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14-1

Arabisch

ر ش َ ع َ ع ِ رل َّ ٱ

َ

َ

با

vierzehn

ردَّلَأ

ُ

ْ

س

َ

ش

ر

َ

ع

َ

[’ad-dars(u) (’a)r-ra:bi‘(a) ‘ashar(a)] 14. Lektion

ة َ ب

َ َ

ع

رَأ [’arba‘ata ‘ashar(a)] (m); َ

ْ

ة

َ

ر ش ْ ع َ ع رَأ

َ

َ ْ

ب

[’arba‘a ‘ashra(ta)] (f)

Lektion 14

14.1

Wiederholung

Wir begannen die letzte Lektion mit der Konjugation des Verbs er kam َ ءا ج [ja:a]/

َ

َ

ءي

ُ

يَ ِ [yaji:u] er kommt. Es handelt sich um ein hohles Verb, weil der mittlere

Konsonant der Wurzel {j, y, } der schwache Radikal y ist. Die Tatsache, dass der dritte Radikal Hamza ist, macht das Verb doppelt unangenehm. Im Übrigen sind die Präfixe und Suffixe aber ganz normal, wie ein Vergleich mit den Präfixen und Endungen eines gesunden Verbs zeigt. Wir sehen, dass der Perfekt-Stamm vor vokalischen Endungen (solche, die mit Vokal beginnen) ein langes a: hat (was für alle hohlen Verben gilt). Der Perfektvokal vor konsonantischen Endungen ist ein kurzes i, weil der Imperfektvokal langes i: (oder auch langes a:) ist. Bei dem hohlen Verb [ka:na] (11-2) hat das Imperfekt den Vokal u:, und die Regel sagt, dass das Perfekt dann kurzes u vor konsonantischen Endungen haben muss. In 13-10 erwähnten wir das hohle Verb reden

لَا َ ق

[qa:la]/

لُو

ق ُ َ ي [yaqu:lu]. Nach unserer Regel muss ich redete [qultu] sein,- ist es

auch. Vgl. TWB S. 619. Die schwachen Radikale fallen oft ganz aus oder sie verwandeln sich in Vokale. Es ist daher nicht immer leicht, die Wurzel zu erkennen.

Dagegen ist es wieder leicht, die Konjunktivformen zu bilden: End-u in a verwandeln und bei den Endungen -u:na und -i:na das na streichen: dass er kommt [yaji:a], dass sie(m) kommen [yaji:u:], dass du (f) kommst [taji:i:] usw. (Auf Besonderheiten im Fall schwacher Verben wird gegebenenfalls eingegangen.)

Der Imperativ lautet der Regel nach [ji], ji:i:], [ji:u:], [jina], aber man benutzt i. Allg. [taa:la] (m)/ [taa:lay] (f) komm! und [taa:law] (m)/ [taa:layna] (f) kommt! Das

ist der Imperativ des Verbs

لا َ

ع َ َ ت َ ي [yataa:la:] VI sich erheben, sich aufmachen.

ل ِ إ لَا

َّ

َ

ع

َ

ت [taa:la ilay-ya] komm zu mir !

َ

14-2

(Man leitet den Imperativ vom Konjunktiv der 2. Person ab: du (m) schreibst [taktubu] dass du schreibst [taktuba] schreib! [aktub]. Im Konjunktiv wird demnach das Präfix ta- durch alif ersetzt. Der Vokal auf dem alif ist gleich dem Imperfektvokal, wenn dieser Damma ist, sonst Kasra.)

14.2 Schwache Verben (allgemein)

Die schwachen Verben haben wa:w oder ya:’ in der Wurzel. Man nennt w und y auch schwache Radikale. Man unterscheidet drei Gruppen schwacher Verben, je nach Position der schwachen Radikale.

a. Verben, deren erster Radikal schwach ist (assimilierte Verben)

b. Verben, deren mittlerer Radikal schwach ist (hohle Verben), 16. Lektion

c. Verben, deren dritter Radikal schwach ist (defektive Verben), 17. Lektion

Verben, deren erster Radikal ein w ist, werden auch verba primae w genannt. (Verba primae y sind nicht sehr zahlreich.) Beide Verbarten (verba primae w und verba primae y) heiβen Verba primae infirmae (also Verben, die am Kopf krank sind).

Hohle Verben heiβen entsprechend Verba mediae infirmae, und defektive Verben sind Verba ultimae infirmae.

In der letzten Lektion sahen wir die folgenden schwachen Verben:

{q,w,l} sprechen, {‘,T,w} IV geben, {b,y,‘} VIII kaufen, {l,q,y} treffen, finden

{n,s,y} vergessen. Früher benutzten wir schon {w,S,l} ankommen.

Dieses letzte Verb hat w als ersten Wurzelkonsonanten, es ist also ein assimiliertes Verb. Die Verben dieser Gruppe verlieren im Imperfekt des I. Stamms diesen

schwachen Radikal: er kommt an

ص ِ َ ي [ya-Sil-u] mit der Imperfektbasis i. Sonst aber

ل ُ

gibt es keine Unregelmäβigkeiten, weder im Perfekt noch im Imperfekt.

Wir trafen auch noch auf zwei Verben mit Hamza: {,k,l} essen und {,s,r} fesseln, binden. Verben mit Hamza als erstem Radikal verlieren bei der 1.Person Singular im Imperfekt des Grundstamms das Hamza und dehnen zum Ausgleich das Präfix.

14-3

So ergibt sich aus ’a-akul-u ich esse die Form [’a:kulu], die mit Madda geschrieben

wird: ُ ل كآ. Wir wissen, vgl. 8-3, 9-11, dass آ für a: steht. Vgl. Konjugation auf S.13-

سآ [’a:siru].

ُ

13/14.

