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Rede Rupert Stadler Jahrespressekonferenz AUDI AG, Ingolstadt 11. März 2014

Rede Rupert Stadler

Rede Rupert Stadler Jahrespressekonferenz AUDI AG, Ingolstadt 11. März 2014

Jahrespressekonferenz AUDI AG, Ingolstadt

11. März 2014

Rupert Stadler Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG Rede zur Jahrespressekonferenz Ingolstadt, 11. März 2014

Rupert Stadler Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG

Rede zur Jahrespressekonferenz Ingolstadt, 11. März 2014

Teil 1

– Es gilt das gesprochene Wort –

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir informieren Sie in der kommenden Stunde über ein außergewöhnliches

Geschäftsjahr 2013 für den Audi-Konzern – und darüber, wie wir unser Unternehmen

auch in diesem Jahr auf Erfolgskurs halten. Oder anders ausgedrückt: Welche Früchte

hat unsere Arbeit getragen? Und wie bestellen wir unser Feld für die Zukunft? Neben

bemerkenswerten Finanzkennzahlen berichten wir von unserem massiven

Globalisierungsschritt in diesen Jahren, von unserer Produkt- und Technikoffensive,

die wir weiter forcieren, und vom anhaltenden Volumenwachstum unseres

Unternehmens.

Audi ist heute beliebter als je zuvor. Mehr als 1,57 Millionen Autokäufer haben sich

2013 für die Vier Ringe entschieden – 8,3 Prozent mehr als 2012. In nur vier Jahren

haben wir mehr als 600.000 Kunden hinzugewonnen. 1,57 Millionen Automobile –

Stoßstange an Stoßstange würde sich diese Audi-Flotte von Ingolstadt bis vor die Tore

Pekings erstrecken.

In China alleine stehen fast 492.000 Auslieferungen zu Buche, gut ein Fünftel mehr als

ein Jahr zuvor. Unser Vorsprung im Reich der Mitte ist heute so groß wie noch nie.

Wichtige Impulse entstehen durch unsere lokale Fertigung, die wir Schritt für Schritt

um neue Modelle erweitern. Seit April produzieren wir in Changchun den Audi Q3*.

Und seit dem Jahreswechsel ist unser Werk in Foshan am Netz. Dort fahren der Audi

Und seit dem Jahreswechsel ist unser Werk in Foshan am Netz. Dort fahren der Audi A3

Sportback* und bald auch die A3 Limousine* vom Band. Als einzige Premiummarke

bieten wir zwei SUV-Modelle und drei Kompaktwagen aus lokaler Fertigung in China an.

Blicken wir nach Europa. Der westeuropäische Pkw-Gesamtabsatz dürfte 2013 die

Talsohle erreicht haben. Seit dem Vorkrisenjahr 2007 ist der Markt um ein Viertel

geschrumpft. Audi hat als einziger der drei großen Premiumanbieter dem Sog der Krise

erfolgreich getrotzt – wir haben in dieser Zeit um fünf Prozent, und damit deutlich

gegen den Markttrend, zugelegt. 2013 lieferte Audi insgesamt 732.000 Automobile in

Europa aus. Das bedeutet: Europa ist erneut stärkste Verkaufsregion für Audi. Und

umgekehrt: Audi ist verkaufsstärkste Premiummarke in Europa.

Wie lief das Geschäft in Nordamerika? Dort wächst die Audi-Fangemeinde weiter

zweistellig. Wir haben von New York bis Honolulu unsere US-Verkaufszahlen um

13,5 Prozent auf knapp 160.000 gesteigert. In Nordamerika insgesamt waren es mehr

als 190.000 Automobile. Dank hochwertiger Prestige-Produkte wie zum Beispiel dem

A6*, dem A8* oder unseren RS-Modellen* konnten wir unsere Preisposition über die

Jahre deutlich verbessern. Und auch bei den Restwerten glänzen wir mit überaus hoher

Stabilität. Besonders beliebt sind bei den Amerikanern auch unsere SUV-Modelle. Der

Audi Q5* verzeichnete in den USA einen Verkaufszuwachs von mehr als 40 Prozent; der

Q7* legte gar mehr als 45 Prozent zu. Dieses Jahr erweitern wir unser SUV-Portfolio

dort um den Audi Q3*.

