Menge an Anthrax-Impfstoff. hat sich in das Zentrum der Schwarzen Welt eingekauft und steht mit der Familie des Pentagon-WTC-Attentäters Osama Bin Laden in Verbindung! Ist das der Stoff. Personen. der sowohl im Reagan-Stab wie auch als Clinton-Berater fungierte. mindestens drei. Sie wurden nie getestet. wie es ebenfalls heißt. die größtenteils auch eng mit der CIA und dem CFR in Verbindung stehen.. Das Pentagon hat ein 322-Millionen-Dollar-Programm für zehn Jahre aufgestellt. nur den Anfang darstellen. darunter Admiral William J. James Woolsey zählte .. wie er von Bioport innerhalb der nächsten fünf Jahre für das Verteidigungsministerium hergestellt werden soll. Diese Gruppe verdient an der Verteidigungsindustrie ein bald unüberschaubares Vermögen.176 Führung die mächtigsten Männer der Welt versammelt sind. Im März 1999 berichtete der ABC-News-Korrespondent Howard L. niemand hat je Daten zur Verfü- . in geschäftlicher Beziehung mit der Bin-Laden-Familie stand. Rosenberg: »Laut Aussagen des ehemaligen Militäranalytikers Patrick Eddington.. Er war ebenso Vorsitzender der Vereinigten Stabs-Chefs im Pentagon und Berater der schon im ersten Kapitel erwähnten industriellen Denkfabrik Global Options. Crowe. aus dem die Alpträume sind? Interessant ist neben vielem anderem noch ein weiteres Detail: 1998 erhielt die neue Firma Bioport Corporation den Zuschlag für einen Vertrag des Verteidigungsministeriums. vielleicht aber auch bis zu einem Dutzend zusätzlicher Impfstoffe für den biologische Krieg herzustellen. sitzt mitten im Regierungsviertel. der. zählt zu den 50 Top-Vertragspartnern der USMarine. Und. Zusammen mit El-Hibri besetzen verschiedene hochrangige US-Persönlichkeiten den Vorstand von Bioport. was am bedeutendsten ist. einen weitgehend noch nicht erprobten Anthrax-Impfstoff herzustellen. Gegründet worden war diese Firma Berichten zufolge in erster Linie von einem Saudi-Finanzier namens Fuad El-Hibri. zu deren Mitgliedern wiederum Ex-CIA-Chef R.

Daniel Hopsicker erwähnt einen Zeugen. Auch bei der Carlyle-Bioport-Anthrax-Frage läßt sich anhand der von verschiedenen Journalisten ins Feld geführten Argumente entweder ein überflüssiges. sind immer stärker ins Kreuzfeuer geraten. Ein gutes Geschäft für die Beteiligten ist es jedenfalls allemal. war George H. die Bushs. wurde sie von viel weiter oben und in letzter Minute abgebrochen . als Barry Seal seine scherzhaft als »AirCocaine« bezeichneten Schmuggel-Flugzeuge betrieb. der von den Zeiten erzählte.177 gung gestellt.aufgrund der Entdeckung. Als die Mena-Drogen-Operationen liefen. Nun kann man je nach Position jedes dreidimensionale Ding von mehreren Seiten sehen. CIA-Airlines Bei den Spitzenkräften von Carlyle. anhand derer sich die Bedrohung abschätzen ließe. W. die zur Herstellung eines Anthrax-Impfstoffes befugt ist. daß ein bedeutender Teilhaber von Bioport ausgerechnet die Carlyle-Group ist! Über sie sind also unter anderem die Bushs auch mit der einzigen US-Firma verbunden. die mit der Führung der Schattenregierung und den Köpfen der CIA beinahe identisch sind. Vor allem freilich ihre prominentesten Repräsentanten. daß die beiden Bush-Brüder in der King-Air-Maschine einflogen. verbinden sich noch zahlreiche sehr ungewöhnliche Hintergründe. die wir . aber gutes Geschäft sehen oder aber eine hoch notwendige Maßnahme im Kampf gegen künftige Formen des Terrors. Bush Präsident der Vereinigten Staaten.« Geht es bei dem Ganzen also lediglich um Augenwischerei und ein großes Geschäft der Verteidigungsindustrie? Interessant ist. Als wir am Tammiani-Airport in Südflorida eine polizeiliche Operation starteten. Dieser Zeuge enthüllte: »Wir fanden einen in mexikanischem Gewässer vertäuten Bohrturm. Unter seiner Präsidentschaft nahm das Drogenproblem trotz der Kampagne seiner Frau Barbara drastisch zu.

der lediglich auf eine Partei beschränkt gewesen sei. und auf seinen Abstechern zurück von Lateinamerika landete er auf der El-Toro-Marinestation in Kalifornien. Fast schon könnte man sagen: Wer etwas auf sich hielt. Er flog häufig in Area 51 hinein. . Er berichtete über seinen sichtlich in die CIA-Drogengeschäfte verwickelten Ex»Kollegen« Woody Grantham: »Als Grantham Arizona unentdeckt verlassen wollte. Arkansas.178 soeben verfolgten. W. Bush. daß die »Firma« auch damit beschäftigt war. Bush.« Die Indianerreservate haben es eben in sich! Und nicht nur im Kontext mit ungewöhnlichen Flugobjekten. wieder auf. Bush mit Frau Barbara und schmutzigen Geschäft Kindern im Jahr 1964.« Die beiden »Bush-Brüder«. der gegenwärtige Präsident der Vereinigten Staaten. mietete er einen Hangarraum auf einem Indianer-Reservat.und George W. australische C-130-Frachtmaschinen in den privaten Sektor zu übernehmen und sie für den Drogenschmuggel zu verwenden. So infiltrierMutter: der gegenwärtige Präsident te sie die US-Post. Doch Hopsicker erwähnt auch. wo der Zoll nicht operiert. daß die gesamte Angelegenheit nicht einfach ein Skandal war. der war auch dabei! Die CIA machte sich Eine amerikanische Familie: George zu eigen. Der ehemalige CIA-Pilot und Jurist Gary Eitel fand außerdem heraus. die US-Forstbehörde und nutzte sie als Deckmantel für geheime Aktionen. das waren Jeb Bush und George W. was sie in dem H. Oberhalb der nur konnte. Einige dieser Maschinen tauchten unvermittelt in Mena.

Auf unbefestigten schusses. ebenso. bis heute noch nicht erschlossen hat. Auf dem gewaltigen. sich im Westen anschließenden und sogar noch schlechter einsehbaren Gelände der Test Site existieren . nen vom Typ Fokker-F28-»Fellowship« landen. ausgestattet mit einer hervorragenden Infrastruktur und riesigen Landepisten würde sie sich aus naheliegender Logik besonders gut für derartige Operationen eignen. wird gefan. Als zentrale CIA-Basis von höchster Geheimhaltung. Doch noch einmal zurück zu den Informationen von Gary Eitel. der von Drogenoperationen auf der El-Toro-Basis sprach. deren Sinn und Zweck sich Eugene Hasenfus.das zeigen moderne Satellitenaufnahmen . Dessen Behauptungen bestätigte auch der CIA-Pilot Tosh Plomley. einziger Überlebender Auch gibt es dort weniger gut ausgeeines Flugzeugabbaute Landepisten. die eine Verbindung zu Area 51 herstellten. einer C-123.179 auch im Umfeld verdeckter Drogenoperationen der CIA erscheint der Name der geheimnisvollen Area 51 auffallend häufig. abgeschossen wurde und als einziger überlebte. daß Daniel Hopsicker bei seiner nächtlichen Fahrt mit Russell Welch eine Reihe von Fokker-Maschinen auf dem Flughafen von Mena sah. Diese allerdings unbelegte Information geht auf einen Penthouse-Artikel »The Crimes of Mena« aus dem Jahr 1995 zurück.Bahnen könnten beispielsweise Maschigengenommen.noch einige geheime Strukturen. Vielleicht ist das nur ein Zufall. Als der CIA-Mann Eugene Hasenfus im Oktober 1986 an Bord der »Fat Lady«. versteckt hinter hohen Bergzügen. . soll er an Bord ebenfalls Logbücher gefunden haben. wie sie mit überlackierten Emblemen der Airlines auf einem Platz in unmittelbarer Nachbarschaft des geheimen Airshuttle-Terminals der JANET-Flotte am McCarran Airport von Las Vegas stehen.

daß er im selben Monat desselben Jahres starb wie Danny Casolaros Informant Alan David Standorf. Ein Wunsch liegt in der Luft Als Colonel James »Jim« Sabow klar war. äußerte er am Abend des 21. Januar lag er tot im Vorgarten. gab es viele Facetten. Tausende von Kilogramm Kokain im Auftrag der CIA mit den harmlos wirkenden C-130-Maschinen des Forest Service auf jene Basis geflogen zu haben. was auf der Basis geschah. Und seien Sie dessen ver(un)sichert: Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen. er werde diesen Fall von Drogenschmuggel enthüllen und vor ein Militärgericht bringen. läßt sich mit einem Satz sagen. Bald nämlich kam der damals zuständige Chef der »Air Operations« von El Toro den verdeckten Abwicklungen auf die Schliche. Am Morgen des 22. Abgesehen davon. Die »Cocaine Importation Agency« hatte wieder gewaltig zugeschlagen. der ja ebenfalls den Machenschaften der geheimen Regierung auf der Spur war. Der dafür angegebene Grund ist geradezu lächerlich: Sabow war angeblich wegen Anschuldigungen verzweifelt. Und das auch noch in einem anderen Sinne.180 der später in einer amerikanischen Fernsehsendung zugab. daß Sabow ermordet wurde. Der Fall des Colonel Sabow erinnert ein wenig an die Todes- . in dem er mitflog. die eindeutig bewiesen. Januar 1991 einem Kollegen gegenüber. Ergebnis der sehr hastigen offiziellen Untersuchung: natürlich Selbstmord! Der Colonel soll sich erschossen haben. sie entsprechen absolut dem »Schema F« der in so vieler Hinsicht hoch praktikablen Selbstmorde. ein Militärflugzeug. Ohne in die Details des Falles zu gehen. habe Lautsprecher und Poster auf eine Militärbasis an seinen Sohn geliefert! Gegen derartige Vorgänge sind Drogenoperationen freilich nichts als ein Kavaliersdelikt! Die Parallelen zu anderen Fällen sind eklatant.

frischere oder geeignetere Kräfte ans Ruder sollten . In dasselbe Jahr fällt neben dem Tod von Oktopus-Mitglied und CIA-Mann Ray S. Cline auch die Verhaftung von Oktopus-Mitglied und CIA-Mann Dr. »Wachablösung« in der Höhle des Kraken? Bald konnte man wirklich den Eindruck gewinnen. um das deutlich zu betonen. reine Spekulation ist. 1996 gab es ohnehin wieder eine Menge mysteriöser »Selbstmorde«. Doch egal.schon wieder jenes Jahr! . der merkte. was aber.machte der langjährige CIAVeteran und »Drogen-Insider« John Millis abfällige Bemerkungen über den damaligen CIA-Direktor John Deutch. zweiten und dritten Preis«.181 Umstände des höchsten Mannes in der US-Marine-Hierarchie: Admiral Jeremy »Mike« Boorda soll sich 1996 angeblich umgebracht haben. Damals kam auch Clintons Handelsminister Ron Brown unter mysteriösen Begleitumständen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. da er zwei kleine Abzeichen unrechtmäßig trug. Allerdings hatte er am selben Tag noch einen Termin mit zwei Presseleuten. Es gab immer jemanden. daß im engen Zirkel der Akteure neue. Earl Brian. indem er von einem weniger mächtigen Störenfried befreit wurde. der übliche Kurs wurde fortgesetzt: Unliebsame Mitwisser und unbeugsame Nörgler mußten den Weg des Vergänglichen stets besonders schnell gehen. und zwei Monate darauf erhängte sich der Großbankier Amschel Rothschild im Pariser »Bristol«-Hotel. er werde ihnen nun »alles erzählen«. Zumindest in Washington machte bei einigen Pressestellen schon das Wort vom »verdächtigen Todessyndrom« die Runde.vielleicht auch. 1996 . ob tatsächlich ein Wechsel in einigen Segmenten des Oktopus stattfand oder nicht. Er sei »der schlimmste CIA-Direktor aller Zeiten« und gab ihm dafür gleichzeitig den »ersten. Nicht einmal einen Monat später wurde William Colby vom Wicomico River verschluckt. wann der »Wunsch in der Luft lag« und ein Mächtiger glücklich zu machen war. weil sich eine enge Gruppe möglicherweise zu Enthüllungen entschlossen hatte. daß Boorda vorher noch erwähnte. Nachdem Millis . und bekannt war in diesem Kontext.

und die Wahrheit liegt möglicherweise irgendwo in der Mitte.182 auch später nicht ruhig blieb. Das Buch sorgte für gewaltige Furore. ein Vorfall. die geradewegs in . Wie sagte Bill Clinton. der später von den Veranstaltern der Wahlkampagne zum Präsidenten natürlich massiv dementiert worden ist.sehr blutigen . Präsidenten der USA gemacht haben?« Es geht auch um die Geschichte der Verhaftung des »Fortunate Son« wegen Kokainbesitzes im Jahr 1972. der das erstmals im Oktober 1999 erschienene Buch »Fortunate Son« (dt. sondern leider der . Bei alledem muß man sich stets vor Augen halten: Sämtliche Fälle entstammen keineswegs abwegigen Phantasien der Autoren übertriebener Spionagethriller. Juli 2001 das Leben. die aus dem Ölspekulanten George W. in der US-Armee und in der CIA. als er auf Drogen angesprochen wurde? »Ich habe nie inhaliert«! Das war eine seiner typischen spitzfindigen Formulierungen. Das Buch hat den gegenwärtigen US-Präsidenten George W. sind es die Seilschaften in den Großkonzernen. half man nach . diesmal Anfang Juni 2000. Ein gezielter Schuß zertrümmerte seinen Schädel. Die ganze Angelegenheit ist mehr als verworren. So heißt es auf dem Klappentext der deutschen Ausgabe: »Ist es die Macht des Öls. in trauriger Analogie zum Namen dieses CIA-Mannes: Er hieß John Muskopf. Bush zunächst den Gouverneur von Texas und dann den 43.die bald absolut handelsübliche Szenerie: ein Hotel in Virginia.: »Das Bush Imperium«) verfaßt hatte. Genau zwei Wochen später wurde ein erst 28jähriger CIA-Spezialist und Nukleartechniker aus einem langsam an ihm vorbeifahrenden Auto heraus ermordet.Realität. Bush zum Gegenstand. sein Verfasser aber nahm sich am 18. wie Bush überhaupt Präsident werden konnte. Der Fall Hatfield Eine eigenartige Geschichte rankt sich um den aktuellen Fall des Autors James Howard Hatfield. Es geht vorrangig darum.

enthüllte die Zeitung Dallas Morning News in einem Beitrag. Das Buch war auf dem besten Wege. Die Auflage müsse eingezogen werden. ein sehr guter Erfolg zu werden. und der überparteilichen Drogenverbindungen seit Jahrzehnten! Doch die Bush-Familie ist zu mächtig geworden. ihre Kritiker mundtot zu machen. Die Folgen jenes Artikels waren enorm. wenn es darum geht. zog St. Nachdem die Vorwürfe offenbar wirklich nicht ganz aus der Luft gegriffen waren. Das Auto flog nicht in die Luft. Immerhin bestand jene komplette Auflage aus fast 100 000 Exemplaren! Damit war aber noch nicht Schluß.in Anbetracht der viel weiter reichenden Zeugenaussagen. einem unabhängigen Verlag. Martin's erschienen war. seine zweite Chance. Was das Buch betrifft. Sich nur auf die Frage zu konzentrieren. die den Verlag jeder Bindung enthoben.183 die Geschichte eingingen und in keiner Biografie fehlen. um noch ihre Unschuld beweisen zu müssen. Nun gab es aber auch andererseits einigen Wirbel um Autor Hatfield selbst. ohne das betreffende Vorwort. Doch das von zwei Journalisten verfaßte. Kurz nachdem sein umfangreiches Buch im New Yorker Verlag St. dafür aber flog die Sache auf. Martin's Press die komplette Auflage vom Markt ab und terminierte den Vertrag mit Hatfield. doch der Autor . Schließlich lief das Buch im Jahr 2001 noch einmal vom »Stapel«. daß Hatfield 1987 wegen Anstiftung zum Mord an seinem Chef verurteilt worden sei und fünf Jahre im Gefängnis zugebracht habe. Das Buch bekam bei Soft Skull Press. wie sie kursieren. ist es nicht gelungen. ob Bush Junior Kokain besaß oder nicht. einen Brand mit der Wasserpistole zu löschen . an den man auch geglaubt hatte. das könnte fast schon dem Versuch gleichzusetzen sein. die den Mächtigen zur Verfügung stehen.beruflich ins Aus gesetzt . Hatfield soll damals einen Sprengsatz im Wagen seines Vorgesetzten anbringen lassen haben. Bei der Autoren-Biografie der deutschen Ausgabe heißt es abschließend: »Der Fall Hatfield/Fortunate Son zeigt die Methoden. Denn die neuen Hintergründe bedeuteten eine radikal veränderte Situation. wie es heißt inkriminierende Vorwort sorgte für eine Klage gegen Verlag und Autor.