’a-’asir-u ich binde wird zu

ُ

ر

ِ

خَأ

ذ

َ

َ

خْأ َ ي

ذ

ُ

ُ

ُ

ذ

[ya’xudhu]. Die IchForm des

Imperfekts Sing. lautet nicht [’a-’xudhu], sondern

schon dabei sind, konjugieren wir doch schnell das Verb vollständig im Perfekt und im Imperfekt (dazu können wir uns die beiden Tabellen von 13-13/14 kopieren und den Perfektstamm ’akal- durch ’axadh- sowie den Imperfektstamm -’kul- durch -’xudh- ersetzen. Bis auf einige Ausnahmen im Imperativ werden Verben mit Hamza als 1. Radikal ganz normal konjugiert. Vgl. auch “Wiederholung” in 15.1

خآ ُ [’a:xudhu] ich nehme. Wo wir

Hierhin gehört auch nehmen

[’axadha]/

Perfekt-Konjugation von nehmen

خَأ َ [’axadha], Imperfektvokal u

ذ

َ

   

Singular

 

Plural

         

خَأ

ذ

ُ

َ

3.

mask.

-a

axadh-a er

nahm

خَأ

ذ

َ

َ

-u:

’axadh-u: او

3.

fem.

-at

axadh-at

-na

’axadh-na

2.

mask

-ta

’axadh-ta

-tum

’axadh-tum

2.

fem.

-ti

’axadh-ti

-tunna

’axadh-tunna

 

1.

m/f

-tu

’axadh-tu

-na:

’axadh-na:

Imperfekt-Konjugation

 

Singular

 

Plural

3.

mask.

ya -’xudh-u

 

er

ya -’xudh-u:na

 

nimmt

ذ خْأ َ ي

ُ

ُ

 

3.

fem.

ta -’xudh-u

 

ya -’xudh-na

2.

mask

ta -’xudh-u

 

ta -’xudh-u:na

2.

fem.

ta -’xudh-i:na

 

ta -’xudh-na

1.

m/f

a:xudh-u

ذ

ُ

ُ

خآ

na -’xudh-u

ُ

Der Imperativ ist ذ خ [xudh]! (m) nimm! und ي

ُ

ِ

ذ

خ

[xudhi:]! (f),

ُ

او ذ

ُ

خ [xudhu:]! nehmt (m) und

نذْ

َ

خ ُ [xudhna]! nehmt (f)

Verben mit Hamza als 2. Radikal werden ebenfalls ganz normal konjugiert. Allein

fragen لََأ س [sa’ala], das zwei Formen für den Imperativ (und Jussiv) hat, macht eine

َ

Ausnahme.

14-4

Das nicht seltene Verb lesen َأ ر َ َ ق [qara’a] / ُأ َ ق َ ي [yaqra’u] hat ein Hamza als dritten

Radikal. Diese Verben sind völlig regelmäβig, allerdings ist die richtige Wahl des Hamzaträgers zu beachten.

ْ

ر

Über die Schreibweise des Hamza (es handelt sich um das hamzatu-l-qaT’i) haben wir schon in 2-2 einiges gesagt. Aber schauen wir uns die Sache jetzt etwas genauer an.

14.3 Hamza-Schreibweise

كَأ َ

ل َ

a. Am Anfang eines Wortes wird Hamza immer auf einem Alif geschrieben, z.B.

[akala] er aβ,

hat die Vokalfolge u, i. Im Imperfekt lauten die Vokale u, a). نا

menschliches Wesen (vgl. engl. insane, wahnsinnig!).

كُأ

ل

َ

ِ

[ukila] es wurde gegessen

(Das Passiv eines normalen Perfekts

ْ

إ [insa:nun]

س ن ِ

َ

b. In der Mitte eines Wortes wird Hamza auf ا , و oder ى (ohne Punkte) geschrieben,

je nachdem, ob es neben a, u oder i steht (die Länge des Vokals spielt keine Rolle). Steht Hamza zwischen Vokalen verschiedener Qualität, so ist i gewichtiger als a oder u und u stärker als a.

Beispiele: Kopf

[tafa:ul]

سْأ ر َ [ras], Köpfe سو ر [ruu:s], Chef سير ِ ئ [rai:s], Optimismus ل

ؤ

ُ

ُ

َ

ؤا ت

ُ ف َ

َ

2 wichtige Zusätze:

Wenn Hamza in der Umgebung a:a- oder u:a- steht, erhält es keinen Träger.

Nach y muss der Hamza-Träger ya:sein.

c.

Wenn auf Hamza am Ende eines Wortes ein langer Endvokal folgt, gelten die Regeln

unter b. Z.B. du (f) liest

[’iqra’i:] Steht nach dem Hamza ein kurzer Endvokal oder folgt nichts mehr-, so bestimmt der

vor dem Hamza stehende Vokal den Träger, falls er kurz ist. Z.B. er las َأ ق [qara’a], er

ي ِ ئ ر

َ

َ

ْ

ق َ ت

[taqra’i:na]; sie (m) lasen

ؤ ُ ر

َ

او

ق

َ

[qara’u:]; lies (f)! ى ِ

ئ

َ

َ

ر

َ

ْ

ر إ

ق ِ

liest ُأ َ ق َ ي [yaqra’u], er ist langsam

Nunation wird nicht berücksichtigt.)

ر ْ

ؤ ُ ط

ُ

ب َ ي

ْ

[yabTu’u], Leser

ئ

ِ

را َ

ق

[qa:ri’(un)] (Die

14-5

Wenn schlieβlich vor Hamza ein langer Vokal oder ein Konsonant steht, dann wird kein Träger benutzt, d.h. Hamza steht allein auf der Grundlinie. Beispiele sind

Wasser ءا م [ma:’(un)], schlecht

َ

ء

ش

َ

ْ

ي

[shay’(un)]

ءي ر [radi:’(un)], gelesen ءو

د َ

ِ

ر

ْ

ُ ق َ

م [maqru:’(un)], Sache

14.4

Lektüre

نا َ تكَ ََ و

َ

سَ

ِ

ف رَأ ُ ة س َْ خَ َّلا

َ

ٍ

ة غ

ِ

ْ

َ

ِ

إ ا َ ه ا َ د ع س يَل «

ُ َ

ن

ه

َ ْ

ن

ن

ِ

ْ

َ

:

هَل اوُلا ق َ َ

ف

ُ

Mat 14:17

Dann sprachen sie zu ihm: Wir haben nichts auβer fünf Broten und zwei Fischen.

