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Testmagazin

sUppLeX

1

xxx

e 4,50 Deutschland · e 4,70 Ausland · CHF 8,80 · PLZ 25,50 · DKK 39 · SEK 62

1/2009 Dezember/Januar

2009 Dezember/Januar

Live-

Sound

• Pegelfest

Traumhafter Klang

Einfacher Nachbau

Selbstbaumesse

Bericht von der HiFi-Music-World 2008

K10607

6 Chassis im Test

Aktuelle Neuheiten aus HiFi und PA

KLANG+TON

}} Entwicklung

Clevere Miniboxen

Passen in jedes Regal

Perfekt für kleine Räume

Dynavox „TPR-2”

Analoger Klang für jede Anlage Service: mit Bauteiltausch-Tipps

Klang für jede Anlage Service: mit Bauteiltausch-Tipps Weltklasse · Standbox mit Scan Speak & Thiel ·

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Außerdem: Cheap Trick 227 in zwei Spezialversionen – Neues aus der Selbstbauszene

sUppLeX

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Über 30 Vorschläge für den erfolgreichen Selbstbau von Laut- sprechern aus den Bereichen HiFi, Heimkino,
Über 30 Vorschläge für den erfolgreichen Selbstbau von Laut-
sprechern aus den Bereichen HiFi, Heimkino, PA- und Be-
schallungstechnik sowie verschiedene Subwoofer vom Mini-
HiFi- bis hin zum Hochleistungs-Car-Audio-Bass. Die einzelnen
Projekte werden von der technischen und konzeptionellen Be-
schreibung über Baupläne und Step-by-Step-Aufbauanlei-
tungen bis hin zu Stücklisten und ergänzenden Tipps für den
Einsatz detailliert und nachvollziehbar beschrieben. Mit diesen
Anleitungen entstehen leistungsfähige und auf hohem tech-
nischen Niveau durchentwickelte Lautsprecher
im kreativen und individuell zu gestal-
tenden Selbstbau.
im kreativen und individuell zu gestal- tenden Selbstbau. Mit über 120 Seiten die bisher umfangreichste Sammlung

Mit über 120 Seiten die bisher umfangreichste Sammlung von er-

folgreichen Boxen-Bauvorschlägen von MONACOR INTERNATIONAL, zum großen Teil in aktueller Überarbeitung und ergänzt um neue und besonders moderne Konzepte. Jetzt gegen eine Schutzgebühr (7,99 Euro UVP) im Fachhandel oder bei MONACOR INTERNATIONAL: Das neue Bauvorschlagsheft K2008-LSB „Lautsprecher-Selbstbau JETZT

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sUppLeX

KLANG+TON

3

Editorial

„Nerv

sUppLeX KLANG+TON 3 Editorial „Nerv getroffen” O b und was ich an Feedback zum Editorial bekomme,

getroffen”

O b und was ich an Feedback zum Editorial bekomme, hängt sehr vom Thema ab. Mal

ist die Zahl an Zuschriften gering, mal fragen zahlreiche Leser neugierig nach mehr. Einen sehr deutlichen Rekord stellte in diesem Zusammen-

hang die letzte Ausgabe auf, in der ich an dieser

Stelle die Wiederkehrer ansprach, die nach vielen

Jahren Abstinenz vom Selbstbau wegen Arbeit,

Haus und Familie nun wieder die Zeit finden, sich

dem Selbstbau von Lautsprechern zu widmen.

Genau aus dieser Gruppe meldeten sich spontan

zahlreiche Leser bei mir, die sich angesprochen fühlten und glücklich waren,

Chefredakteur

Christian Gather

die KLANG+TON nach so vielen Jahren am Kiosk wiederentdeckt zu haben.

So schrieb mich gerade noch einer der Wiederkehrer, dessen Aussage stellver-

tretend für viele gilt, mit den Worten an: „Mit Freude habe ich am Bahnhof

vor dem Urlaub ein Heft KLANG+TON erwerben können und musste über

ich habe Boxen gebaut, für Disco, Zuhause, TL,

Hörner

Das zeigt einen wichtigen Trend: Die Selbstbaugemeinde wächst. Ist man ei-

nerseits besorgt, wie viel hervorragendes Musikhören die seltsam bekleideten

Jugendlichen, die mit einem MP3-plärrenden Handy durch die Fußgänger-

zone ziehen, verpassen, so angenehm ist das Wissen, dass es auch Menschen

gibt, die das Erlebnis Musik nie ganz aus ihrem Gedächtnis verbannt hatten.

Sie finden eine nach wie vor äußerst aktive, quirlige und innovative Gemein-

de vor, in der sie sich wie eh und je unmittelbar zurechtfinden und wohlfüh-

len. Schön, dass es doch noch Geschichten mit Happy End gibt.

das Editorial schmunzeln

und bin seit 15 Jahren aus der Übung. Nerv getroffen.“

In diesem Sinne, Ihr Christian Gather
In diesem Sinne, Ihr
Christian Gather

E-Mail: klangundton@brieden.de

KLANG+TON 1/2009

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sUppLeX

KLANG+TON

4

Inhalt

Bausatztest:

Strassacker „Pascal CX“

· Pegelfeste Standbox mit Doppel-17er und großem Vifa-Coax Seite 50

Standbox mit Doppel-17er und großem Vifa-Coax Seite 50 „Schneewittchen“ · Preisgünstig bestückte

„Schneewittchen“

· Preisgünstig bestückte D‘Appolito-Kleinbox

mit hohem Wirkungsgrad

Seite 60

Bausatztest:

ThielAudio „SCS-3 NEO-Line“

· Der highendige (Jim) Thiel-Koax im

TQWT-Gehäuse

Seite 56

K+T-Projekt: „CT 240“

· Der berühmte CT 230 in einer

basspotenteren, pegelfesteren Variante

Seite 22

Einzelchassistest

· 6 neue Chassis im K+T-Labor

Seite 37

Einzelchassistest · 6 neue Chassis im K+T-Labor Seite 37 Bausatztest: MONACOR „Cirrus“ · Zierliche Standbox mit

Bausatztest:

MONACOR „Cirrus“

· Zierliche Standbox mit so exotischer wie preiswerter Bestückung Seite 14

Spezial: Cheap Trick 227 „reloaded“

· Die basspotente Minibox in zwei 2-wegigen Varianten Seite 28

sUppLeX

*alle Preise ohne Gehäuse aber mit den nötigen Bauteilen.

Themen

 
 

„HiFi-Music-World“

12

·

Nachberichterstattung zur Selbstbaumesse in Gelsenkirchen

Bausatztest: Monacor „Cirrus“

14

·

Zierliche Standbox mit so exotischer wie preiswerter Bestückung

Elektronik: Tuning des Dynavox „TPR-2“

18

·

So wird der MM-/MC-Preamp und Röhrensoundgenerator zum Kracher

K+T-Projekt: „CT 240“

22

·

Der berühmte CT 230 in einer basspotenteren, pegelfesteren Variante

Spezial: Cheap Trick „reloaded“

28

·

Die basspotente Minibox in 2-wegigen Varianten

Einzelchassistest

37

·

6 neue Chassis im K+T-Labor

Händlerbausatz: Speaker Heaven „Network 4.5 TSI“

46

·

High-End-Standbox mit Scan-Speak-Bass und

Thiel-Mittelhochton

Bausatztest: Strassacker „Pascal CX“

50

·

Pegelfeste Standbox mit Doppel-17er und großem Vifa-Coax

Bausatztest: ThielAudio „SCS-3 NEO-Line“

56

·

Der highendige (Jim) Thiel-Koax im TQWT-Gehäuse

„Schneewittchen“

60

·

Preisgünstig bestückte D‘Appolito-Kleinbox mit

hohem Wirkungsgrad

Rubriken

 
 

Editorial

3

Inhalt

4

Leserforum

6

Magazin

8

·

Neues vom Bausatzmarkt

Designwettbewerb

11

·

Schicken Sie uns Bilder Ihrer Lautsprecherkreationen und gewinnen Sie tolle Preise

Händlermarkt

34

·

Die gute Adresse

Nachbestellung älterer Hefte

63

Impressum

Inserentenverzeichnis

Vertriebsadressen

65

Vorschau

66

Vertriebsadressen 65 Vorschau 66 Lautsprecherentwicklung, Produktion und Distribution

Lautsprecherentwicklung, Produktion und Distribution

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Die Besondere

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sUppLeX

KLANG+TON

6

Hochtonkondensator & Riesenboxen

Leserbriefe

Sehr geehrtes Klang+Ton-Team,

ich werde mir den Cheap Trick 239 (als kleine PA für meine Konzerte) bauen und habe noch eine Frage zum HT-Kondensator C4 (parallel zu R2), da ich C4 evtl. mit einem Schalter verse- hen möchte: Wie weit und in welchem Bereich werden die Höhen abgesenkt ohne C4?

Und noch eine Anregung zu Monacor „Menhir“:

Lieber Thomas Schmidt, es freut mich, dass Sie alt werden

meine, dass Sie sich für große Boxen interes-

ähhh, ich

sieren. „Richtig groß“ geht aber anders (siehe

Bild im Hintergrund). Ich habe einen Nachbau

der ersten Quadral Titan mit Peerless-Bestü-

ckung und bin trotz mehrfacher Modifikation

noch immer nicht recht zufrieden damit. wie

wär’s, wenn sie sich mal an ein solches Projekt

wagen: große TML, 3-weg, 30-cm-Bass?

Schönen Gruß! H. Moormann, Köln

TML, 3-weg, 30-cm-Bass? Schönen Gruß! H. Moormann, Köln Sehr geehrter Herr Moormann, der Parallelkondensator C4 in

Sehr geehrter Herr Moormann,

der Parallelkondensator C4 in Cheap

Trick 239 hebt den Hochtonbereich ab 6

kHz um ca. 3 dB an. Diesen wegzulassen

oder zumindest schaltbar zu gestalten ist möglich, vor allem wenn die Abhörsitu­ ation sich permanent ändert. Hier emp­ fiehlt sich insbesondere das Anschluss­ terminal AT 105 S von Mivoc, welches „ab Werk“ über einen Schalter – zum Beispiel für Hochtonanpassungen – ver­ fügt. Zum Transmissionline­Projekt: Sie wissen, dass auch wir Freunde großer Lautsprecher sind. In unseren Köpfen schwirrt ein Projekt à la Quadral­Klassi­ ker schon länger herum. Ihre Anregung hat es wieder an die Oberfläche befördert – wir bleiben dran!

„Twentyfive“ auch kürzer machbar?

Sehr geehrter Herr Gather,

mit Spannung habe ich Ihren Bericht in der Klang+Ton 2/2007 über die „Twenty five“ gelesen. Nun möchte ich mir diese Box selbst bauen, habe aber ein Problem. Meine Anlage steht im Dachboden, und ich habe nicht so viel Höhe zur Verfügung. Wäre es auch mög- lich, aus der „Twentyfive“ eine „Twenty“ oder eine „Fifteen“ zu machen? Was müsste ich beachten, und wie müsste die Frequenz- weiche aussehen? Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen, S. Mayer

Sehr geehrter Herr Mayer,

die Box, die Sie suchen, ist die „Schwarz­ weiß“. Sie wurde in KLANG+TON 5/2007 vorgestellt, ist zum Beispiel bei Intertechnik in Kerpen erhältlich (www. intertechnik.de) und kostet dort als Komplettbausatz pro Seite (allerdings ohne Holz) 255,40 Euro. Der Anlass zum Bau dieser ungewöhnlichen Box war das Konzept „für Elise“ vom berühmten Gui­ do J. Wasser, welches in den 80ern in der „Elektor“ veröffentlicht wurde. Bestückt ist die Schwarzweiß durchgängig mit hochwertigen Treibern von Peerless, die Frequenzweiche bleibt erfreulich einfach. Dem Bau steht damit höchstens die un­ gewöhnliche Gehäusehöhe von über zwei

Metern im Wege – aber mal unter uns

normale Boxen gibt‘s an jeder Ecke.

Ohne Worte

Im Frühjahr hattet Ihr einen sehr günstigen

Bausatz vorgestellt. Transmissonline für 67

Euro, so verführerisch für mich, dass ich mir

den Bausatz bei der Firma Iris Strassacker

bestellt habe. Übrigens das erste Mal, dass

ich was gebaut habe. Es hat alles sehr gut

hingehauen, die Anleitungen waren perfekt

und der Lieferservice der Firma Straasacker

war einfach nur klasse. Das Ergebnis: aber

hallo! Genau wie im Test beschrieben, ich

bin erstaunt über das Ergebnis. Wenn man

bedenkt, dass ich eine ganze Anlage von

„Brinkmann“ zum Hören benutze, war das

Ergebnis meiner Bastellstunden erstaunlich,

„Hut ab!“ vor allen Selbstbausätzen und ih-

ren Entwicklern.

Nun aber zu des Pudels Kern. Service, in

Deutschland sehr klein geschrieben: Mir geht

nach ca. 6 Monaten der Hochtöner kaputt.