daß offenbar der letzte Beweis für die Identität nicht erbracht wurde . Hatfield selbst hatte von einer Verwechslung mit einem Mann gleichen Namens gesprochen und alle Vorwürfe gegen sich abgestritten. Juli 2001 das Leben. Aussagen und Unterlagen werden in die Diskussion gebracht. Im Nachhinein kann von hoher Seite aus immer sehr schnell von Unterstellungen die Rede sein. »reflektiere das seine Glaubwürdigkeit. Fingerabdrücke des toten Hatfield mit denen des damals Inhaftierten zu vergleichen. wenn Hatfield wirklich ein Verbrecher sei. legte Dokumente vor. Seine Geschichte war total lächerlich. die zeigen. Hatfield im Jahr 1988 wegen Anzettelung eines Auftragsmordes verurteilt worden war und fünf Jahre in einem Gefängnis in Texas Dienste leistete.zur letzten Absicherung wäre es leicht möglich gewesen.184 und wirtschaftlich ruiniert . Spezielle Verlage publizierten Hetzliteratur. daß ein Mann namens James H. Daß jeder US-Präsident auch Feinde hat. ist die Beobachtung.« Ein Sprecher des Department for Criminal Justice in Texas. die keineswegs immer mit astreinen Methoden versuchen. Die augenblickliche Sachlage allerdings spricht in diesem Fall insgesamt ausnahmsweise eher gegen als für den betroffenen Autor. ist auch eine altbekannte Tatsache.« James H. ist die nötige Entlastung bereits bewirkt. und selbst wenn am Ende nur Unklarheit steht. wo Hatfield seinerzeit gelebt hatte. So aber werden sich bestimmt weiter Gerüchte um den Selbstmord von James Howard Hatfield ranken. Viele Anschuldigungen gegen Clinton beispielsweise entstanden offenbar genau auf diese Weise. Aber überhaupt war für mich seine Glaubwürdigkeit gleich Null. Alter und biografische Informationen decken sich mit denen jenes Autors. als ob der BushBiograf Hatfield eine düstere eigene Geschichte hatte. Was vielleicht als seltsamer Beigeschmack haften bleibt. Tatsächlich also scheint es so. ihn in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken. George W.nahm sich am 18. Bush nannte die Story seinerseits einfach »Science fiction« und erklärte. und eigens gegründete Zeitschriften hatten nichts anderes zum .

nämlich bei den Operationen von Mena.doch das letzte Wort haben immer die Mächtigen. So war die ganze Geschichte um den Sonderermittler eigentlich.« Ein Mann. »USA. die Organisationen und personellen Verbindungen. Am . wiedergegeben. der durchaus Fakt von Fiktion zu unterscheiden weiß und selbst an wesentlichen Operationen mitwirkte. Und genau dort. Inc. was wir getan haben. daß viele Anschuldigungen definitiv zutreffen. Sonderermittler Kenneth Starr hatte sich wie ein aggressiver Hund an ihm festgebissen und konnte dennoch am Ende keinen Sieg erringen. Sarah McClendon. die wohl leichter als Pseudo-Zitat interpretiert und in Frage gestellt werden könnten. daß jeder unabhängige Beobachter oder Journalist zu dem Schluß kommen dürfte. fast könnte man sagen: ein einziger Wund-Starr-Krampf. dann würden wir die Straßen hinunter gejagt und gelyncht werden!« Erstaunlich freimütige Worte. nun. Und nur bei Wunden im eigenen Fleisch spürt man auch den Schmerz. wo Clinton nach vielen gut untermauerten Berichten zu packen gewesen wäre. da durfte Starr nicht zubeißen.185 Ziel. hätte sie nicht die schon mehrfach erwähnte Reporterin des Weißen Hauses. die Aussagen. ist Colonel James »Bo« Gritz. der sich aber geschickt aus jeder unangenehmen Situation dirigierte. Gritz war Aufklärungschef der Delta Force und zwischen 1964 und 1969 Commander der legendären Green-Berets in Südostasien. ein Top-Mann des US-Militärs. Im Fall der Bushs wurden bis dato so viele sich gegenseitig stützende Informationen bekannt. Man kann die Indizien und Dokumente. Bestätigungen und Vorfälle anführen . denn Mena betraf alle gleichermaßen. Der Ex-Präsident und Carlyle-Berater George Bush Senior soll allerdings selbst einmal eingestanden haben: »Wenn die Leute jemals herausfinden würden. als ein negatives Bild von »Slick Willy« zu schaffen.

war er zusammen mit einem Scott Weekly nach Burma geflogen. die Bush mit CIA-Drogenoperationen in Verbindung bringen. im Januar 1987 Videobänder übergeben. Als Gritz mit dem Videomaterial in die Staaten zurückkehrte. dings wurde man auch ihm selbst gegenüber recht deutlich. dies zu tun. Harvey sagte mir: >Es gibt kein Interesse hier. < General Khun Sa bot auch an.186 1. Bush. Hier einige der wesentlichen Passagen: »Sir: Warum scheint es.« Ihm sei auch eine . US-Regierungsbeamte zu identifizieren. was sich als falsch herausstellte. Dieser Weekly besaß selbst dubiose und betrügerische Hintergründe. George H. wie er sagt. als er 1986 nach Burma flog und Informationen verifizieren wollte beziehungsweise sollte. wie ernst die Vorwürfe genommen werden dürfen. Dieser Brief bringt wiederum viele altbekannte Namen ins Spiel um düstere Geschäfte und zeigt. was Sie gefunden haben. W. Er erhielt Drohungen und man sagte ihm: »Wenn Sie nicht alles auslöschen und vergessen. Später wurde ihm das massiv angekreidet. AllerColonel Bo Gritz. Wie er in seinem Brief an Bush schildert. die seit über 20 Jahren mit Heroin handeln. Khun Sa sei mittlerweile ermordet worden. daß er sich für den Einfuhrstopp von Drogen eingesetzt hatte.« Anschließend berichtet Gritz von etlichen Verwicklungen. daß Sie zu illegalem Rauschgift in Amerika >JA < sagen ? Ich habe Ihrem N[ational] S[ecurity] C[ouncil]Stabsassistenten. von denen Gritz nicht wußte. Februar 1988 schrieb er einen ausführlichen Brief an den damaligen US-Vizepräsidenten. Es hieß auch. auf denen General Khun Sa. 900 Tonnen an Heroin/Opium vom Eintritt in die freie Welt im Jahr 1987 abzublocken. Oberherr von Asiens >Goldenem Dreieck<. dann schaden Sie der Regierung. erhielt er allerdings keine Auszeichnung dafür. Tom Harvey. anbot.

D. Ich bitte Sie. laut TIME-Magazine. zur Förderung von illegalen verdeckten Operationen im Handel von Rauschgift und Waffen konspirierten. daß jede Autorität. der damit .) gesammelt worden sind und die bezeugen. sondern dies auch unter dem Vorwand tat. daß Ihnen nahe. ihm nicht nur keine Unterstützung anbieten. die Verfolgung von Mr. so Gritz.C. die mit Drogen. ein Offizier zu sein. Der hoch dekorierte Colonel erklärte in seinem Brief an Bush: »Wenn Sie ein Mann mit guten Absichten sind. Bitte beantworten Sie mir.und Waffengeschäften verbunden gewesen seien. sondern Ihren Verteidigungsminister. Frank Carlucci. unseren Verfassungs-Prozeß umgangen zu haben und. III. Ross Perot Ihnen einen Stoß von Beweisen über Vergehen durch Armitage und andere vorlegen kann und Sie. dann bete ich darum. Warum. wobei er gerade den Richtigen ansprach. Bei einem zweiten Interview mit Khun Sa filmten sie ihn bei der Aussage über Personen aus Regierungskreisen.« Gritz führt noch weitere ungewöhnliche Vorfälle auf und nennt recht bekannte Namen wie Oliver North. als auf diesen Brief antworten. ernannte Politiker schuldig sind. Das von Gritz übermittelte Dokument war plötzlich im Büro von Meese »verloren« gegangen. wollen Sie die Affidavits nicht betrachten. daß Armitage nicht nur mit Heroin handelte. warum ein geachteter amerikanischer Bürger wie Mister H.187 Gefängnisstrafe von 15 Jahren in Aussicht gestellt worden. beabsichtigten etwas anderes zu tun als Richard Armitage [ExCIA. der übrigens kurioserweise als Decknamen unter anderem »Carlucci« verwendete. jenen berüchtigten Iran-Contra-Colonel. die Möglichkeit sehr ernsthaft zu betrachten. Sir. daß Sie mehr tun werden. Gritz leitete das Material an verschiedene Kongreßabgeordnete und Senatoren weiter. Perot ausrichten lassen. Mr. »Nichts wurde mit diesen Beweisen unternommen. einschließlich Sie selbst. Gritz richtete sich mit einer »Bürgerklage wegen Fehlhandlungen von Regierungsbeamten« an Justizminister General Edwin Meese. Armitage zu beenden<. die zeigten. Drogenhändler in Bangkok] zu schützen. die von >The Christic Institute< (Washington.

. in dem Richard Armitage zusammen mit Theodore Shackley (Ihrem ehemaligen stellvertretenden CIA-Direktor verdeckter Operationen) und andere genannt werden. die Ihnen als unserem jetzigen Vize-Präsidenten nahe stehen. Bitte nehmen Sie auch zur Kenntnis. um den Wahrheitsgehalt dieser sehr ernsthaften Beschuldigungen zu bestimmen. Inc[orporated]< mit Ihnen oder irgend jemand anderem als Vorsitzendem. Juni 1987. Als Direktor des Nachrichtendienstes waren Sie gegenüber dem amerikanischen Volk verantwortlich für die Aktivitäten Ihres Assistenten . unsere POWs nach Hause zu bringen. Ich werde dies nicht mehr tun. jenes »Wenn Sie in Ihrem Herzen noch irgendeine Liebe oder Loyalität für diese Nati- . Sie waren CIA-Direktor im Jahr 1975. was einige genau der gleichen Leute tun. Bush in seinem Schreiben noch mit einigen ungewöhnlichen Informationen zu konfrontieren. daß William Stevensons Artikel >Bank der Intrigen . daß diese Figuren einer >Parallelregierung< von Ihnen gefördert werden . hauptsächlich einen Brief von Khun Sa an das Justizministerium. der offensichtlich mit Armitage zu tun hatte. Ich füge einige Dokumente bei...Armitage und CIA-Beamte mit Heroin handelten. datiert auf den 28. wie sie uns bereits einige Male in diesem Buch begegnet sind.. Wenn Sie in Ihrem Herzen noch irgendeine Liebe oder Loyalität für diese Nation tragen.188 beauftragt sei. dann tun Sie etwas Positives.geradeso wie Sie wissen sollten.Zirkel der Macht< Sie. da ich das Gefühl habe. Der Brief endet mit dem bemerkenswerten Satz: »Ich zumindest bin nicht für eine >USA.« Hier scheinen wir wieder die damaligen Führungs-Persönlichkeiten der Schattenregierung vor Augen zu haben.« Die USA unter Kontrolle einer einzigen gewaltigen Über-Korporation! Und außerdem klingt der ungewöhnliche Konditionalsatz in den Ohren.« Gritz scheut sich nicht. während einer Zeit.. Gegen Ende seiner Ausführungen fügt Gritz hinzu: »Ich bin ein eingetragener Republikaner. zu der-wie Khun Sa sagt .. unter anderem dem mysteriösen Tod eines CIA-Agenten in Bangkok. Ich habe zweimal für Sie gestimmt. Armitage und General Secord hervorstechend nennt.

. Der altbewährte Zwiebelschalenaufbau ist auch hier immer wieder vertreten ..das Schachtelprinzip. wenn eine Gruppe Mächtiger hinter allem stand und steht.« Ein US-Präsident ohne Loyalität für sein Land? Beißt sich das nicht ein wenig? Doch wie sieht es aus mit den sehr weitreichenden Ideen des Council on Foreign Relations. und die mehr oder weniger den CFR kontrolliert. blieb unklar. die in geheimnisvollen Elite-Organisationen zu Hause ist wie beispielsweise dem CFR. zur Geheimhaltung verpflichtet. So schreibt der Wissenschaftler Professor Anthony C.. bei weitem nicht alle CFR-Mitglieder nehmen den gleichen Status ein. Sutton: »Die meisten CFR-Mitglieder sind nicht in eine Verschwörung involviert und haben kein Wissen über irgendeine Verschwörung . die einer geheimen Gesellschaft angehört. für das wir schon einige Beispiele auch aus der geheimen Struktur erhalten haben: . Der Orden Wie schon gesagt. das die Einflußnahme über das Nationale und auch über die USA hinaus zu einem globalen Superamerika ausweiten möchte? Bush propagierte genau das.« Wie klar auch sollten die damit verbundenen Aktivitäten werden. NWO . der seinerseits kontrolliert wird? Wir begeben uns damit also noch mehr zu den Zentren der Macht. Allerdings gibt es eine Gruppe INNERHALB [Hervorhebung durch den Autor.« Der mächtige CFR. Der Göttinger Professor für Politikwissenschaften Peter Lösche schreibt in dem schon erwähnten Werk »Die amerikanischen Präsidenten« im Beitrag zu Bush: »Was er unter der von ihm proklamierten >neuen Weltordnung< eigentlich verstanden wissen wollte. die alles andere als Klarheit und Publicity sucht? Eine Gruppe. als er von der »Neuen Weltordnung« New World Order..189 on tragen .] des Council on Foreign Relations. der selbst heute nur relativ wenigen Amerikanern ein Begriff ist.sprach. Verf. sind gleichermaßen konspirativ orientiert. Anm.