اوُلا َ

ق

[qa:lu:] sie sagten ([fa] dann, also); [faqa:lu:lahu] dann sagten sie zu ihm

يَل

ْ

َ

س

[laysa] er/es ist nicht (wird mit Perfektendungen konjugiert);

[‘inda-na:]

ن

ا َ

ُ َ

ه

ْ

ه

ف غ

ِ

ر

ر

َ

uns

[hahuna:] hier; َّلا ِ إ

bei

([‘ind-i:]

bei

mir;

َْ خَ

ِ

غ

رَأ

ْ

[’illa] auβer, nur; ة

َ

س

ف

َ

[raghi:f(un)] Brotfladen (-laib), Pl. ة

usw.)

[chamsa(tun)] fünf (vgl. Grammatik);

[samaka(tun)]

[‘inda-ka]

bei

dir

(m)

[’arghifa(tun)]; ةكَ ََ سَ

Fisch, Dual: zwei Fische نا َ تكَ ََ سَ [samakat-a:ni] (vgl. Grammatik)

ِ

Mat 14:18

َ ُ

ا ن

ه

ِ

لَ إ

ا َ

بِ نِو ت

ِ

ِ

ُ ْ ئا

«

:لَا ق َ َ

ف

Darauf sagte er: “ Bringt mir sie hierher!

ى َ تَأ [’ata:] kommen, bringen, vgl. 13-3, (beachte: geben [’a:ta:]); bringt! [’i’tu:] او ُ

ْ

ت إ,

ئ ِ

mir [ni:]; sie (Brote + Fische) [niha:]; her [ila:]; hier [huna:] (In der "Internationalen

Übersetzung" wird für bringen [HaDara] im IV. Stamm gewählt. bringt! او

Diru:] und bringt sie zu mir hier!

حَأ [aH-

ُ

ض

ر

ِ

ْ

ا َ ن ه ُ َّ

ل ِ إ ا هو ر ض

َ

َ

ُ

ِ

حَأ

ْ

[aH-Diru:-ha: ilay-ya huna:]; zu mir

= َّ

ل َ ِ إ [ilay-y(a)]; zu dir

يَل ِ إ [ilay-k(a)]; zu ihm

َ

ك

ْ

يَل ْ ِ إ [ilay-h(i)] usw.

ِ

ه

14-6

و نََ ُ ر َ ظ َ ع و

َ َ

ِ

ْ

َ

Mat 14:19

ُ ُ

م

ل

ِ

ُ

َ

ه

َ

ن

َ

ف ر

ِ

ذي م َ لاَّتل

ل

ِ

ِ

.عِو جلْ ذي م َ لاَّتلا و

َ

ي َ تكَ سلا

ْ

َ

َّ

م

ِ

َ

و َ ة س م ْ َ لْْ ٱ

َ

ة غ

َ َ

ف

ف رَلأا ذ خَأ َّثُُ ب ش عْلا ى ع او ُ كَّت َ نَأ عو م ُ لْْ ا ر مَأ َ

َ

ل

ِ

ْ

َ

َ

ِ

ْ

ُ

َ

ي

ْ

َ

ئ

ِ

ُ

َ َ

عَأ َ

ف رَلأا ى َ ط و ر س و ك را َ و ءا سلا

َ ة َ

غ

ِ

ْ

ْ

َ

َّ

ك َ َ

َ

َ ب َ

ِ

م َّ

َ

Dann befahl er den Menschen (den Mengen) sich im Gras niederzulassen. Alsdann nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, erhob seinen Blick in Richtung Himmel (gen Himmel). Und er segnete, brach und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger den Leuten.

befehlen [’amara], u (Befehl [’amr(un)]; Befehlshaber, Emir [’a:mir(un)]); Menge

عو ُُ جُ [jumu:‘(un)]; sich niederzulassen او ُ كَّت َ ي [yattaki’u:], 3.m.Pl.Konj. {w, k ,‘} VIII.

Das Verb wird im NT benutzt, um sich zu Tisch legen auszudrücken. Die internationale

Übersetzung (IÜ) benutzt das Verb

setzen (sich). Gras ب

خَأ َ [’achadha], vgl.

م َ لْْ [’al-’arghifata (’a)l-chamsa(ta)];

سل ist Akk.Dual (Gen. und Akk. Dual gehen auf ayni aus, der Nom. auf a:ni);

[naHwa];

heben

يَ sie

ل

َ

َ

س

ئ

ِ

ج [jalasa] setzen im Konj. (13-14),

َ

ذ

َ

نو س َ ل ْ َ

َ

ُ

ع [‘ushb(un)] oder [Hashi:sh]; nehmen

ش

ة

َ

َ

س

ْ

ٱ

ةف غ رَلأَأ

َ

ِ

ْ

ْ

ُ

oben 14.2; die fünf Brote (Akk.)

ي َ تكَ

ْ

م َّ

َ

ِ

ٱو

َ

ف

َ

ر [rafa‘a]; Blick

ع

َ

َ

رْظ َ

ة

َ

ن [naZra(tun)]; gegen, in Richtung auf

نََ

ْ

و

َ

Himmel ءا ََ سَ [sama:’un], der Himmel ُ ءا سلَأ [’as-sama:’u] im Text steht der bestimmte

Genitiv

َ

َّ

م

سل abhängig von der Präposition

ِ

ءا م

َ

َّ

عَأ و

َ

ْ

ر س َّ َ و

ك َ

َ

و

َ

را َ ب

ك

َ

َ

َ

ٱ

نََ. ْ

Nun folgen die drei Perfekte ى َ ط

Gesegnete, Bara(c)k Obama?); in Stücke brechen

و. segnen

َ س َّ

ر

َ

را َ َ ب [ba:raka] (Mubarak der

ك [kassara] II, S. 12-12, geben

ك

َ

ى َ ط

عَأ ْ [’a‘Ta:] IV, S. 13-2.

Die Int.Üb. benutzt statt geben das Verb verteilen َ عزَّ و [wazza‘a] im II. Stamm, d.h mit

Verdopplung des 2. Radikals. sie (m) verteilten او ُ عزَّ

َ

و.

