» Innovationskultur in der digitalen Gesellschaft «

Eine Publikation des Internet & Gesellschaft Collaboratory.

/////////////////////////////// Abschlussbericht
Juli 2010

2.   Auflage

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» Innovationskultur in der digitalen Gesellschaft «
Eine Publikation des Internet & Gesellschaft Collaboratory.

/////////////////////////////// Abschlussbericht
Juli 2010

2.   Auflage

INHALT
Vorwort Zur Methode Zusammenfassung der Ergebnisse
Themengebiet Internet Governance und Standardisierung Themengebiet Datenschutz und Arbeitsumfeld Themengebiet Medienkompetenz und Demokratie 04

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09 09 15 18 11

Themengebiet Rechtsrahmen und geistiges Eigentum

Detaillierte Auswertung
Internet Governance I Internet Governance II

20 26 38 32 21

Innovationen im Arbeitsumfeld

Medienkompetenz und Digital Divide Datenschutz und Privatsphäre I Datenschutz und Privatsphäre II

44 56

Datenschutz und Privatsphäre III Standardisierung

50

Schutz des sog. geistigen Eigentums Internet und Demokratie Medienkompetenz

63 71 76

84 90

Mitglieder des Expertenkreises Impressum

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Vorwort

Vorwort
Mit diesem Bericht legt das Internet und Gesellschaft
Das Collaboratory bringt Wissen und Meinungen von Experten und Netzbürgern zusammen und steuert sie der gesellschaftlichen Diskussion über die InternetInnovationskultur in Deutschland bei.

Collaboratory die Ergebnisse seines ersten Durchlaufs vor. ­ Das Collaboratory brachte von März bis Juli 2010 eine Gruppe von 35 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien,

Medien aus allen gesellschaftlichen Bereichen zusammen zu

bringen, um Einschätzungen zu ermöglichen, in welche Richtung uns die digitale Welt treibt und wie diese Entwicklungen optimal für die Gesellschaft genutzt werden können. Es soll Diskussionsprozessen in Deutschland leisten, indem es die ­ Positionen speziell der Netzbürger und der sog. Digital Natives der Experten für die Öffentlichkeit sichtbar macht.

Organisationen und gesellschaftlichen Initiativen zusammen, um Zustand und Entwicklung der Internet-Innovationskultur zurück auf eine Initiative von Google Deutschland. Weitere Träger sind ausdrücklich eingeladen, zu helfen, die Plattform nachhaltig zu etablieren. In Zukunft sollen in regelmäßigen Abständen mit einem sich stetig wandelnden Expertenkreis weitere Themen angegangen werden. Das vorliegende Thema untersucht, deren Ergebnisse mit Politik und Verwaltung nach Auswertung und Diskussion aus in die Gesellschaft zu diskutieren. Das Collaboratory wird unterstützt und geht

darüber hinaus auch einen ­ Beitrag zu gesellschaftlichen

direkt bzw. in konsolidierter Form durch die Einschätzungen

Das erste übergeordnete Thema »Internet-Innovationskultur«

wurde zunächst durch eine qualitative Online-Umfrage d iskutiert wurden. Um die Auseinandersetzung vom Stand ­ zu tragen, startet mit Veröffentlichung dieses Berichts zu­ sätzlich ein öffentlicher YouTube-Kanal (www.youtube.de  /   Collaboratory) auf dem die Themen dieser sowie der zukünftigen Initiativen durch Beiträge des unabhängigen Medienpartners Politik-Digital.de als auch durch User-­ generierteVideos diskutiert und erweitert werden.

wurde zunächst im März 2010 durch die Collaboratory-­ M it­ glieder in elf Fragen gefasst, die darauf zielen, das Spektrum relevanter Einzelaspekte, wie etwa Standardisierung, Medien­ ­ kompetenz, Datenschutz, Demokratieentwicklung und geistiges Eigentum abzudecken. Ähnlich der Methode der etablierten »Pew Future of the Internet Study« bestand jede Frage aus einem Thesenpaar, das weit auseinander liegende Standpunkte zum jeweiligen Aspekt darstellte. In Form einer nicht repräsentativen Online-Umfrage wurden dann 534 nach dem Schneeballsystem ermittelte Befragte aufgefordert, sich elfmal

Methode und UmfrageErgebnisse zur »InternetInnovationskultur«.

für eine der beiden Thesen als eher zutreffend zu entscheiden.

Das Collaboratory hat in diesem Anfangsstadium bereits ein

Dabei waren die ­ Thesen bewusst extrem formuliert, um die

gewisses Selbstverständnis gewonnen und erste Funktionswww.collaboratory.de konkretisiert. Es versteht sich als

Positionierung des Teilnehmers in einem Freitextfeld zu provo­ zieren. Die polari­ sierende Entscheidungsmöglichkeit führte anmerkungen eingingen. Zusammen mit den quantitativen ven Anmerkungen anschließend durch den Expertenkreis holenden als auch die besonders interessanten Standpunkte dazu, dass insgesamt über 2.300 dieser qualitativen Freitext­ Ergebnissen zur Thesenpräferenz wurden auch die qualitatiausgewertet, wobei zum einen die sich besonders oft wieder-

abläufe und Organisationsprinzipien auf der Website unter jedoch offene Struktur und Community of Practice, die hinsichtlich ihrer Form, ihren Prozessen und ihren Ergebnis­ sen für Einflüsse aus verschiedensten Richtungen offen ist. Ziel des Collaboratory ist es, immer wieder Experten für neue
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Vorwort

Zur Methode
herausgefiltert wurden. Diese Ergebnisse ­ w urden dann in Veranstaltung im Mai 2010 mit Vertretern aus Politik und ­ Verwaltung diskutiert. Diese beiden Akteursgruppen sind grundsätzlich und bewusst nicht im Expertenkreis präsent, damit sie als Hauptentscheidungsträger einen Dialogpartner außerhalb des Collaboratorys darstellen können. Aus den Ergebnissen von Umfrage und Diskussionsabend hat die Expertenrunde zu allen Aspekten der Internet-Innovationskultur Schlussfolgerungen gezogen und konkrete Handlungsoptionen für verschiedenste Entscheidungsträger formuliert. Um die Handlungsoptionen bzw. Empfehlungen weiterzuverfolgen, haben sich verschiedene thematische Fachgruppen zusammengefunden, die die Themen vertiefen werden. und Diskursbeiträge, Treffen und Initiativen organi­ sieren Die Teilnehmer des Internet & Gesellschaft Collaboratory Berliner New Thinking Store. Dort wurde beschlossen eine Expertenumfrage durchzuführen, um ein Meinungsbild der

Themengebiete zusammengefasst und im Rahmen einer

trafen sich zu einem ersten Workshop Ende März 2010 im

momentan wesentlichen gesellschaftlichen Themen bezügsowie in Online-Kollaboration in den darauffolgenden

lich des Internets zu erzeugen. Auf der Besprechung selbst, Wochen wurden Thesenpaare zu insgesamt elf Themen von Die Aussagenpaare sind nicht als Gegensatzpaare konzipiert,

den 35 Collaboratory Teilnehmern gemeinschaftlich entwickelt. sondern betonen zwei unterschiedliche Aspekte eines Themas (etwa Internet Governance, Digital Divide, etc.). Die Absicht dahinter besteht einerseits darin, Trends zu identifizieren,

andererseits sollen die Aussagen zum Nachdenken über das Thema anregen und die Teilnehmer dazu motivieren in den beigefügten Textfeldern ihre Meinung näher zu erläutern.

Im Namen aller Mitwirkenden möchten wir hiermit zur weiteren Diskussion einladen und stehen für Rückfragen und Feedback zur Verfügung.

Die Teilnehmer an der Umfrage wurde durch die »Snow-Ball« Methode ausgewählt. Hierbei benennen die Collaboratory Mitglieder Ihnen bekannte Internetexperten und laden Sie ein an der Umfrage teilzunehmen. Diese konnten dann wieder andere Experten einladen, an der Umfrage teilzunehmen.

Die Mitglieder des Collaboratory-Lenkungskreises Dr. Max Senges · Martin G. Löhe · Prof. Philipp Müller John H. Weitzmann · Henning Lesch

Berlin, im Juni 2010

Auch wurde die Umfrage auf Fachblogs, sowie Web-Sites und Mailinglisten veröffentlicht, so dass sie auch einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stand.

Die Auswahl der Teilnehmer ist daher nicht representativ für

eine deutschsprachige Gesamtbevölkerung. Vielmehr stellen essierten Personen dar.

die Antworten die Meinungen von am Thema Internet inter-

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sich überlagernde Regulierungs­ implementieren und durchzusetzen. was Tendenzen von Zensur und Über­ wachung angeht. nationale und gruppenspezi­ Versuch entstehen müssen. die von den Experten des Collaboratorys analysiert wurden. die Umfrage anonym zu beantworten. kann. vielmehr Rahmensetzung vertreten. wurde ebenfalls thematisiert. 109 Teilnehmer 26 und 39 Jahre alt. die bei dem systeme in einem grundsätzlich weltumspannenden Netz zu ten benannt und als nicht vollständig auflösbar angesehen.Zur Methode Zusammenfassung der Ergebnisse Themengebiet Internet Governance und Es bestand die Möglichkeit. wovon 291 der insgesamt 534 Teilnehmer Gebrauch gemacht haben. die von einem global gültigen Mindeststandard ausgehend fische Unterschiede lässt. die als bislang erfolgreich empfundene Selbstregulichen Einflüssen schlägt dabei offenbar eine grundsätzliche lierung des Internets auch in Zukunft fortzusetzen. 400 männlich (84 %). wurden von den BefragDass dies auch Rückwirkungen auf die Offline-Welt haben Hinsichtlich der Setzung und Durchsetzung von Standards wurden sowohl marktliberale Ansätze als auch solche einer staatlichen Festlegung von Standards bzw. zugleich Raum für kulturelle. 08 09 . wie eine vernünftige Regulierung für das Internet strukturiert sein sollte. Weitere 143 Personen gaben ebenmeinungen ein. 100 der von den Collaboratory Mitgliedern Standardisierung Hier standen die Fragen im Vordergrund. welchen Einfluss Staaten auf Standards und Abläufe der eingeladenen Experten (19 %) haben die Umfrage nichtfalls Ihren vollen Namen an. staatlicher Ordnungsrahmen und Grundsicherung. Die Widersprüche. (28 %) waren 25 Jahre oder jünger. und Online-Welt haben sollten. Es gingen mehr als 2300 Einzel- anonymisiert ausgefüllt. Präferenz. innerhalb derer sich dann Selbstregulierung abspielen kann. 182 (46 %) waren zwischen Als vorzugswürdig und am ehesten umsetzbar wurde eine regional-global gemischte Selbstregulierung angesehen. Staat­ Skepsis entgegen. 102 (26 %) waren 40 Jahre oder älter. Andererseits wird nur dem Staat zugetraut. einer staatlichen ergab sich ein nicht ganz eindeutiges Meinungsbild. In der Umfrage gaben 74 Teilnehmer (16 %) an weiblich zu sein. Erkennbar wurde insgesamt die Regulationsansätze für ein innovationsfreundliches Internet - Selbstregulierung.

Waage. im öffentlichen Raum personenbezoDurchdringung aller Lebensbereiche mit digital vernetzter Technik macht einen angemessenen Umgang mit dem Schutz der Daten erforderlich. wenn es darum geht. Die größere Skepsis wird dabei der Datensammlung durch Stellen werden zu Datensparsamkeit aufgefordert. Für eine ciples des WSIS. den freien Zugriff und Nutzung der staatlichen Daten durch • Zivilgesellschaft. aber speziell deutsche Experten in gruppen der international tätigen Internet-Organisationen Internet Governance Forum einbringen. dass hier qualitative Veränderungen vor sich Aufwands unmöglich waren. RIPE. W3C. sowie der Prozesse rund um die »Code of Ethics for information Society« (UNESCO).Zusammenfassung der Ergebnisse Themengebiet Datenschutz und Arbeitsumfeld Grundprinzipien wie die Netzneutralität gegenüber privatwirtschaftlichen Interessen zu sichern. wo und in wie weit dies gewollt gehen. die Privatwirtschaft entgegen gebracht. etc. das Forum for multi-stakeholder policy globale ethische Grundlage könnte die Declaration of Prindialoge Internet Governance Forum (IGF). »Charter on Human Rights and Principles on the Internet« (IGF-IRP coalition) die Ausgangsbasis sein. Interessanterweise halten sich die Aussagen fast exakt die Staatsaufgabe: Eigenverantwortlichen Umgang seiner Bürger mit ihren Daten ermöglichen und Sanktionsmöglichkeiten schaffen. die früher schlicht aufgrund zu hohen technischen Lebens­ bereiche mit digital vernetzter Tech­ nik lasse das Pri- ist. Die Durchdringung aller vate schrumpfen. und diese im Internet zu veröffentlichen. dass es gene Daten ohne Zustimmung der Betroffenen zu sammeln matische Sammeln solcher Daten lehnt diese Mehrheit ab. Daraus abgeleitete Empfehlungen: Handlungsempfehlungen für Politik. Eine große Mehrheit der Befragten ist der Meinung. und des UN • Der Staat sollte offene technologische Standards und DatenInfrastrukturen auf nationaler Ebene bei und durch Ministerien und Behörden fördern. Datenschutzmaximen Opt-In und Datensparsamkeit. aber auch staat­ l iche • Die Unternehmen sind aufgerufen. Politik und Netzgemeinde sollten bei der Erörterung von Fragen der Internet Governance informationsethische Aspekte in den Mittelpunkt stellen. IETF. sie in den eigenen Prozessen zu beachten. ob für den effektiven Schutz der sein soll. sollten sich mehr in ArbeitsICANN. ob das Internet beschert und ob allgemein jeder Bürger selbst oder aber der wortlich sein sollte. welchen Stellenwert die Mög- • Alle Stakeholder. Es nicht erlaubt sein sollte. Vom Grundansatz her wird ein Opt-In im Datenschutz gefordert. ISOC. Wirtschaft und Netzgemeinde: Internet-Innovationen fördern durch verstärktes internationales Engagement und Orientierung an globalen informationsethischen Ansätzen. Mehrheitlich wird dem Staat jedenfalls die Aufgabe Privatsphäre der Staat oder jeder Bürger selbst verantwortlich 10 11 . sich globalen Initiativen wie der Global Network Initiative anzuschließen und sich freiwillig an allgemein akzeptierte Regelungen zu halten bzw. Arbeit­ nehmern eher mehr oder eher weniger Autonomie Staat für einen effektiven Schutz persönlicher Daten verant- Ministe­ r ien und der Politik. Inter­ net verfügbar sein sollten. ob im öffentlichen Raum gesammelte personenbezogene Daten im lichkeit anonymer Internetnutzung hat. ohne dass bislang ein gesellschaftlicher Konsens dazu gefunden sei. um Interoperabilität aber auch die Bürger zu ermöglichen. In diesem Themengebiet wurden die Fragen behandelt. Jedenfalls das systewird konstatiert.

Zum Arbeitnehmerdatenschutz werden daher nicht nur spar­ samkeit auch zum Grundsatz des eigenen Handelns • In Unternehmen und staatlichen Einrichtungen sollte radikale Transparenz gelebt werden über Sinn. die sich geänderten Gegebenheiten anpassen lassen. • Klare und konsistente Regeln. angemahnt sowie eine grundsätzliche Einbe­ ziehung der • Online-Identitätsmanagement und die damit verbundene Freiheit in möglichst vielen Online-Aktivitäten anonym genommen und Experten sollten gemeinsam mit Politikern an der Schaffung entsprechender Infrastrukturen arbeiten.Zusammenfassung der Ergebnisse zugewiesen. einen funktionierenden Regelungsrahmen zu schaffen. Zweck und Ausmaß von Datenerhebungsprojekten. Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Anbieter von Online-Services sollten datenschutzfreund­ liche • Der Staat sollte mit gutem Vorbild voran gehen und Daten­ machen. sollten von den Akteuren gemein­ sam formuliert und in einer modernen Kombination aus Wie in der analogen Welt auch. zumindest soweit es um selbständig Arbeitende durch die Befragten überwiegend ein positiver Effekt zugegeht.und überbetriebliche Aufgabe. Hinsichtlich abhängig Beschäftigter werden auch klar die Risiken von Dauerüberwachung und -kontrolle aufgezeigt. Handlung eindeutig einer Person zurechenbar zu sein. wie sich internetbasierte Innovationen auf den gemeinsamen Erfolg von Arbeitgebern und Arbeitnehmern auswirken. Arbeitnehmerdatenschutz als inner. Ein gesellschaftlicher Konsens zur schwierigen ­ den Dienst von Sicherheit und Rechtsdurchsetzung gestellt Balance zwischen Zurechenbarkeit und Anonymität im Internet ist noch nicht erreicht. Zahlreiche Teilnehmer von Umfrage und anschließender Diskussion zählen darüber hinaus auch Angebote zur Befähigung der Bürger zu mehr Eigenverantwortung zu den staatlichen Aufgaben. Aufgrund der enormen Auswirkungen dieser Balance für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaftsordnung müssen alle Entscheidungsträger sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein und im Zweifel einen Verlust von Kontrolle hinnehmen lernen. Und nicht alles. darf unbesehen in werden. sondern auch als Aufgabe inter- Bezogen auf die Arbeitswelt wird Internet-Innovationen schrieben. braucht im Internet nicht jede­ 12 13 . Regelungsbedarf auf Grundlage kontinuierlicher Selbstkontrolle und ein Ordnungsrahmen. Nutzung internetbasierter Innovationen in der Arbeitswelt als Frage der Unternehmenskultur. teilnehmen zu können. Transparenz. Datensparsamkeit. Hierzu wird aber auch die Erwartung geäußert. Aufklärung und Wahrung von Anonymität als Bestandteile eines zeitgemäßen Umgangs mit Daten. wird als Grundprinzip wahr­ Die anonyme Nutzbarkeit des Internets wird von der über­ wäl­ tigenden Mehrheit der Umfrageteilnehmer als unverzicht­ bares und schützenswertes Grundprinzip des Netzes verstanden. Letztlich sei es daher auch eine Frage der Unternehmenskultur. Vorkonfigurationen und transparente Aufklärung anbieten. was technisch möglich ist. sondern auch innerbetriebliche Vereinbarungen Arbeitnehmerschaft in damit verbundene Abläufe. da motivierte und leistungsfähige Arbeitnehmer solche Unternehmen verlassen. gesetzliche. wird nicht nur als nationale. dass eine übermäßige Kontrolle sich für die betroffenen Unternehmen wirtschaftlich nachteilig auswirken werde. der zeitgemäß die Entwicklung (-sdynamik) digitaler Innovationen berücksichtigt. Die Sanktionierung von Verstößen nationaler Zusammenarbeit angesehen.