Meine Damen und Herren,

der „Coup mit dem Q“ ist für Audi voll aufgegangen. Weltweit haben wir seit unserem

Einstieg in das SUV-Geschäft 2006 mehr als 1,6 Millionen Q-Modelle ausgeliefert.

Und die Dynamik hält an: Hier wachsen wir aktuell drei Mal so schnell wie insgesamt.

Vergangenen Herbst haben wir Zuwachs für die Q-Familie angekündigt: Ab 2016 bieten

wir mit dem Audi Q1 einen attraktiven Einstiegs-SUV unterhalb des Q3*.

15 neue Modelle und Derivate haben wir 2013 auf die Straße gebracht. Allen voran

haben wir unsere A3-Baureihe* weiter ausgebaut. Dreitürer und Sportback sind bereits

Marktführer in Europa – Limousine und Cabriolet werden uns weiteren Schub verleihen.

In der Oberklasse haben wir mit dem A8* ein „neues Glanzlicht“ gesetzt. Er ist das

In der Oberklasse haben wir mit dem A8* ein „neues Glanzlicht“ gesetzt. Er ist das

erste Automobil mit innovativem Matrix-LED-Scheinwerfer. Diese Technik ist derzeit

einzigartig in der Automobilindustrie. Und unseren Status als sportlichste

Premiummarke haben wir mit vier neuen RS-Modellen* untermauert. Wir bieten heute

mehr High-Performance-Modelle an als je zuvor. Und alle mit neuester Turboaufladung

bei deutlich gesenktem Verbrauch.

Stichwort „Sport“: 2013 war eines der erfolgreichsten Jahre unserer

Motorsportgeschichte. In der neuen Saison freuen wir uns darauf, in Le Mans jetzt auch

mit Porsche unsere Kräfte zu messen. Ich kann Ihnen ein heißes Rennen versprechen.

Bleiben wir in der Konzern-Familie: Auch unsere italienischen Töchter waren 2013 sehr

erfolgreich. Bei Lamborghini bedeuten 2.121 an Kunden ausgelieferte

Supersportwagen den dritten Auslieferungsrekord in Folge. Und auch Ducati hat mit

mehr als 44.200 verkauften Motorrädern die Bestmarke des Vorjahres übertroffen

– trotz aller Widrigkeiten auf dem Motorradmarkt.

Rechnet man zu unseren drei Marken die Automobile hinzu, die wir für andere

Konzernmarken an Kunden übergeben haben, so haben wir vergangenes Jahr einen

neuen Rekord-Umsatz von 49,9 Milliarden Euro erzielt. Beim Operativen Ergebnis

erreichen wir einen Wert von mehr als fünf Milliarden Euro – trotz herausfordernder

wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in einigen unserer Kernmärkte. Gleichzeitig

haben wir vergangenes Jahr 3,6 Milliarden Euro investiert – zehn Prozent mehr als im

Jahr zuvor. So bereiten wir unserem zukünftigen Erfolg den Boden.

2013 stand vor allem im Zeichen der Expansion und damit neuer Standorte. Zu Beginn

des vergangenen Jahres hatten wir zehn Automobil-Produktionsstätten in neun

Ländern. Heute sind es bereits zwölf in zehn Ländern, und wir produzieren 2014

erstmals mehr Automobile außerhalb Deutschlands als innerhalb. Bis 2016 kommen in

Mexiko und Brasilien zwei weitere Standorte hinzu. Dann fertigen wir in allen Regionen,

in denen wir mit einem überproportionalen Wachstum rechnen.

Ein Blick nach Mexiko: Audi ist der erste Premiumhersteller in diesem Land. Heute vor

einem Jahr lag unser Gelände in San José Chiapa noch völlig brach – inzwischen nimmt

das Werk Gestalt an. Wir stellen bereits einige Gebäude fertig.

