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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 6.u.7.4.1940

1373 Geistige und leibliche Nahrung ....

Des Leibes und der Seele Bedürfnisse sind gänzlich voneinander abweichend. Es
bedarf der Körper zu seiner Erhaltung jene Zufuhrstoffe, die wieder aus dem
Bereich des Irdischen entnommen sind .... es muß also Irdisches mit Irdischem
genährt werden, um bestehen zu können, d.h., es liegt im göttlichen Willen, daß
der Erdenleib des Menschen auch gewissermaßen abhängig ist von ihm zu Gebote
stehenden Schöpfungen Gottes, die wieder ihre Erdenaufgabe damit erfüllen, daß sie
dem menschlichen Körper zur Erhaltung dienen.

Es kann sich also niemals der Mensch eigenmächtig frei machen von diesen sonst
unbedeutend erscheinenden Schöpfungswerken, er bedarf ihrer unumgänglich notwendig
und ist sonach in gewisser Abhängigkeit von allem, was zur Erhaltung seines
Erdenlebens beiträgt. Und dies ist weise eingerichtet vom ewigen Schöpfer. Er hat
damit die Verbindung hergestellt zwischen allem Geistigen, es wird alles in der
Schöpfung benötigt, und es ist folglich nichts ohne Zweck ....

Das Geistige in jedem Schöpfungswerk drängt immer dem Geistigen dessen entgegen,
dem es dienen soll. Und die Verbindung alles Geistigen ist immer mit der
Freiwerdung aus der alten Form verbunden. Also bedeutet Dienen des Geistigen auch
dessen Erlösung ....

Es bedeutet das Verschmelzen des Geistigen der einen und der anderen Form auch ein
vermehrtes Wirken, also dienstbar sein dem dieses Schöpfungswerk benötigenden
Menschen. Es bedarf der Körper des Menschen sehr vieler Dinge in seinem Leben, und
alle diese müssen ihm zugeführt werden, um entweder den inneren Aufbau zu
bezwecken oder auch der Außenhülle zu dienen zum Schutz derer. Alles, was der
Mensch benötigt im Erdendasein, ist in der Schöpfung Gottes vorgesehen ....

Insbesondere wird der Materie jede geistige Substanz entzogen, sobald sie von
Lebewesen als Nahrung, also zur Erhaltung der Außenform, aufgenommen wird. Diese
geistige Substanz nun gesellt sich dem Geistigen des Lebewesens zu, so daß in
einer bestimmten Zeitdauer wieder das Geistige die Reife erlangt, um in eine
andere Form überzugehen, die wieder größere Aufgaben an das Wesen stellt.
Vermehrung des Geistigen durch Verschmelzen einzelner Wesenheiten und Ausreifen
dieser durch Dienen in Gott-gewolltem Sinn ist stets und ständig der Zweck des
Wandelns durch alle Schöpfungswerke.

Und im letzten Stadium als Mensch muß nun gleichfalls der Körper, die Außenform,
und die Seele .... das Geistige im Menschen, bedacht werden mit Zufuhr geistiger
Substanz zum Zwecke der Vollendung, und zwar kommt nun nicht mehr das vom Körper
als Nahrung Aufgenommene beiden .... dem Körper und der Seele .... zugute, sondern
es liegt wieder am Willen des Menschen, ob gleichzeitig auch die Seele geistige
Nahrung empfängt.
Und zwar muß diese Nahrung ihr außer der rein körperlichen Nahrung geboten werden
und auch bei der Entgegennahme letzterer der Seele gleichzeitig gedacht werden,
auf daß jene auch außer der Erhaltung des Körpers der Vermehrung geistiger
Substanz dient. Es kann also in zweifacher Weise die Seele des Menschen bedacht
werden .... es kann das Geistige in der Form durch rechte Entgegennahme von
natürlicher Speise und Trank außerordentlich vermehrt werden, und es kann dieses
vermehrte Geistige wieder durch Zufuhr geistiger Speise .... durch das Wort Gottes
.... einen außerordentlich hohen Reifegrad erreichen, so daß die Außenform nun
ihren letzten Zweck erfüllt hat, also das Geistige keiner solchen mehr bedarf zur
Höher-Entwicklung, sondern das Ziel, das ihm für die Erdenlaufbahn gesetzt wurde,
erreicht hat und also ohne jede Außenfessel sich aufschwingt in lichte Höhen.

Im letzten Stadium der Entwicklung kann außerordentlich viel erreicht werden, aber
immer ist der freie Wille dazu Anlaß, da es dem Menschen nun selbst obliegt, seine
Seele, alles Geistige in ihm, zu gestalten, aber auch der Erfolg des Strebens ein
außerordentlich wertvoller ist, denn er ist restlose Freiwerdung aus der Form ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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