Ich also mit kurzer Fehlerbeschreibung den

Hochtöner eingesendet, mit Bitte um Repe-

ratur oder Neulieferung gegen Rechnung, da

ich nicht wusste, ob ich vielleicht doch zu laut gehört habe. Der Spaßfaktor der Box ist eben

sehr hoch! Drei (!!!) Tage später, hatte ich für Null einen NEUEN Hochtöner, mit einer Entschuldigung, falls mir Unannehmlichkeiten entstanden seien. Das ist einfach nur Klasse. Das musste mal gesagt werden!

die „Twentyfive“ passt mit Ihrer Höhe

natürlich nicht mehr in jeden Wohn­

raum, daher sind Anfragen nach einer

Kürzung nicht selten. Für Ihren Zweck

wäre der Bau einer „Sixteen“ optimal.

Statt pro Seite fünf Gruppen à fünf Chas­

sis zu verbauen, nehmen Sie einfach vier

Gruppen à vier Chassis. Dadurch ver­

kürzt sich das Array auf ca. 150 cm. Dank

gleichbleibender Gesamtimpedanz kann

die Frequenzweiche ohne Änderungen

übernommen werden. Bitte beachten Sie

dabei, dass die Bauteile L1, C1 und R1

ersatzlos entfallen können, benötigt wer­

den lediglich C2 und die Widerstands­

gruppe R2.

Auf der Suche nach der

„Schwarzweiß“

„Klang+Ton, Ausgabe

6/2008, Seite12”:

Unter der Überschrift „HiFi-Music-World 2008“ zeigen Sie ein Foto von einem Ausstellungsraum, bestückt mit verschie- denen Boxen. Meine Fra- ge: wie heißt die zweite LS-Box von links, und in welchem Heft wurde diese

Box vorgestellt?

Vielen Dank für Ihre noch zu erwartende Auskunft.

E. Frauscher

Hallo Herr Frauscher,

zu erwartende Auskunft. E. Frauscher Hallo Herr Frauscher, A. Knizewski, Espelkamp „Titan Fast ONE“ die K+T

A. Knizewski, Espelkamp

„Titan Fast ONE“

die K+T „Schwarz- weiß“

KLANG+TON 1/2009

sUppLeX

Leserbriefe

7

mit Bauteilen?

Hallo liebes Team von Klang+Ton, ich habe mir die Ausgabe Klang+Ton 6/2008 gekauft und habe das Interesse, mir mal wie-

der einen Lautsprecher zu bauen (nach einer langen Lern- und Prüfungsphase ist endlich wieder Zeit für die schönen Dinge des Le- bens). Ich interessiere mich für den Bau des Titan Fast one. Der Preis der Box ist ohne Ge- häuse angegeben. Beziehen sich die Kosten einer Box auf die Tang-Band-Chassis und das nötige Zubehör wie Terminal, Bassreflexrohr usw. ohne die Bauteile der Weiche? Die Nachfrage bei meinem örtlichen Elektro- nikhändler hat ergeben, dass die Bauteile der Weiche auch nochmal ins Geld gehen. Ange-

geben wird eine 6,8-mH-1,4-mm-Kernspule,

gefunden habe ich bis jetzt nur eine Luftspu-

le mit diesen Werten. Könnten Sie mir bitte

eine Adresse nennen, wo ich eine Kernspule

bekomme oder kann ich auch einen Mix aus

Luft- und Kernspulen verbauen?

Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Lieber Norman,

Schöne Grüße, Norman

die von uns angegebenen Preise für Bau­ sätze beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, immer auf einen vollstän­ digen Bausatz für eine Box ohne Holz. Darin enthalten sind also nicht nur die Lautsprecherchassis, sondern auch das notwendige Zubehör, wie Reflexrohre, Bedämpfung, Kabel, Schrauben und auch Frequenzweichenbauteile. Zu den ange­ gebenen 119 Euro addieren sich also nur noch die Kosten für das Holz und dessen Bearbeitung. Zudem ist es empfehlenswert, diesen Bau­ satz auch so zu bestellen. Selbstverständ­ lich sind kleine Abweichungen in Sachen Frequenzweichenbauteile möglich und mangels Lieferbarkeit manchmal auch

nötig, allerdings fließt auch die Bauteile­

qualität in die Entwicklung eines Laut­

sprechers ein. Daher kann der Tausch

eines Bauteils – wie zum Beispiel der einer

Kern­ gegen eine Luftspule – zu abwei­

chender Klangqualität führen. Hier ist im

Einzelfall zu entscheiden; liegt ein voll­

ständiger Bausatz vor, ist dessen Aufbau

allerdings unmodifiziert zu empfehlen.

Lesertelefon

Das KLANG+TON­Team beantwor­ tet gerne Fragen rund um das Thema Lautsprecher und hilft, wenn Probleme beim Nachbau von in K+T veröffent­ lichten Lautsprecher­Bauvorschlägen auftreten. Wenn Sie wichtige Fragen haben, die schnellstens geklärt werden müssen, stehen wir Ihnen

mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr

zur Verfügung. Wir sind unter der Telefonnummer

02 03 / 42 92 - 275

zu erreichen.

Falls Sie Ihre Fragen, Anregungen oder

Wünsche lieber schriftlich loswerden

möchten, richten Sie Ihren Brief oder

auch gerne Ihre E­Mail an:

KLANG+TON

Leserbrief

Gartroper Straße 42

47138 Duisburg

Fax: 02 03 / 42 92 ­ 248

klangundton@brieden.de

an: KLANG+TON Leserbrief Gartroper Straße 42 47138 Duisburg Fax: 02 03 / 42 92 ­ 248
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sUppLeX

KLANG+TON

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Magazin

Weitere Versionen der „Triple Play“

KLANG+TON 8 Magazin Weitere Versionen der „Triple Play“ W ie es der Zufall so will, ist

W ie es der Zufall so will, ist man mit Ideen für Lautsprecherprojekte manchmal nicht alleine.

So entstand bei Monacor International parallel zur

„Triple Play“ in K+T 5/2006 eine Box mit identischer Bestückung, aber anderer Frequenzweichentopologie und einem nicht so hohen, und dafür tiefer bauenden Gehäuse. Erhalten geblieben ist die D‘Appolito-An- ordnung aus zwei IMG Stage Line SP-6/100PRO Profi- Tiefmitteltönern und der mit einem Waveguide verse- henen Gewebekalotte DT-300. Das Trio steht in allen Versionen für hohen Wirkungsgrad bei 8 Ohm Nenn- impedanz, ebenso hohe Belastbarkeit und ein äußerst gutmütiges Abstrahlverhalten. Insgesamt entstanden so vier Versionen der Box: die 12-dB-Weiche aus der KLANG+TON und die 18-dB-

Weiche von Monacor, jeweils kombiniert mit dem

Standgehäuse aus dem Heft und der Kompaktversion

der Bremer. Diese wurden vollständig im neuen Bau-

vorschlagsheft „Lautsprecher-Selbstbau jetzt!“ (im Han-

del bzw. gegen Schutzgebühr bei Monacor erhältlich) vorge-

del bzw. gegen Schutzgebühr bei Monacor erhältlich) vorge- 7 Monacor International Zum Falsch 36 28307 Bremen
del bzw. gegen Schutzgebühr bei Monacor erhältlich) vorge- 7 Monacor International Zum Falsch 36 28307 Bremen

7 Monacor International

Zum Falsch 36

28307 Bremen

Telefon: 04 21/48 65 0

Fax: 04 21/48 84 15

E-Mail: info@monacor.de

Internet: www.monacor.com

stellt. Das machte uns neugierig, daher machten wir mit der

Monacor-Version mit 18-dB-Weiche und Kompaktgehäuse

einige Messungen. Die Frequenzganglinearität ist auch hier

exzellent (siehe Diagramme), das Rundstrahlverhalten äu-

ßerst gleichmäßig und die Verzerrungen selbst bei 95 dB (1

m Abstand) sehr niedrig. Weitere Angaben, die Bau- und

Weichenpläne der alternativen Versionen und eine genaue

Beschreibung, welche Kombination sich durch welche Tu-

genden auszeichnet, finden Sie im Bauvorschlagsheft „Laut-

sprecher-Selbstbau jetzt!“.

im Bauvorschlagsheft „Laut- sprecher-Selbstbau jetzt!“. Pro-HiFi-Hoehn Hausmesse & „Epos 5“ I n K+T 3/2008

Pro-HiFi-Hoehn Hausmesse & „Epos 5“

I n K+T 3/2008 stellten wir den Händlerbausatz PH42-HXT vor. Die Box

hört inzwischen auf den Namen Epos 4 und hat eine große Schwester be-

kommen: die Epos 5 (Bild). Die führt die Qualitäten der 4 – sehr gute Auflö-

sung im gesamten Frequenzbereich, hohen Wirkungsgrad und überraschende

Dynamikfähigkeiten – nicht nur weiter, sie legt mit zwei größeren Vifa-Tief-

mitteltönern noch einen drauf. Wer der Epos 4 verfiel, aber einen größeren

Raum zu beschallen hat, greift für 329 Euro pro Seite zur Epos 5. Zudem läuft bereits die Planung für die nächste Hausmesse von Pro-HiFi- Hoehn. Die diesjährige Messe, erneut im Musikkammersaal des Vereinshauses in Saarlouis veranstaltet, wurde mit Elektronik von Stein Music, Eigenentwick- lungen von Philipp Höhn und dem „Special Guest“ Thorsten Fischer von Blue

Planet Acoustic, der die breitbandbestückte „Flat 5“ dabei hatte, erfolgreich bestritten. So bald der Termin für die 2009er-Messe steht, weisen wir selbstverständlich darauf hin.

steht, weisen wir selbstverständlich darauf hin. 7 Pro-HiFi LS-Systeme Hauptstraße 288 66740

7 Pro-HiFi LS-Systeme Hauptstraße 288 66740 Saarlouis-Beaumarais Telefon / Fax: 0 68 31/6 06 19 oder 4 99 52 48 E-mail: mail@pro-hifi-hoehn.de Internet: www.pro-hifi-hoehn.de

sUppLeX

sUppLeX Raffinierter Minihorn- Komplettbausatz M it dem Omnes Audio ‚DIY D4-1‘ bietet der

Raffinierter Minihorn- Komplettbausatz

M it dem Omnes Audio ‚DIY D4-1‘ bietet der Tang-Band-Deutschlandvertrieb Blue Pla-

net Acoustic einen Lautsprecherbausatz der etwas anderen Art an. In ihm enthalten sind nicht nur ein exzellenter 12-cm-Breitbänder von Tang Band inklusive passendem Zubehör wie Kabel, Schrau- ben und Spikes, sondern auch das Gehäuse. Das auf den Treiber abgestimmte Mini-Horn (B x H x

T = 16,2 x 50,0 x 32,0 cm) setzt sich aus passend gefrästen MDF-Platten schichtweise zusammen. Dank Vorbehandlung erübrigt sich selbst ein Ge- häusefinish, der Bausatz kann mittels 11er-Ring- schlüssel und Lötkolben direkt nach dem Auspa-

cken montiert werden. Einfacher und raffinierter

wird Selbstbau nicht mehr. Und billiger auch nicht,

der Preis wurde gerade von 470 auf 357 Euro pro

Paar gesenkt.

7 Blue Planet Acoustic

Niklas Baur

Westerbachstraße 47

Gebäude 6, 60489 Frankfurt

Telefon: 0 69/7 43 08-845

Fax: 0 69/74 30 8-976

E-Mail: info@blueplanetacoustic.de

Internet: www.oaudio.de

Fostex-Horn „DBR 120“

bei Art of Sound

D en Traum vom dynamisch aufspielenden,

ausgewogenen Lautsprecher mit nur

einem Chassis und ohne Frequenzweichenbau-

teile – Günter Damde von Art of Sound erfüllt

ihn. Die Standbox ‚DBR 120‘, bestückt mit dem

Fostex-Breitbänder FX 120 im Doppelkammer- Bassreflexgehäuse, verbindet die Qualitäten eines dynamischen Breitbandlautsprechers mit dem Bassvolumen einer Standbox. Mit 18,0 x 70,0 x 26,0 cm (B x H x T) bleibt das Gehäuse dabei an- genehm kompakt. Wer es dann doch gerne etwas

größer hätte, findet bei Art of Sound zudem viele weitere (Horn-) Lautsprecher, entsprechende Ein- zelteile wie zum Bei-

spiel hochwertige Hörner und Treiber und die passende Elektronik.

7 Art of Sound Günter Damde Ludwigstraße 61 65115 Saarbrücken Telefon: 06 81 / 49 93 29 Fax: 06 81 / 4 26 49 E-Mail: kontakt@eckhorn.com Internet: www.eckhorn.com

26 49 E-Mail: kontakt@eckhorn.com Internet: www.eckhorn.com Magazin 9 Praktisches Zubehör von XTZ P raktisches

Magazin

9

kontakt@eckhorn.com Internet: www.eckhorn.com Magazin 9 Praktisches Zubehör von XTZ P raktisches Zubehör für

Praktisches Zubehör

von XTZ

P raktisches Zubehör für Lautspre-

cher hält der Hersteller XTZ bereit.

