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Boze n
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Mitteilungsblatt der SchŸtzen der Alpenregion


Nr. 3 Bozen, Innsbruck, Weya rn, Kronmetz im Mai 20 02 26. Jahrgang

Bundesgeneralversammlung des BTSK É 5

Der B gm. von Rot tach-Egern Franz Hafner (l.), LHptm. K arl Steininger und der Hpt m. der Tegernseer
Kompan ie Fred Baier (r.) Ÿberre ichen Josep K ardin al Ratzinger das Geburtstagsgesc henk, eine Holzplastik.

Salut dem Kardinal


Die Bayerischen GebirgsschŸtzen gratulieren
Joseph Kardinal Ratzinger
†ber 400 bayerische GebirgsschŸtzen machten sich am 18. April 2002 auf den Weg Ÿber die
Bundesgeneralversammlung des BTSK É 6 Alpen, um in Rom Joseph Kardinal Ratzinger zum 75. Geburtstag zu gratulieren. Schon 1987,
beim 60. Geburtstag des frŸheren Erzbischofs von MŸnchen und Freising waren die Gebirgs-
schŸtzen zur Gratulation nach Rom gereist und hatten dem Kardinal ein StŸck Bayern in die
Ewige Stadt gebracht.
ÈHui & PfuiÇ ÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉ 11 Die Ehrenkompanie stellte Tegernsee, die auch Musikkapelle und Trommlerzug sowie Salut-
Leserbriefe ÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉ 11 zug aufboten. Aus allen anderen Gauen schlossen sich Abordnungen an. An der Spitze der
Delegation standen Landeshauptmann Karl Steininger, die Bayerische Sozialministerin Christa
Bataillone und Bezirke ÉÉÉÉÉÉÉÉÉ 12 Stewens, der Landtagsabgeordnete Dr. Peter Gauweiler, der BezirksratsprŠsident von Oberbay-
Berichte aus Bayern ÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉ13 ern Franz Jungwirth, der ehemalige Intendant des Bayerischen Rundfunks Prof. Albert Scharf
und sein Nachfolger Dr. Thomas Gruber, sowie der langjŠhrige Vertraute des Kardinals, der
Die Seite der Marketenderinnen MŸnchener Bankdirektor ThaddŠus KŸhnel.
und JungschŸtzen ÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉ 20 Joseph Kardinal Ratzinger, der PrŠfekt der Kongregation fŸr die Glaubenslehre, hatte zur
Wir gratulieren ÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉ 23 Feier Angehšrige und Freunde, darunter seinen Bruder, PrŠlat Georg Ratzinger, den ehemali-
gen Leiter der Regensburger Domspatzen, seine Mitarbeiter aus der Kongregation und rund 40
Gesamttiroler SchŸtzenchronik ÉÉÉÉ 24 ehemalige SchŸle r und Doktoranden und auch die Bayerischen GebirgsschŸtzen eingeladen.
Totengedenken ÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉÉ 31 Der absolute Hšhepunkt des Rombesuchs war die private Audienz bei Papst Johannes Paul
II. in der Sala Clementina. Dort ehrte der Papst den Kardinal in einer in deutscher Sprache
Ehrungen fŸr langjŠhrige Treue ÉÉÉ 32 gehaltenen Rede. Die hohe WertschŠtzung, die Kardinal Ratzinger in Rom erfŠhrt, Šu§erte sich
auch darin, dass der Ÿblicher Weise in italienischer Sprache erscheinende LÕOsservatore Roma-
2 Nummer 3 - Mai 2002

Bis zum letzen P latz gefŸllt war die Kirche Santa Maria in Trasteve re, als Joseph K ardinal Ratz inger den Dankgotte sdienst ze lebrierte.
An schlie§end schritt er in Begle it ung von Staatsmin iste rin C hrist a Ste wens und Landeshauptmann K arl Steininger die Ehrenformation der GebirgsschŸ tzenkom-
pani en ab.

no die Papstrede in vollem Umfange und in deutscher Sprache veršf- ten seit Thomas von Aquin und hob hervor, da§ bei all den hohen und
fentlichte. hšchsten €mtern und den damit einhergehenden schwierigen Aufga-
Nicht weniger eindrucksvoll war der feierliche Dankgottesdienst in ben und Verpflichtungen Kardinal Ratzinger nie seine altbayerische
der Basilika Santa Maria in Trastevere. Viele KardinŠle und Bischšfe Heimat und Herkunft vergessen hat, seine Heimat, die ihn geprŠgt und
sowie hochrangige Persšnlichkeiten, u.a. auch die FŸrstin Gloria von geformt hat und der er auch heute noch mit allen Fasern seines Her-
Thurn und Taxis, waren gekommen, um Kardinal Ratzinger zu gratu- zens verbunden ist. Sie erinnerte an den Abschied von MŸnchen und
lieren, der neben seinem Geburtstag auch das 25-jŠhrige Bischofs- und erwŠhnte, dass der damalige Bayerische MinisterprŠsident Franz Josef
KardinalsjubilŠum feierte. Das Tagesevangelium vom Guten Hirten Strau§ die Zuversicht geŠu§ert hat, dass der Kardinal immer mit vol-
nahm dann der Kardinal in seiner Predigt auf und bezeichnete es als ler †berzeugung von sich sagen kšnnen wird: ãEtiam Romae semper
Aufgabe des Guten Hirten, sich entschlossen den Dieben und RŠubern civis bavaricus ero (Auch wenn ich in Rom bin werde ich immer ein
entgegen zu werfen, die die Schafe bedrohen. bayerischer BŸrger sein)"
Umrahmt wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle der Bayeri- Ihr schlossen sich BezirkstagsprŠsident Franz Jungwirth, der
schen GebirgsschŸtzen. Die GebrŸder Rehm sangen ein in Werdenfels Hauptmann der Tegernseer Kompanie Fredi Bayer und der Landes-
traditionsreiches Geburtstagslied. Chor und Orgelmusik rundeten die hauptmann Karl Steininger an. Das offizielle Geschenk der Gebirgs-
musikalische Gestaltung ab. schŸtzen wurde Ÿberreicht: Der Kardinal erhielt einen geschnitzten
Nach dem Dankgottesdienst versammelten sich GebirgsschŸtzen Engel, den die 87-jŠhrige Holzschnitzerin Anni Edbauer aus Kreuth
und EhrengŠste vor der Kirche. Beifall erklang, als der Kardinal er- gefertigt hat. In den 40 Jahren ihres Schaffens hat sie nur zwei Exem-
schie n und dann marschierte er an der Spitze des Zuges der Bayeri- plare dieses Engels geschnitzt. Eine Figur hatte die KŸnstlerin 1948
schen GebirgsschŸtzen in den Innenhof des benachbart gelegenen dem damaligen Kardinal Mic hael Faulhaber geschenkt. Die andere
Vatikanpalastes San Calisto. Dort hielt Staatsministerin Christa Ste- Figur blie b in ihrem Besitz und weil Faulhaber Joseph Ratzinger 1951
wens, in Vertretung des Bayerischen MinisterprŠsidenten Dr. Edmund zum Priester geweiht hat, erschie n dieser Engel den GebirgsschŸtzen
Stoiber, die offizielle und sehr persšnlich gehaltene Rede. als das passende Geschenk. Der Kardinal hat sich darŸber sehr gefreut
Sie wŸrdigte den Kardinal als einen der grš§en christlichen Gelehr- und wird ihm nach eigenem Bekunden einen Ehrenplatz einrŠumen.
Nummer 3 - Mai 2002 3

Joseph K ardinal Ratzinge r dankte Papst Johannes Paul II. fŸr die gewŠhrte Audienz

Seinen Dank kleidete Joseph Kardinal in folgende Worte: ãIch freue Beim anschlie§enden Empfang lie§ es sich der Kardinal nicht neh-
mich, Bayern in seiner ganzen Schšnheit, Heiterkeit und Kraft hier men, mit den vielen GebirgsschŸtzen in entspannter und vergnŸgter
mitten im vatikanischen Territorium vertreten zu sehen, denn dass wir AtmosphŠre persšnlic h zu sprechen. Er genoss sichtlich die Stunden
schie§en durften hŠngt auch damit zusammen, dass wir im friedlichen im Kreise seiner bayerischen Landsleute.
Vatikanstaat sind, der sich vor nichts zu fŸrchten braucht. Aber wir Voll des Eindrucks der erle bten Festlichkeiten, aber auch des
wissen auch, dass ohnedies kein Grund ist, sich vor bayerischen Besuchs der Stadt Rom traten die GebirgsschŸtzen wieder den Heim-
GebirgsschŸtzen zu fŸrchten, weil sie in der gro§en lŠnderŸbergrei- weg an und konnten noch am Abend im Bayerischen Rundfunk den
fenden Gemeinschaft derer stehen, die Freude darŸber haben, dass es halbstŸndigen Film ãSalut dem Kardinal - wie Bayerische Gebirgs-
keine Schie§ereien von Menschen auf Menschen mehr gibt, sondern schŸtzen den Geburtstag von Kardinal Ratzinger feierten" betrachten.
dass wir miteinander auf diese Weise unsere Freude und unsere Dieser Film des Leiters des ARD-Studios in Rom, Manfred Mandlik,
Freundschaft ausdrŸcken kšnnen." dokumentiert die Reise der Bayerischen GebirgsschŸtzen nach Rom.
Er dankte der GebirgsschŸtzenkompanie Tegernsee fŸr die verlie he- DarŸber hinaus berichtete das Erste Deutsche Fernsehen in den
ne Ehrenmitgliedschaft. Auch zeigte er sich beeindruckt, dass er vier Tagesthemen und auch fŸr die Ÿberregionalen Zeitungen, wie die
Priester, zwei Weltprie ster - einen Jesuiten und einen Benediktiner Ð Frankfurter Allgemeine Zeitung, die SŸddeutsche Zeitung, der MŸnch-
in der Montur der Tegernseer Kompanie begr٤en konnte und sagte: ner Merkur sowie die Regionalzeitungen war der Besuch in Rom ein
ãSo weit werde ich es wohl nicht bringen, aber in Gedanken sehe ich Thema.
mich auch in dieser Tracht." Er fuhr schmunzelnd fort, dass er nie ein
guter SchŸtze gewesen ist, und dass er aber in seinem Alter diese Fer-
tigkeit wohl nicht mehr nachweisen mŸsse. Aber durch die Ehrenmit-
Interview: Michael Mandlik, Korrespondent des
gliedschaft wird dokumentiert, dass Ð wie er es ausdrŸckte Ð ãich auf Bayerischen Rundfunks in Rom, fragte Kardinal
diese Weise zu Ihnen gehšre und selber eine Art GebirgsschŸtze bin. Ratzinger:
Jedenfalls freue ic h mich, dass Sie da sind sind und dass Sie auch den
Ršmern ein GefŸhl von Bayern gegeben haben in seiner Farbigkeit, in M: Herr Kardinal, was empfindet man an so einem Tag?
seiner Phantasie und seiner Freude am Leben."
Kardinal: Es geht einem einfach zu Herzen, dass es so viel Freund-
Und dann feuerte der Salutzug der Tegernseer dreimal in den ršmi-
schaft gibt, dass unser Land so schšn ist und es so viele gute Men-
schen Himmel. Dieser Ehrensalut war der heikelste Punkt der Feier,
schen da gibt, und dass Gott so gnŠdig ist mit mir.
denn der italienische Staat hatte weder das MitfŸhren von Waffen
noch den Salut genehmigt und so waren Gewehre und SŠbel in der M:. Was bedeuten Ihnen die GebirgsschŸtzen?
Deutschen Botschaft im Vatikan verwahrt worden und wurden nur fŸr Kardinal: Ja, das ist halt wirklich die Heimat, die im Menschen
diese Feier im Palazzo San Calisto ausgegeben. Er, so der Kardinal, sichtbar ist und Zeichen dafŸr, dass wir gute Leute haben in Bay-
habe den Salut zugelassen, denn er empfinde ihn als Explosion der ern.
Freude.
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Landeshauptmann Karl Steininger Ÿberreicht dem Heiligen Vater das Buch der Bayerischen Gebirgssc hŸtz en ãSchwarz fest im Aug - im He rzen wei§ und
blauÓ, im Hi nt ergrund Joseph Kardinal Ratzinger

Bollettino - Sala Stampa della Santa Sede:


Udienza ai partecipanti al pellegrinaggio dalla Baviera
Alle 11.30 di questa mattina, nella Sala Clemen- Von meinem verehrten VorgŠnger Papst Paul VI. 1977 zum Erzbi-
tina del Palazzo Apostolico Vaticano, il Santo schof von MŸnchen und Freising berufen und noch im selben Jahr
Padre Giovanni Paolo II ha ricevuto in Udienza i zum Kardinal ernannt, hat Joseph Ratzinger seine Arbeit als Theologe
partecipanti al pellegrinaggio dalla Baviera ed ha loro rivolto il dis- in der gro§en Verantwortung des Hirtenamtes vertieft und weiterge-
corso che riportiamo di seguito. Discorso del Santo Padre: fŸhrt. TatsŠchlich erfŸllt der dem Bischof anvertraute Heilsdienst sein
langjŠhriges Wirken als PrŠfekt der Kongregation fŸr die Glaubens-
ãSehr verehrter Herr Kardinal Ratzinger, liebe BrŸder im Bischofsamt,
lehre, als PrŠsident der PŠpstlichen Bibelkommission und der Interna-
verehrte Frau Staatsminister, Mitarbeiter der Kongregation fŸr die
tionalen Theologenkommission und als Mitglied anderer Dikasterien
Glaubenslehre, Mitglieder des SchŸlerkreises von Kardinal Ratzinger,
des Heiligen Stuhls. Unter den verschiedenen lehramtlichen Doku-
liebe GebirgsschŸtzen aus Bayern, liebe BrŸder und Schwestern!
menten, zu deren Entstehung der Kardinal ma§geblich beigetragen
Euch allen gilt mein ganz herzlicher Gru§! Das mehrfache hat, ragt der Katechismus der Katholischen Kirche hervor, dessen
JubilŠum meines geschŠtzten Bruders im Bischofsamt und engen Mit- Erstellung der von 1986 bis 1992 unter seiner Leitung arbeitenden
arbeiters, des PrŠfekten der Kongregation fŸr die Glaubenslehre hat Kommission aufgetragen war. †ber seinen herausfordernden Amtsbe-
Euch den Anlass zu einer Pilgerfahrt nach Rom, an den Sitz des reich hinaus ist es dem Kardinal gelungen, in unzŠhligen VortrŠgen
Nachfolgers des Heiligen Petrus, gegeben. Vor wenigen Tagen durfte und Veršffentlichungen von der Strahlkraft des katholischen Glaubens
Joseph Kardinal Ratzinger sein 75. Lebensjahr vollenden; zugleich in seiner Tiefe und Schšnheit Zeugnis zu geben.
schaut er in diesen Wochen dankbar auf seine ErwŠhlung zum Erzbi- Liebe BrŸder und Schwestern! Kardinal Ratzinger hat es sich zur
schof von MŸnchen und Freising und seine Bischofsweihe vor 25 Lebensaufgabe gemacht, ãMitarbeiter der Wahrheit" zu sein, nach dem
Jahren zurŸck. Mit gro§er Freude hei§e ich daher Euch alle, die Ihr Vorbild vieler verdienstreicher Hirten der Heiligen Kirche Christi. Er
aus Bayern und anderen Regionen gekommen seid, im Apostolischen spornt Euch durch sein Beispiel an, den Dienst an der Wahrheit, die
Palast willkommen. Mšgen die feierlichen Gottesdienste und Begeg- Gott selber ist, in den unterschiedlichen Situationen Eures Lebens mit
nungen dieser Tage fŸr Euch alle zu einem unvergesslic hen ãFest des Glaubensfreude und Ausdauer wahrzunehmen. Dem Jubilar danke ich
Glaubens" werden! Ihr handelt getreu dem Apostelwort: ãDenkt an aufrichtig fŸr seine Arbeit und erbitte ihm weiterhin Gottes gŸtige
Eure Hirten, die Euch das Wort Gottes verkŸndet haben und ahmt FŸhrung, damit er seinen Dienst in der Kirche fortsetzen kann. Euch
ihren Glauben nach" (vgl. Hebr. 13, 7). Denn die Ehre, die Ihr dem allen, die Ihr zur Feie r seiner JubilŠen gekommen seid, wŸnsche ich,
HochwŸrdigsten Herrn Kardinal Ratzinger erweist, bezieht sich nicht da§ Ihr Ð beschenkt durch die Erfahrung eines froh machenden Glau-
nur auf seine Persšnlichkeit, sondern vor allem auf seinen priesterli- bens Ð Jesus Christus freimŸtig bezeugt, der von sich sagt: ãIch bin der
chen und bischšflichen Dienst, den der Jubilar zunŠchst in Deutsch- Weg und die Wahrheit und das Leben" (Joh. 14, 6). Dazu erteile ich
land, insbesondere in seiner bayerischen Heimat, und seit 1981 hier Euch und Euren Lieben in der Heimat von Herzen meinen Apostoli-
in Rom mit unermŸdlichem Einsatz fŸr die Wahrheit leistet, welche schen Segen.
die Gotteskinder zur wahren Freiheit fŸhrt (vgl. Joh. 8, 32). (Originalsprache deutsch)
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Bundesversammlung des BTSK 2002


Idealismus und Tradition ist zu spŸren

Wie jedes Jahr trafen sich auch heuer, am letzten Sonntag im April,
die Vertreter aller Kompanien des Bundes der Tiroler SchŸtzenkompa-
nien in Innsbruck, um ihre Jahreshauptversammlung, dieses Mal mit
Neuwahlen, zu begehen.
Der BundesschŸtzentag begann mit einer hl. Messe in der Jesuiten-
kirche, zele briert von Landeskurat Josef Haselwanner und Diakon Hel-
mut Naschenweng. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von
der Musikkapelle Saggen. Unser Kurat sagte in seiner Predigt u.a.:
ãDie Wahlen drau§en in den Bataillonen und Vierteln sind vorŸber,
und in kurzer Zeit wird auch die neue Bundesleitung bestellt sein. Die
FŸhrungspositionen unseres Bundes sind wiederum besetzt und dann Die Ehrenkompani e Waidring, unte r dem Kommando von BMjr. Johann Ste i-
ner, bee indruckt e alle anwe se nden Sc hŸt ze n und Zuschauer mit ihrem schnei-
gilt es wie derum zu arbeiten und zu planen und das in einer, wie wir digen Auftret en und den e xakt geschossenen Salven.
ja schon eingangs erwŠhnten, Zeit, in der uns doch nicht nur ein geeb-
neter Weg erwartet. Da ist einmal das Problem der Orientierung und in die Praxis des Alltags."
Richtungsweisung im Strom des modernen Pluralismus. Gibt es denn Zahlreic he GŠste gaben uns SchŸtzen die Ehre: LandtagsprŠsident
inmitten aller WidersprŸchlichkeiten von GrundŸberzeugungen Prof. Helmut Mader, die LR GŸnther Platter und Konrad Streiter, Vize-
bezŸglich Gott, der Menschen und der Welt noch etwas wie gemein- Bgm. Frau Hilde Zach, Mil.-Kdt. Brig. Alexander KrštzmŸller, Polizei-
same, verlŠssliche Ma§stŠbe des menschlichen Zusammenlebens? direktor Mag. Arnold Stattmann, die LKdt. von Bayern LHptm. Karl
Erfahren wir nicht immer mehr eine um sich greifende Bindungs- Steininger, von SŸdtirol Mjr. Paul Bacher, von Welschtirol Mjr. Carlo
losigkeit unter einer zunehmenden Individualisierung. SolidaritŠt und Cadrobbi, die EKdt. Alt-LH Dr. Alois Partl, HR Dr. Walter Zebisch und
Gemeinsinn, Treue und VerlŠsslichkeit schwinden und es ergibt sich Emmerich Steinwender.
die Frage, wie steht es um die Marschzahl in Richtung Engagement als Nachdem die Mjr. Klaus Holzbaur und Paul Hauser ihre TŠtigkeits-
Grundwert und Voraussetzung fŸr das Gelingen von Miteinander und berichte vortrugen, wurde das Wahlergebnis bekannt gegeben.
FŸreinander . . . LKdt. HR Dr. Otto Sarnthein wurde mit der Bundesleitung, nahezu
ãDer Mensch ist der Weg", sagt uns Johannes Paul II. Es geht also einstimmig, in geheimer Wahl wieder gewŠhlt. Neu dabei ist Dr. Rudi
nicht um Ehre, um Ansehen, um Macht, um Positionen, Titel, und Rieser, der Dr. Jakob Wolf als SchriftfŸhrer ablšste. Mit Marketenderin
WŸrden, es ginge vielmehr um das ãmagis" um ein ãMehr". Um ein Lisi Konrad wird erstmals in der Geschichte des Bundes eine Frau in
Mehr im Glauben, der Hoffnung und der Liebe; um ein Mehr im Die- die Bundesleitung aufgenommen.
nen, der Nachfolge Christi, im Beispie lgeben, dem Mitrei§en und Auf- Der LKdt. ging in seinem Bericht auf die in den drei letzten Jahren
bauen; um das Ernstnehmen unserer GrundsŠtze und ihre Umsetzung besonderen Ereignisse ein und gab eine Vorausschau auf zukŸnftige

Die Geehrten und mit ihnen die e rsten Gratulanten: (v. li.) LR Konrad Stre ite r, Mjr. Strobl , LR GŸnther Plat ter, R eg. K dt. Herm ann Huber, LHptm. K arl Ste ininger,
BG Klaus Holzbaur, Hans Graber, EOlt. Ferdl Erhart, LandtagsprŠsident Helmut Mader, EHptm. Fran z Brunner, EHptm. Karl R aute r, Viertel-Kdt. Hermann Huber,
LKdt. Dr. Otto Sarnthein
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Gru§worte der EhrengŠste:


Vize-Bgm. von Innsbruck und EhrenkranztrŠgerin Frau Hilde Zach
gratulierte der neuen Bundesleitung und meinte ãwir in der Politik
kšnnten von so einem Wahle rgebniss nur trŠumen". Sie dankte auch
fŸr die Ausstellung ãEinst Feinde - heute Freunde", die den JŸngeren
zeigen wird, wo die SchŸtzen herkommen.
LR GŸnther Platter meinte, man spŸre heute den Idealismus und die
Tradition, die in der SchŸtzenbewegung stecke. Der Mil.-Kdt. sagte zu
ihm: ãIhr wisst gar nicht, wie stolz ihr auf die SchŸtzen sein kšnnt".
Er dankte auch fŸr unsere Wertehaltung und fŸr alle s, was in den
Kompanien geleistet wird.
Nach der Aufstellung vor der Hofburg, der Meldung, Frontab-
schreiten und Ehrensalve der Ehrenkompanie und Musikkapelle Waid-
ring erfolgte bei herrlichem Wetter der Marsch durch die Innsbrucker
Altstadt zum Denkmal von Erzherzog Eugen. Dort fand mit der Kranz-
niederlegung und dem ãGuten Kameraden" das Gedenken an die gefal-
lenen und verstorbenen Kameraden statt. Mit einer Defilierung vor
den EhrengŠsten und der BL wurde der Tag der SchŸtzen beendet. Der
verantwortliche Offizier der Ehrenformation war heuer Viertel-Kdt.
SchŸtzentermine. Dabei war die 50-Jahr-Feier des Bundes, die Auf- und Hptm. Hans Steiner aus Waidring, der mit seinen Kommandos und
nahme der 233. Kompanie (Oberhofen), das Alpenregionsfest - heuer den Salven seiner starken Kompanie sowie den schneidigen MŠrschen
in Prutz -, Bekanntgabe der Orte und Termine der Ausstellung ãEinst der Heimatkapelle alle begeistern konnte.
Feinde - heute Freunde" und die au§erordentlich gute Verbindung zu
den Kommandanten in der Alpenregion der SchŸtzen das Wesentliche
seiner AusfŸhrungen. 37. Bundesgeneralversammlung des
FŸr BBO Karl Pertl war die TSZ, die heuer ihr 25-jŠhriges Erschei-
nen feiert, ein gro§es Anliegen: ãUnsere Wertordnung wird mehr und SSB am 21. April 2002
mehr durch das Materielle dominie rt.
Auch manche SchŸtzen scheinen diesem Trend zu folgen, denn etli- Die Wahlen fŸr die neue Amtsperiode sind geschlagen, die SchŸt-
che von uns JŸngeren sind in der Freiheit bis FreizŸgigkeit einer Kon- zen haben entschieden und die Weichen fŸr die nŠchsten drei Jahre
sumgesellschaft aufgewachsen und fŸr einige Kameraden scheint das gestellt.
verlŠngerte Wochenende um Fronleichnam am Gardasee wichtiger zu Mit einer ŸberwŠltigenden Mehrheit (252 von 266 abgegebenen
sein, als bei der Prozession im Ort ihren Ehrendienst zu leisten. Stimmen) wurde der vor einem Jahr angetretene LKdt. Paul Bacher in
Mit unserer Zeitung soll das Heimatbewusstsein des Einzelnen seinem Amt besŠtigt und somit seine umsichtige und bedachte, stets
gestŠrkt und gefestigt werden". kameradschaftliche FŸhrungsweise gut gehei§en.
Mit der Goldenen Verdienstmedaille des Bund der Tiroler SchŸt- Ein langgedienter SchŸtzenoffizier trat auf der heurigen Bundesge-
zenkompanien wurden ausgezeichnet: neralversammlung zum letzten Mal in dieser Funktion in Erscheinung:
Der LHptm. der Bayerischen GebirgsschŸtzenkompanien Karl Stei- Hans Graber, amtierender LKdt.-Stv., gibt nach 23-jŠhriger Arbeit in
ninger; Hans Graber, langjŠhriger LKdt.-Stv. des SSB; Hermann Huber der Bundesleitung die Aufgaben an jŸngere HŠnde weiter. Er war Bez.-
Reg.-Kdt. Zillertal, EHptm. Franz Brunner, Aldrans; der langjŠhrige Mjr. des Bezirkes Vinschgau, 2. und schlie§lich 1. LKdt.-Stv. FŸr sei-
Bundesstandarten-Fhr. EOLt. Ferdl Erhart und Rauter Karl, EHptm. von nen langjŠhrigen Einsatz gebŸhrt ihm Respekt und Dank.
Lermoos. FŸr die €mter der LKdt.-Stv. traten drei Kandidaten an: Dr. Peter
Piock, landauf-landab bereits bekannt durch seine unermŸdliche
Arbeit sowohl in der JungschŸtzenleitung wie auch als Exerzierrefe-
rent des Bundes, Otto Rifesser, GrŸndungs-Hptm. der Kompanie St.
Ulrich, und als langjŠhriger Ladinervertreter im SchŸtzenbund bereits
mit einsc hlŠgiger Erfahrung in der Bundesleitung ausgestattet, und
GŸnther Ploner, aufstrebender Bez.-Mjr.-Stv. des Bezirkes Brixen.
Auf zwei kurze Wahlreden und eine etwas lŠngere folgte die Ent-
scheidung des Gremiums: Die neuen LKdt.-Stv. hei§en Otto Rif esser
(176 Stimmen) und Dr. Peter Piock (159 Stimmen).
Nun folgte die Wahl des Bundesmajors. Bis zuletzt spannend
gemacht hat es Dr. Luis Zingerle. Er hatte seine Kandidatur offen
gelassen und versicherte sogar noch wŠhrend der Sitzung verschiede-
nen Kameraden, fŸr das Amt nicht zur VerfŸgung zu stehen. Daher
brachte LKdt. Mjr. Paul Bacher selbst eine mšgliche Variante ins Spiel,
nŠmlich auf die Wahl des Bundesmajors zu verzichten und die Arbeit
dem BŸromitarbeiter Dr. Martin Federspieler zu Ÿbertragen, der als
bezahlter Mitarbeiter des SSB aufgrund des Volontariatsgesetzes im
Augenblick nicht wŠhlbar sei. Durch die ErklŠrung von Dr. Luis Zin-
gerle, doch zur VerfŸgung zu stehen, wurde diese Variante jedoch hin-
fŠllig. Bei der anschlie§enden Wahl erhielt er 181 von 257 abgegebe-
nen Stimmen.
Nummer 3 - Mai 2002 7

schriebene Stellungnahme zur Toponomastik wurde im Herbst allen


drei Landeshauptleuten und dem MinisterprŠsidenten von Bayern
Ÿbergeben, mit der Bitte, die Position der SchŸtzen nach Mšglichkeit
zu unterstŸtzen.
Wir haben uns immer deutlich gegen eine Teilanerkennung der von
Tolomei eingefŸhrten Namen ausgesprochen. Historisch gewachsene
Namen sind KulturdenkmŠler und Zeugen der Entstehungsgeschichte
unseres Volkes. Deshalb kšnnen wir es nicht akzeptieren, dass uns die
erfundenen Phantasienamen weiterhin aufgezwungen werden. Ich tei-
le voll und ganz die Meinung von Dr. Egon Kuehbacher, der in einem
kŸrzlich erschienenen Zeitungsartikel die Ortsnamen als geschichtli-
che Dokumente eines Volkes bezeichnete. Ohne Streichung der fa-
Die Bundeslei tun g, angefŸhrt von LKdt. Paul Bach er, be im RŸckmarsc h von schistischen Dekrete mit den erfundenen Namen, so Kuehbacher,
der Bozn er Pfarrkirc he zum Waltherhaus, wo die Versammlung um 10.20 Uhr bleibt jede sogenannte ãLšsung" der Ortsnamensfrage nur Schwindel
mit dem A ppell beginnt. und Betrug an unserem Volk. Die LšsungsansŠtze der GrŸnen, gleich
Landeskurat Dr. Paul Rainer hatte den ca. 500 anwese nden SchŸtzen in seiner
Predigt in der Bozner Pfarrkirche e ine gute Wahl bei der 37. Ordent lichen
wie je ner der SVP, die zur Zeit im GesprŠch sind, mŸssen somit ganz
BGV gewŸnsc ht. deutlich abgelehnt werden.
Nic ht teilgenommen hat der SŸdtiroler SchŸtzenbund am Empfang
mit dem italienischen StaatsprŠsidenten Ciampi, zu dem wir eingela-
Luis Zingerle hat damit wieder einmal bewiesen, dass er im SchŸt- den worden waren. In einem offenen Brief an den StaatsprŠsidenten
zenbund einen konstanten Faktor darstellt. Man kšnnte ihn auch mit haben wir unser Verhalten damit begrŸndet, dass sich der italienische
einem guten Wein vergleichen, der mit zunehmendem Alter seinen Staat noch nie fŸr die Zerrei§ung Tirols und die faschistische Unter-
Wert nicht nur behŠlt, sondern sogar noch weiter ausbaut. drŸckung der SŸdtiroler entschuldigt hat. Die Rede des StaatsprŠsi-
Insgesamt verlief die Versammlung ruhig und in geordneten Bah- denten im Bozner Regierungskommissariat - u.a. mit der untragbaren
nen, auch Wortmeldungen waren eher weniger zu verzeichnen als in Aussage, dass fŸr ihn der Begriff Volksgruppe einen rassischen Wider-
anderen Jahren. hall habe -, und der Verlauf des gesamten Besuches hat uns Recht
Lediglich der Spingeser Hauptmann lie§ es sich auch heuer nicht gegeben. Wenn schon ein deutscher SŸdtiroler BŸrgermeister den
nehmen, se ine alljŠhrlich bereits mit Spannung erwartete Rede zu hal- StaatsprŠsidenten in die Trikoloreschleife gehŸllt empfŠngt, obwohl
ten. Mit einer rhetorischen Glanzleistung, wie wir sie von ihm ja schon das Gemeindestatut vorsieht, dass der BŸrgermeister in seiner Funkti-
gewohnt sind, lie§ er uns alle an seinen Gedanken zum abgelaufenen on als oberster Gemeindevertreter die BŸrgermeisterkette trŠgt, so ist
GeschŠftsjahr teilhaben. Leute wie er waren und sind aus dem SchŸt- es um so wichtiger, dass wir SchŸtzen auch im Angesichte des italie-
zenwesen nicht wegzudenken. nischen Staatsoberhauptes zur Tiroler IdentitŠt unseres Landes stehen.
Scharf verurteilen mŸssen wir an dieser Stelle die jŸngsten wirt-
Peter Kasal schaftlichen und touristischen Vermarktungsmethoden in unserem
Lande. Des Geldes wegen verkauft und verleugnet man die IdentitŠt
LKdt. Mjr. Paul Bacher zur Bundes- unseres Volkes. Es wird offen proklamiert, dass SŸdtirol zur Toskana
des Nordens werden soll, mit Aufschriften wie SŸdtirol/Italia wird im
generalversammlung des SSB Ausland um GŠste geworben. Ich finde es beleidigend, unser Land
Tirol mit solchen unsinnigen Werbeaktionen zu vermarkten, dazu
Die UnterstŸtzung der Bundesleitung aber auch das VerstŠndnis noch mit šffentlichen Geldern.
aller SchŸtzen, die Wahl in demokratischer Weise anzuerkennen, hat Wenn sich SŸdtirol international positionieren will, so sind wir
ermšglicht, wieder einen gemeinsamen Weg zu gehen und in der doch nic ht darauf angewiesen, andere LŠnder zu kopieren.
…ffentlichkeit wieder jenen Stellenwert einzunehmen, der uns SchŸt- Man hat den Eindruck, die SŸdtirol-Werbung versucht mit allen
zen zusteht. Mitteln und tut sich schwer dabei, SŸdtirol gegen die Tirol-Werbung
Die Klausurtagung im November gab Gele genheit, einmal offen des Bundeslandes Tirol zu profilieren. Die AffŠre mit dem ãAuf Wie-
Ÿber alles zu reden. Dabei kam auch u.a. heraus, dass sich die Basis dersehen in Tirol"ÐSchild in Arnbach an der Staatsgrenze im Pustertal
eine stŠrkere Einbindung in Entscheidungen des Bundes wŸnscht. Mit
der Statutenreform, die auf der au§erordentl. GV am 1. Juni zur
Debatte und zur Entscheidung ansteht, wird dem durch die geplante
EinfŸhrung eines Bundesausschusses nach dem Vorbild des Bundes
der Tiroler SchŸtzenkompanien Rechnung getragen.
Eines meiner ersten Ziele nach dem Amtsantritt war es, die Zusam-
menarbeit mit dem Bund der Tirole r SchŸtzenkompanien weiter vor-
anzutreiben. Einige positive AnsŠtze dazu sind bereits verwirklicht
worden. Gemeinsamen Feiern am 20. Februar und am 15. August in
Innsbruck sowie der Austausch unserer Rundschreiben zeigen, dass es
uns dabei ernst ist, diese Gemeinsamkeit weiter zu verbessern. Auch
wurden - wie schon angeklungen ist - bereits wichtige Schritte zur
Angleichung der Statuten gesetzt.
Besonders erfreut bin ich auch, dass innerhalb der Alpenregion der
SchŸtzen eine gemeinsame Linie zur Ortsnamenfrage gefunden wurde
- ich komme somit zur Toponomastik - die fŸr den SSB weiterhin ein
Hauptthema bleibt - und zur politischen Standortbestimmung.
Toponomastik: Eine von den LKdt. der Tiroler SchŸtzenbŸnde Mit dem Absingen der e rsten z wei Strophen der Landeshymne ging die 37.
sowie von LHptm. Karl Steininger des BBGSK verfasste und unter- Ordent lic he Bundesgeneralversammlung gegen 14.45 Uhr zu Ende.
8 Nummer 3 - Mai 2002

(mitten in Tirol eben) macht uns eines deutlich: Die Landesteile Tirols gezeigt, dass man ihnen nicht Ÿber den Weg trauen kann".
mŸssen sich in der internationale n Tourismuswerbung zusammentun Die wieder eingekehrte Ruhe im Bund hat sich in der …ffentlichkeit
und gemeinsam fŸr das an Naturschšnheiten, Geschichte und Kultur und in den Medien positiv niedergeschlagen. Wer in letzter Zeit
Ÿberaus reiche Land ãTirol" werben, und nicht sich gegenseitig profi- Berichte Ÿber SchŸtzen verfolgt hat, wird gemerkt haben, dass sich
lieren und den Rang ablaufen zu wollen. hier etwas geŠndert hat. Durch Stellungnahmen aber auch Kritiken zu
Unter dem Mantel der gemeinsamen Tirol-Werbung hŠtten die Lan- aktuellen Themen haben wir gezeigt, dass wir uns von keiner Seite
desteile dann alle Mšglichkeiten Ð der Vielfalt aber eben auch der Zer- vereinnahmen lassen. Zum Staatsbesuch Ciampis, zur Ortsnamensfra-
rissenheit unseres Landes Rechnung tragend, die jeweiligen Besonder- ge, zum 11. November, zur Umbenennung des Siegesplatzes, zur SŸd-
heiten hervorzustreichen. Es brŠuchte dazu natŸrlich das Entgegen- tirol-Italia Werbung der SMG, zum Vorhaben, eigene Ehrenzeichen fŸr
kommen der Touristiker im Bundesland Tirol, dass sie bereit wŠren, SŸdtirol einzufŸhren, zur RŸckfŸhrung der Schie§stŠnde, zur Zweck-
auf ihren Alleinanspruch auf den Namen bzw. die Marke ãTirol" zu bestimmung Sigmundskrons u.a.m. wurde in Presseaussendungen
verzichten. Wir rufen sie von dieser Stelle mit Nachdruck dazu auf. Stellung genommen.
EnttŠuscht bin ich Ÿber die kŸrzlich erfolgte ãLiebeserklŠrung" der Wir SchŸtzen, als Ÿberparteilic he, aber zutiefst an den politischen
šsterreichischen Vizekanzlerin in Rom zur AN. Worte wie ãSŸdtirol Entwicklungen teilhabende Organisation, werden uns auch durch
als politischer Zankapfel zwischen den beiden Staaten sei kein Thema RŸckschlŠge nic ht entmutigen lassen und in den Fragen, in denen es
mehr", oder ãdie heutige jŸngere Generation sei nicht mehr politisch um die IdentitŠt unseres Landes geht, werden wir weiterhin lautstark
belastet und hat gegenŸber der AN eine positive Einstellung" haben unseren Standpunkt vertreten, die Tiroler IdentitŠt unseres Landes darf
mich sehr getroffen. Auch auf lokaler Ebene beunruhigen uns die Kon- und wird n icht unwidersprochen zur Debatte gestellt werden.
takte zur AN, der man in der zukŸnftigen SŸdtiroler Landesregierung Das VerhŠltnis zur KirchenfŸhrung konnte im vergangenen Jahr
einen Sitz in Aussicht stellt, sehr. Hat man vergessen dass diese Partei grundlegend gebessert werden. GesprŠche mit Bischof Wilhelm Egger
noch immer fŸr die Aufrechterhaltung faschistische Relikte in SŸdti- und Generalvikar Matzneller haben gezeigt, dass in vielen Punkten
rol wie das Siegesdenkmal, der BeinhŠuser in GrenznŠhe, der faschis- †bereinstimmung herrscht. Durch die Ernennung des Studiendirektors
tischen Tafeln und Reliefs an šffentlichen GebŠuden, der tolomeischen Dr. Paul Rainer zum SchŸtzenseelsorger ist fŸr uns ein lang ersehnter
Ortsnamen steht und sich nie fŸr das vom Faschismus uns SŸdtirole- Wunsch in ErfŸllung gegangen. Besonders erfreut hat mich die Zusa-
rn zugefŸgte Unrecht entschuldigt hat, dafŸr aber alljŠhrlich den ge unseres Bischofs, in Absam anlŠsslic h der SchŸtzenwallfahrt am 13.
Faschismus mit Kranzniederlegungen am Siegesdenkmal verherrlicht. Oktober fŸr die SchŸtzen aus allen Teilen Tirols den Hl. Festgottes-
Deshalb appelliere ich an unsere politischen Vertreter: ãLasst euch mit dienst zu zelebrieren. Auch Ÿber das Mitnehmen der Gewehre in die
diesen Leuten auf keinen Kuhhandel ein, die Geschic hte hat uns Kirche wurde gesprochen. Eine fŸr uns vollkommen befriedigende

Besuchen Sie uns im Internet: Die Alpenregion


Bund der Tiroler SchŸtzenkompanien: Inn /Chiemgau
der SchŸtzen Loisachg au
3
Landkreis R osenheim
Weilheim/Schongau Miesbach
Tšlz

SŸdtiroler SchŸtzenbund: Regierungsbezirk


Schwaben
Mangfall
Man gfa ll/ /
Leitzachgau
Le itza ch gau
We rden fels
Werdenfels Isarg au
Ga rmi sch
Garmisch/
Pa rte n ki rch en
Partenkirchen
Vorarl berg
V iertel Unte rland
Vier tel Mi tte
Anschriften der Schriftleiter: Innsbruck
Salzburg
OSR Mjr. Karl Pertl, Werth 21, A-6176 Všls, 2 4
Tel. 0512/303179, e-mail.: k.pertl@tirol.com V iertel Oberl and
Lt. Elmar Thaler, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen,
Tel. 0471/974078, e-mail.: info@schuetzen.com
Hptm. Hans Baur, Schšttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. + Vi ert el Ostt iro l
Unteres
Fax 089/5469521, e-mail: Baur-Hans@t-online.de Wipp tal Vier tel Ostti rol
Schweiz 6
Art ikel , die nach dem 25. des Vormonats der jeweiligen P uste rtal
Ausgab e eintreffen, kšnnen fŸr diesel be nicht meh r berŸck- Vinschg au
Burggrafenamt-
sichtigt werden. Fot os von Verst orbenen kšnn en auf aus- 5 P asseier Brixen
Brixen
drŸckli che n Wunsc h re tourniert werden. Namentl iche 1
Be it rŠge mŸssen nic ht die M einung der Redaktion wieder-
Bozen
gebe n. Bozen
Eige ntŸmer und Herausgeber: Bu nd der Tiroler SchŸt zen-
kompanie n, Landhaus, I nnsb ruck und SŸdtiroler SchŸtzen-
SŸd tiroler
bund, Schlernstr. 1, Bozen Unterland
Eingetragen beim Landesge richt Bozen, Nr. 6/7 7. Verant-
wortlicher Schrift leiter im Sinne des Pressegesetzes Hart-
Welschtiro l
mut h S taff ler. Die Tiroler SchŸtzenzeitung v erst eht sich als
Mitt ei lungsblat t des SŸdt irol er SchŸtzenbundes, des Tri ent
Welschtiroler SchŸtzenbundes , des Bundes der Tiroler
SchŸtzenkompanien und des B undes der Bayerischen
GebirgsschŸtzenkompanie n. Schriftleit er SSB : Elmar Tha-
ler; BTS K: OSR Karl Pertl; BGK: Hans Baur. Schrift : Rotis
Seri f von Otl A ic her
Herstellun g: dtp Tyrol, Klaus Leitner, I nnsb ruck
Druck: Fotoli to Varesco, Au er
Nummer 3 - Mai 2002 9