Zumindest wenn es um die Aneignung und nach tendenziell eher die bereits bestehenden Unterschiede. • Die Politik wird nicht immer im Einzelfall entscheiden können. ob es Bedarf für betriebliche Vereinbarungen zum Arbeitnehmerdatenschutz gibt. den positiven Effekten des Internets profitieren als bildungsfernere Netznutzer. ob das Internet und seine Innovationen durch vereinfachten Zugang zu Wissen für weniger oder für mehr Chancengleichheit sorgen. Zu diesem Themengebiet wurde gefragt. netbasierter Innovationen mit einbeziehen. durch das Internet die Demokratie gestärkt oder eher eine Innovative Unternehmenskultur: Mehr Mitarbeiterbeteiligung bei der Einführung digitaler Innovationen. die zunehmend über das Netz ablaufen.Zusammenfassung der Ergebnisse Themengebiet Medienkompetenz und Demokratie kontinuierlicher Selbstkontrolle innerhalb eines gesetzlichen Ordnungs­ rahmens münden. Wer Onlinedienste anbietet. Mit Blick auf die umfassende Chancengleichheit in der Wissensgesellschaft wird durchgehend darauf hingewiesen. dass das Internet durch die Fülle an Informationen einen Lernprozess hin zu reflektierter Prüfung von Informationen anstoßen kann. gen. Missbrauch ihrer Daten zu reagieren (Sanktionsmöglich- Zwar wird von den meisten angenommen. Ein solches Regelwerk sollte Bestehendes erweitern und gesellschaftlichen wie technologischen Veränderungen dabei angemessen Rechnung tra• In jedem Unternehmen sollte geprüft werden. • Unternehmen sollten im Sinne einer innovativen Unternehmenskultur ihre Arbeitnehmer in Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen zur verbesserten Nutzung inter• Es sollte gelten: Im Zweifelsfall pro Privatsphäre. vergrößert das Internet dem- innerhalb dessen ein Grundschutz für Bürger gewährleistet ist und Bürgern die Werkzeuge an die Hand geben. und ob Zersplitterung der Gesellschaft bewirkt wird. als Nutzer durch unerwartete Veröffentlichung von Daten zu überraschen und potenziell in Gefahr zu bringen. Verarbeitung von Wissen geht. Dieser Effekt wird nur eine Minderheit sieht durch Einstiegshürden eine Vergrövor allem in Bezug auf Teilhabe an gesellschaftlichen und sozialen Prozessen gesehen. wo dies erforderlich erscheint. auf keiten etc). Sie sollte daher einen Rahmen schaffen. wie der oder die Betref­ fende generell im Leben mit Information umgeht. sollte im Zweifelsfall eher zugunsten ­ A nonymität und Datenschutz votieren. ob es zu Fördert oder schadet der vereinfachte Zugang zu Infor­ mationen durch das Internet der Chancengleichheit in der Wissensgesellschaft? einem kritischeren Umgang mit Informationen führt oder im Gegenteil zu einer manipulierbareren Gesellschaft. für mehr Chancengleichheit in der Gesellschaft zu sorgen. wie Anonymität und Datenschutz gewährleistet ­ werden können. Von den meisten Teilnehmern der Umfrage wird dem Internet und internetbasierten Innovationen die Eigenschaft zugeschrie­ ben. dass die ohnehin besser Ausgebildeten auch ungleich mehr von »Digitale Spaltung«: Menschen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen profitieren in unterschiedlichen Maßen von internetbasierten Innovationen. Ein medien­ kompetenter Mensch werde im Netz eher noch kritischer und 14 15 . Für entscheidender wird aber erachtet. ßerung des sogenannten »Digital Divide«.

die ihre Ziele verfehlt haben oder nicht errei• Die Institutionen aller drei Regierungsgewalten sollten ihre Anstrengungen zur Zugänglichmachung öffentlicher Informationen verstärken. • Alle Bildungseinrichtungen sollten stufenweise zur umfassenden Einbindung des Internet in den Unterricht verpflichtet werden. Das wird vor allem auf Schwachpunkte der • Das demokratiefördernde Potenzial des Internets ist eng mit der Garantie der Meinungsfreiheit verbunden. Fortbildungseinrichtungen für Erwachsene • Speziell Fast einstimmig wird dem Internet das Potenzial für eine (Beschäf­ tigte. muss in den Warenkorb zur Berechnung der ALG-II-Sätze auch der Zugang zum Internet einbezogen werden. so das Ergebnis der qualitativen Anmerkungen und der anschließenden Diskussion. Massen­ medien in ihrer Rolle als einer Kontroll­ instanz der • Im Bereich ePartizipation und eGovernment gilt es Inno­ vationen in Pilotversuchen zu erproben und erfolgreiche Lösungen zu verbreiten. Netzes ausge­ glichen werde. mitt­ lung von Medienkompetenz. Hier wird in erster Linie ein gewisses Versagen der ternde Wirkung. sich im Internet dagegen nicht genauso fortsetzten. Verglichen mit den schaft durch das Internet allerdings für geringer gehalten. manipulierbarer. Dazu gehört jedoch auch. das durch Kommunikationsformen des Digitale Kommunikationsformen: Politische Partizipation wird für die Bürger leichter. Es wird aller­ dings auch nicht übersehen.Zusammenfassung der Ergebnisse Daraus abgeleitete Empfehlungen: reflektierter. Handeln potenziell einfacher zu überwachen ist. Zudem überwinde das Internet viele faktische und organisatorische Hürden. daher sollte eine anonyme Nutzung des Internet ermöglicht ­ werden. Versuche chen können. Stärkung der Demokratie zugeschrieben und keine zersplitdemokratischen Gesellschaftsordnung zurückgeführt. Sowohl der Stand vorhandener Medienkompetenz als auch darauf bezogene Bildungsangebote werden innerhalb Deutschlands als ungleichmäßig wahrgenommen. 16 17 . klassischen Medien wird die Manipulier­ barkeit der Gesell- weil es Möglichkeiten zur Interaktion statt reinen Medienkonsum bietet. ein ohnehin Leichtgläubiger dagegen noch • Förderung von informellen Bildungsprozessen für die Ver­ • Bereitstellung von mandantenfähigen Online-Beteiligungsplattformen um eDemocracy und eParticipation weiter zu stärken. dass internetgestütztes politisches zu beenden. die ein Engagement der Bürger in einer Parteiendemokratie oft behindern. die Nutzbarkeit des Netzes für den Einzelnen stark mit dem Bildungsstand korreliert und das Funktionieren einer Demokratie von weitaus mehr Faktoren als der Kommunikation abhängig ist. die in der Offline-Welt bestünden. • Um eGovernment und die Demokratie fördernden Potenziale des Internet zu verwirklichen. Demokratie gesehen. Senioren und Nicht-Erwerbstätige im jewei­ ligen sozialen Umfeld) sollten zielgruppenorientierte Kurse zur Nutzung neuer Medien anbieten.

und allgemein höchste Transparenz bei der Gesetzgebung Einbeziehung von Sachverständigen. dass andere rechtliche Faktoren in den Hintergrund treten. ob der bestehende Rechtsrahmen allgemein innovationsfreundlich geistigen Eigentum verhält. Es entsprechenden Gesetze weit vor Entstehung des Internets derten Bedingungen angepasst werden müssen. vor allem alther gebrachte Geschäftsmodelle zu schützen. etwa über das Internet.und Patentrecht überdenken. wird statt einer Reform vielfach ein von Grund auf neu Diskussion wurde deutlich. dass ein grund- 19 . Daraus abgeleitete Empfehlungen: Neufassung des Urheberrechts. Die Beurteilung der Innovationsfreundlichkeit des Rechtsrahmens wurde dann vor allem am Urheber. ­ ist und wie sich dies speziell mit Blick auf die Regelungen zum bestehende Regelwerk steht jedoch im Ruf. wurde immer wieder darauf verwiesen. B. dass die Wurzeln der lagen. zugunsten aller Interessierten sowie stärker strukturierte • Förderung der akademischen und politischen Diskussion über Vor. zugunsten der Verwertungsindustrie und zulasten von Urhebern und Internetnutzern. Befragten und Mitdis­ k utanten darauf hin. Zugleich weisen die meisten sätzlicher Schutz geistiger Leistungen sehr wichtig ist. dass Innovationskraft und Rechts- Rund zwei Drittel der Befragten halten eine Veränderung des nen im Internet im gewünschten Umfang zu ermöglichen. vielfach nicht mehr zeitgemäß sind und an die verän- • Vereinfachung der Gesetzgebungsverfahren (Ergebnissoffene Prüfung ob eine Art gesetzlich anerkannter Beta-Phase gen könnte oder ihre Nachteile überwiegen) für neue Dienste oder Geschäftsmodelle hier Vorteile brin• Bessere Beteiligungsmöglichkeiten. Dementsprechend geschriebenes Urheberrechtsgesetz verlangt. um eine bessere Berücksichtigung der durch das Internet veränderten Rolle der Werknutzer zu erreichen. obwohl dieses Rechtsgebiet keineswegs das einzige ist. Das 18 • Alle mit öffentlichen Mitteln entstandenen Werke und Daten sollten von Beginn an gemeinfrei sein. bestehenden Rechtsrahmens für erforderlich um Innovatio- Risiko­­ bereitschaft und Verfügbarkeit von Investitionsmitteln als entscheidender für Innovationskraft an. von dem immaterielle Güter erfasst werden. Sie werden als derart zentral für Innovationen im Internet ange­ sehen.und Nachteile zusätzlicher Pauschalsysteme (z. Nur wenige Befragte sehen andere Faktoren wie allgemeine Urheber. Befragt nach den Regelungen zum geistigen Eigentum fokus­ sierten sich die Ergebnisse noch weiter auf das Urheberrecht. Kulturflatrate) oder Urheberrechtsschranken.Zusammenfassung der Ergebnisse Themengebiet Rechtsrahmen und geistiges Eigentum In diesem Gebiet waren die Fragen zusammengefasst. In der weiteren sicherheit sich oftmals gegenseitig ausschließen. Im Urheberrecht wird vielfach ein Mangel an Ausgewogenheit diagnostiziert.und Patentrecht festgemacht.

Jeder Abschnitt schließt dann mit einer erweiterten Reihe von HandlungsPolitik. Frage: Besteht das Internet aus verschiedenen nationalen und kulturellen Räumen. Gesellschaft.Detaillierte Auswertung Die folgende detaillierte Auswertung der Umfrage und der Internet Governance I anschließend mit Politik und Verwaltung geführten Diskussionen orientiert sich an den elf in der Umfrage enthaltenen Fraquantita­ t i­ ver Verteilung genannt. wie es sich nach Rückund Teilnehmer des Diskussionsabends dargestellt hat. Das Internet ist ein globaler Raum und bedarf und technischen Regelsystems. empfehlungen für unterschiedliche Entscheidungsträger in deshalb eines übergreifenden sozialen. Verwaltung und Wirtschaft. Es folgt eine Zusammenfas­ lauf der Umfrage und Befassung durch die Teilnehmerinnen Danach werden Zitate aus den qualitativen Anmerkungen präsentiert. die jeweils eigene soziale Hauptargumente stehen oder anderweitig durch den Expertenkreis als interessant eingestuft wurden. rechtlichen und technischen Regelsystems (76 %)  ? n = 491 1. Zunächst wird das jeweilige Thesenpaar mit zugehöriger sung des jeweiligen Meinungsbildes. rechtlichen 20 21 . Das Internet besteht aus verschiedenen nationalen und rechtliche Regel­ systeme benötigen. und kulturellen Räumen. die jeweils eigene soziale und rechtliche Regelsysteme benötigen (24 %). oder ist es ein globaler Raum und bedarf deshalb eines übergreifenden sozialen. 2. die entweder besonders typisch für vorgebrachte gen.

Eine verbindliche. “ Falk Lüke.und Normen sind auf Grund der kulturellen Diversivität nur schwer durchsetzbar. durch die Antworten. obwohl sich viele eine globale »Grundharmonisierung« wünschen. ein guter Ansatz. “ Mark Czogalla. Zivilgesellschaft und Unternehmen gemeinsam beraten. “ Till Kreutzer. Als Beispiel für ein unterstützenswertes bereits existierendes System globaler Harmonisierung wird z. Creative Commons genannt. ist tätig beim Verbraucherzentrale Bundesverband diese auf einen »kleinsten gemeinsamen Nenner« beschränken würde. fast Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen keine der Antworten bezieht klar Stellung pro nationaler oder pro globaler Regelung. Hier ist das Multi-StakeholderPrinzip. bei dem Regierungen. die sowohl technischer als auch ethischer Natur sein sollten. Datenschutz. aber auch soziale Mindeststandards gibt. ist Gründungsredakteur von iRights. Damit einher geht in den Antworten immer auch die Erkenntnis. da sich Internationale Anschlussfähigkeit oder Harmonisierung von Regelungssystemen. ethische Regeln. Das Internet als interdependenter Raum ist nicht national regelbar. ist tätig für das Karlsruher Institut für Technologie „ Eine Vereinheitlichung von technischen Standards kann auch regulatorische Vereinheitlichung bewirken (Code is Law).info 22 23 .Internet Governance I Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Diese Frage wird in den Aussagen sehr ausdifferenziert. bei der kulturelle Besonderheiten berücksichtigt werden. »harte« globale Regelung ist nach Ansicht der Befragten jedenfalls nicht erstrebenswert. Ein Nebeneinander von verschiedenen Regeln und Regelungsebenen wird überwiegend positiv und / oder als einzig realistisch angesehen. dass Verstöße gegen einheitliche globale Regeln nur schwerlich sanktio­ nierbar sind. „ Wichtig ist. Dennoch zieht sich der Wunsch nach »Anschlussfähigkeit« und globalen Grundregeln. Regeln des Urheberrechts und seiner Verwendung (Lizenzen). Extremmeinungen gehen in Richtung »so wenig Regulierung wie möglich«. ohne dass es Effekte auf den Rest des Netzes geben würde. „ [Das] Regelungssystem [muss] partizipatorisch entstehen und durch die Bevölkerung legitimiert sein. B.und Handelsregeln. tätig bei Aktion Mensch „ Globale Werte. “ Robert Hauser. Konkret wurden dennoch folgende Felder mit Regelungsbedarf identifiziert: Technische Regeln. dass es im Sinne der Mindestharmonisierung bestimmte rechtliche und technische. unabhängig von der Ebene.