َ

Mat 14:20 ً ةءو ُ ل َْ مَ ً ةفَّ ُ ق َ ر

َ

ف

ة ش ع تَ َ نْثا : س كْلا ن م ل ض َ ف ا م او ُ ر َّثُُ .او ب و عي م َ لْْ ا ل كَأ َ

َ

ْ

َ

ْ َ

ر َ

ِ

ِ

َ

َ

ِ

َ

َ

ع

ف َ

ع

ش َ ُ

ِ

ِ

ُ

َ

َ

َ

.

Und alle aβen und sättigten sich. Dann sammelten sie ein, was übrig blieb von den Bruchstücken: zwölf Körbe voll.

14-7

كَأ َ ف

ل

َ

َ

َ

hat hier Pluralbedeutung; alle, ganz عي جُ [jami:‘(un)]; sich sättigen

ِ

َ

ش [shabi‘a],

َ

ع ِ ب

vgl. 15-2, (3.m.Pl.)/ [yashba‘u]. Im II. Stamm sättigen, befriedigen; satt

[shab‘a:nu]. heben, nehmen

[faDala]/ [yafDulu]; Bruchstück, Fragment, Rest ر

Akk., vgl. Grammatik Lektion 15) ً ةفَّ ُ ق َ

[mamlu:’tun] (Akk.);

merken, wenn man an (zusammen)raffen denkt.)

نا ب

ُ

ل

ع َ ْ ش

َ

ض َ َ ف

َ

َ

ع

ر [rafa‘a] (hier: einsammeln, 3.m.Pl.); übrigbleiben

َ

َ

ة ش ْ ع َ

َ

ر

َ

ف

ك ِ [kisarun]; zwölf Körbe (hier

س

تَ َ نْثا; Korb ةفَّ ُ ق [quffa(tun)]; voll ة َ ءو ُ ل َْ

ْ

َ

مَ

füllen َألَ م َ [mala’a]/ َألَ ي [yamla’u]. ([rafa‘a] kann man sich

ْ َ

م

(Int. Übersetzung: [thumma rafa‘a (’a)t-tala:mi:dhu ’ithnatay ‘ashra(ta) quffatan mala’u:ha: bima: faDala mina (’a)l-kisari] Dann nahmen die Jünger zwölf Körbe und füllten sie mit dem, was übrig blieb von den Resten.)

Mat 14:21.

د َ لا وَلأ و َ ءا

َ

ْ

ٱ

َ

سِّنل ٱ

َ

ا

ِ

د ع ا م لٍ ر ف َ لاآ ة س َْ خَ و نََ او ُ نا ك َ نوُل َ

َ َ

َ

ُ َ

ج

َ

َ

ْ

ِ

كلآ

ِ

ٱو

َ

Und die Essenden waren etwa fünf tausend Männer, auβer den Frauen und Kindern.

ein Essender ل كآ ِ [a:kil(un)], Pl.

etwa

auβer

[walad(un)], Pl. د َ لا وَأ [awla:d(un)]

نو ل

َ

ُ

كآ [a:kilu:na]; und die Essenden

ِ

نو ل

َ

ُ

كلآ ; gegen,

ِ

ٱو

َ

َ

و

[naHwa]; fünf

ا

د َ ع َ ا م

َ

نََ

ْ

[chamsa(tun)]; tausend [alf(un)]; 5000

[chamsatu a:la:fin];

Kind

[ma: ada:]; Frauen ءا س ِ ن [nisa:(un)] = Pl. von ةَأ َ إ [imraa(tun)];

َ

ْ

ر م ِ

ْ

14.5 Grammatik

14.5.1 Kardinalzahlen von 1 bis 10

ع [‘adadun], die Zahlen ُ

َ َ

د

ْ

ق َ

دا

عَلأَأ [’al’a‘da:du], (die “Daten”)

َ ْ

د

ق

ْ

( Zahl د

Nummer م ر [raqm(un)], Nummern ما َ رَأ [’arqa:m(un)], gebr. Plural.)

Nach 2 Fischen, 5 Broten, 12 Körben und 5000 Menschen bei der wunderbaren Speisung sind wir natürlich motiviert, uns mit den arabischen Zahlen zu beschäftigen. Grundkenntnisse haben Sie ja bereits in dieser trickreichen Materie, da Sie ja bei jeder Lektion den "Zahlenkopf" gelesen haben dürften, nicht wahr?

14-8

ْ

Null heiβt ر ص [Sifrun] (m/f) und ist der Ursprung unserer Ziffer. Sie wird als Punkt

ف

ِ

صَأ

ف َ ْ

geschrieben. Man hat gelegentlich auch von Nullen zu sprechen, also von ر

نا ِ َ نْث ِ إ [’ithna:ni] sind Adjektive

und verhalten sich grammatisch, wenn sie hinter dem Substantiv stehen, wie das

übergeordnete Substantiv. Die weiblichen Formen sind

[’ithnata:ni]. [wa:Hidun] bzw. [wa:Hida(tun)] wird nicht als unbestimmter Artikel gebraucht, sondern zur Betonung der Zahl eins (ein einziger), also als Zahlwort.

[’aSfarun]. Die Grundzahlen 1 د

حا

ِ

و َ [wa:Hidun] und 2

ة

َ

د

ِ

حا و

َ

نا َ ت َ نْث ِ إ

[wa:Hida(tun)] bzw.

ِ

1. Beginnen wir mit Eins ١ : د

ِ

حا

َ

و [wa:Hid(un)] (m) und ة

د

َ

ِ

حا

و َ [wa:Hida(tun)] (f)

Die Zahlwörter eins und zwei werden wie Adjektive gebraucht. Sie stehen daher hinter dem Gezählten und stimmen mit ihm in Geschlecht (genus), Fall (casus) und Zahl (numerus) überein.