Als Ersatz für die meist hemdsärmelige

Methode, zu kräftigen Bass duch das

Verstopfen des Reflexrohrs mit Dämm-

resten, Socken oder Ähnlichem zu lösen,

halten die Schweden passende Schaum-

stoffpfropfen bereit. Diese messen 8,5

10,0 cm (Durchmesser x Länge) und

passen durch Zusammendrücken auch

kleinere Rohre (ca. bis 40 mm Durch-

messer).

Zusätzlich stellt XTZ ein sehr hochwer-

tiges Anschlussterminal für Lautsprecher

her. Auf einer 4 mm starken Aluplatte mit

Dichtrand finden sich nicht nur 4 große,

vergoldete Schraubklemmen für Bi-Wi-

ring, sondern auch zwei vorbeschriftete

Steckbrücken, zum Beispiel zur Anpas-

sung des Hochtons. Mit entsprechender

Auslegung der Frequenzweiche lässt sich

so ein flexibel anpassbarer Lautsprecher

aufbauen. Die Preise liegen bei 8 Euro

pro Paar für die Stopfen und 40 Euro pro Paar für das Anschlussterminal, zu bezie- hen sind sie über Mind Audio.

in

x

7 Mind Audio / Icy-Medien Bergisch Gladbacher Str. 380 51067 Köln Telefon: 02 21/9 92 15 75 Fax: 02 21/9 92 15 76 Internet: www.mindaudio.de

sUppLeX

KLANG+TON

10

Magazin

Korrekturen zu K+T 6/2008

Im Text der Menhir befindet sich leider eine falsche Angabe zur Übergangsfre- quenz zwischen den Chassis. Dese liegt nicht wie dort beschrieben bei 3,2 kHz, sondern bei ca. 2 kHz.

- Bei der Berechnung des Preises für den Bausatz „Redondo“ sind uns leider einige Posten abhanden gekommen, so dass er zu niedrig ausfiel. Tatsäch- lich liegt der Preis für den kompletten Bausatz (ohne Holz) pro Seite bei 434 Euro. In der Weichenschaltung taucht zudem ein zweiter Tieftöner auf. Die- ser kann ersatzlos gestrichen werden,

den Tieftonzweig bildet ausschließlich

ein L16RNX pro Seite. Ansonsten sind

die Weichenschaltung und die Teileliste

korrekt.

- Da es etwas Verwirrung um die kor-

rigierte Version der Frequenzweiche

unseres Bausatzes „Sixteen“ aus K+T

5/2008 gab hier nochmal die korrigierte

Weiche mit der dazugehörigen Bautei-

leliste:

korrigierte Weiche mit der dazugehörigen Bautei- leliste: L1 = 1,5 mH Luft 1,40 mm Draht L2

L1 =

1,5 mH Luft 1,40 mm Draht

L2 =

0,56 mH Luft 1,40 mm Draht

L3 =

0,47 mH Luft 1,00 mm Draht

L4 =

0,22 mH Luft 0,71 mm Draht

C1 =

33 µF Elko glatt

C2 =

15 µF MKT

C3 =

2,7 µF MKT

C4 =

5,6 µF MKP

C5 =

5,6 µF MKP

C6 =

1,0 µF MKP

R1 =

8,2 Ohm 10 W MOX

R2 =

3,9 Ohm 10 W MOX

R3 =

5,6 Ohm 4 W MOX

R4 =

4,7 Ohm 4 W MOX

Davon abgesehen fragten einige Leser nach einem kräftigeren Hochton. Die- ser kann durch den Tausch der beiden Hochtonwiderstände R3 und R4 gegen- einander erreicht werden.

- Die Holzliste des „Titan FAST One“ weist leider einige Fehler auf. Daher an dieser Stelle eine korrigierte Liste. Der Bauplan selber ist korrekt.

alles 19-mm-MDF:

2

x 103,1 x 11,0 cm

Front / Rückwand

2

x 31,2 x 11,0 cm

Deckel / Teiler

2

x 103,1 x 35,0 cm

Seiten

1

x 10,0 x 11,0 cm

Versteifung

1

x 10,0 x 30,0 cm

Versteifung

1

x 26,0 x 35,0 cm

Sockel

Adresse vertauscht

cm Versteifung 1 x 26,0 x 35,0 cm Sockel Adresse vertauscht I n der letzten Ausgabe

I n der letzten Ausgabe veröffentlichten

wir einen kleinen Veranstaltungska-

lender des Bremer HiFi-Handels ‚stu-

dio45‘. Eine Seite davor berichteten wir

vom „limitierten Über-Breitbänder“ Fo-

stex FE138ES-R. Leider vertauschten wir

die zugehörigen Adressen. Das studio45

ist selbstverständlich folgendermaßen zu

finden und zu erreichen

7

Studio 45 Breitenweg 57, 28195 Bremen Telefon: 04 21/1 47 57 Fax: 04 21/1 47 67 E-Mail: info@studio45.de Internet: www.studio45.de

Fostex-DeutschlandvertriebMega

Audio findet sich immer noch unter

7 Mega Audio GmbH Stromberger Str. 32, 55411 Bingen Telefon: 0 67 21/94 33 16 Fax: 0 67 21/32046 E-Mail: info@megaaudio.de Internet: www.megaaudio.de

Wir entschuldigen uns bei allen Beteili- gten für diesen Fauxpas.

undder

Hörtest-Termine 2009

gten für diesen Fauxpas. undder Hörtest-Termine 2009 Die neuen Termine sind da! Auch 2009 veranstalten wir

Die neuen Termine sind da! Auch 2009 veranstalten wir wieder sechs Hörtests, bei denen Sie Gelegenheit haben, die in der KLANG+TON vorgestellten Projekte in gemütlicher Atmosphäre – im Som-

mer auch gerne draußen – live zu erleben.

Das Mitbringen Ihrer Lieblings-CDs und

-LPs ist natürlich auch möglich.

Die Termine:

Januar

10.

7.

2.

20 Juni

22.

7. November

März

Mai

August

Der Ort:

Michael E. Brieden Verlag

Gartroper Straße 42

47138 Duisburg

Der Beginn ist jeweils um 14:00 Uhr. Wir

bitten darum, sich im Vorfeld per E-Mail

an klangundton@brieden.de oder tele-

fonisch unter 0203 / 4292-275 anzumel-

den, damit wir eine Übersicht über die

Teilnehmerzahl haben. Die Teilnahme ist

selbstverständlich kostenlos.

Lautsprecher Contest 2009

A uch im Jahr 2009 wird es wieder einen Lautsprecher-Contest für

Selbstbau-„Amateure“ geben. In den letzten beiden Jahren wurde die Veran- staltung bereits erfolgreich von und für Mitglieder des Hifi-Forums durchge- führt, ab 2009 wird der Contest für alle Selbstbauer offen sein. Die Organisation wird durch die neue

Selbstbau-Community (www.diy-hifi- forum.de) durchgeführt werden. Auf der Internetseite sind weitere Informationen zu bekommen – klicken Sie einfach mal rein!

7 Internet: www.diy-hifi-forum.de

sUppLeX

Magazin

11

KLANG+TON

Designwettbewerb

Kategorie Kompaktbox M arkus Brosig fasste sich lange nach der Anschaffung der Treiber ein Herz
Kategorie Kompaktbox
M arkus Brosig fasste sich lange nach
der Anschaffung der Treiber ein
Herz und investierte viel Arbeit in den
Bau seiner „Swans Kompakt“ aus K+T
1/05. Es war sein erstes Projekt mit fur-
niertem Gehäuse. Die Wahl fiel auf das

Blatt namens Ziricot, veredelt mit Hart-

wachsöl und anschließender Bienen-

wachspolitur. Eine 3-mm-Schattenfuge

ziert den äußeren Rand des Lautspre-

chers, die Seiten wurden in Cremeweiß

lackiert. Die Bestückung besteht aus

einem runden Magentostaten von ATD und einem 13-cm-Tiefmitteltöner von Swans.

Wir ordnen das eingesandte Material nach Kategorien (Standbox, Kompakt- box usw.) und veröffentlichen es nach und nach. Wenn genügend Projekte vorgestellt wurden, präsentieren wir die schönsten Vorschläge aus allen Bereichen zusammengefasst im Heft. Und dann sind Sie am Zug. Wer der Ge- winner der jeweiligen Kategorie wird, entscheiden nämlich nicht wir, sondern Ihre Stimmen. Sie bestimmen per Post oder E-Mail, welche Projekte den Sieg in ihrer Kategorie verdient haben.

Schicken Sie Ihre Arbeiten bitte an:

Michael E. Brieden Verlag GmbH KLANG+TON Designwettbewerb Gartroper Straße 42 47138 Duisburg

oder per E-Mail mit dem Betreff „Designwettbewerb“ an

klangundton@brieden.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Michael E. Brieden Verlag GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Den Gewinnern winken als Belohnung

Teilnahme ausgeschlossen. Den Gewinnern winken als Belohnung 2 x Mivoc XAW 310 HC 3 x Mivoc

2 x Mivoc XAW 310 HC

3 x Mivoc AW 3000

im Gesamtwert von 400 Euro, die

Speaker Trade aus Solingen uns für die-

sen Wettbewerb freundlicherweise zur

Vefügung stellte.

Auch die Abstimmenden sollen natürlich nicht leer ausgehen. Für sie stellt Visaton aus Haan folgende Preise zur Verfügung:

sie stellt Visaton aus Haan folgende Preise zur Verfügung: 1 Paar Visaton B200 5 x „Handbuch
sie stellt Visaton aus Haan folgende Preise zur Verfügung: 1 Paar Visaton B200 5 x „Handbuch

1 Paar

Visaton B200

5 x „Handbuch

der Lautsprechertechnik“

Wenn die Abstimmung erfolgt ist, ziehen wir aus dem Hut mit allen eingegangenen Stimmen die Gewinner.

sUppLeX

KLANG+TON

12

Veranstaltung

Selbstbaumesse „HiFi-Music-World“ in Gelsenkirchen

HiFi-Music-World 2008

So intensiv die Vorbereitung

ist, so schnell gehen die drei Tage Selbstbaumesse „HiFi- Music-World“ auch wieder vorbei. Und schon fiebern wir der Messe 2009 ent- gegen, mit vielen frischen Ideen und natürlich Laut-

sprechern vom Cheap Trick

bis zum Riesen-Horn. Im

Folgenden wollen wir Ihnen

einige Impressionen von

der HiFi-Music-World 2008

vermitteln und hoffen, dass

wir Sie auch im kommenden

Jahr wieder bei uns begrü-

ßen dürfen. Für weiterfüh-

rende Informationen zur

vergangenen und zur kom-

menden Messe besuchen

sie im Internet die Webseite

www.hifi-music-world.de.

Wir entschuldigen uns bei allen

Lesern, Besuchern und Ausstellern

für die fehlerhaften Angaben zu

Datum und Ausstellern in

K+T 6/2008.

Angaben zu Datum und Ausstellern in K+T 6/2008. HiFi-Selbstbau: In einer abendlichen Exklusivvorstellung

HiFi-Selbstbau: In einer abendlichen Exklusivvorstellung

konnten wir uns von den Qualitäten der BigLine, einer riesigen

4-Wege-Transmissionline mit dem brachialen Raptor-15 von

Carpower, überzeugen. Die flutete den großen Raum nicht nur

problemlos mit feinem Mittelhochton, sondern auch mit einem

extrem konturierten, hautnah erfahrbaren Bassfundament

einem extrem konturierten, hautnah erfahrbaren Bassfundament Elevation / JAC Music: Hervorragende Dynamik gab es bei

Elevation / JAC Music: Hervorragende

Dynamik gab es bei Elevation / JAC Music

zu erleben. Die Kombination aus aktiven

BMC-Dipolbässen und „behorntem“

Breitbänder brachte auch in kurzem

Hörabstand Erstaunliches zu Gehör

brachte auch in kurzem Hörabstand Erstaunliches zu Gehör KLANG+TON: Erneut konnten wir uns weder über mangelnden
brachte auch in kurzem Hörabstand Erstaunliches zu Gehör KLANG+TON: Erneut konnten wir uns weder über mangelnden

KLANG+TON: Erneut konnten wir uns weder über mangelnden Publikumsverkehr noch über zu wenig vorzuführende Projekte beklagen. Außen im linken Bild das messeexklusiv vorgestellte Line-Array „Lightning“ von Monacor, welches wir in der kommenden Ausgabe ausführlich vorstellen werden

sUppLeX

sUppLeX Capaciti: Elektrostaten-Spezialist Michael Ehrlin- spiel präsentierte auf der Messe seine manns- hohen Paneele,

Capaciti: Elektrostaten-Spezialist Michael Ehrlin- spiel präsentierte auf der Messe seine manns- hohen Paneele, angetrieben von Elektronik der HiFi-Akademie. Die Flächenstrahler lieferten eine sehr überzeugende Vorstellung und bekamen durch und durch beste Noten von den Besuchern

und bekamen durch und durch beste Noten von den Besuchern HiFi-Akademie: Das DSP-Modul (rechts) war nur