• Gesetzgeber sollten stets evaluieren. sind Verhand­ lungssysteme. scheinen. RIPE. Abkommen und Zertifikate geben Unternehmen und Staaten die Möglichkeit. IETF. und des UN Internet • Zivilgesellschaft. Je mehr Nutzer diesen Regeln vertrauen. Unilaterale Regelwerke sind nicht adäquat. etc. Diese Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Alle Stakeholder. Die Bedeutung der Regeln wird sich durch die Nutzung entwickeln. Politik und Netzgemeinde sollten bei der onsethische Aspekte in den Mittelpunkt stellen. sich ihnen anschließen oder darin ein Qualitätsmerkmal erkennen. beschreibt ein Nebeneinander verschiedener globaler Regelsysteme für verschiedene Handlungsfelder. »Charter on Human Rights and Principles on the Internet« Gütesiegel sind dann Ausdruck einer bestimmten Handlungs­ qualität und vermitteln Vertrauen. umso wichtiger wird das entspreinterdependent. das den Austausch von Daten zwischen • Die Unternehmen sind aufgerufen. W3C. Für eine globale ethische Grundlage könnte die in Arbeit befindliche die Ausgangsbasis sein. sie in den eigenen Prozessen zu 24 25 . (Internet-)Netzwerke sind immer interaktiv. sich ihnen anzuschließen. Wichtig ist dabei immer. sollten sich mehr in Arbeitsgruppen der international tätigen Internet-Organisationen ICANN. aber speziell deutsche Experten in Ministerien und der Politik. sich globalen Initiativen anzuschließen und sich freiwillig an allgemein akzeptierte beachten. welche bereits bestehenden globalen Ansätze politisch unterstützenswert men wie das Safe Harbour Abkommen zwischen der EU diesen Gebieten regelt. die in der Gruppe formuliert wurde. Gütesiegel. chende Regelsystem. ISOC. alle Regeln als Erörterung von Fragen der Internet Governance informati- • Die Judikative sollte international anerkannte Regelsysteme wie Creative Commons in der deutschen Rechtsprechung zur Anwendung bringen.Internet Governance I Quintessenz Die Vision für die Zukunft. Governance Forum einbringen. und dabei vor allem auf transnationale Abkom­ und USA setzen. Regelungen zu halten bzw. Vision einer Kœxistenz von handlungsfeldspezifischen Regeln weltweit. interaktiv zwischen den Systemen aufzustellen.

2. Vorgeschlagen wurde auch. Hierbei wurden natürlich auch Schwierigkeiten gesehen (Rechtsstaatsprinzip. Eine Minderheit der Experten. Für Internet-Innovationen gibt es innerhalb der geltenden Gesetze ausreichend Raum. Dennoch müssten Einzelne oder die Netzgemeinde als Ganzes ihren Sachverstand in die Gesetzgebung einbringen können. wennAuffassung. Diese Befragten wiesen darauf hin. Bestehende Gesetze müssen verändert werden. vertritt hingegen die die Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft eher durch ihre Kultur und die Verfügbarkeit von Kapital bestimmt sei. 26 27 . 1. Insgesamt gehe es um eine Versachlichung der Debatte. um Innovationen zu Neuregelung des geltenden Rechts und Versachlichung der Debatte.Internet Governance II Internet Governance II Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Gibt es innerhalb der geltenden Gesetze ausreichend Raum für InternetInnovationen (32.9 %)  ? n = 496 Bezüglich dieser zweiten Frage vertritt eine Mehrzahl der Experten die Meinung. dass eine Anpassung bzw. Neuregeermöglichen und ihnen gerecht zu werden. gleich ihre Anzahl nicht unerheblich ist. In diesem Zusammenhang werden immer wieder das Urheberrecht und das Patentrecht genannt. um Internet-Innovationen möglich zu machen. Gleichheit vor dem Gesetz). so dass neue Dienste erst einmal ausprobiert werden können unter der Prämisse. dass das geltende Recht – so es entgegenstünde – zunächst nicht angewandt wird. Durchgehend wurde mehr Sachverstand angemahnt. Zwar seien im neuen Bundestag deutlich mehr Akteure mit Internetaffinät als früher zu finden.1 %) oder müssen Gesetze verändert werden (67. dass bestehende Gesetze ausreichen und Änderungen nicht notwendig seien. dass Gesetze keine Innovationen schaffen würden und lung der Gesetzeslage erforderlich ist. für das Recht eine sogenannte BetaPhase zuzulassen. »Probephasen« für innovative digitale Dienste.

Diese Rechte sollten eingehend auf ihre Zweck­ mässigkeit und Tauglichkeit überprüft und ggf. “ Wolf Ludwig. tätig als Vorsitzender der ICANN European At-Large Organisation (EURALO) „ Ich sehe hier eher die fehlende Riskokultur. tätig als Leiter Social Media für die 1&1 Internet AG 28 29 . den veränderten Realitäten angepasst werden. und zwar unter Einbeziehung der Interessen und Bedürfnisse aller. die Gesetzgeber sollten sich genau überlegen. in der zur Nutzbar­ machung der Werke große Vorleistungen nötig waren. sondern scheint in vielerlei Hinsicht auch zu versuchen. Dies kann dadurch erreicht werden. tätig für eine deutsche Fachhochschule „ Bestehende Gesetze und Regelungen orientieren sich noch zu stark an Old Media (one-to-many) und der Offline-World und berücksichtigen noch nicht hinreichend die Besonderheiten von New Media (many-tomany) und des digitalen Zeitalters. dass Innovationen häufig evolutionär sind und gelegentlich disruptiv. Insbesondere muss ein Wettbewerb zwischen Verwertern um die Urheber Standard sein. und ob an diesen Stellen statt Reparaturen an vorhandenen Gesetzen nicht eine »Green-Meadow-Planung« mehr Sinn machen würde.Internet Governance II Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen „ Die Schutzrechte zur Förderung kreativer Leistungen entstammen einer Umgebung. “ Anonym „ Im Urheberrecht müssen die Urheber gegenüber den Verwertern besser gestellt werden. “ Andreas Maurer. “ Heinrich Gunther. fast schon altbackenen Geschäftsmodellen das Überleben zu sichern. wo überhaupt Regelungsbedarf besteht. nicht nur derer mit den unmittelbarsten und vorrangig wirtschaftlichen Interessen. “ Til Börner. Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung und die zu gering ausgeprägte Innovationskultur und Befähigung zum Unternehmertum in den Universitäten als die Hauptprobleme. ist Student „ Die Gesellschaft und der bzw. “ Klaus Seidl „ Ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Die bestehende Gesetzeslage unterstützt die disruptive Technik des Internet nicht nur nicht. dass Exklusiverträge eines Urhebers mit einem einzelnen Verwerter ausgeschlossen werden.

bzw. In Kombi­ (siehe Long Tail. Zum einen Gesetze geändert werden sollten. bzw. um InternetInnovationen voranzutreiben? könnte das Umfrageergebnis so verstanden werden. etc.Internet Governance II Quintessenz Bei der Frage. • Bessere Beteiligungsmöglichkeiten. Gruppen und Unternehmen zu ermöglichen bzw. dass • Innerhalb der Zivilgesellschaft sollte man die Debatte um Kreativität und Regulierung weniger ideologisch führen und polemische Grabenkämpfe meiden. eigene Innovationen voranzutreiben. um es Menschen. Recht zur Verant- Die andere Interpretationsmöglichkeit zielt auf die Frage ab. Durch das • Vereinfachung der Gesetzgebungsverfahren (evtl. Hierbei könnte es vor allem um eine Vereinfachung des Gewerberechts. rechtliche Probleme zu benennen. des dem Internet zugrunde­ wortlichkeit für Inhalte Dritter). dern. Interpretationsspielraum: Welche Gesetzesänderungen sind nötig. hinsichtlich Start-Ups. zugunsten einer Art Beta-Phase für neue Dienste oder Geschäftsmodelle). und allgemein höchste Transparenz bei der Gesetzgebung Einbeziehung von einzelnen Sachverständigen. geben. und internationaler Internet-Kriminalität engangieren. zeigten sich zwei Interpretationsmöglichkeiten. den Prozess der Gesetzgebung eingegangen. strukturierte nation mit einer Demokratisierung der Produktionsmittel 30 31 . Hier wurde insbesondere auf facher und Bürger. und so Gesetzesänderungen anzustoßen.) bildet sich so im Idealfall eine Spirale von Innovation und Entrepreneurship. die Innovationen verhin- ob Recht und Gesetze insgesamt überhaupt in der Lage sein können. zugunsten aller Interessierten sowie stärkere. Internet-naher erfolgen. etwa über das Internet. (»Start-Ups«). einen Anreiz zu Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Die Unternehmen sollten offener über rechtliche Konflikte bei nationalen Gesetzgebungen mit verschiedenen Akteuren debattieren und Lösungsverfahren gemeinsam erarbeiten. etwa • Vereinfachung des Rechtsrahmens für Neugründungen • Der Staat sollte sich stärker bei der Verfolgung nationaler • Schaffung einer Möglichkeit für einzelne Bürger    /  Gruppen. liegenden Rechts gehen (Vertragsrecht. Er müsse ein­ Netz wird Wissen allgemein breiter zugänglich. Innovationen zu erfassen und technischen Fortschritt zeitnah adäquat zu begleiten. um Internet-Innovationen zu ermöglichen. inwieweit bestehende Gesetze verändert werden müssten.

dass das Vertrauen des Unternehmens in den Arbeitnehmer eine Voraussetzung für Autonomie. Internetbasierte Innovationen machen Arbeitnehmer und Auftraggeber. Zudem wird häufig darauf hingewiesen.4 %) oder machen sie Arbeitnehmer zunehmend zum Objekt von Kontrolle durch Arbeitgeber und Auftraggeber (26. In verschiedenen Beiträgen wird ein besserer Datenschutz für Arbeitnehmer gefordert – sowohl gesetzlich als auch in Form betrieblicher Vereinbarungen.6 %)  ? n = 474 In manchen Beiträgen wird deutlich gemacht.und Selbstbestimmungszuwächse durch internetbasierte Innovationen und für kreatives Arbeiten allgemein ist. dass auch selbfen sind. Auffallend ist. Internetbasierte Innovationen ermöglichen Arbeitnehmern mehr Autonomie und Selbstbestimmung. von Vorteil sei. wie sich internet­ Aussagen wird deutlich. Mehrfach wird betont. Jedoch bezieht sich die überwältigende Mehrheit der internetbasierter Innovationen zu Objekten der Kontrolle ständige Auftragnehmer von technikbasierter Kontrolle betrof­ Beispiele auf abhängig Beschäftigte. also gerade auch für das Unternehmen. dass es sich bei den Nutzen internetbasierter Innovationen in der Arbeitswelt als Frage der Unternehmenskultur. dass die auf Vertrauen basierende Nutzung von Innovationen für beide Seiten. In vielen 2. die durch internetbasierte Innovatio- zuneh­ mend zum Objekt von Kontrolle durch Arbeitgeber Unternehmenskultur entscheidend dafür sei. dass die jeweilige basierte Innovationen im Arbeitsumfeld auswirken. Arbeitnehmer handelt. 1. 32 33 . die durch den Einsatz ihrer Arbeitgeber werden. positiven Beispielen um Selbständige oder hochqualifizierte nen mehr Autonomie und Selbstbestimmung erlangen.Innovation im Arbeitsumfeld Innovation im Arbeitsumfeld Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Ermöglichen internetbasierte Innovationen Arbeitnehmern mehr Autonomie und Selbstbestimmung (73.

 “ Maritta Strasser. tätig als Dipl. “ Jochen Kilian. wird man Leistungsträger und Kreative zunehmend weniger finden. dass er durch ethisch verantwort­ liches Handeln der Arbeitgeber und Auftraggeber geschützt wird.Innovation im Arbeitsumfeld Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen „ Tatsache ist. tätig für den Bayerischen Jugendring im Büro der Präsidentin „ Klar ist. tätig für den Verband der deutschen Internetwirtschaft e. nicht ausreichend qualifiziert ist. “ Thomas Rössler. der wird mehr Autonomie und Selbstbestimmung erreichen und sich im Notfall auch nicht zum Objekt von Kontrolle machen lassen. “ Soeren Stamer. haben sie es letztlich auch getan. “ Bastian Dietz. “ Henning Krieg. desto größer sind die Wettbewerbsvorteile durch zunehmende Autonomie und -nachteile durch übermäßige Kontrolle. dass für eine wachsende Zahl von Beschäftigten das Dogma der ständigen Erreichbarkeit zu einer Belastung wird. (eco) 34 35 . der über die entsprechende Bildung und Qualifikation verfügt. In der »durchschnittlichen Betriebskultur« in Deutschland scheint dies jedoch nicht gewünscht zu sein. und deshalb sehe ich eher wachsende Begehrlichkeiten nach möglichst umfassender Kontrolle im betrieblichen Produktionsprozess. auch wenn webbasierte Lösungen hier vieles vereinfachen. Kulturpädagoge und IT-Koordinator „ Zwar kann durch Heimarbeit und wirklich flexible Arbeitszeiten ein immenses Maß an Unabhängigkeit für die abhängig Beschäftigten entstehen. dass neue Technologien Arbeitnehmer und Auftragnehmer stärker überwachbar machen. tätig für das World Wide Web Consortium (W3C) „ Ein Mitarbeiter. in denen Arbeitnehmer zum Objekt von engmaschiger Kontrolle gemacht werden. hat dann keine Wahl und muss sich darauf verlassen können. Gründer der CoreMedia AG „ Dort wo Arbeitgeber und Auftraggeber bisher schon kontrollieren wollten. “ Anonym „ Je mehr ein Unternehmen unter Anpassungsdruck steht und auf Kreativität der Mitarbeiter angewiesen ist. V. Wer aber aus einer schwachen Position heraus agiert. Dafür tragen alle Verantwortung. weil er bspw. tätig als Rechtsanwalt „ In Umgebungen.

allem hinsichtlich eines flexibleren. ob Bedarf für mehr Arbeitnehmerdatenschutz besteht. dass durchaus eine erhebli­ che und zum Teil bereits erfahrungsbasierte Risikowahrnehmung in Bezug auf netzbasierte Überwachungs. bestehende Regelsysteme daraufhin zu prüfen. dass der Optimismus häufig prinzipi­ • Bei der schulischen und sonstigen Medienkompetenzausbildung ist noch stärker darauf zu achten welche Daten und lich sind. Zwar ­ werden die individuellen Chancen durch internetbasierte Innovationen (vor Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Sowohl Politik als auch Rechtsprechung sind aufgerufen. ob es Bedarf schutz gibt. sondern auch in der durch (vermutlich durchgängig internetaffine) Männer unter 40 Jahren dominierten eller Natur ist. Nicht nur in der Gruppendiskussion.und Kon­ trollmöglichkeiten im Arbeitsumfeld besteht. autonomeren und erfolgrei­ für betriebliche Vereinbarungen zum Arbeitnehmerdaten- cheren Arbeitslebens) vielfach betont. während die bestehenden Bedenken nicht selten an konkreten aktuellen Entwicklungen festgemacht werden. Risikowahrnehmung bezüglich netzbasierter Überwachungsund Kontrollmöglichkeiten im Arbeitsumfeld durch Arbeitgeber. Umfrage zeigte sich aber. • In jedem Unternehmen sollte geprüft werden. selbsterstellte Inhalte öffentlich oder semi-öffentlich zugäng­ • Unternehmen sollten im Sinne einer innovativen Unternehmenskultur ihre Arbeitnehmer in Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen zur verbesserten Nutzung internetbasierter Innovationen mit einbeziehen. 36 37 .Innovation im Arbeitsumfeld Quintessenz Die Gruppendiskussion hat gezeigt.

dass es eine Chancenungleichheit in der Informationsgesellschaft gibt. 2. dass sich die Spaltung im Zeitverlauf schließt. Das Internet vergrößert Chancenunterschiede in der Gesellschaft. Ressourcen. die als digitale Spaltung Chancengleichheit in der Wissensgesellschaft: Staatliche Aufgaben und Medienkompetenz der Bürger und Nutzer. im Vorteil gegenüber denjenigen. da diese insbesondere in ländlichen Regionen nicht gegeben ist. die es zu nut- sehr wenige Bevölkerungsteile eine Frage der finanziellen lichen Breitbandinfrastruktur mehr in den Blickpunkt gerückt. die es nicht beherrschen. da es den Zugang zu Wissen vereinfacht. Das Internet schafft Chancengleichheit in der Gesellschaft. Damit sind diejenigen. sich Wissen mittels des Internets zu erschließen. Die Aussagen zur Spaltung wird verstanden als Ausdruck fehlenden Zugangs zur Technik und als Ausdruck fehlender Fähigkeiten. Heute ist der technische Zugang nur noch für jenigen mit Zugang und Fähigkeiten zur Nutzung und Prozessen unterstützt. dass das Internet als Medium die Aneignung von Wissen und die Teilhabe an demokratischen zen verstehen. bekannt ist und dass für deren Minimierung alle gesellschaftlichen Kräfte zusammenwirken müssen. abkoppeln. da Einstiegshürden (Bildung.Medienkompetenz und Digital Divide Medienkompetenz und Digital Divide Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Schafft das Internet durch vereinfachten Zugang zu Wissen Chancengleichheit in der Gesellschaft (81. da zunehmend größere Teile der Bevölkerung sowohl über Zugang als auch über die benötigten Fähigkeiten zur Internetnutzung ver­ f ügen. Technik. stattdessen ist die Verfügbarkeit der erforder­ 38 39 . Diese Sichtweise Umfrage zeigen dennoch ein ambivalentes Bild: Digitale 1. Von einer zweiten Gruppe wird Digitale Spaltung Kosten) zahlreiche Menschen vom Zugang zu Wissen verstanden als der sich vergrößernde Abstand zwischen dendenjeni­ gen ohne diese Möglichkeiten.7 %) oder vergrößert es Chancenunterschiede durch Einstiegshürden. Diese eher dynamische Sichtweise berücksichtigt.3 %)  ? n = 491 Die Befragten betonen. auf die Digitale Spaltung geht meist mit der Erwartung einher. die zahlreiche Menschen vom Zugang zu Wissen abkoppeln (18.