Beispiele:

للَأ

Gott ist ein Einziger

eine (einzige) Person د

ein (einziges) Zimmer ة

و ُ ه [’alla:hu wa:Hid(un)]

حا َ

د

ِ

ش َ

حا و ص خ ْ

ِ

َ

د حا و ة َ غ ُ

َ

ِ

َ

ف ر

ْ

[shachS(un) wa:Hid(un)]

[ghurfat(un) wa:Hida(tun)]

Wir sahen vorhin das Wort Kind, Junge دَل و [walad(un)], Pl. د َ لا وَأ [awla:d(un)] und

wollen es deklinieren:

ein Junge (Nominativ) د

َ

ْ

حا و دَل

ِ

َ

و َ [walad(un) wa:Hid(un)] , vgl. 4-7

mit einem Jungen (Genitiv)

ich sehe einen (einzigen) Jungen (Akk.) ً اد

د ٍ حا ِ و دَل و ع

َ

ٍ

َ

م [maa walad(in) wa:Hid(in)]

َ َ

حا و ً ادَل و ى رَأ

ِ

َ

َ

َ

[ara: walad(an) wa:Hid(an)]

Im Fall eines Mädchens haben wir ة

ein Mädchen (Nom.)

mit einem Mädchen (Gen.)

ٍ

ْ

ِ

ِ

و َ [wa:Hida(tun)] zu benutzen:

د حا

َ

ة د حا و ت ْ

َ

ِ

َ

ِ

ن ِ ب [bint(un) wa:Hida(tun)]

ٍ

ة د حا و ت ن ب ع م

َ َ

َ

َ

ِ

د حا َ

َ

و ً ات ْ ب ى

ن

ِ

[ma‘a bint(in) wa:Hida(tin)], vgl. 14-18

رَأ َ [’ara: bint(an) wa:Hida(tan)]

ich sehe ein (einziges) Mädchen (Akk.) ً

ة

14-9

و َ [wa:Hida(tun)] (f) nur

dann geschrieben werden, wenn betont werden soll, dass es sich wirklich um nur ein Objekt handelt. Andernfalls benutzt man gewöhnlich nur den Singular. Im Falle von zwei Objekten gilt die gleiche Bemerkung. Das Objekt steht aber dann im Dual.

Beachten Sie, dass د

حا

ِ

و [wa:Hid(un)] (m) bzw.

َ

ة

حا

د

ِ

َ

Es ist manchmal gut zu wissen, dass es noch ein weiteres Wort für 1 gibt. Es handelt

sich um das Substantiv einer د حَأ [’aHad(un)] bzw. eine ى

ح ِ إ [’iHda:]. Beide Wörter

sind uns nicht neu, denn im Kopf der 11. Lektion stehen sie als Teil des Zahlworts 11:

ashra(ta)] elf (f). Sie finden

َ

َ ْ

د

َ َ

ر ش َدَ ح أ

َ

ع

َ

[’aHada ‘ashar(a)] elf (m), َ

َ

ة ر ش ْ ع َ ى

َ ْ

ح ِ إ [’iHda:

د

dieses Zahl-Substantiv oft in verneinten Sätzen wie ich sah niemanden ً اد

َ

حَأ ت ْ يَأ ر َ ا م

َ

ُ

[ma: ra’ayt(u) ’aHadan] (wörtlich: nicht ich sah einen). In der nächsten Lektion gebe ich Ihnen das volle seh-Schema. Die Negation einer Perfektform kann wie hier mit nicht [ma:] erfolgen. In der modernen Schriftsprache ist dies jedoch nicht sehr üblich. Man verneint i. Allg. eine Vergangenheit mit [lam] und dem Jussiv (der jetzt aber

nichts mehr mit einer Aufforderung zu tun hat). Man würde also schreiben: ً اد

َ

حَأ رَأ لََ

َ

[lam ’ara ’aHadan] an Stelle von ً اد

16. Lektion besprechen.)

حَأ ت ْ يَأ ر َ ا

َ

ُ

م. Die Jussiv-Form رَأ werden wir in der

َ

َ

نا ِ َ ت َ نْث ِ إ [’ithnata:ni] (f) wird i.

Allg. nur beim Zählen gebraucht. Will man ausdrücklich betonen, dass es sich um zwei Objekte handelt, benutzt man das Zahlwort zusammen mit dem Dual des Objektes. ([’ithna:ni] und [’ithnata:ni] beginnen wie der Artikel mit Verbindungshamza. Beide Zahlwörter sind selbst Duale und werden wie diese dekliniert. Als Bestandteil der Zahl zwölf haben sie im Gen./Akk. die Endung – ay, also [’ithnay ‘ashara] (m) bzw. [’ithnatay ‘ashrata] (f). Der erste Teil des Zahlwortes 12 verhält sich wie ein Dual in einer Genitiv-Verbindung und wird nicht nuniert.

2. Die Zahl Zwei ٢ :

نا ِ َ نْث ِ إ

[’ithna:ni] (m) bzw.

نا َ نْث ِ نا دَل و

ِ

إ

ِ

َ

(genau) zwei Jungen

man [walada:n ’ithna:n] und ebenso [kita:ba:n ’ithna:n] = zwei Bücher , usw.

َ [walad-a:ni

’ithna:ni]. Im Umgangston sagt

(Der Nominativ Dual von Substantiven wird immer durch Anhängen der Endung a:n(i) an den Singular gebildet, vgl. 10-7. Genitiv und Akkusativ haben die Endung ayn(i). Der Dual stimmt mit dem nachgestellten Zahlwort in Genus und Kasus überein. Auch Verben kennen einen Dual, der ebenfalls mit der Endung a:n(i) gebildet wird. In einer Genitv-Verbindung wird Nun ausgelassen.)

14-10

Redet man einfach über zwei Jungen, so fällt das Zahlwort [’ithna:ni] weg. Also

zwei

(genau) zwei Jungen (Gen./Akk.)

Ein feminines Beispiel haben wir in zwei Zimmer (Nom.)

[ghurfatayni ithnatayni].

Vergleiche die Tabellen auf S. 14-18/19

[samakat-a:ni].

رَأ َ [walad-ayni ithnayni].

