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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 21.5.1940

1429 Wille zur Erlösung .... Bedrängen der Unterwelt ....

Der Wille zur geistigen Erlösung ist die Triebkraft eines geordneten Lebenswandels
nach dem Willen Gottes, denn der Mensch, der seinen unfreien Zustand erkennt und
daraus frei zu werden verlangt, wird sich auch dazu entschließen, in Opposition zu
treten gegen die Gewalt, die ihn gefesselt hält. Er tut nun bewußt das, was nicht
dem Willen dieser Gewalt entspricht, und wird umgekehrt wieder in ein dienendes
Verhältnis treten zu Gott. Es ist eine ganz ausgesprochene Klarheit des Denkens in
ihm, denn der Wille zur geistigen Erlösung zieht geistige Kraft an, die das Denken
des Menschen nun klärt und ihm also der Weg zur Freiwerdung deutlich gewiesen
werden kann.

Es werden indessen alle Hilfskräfte der bösen Macht gleichfalls sich einsetzen,
dieses Streben nach der Höhe zu unterbinden, und sich dazu aller Mittel bedienen,
denn alles sich ihnen Entwindende bedeutet für sie ein Verringern, ein Schwinden
ihrer Macht. Alles Geistige also, das sich ihr entwinden will, wird nun bedrängt
von Wesen der Unterwelt, und diese Bedrückung löst ein Gefühl des Bangens, der
Zweifel und innerer Not aus. Es bezwecken die schlechten Kräfte damit, daß sich
der Mensch zur Hebung seines gedrückten Zustandes einen Ausgleich schaffen soll
durch weltliche Gedanken und Erfüllung weltlicher Begierden ....

Und dann hat der Feind gewonnenes Spiel, denn er fesselt nun die Seele des
Menschen von neuem, und es wird das Lösen von seiner Gewalt immer schwerer. Sendet
jedoch das Erdenkind in solcher Not seine Gedanken nach oben im festen Willen, den
Kampf gegen diese Gewalt fortzusetzen, so ist der Erfolg entsprechend größer, denn
es wird der Wille des Menschen gewertet und ihm von guter geistiger Seite Kraft
und göttliche Gnade vermittelt. Der geistige Wendepunkt im Erdenleben des Menschen
ist immer der Moment der innigsten Fühlungnahme zu Gott .... denn es ist dieser
auch gleichzeitig der Moment, wo die gute geistige Kraft in Aktion tritt.

Es kämpft von Stund an der Mensch nicht mehr allein gegen seinen Erzfeind, sondern
er hat größte Unterstützung zu gewärtigen, so sein Wille sich Gott zugewendet hat.
Doch es muß der Mensch immer wieder mit den Feindseligkeiten des Widersachers
rechnen, der ihm Hindernisse aller Art in den Weg legen wird, um seinen Aufstieg
zu hindern oder zu erschweren. Und dieser unverkennbare Einfluß schlechter Kraft
darf den Willen des Menschen, sich zu befreien, nicht erlahmen lassen. Er hat das
Gegenmittel zur Hand .... das innige Gebet zu Gott um Kraft und Gnade ....

Denn ein solches Gebet erhört der Vater im Himmel, weil die Liebe zu Ihm und der
Wille nach Vereinigung mit Ihm das Gebet aufsteigen läßt zu Ihm .... denn so das
Kind zum Vater verlangt, kann es jeder Hilfe gewärtig sein ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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