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DHCP

Einrichten eines DHCP Servers

Dazu ist es notwendig, die Datei /etc/dhcpd.conf zu editieren bzw. zu erstellen.


Alternativ kann die Konfiguration mit z.B. linuxconf durchgeführt werden.
Für die manuelle Konfiguration sollten die folgenden Schritte durchgeführt werden. Ich schlage vor,
die Konfiguration mindestens einmal manuell durchzuführen. Das kann bei der Diagnose von
Problemen helfen.
Der einfachste Weg beim Zuweisen der IP Adressen ist, sie zufällig zuzuordnen. Ein Beispiel für
eine Konfigurationsdatei dieses Setuptypes:
# Beispiel /etc/dhcpd.conf
# (hier können die eigenen Kommentare eingefügt werden)
default-lease-time 1200;
max-lease-time 9200;
option subnet-mask 255.255.255.0;
option broadcast-address 192.168.1.255;
option routers 192.168.1.254;
option domain-name-servers 192.168.1.1, 192.168.1.2;
option domain-name "mydomain.org";
subnet 192.168.1.0 netmask 255.255.255.0 {
range 192.168.1.10 192.168.1.100;
range 192.168.1.150 192.168.1.200;
}

Dieses Beispiel erlaubt dem DHCP Server, einem Client IP Adressen im Bereich von 192.168.1.10-
192.168.1.100 oder 192.168.1.150-192.168.1.200 zuzuweisen.
Wenn der Client keine größeres Zeitfenster anfordert, vergibt der DHCP Server eine IP Adresse für
1200 Sekunden. Das maximal erlaubte Zeitfenster für die Adreßzuordnung durch den Server beträgt
9200 Sekunden. Auf Anfrage sendet der Server dem Client die folgenden Parameter:
• Benutze 255.255.255.0 als Subnetzmaske
• Benutze 192.168.1.255 als Broadcastadresse
• Benutze 192.168.1.254 als Default Gateway
• Benutze 192.168.1.1 und 192.168.1.2 als DNS Server.
Um Windows Clients einen WINS Server zuzuordnen, ist in der dhcpd.conf folgende Option
notwendig:
option netbios-name-servers 192.168.1.1;

Natürlich kann man IP Adressen auch entsprechend der MAC Adressen der Clientrechner zuordnen.
Die Einträge in der Konfigurationsdatei sehen so aus:
host haagen {
hardware ethernet 08:00:2b:4c:59:23;
fixed-address 192.168.1.222;
}

Dieses Beispiel ordnet die IP Adresse 192.168.1.222 dem Client mit der Ethernet Adresse
08:00:2b:4c:59:23 zu.

Start des Servers

Unter openSuse koennen die meisten Dienste mit speziellen Skripten gestartet, abgefragt und
gestoppt werden. z.B. rcdhcpd start, rcdhcpd status und rcdhcpd stop

In den meisten Fällen wird bei der DHCP Installation die Datei dhcpd.leases nicht erzeugt. Vor
dem Serverstart muß sichergestellt werden, daß diese vorhanden ist. Dazu reicht ein:
touch /var/state/dhcp/dhcpd.leases

Um den DHCP Server manuell zu starten, gibt man ein:


/usr/sbin/dhcpd

Damit würde der dhcpd für das Device eth0 gestartet. Alternativ kann er über die Bootskripte
gestartet werden. Um ihn für ein anderes Device zu starten, wird dieses wie im nächsten Beispiel
einfach auf der Kommandozeile übergeben:
/usr/sbin/dhcpd eth1

Um die Konfiguration auf Fehler zu testen, kann dhcpd im Debugmodus gestartet werden:
/usr/sbin/dhcpd -d -f

Jetzt kann ein Client gebootet werden und auf der Konsole des Servers sollten einige
Debugmessages erscheinen.