HiFi-Akademie: Das DSP-Modul (rechts) war nur

eines der Highlights der HiFi-Akademie. Seine

Geräte waren in zahlreichen Vorführungen zu

hören, vor Ort konnte man sich anschließend

Fragen beantworten lassen

Ort konnte man sich anschließend Fragen beantworten lassen Blue Planet Acoustic: außergewöhnlichen Lautsprechern von

Blue Planet Acoustic:

außergewöhnlichen Lautsprechern von niedlich

bis riesengroß. Auf der anderen Seite des Raums

war unter anderem die TQWT mit Thiel-Koax zu

bewundern, getestet in dieser Ausgabe

zeigte sein Können mit

getestet in dieser Ausgabe zeigte sein Können mit Manger: Die Firma Manger präsentierte die aktuelle Version

Manger: Die Firma Manger präsentierte die aktuelle Version ihres MSW in einem kompakten, attraktiv designten Gehäuse. Im Vordergrund der dazugehörige Subwoofer, der mit je einem hoch- belastbaren, speziell modifizierten Basstreiber pro Seite das dazugehörige Fundament lieferte

Basstreiber pro Seite das dazugehörige Fundament lieferte Feirtag / Pure Dynamics: Aus dem Süden ka- men

Feirtag / Pure Dynamics: Aus dem Süden ka- men die Schreinerei Feirtag und das österrei- chische Team von Pure Dynamics zusammen, um das Publikum nicht nur mit der Keramix im Vordergrund, sondern auch mit reichlich Membranfläche adäquat zu unterhalten

auch mit reichlich Membranfläche adäquat zu unterhalten Strassacker: Familie Strassacker hatte alle Hände voll zu

Strassacker: Familie Strassacker hatte alle

Hände voll zu tun, in ihrem reichlich be-

stückten Vorführraum nicht nur HiFi-Bausätze

verschiedenster Coleur, sondern auch professi-

onelles PA-Equipment vorzuführen

sondern auch professi- onelles PA-Equipment vorzuführen Silberglut: Christof Kraus macht in Sachen Röhren keine

Silberglut: Christof Kraus macht in Sachen

Röhren keine halben Sachen. Individualbauten

wie dieser Vorverstärker in Bootsform, an dem

bester Röhrenklang per Kopfhörer genießbar

war, sind ein Fest für Augen und Ohren

genießbar war, sind ein Fest für Augen und Ohren LSV Achenbach: Dieter Achenbach präsen- tierte eine

LSV Achenbach: Dieter Achenbach präsen- tierte eine überarbeitete Version der „Son“ mit Beyma-AMT. Die riesigen Röhren im Vor- dergrund sind Verstärker der Firma Silberglut bald in der K+T

Die Firma Jensen wurde 1917 gegründet. Ein Erfah- rungsschatz von nunmehr 91 Jahren Entwicklung und
Die Firma Jensen wurde
1917 gegründet. Ein Erfah-
rungsschatz von nunmehr
91 Jahren Entwicklung und
Produktion für professio-
nelle Anwendungen macht
Jensen zum begehrten
Partner internationaler Top-
Firmen bereits in der Ent-
wicklungsphase neuer Kon-
zepte. Am Schluss steht
auch heute noch ein quasi
unzerstörbares Produkt
höchster technischer Güte
versehen mit einmaliger
Anfassqualität.
Man sollte sich einmal ein
Jensen-Bauteil gönnen um
zu wissen, was im Hochton-
bereich echte Transparenz
bedeutet und wie der
Grundton musikalische
Substanz transportiert.
Möchten Sie Musik erleben,
wie sie gemeint war und
was das Mastertape an
Stimmungen und Farben
doch enthält?
Diese Effekte vervollkomm-
nen die besten Lautspre-
cher und einfachere
Produkte werden auf ein
gänzlich neues Niveau
gehoben. Staunen Sie neu
über Ihre Tonträgersamm-
lung.
So gut
kann Technik
klingen. Musik ist Musik ist
Musik bleibt Musik.
bt hifi vertrieb GmbH
post@bt-vertrieb.de
+49(0)2104 175560
www.jensencapacitors.de
ist Musik ist Musik bleibt Musik. bt hifi vertrieb GmbH post@bt-vertrieb.de +49(0)2104 175560 www.jensencapacitors.de

sUppLeX

KLANG+TON

14

Bausatztest

Zierliche Standbox für Langzeithörer von Monacor

Kleines

Wölkchen

Chassistest:

• Monacor SPH-165KEP K+T 3/2001

• Monacor RBT-95(SQ) K+T 6/2006

Schon auf den ersten Blick fällt auf: diese

Box ist anders. Neben herkömmlichen

Ein-Meter-Standboxen wirkt sie mit gut

70 Zentimetern Gesamthöhe geradezu

zierlich. Und auch die Treiberbestückung

weiß sich in Szene zu setzen: Die silbrig

schimmernde Membran des Magneto-

staten-Hochtöners macht genauso neu- gierig wie die gewobene Kevlar-Mem- bran des 17-cm-Tiefmitteltöners. Von außen erkennt man allerdings nur einen Bruchteil der Qualitäten, die diese Box zu einem überraschend niedrigen Preis zu bieten hat.

Bestückung

Mit nur zwei Chassis deckt die Cirrus den Frequenzbereich zwischen 35 Hz und über 22 kHz ab. Den Tiefmittelton be- arbeitet ein absoluter Klassiker aus dem Programm von Monacor International:

der SPH-165KEP. Der ist anhand seiner leuchtend gelben Kevlarfaser-Membran unmittelbar zu identifizieren. Die ge- samte Chassisserie vom 10er bis zum

30er avancierte dank kräftiger Antriebe,

hochwertiger Materialien, sauberer Fer-

tigung und der Kevlarmembran schnell

zum Klassiker. Das Markenzeichen der

Membranen war dabei ihr ungewöhnlich

gutmütiges Verhalten, erreicht durch ein

günstiges Verhältnis von Steifigkeit zu

innerer Dämpfung. Ein Highlight stell- te dabei stets der 165 KEP dar, der dank optimal liegenden Reflexparametern von tiefsten Bässen linear bis in den Hochton läuft. Das ist auch heute noch eine be- achtliche Leistung, der 165er muss sich hinter keiner moderneren Konstruktion verstecken. Der optimale Spielpartner also für eine kleine Standbox mit Tief- gang und einem Hochtöner, der hoch angekoppelt werden will. Das ist die Domäne filigraner Folien- wandler wie dem RBT-95 von Monacor. Er ist ein mit knapp 32 Euro äußerst preiswerter, kompakter Magnetostat mit Neodymantrieb. Wir fühlten ihm zuletzt Ende 2006 auf den Zahn, wo er im Ein- zelchassistest hervorragend abschnitt und

Selten hat ein Name ein

Produkt so genau getroffen:

„Cirrus“, die Federwolke,

macht Lust auf leichte, luf-

tige Klangbilder. Die Stand-

box von Monacor will mit

ungewöhnlich kompakten

Maßen, einer exotischen

Treiberbestückung und cle-

veren Detaillösungen genau

diese Qualitäten bieten

sich direkt für die „Specialist“ in Ausgabe

4/2007 qualifizierte. Seine Qualität ist die

geradezu schwerelose Hochtonwiederga-

be mit viel feinen Details.

Gehäuse

Anhand der gezielten Ausrichtung auf

ein langzeittaugliches und wohnraum-

freundliches Projekt wurde das Gehäuse

der Cirrus von den Entwicklern kompakt

gewählt. Auf die ansonsten übliche Aus-

richtung des Hochtöners auf Ohrhöhe

wurde bewusst verzichtet. So verschwin-

den die Lautsprecher „unter dem Radar“, fallen in einer normalen Wohnlandschaft kaum noch auf. Das wird nicht nur der Ehefrau gefallen, auch der Musikfreund wird sich – so hat der Hörtest gezeigt – an einem großformatigen Klangbild erfreuen können, welches die Maße des Lautsprechers deutlich überragt. Das Innenvolumen des Gehäuses beträgt knapp 25 Liter. Es entlockt dem Tiefmit- teltöner reichlich Tiefgang, ohne in einer Dimension ausufern zu müssen. Eine Versteifung direkt unterhalb des Tiefmit- teltöners stabilisiert die größeren Gehäu- seflächen. Sofern das passende Werkzeug vorhan- den ist, sollte auf eine Fase an den vor- deren Gehäusekanten nicht verzichtet

sUppLeX

werden. Sie macht die Optik gefälliger und reduziert Schallbeugung an den Ge- häusekanten. Als optional darf dagegen der Fuß angesehen werden. Er hat keine akustischen Auswirkungen, sein Zweck ist rein optischer Natur. Mit ihm wirkt das Gehäuse durch das Loslösen vom Boden noch einen Deut gefälliger.

Frequenzweiche

Die Frequenzweiche weist dank der hoch liegenden Trennung einige Besonder- heiten auf. Der Tiefpass zweiter Ordnung vor dem SPH165-KEP kann sich nicht gleichermaßen um saubere Trennung zum Hochtöner und die perfekte Linea- risierung des Frequenzgangs kümmern.

An seiner Seite stehen deshalb ein Sperr-

kreis zur Linearisierung des Mitteltons

und eine Impedanzkorrektur, die den

Filterverlauf optimiert. Der Hochtöner

verfügt überraschenderweise lediglich

über einen Hochpass erster Ordnung.

Das rückt die Frage nach der Belastbar-

keit des Gesamtsystems in den Fokus, da

eigentlich der Einsatz oberhalb von 5 kHz

empfohlen wird. Der Hochpasskonden-

sator hat mit 1,5 µF allerdings einen sehr

kleinen Wert, so dass die Filterung früh

einsetzt. Zudem bringt den Folienwand-

ler ein Netzwerk aus drei Widerständen

auf den Pegel des Tiefmitteltöners, was

weitere Reserven freisetzt. Zudem ist

diese Box nicht für Party-Pegelorgien

gedacht, daher stellt die flache Filterung

kein Problem dar. Als Summe ergibt sich

ein sauberer Übergang der beiden Spiel-

partner bei 3,7 kHz.

((diagramm kt19 monacor box textdia- gramm zweige summe))
((diagramm kt19 monacor box textdia-
gramm zweige summe))

Der Überlappungsbereich bleibt dabei angenehm schmal, auch wenn sich der Tiefmitteltöner bis knapp 10 kHz noch minimal am Geschehen beteiligt. Qualitätsseitig setzt Monacor ausschließ- lich auf Folienkondensatoren, Luftspu- len und hoch belastbare Widerstände. Angesichts der überschaubaren Anzahl an Bauteilen und des günstigen Preises sollte man sich diesen Luxus auf jeden Fall gönnen, ansonsten verschenkt man ein gutes Stück Potenzial der Chassis.

Messungen

Die Cirrus nadelt in der Frequenzgang- messung einen sehr ausgewogenen Ver-

lauf aufs virtuelle Papier. Der Bass reicht

für eine kompakte Box mit 17-cm-Tief-

mitteltöner exorbitant tief, zudem fällt

er nach unten nur langsam. Die Mitten

sind extrem ausgewogen, der kleine Ein-

bruch bei 1,4 kHz irrelevant. Auch die

Übernahme zum Hochtöner bei knapp 4

kHz passt perfekt. Hier zeigt sich unter

Winkeln die Bündelung des SPH, die sich

bei der hohen Trennung nicht vermeiden

lässt. Allerdings bleibt die Cirrus auch

hier recht ausgewogen, böse Ausreißer

sind selbst bei 45 Grad nicht zu beobach-

ten. Der Hochton ist kräftig abgestimmt,

angesichts des erwarteten Winkels zum

Hörer der richtige Weg. Durch sei-

ne sanfte Spielweise nimmt einem der

RBT-95 solche Kniffe aber sowieso nicht

krumm.

Leistungsmäßig bleibt sie anspruchslos:

Der blitzsaubere 8-Ohm-Verlauf (Mini-

mum 7,5 Ohm bei 200 Hz) stellt keinen

Verstärker vor Probleme. Ein paar Watt

darf er gerne haben, auch mit mittleren

Zahlen im zweistelligen Bereich kommt

die Cirrus aber bequem aus. Auch die

Klirrmessungen zeigen wenig Auffällig-

keiten, nur der Bereich zwischen 3 und 7

kHz tritt hier stärker in den Vordergrund. Hier manifestiert sich die tiefe und flache Trennung der Folie, glücklicherweise in der Hauptsache in kaum störendem K2. K3 legt erst bei kräftigen 95 dB (im Ste- reopärchen schon über 100 dB) zu, hier legt allerdings auch der Tiefmitteltöner nach. Wie schon erwähnt, war die laut- starke Beschallung aber nie ein Entwick- lungsziel, daher geht die Pegelgrenze, die im „Normalbetrieb“ kein Limit darstellt, absolut in Ordnung.