Jungen

نا دَل و

َ

َ

[walada:ni],

zwei

Fische

نا َ تكَ ََ سَ

 

ِ

ي َ نْث ِ إ نِ دَل و ى

ِ

ْ

ْ َ

ي

َ

ي َ ت َ نْث ِ ي ر

ِ

ْ

إ

ِ

ْ َ

ت ف غ

َ ْ ُ

ِ

نا َ ت َ نْث ِ إ

ِ

نا َ َ ر ُ

ت ف غ

ْ

ِ

[ghurfata:ni ithnata:ni], im Gen./Akk.

Auch die Demonstrativpronomen haben einen Dual. Z.B. wird aus diese [ha:dha:]/ [ha:dhihi] diese beiden (Nom.): [ha:dha:ni]/ [ha:ta:ni] und im Gen./Akk. [ha:dhayni]/ [ha:tayni].

Beispiel:

Ich bewohnte diese beiden Zimmer

ِ

ي ْ َ

ر ُ غْل ٱ ي َ تا ه نكُ سَأ ت ن

َ

ت ف

ْ

ِ

ْ

َ

ُ

ْ

ُ

ْ ك ُ

نكَ س

َ

َ

[kuntu

[sakana], u; [ka:na] +

askunu ha:tayni (’a)l-ghurfatayni]; wohnen

Imperfekt = andauernde Handlung in der Vergangenheit, vgl. 11-6

3. Die Zahlen von drei bis zehn werden als Substantive gebraucht und stehen

vor dem Gezählten, mit dem sie eine Genitiv-Verbindung eingehen. Das Gezählte muss daher im Genitiv Plural stehen. (Anstelle von drei Männern spricht man von einer Dreiheit von Männern.)

Das Geschlecht der Zahlen ist dem des Substantivs entgegengesetzt (!). Dieses bizarre Verhalten findet man aber auch in anderen semitischen Sprachen. Man spricht von "Polarisation" von Zahlwort und Gezähltem.

Beispiele:

3 ٣

drei Männer

(Mann ل

ُ َ

ج

ر

[rajul(un)], Pl. لا ر [rija:l(un)])

َ

ج

ِ

Wir wollen bei der Bildung der 3 Männer schrittweise vorgehen:

Man beginnt mit dem Wort für Mann: ل

drei (m) ةَث َ لاَث [thala:tha(tun)] (m), vgl. folgende Seite

sodann den Nom. Pl. von Mann: لا

davon der Gen. Pl. :

ُ َ

ج

ر

[rajul(un)] (m).

!

ر [rija:l(un)]

َ

ج

ِ

لا ج

ر [rija:l(in)]

ٍ

َ

ِ

14-11

Gen. Verbindung:

لا ج

ٍ

َ

ِ

ر

ُ ةَث َ لاَث [thala:tha(tu) rija:l(in)] (das 1. Glied einer

Genitiv-Verbindung wird nicht nuniert)

drei Männer

لا ر

ٍ

َ

ج

ِ

ةَث َ لاَث

ُ

(Der 3. Mann vgl.11-10)

(vgl.

ةَث َ لاَث [thala:tha(tun)] (m)/ ث َ لاَث [thala:th(un)] (f) drei ;

der Dritte;

Hier sind

nochmals die Einzelheiten zu

Drei

ُ ة َ ث ِ لاَّثلَأ [’ath-tha:litha(tu)] die Dritte .

Kopf der 3. Lektion)

ث ُ ِ لاَّثلَأ [’ath-tha:lith(u)]

Die Zahlwörter werden i. Allg. gleich so angegeben, wie sie in einer "polarisierten" Genitiv-Verbindung benutzt werden, also das männliche Zahlwort mit einem ta:’ marbu:Ta und das weibliche mit maskuliner Endung. Bei der Bildung des gezählten Substantivs brauchen wir dann keine Geschlechtsvertauschung ("Polarisation") mehr durchzuführen.

Was die Deklination der Zahlwörter angeht, so halten wir fest, dass sie alle dekliniert werden können –auβer den Zahlwörtern von 11 bis 19. (Auch die 12

ist deklinierbar, aber bei ihr gibt es keine Polarität (Geschlechtertausch). Dies haben wir bei den 12 Körben zu beachten.) Demnach ist ich sah drei Kinder

(wen? oder was?) mit dem Akkusativ der weiblichen Zahl 3 zu schreiben:

وَأ ْ َ ةَث َ لاَث [ra’ayt(u) thala:tha(ta) ’awla:d(in)]. Wir kommen auf dieses Thema in

تيْ ُ َ أرَ

د َ لا

ٍ

15-4 zurück.)

drei Frauen/ Damen

(Frauen ءا س ِ ن [nisa:’(un)]; vorhin sahen wir, dass Frauen ءا

[nisa:(un)] der Plural von ةَأ َ

َ

ن

َ

س

ِ

إ [imraa(tun)] ist. Handelt es sich bei den

ر م ِ

ْ

Frauen um drei Damen, so benutzen wir den Plural [sayyida:t(un)] zum Singular [sayyida(tun)])

ِ ث ُ َ لاَث [thala:th(u) nisa:’(in)] drei Frauen

ٍ

ءا س ن

تا

ٍ

َ

ي

د َ ِّ

س

َ

ث ُ َ لاَث [thala:th(u) sayyida:t(in)] dreiDamen

4 ٤ vier Frauen (vier [’arba‘a(tun)] (m)/ [’arba‘(un)] (f) )

ٍ

ا س ع ب

ن

ِ

ُ

رَأ [’arba‘(u) nisa:‘(in)]

َ ْ

َ

14-12

(Anstelle von Frauen hätten wir auch Koffer ة َ

dem gebrochenen Nom. Pl.

benutzen können. Beachte auch, dass Zeitung die gleiche Wortstruktur hat wie Koffer: [jari:da(tun)], Pl. [jara:’id(u)], Gen. Pl.: [jara:’id(a)], 5-9, 7-10 und auch Minute, vgl. 12-4.

[Haqi:ba(tun)] (f); mit

ِ

بي ح

ق

َ

ب ِ ق

َ

ُ

ئا ح

َ

[Haqa:’ib(u)]; Gen. Pl.: [Haqa:’ib(a)]

Gebrochene Plurale auf u haben diptotische Flexion, d.h. sie haben den indeterminierten Gen. und Akk. auf a. Die determinierten Gen. gehen auf i aus, die Akk. auf a.)