Jedenfalls wurde . sollte uns eigentlich kaum mehr etwas verwundern. Präsidenten der Vereinigten Staaten.190 • • • • ein »Schwarzes Budget« innerhalb des »Schwarzen Budgets. Vater des 27. Skull and Bones wurde im Jahr 1832 an der ehrenwerten YaleUniversität gegründet. um zu sehen. eine Regierung innerhalb der Regierung und nun auch ein CFR innerhalb des CFR. Connecticut. Jahrhundert mit jedoch älteren Wurzeln gegründete Geheimgesellschaft. sondern möglicherweise auch ein wenig dazu. was wir heute immerhin doch über die geheimen Aktivitäten der Mächtigen in Erfahrung bringen konnten.und nicht nur er . die Instanz hinter der Instanz entdeckt zu haben: eine im 19. diese Materie jenem zweifelhaften Licht des Okkulten auszusetzen und jegliche ernsthafte Untersuchung ins Lächerliche zu treiben. Geht spätestens jetzt das fröhliche Buchdeckelschlagen um. Wer kontrolliert den CFR? Professor Sutton . die manche aufgenommen haben. »The Order . Die Yale-Universität in New Haven.Der Orden« oder auch »Skull and Bones«. Die Fährten. Da ist die Rede von der »Bruderschaft des Todes«. wer hinter dem grandiosen Mummenschanz steht. wenn man so sagen darf. weil das alles doch pure Verschwörungstheorie ist? Und wenn nicht? Bei alledem. »S&B«. die unter verschiedenen Namen und eher vorgehaltener Hand immer wieder in meist verschwörungsbezogener Literatur Erwähnung gefunden hat. um zu sagen. daß unter den Mitgliedern von Skull and Bones tatsächlich ein okkulter Glaube existiert. besitzt gewissermaßen die Exklusivrechte auf Skull and Bones. Riskieren wir also doch noch einen Blick in diese geheimen Zirkel. der »Sektion 322«. eine CIA innerhalb der CIA. sollen hier nicht verfolgt werden.glaubt. der letztlich nicht nur um der Geheimniskrämerei willen betrieben wird. von General William Huntington Russell und dem angesehenen Richter Alphonso Taft.

wie er auch die auf allen sieben Meeren gefürchtete schwarze Piratenflagge ziert.« Das ist gewissermaßen der amerikanische »Uradel«. So wurde spekuliert. sondern die gesamte Skull-and-Bones-Society war nach Ansicht verschiedener Autoren von Opiumgeschäften geprägt und dazu von einem bitteren Kampf um die politische Kontrolle über die Staaten. Rockefeller. an der S&B zu finden ist. die Kasse »russelte«. ob dieses wilde Geschäftsgebahren auch der Hintergrund für das Knochenklappern im Wappen war. nach europäischem Maßstab allerdings ein recht junger Adel. Und an der Yale-Universität selbst existierten noch weitere geheime Gruppierungen wie Wolf's Head oder Scroll and Key. Hauptsache. Nicht nur der Hintergrund der Russell-Familie. die schließlich zur Spitze der Machtpyramide vorstießen. jener. Schon damals ging es wirklich nicht gerade zimperlich in den feinsten Kreisen der USA zu. beispielsweise den Ivy Club und den Cottage Club der Princeton-Universität oder den Porcelian Club an der HarvardUniversität. Wie die meisten anderen. Ehrenmänner mit Stock und Zylinder. Russells Familie und ihre Firma Russel and Company war mit Sklavenhandel und Opiumschmuggel zu Reichtum gekommen. Yale ist auch die einzige Universität. für jenen Totenkopf mit den gekreuzten Gebeinen. wenn man bedenkt. Natürlich gab es auch an den anderen großen Universitäten elitäre Clubs. waren also auch die Russells solide Großbürger. wie Harriman. Jahrhundert in der neuen Welt ankamen. Payne. daß die Urwurzeln und Gründerväter der ältesten noblen Familien hier manchmal nur wenige Jahrhun- . Doch war eben S&B das absolute Nonplusultra. die sich ihre Schätze allerdings nach Art der Raubritter und Freibeuter erwarben. Dazu durften in diese Kreise auch diejenigen eintreten.191 S&B hier nicht nur gegründet und etabliert. die noch im 17. Davison. Seine Mitglieder rekrutieren sich laut Sutton aus rund 20 bis 30 der ältesten amerikanischen Familien. ihre Abkömmlinge an die Yale-Universität schickten und rechtzeitig noch beinahe Familien der alten Linie wurden. »welche innerhalb der letzten hundert Jahre zu großem Reichtum gelangten.

in die Gruppen wie Bilderberger.« J.sehr ähnlich. Hier heißt es unter anderem: »FinanzInstitutionen. sind die dominierende Kraft innerhalb der Ökonomie. Tarpley und Anton Chaitkin. Besonders die Familien Vanderbilt und Rockefeller nahmen sich dieser Aufgabe offenbar hingebungsvoll an. das ist vor allem auch Gehirnwäsche und Infiltration. Der Autor Jim Marrs zitiert einen Bericht aus dem Jahr 1980. sei es im Bereich Forschung. Skull and Bones. Was nach außen vielleicht gerade noch wie eine verschroben-spukige Studentenverbindung aussehen könnte. Selbst von den Yale-Studenten werden nur wenige auserkoren. Die schon als Pseudo-Blaublüter bezeichneten Mitglieder versuchen . P. Laut Anthony C. So sehen es die beiden Autoren Webster G. Wie meistens bei verschworenen Gesellschaften. Sutton hat »The Order« beinahe jede bedeutungsvolle Organisation in den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen oder durchdrungen. Jährlich sind es gerade mal fünfzehn an der Zahl. Schlagwort Einflußnahme. entweder Teil des Morgan-Rockefeller-Komplexes oder extensiv mit ihm verwoben. »gleichwertigen« Kreisen bewahren zu wollen. dem Club beizutreten. Diese Bindungen werden gepflegt und man unterstützt sich gegenseitig. ihr Blut. wird in seinem Kern zur kollektiven Bedrohung. vor allem wenn Familie Goliath und Familie Herkules sich verbinden. denen zufolge einflußreiche. CFR und andere. gelten auch hier alle Nicht-Mitglieder als »Heiden« oder »Vandalen«. der sogar von einem Senats-Komitee für Regierungs-Angelegenheiten veröffentlicht wurde. Von hier geht es weiter in die Think Tanks. wie es der europäische Adel in früheren Jahrhunderten praktizierte -. Politik oder Medien. anglophile amerikanische Familien S&B zu einer wirkungsvollen politischen Rekrutierungs-Agentur machten. vor allem aber ihr Geld und ihre Macht durch Heiraten untereinander in möglichst engen. doch konnte er seine Interessen über . Morgan war selbst zwar kein Mitglied im »Knochenclub«.192 derte nach Christi Geburt zu finden sind! Trotzdem gibt sich der amerikanische Geldadel in seinem »jugendlichen Leichtsinn« natürlich höchst arrogant. Einigkeit macht stark.

wer überhaupt wen kontrolliert. James Buckley. Richard Bisseil.oder vielleicht gerade eben deshalb. W. viele CIA-Angehörige entstammen den Reihen von S&B. Deutlich ist auch die Verbindung zum Gründer Russell. ohne daß je ein Familienangehöriger zu diesem düsteren Yale-Club gehörte . Madden Jr. einem Mitarbeiter von Prescott Bush. . F. Manchmal stellt sich allerdings die Frage. Sowohl der gegenwärtige Präsident George W.193 eine ganze Reihe für ihn tätiger Mitarbeiter in den Club einbringen und ihn als Multiplikator einsetzen. daß die in jungen Jahren in die verstaubten Gewölbe des geheimen »Schädel-und-Knochenbundes« eintretende Elite später in geschlossener Formation und mit allen erdenklichen Mitteln ausgestattet die Zentren der »Schattenregierung« bevölkert. William Bundy. Dazu zählten natürlich George H. So zeigt sich. verwaltet wurden. Trubee Davison oder Hugh Cunningham. Bush als auch sein Vater George H. wurde die reiche Ford-Familie geradezu von S&B ausgesaugt. Unzweifelhaft mit dabei waren seit langem schon die Bushs. W. Bush.. und der Großvater Prescott Bush gehörten dem geheimen Yale-Elitebund an. Wie Sutton berichtet. dessen Treuhand-Finanzen von John B. Auch die CIA ist eng mit Skull and Bones verbunden.

als der ultra-verborgene Körper des »Kraken« allmählich an die Wasseroberfläche stieß. die in den Weiten des globalen Ozeans lauerte. In jenen Tagen veröffentlichte der Stanford-Historiker und Journalist Gary Allen zwei beeindruckende Werke. Was da aber auftauchte. Gary Allen hatte im einleitenden Werk »None Dare Call it Conspiracy« den von der Rockefeller-Familie ins Leben gerufenen Council on Foreign Relations erstmals ans Tageslicht gebracht. jenen Wellen. die der Oktopus möglichst wenig wogen lassen wollte. .194 Kapitel 8 WELT-MANIPULATION Des Kraken neue Kleider Es war Anfang der 1970er Jahre. sich ein Bild von verschworenen Organisationen zu machen. wie der Kopf des mächtigen Tieres zwischen den Wellen hervorlugte. Wer aufmerksam hinsah. Die Nähe zu der umstrittenen und von »etablierter Seite« her aber aus nicht nur einem Grund heraus . stempelten die großen Medien und die für historische. welche von einem deutlichen Weltmacht-Streben beseelt sind. damit sich ein Teil der bis dahin ahnungslosen Welt erstmals der Gefahr bewußt wurde. politische und ökonomische Fragen zuständigen Instanzen sie schnell als lächerliche Randgruppen-Literatur ab. die in ihrer englischen Originalausgabe zum Welterfolg geworden sind und in Deutschland unter dem Titel »Die Insider« in zwei Bänden erschienen. Und so erhielt damit auch die »breite Öffentlichkeit« die Gelegenheit. das reichte zumindest aus. die sich mit diesen und ähnlichen Hintergründen auseinandersetzten. zum Teil beachtliche Erfolge wurden und durchaus weite Verbreitung fanden. konnte beobachten.natürlich als anrüchig erachteten Thematik der Geheimgesellschaften führte zu einem erstaunlichen Effekt. Obwohl Allens Bücher sowie auch andere Werke.

TC). Denkmuster und Lehren sich kaum durchsetzen können. Kurz nachdem das Buch erschienen war. Gary Allens Werk allerdings hinterließ Spuren. hoch ausgefeilten Systems nur zu verständlich. jungfräuliche. an den Hochschulen in langer Tradition verbreiteten Lehre. warum selbst gut belegte Informationen jenseits der etablierten Strukturen.eben genau in Form der herrschenden. Natürlich wissen wir spätestens nach der aufgeschlossenen Lektüre der wirklich relevanten »RandgruppenLiteratur«. was Sache ist! Alles in allem ist in Anbetracht des dahinter stehenden. Der CFR war mit dieser Publikation bereits zu sehr aus der Schattengesellschaft ins Bewußtsein der »Allgemeinheit« gedrungen. Sie sollte aber nicht nur eine neue. Sie trug eben Früchte.195 gerade gut genug. Sie handeln in dem uneingeschränkten Glauben. Also bestand Handlungsbedarf. eine neue abgeschottete Organisation ins Leben. warum das so ist. sondern natürlich auch einem neuen zusätzlichen Zweck dienen. rief David Rockefeller. den Bekanntheitsgrad des Council on Foreign Relations bis zum heutigen Tag auf einem niedrigen Level zu halten. Damit gelang es erstaunlicherweise auch. die Trilaterale Kommission (Trilatéral Commission. nun auch wirklich zu wissen. um die Paranoia einiger Verschwörungstheoretiker zu befriedigen. dann war das Amusement der auf dem Boden gebliebenen Vernunftsmenschen zumeist gewaltig. Und wenn davon die Rede war. unbekannte Gruppe sein. die Infiltration. wird sich doch auf sein gutes Recht berufen dürfen. den Stein der Weisen zu besitzen . daß gewiß viele der honorigen Historiker und Verschwörungsgegner infolge ihrer vom »Mainstream« und dem universitären Curriculum geprägten Ignoranz gar nicht erkannten. damals gleichzeitig Vorsitzender des CFR sowie der Chase Manhattan Bank. Und sie erwies sich als so subtil. daß diese Organisation eine »Weltverschwörung« plante. Der CFR hatte nunmehr seit über dreißig Jahren das Ziel . Und wer nach langen Mühen erst einmal seinen akademischen Abschluß in der Tasche hat. wie sehr sie selbst zu Opfern oder gar Werkzeugen des gesamten Systems geworden waren.

Hier zeigt er seine Vision einer Gesellschaft auf. Brzezinski hatte 1970 ein Buch mit dem Titel »Zwischen zwei Zeitaltern: Amerikas Rolle in der technetronischen Ära« veröffentlicht. Brzezinski lehrte damals als Professor an der Columbia-Universität und arbeitete unter anderem auch für den mächtigen »Think Tank« der Brookings Institution. Den Vorsitz übernahm David Rockefeller.196 der »Atlantic Union« verfolgt. Juli 1972 geboren. Mitglieder der ersten Stunden waren außerdem unter anderen auch Jimmy Carter. TIME-Chefredakteur Reginald Maudling und FIAT- . auch Asien mit einzubinden und damit eben genau die trilaterale Union zu schaffen. psychologisch.« Er sagt auch. Neben David Rockefeller und Zbigniew Brzezinski waren unter anderem der Brookings-Chef Henry Owen. und 24. Der Professor steuerte voll und ganz den Globalisierungskurs: »Nationale Souveränität ist kein länger gangbares Konzept«.. Die offizielle Gründung fand dann ein knappes Jahr später statt. mit Brzezinski als Direktor für Nordamerika. damals Gouverneur von Georgia. Nun war es Zeit. Sie wurde in der Zeit zwischen dem 23. Tarrytown. der bei der Ausarbeitung des Konzeptes von Zbigniew Brzezinski unterstützt wurde. daß »schließlich eine Gemeinschaft entwickelter Nationen geformt werden muß.« Letztlich zielen alle Argumente auf die Ausprägung einer globalisierten Welt hin. am 1. erklärte er. Nach Darstellungen verschiedener Insider war die Trilaterale Kommission gänzlich das geistige Kind von David Rockefeller. also eine bilaterale Union zwischen Amerika und Europa. die »kulturell. McGeorge Bundy. Karl Carstens und weitere hochrangige Vertreter von Politik und Wirtschaft anwesend. wenn die Welt wirksam auf zunehmend ernste Krisen reagieren soll . als sich eine Reihe mächtiger Personen aus Amerika.. sozial und ökonomisch durch den Einfluß von Technik und Elektronik vor allem im Bereich der Computer und der Kommunikation geformt ist. Juli 1973. Die Gründung der Trilateralen Kommission wurde in Abstimmung mit dem CFR und den Bilderbergern realisiert. Europa und Asien auf dem riesigen Rockefeller-Anwesen in Pocantino Hills. New York traf.

Stein für Stein. bei dem die Reichweite demokratischer Kooperation stufenweise erweitert wird. relativ engen Zonen der Stabilität. Die Voraussetzungfür eine letztendliche Globalisierung . und immerhin steht doch schon in der Bibel »Macht euch die Erde Untertan!« Vielleicht hat da jemand etwas falsch verstanden? . der existierenden..« Dies alles entspricht absolut den Zielen des CFR und der Trilateralen Kommission. die TC unterwandere die amerikanische Freiheit. daß die Repräsentanten der recht neuen Gruppe jede verschwörerische Absicht negieren. Schritt für Schritt. da wir uns hierdurch in Richtung großer. stabilerer und kooperativerer Einheiten bewegen. .. David Rockefeller äußerte sich 1996 zu den Anschuldigungen.« Nun. Stufe für Stufe. einer der mächtigsten Männer dieser Erde. eine Erweiterung. finden sich auch Bill Clinton und George Bush. Auf dem 1995 von Michael Gorbatschow gegründeten »State-of-theWorld«-Forum erklärte Brzezinski: »Wir David Rockefeller können nicht in einem einzigen schnellen Schritt zur Weltregierung springen . Die Trilaterale Kommission verfolge einzig und allein sehr friedliche Absichten. Einer muß schließlich das Kommando haben. die ungefähr den Bilderbergern entspricht.ich kann mir nicht helfen..ist eine fortschreitende Regionalisierung. den Standpunkt und die eigene Rolle im Spiel an. Es ist völlig klar.197 Chef Giovanni Agnelli. eine Zahl. Unter den nunmehr insgesamt rund 100 Mitgliedern. es kommt eben auf die Perspektive. das »ist so absurd .echte Globalisierung . aber zu einem gewissen Grade finde ich das amüsant. [Dieses Ziel] erfordert einen Prozeß..