Die Frequenzweiche der Cirrus sitzt gut erreich- bar hinter dem Tiefmitteltöner

sUppLeX

KLANG+TON

16

Bausatztest

Klang

Im Hörraum in einem kompakten Stereodreieck aufgestellt verströmt die Cirrus schnell ihr Flair: völlig unange- strengte, losgelöste Musikwiedergabe mit tiefer Räumlichkeit, ausgewogener To- nalität und – immer wieder nachgefragt – sehr guten Leisehörer-Qualitäten. Die

enorme Tiefe das Basses, die leicht „erdi- ge“ Abstimmung fördert im Verbund mit den luftigen Höhen auch weit unterhalb von Zimmerlautstärke zahlreiche Details zutage. Der Magnetostat und der Kevlar- Klassiker bilden dabei ein harmonisches, trotz der hohen Trennfrequenz absolut bruchlos aufspielendes Duo. Sie erzeu- gen ein liebliches, fast schöngefärbtes

Klangbild, was zu gleichen Teilen ent-

spannend und anregend auf den Zuhörer

wirkt. Besonders der Hochtöner tut sich

hier hervor, bietet einen feingliedrigen,

reich ausgeschmückten und doch stets

schwerelosen Hochton an. Unweiger-

lich springt der Name „Cirrus“ zurück

in mein Gedächtnis. Er ist tatsächlich

perfekt gewählt, unterstreicht die Art

der Musikwiedergabe der Box auf ideale

Weise.

Trotz des Detailreichtums zeigt der Laut-

sprecher selbst in kritischen Teststücken

nicht den geringsten Anflug von Schär-

fe, was auch nur durchschnittlich aufge-

nommene Musik, wovon es heutzutage

leider viel zu viel gibt, sehr genießbar

macht. An Stilrichtingen kann man der

Cirrus daher alles anbieten. Dabei spielt

auch der Frequenzumfang keine Rolle,

denn was diese Box an Tiefgang produ-

ziert, ist erstaunlich. Ein Subwoofer ist

hier absolut fehl am Platze, diese Box er-

füllt auch höchste Ansprüche in Sachen

Tiefbass.

Die niedrige Höhe der Box stört beim

Hören übrigens in keinster Weise. Über

die einfache Physik hinaus erzeugt das Zurückhalten im Hochbau eine inte- ressante Wahrnehmung: auch wenn die

Weichenbestückung

L1 =

0,68 mH Luft 1,20 mm Draht

L2 =

0,56 mH Luft 1,20 mm Draht

C1 =

33 µF MKT

C2 =

3,3 µF MKT

C3 =

8,2 µF MKT

C4 =

1,5 µF MKP

R1 =

10 Ohm 20 W

R2 =

8,2 Ohm 20 W

R3 =

1,5 Ohm 10 W

R4 =

3,3 Ohm 10 W

R5 =

10 Ohm 10W

Lieferant: Monacor International Bremen

Monacor „Cirrus“

Technische Daten

Chassishersteller:

Monacor

Vertrieb:

Monacor International, Bremen

Konstruktion:

Monacor

Chassisparameter K+T-Messung

Funktionsprinzip:

Zweiweg, bassreflex

Bestückung:

1 x Monacor SPH-165KEP

 

1 x Monacor RBT-95 (SQ)

Nennimpedanz:

8 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83V/1m:

83 dB

Abmessungen (BxHxT): 22,0 x 73,0 x 23,0 cm

ca. 189 Euro + Gehäuse

Kosten pro Box:

Boxen klar sichtbar vor meinen Augen

stehen, so wirken Sie optisch doch ange-

nehm unbeteiligt, als hätten Sie mit dem

räumlichen Klangbild vor meiner Nase

nichts zu tun. Die reduzierte Höhe geht

trotz anfänglicher Bedenken voll auf,

die Lautsprecher verschwinden selbst im

Sitzen fast vollständig aus der bewussten

Wahrnehmung. Zudem ist das Gehäuse

absolut wohlproportioniert, alles ober-

halb von ein paar Zentimetern Höhe

würde eher schaden als nützen. Damit

qualifiziert sie sich zuletzt auch optisch

als der ideale Lautsprecher für Langzeit-

hörer und Musikgenießer, denen tech-

nische Kleinigkeiten ferner sind als der

Spaß am Musikhören.

Fazit

Monacors Cirrus ist definitiv ein außer-

gewöhnlicher Lautsprecher. Fast noch

zum Cheap-Trick-Preis bietet sie per-

fekte Langzeitqualitäten, fügt sich dank

ihrer Unauffälligkeit ideal in jede Wohn-

landschaft ein und vereint zwei exotische

Chassis zu einer äußerst stimmigen, mu-

sikalischen Kombination.

Christian Gather

stimmigen, mu- sikalischen Kombination. Christian Gather Frequenzgang für 0/15/30/45 Impedanz und elektrische Phase
Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

sUppLeX

Aufbauanleitung

Der Bau der Cirrus beginnt mit dem Aussägen

des Versteifungsbretts. Anschließend werden

auf einer der Seiten der Boden, der Deckel,

die Front, die Versteifung und die Rückwand

aufgeleimt. Mit der zweiten Seitenwand wird

das Gehäuse vorerst verschlossen (Achtung:

vorher markieren, wo wo ist!). Nun werden die

Löcher für die Chassis, das Reflexrohr und das

Terminal gesägt. Der optionale Fuß, welcher

die Box nochmal um 19 mm hebt und ihr eine „schwebende“ Optik verleiht, wird bei Bedarf nun ebenfalls aufgeleimt. Auf Wunsch wird die Box in diesem Bauabschnitt auch mit der Fase an der Front versehen. Im vorliegenden Fall ist diese 20 mm groß, geht also minimal über die Plattenstärke (19 mm) hinaus. Emp- fehlenswert ist eine Größe von 15 bis 22 mm. Nun wird das Gehäuse geschliffen und mit dem gewünschten Finish versehen. Während der Trockungsphasen wird die Frequenzweiche auf Platine, auf einem Brett (welches noch durch den Tieftönerausschnitt passen muss) oder frei verdrahtet aufgebaut mit passend abgelängten Kabeln für Chassis und Terminal versehen. Sie findet ihr Plätzchen auf der Rückwand hinter dem Tiefmitteltöner. Die Kabel werden an die entsprechenden Stellen im Gehäuse gelegt. Das Dämmmaterial wird locker in der oberen Hälfte des Gehäuses verteilt, eventuelle Reste

wandern nach unten unter das Reflexrohr. An-

schließend werden die Chassis und das Termi-

nal angelötet und eingeschraubt/-gepresst. Mit

der Montage des (ungekürzten) Reflexrohrs ist

die Box spielfertig.

Zubehör pro Box

• 1 Terminal ST-960GM

• 1 Bassreflexrohr MBR-45 (ungekürzt)

• 1 Dämmwolle MDM-2

• 8 Schrauben MZF-8614 (VE = 16)

• 4 Schrauben MZF-8605 (VE = 8)

• 2 m Kabel SPC-125

Lieferant: Monacor International Breme

Holzliste pro Box

19-mm-MDF:

2

x 73,0 x 23,0 cm

Seitenwände

2

x 69,2 x 18,2 cm

Front / Rückwand

2

x 23,0 x 18,2 cm

Deckel / Boden

1

x 19,2 x 18,2 cm

Versteifung

optional:

 

1

x 19,0 x 18,5 cm

Fuß

sUppLeX

KLANG+TON

18

Elektronik

Röhren-Phonovorverstärker Dynavox TPR-2 – Test und Tuning

Der

Problemlöser

Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden.

Eine solche Haltung ist bei chinesischen HiFi-Komponenten,

die für kleines Geld den europäischen Markt überschwem-

men, sicherlich angebracht. Manchmal aber erlebt man

auch eine faustdicke Überraschung.

Z uerst einmal: Geräte der Marke „Dy- navox“ haben nichts mit dem mit-

unter üblen Schrott zu tun, der auf dubi- osen Wegen auf unseren Markt gelangt. Hinter Dynavox steht solides deutsches Unternehmertum, und die Geräte sind elektrisch sicher, CE-zertifiziert, WEEE- angemeldet, ROHS-konform und was weiß ich nicht noch alles, was man heut-

zutage so braucht, um Elektronik bei uns anbieten zu können, ohne gleich vor den Kadi gezerrt zu werden. Dass Dynavox funktioniert, beweisen seit Jahren der ungebrochen erfolgreiche Röhren-Vollverstärker VR-70 (den wir ja

auch schon in der Mache hatten) und der Hochpegel-Vorverstärker TPR-1 (auch an dem haben wir uns schon ausgelas- sen). Jetzt folgt konsequenterweise der dritte Streich in Gestalt eines zweiteiligen Gerätes namens TPR-2, das derzeit für gut 100 Euro zu erstehen ist. Beim TPR-2 handelt es sich streng ge- nommen um einen zweiteiligen Vor- verstärker mit Phonoteil – was sich an- gesichts des Verkaufspreises schon mal ziemlich gewaltig anhört. Zweiteilig ist er deshalb, weil sich zum wahlweise mit silberner oder schwarzer Front erhältlichen Verstärker ein sepa-

rates Netzteil addiert; kein schnödes Steckernetzteil, sondern ein durchaus er- wachsenes Metallkästchen, das über eine gut einen Meter lange Leitung mit dem Verstärkerteil verbunden wird. Tatsächlich handelt es sich bei dem kom- pakten Maschinchen um einen „rich- tigen“ Vorverstärker mit immerhin zwei Eingängen. Einer davon ist ein klas- sischer Hochpegelanschluss; die Verstär- kung des Signals übernimmt ein hinter Plexiglas montierter glimmender Pro- tagonist – jawohl, dieser Teil des TPR-2 ist ein richtiges Röhrenkonzept. Ob man eine Röhre von hinten per Leuchtdiode

sUppLeX

1. Siebelkos vor der Spannungsrege- lung für die Phonovorstufe. Verbaut sind 1000 µF/25 V – das ist in Ordnung. Der Austausch gegen höherwertige Typen (zum Beispiel Panasonic FC) scheint sinnvoll.

2. Siebelkos nach der Spannungsre- gelung für die Phonovorstufe. Hier stecken 470-µF-/16-V-Typen drin; es empfiehlt sich ein Austausch gegen die gleichen Typen wie unter 1.

Hier stecken 470-µF-/16-V-Typen drin; es empfiehlt sich ein Austausch gegen die gleichen Typen wie unter 1

1

2

anstrahlen muss sei dahingestellt und ab- gesehen davon wollen wir ja auch noch ein wenig an dem Gerät basteln. Der Hersteller bezeichnet das Gerät als „Röhren-Sound-Konverter“, und vor so etwas sollte man als Zeitgenosse, der sich „HiFi“ auf die Fahne geschrieben hat, eigentlich ein bisschen Angst haben. Be- trachtet man die Funktionsweise dieses Schaltungsteils allerdings genauer, wird schnell klar, dass es so schlimm nicht sein kann mit dem „Sound“, hier kommt nämlich eine lehrbuchmäßige Kathoden- basisschaltung mit einer ECC82/12AU7 zum Einsatz. Eine Röhre reicht dafür,

für jeden Kanal braucht‘s nur ein Trio- densystem, und die Röhre hat derer zwei. Dynavox spendierte dem Glaskolben so- gar eine geregelte Gleichspannungshei- zung; ein Spannungsregler liefert stabile 6 Volt an den Heizfaden. Nicht ganz der Normwert von 6,3 Volt, aber sicher im Toleranzbe- reich.

Die Umschaltung zwischen MM- und MC-Phonobetrieb erfolgt per „Mäuseklavier“ am Gehäuseboden

Elektronik

Doch da ist noch mehr: Der TPR-2 kann auch noch „richtig“ Phono. Und zwar sowohl MM- als auch MC-Tonabneh- mer. Das zwar nicht in Röhrentechnik, aber mit einer zweiten, mit integrierten Operationsverstärkern bestückten Pla- tine. Die Umschaltung zwischen dem Hochpegel- und dem Phonoeingang er-

folgt per Drehschalter an der Front, die zwischen MM- und MC-Betrieb mit vier DIP-Schaltern an der Geräteuntersei- te. Die Verstärkung des Gerätes beträgt

40 Dezibel im MM-Betrieb und 60 bei

MC-Tonabnehmern – das ist reichlich

und sollte für so ziemlich jeden Abtaster passen. Die Schaltung arbeitet mit bipo- laren Operationsverstärkern vom Typ

NE5534 – das ist okay. Für MMs gibt‘s

eine Eingangsimpedanz von 47 Kiloohm,

für MCs eine von 100 Ohm. Das ist okay

und im Zweifelsfalle zu ändern, wie wir

noch sehen werden. Schaltungstechnisch

gibt‘s zuerst eine lineare Verstärkerstu-

fe; bei der MM-/MC-Umschaltung wird

hier Verstärkung und Eingangsimpedanz

umgeschaltet. Darauf folgt eine zweite

Verstärkerstufe, die auch die Phonoent-

zerrung per Netzwerk in der Gegenkopp-

lung erledigt. Die Phonoplatine wird mit

einer geregelten Doppelspannung von +/-

Volt versorgt, die im Netzteil erzeugt

wird. Nach der Phonosektion, respekive

hinter den Hochpegel-Eingangsbuchsen

folgt der Lautstärkesteller. Das rastende

Poti ist okay, hat bei kleinen Pegeln aber

durchaus feststellbare Kanaldifferenzen.