Lšsung konnte dazu zwar noch nicht erreicht werden, mit der Zeit Bayerischen MinisterprŠsidenten zur Kenntnis gebracht mit der Bitte,
wird sich aber auch hierin eine †bereinstimmung finden. Leider hat die Position der SchŸtzen der Alpenregion nach Mšglichkeit zu unter-
sich das kŸrzlich von den SchŸtzen in Villanders anlŠsslich eines stŸtzen. Die Landeshauptleute bzw. der MinisterprŠsident wurden auch
Motocrossrennens organisierte Zeltfest wŠhrend der Gebetstage der gebeten, dem SŸdtiroler SchŸtzenbund ihren Standpunkt zur Topono-
Pfarrei und dazu noch in der Fastenzeit fŸr uns SchŸtzen sehr nega- mastikfrage in SŸdtirol mitzuteilen.
tiv ausgewirkt und in dieser Angelegenheit sicherlich geschadet. Ich Geantwortet haben der LH des Bundeslandes Tirol, Dr. Wendelin
hŠtte mir hie r schon mehr TaktgefŸhl der SchŸtzenkompanie gegen- Weingartner, und der Bayerische Staatsminister fŸr Bundes- und Euro-
Ÿber dem Pfarrer gewŸnscht. paangelegenheiten, Reinhold Bocklet. Keine Reaktion haben wir von
Die Landesregierung hat uns eine Vollzeit beschŠftigte BŸrokraft den Landeshauptleuten SŸdtirols, Dr. Luis Durnwalder, und des Tren-
ermšglicht. Unsere BundesgeschŠftsstelle ist daher nun in der Lage, tino, Dr. Lorenzo Dellai, erhalten.
ihren Erfordernissen voll gerecht zu werden. Ein Verband kann nur Umso dankbarer sind wir LH Weingartner und Min. Bocklet fŸr ihre
dann funktionieren, wenn er gut strukturiert und organisiert ist. Unser Antwortschreiben, aus denen hervorgeht, dass sie unser Anliegen
SekretŠr Dr. Martin Federspieler hat hier sehr vie l geleistet und ver- ernst genommen und sich mit der SŸdtiroler Ortsnamensfrage schon
richtet seine Arbeit mit viel Freude und Idealismus. Obwohl er dafŸr vor unserem Schreiben eingehend befasst haben. Besonders LH Wein-
entlohnt wird, geht sein Einsatz weit Ÿber ein normales Arbeitsver- gartner bringt auch seine persšnliche Ansicht in dieser heiklen Frage
hŠltnis hinaus. Er steht mir stets helfend und beratend zur Seite und ganz deutlich zum Ausdruck, was leider bei vielen SŸdtiroler Politi-
ist fŸr mich eine gro§e StŸtze. kern zum Luxus geworden ist, seit die SVP ihren Gesetzesvorschlag
Gro§e Anerkennung gebŸhrt allen Referenten der Bundesle itung, zur Toponomastik vorantreibt.
die in ihren AufgAbengebieten sehr viel geleistet haben.
Liebe SchŸtzenkameraden, nur mit eurer UnterstŸtzung konnte die Hie r die Antwortschreiben im Wortlaut:
Bundesleitung diese vielfŠltige TŠtigkeit bewŠltigen, denn ohne die Der Staatsminister fŸr Bundes- und Europaangelegenheiten in der
Mithilfe der SchŸtzenbezirke und vor allem der Kompanien mŸssten Bayerischen Staatskanzlei Reinhold Bocklet, MdL
wir die TŠtigkeit wohl einstellen. Ich bedanke mich bei allen Majoren
Sehr geehrter Herr Bacher,
und Referenten des Bundes fŸr ihren Idealismus, fŸr ihren Einsatz, fŸr fŸr Ihr Schreiben vom 24. Oktober 2001 an Herrn MinisterprŠsi-
ihre erwiesene Kameradschaft und ihre flei§ige Mitarbeit und Unter-
denten Dr. Edmund Stoiber danke ich Ihnen.
stŸtzung. Zusammen haben wir versucht, unser Bestes zu geben, ob
Die Regelung der Ortsnamen in SŸdtirol fŠllt in die ZustŠndigkeit
dies gelungen ist, mŸSSt IHR bewerten. Unsere ehrenamtliche Arbeit des SŸdtiroler Landtags. Diese ZustŠndigkeit hat der SŸdtiroler Land-
verlangt viele Opfer und Verzicht auf Freizeit. Im Gegensatz zu manch
tag seit dem Inkrafttreten des ersten Autonomiestatutes, also seit 1948,
anderen Vereinen und VerbŠnden des Landes gibt es bei uns keine
nicht wahrgenommen.
finanzielle EntschŠdigung, alles geschieht aus Idealismus und Liebe Derzeit wird im SŸdtiroler Landtag ein Gesetz zur ãAmtlichen
zur Heimat. Wir SchŸtzen Ÿben in der heutigen Gesellschaft eine
Bezeichnung der Gemeinden des Landes SŸdtirol und Bestimmungen
Šu§erst wichtige Funktion aus, die nicht mehr wegzudenken wŠre. Wir zum Schutz der heimischen Ortsnamen" beraten. Ich bitte Sie um Ver-
wagen es, auch einmal ãNEIN" zu sagen. Wir nehmen uns die Freiheit, stŠndnis, dass die Bayerische Staatsregierung zu einem Gesetzge-
bei volkstumspolitischen Fragen Stellung zu nehmen. Unsere Kritik
bungsvorhaben des SŸdtiroler Landtags keine Stellungnahme abgibt.
soll aber sachlich bleiben und nicht emotionell ausarten. Ich hoffe aber, dass mit dem laufenden Verfahren dem Anliegen des
Wir mŸssen das, was bereits einige Vereine und VerbŠnde, aber
SŸdtiroler SchŸtzenbundes im wesentlichen entsprochen wird.
auch die Landtage des historischen Tirols begonnen haben, konse-
quent weiterfŸhren: Eine noch engere Zusammenarbeit im Rahmen Mit freundlichen GrŸ§en
der Europaregion Tirol muSS vorangetrieben und gefšrdert werden, Reinhold Bocklet
denn fŸr uns SchŸtzen kommt nur ein vereintes Tirol in Frage.
Abschlie §end sei mir erlaubt, den Kameraden der Bundesleitung, Dr. Wendelin Weingartner, Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol
die nicht mehr kandidieren, zu danken. Hans Graber, Luis Zingerle und Sehr geehrter Herr Landeskommandant!
Sepp Gruber haben sehr viel geleistet. Besonders Graber und Zingerle
haben in den letzten Jahren einiges durchgemacht. Trotzdem haben
sie mutig und tapfer ihren vor drei Jahren Ÿbernommenen Auftrag
zum Wohle des SchŸtzenbundes zu Ende gefŸhrt. Ihnen mšchte ich im
Namen aller SchŸtzenkameraden ein ehrliches Tiroler Vergelts«Gott
aussprechen.
Ich schlie§e mit dem Text eines bekannten Volksliedes, der gro§en
Aussagewert auch fŸr uns SchŸtzen hat: ãTirol isch lei oans, isch a
Landl a kloans, isch a Landl a feins und des Landl ic sh meins".
Hoch lebe Tirol, SchŸtzen-Heil!

Mjr. Paul Bacher, Landeskommandant

SŸdtiroler Toponomastik Ð
Alpenregion der SchŸtzen
Wie in der Nr. 6/2001 der Tiroler SchŸtzenzeitung ausfŸhrlich
berichtet, haben die LKdt. der Alpenregion am 20. 10. 2001 einen ãGrundsŠtzl ic h muss jedenfalls immer der Untersch ied zwischen gesc hic ht lich
gemeinsamen Standpunkt zur Ortsnamensfrage in SŸdtirol beschlos- Gewordenem und kŸnstlic h Geschaffen em klar ersicht lich sein. Jedes Landes-
sen. Der SŸdtiroler SchŸtzenbund hat diesen in einem Schreiben vom geset z, das diesen Grun dsatz missac hte t, ist ei n Machwerk der Verlogenheit"
24. 10. 2001 den Landeshauptleuten des historischen Tirol und dem (Dr. Egon KŸhebacher zur Ortsnamensregelung bezŸglich Ort sschilder)
10 Nummer 3 - Mai 2002

Der Ortsnamenfrage in SŸdtirol habe ich stets besondere Aufmerk-


samkeit gewidmet, weil ich der Meinung bin, dass der historische Hinweis fŸr unsere Leser:
Namensbestand in Nord-, SŸd- und Osttirol in seiner sprachlichen
Struktur nahezu gleichartig ist und daher eine bedeutende kulturelle Die Texte der Berichte fŸr die TSZ sollten nach Mšglichkeit auch per
Klammer zwischen den Landesteilen darstellt. Diesem Namensbestand e-mail an die jeweiligen e-mail-Adressen der BŸnde gesendet werden,
die ihm angemessene amtliche Geltung zu verschaffen, hei§t somit um die Arbeit der Texterfassung zu erleichtern.
auch, diese verbindende Klammer deutlic h sichtbar zu machen. Bildmaterial sollte weiterhin in Form von Originalfotos (wenn
Ich glaube, es kommt sehr darauf an, zu einem politisch gŸnstigen mšglich glŠnzend) zugesandt werden.Bei Fragen zu digitalen Daten:
Zeitpunkt zu einer historisch richtigen und zugleich in den heutigen SSB - Tel. 0039 / 0471 / 308 326 oder BTSK - 0043 / (0)512 / 345 440
VerhŠltnissen vernŸnftigen und tragbaren Lšsung zu gelangen. Ich
halte daher den konsequenten Einsatz, mit dem der SŸdtiroler SchŸt-
zenbund in der SŸdtiroler Ortsnamenfrage seinen Standpunkt vertritt, loszutreten, die wir SchŸtzen aber keineswegs zu scheuen brauchen
fŸr sehr wichtig. und - vor allem - die in Tirol nicht neu ist: Vor Jahrzehnten nŠmlich
In diesem Sinne bedanke ich mich fŸr die mir Ÿbermittelte Stel- gab es dieselbe Diskussion in Nordtirol und wir alle wissen, wie sie
lungnahme der Landeskommandanten der vier SchŸtzenbŸnde der ausgegangen ist.
Alpenregion vom 20. Oktober 2001 zur Toponomastik in SŸdtirol und So sind weder die Bedenken unserer Kritiker neu, noch die entspre-
Ÿbermittle Ihnen, Herr Landeskommandant, und allen SŸdtiroler chenden Antworten, die u.a. kein geringerer als der hochgeschŠtzte
SchŸtzen meine besten GrŸ§e. Altbischof von Innsbruck, Dr. Reinhold Stecher, oder der damalige
Generalvikar der Dišzese Innsbruck, PrŠlat Msgr. Josef Hammerl,
Euer Wendelin Weingartner gegeben haben (siehe untenstehende KŠstchen) und auf die ich mich
hier berufe.
Meine Meinung: Wer die Tiroler Geschichte einigerma§en kennt wei§, dass die
SchŸtzen - historische Gewehre bei Gewehre der SchŸtzen nicht Ausdruck von Aggression oder Gewalt-
verherrlichung, sondern Zeichen fŸr Treue und Verbundenheit zu den
kirchlichen Feiern zentralen geistigen Anliegen des SchŸtzenwesens von hohem ethi-
schem Wert sind: Glaube und Heimat, Wahrung der Tiroler Wesensart,
Als der SŸdtiroler SchŸtzenbund nach langjŠhrigen Verhandlungen der Tiroler IdentitŠt und Landeseinheit im Sinne des europŠischen
im Jahre 2000 die Erlaubnis zum Tragen der historischen SŠbel und Geistes. DafŸr setzen sich die SchŸtzen in Wort und Tat ein.
Gewehre erhalten hat, ist fŸr uns SchŸtzen ein lang ersehnter Wunsch Ich ersuche daher die Bevšlkerung in den Pfarreien und vor allem
in ErfŸllung gegangen. Nach Ÿber 80 Jahren, seit die SchŸtzen im sŸd- unsere geschŠtzten Pfarrer, die mit den historischen Gewehren auf-
lichen Tirol zunŠchst verboten und ihres Besitzes - auch ihrer SŠbel marschierenden SchŸtzenformationen in diesem Lichte zu sehen. Wir
und Stutzen - beraubt worden waren, nach Ÿber fŸnf Jahrzehnten des SchŸtzen sind in dieser Sache sehr empfindlich; sollten in einigen
schwierigen Wiederaufbaues kšnnen wir endlich wieder, gleich unse- Pfarreien auf Kosten unserer Tiroler SchŸtzentradition wiederum eine
ren SchŸtzenkameraden im benachbarten Alpenraum, unsere Traditi- Art Waffenverbot (eben bei kirchlichen AnlŠssen) verhŠngt werden,
on ohne erhebliche EinschrŠnkungen ausŸben. Es ist althergebrachtes wŠre dies eine erneute klare Abwertung des SchŸtzenwesens im sŸd-
Allgemeingut, dass zum SchŸtzen sein SŠbel bzw. seine BŸchse gehšrt. lichen Tirol - diesmal nicht durch den Staat, sondern auf Betreiben
So wurden im vergangenen Jahr in vielen Pfarreien erstmals bei unserer eigenen Leute.
Prozessionen, Beerdigungen verstorbener SchŸtzenkameraden, Feld- Als Landeskommandant des SŸdtiroler SchŸtzenbundes bin ich per-
messen und Heldengedenkfeiern wieder Ehrensalven der SchŸtzen sšnlich davon Ÿberzeugt, dass mit gutem Willen und gegenseitigem
abgefeuert, wobei dies von der Bevšlkerung allgemein sehr positiv VerstŠndnis alle sich in diesem Zusammenhang ergebenden Probleme
aufgenommen wurde. einer guten Lšsung zugefŸhrt werden kšnnen, wie dies in vielen Pfar-
FŸr mich sind deshalb die diesbezŸglich jŸngsten Polemiken und reien bereits geschehen ist, zumal wir vom Herrn Bischof und vom
Angriffe unverstŠndlich, wenn von einigen wenigen Stimmung gegen Herrn Generalvikar die mŸndlic he Zusage haben, dass sie die sbezŸg-
das Wiederbeleben dieser Tradition gemacht wird. lich keine grundsŠtzlichen Vorbehalte hŠtten.
Ihnen ist es gelungen, Ÿber die Medien eine šffentliche Diskussion

Dr. Reinhold Stecher, allseits geschŠtzter Altbischof der Dišzese PrŠlat Msgr. Josef Hammerl, ehem. Generalvikar der Dišzese Inns-
Innsbruck, schrie b anlŠsslich der 50-Jahr-Feier des Bundes der bruck, 1981 in einer Predigt:
Tirole r SchŸtzenkompanien im Jahr 2000 in der Sonderausgabe der
Tirole r SchŸtzenzeitung: ãZum SchŸtzen gehšrt das Gewehr, der Stutzen. Das ist sicher. Dar-
umempfinden es jaauch eure SŸdtiroler SchŸtzenkameraden so bit-
ãEin Bischof ist von seiner Aufgabe her nicht gerade ein Experte ter und ungerecht, dass sie nicht einmal bei Prozessionen ein Ge-
fŸr's militŠrische Zeremoniell. Aber ich habe es eigentlich nie als wehr tragen dŸrfen. Die Waffe in der Hand des Tiroler SchŸtzen ist
solc hes empfunden, wenn ich bei vielen AnlŠssen die Fronten der das Zeichen und Symbol Tiroler Wehrhaftigkeit wie sie in unserem
Tirole r SchŸtzenkompanien abschreiten durfte. Land verstanden und geŸbt worden ist, seitdem Kaiser Maximilian
Ich war mir immer bewusst, dass von die sen prŠsentierten Geweh- im Jahre 1511 in seinem berŸhmten Landlibell allen Tirolern die
ren keinerlei Gefahr ausgeht, dass die blitzenden SŠbel der Offizie- Freiheit gewŠhrte, Waffen zu tragen, und zugleich das Recht ver-
re keine SchŠrfe haben, dass die zur Schau gestellte Disziplin keine briefte, dass sie mit ihren Waffen nur zur Verteidigung des eigenen
Schlachtreihe bildet und dass die fršhlichen Ehrensalven keinen Landes kŠmpfen mŸsse n. Und so wurde es gehalten, etwa 1796
Bezug zu den mšrderischen Trommelfeuern des Krieges haben, oder 1809, als unsere VŠter ausrŸckten, um Glaube und Heimat zu
durch die ich einmal gehen musste. Nein, die SchŸtzen unseres verteidigen in einem Europa voller Revolutionen und Kriege. FŸr
Landes sind keine heimlic hen Herde kriegerischer Gesinnung wie es sie galt das Wort des Herrn: Wer zum Schwert greift, wird durch das
manche Ÿbereifrige Friedensideologen hie und da vermuteten." Schwert umkommen. Nie angreifen, immer nur schŸtzen!"
Nummer 3 - Mai 2002 11

Leserbriefe SŸdtiroler SchŸtzenspruch


Beim Stšbern in der Akte der SchŸtzenkompanie St. Johann in
Ahrn bin ich anstatt auf die Information, um die gebeten worden war,
auf ein handgeschriebenes Schreiben, datiert 6. 12. 1978, des damali-
gen und inzwischen verstorbenen FŠhnrichs der St. Johanner SchŸt-
Immer wieder werden von seiten ãkundenfreundlicher" Handelsun- zen Peter Kirchler gesto§en, in dem er um die Veršffentlichung in der
ternehmer oder ãgewinnoptimierender` Manager Vorstš§e gemacht, TSZ eines Gedichtes bittet. Weil es (aus damaliger Sicht gesehen) zur
den arbeitsfreien Sonntag abzubauen. Wie Ÿberall im Leben hat jedes aktuelle n Diskussion um die SchŸtzenstutzen in SŸdtirol passt, die von
Ding zwei Seiten. Es mag schon sein, dass ein Einkaufsbummel am einigen wenigen recht eifrig betrieben wird, und weil es trefflich for-
Sonntag fŸr manche ein schšnes FreizeitvergnŸgen wŠre oder der muliert ist, soll es hier wiedergegeben werden (bei einer Kurzrecherche
Unternehmer seine Maschinen, in die er viel Geld investiert hat, bes- in den TSZ-Ausgaben des Jahres 1979 konnte ich es Ÿbrigens nicht
ser ausnŸtzt, wenn sie auch am Sonntag laufen. Wie steht es aber mit abgedruckt finden):
den betroffenen Arbeitern und Angestellten? Wer fragt nach der Fami-
Der SchŸtze heut mit leerer Hand, er ist bekannt im ganzen Land.
lie einer Handelsangestellten, die den Sonntag im GeschŠft verbringen
Ihm ist verboten das Gewehr, das er tragen mšcht zu seiner Ehr.
mŸsste? Wie soll ein Vater, der am Sonntag arbeitet und dessen Kin-
Salven schie§en wŠr ganz nett, wenn er ein Gewehr noch hŠtt.
der unter der Woche in der Schule sind, mit seinen Kindern etwas Tol-
Leider Gott, das kann nicht sein, sonst fallen alle Fenster ein.
les unternehmen? Au§erdem besteht wohl auch die Gefahr, dass
Verboten ist auch SŠbel, Hellebard und Schwert,
Bedienstete, die ãnicht mitspielenÓ`, unter Druck geraten und um ihren
das wŠre uns ja alles wert.
Arbeitsplatz bangen mŸssen.
Doch wir SchŸtzen marschieren aus Tradition,
Die SchŸtzen setzen sich dafŸr ein, dass das Leben fŸr alle lebens-
und scheuen keinen Spott und Hohn!
wert ble ibt und appellieren deshalb an alle verantwortlichen Wirt-
schaftstreibenden und Politiker, sich dafŸr einzusetzen, dass der Druck St. Johan n, am 6. 12. 1978
zur Sonntagsarbeit wie der abgebaut wird. Fhr. Peter Kirchler, St. Johann, Ahrnt al
Die SchŸtzen bekennen sic h in ihren Statuten und in ihrer Lebens-
einstellung zum christlichen Glauben und empfinden es beleidigend, Ich wŸrde ergŠnzen:
dass Jesus Christus als komische Figur in einem Buch von Gerhard
Haderer herhalten muss. Darf Kunst wirklich alles oder gŠbe es nicht In der Tat - ohne Gewehr ein SchŸtze,
sei wohl kaum - hie§ es - zu etwas nŸtze.
doch auch ethische GrundsŠtze oder einen Ehrenkodex fŸr KŸnstler?
Ist es ehrenhaft, Symbole anders Denkender ins LŠcherliche zu ziehen, Siehe aber da, kaum istÕs erlaubt,
istÕs schon manch Gutmensch ein Dorn im Aug.
und aus deren Protesten Publicity zu machen?
ãDie Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen Was solls - wie wir marschierten aus Tradition,
beginnt!", hei§t es. Es wŠre wŸnschenswert, wenn auch die Freiheit Jahrzehnte ohne Gewehr zu manches Hohn,
werden wir trotz eifrigem Lamentieren,
der Kunst von den KŸnstlern nach diesem Grundsatz gehandhabt wŸr-
de. ob unsrer Stutzen unbeirrt weitermarschieren.
Und gibt es mancherlei Bedenken auch,
FŸr das SchŸtzenviert el Osttirol: Viertel-Kdt. Hermann Huber, Bildungsreferent Anton es leb der Tiroler SchŸtzenbrauch!
Wolsegger, Bez.-Mjr. Bertl Jordan
Martin Federspieler, BŸro SSB

SchŸtzenhochzeit Hui & Pfui


Als Marketenderin der SchŸtzenkompanie ãHofmark Innichen"
bekomme ich auch die SchŸtzenzeitung, die ich gerne und eingehend Auch in dieser TSZ kann ich von einem positiven Beispiel bezŸg-
lese. Immer wieder finden sich in diesem Blatt Fotos und Berichte von lich korrekter Verwendung der Toponomastik sprechen.
Hochzeiten. SchŸtzen in ihrer schšnen Tracht umstehen das Brautpaar. Die Musikkapelle Burgstall wŸnschte der Bevšlkerung Ÿber das
Aber, o Schreck: Die Braut steht da in einem Hollywood-Gewand und Gemeindeblatt frohe Weihnachten und kŸndigte an, dass sie musika-
passt so gar nicht in den Rahmen! Leider habe ich von all den Hoch- lische NeujahrswŸnsche Ÿberbringen wird. Diese Mitteilung
zeitsbildern noch kein einziges entdeckt, in dem sich das Brautpaar in wurde auch in italienischer Sprache abgedruckt.
seiner Tracht zeigt. Nur dort schrie ben die Musikanten nicht ãban-
Um wie viel schšner und ehrenvoller wŠre die Braut in der Tracht, da musicale die PostalÓ, sondern Musikkapelle
sie kšnnte ja dazu eine helle SchŸrze (wei§es Leinen oder Reinseide) Burgstall, wie aus der Abbildung ersichtlich ist.
mit schšnen, seidigen farblich abgestimmten SchŸrzenbŠndern tragen. Deshalb ein gro§es HUI der Musikkapelle
Ist es wirklich nicht mšglich, den Hochzeitstag im schšnsten Gewand, Burgstall!
das wir haben, zu feiern und noch dazu als Marketenderin oder SchŸt-
Euer Raffl
ze??
Da ja diese pompšsen Hochzeitskleider nicht billig sind und zudem
nur an diesem einzigen Tag getragen werden kšnnen, wŠre unsere
Tracht geradezu preiswert, da sie ja zu vielen AnlŠssen getragen wer-
den kann (Prozessionen, BŠlle, Taufen und andere Familie nfeste).
Die Tracht hat eben ganz andere Gesetze als die Mode. So gibt die
Tracht die Mšglichkeit, Heimatverbundenheit und Landesbewusstsein
in schšner Weise sichtbar zu machen und das Bewusstsein fŸr den
Wert regionaler, kultureller Eigenart zu wecken und zu stŠrken.
Christa und M aria K erschbaumer
12 Nummer 3 - Mai 2002