dass es prinzipiell einfacher geworden ist. der politisch Interessierten oder der sozial engagierten Menschen alleine durch die Existenz des Internets nicht vergrößert hat. “ Fabian Pack „ Arme Entwicklungsländer sollten unterstützt werden. “ Till Kreutzer. je mehr Informationen den »information-haves« zur Verfügung stehen. Anstelle der schulischen Wissensvermittlung muss die Vermittlung von Zugangskompetenzen zu verfügbarem Wissen treten. ist tätig als Account Manager bei der LABELIUM Internetberatung „ Zugang zu Wissensbeständen. sich politisch zu beteiligen oder sich für soziale Belange zu organisieren. ist Student „ Ein Informationsgefälle wirkt sich für die »information-have-nots« umso gravierender aus. womit den unteren Schichten im Internet ein völlig neuer Anfang geboten wäre. aus welcher Schicht der Gesellschaft ein Teilnehmer stammt. bleibt doch die Tatsache. “ Andreas Schnapp. ist neben der neuen globalen Kommunikation eine der grundlegenden Errungenschaften des Internets.Medienkompetenz und Digital Divide Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen „ Medienkompetenz ist im 21. “ Bernd Beckert. aus ihrem Elend zu entkommen. Jahrhundert der Schlüssel zur Bildung. dass sich die Zahl der Neugierigen. sich zu informieren. ist stellvertretender Leiter des Competence Center »Neue Technologien« am Fraunhofer-Institut für System. ist Student an der Universität Heidelberg „ Der langfristige Einfluss des Internets auf soziale Ungleichheit ist noch nicht absehbar. Bildung wird im Idealfall durch lebenslange Selbstbildung ersetzt werden. Der Zugang zu Wissen hat auf jeden Fall eine demokratisierende Wirkung. Auch wenn oft beklagt wird. um der ärmlichen Landbevölkerung Internet zu bescheren und ihnen so die Möglichkeit in die Hand geben. wie es ihn noch nie in der Geschichte der Menschheit gab.info 40 41 . so würde man nicht sehen können. “ Michael Beresin.und Innovationsforschung „ Wenn die Anonymität im Internet noch gegeben wäre. “ Sascha Wagner. konkret aber ist selbst bei gleichem Zugang zum Internet (der in unserer Gesellschaft lange nicht gegeben ist) noch lange keine gleiche Nutzungskultur gegeben. ist Gründungsredakteur von iRights.

Teilhabe Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Bereitstellung von zielgruppenspezifischen Angeboten zur • Bereitstellung von zielgruppenspezifischen Inhalten (mutter­ sprachliche Informationen für MigrantInnen. mittlung von Medienkompetenz. die über Zugang und Medienkompetenz verfügen. Diejenigen. sorgten Regionen. Nutzung und zur Vermittlung von Medienkompetenz.Medienkompetenz und Digital Divide Quintessenz Gesellschaftsgruppen übergreifende Vermittlung von Medienkompetenz gegen Tendenzen der »Digitalen Spaltung«. die in der Lage sind. die Schere öffnet sich. Die Digitale Spaltung der Gesellschaft ist nicht nur digital. ter quantitativer und qualitativer Forschung bedarf. um eDemocracy und eParticipation weiter zu stärken. das Internet für den Erwerb von Wissen zu größern. Das bietet die Chance für mehr zunehmendem Maße eine Plattform für gesellschaftliche Staat realisierte eDemocracy-Angebote ebenso wie für von • Förderung von informellen Bildungsprozessen für die Ver• Bereitstellung von mandantenfähigen Online-Beteiligungs­ plattformen. können so ihren Vorsprung vor denjenigen ver­ des Internet fehlt. denen Zugang und Medienkompetenz fehlen. verstanden als die Fähigkeit. Medienkompetenz. das sich im Zeitverlauf weiter ver­ schärft. sondern nur den 42 • Gesetzliche Festlegung des Anspruchs auf Zugang zu ALG-II-Empfänger sichergestellt sein muss. die auf internetbasierten Konsultationen beruhen. sondern vielmehr begründet in sozialen. Medien als Instrument der verfügen – nicht partizipieren. Insgesamt ist nutzen. Faktisch vergrößern sich dadurch bestehende Chancenungleichheiten. spiegeln daher nicht repräsentativ die Bevölkerungsmeinung wider. Das Internet ist in Prozesse der Teilhabe und Kollaboration. dass Teile der ­ Gesellschaft – die nicht über die erforderlichen Kompetenzen zufolge auch die Kompetenz. Medienkompetenz ist dem­ gesellschaftlichen Teilhabe nutzen zu können. Digitale Spaltung bezeichnet daher auch Unterschiede der Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen. barrierefreie Webangebote für Menschen mit Behinderungen). aber es besteht die Gefahr. gilt demzufolge als Schlüssel ­ die Digitale Spaltung ein Problem. Das gilt für vom ­ den Nutzerinnen und Nutzern geschaffene Netzwerke und Austauschplattformen. denen die Kompetenz zum Wissenserwerb mittels Teil derjenigen. der z. wirtschaftlichen. kulturellen und Bildungsunterschieden. B. sich mit Hilfe von Medien – hier insbesondere mit Hilfe des Internets – Wissen anzueignen. Meinungsbilder. sondern vielmehr eines. Computer und Internet als Grundbedarf. Diejenigen. Digitale ­ Spaltung ist demzufolge kein statisches Phänomen. das sich im Zeitverlauf weiter verschärft statt sich selbst zu lösen und daher fundieran eDemocracy-Prozessen muss als Gegenstand politischer Bildung begriffen werden. zur Überwindung der Digitalen Spaltung. auch für • Ausbau der Breitbandinfrastruktur in bisher unterver­ 43 . nehmen in der Folge in immer geringerem Umfang an Entscheidungsprozessen der Gesellschaft teil. Partizipation.

dass Ansicht der meisten Umfrageteilnehmer nicht aufgegeben vor allem die Befähigung der Bürger zu einem sicheren Umgang mit persönlichen Daten Aufgabe des Staates sei. Regulierung und Befähigung der Bürger zu eigenständigem Daten. Auch im öffentlichen Raum darf die Privatsphäre nach werden.8 %)  ? n = 494 Die Aussagen der Umfrageteilnehmer lassen sich im wesentlichen in drei Gruppen unterteilen. 2. die Privatsphäre der Bürger auch im Internet zu schützen. den Datenschutz für einzelne zu sichern und Verletzungen der Privatsphäre durch einzelne Staaten zu ­ sanktionieren. Diskussion um staatliche Verantwortung. dass es insbesondere die Aufgabe der internationalen Staatengemein- schaft ist. 1. Eine weitere Gruppe plädiert vor allem dafür.und Online-Identitätsmanagement.2 %) oder des Bürgers selbst (49. die es jedem einzelnen effektiv ermöglichen. selbstständig über seine Privatsphäre und den Zudem sind einige der Teilnehmer der Auffassung. In der größten Gruppe wird dafür plädiert. Es ist Aufgabe des Bürgers. Die Bildungsaufgabe des Staates wird in dieser Gruppe wichtiger bewertet als die gesetzliche Regulierung des Datenschutzes. 44 45 . dass der Staat gesetzliche Rahmenbe­ dingungen schaffen soll. selbstbestimmt über persönliche Daten zu verfügen. Verantwortung. Es ist die Aufgabe des Staates.Datenschutz und Privatsphäre I Datenschutz und Privatsphäre I Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Ist der Schutz der Privatsphäre im Internet eine Aufgabe des Staates (50. Die dritte und kleinste Gruppe sieht einzig den Bürger in der Schutz seiner personenbezogenen Informationen zu wachen. seine Privatsphäre im Internet zu schützen.

ist Gründer und Geschäftsführer der QUIBIQ Internet-Handels-Plattform „ Eine übermäßige Bemutterung durch den Staat kommt einer unverhältnismäßigen Überwachung gleich. B. “ Thomas Praus ist Managing Partner bei der Social Media Agentur PANORAMA 3000 46 47 . ihren Kindern das gleiche für’s Internet beizubringen. Die Bürger sind dabei aufgefordert. ihr Verständnis von Privatsphäre für sich zu definieren und ihren Vorstellungen entsprechend zu handeln.info „ Was nicht alle wissen sollen. auch entsprechend des Bedarfes schützen. dass der Bürger seine Privatpshäre im Internet schützen kann. ist eine schwierige Aufgabe. ist Freiberufler „ Das Recht darf einerseits nicht über Gebühr in die Selbstverantwortung der Bürger (soweit sie sie selbst kontrollieren können) eingreifen. aufgrund der Marktmacht der Anbieter oder anderer Faktoren – nicht mehr selbstbestimmt über die Wahrung ihrer Privatsphäre entscheiden können. “ Henning Stummer. “ Till Kreutzer. Der Staat jedoch muss die Spuren. die jeder bei der Bewegung im öffentlichen Raum hinterlässt. “ Felix Weil. ist tätig als Geschäftsführer des Berlin Institute „ Es fehlt meiner Meinung nach die oft zitierte Medienkompetenz bei den Eltern. “ Robin Meyer-Lucht.Datenschutz und Privatsphäre I Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen „ Jeder muss seine virtuelle Haustüre auch abschließen und sich aktiv schützen. die auch vom Staat gefördert werden sollten. “ Markus Fuchs. Durch die Zurverfügungstellung geeigneter Infrastrukturen hat der Staat alles notwendige getan um den Bürger auf den Schutz seiner Privatsphäre aufmerksam zu machen. das schreibt man nicht ins Internet. ist tätig als Redakteur bei ZDF / 3 Sat „ Es ist Aufgabe des Staats die Grundlagen dafür zu schaffen. Andererseits muss der Staat eingreifen. Hierbei benötigen sie häufig Unterstützung in Form von Informationen und Aufklärung über komplizierte Sachverhalte. ist Gründungsredakteur von iRights. Diese Grenze zu finden. sobald die Bürger – z. auch nicht auf vermeintlich sichere Seiten.

a. sondern als gutes Vorbild vorangehen und von einer umfangreichen Sammlung und Vernetzung personenbezogener Daten seiner Bürger absehen. Aktuell folgen viele Nutzer einem Urvertrauen keineswegs datensparsam agiert. effektiven Persönlichkeitsschutz gewährleisten zu können. Hier kann der Staat durch Medienkom­ Schutz der Privatssphäre durch Nutzer. vorhanden. usw. sondern neue und tiefgrei- tige Grundlage zum Schutz der Privatheit ist. Wer personenbezogene Daten von sich in den unterschiedlichen Sphären des Netzes veröffentSphäre – einen Anspruch auf Schutz genießen. Eine wichauch tatsächlich gewillt sind.Datenschutz und Privatsphäre I Quintessenz Ein staatlich gesetzter Schutzrahmen allein genügt nicht. Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Verbraucher müssen umfangreich über den bewussten und reflektieren Umgang mit persönlichen Informationen aufpetenzvermittlung in Kindergärten. Volkshochschulen. dass die Nutzer licht. Der Staat sollte nicht nur rechtliche Rahmenbedingungen zum Schutz personenbezogener Daten schaffen. weil der Staat hier fende Informationsbestände schafft. Die Anbieter müssen Sorge dafür tragen. Aktuelle Projekte wie die elektronische Gesundheitskarte oder der elektronische Entgeltnachweis 48 49 . ist die emotionale Bindung und das Grundvertrauen in ein Produkt oder einen Anbieter von Anfang an oftmals nicht statt. Anbieter und staatlichen Schutzrahmen. nen und transparente Aufklärung bieten. sich aber zugleich der Risiken und möglichen Folgen seines Handelns bewusst sein. Hier sind vor allem hohe Transparenz und die datenschutzfreundliche Vorkonfiguration der Angebote elementar. um Jeder Akteur im öffentlichen Raum des Internets muss sich sind u. am Schutz der Privatsphäre Einzelner beteiligen. deswegen kritisch zu bewerten. bei Sozialen sparsamkeit auch zum Grundsatz des eigenen Handelns informationelle Selbstbestimmung bewusst ausleben zu können. Werden Produkte im Netz von besonders vielen • Anbieter müssen datenschutzfreundliche Vorkonfiguratio• Der Staat sollte mit gutem Vorbild voran gehen und Datenmachen. Tiefgreifende Reflektion oder Medienkritik ­ findet lich sogar eine soziale Vernetzung (wie z. muss zwar – abhängig von der Größe der jeweiligen der Massen. dass ihre Produkte die Nutzer von Anfang an befähigen. B. geklärt werden. Schulen. nicht alles von sich im öffentlichen Raum preiszugeben. anderen genutzt und besteht innerhalb dieser Produkte womög­ Netzwerken). Universitäten. eine wichtige Rolle spielen.

könne Schutz privater Daten und Vorgehen gegen Mißbrauch. die personenbezogene Daten aus kommerziellen Gründen sammeln.7 %) oder untersagt (81. Dazu sei unter Umständen die Hilfe des Staates Daten effektiv schützen zu können und gegen Missbrauch notwendig. ­ Unternehmen davon. ihre vorzugehen. Theoretisch könne man eine ­ Trennlinie zwischen personenbezogenen und anonymisierten Daten zu ziehen. doch fühlten sich Menschen oft auch von der 2. dass sich der öffentliche Raum ­ d iesem Raum zurückzuziehen. über eine Stärkung von Bürgerrechten oder insbesondere Opt-In-Verfahren für die Datennutzung. Erhebung anonymisierter Daten bedroht. Was sich einfach anhört.Datenschutz und Privatsphäre II Datenschutz und Privatsphäre II Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Sollte es erlaubt (18. B. die sich im öffentlichen Raum bewegen auch ohne deren und diese im Internet zu veröffentlichen. aber in den Kommentaren zeigen sich besonders deutlich Befürchtungen vor Unternehmen. Jedenfalls müssten Privatpersonen in die Lage versetzt werden. erscheint auf den zweiten Blick komplizierter. über Menschen. Die Nutzer wiederum Fotos gemeinsamer privater Veranstaltungen auf ihre Homepage oder in Social Networks hochladen). Es sollte untersagt sein. von dabei generierten Gemeingütern profitieren jedoch letztlich alle. in dem sie 51 . Zustimmung personenbezogene Daten zu sammeln Unmittelbar profitieren zunächst mitunter nur einzelne gesammelt werden. dass im öffentlichen Raum Daten 1. In diesem ­ 50 benutzen auch selbst Daten anderer Nutzer (z. Es sollte erlaubt sein. z. In einzelnen ausdehne und es zunehmend schwieriger werde. B. Eine große Mehrheit spricht sich grundsätzlich gegen das Sammeln von personenbezogenen Daten in der Öffentlichkeit aus. behandeln sein. sich aus Beiträgen wird festgestellt. Während für Privatpersonen ­ die Situation bei Personen des öffentlichen Interesses anders zu ein weitreichender Schutz der Daten gefordert wurde. so die Meinung einiger Befragter. im öffentlichen Raum ohne Zustimmung der Betroffenen personenbezogene Daten zu sammeln und diese im Internet zu veröffentlichen  ? n = 498 Das Ergebnis der Befragung war eindeutig. im öffentlichen Raum personen­ bezogene Daten ohne Zustimmung der Betroffenen zu s ­ ammeln und diese im Internet zu veröffentlichen. Zwar soll auch der Staat möglichst wenige Daten sammeln.3 %) sein.

und Marketingwirtschaft nicht beachtet. ob nicht auch für die Nutzer die Datenschutzprinzipien des BDSG gelten müssten. tätig als Vorsitzender der ICANN European At-Large Organisation (EURALO) „ Es muß perspektivisch eine Einwilligungserfordernis geben. anderweitig interessante Positionen „ Das Medienrecht in Deutschland bietet hier bereits sinnvolle Abwägungen für die journalistische Berichterstattung. h. Universität Dortmund „ Die Idee des Datenschutzes muss materialisiert werden über eine Verbreiterung und Vertiefung von Bürgerrechten. Thomas Schildhauer. die auf das Internet übertragen werden können.Datenschutz und Privatsphäre II Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und Zusammenhang wurde die Frage aufgeworfen. Direktor des Institute of Electronic Business (Berlin) 52 53 . d. Lecturer in International Law at the London School of Economics and Political Science „ Es müssen klare ‚Opt-in‘-Regelungen gelten. Klaus Meier. es dürfen nur noch Daten mit ausdrücklicher Zustimmung der Betroffenen gesammelt werden! Die bisherigen Regelungen sind zu lasch und werden von der Werbe. sowie über staatliche oder überstaatliche Maßnahmen gegen missbräuchliche Praktiken. “ Wolf Ludwig. “ Florian Hoffmann. “ Prof. “ Prof. die durch moderne Endgeräte unterstützt eingeholt werden kann.

die fen zum Teil fließend. dass im Internet gesammelte Daten schnell durchsuchbar sind und miteinander verknüpft werden können. wo dies erforderlich erscheint. verloren: Wer in der Offline-Welt seine Meinung auf einem Marktplatz herausschreit. wobei Einigkeit darin bestand. dass Kein einheitliches Verständnis von Öffentlichkeit und Privatsphäre. kann auch über die wo dieser vom Internet-Nutzer zunächst oft nicht vermutet • In Unternehmen und staatlichen Einrichtungen sollte radikale Transparenz gelebt werden über Sinn. Beispielhaft wurde dies bei sozialen mit hunderten oder tausenden »Freunden« geteilt werden  ? Wie verhält es sich mit Freunden-von-Freunden oder sogenannten Gruppenzugehörigkeiten  ? 54 55 . muss gestärkt werden. Neben der zunehmenden Bereitschaft von Nutzern.Datenschutz und Privatsphäre II Quintessenz Es geht erkennbar die Flüchtigkeit des öffentlichen Raumes Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Der gesamtgesellschaftliche Diskurs. dass die herkömmliche Differenzierung öffentlich /privat als Gegen­ Vielmehr gibt es verschiedene Abstufungen zwischen den tern. das Verständnis von Öffentlichkeit und Privatsphäre teilweise umstritten ist. Die Diskussion beim Collaboratory-Abend zeigte. ­ wird. beiden Extrembegriffen und auch diese Abstufungen verlauNetzwerken diskutiert: Wie »privat« sind Informationen. private Daten selbst im Internet einzustellen. Im Internet hingegen bleiben einmal entstandene Daten möglicherweise permanent verfügbar. Ein solches Regelwerk sollte bestehendes erweiderungen dabei angemessen Rechnung tragen. münden. der Nutzen und Kosten von Datenerhebungsprojekten intelligent und kreativ reflektiert. die sich geänderten Gegeben­ heiten anpassen lassen. und gesellschaftlichen wie technologischen Verän­ satzpaar der Wirklichkeit im Internet nicht gerecht wird. • Klare und konsistente Regeln. sollten von den Akteuren gemeinsam formuliert und in einer modernen Kombination aus kontinuierlicher Selbstkontrolle und staatlicher Kontrolle Verkettung von Daten ein Personenbezug hergestellt werden. ist bald vergessen. Darüber hinaus verstärkt sich das Problem dadurch. Zweck und ­ Ausmaß von Datenerhebungsprojekten.