Das ist, da werden Sie zustimmen, für

etwas mehr als 100 Euro ein durchaus

ernst zu nehmendes Paket und kann in

Anlagen mit nur einem Platten- und

CD-Spieler den Vorverstärkerpart kom-

plett bedienen – vorausgesetzt, das Gerät

gibt das auch klanglich her. Und so ver-

bandelten wir den kleinen Dynavox vor-

ne mit einem sündteuren MC-Abtaster, stöpselten unsere SymAsyms hinten

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KLANG+TON

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Elektronik

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3. Die Röhre. Die chinesische ECC82/ 12AU7 ist okay, darf aber gerne einer besseren Variante weichen.

4. Die Leuchtdiode, die die Röhre anstrahlt. Wenn Sie mich fragen:

ausbauen.

5. Das Lautstärkepoti. Es ist ein logarithmisches 25k-Poti verbaut, ein guter 10k-Typ geht aber auch.

6. Die Ausgangskoppelkondensatoren. Die eingebauten 1-µF-Typen dürfen gerne gegen bessere getauscht wer- den. Die Mindest-Spannungsfestig- keit beträgt 63 Volt, der Wertebereich liegt so zwischen 1 µF und 10 µF. 7. Operationsverstärker der zweiten Phono-Verstärkerstufe. Hier emp- fehlen sich zum Beispiel OPA 604, OPA134, OPA 627 und andere Chips mit FET-Eingang.

8. Operationsverstärker der ersten Phono-Verstärkerstufe. Hier sollten eher bipolare Typen wie AD797, LT1028 oder LT1115 verbaut werden – je nach Geschmack und Geldbeutel. 9. Diese Widerstände bestimmen die Eingangsimpedanz bei MC-Betrieb und können bei Bedarf gegen genau passende Werte getauscht werden.

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Elektronik

21

sUppLeX Elektronik 21 Zwei Eingänge, ein Ausgang: Der TPR-2 geht als vollwertiger Vorverstärker durch dran und

Zwei Eingänge, ein Ausgang:

Der TPR-2 geht als vollwertiger Vorverstärker durch

dran und warteten auf den klanglichen

Absturz. Jener blieb allerdings aus, viel-

mehr gab‘s sparsame Gesichter ob der er-

staunlichen Qualitäten des Billigheimers.

Der TPR-2 befeuert die SymAsyms mit

ordentlich Druck und weitgehender to-

naler Linearität, man muss schon ziem-

lich genau hinhören, an welchen Stellen

teurere und ambitioniertere Konzepte

noch mehr können. Auffällig ist die er-

freuliche Rauscharmut des Dynavox;

auch mit einem Abtaster mit 300 Milli-

volt Ausgangsspannung herrscht weit-

gehende Ruhe am Lautsprecher. Zudem

bereitet es dem Gerät keine Schwierig-

keiten, fünf Meter Kabel zu den Endstu-

fen zu treiben – nicht selbstverständlich

bei einer so simpel gestrickten Röhren-

ausgangsstufe.

Hört man die Röhre? Durchaus. Im

Bass gibt sich das Gerät schön gemütlich

warm, vielleicht etwas zu voluminös, der

Stimmbereich wirkt sehr akzentuiert und

frei – so erwarten wir das von so einem

Konzept. Damit kann man leben, und es

ist eigentlich nicht wirklich erforderlich,

dem Gerät mit Schraubendreher und

Lötkolben zu Leibe zu rücken.

Wenn Sie allerdings trotzdem willens

sind, dem Gerät noch ein paar Prozent

mehr Wohlklang zu entlocken und die

Garantie in den Wind zu schreiben,

dann haben wir eine ganze Reihe von

Maßnahmen zusammengestellt, die dem

Gerät sicherlich auf die Sprünge helfen.

All das sind bewährte Kleinigkeiten, die

unabhängig voneinander funktionieren

– man muss also nicht das ganze Paket

realisieren, was auch nicht ganz billig

wäre.

So oder so – dieses Maschinchen macht

eine exzellente Figur, ob nun „aufgebre-

zelt“ oder im Serienzustand.

Holger Barske

Vorverstärker Dynavox TPR-2

Preis: etwa 109 Euro

Vertrieb: Sintron Audio, Iffezheim

Telefon: 07229/182998

Internet: www.sintron-audio.de

• • • Preis: etwa 109 Euro Vertrieb: Sintron Audio, Iffezheim Telefon: 07229/182998 Internet: www.sintron-audio.de

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KLANG+TON

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K+T-Projekt

Chassistest:

• Visaton W 300 S Seite 24

• Visaton BG 20 K+T 3/2007

• Visaton TW 6 NG K+T 3/2007

2 0erPapp-Tiefmitteltöner,Konushoch-

töner, dazu ein etwas aus der Mode

gekommenes Gehäusedesign zwischen Kompakt- und Standbox mit nahezu anachronistisch breiter Schallwand – das war und ist Cheap Trick 230. Ein mit Vi- saton-Treibern bestückter Lautsprecher, der so gar nicht ins Bild vermeintlich modernen Boxendesigns passen will und trotzdem so ziemlich das erfolgreichste KLANG+TON-Projekt der letzten Jahre

sein dürfte. Nicht zuletzt deshalb, weil die mit ordentlich Wirkungsgrad geseg- nete Kiste (immerhin echte 90 Dezibel) spielt wie der Teufel und mit unbändiger Lebendigkeit, knüppeltrockenem Bass und einem freien, extrem offenen Mit- telhochtonbereich wirklich jedem zu-

Cheap Trick 230 reloaded

Groß

und

dreckig

mindest ein anerkennendes Kopfnicken

abringt.

Eigentlich alles perfekt, wenn da nicht

hier und da der Wunsch nach etwas

mehr Tiefgang aufkommen würde, und

so gibt‘s in der Szene schon reichlich

aberwitzige Ideen für Subwoofer, die den

Qualitäten von CT230 gerecht werden

sollen. Wir gehen hier – zumindest einstweilen – einen anderen Weg: CT240 ist CT230, ausgebaut zum echten Dreiwegesystem. Das hat zumindest theoretisch den Vor- teil, dass man den bisherigen Tiefmittel- töner von der Schwerstarbeit – sprich:

den tiefen Frequenzen – entlasten kann und für den Job einen echten Spezialisten anheuern kann. Haben wir getan, und so bekommt der BG20 Hilfe von einem Vi- saton W300S, einem Zwölfzöller, der un- ten herum mächtig toben kann.

Kleiner macht das die Angelegenheit nicht gerade, und so hatten wir alles in allem rund 120 Liter Nettovolumen zu umbauen. Bleibt als Problem nur der

Im Zuge unseres Feldzugs

gegen biedere Lautsprecher

im Einheitsdesign und mit

Einheitsklang vermelden wir

den nächsten Vorstoß: CT240.

Stammleser werden sich an

CT230 erinnern, unser Retro-

Erfolgsmodell mit Zweiwege-

Visaton-Bestückung – das

hier ist die Fortsetzung mit

ungleich mehr Potenz „un-

ten herum“

Umstand, dass sich das Projekt eigent-

lich nicht mehr so ganz als echter „Cheap

Trick“ qualifiziert – so mit gut 300 Euro

Baukosten pro Seite muss man schon

rechnen. Um die Verwirrung nicht zu

groß werden zu lassen und die Abstam-

mung des Wandlers deutlich zu ma-

chen, nennen wir ihn aber trotz alledem

CT240.

Bestückung

Drei Treiber braucht‘s für die ultimative Inkarnation unserer großen Retro-Box, die sich natürlich sämtlichen moder- nen Teufelswerks enthalten. Das Auffäl- ligste dabei dürfte der Hochtöner sein; während heutzutage für diesen Job fast ausschließlich Kalotten- und in zuneh- mendem Maße Folienwandler zuständig sind, ist Visatons TW-6NG ein geradezu lächerlich billiger Vertreter der seltenen Spezies Konushochtöner. Der in einem geschlossenen Blechkorb steckende Trei- ber mit rund viereinhalb Zentimeter Membrandurchmesser macht, allen Un-

sUppLeX

kenrufen zum Trotz, eine hervorragende Figur und ist spätestens seit CT230 Le- gende. Kaum weniger klassisch geht‘s im Mittel-

tonbereich weiter. Der BG20 ist ein ursoli- der Achtzöller mit sehr geringer bewegter Masse, der leichten Papiermembran und dem lediglich 25 mm durchmessenden Antrieb sei Dank. Im Originalzustand ziert ein Schwirrkonus die Membran; da wir den BG20 aber ohnehin nicht mit all- zu viel Hochton belasten wollen, entfer- nen wir jenen per Teppichmesser. Durch die kleine Operation „schweint“ der Trei- ber in den Mitten etwas weniger. Nicht viel, aber die ohnehin geringe Mühe ist es wert.

Der Dritte im Bunde ist der Neue, sprich

der Tieftöner in Gestalt des W300S, bei

uns als 4-Ohm-Variante im Einsatz. Das

ist ein uralter Klassiker im Visaton-Pro-

gramm, der sich über die Jahre praktisch

nicht verändert hat. Die Messungen un-

serer aktuellen Probanden unterscheiden

sich von denen aus den frühen Jahren der

KLANG+TON erfreulicherweise nicht.

Nach wie vor handelt es sich um eine ur-

solide Konstruktion mit Stahlblechkorb,

Zwei-Zoll-Antrieb, kräftigem Antrieb

und weicher Aufhängung. Das führt zu

einer schön niedrigen Eigenresonanz von

24 Hz, will aber ordentlich Luft sehen –

Vas beträgt gut 230 Liter. Erfreulicher-

weise befleißigt sich der Klassiker zudem

eines ordentlichen Wirkungsgrades, so

dass der Gesamtwirkungsgrad der Box

merklich oberhalb von 90 Dezibel zu lie-

gen kommen sollte.

Gehäuse

Wir schneidern dem W300S eine Reflex-

behausung mit etwa 100 Litern Volumen

auf den Leib. Er atmet durch ein 10-

cm-Rohr auf der Boxenfront – also kein

Kleinkram, sondern ein richtig ernst- haftes Bassgehäuse. Der BG20 muss zwar erst bei etwa 300 Hertz ran, bekommt aber trotzdem ausreichend Luft zum Atmen; er bekommt eine geschlossene Kammer mit etwa 18 Litern Volumen. Somit ergeben sich, rechnet man noch ein paar Versteifungen hinzu, locker 120 Liter Nettovolumen. Natürlich wählten wir dafür wieder ein- mal eine etwas archaische Formgebung, die mit deutlich mehr Breite als Bautiefe das komplette Gegenteil von dem ist, was heutzutage am Lautsprechermarkt so üblich ist. Dabei ist die breite Schallwand (hier sind‘s etwa 54 Zentimeter) durch- aus ein Vorteil: Bei diesen Dimensionen

spielt der gefürchtete „Baffle Step“ fast

keine Rolle mehr, außerdem gibt‘s bis hin zu tiefen Frequenzen eine nennenswerte „Ladung“ über die Schallwand, wofür der Wirkungsgrad im Tiefmitteltonbe- reich durchaus dankbar ist. Die Abmessungen der Box, genauer ge- sagt das Verhältnis von Höhe, Breite und Tiefe zueinander orientiert sich ziemlich genau am goldenen Schnitt; auf diesem Wege sind ausgeprägte Resonanzen hö- herer Ordnung im Gehäuse praktisch kein Thema mehr. Um den Hochtöner auf Ohrhöhe zu be- kommen, ist noch ein kleiner Sockel von gut 15 Zentimetern Höhe unter der Box erforderlich. Aus dieser Not haben wir

eine Tugend gemacht und einen ent-

sprechenden Unterbau aus vier Brettern

plus Bodenplatte gleich als Bestandteil

der Box ausgelegt – hier steckt nämlich

die Frequenzweiche drin, die auf diesem

Wege vom „Gewitter“ im Bassgehäu-

se verschont bleibt. Die Bodenplatte ist

natürlich abschraubbar, sonst wäre der

spätere Zugang zur Weiche nur noch mit

Gewalt möglich.