Einige "Büro"-Wörter mit gebrochenen Pluralen:

Kollege [zami:l(un)]/ [zumala:’(u)], Gen. Pl. [zumala:’(a)] Präsident [ra’i:s(un)]/ [ru’asa:’(u)], Gen. Pl. [ru’asa:’(a)] Minister [wazi:r(un)]/ [wuzara:’(u)], Gen.Pl. [wuzara:’(a)] Büro [maktab(un)]/ [maka:tib(u)], Gen. Pl. [maka:tib(a)] Brief [risa:la(tun)]/ [rasa:’il(u)], Gen. Pl.; [rasa:’il(a)] Ausländer [’ajnabiyy(un)]/ [’aja:nib(u)], Gen. Pl. [’aja:nib(a)]

vier Kollegen َ ء َ لا

َ ز ُ

م

ُ ة َ َ ب

ع

رَأ [’arba‘a(tu) zumala:’(a)] usw. Vgl. auch 10-4

ْ

5 ٥ fünf Büros

(fünf [chamsa(tun)] (m)-eigentlich fem !/ [chams(un)] (f))

ب ِ تاكَ م ُ

َ

َ

س َْ

ة َ

خَ [chamsa(tu) maka:tib(a)] (Statt ch können wir auch x schreiben !)

fünf Brote

رَأ ُ س َْ خَ

ٍ

ة غ

ف

َ

ِ

ْ

ة

َ

[chamsa(tu) ’arghifa(tin)]

[raghi:f(un)]; der Nom. Pl. lautet ة رَأ [’arghifa(tun)]

und der Gen. Pl. ist [’arghifa(tin)]. Die Brote werden aber trotz weiblicher Plural-Form als männlich angesehen, d.h sie haben ein Zahlwort von weiblicher Gestalt: fünf Brote = [chamsa(tu) ’arghifa(tin)]. Das Geschlecht des Zahlworts hängt nämlich vom Singular des Nomens

ab, nicht vom Plural! Ein anderes Beispiel ist Tür با َ ب [ba:b(un)] (m).

Dieses Wort ist maskuklin, hat aber einen gebrochenen Plural in der

Gestalt eines femininen Singulars: Türen با و ْ بَأ [’abwa:b(un)]. Man

kann sagen, dass der Plural von [ba:b(un)] grammatisch ein femininer

Singular ist. Aber, vier Türen schreibt man

رَأ [’arba‘a(tu)

(Brotlaib ف

ْ

غ

ر

َ

ر

ِ

َ

غ

ف

ِ

ْ

َ

با و ْ بَأ ُ ة ب

َ

َ

ع

َ

ْ

ٍ

’abwa:b(in)], man behandelt das Nomen also als maskulin und benutzt den Genitiv Singular. Hätten die Araber sich ein wenig mehr Mühe mit den Pluralen gegeben, wäre manch einer glücklicher beim Studium der Sprache, aber wir halten trotzdem durch.

14-13

Eine Frage: Was macht man bei Nicht-Personen (leblose Gegenstände, Tiere), deren Plurale ja als feminine Singulare behandelt werden? Kurze Antwort: Im jetzigen Zusammenhang gilt diese Regel nicht. Z.B. ist Tag

َْ

و ْ َ ي [yawm(un)] maskulin und 5 Tage muss mit ة

م

َ

س خَ [xamsa(tun)] (m)

ما َّ يَأ ُ س َْ

ٍ

gebildet werden:

[xams(un)] (f). Der Pl. von Tag م و َ ي [yawm(un)] ist ما َّ يَأ [’ayya:m(un)].

ة

َ

خَ [xamsa(tu) ’ayya:m(in)] und nicht etwa mit

ْ

ْ

Hier ist noch ein weibliches Substantiv Mädchen ت ن ِ ب [bint(un)], Pl.

تا َ ن َ ب [bana:t(un)] . (Dieser Plural gehört zu den Mischformen, bei denen

die Endungen der äuβeren Plurale, d.h. –u:n(a) (m), -a:t(un) (f), an die, i. Allg. wenig veränderte, Singularform gehängt werden. Vgl. 14-18)

fünf Mädchen

تا َ ن َ س َْ

ٍ

ب

ُ

خَ [chams(u)

bana:t(iN)]

6 ٦ sechs ةَّت س [sitta(tun)] (m)/ ت س [sitt(un)] (f)

ِ

ِ

Schlüssel

[mifta:H(un)], Pl. [mafa:ti:H(u)] = gebr. Pl. auf u, also:

َ

sechs Schlüssel

sechs Zeitungen

sechs Städte

حي ِ ف

َ

َ

تا م ُ ةَّت

َ

[sitta(tu) mafa:ti:H(a)] (m) س [sitt(u) jara:’id(a)] (f) gebrochen

ِ

[sitt(u) mudun(in)] (vgl. 5-7)

ِ

س

ئا ج تُّ

د ر َ َ

ِ

ن د م تُّ س

ُ

ُ

ٍ

ِ

7 ٧

sieben

ْ َ

ة

ع س

َ

ب

[sab‘a(tun)] (m)/ [sab‘(un)](f)

8 ٨

acht

ة َ ي ِ ناَثََ

[thama:niya(tun)] (m)/ [thama:ni(n)]

acht Städte [thama:ni:

mudun(in)]. Die weibliche Form des Zahlworts

acht wird abweichend gebildet.

9 neun ة س ِ ت [tis‘a(tun)] (m)/ [tis‘(un)] (f)

٩

َ ْ

ع

10 ٠١ zehn ةرَ شَ عَ

[‘ashara(tun)] (m)/ [‘ashr(un)] (f)

Beim Zählen benutzt man die Form mit der weiblichen Endung (ohne un): eins [wa:Hid], zwei [’ithna:n], drei [thala:tha], vier [’arba‘a], fünf [xamsa] usw.