Daß geheime Operationen und Institutionen US-amerikanischer Nachrichtendienste auch in diesem fernen Land zu finden sind.198 Die Australien-Connection Das weltweite Netzwerk. die von vornherein gezielt belauscht werden. am besten bekannt unter dem Namen Pine Gap.und Weltraumforschung. die Joint Defense Space Research Facility. Natürlich arbeitet man auch hier »undercover«. das mit dem Computerprogramm »Echelon« nach relevanten Informationen sucht. Dort. Und wenn hier eines oder mehrere dieser Hit-Words erscheint. der dabei zumindest beiläufig auch immer wieder ins Spiel kam. Genau. also eine Einrichtung zur Verteidigungs. E-Mails. also »Treffer-Wörtern« zu füttern und dann nach ihnen zu fahnden. in dem die »Exekutive des Kraken« in Form verschiedener Geheimdienste. Organisationen und Einzelpersonen agiert. Die mit dem Namen »Merino« codierte Installation wird offiziell als Forschungsstätte ausgewiesen. auf dem McDonnell Range. In seinem umfangreichen zweiten Buch zur National Security Agency . wird gegenwärtig vor allem in einer Region des abgelegenen Northern Territory klar. ihre Computer mit ständig aktualisierten Listen von »Hit-Words«. Telefonate. die gesamten Kanäle der Kommunikation. Das Ganze ähnelt einer Art geheimen Internets. Ein Kontinent. wobei unser offizielles Internet ebenfalls auf anfangs geheimen Entwicklungen der Pentagon-Behörde DARPA beruht und ursprünglich DARPA-Net hieß. sind die NSA-Teams in der Lage. auf denen sie erwähnt werden. haben wir schon in mancherlei Hinsicht kennengelernt. beginnt der Automatismus der Überwachung. Doch tatsächlich ist sie integraler und wesentlicher Bestandteil des weltweiten NSA-Abhörnetzes. Sie überwachen Faxe. ganz abgesehen von Verbindungen. befindet sich eine geheime Anlage der National Security Agency. ist das geheimnisvolle Australien mit seinen unerschlossenen Weiten. wie wir im World Wide Web per Suchmaschinen ganz bestimmte Begriffe eingeben und eben weltweit nach Seiten fahnden können.

denn auch über ihr ist der Luftraum gesperrt und das ganze Gebiet bestens bewacht. das ist ein Abkommen zur Fernmeldeaufklärung zwischen den USA und Ländern des United Kingdom. Hier ist es eine doppelte Barriere. USA. So sieht man sie natürlich in großer Zahl im beeindruckenden NSA-Zentrum auf Fort George Meade in Maryland. die jene 18 Quadratkilometer von der Außenwelt abschottet. Neben einer größeren Zahl von flachen Gebäuden finden sich auf dem Territorium etliche silberweiß glänzende Kuppel strukturen. oder auch hierzulande.199 schreibt der NSA-Experte James Bamford: »Nachdem die NSA die Suchlisten mit den Schlüsselbegriffen. nach diesen Wörtern und Zahlen. In Australien manifestierten sich aber noch andere amerikanische Geheimnisse als der global wirksame Abhör-Geheimdienst NSA. England.Suchcodes . Dort sucht ein Computer mit der Code-Bezeichnung Dictionary [Wörterbuch] unter den Millionen von Nachrichten.« UKUSA. Die gerade so wie überdimensionierte Golfbälle aussehenden Strukturen bergen in ihrem Inneren leistungsfähige Radarschüsseln. Hier operierte in den 1980er Jahren auch der noch Verhältnis- . Pine Gap wurde schon als »australische Area 51« bezeichnet. Namen. Redewendungen. Die »Merino«-Basis allerdings ist viel kleiner als Area 51 und ließ sich damit relativ einfach einzäunen. teilen ihnen Analytiker vierstellige Zahlen zu . wie sie so typisch sind für die NSA-Abhöranlagen. im bayerischen Bad Aibling.und reichen sie dann über das Echelon-Computersystem an die verschiedenen UKUSA-Horchposten weiter. Hinter dem hohen Zaun arbeiten rund 500 Menschen in einer Atmosphäre striktester Geheimhaltung und richten ihre künstlichen Ohren in alle Himmelsrichtungen. ebenso in der weitläufigen und wichtigen Anlage von Menwith Hill in North Yorkshire. die durch die Abhörantennen passieren. Telefon. welche die Satellitenkommunikation überwachen und mit einer Anzahl von Spionage-Satelliten in Verbindung stehen.und Faxnummern in Empfang genommen hat.

mäßig kleine Vorgänger der »Geldwaschanlage« BCCI. will er Drogen-Gelder aus dem Goldenen Dreieck »gesäubert« haben. Bei Nugan begegnen uns wieder einige notorische Namen. Zweifelhaften Ruhm erlangte das wirklich mehr als frag- . die zur Finanzierung von verdeckten Operationen genutzt werden konnten. Wie bereits beschrieben. will auch Michael Riconosciuto. also die »Internationale Bank der Gauner und Kriminellen«. was wirklich seriös klingt.und Rauschgift-Guru der Cabazon-Aktion verwickelt gewesen sein. daß die australische Bank in der Heroin-Hochburg Chiang Mai. der geniale Computer. In den kleinen BCCI-Bruder von Australien. und man erschloß sich neue Wege. Bekannt ist. mit Scheingeschäften wusch. daß »man« die Drogengelder. eine Filiale besaß. die Nugan Hand Bank und ihre Machenschaften. Thailand. steht hinter BCCI die Bank of Commerce and Credit International.200 Die Radome der NSA-Anlagen von Menwith Hill in Nordengland. doch da war der Zug für BCCI schon abgefahren. Und Tatsache ist. die gute Verbindungen zur CIA hatte. Bei Nugan. Bushs CIA-Direktor und Oktopus-Mann Robert Gates titulierte sie in der typischen Scheinheiligkeit der Verschwörer selbst als »Bank of Crooks and Criminals International«.

der in Vietnam für die CIA tätig gewesen war. der diese Bank 1976 mit der stolzen Summe von 5. immerhin ehemaliger Green Beret. kannte kaum Skrupel. die Hmong-Drogenbauern auf einer Karibik-Insel anzusiedeln. Mit Hilfe des US-Geheimdienstlers Bernard Maurice Houghton gewann Hand eine ganze Reihe höchstrangiger Persönlichkeiten für seine Bank. Oberst Gaddafi. der dann zehn Jahre später gleichfalls »Selbstmord« im Wicomico River beging. Genau wie Colby stand er in engem Kontakt mit den dortigen Opium-Produzenten. Und genau in dem Jahr. Auch das CIA-Drogenspiel sollte fortgesetzt werden. Ed Wilson. in Worten: fünf. Hand brachte es schnell zu beachtlichem Erfolg. lieferte und zudem die passenden Zünder aus CIA-Produktion beisteuerte. Man fand ihn damals mit der Waffe in der Hand am Steuer seines goldenen Mercedes. Houghton stellte seinerseits wiederum die Brücke dar. Ur-Mitglied des Kraken und . der auf einer Landstraße bei Sydney geparkt war. den Hmong. Dollar Eigenkapitel gegründet hatte. Dort traf Hand auch mit dem CIA-Chef von Laos und Saigon zusammen: Theodore Shackley. konnte Michael Hand sein Unternehmen auf dem Steuerparadies der britischen Cayman-Inseln in der Karibik etablieren. Innerhalb von nur zwei Jahren hatte er international zwölf Filialen einrichten können. Die amerikanische Komponente der Bank stellte ein gewisser Michael Hand dar. Und somit stoßen bereits wieder einige interessante Persönlichkeiten des Secret Team aufeinander. In der Westentasche Nugans steckte eine Visitenkarte von William Colby. Michael Hand und Bernard Houghton planten. der von 1976 an hochexplosiven C-4-Sprengstoff an Libyens Staatschef. in dem Frank Nugan tot aufgefunden wurde. Wilson entfalten konnte. über die sich ein regerer Austausch zwischen Nugan Hand und der CIA-Gruppe um den ebenfalls tief in den »Oktopus« der Schattenregierung verstrickten Edwin O.201 würdige Unternehmen vor allem mit dem Tod seines Gründers Frank Nugan. Offenbar hatte sich der Rechtsanwalt Nugan 1986 das Leben genommen.

sollte bei den Vermittlungen helfen. denen Gegenteiliges am Herzen liegt.202 Drogenhändler Mitchell L. Bush in den BCCI-Skandal. Andreas von Bülow. Gegen eine Geldstrafe von 10 000 Dollar wurde auch Clines auf freien Fuß gesetzt. daß die ganze Geschichte aufflog. Mehrere Ereignisse führten dazu. daß Clines nur der Strohmann einer kriminellen Vereinigung gewesen war. Doch die Anklage verzichtete auf wesentliche Teile der Strafverfolgung und begnügte sich mit einem Schuldanerkenntnis und der Verpflichtung zur Wiedergutmachung des Schadens in Höhe von drei Millionen Dollar. vielleicht nur ganz allgemein. Interessant. WerBell III. Der zuständige Staatsanwalt wies nach. . Das klappte jedoch nicht. was er über das Schicksal einiger der Drahtzieher im Hand-Skandal berichtet: »Ed Wilson wurde in der Folgezeit wegen seines illegalen Waffenhandels mit Libyen zu lebenslanger Haft verurteilt.und Caicos-Inseln für das Projekt zu verwenden. Die Dinge entwikkelten sich allerdings ungünstig. über die australischen CIA-Drogenmachenschaften.« Dazu muß kaum mehr gesagt werden. Ein Unterkomitee des US-Senats. außer es gibt noch Mächtigere. Daraufhin kam Hand-Präsident Admiral Earl Yates auf die an sich glorreiche Idee. Die beiden Organisateure setzten sich daraufhin schleunigst unter Mithilfe ihrer CIA-Freunde ab. daß die Absicherung der Mächtigen selbst meistens ziemlich mächtig ausfällt. der Hand-Bank eine zu Haiti zählende Insel namens Jacmel zu verpachten. Interessant ist auch das Beispiel der Involvierung von George H. W. US-General Richard Secord und anderen. General Secord ließ sich mit vollen Bezügen zur Ruhe setzen. Sowohl Infrastruktur als auch geographische Lage boten sich hervorragend für illegale Drogengeschäfte an. mit einflußreichen Hintermännern wie Ted Shackley. das die Bereiche »Terrorismus«. In seinem äußerst lesenswerten Werk »Im Namen des Staates« berichtet auch der ehemalige deutsche Bundesminister für Forschung und Technologie. Clines wurde wegen Betrugs in Höhe von acht Millionen Dollar zu Lasten der US-Regierung angeklagt. einen ehemaligen Marine-Stützpunkt auf den karibischen Türks.

was BCCI betraf. den Vorsitzenden der Vereinigten Stabs-Chefs. wie er zu den anderen Chefs sagte: >Ich kann das einfach nicht glauben. Ich habe das niemals gewußt. Am Beispiel der gescheiterten CIA-Operation in der »Bay of Pigs«. der aus zahlreichen Akten und Unterlagen prägnante Informationspapiere erarbeitete. sollte sie mißlingen oder kompromittiert werden. das plaziert wurde. »Ich wurde zur Seite gekehrt«. Das ist die Art . demonstriert er ziemlich eindringlich. wußte er über viele dieser Operationen Bescheid. wie hier verfahren wurde. dem berühmten Schweinbucht-Debakel vom Frühjahr 1961. gehört zu haben. Als »Briefing Officer«. welche die CIA bis zu jenem Zeitpunkt durchgeführt hatte. der für die Operation verantwortlich gemacht worden wäre. dürfte außer Frage stehen. Wie verdeckt das Secret Team bei seinen Operationen zum Teil agiert. Beredte Beispiele dafür füllen nicht nur dieses Werk. um zu wissen.203 »Rauschgift« und »Internationale Operationen« abdeckte. wurde durch ein auf hoher Ebene angesiedeltes Cover-up vertuscht. nachdem der Zoll über deren Geldwaschaktion in Miami stolperte!« Die Kuba-Akte Daß die CIA und ihr Secret Team nicht die geringsten Skrupel kennen. Teammitglied Jack Blum erkannte jedoch die fadenscheinige Arbeitsweise und schlug eine ernsthafte BCCI-Untersuchung vor. Man konnte angeblich keine Beweise vorbringen. stellt er lapidar zur weiteren Entwicklung fest und fügt hinzu: »Alles. beschreibt Colonel Prouty in seinem gleichnamigen Buch. der Mann. General Lyman L. zu dem Thema der größten verdeckten Spezialoperation gebrieft zu haben. < Hier stand der höchstrangige Militär der Nation. Lemnitzer. und ich erinnere mich. und ihm war nicht genug gesagt worden. sollte die Angelegenheit unter dem Vorsitz von Senator John Kerry in Augenschein nehmen. wie wenig manchmal selbst Spitzenleute über solche Aktionen gewußt haben: »Ich erinnere mich.

die in diesen Dokumenten zu finden sind. Über diese Pläne wußte Lemnitzer genauestens Bescheid. Anstatt daß eine Woge des Entsetzens durch die großen Medien ging. daß die USA schon einmal bereit waren. Cabell. wie es vom >Secret Team< gespielt wird. Erst im Jahr 2001 wurden fast vierzig Jahre alte Dokumente freigegeben. auch außerhalb der USA. standen jahrzehntelang ebenfalls noch nicht in den Geschichtsbüchern. die Öffentlichkeit. und es mag noch dauern.204 Spiel. die das Secret Team selbst gegenüber Spitzenleuten betrieb. Die Stabschefs planten Terroraktionen. Richard Bisseil und Charles P. forderte John F. für einen Krieg gegen Kuba aufzuwiegeln.« Doch auch Lemnitzer war keineswegs ein Unschuldsengel. Nicht zu vergessen: Die Informationen. « Interessant ist nicht zuletzt die Verwirrungspolitik. bis sie darin erscheinen werden. um Amerika. Diese Dokumente haben nach ihrer Deklassifizierung vor allem in »Verschwörungskreisen« Aufsehen erregt. Sie sollten auch denen zu denken geben. die a priori jede abweichende Darstellung von der herrschenden Lehre als Verschwörungstheorie lächerlich zu machen versuchen. Das war wohl ein gewaltiger Fehler. Allan Dulles. wobei sie eigentlich noch weitaus mehr hätten bewirken müssen. einen Krieg gegen ihr eigenes Volk zu führen. die bis dahin als »Top Secret« eingestuft wurden und belegen. finden sich Hinweise auf dieses Material selbst im beinahe unendlichen Informationsozean des Internet vorwiegend auf »Konspirationsseiten«. das heißt. obwohl das in Washington aktive . Er feuerte auch drei hochrangige CIA-Leute.« Wie auch immer. dennoch sind sie aufs erschreckendste wahr. daß im Prinzip jede Verschwörung möglich ist. Bald nachdem die unter dem CIA-Code >Operation Zapata< geführte Mission mißlungen war. Lemnitzer nämlich erklärte: »Wir wurden massiv desinformiert. Aber in entgegengesetzten Richtungen. Lemnitzer sagte im erst 1981 veröffentlichten Untersuchungsbericht gleichfalls klar aus: »Wir hatten keine Information. Kennedy eine Untersuchung der Angelegenheit. Sie belegen.

Individuelle Projekte können dann auf einer fallbezogenen Basis erwogen werden. Lemnitzer den Plan als »Cuba Project« an und erklärt: »Die Vereinten Stabschefs empfehlen.die Papiere sind auch im Anhang »Operation Northwoods« aufgeführt. die je von einer USamerikanischen Regierungsinstanz produziert worden sind. machte und verabschiedete der Vereinigte Generalstab Pläne. die für Planungszwecke geeignet ist. daß das vorgeschlagene Memorandum als eine vorläufige Einreichung weitergeleitet wird. den sie gegen Kuba führen wollten.geocities.« In der Einleitung seines an den Verteidigungsminister gerichteten Memorandums vom 13. auf den sich die meisten Quellen berufen. um die amerikanische Öffentlichkeit für den irrwitzigen Krieg zu gewinnen. die für dieses Buch eingesehen wurden.com/knoxvillegreenparty/iran_ contra_christic_institute/christictlpj.: »NSA . Man nimmt an. Im Namen des Antikommunismus schlugen die Militärs einen geheimen und blutigen terroristischen Krieg gegen ihr eigenes Land vor. erwähnt die unfaßbaren Pläne der USA in seinem Buch »Body of Secrets« (dt. welche die Vereinigten Staaten in eine .« Dann folgen zwölf Seiten. Es besteht kein Zweifel an der Echtheit des Materials. daß es ähnliche Einreichungen von anderen Behörden geben wird und daß diese Eingänge als Basis zur Entwicklung eines zeitversetzten Planes gebraucht werden.Die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt«): »Geheimen und lange unter Verschluß gehaltenen Dokumenten zufolge. daß eine militärische Intervention der USA aus einer Periode erhöhter Spannungen zwischen den USA und Kuba resultiert. In der Diskussion auf Seite 2 findet sich die skrupellose und teuflische Grundidee: »Der vorgeschlagene Weg der Aktionen basiert auf der Voraussetzung. auf denen das als »Project Northwoods« beziehungsweise »Cuba Project« bezeichnete Geheimunternehmen in all seinen Details beschrieben wird. die vielleicht die schlimmsten waren.html) . Auch der schon erwähnte NSA-Experte James Bamford. März 1962 spricht Lyman L.205 Christic Institute diese Dokumente sogar auf seiner Homepage wiedergibt (http://www.