Bataillone und Bezirke Josef Holzknecht - EHptm. und


Ehrenmitglied des Baon Sonnenburg
Am Sonntag, dem 21. April 2002, beging die SchŸtzenkompanie
Grinzens nicht nur ihren SchŸtzenjahrtag mit vorangehender Messe,
Die 4. Auflage des Freundschaftsschie§ens des Bezirkes Burggra- sondern feierte auch die Ehrung ihres Hptm. Josef Holzknecht. Die
fenamt-Passeier wurde vom 5. bis 8. MŠrz 2002, aufgeteilt in zwei SchŸtzenkompanie Grinzens rŸckte erstmals unter neuer FŸhrung aus,
Gruppen (A und B) an jeweils zwei verschiedenen Tagen pro Gruppe vorweg gesagt machte der neue Hptm. und Nachfolger von Holz-
auf den Schie§stŠnden in Lana und in Naturns ausgetragen. Es haben knecht, Helmut Brandner, seine Aufgabe ausgezeichnet. Nach gelun-
sich 18 Mannschaften aus 14 Kompanien daran beteiligt. Die Kompa- gener Salve trafen sich die Grinzner SchŸtzen im Gemeindezentrum.
nie Franz Hšfler Lana beschickte den Wettbewerb mit drei, die Kom-
panien Algund, Meran Stadt und Erzh. Johann Schenna je zwei Mann-
schaften. Das Schie§en verlief ruhig, ohne gro§e Wartezeiten und in
freundschaftlicher Kameradschaft. Bei der Preisverteilung am Sams-
tag, dem 9. MŠrz konnte Bezirksschie§leiter Christian Laner an jede
Mannschaft schšne Sachpreise verteilen. Die Preisverteilung fand im
SchŸtzenheim in Lana statt und dank der vorzŸglichen Bewirtung der
Lananer Kameraden, jeder bekam einen Teller kšstlicher Hirten-
maccheroni (mit Nachschlag!), fand der Abend einen gemŸtlichen
Ausklang.
Ergebnisse: Gruppe A: 1. Schenna 1 - 697; 2. Algund 1 - 689; 3. St .
Martin/Pass. - 687; 4. Naturns -667; 5. Obermais - 665; 6. St. Pankraz
- 653; 7. Schenna 2 - 649; 8. Nals - 631; 9. Lana 1- 617; Burgstall -
613
Gruppe B: 1. Algund 2 - 708; 2. Partschins - 664; 3. Meran-Stadt 2 -
603; 4. A.H.Meran - 537; 5. Meran-Stadt 1 - 520; 6. Naturns 2 - 515;
7. Lana 2 - 479: 8. Lana 3 - 445

Christian Laner, Bezirksschie§leiter Der dienstŠlteste Hptm. des B aon Sonne nburg, Jose f Holzkn ec ht aus Grin-
zens, EHptm. und Ehrenmitgl ied des Baon, Ÿbergab das Komman do an
Hptm. Helmut Brandner.
Jahreshauptversammlung des
Hptm. Helmut Brandner konnte Pfarrer Prof. Franz Girardelli, Bgm.
Bezirkes SŸd-Tiroler Unterland Karl Gasser, Baon-Kdt. Anton Pertl, BBO Karl Pertl, Baon-Kdt.-Stv.
Vor kurzem hielten die SchŸtzenkompanien des Bezirkes SŸd-Tiro- Hptm. Werner Graus und Adjutant Lt. Christian Meischl namentlich
ler Unterland ihre 12. Bezirksjahreshauptversammlung ab. Bezirksma- begr٤en.
jor Robert Ventir konnte im BŸrgerhaus von Tramin Vertreter aller 12 Der Sepp war als GrŸndungsmitglied bei der GrŸndung der SchŸt-
Kompanien des Unterlandes sowie als Ehrengast den Bundesexerzier- zenkompanie Grinzens im Jahre 1957 an vorderster Stelle mit dabei,
referenten und BundesjungschŸtzenbetreuer Dr. Peter Piock begrŸ§en. als Hptm. (von 1957 bis zum MŠrz diesen Jahres). Er musste leider aus
Im Zentrum der die sjŠhrigen Versammlung standen die fŠlligen privaten und gesundheitlichen GrŸnden zurŸcktreten.
Neuwahlen der Bezirksleitung nach Ablauf der drei Jahre dauernden EHptm. Josef Holzknecht wurde auch gefragt, was er unter ande-
Amtsperiode. Einstimmig wiedergewŠhlt wurde in das Amt des rem als Hšhepunkt seiner Laufbahn sie ht, worauf er meinte, das Aus-
Bezirksmajors Robert Ventir von der SchŸtzenkompanie Truden, eben- rŸcken fŸr die LandeshauptmŠnner Wallnšfer, Partl und Weingartner.
falls einstimmig wiedergewŠhlt wurde auch der Bez.-Mjr.-Stv. Fritz Baon-Kdt. Pertl Ÿberbrachte die GlŸckwŸnsche des gesamten
Kofler aus der Kompanie Kurtatsch. Als BeirŠte wurden Josef Unter- Bataillons und bedankte sich bei EHptm. Holz knecht fŸr seine Ver-
hauser (SK. Montan) Walter Bonora (SK. Margreid), sowie Peter Kofler dienste nicht nur als Hptm. fŸr ãseine" Kompanie, sondern auch fŸr
(SK. Tramin) gewŠhlt. seinen Einsatz fŸr das Bataillon Sonnenburg. Deshalb wurde er auch
Der Bez.-Mjr. dankte auf der Versammlung allen SchŸtzen fŸr die zum Ehrenmitglied des Baon Sonnenburg ernannt.
geleistete Arbeit der vergangenen Legislatur und rief zu weiterer Ein- Das Baon wŸnscht EHptm. und Baon-Ehrenmitglied Josef Holz-
satzfreude im Dienste der Heimat auf. Die Gru§worte der Bundeslei- knecht das Alle rbeste und hofft, ihn noch sehr oft bei AusrŸckungen
tung Ÿberbrachte der Ehrengast, Mjr. Dr. Peter Piock. im eigenen Ort und bei Bataillonsfesten zu sehen.
Weiters fanden die PrŠmierungen der Gewinner des Rundenwett-
schie §ens statt, eine Veranstaltung, die alljŠhrlich im Unterland an Harald Graus, Pressereferent Bataillon Sonnenburg
verschiedenen Schie§stŠnden abgehalten wird und auf der von Jahr zu
Jahr bessere Leistungen erzielt werden. Bezirksschie§leiter Ltn. Walter
Bonora konnte zahlreiche Preise an einzelne SchŸtzen und Marketen- Ausflug des Kommandos
derinnen sowie an die Mannschaften vergeben. Ebenfalls von einer SchŸtzenbataillon Stubai
reichen TŠtigkeit berichten konnten der JungschŸtzenbetreuer Ltn.
Elmar Thaler und der Exerzierreferent des Unterlandes, Ltn. Sepp
Auf Einladung der Kompanie Neustift/Stubai unter Hptm. Hermann
Unterhauser.
Falbesoner mit Mjr. Hans Steuxner unternahm das Kommando des
Mit dem Singen des Andreas-Hofer-Liedes endete die Versammlung
Baon Stubai am Sonntag, dem 26. August 2001, einen Ausflug mit
in Tramin.
Gattinnen ins Pinnistal.
SchŸtzenbezirk SŸd-Tiroler Unterland Fortsetzung Seite 16!
Bayerische GebirgsschŸtzen
Bund der Bayerischen GebirgsschŸtzenkompanien

51. Bundesgeneralversammlung
auf dem Samerberg
Schon zu Beginn der Bundesgeneralversammlung waren erste Spu-
ren der bevorstehenden Romfahrt der Bayerischen GebirgsschŸtzen
erkennbar. Im Saal des Gasthauses Maurer in Grainbach am Samer-
berg fanden sich nicht nur die Vertreter der 46 GebirgsschŸtzenkom-
panien ein, auch ein Filmteam des ARD-Studios Rom war vor Ort und
begann mit den Dreharbeiten fŸr den Film ãSalut dem Kardinal".
Der offizielle Teil mit den Gru§worten von Bgm. Ernst Kunz und
stellv. Gau-Hptm. Hans Karrer wurde von der Musikkapelle Samerberg
musikalisch umrahmt. Landeshauptmann Karl Steininger gedachte der
verstorbenen Kameraden und nannte stellvertretend Josef Kiefersauer,
GSK Jachenau, Hans Heibler, GSK Neubeuern, Josef Huber, GSK
Samerberg, und Hans Eberl, GSK Benediktbeuern. Eine gro§e Zahl ver-
dienter Mitglieder wurde mit der Goldenen Verdienstmedaille am blau-
en Band ausgezeichnet. Erstmals verlieh der LHptm. auch den Ehren-
krug, den Paul Ernst RattelmŸller entworfen hat. Mit der Bayernhym-
ne wurde der offizielle Teil beendet.
Im Arbeitsteil stand das abgelaufene Jahr im Mittelpunkt der
Berichte der einzelnen Mitglie der der Landeshauptmannschaft. 2001
war ein JubilŠumsjahr fŸr den Bund der Bayerischen GebirgsschŸtzen
und zufrieden konnte der LHptm. feststellen, dass alle Herausforde-
rungen gemeistert wurden. Er nannte den Festakt zum 50-jŠhrigen
Bestehen in Lenggries, die Herausgabe des Buches ãSchwarz fest im
Auge im Herzen wei§ und blau", die Wanderausstellung ãEinst Feinde
- heute Freunde". Steininger berichtete auch vom Fortgang der Novel-
lierung des Waffengesetzes und er forderte die strikte Einhaltung der
entsprechenden Vorschriften. Er ermunterte in diesem Zusammenhang
auch, verstŠrkt den Schie§sport auszuŸben und dankte fŸr die Rekord-
beteiligung beim letzten Bundesschie§en.

Hptm. Ludwig Staber von der gastgebende n Kompanie Samerberg begr٤te


die Teilnehme r an der Bundesgeneralversammlung

Ein weiteres Anliegen war dem LHptm. das Verhalten mancher


Nic htkirchgŠnger bei den AusrŸckungen. ãSchŸtzen und Musikanten
gehšren zum Gottesdienst, schlie§lich sind christlic he Werte fŸr uns
von hoher Bedeutung. Wer in den Gottesdienst nicht will, soll besser
gleich daheim bleiben!" Ð so rŸgte er die Verhaltensweise von Teil-
nehmern am Patronatstag, die an der Messe nicht teilgenommen hat-
ten. Kritik Ÿbte er auch noch einmal an der Auflšsung der 1. Gebirgs-
division.
Er richtete dann seinen Blick auf das Jahr 2002, das mit der Rom-
fahrt zum 75. Geburtstag von Joseph Kardinal Ratzinger als einem
au§ergewšhnlichen Hšhepunkt beginnt. Im Rahmen dieser Fahrt wird
man mit Waffen reisen, da der Vatikan fŸr sein Hoheitsgebiet dies
erlaubt habe. Bei der Durchfahrt durch italienisches Staatsgebiet
Bei der Bundesgeneralversammlun g am Samerberg gratulierten LHpm.-Stv. bedarf es der Einhaltung vieler Vorschriften, aber ãdie MŸhen sind es
Martin Haberfellner (l.) und LHptm. Karl Ste ininger (r.) Bene dikt Demmel von
der Ge birgssc hŸtz enkompan ie Lenggries fŸr 33 Jahre un d Josef Wagne r von
wert, schlie§lich sind wir uns der Ehre bewusst, dass wir wie vor 15
den Jache nauer Ge birgsschŸtz en fŸr 18 Jahre TŠt igkeit als Hptm. mit dem Jahren zur Geburtstagsfeier von Kardinal Ratzinger eingeladen sind",
von Paul Ernst R att el mŸller entworfenen Ehrenkrug so der LHptm.
14 Berichte aus Bayern Nummer 3 - Mai 2002

Dr. Rainer Ke§ler +


Der Bund der Bayerischen GebirgsschŸt-
zenkompanien trauert um sein Ehrenmitglied
Dr. jur. Rainer Kessler, Ministerialdirektor
a.D.
Der langjŠhrige frŸhere Amtschef der
Bayerischen Staatskanzlei ist im Alter von 82
Jahren gestorben. Er war von 1967 an 20
Jahre lang oberster Beamter des Freistaates
Bayern. Seine Dienstzeit war bis zur Vollen-
dung des 68. Lebensjahres dreimal verlŠngert
worden. Bei seinem Abschied 1987 wŸrdigte
MinisterprŠsident Franz Josef Strau§ Kessler
als einen ãGentlemen", der nicht fŸr sich
selbst, sondern fŸr die ihm Anvertrauten lebe
und arbeite.

Gruppenbild der neuen TrŠger der Goldenen Verdie nst medaille am blauen Band

Der Patronatstag in Beuerberg und das wird die GSK Miesbach betraut. Der Patro-
Alpenregionsf est in Prutz/Nordtirol stehen natstag wird in Rottach-Egern (GSK Tegern-
dieses Jahr ebenso im Mittelpunkt wie die see) stattfinden. Das Adventsingen wurde an
Bataillonsfeste Werdenfels in Ohlstadt und die GSK Wackersberg vergeben und im Okto-
Inn-Chiemgau am Samerberg. Vom 25.Ð29. berfest Trachten- und SchŸtzenzug wird die
Oktober findet dann das 40. Bundesschie§en GSK Lenggries teilnehmen.
in Kreuth und Bad Tšlz statt. LHptm. Steininger dankte am Schluss der
Die Delegierten legten die Veranstaltungs- gastgebenden Kompanie Samerberg und ihrer
orte fŸr das Jahr 2003 fest: Mit der Durch- Musikkapelle und beendete die Generalver-
fŸhrung der Bundesgeneralversammlung sammlung.

Mit der Goldenen Verdienstmedaille am blauen Band wurden geehrt: Dr. Rainer K e§ler
LHptm. Karl Steininger, Stellv. LHptm. Martin Haberfellner, SchŸtze Georg
Auer - GSK Tšlz, SchŸtze Jakob Hohenreiter - GSK Tšlz, Pfeifer Anton Krin- Der gebŸrtige Mettener hatte im Tegern-
ner - GSK Tšlz, Hptm. Heinz Lanner - GSK Rosenheim, Hptm. a.D. Lt. GŸnther seer Tal das GebirgsschŸtzenwesen kennen-
Langzauner - GSK Sšllhuben, Lt. Carl Hirz - GSK Wšssen/Achental, Hptm. gelernt und trat der Kompanie Tegernsee bei.
Er unterbreitete dem MinisterprŠsidenten
Georg Haselberger - GSK Wšssen/Achental, Hptm. Ludwig Brunschmid - GSK
Alfons Goppel den Vorschlag, bei Staatsbesu-
Audorf, Hptm. Sepp Astner - GSK Flintsbach, Lt. Peter Kšmp - GSK Inzell, chen die GebirgsschŸtzen miteinzubeziehen.
EHptm. Josef Wagner - GSK Jachenau, Hptm.-Stv. Xaver Oswald - GSK Daraus entwickelte sich auch die Tradition,
Jachenau, Langj. Kassier Johann Schwaiger - GSK Jachenau, OLt. Peter Bauer dass der jeweilige Bayerische MinisterprŠsi-
- GSK Beuerberg, Hptm. Ludwig Staber - GSK Samerberg, Lt. Rudolf Holthau- dent als Schutzherr der Bayerischen Gebirgs-
schŸtzen fungiert.
sen - GSK Prien, EOLt. Franz Manzinger - GSK Waakirchen, Lt. Karl Knott - Dr. Rainer Ke§ler hat sic h um die Bayeri-
GSK Gotzing, Tambourmajor Josef Aichbichler - GSK Benediktbeuern, SchŸt- schen GebirgsschŸtzen besonders verdient
ze Xaver Gerg - GSK Benediktbeuern gemacht.

Den Ehrenkrug des Landeshauptmanns erhielten die ehemaligen Hauptleu-


te: FŸr 33 Jahre: Benedikt Demmel - GSK Lenggries, fŸr 18 Jahre: Josef Wag-
Max Seestaller +
ner - GSK Jachenau Das Šlteste Mitglied der GebirgsschŸtzen-
kompanie Gmund, Max Seestaller, ist im
Alter von 92 Jahren verstorben. Mehr als 74
FŸr seine Verdienste erhielt anlŠsslich seines 60. Geburtstages der EHptm. der
Jahre war der in Oberšd/Gmund geborene
GSK Oberaudorf, Edi Dvorak, den Gro§en Ehrenteller des BBGK. Landwirt Mitglied in der Kompanie. Bereits
als 18-JŠhriger hat er sich der Gmunder
FŸr seine Verdienste als Schriftleiter der TSZ fŸr Bayern wurde Hptm. Hans Kompanie angeschlossen und er war bereits
Baur, BundesschriftfŸhrer, mit dem Presse-Lšwen ausgezeichnet. der sie bte Mann seiner Familie, der sich den
Idealen der GebirgsschŸtzen, das wehrhafte
Brauchtum, die Sitten und GebrŠuche aus der
Nummer 3 - Mai 2002 Berichte aus Bay ern 15

Jahrhunderte alten Tradition zu erhalten und


weiterzugeben, verschrieb.
Die GebirgsschŸtzenkompanie Gmund und
auch der Bund der Bayerischen GebirgsschŸt-
zenkompanien ehrten Max Seestaller mit
einer Vielzahl von Orden und Auszeichnun-
gen. Seit 1967 lebte Max Seestaller bei seiner
Tochter in Dietramszell, nahm aber rege
Anteil am Gmunder Geschehen, insbesondere
was seine GebirgsschŸtzen betraf. In Die-
tramszell fand unter Beteiligung der Gebirgs-
schŸtzenkompanie Gmund und deren Salut-
zug die Beisetzung von Max Seestaller statt.

LHpt m. Karl Stei ninger (l.) mit den Geehrte n beim JubilŠumsfest der Ge birgsschŸ tze nkompanie Garmisch

50 Jahre GebirgsschŸtzenkompanie Garmisch


In kleinem Rahmen, aber sehr feierlich, beging die GebirgsschŸtzenkompanie Garmisch ihr
50-jŠhriges Bestehen.
Nach einem Gedenkgottesdienst, zelebriert von Dekan Franz Sand in der Pfarrkirche, und
einer Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal marschierten die neun Kompanien des Gebirgs-
schŸtzen-Bataillons Werdenfels in die Bayernhalle, angefŸhrt von der Musikkapelle Garmisch
und dem Trommlerzug.
BŸrgermeister Toni Neidlinger dankte der 1952 wiedergegrŸndeten Kompanie fŸr ihre
EinsŠtze bei gro§en Veranstaltungen aber auch bei Gedenkfeiern fŸr Verstorbene und Gefalle-
ne. Anschlie§end gratulierten LHptm. Karl Steininger, Bataillons-Kdt. Hans Jais und Rudi
Schedler als Hptm. der Patenkompanie Bad Kohlgrub sowie Alois Maderspacher jun. namens
Max See staller der Garmischer Ortsvereine. Zum Abschlu§ des offizie lle n Teils ehrte Hptm. Karl Ruf die GrŸn-
Bild unten: Sieb en mŠnnliche Mi tglieder der dungsmitglieder Simon Maurer, Alois Maderspacher sen., Josef Bader, Thomas Gansler und
Familie Seestaller verschrieben sic h den I dealen Ludwig Maurer. Anschlie§end wurde viel musizie rt, wobei die Gstanzln der Geschwister Rei-
der Ge birgsschŸtz en und schlossen sich der Kom- singer aus der Oberpfalz, die auch anwesende Honoratioren nicht verschonten, mit besonders
panie Gmund an. Max See staller ist der JŸngste
auf dem Bild
viel Beifall bedacht wurden.
16 Nummer 3 - Mai 2002

Fortsetzung von Seite 12!


Nach der Auffahrt mit dem Elferlift und einem kurzen Aufstieg zur
ElferhŸtte ging der Ausflug in Richtung Pinnistal, mit dem ãHabic ht"
als dem Dreitausender in dieser Alpenlandschaft, weiter.
Bei einem ausgezeichneten Mittagessen in der Pinnisalm und mit
Musik und einigen herzhaften SprŸchen ging dieser Ausflug weiter
Ÿber die Herzebenalm zur Talstation des Elferliftes.
Wir mšchten uns bei der SchŸtzenkompanie Neustift mit Hptm.
Falbesoner sowie beim Baon-Kdt. Mjr. Steuxner herzlichst fŸr diesen
schšnen Ausflug bedanken.

Der neue Ausschu§ des SchŸtzenbezirke s Hall: vorne v.l.: Hptm. Florian
Fischler, OJg. Hubert Kirchebner, Hpt m. Josef Posch, M Jr. Fritz Tie fenthal er;
hinte n v.l.: Mjr. Manfred Sparber, Hpt m. Peter Rathgeber, Zgf. Philipp We iler,
Lt. Christ ian Holzner, Hptm. Alois Ste ixner, EHptm. Josef Reichler,
Zg f. Florian K iechl

Thaur; SchriftfŸhrer: Zgf. Weiler Philipp, Absam; Kassie r: Zgf. Kiechl


Florian, Rinn; JS-Betr.: Lt. Holzner Christian, Wattens/Wattenberg;
BezirksschriftfŸhrer Weiler Philipp

SchŸtzenbaon Oberes Iseltal


Bei der Jahreshauptversammlung des SchŸtzenbaons Oberes Iseltal
in Hopfgarten konnte Baon-Kdt. Riepler unter anderem begr٤en:
Pfarrer Ortner, SchŸtzenkurat Johnny, HR Dr. Doblander, die Bgm.
Hopfgartner, Monitzer und Hafele, FF-Kommandant Blasisker, MK-
Obmann Grimm, Obmann des Musikbezirks Riepler, Baon-Kdt. Pertl,
BMjr. Pertl, Hptm. WŸrth, Viertel-Kdt. Huber, die Majore des Viertels
Osttirol Jordan, Obrist, Wolsegger und Huber.
Das Bataillon Oberes Iseltal besteht aus 8 Kompanie n mit 637 akti-
ven Mitgliedern, davon 24 Marketenderinnen und 48 JungschŸtzen.
Bataillonskurat Kaplan Johnny Huber mahnte, dass gelebter Glau-
be mehr sei als ein kurzer Gottesdienst am Beginn eines Festes.
Die einzelnen Kompanien berichteten mit Stolz von ihren zahlrei-
chen AktivitŠten. Dazu gehšren die Mitwirkung bei kirchlichen und
Mjr. H. Steuxner mit den Mitgliedern dieses A usfluges ins Pinnistal bei einer
weltlichen Festen, die Pflege des Schie§wesens, Krankenbesuche,
Rast mit Blick zur K irc hdachspitze .
Weihnachtsfeiern, Geburtstagsfeiern und viele s mehr. Bei sportlichen
Veranstaltungen in den Gemeinden waren ebenfalls SchŸtzenteams
51. Generalversammlung des dabei.
Interessant erscheint, dass in St. Johann i. W. Ÿber 10% der Ein-
SchŸtzenbezirkes Hall wohner bei den SchŸtzen sind.

In Fritzens fand heuer unter der Leitung von Bez.-Kdt. Mjr. Helmut
Plunser und auf Einladung von Hptm. Norbert Kogler die 51. General-
versammlung des SchŸtzenbezirkes Hall statt.
Die Tagung begann mit dem Besuch der hl. Messe, die von Bezirks-
kurat Pater Paul und Pfarrer Hans Knapp zelebriert wurde.
Anschlie§end erfolgte die Festsitzung im Gasthof Fritznerhof und
Mjr. Plunser konnte als EhrengŠste Bgm. Josef Gahr, den Bezirkskura-
ten Pater Paul, unseren Viertel-Kdt. Mjr. Fritz Tiefenthaler und zahl-
reiche Ehrenmitglieder des Bezirkes begr٤en.
Im Anschluss an die TŠtigkeitsberichte der einzelnen FunktionŠre
Ÿberreichte der Bez.-Kdt. die Ehrenpreise der Kompaniewertung vom
letzten SchŸtzenschnurschie§en stellvertretend an die Hauptleute der
Gewinnerkompanien. Die Speckbacher SchŸtzenkette fŸr den besten
Tiefschuss wurde fŸr das nŠchste Jahr an Ernst Draxl von der Kompa-
nie Straub Hall Ÿberreicht.
Anschlie§end erfolgten die Neuwahlen, welche wie folgt ausfielen:
Bez.-Kdt.: Hptm. Fischler Florian, Absam; Stv.: Hptm. Posch Josef,
Nummer 3 - Mai 2002 17

Bgm. Hopfgartner stellte fest, dass die SchŸtzen ein unverzichtba- Dass es wieder einmal ein lebendiges SchŸtzenjahr geworden ist, ist
rer Bestandteil in den Gemeinden sind, was Freundschaft und Kame- den zahlreichen AusrŸckungen der einzelnen Kompanie n von Weer bis
radschaft betrifft. Wie sing und von Strass bis ins Achental zu verdanken. Das heurige
Die Neuwahl des Bataillonausschusses brachte keine €nderung, Bataillonsfest wird am Weerberg am 14. Juli abgehalten, und im Jahr
Baon Kdt. Klaus Riepler, Bez. Mjr. Josef Au§ersteiner, Baon-JS-Betr. 2003 richten die Jenbacher das Baonsfest aus.
Josef Stopp und Bataillonskurat Kaplan Johnny Huber wurden ein- Baon-Kdt. Hubert Danzl ist stolz auf die JungschŸtzen, besonderes
stimmig in ihren Funktionen bestŠtigt. Lob zollte er dem Baon-JS-Betr. Franz Ploner und seinem Stv. Anton
HR Dr. Doblander, Ehrenmitglied aller Osttiroler SchŸtzenkompani- Kreidl, aber auch den Betreuern bei den einzelnen Kompanie n fŸr die
en, bedankte sich bei den vielen freiwilligen FunktionŠren in der heu- wichtige, aber nic ht immer le ichte Arbeit.
te so egoistischen Zeit. Er wies darauf hin, dass die Sonn- und Feier-
tagsruhe erneut angegriffen werde. Er meinte, wir hŠtten gute Tradi-
tionen in Tirol zu verteidigen und der Sonntag wŠre eine solc he gute Wanderpreis geht zum zweiten Mal
Tradition.
Bildungsoffizier Mjr Wolsegger mšchte eine scharfe Resolution
nach Mieders
zum Thema Sonn- und Feiertagsruhe verfassen und Obmann Berger
aus Hopfgarten ersuchte, dass die Resolution zur Sonntagsruhe auch 125 Teilnehmer am Stubaier Baonsschie§en 2002
eine kritische Anmerkung zur sonntŠglichen Feldarbeit beinhalten in Mieders , 27 x Goldene SchŸtzenschnur
sollte.
Huber ist Ÿberzeugt, dass die Abschaffung der Sonn- und Feierta-
und 11 x Goldene fŸr JungschŸtzen
ge fŸr die Familien tšdlich wŠre.
ãUnsere Mander haben sich gegenseitig motiviert und dadurch ein
BBO Karl Pertl bemerkte, dass die SchŸtzen den Begriff Heimat dar-
stellen. Wenn jemand Ÿber Heimat berichten will, dann verwendet er gewaltiges und erfreuliches Ergebnis erreicht", sagte Hptm. Hans
Schmoller bei der Preisverteilung im SchŸtzenheim in Mieders.
ein Bild mit SchŸtzen.
Hptm. Wirth von der Kompanie Všls wies darauf hin, dass es in
seiner Gemeinde trotz der 7.000 Einwohner schwieriger ist, eine Kom-
panie zu fŸhren, weil es weniger persšnliche Kontakte gibt. (Die Kom-
panie Všls ist beim heurigen Bataillonsfest in Hopfgarten Ehrenkom-
panie.)

Bataillonsversammlung in Pertisau
KŸrzlich trafen sich die SchŸtzen des Baon Schwaz im Gasthof
ãPfandle rÓ in Pertisau zur diesjŠhrigen Baon-Versammlung.
Mjr. Hubert Danzl konnte neben den Abordnungen der einzelnen
Kompanien auch LR Konrad Streiter, Hausherr Bgm. Ing. Josef Haus-
berger, Hptm. Martin Kaiser, Kdt. der Pionierkompanie/Stabsbataillon
6 und den Obm. des Musikbundes Schwaz, RR Siegfried Knapp und
Fahnenpatin Midi Kirchmeyr begr٤en.
Pfarrer Heinrich Kleinlercher zelebrierte fŸr die SchŸtzen die hl.
Messe, fŸr den wŸrdigen Rahmen sorgte die Kompanie und die Musik-
kapelle Eben/Maurach.
Aus dem Bericht des Baon-Kdt. war eine Vielzahl von TŠtigkeiten
zu entnehmen. Gut war heuer die Teilnahme am Baonsschie§en in
Weer und dem Baons-JS-Schie§en in Schwaz. Die SchŸtzen des Baons
wetteiferten aber auch auf den Skiern und auf der Rodel und erstmals
auch beim Stockschie§en in Wiesing.

Mit te: SchŸtz enkšn igin B eatrix Schmolle r und SchŸtz enkšn ig Franz Wild.
Von oben nach rec ht s: St ifte rin des Wanderpreise s Annemarie mi t Baon-Kdt.
Ste uxner und Hptm. Schmoller. Die Sieger, Kompanie M ieders. Mannschaft s-
wimpel an Hptm. Schmolle r mit B aon-K dt. Steuxner un d Lt. Rein isch. Die
z wei Siegerinnen aus de m bayerischen FŸrstenfe ldbruck. GemŸtl ic hes B ei-
sammense in der BŸrge rmeister und Obleute.

Die AmperschŸtzen aus FŸrstenfeldbruck/Bayern, angefŸhrt von


der 1. SchŸtzenmeisterin Gisela Sasse, nahmen mit Erfolg am Baons-
schie§en teil: Alois Zitzelsberger und Martin Frank erreichten in der
SportschŸtzenklasse die RŠnge zwei und drei. Eine Trinser Abordnung
von fŸnf SchŸtzen schossen ebenfalls als GŠste mit und erzielten gute
Ergebnisse.
Zum gesellschaftlichen Hšhepunkt in Mieders wurde der Abend der
BŸrgermeister und Obleute. Hptm. Schmoller konnte viele Freunde
und Kameraden begrŸ§en und freute sich Ÿber den zahlreichen
Die SchŸtze nkompan ie Weerberg arrangiert heuer das Baonsfe st
Besuch. EMjr. Dr. Alois Partl fŸhlte sich in Mieders sichtlich wohl und
18 Nummer 3 - Mai 2002

drŸckte dies in einem lieben Brief an die Kompanie eindrucksvoll aus. Wintersteller Baon gibt Rechenschaft
Ergebnisse: Mannschaftsbewerb: 1. Mieders - 1.476, 2. Telfes - 1.436,
3. Fulpmes - 1.415, 4. Neustift - 1.373, 5. Schšnberg - 1.302 Ringe
SchŸtzenkšnigin: Beatrix Schmoller, Mieders - 436 Ringe Am 22. MŠrz konnte Baon-Kdt. Mjr. Josef Pockenauer die Abord-
SchŸtzenkšnig: Franz Wild, Mieders - 450 Ringe nungen sŠmtlicher Kompanien des Winterstelle r-SchŸtzenbataillons
und zahlreiche EhrengŠste, unter ihnen NR Hans Sevignani, LA Josef
Hechenbichler, Ehrenoffizier der Feller SchŸtzenkompanie St. Johann,
Zgf. Ing. Herbert Genser
BH HR Dr. Hans-Heinz Hšfle und den Bgm. der Gemeinde St. Ulrich,
Kaspar Mettler, begr٤en.
WiedergrŸndungsjubilŠum des Mjr. Josef Pockenauer berichtete Ÿber die TŠtigkeiten des abgelau-
Rettenberger SchŸtzenbaons fenen SchŸtzenjahres, die sich im Rahmen der AusrŸckungen und
AktivitŠten auf gesellschaftliche, kirchliche und sportliche Veranstal-
1909 wurde aus Anla§ der Tiroler 100-Jahr-Feier vom damaligen tungen bezogen. Er unterstrich besonders die hervorragende Aus-
Hptm. der SchŸtzenkompanie Wattens, Rudolf Steinacher, das Baon rŸckungsprŠsenz und die Neuaufnahme von 38 aktiven SchŸtzen, so
Rettenberg - benannt nach dem Stammschloss des Gerichtes Retten- dass der dzt. Stand 753 aktive SchŸtzen, 60 Marketenderinnen, 73
berg - aus der Taufe gehoben. Es bestand aus den Kompanie n Baum- JungschŸtzen und 1392 unterstŸtzende Mitglieder betrŠgt.
kirchen, Fritzens, Kolsassberg, Terfens und Wattens bis zum Jahre
1938. Vor 50 Jahren wurde dann das Rettenberger Baon vom damali-
gen Hptm. von Kolsassberg, ãSpechtbauer" Jose f Eberl, wiedergegrŸn-
det. Ihm gehšren seither die SchŸtzenkompanien Baumkirchen, Frit-
zens, Kolsassberg, Volders und Wattens-Wattenberg an.
Die BaonsfŸhrung nahm dieses JubilŠum zum Anlass, die Wieder-
grŸndung in wŸrdigem Rahmen zu begehen. Die von Landeskapell-
meister Florian Pedarnig komponie rte ãFestmusik der SchŸtzen - Tiro-
ler Zapfenstreich", intoniert von der Swarovskimusik Wattens und der
Musikkapelle Wattenberg, wurde am Samstag, dem 27. April abends
am Marienplatz in Wattens aufgefŸhrt. Der militŠrische Teil des Zap-
fenstreiches wurde vom gesamten SchŸtzenbataillon Rettenberg unter
FŸhrung von Baon-Kdt. Mjr. Manfred Sparber und in Anwesenheit
unseres LKdt. HR Dr. Otto Sarnthein, des Viertel-Kdt. Mjr. Mag. Fritz
Tiefenthaler und zahlreicher EhrengŠste unter FŸhrung aller BŸrger-
meister der beteiligten Gemeinden bestritten. Erstmals in Tirol wurde
dabei eine exakte General-de-Charge mit dem gesamten Baon durch-
gefŸhrt. Die vollzŠhlig angetretenen Fahnenabordnungen des SchŸt-
zenbezirkes Hall und der Partnergemeinden des Bataillons gaben dem LA Josef Hechenbichler, NR Hans Sev ignan i, BH HR Dr. Hans-Heinz Hšfle
Fest ein eindrucksvolles GeprŠge. und Baon . K dt. Mjr. Josef Pocke nauer (v.li.)
Im Rahmen des Zapfenstreiches wurden auch die FahnenbŠnder
und die anlŠsslich des JubilŠums neu angefertigte Baonsstandarte des Mit Spannung erwarteten die SchŸtzenabordnungen die Preisver-
Rettenberger Baons von Landeskurat Msgr. Josef Haselwanner und teilung des Baons-Schie§ens 2001. Sieger wurde die Mannschaft
Pfarrer und SchŸtzenkurat Cons. Josef Purtauf geweiht und den ange- Kirchdorf I (Hansi Bachmann, Ferdinand Zmugg, Isidor Zwi-
tretenen Formationen des Bezirkes und ihren Partnergemeinden vor- schenbrugger, Johann Seiwald), gefolgt von der Mannschaft Fieber-
gestellt. brunn (Leonhard Waltl, Josef Danzl, Georg Hausbacher, Manfred Het-
Nach der mit viel Beifall aus der Bevšlkerung aufgenommenen zenauer). An die dritte Stelle reihte sich Brixen I (Josef Krimbacher,
AuffŸhrung marschierte das Bataillon unter Vorantritt der Bundes- Josef Bachler, Leo Laiminger, Sebastian Hetzenauer).
standarte in Kompanieformation in zwei Marschblšcken zur Defilie- Abschlie §end fŸhrte Thomas Wšrgštter jun. das fŸr die Winterstel-
rung und zum anschlie§enden Festakt ins Haus Marie Swarovski. ler SchŸtzen ausgerichtete Internet vor. Er prŠsentierte erstmals die
Christian Holzner, Lt. von ihm erstellten Seiten, auf denen das Wissenswerte Ÿber 16 Kom-
panien des Baons gefunden werden kann.

Pressereferent des Bataillons


Wšrgštter EHptm.

SchŸtzen leisteten wertvolle gesell-


schaftliche und kulturelle Arbeit
Die TŠtigkeitsberichte von Baon- Kdt. Mjr. Obrist, Bez.-Mjr. Jordan
und der zehn Kompanien des Oberlandes in der Walter Stubn. in Ass-
ling zeigten, dass die SchŸtzen nicht nur zur Gestal tung von kirchli-
chen und weltlichen Festen beitragen, sondern auch wertvolle gesell-
schaftliche und kulturelle Arbeit leisten, wie die Pflege des Ortsfried-
hofs, die Renovierung von Wegkreuzen, Ordnungsdienste bei Ausstel-
lungen, die Erhaltung und Erneuerung von Gipfelkreuzen und vieles
Die neu angefe rtigte St andarte des Re ttenberger Baons mit K dt. Mjr. M anfred andere mehr.
Sparber am Rednerpult Dem Wunsch, dass auch die Marketenderinnen in den AusschŸssen
Nummer 3 - Mai 2002 19

des Bundes und den Vierteln der SchŸtzen vertreten sein sollen, kam Bataillonsschie§en in Weer
man auch im Viertel Osttirol nach. Ruth Strasser, Marketenderin der
SchŸtzenkompanie Kartitsch, erklŠrte sich bereit, diese Aufgabe zu
Ÿbernehmen. Bgm. Erwin Eberharter freute sich mit Baon-Kdt. Mjr. Hubert Danzl,
Der Obmann des Gesamttiroler SchŸtzenbundes, Viertel-Kdt. BMjr. dass die Schie§meisterschaft des SchŸtzenbaon Schwaz ohne Unter-
Hermann Huber, bedauerte, dass die Sonntagskultur immer mehr dem brechung zum elften Mal in Weer durchgefŸhrt wurde, zeigte sich
recht stolz, dass die Weerer SchŸtzenkompanie den Mannschaftstitel
Konsum geopfert werde und man religišse Werte, denen sich die
SchŸtzen verpflichtet wissen, in Medien untergraben und lŠcherlich gewann.
mache. Sein Stellvertreter Mjr. Karl Pircher lobte die gute Zusammen- Nic ol Schwierz, Marketenderin der JungschŸtzen der 1. Andreas-
arbeit der Pustertaler SchŸtzen diesseits und jenseits der Grenze. Hofer-Schwaz, siegte mit 102 Ringen bei den JungschŸtzen, konnte
Begonnen hat die Versammlung mit einem Gottesdienst, der von mit ihrem Ergebnis aber auch gleich alle mŠnnlichen Konkurrenten
Pfarrer Gasse r zelebrie rt und vom MŠnnerchor umrahmt wurde. des Schwazer Baons Ÿbertrumpfen. Sie wurde als absolute Tagessiege-
rin gefeiert.
Bester BaonschŸtze wurde Albert Brunner von der Kompanie St.
Margarethen mit 100.5 Ringen, die Seniorenwertung gewann Her-
Pitztaler SchŸtzenkette fŸr Zaunhofer mann Eller von Terfens mit 100,8 und bei den Marketenderinnen sieg-
SchŸtzen te Claudia Arnold (Weer) mit 100.7 Ringen. Den Tiefschussbewerb
gewann heuer Manfred Wechselberger von Weer mit 5,58 Teilern. Ihm
Ÿberreichten Mjr. Hubert Danzl und Bgm. Erwin Eberharter im Rah-
Am Sonntag, dem 14. April 2002 traten die 6 Kompanien des Pitz-
men der Preisverteilung die Ehrenscheibe, gestiftet und geschnitzt von
tales zum traditionellen SchŸtzenkettenschie§en in Wald zusammen. Baon-Kdt.-Stv. Max HŠusler.
Die SchŸtzenkompanie Zaunhof konnte heuer zum ersten Mal die
begehrte Talkette gewinnen.
Eiter Franz, Melmer Edi, Schranz Leo und Eiter Hans Peter erreich-
ten 617 Ringe. Ebenso ein Novum des heurigen Schie§ens war, dass
die drei ersten Mannschaften jeweils 617 Ringe auf ihr Konto verbu-
chen konnten. Den 2. Rang erreichte die SchŸtzenkompanie Arzl (617
Ringe) mit den SchŸtzen Huter Christoph, Wšber Siegfried, Raich
Andreas und Raich Walter. An die dritte Stelle reihte sich die Kompa-
nie Wenns mit ebenso 617 Ringen und den SchŸtzen Schiechtl Alfred,
Wille Armin, Schmid Isidor und Gundolf GŸnther. Vierte wurden die
Teilnehmer aus Jerzens mit 615 Ringen vor der veranstaltenden Kom-
panie Wald mit 571 Ringen und der Kompanie aus St. Leonhard mit
548 Ringen.
Die drei besten SchŸtzen waren: Huter Christoph mit 176 Ringen
aus Arzl, Krabichler Herbert mit 172 Ringen aus Wald und Jenewein
Herbert mit 166 Ringen aus Jerzens.
Der beste SchŸtze der Siegermannschaft, Eiter Franz (163 Ringe), Die Klassensiege r (v. l.) Hans Larch, Ti efschusssieger Manfred We ch selberger,
wird in der kommenden SchŸtzensaison die Talkette tragen. Tagessi egerin Nicol Schwie rz, Baon-K dt. Hubert Danzl, 1. M arketenderin
Zur Preisverteilung konnte Baon-Kdt. Ludwig Gundolf neben ver- C laudia Arn old, Bgm. Erwin Eberharter und Hpt m. Max HŠusler.
schiedenen Vertretern der einzelnen Kompanien den Kulturreferenten
der Gemeinde Arzl, Josef Knabl, vor allem den Stifter der Talkette, Bei der Mannschaftswertung qualif izierten sich als die Besten dann
EMjr. Karl Rauth begrŸ§en. wieder einmal die SchŸtzen aus Weer mit Claudia (Tochter) und Hugo
Das Bataillonsfest 2002 findet am 14. Juli in Wald statt.
(Vater) Arnold, Martin Misslinger, Robert Jenewein und Rudolf Wech-
selberger mit 486.5 Ringen. Auch die Siegermannschaft erhielt eine
Ehrenscheibe von Max HŠusler.
Ergebnisse - SchŸtzenklasse: 1. Albert Brunner (St. Margarethen)
100.5, 2. Hugo Arnold (Weer) 100.0 und 3. Martin Misslinger (Weer)
99.6; JungschŸtzen: 1. Nicol Schwierz (1. Andreas-Hofer-Schwaz)
102.0, 2. Georg Kofle r (Terfens) 98.8 und Thomas Klingler (Terfens)
98.3; Senioren: 1. Hermann Elle r (Terfens) 100.8, 2. Rudi Gugg
(Achenkirch) 99.5 und Alois Weineis (Achenkirch) 98.6, mit 77 der
Šlteste Teilnehmer; Marketenderinnen: 1. Claudia Arnold (Weer)
100.7, 2. Andrea Penz (Vomp) 96.7 und 3. Rebecca GrŸndler (1. An-
dreas-Hofer- Schwaz) 96.5; Ehrenscheibe: 1. Manfred Wechselberger
(Weer) 5.58 Teiler, 2. Roland Wechselberger (Weer) 10.26 und 3. Fritz
GŸrtler (Stans) 12.58; Mannschaft: 1. SchŸtzenkompanie Weer 491.6
Ringen, 2. SchŸtzenkompanie Terfens 486.5 und 3.

V.l.n.r.: Baon-K dt.-Stv. Sie gfried Walser, Leo Schranz, Hans Pe te r E ite r beide
aus Z aunhof, Hptm. Re inhard Schuler aus Wald, EMjr. K arl Raut h aus
Timmls, Obm. Jose f K nabl aus Wald, Edi M elmer aus Zaunhof mit der
Sc hŸtz enkette , Baon-Kdt. Ludwig Gundolf , Wenns
20 Nummer 3 - Mai 2002

Die Seite der JungschŸtzen und Marketenderinnen


werden kšnnen. Mit viel Begeisterung sahen sich alle Anwesenden die
vorhandenen Fahrzeuge an, insbesondere das Tanklšschfahrzeug, das
zur Besichtigung bereitgestellt wurde. Am Schluss konnten alle Buben
und MŠdchen beim ãWasser Marsch!" ihren Umgang mit dem Strahl-
Anfangs MŠrz waren die JungschŸtzen von Aldrans zu einem rohr unter Beweis stellen. FŸr den gelungenen Nachmittag mšchte sich
gemŸtlichen Beisammensein und gleichzeitigem Vergleichsschie§en der Baon-JS-Betr. Lt. Oskar Untermarzoner bei den Verantwortlichen
vom JS-Betr. der Rinner SchŸtzen, Walter Hšger, eingeladen worden. und Mitarbeitern der Landesfeuerwehrschule herzlich bedanken.
Hptm. Franz Weger und Obm. Florian Kiechl empfingen die Buben
und MŠdchen aus Aldrans und nach dem anschlie§enden Vergleichs- Harald Graus, Pressereferent Baon Sonnenburg
wettkampf wurden alle von den SchŸtzenfrauen Beate und Maria
Hšger mit Kuchen, Kaffee und Saft`ln verkšstigt. Lienzer JungschŸtzen bewiesen
Treffsicherheit
Mit Luftdruckgewehren schossen die Lienzer JungschŸtzen am
Ostersonntag im neuen Schie§stand auf verschiedene Scheiben. Am
erfolgreichsten waren Thomas Ponholzer, mit 50 von 60 Punkten,
gefolgt von Marketenderin Sabrina Lukasser und Gregor Sie§l mit je
49 Punkten.
Zum Schluss konnten alle Teilnehmer aus den HŠnden von Hptm.
Gerhard Gander und Obm. Hans Jenkner ein volle s Osternest mit nach
Hause nehmen.

JungschŸtzenbetreuer Toni Sie§l

Aldranser Jungsc hŸtze n waren mit ihrem Betreuer und ihrem Hptm. auf
Be such bei der Nachbarkompanie Ri nn

Der Nachmittag in Rinn war fŸr alle ein gemŸtlic hes und gelunge-
nes Zusammentreffen und den Rinner SchŸtzen wurde spontan eine
Gegeneinladung ausgesprochen.

JS-Betr. JŸrgen Mšller, Lt.

Besuch der Feuerwehrschule


Am 16. MŠrz machte das JS-Baon Sonnenburg einen Ausflug in die
neue Landesfeuerwehrschule nach Telfs. Franz Haller, der zugleich
auch Hptm. der SchŸtzenkompanie Gštzens ist, begrŸ§te die GŠste und
diese wurden in drei Gruppen aufgeteilt und durch das gro§e Areal
Die Lienze r J ungschŸtze n mit den Ve ran tw ortlichen der K ompanie (v.l.) vor-
gefŸhrt. ne: Michael P furt schell er, Patrick Pfurtscheller, Thomas Ponholzer; Bet reuer
Neben den SchulungsrŠumen, dem Internat und den WerkstŠtten Anton Sie§l, Sabrina Lukasser, Andreas M ayr, Georg Gasser, Christi an Jen k-
gab es auch †bungsobjekte zu besichtigen, wie z.B. das Brandhaus ner, Lisa Teg ischer, Hptm. Gerhard Gander, Patri ck K šsslbacher, Gre gor Sie§l,
Obm. Hans Je nkner
und den Tunnel, in dem UnfŠlle mit Eisenbahnwaggons nachgestellt

Bezirks-JS-Schie§en in Sillian
Die Osttiroler JungschŸtzen gelten im ganzen Land als sehr treffsi-
cher. Im Hinblic k auf das LandesjungschŸtzenschie§en in Sillian ent-
schloss sich die FŸhrung der Osttiroler JungschŸtzen, auch das
Bezirksschie§en auf dem Sillianer Schie§stand am 14. 4. - sozusagen
als Generalprobe - durchzufŸhren. †ber hundert MŠdchen und Buben
aus nahezu allen Teilen des Bezirkes boten hervorragende Leistungen
und es ist anzunehmen, dass die Trauben - sprich die Siegespreise -
fŸr die Nordtirole r in Sillian hoch hŠngen werden. Bei der Siegereh-
rung lobte Bgm. Schiffmann Erwin die Arbeit der JS-Betr.
Der Bezirksmeister des Vorjahres, Joas Markus aus Strassen, musste
die silberne Kette des SchŸtzenkšnigs an seinen Mannschaftskamera-
Die Sonnenburger JungschŸtzen und ihre Bet reuer vor dem vielbestaunte n
Tanklšschfahrzeug den Wieser Reinhard Ÿbergeben, der sie nun ein Jahr tragen darf.
Nummer 3 - Mai 2002 21

sofort wieder Bewegung ins Spiel, der Ball wurde aufgenommen und
flugs im gegnerischen Tor versenkt. Da es aber wie bei allen sportli-
chen Veranstaltungen immer eine Reihung gibt, obwohl eigentlich
jeder fŸr sich gewonnen hat, hier die Ergebnisse: 1. Patsch, 2. Aldrans,
3. Sistrans, 4.Všls, 5. Gštzens, 6. Sellrain, 7. Natters. Die PokalŸber-
gabe wurde im Beisein von Baon-Kdt. Anton Pertl, Baon-JS-Betr.
Oskar Untermarzoner, Bgm. Alois Falschlunger und dem Natterer
Hptm. Hans Mai durchgefŸhrt.

Harald Graus, Pressereferent des Baons Sonnenburg

Tumpner JungschŸtzen siegreich


Ende Oktober wurde in Feichten im Kaunertal das 5. JS-Viertel-
schie§en ausgetragen. Mehr als 100 JungschŸtzen und Marketenderin-
Die erfolgreic hsten J Ÿngsten: Wurze r An dreas, Schet t Thomas, Walder Hubert, nen aus den Bezirken Imst, Landeck und Reutte kamen nach Feichten.
Wurze r M arkus, Hšrtn agel Wolfgang Hei§begehrt ist in Landeck die TrophŠe vom ãPontlatzadlerÒ, ein
wuchtiges und sehr ausdrucksvolles Holzrelief, das die beste Jung-
Seine Trefferleistung von 102,2 Punkten war jedenfalls wirklich mei- schŸtzenmannschaft (vier SchŸtzen) nach drei Siegen ohne Unterbre-
sterlich. Wurzer Christine aus Assling war mit 97,3 die Treffsicherste. chung oder nach insgesamt vier Siegen gewinnen kann. Am Staats-
Die besten Mannschaften kamen aus Assling, Strassen, St. Jakob und feiertag, dem 26. Oktober, konnte der JungschŸtzenzug Tumpen mit
Lienz. ihrem Betr. Max Reich diesen Pontlatzadler endgŸltig nach Hause neh-
Ergebnisse: Jahrgang 86/87: 1. Wie ser Reinhard, Strassen - 102,2; men.
2. Weis Markus, Assling - 99,9; 3. Gutwenger Georg, Sillian - 95,6; Zum gro§artigen Erfolg trug dabei besonders Tamara Hofer bei.
Jahrgang 88/89: 1. Stocker Matthias, Assling - 96,5; 2. Hafele Ingo,
St. Jakob - 94,4; 3. Kšsselbacher Patrik, Lienz - 93,9; Jahrgang
90/91/92: 1. Wurzer Andreas, Assling - 100,6; 2. Schett Thomas,
Strassen - 91,5; 3. Walder Hubert, Strassen - 91,0; Marketenderinnen
89-92: 1. Valtiner Lisa-Maria, Strassen - 95,3; 2. Lukasser Sabrina,
Lienz - 90,8; 3. Egger Andrea, Dšlsach - 90,3; Marketenderinnen 86-
88: 1. Wurzer Christine, Assling - 97,3; 2. Vergeiner Katja, Assling -
96,2; 3. Tscharnidling Sarah, Dšlsach - 95,6

Kematen absolut treffsicher


60 Marketenderinnen und JungschŸtzen trafen sich am 13. 4. in
Gštzens, um beim 15. JS-Baonsschie§en Sonnenburg ihre Treffsicher-
heit unter Beweis zu stellen.
Organisiert von der Kompanie Gštzens verwandelte sich der Luft- Stolze P rŠsent ation der J ungschŸtzen von Tumpen mit dem gewonnenen
ãPont latz adler". In der Sie gerrunde auc h Alt -LK dt. Emmerich Steinwender
gewehrschie§stand fŸr einen Tag in ein sportliches Leistungszentrum. und LA Dr. Heinric h J uen.
Von den neun teilnehmenden Kompanien holte sich im Mannschafts-
bewerb der SchŸtzennachwuchs aus Kematen mit 364 Ringen den Ergebnisse: Mannschaftswertung: 1. …tztal IV: Tamara Hofer, Moni-
Wanderpokal und somit den Mannschaftssie g, knapp gefolgt von Gšt- ka Hafner, Karl Hafner, Van der Heyde Robert. 2. Pontlatz I: Ernst Eite-
zens (358) und Sistrans (347). In der Einzelwertung ging die Baon- rer, Dominik GrŸnauer, David Lentsch, Georg Grie§er. 3. Lechtal II:
SchŸtzenkette an Nicole Prohaszka (93 Ringe) und somit ebenfalls Michael Friedle, Sylvia Klotz, Melanie Wasle, Mario Amtmann. (In der
nach Kematen, auf Platz zwei landete Marco Mayrhofer (Gštzens) und Wertung insgesamt 28 Mannschaften.)
auf drei Daniela Ruetz (Kematen). Im Tiefschussbewerb holte sich Mar- Einzelwertung (Marketenderinnen): 1. Tamara Hofer, 2. Monika Haf-
kus Bretter aus Všls den Sieg, gefolgt von Florian Stecher (Aldrans) ner, 3. Sylvia Klotz. JungschŸtzen I: 1. Ernst Eiterer, 2. David Lentsch,
und Andreas Auer (Gštzens). Die 20 Bestplazierten der Einzelwer- 3. Sandro Auer. JungschŸtzen II: 1. Dominik, 2. Mic hael Friedle, 3.
tungsklasse (15 Buben und 5 MŠdchen) haben sich fŸr das Lds.-JS- Daniel File. JungschŸtzen III: 1. Florian Wille, Rene Waibl, 3. Thomas
Schie§en in Sillian qualifiziert. Raich.
Baon-Kdt. Anton Pertl, Baon-JS-Betr. Oskar Untermarzoner, Hptm.
Franz Haller und Hans Payr, Bgm. von Gštzens, Ÿberreichten die
begehrten Pokale an die MŠdchen und Buben. Nikolofeier in Aldrans
Am vergangenen 8. Dezember hatten die JungschŸtzen der Kom-
Fu§ballturnier der Sonnenburger panie Aldrans ihre Nikolausfeier im SchŸtzenheim. Zuerst wurde der
Ÿbergro§e Hunger mit Schnitzel, Pommes und SaftÕln gestillt, dann
Am Samstag, dem 20. April richtete die SchŸtzenkompanie Natters kam der Nikolaus (Ÿbrigens ein SchŸtzennikolaus) und ein Krampus
das 3. Fu§ballturnier des SchŸtzenbaons Sonnenburg aus. Sieben (natŸrlich ein SchŸtzenkrampus). Blitzartig wurde es still im Raum.
JungschŸtzenzŸge, gemischt aus Buben und MŠdchen, gaben sich in Zwei der kleinsten JungschŸtzen verdrŸckten sich gleich ins hinterste
der Natterer Sporthalle ein Stelldic hein und kŠmpften hart aber fair Eck der Sitzbank und harrten voller Spannung der Dinge, die da auf
um die Plazierungen. Voll Begeisterung wurde dem runden Leder sie zukamen.
nachgejagt und versucht, ihn ins GehŠuse zu kicken. Gelang kein Tref- Der Nikolaus war Ÿberaus freundlich und wollte anfangs von den
fer, gab es kein gro§es Gezeter von den Kameraden, sondern es kam JungschŸtzen auch etwas Ÿber seine Herkunft und sein TŠtigkeitsfeld
22 Nummer 3 - Mai 2002

Burgmann, Westendorf, mit 34,1 Teiler gewonnen, gefolgt von Chris-


tina Strobl, St. Johann, mit 39,2 Teiler und von Josef Laner, St.
Johann, mit 40,4 Teiler.
Den begehrten Titel des ãBataillons-JungschŸtzenkšnigs" konnte
auch heuer wiederum Florian Hirschbichler der Feller SchŸtzenkom-
panie St. Johann erringen.

Wšrgštter, EHptm., Pressereferent des Bataillons

9. Vinschgauer JungschŸtzen-
Schie§en 2002
Die vom Nikolaus beschenkten Aldranse r J ungsch Ÿtze n mit ihrem Betreuer Lt.
JŸ rgen Mšller Am 2. MŠrz 2002 fand im Schie§stand von Goldrain das 9. Vinsch-
gauer Schie§en statt, an dem 10 Jungmarketenderinnen und 35 Jung-
wissen. Den Krampus musste er etwas besŠnftigen, als er jeden Jung- schŸtzen teilnahmen.
schŸtzen bat, einzeln vor ihn hinzutreten und er fŸr jeden eine kleine Bez.-Mjr.-Stv. Engelbert Agethle sowie der JS-Betr. Hptm. Adalbert
persšnliche RŸcksc hau bereit hielt. Die Kinder waren Ÿber das Wissen Tschenett Ÿberreichten Diplome und Medaillen.
des Nikolaus sehr erstaunt. Ergebnisse: Marketenderinnen 1: 1. Pircher Elisa, GŠflan - 174; 2.
Dann wurde ein kleines Sackerl fŸr die Buben und MŠdchen und Winkler Sarah, Tschars - 162; 3. Sagmeister Anna, Glurns - 161; Mar-
sogar an die beiden JS-Betr. JŸrgen und Andi und Hptm. Sebastian ketenderinnen 2: 1. Holzknecht Magdalena, Glurns - 182; 2. Schwarz
Wolf verteilt. Im Anschluss wurde noch ein Wettschie§en um einen Sabrina, Morter - 166; 3. Peer Elisabeth, Tartsch - 151; Marketende-
mit SŸ§igkeiten gefŸllten Pokal durchgefŸhrt. rinnen 3: 1. Zuegg Angelika, Tschars - 152; 2. Steiner Ramona, Prad
Herzlichen Dank den beiden Fahnenpatinnen Gabi und Maria fŸr - 120; 3. Prieth Selina, Prad - 114; Knaben 1: Tumler Patrick, Morter
die Mitorganisation und die Bereitstellung bzw. Herrichtung der - 150; 2. Zuegg Christian, Tschars - 149; 3. Nierfrieniger Georg,
gefŸllten NikolaussŠckchen. Tschengls - 140; Knaben 2: 1. Alber David, GŠflan - 171; 2. Stocker
David, Morter - 169; 3. Alber Florian, GŠflan - 165; Knaben 3: Stei-
JS-Betr. JŸrgen Mšller, Lt. ner Patrick, Tartsch - 154; 2. Blaas Andreas, Schluderns - 152; 3.
Nischle r Armin, Tartsch - 151.
Alle n, die an der reibungslosen Abwicklung dieses Schie§ens fŸr
unsere kleinsten SchŸtzenkameraden und Marketenderinnen beigetra-
gen haben, ein herzliches ãVergelts-Gott!"

OLt. Albin Lamprecht, Bezirksschie§leiter

SchŸtzenkompanie Terlan
Im Zuge der diesjŠhrigen Sebastianif eier der Kompanie Terlan wur-
den die Marketenderinnen Kathrin Barbierie und Ulrike Gratl fŸr ihre
5-jŠhrige Treue zur Kompanie geehrt. BŸrgermeister Josef Platter
konnte im Beisein von Bezirksmarketenderin Manuela Kastl sowie ver-
schiedener EhrengŠste die Urkunden Ÿberreichen. Die Terlaner Kame-
raden gratulieren recht herzlich und hoffen weiterhin auf euren tat-
krŠftigen Einsatz.

Schie§vergleichswettkampf
der Wintersteller JungschŸtzen
Zum Ausscheidungsschie§en fŸr den Landesschie§wettbewerb am
1. Mai in Sillian versammelte der Baon-JS-Betr. Lt. Wolfgang Hag-
steiner die Elite der JungschŸtzen und BlumenmŠdchen im Gilden-
stand Westendorf. An diesen Wettkampf nahmen 52 JungschŸtzen teil.
FŸr 15 Jungen und 2 MŠdchen war das gute Abschneiden beim Baon-
schie§en ausschlaggebend, um zum Landesschie§en nach Sillian fah-
ren zu dŸrfen. Ergebnisse: BlumenmŠdchen: 1. Strobl Christina, St.
Johann; 2. Freisinger Carina, Jochberg; 3. Hirschbichler Barbara, St.
Johann; JungschŸtzen: 1. Hirschbichler Florian, St. Johann; 2. Laner V.l.n.r.: Dan k fŸr treue M itgl iedschaft: K athrin Barbierie, Bez.-Marke tende rin-
Josef, St. Johann; 3. Wechselberger Thomas, St. Johann. nen-Betr. Manuela Kast l (sie wurde im vergange nen Jahr geehrt ) und Ulrike
Der ãBlattlbewerb" des Ausscheidungsschie§en wurde von Markus Gratl
Nummer 3 - Mai 2002 23

Wir gratulieren . . .

Der mit der WŸrde eines Ritt ers vom Orden des hl. Seb astian in Europa ausgezeichnete Hptm. und Bgm.
Der Jubilar OJg. Hermann Lampacher An drŠ Atz l mit seiner Kaiserliche n und K šn igliche n Hoheit Erzherzog Dr. Ott o von Habsburg und de ssen
Sohn K arl

Ritterorden vom Hl. Sebastian in Europa


In diesen Orden wurde am 25. August 2001 in der Stadtkirche von Všcklabruck/Oberšster-
Kompanie Latsch - Zu seinem 70sten Ÿber- reich, AndrŠ Atzl, SchŸtzen-Hptm. und Bgm. von Breitenbach am Inn, feierlich aufgenommen.
raschte die gesamte Kommandantschaft in Der Leitspruch des Ordens gibt hier eine klare Aussage und eine klare Linie: FŸr Gott - fŸr
Tracht OJg. Hermann Lampacher. ein vereinigtes christliches Europa - fŸr das Leben.
Hermann ist GrŸndungsmitglied der AndrŠ Atzl hat sich in besonderer Weise um diese Werte verdient gemacht. Als Hptm. pflegt
SchŸtzenkompanie Latsch (1959) und seit der er das Brauchtum seiner Heimat nicht nur in Tirol, sondern weit Ÿber die Landesgrenzen hin-
GrŸndung Schrif tfŸhrer und Kassier. Auch aus. AndrŠ Atzl ist der erste seines Heimatlandes Tirol, der die se hohe Auszeichnung erhalten
hat er dieses Amt seit Ÿber 10 Jahren in der hat.
Bezirksschie§leitung und bei den SportschŸt-
zen der Gemeinde Latsch inne. FŸr seinen Familienangehšrigen war es uns vergšnnt, Seine Frau Josefa, welche ihn fast alle
Einsatz um das SchŸtzenwesen erhie lt er vom die positive Ausstrahlung von unserem Tage besucht, beglŸckwŸnschten wir zu
SSB die Verdienstmedaille in Silber. FŸr seine ehrenwerten Kameraden Fritz ganz nah zu ihrem bevorstehendem 84. Geburtstag am 12.
Verdienste um das SchŸtzenwesen allgemein, spŸren. MŠrz. Die Bozner SchŸtzen freuen sic h immer
seinen Einsatz um die Bienenzucht auf Lan- Die Freude Ÿber unseren Besuch war ihm auf einen Besuch bei der Familie Pohl!
dese bene und seinen 50-jŠhrigen Einsatz als an seinen le uchtenden Augen anzusehen, als
Organist und Chorleiter wurde er mit der Ver- er uns in Tracht kommen sah. Die Bozner SchŸtzen
dienstmedaille des Landes Tirol ausgezeich-
net.
Deine SchŸtzenkameraden wŸnschen dir
auch weiterhin viel Energie, Schaffenskraft
und Gesundheit.

Die Kommandantschaft

EMjr. Fritz Pohl - 90


Kompanie Bozen-Stadt - Am 8. MŠrz 2002
feierten die Bozner SchŸtzen in Tracht den
Jubilar EMjr. Fritz Pohl im Altersheim von St.
Pauls.
Kameraden von seiner Kompanie, ange-
fŸhrt von BMjr. Sepp Gruber Ÿberbrachten
einen Geschenkskorb sowie die allerbesten
GeburtstagsglŸckwŸnsche von allen Mitglie-
dern der SchŸtzenkompanie Bozen-Stadt und
des SŸdtiroler SchŸtzenbundes.
In gemŸtlicher Runde mit seiner Frau und BMjr. Sepp Gruber und Kameraden seiner K ompanie B ozen-Stadt gratuliert en EMjr. Frit z P ohl z um 90er.
24 Nummer 3 - Mai 2002

Tulfer Bgm. und SchŸtze


Gratulation an Josef Gatt zum 50er
Die Speckbacher SchŸtzenkompanie Tulfes unter dem neuen Kom-
mando von Hptm. Dr. Ludwig Kšssler sowie zahlreiche Tulfer BŸrger,
Vereine und GŠste, unter ihnen Alt-LH und EhrenbŸrger Dr. Alois Partl
mit Gattin, fanden sich am 5. April 2002 beim Tulfer Vereinshaus ein,
um mit Bgm. Josef Gatt den 50. Geburtstag zu feiern.
Dem Jubilar und SchŸtzenkamerad (35 Jahre aktives Mitglied) wur-
de mit einer exakten Ehrensalve und SalutschŸssen aus der Kanone
gratuliert.

Hptm. Arthur Happ - 75 Jahre


Der Axamer SchŸtzenhauptmann Arthur Happ feierte seinen 75.
Geburtstag. Mit seinen SchŸtzenkameraden unter dem Kommando
von Lt. Christian Holz knecht, der Musikkapelle, Abordnungen von
Axamer Vereinen, Axamer Gemeindevertretern mit BŸrgermeister
Rudolf Nagl, stellten sich unter anderen auch ELkdt. Mjr. HR Walter
Zebisch und Baon-Kdt. Mjr. Toni Pertl als Gratulanten ein. Das
Geschenk der Axamer SchŸtzen war ein nachgeschnitzter SchŸtze, der
gro§e €hnlichkeit mit dem Jubilar aufweist.

Stubaier Kommandant wird 60


Mjr. Hans Steuxner, Kdt. des Baon Stubai, wurde am 14. Mai 60
Jahre alt.
Wir mšchten unserem Hans alles Gute wŸnschen und weiterhin viel Mit dem obligaten Schnapsl, gere icht von e iner Marketenderi n, fand der offi-
Freude mit seinem stolz en Bataillon. zielle Geburtst agsempfang vor dem Vere inshaus seinen Abschlu§. (v.l.) Bgm.
Jose f Gatt mit Gat tin und Hpt m. Dr. Ludwig K šssl er

BO Anton Wolsegger ging in seinem Refe-


Gesamttiroler SchŸtzenchronik rat besonders auf den Punkt ãSicherheit und
Umgang mit Waffen in den Kompanien" ein.
Marketenderinnen sowie zahlreiche Ehren- Bgm. Mag. Karl Poppeller und Baon-Kdt. Mjr.
Kompanie Ainet Obm. Meilinger dankten abschlie§end
gŠste, wie Bgm. Mag. Karl Poppeller, seinen
Stv. und Obm. der Erwachsenenschule Han- SchriftfŸhrer Ernst Dapra sowie dem Chronis-
Bei der Jahreshauptversammlung, am 17.
nes Kofler und den neu gewŠhlten Baon-Kdt. ten Alois Gomig, die in gemeinsamer, zeit-
Februar, konnte Obm. Peter Meilinger im
Mjr. Anton Huber herzlich begrŸ§en. aufwendiger Arbeit eine neue SchŸtzenchro-
Gemeindesaal die SchŸtzenkameraden und
nik in Buchform erarbeitet haben. In dieser
Aus dem Bericht Chronik sind alle Protokolle vom GrŸndungs-
von Hptm. Rudolf jahr 1908 bis zum Jahr 2000 unse rer SchŸt-
Duregger konnte ent- zenkompanie zusammengefasst und stellt fŸr
nommen werden, dass den Verein eine Besonderheit dar.
die Kompanie im ver-
gangenen Vereinsjahr
insgesamt 26 Aus-
rŸckungen absolvie r- 425 Jahre Amraser
te. Ein erfreulicher SchŸtzen
Hšhepunkt stellte die
†berreichung der Die Amraser SchŸtzen feiern heuer ihr
ãHofer-Medaille" an nachweislich 425-jŠhriges Bestehen.
die langjŠhrigen Mit- Der Reigen der Veranstaltungen anlŠsslich
glieder der Kompanie dieses JubilŠums begann mit dem traditionel-
dar. (Siehe letzte Sei- len FrŸhjahrsschie§en im MŠrz. Dabei konn-
te!) Befšrdert wurde ten die Mitglieder der Amraser Korporationen
Josef Holz er zum Zgf. und Vereine, deren Angehšrige und Freunde
Die gee hrten Ainet er S chŸtze n mit den Gratulante n: (v.l.) Anton Egger (50
und Reinhard Poppeller sowie geladene GŠste ihre Schie§kŸnste mes-
Jahre), Hptm. Rudolf Duregger, Hias MŸ hlburger (50 Jahre ) Josef Holze r ( 15
Jahre), Bgm.-Stv. Hannes Kofl er und Baon-K dt. Mjr. Anton Huber zum Ptf. sen. Der bekannte KŸnstle r und Ehrenmit-
Nummer 3 - Mai 2002 25

SchŸtzen, Feuerwe hr, Jungbauern I waren die si egre ichen Mannschaften beim Die Weihe der SchŸ tze nfah ne in Eben mit Fhr. Alois Pšll , Bgm. Josef Haus-
traditionellem FrŸhjahrsschie§en in A mras berger, Fahne npat in Anni M Ÿller, Hptm. Johan n P ran tl (Foto: Sc hŠffauer)

glied Prof. Toni Hšck hatte dazu eine einzig- te die neue SchŸtzenfahne durch Pfarrer sen., die mit ihren BeitrŠgen den Ankauf der
artige JubilŠums-Schie§scheibe gestaltet und Heinrich Kleinlercher geweiht werden, als schšnen neuen Fahne ermšglichten. Abge-
gestiftet. Ehrenmitglied und ELt. Univ.-Prof. Fahnenpatin fungierte Anni MŸller. Die Fah- schlossen wurde das Fest mit einer Agape im
Dr. Franz-Heinz Hye referie rte Ÿber die histo- ne zeigt auf der Vorderseite die Hl. Notburga Widum und Mesnerhaus.
rischen Grundlagen des JubilŠums. An- auf blauem Hintergrund, der den Achensee
schlie§end wurde die Scheibe von den symbolisiert, wŠhrend die RŸckseite auf
EhrengŠsten beschossen. wei§-grŸnem Hintergrund das Herz Jesu Jahreshaupt-
Hptm. Peter Gasteiger konnte, mit gro§er zeigt. Dazu ist das Gemeindewappen der
Freude, neben EHptm. ELKdt. HR Dr. Walter Gemeinde Eben am Achensee, das GrŸn- versammlung in Going
Zebisch, Baon -Kdt. Mjr. Erich Enzinger, den dungsjahr der SchŸtzenkompanie und das
HauptmŠnnern der Innsbrucker SchŸtzen- Jahr der Fahnenweihe abgebildet. Der golde- Am 15. MŠrz hie lt die SchŸtzenkompanie
kompanien, den Obleuten der Amraser Kor- ne Fahnenspitz ist mit dem Tiroler Adler und Going ihre alljŠhrliche Jahreshauptversamm-
porationen und Vereine, den Ehrenpersonen dem SchŸtzenzeichen geschmŸckt. lung mit dem SchŸtzenjahrtag ab. Dazu
und dem Ausschuss der Amraser SchŸtzen- Neben zahlreichen Besuchern aus nah und konnte Hptm. Mathias Horngacher unter den
kompanie die BŸrgermeister von Innsbruck fern wohnten die SchŸtzenkompanie Eben- SchŸtzenkameraden, JungschŸtzen und Mar-
Dr. Herwig van Staa und von Andechs Karl Maurach, 21 Fahnenabordnungen, darunter ketenderinnen auch zahlreiche EhrengŠste
Roth begrŸ§en. Mit Andechs in Bayern ver- der Kompanien des SchŸtzenbataillons begrŸ§en, darunter den Baon-Kdt. Mjr. Josef
bindet Amras eine schon Ÿber 25 Jahre Schwaz unter Kommando von Baon-Kdt. Mjr. Pockenauer, Bgm. Hermann Trixl und den
wŠhrende Partnerschaft, welc he schon lŠngst Hubert Danzl, der SchŸtzengilde Eben und Obm. des Kameradschaftsbundes Johann
Ÿber die historischen Gemeinsamkeiten hin- der Freiw. Feuerwehren Eben sowie Pertisau Kometer. Laut den Berichten der einzelnen
aus zu persšnlichen Bindungen, ja Freund- diesem Festakt bei. FunktionŠre kann die Kompanie auf ein
schaften, gediehen ist. Bgm. Josef Hausberger betonte in seiner ereignisreiches Jahr zurŸckblicken. Insgesamt
Beim Amraser FrŸhjahrsschie§en konnten Festrede die Bedeutung des SchŸtzenwesens nahm die Kompanie oder Vertreter der Kom-
93 Teilnehmer verzeichnet werden. Die und dankte allen Spendern, insbesondere panie an 36 Terminen teil, wobei das 40-
SchŸtzenkompanie konnte heuer, bei neun Peter Gast, Albert Prantl und Sepp Rieser jŠhrige BestandsjubilŠum der Kompanie, die
Mannschaften der Amraser Vereine, den
Wanderpokal erringen. Beim Bewerb 10-er
Serie erzielten bei den Damen Maria Weg-
scheider, bei den Herren Franz Schmid die
ersten RŠnge. Bester SchŸtze auf der Fest-
scheibe war Ferdl Wegscheider.
Der neue SchŸtzenkšnig der SchŸtzen-
kompanie Amras hei§t Hannes Hundsbichler.

Eben-Maurach
Weihe der neuen
SchŸtzenfahne
Seit dem Jahre 1673 besteht die SchŸtzen-
kompanie Eben-Maurach. Derzeit hšren fŸnf
Marketenderinnen, 11 Jungsc hŸtzen und 54
SchŸtzen auf das Kommando von Hptm.
Johann Prantl.
Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Bgm. Hermann Trixl, Baon-K dt. Mjr. Josef P ocke nauer(v.l.) und Hptm. M athias Horngac her (r.) gratulieren
der Notburga-Wallfahrtskirche in Eben konn- EHptm. Wolf gang A igne r (2. v.r.) zum 60. Geburt stag
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Hšhepunkte des SchŸtzenwesens im Jahr aus Brixen, Gerold Tinkhauser, dankte Hptm. nimmt auch das Amt des JS-Betr., da Hans
waren. Visinteiner fŸr die jahrzehntelange Kamerad- Egger aus beruflichen GrŸnden nicht mehr
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung schaft und Freundschaft zwischen beiden zur VerfŸgung stand.
wurden Klaus Kaufmann, Andreas Steiner Kompanien mit der Verleihung der goldenen Zum FŠhnrich wurde Andreas Tassenba-
und Thomas Hausberger angelobt. Verdie nstmedaille der Kompanie. cher, als Kassier Oswald Au§erlechner wie-
Ein Hšhepunkt der Jahreshauptversamm- FŸr besondere Verdie nste zum Wohle der dergewŠhlt, und als SchriftfŸhrerin wurde
lung war die Ehrung des EHptm. Wolfgang Kompanie wurde den Kameraden Fink Franz, Ruth Strasser bestŠtigt.
Aigner zu seinem 60. Geburtstag. Monz Hanspeter, Schatz GŸnter und Thum Der Vorschlag von Obm. Leonhard Stras-
Helmut die bronzene Verdienstmedaille der ser, AndrŠ Strasser zum EHptm. zu wŠhlen,
EHptm. Wšrgštter Kompanie verliehen. Die Kompanie bedankte wurde einstimmig angenommen. FŸr
Pressereferent des Bataillons sich bei ihrem Hptm. Visinteiner mit der Ver- langjŠhrige Treue wurden Kameraden geehrt.
leihung der silbernen Verdienstmedaille der (Siehe le tzte Seite!)
Jahrtag der Speckbacher Kompanie. Mjr. Bertl Jordan stellt seine Ansprache
unter das Thema VerlŠsslic hkeit und meint,
SchŸtzen Hall dass er bei den beiden BegrŠbnissen (EMjr.
Kompanie Kartitsch Kollreider und Alt-Hptm. Ignaz Walder) sehr
Bei strahle ndem Sonnenschein konnten stolz auf seine SchŸtzen war. Es komme in
am 17. MŠrz 2002 die Speckbacher SchŸtzen Am Sonntag, 24. Februar hielt die SchŸt- der Kompanie auf jeden einzelnen an, nicht
ihren traditionellen Jahrtag feiern. Bei der zenkompanie RŸckschau auf das abgelaufene nur der Zahl wegen, sondern auch, damit
vorangegangenen Generalversammlung wur- SchŸtzenjahr. Die Versammlung wurde mit jeder vom anderen wei§, dass Verlass ist.
de der Vorstand unter Hptm. Christian Visin- einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarr- Man sollte den Obm. oder Hptm. verstŠndi-
teiner wieder gewŠhlt. kirche St. Leonhard eingeleitet. Anschlie§end gen, wenn man fehlt. Er bittet abschlie §end,
Nach der Hl. Messe, die von der Speckba- versammelte sich die Kompanie im Gasthof das ãSchŸtze-SeinÓ nicht nur unter dem
cher Stadtmusik feierlich umrahmt wurde, Sonnblick. Aspekt des guten Aussehens, sondern auch
marschierte die Kompanie, begleitet von der Hšhepunkte des vergangenen SchŸtzen- aufgrund der Kameradschaft zu wŸrdigen.
Musik und den Fahnenabordnungen, zum jahres waren die Ausrichtung der Baonver-
Speckbacher-Denkmal. Dort fand die feierli- sammlung am Ostermontag und des Baon Kompanie Olang
che Angelobung der vier neuen SchŸtzen SchŸtzenfestes im August, an dem, bei prŠch-
Bogner Michael, Ortner Marco, Schatz Patrick tiger Kulisse, neben Vertretern der Bundeslei-
Ein in der Gelšbnisformel enthaltener
und Visinteiner Stefan statt. Nach der Kranz- tung auch LH Weingartner und weitere wichtiger Grundsatz ãEhrfurcht vor unseren
niederlegung und Defilierung wurde der Fest- EhrengŠste teilnahmen. ruhmreichen Vorfahren" kommt Jahr fŸr Jahr
akt im SchŸtzenheim fortgesetzt. Hptm. Vi- Hptm. AndrŠ Strasser wurde fŸr seine Ver-
in der Heldengedenkfeier mit Kranzniederle-
sinteiner konnte zahlreiche EhrengŠste und dienste als langjŠhriger Kommandant die gung in besonderer Weise zum Ausdruck.
Fahnenabordnungen, darunter Vbgm. und Verdie nsmedaille des Bundes der Tiroler Aus dieser Verpflichtung heraus gedachten
EhrenkranztrŠger Fred Hafner und Bez.-Mjr. SchŸtzenkompanien Ÿberreicht.
die SchŸtzen wieder dem Todestag Peter Sig-
Florian Fischler, begrŸ§en. Anschlie§end wurde der gesamte Aus- mayrs und dem seiner Mitstreiter. Die vor-
FŸr das BemŸhen um das SchŸtzenwesen schuss neu gewŠhlt. Der langjŠhrige Hptm.
ausgehende Messf eier in der €gidius Kirche
und die UnterstŸtzung der Kompanie wurde AndrŠ Strasser sowie sein Stellvertreter Josef von Mitterolang zelebrierte Hochw. Philipp
Frau Martha Kolp der Ehrenkranz des Bundes Moser, beide seit 1979 im Amt, standen fŸr Peintner, der in seiner Predigt eindrucksvoll
der Tiroler SchŸtzenkompanien verliehen. eine Wiederwahl aus persšnlichen GrŸnden
den Hirtenbrief von Bischof Willhelm Egger
Mit der Silbernen Verdienstmedaille des nicht mehr zur VerfŸgung. vortrug. Die Gedenkfeier nahm ihren Hšhe-
BTSK wurden die Kameraden Wolfgang Hot- Franz Schraffl wurde zum neuen Hptm.
punkt im Zeremoniell der Kranznie derlegung,
ter und Gerhard Plunser ausgezeichnet. gewŠhlt, Obm. Leonhard Strasser in seinem
wobei die Peter-Sigmayr-Kompanie zu Ehren
(LangjŠhrigkeitsmedaille siehe letzte Seite) Amt bestŠtigt. des Helden eine Gedenksalve schoss. Ein
Dem EHptm. der Partnerkompanie Peter Mayr Hptm.-Stv. ist nun Herbert Kogler, er Ÿber-

Der ne ue Kompan ieaussc huss mit BŸrgermeister: (v.l.) Bgm. Aloi s Klammer,
Fhr. Wolfgan g Hotter und Lt. Gerhard P lunse r wurden mit der Si lbernen aus- Hptm.-Stv. und JS- Betr. Herbe rt Kogler, Hptm. Franz Schraffl, Fhr. Andreas
geze ichnet (v.l.). Hptm. Christi an Visinteiner und Bez.-Mjr. Florian Fi schler Tassenbacher, EHptm. AndrŠ St rasser, Schrift fŸhrerin Ruth St rasser, Obm.
gratulierten den Gee hrte n Leonhard Strasser, K assie r Oswald Au§erlechner sen .
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besonderer Dank gilt der Musikkapelle Peter neuen Fahne an. So setzt man wieder neue rein willkŸrlichen italienischen Namen sind
Sigmayr, die alljŠhrlich mit ihrer BlŠsergrup- Zeichen fŸr den wertvollen Auftrag fŸr das in gro§er schwarzer Farbe an die Hauswand
pe die Heldenehrung feierlich gestaltet und Ehrenamt! gemalt worden. Ab und zu lŠsst sich eine
ihr einen wŸrdigen Rahmen verleiht! solc h verunstaltete Hauswand auch heute
Anschlie§end traf man sich zur Vollver- Sottsass Valentin, SchriftfŸhrer noch finden!
sammlung im Hotel Christof, wo man vor- Mšge das SchŸtzenwese n in Prad wieder
ausgehend der verstorbenen Mitglieder Colle- Kompanie Prad erblŸhen und junge Leute begeistern. Denn
selli Alois, Josef Preindl, Albuin Mair und was gibt es schšneres als eine starke und
Brunner Josef in einem kurzen Nachruf am Stilfser Joch stramme Kompanie im eigenen Dorf!
gedachte. Am Beginn begr٤te Hptm. Simon
Wieland die EhrengŠste, unter ihnen Hochw. Am 3. Februar 2002 trafen sich die Prader OLt. Alfred Theiner
Philipp Peintner, den stv. BŸrgermeister SchŸtzen in ihrem gemŸtlichen SchŸtzen-
Edmund Preindl, Bez.-Mjr.-Stv. Hptm. Alois heim, um eine neue Kommandantschaft zu Kompanie Schlanders
Schneider, den Hptm. der Ehrenkompanie wŠhlen. Das Wahlergebnis lautet:
Strassen mit Stellvertreter und das unterstŸt- Hptm. Engelbert Agethle, OLt. Alfred Thei-
zende Mitglied Norbert Franzelin. Ende Februar fand die Jahreshauptver-
ner, Fahnen-Lt. Anton Gander, Zugs-Lt. Kurt
Zusammenfassend bezog sich das sammlung mit Neuwahle n statt.
Agethle , 1. Fhr. Josef Schšpf, 2. Fhr. Alois Die Kompanie Schlanders rŸckte 14 mal in
Hauptaugenmerk im abgelaufenen SchŸtzen- Gatterer, OJg. Oskar Tarneller, Kassier: Alf red
jahr, neben den Ÿber 25 AusrŸckungen in KompaniestŠrke und 53 mal als Abordnung
Dietrich und SchriftfŸhrerin Erika Agethle.
Tracht, auf die Ausbildung des GewehrtrŠger- im letzten Vereinsjahr aus. Dazu kamen noch
Die Kommandantschaft wurde um mehr als 140 andere verschiedene TŠtigkeiten wie Ver-
trupps mit den historischen Waffen Ÿber 12 Jahre verjŸngt, der Altersdurchschnitt des
einen Zyklus von mindestens 24 Stunden, sammlungen, VortrŠge, Tagungen, Schulun-
Aussc husses liegt bei 44 Jahren. Au§erhalb gen usw. Hptm. Karl Pfitscher machte dazu
dessen positives Resultat wir dem Exerzierre- der Kommandantschaft wurden Ehrenhaupt-
ferenten Hptm. Kurt Schwingshackl aus Ÿber verschiedene Punkte und Themen einen
mann Josef Saurer und EhrenkranztrŠger
Taisten verdanken. Im Visier hatte der Aus- ausf Ÿhrlichen Bericht. U.a. sprach er folgen-
Walter Obwegeser als Rechnungsrevisoren de Punkte an: Den Gesamttiroler SchŸtzen-
schuss seit lŠngerem die Errichtung einer sowie Gustav Wallnšfer als Schie§betreuer
neuen Fahne. Als hšchstes Gut ersetzt sie bund und den SŸdtiroler SchŸtzenbund sowie
ernannt.
nun die alte historische Fahne von 1809 die Weiterbildung und die Globalisierung.
Als EhrengŠste waren Bez.-Mjr. Gerhard Gerade in der heutigen Zeit der Globalisie-
sowie die Fahne von Oberolang. Telser, Baon-Kdt. Konrad Nischler, der
In seinen Gru§worten dankte Pfarrer Phi- rung und des Wohlstandes haben wir SchŸt-
Obmann der Raiffeisenkasse und Seperatver- zen die Aufgabe, fŸr unsere Werte einzuste-
lipp Peintner insbesondere fŸr die Ehrensalve waltung Franz Zoderer und EhrenkranztrŠger
zum 40-jŠhrigen PriesterjubilŠum und fŸr hen. Die Umbenennung des Siegesplatzes in
Walter Obwegeser anwesend. Letztes Jahr gab
das Leben der christlichen Werte, beginnend Friedensplatz und den Mut des Bozner BŸr-
es 5 Neuaufnahmen und heuer traten der germeisters Giovanni Salghetti Drioli in die-
vom Landlibell um 1511, bis hinein in die Kompanie 3 weitere Mitglieder bei. Dies gibt
heutige Zeit. ser Angelegenheit begr٤te Pfitscher.
Anlass optimistisch in die Zukunft zu blicken
Unsere drei Marketenderinnen Pineider OLt. Herbert Schuster gratulierte Hptm.
und mit Freude weiter zu arbeiten. Karl Pfitscher zu seinem 50.Geburtstag.
Ingrid, Hainz Irmgard und Laner Hildegard In der ersten Ausschusssitzung wurde ein
wurden mit einem Blumenstrau§ beehrt. Hptm. Pfitscher bedankte sich fŸr das Zur-
Tag der offenen TŸr im Prader SchŸtzenheim verfŸgungstellen der RŠume der Grundschule
Die darauffolgenden Wahlen wurden von ins Auge gefasst, auch eine Aufwertung der
Bez.-Mjr.-Stv. Hptm. Alois Schneider geleitet. bei der Schuldirektion und beim Vorstand
Feiertage, wie z.B. den Andreas-Hofer-Tag,
Ergebnisse: Hptm. Simon Wieland, OLt. Josef der Obstgenossenschaft GEOS fŸr die Halle
durch einen Festredner wurde diskutiert. Als zum exerzieren im Winter. Am 7./8. Juli 2001
Oberparleiter, Fahnen-Lt. Anton Schuster, Toponomastik-Beitrag wŸrden die Prader
OJg. Ulrich LadstŠtter, Schie§betr. und Waf- als Ehrenformation Schlanders, Gšflan und
SchŸtzen gern an allen Bergbauernhšfen eine
fenwart Werner Jud. Kortsch beim BezirksschŸtzenfest in Laas und
deutschsprachige Tafel anbringen, die den bei der Maria-Namen-Prozession am 9. Sep-
FŸr die diesjŠhrigen AktivitŠten ist wieder alten historischen Hofnamen sowie dessen
die Errichtung eines Wegkreuzes geplant tember 2001 in Schlanders wurde jeweils das
Besitzer beinhaltet. WŠhrend des Faschismus erste Mal seit dem I. Weltkrieg wieder eine
sowie die eventuelle Auffrischung der beste- wurden ja selbst die hšchstgelegenen Hšfe
henden Kreuze. Auch steht die Weihe der Ehrensalve abgefeuert.
mit tolomeiischen Namen bedacht und die

Neuwahlen fanden bei der Vollversammlung in Olang statt Die ne ugewŠhlte K ommandantschaft der Kompani e P rad am Stilfserjoch
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Die neu gewŠhlt e Kommandantsc haft der Sc hŸtze nkompanie Schlanders mit V.l. Hptm. Hel muth Prenn, EH ptm. Toni Wurze r, OLt. Nikolaus A uer
Assessorin M onika Holzner Wunderer (v.l.): Robert Tappeiner, Gerhard
KŸhn el, Hptm. Karl Pfitscher, Herbert Schuste r, Werne r Schuste r, Othmar
Sc hšnthal er, Uwe Frank

Monika Holzner-Wunderer gratulierte


Hptm. Pfitscher zur Verleihung der Verdienst- Jahreshauptversammlung in Taufers im Pustertal
medaille des Landes Tirol
Am 19. JŠnner 2002 hielt die SchŸtzen- Ehrensalve geschossen werden.
kompanie Taufers ihre Jahreshauptversamm- Nach einstimmigem Beschluss wurde der
lung im Gasthof ãSonneÓ in Sand ab. langjŠhrige Hptm. Toni Wurzer fŸr seine Ver-
Kompanie ãFranz Hptm. Helmuth Prenn konnte als Ehren- dienste um die Kompanie zum EHptm.
gŠste Bgm. Toni Innerhofer, den Vertreter des ernannt.
Hšfler" Lana Bezirkes Alois Schneider sowie Otto Ambach In den letzten drei Jahren wurden neue
Ehrensalut nach dem Gedenk- und Johann Pernstich als Vertreter der Front- Trachtenschuhe und Leibchen gekauft, 7
kŠmpfer begrŸ§en. Ein besonderer Gru§ SŠbel und 20 Gewehre angeschafft, der
gottesdienst fŸr Kaiser Karl von erging an die unterstŸtzenden Mitglieder der Schie§stand und SchŸtzenraum in der Mehr-
Habsburg BšllerschŸtzen aus Haar bei MŸnchen. zweckhalle wurde endgŸltig der Kompanie
Die SchŸtzenkompanie Taufers zŠhlt zur zugewiesen und im Februar kann mit den
Die 80. Wiederkehr des Todestages von Zeit 41 aktive SchŸtzen, 5 Marketenderinnen, Bauarbeiten begonnen werden.
Kaiser Karl nahmen die Mitglieder der 23 unterstŸtzende Mitglieder und 3 Ehren- Bei der Neuwahl wurde der Ausschuss mit
Gebetsliga und des Freundeskreises der K.u.K. mitglieder. †ber 65 verschiedene TŠtigkeiten, ŸberwŠltigender Mehrheit bestŠtigt. Hptm.
šsterreichischÐungarische Monarchie zum davon 35 AusrŸckungen in Tracht, fŸllten Helmuth Prenn, OLt. Nikolaus Auer, Fahnen-
Anlass fŸr einen Gedenkgottesdienst in der das Jahr 2001. Lt. Hans Auer, Lt. Anton Mittermair und
Heilig Kreuz Kirche in Lana. Besonders erwŠhnenswert ist, dass die Alexander Seeber, Fhr. Michael Villgrater,
Die heilige Messe feierte der Stamser Abt Tauferer SchŸtzen, zusammen mit den Kame- Oswald Mittermair, Josef Frenes und Schie§-
Josef Kšll in Conzelebration mit dem Prior raden aus Ahornach, die ersten im Bezirk betreuer Hans Jšrg Reden.
des Deutschen Ordens, Dekan P. Peter Lant- waren, die den Exerzierlehrgang fŸr Gewehre Neu in die Kommandantschaft gewŠhlt
schner. Kšll sagte in seiner Predigt, dass das bestanden haben. So kann nach Ÿber 80 Jah- wurde OJg. Rudolf Oberhuber, Kassier Arthur
Hausdogma der Habsburger, die ãPietas aus- ren bei feierlichen AnlŠssen wieder eine Mittermair und SchriftfŸhrer Haymo Laner.
triaca", deren GrundsŠtze die Eucharistie, das
Kreuz und Maria bilden, die heutigen Regie-
renden nicht mehr berŸhre. Der Abt nannte
Kompanie Telve - Welschtirol
den Ort der Feier, die Heilig Kreuz Kirche, Die Sektion fŸr Scheibenschie§en von Jahr, eine Veranstaltung, die das Zusammen-
passend, weil auch Kaiser Karl sein Kreuz Strigno hat im Jahr 2002 mit der Veranstal- gehšrigkeitsgefŸhl und das gute Klima unter
tragen musste. tung eines Wettschie§ens begonnen. Die den Mitgliedern der Kompanie Telve in
In seiner Ansprache erwŠhnte BŸrgermei- Initiative wurde auch heuer ergriffen, um des gro§em Ma§e weiter zu stŠrken vermochte.
ster Christoph Gufler die 550 jŠhrige Verbun- verstorbenen Tito Pecoraro, FŠhnrich der Geschossen wurde mit dem Luftgewehr auf
denheit Tirols mit den Habsburgern und die SchŸtzenkompanie Telve, zu gedenken. eine Entfernung von 10 Metern.
Verbindung zum Deutschen Orden. So war Die Kompanie Telve bedankt sich fŸr die Ergebnisse: Cappella Delia, Komp. Rhende-
der Hochmeister des Ordens, Erzherzog Hilfsbereitschaft seitens der Mitglieder der na 250; Dalsasso Mario, Komp. Telve 238;
Eugen, auch in der Heilig Kreuz Kirche auf- Sektion und fŸr die UnterstŸtzung der Tomaselli Silvio, Komp. Strigno 233
gebahrt. Gemeindeverwaltung. In der Schlussrede GŠste: Pecoraro Riccardo 222 ; Pecoraro Wal-
Nach der Messfeier schoss die SchŸtzen- betonten Giuseppe Corona, Hptm. der Kom- ter 217 ; Agostini Giorgio 208
kompanie "Franz Hšfler" Lana den Ehrensa- panie Telve, der BŸrgermeister von Strigno, Festscheibe: Cappella Delia, Komp. Rhendena
lut unter dem Kommando von Hauptmann Silvio Tomaselli, der Hptm. der Kompanie 10,71 ; Pecoraro Danilo, Komp. Telve 10,70;
Eduard Graber, der dann auch die anwesen- Strigno, Giacomino Dorigato und Sektions- Tomaselli Silvio, Komp. Strigno 10,30. Sieger
den EhregŠste die Front abschreiten lie§. vorsteher Alessandro Chiesa den Erfolg dieser der ãHeiligen-Sebastian-TrophŠeÓ war die
Vertreten war auch der SchŸtzenbezirk Initiative, was die Teilnahme von sieben Kompanie Telve mit 2740, es folgen die Kom-
Brixen, voran Major Sepp Kaser und die Kai- Mannschaften aus Welschtirol deutlich panie Kronmetz mit 1258, die Kompanie
serjŠgergruppe aus Latsch. beweist. Das Winterschie§en war, wie voriges Primšr mit 922, die Kompanie Pergine mit
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721, die Kompanie Strigno mir 691, die


Kompanie Roveredo mit 494 und die Kompa-
nie Rhendena mit 421.

Wir bitten um VerstŠndnis!


Aufgrund der umfangreichen Be-
richte in dieser Ausgabe kšnnen
die restlichen Chronikberichte
erst in der nŠchsten Ausgabe
erscheinen.

Weiters behŠlt sich die Redaktion


vor, Artikel sinngemŠ§ zu kŸrzen
und qualitativ schlechte Bilder
nich t zu veršffentlich en.
Danke!
Die Kompanie Telve aus Welschtirol

Kompanien Au§ervillgraten/Osttirol - Michelsburg St. Lorenzen


Seit dem Tiroler JubilŠumsjahr 1984 wur- Kriegerfriedhof ãKlosterwald" in St. Lorenzen de durch einstimmigen Beschluss und Antrag
de durch Vermittlung des Bezirkhauptmannes und am Seelensonntag in Au§ervillgraten der Michelsburger SchŸtzen beim SSB, am
HR Dr. Othmar Doblander, grenzŸberschrei- unterstreichen dies. 17. Februar, nach der traditionellen Gedenk-
tende Pustertaler Partnerschaft gepflegt. Die SchŸtzenkompanie Au§ervillgraten feier am Andreas-Hofer-Denkmal in Meran
Begonnen im Bereic h des Sportes, der Feuer- mit den Ÿber 50 Mann Aktiven hat innerhalb von LKdt. Mjr. Paul Bacher die ãKatharina-
wehr und der Musikkapelle hat sich beson- der dšrflic hen Gemeinschaft und auch inner- Lanz-Medaille" in Bronze, fŸr Verdienste um
ders auch eine SchŸtzenfreundschaft zwi- halb des Bataillons und Bezirkes Oberland das SŸdtiroler SchŸtzenwesen, an Hptm.
schen den Kompanien St. Lorenzen und einen hohen Stellenwert. Wir Michelsburger MŸhlmann verliehen.
Au§ervillgraten gebildet. In dieser Partner- SchŸtzen sind stolz, eine solch schneidige Wir Michelsburger SchŸtzen gratulieren
schaft besonders verdienstvoll waren Hptm. Kompanie als Partner und Freunde bezeich- zu dieser Auszeichnung und erhoffen dauer-
Franz Walder und sein Stellvertreter Konrad nen zu dŸrfen. FŸr uns ist und war die tren- haften Bestand unserer Freundschaft mit der
MŸhlmann. Seit 1992 ist Konrad MŸhlmann nende Staatsgrenze schon lange kein richti- Kompanie Au§ervillgraten und den Kamera-
Hptm. der Au§ervillgratner, und seither wird ges Hindernis, sondern durch diesen Umstand den des SchŸtzenviertels Osttirol!
die partnerschaftliche Freundschaft noch zur noch intensiveren Freundschaft gewor- OLt. Georg Messner
intensiver und fester gelebt. Gegenseitige den!
Besuche zu Jahreshauptversammlungen, Pro- Diese Partnersc haft ist ganz besonders
zessionen, JubilŠen, Heldengedenkfeiern im Konrad MŸhlmann zu verdanken. Daher wur-

Vor dem Andreas-Hofer- Denkmal in Meran! V.l.:


OLt . Gorg Me ssner, Hptm. Konrad MŸhlmann,
Hptm. Konrad MŸhlmann wird vom LK dt. Mjr. Paul Bacher di e Ehrenmedaille Ÿberreic ht! Rec ht s LKdt.- Ehrenkranzt rŠgerin Regina Kammerer, Hptm.
Stv. Hans Graber mit der Ehrenurkunde Franz K amme rer und Fhr. Hei nrich Seyr
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Die Gewi nne r der Ehrenscheiben beim 17. Vomper Dorfschi e§en Die SchŸtzen von Steinegg bei i hrer Ge ne ral versammlung

Kompanie MŸhlau, Kompanie Pine (aus dem und lebende Zielscheibe der heidnischen
Trentino) und der Freiwilligen Feuerwehr Sšldner wurde der hI. Sebastian zum Schutz-
Wilten. patron der SchŸtzen. In Steinegg findet am
Den Festgottesdienst zelebrierte Abt Mag. Fest des hI. Sebastian das zehnstŸndige Gebet
Am 17. Vomper Dorfschie§en beteiligten Raimund Schreier, umrahmt wurde er von der statt.
sich 355 Frauen und MŠnner aus allen Orts- Musikkapelle Wilten. Hptm. Vinzenz Vieider berichtetenach der
teilen der Gemeinde Vomp. Die schie§freudi- Hptm. Andreas Raass meldete beim Fest- kirchlichen Feier Ÿber eine reic hhaltige TŠtig-
gen Vomperinnen und Vomper demonstrier- akt vor der Basilika dem Hšchstanwesenden, keit im vergangenen Jahr und blickte auf das
ten durch ihre Teilnahme am sportlic hen Abt Mag. Raimund Schreier, LandtagsprŠsi- heurige Jahr mit vielen geplanten AktivitŠ-
Wettkampf die Verbundenheit zu ihren denten EHptm. Prof. Ing. Helmut Mader und ten.
SchŸtzen. Dabei zeigte sich, da§ besonders dem Baon-Kdt. Mjr. Eric h Enzinger die ange- Ergebnisse der Neuwahl: Hptm. Vinzenz
die Damen eine ruhige Hand und ein zielsi- tretenen Formationen. Vieider, OLt. Hans Lantschner, Wieser, Zug-
cheres Auge bewie sen. Im Zuge dieser Feierlichkeiten wurden drei Lt. Sebastian Vieider, Ojg. Jordan Auer, Fah-
Die Mannschaft Mooswinkel siegte mit neue SchŸtzenkameraden (Eder Manfred, nen-Lt. Daniel Smaniottot. Nach den
1.925,7 Ringen vor dem Ortsteil Oberdorf Schmidt Thomas und Stolz Christian) in den Gru§worten der EhrengŠste schloss der
(1.922,7) und Altmahd (1.918,6). aktiven Stand der Kompanie Ÿbernommen. Hptm., bevor er zum gemeinsamen Mittages-
Dorfmeisterin 2002 wurde Barbara Stein- Der neue SchŸtzenkšnig wurde bekannt sen einlud, die Versammlung mit einem drei-
lechner (Altmahd) mit 101,4 Ringen. Den gegeben, es ist EZgf. Kotbra Otto mit 9,1 Tei- fachen SchŸtzen Heil!
Titel eines Vomper Dorfmeisters 2002 kann lern. Ausgezeichnet wurden Edeltraud Mader,
Andreas Mariacher (Schnittlauchgasse) mit die Gattin des EHptm. Prof. Ing. Mader mit
ELt. Hans Mahlknecht
101,1 Ringen fŸr sich in Anspruch nehmen. dem Ehrenkranz des Bundes, au§erdem Pio-
Das Vergleichschie§en der Vomper Ge- niermeister Franz Gigele fŸr 50 Jahre
meinderŠte konnte Hubert Scheiber zusam- Zugehšrigkeit (JungschŸtzenzeit bei der Kompanie Naturns
men mit der ihm zu gelosten Partnerin Mar- Kompanie St. Anton den Rest bei den Wilte-
git Kluckner mit 192,9 Ringen fŸr sich ent- nern). Aauch Dr. GŸnter Schlenck, Ehrenmit- Am 19. JŠnner fand die Jahreshauptver-
scheiden. Die Einzelwertung stehend aufge- glie der Kompanie und PrŠsidenten der Stadt- sammlung der SchŸtzenkompanie Naturns im
legt weiblich ging ebenfalls an Barbara musik Wilten, wurde anlŠ§lich seines 70. Gasthaus Lamm statt.
Steinlechner mit 101,9 Ringen. Toni Hšrhager Geburtstages mit einer Salve geehrt. Der Hptm. begrŸ§te die Marketenterinnen,
gewann mit 101,8 Ringen die Seniorenwer- Im BartlmŠgarten wurde das traditionell JungschŸtzen, SchŸtzen und die Ehrenmit-
tung sitzend aufgelegt. Den Tiefschu§bewerb von der Kompanie Margreid mitgebrachte glieder, als EhrengŠste Bgm. Dr. Walter Weiss,
gewann Rudl HŠusler mit 13,0 Teile rn, erst- Weinfa§ von der neuen EhrenkranztrŠgerin den Kulturassessor Valentin Stocker und den
mals gab es auch fŸr die Damen einen eige- Traudi Mader angeschlagen. Alle Anwesen- 1. LKdt.-Stv. Mjr. Johann Graber, welcher
nen Tiefschu§bewerb, welchen Sabine Dengg den freuten sic h Ÿber den guten ãRštelÓ aus auch Ehrungen vornahm (siehe letzte Seite!)
mit 9,0 Teilern gewann. Die Sieger erhielten SŸdtirol. Die anschlie§ende Wahl brachte einige
als TrophŠen jeweils eine ãEhrenscheibeÓ, die Neuerungen:
Hptm. Max HŠusler persšnlich geschnitzt Margreiter Werner, OLt. Hptm. Andoram Crepaz, OLt. Thomas
und gespendet hatte. Gapp, Fahnen-Lt. Franz Zischg, Fhr. Christi-
an Kahler, Lt. und JS-Betr. Alois Hšrwarter,
Hptm. Max HŠusler
Kompanie Steinegg fei- Lt. Fritz Heinrich, OJg. Gustav Mair
ert ihren Schutzpatron Der scheidende Hptm. Laimer Alois hat in
seiner 21-jŠhrigen Amtszeit gro§artige Dien-
Kompanie Wilten Am 20. Februar wird das Fest des hl. Seba- ste fŸr die Kompanie, die Heimat und auch
stian gefeiert. Geboren in Mailand starb er fŸr die Gemeinde geleistet. FŸr seine
Am 7. April 2002 fand bei schšnen aber 288 als MŠrtyrer in Rom. In SŸdtirol sind ihm langjŠhrige TŠtigkeit in der SchŸtzenkompa-
kŸhlen Wetter der SchŸtzjahrtag in Wilten viele Kirchen geweiht. Die gro§e Verehrung nie Naturns ernannte man ihn bei der Voll-
statt. Mit dabei die Fahnenabordnungen der des hI. Sebastian, vor allem gegen Pest und versammlung einstimmig zum EHptm.
Stabskompanie des Bundesheere, der Partner- Krankheit, dŸrfte auf das spŠtantike Christen-
kompanien Meran und Margreid sowie der tum zurŸckgehen. Als ehemaliger Offizier Anita Nischler, SchriftfŸhrerin
Nummer 3 - Mai 2002 31

Tinzltag in Aldein
Das Wort ãTinzltagÓ kommt ursprŸnglich von ãtinseln, dinseln", was
soviel wie tanzen, tŠnzeln bedeutet.
Wie die verschiedenen Handwerker hatten auch die SchŸler ihren Tin-
zeltag (Hans Fink, Dolomiten 11. Februar 2002), weshalb er bei uns
nicht ohne Grund frŸher auch als Kinderkirchtag bezeichnet wurde.
Dabei besuchten die Buben mit ihren HŸten, die mit Pfaufedern
geschmŸckt wurden, und die MŠdchen mit den BlumenkrŠnzchen am
Faschingsdienstag die HI. Messe, bevor sie ins Freie stŸrmten.
Vor sechs Jahren Ÿbernahmen die SchŸtzen die Organisation dieses in
Tirol einmaligen Brauchs. Seitdem hat sich die Zahl der Kinder, die
diesen Brauch pflegt, auf fast 100 verdreifacht.

Wir gedenken unserer Verstorbenen


Anton Trafoier
SK Kortsch - Am 20. Januar
verstarb unerwartet unser SchŸt-
zenkamerad Anton Trafoier, im
Alter von 88 Jahren. Er war seit
der WiedergrŸndung der Kompa-
nie ãFranz Frischmann" Kortsch
im Jahre 1959 aktiv tŠtig. In der
Kompanie war er als ein lebens-
froher und humorvoller Kamerad
bekannt. Bis zu seinem Tode ist
Anton (Weber Toni) ein treues An dreas Gutwenger
Mitglied der Kompanie geblie-
die Kompanie. Lieber Andreas,
ben.
K arl Fran ze lin Josef Brunner wir werden dich immer in Erin-
Seine Kompanie, Abordnun-
gen aus Schlanders und Gšflan, nerung behalten.
gro§e Trauergemeinde, ange- In der Kompanie bekleidete er
die Freiw. Feuerwehr Kortsch fŸhrt von seinen SchŸtzenkame- den Rang eines Lt. und OJg. Die
sowie zahlreiche Freunde und raden, gaben ihm das Letzte Feuerwehr, SchŸtzen und Front- Lt. Gerhard
Bekannte erwiesen ihm die letzte
Ehre.
Geleit.
Am offenen Grabe sprach
kŠmpfer begleiteten ihr lang-
jŠhriges Mitglie d auf dem letzten
Rahberger
BMjr. Sepp Gruber Dankesworte Weg. Den Formationen schlossen Die Kufsteiner SchŸtzen trau-
fŸr die vielen, von Flei§ und sich neun Fahnen des Bezirkes ern um ihren jungen Lt. Gerhard
Kameradschaft geprŠgten Jahre, an. Mit der Ehrensalve bedank- Rahberger, der uns im blŸhenden
in denen Karl nicht weniger als ten wir uns fŸr sein gutes Wesen. Alter von 41 Jahren verlassen
30 Jahre Mitglied bei der SchŸt- In Gedanken wird der Seppl hat. Mit drei Ehrensalven verab-
zenkompanie Bozen-Stadt war. immer unter uns weilen! schiedete sich die Kompanie
Mit Kranzniederlegung und Kufstein. Wir werden ihn in
Fahnensenkung gaben ihm die Die Kameraden der SchŸtzen- treuer Erinnerung behalten.
SchŸtzen die letzte Ehre. kompanie Peter Sigmayr, Olang
Mšge ihm unser Herrgott den
ewigen Frieden und den verdien- Andreas
ten Lohn geben.
Gutwenger
Die Bozner SchŸtzen
Am 6. MŠrz ist unser SchŸt-
Anton Trafoier zenkamerad Andreas Gutwenger
Josef Brunner nach kurzem Leiden im 73.
Lebensjahr verstorben.
Karl Franzelin SK Peter Sigmayr, Olang - Am Andreas war seit 1985 bei der
SK Bozen-Stadt - Am 24. Donnerstag, 24. JŠnner 2002, Kompanie St. Jakob i. Def. Wel-
JŠnner 2002 waren die Bozner verschied unerwartet ein SchŸtze cher WertschŠtzung er sich
und Terlaner SchŸtzen aufgeru- im Alter von 78 Jahren. Mit erfreute, zeigten die vielen Trau-
fen, von unserem langjŠhrigen Wehmut mussten wir uns von ergŠste, die Andreas die letzte
SchŸtzenkameraden Karl Fran- einem treuen GrŸndungsmitglied Ehre erwiesen. Mit einer
zelin Abschied zu nehmen. Eine unseres Vereins trennen. Ehrensalve verabschiedete sich
32 Nummer 3 - Mai 2002

FŸr langjŠhrige Treue zur Kompanie wurden geehrt:


Kompanie fŸr 50 und mehr Jahre fŸr 40 Jahre fŸr 25 Jahre fŸr 15 Jahre
Truden Heinrich Ballweber, Mjr. Robert Ventir,
Alfred Ballweber Fhr. Alois Lochmann

Ainet Hias MŸhlburger, ELt. Robert Telesklav Josef Holzer


Anton Egger

Speckbacher ELt. Hans Lener, EHptm. Hanspeter Hotter, Wolfgang Klaus Hoppichler, Peter
Hall Helmut Plunser Hotter, Helmut Lechner, Lechner, Reinhard Lechner,
Walter Rumer Andreas Oberwalder

Kufstein Karl Sulzbacher, Willi Nairz, Hermann


Franz Marchl Wurnig, Josef Wegscheider,
Reinhard Fischer

Kartitsch Peter Au§erlechner, Georg Leonhard Strasser


Ebner, Leopold Strasser

1. Schwazer Josef Eisendle, Josef Peter Kemper Hannes Danzl, Gerhard


Haselsteiner, Sieghart Peter Egger
Graber, Josef Haidacher

Olang Anton Schuster

Schlanders Elmar Schaller

Steinegg Hans Lantschner, Gabi


Lantschner (10 Jahre)

Naturns Oscar Gruber Alois Hšrwarter, Adoram


Crepaz, Laimer Miranda,
Nischler Anita (10 Jahre)

18./20.-25/26. Mai: Bezirksschie §en Burggrafenamt Passeier in St. Leonhard/Passeier


16. Juni: Bataillonsfest Lienzer Talboden in Nussdorf-Debant
23. Juni: Bataillonsfest Hšrtenberg in Telfs
Nord-, Ost-, SŸd- und Welschtir ol
Termine 2002

Bataillonsfest Mittleres Zillertal in Gerlos


22. und 23. Juni: 20-jŠhrige WiedergrŸndungsfeier der Kompanie Gais
30. Juni: Bataillonsfest Ibk.-Umgebung in Patsch
28./30. Juni: Alpenregionstreffen in Prutz
8.-11. August: JungschŸtzenzeltlager des SSB in Pichl-Pustertal
3./4. August: Passeirer SchŸtzenbataillonsfest mit Fahnenweihe beim Sandwirt
31. Aug./1. Sept.: Bezirksfest Burggrafenamt Passeier in Algund
7./8. September: 35-Jahr-Feier der Kompanie St. Ulrich
8. September: 25-jŠhriges WiedergrŸndungsjubilŠum SK St. Ulrich / Gršden
20. Juli 2003: Bataillonsfest Schle rngebiet/Gršdnertal und 25-jŠhriges
WiedergrŸndungsjubilŠum der SK Wolkenstein in Wolkenstein

Siehe auch Terminkalender im Internet!

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