Anonyme Nutzung ist ein notwendiges. zu können. dass die anonyme Nutzung ein notwendiges. unverzichtbares und schützenswertes Grundprinzip des Internets (89.1 %)  ? n = 504 Die Mehrzahl der Teilnehmer vertritt die Meinung. Den Aussagen der Teilnehmer kann entnommen werden. unverzichtbares und schützenswertes Grundprinzip des Internet darstellt. liche. wird immer die Bedeutung als Grundpfeiler für eine freiheitgehoben. Hierbei Anonyme Nutzung als notwendiges. muss alles Handeln im Internet Personen oder 2. dass eine bewusste und ausdifferenzierte Abwägung zwischen der Gewährleistung von Sicherheit und Strafverfolgung und Datenschutz und Privatsphäre erfolgte und den getroffenen Aussagen zu Grunde gelegt wurde. Ebenfalls angeführt werden dabei auch der freie und 1. unverzichtbares und schützenswertes Grundprinzip des Internets.9 %) oder ist anonyme Nutzung ein notwendiges. unverzichtbares und schützenswertes Grundprinzip des Internets.Datenschutz und Privatsphäre III Datenschutz und Privatsphäre III Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Muss. um Sicherheit gewährleisten und Straftaten verfolgen zu können. denz und Wechselwirkungen des Thesenpaars und der durch die vorzunehmende Abwägung tangierten Rechtsgüter. Um Sicherheit gewährleisten und Straftaten verfolgen Organisationen zurechenbar sein. demokratische Gesellschaftsordnung besonders hervor­ ungehinderte Zugang zu Informationen sowie die freie Meinungsäußerung. Besonders prägnant verdeutlichen die Positionen die Interdepen­ 56 57 . alles Handeln im Internet Personen oder Organisationen zurechenbar sein (10.

UNU-MERIT Collaborative Creativity Group 58 59 . ihre Identität zu offenbaren. wenn dies nicht erforderlich ist. die Anonymität verbietet. das heißt in einem perfekten und gerechten Rechtsstaat. Wiewohl es sich bei Sicherheit und Privatsphäre um zwei gleichermaßen legitime Schutzgüter handelt. Gründer der CoreMedia AG „ Es ist eine Illusion. als es noch nicht auf dem Radarschirm von Gesellschaft und der Politik war. Die verursachten Probleme bei der Strafverfolgung und bei der Bekämpfung von Missbrauch können – wenn überhaupt – nur mit erhöhten und kostenintensiven Anstrengungen alternativer Bekämpfungsstrategien kompensiert werden. die das Netz lange Jahre hatte. Dies hat jedoch seinen Preis. Die sozialen Netzwerke zeigen. und zwar selbst dann. wenn Regierungen ihren Bürgern erzählen. “ Ruediger Glott. in denen Internetnutzer aus gutem Grund anonym sein wollen. aber auch Anonymität wie möglich. ist Anonymität unverzichtbar.Datenschutz und Privatsphäre III Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen „ Eine Gesellschaft. “ Per Christiansen „ Staat und Gesellschaft müssen anonyme Internetnutzung genauso erlauben und dulden wie sie die anonyme Nutzung von Verkehrsmitteln oder das anonyme Einkaufen im Supermarkt erlauben und dulden. “ Soeren Stamer. muss in jedem Einzelfall eine Güterabwägung vorgenommen werden und im Zweifelsfall für die Menschenrechte und Freiheit entschieden werden. “ Andreas Maurer. University of Aarhus „ Der Erfolg des Internet basiert nur auf der Freiheit. “ Wolf Ludwig. tätig als Leiter Social Media für die 1 & 1 Internet AG „ Es muss eine sorgfältige Abwägung geben: Nur soviel Sicherheit wie nötig und soviel Offenheit. Die Plattform wikileaks ist wohl das prominenteste Beispiel. Es darf keine vollständige Kontrolle über Personen geben. Wolfgang Kleinwächter. legt den Grundstein für einen totalitären Staat. dass Sie für weniger Datenschutz mehr Sicherheit bekämen. dass die meisten Internetnutzer durchaus bereit sind. Dr. Dennoch gibt es Situationen. “ Prof. tätig als Vorsitzender der ICANN European At-Large Organisation (EURALO) „ Solange wir nicht in Utopia leben.

Die Verantwortung kann und darf hierbei nicht allein bei Bürgern und Wirtschaft liegen. insbesondere was unter Anonymität im Internet zu verstehen ist (absolute Aktualität und Stellenwert. Verständnis und der Definition von Anonymität im Internet erforderlich.Datenschutz und Privatsphäre III Quintessenz Die mit diesem Themenbereich verbundenen Fragestellungen und Diskussionen sowie Assoziationen verdeutlichen deren im Internet ist dabei stark aufgeladen. öffentlicher Raum. müssen Gestalten von Politik für den digitalen Raum eine Balance zu sich alle Akteure ihrer Verantwortung bewusst werden. wie Anonymität im Internet benenfalls unter welchen Voraussetzungen Anonymität im Internet eingeschränkt werden kann und darf. beim finden zwischen Zurechenbarkeit einerseits und Anonymität Demokratie scheinen den Teilnehmern dabei enorm. Zu jedem Zeitpunkt sollte allen Beteiligten klar kommuniziert werden. Die Diskussion um Anonymität auch unter rechtlichen Blickpunkten. Diese Fragen werden Themenkomplex zu ermöglichen. ist eine vertiefte Auseinan­ sich allerdings – wenn überhaupt – erst beantworten lassen. Hierzu ist ein gesellschaftlicher Konsens zu erreichen. und Datensparsamkeit und Datenvermeidung sowie Erforder­ andererseits. Aufgrund kratische Gesellschaftsordnung sollte bei der Abwägung z wischen Zurechenbarkeit und Anonymität und Datenschutz ­ ten der Freiheit aller Bürger und Bürgerinnen hingenommen werden. darüber erlangt haben. Bis dieser Konsens erreicht ist. der es ermöglicht. wie das Internet zu behandeln ist: Als post  ? Als öffentlicher Raum  ? Als diffuses globales Netzwerk. sowohl emotional wie Grundlegender gesellschaftlicher Dissens: Wie ist das Internet zu behandeln? Kommunikationskanal vergleichbar mit Telefon und Briefpost. Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Um eine differenziertere Betrachung und Einschätzung des dersetzung mit dem Begriff. wenn wir einen breit angelegten gesellschaftlichen Konsens oder relative Anonymität). der enormen Auswirkungen für eine freiheitliche und demo- Zurechenbarkeit und Anonymität im Internet herzustellen und Auswirkungen für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaftsordnung und die Wechselwirkungen zwischen den tangierten Rechtsgütern einbezogen und ange­ messen berücksichtig werden. welche 60 61 . Insbesondere müssen dabei die Implikationen Es ist eine gesamtgesellschaftliche Diskussion erforderlich. gewährleistet und sichergestellt werden kann. oder diffuses globales Netzwerk. ob und gege- Kommunikationskanal vergleichbar mit Telefon und Briefauf das unsere etablierten Metaphern nicht anwendbar sind  ? wie sich die scheinbar diametral gegenüberstehenden Grundsätze von Freiheit und Sicherheit miteinander in Einklang bringen lassen. im Internet im Zweifelsfall ein Verlust von Kontrolle zuguns- Staatliche Institutionen sollten mit gutem Beispiel voran gehen lichkeit und Zweckbindung zum Grundsatz des eigenen Handelns machen. die schwierige Balance zwischen und auszuloten. Die Implikationen für eine funktionierende • Transparenz ist absolut entscheidend. Insbesondere die staatlichen Institutionen müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und bei relevanten Entscheidungen die Wechselwirkungen zwischen Freiheit und Sicherheit zu berücksichtigen.

Datenschutz und Privatsphäre III Schutz des sog. da sie den Zugang zu Wissen begrenzen. indem sie die wirtschaftliche Basis für Kreative und Wissensarbeiter schaffen. indem sie die wirtschaftliche Basis für Kreative und Wissensarbeiter schaffen (19 %). Urheber- personenbezogenen Daten und Kommunikationsprozesse Bedingungen. n = 490 2. 62 63 . Bürgern die Werkzeuge an die Hand geben. recht und verwandte Schutzrechte) Grundlagen für Innovationen. da sie den Zugang zu Wissen begrenzen (81 %)  ? anderen zugänglich gemacht werden und unter welchen • Die Politik wird nicht immer im Einzelfall entscheiden können. Sie sollte daher einen Rahmen schaffen. Die derzeitigen Regelungen zum sogenannten geistigen Eigentum verhindern Innovation. Die derzeitigen Regelungen zum sogenannten geistigen Eigentum (z. geistigen Eigentums Frage: Sind die derzeitigen Regelungen zum sogenannten geistigen Eigentum (z. innerhalb dessen ein Grundschutz für Bürger gewährleistet ist und ihrer Daten zu reagieren (Sanktionsmöglichkeiten etc). B. Urheberrecht und verwandte Schutzrechte) sind Grundlagen für Innovationen. oder verhindern die Regelungen Innovation. auf Missbrauch 1. wie Anonymität und Datenschutz gewährleistet werden können. B.

Die Diskussion beim systems für erforderlich gehalten. des eigentlichen Urhebers. Die beteiligten Interessen seien einfach zu gegensätzlich.Schutz des sog. Mover-Advantage« viel wichtiger sein könne als eine rechtlich die Ausgeglichenheit der urheberrechtlichen Schutzregime Regelungen zum »Geistigen Eigentum« sind zu einseitig auf die Bedürfnisse der Werkvermittler zugeschnitten. Zugleich wird immer wieder die grundlegende Notwendigkeit urheberrechtlichen Schutzes betont. Wer sicherheit und Innovationsfreundlichkeit schlössen sich nach etwas Neues schaffe oder ausprobiere. und zwar sowohl außerhalb als auch innerhalb des Innovationsprozesses. dass der Schutz geistigen Eigentums keine pauschalen Lösungen verträgt. dass der »Firstgesicherte Monopolposition. später wolle er dagegen bestehe jedoch auch kein zwingender Zusammenhang z wischen einem hohen Schutzniveau für geistiges Eigentum ­ 64 65 . um das Erreichte zu schützen. Insgesamt halten viele der Befragten die regulatorische Balance für Richtung von Partikularinteressen. Als konkret zu ändernde Einzelpunkte wurden vor allem genannt. Häufiger noch als eine Reform wird lichen Mitteln erzeugte Inhalte grundsätzlich frei verfügbar allerdings eine grundsätzliche Neukonstruktion des Schutzseine gänzliche Abschaffung plädiert. geistigen Eigentums Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Die Antworten haben einmal mehr fehlendes Vertrauen in und der Größe der Belohnung für Kreativität. dass mit öffent­ sein sollten und dass die urheberrechtlichen Schutzfristen insgesamt zu lang seien. die Regelungen zum so genannten »Geistigen Eigentum« seien zu einseitig auf die Bedürfnisse der Werkvermittler zugeschnitten. Nur vereinzelt wurde für Collaboratory-Abend ergab. Es Fehlen von Regulierung als Freiheit. Es überwiegt deutlich die Position. Wirkliche RechtsAnsicht einiger Teilnehmer weitgehend aus. Gerade im Internet habe sich immer wieder gezeigt. schätze zunächst das mehr Regulierung haben. sondern sehen eine klare Verschiebung in der Allgemeinheit bzw. gezeigt. zulasten der Interessen nicht gewahrt.

 Kulturpädagoge und IT-Koordinator 66 67 . die Investitionen nur dann tätigen. Gründer der CoreMedia AG „ Im Detail gibt es erheblichen Klärungsbedarf. sondern auch des gegenseitigen Respekts und der Einstellung. ist President des International Center for Information Ethics (ICIE) „ Die Forderung nach absolut frei verfügbarem Wissen hat vor diesem Hintergrund schnell den Ruch des Totalitären. Doch um diesen Schritt zu machen. wollen sie ihre Meinung (ihre »Werke«) einem größeren Publikum zugänglich machen. “ Soeren Stamer.V. Diese hierarchische Struktur von starken Vermittlern wurde durch das Internet in Frage gestellt. alte monopol-ähnliche Machtpositionen aufzugeben oder zumindest einzuschränken auch zugunsten der Autoren. “ Prof. der durch Nutzung verbraucht wird. “ Ansgar Baums. in der wir Wissen und Kulturgüter künstlich limitierten statt sie zu den Grenzkosten von null zum Wohle aller zu teilen. “ Thomas Langkabel „ Die Wege für die (Auf-)Lösung des Widerstreits um das Urheberrecht nehmen Zeit in Anspruch und bedürfen nicht nur großer Kreativität. Ob jemand sein Wissen teilt oder nicht – und in welcher Form – sollte immer jedem Einzelnen überlassen werden. Innovationen werden zu einem erheblichen Anteil von Unternehmen getrieben. „ Wissen war nie zugänglicher als heute. also die Gemeingüter. V. Rafael Capurro. gestärkt werden. “ Daniel Dietrich. “ Jochen Kilian. die oft ihre Rechte den Vermittlern ganz oder fast übertragen müssen. tätig als Dipl. welche Bereiche tatsächlich schutzwürdig sind. ist tätig als Director Government Relations bei der SAP AG „ Die derzeitigen Regelungen sind ungeeignet für eine massiv vernetzte. wie die Verwertung zu regeln ist und vor allem.Schutz des sog. brauchen wir ein ökonomisches Modell für das Wirtschaften im digitalen Überfluss statt im künstlichen Mangel. es ist absurd zu argumentieren dass der Schutz geistigen Eigentums Fortschritt verhindere. die durch Nutzung vergrößert wird. Wir werden in nicht allzu langer Zeit zurückblicken und von der dunklen Zeit sprechen. kollaborative Gesellschaft. Gründer des Open Data Network e. wenn sie auch ein return on investment erwarten können. sondern eine Quelle. geistigen Eigentums Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen „ Statt eines repressiven Regimes wie Copyright sollten die »Commons«. „ Wissen ist kein Rohstoff. ob in vielen Fällen die eher mikroskopische Innovationshöhe wirklich einen Schutz erfordert. “ Eva-Maria Schnurr. ist stellvertrende Vorsitzende des Freischreiber e.

