Veranstaltungs­ und Prüfungsmerkblatt Frühjahrssemester 2014 6,110­01: Integrationsseminar ECTS­Credits: 3 Überblick Prüfung/en

(Verbindliche Vorgaben siehe unten) Dezentral ‑ Schriftliche Gruppenarbeit mit Präsentation (100%)

Zugeordnete Veranstaltung/en
Stundenplan ‑‑ Sprache ‑‑ Dozent 6,110,3.01 Integrationsseminar: Selbststudium, Gruppe 1 ‑‑ Deutsch ‑‑ Lux Wilfried 

Veranstaltungs­Informationen
Veranstaltungs­Vorbedingungen
‑ Kenntnisse in den Kerngebieten der Betriebswirtschaft ‑ Interesse an den Themen Controlling und Kultur (Landes‑ und Unternehmenskultur) ‑ Interesse, über den Tellerrand zu schauen und quer zu denken ‑ Interesse und Bereitschaft, sich in einem der Unterthemen zu vertiefen ‑ Bereitschaft, auch das andere Unterthema zu bearbeiten, falls sich für eines zu viele melden

Veranstaltungs­Inhalt
Interkulturelles Controlling Unternehmen operieren heute vermehrt international und damit kulturübergreifend. Das klassische Controlling besteht aus den Hauptfunktionen Planung, Steuerung und Informationsversorgung (Reporting)(International Group of Controlling 2005); einige Autoren fügen die Koordination als vierte Dimension hinzu (Horvath 2009). Die Ausprägungen dieser Funktionen in den einzelnen Unternehmen werden ganz unterschiedlich gestaltet. Während die einen im Bereich der Planung beispielsweise lediglich eine rudimentäre Jahresplanung machen – also ein Jahresbudget – planen andere Organisationen deutlich mehr und fertigen monatliche Absatzberichte, Forecasts, Finanzplanungen usw. an. Die Stärke der Ausprägungen ist dabei von mehreren Faktoren abhängig. Die Branche ist dabei sicherlich entscheidend. Während in stabilen, reifen Branchen viele Entwicklungen vorhersehbar sind, wird dort auch tendenziell stärker und mehr geplant, als in dynamischen Märkten, wo sich evtl. grössere Veränderungen innerhalb von wenigen Monaten ergeben. Dort macht dann auch nur eine kurzfristige Planung Sinn. Der Umgang mit Planung, Steuerung und Controlling insgesamt ist einerseits eine Frage der Entwicklungsphase und Komplexität der Anforderungen im Unternehmen, andererseits auch ein Frage der Unternehmenskultur und der Ausgestaltung des Managements. Ist ein Unternehmen in der Pionierphase, herrscht phasentypisch o  eine ausgeprägte Vertrauenskultur; in dieser Phase wird tendenziell weniger geplant und kontrolliert. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die nationale oder regionale Kultur. Während in der Schweiz beispielsweise zumeist detailliert geplant und nachher kontrolliert wird, ist dies in anderen Kulturkreisen anders. Bereits in den USA setzt man mehr auf Kurzfristigkeit, ad hoc Änderungen sind möglich. Im asiatischen Kulturkreis spielt die Hierarchie eine wichtige Rolle, und der Chef entscheidet. Ist ein Unternehmen lediglich in einem Land tätig, kann es sich weitgehend auf die Gegebenheiten einstellen und ein Controlling gemäss seinen Vorstellungen au auen. Handelt es sich jedoch um international tätige Unternehmen, ist dies schwieriger. Ein einheitliches Monatsreporting lässt sich vielleicht noch durchsetzen, indem die Landesgesellscha en verpflichtet werden, eben diesen Report an die Mu ergesellscha  zu schicken. Wie das Controlling aber in den jeweiligen Landesgesellscha en aufgebaut ist und gelebt wird, liegt meist nicht mehr im Kompetenz‑ und Überprüfungsbereich der Muttergesellschaft. Es stellt sich deshalb die Frage, wie ein internationales Controlling aufgebaut sein muss, wie viel Autonomie in der Ausgestaltung des Controllings den jeweiligen Subeinheiten zugestanden werden darf / muss, wie unterschiedlich bzw. wie übereinstimmend die Einheiten sein müssen. Die folgenden Unterthemen behandeln verschiedene Aspekte des interkulturellen Controllings, greifen aber am Ende ineinander, so dass die Integration auch durch beide Teams gemeinsam gemacht werden muss. Jedes Unterthema ist durch ein Team von 4‑5
Merkblatt­Version: 1.0 vom 14.01.2014, gültig für das Frühjahrssemester 2014 Seite 1 / 4

 vor allem HR (empirischer Teil).  Literatur‑ und Internet‑Recherche Interviews mit Unternehmen und Experten Aggregation von Erkenntnissen aus Theorie und Praxis Ziehen von eigenen Schlussfolgerungen Präsentation der Ergebnisse Der Dozent kann bei der Vermittlung von Kontakten zu Unternehmen und Experten unterstützen. Einführung in das Thema. welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede zwischen den Clustern bestehen. Ausserdem sind Interviewleitfäden zu erstellen.B. Zu diesem Zweck ist eine umfangreiche Literaturrecherche (Desk Research) erforderlich und eine Validierung mithilfe von Experten (z. Beispielsweise bei den Themen Wechselkurs.  c. Unterthema 2: Interkulturelles Management In diesem Teilprojekt geht es darum. Machtdistanz. 2 Wochen: Gruppen haben sich in die Thematik eingearbeitet und haben Projektziele entsprechend konkretisiert. Definieren der ersten Schritte Nach ca. wird folgendes Vorgehen vorgeschlagen: Eröffnungsveranstaltung (21. Unterthema 1: Internationales Controlling Dieses Teilprojekt soll aufzeigen.  d.2014) : Gruppeneinteilung. Beide Teams haben sich vertieft theoretisch mit der jeweiligen Thematik auseinanderzusetzen. strukturiert und erste Gespräche mit Unternehmen und Experten geführt.Studierenden zu bearbeiten. Während der Projektdauer sind bei Bedarf zusätzliche Termine mit dem Dozenten möglich. Eines dieser Themen ist sicherlich auch die Landeskultur. welche besonderen Merkmale ein internationales Controlling (im Gegensatz zu einem rein nationalen Controlling) aufweist. Wichtig: Die Teilnahme am Seminar erfordert zwingend die Anwesenheit an der Eröffnungsveranstaltung (21. Februar) und den Merkblatt­Version: 1. Länderrisiken. was diese Erkenntnisse für das Controlling einer internationalen Unternehmung bedeuten. ein idealtypisches internationales Controlling in einem Unternehmen aufzuzeigen. Nach Durchführung der Interviews sind die Ergebnisse und Erkenntnisse in den theoretischen Teil der Arbeit einzuarbeiten und zu integrieren. Auf dieser Basis sind Kultur‑Cluster zu entwickeln. sich qualifiziert und kritisch mit den Interviewpartnern auseinanderzusetzen. Veranstaltungs­Struktur Um die Erarbeitung der Themen zielführend zu gestalten. der Experteninterviews und der betrachteten Unternehmen präsentieren. innerhalb derer ähnliche Ausprägungen vorherrschen (z. rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen gibt es von Land zu Land Unterschiede. Schliesslich ist aufzuzeigen. Die Themenzuteilung wird in der ersten Veranstaltung vorgenommen. Dies bedingt umfangreiche Literatur‑ und Internetrecherchen sowie kritische Auseinandersetzung mit der Materie. Unsicherheit etc. Forschungsdesign(Grobplanung) a. Die einzelnen Gruppen treffen sich zum Coaching mit dem Dozenten Zwischenpräsentationen: Gruppen haben die theoretischen Aspekte der Thematik aufgearbeitet. gültig für das Frühjahrssemester 2014 Seite 2 / 4 . welche Merkmale und Merkmalsausprägungen in welchen Clustern vorzufinden sind bzw.). Berater) und Unternehmen. die die Struktur der Interviews vorgeben. aber stets ein klarer Praxisbezug erkennbar ist.B.0 vom 14. In einem nächsten Schritt sind Fragen und Hypothesen zu formulieren.  b. Schlusspräsentationen: Bei der Schlusspräsentation sollen die Studierenden die Ergebnisse der theoretischen Analyse. Inflation. Ziel dieses Teilprojektes ist es. herauszuarbeiten.2. die die Teams in die Lage versetzen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang. Zu diesem Zweck ist eine umfangreiche Literaturrecherche (Desk Research) erforderlich und eine Validierung mithilfe von Experten und Unternehmen (empirischer Teil). hinsichtlich Zeitverständnis.  e.01.2014. dass zwar eine solide theoretische Fundierung ersichtlich ist. Ziel ist es. die theoretischen Ansätze der einschlägigen Literatur aufzuarbeiten und darzustellen.

5. Aarau: Sauerländer). muss die präzise Bezeichnung anders erfolgen: Kapitel‑ oder Abschnittüberschrift. (2011): Lokales Denken./Hampden‑Turner. (Hrsg. Literaturverzeichnisse) hat durchgängig und konsequent nach APA‑ oder MLA‑Standard zu erfolgen. Merkblatt­Version: 1. M. (2012): Riding the waves of cultures. 11. et. Lern‑ und Arbeitsstrategien (11. Schäffer‑Poeschel‑Verlag Stuttgart Schein. Edgar H./Hofstede.2014.01. Schäffer‑Poeschel‑Verlag Stuttgart Hofstede. Ch. Auflage. EHP Verlag Bergisch Gladbach Trompenaars.) (1998): Basic Concepts of Intercultural Communication. G.J. (2010). M. Peter (2009): Controlling. New York Hofstede. Das Dokumentieren (Zitate. (2010): Cultures and Organizations: Software of the Mind.J. ist sicherzustellen. A.0 vom 14. F. E. Understanding Cultural Diversity in Global Business. beispielhaft FORSTMOSER. Abschnittsnummer. informierende und bibliografische Anmerkungen sind als Fussnoten anzubringen (Empfehlungen und Standards z. 3.T. Zürich Veranstaltungs­Zusatzinformationen ‑‑ Prüfungs­Informationen Prüfungs­Teil/e 1./Minkov. Vahlen Verlag München International Group of Controlling (Hrsg. Die Quellenangaben für wörtlich und sinngemäss übernommene Informationen (Zitate) sind entsprechend der Vorgaben des verwendeten Zitationsstandards in den Text zu integrieren. Veranstaltungs­Literatur Hall. Akt. 3. In: Bennett. G.B. Aufl. Wo in Quellen die Seitenangabe fehlt. Juristisches Arbeiten: Eine Anleitung für Studierende (4.. Für juristische Arbeiten wird der juristische Standard empfohlen (vgl. München Horvath. G.): Controller Wörterbuch (2005). Auflage. Auflage. Prüfungs­Teil (1/1) Prüfungs­Zeitpunkt und ­Form Dezentral ‑ Schriftliche Gruppenarbeit mit Präsentation (100%) Bemerkungen ‑‑ Hilfsmittel­Regelung Schriftliche Arbeiten Schriftliche Arbeiten müssen ohne fremde Hilfe nach den bekannten Zitationsstandards verfasst werden und es ist eine Eigenständigkeitserklärung anzubringen.).(2010): Organisationskultur. 3. Versus Verlag. P. Für alle Arbeiten. VOGT H. 53‑67 Hoffjan. OGOREK R. interkulturelle Kompetenz als Schlüssel zur global vernetzten Welt. Auflage). Sollte jemand an einem der vereinbarten Termine ausnahmsweise verhindert sein. S. Auflage. Yarmouth. Vers. (1998): The Power of Hidden Differences./Hofstede. (2008). globales Handeln: Interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management.weiteren Terminen. Szene. Zürich: Schulthess oder beachten Sie die Empfehlungen der Law School). (2009): Internationales Controlling. London Uehlinger. G. Gallen geschrieben werden. ist die Angabe von Seitenzahlen sowohl nach MLA‑ wie auch nach APA‑Standard nie fakultativ. C. dass die Anwesenden auch im Detail über den Status quo des Projektes informiert sind. welche an der Universität St. Auflage. Christa (2012): Miteinander verschieden sein. bei METZGER. Selected Readings. gültig für das Frühjahrssemester 2014 Seite 3 / 4 . usw.J.