Verborgenen Funk verwenden.. legitimierte Provokation als Basis für die militärische Intervention der USA zu nutzen. Die Weltmeinung und das Forum der Vereinten Nationen sollten in günstiger Weise beeinflußt werden. . als anfängliche Anstrengung ausgeführt werden. Schikanierung und Täuschungsmanöver würden betont werden. um Angriff auf Basis zu inszenieren. Gerüchte zu verbreiten (viele). zur Erwekkung eines authentischen Anscheins. (6 ) Flugzeuge auf der Basis in Brand setzen (Sabotage). (4 ) Aufruhr nahe dem Haupttor der Basis inszenieren (freundlich gesinnte Kubaner). könnte ein verdeckter Täuschungsplan . gerechtfertigten Groll zu hegen. 2. Da es wünschenswert scheint. um eine glaubwürdige Attacke zu etablieren (nicht in chronologischer Reihenfolge): (1 ) Beginn. die eine alarmierende und nicht vorausberechenbare Bedrohung für den Frieden der westlichen Hemisphäre darstellt. um kubanische Reaktionen zu provozieren. um die Kubaner von einer bevorstehenden Invasion zu überzeugen. (3 ) (Freundliche) Kubanische Saboteure innerhalb der Basis gefangen nehmen. wenn die kubanische Antwort dies rechtfertigt.« Und wie gedachte man all das zu realisieren? Die Antworten gibt das Dokument ab Seite 7. indem international das Bild einer wilden und unverantwortlichen kubanischen Regierung vermittelt wird. (5 ) Munition in der Basis zur Explosion bringen. Eine Serie von gut koordinierten Zwischenfällen wird geplant.. (2 ) Freundlich gesinnte Kubaner in Uniformen »hinter dem Zaun« landen. a) Zwischenfälle. Feuer auslösen. Unsere militärische Haltung während der Ausführung des Planes wird einen schnellen Wechsel vom Training zur Intervention ermöglichen.206 Position versetzt. (7 ) Mörsergranaten von außerhalb der Basis in die Anlage schleudern. von feindlichen kubanischen Streitkräften ausgeführt zu werden. um dann in und um Guantanamo stattzufinden. Hier heißt es unter anderem: »1.

Beerdigungen für Schein-Opfer durchführen (könnte auf Punkt 10 folgen). Wir könnten ein US-Schiff in der Guantanamo-Bucht sprengen und Kuba dafür verantwortlich machen. Ein »Remember-the-Maine«-Zwischenfall [1898 zerstörte eine mysteriöse Explosion das US-Schlachtschiff >Maine< in Havana und führte zum Spanisch-Amerikanischen Krieg. (10 ) Sabotage-Schiff im Hafen. Verf. Die Nähe zu Havana oder Santiago würde die Glaubwürdigkeit vor allem für diejenigen Leute verstärken. welche die Basis stürmen. c) Beginnen mit groß angelegten Militäroperationen der Vereinigten Staaten. könnte eine ziemlich zwingende Beweislage dafür liefern.Teams gefangen nehmen. geschützt von US-Kampfjägern. Anm. um verbliebene Mitglieder der nicht-existenten Besatzung zu >evakuieren<. Wir könnten es so arrangieren. welche die Explosion gehört oder das Feuer gesehen haben könnten. Die Gegenwart von kubanischen Flugzeugen oder Schiffen. große Feuer ..und Energieversorgung zu sichern . d. (8 ) Angriffs.Naphtalin. b) Die Vereinigten Staaten könnten mit der Durchführung von offensiven Operationen antworten. als ein spektakuläres Ergebnis einer kubanischen Attacke von der Luft oder vom Meer aus. oder beidem. (9 ) Militante Gruppen gefangennehmen. 3.207 Einiger Schaden an den Einrichtungen..] könnte in verschiedener Weise arrangiert werden: a. (11 ) Ein Schiff in der Nähe der Hafeneinfahrt versenken. die sich von der See oder aus der Gegend von Guantanamo City nähern. die lediglich die Absicht des Schiffs ergründen. um Wasser. daß sich der Zwischenfall in der Nähe von Havana oder Santiago ereignet. Listen von Opfern in den . Die USA könnten eine Luft-/See-Rettungsoperation folgen lassen. Wir könnten eine Schiff-Drohne (unbemannt) an beliebiger Stelle in den kubanischen Gewässern sprengen. b. daß das Schiff unter Attacke stand.

als bedrohliche Maßnahmen. bis hin zu Verletzungen. Wir könnten eine kommunistisch-kubanische Terror-Kampagne in der Miami-Region sowie in anderen Städten und sogar in Washington initiieren. Die Terror-Kampagne könnte auf kubanische Flüchtlinge gerichtet sein.. die Vorstellung von einer unverantwortlichen Regierung zu untermauern. die eine kubanische Beteiligung untermauern. daß sie eine kubanische MiG sahen. 8. der überzeugend demonstrieren wird.. Gegen die zivile Luftfahrt und Gefährte an der Oberfläche gerichtete Entführungsversuche sollten sich fortzusetzen scheinen. Verf. Die Verwendung von Flugzeugen des Typs MiG durch USPiloten könnte zusätzliche Provokation bewirken. d. Wir könnten eine Bootsladung mit Kubanern auf dem Weg nach Florida versenken (real oder simuliert). die einen Hafen in den Vereinigten Staaten suchen. Attacken auf die Schiff-Fahrt und die Zerstörung von Drohnen-Flugzeugen [unbemannten Flugzeugen.208 US-Nachrichtenblättern würden eine hilfreiche Welle nationaler Entrüstung auslösen . 7. die von der Regierung Kubas gebilligt werden . Die Belästigung des zivilen Luftverkehrs. das der Beschaffung oder Modifikation eines Flugzeuges innewohnt. Es ist möglich. besonders. Jedoch könnten innerhalb von drei Monaten anständige Kopien der MiG mittels US-Ressourcen hergestellt werden. Der hauptsächliche Grund gegen diesen Vorschlag scheint das Sicherheitsrisiko. Eine geeignet angestrichene F-86 würde FlugPassagiere überzeugen. Anm. daß ein kubanisches Flugzeug eine .] durch MiG-Flugzeuge wären als ergänzende Aktionen nützlich. 6. wenn der Pilot des betreffenden Linienfluges eine solche Tatsache durchsagen würde.. einen Zwischenfall zu kreieren. könnten ebenfalls hilfreich dabei sein. Einige Plastikbomben an sorgfältig ausgewählten Orten zu zünden. um große Publizität zu erlangen. Wir könnten Angriffe auf das Leben von kubanischen Flüchtlingen fördern. die Festnahme kubanischer Agenten und die Freigabe von vorbereiteten Dokumenten. 4..

wo Vorbereitungen getroffen sind. unter Angriff durch kubanische MiG-Maschinen zu stehen. Die Drohne wird sich während dessen weiterhin auf dem geplanten Kurs befinden. a. Das tatsächlich registrierte Flugzeug würde in eine Drohne verwandelt werden. Über Kuba wird sie dann über die internationale Notruf-Frequenz eine >MAY DAY<-Nachricht aussenden. Dies wird ICAO-Stationen [ICAO: International Civil Aviation Organization. Panama oder Venezuela abgeschossen hat. Die Passagiere könnten College-Schüler auf Ferienreise sein oder jegliche Personengruppen mit einem gemeinsamen Interesse. Der Zielort würde lediglich so gewählt. die alle unter sorgfältig ausgewählten AliasNamen an Bord gingen. was dem Flugzeug zugestoßen ist. daß sie südlich von Florida ein Rendezvous erlaubten. das zu einer in CIA-Eigentum befindlichen Organisation in der Miami-Region gehört. . daß der Flugkurs Kuba direkt kreuzte.209 gecharterte zivile Maschine angegriffen und auf ihrem Weg von den Vereinigten Staaten nach Jamaica.] in der westlichen Hemisphäre erlauben. b. die ihrerseits durch ein Funksignal ausgelöst wird. Vom Punkt des Rendezvous wird die mit Passagieren besetzte Maschine in einen Sinkflug auf Minimalhöhe gehen und direkt auf einer Behelfsrollbahn der Eglin-Basis landen. das Chartern eines außerplanmäßigen Fluges zu unterstützen. Internationale Zivile Luftfahrt-Organisation. Zu einer festgelegten Zeit würde das Duplikat gegen das tatsächliche zivile Flugzeug ausgetauscht werden und mit den ausgewählten Passagieren besetzt werden. Guatemala. den Zwischenfall zu >verkaufen<. anstatt daß die USA versuchen müßten. Die Übertragung wird mit der Zerstörung des Flugzeugs unterbrochen. Ein Flugzeug auf der Eglin-Luftwaffenbasis würde wie ein exaktes Duplikat eines zivil registrierten Flugzeuges angestrichen und numeriert werden. Die Startzeiten der Drohne und des eigentlichen Flugzeuges wären derart abgestimmt. den USA mitzuteilen. mit der Aussage. die Passagiere zu evakuieren und das Flugzeug wieder in seinen ursprünglichen Status zurückzuführen. Anm. Verf.

etc. Präzise zur selben Zeit. einen Zwischenfall zu kreieren. der die Mission unter einem Alias-Namen ausgeführt hat. untergebracht und mit einer neuen Hecknummer versehen werden. den Kurs umzukehren und Fakir-Flugzeuge für eine Luftverteidigungsübung im südlichen Florida zu simulieren. Diese Flugzeuge würden in häufigen Intervallen Variationen dieser Flüge ausführen. a. ungefähr 15 bis 20 Meilen von der kubanischen Kü- . zu der das Flugzeug vermutlich abgeschossen worden ist. Ihre Mission würde darin bestehen.] fliegen. Der Pilot würde dann in extrem geringer Höhe direkt westlich fliegen und auf einer sicheren Basis landen. der es so erscheinen läßt. als ob kommunistische kubanische MiGs ein Flugzeug der USAF [United States Airforce. nimmt seine ursprüngliche Identität wieder an und kehrt zu seinem normalen Arbeitsplatz zurück. Verf. Somit wären Pilot und Maschine dann verschwunden. Florida. Anm. in Richtung Kuba entsandt. für den Fall. ausstreuen. US-Luftwaffe. c. jedoch würde verlangt. Auf einem dieser Flüge würde ein vorab eingeweihter Pilot tail-end Charley [also als letzte Maschine in einer Formation. würde ein Unterseeboot oder ein kleines Gefährt an der Wasseroberfläche F-101-Teile. b. normalerweise auf der äußersten rechten oder linken Seite. Keine anderen Funkrufe würden ausgeführt. Ungefähr vier oder fünf F-101 -Maschinen werden in einer Linie von der Homestead-Luftwaffenbasis. Der Pilot.210 9. Die Besatzungen würden instruiert. Verf. daß sie echte Munition mit sich tragen.] in einer unprovozierten Attacke über internationalen Gewässern zerstört hätten. Anm. daß sich MiGs an ihn geheftet hätten und daß er nach unten gehe. Es ist möglich. Nahe der kubanischen Insel würde dieser Pilot durchgeben. Fallschirm. einem Eglin-Behelfsfeld. mit deutlichem Abstand zwischen den Flugzeugen. d. Das Flugzeug würde dort auf geeignetes Personal treffen. mindestens 12 Meilen von der kubanischen Küste entfernt zu bleiben. daß von Seiten der kubanischen MiGs feindliche Aktionen unternommen würden.

« Soweit das Memorandum. wenn die kubanische Regierung feindliche Aktionen gegen die US-Streitkräfte oder deren Eigentum verübte.211 ste entfernt. Doch diesmal war es bittere Realität. der wahrhaft tief in die Abgründe der Verschwörung blicken läßt. würden. eine militärische Intervention in Kuba dürfe dann unternommen werden. Die Piloten. Der Ablauf der Ereignisse ist hinreichend bekannt. wer die Explosionen. September 2001 ging als der düsterste Tag in die amerikanische Geschichte ein. aufgrund seines brisanten Inhalts. wie Passagiermaschinen zielgenau auf die riesigen Zwillingstürme des World Trade Center zusteuerten und mitten in sie hineinflogen. kennt jeder. doch die . das hier absichtlich in fast voller Länge wiedergegeben ist. die in Schutt und Asche versinkenden Super-Wolkenkratzer und die flüchtenden Menschen in den Straßen von Manhattan sah. die tagelang fortgesetzt auf allen Sendern weltweit ausgestrahlt wurden. Wer an jenem Tag unvermittelt den Fernseher einschaltete und plötzlich sah. und danach die Region verlassen. in einen der üblichen amerikanischen Katastrophenfilme oder Science-fiction-Streifen nach Art von Independence Day hineingeraten zu sein. Amerikas düsterster Tag Der 11. die zur Homestead-Basis zurückkehrten. Die Kuba-Akte zeigt auf sehr eindringliche und erschütternde Weise. glaubte zunächst. soweit sie wüßten. eine wahre Geschichte erzählen. daß die Stabschefs zuvor festlegten. Such-Schiffe und -Flugzeuge könnten entsandt werden und Flugzeugteile finden. daß im Prinzip selbst wahrlich undenkbare Szenarien möglich sind. In den abschließenden Sätzen dieses unfaßbaren Entwurfs wird noch deutlich festgestellt. Und genau diese Situation wollten die Generäle um nahezu jeden Preis erwecken. Die Schreckensbilder aus New York.

zu ganz gewöhnlichen Faxen. Man sei vielen Spuren auch gar nicht erst nachgegangen. so meint er. weil jedes Land eigene und nichtkompatible Systeme hat. James Bamford erklärt dazu: »Trotz der höchst geheimen Natur von Waffengeschäften werden die sie betreffenden Kommunikationen nur selten verschlüsselt. die sich anbahnende Katastrophe vorauszusehen und sie darüber hinaus auch zu verhindern. Denn.212 Hintergründe befinden sich wiederum in einer Dunkelzone. daß dieser über jedes Maß gehende Terrorakt nicht allein auf das Konto jener extremistischen al-Qaida um Osama bin Laden ging.. spielen ihnen NSAAnalytiker gelegentlich Tonbänder vor. Und das bei 26 US-amerikanischen Geheimdiensten mit einem zweistelligen Milliarden-Etat. dafür eine Verschlüsselung Sender und Empfänger über kompatible Systeme verfügen müssen . Schon im Vorfeld müssen diesen Diensten viele Kanäle zur Verfügung gestanden haben. Diese Dienste »haben die Anschläge nicht verhindern können.« Interessant auch die Bemerkung zur Überwachung bin Ladens: »Um Besucher zu beeindrucken.. Nicht zuletzt die immense Sicherung des amerikanischen Luftraums hätte viel früher eingreifen müssen. sondern mit Wissen oder sogar Unterstützung von US-Geheimdiensten überhaupt erst möglich wurde. Terroristen verwenden ebenfalls häufig unverschlüsselte Kommunikation. wie er sich über eine INMARSAT-Verbindung mit seiner Mutter unterhält. auf denen Bin Laden zu hören ist.. Nachrichten verschlüsselt auszutauschen. September einen anderen Hintergrund haben. Bald nach den Anschlägen kamen bereits erste Zweifel an offiziellen Darstellungen auf. viele Fragen seien einfach nicht gestellt worden. Viele Einzelheiten sprachen dafür. denen die notwendigen Informationen zugänglich gemacht werden dürfen. Denn gerade im internationalen Bereich ist es schwer. . Folglich sind die Parteien genötigt. Auch Andreas von Bülow ist der Ansicht. daß die Anschläge vom 11..« Insgesamt gesehen sollten die Geheimdienste durchaus über ausreichend Möglichkeiten verfügt haben. Telefonaten und E-Mails zu greifen.

wenn auch eher augenzwinkernd. daß sogar regelrecht Spuren gelegt wurden. Auch investigative Journalisten werden mit Propaganda und Desinformation gefüttert. Für ihn steht fest. Seine Interviewer bezeichneten ihn. die entweder die Chronologie der Ereignisse oder die Geschichte der beiden New Yorker Wahrzeichen beleuchten. die gerne der amtlich verlautbarten Linie folgen. muß vieles noch geklärt werden. im Detail auf sie einzugehen. durchaus auch solche. doch könnten die hier hauptsächlich behan- . Wer das anzweifelt. Innerhalb von zehn Tagen stellt sich heraus. ja. worauf von Bülow erwiderte: »Ja.« Was nun die Anschläge auf das World Trade Center am 11. der kann nicht alle Tassen im Schrank haben! Das ist doch Ihr Vorwurf. die auf Attentäter aus der islamischen Welt deuten sollten. ziemlich mysteriös erscheinen. daß hier »Spuren wie von einer trampelnden Elefantenherde« hinterlassen worden seien. die von der bisherigen offiziellen Darstellung abweichen. 60 entscheidende Minuten lang ließen Militär und Geheimdienste die Abfangjäger am Boden. in den Stunden und Tagen vor dem Attentat.213 Ja. als Verschwörungstheoretiker. die schon im Vorfeld. Man arbeitete verblüffend offen. September 2001 angeht. Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär zählt eine ganze Reihe von Fakten auf. Dieses Buch ist nicht der Ort. 48 Stunden später jedoch präsentiert das FBI eine Liste mit den Selbstmordattentätern. es gibt Abschiedsbriefe und in Mietwagen zurückgelassene arabische Manuals für Jumbo-Jets. Oder aber die möglichen Hintergründe des Geschehens. Mittlerweile sind etliche Bücher zu dem Thema erschienen. Berlin. Und die Fluglehrer in den USA kannten diese Verschwörer ebenfalls unter ihren echten Namen. so erklärte von Bülow in einem Interview gegenüber den Journalisten Stephan Lebert und Norbert Thoma vom Tagesspiegel. Von Bülow spricht davon. Das ist der Spott derer. Es gibt eine ganze Reihe von Theorien. Auch hier konnten die Personen über die Mietwagen-Papiere identifiziert werden. Zahlungsvorgänge liefen über Kreditkarten ab. daß sieben dieser Leute noch leben«. sie haben nicht einmal etwas davon geahnt.

Das Beispiel des »Project Northwoods« hat in eindringlichster Weise gezeigt. die über die Pläne für den Anschlag Bescheid wußten.214 delten Themen durchaus auch im größeren Zusammenhang mit der WTC-Katastrophe stehen. was sich an der Börse abspielte. aber ich finde sie bedenkenswert. sie sollten solche Spuren nicht weiterverfolgen. wie es auf den ersten Blick erscheint. so fragen manche. wenn der US-Präsident. daß einer Reihe von FBI-Agenten gesagt wurde. die eine kurz bevorstehende terroristische Attacke auf Manhattan nahelegten. Letztlich war damit für einige eben auch ein riesiges Geschäft verbunden. wenn der Feind in den eigenen Reihen zu finden ist. selbst Ex-US-Präsident und CIA-Chef. Monate vor dem 11. Wir haben gesehen. Hier fanden in großem Stil Spekulationen auf fallende Kurse statt. die am bewußten Tag sogar ihre Jahreskonferenz abhielt und mit der Familie bin Laden wie auch der Familie Bush in Verbindung steht. dessen Vater. Von Bülow würde dazu vielleicht sagen: »Ich mache mir diese Theorie ja nicht zu eigen. daß die Carlyle Group. Es ist jedenfalls schon seltsam. natürlich eine sehr sichere Sache war. Ohnehin war das WTC nach dem Anschlag von 1993 das Gebäude. sowie etliche hochrangige Mitglieder ihrer Administrationen mit denjenigen geschäftliche Beziehungen unterhielten. Das Resultat dieser Geschäfte waren Umsatzsteigerungen von 1200 Prozent entsprechend einer Gesamtsumme von 15 Milliarden Dollar. . die als die Drahtzieher des WTC-Anschlags gelten. was für diejenigen. dem Anwalt. die vom FBI an den Justizminister John Ashcroft gegangen waren. Ungewöhnlich sind auch die Behauptungen von David Schippers. September versuchte er Informationen zu erhalten. Dabei war immerhin soviel klar.« Genau dies ist sicherlich die richtige Annäherung an einen komplexen Sachverhalt. der beim Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton eingesetzt worden war. Was. Dann erschien auch sehr seltsam. daß eine solche Theorie gar nicht so abstrus ist. als mächtiger Verteidigungskonzern von den Vorfällen nur profitieren konnte.

September 2001. .215 Karten der Zerstörung von New York City beim WTC-Attentat vom 11.

dann aber zurückkehrte.genau am 11.: »Die verbotene Wahrheit . Legte man die Attacke deshalb auf das Datum. >Alle Antworten. die Ermittlungen nicht als Druckmittel gegen ihre saudi-arabischen Freunde einzusetzen. das Brisard zusammen mit dem Journalisten Guillaume Dasquié verfaßt hat. Tatsache ist.« O'Neill war im Juli 2001 als stellvertretender Chef des New . da man wußte. Dabei kam er ums Leben. daß O'Neill das Gebäude kurzzeitig verließ. Im Juli 2001 hatte der französische Autor und GeheimdienstKenner Jean-Charles Brisard in Paris noch die Gelegenheit.die FEMA (Federal Emergency Management Agency). schreibt er über O'Neill: »Für ihn ging alles von SaudiArabien aus. um Sicherheitsleute zu rufen. mit dem FBI-Mann zu sprechen. Ermittlungen gegen eine der größten Terrororganisationen der Welt einzuleiten ? Ja.216 welches auf der Liste potentieller terroristischer Angriffsziele auf »Platz 1« rangierte. daß auch er anwesend sein würde? Diese Mutmaßung geht ganz sicher zu weit. um im Wolkenkratzer zu helfen. aus dem einfachen Grund.La verité interdite« (dt. Die beiden Türme zieren nicht umsonst ein Notfall-Einsatzhandbuch für terroristische Attacken. das der USKatastrophenschutz herausgab . alle Schlüssel zur Zerschlagung von Osama bin Ladens Organisation liegen in Saudi-Arabien<. sagte er mir und unterstrich dabei >die Unfähigkeit der amerikanischen Diplomatie. daß die amerikanische Regierung sich selbst auferlegt hatte. irgend etwas bei König Fahd zu erreichen. alles war über diese Schiene zu erklären.Die Verstrickungen der USA mit Osama bin Laden«). wenn es um dieses Terroristennetz ging. Konnte das schwarze Gold die Vereinigten Staaten daran hindern. Im Prolog des aufsehenerregenden Buches »Ben Laden . Der Grund? Es gab nur einen: das Erdöl. der ausgerechnet mit Ermittlungen gegen bin Laden befaßt war. Und während die Carlyle-Gruppe tagte. fand im World Trade Center in tragischer Ironie des Schicksals eine Konferenz zur Sicherung der Gebäude statt . September. Mit dabei war der FBI-Agent und Terrorismusexperte John O'Neill.

Die einen oder anderen spekulieren: Durch das WTC-Attentat. September bereits davon gewußt haben. vielleicht sogar unter Kontrolle durch das »Secret Team«. aus Protest gegen Bushs Behinderung einer Untersuchung der terroristischen Aktivitäten. Daß die Gerüchteküche selbstverständlich bei derartig weltbewegenden Ereignissen ebenfalls massiv kocht und dabei auch eine Menge an haltlosen Informationen kursiert. Es gab eine ganze Reihe an Merkwürdigkeiten und unerklärlichen Geschichten rund um das »WTC«. ist nicht klar. Um 1960 begann David Rockefeller. Zunächst hätten diejenigen. viel Geld verdienen können. welche darum wußten. Laut Berichten des US-Blattes Daily News sollen sogar Kinder der New Yorker Muslimengemeinde kurz vor dem 11. die in diesem Zusammenhang sofort gestellt wurde. Sie könnten auch in die Welt gesetzt worden sein.217 Yorker FBI aus dem Dienst ausgeschieden. Ab und zu nannte man daher die beiden Türme auch David und Nelson. bleibt nicht aus. Das (natürlich milliardenhoch versicherte) World Trade Center war ein Projekt der Rockefellers. diese Idee in die Tat umzusetzen. was allerdings nur selten ins Gespräch kommt. . Ob diese Gerüchte aber wirklich den Tatsachen entsprechen. Auf diese Weise würde man den Zielen des CFR wohl wieder näher kommen und außerdem die Hand auf dem Öl haben. Dadurch wird die gesamte Angelegenheit noch undurchsichtiger. wie es heißt. hätte man gleich mehrere erwünschte Resultate miteinander verbinden können. Hier wurde auch die Familie Rockefeller mehrfach ins Spiel gebracht. Dann konnte man die westliche Welt gegen den Islam aufbringen und ein militärisches Einschreiten rechtfertigen. den Erben jenes gewaltigen Imperiums. eben nach den beiden Rockefeller-Brüdern. daß dem WTC etwas »zustoßen« würde. Das Öl im Osten liegt im Visier einiger mächtiger Figuren. »Und die CIA soll nichts geahnt haben?«. um eine zusätzliche Spur in den Mittleren Osten zu legen. das war natürlich die naheliegende Frage. das auf der Gründerfirma Standard Oil fußt.

sollen fremde Staaten beeinflußt werden. den covered Operations: Unterhalb der Kriegsführungsebene. So ist es auch im Falle des WTC-Attentats. aber doch wenigstens auf Grundlage einiger Fakten spekulieren. aufgrund der hervorragenden Möglichkeiten. dann spielt auch die Anthrax-Panik in die Taschen von Familien wie Bush und Rockefeller. daß er die Arbeit der Nachrichtendienste durchaus sinnvoll finde und daß es richtig sei. um sich über die Intentionen des jeweiligen Gegners zu informieren.rätselhaft. daß hier offenbar noch andere Kräfte als die uns nun vorgeführten Attentäter involviert sind und daß uns hier vieles verheimlicht werden soll. So bemerkt er über den US-Auslandsgeheimdienst: »Wer die Methoden des CIA verstehen will. und das in nicht geringer Zahl.218 Und nicht zuletzt der Blick in die Zukunft: Wenn wir wirklich einmal frei heraus. was Fakt und was Fiktion ist. daß ein Geheimdienst dahinter steckt. Letztere sind ohnehin neben ihrem massiven Ölgeschäft auch wesentlich am pharmazeutischen Markt beteiligt. Das ist im Kern ziemlich einfach: Man rüstet gewalttätige Leute mit Waffen aus. etwa indem man Aufstände inszeniert oder Terroranschläge. die Gruppen wie dem »Secret Team« zur Verfügung stehen. Doch prangert er an. werden mit großem Aufwand jegliche Spuren verwischt. daß im Namen von Geheimdiensten wirkliche Verbrechen verübt werden. wie es geradezu schon jahrzehntelang die Regel ist. Sicher ist es nicht ganz leicht. erstere finden sich über Carlyle bei BioPort wieder. aufgrund all dessen bleiben manche Rätsel eben immer . und der aus allem resultierenden Vernebelung. Klar erkennbar ist immerhin. abseits jedes Völkerrechts. in diesem überaus komplexen Verwirrspiel die Trennlinie richtig zu ziehen und wirklich angemessen zu beurteilen. in der Regel kombiniert mit Drogen. hinter die Kulissen zu blicken. Und gerade aufgrund des Verwirrspiels. muß sich mit seinen Hauptaufgaben beschäftigen. Andreas von Bülow erklärte in seinem Interview mit dem Tagesspiegel.und Waffenhandel und Geldwäsche. Ich habe . Da aber auf keinen Fall rauskommen darf.

Der CIA-Chef Allan Dulles hat mal gesagt: Im Zweifel belüge ich sogar den Kongreß!« . daß derartige Geheimdienste 90 Prozent ihrer Zeit damit verbringen: falsche Fährten zu legen. die Krankheit des Verschwörungswahns unterstellt werden kann. wenn irgend jemand eine Mittäterschaft der Dienste behauptet.219 den Eindruck. Die Wahrheit kommt oft erst Jahrzehnte später raus. Damit.

sie sind sogar die eigentlichen. wie wir gesehen haben. ein Wahrzeichen des amerikanischen Traumes. Bevor Nelson A. um im Geheimen zu noch größerem Reichtum. Er ist ganz so wie »David« und »Nelson«. in dem meine Familie Kontrolle über die Wirtschaft dieses Landes ausübt. völlig ans Licht gebracht. die alle auf das Ziel der »einen Welt« zusteuern. der Macht. löst geradezu magische Faszination. nicht nur einfach mit. versuchte er vor dem US-Senat einen gewaltigen »Irrtum« der Öffentlichkeit auszuräumen: »Ich hoffe. dieses Netz war durchaus vorhanden. der unbegrenzten Möglichkeiten.. noch größerer Macht und noch größerem Einfluß aufzusteigen. Die Rockefellers waren in relativ kurzer Zeit so hoch aufgestiegen.. Rockefeller zum Vize-Präsidenten wurde. daß der Mythos oder die falsche Vorstellung von dem Ausmaß. wie es sich in der Öffentlichkeit vorstellt. Sie mischen. ihre Macht und ihren Einfluß möglichst zu verbergen. gibt es nicht. des Erfolges. bei den Bilderbergern oder in der Trilateralen Kommission. offengelegt und zerstreut wird . bei den verschiedensten Gelegenheiten: Rockefeller. Dieses Netz der Kontrolle. Dieser Name ist Symbol. verdeckt dahinter stehenden Begründer solcher mächtigen Organisationen. die beiden einstigen Giganten von New York City. Rockefeller. daß sie vor allem stets das eine Problem hatten: ihren Reichtum.220 Kapitel 9 PLANET ROCKEFELLER Doktor Eisenbart Ein Name ist in diesem Buch immer wieder gefallen.« Doch. Die Rockefellers mischen einfach überall mit. dieser Name steht selbst wie ein mächtiger Fels im Strom der Welt. Ehrfurcht vor purer Macht und ein einziges Staunen in Anbetracht des unvergleichlichen Aufstiegs dieser Familie aus. oder vielmehr: Es . ob im Council on Foreign Relations.

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ist auch immer noch vorhanden und wurde immer feiner gewoben und ausgeweitet. Wir haben gesehen, wie eng alles miteinander verflochten ist und wie verborgene Bande von den Rockefellers in die geheimen Gesellschaften der Moderne hineinführen, jene elitären Zirkel, aus denen die größten Führungskräfte hervorgehen, wir haben gesehen, wie alle neueren CIA-Direktoren vor ihrer Einsetzung schön und brav gleichsam die »Schulbank« des CFR drückten. Man muss nicht übersensibel oder sonderlich konspirationslastig sein, um zu Nelson A. Rockefeller erkennen, daß auch die CIA mit ihrem (rechts) »Secret Team« somit unterschwellig das Werkzeug nicht zuletzt einer mächtigen Familie ist. Wie aber konnten die Rockefellers zu einer Weltmacht werden? Dieses Abschlußkapitel soll wegen der grundlegenden Verflechtung mit den agierenden Machtstrukturen wenigstens noch einen kurzen Blick riskieren, einen Blick auf den »Mythos Rockefeller«. Angefangen hatte alles mit den Unternehmungen des so einfallsreichen wie zwielichtigen William Rockefeller, der sich als echter »Doktor Eisenbart« verdingte und eigentlich ein krummes Ding nach dem anderen drehte. Tatsächlich bezeichnete sich William Rockefeller als »Doktor« und verkaufte Öl. Allerdings nicht im gewöhnlichen Stil, wie ihn später auch seine Nachfahren pflegten. Der »Doktor«, der kein Arzt war, pries das Öl als Allheilmittel an, das von Impotenz bis Krebs offenbar alles kurieren konnte. Er verkaufte also eine chemische Substanz, die bekanntlich krebserregend ist, als Medizin, um Krebs zu heilen. Wahrscheinlich hätte sich Doktor William zu einer späteren Zeit damit herausgeredet, daß er doch nur den Grundsatz der Homöopathie anwende, wonach Gleiches mit Gleichem kuriert werde ...

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William Rockefeller kannte jedenfalls keine Skrupel. Neben seiner Quacksalberei machte er sich auch als Dieb und Vergewaltiger einen Namen, so wird immer wieder berichtet. Und seine Kinder versuchte er, so gut es nur eben ging, auf das Leben vorzubereiten. Er belog und betrog seine eigenen Sprößlinge, allerdings nur zu dem edlen Zweck, daß sie selbst möglichst schnell spitz bekamen, wie der Hase läuft. Die Methode trug Früchte. Das wohl tollste Früchtchen war John D., der sich rasant zu einem sehr erfolgreichen Geschäftsmann mauserte. Zwar fiel ihm diese Karriere nicht in den Schoß - John D. Rockefeller arbeitete hart, doch er tat dies genauso losgelöst von Skrupeln, wie sein Vater. Aber, wie heißt es: Mit ehrlicher Arbeit ist noch nie jemand wirklich reich geworden. Das könnte fast stimmen. 1859 wurde John D. von seinen Partnern nach Pennsylvania geschickt, um auszuloten, wie ertragreich der Handel mit dem dort lagernden Bodenschatz, dem Erdöl, sein könne. Sie hatten genau den Richtigen entsandt.

»Gott hat mir mein Geld gegeben!« John D. Rockefeller war ein brillanter Kopf, der geschäftliche Chancen sofort witterte. Man kann den Rockefellers alles nachsagen, nur Dummheit bestimmt niemals. So setzte der Schlaufuchs auf die Verarbeitung von Öl und gründete - zu jener Stunde wohl noch, ohne selbst nur zu ahnen, in welche Dimensionen sein Projekt führte - die Firma Standard Oil. In der Folgezeit nutzte John D. seine überragende Intelligenz, um all das zu tun, was man ihm später durchaus vorwerfen konnte. Bei allen seinen Unternehmungen ging es ihm vorwiegend darum, die lästige Konkurrenz auszuschalten, um sich eine Monopolstellung zu verschaffen. Da er intelligenter als die anderen war, wußte er auch sofort, wie das zu bewerkstelligen sein würde. Er schloß sich mit den Eisenbahngesellschaften kurz, die das Öl transportierten und konnte durch Absprachen Rabatte für sich

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herausschlagen. Darüber hinaus brachte er es fertig, daß er diese Preisnachlässe auch für jeden Öltransport seiner »Kollegen« einstreichen durfte. Das funktionierte nach dem Prinzip des Werbegeschenks. Und im Ergebnis verdiente er überall mit. Wenn die Konkurrenz sich freute, mehr Öl zu verkaufen, freute sich John D. mit, denn seine Kasse klingelte gleichfalls lauter. Diese zusätzlichen Einkünfte erlaubten ihm, sein Öl preiswerJohn D. Rockefeller ter anzubieten und die Konkurrenz durchweg auszustechen. Wie früher schon einmal erwähnt, Rockefeller erklärte: »Konkurrenz ist eine Sünde.« Und jemand anders hat einmal gesagt: »Der Zweck heiligt die Mittel.« In einer Tageszeitung aus dem Jahr 1897 findet sich bereits eine bemerkenswerte Darstellung zum Erfolg des Standard-OilChefs: »John D. Rockefeller schläft jede Nacht achteinhalb Stunden, wobei er gegen 22.30 Uhr ins Bett geht und um 7.00 Uhr aufwacht. Jeden Morgen ist er beim Aufstehen $17 705 reicher, als er es noch beim Zubettgehen war. Er setzt sich um 8.00 Uhr zum Frühstück und verläßt den Tisch um 8.30 Uhr, und in dieser kurzen halben Stunde hat sich sein Reichtum um $ 1041,50 vermehrt. Am Sonntag geht er in die Kirche, und in den zwei Stunden, die er von zu Hause weg ist, sind seine Schätze um $4166 angewachsen. Sein abendliches Vergnügen ist das Violinspiel. Und jeden Abend, wenn er sein Musikinstrument wieder in die Hand nimmt, ist er $ 50 000 reicher als in der vorherigen Nacht, als er es niederlegte. Die paar Fakten vermitteln eine Idee des unerbittlichen Wachstums des Vermögens dieses Mannes.« Selbst im Schlaf und bei der frommen Andacht also mehrte sich das Vermögen von John D. Er galt als gläubiger Mensch, auch wenn ihm zumindest das nicht jeder gleich »abkaufte«. Doch immerhin, er lebte nach dem Grundsatz, sich die Erde Untertan

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zu machen, versuchte, gewisse »Sünden« mit geradezu heiligem Eifer zu bekämpfen und äußerte einmal: »Gott hat mir mein Geld gegeben.« Da er sich selbst kannte, traute er niemand anderem und war ein echter Geheimniskrämer. Er hatte wahrlich viele Geheimnisse, denn seine Geschäfte liefen nur deshalb so hervorragend, weil er sich intriganter Methoden bediente und seine Konkurrenz sogar durch gezielte Sabotage-Akte ausschalten ließ. Doch seine Monopol-Stellung hatte er bald erreicht. Noch eine Dekade vor der Jahrhundertwende entfernt, beherrschte er 90 Prozent des USÖlmarktes. Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, hatte die Lage richtig eingeschätzt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Öl war die Zukunft! Die Erfindung des Automobils, die gesamte technisch-industrielle Revolution ließ Öl zum absoluten Renner werden. Kunststoffe, Farbstoffe, die Pharmaindustrie, Transport (!) - sie alle hängen vom Grundstoff Öl ab!

Der erste Milliardär Der unumstrittene Rockefeller-Experte Gary Allen schrieb 1971: »Um beurteilen zu können, in welchem Maße die Familie Rockefeller Exxon und die anderen Nachfolgegesellschaften des ursprünglichen Standard Oil Trusts (Mobil, Standard of Indiana, Standard of California, Chevron, Sohio, Phillips 66, Marathon usw.) kontrolliert, müssen wir alle Teile des Puzzlespiels, die wir finden können, einsammeln und sorgfältig zusammenfügen. Bei seiner Aussage im Kongreß hatte Dilworth [J. Richardson Dilworth war der Finanzberater der Familie, Anm. d. Verf.] offengelegt, daß die Familie Rockefeller Ölaktien im Wert von annähernd 324 600 000 Dollar in ihrem Besitz hat. Das entspricht einem Anteil von durchschnittlich zwei Prozent in jeder der vier großen Ölgesellschaften.« Ab 1902 geriet John D. deutlicher in die Negativ-Schlagzeilen, als die Tochter eines von ihm ausmanövrierten Konkurren-

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ten ihre langjährige Recherche zu den Methoden publizierte, mit denen der »Öl-Vampir« den Kollaps bewerkstelligt hatte. Dadurch deckte sie zumindest teilweise auf, wie Rockefeller es verstand, mit verbrecherischen Machenschaften zu immer gewaltigerem Reichtum zu gelangen und dabei gleichzeitig nach außen stets den Anschein einer respektablen, ehrlichen Persönlichkeit zu erwecken. Doch sehr viel ändern konnte Ida Tarbell, die besagte Tochter des von Rockefeller in Grund und Boden gestampften Konkurrenten, an der gesamten Situation auch nicht. Rockefeller war sich schon lange darüber im klaren, daß er seine Geschäfte in möglichst dichte Nebelschleier hüllen mußte. Seine gesamte Vorgehensweise nimmt die Philosophie des »Secret Team« vorweg oder legte sogar bis zu einem gewissen Grade wohl den Grundstein für sie. 1882 gründete er eine Treuhand, den Standard Oil Trust, der in ein unglaubliches juristisches Gespinst eingewickelt war. Das alles war schlichtweg dazu gedacht, Außenstehenden jegliche Chance zu nehmen, die Transaktionen Rockefellers zu ergründen. Bald nach der Jahrhundertwende hatte der schon längst superreiche Sohn des Quacksalbers Bill nunmehr die Hürde zum Milliardär genommen. Er wurde damit sogar zum ersten Milliardär der Vereinigten Staaten überhaupt. Doch war er bestimmt nicht der Typ Mensch, der sich nach getaner Arbeit in den Schaukelstuhl setzt, selbst wenn diese Arbeit bereits soviel abwarf, um davon 10 000 Jahre herrlich leben zu können. Nein, lieber verschaukelte »Onkel Dagobert« den Rest der Welt und machte fleißig weiter wie bisher, denn da gab es noch vieles, was er nicht besaß. Schnell, aber sicher, riß sich der Gerissene auch das Bankgewerbe auf breiter Basis unter den zum Schaufelbagger mutierten Nagel. Mit der First National City Bank und der Chase Manhattan Bank, den Familienbanken der Rockefellers, ging es los und mündete in einem noch größeren Geschäft als dem des Öls. Chase Manhattan war aus der Rockefellerschen Chase-Bank

Rockefeller waren eben aus dem gleichen unnachgiebigen Holz geschnitzt wie er selbst. man erinnere sich nur an die Ölfässer der Konkurrenz. die das eigene Geschäft so wunderbar geölt hatten. über Nacht eine internationale Finanzkrise vom Zaun zu brechen.. Die Nachfahren von John D. Damit sicherte er sich große Summen . selbst aber Gewinne machten?« .Schließlich war das ja die alte Methode. der später . das Rockefeller Institute for Medical Research und andere. die damit Angst und Schrecken bei den meisten Investoren auslösten. Kurz bevor die Einkommensteuer in den USA eingeführt wurde.226 und der von Kuhn-Loeb geführten Manhattan-Bank entstanden. darunter die Rockefeller Foundation. gründete er mächtige Stiftungen und Institute. Das Imperium schlägt zu Munter ging es weiter mit den Einnahmen und Vereinnahmungen der Rockefeller-Familie. führte die Geschäfte seines Vaters angemessen fort und sorgte für reich- .und er verbreitete gleichzeitig das angenehme Bild eines Wohltäters und regelrechten Philanthropen. Rockefeller war ein erfindungsreicher Geist. die in den letzten Jahren mit dem Goldpreis und den Wechselkursen für den Dollar und anderen Währungen Jo-Jo gespielt haben. Könnten sie es gewesen sein.um es einmal so zu sagen . Ebenso die Medien. Die Rockefellers dehnten ihr Imperium weltweit aus. die sich doch schon längst zu einem gewaltigen Moloch ausgewachsen hatte. Jr. fast nach dem Motto: »Die Welt ist nicht genug!« John D.zum »Oktopus« wurde. Sein einziger Sohn John. und schon vor 30 Jahren äußerte Gary Allen die Sorge: »Eine solche Anhäufung von Finanzmitteln würde den Rockefellers die Möglichkeit eröffnen. Die Rockefellers erkannten die existenzielle Bedeutung von Transportgesellschaften und nahmen entsprechend auch hier zahlreiche Riesen der Branche unter ihre Fittiche.denn natürlich standen diese Stiftungen unter Rockefeller-Kontrolle .

also für den Vorgänger der CIA. daß verschiedene Handlanger versuchen. Zurück in den Staaten. Wie so oft. wo das »Kaiserreich« Rockefeller denn nicht anzutreffen war. daß der australische Präsident Malcom Fraser sich bei seinem USA-Besuch 1976 zuerst mit David Rockefeller traf und erst anschließend den damaligen Präsidenten Gerald Ford aufsuchte! Das Rockefeller-Imperium hat sich in den vergangenen 150 Jahren in unvorstellbarer Weise über den Planeten ausgedehnt und versteht es trotz seiner immensen Größe. der jüngste Sohn. wie unabhängig die einzelnen Organe noch operieren können. beinahe schon buchstäblich: seiner Nation. meist ebenfalls . wobei Nelson zum US-Vize-Präsidenten aufstieg. was den Fortbestand der »Dynastie« bestens sicherte. R. Ihre Transaktionen sind zu einem undurchschaubaren Netzwerk geworden.« in die Armee ein und war für das Office of Strategie Services (OSS) tätig. das sich unter der Oberfläche bekannterer Organisationen und Institutionen ausbreitet und sie im Stillen an sich bindet. den größten Vorteil vor allem für sich herauszuschinden und ihre eigenen Feldzüge mit eigenen. Seine Laufbahn führte ihn nach einem Abschluß an der HarvardUniversität an die Londoner Schule für Ökonomie. Schon damals baute er zahlreiche Verbindungen auf und erhielt Einblick in viele streng geheime Unternehmungen der USA. trat »D. stets hinter den Kulissen zu bleiben. Vor allem bezeichnend für David Rockefellers Bedeutung dürfte vielleicht die Tatsache sein. zeigt sich auch hier.227 lich Nachwuchs: eine Tochter und fünf Söhne. doch bald mußte man sich fragen. 1941 begann er seine Mitgliedschaft in dem mit der Familie ohnehin untrennbar verbundenen Council on Foreign Relations und wurde neun Jahre später zu dessen Vize-Präsidenten gewählt. David. war jedoch keineswegs weniger einflußreich. Vor allem Nelson und David engagierten sich deutlich in der Politik. Gewiß wird sich kaum ergründen lassen. Seine eigene Familie hatte diese Schule über die Rockefeller Foundation stark unterstützt. Niemals hat eine einzige Familie derart viel Geld und Macht besessen.

steht außer Frage.228 mehr als fragwürdigen Methoden zu führen. Daß dem »Secret Team«. ob nun der Council on Foreign Relations. welche historische Entwicklungen unserer Welt massiv »mitgestalten«. ist die globale Uniformität der Konzepte und die Kontrolle der Welt in den Händen sehr weniger Repräsentanten einer Macht-Elite. Und die Grundidee. die sie alle verfolgen. um es noch einmal zu betonen. seine Ziele zu erreichen. gewissermaßen als operationeilen Gliedmaßen des berühmt-berüchtigten Oktopus. jedes Mittel recht ist. die Bilderberger. Doch all dies ist. das heißt. nichts als eine sehr weit hergeholte Verschwörungstheorie! . den Lauf der Weltgeschichte durch ihre globalen Aktivitäten wesentlich beeinflussen. Doch beispielsweise auch im Fall der verbrecherischen Drogenoperationen größten Stils fließen die Einnahmen in die Töpfe derjenigen verdeckten Organisationen und Geheimdienste. die Trilaterale Kommission und wie sie heißen.

229 ANHANG »Operation Northwoods«: Die Dokumente .

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Frank C. 196 Casey. 108. 113. 61. 173ff. 154-158. 180. 197 CNN 34 Coachella Valley 143 Coca-Cola Company 34. 93f. 156-159. William Jefferson »Bill« 61. 178. 45ff. 162. 178. Sally 16 Colby. 193. Joseph Daniel »Danny« 64f. Jeb 178 Bush. 110-114. 186ff. 132.118 CIA-Drogenoperationen 120f. 145 Cayman-Inseln 140. Jay 137. 104 c C-130 142. 117ff. 200-204. Neil Malion 145 Bush. 94. 185.152 Communications Research Division (CRD) 94 Coney. 204 California Rose 152 Calvi. 96-100. 180 Cabazon Arms Corporation 146 Cabazon Gas & Oil Corporation 145 Cabazon Security Corporation 145 Cabazon Trading Company 145 Cabazon-Indianer 143-147. 101. 49f. 181. 180 Castro. 166-170. James L. Operation Northwoods Cuellar. 76. 177. William 16-21. 200 Cabell. 209. 52f. 180 Cohen. Peter 54 Carstens. 156. 173-182. 98. 116f. 20If Cline. 186ff. 163f D D6 146 Dallas Morning News 34. 166. Gerhard 48 Crowe. 108. 218 Carlyle-II-Fonds 175 Lord Carrington. 225f Chasen. 77. 145. 194-197. 52. 148. 195. 164.201 CBS 34 Center for Public Integrity 174 Central Intelligence Agency (CIA) 16-21. 186. Riconosciuto . Prescott 193 Byrd. 76. 63 Chase Manhattan Bank 27. Robert C. Hillary 152 Clinton. 139f. Roberto 117f Campbell. 68. 220f. Gregory 134 Com-12-Briefing 116. 183. 201 Collins. 176. s. 1 14. 82-85 Casolaro. 217 Bush. Carlos 92 »Carlucci« 187 Carlucci. 214f. 70f. 145. 153-157. Samuel 153 Colby. 181 Clines. 137. Fidel 20. 171.139 Cardoen. 123ff. Hugh 193 Cunningham. William J. 71. 154. William 102f. 227f Cromme.248 Bush. 189f. 185. 57. 150. 170-174. 176 Cuba Project. Thomas 76. 54. 113-116. 124. 114 CIA innerhalb der CIA 155f CIA-»Kronjuwelen« 20. 148. 110. 76. 187 Carlyle Group 170f. Anthony 64. 192. 182ff. Nikita 27. 141. Joseph 77 Cunningham. 164. s. 113. 102-105. Jimmy 102f. 107 Casolaro. 183 »Danger Man«. Keith 134 Coral Gables 149 Cottage Club 191 Council on Foreign Relations (CFR) 21-34. 145 »Cocaine Importation Agency« 124. Robert 76 Christie Institute 187f. George W. 175. Ray S. Charles P. Anton 192 Chantilly 54. 70-92. 205 Chruschtschow. 193. 122. 218f. 114 Clinton. 221 Central Training Academy (CTA) 151 CFR innerhalb CRF 189f Chaitkin. 173f. 214. Karl 196 Carter.