ist Gründungsredakteur von iRights. Jahrhunderts und verfehlt daher heute an zu vielen Stellen weite Teile seiner Zielsetzungen. was es sein soll: Die Magna Charta der Informationsgesellschaft. Film und Erfindungen bedürfen dabei auch unterschiedlich ausgestalteter Schutzmechanismen. Es müssen dringend Lösungen für das Problem gefunden werden. mit einer dreipoligen AusgangsLösungen für das Problem gefunden werden. um das Urheberrecht zu dem machen. Diese zentrale Rolle des Internetnutzers wird poli­ vermittler müssen rund um das Internet nicht nur gegenüber tisch derzeit nicht abgebildet. differenziert zu wenig und ist zu statisch. dass »weiterverwendendes Schaffen« inzwischen immer mehr durch rechtliche Vorgaben ausgebremst wird. Zudem findet Innovation im Internet überdurchschnittlich oft im Kleinen „ Der Schutzansatz des Rechts ist zu pauschal. Software. Wenn vorbeugende oder nachträgliche Durchregu­ lierung diese spielerische Freiheit zerstört. Jahrhunderts.Schutz des sog. „ Das geistige Eigentum ist das Sachenrecht des 21. Auf diese Weise wachsen die Nutzer des Netzes faktisch weit über passive Verbraucher Passive Verbraucher sind Vergangenheit.info statt. dass »weiterverwendendes Schaffen« inzwischen immer mehr durch rechtliche Vorgaben ausgebremst wird. Die Interessen der Werk­ denen der Urheber. Es stammt allerdings in seiner Konzeption faktisch aus Überlegungen des 19. Journalismus. und 20. schadet dies daher massiv dem Innovationsklima. geistigen Eigentums Quintessenz Das Internet als weltumspannende Kopiermaschine zwingt den Bürger wie niemals zuvor zum Umgang mit den einschlägigen Schutzmechanismen. Es müssen dringend noch vor zwei Jahrzehnten. “ Anonym hinaus. Produkt­ design. 68 69 . “ Till Kreutzer. Musik. Wir haben es also. anders als lage zu tun statt mit einer zweipoligen. sondern auch denen der Netznutzer immer wieder neu austariert werden. Bereiche so unterschiedlich wie Wissenschaft.

eine Verlage- 71 . geistigen Eigentums Standardisierung Daraus abgeleitete Empfehlungen: Frage: Sollte sich der Staat aus Netzinfrastrukturen und Standardisierungsprozessen • Förderung der akademischen und politischen Diskussion über Vor. sere Berücksichtigung der durch das Internet veränderten Rolle der Werknutzer zu erreichen. indirekten Interessenvertretung durch ISPs und Verbrau• Es bedarf weiterer öffentlich finanzierter Studien zu Umfang.und Nachteile zusätzlicher Pauschalsysteme (z. um eine bessere Berücksichtigung der durch das Internet veränderten Rolle der Werknutzer zu erreichen. Der Staat hat die Pflicht. in Infrastruktur und Standardisierung regulierend einzugreifen. Kulturflatrate) oder Urheberrechtsschranken.Schutz des sog. gesellschaften zu geben und faktische Marktzugangsbarri• Im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren sollte ein OnlinePortal zur Beteiligung der Netznutzer eingerichtet werden. Vorgehen in Sachen geistiges Eigentum verbessert werden. B. Der Staat sollte sich nicht in Netzinfrastrukturen und Standardisierungprozesse einmischen. eine Reduzierung der Gesetzesdichte und ggf. Kulturflatrate). Nur dadurch kann die unabhängige Daten­ basis zum weiteren • Alle mit öffentlichen Mitteln entstandenen Werke und • Mehr Flexibilität des Schutzsystems kann und muss über rung der Regelungen auf untergesetzliche Ebenen erreicht werden. um ihre Rolle zu stärken und den derzeitigen Zustand der cherzentralen zu korrigieren. 2.5 %) oder hat er die Pflicht. 70 Daten sollten von Beginn an gemeinfrei sein. in Infrastruktur und Standardisierung regulierend einzugreifen (52.5 %)  ? n = 486 • Schaffung zusätzlicher Urheberrechtsschranken oder Pauschalsysteme (z. 1. B. um eine bes- heraus halten (47. Wirkungen und Entwicklung des Nutzerverhaltens im Netz. • Einführung einer Befristung der Zulassung von Verwertungsgesellschaften verbunden mit einem Wiederzulassung­ verfahren. um Anreiz für mehr Flexibilität der Verwertungs­ eren zu beseitigen.

Uneinig sind sich die Teilnehmer allerdings wie dies am besten erreicht bzw. die innerhalb dessen aber frei walten lassen wollen. ist Geschäftsführer der Klein & Partner KG 72 73 . im physischen wie im logischen Sinn. Die einzelnen Kommentare der Befragten unterstreichen den Wunsch zur Offenheit und Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen Wunsch nach Offenheit und freier Verfügbarkeit von interoperablen Standards und offenen Infrastrukturen. Mitglied des Deutschen Bundestages reicht das Spektrum der Vorschläge über liberale (den Markt keit. dass sich neue Technologien auch ohne staatliche Interventionen hervorragend entwickeln können. tätig als Leiter Social Media für die 1&1 Internet AG „ Ohne Netzneutralität ist die Meinungsfreiheit und damit die Demokratie gefährdet. Gleichzeitig müssen aber die Freiheit. den Markt „ Die Geschichte des Internet hat wie kaum eine andere Entwicklung gezeigt. “ Jens Klein. Offenheit und Neutralität der Verbindungen durch den Gesetzgeber garantiert werden. So „ Die Netzinfrastruktur soll in privater Hand bleiben. Darüber hinaus sind Kommentare geäußert worden. Staatliche Eingriffe sollten hier auf ein Minimum reduziert werden. freien Verfügbarkeit von interoperablen Standards und ­ offenen Infrastrukturen. “ Jimmy Schulz. gesichert werden kann. zeigt das Scheitern von Diensten wie AOL und Compuserve.Standardisierung Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Die Antworten bei dieser Frage sind ausgeglichen und damit insgesamt unentschlossen. “ Andreas Maurer. Dass proprietäre Modelle auf Dauer keinen Erfolg haben. um die Innovationskraft im Netz nicht zu behindern. ganz sich selbst überlassen) bis zu regulierender Staatstätigvom Staat das Setzen eines Rahmens fordern.

Darüber hinaus sind breit angelegte gesellschaftliche Prozesse zu erörtern. etc. Nichtsdestotrotz wird von den (demokratisch legitimierten) Staaten erwartet. unterstützen. um dies hinsichtlich einzelner Fragestellungen 74 75 . aber speziell deutsche Experten in Ministerien und der Politik.Standardisierung Quintessenz Standards und die Infrastruktur des Internet werden seit jeher Erhaltung der bestehenden Freiheit der Internet Community mit unterstützender Ordnungs­ politik des Staates. dass sie sich in adäquater Weise einbringen und die positiven Effekte der selbst-regulierten Internet Community ggfs. also primär auf ordnungspolitischer Ebene als Rahmen fungieren soll. erhalten und IETF. Governance Forum einbringen. durch die Internet Community gesetzt und verwaltet. Sowohl wie Aussagen der Experten in der Diskussionsrunde machen die einzelnen Aussagen der Probanden bei der Untersuchung deutlich. dass diese Freiheit. Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Alle Stakeholder. erhalten bleiben soll. sollten sich mehr in Arbeitsgruppen der international tätigen Internet-Organisationen ICANN. auch um Interoperabilität zu garan• Dem Staat obliegt darüber hinaus aber auch die Gewährleistung eines fairen Technologie-Wettbewerbes zwischen allen im Internet tätigen Wirtschaftsakteuren. tigkeit insoweit näher eingegrenzt. ISOC. die die Internet Community genießt. und Behörden fördern. unabdingbar. RIPE. und des UN Internet • Der Staat sollte offene technologische Standards und Infrastrukturen auf nationaler Ebene bei und durch Ministerien tieren. Die Befragten haben eine »regulative« StaatstäFreie und offene Netzinfrastruktur mittels Selbstkontrolle durch die Nutzer sowie saatliche Maßnahmen. W3C. als diese den Zweck erfüllen soll. Freiheit und Offenheit zu garantieren.

der Informationen die uns täglich erreichen.Internet und Demokratie Internet und Demokratie Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Stärkt das Internet die Demokratie durch neue Möglichkeiten. Das Internet stärkt die Demokratie durch neue Möglichkeiten. Die in der die von einer Zersplitterung der Öffentlichkeit ausgehen oder gänzlich negiert. dass das Internet Demokratie fördert. Regierungen vorgeworfen. Das Internet und die dort gegebenen Möglichkeiten Informationen zu veröffentlichen. Als »Demokratisierung« der Medien durch das Internet Meinung. erhöhten durch den Wettbewerb die Qualität 2.8 %). Zwei Befragte sehen durch das Internet die repräsentative Demokratie gefährdet bzw. Das Internet schwächt die Demokratie. Dieses ein- ähnlich wichtig wird die Möglichkeit beurteilt. sehen die Bedeutung von Parteien schwinden. sich politisch zu informieren.und Kommunikationsflüssen führt und dadurch zur Aufspaltung der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wird mehrfach auf die Erfolge von ePetitionen und den Wahlerfolg der Piratenpartei verwiesen. Wenige Befragte sahen dagegen durch das Internet eine steigende Gefahr von Propaganda und möglicher Verluste an Realitätsbezug. so die vielfache Ansicht. wurde durch die Befragten als gering eingeschätzt Internet die Möglichkeiten zur Organisation mit dem Ziel politischer Einflussnahme erweitert.2 %)  ? n = 498 Die Teilnehmer an der Umfrage sind fast einstimmig der deutige Resultat basiert vor allem auf der Würdigung der Informationsmöglichkeiten.und Kommunikationsflüssen führt und dadurch zur Aufspaltung der Gesellschaft (2. zu engagieren und in Gruppen zu organisieren (97. könnte. dass das öffentlichen Diskussion regelmäßig angesprochene Gefahr. Mit Hilfe des Internets könnten auch kleine Interessensgruppen große Aufmerksamkeit für sich 1. zu engagieren und in Gruppen zu organisieren. da es zur Individualisierung von Informations. Relativ einhellig wird gesehen. In Bezug auf die Medien wird dabei mangelnde Transparenz und ein Hang zu Zensur wird deshalb explizit von deren »Demokratisierung« durch das Internet gesprochen. Für viele Befragte füllen die Medien ihre Rolle als vierte Gewalt nicht adäquat aus. Dass die Befragten 76 77 . sich politisch zu informieren. die das Internet eröffnet. indem es zur Individualisierung von Informations. die eigene Meinung veröffentlichen zu können und sich mit Gleichgesinnten zu organisieren. und ihr Thema schaffen. oder schwächt es die Demokratie.

Dort zeigen die Antworten ein deutliches Bewusstsein für die Überwachungsmöglichkeiten im Netz. Denn im Netz kann selbst der Einzelne oder die Nische erheblich Aufmerksamkeit generieren. Es hat neue Plattformen. Formation und Willensbildung radikal verändert und geradezu eine Legitimationskrise der klassischen Institutionen in diesem Bereich.biz 78 79 . Initiator von Rockthe. dass selbst fundamentale Erkenntnisse der politischen Landschaft wie die Orientierung an der Massenmeinung teils in Frage stellt. “ Georg Konjovic. wird an den Teilen der Umfrage deutlich. ob das Netz auf diese Weise eine generelle Repolitisierung der in Parteienverdrossenheit gefangenen Bevölkerung erreichen kann. “ Marc Weissenberger. KG „ Das Internet hat ohne Zweifel die Wege der politischen Information. hervorgerufen. Korrespondierend wird bei den Antworten zum Demokratisierungspotential mehrfach die Forderung nach anonymer Nutzung des Netzes formuliert.Internet und Demokratie Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und bezüglich der netzbasierten politischen Organisation nicht anderweitig interessante Positionen naiv sind. die dem Thema Datenschutz gewidmet sind. Die maßgebliche Frage wird sein. „ Vor allem macht das Internet über längere Sicht Parteien überflüssig.de GmbH & Co. ist Geschäftsführer der hamburg. insbesondere der Parteien. aber vor allem ein neues Kommunikationsmittel geschaffen. Diese Frage ist noch nicht beantwortet. “ Anonym „ Unsere traditionellen Medien bekommen nicht zu Unrecht gewaltige Konkurrenz aus dem Netz und das ist gut so. Eine Bundesregierung in 50 Jahren wird nicht mehr von Parteien gestellt werden.

 “ Soeren Stamer. Student „ Es ist an der Zeit.Internet und Demokratie „ Das Internet verändert Gesellschaften rund um den Globus. hörten die Drucker ja auch nicht auf. Wie andere Medien vor dem Internet erleben wir mit jedem neuen Medium eine massive Ausdifferenzierung. Sie ist ein direktes Ergebnis der Freiheit. Die Vielfalt ist somit zunächst einmal zu begrüßen. “ Jutta Croll. um eine Verbesserung der Situation für die Allgemeinheit zu bewirken. “ Thorsten Biegner. Gleichzeitig führt das Internet zu einer neuen Form der Synchronizität […] Ein Beispiel ist das neue Bewusstsein für Global Warming. das Wissen von so vielen Menschen wie möglich zur Verbesserung der Allgemeinheit mit einzubeziehen in Entscheidungen in Wirtschaft und Politik. Ein anderes Beispiel ist das Ende des Glaubens an den Shareholder Value als oberstes Prinzip der Unternehmensführung mit der Finanzkrise. B. Ohne das Internet hätten die USA vermutlich keinen farbigen Präsidenten und der Iran keine so massive Oppositionsbewegung. das www für politische Zwecke nutzt. zu was eine digitale Öffentlichkeit in der Lage ist. welches Anfang 2007 – nachdem das Phänomen 60 Jahre bekannt war – sichtbar wurde. seine Meinung einer breiteren Öffentlichkeit darzulegen. “ Heinrich Gunther. Geschäftsführerin Stiftung Digitale Chance „ Die größte Petition gegen die Zensurinfrastruktur hat deutlich gezeigt. über Blogs. die das Internet bzw. B. das Wissen so vieler Menschen wie möglich mit einzubeziehen in Entscheidungen in Wirtschaft und Politik. z. Nur: sollten wir wegen einem falsch verstandenen Verständnis von Demokratie das Internet abschalten. Student 80 81 . wie es noch nie in der Geschichte möglich war. damit die Zeitungen wieder ein Meinungsmonopol besitzen  ? Ich sage: nein. Es ist an die Zeit. im privaten Umfeld)? Der einzige Unterschied ist heute natürlich die Möglichkeit. Ach ja: wie kann eine Gesellschaft voller Individuen die Demoraktie schwächen? Gab es vor dem Internet nicht auch individuelle Kommunikationsflüsse (z. Gründer der CoreMedia AG „ Das Internet bietet Chancen für echte Demokratie und bessere politische Entscheidungen. Und ich bin mir sicher. Und wir stehen erst am Anfang. Anders ist es kaum zu erklären. Nachdem Gutenberg die Bibel gedruckt hatte. dass der Friedensnobelpreis. dass da noch mehr kommen wird. ein Grammy und ein Oscar an dieselbe Person ging: Al Gore.

und dass der Inhalt und die Botschaft – nicht die flussen. die das Funktionieren von Demokratie beeinVerwaltung. werden stark genutzt und weisen damit verstärkt in Richtung Ausbau direktdemokratischer Beteiligungsformen auf allen politischen Ebenen. einer Kombination von Bildung und Informationszugang. müssen Staat und Gesellschaft die Bereitschaft auf bringen. nicht als neue Inhaltskontrollinstanz verpflichtet werden. daher sollten multistakeholder Arbeitsgruppen Lösungen für eine anonyme Nutzung des Internet erarbeiten. dass das Potential zur Nutzung der zugängDas Demokratisierungspotential ergibt sich demnach aus • Die Institutionen aller drei Regierungsgewalten sollten ihre Anstrengungen zur Zugänglichmachung intern vorhandener Informationen verstärken. Es wäre jedoch fatal zu denken. Die Wirkung des Internets auf die Demokratie wird jedoch deutlich durch den Umstand reduziert. muss in den Warenkorb zur Berechnung der ALG-II-Sätze auch der Zugang zum • Das Internet gibt den einzelnen Nutzern und Nutzerinnen Möglichkeiten zur Herstellung von Öffentlichkeit. dass der Zugang und • Um eGovernment und die Demokratie fördernden Poten­ tiale des Internet zu verwirklichen. Politik. 82 83 . deutlich: Zum einen bedarf es einer informationellen GrundInternetanschlüssen auch auf dem Lande. dass das gen ist. Zugleich wird von vielen Initiatoren (NGOs. Voraussetzungen für die Nutzung der Informationsmöglichkeiten des Internet. einen gewissen Kontrollverlust in Kauf zu nehmen. dass das Internet sämtliche Probleme löst. die Nutzungsmöglichkeit von Öffentlichkeit nur ein Faktor unter vielen ist. lichen Informationen eng mit dem Bildungsstand korreliert. z. B. Unternehmen) außer Acht gelassen. Um das Internet effektiv für Bürgerengagement zu nutzen. Um die besagten Möglichkeiten durch Internetdienste nutzbar zu machen.Internet und Demokratie Quintessenz Das Internet verbessert Informationsmöglichkeiten und verkleinert damit den Bereich des Herrschaftswissens. Zum anderen wird versorgung. Unternehmen und NGOs. die der traditionelle Rundfunk nicht bietet. Ausgehend von der Wertschätzung der Informationsmöglichkeiten werden zwei wichtige Voraussetzungen zu deren Nutzung Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Das demokratiefördernde Potential des Internet ist eng mit der Garantie der Meinungsfreiheit verbunden. auf denen unterschiedliche Meinungen veröffentlicht werden. durch die Bereitstellung von zeitgemäßen darauf verwiesen. Richtig genutzt bietet das Internet enorme Möglichkeiten für Politik. dürfen Platt­ formen. Verwaltung. Diese Möglichkeiten Internet einbezogen werden. Internet lediglich eines von vielen KommunikationswerkzeuTechnik – entscheidend sind.