Bei Cheap Trick 230 haben wir die Front

ein paar Millimeter versenkt eingebaut;

ursprünglich war gedacht, die Boxen-

front zusätzlich mit einem geeigneten

Material zu verkleiden, was wir dann

aber aufgaben. Trotzdem hat sich der

Rahmen optisch bewährt, und davon

wollten wir auch bei CT240 nicht abrü-

cken. Hier gibt‘s allerdings keine stump-

fen MDF-Kanten mehr, sondern im

Nachhinein aufgeleimte Massivholzleis-

ten – das sieht einfach besser aus. Dies-

mal gibt’s auch eine gescheite Oberfläche

auf der Schallwand. Wir haben uns für

schwarzes Kunstleder entschieden, was

in Verbindung mit der braunen Wachs-

oberfläche des Korpus ziemlich brutal

an die späten Siebziger und die frühern Achtziger erinnert – Heco, Magnat, Infi- nity und Klipsch lassen grüßen. Bedämpfung. Wieder einmal stellte sich heraus, dass weniger mehr sein kann, und so geht‘s diesbezüglich sowohl im Bass- als auch im Mitteltongehäuse eher sparsam zu. Letzteres begnügt sich mit etwas Noppenschaumstoff auf der Rück- wand, auch im Bass brauchen wir nichts anderes: eine ganze Matte für Boden und Rückwand, je ein Viertel davon auf die Seitenwände neben dem Basschassis.

Frequenzweiche

Die Filterentwicklung für CT240 gestal- tete sich nicht ganz so trivial, wie wir das

K+T-Projekt

23

gerne gehabt hätten; man sollte meinen, mit CT230 als Vorlage sollte die Erwei- terung auf ein Dreiwegekonzept zügig vonstatten gehen. Das stimmt leider nicht so ganz, denn gerade der Tiefmit- teltöner benimmt sich ziemlich anders, wenn er auf einmal hochpassgefiltert betrieben wird – beim CT230 läuft er ja nach unten frei. Außerdem stellte sich heraus, dass es ziemlich einfach gewesen wäre, einfach nur einen linearen, nach landläufiger Meinung also „guten“ Laut- sprecher zu realisieren, aber genau das wollten wir ja nicht: Die kleinen tonalen und dynamischen Besonderheiten von

CT230 sollten bei CT240 ja erhalten blei- ben. So töten die ersten Inkarnationen

von CT240 denn auch irgendwie „ganz

gut“, tatsächlich aber auch stinklang-

weilig. Dafür gab‘s eine ganze Reihe von

Gründen und wieder einmal die Bestäti-

gung von Überzeugungen, die eigentlich

schon lange da waren: Spannungsteiler

zum Beispiel sind nach Möglichkeit zu

vermeiden. So war der vor dem Hoch-

töner zu Beginn deutlich höher dämp-

fend ausgelegt als die finale Version, und

Änderungen an dieser Stelle führten zu

– man höre und staune – einer deutlich

verbesserten Basswiedergabe. Was vorher

zwar gut und voluminös war, bekam auf

einmal Farbe und „Knack“.

Betrachten wir die Filterkonfiguration,

mit der wir letztendlich glücklich gewor-

den sind: Der Teftöner ist mit einem klas-

sischen 12-dB-Filter (L1, C1) beschaltet,

die Impedanzlinearisierung (R1, C2, L2)

verschafft dem Filter konstante Impe-

danzverhältnisse. Bei der Bestückung hat

man die Qual der Wahl: Wir haben uns

für C1 aus Kostengründen für einen Elko

entschieden, es steht Ihnen aber frei, an

dieser Stelle zum Beispiel mit drei paral-

lelen 47-µF-MKPs zu experimentieren –

das wird leider leicht zehn Mal so teuer wie der Elko, könnte sich aber lohnen.

zehn Mal so teuer wie der Elko, könnte sich aber lohnen. Sieht dramatisch aus, ist es

Sieht dramatisch aus, ist es aber nicht: Mit dem Teppichmesser wird der Schwirrkonus des BG20 entfernt

sUppLeX

KLANG+TON

24

K+T-Projekt

Visaton W 300 S (4 Ohm)

Die Lautsprecher- front wird von einem Rahmen aus Kiefern- leisten eingefasst und mit Kunstleder beklebt

Bei gut 300 Hertz übergibt der Bass an

den Tiefmitteltöner, ab etwa 3,5 Kilo-

hertz ist der Hochtöner im Spiel. Der

12-dB-Bandpass für den Mitteltöner ist

praktisch lehrbuchmäßig ausgeführt,

hier braucht‘s auch keine zusätzlichen

Entzerrungen oder Sperrkreise. C3 und

L3 bilden den Hochpass, L4 und C4 den

Tiefpass. Auch für L3 darf man darüber

nachdenken, noch etwas mehr Geld in

die Hand zu nehmen als für die Rollen-

kernvariante in der Stückliste.

Das Filter für den Hochtöner unterschei-

det sich von dem bei CT230, in diesem

Falle ist‘s nämlich 24 dB pro Oktave steil;

bei der Zweiwegvariante waren‘s nur

derer 18. Den Job übernehmen C5, C6,

L5 und L6. Den weiter oben erwähnten

Spannungsteiler bilden R2 und R3. R4,

C7 und L7 sorgen wiederum für lineare

Arbeitsbedingungen für Filter und Span-

nungsteiler.

Den Lohn der Mühe zeigt das folgende

Diagramm:

((t19 visaton box zweige summe.png))
((t19 visaton box zweige summe.png))

Wie man sieht, funktioniert die Addition der einzelnen Anteile praktisch problem- los.

Messungen

Der Frequenzgangschrieb offenbart, wie schon angedroht, alles Mögliche, aber si- cher kein Maximum an Linearität – und das ist gut so, denn hier steckt ein Teil des

– und das ist gut so, denn hier steckt ein Teil des Technische Daten Hersteller: Visaton

Technische Daten

Hersteller:

Visaton

Bezugsquelle:

Visaton, Haan

Unverb. Stückpreis

129 Euro

Chassisparameter K+T-Messung

Z:

4 Ohm

Z

1kHz:

7,9 Ohm

Z

10kHz:

24,7 Ohm

Fs:

23,86 Hz

Re:

3,47 Ohm

Rms:

5,44 kg/s

Qms:

1,81

Qes:

0,30

Qts:

0,26

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase

Cms:

0,68 mm/N

Mms:

65,63 g

BxL:

10,63 Tm

Vas:

231,78 l

Le:

0,73 mH

Sd:

495 cm

2

Ausstattung

Korb

Stahlblech

Membran

Papier, beschichtet

Dustcap

Papier, beschichtet

Sicke

Gummi

Schwingspulenträger

k.A.

Schwingspule

50 mm

Xmax absolut

10,5 mm

Magnetsystem

Ferrit

Polkernbohrung

nein

Sonstiges

-

10,5 mm Magnetsystem Ferrit Polkernbohrung nein Sonstiges - Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3
10,5 mm Magnetsystem Ferrit Polkernbohrung nein Sonstiges - Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m Klirrfaktor K2/K3
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

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sUppLeX Der Kollege Schmidt musste mal kurz als Grö- ßenvergleich herhalten: CT240 ist nicht eben ein

Der Kollege Schmidt musste mal kurz als Grö-

ßenvergleich herhalten: CT240 ist nicht eben ein

Kompaktlautsprecher

Charakters dieses Lautsprechers.Auffällig ist der Einbruch bei 500 Hertz; der geht aufs Konto des BG20 und ist unkritisch. Der Peak des Hochtöners um 13 Kilo- hertz verschwindet bei den Messungen außerhalb der Achse langsam, ohnehin fällt das gutmütige Rundstrahlverhalten der Box auf. Der gesamte Mitteltonbe-

reich ist etwas lauter abgestimmt als der Rest des Spektrums, aber auch das hat Methode. Bass? Haben wir. Jede Menge:

Tatsächlich verabschiedet sich der Zwölf- zöller erst bei gut 30 Hertz aus dem Ge- schehen. Auch in Sachen Wirkungsgrad gibt‘s Erfreuliches zu vermelden: Man darf CT240 ruhigen Gewissens als 92- Dezibel-Lautsprecher bezeichnen.

Der Impdanzverlauf weist einen unkri-

tischen Verlauf um fünf Ohm und darü-

ber auf, per Definition würde man hier

aber von einem Vier-Ohm-Lautsprecher

reden.

Die Klirrmessungen zeigen ein sehr

gesittetes Verhalten, insbesondere der

Hochtöner zeigt sich diesbezüglich sehr

diszipliniert – erstaunlich angesichts des

geringen Preises. Interessant ist auch, dass

sich der Klirrfaktor im Bass von 85 auf 95

K+T-Projekt

25

Dezibel Schalldruck kaum erhöht – ein Indiz dafür, dass hier pegelmäßig noch ordentlich Reserven vorhanden sind. Das Wasserfalldiagramm zeigt insbeson- dere im Mitteltonbereich nennenswerte Resonanzen, aber das ist nicht überra- schend und der geringen Bedämpfung des Mitteltongehäuses geschuldet. Mit mehr Dämmmaterial bekommt man das in den Griff, nur leider klingt‘s dann er- heblich müder als jetzt.

Klang

Wir waren etwas in Sorge. Möglicher- weise lebt der „CT230-Sound“ auch ein bisschen davon, dass er eben nicht ab- grundtief in den Keller steigt und dass

keine Bassorgien da sind, die den brutal

knackigen Grundtonbereich einfach zu-

hängen. Mit der jetzt gefundenen Ab-

stimmung fegt CT240 derlei Bedenken

mit dem ersten Bassdrum-Kick aus dem

Fenster: Die Synthese aus überbordender

Spielfreude und fetter Tieftonwiedergabe

funktioniert astrein. Wem CT230 noch

eine Spur zu harmlos unten herum war,

der wird hier mit einem satten Tritt in die

Magengrube bedient. Wer‘s noch härter

R-L-C multitalente 5 Unsere Multitalente sind unersetzliche Tools für die professionelle Lautsprecherentwicklung. Mit
R-L-C multitalente
5
Unsere Multitalente sind unersetzliche Tools für
die professionelle Lautsprecherentwicklung.
Mit ihnen wird der Prototypenaufbau erheblich
erleichtert:
1
MULTIRESIST Multi-Widerstandsdekade mit
2
10 Watt Widerständen, von 0,10 Ω bis 100 Ω.
Vielfältige Kombinationsmöglickeiten in
Parallel- oder Reihenschaltung.
1
2 MULTICAP Der Multicap ist mit MKP Konden-
satoren der E12-Reihe, von 0,10 µF bis 100 µF
bestückt. Die einzelnen Werte können beliebig
kombiniert werden.
3
3+4 MULTICOIL Die Multicoil Spulen realisieren
4 Werte von 0,39 mH bis 4,7 mH als Luftspule und
die Werte von 4,7 mH bis 22 mH als 150 mm
I-Kernspule, mit realen Innenwiderständen.
5 ATB701 AUDIO ANALYZER Zur Messung und
Prüfung der simulierten Frequenweiche.
mit realen Innenwiderständen. 5 ATB701 AUDIO ANALYZER Zur Messung und Prüfung der simulierten Frequenweiche.

sUppLeX

KLANG+TON

26

K+T-Projekt

will, der wird um hart eingespannte und aktiv angesteuerte 15“-18“-Prügel aus dem PA-Regal nicht herum kommen, aber so tief wie der Visaton hier wird das nicht gehen. Was aber vielleicht noch viel interessanter ist als die massiven Nehmerqualitäten der Box, ist der Umstand, dass es hier ungeahnte Feingeistigkeit zu entdecken gibt: Der vom Tiefton entlastete BG20 ist ein echtes Detail-Suchgerät, und es ist er- staunlich, mit welch ungeheurer Akribie diese Box feinste Nuancen von Anblas- geräuschen wiedergeben kann, wie lange sie das Ausschwingen von Saiten hörbar macht und, das fällt ganz besonders auf, wie sicher sie echten von künstlichem

Holzliste pro Box

19-mm-MDF:

2

x 85,8 x 53,8 cm

Front / Rückwand

2

x 85,8 x 33,8 cm

Seitenwände

2

x 50,0 x 33,8 cm

Deckel / Boden

1

x 50,0 x 33,1 cm

Mitteltongehäuse hinten

1

x 50,0 x 12,0 cm

Mitteltongehäuse unten

2

x 31,8 x 15,2 cm

Fuß vorne / hinten

2

x 15,2 x 14,0 cm

Fuß rechts / links

1

x 53,8 x 33,8 cm

Bodenplatte

Sonstiges:

2 x 2 m x 20 x 4 mm

Kiefer-Umlaufleiste auf Front

Weichenbestückung

L1 = 3,9 mH I-Kern 0,24 Ohm 1,32 mm Draht

L2 =

15 mH Spule für Entzerrer-Netzwerke

4,40 Ohm 0,50 mm Draht

L3 =

4,7 mH Rollenkernspule 0,46 Ohm

0,95 mm Draht

L4 =

1,5 mH Luftspule 0,34 Ohm

1,40 mm Draht

L5 =

0,18 mH Luftspule 0,22 Ohm 1,00 mm Draht

L6 =

0,47 mH Luftspule 0,36 Ohm 1,00 mm Draht

L7 =

2,2 mH Spule für Entzerrer-Netzwerke 1,09 Ohm 0,60 mm Draht

C1 =

150 µF Elko rau

C2 =

330 µF Elko rau

C3 =

33 µF MKP Q4

C4 =

8,2 µF MKP Q4

C5 =

3,9 µF MKP Q4

C6 =

4,7 µF MKP Q4

C7 =

4,7 µF MKP Q4

R1 =

2 x 3,3 Ohm 10W MOX parallel

R2 =

1,5 Ohm 10W MOX

R3 =

33 Ohm 10W MOX

R4 =

12 Ohm 10W MOX

Lieferant: Intertechnik, Kerpen

K+T „CT240“

Hall unterscheiden kann und überhaupt hörbar macht, wo überall Hall mit im Spiel ist. Tonal ist CT240, vom Bass abgesehen, so nahe dran an ihrem Urahn, wie es uns nur möglich war – und das ist ziemlich nahe. Und ihre brachiale Offenheit, die kernige und kehlige Ansprache sind ge- nau das, was die optischen Vorbilder à la Infinity und JBL nahe legen: purer, un- gebremster Spaß. Mit Pegel, Charme und Druck. Aber eben nicht nur – das hier funktioniert auch gesittet.