14-14

14.5.2

Nomen

Dual

In Wörterbüchern wird der Nominativ Dual i. Allg. nicht aufgeführt, da er sich stets aus dem Singular durch Anhängung von a:n(i) ergibt (eine eventuelle Endung muss vorher abgestrichen werden, vgl. oben 14-9). Z.B. ein Junge [walad(un)], ein einziger Junge [walad(un) wa:Hid(un)]; beide Jungen [walad-a:n(i)]. Genau zwei Jungen [walada:n(i) ’ithna:n(i)].

Genitiv und Akkusativ haben die Dualendung ayn(i) (m/f). Z.B. نِ

ْ ي دَل َ َ

و [walad-ayn(i)].

Die Dualendungen a:n(i), -ayn(i) werden sowohl für männliche als auch für weibliche Paare ("Zweiheiten") benutzt. Sie stehen bei indeterminierten Nomen und bei Nomen, die durch den Artikel determiniert sind. D.h.: durch den Artikel wird die Dualendung

nicht geändert: zwei Zeitungen

jari:dat-a:ni].

نا َ دي ر

ِ

ت

َ

َ

ج

ِ

نا َ دي ر َ لْْ َأ [’al-

ِ

ت َ

ِ

[jari:dat-a:ni], die zwei Zeitungen

Beispiele:

zwei Bücher (Nom.)

zwei Bücher (Gen. / Akk.)

die zwei Bücher

نا َ با َ ت

ِ

ك [kita:b-a:n(i)]

ِ

ِ

ي َ با َ ت

ْ

ك [kita:b-ayn(i)]

ِ

نا َ با َ ت

ِ

كْلَأ ِ [’al-kita:b-a:n(i)]

eine Dame (Nom. ) ة

ist das Pluralzeichen, -u- = Nominativsuffix und n = Unbestimmtheit.)

zwei Damen (Nom.)

Gen./Akk.:

ي

د َ ِّ

َ

[sayyida(tun)], Plural: Damen تا

س َ [sayyidat-a:n(i)]

ي

د َ ِّ

س َ [sayyid-a:t-u-n] (-a:t

س

نا َ د َ ِّ ي

ت

ِ

ِ

ي َ د ِّ س

َ

ْ

ت ي

َ

[sayyidat-ayn(i)], z. B. mit beiden Damen [ma‘a sayyidat-ayn(i)]

die zwei Damen (Nom.) [’al-sayyidat-a:n(i)]

Wird das Nomen durch ein Suffix oder einen nachfolgenden Genitiv determiniert, dann verkürzen sich die Dualendungen -wie beim gesunden männlichen Plural- im Nominativ zu a: und im Genitiv und Akkusativ zu ay. Das können wir als Regel festhalten:

14-15

Regelmäβige maskuline Plurale (sie enden auf u:na) sowie maskuline und feminine Dualformen (auf a:ni) verlieren vor einem Genitiv oder einem Personalsuffix die Nunation, d.h. die Endungen ni, -na fallen vor einem Genitiv oder Personalsuffix weg.

Im modernen Arabisch wird (i) i. Allg. nicht geschrieben.

Beispiele:

zwei Männer ن َ لا

ج ر

ُ َ

mit zwei Männern

[rajul-a:n] (statt [rajul-a:ni]), vgl. 14-23

ْ

ل ر ع

َ

ي ج

ُ َ

م [ma‘a rajul-ayn] (statt [ma‘a rajul-ayni])

َ َ

Aus dem ta:’ marbu:Ta der Femininendung wird, wie auch beim regelmäβigen weiblichen Plural, einfaches ta:’.

ْ

خُأ ْ

Der Dual von Mädchen ت ن ِ ب [bint(un)] ist ن [bint-a:n(i)], von Schwester ت

[’uxt(un)]

Die Substantive Bruder خَأ [’ax(un)] und Vater بَأ [ ’ab(un)] bilden den Dual

خُلأَأ ْ [’al-’uxta:n(i)].

ِ

َ ْ

ا

ت

ن ب

ِ

خُأ ْ [’uxt-a:n(i)] die beiden Schwestern

نا َ ت

ِ

نا َ ت

ِ

unregelmäβig:

zwei Brüder

[’abaw-a:n(i)].

خَأ [’axaw-a:n(i)] und zwei Väter, Eltern

نا و

ِ

َ

َ

نا و َ بَأ

َ

ِ

بْل ٱ

ْ

ن

Die beiden Augen des Mädchens

Die beiden Töchter des Präsidenten

([‘ayn-a:ni] und [bint-a:ni] verlieren in einer Genitivkonstruktion -ni. Beide Augen [‘ayn-a:ni] ist feminin.) Vgl. 10-7

ت

ِ

ِ

ا َ ْ ع َ

ن ي

ِ

ئ رل َّ ٱ

سِ ي

[‘ayna(: ’a)l-binti]

َ ْ

ا

ِ [binta(: ’a)r-ra’i:si]

ت

ن

ب

Adjektive haben im Dual dieselben Endungen wie das übergeordnete Nomen: zwei groβe Augen [ ‘ayna:ni kabi:rat-a:ni]; beide Lehrer sind gelehrt (haben was drauf):

[’al-mudarris-a:ni ‘a:lim-a:ni]. (der Gelehrte [’al-‘a:limu])

Verb und Personalpronomen

Auch das Verb wird im Indikativ des Imperfekt mit Hilfe der Dualendung a:n(i) gebildet. Im Konjunktiv (und Jussiv) wird a:n(i) zu a: verkürzt.

14-16

Im Perfekt wird diese verkürzte Endung ebenfalls benutzt. Vergleiche die beiden Tabellen.

Perfekt

   

Singular

 

Dual

3.

m

َ

َ ت َ

ك [katab-a]

ب

er schrieb

َ َ

ك

ب

ا َ

ت

[katab-a:]

sie beide schrieben (m)

3.

f

ت ك

َ

ب َ ت

َ

[katab-at]

sie schrieb

ا َ ت َ ب َ ت َ

ك [katab-ata:]

sie beide schrieben (f)

2.

m

َ

ب َ ت

ْ

ك

َ

ت

[katab-ta]

du schriebst

م َ ت َ

ُ