desto eher lasse man 2. Je kritischer man grundsätzlich mit Informationen umgehe (also auch bei traditionellen Medien). In einzelnen Aussagen wird die Gefahr. die eine jedoch deutlich darauf hin.2 %)  ? n = 469 Tendenziell sehen die Befragten eher einen kritischen und Vielfalt an Informationen im Netz geschuldet sei. desto kritischer dem Internet. einem kritischen und reflektierten Umgang mit Informationen führt. aufgrund der Zwei-Wege-­ 84 85 .8 %) oder zu einer unkritischen und manipulierbaren Gesellschaft (12. und reflektierter sei auch der Umgang mit Informationen aus sich auch im Internet beeinflussen. Gesellschaft führen könnte.Medienkompetenz Medienkompetenz Meinungsbild nach Umfrage und Diskussion Frage: Führt das Internet zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit Informationen (86. Häufig wird die Forderung nach mehr Medienkompetenz für die Bürgerinnen und ­ Bürger der digitalen Gesellschaft erhoben. Viele weisen Die digitale Gesellschaft und der Umgang mit Informationen aus dem Internet. 1. dass das Internet an sich nicht zu reflektierten Umgang mit Informationen gegeben. Das Internet führt zu einer unkritischen und manipulierbaren Gesellschaft. Je unkritischer man sei. Das Internet führt zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit Informationen. dass das Internet zu einer manipulierbaren Kommunikation als weniger wahrscheinlich angesehen als durch traditionelle Medien. was der interaktive und alternative Recherche zuließen.

trotz der Möglichkeiten digitaler Fälschung zwischen relevant und irrelevant zu unterscheiden. Das alte System funktioniert hier nicht mehr. “ Volker Buchtal „ Die Gesellschaft muss sich in Zeiten derartig umfassender und weit gestreuter Kommunikation neu orientieren. Internet bietet einen schnellen Zugang zu sehr vielfältigen Informationen und unterschiedlich verlässlichen Quellen. “ Robert Hauser.und Medienkompetenz). Es müssen Strategien entwickelt werden. TV.Medienkompetenz Beispielhafte Formulierungen der Hauptargumente und anderweitig interessante Positionen „ Den kritischen und reflektierten Umgang mit Informationen muss man erst mal lernen. ist tätig für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) „ Gerade in der Zwei-Wege-Kommunikation wird der Umgang mit Informationen bewusster als es in der reinen »Berieselung« der klassischen Medien Radio.und Bildungsmöglichkeiten zur Informations. Print stattfindet. egal ob man Internet. ist Gesellschafterin und Geschäftsführerin im Bereich Marktforschung 86 87 . “ Anonym „ Der Staat sollte den Zugang zu Informationen als Grundrecht eines jeden Bürgers anerkennen und für die nötige Unterstützung sorgen bzw. aber ein Neues entwickelt sich gerade. “ Sabine Haas. Fernsehen oder beliebig andere Informationsquellen benutzt. die Voraussetzung zu einem barrierefreien Zugang für jede und jeden schaffen (sowohl technisch und infrastrukturell als auch durch entsprechende Lehr.

tionen liegt es an jedem einzelnen. da das Thema in einigen Schulen noch nicht angekommen ist. Um die ist es jedoch im land derzeit sehr heterogen bestellt. ­ Thema in einigen Schulen und bei älteren Generationen noch nicht angekommen. sondern die Medienkom­ bildungspolitischen Umfeld in der Bundesrepublik DeutschAusbildung von Schülerinnen und Schülern im Umgang und • Speziell Fortbildungseinrichtungen für Erwachsene (Beschäft igte. Nicht das Internet führt zu einem kritischen und reflektierten petenz eines jeden einzelnen Nutzers. Daraus abgeleitete Empfehlungen: • Alle Bildungseinrichtungen sollten stufenweise zur umfassenden Einbindung des Internet in den Unterricht verpflichtet werden. in der Interpretation von Quellen aus dem Internet kann nicht gesprochen werden. • Es sollten mehr mediendidaktische Lehrstühle für die Lehr­ amtskandidatinnen und -kandidaten geschaffen werden. Insgesamt scheint die Beeinflussung der Gesellschaft durch die Zwei-Wege-Kommunidie anderen Medien. Senioren und Nicht-Erwerbstätige im jeweiligen ­ sozialen Umfeld) sollten zielgruppenorientierte Kurse zur ­ Nutzung neuer Medien anbieten. Auch im Bereich der älteren Generaaus dem Netz wie hinterfragt.Medienkompetenz Quintessenz Medienkompetenz als bildungspolitische Aufgabe. Von einer einheitlichen Umgang mit den Informationen. welche Informationen er kation des Internet jedoch um einiges geringer zu sein als über 88 89 .

) und organisiert regelIgnite Berlin. in welche Richtung uns die ­ digitale Welt treibt und wie die Entwicklungen optimal für die Gesellschaft genutzt werden können. Rafael Capurro Markus Beckedahl Markus Beckedahl ist Unternehmer (newthinking communications). Dabei nimmt sein Engagement für Informationsfreiheitsgesetze und direktdemokratische Beteiligungsformen eine herausragende Position ein. Dr. Politik und dem neuen Arbeitsformen (Coworking etc. und an der Freien Universität Berlin. auszuwerten und die Ergebnisse am ersten chen Experten zu diskutieren. Nach beruflichen Stationen an der Freien Universität Berlin. TEDxKreuzberg).Mitglieder des Expertenkreises Mitglieder des Expertenkreises Die so genannte digitale Revolution zieht sich weiterhin durch unsere Gesellschaft und führt zu einem Graben. aktuellen Studie als »Profis« und /  oder »Avantgarde«.com. Er studierte Politikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt / M. die allerdings die Entwicklung im Netz vorantreibt. der zwei Teile hinterlässt: Einen Großen.thewavingcat. Collaboratory-Abend Mitte Mai mit Politikern und staatli­ Aktionsbündnis »Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft«. Die Initiative D21 bezeichnet diese Gruppe in einer gien mit Kunden aus Privatwirtschaft. 90 Regierungsdelegation auf dem zweiten WSIS in Tunis 2005. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit ­ Medien einsetzt und einen Kleinen. Mehr Demokratie und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte. Dr. Blogger (netzpolitik. atoms&bits. Christoph Bruch lebt in Berlin. der die vielfältigen Mögweiß.org) und Aktivist für digitale Freiheiten. Das Collaboratory bringt solche Experten aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen zusammen um eine Einschätzung zu ermöglichen. Christoph Bruch mäßig Veranstaltungen mit Internetbezug (u. EURALO-ICANN At Large Europe. der nur sporadisch die neuen lichkeiten einzuschätzen und für seine Zwecke zu nutzen Peter Bihr Peter Bihr arbeitet als freiberuflicher Experte für WebstrateNon-Profit-Sektor. Zusammen machen sie lediglich 15 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Humanistischen Union. um die Umfrage of Information Act der USA. ökonomischen und politischen 91 . Im Netz zu finden unter www. dem Deutschen Institut für Urbanistik und als freiberuflicher Publizist leitet er seit April 2007 die Open Access Stelle der Max Planck Gesellschaft. Sein Forschungsschwerpunkt bildet die durch die Informationstechnologie herbeigeführten gesellschafltichen Veränderungen in unterschiedlichen Kulturen mit besonderer Berücksichtigung der ethischen. Prof. Ehrenamtlich engagiert er sich bei einer Reihe von NGOs: zu erstellen. Im internationalen Kontext baute er den deutschen NRO Koordinierungskreis zum Weltgipfel der Informationsgesellschaft (WSIS) mit auf und war Mitglied der Als Projektleiter von Creative Commons Deutschland kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit und CommunityBuilding. Seine Dissertation schrieb er über die Durchsetzung des Freedom Die folgenden Experten arbeiten zusammen. a.

Faltin lehrt Entrepreneurship an der Freien Universität mag er dabei den Bogen von der Theorie zur selbst gelebten Geboren 1947. Prof. ICT4D. Wolfgang Coy Dr. Als einer von wenigen Professoren in seinem Feld verPraxis zu spannen. School of Information ist Prof. Politikwissenschaftler. Präsident des Inter­ national Center for Information Ethics (ICIE) und DistinguStudies. bei ITAS seit 2002. Capurro Editor-in-Chief der International Review of Dean Ceulic ist Leiter Internet Standards & Policy bei eco – onaler und internationaler Ebene zuständig für den Bereich Jutta Croll ist Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen.und Innovationspolitik lichkeit. Mit der »Teekampagne« veränderte er die 93 . Daneben ist er für den Bereich Internet Governance zuständig.-Ing. Demokratie und ÖffentKürzlich für ITAS (im Auftrag des BfR) Mitarbeit an einem Projekt zu Diskussionen über Nanotechnologie in Blogs und Onlineforen (Fokus: Verbraucherforen).) an der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM). Verlag mit der Erstellung von Studien. a. Mathematik und Philosophie an der TH Darmstadt. für die UNESCO und den Brockhaus Verband der deutschen Internetwirtschaft e. Studium der Elektrotechnik. Günter Faltin war er als Bereichsleiter Wirtschafts. Wolfgang Dierker leitet als Director Government Affairs das Verbindungsbüro von Hewlett-Packard in Berlin. Dean Ceulic ished Researcher in Information Ethics. Dean Ceulic studierte an der Universität Köln und ist diplomierter Betriebswirt. Jutta Croll Institut Information Ethics (STI-IE). die seit 2002 Projekte und innovative Strategien zur Förderung der Medienkompetenz entwickelt. Von 1979 bis 1996 Professur für Informatik an der Universität Bremen. ist Prof. als Mitarbeiter des von ITAS betriebenen TAB) zu und Kultur.und anderen IT / Medien-Themen (Neue Medien ­ tag. den Universitäten Dortmund. USA. rer. Zuvor des Branchenverbands BITKOM tätig. Internet. mit einer Dissertation über die Komplexität von Hardwaretests. Kaiserslautern und Paris VI. Rafael Capurro. diverse Technikfolgenabschätzungen (vor allem für den Deutschen BundesInternet. Christopher Coenen von Medien und Förderung der Medienkompetenz tätig.). Wolfgang Dierker Dr.Mitglieder des Expertenkreises Fragen. Prof. Direktor des Steinbeis-Transfer- Diplomingenieur der Mathematik (Dipl. Er ist auf natider Standards und Policy. E-Commerce. Sie ist als ­ Wissenschaftlerin in verschiedenen Projekten zur Nutzung ­ Freiberuflich ist sie u. Zudem Information Ethics (IRIE).nat. Wissenschaftliche Tätigkeiten an der TH Darmstadt. E-Petitionen). Curricula und wissenschaftlichen Beiträgen befasst. 1975 Promotion zum Dr. Sie ist Mitglied verschiedener Projektbeiräte und Steuerungsgruppen auf deutscher und europäischer Ebene. University of Wisconsin-Milwaukee. Abschluss 1972 als 92 Berlin. V. Seit 1996 Professur für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin. (em.   ­ math. Prof. Fokus Subsahara-Afrika.

Mitglied des Panels of High Level Advisers der Global Alliance for ICT& Development (GAID).und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin Prof. IGC. Zuvor war er fünf er neue Jugendschutzmaßnahmen. 2001 errichtete er die Stiftung Entrepreneurship. Die Plattform ist Europas erfolgreichstes Social Network für eine minderjährige Zielgruppe. die mit einer Kombination Zeitalter des Web 2. Florian Medienbeirates NRW und als Dozent tätig. Professor Kleinwächter 94 Annette Kroeber-Riel ist seit 2007 als European Policy Counsel bei der Google Germany GmbH verantwortlich für ­ die politische Interessenvertretung von Google in Deutschland. Mitglied des Gröschel Mitglied im Vorstand der Freiwilligen Selbstkont­ Social Networking Task Force der europäischen Kommission schafts. und neue Medien e. ICANN. Annette Kroeber-Riel Koch ist Sherpa beim Nationalen IT Gipfel. In seiner jüngsten Publikation ­ »Kopf schlägt Kapital« fordert Faltin neue Inhalte und Wege in der deutschen Gründungslandschaft. Philippe Gröschel war und ist zudem als Experte in zahlreichen Beratungs­ gremien zum Thema Internet Governance tätig (u. SIAP).0 entsprechen. darunter die IPTV. Zudem ist Philippe rolle der Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und an der beteiligt. Florian Koch engagiertesten und bekanntesten Verfechter einer neuen Kul- Philippe Gröschel ist Referent für Medienpolitik und Jugendschutzbeauftragter der VZnet Netzwerke Ltd. WSIS. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und Paris sowie dem Referendariat in Frankfurt und Kuala Lumpur. (BITKOM) und verantwortet dort den Social Media und E-Business Aktivitäten. Telekommunikation ­ Kompetenzbereich Digitale Medien. Seit Anfang 2007 ist er insbesondere am Auf bau und der Weiterent­ w ick­ lung von schülerVZ beteiligt. V. Er gilt als einer der tur des Unternehmerischen in Deutschland. Er ist Persönlicher (IGF). WGIG. Jahre in Köln bei der RTL interactive GmbH Produkt­ manager Mobile Media und iTV. Nitin Desai. ist Mitgründer der internationalen Sommerschule zu Internet Governance (ISSIG) und des Global Internet Governance Academic Network (GIGANET) sowie Autor zahlreicher Artikel und Bücher zu Internet Governance und Informationsgesellschaft.a. Nach seinem Studium der Gesellgründete er die Produktionsfirma Raumstation GmbH und wurde anschließend Managing Editor und Ressortleiter Unterhaltung für die Bertelsmann Broadband Group.Mitglieder des Expertenkreises Spielregeln einer ganzen Branche. Für diese speziellen Gegebenheiten entwickelte ­ aus technischen und medienpädagogischen Ansätzen dem Florian Koch (42) ist seit Mai 2006 Bereichsleiter beim Bundesverband Informationswirtschaft. Österreich und der Schweiz. Wolfgang Kleinwächter Wolfgang Kleinwächter ist Professor für Internet Politik und Berater des Vorsitzenden des UN Internet Governance Forum Regulierung an der Universität Aarhus. arbeitete sie zunächst als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt 95 . Vorsitzender der Internet-Expertengruppe des Europarates und Council-Mitglied der International Association for Media and Communication Research (IAMCR).

 V. im besonderen Ubiquitous Computing. Zuvor war er bei einer Agentur.und Medienrecht an der Universität Münster. Axel Küpper ist seit Dezember 2009 Professor für Service-centric Networking an den Deutsche Telekom Labo­ Telekom AG und der TU Berlin. Martin Löhe beschäftigt sich Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) mit eGovernmentInternational Deutschland e.Mitglieder des Expertenkreises Telekommunikations. einer public-private Partnerschaft der Deutschen Martin Löhe. Annette Mühlberg davor als Journalist zu den Themen der digitalen Gesellschaft. findet. Martin Löhe im Bereich European Affairs sowie im Brüsseler Büro von damaliges Tochter­ unternehmen Jamba! europaweit für den Prof.di Bundesvorstand. Nikolaus Lindner leitet für eBay Deutschland den Bereich Government Relations. arbeitet beim Verbraucher­ zentrale Bundesverband e. Er ist Volljurist und als Rechtsanwalt in Berlin zugelassen. Politikwissenschaftler. Telekommunikations. als Referent für Verbraucherrechte in der digitalen Welt. 97 . 96 Medien. Seine Forschungsgebiete sind Ludwig-Maximilians-Universität München. Henning Lesch studierte Derzeit ist er vor allem für die Themenbereiche Recht und Rechtswissenschaften in Köln und absolvierte eine Zusatz- Annette Mühlberg leitet das Referat eGovernment. V. Probleme und Herausforderungen von E-Commerce und Henning Lesch Falk Lüke. vorher Doktoneue und innovative Dienste und Konzepte für das Internet ratories. Henning Lesch ist Leiter Recht und Regulierung des eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. Politik. um heute Politik transparent und damit demokratischer zu gestalten. dass Demokratie wesentlich von Meinungsfreiheit und freien Zugangsmöglichkeiten zu Informationen abhängt. Prof.V.und Medienrecht in einer US-Kanzlei in Frankfurt. 2001 bis 2009 war er wissenschaft­ l icher Mitarbeiter und Junior Professor an der rand an der RWTH Aachen. Anschließend wechselte sie zu VeriSign nach Berlin und war dort sowohl für VeriSign als auch für deren Bereich Governmental Relations verantwortlich. Das Internet ist ein wichtiger Baustein. Er ist seit 2001 in unterschiedlichen Positionen und Standorten für eco tätig. Medien und Kultur tätig. mit. Nikolaus Lindner Dr. Location-based Services und Software as a Service sowie M-Commerce. Politikwissenschaftler. Berlin. Sie war Vorsitzende des Internetnutzergremiums »ALAC« (At-Large Advisory Committee) der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN). Regulierung sowie Internet Governance auf nationaler und internationaler Ebene zuständig. Neue ausbildung im Informations-. Zuvor war der promovierte Jurist beim Verband privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) Bertelsmann und als Fernsehjournalist beim ZDF tätig. Falk Lüke außerhalb des Co:llaboratory beim Fraunhofer Institut für Anwendungen und arbeitet ehrenamtlich bei Transparency und mobile Netzwerke. Axel Küpper Dr. Verwaltungsmodernisierung beim ver.