Holger Barske

Technische Daten

Chassishersteller:

Visaton

Vertrieb: Visaton,

Haan

Konstruktion: Holger Barske, Christian Gather

Chassishersteller:

Visaton

Vertrieb: Visaton,

Haan

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase

Konstruktion: Holger Barske, Christian Gather

Funktionsprinzip:

Dreiweg, bassreflex

Bestückung:

1 x Visaton W 300 S (4 Ohm)

1 x Visaton BG 20

1 x Visaton TW 6 NG

Nennimpedanz:

4 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

92 dB

Abmessungen (BxHxT):53,8 x 102,9 x 34,4 cm

Kosten pro Box:

ca. 315 Euro + Gehäuse

x 102,9 x 34,4 cm Kosten pro Box: ca. 315 Euro + Gehäuse Klirrfaktor K2/K3 für
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

sUppLeX

sUppLeX K+T - Projekt Aufbauanleitung Zubehör pro Box Erst einmal ist CT240 eine klassisch viereckige Kiste
sUppLeX K+T - Projekt Aufbauanleitung Zubehör pro Box Erst einmal ist CT240 eine klassisch viereckige Kiste

K+T - Projekt

Aufbauanleitung

Zubehör pro Box

Erst einmal ist CT240 eine klassisch viereckige

Kiste aus sechs Brettern. Der Aufbau erfolgt

liegend auf einer Seitenwand. Die zweite Sei-

tenwand wird zuletzt aufgeleimt, zuvor jedoch

werden die beiden Bretter für das Mitteltonge-

häuse eingeklebt. Nachdem der Kasten zu ist,

werden die Löcher für die Treiber gesägt, einzu-

fräsen gibt‘s hier nichts. Durch das Loch für den

Tieftöner werden zwei Leisten (einfach zwei

Stücke Dachlatte oder was gerade greifbar ist)

zur Versteifung zwischen Front und Rückwand bzw. Rückwand und Mitteltongehäuse geklebt. Es folgt die Montage des Sockels, anschließend werden die Löcher zur Kabelführung in den Fuß gebohrt. Nach dem Planschleifen des Korpus werden die Massivholzleisten zugesägt auf die Front geklebt; wer exakte 45°-Gehrungen an den Ecken schneiden kann, möge das tun, es geht auch ohne. Ein weiterer Schleifgang dient zur Vorbereitung für die Oberflächenbehandlung, wir nahmen wieder einmal „Osmo Dekorwachs deckend“, Farbton braun. Danach wird ein passender Kunstleder-Zuschnitt mit Kontakt- kleber auf die Front geklebt. Jetzt wird Dämm- material in die Box eingebracht: Wir brauchen nur Noppenschaumstoff; eine Matte geht auf Rückwand und Boden des Bassgehäuses, zwei Viertel Matten an die Seitenwände neben die

Bässe. Auf die Rückwand des Mitteltongehäu-

ses kommt ein weiterer Zuschnitt – das war‘s,

und die Teiber können angelötet und montiert

werden. Wenn man sich für die Kunstlederva-

riante entscheidet, sind zusätzliche Dichtungen

für die Chassis nicht erforderlich. Die Weiche

wird anschließend im Sockel aufgebaut und

verkabelt, zum Schluss wird die Sockelplatte

mit der Box verschraubt.

• 2 Matten Tyrotex 30

2 m Kabel 2 x 2,5 mm 2 transparent

1,5 m Kabel 2 x 1,5 mm 2 transparent

beliebige Polklemmen bzw. Terminal

Reflexrohr HP 100 (auf 14 cm gekürzt)

Lieferant: Intertechnik, Kerpen

Polklemmen bzw. Terminal Reflexrohr HP 100 (auf 14 cm gekürzt) Lieferant: Intertechnik, Kerpen 27 KLANG+TON 1/2009

27

sUppLeX

KLANG+TON

28

Spezial

Cheap Trick 227 erweitert um einen Hochtöner

CT 227 reloaded

Trick 227 erweitert um einen Hochtöner CT 227 reloaded Chassistest: • Aurasound NS3-193-8AB K+T 4/2006 •

Chassistest:

• Aurasound NS3-193-8AB

K+T 4/2006

• Aurasound NT1-204-8FB Seite 29

D ie neue Generation, „Mk II“, er- gänzt Cheap Trick 227 um einen

Hochtöner und macht den Breitbänder zum Tiefmitteltöner. Dank zweier un- terschiedlicher Weichenkonzepte kann der Selbstbauer sich nun für eine von insgesamt drei Versionen des kompakten Cheap Tricks entscheiden. Dabei liegt selbst die superlineare „Extreme Edition“ preislich immer noch unter 100 Euro pro

Seite.

Das Original

Die ursprüngliche Idee zu Cheap Trick 227 erwuchs aus dem Test des kleinen Breitbänders Aurasound NS3-193-8AB

Cheap Trick 227 aus KLANG+TON 6/2006 war einer die-

ser kleinen Kracher, die für wenig Geld immer wieder für

offenstehende Münder unter den Zuhörern sorgen. Nie-

mand traute den kleinen Kistchen mit dem unscheinbaren

Aurasound-Breitbänder einen derart substanziellen Bass

zu. Auch der Deutschlandvertrieb Quint Audio hatte seinen

Spaß – so viel, dass er sich zur Entwicklung einer zweiten

Generation hinreißen ließ

in KLANG+TON 4/2006. Dort reihte er sich unmittelbar in die Spitzenklasse der 8-cm-Breitbänder ein, wusste jedoch gleichzeitig mit einem in dieser Chassis- gattung bis dato unbekannten Feature zu gefallen: Basstauglichkeit. Dafür sorgten nicht nur ideale Bassreflexparameter, sondern auch eine enorme Hubfähigkeit. Ein kleines 3,5-Liter-Gehäuse vermochte den Aurasound bis 50 Hz bei Laune zu halten, in dieser Größenklasse eine abso- lute Rarität. Zwei sanfte Sperrkreise line- arisierten den Frequenzgang; später stell- te sich heraus, dass die Box auch ohne die Weiche für reichlich Spaß sorgte. Sie war ohne Bauteile vielleicht weniger neutral,

spielte dafür aber präsenter und „echter“. Die Schokoladenseite des Cheap Trick 227 war aber ganz klar der Bass, der – so- fern man innerhalb der Maximallautstär- ke blieb – überraschend tief und kräftig war. Das natürliche Lautstärkelimit wird sich dabei nicht umgehen lassen, die Physik setzt hier nun mal klare Grenzen. Wenn schon reichlich Hub und Bass aus 8 Zentimetern Chassis, dann eben nur mit begrenzter Lautstärke. Macht aber nix, denn dieser Cheap Trick war von Anfang an ein Lautsprecher fürs Nahfeld, zum Beispiel für den PC. Dort konnte er auch ohne Subwoofer absolut überzeugen, ge- wann durch die Tischfläche im Tiefton

Spezial

29

Aurasound NT1-204-8FB

sUppLeX

Spezial 29 Aurasound NT1-204-8FB sUppLeX weiter an Substanz. Eine solide Basis, auf der Quint Audio aufbauen

weiter an Substanz. Eine solide Basis, auf

der Quint Audio aufbauen konnte.

Eine solide Basis, auf der Quint Audio aufbauen konnte. Technische Daten Hersteller: Aurasound Der neue Hochtöner

Technische Daten

Hersteller:

Aurasound

Der neue Hochtöner

Irgendwann nach CT 227 kam zu den

Breibändern und Subwoofern im Pro-

gramm von Quint Audio der erste Aura-

sound-Hochtöner. Die 19-mm-Kalotte

ist dabei ebenso ungewöhnlich wie ihre

breitbandigen Kollegen – für die aufge-

rufenen 9,90 Euro hat sie es faustdick

hinter der Schwingspule. Die schwarze

Beschichtung der Membran lässt eher

auf Kunststoff als auf Titan schließen,

eine Frontplatte gibt es nicht. Stattdes-

sen optimiert ein kleiner Trichter den

Frequenzgang im unteren Bereich. Mit

39 mm Außenmaß bleibt der NT1-204-

8FB dabei nicht nur winzig, er möchte

von hinten auf die Schallwand aufgesetzt

werden. Schließt der Rand des Trichters

bündig mit der Front ab, so ergibt sich

der von uns gemessene, hervorragend

lineare Frequenzgang. Auch sonst lässt

sich der kleine Aurasound nicht das Ge-

ringste zuschulden kommen. Wasserfall

und Impedanz sind sauber, der Klirr steigt erst unterhalb der empfohlenen Einsatzfrequenz von 3 kHz an. Ein her- vorragender kleiner Hochtöner für alle Anwendungen, bei denen wenig Platz und wenig Budget den Ton angeben.

CT 227 MkII

So erfolgte der Schritt, CT 227 als Basis zu nehmen und ihn mit der Erweite- rung durch den Tweeter zu einer kleinen Zweiweg-Box zu machen. Dabei entwarf Quint Audio direkt zwei Versionen von „Cheap Trick 227 MkII“: eine „normale“ Zweiweg-Box und die „Extreme Edition“ mit aufwendigerer Weiche für optimale Linearität. Schon die einfache MkII ist

Bezugsquelle:

Quint Audio, Senden

Unverb. Stückpreis

9,90 Euro

Chassisparameter K+T-Messung

Z:

8 Ohm

Z

1 kHz:

- Ohm

Z

10 kHz:

- Ohm

Fs:

2026,84 Hz

Re:

6,96 Ohm

Rms:

- kg/s

Qms:

1,68

Qes:

5,03

Qts:

1,26

Cms:

- mm/N

Mms:

- g

BxL:

- Tm

Vas:

-

l

Le:

0,02 mH

Sd:

2,8 cm

2

Ausstattung

Front

Kunststoff

Membran

Titan, beschichtet

Dustcap

-

Sicke

k.A.

Schwingspulenträger

k.A.

Schwingspule

k.A.

Xmax absolut

k.A.

Magnetsystem

Neodym

Polkernbohrung

-

Sonstiges

wird von hinten eingebaut

Neodym Polkernbohrung - Sonstiges wird von hinten eingebaut Frequenzgang für 0/15/30/45 Impedanz und elektrische Phase
Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

sUppLeX

KLANG+TON

30

Spezial

allerdings nicht von schlechten Eltern, überzeugt mit einem sauberen Frequenz- gang mit leichter „Badewanne“ – einer Betonung von Bass und Höhen. Gerade im Hochton hat diese Box dem Original naturgemäß einiges voraus, die kleine Kalotte kann den Breitbänder hier klar

überflügeln. Sie spielt wesentlich linearer, zeigt ein besseres Rundstrahlverhalten und streicht auch bei 22 kHz noch nicht die Segel. Am Lautstärkelimit ändert sich selbstverständlich nichts, allerdings ist auch die MkII ganz klar ein Lautsprecher für den Nahbereich. Beide Versionen las- sen sich zudem in das bereits vorhandene Gehäuse von CT 227 einbauen, so dass auch ein Upgrade des bereits vorhan-

denen Cheap Tricks möglich ist.

Klanglich kann die MkII ihren einwe-

gigen Vorgänger klar überflügeln, bietet

eine ausgewogenere Tonalität, feinere

Auflösung im Hochton und verbesserte

Winkelunabhängigkeit. Der gesteigerte

Aufwand lohnt sich dank des moderaten

Aufpreises daher durchaus.

CT 227 MkII Extreme Edition

Bleibt noch die Mk II „Extreme Edition“.

Mit gesteigertem Weichenaufwand wird

der Frequenzgang weiter linearisiert. Vor

allem unter 15 Grad tut sich diese Ver-

sion durch eine Ausgewogenheit hervor,

die man bei so kleinen und preiswerten

Bausätzen normalerweise nicht findet:

Cheap Trick 227 MkII „Extreme Edition“

Technische Daten

Chassishersteller:

Aurasound

Vertrieb:

Quint Audio, Senden

Konstruktion:

Quint Audio

Chassisparameter K+T-Messung

Funktionsprinzip:

Zweiweg, bassreflex

Bestückung:

1 x Aurasound NS3-193-8AB

 

1 x Aurasound NT1-204-8FB

Nennimpedanz: