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Welche Bedeutung haben die Anfangs- und die Aktualwerte eines Datenbausteins? Bestellnummern anzeigen

Beschreibung In der Deklarationstabelle eines Datenbausteins projektieren Sie den Namen der Variablen, seinen Datentyp, einen Kommentar und einen Anfangswert. Dieser Anfangswert ist eine reine Projektierungsgröße, die beim Erzeugen eines Datenbausteins auf Basis eines UDT (Anwender Definierter Datentyp) als Aktualwert oder bei der Neudeklaration einer Variablen in einem globalen Datenbaustein übernommen wird. Sichtbar werden die Aktualwerte über den Menübefehl "Ansicht > Datensicht".

Die Projektierung des Anfangswertes wird nur ein einziges Mal für einen Datenbaustein bzw. für eine neu deklarierte Variable eines Datenbausteins durchgeführt. Existiert die Variable bereits, so hat eine Änderung des Anfangswertes keinen Einfluss auf den Aktualwert. Für die CPU ist ausschließlich der Wert von Bedeutung, welcher sich in der Spalte "Aktualwert" befindet. Auch wenn der Anfangswert mit auf die CPU geladen wird und dort im Onlinemodus beobachtbar ist, so wird dieser Wert von der CPU nicht verwendet.

Soll Ihre CPU mit einem neuen Wert starten, so haben Sie hier zwei Möglichkeiten:

1. Wechseln Sie in die Datensicht und geben Sie in der Spalte "Aktualwert" Ihren neuen Startwert ein.

2. Geben Sie in der Deklarationssicht in der Spalte "Anfangswert" Ihren neuen Startwert ein. Wechseln Sie dann in die Datensicht. Über den Menübefehl "Bearbeiten > Datenbaustein initialisieren" werden dann alle Werte der Spalte "Anfangswert" in die Spalte "Aktualwert" übernommen.

Laden Sie anschließend den Datenbaustein in die CPU.

Da die Anfangswerte von der CPU nicht weiter verwendet werden, ist der umgekehrte Vorgang bzw. das Laden der Werte aus der Spalte "Aktualwert" in die Spalte "Anfangswert" nicht erforderlich. Hierzu gibt es in STEP 7 auch keinen Menübefehl. Die nachfolgenden Anleitungen dienen für einige seltene Projektierungen, um die Aktualwerte eines Datenbausteins als Anfangswerte zu speichern. Diese Vorgangsweise führen Sie entweder direkt innerhalb einer AWL-Quelle oder mit der Speicherung der Werte mit Excel durch.

Speichern der Aktualwerte eines Datenbausteins als Anfangswerte direkt in der AWL-Quelle Nach dem Erzeugen der AWL-Quelle können Sie in der AWL-Quelle die Aktualwerte in die Deklarationszeilen zeilenweise kopieren.

Nr. Vorgehensweise 1 Wählen Sie im SIMATIC Manager die Online-Ansicht über "Ansicht > Online" und
Nr. Vorgehensweise
1 Wählen Sie im SIMATIC Manager die Online-Ansicht über "Ansicht > Online" und
öffnen Sie innerhalb der Online-Ansicht den Datenbaustein. Speichern Sie den
Datenbaustein, entweder über die Disketten-Ikone oder über "Datei > Speichern".
2 Erzeugen Sie für den Datenbaustein eine Quelle über die Funktion "Datei > Quelle
generieren
3 Öffnen Sie die erzeugte Quelle im Quellordner des SIMATIC Managers.
4 Kopieren Sie in der AWL-Quelle die zwischen "BEGIN" und "END_DATA_BLOCK"
stehenden Aktualwerte zeilenweise in die entsprechenden Deklarationszeilen
(Anfangswerte) hinter die entsprechenden Datentypen.
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Bild 01 Wie im Bild 01 dargestellt, müssen Sie jeweils die Aktualwerte mit den Zuweisungen
Bild 01
Wie im Bild 01 dargestellt, müssen Sie jeweils die Aktualwerte mit den Zuweisungen
":=" in die Deklarationszeilen der Anfangswerte kopieren, sodass die
Deklarationszeilen wie im folgenden Beispiel definiert sind:
Daten_1 : BYTE := B#16#AA;
5 Speichern und übersetzen Sie die AWL-Quelle über
Datei > Speichern
Datei > Übersetzen
Danach sind die Aktualwerte als Anfangswerte übernommen.

Speichern der Aktualwerte eines Datenbausteins als Anfangswerte mit Excel (komfortabler Weg) Sie können die Aktualwerte eines Datenbausteins auch in Excel als Anfangswerte speichern. Dieser Weg ist gerade bei großen Datenbausteinen zu empfehlen, da Sie hier die Daten nicht zeilenweise, sondern komplett in einem Block in die Deklarationszeilen kopieren. Die nachstehende Tabelle erläutert Ihnen die Vorgehensweise, was Sie beim Importieren und Exportieren der AWL-Quelle und beim Speichern in Excel beachten müssen.

Nr. Vorgehensweise 1 Wählen Sie im SIMATIC Manager die Online-Ansicht über "Ansicht > Online" und
Nr. Vorgehensweise
1 Wählen Sie im SIMATIC Manager die Online-Ansicht über "Ansicht > Online" und
öffnen Sie innerhalb der Online-Ansicht den Datenbaustein. Speichern Sie den
Datenbaustein, entweder über die Disketten-Ikone oder über "Datei > Speichern".
2 Erzeugen Sie für den Datenbaustein eine Quelle über die Funktion "Datei > Quelle
generieren
3 Markieren Sie im Quellordner des SIMATIC Managers die erzeugte Quelle und klicken
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Sie auf die rechte Maustaste. Wählen Sie im darauf folgenden Kontextmenü die Funktion "Quelle exportieren
Sie auf die rechte Maustaste. Wählen Sie im darauf folgenden Kontextmenü die
Funktion "Quelle exportieren
".
4
Wählen Sie im Dialog "Quelle exportieren" den Dateityp "AWL-Quelle(*.awl)" und
den Ordner, indem die Quelle exportiert werden soll. Die Dateierweiterung ".AWL"
muss für den Dateinamen vorhanden sein, z.B. "Quelle_DB2.AWL". Klicken Sie
anschließend auf die Schaltfläche "Speichern".
Bild 02
5
Starten Sie Microsoft Excel und öffnen Sie die exportierte AWL-Quelle über "Datei >
Öffnen
".
Es erscheint der Dialog "Textkonvertierungs-Assistent".
Hinweis
Damit die AWL-Quelle im Dialog "Öffnen" sichtbar ist, müssen Sie als Dateityp "Alle
Dateien (*.*) wählen.
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Aktivieren Sie im ersten Schritt des Textkonvertierungs-Assistenten die Formatierung
"Getrennt".

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Page 4 of 9 Bild 03 Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "Weiter". Wählen Sie im
Bild 03 Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "Weiter". Wählen Sie im nächsten Dialog des
Bild 03
Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "Weiter".
Wählen Sie im nächsten Dialog des Textkonvertierungs-Assistenten als Festlegung der
Trennzeichen "Tabstopp" und "Leerzeichen".
Bild 04
Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "Weiter".
Wählen Sie im dritten Schritt des Textkonvertierungs-Assistenten als Datenformat der
Spalten "Standard".

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Bild 05 Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "Fertig stellen". Die konvertierte AWL- Quelle wird
Bild 05 Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "Fertig stellen". Die konvertierte AWL- Quelle wird
Bild 05
Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "Fertig stellen". Die konvertierte AWL-
Quelle wird nun in Excel geöffnet.
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Markieren Sie in Microsoft Excel alle zur AWL-Quelle gehörenden Zellen und klicken
Sie auf die rechte Maustaste. Wählen Sie im darauf folgenden Kontextmenü die
Funktion "Zellen formatieren
".
Bild 06
10
Wählen Sie als horizontale Textausrichtung "Rechts" bzw. "Rechts (Einzug)" im Dialog
"Zellen formatieren > Register: Ausrichtung" und bestätigen Sie mit OK.
(Einzug)" im Dialog "Zellen formatieren > Register: Ausrichtung" und bestätigen Sie mit OK. about:blan k

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Bild 07 Markieren Sie nun die Aktualwerte zwischen "BEGIN" und "END_DATA_BLOCK" einschließlich der
Bild 07
Markieren Sie nun die Aktualwerte zwischen "BEGIN" und "END_DATA_BLOCK"
einschließlich der Zuweisungen ":=" und kopieren Sie die Daten wie in Bild 08 in die
Deklarationszeilen zwischen "STRUCT" und "END_STRUCT" hinter die
entsprechenden Datentypen.

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Bild 08 Überprüfen Sie anschließend, ob die Syntax nach dem Kopieren der Aktualwerte in die
Bild 08
Überprüfen Sie anschließend, ob die Syntax nach dem Kopieren der Aktualwerte in die
Zeilen für die Anfangswerte übereinstimmt. Beispiel:
STRUCT
Daten_1 : BYTE := B#16#AA;
END_STRUCT;

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13 14 15 Bild 09 Speichern Sie die Datei in Excel über "Dat ei >

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13 14 15 Bild 09 Speichern Sie die Datei in Excel über "Dat ei > Speichern

Bild 09 Speichern Sie die Datei in Excel über "Datei > Speichern unter Dateityp:

"

und wählen Sie als

Formatierter Text (Leerzeichen getrennt)(*.prn)

Hinweis Wenn Sie die Datei wie oben beschrieben abgespeichert haben, so erhalten Sie die Datei z.B. "Quelle_DB2.AWL". Speichern Sie die Datei aber unter einem anderen Namen ab, z.B. "Quelle_DB20.AWL", so ist es möglich, dass Sie in Ihrer Ablage die Datei "Quelle_DB20.AWL.PRN" erhalten. Sie müssen dann diese Datei umbenennen von "Quelle_DB20.AWL.PRN" in "Quelle_DB20.AWL" (die Endung PRN löschen). Die Endung "PRN" wurde über das System hinzugefügt, wenn der abzuspeichernde Dateiname mit der Datei-Endung "AWL" noch einmal eingegeben wurde. Importieren Sie im SIMATIC Manager die in Excel bearbeitete AWL-Quelle über "

"Einfügen > Externe Quelle

Markieren Sie im Quellordner die importierte AWL-Quelle und klicken Sie auf die rechte Maustaste. Wählen Sie im darauf folgendem Kontextmenü die Funktion "Übersetzen". Nach der Übersetzung sind die Aktualwerte als Anfangswerte gespeichert.

in den Quellordner Ihres STEP 7 Projektes.

si nd die Aktualwerte als Anfangswerte gespeichert. in den Quellordner Ihres STEP 7 Projektes. about:blan k

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Bild 10
Bild 10

Hinweis Verwenden Sie in Ihrem Datenbaustein UDTs, dann gibt es hier eine Einschränkung. Sie können die Aktualwerte nicht als Anfangswerte an die Variablen hängen. Die UDTs können Sie zwar mit exportieren, eine Änderung des Anfangswertes des UDTs wirkt sich aber auf alle (!) Verwendungsstellen der UDTs gleichermaßen aus. Eine Differenzierung bezüglich der Verwendungsstelle lässt sich nicht umsetzen.

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