Als eines der ersten nehmen wir dieses Jahr unser Trainingscenter in Betrieb, um unsere neuen

Als eines der ersten nehmen wir dieses Jahr unser Trainingscenter in Betrieb, um unsere

neuen Mitarbeiter zu schulen. Bis Jahresende werden mehr als 1.000 Mexikaner an

Bord sein. Insgesamt schaffen wir in San José Chiapa Arbeit für 3.800 Menschen. Bis

dato haben wir bereits mehr als das Zehnfache an Bewerbungen erhalten – also nahezu

40.000. Wir schaffen attraktive Arbeitsbedingungen mit umfassenden

Weiterbildungsmöglichkeiten, hervorragender medizinischer Versorgung, Shuttle-

Diensten zu umliegenden Verkehrsknotenpunkten und Arbeitszeitkonten, die einen

individuellen Stundenausgleich ermöglichen – ein Novum auf dem mexikanischen

Arbeitsmarkt.

Gut 7.000 Kilometer weiter südöstlich liegt Curitiba in Brasilien. Wir haben

vergangenes Jahr beschlossen, dort ab 2015 die Audi A3 Limousine* zu fertigen.

Etwas später folgt der Q3*. Erlauben Sie mir in diesem Zusammenhang ein Wort

zu den wirtschaftlichen Perspektiven der Schwellenländer. Dort gehe nach den Boom-

Jahren die Angst um – so hieß es zuletzt. Denn die Abkehr der US-Notenbank von ihrer

ultra-lockeren Geldpolitik setzt Währungen und Wirtschaft dieser Länder unter Druck.

Wir betrachten dies differenziert: Die dauerhaften Auswirkungen hängen weniger

davon ab, ob ein Land grundsätzlich den Schwellenland-Status hat, sondern vielmehr,

welche spezifischen Aufgaben es in seiner Wirtschaftsstruktur zu lösen hat.

Wir sehen Brasilien hier in einer langfristig sehr guten Position: Die Auslands- und

Staatsverschuldung ist im Vergleich der Emerging Markets gering. Das Land ist reich an

Rohstoffen und verfügt somit über zuverlässige Einnahmequellen. Es hat ein

leistungsfähiges Bildungssystem, die Bevölkerung ist jung und die konsumfreudige

Mittelschicht wächst. Die brasilianische Nachfrage nach Premium-Automobilen wird

sich bis 2020 nach jüngsten Branchenstudien verdoppeln – manche sagen sogar nahezu

verdreifachen. Dieses Marktpotenzial wollen wir für Audi nutzen. Mit dem Aufbau einer

Produktion vor Ort schaffen wir die Voraussetzungen.

Die Fertigung bereits aufgenommen haben unsere beiden Werke im ungarischen Győr

und in Foshan im Süden Chinas. Die A3-Fertigung* in Foshan habe ich eingangs schon

angesprochen. In Győr haben wir im Juni unser neues Automobil-Vollwerk eröffnet.

Nach A3 Limousine* und Cabriolet* läuft dort jetzt auch die Vorserienfertigung des neuen Audi TT*.

Nach A3 Limousine* und Cabriolet* läuft dort jetzt auch die Vorserienfertigung des

neuen Audi TT*. Das Werk ist damit voll auf Betriebstemperatur.

Meine Damen und Herren,

der Mann, der diese Werkprojekte zum Erfolg geführt hat, wird uns in wenigen Wochen

verlassen – mein Kollege Dr. Frank Dreves geht in den Ruhestand. Er hat die Produktion

bei Audi nicht nur global aufgestellt, er hat mit der Einführung des Audi

Produktionssystems auch dafür gesorgt, dass wir weltweit einen Top-Qualitätsstandard

bieten. Und quantitativ haben wir unter seiner Ägide als Vorstand unsere

Automobilproduktion um nahezu zwei Drittel gesteigert.

Lieber Herr Dr. Dreves,

Sie haben immer betont, dass so ein Pensum nur im Team zu schaffen ist. Und Sie

haben diesen Spirit in Ihrer Produktionsmannschaft vorgelebt. Ich bin mir sicher, ich

spreche für alle Audianer, wenn ich sage: Wir lassen Sie nur sehr ungern ziehen. Aber

Sie haben sich Ihren Ruhestand nach einem derart intensiven Arbeitsleben von mehr als

30 Jahren bei Audi mehr als verdient. Dafür von Herzen alles Gute!

Bleiben wir bei den Menschen im Audi-Konzern: 2013 haben wir rund 6.400 neue

Mitarbeiter eingestellt. Der größte Anteil entfällt auf Ingolstadt und Neckarsulm – mit

mehr als 3.000 neuen Mitarbeitern, darunter rund 750 Jugendliche, die eine

Ausbildung oder ein duales Studium bei uns aufgenommen haben. Zum Jahresende

2013 arbeiteten bei uns 73.751 Menschen.

Audi ist als Arbeitgeber heute attraktiver denn je. Jüngster Beleg ist eine gemeinsame

Befragung des Magazins Focus und des Karrierenetzwerks Xing. 19.000 Teilnehmer

haben die besten Arbeitgeber Deutschlands gewählt. Das Ergebnis: Platz 1 für Audi.

Besonders ins Gewicht fiel bei der Studie, dass unsere Mitarbeiter Audi als Arbeitgeber

gerne weiterempfehlen. Ich kann dieses Kompliment im Namen des Vorstands nur

zurück geben: Ich würde unsere Audianer auch jederzeit weiterempfehlen, aber am

liebsten behalten wir sie bei Audi. Denn diese Jahresbilanz ist ihr Verdienst.

Für ihre herausragende Arbeit erhalten Tarifmitarbeiter der AUDI AG in diesem Jahr

erneut eine Top-Ergebnisbeteiligung von durchschnittlich 6.900 Euro.

Bevor ich das Wort an Herrn Strotbek über gebe, noch ein Wort zum Innovationstempo bei

Bevor ich das Wort an Herrn Strotbek übergebe, noch ein Wort zum Innovationstempo

bei Audi. Hier schalten wir noch einen Gang hoch. Der Löwenanteil unseres neuen

Investitionsprogramms fließt in die nächste Stufe unserer Produkt- und

Technikoffensive. In wenigen Jahren haben wir 60 Modelle im Programm, wir

untermauern unseren Führungsanspruch in Innovationsfeldern wie Lichttechnologie,

Leichtbau, Vernetzung und pilotiertem Fahren, wir investieren in die

Weiterentwicklung unseres quattro-Antriebs und unserer hocheffizienten High-Tech-

Aggregate, und wir rollen unsere alternativen Antriebs-Angebote weiter aus. Dr. Ulrich

Hackenberg wird darauf heute näher eingehen.

Vielen Dank.

– Ende –

Rupert Stadler Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG Rede zur Jahrespressekonferenz Ingolstadt, 11. März 2014

Rupert Stadler Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG

Rede zur Jahrespressekonferenz Ingolstadt, 11. März 2014

Teil 2

– Es gilt das gesprochene Wort –

Meine Damen und Herren,

lassen Sie mich zusammenfassen: Unser Zwischenziel beim Volumenwachstum

haben wir zwei Jahre eher erreicht als geplant. Mit einem beispiellosen

Investitionsprogramm schaffen wir die Grundlagen für unseren zukünftigen Erfolg.

Und mit einer kundenorientierten Innovationsoffensive forcieren wir unseren

Vorsprung durch Technik – etwa, indem wir unsere e-tron-Technik in die Mittel- und

Oberklasse bringen.

Was bedeutet dies konkret für 2014? Zunächst zu unserem Wachstum. Wir werden

unsere Verkäufe weiter steigern und unsere Umsatzerlöse auf mehr als 50 Milliarden

Euro erhöhen. Bei den Auslieferungen werden wir in allen Weltregionen zulegen – auch

in Europa. In den USA machen wir den nächsten großen Schritt in Richtung 200.000,

unserer Messlatte für das Jahr 2020. Wir sind sehr optimistisch, sie bereits früher zu

überspringen. Und in China wollen wir 2014 als erster Premiumanbieter mehr als eine

halbe Million Kunden erreichen.

Wir sind sehr gut von der Startlinie dieses Jahres weggefahren: Im Januar und Februar

haben wir insgesamt bereits 242.400 Automobile ausgeliefert und damit den

Vorjahreswert um 9,3 Prozent übertroffen.

Besonders unsere Kompaktklasse erweist sich als Kundenmagnet. Die A3-Nachfrage lag

um 53 Prozent über dem Vorjahreswert. Und dies, obwohl die neue Generation noch

nicht überall verfügbar ist.

Der Verkaufsstart der neuen A3-Familie* in China und den USA gehört zu unseren nächsten, wichtigen

Der Verkaufsstart der neuen A3-Familie* in China und den USA gehört zu unseren

nächsten, wichtigen Markteinführungen dieses Jahres. In beiden Ländern ist die

Kompaktklasse in der Verkaufsstatistik des Premiummarktes noch unterrepräsentiert.

Doch dies ändert sich: In China zum Beispiel wächst dieses Segment mehr als doppelt

so schnell wie der Premiummarkt insgesamt. Vor allem mit der A3 Limousine* werden

wir von dieser Entwicklung profitieren. Sie ist das optimale Modell, zur richtigen Zeit

am richtigen Ort.

Gleichzeitig stärken wir die Oberklasse mit der neuen Version des A8*. Sie wird dieses

Jahr weltweit verfügbar sein – ein wichtiger Schritt, denn zwei Drittel unserer A8-

Kunden stammen aus China oder Nordamerika.

Einige unserer besonders sportlichen Modellneuheiten in diesem Jahr sehen Sie hier auf

der Bühne. Erstmals gibt es das Cabriolet der A3-Familie als S3* mit quattro. Der Audi

S1* ist unser Beweis, dass die Erfolgsformel quattro in jeder Größe aufgeht – das ist

reine Fahrfreude made by Audi in Brüssel. Und der neue TT* verkörpert Audi pur.

Vor einer Woche haben in Genf auch unsere Tochtermarken wichtige Modellneuheiten

gezeigt: Lamborghini schlägt mit dem Huracán* ein ganz neues Kapitel auf. Er beerbt

den Gallardo, den bislang erfolgreichsten Lamborghini der Markenhistorie. Der

Huracán erweist sich schon jetzt als würdiger Nachfolger: Mehr als 1.000 Lamborghini-

Fans haben bereits bestellt. Ducati hat die Weltpremiere der neuen Diavel* gefeiert. Sie

wird das Geschäft 2014 ebenso stärken wie die neue Monster 1200*, die bereits im

November ihre Messepremiere absolvierte.

Doch zurück zu unserer Kernmarke – und hier zu unseren neuen ultra-Modellen. Was

steckt hinter diesem Label? Wir haben über die gesamte Modelpalette hinweg eine

Effizienz-Meisterschaft gestartet. Als Audi ultra-Modell bezeichnen wir unsere

CO 2 -Champions in jeder Baureihe. Davon profitieren die Kunden, denn dank des neuen

Effizienz-Siegels haben sie Gewissheit, dass sie das sparsamste Modell fahren.

Und für uns bei Audi bedeutet ultra einen zusätzlichen Ansporn, mit jeder

Modellvariante eine neue Effizienz-Benchmark zu setzen.

Als „non-plus ultra“ ist unser Ziel dann die CO 2 -neutrale Mobilität. Dabei blicken wir

Als „non-plus ultra“ ist unser Ziel dann die CO 2 -neutrale Mobilität. Dabei blicken wir

über die Nutzungsphase eines Autos hinaus und richten die gesamte

Wertschöpfungskette nach diesem Ziel aus. Zum Beispiel stammen 100 Prozent des

Stroms, den wir für unser Werk hier in Ingolstadt beziehen, aus regenerativen Quellen.

Meine Damen und Herren,

auch bei der modularen Bauweise unserer Automobile dreht sich alles um Effizienz.

Wir ziehen beim Ausbau unserer Modellpalette konsequent sämtliche Synergie-

Register. Aktuell entwickeln wir die nächste Evolutionsstufe unseres Modularen

Längsbaukastens. Neben unseren Standortprojekten und Investitionen in

Zukunftstechnologien gehen wir derzeit somit auch bei unserer Modulstrategie massiv

in Vorleistung für zukünftiges Wachstum. Wir säen heute, was wir morgen ernten. Und

dennoch werden wir uns 2014 innerhalb unseres strategischen Zielkorridors, also

zwischen acht und zehn Prozent Operativer Umsatzrendite, bewegen. Wir fahren einen

klaren Kurs des langfristigen, nachhaltigen Erfolgs.

Über die technischen Innovationen, mit denen wir dauerhaft Erfolg sichern, haben wir

bereits ausführlich gesprochen. Wie richten wir Audi darüber hinaus für die Zukunft

aus? Personell werden wir uns weiter gezielt verstärken. Schwerpunkte sind die

Kompetenzfelder Elektromobilität und CO 2 -Performance, Vernetzung des Automobils

und Leichtbau durch Multi-Materialmix. Alleine in Deutschland stellen wir 2014 rund

1.500 Mitarbeiter neu ein und bieten mehr als 750 Jugendlichen einen

Ausbildungsplatz an. Mittelfristig gehen wir auf die neue Marke von 80.000

Mitarbeitern zu.

Parallel gilt es, unsere Prozesse und Strukturen kontinuierlich so weiterzuentwickeln,

dass wir selbst in einer Welt nahezu unendlicher Optionen schnell und flexibel auf die

Wünsche am Markt reagieren können. Denn der Kunde ist das Maß aller Dinge. Und

Flexibilität und Schnelligkeit sind die Wettbewerbsvorteile der Zukunft.

Alle Bereiche der Wertschöpfungskette sind gefordert: Beim Entwickeln unserer

Automobile spielen wir als Trumpfkarte unsere Modulbauweise aus. In der Beschaffung

geht es darum, die jeweils besten Partner für unsere Innovationsvorhaben zu

identifizieren und starke Lieferantenstrukturen um unsere neuen Werke aufzubauen.

„Globalisierung durch Lokalisierung“ heißt hi er das Stichwort. Je geringer die räumliche Distanz in der

„Globalisierung durch Lokalisierung“ heißt hier das Stichwort. Je geringer die räumliche

Distanz in der Zulieferkette, desto präziser lassen sich Bauteile „just in time“ und „just

in sequence“ bereitstellen. Deshalb beginnen wir zum Beispiel in Mexiko dieses Jahr

den Bau eines Lieferantenparks in Werksnähe und schaffen wichtige Voraussetzungen,

damit sich unsere Partner vor Ort ansiedeln. Bis zum Produktionsstart des Q5* wollen

wir zwei Drittel der Bauteile in Mexiko lokalisieren.

Dann zur Produktion: Je größer die Modellvielfalt, desto flexibler müssen wir mehrere

Modelle in einem Werk auf der gleichen Linie fertigen. Auch hier sind unsere modulare

Entwicklungsstrategie und das Audi Produktionssystem entscheidende

Wettbewerbsvorteile. Aktuell bereiten wir zum Beispiel unsere Fabriken auf den Bau

von Plug-in-Hybriden vor. Wir integrieren diese in bestehende Fertigungslinien und

brauchen kein eigenes Werk für unsere e-tron-Modelle. So können wir auf regional

unterschiedliche Bedürfnisse eingehen und unsere Produktion flexibel der Nachfrage

anpassen, ohne dabei hohe Schwankungen der Auslastung zu riskieren. Diese

Flexibilität erleichtert es uns, unseren e-tron-Antrieb nun rasch in weitere Segmente

und mehrere Fabriken zu skalieren.

Mehr Modelle, mehr Antriebskonzepte, mehr Ausstattungsvarianten – das stellt auch

den Vertrieb vor eine knifflige Aufgabe. Die Kunst besteht darin, dem Kunden alle

erdenklichen Optionen zu bieten, ihn gleichzeitig mit der Auswahl aber nicht zu

überfordern. Unsere Audi City-Schauräume zeigen, wie es geht. Sie sind unser

Innovationslabor für den Vertrieb von morgen. Spielerisch erleben Kunden dort die

Vielfalt von Audi bis ins Detail. Im Februar haben wir in Berlin unsere dritte Audi City

weltweit eröffnet. Weitere werden folgen. Und wir nutzen Elemente der digitalen

Audi City-Technik künftig auch im klassischen Handel. Gleichzeitig sind wir überzeugt:

Zu einem Premium-Produkt gehört eine Top-Beratung, die individuell auf die Wünsche

der Kunden eingeht. Deshalb bleibt der persönliche Kontakt Herzstück im Audi-

Vertrieb. Das Beispiel zeigt: Unser Vorsprung durch Technik stellt sich immer in den

Dienst des Menschen.

Diesen Ansatz verfolgen wir auch beim pilotierten Fahren. Hier geht es vor allem um mehr

Diesen Ansatz verfolgen wir auch beim pilotierten Fahren. Hier geht es vor allem um

mehr Sicherheit und einen besseren Verkehrsfluss auf der Straße. Noch für dieses

Jahrzehnt planen wir den Serieneinsatz mit einer Geschwindigkeit bis 60

Stundenkilometer. Als Basis der Entwicklung dienen Fahrerassistenzsysteme,

die wir heute schon in Serie anbieten. Anfang des Jahres haben wir auf der Consumer

Electronics Show in Las Vegas unser zFAS Board vorgestellt. Dieses neue Steuergerät

fasst alle Fahrerassistenzsysteme zusammen – und zwar bei minimalem Platzbedarf im

Auto, denn es ist gerade einmal so groß wie ein Tablet Computer. Damit bringen wir

das pilotierte Fahren bereits jetzt nah an die Serienreife heran.

Warum erwähne ich dieses Thema noch einmal? Weil wir neben technischen Aspekten

immer betont haben, dass auch die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden müssen.

Seit wenigen Wochen gibt es dazu nun Gespräche am Runden Tisch zwischen

Herstellern, Verbänden, Versicherungen und den betroffenen Bundesministerien. Wir

begrüßen diese Initiative sehr und bringen uns aktiv ein. Bereits jetzt steht fest: Es

geht um eine Herkulesaufgabe, denn die unterschiedlichsten Rechtsnormen – teilweise

ein halbes Jahrhundert alt – sind hiervon grundlegend betroffen. Doch unsere Haltung

ist klar: Kneifen gilt nicht. Denn wer – wie wir – die Nummer eins werden will, muss

über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinausblicken. Zukunft denken heißt eben

auch um die Ecke denken. Und ganz gleich ob beim Mitgestalten der

Rahmenbedingungen, bei der Internationalisierung unseres Unternehmens, mit

zukunftsweisender Technik oder mit faszinierenden Audi-Modellen – wir spielen bei

unserem Vorhaben in jeder Disziplin auf Sieg! Vielen Dank.

– Ende –

Kontakt:

Kommunikation Unternehmen – Jürgen De Graeve

Tel. +49 841 89-34084

Verbrauchsangaben der genannten Modelle: Audi A1/S1: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,2 - 3,8; CO

Verbrauchsangaben der genannten Modelle:

Audi A1/S1:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,2 - 3,8; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 166 - 99

Audi A1/S1 Sportback:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,3 - 3,8; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 168 - 99

Audi A3/S3:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,0 - 3,2; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 162 - 85

Audi A3/S3 Sportback:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,0 - 3,3; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 162 - 88

Audi A3/S6 Limousine:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,0 - 3,8; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 162 - 99

Audi A3/S3 Cabriolet:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1 - 4,2; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 165 - 110

Audi A3 Sportback e-tron:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 1,5; CO 2 -Emissionen kombiniert in g/km: 35

Audi A3 Sportback g-tron:

Kraftstoffverbrauch kombiniert: CNG 3,3-3,2 kg/100 km, Benzin 5,2 - 5,0 l/100 km CO 2 -Emission kombiniert: CNG 92-88 g/km | Benzin 120 - 115 g/km

A4/S4

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,1 - 4,0; CO2-Emission kombiniert in g/km: 190 - 104

A4/S4/RS46 Avant Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 10,7 - 4,2; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 249 - 109

A4 allroad quattro Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1 - 5,8; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 164 - 153

A6/S6

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,6 - 4,4; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 225 - 114

A6/S6/RS6 Avant Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,8 - 4,6; CO 2 -Emission kombiniert in

A6/S6/RS6 Avant Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,8 - 4,6; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 229 - 119

A6 allroad quattro Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,9 - 6,1; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 206 - 159

A8/S8

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 11,3 - 5,9; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 264 - 155

Audi Q3/RS Q3 Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,8 - 5,2; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 206 - 137

Audi Q5/SQ5 Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,5 - 5,3; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 199 - 139

Audi Q7 Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 10,7 - 7,2; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 249 - 189

Audi TT/TTS:

Das Fahrzeug wird noch nicht zum Kauf angeboten. Es besitzt noch keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG. Vorläufige Werte: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1 - 4,2; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 164 - 110

Lamborghini Huracán LP 610-4:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,5; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 290

Ducati Diavel:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 169

Ducati Monster 1200:

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,4; CO 2 -Emission kombiniert in g/km: 150