Albert 30 Eisenhower. 61 Federation of American Scientists (FAS) 33 Fiat 47f. 56. 92. 140. 169 Drogen 46.Gambino 89 . 178 Drohne 207ff »drug drops« 134. 186.Davison 19 . 128-131. Think Tanks Department of Energy (DOE) 163 Desamo. 164. 170 EG&G Technical Services 170 Eglin Air Force Base 209f »Ehernes Dreieck« 174 Eine-Welt-Regierung 27. 228 Drogenschmuggel 124f.Vanderbilt 37. 182 Deutsche Bank 34 Deutsche Lufthansa 48 DeutschlandBrief 48. 125. Patrick 176 Edelmetalle 110f EG&G 150. 109ff. 46 . psychedelische 111 Drogen-Einsatztruppe (Drug Task Force) 135f Drogenhandel 86. William »Wild Bill« 102f. Dwight D. 214. 183. 162.Bush 175. 218 Drogenoperationen 93. 151 f. 142 Duffey. 75.219 Duncan. 177f. 218. 138-142. 118. 39. James V. 96ff. 148f. 202. 118.Rockefeller 27-30. 224 F Familie . 196 Fineman. 52. s. William 164 Dutch Shell 52 E Echelon 198f Eddington. Wisse 47 Delta Force 186 DeMohrenschild. 220ff. 45 Deer. 120-125.Morgan 35 . 53 »Eiserner Vorhang« 27 El-Toro-Marinebasis 178ff Energy Measurements 163 Environmental Impact Statement 147 Erdöl 113.Rothschild 36f. 37. 224-227 . 192 Federal Bureau of Investigations (FBI) 76.Harriman 191 . 100. J. 50. 186f.198 Defense Helicopter World 91 Dekker. 213f. 117.249 DARPA-Net 198 Dasquié. 170. 135f. 113f. 185. Susan 132 Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) 155. 113f.220 Einkommensteuer 42. 150. George 114 Denkfabrik. 128.167. 218 . 214 . Allan 52. 116. Richardson 224 Dionysos 152 Disraeli. 216f Federal Emergency Management Agency (FEMA) 216 Federal Reserve 40f. 43f. 156. 44 Einstein. 120-126. Benjamin 23 Donovan. 135. 200. 98 Detachment 102 113 Deutch. Ltd. 19Iff. F. 223ff Estee Lauder Companies 34 E-Systems 170 EU 48 Euro 60f Europäische Kommission 47 European Roundtable of Industrialists (ERT) 46-51 Exxon 56. 177-181. Guillaume 216 Davison. 133-138. Trubee 193 de Beers Consolidated Mines. 163. 61 Dilworth. 138f Dugway-Testgelände 111 Dulles. Mark 171 First National City Bank 225 .204. 141. 202f Drogen. John 20. Jean 135. 194. 91. 185.Bin Laden 174.

228 »Goldenes Dreieck« 111. 154. George 52 Fraser. 131-135. Michael 197 Gosling. 77.119 Hughes Aircraft 74. 124. 87. 111. William »Bill« 65-68. Matthew 116 Gates. 156 Harmon.250 Fitzgerald. John F. Richard 113.173. Nancy 104 Hamilton. 94. James »Bo« 186ff Groom Lake 74. 201 von Hohberg. David 51 . 177ff Houghton. 113. Malcolm 227 Freedom of Information Act (FOIA) 140f Frost. 137. Eugene 179 Hashkala 36 Hatfield.227 Harvey. 191. Wolf Helmhard von 152 Homestead Air Force Base 21 Of Honeywell 74 Hoover. 25f. 92 Hylan. 203. Edward M. Howard 89 Hughes. 200. Alfred 55 Hmong-Guerilleros 118. 80. 197. Woody 178 Gray Board 30f Gray. Jennifer 104 Fokker 142 Fokker-F28-»Fellowship« 179 Forbes-Platin-400 148 Ford-Konzern 47 Ford. Robert 103.200 Gedankenkontrolle. Muammar 76. 186. 142. 50f. James Howard 182ff Hayes. Lee 102 Hamilton.103. David 25 Hamilton. 44 Household Bank 117. Richard 76 Henry. Tom 186 Hasenfus. 108 Fort GeorgeMeade 90. 137. Jim 75 Guantanamo 206f Guardian 48. Daniel 120ff. s. 140. 135. James 84 Fuad El-Hibri 176 fuel-air-explosives (FAX) 155f Fuji Bank 140 c Gaddafi. 174f Gyllenhammar. Tony 57f Grabbe. 167. Pehr 47 H Halberstam. 170 Hughes. Murray 3Iff Genomprojekt 111 George. 199 Fortune Magazine 148 Franklin. 140f. 104. 93 Groupe des Présidents 47 Gualteri. Saddam 57. J. 23f Hypo-Bank 34 I 1-3 93 IBM 56 Icke.115.115 Helms. 149 Group 13 90. Beth 101 Global Options 24. mind control Geheimgesellschaften 50 Geldwäsche 117f. James »Jimmy« 157f Hunt. 128f.113. Howard 76.115. 201 Gregory. 200 Goodner Brothers 142 Gorbatschow. Dick 115 Gritz. 89. Edgar 149 Hopsicker. Floyd 141 Hekmatyar.121 Hussein. 171 HERC Airlift Corporation 142 Hercules Powder 153 Hercules Research Corporation 153 Herrhausen. 218 Gell-Mann. Don 125f. 201 Gannon. Gerald 16. Gordon 30 Green Berets 158. E. Guldbuddin 125 Helms. 152. Dan 136ff Harol-Pratt-Haus 22 Harvard-Universität 24. 176 Globalisierung 26. 124. Bernard Maurice 201 House.227 »Foreign Affairs« 21. Orlin 93 Grantham.

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46. 186 Navy Seals 106 NBC 34.91. 124. 154. Richard 16. 227 Okimoto. Manuel 124f North. 81 Operation . 145f. 179 New World Order (NWO) 25. Robert Booth 88f. James 128 Miller.252 Massachusetts Institute of Technology (MIT) 32. 115-118. 212 National Security Council (NSC) 169. Charles 116 McNamara. J. 181. Keith 134 McKee. 15. 137. 170. Oliver 76. Anthony 92 Moyle. 89. 86 Millis. 139. John 216f October Surprise (Oktober-Überraschung) 75. Robert 30f. 86f. John 18If Milner. Robert 104 McKaskle. 34 Nichols. 153 Nokia 48 Nordallianz 125 Noriega.North woods 205-211. 156 Nixon. Junius Spencer 37 Mossad 155f Moyle. 171. 163f. 149 Maudling. Louis 41 McFarlane. Arkansas 120ff. Alan Michael 1 lOf McClendon. 75. 141f.Zapata 204 Oppenheimer. 150. 189 New York Times 25. 154. 93ff. 90f. 100. 222. 50. 162. 170.214. 193 Morgan. 228-242 -Underworld 114 . Harold 156 Oktopus 12f. 198f. Jonathan 91-94 Mudschaheddin 125 Mundell. 168. 101. 23. Edwin 67f. 46. 177ff. 101. 128. 43f. 143. Terry 65. 169. Pine Gap MI6 93 MIAs 71. 141. 121f. 139. 164f Nichols. 164. 33. 76 McFadden. 52. 11 Iff. 163f National City Bank 41 National Reconnaissance Office (NRO) 170 National Security Agency (NSA) 66. New World Order Nevada Test Site 149. 97 Need-to-know 168 »Neue Freiheit« 44 Neue Weltordnung. 112. 73 Middle East Policy Council 24 Milam. 70f. John Philip 76. 159f. 108f. Sarah 97ff. 172. 149. 79. 164. 21. Robert 60f N Napa Sentinel llOf National Aeronautics and Space Administration (NASA) 32. 77 . Alfred 46 mind control 20 Mojave-Wuste 143 Monopolismus 28. 187 Northrop 170 Nugan Hand Bank 117. 228 Olga 77f. Robert 18 Meese. 166. 111 Office of Naval Intelligence (ONI) 102f Office of Strategic Services (OSS) 113. s. 226. 194. 103ff. 200 O O'Connor. 105. 187 Mellon. 224 Morgan. Virginia 71. Reginald 196 May. 148. John Pierpont 37ff. Andrew 44 Mena. 117. 109. 75. 156. s. Dan 116 O'Neill. 96. 185 Menominee-Indianer 110 Mercedes Benz of North America 34 Meridian Arms 156 Merino. William »Bill« 77 McCullough. 185 McCoy. 156ff. 200f.

Fletcher 166-169. Karl Otto 174 Porcelian Club 191 Powell. 217f. 169. George S. 203 Psychological Strategy Board. 94. Lockerbie Panama-Invasion 124 Papago-Indianer 110 Papoose Lake 149 Parallelregierung. Judy 138 Princeton-Universität 24. 73. 17. John D. Schattenregierung Parents Against Corruption and Coverup (PACC) 101 Pasciuto. 54 . 173 POWs 71. Elliot 66f Richardson. 150 Retinger. 226 -. 176 Roskos. 44. 148 Reed. 101. 154 Prouty. Victor 52 Round Table Groups 45 Round Tables 46 Royal Institute of International Affairs (RIIA) 31.40. 225 Roosevelt. 104f. 227 .Group 34 . Nelson A. 56 Phoenix-Programm (CIA) 19. 86. 114 Pegasus-Team 93 Pentagon 80. Amschel 181 Rothschild. 174. Jim 18 R Rabor. Ronald 102. 55 Prinz Charles 55 Prinz Claus 55 Prinz Hans-Adam von Liechtenstein 55 Pro Plan International 145 Project Focus 94 Prosecutors Management Information System (PROMIS) 65-68. Daniel 104 Rothschild. 153ff. Ross 187 Phi Beta Kappa 32 Philips 47. John A. 200 Rockefeller . 191 Prinz Alwaled bin Abdul Aziz Alsaud 174 Prinz Bernhard 52f. s.220. 45 Richardson. 176 Perloff. James 28 Perot. 145 Renault 48 Reno. Theodore 43 Rose Law Firm 152 Rose. Colin L. 152 Rosenberg.. 103. 89f.218. Wayne G.253 Orwell. 155. Terry 141 f Reeder. William 22 Plomley. Tosh 180 Pohl. Jeff 134 Rhodes-Stipendium 24. William 148 Ramos. Michael James 104f. 75.115. U. Keith 49 Riconosciuto. s. David 54f. Janet 98. 108.. 93ff. 33 Pine Gap 198f Pirelli 48 Pitt. M. 166f.Institute for Medical Research -Kommission 116 Rockefeller. Joseph Hieron 52 Rhodes. William 22lf.Foundation 226f .113 Pike. Fidel 174 RAND Corporation 24 Rat für Auswärtige Beziehungen. Cecil 45f Rhodes. 227 . L. 172. 156-162. Anthony 67 Patton. 45f. 104. 188 Pridgen. Lee Harvey 114. 28.51 P Paisley. 195ff. Council on Foreign Relations Raytheon 170 Reagan. 222ff. s. 110. Eric 94ff Rostenowski. John E. 108f. George 13 Oswald. s. 116 Oxford-Universität 46. 20 Pan Am 103. Howard L. Gray Board Q Quinn.

Webster G. Black Rose Schwarze Welt 149. Margaret 92 Thatcher. 177. 225.218. Anthony C. 77. John 113 Skull and Bones 24. 43 The Order s. 44. Richard 117. 80 . Leon 27 Trust Company of America 39 Turner. 202 Secret Service 106 Secret Team 166-169. Jacob Henry 35f Schippers. 173 Russbacher. 188. 188. 196 Thomas. 164. Carl 32 Saigon 76 Schattenregierung 24. 172f. Morris 48 Taft. Skull and Bones »The Trusix Papers« 94 Think Tanks 50. George 173f Space Research Corporation 155 Spionage-Satelliten 199 SR-71 103 Standard Oil 29. 46. 24. 180 Stanford-Universität 94 Starr.254 Rubenstein. 48f. 221.203 Scowcroft. 217f. 176 Schwarzes Budget 190 Schweinebucht 75. 120. James »Jim« 180f Sagan. Brent 17 Scroll and Key 191 Seal. Theodore »Ted« 76. 228 Sektion 322 s. Klaus 43 Schwarze Helikopter 112 Schwarze Rose. 82f T Tabaksblat. 158. 171 Rumsfeld. 177 Secord. 133. 162. Gene »Chip« 93 Telekom 48 Temple. Robert Shane 134 Snyder. 212 Thailand 124 Thatcher. 29. Richard 89 Stevens. Adler Berriman »Barry« 121f. 112.115. Simon 38 Stevenson. 193. 171 f. 75. Mark 92 The Establishment 21. 155. 201 Sheehy Stephen 90 Sheperd. 150f. 188.222-225 Standard Oil Trusts 224f Standorf. 106f Russell. 203f. Kenneth 185 State Department 123. William »Bill« 138 Terror 203f. William 188 Stormont Laboratories 155 Stormont. William Howard 42 Talbot. 192. 142. 180. 187. 143. David 214 Schrempp. 228 Trojanisches Pferd 75. 42. s. 114. 193 S S-4 149 Saab 56 Sabow. Vic 140 Soros. 148. 170. 190-193 Smith. Frank 115 Summa Corporation 89 »Superkanone« 155 Sutton. 208. TC) 195ff. Jürgen 48 Schwabe. 192 Tatum. David 19 Tarpley. Kenn 11 Iff. Clyde 155 Sturgis. 94. William »Bill« 74f. 195 Schiff. 137. 201. 174. 196 Time-Warner 77 Todesschwadronen 19 Tonopah 158 Tower Commission 105 Tower. David M. 147 Stavin. William Huntington 190f. 95 Trotzkij. John 104f Trilaterale Kommission (Trilateral Commission. 191f Swartwood. 220. 96. 189f. Alan David 90f. Skull and Bones Shackley. George 70f. 167f. 157f Thunder Laboratories 158 Thyssen-Krupp 48 Time Magazine 53. Frieda 35f Schiff. Donald H. Robert 139 Sigma Xi 32 Singlaub. 151. 114. 100. Gunther 101 f. 139f.

110f. 162. 101. 77. 116. Barbara 105 Videnieks. 190. USAF) 170 US-Marine (US Navy. 29. 110f. 179 Weltbank 42 Weltregierung 26. 191 ff Yates. 61 Zentralisierung 45 Zoo-Hypothese 162 . biologische 33. 112 Wilcher-Brief 102-08 Wilgus. 115 Wedekind. Attentat 176. 156ff. 202 White. 56 United Defense Industries 171 University-Industry-Forum 47 US-Drogenbehörde (Drug Enforcement Agency. 168. 218f Waffenschmuggel 110. Earl 202 Yellow Lodge 146 Young. 213. 45. 42ff Winfield. Scott 186 Welch. 117. 62 Viren 146 Vizzini. 160. 152. Ann Marie 78 Wolf's Head 191 Woolsey. DEA) 101. 86. DoJ) 65ff. George 148 Waco-Massaker 109 Waffen. Russell 141 f. 201f Wilson. 53. 202 US-Verteidigungsministerium (Department of Defense. Paul 35f. 111.255 U Übelacker. 76. Gore 109 Videnieks. Livingston 113. 113. 176 World Trade Center (WTC). USN) 170. 39f Watergate 66. 89. Neil 53 Wilhelm von Kassel 36 Wilson. 98. 163f Wackenhut Services Incorporated 148 Wackenhut. 154. Frank 41 Vatikan 1 17f Verschwörungstheorie 57f. 147-152. Beate 55f Weekly. 110 Vietnam-Krieg 18f. 125 US-Justizministerium (Department of Justice. 155 Waffenhandel 86. 76f. Paul 96-102. 108f. Edwin O. Erich 162 Unabhängigkeitskrieg 36 Unilever 48. 204. 124f. 219. 197 Weltverschwörung 195 WerBell III. 56 Y Yakuza 89 Yale-Universität 24. Woodrow 23. 123 Villa d'Este 55f. Peter 77. Calogero 114 Vodafone 48 Volvo 47 VOMIT 132 W Wackenhut Corporation 76.164 Währungsunion 60 Walter Reed Hospital 109 »War on Terrorism« 171 Warburg. 212. 228 Viatel 34 Vidal. chemische 33. 155. Harold 52 Wilson. DoD) 176 Ute-Indianer 146 V Vanderbilt-Universität 94 Vanderlip. James R. 42. 103. Theodore 25 Wilcher. 213-218 X Xerox 34. 113. Felix 36 Warburg. 211. 105. 187.94.Joseph 90 Yucca Mountain 146 Z Zentralbank 40. 176. 188 US-Luftwaffe (US Air Force. 176 Waffen. 108ff. 195.