 London Uehlinger. Merkblatt­Version: 1. Die Literaturrecherche ist Bestandteil des Integrationsseminars.J.) (1998): Basic Concepts of Intercultural Communication. globales Handeln: Interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management. E. dass dieses Merkblatt vor anderen Informationen wie Studynet. Semesterwoche am 17. (2009): Internationales Controlling. A. Prüfungs‑Inhalt. Verbindlichkeit der Merkblätter: Veranstaltungsinformationen sowie Prüfungszeitpunkt (zentral/dezentral) und Prüfungsform ab Biddingstart am 23./Hampden‑Turner. Januar 2014 Prüfungsinformationen (Hilfsmittel‑Regelung. Understanding Cultural Diversity in Global Business. 11. M. Zürich Wichtige Hinweise Wir machen Sie darauf aufmerksam. Prüfungs‑Inhalt. Auflage. Versus Verlag. Auflage. interkulturelle Kompetenz als Schlüssel zur global vernetzten Welt. 30‑50 Seiten): 60% ‑ Schlusspräsentation: 20% ‑ Projektmanagement und ‑kommunikation: 20% Prüfungs­Literatur Es gibt keine zwingend vorgeschriebene Literatur.): Controller Wörterbuch (2005). (Hrsg. Auflage. In: Bennett. F. New York Hofstede. April 2014 Bitte schauen Sie sich das Merkblatt nach Ablauf dieser Termine nochmals an. Prüfungs‑Literatur) für dezentrale Prüfungen nach der 4. 53‑67 Hoffjan. Ch. den absoluten Vorrang hat.01. 3. Auflage. S.(2010): Organisationskultur. (2011): Lokales Denken.T. (2012): Riding the waves of cultures. gültig für das Frühjahrssemester 2014 Seite 4 / 4 . (1998): The Power of Hidden Differences. Angaben in den Vorlesungen etc. 5. G./Hofstede. G. München Horvath.2014. (2010): Cultures and Organizations: Software of the Mind. Peter (2009): Controlling. Prüfungs‑Literatur) für zentrale Prüfungen ab Start der Prüfungsanmeldung am 7.Hilfsmittel­Zusatz ‑‑ Prüfungs­Sprachen Fragesprache: Deutsch Antwortsprache: Deutsch Prüfungs­Inhalt Die Schlussnote setzt sich aus folgenden Teilleistungen zusammen: ‑ Schriftliche Arbeit (ca. Christa (2012): Miteinander verschieden sein. persönlichen Datenbanken der Dozierenden. M. G./Minkov. Selected Readings.J. Edgar H./Hofstede. Schäffer‑Poeschel‑Verlag Stuttgart Hofstede. Auflage. Schäffer‑Poeschel‑Verlag Stuttgart Schein. 3.J. Vahlen Verlag München International Group of Controlling (Hrsg. 3. Yarmouth.0 vom 14. März 2014 Prüfungsinformationen (Hilfsmittel‑Regelung. EHP Verlag Bergisch Gladbach Trompenaars. G. Optionale Literatur: Hall.