Sie ist Mitbegründerin päischen Internet Governance Forums (D-IGF. Thomas Praus vertritt ver. Daniel Ott Ansätzen zum Public Management und ihren transformie- Wissensgesellschaft«. V. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Interaktion von Informations. Für ver. Bis Juli 2007 leitete er den Master in Public Administration 98 Pavel Richter. Sie organisierte für ver. bevor er 2007 zur Initiative D21 kam. Als Kommunikationsberater und Autor arbeitete er unter anderem für A&B FACE2NET im Bereich politischer Online Kommunikation.di mehrere Kongresse zum Thema Informationsgesellschaft. war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit in Berlin. RBB und IWF. Ethnologie sowie Medienwissen­ - die ver. Sie engagiert sich für Bürger.Mitglieder des Expertenkreises dem sie als europäische Vertreterin angehörte.com. Pavel Richter zur Zeit ist er Managing Partner bei PANORAMA3000 und Philipp Müller ist Gastdozent für Public Policy an der Universität Erfurt. geboren 1979 im Schwäbischen. Als Pressesprecher der D21 und damit an der Schnittstelle zwischen IT-Wirtschaft und Politik reizt ihn besonders die Geschwindkeit und die Veränderungen. a.0« mit der Unterstützung eines breiten Bündnisses (vom Chaos Computer Club bis zum Städte. mit denen das digitale Zeitalter einhergeht. Privatdozent an der Graduate School for P ublic Administration and Public Policy of Technológico de ­ Monterry.und Arbeitnehmerrechte im digitalen Raum und den Auf bau (öffentlicher) ITInfrastrukturen mit demokratischen Rahmenbedingungen: Sie tätig.und Kommunikationstechnologien.di-Schriftenreihe: »Innovation + Neue Medien + Betei­ ligung«. wo auch das »Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2. 99 . EuroDIG). U. Prof.und Gemeindebund) beschlossen wurde. ist Geschäftsführer von Wiki- media Deutschland e. Sie ist Vorstandsmitglied der europäischen Internetnutzerorganisation (EURALO) der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. Mexico (EGAP-TEC de Monterry) und Außerordentlicher Dozent an der Salzburg School of Management. Er hat wissenschaftliche Politik. 2009 gründete er Trabayo. in Fragen des eGovernment. Philipp Müller Thomas Praus studierte Kommunikation und Wirtschaft in und -koordinatorin sowohl des deutschen als auch des euro- Berlin (FU) und Barcelona (UAB) und publizierte über Weblogs und Organisationsidentität. studierte in Leips­ chaften und war mehrere Jahre bei einem IT-Unternehmen zig Politikwissenschaften. Sie betreut Daniel Ott. zuletzt den Kongress »Staatliche Verantwortung und Öffentliche Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft«.di und den deutschen zivilgesellschaftlichen Koordinierungskreis onsgesellschaft (WSIS) und war Mitautorin der zum WSIS eingereichten »Charta der Bürgerrechte für eine nachhaltige war Annette Mühlberg aktiv beim Weltgipfel zur Informati- and Public Policy (MAP) am EGAP.di sowohl beim Bündnis gegen Vorratsdatens­ peicherung als auch. bei der Initiative D21. Er promovierte in Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. die Konferenz DLD. Mitorganisator der Social Media Week Berlin. geboren 1969. renden Effekten auf die Regierung.

org) und bis 2000 Vorsitzender des Vereins zur Pflege der Medienkulturen in Berlin. V. Seit der Gründung im Jahr 2004 unterstützt der Verein verschiedene Wikimedia-Projekte – allen voran Wikipedia – wortlich. In seiner gleichzeitig zu Themen von Internet-Anonymität über juris- Technical Liaison Mitglied im Board der Internet Corpora- Seit 2009 arbeitet er als Projektmanager für Wikimedia 101 .und Ausland mit den Schwerpunkten Projektmanagement und SAP. auf netzpolitik. Als freier Autor ­ schreibt er unter anderem für »Buchmarkt« und »heise online«. Vor seiner Zeit beim W3C hat er sich als angewandter Mathematiker an der Universität Bonn mit partiellen Differentialgleichungen befasst und tische Fragen elektronischer Signaturen und Datenschutz im Internet gearbeitet und publiziert.Mitglieder des Expertenkreises Geschichte und Öffentliches Recht in Freibug i. Datenschutz.org. Mathias Schindler Consortium (W3C). Wikipedia-Autor seit 2004.. Wikimedia Deutschland e. Ottawa und Bielefeld studiert. ist ­ er seit August 2009 als hauptamtlicher Geschäftführer für Thorsten Schilling Thorsten Schilling. 12 Jahre arbeitete er für Beratungsunternehmen im In. 2004 gründete er zusammen mit anderen Wikipedianern in Berlin den Verein »Wikipedia Deutschland e. Zwischen 1999 und 2000 war er Thomas Roessler Thomas Roessler arbeitet seit 2004 für das World Wide Web der Director Corporate Communications der Softwarefirma Subotnic. dem mehrfach dem Vorstand als Beisitzer an. Roessler war 2009 als tion for Assigned Names and Numbers (ICANN). Pit Schultz u. danach war er freischaffend in Berlin (Ost) tätig. geboren 1960 in Dresden. der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Zur Zeit ist er als Management-Team des Konsortiums und für die Arbeit in den Bereichen eGovernment. Berlin Biennale für zeitgenössische Familie in Berlin. Ab 1995 war er als Projektmanager u. Im Jahr Nach seiner politisch begründeten Ausweisung aus der DDR den Betrieb der Geschäftsstelle mit 12 Mitarbeitern verantger Verein. den Hybrid Workspace als temporäder Gründungsmitglieder von mikro e. Seit 2000 leitet er den Fachbereich Multimedia der Bundeszentrale für politische Bildung. Br. ­ Kunst tätig und organisierte 1997 gemeinsam mit Geert res Medienlabor auf der documenta X in Kassel. Wikipedia setzt sich für den kosten­ losen Zugang zu freiem Wissen ein und engagiert sich damit für ein grundlegendes Recht des Menschen auf Bildung. V. Er ist heute Foundation und hilft dort bei der Pressearbeit. a. ist ein gemeinnützi- 1991 wurde er Pressesprecher des Senators für Jugend und die Galerie Eigen + Art.« und gehörte seitMitglied im Communications Committee der Wikimedia Freizeit bloggt er. a. a.   Juli 1989 nahm er nach der Wende 1990 seine Arbeit als Pressesprecher im Magistrat von Berlin (Ost) auf. ­ am 7. V. 1998 (www. Sicherheit und Policy-Fragen. Er war eines Lovink. Sicherheit und Semantic Web verantwortlich. Spendengewinnung und den Ausbau von IT-Infrastruktur. u. Deutschland. Seine Arbeitsgebiete sind seither DatenTechnology and Society Domain Leader Mitglied im schutz. studierte von 1982 bis 1986 Philosophie / Marxismus-Leninismus in L eipzig. für durch Öffentlichkeitsarbeit.mikro. 100 Mathias Schindler ist seit 2003 Autor bei Wikipedia.

Selbermachen. Er beschäftigt sich Humboldt-Universität zu Berlin 2009 (mit V. Urheberrecht im Alltag – Kopieren. Doktor der Philosophie und diplomierter Wirtschafts­ für ­ P ublizistik u. a. edoc-Server der ­ und Hochschule Darmstadt. Originalität und amerikanischem Copyright folg­ l ich sowohl mit wirtschafts. Djordjevic et al. Deutscher Bundestag. Medien und Sport der Wissenschaftlichen Dienste. Max ist informatiker. Text. Weblog: immateriblog.a. bpb 2008 (mit V. März 2010). Buchver­ öffentlichungen: Arbeit 2.de. Akademie und Technikphilosophie und ist vor allem verantwortlich für und privaten Organisationen in den Bereichen Wissens­ management.de. 15 / 10 (12. So zum abgeschlossen. die Berliner Salonreihe Research Workshop.. Dr. Langjährige wissenschaftliche Beratungstätigkeit im Deutschen Bundestag zu Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung und finanzwirtschaftlichen Konsolidierung. Forschungs. pol. taz. rer. Gegenwärtig Berater des Deutschen Bundes­ tages im Fachbereich Kultur. Veröffentlichungen zu gesellschaftlichen Aspekten der Digitalisierung in brand eins. Sie hat am ­ Autorenschaft. Beiratsmitglied bei deutsch- Dr. FAZ. e-Learning und IT Governance tätig.de / about / Michelle Thorne fürs Web – Kon­ z eption. Singer Stellvertretender Leiter des Sekretariats der Enquete-Kommission »Globalisierung der Weltwirtschaft«. Die Zeit.). IUWIS. Lehraufträge an FU Berlin. Otto Singer Otto Singer. Uni Leipzig land. Bastian Unterberg Openeverything Fokus und den International Free Culture Beispiel in dem Beitrag: Aktueller Begriff: Cloud Computing.info – Urheberrecht in der digitalen Welt (Grimme-Online-Award 2006). Schreiben M.als auch mit medien-­ politischen Themen und hat in den letzten Jahren immer wieder speziell zu den politischen Herausforderungen rund um die innovativen Technologien des Internet gearbeitet.a. Innovation Kooperationen mit den sog. Bearbeiten. 102 Bastian Unterberg (1978) studierte Diplom-Informatik an der Universität Siegen und Diplom-Design an der Universität der Künste Berlin und realisiert als Informationsarchitekt seit über 103 .0 – Urheberrecht und k reatives Schaffen in der digitalen Welt. Digerati und Digital Natives. Sie organisiert u. Max Senges Max arbeitet in Googles Policy Team in Berlin als Bindeglied zum akademischen Bereich und der Zivilgesellschaft. Er arbei­ tet an den Schnittstellen von Internetpolitik.). Dozent für Online­ Journa­ l ismus bei ARD-ZDF-Medienakademie. UVK 2003 (mit Michelle Thorne koordiniert für Creative Commons die Mount Holyoke College studiert und mit einer Arbeit zu Portierung der CC-Lizenzen in über 50 Ländern. Wissenschaftliche Dienste Nr. staatlichen Matthias Spielkamp Gründungsredakteur und Projektleiter von iRights.Mitglieder des Expertenkreises Dr.und Lehrtätigkeit an den Universitäten Konstanz und Tübingen (Schwerpunkt: Entwicklung und Durchsetzung wirtschaftspolitischer Strategien im internationalen Vergleich). Von 1999 – 2002 war Dr. Wieland) – ­ ausführlich: http: // immateriblog. Nutzung. Social Times. Djordjevic et al. In den letzten 10 Jahren war er mit akademischen. Süddeutsche Z eitung. Spiegel Online u.

Er ist Autor beim Informationsportal iRights. kammer Telekommunikation. über diese Tätigkeit war sie verkehr« (NEG). Sydney und Trier studiert. Zudem leitet er Workshops zum Thema Kommunikation und Strategie. Den lands größter Partnerschaft von Wirtschaft und Politik zur beriet Julius van de Laar Institutionen im In. Julius van de Laar Medienrecht. Diese Expertise integriert er in umfassende Strategien für wirkungsvolle Kampagnen. John Weitzmann Bereich E-Commerce und Neue Medien verantwortete sie von 1997 – 2000 als Referentin in der Industrie.Mitglieder des Expertenkreises 12 Jahren Kommunikationskonzepte im digitalen Raum. Im Präsidentschaftswahlkampf von Barack Obama war er als zuständig. Aktuell unterstützt Julius van de Laar Laars Arbeitsschwerpunkt ist die Mobilisierung und lang­ fristige Bindung von Wählern und Unterstützern mit Hilfe moderner Medien. Zuvor war sie drei Jahre bei BearingPoint (ehemals KPMG Consulting) als Content.und 104 105 .org als Kampagnenberater. Als unabhängiger Berater und Redner unterstützt er Nichtregierungs. DeutschFörderung der Internetnutzung. Wirtschaft und dem Stiftungswesen. Julius van de Youth Vote Director für die Mobilisierung von Jungwählern SPD-Parteivorstand.und Ausland.info. Seit 2006 ist er Legal Project Lead für Creative Commons Deutschland und koordiniert seit 2009 die Arbeit des Regionalverbundes CC Europe. Kampagnen und Mobilisierung. Ehrenamtlich berät Bastian Unterberg verschiedene NROs in Fragen der digitalen Kommunikation oder organisiert die Social Media Week in Berlin. Im Bundestagswahlkampf 2009 beriet er den das Netzwerk Avaaz.und Handelsauch in das Kompetenzzentrum für elektronischen Geschäftsverkehr Rheinland-Pfalz (KLICK) eingebunden – eine Einrichtung des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten »Netzwerk Elektronischer Geschäfts­ diums an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenfür öffentliche Verwaltung insbesondere mit der Verwaltungsmodernisierung in den Bundesländern (auch unter dem Einsatz von IT) als Projektreferentin in der Wissenschaftlichen Dokumentations. Barbara Zimmers und ist als freier Mitarbeiter für die Redaktion der Sendung Julius van de Laar ist Experte für Online-Kommunikation. Maximilian Herberger an der Arbeitsgruppe 9 (eJustice) des IT-Gipfels der Bundesregierung beteiligt. Seit 2007 ist Bastian als Gründer und Geschäftsführer des ­ Berliner Internet StartUps jovoto hauptsächlich für die strate­ g ische Entwicklung der Open Innovation Plattform jovoto. In den vergangenen Jahren ist seit 2003 Geschäftsführerin der Initiative D21.und Knowledgemanager im E-Government-Umfeld aktiv.com verantwortlich. Nach dem Abschluss ihres Auf bau-­­­ Stu­ schaften in Speyer beschäftigte sie sich am Forschungsinstitut John Weitzmann hat Rechtswissenschaften in Saarbrücken. Zudem ist er als Sherpa für Prof. Studienschwerpunkt Urheber. Julius van de Laar hält Vorträge für Kunden in Politik. veröffentlicht regelmäßig Fachbei­ träge zum Thema Open Access und Standardlizenzmodelle »Breitband« bei Deutschlandradio Berlin tätig.und Regierungsorganisationen sowie Unternehmen bei der Neugestaltung ihrer Außenkommunikation.und Transferstelle für Verwaltungsmodernisierung in den Ländern.

Jutta Croll. Weitzmann · Henning Lesch Unter den Linden 21 · 10117 Berlin Dr. Axel Küpper.: +  49  30  303  98  63  62 @  Besuchen Sie das Internet & Gesellschaft Co:llaboratory auf www. Julius van de Laar. Verfasser diesen Band unter der Creative-Commons- 107 . Bericht »Offene Staatskunst«.com formschön. Philipp Müller max  collaboratory. Matthias Spielkamp. Weitzmann und Barbara Zimmers im Juli 2010.org/licenses/by/3. Daniel Ott. Falk Lüke.org Ansprechpartner des Co:llaboratory-Lenkungskreis: John H. Nikolaus Lindner. Sabine Grosser Druck: Eurocaribe Druck Hamburg · www.eurodruck. Thorsten Schilling. Thomas Praus. Max Senges. Martin Löhe.collaboratory. Redaktion & Umfrage: Co:llaboratory Expertenkreis 2   /2010 Gestaltung & Layout: Jessica Louis · www.com/Collaboratory Dieser Berichtsband wurde verfasst von Peter Bihr. Philipp Müller. Henning Lesch.jessicalouis. Christopher Coenen.youtube.de · 2010 und Umgestaltung unter der Bedingung. Christoph Bruch.de · Tel. Philippe Gröschel.IMPRESSUM Eine Publikation des Internet & Gesellschaft Co: llaboratory. dass als Quelle die von den Internet & Gesellschaft Collaboratory. Soweit nicht anders angegeben. Löhe · Prof. Bearbeitung Verfassern festgelegte Zuschreibung wie folgt angegeben wird: www.collaboratory. Dean Ceulic. Pavel Richter. John H. Annette ­ Mühlberg.0/de/ Diese Lizenz erlaubt jegliche Art der Nachnutzung. veröffentlichen die Lizenz BY 3.de · www. Max Senges · Martin G. siehe http://creativecommons.0 de.

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