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Bibelprophezeiung

Vom Messias bis zum Antichrist

Inhalt:

Bibelprophezeiung - Teil 1: Wer ist Jesus

Teil II - Daniel Kapitel 2

Teil III - Daniel Kapitel 7

Der Antichrist - Teil 1: Daniel 8

Der Antichrist - Teil 2

Der Antichrist, Teil 3 - Wer ist der Antichrist?


Bibelprophezeiung - Teil 1: Wer ist Jesus

Die Bibel. Zweifellos eines der umstrittendsten Bücher der Geschichte. Menschen
wurden dafür verfolgt, eingesperrt und hingerichtet, dass sie versuchten, es in ihrer
gängigen Sprache dem breiten Volk zugänglich zu machen, oder dafür dass sie
versuchten, seine Ansichten und Lehren auf innovativere Art zu praktizieren, als ihre
Verfolger, die widerum behaupteten, den Ursprung ihrer Autorität der selben Quelle
entnommen zu haben.

Der momentane Krieg gegen die Bibel wird jedoch nicht, wie im Mittelalter, von
Inquisitoren geführt, sondern durch Medienmogule, die täglich in pseudo-
wissenschaftlichen Sendungen und Artikeln Desinformation versprühen, darüber, wie die
Bibel im Lauf der Jahrhunderte verfälscht worden sei.

Wir wollen mit unseren Beiträgen helfen, ein unserer Meinung nach klareres Bild von der
Bibel zu schaffen, und Menschen die Gelegenheit geben, die andere Seite der Geschichte
zu hören, die von den Medien – und leider auch teilweise von den religiösen Institutionen
selbst – verschwiegen, bzw. völligst verkannt wird.

Ist die Bibel nur ein weiteres Buch, das seine von Menschen geformten Ideologien
verkündet? Oder handelt es sich hier tatsächlich um das, was viele, als „religiöse
Fanatiker“ abgestemptelte Gläubige „das Wort Gottes“ nennen?
Und wenn tatsächlich vom Schöpfer inspiriert, welches sind die Beweise, oder
Argumente für diese Glaubensrichtung?
Ein handfestes Argument das dafür spricht, dass die Bibel tatsächlich inspiriert ist, und
nicht nur auf menschlichem Gedankengut basiert, ist die Vielfalt an Prophezeiungen und
Vorhersagen, die in ihren altertümlichen Schriften enthalten sind, von denen sich etliche
bereits erfüllt haben, und widerum andere sich soeben vor unseren Augen entfalten.

Die Bibel besteht aus 66 individuellen Schriften, von ca. 40 verschiedenen Autoren über
einen Zeitraum von ca. 1500 Jahren verfasst, und wurde im 4.Jahrhundert von
Kirchenoberhäuptern als „Die heilige Schrift“ zusammengestellt.

Die bedeutendsten Prophezeiungen des Alten Testaments stammen von den jüdischen
Propheten Jermias, Jesaja, Hesekiel und Daniel, die zum Teil vor und während der
Babylonischen Eroberung ihrer Heimat Judäas lebten, und beziehen sich teilweise auf
Ereignisse der ihnen unmittelbar bevorstehenen Zukunft, während andere viel weiter
nach vorn blicken.

Wir möchten diese Reihe mit einigen der Prophezeiungen eröffnen, die sich, wie wir
glauben, ohne Zweifel in Jesus Christus erfüllt haben. Der Titel „Christus“ stammt von
dem hebräischen Wort, „Messias“ ab, was „Der Gesalbte“ bedeutet. Obwohl der Großteil
des jüdischen Volkes Jesus oder Yashua bisher nicht als den in den alten jüdischen
Schriften verheissenen Messias anerkennt, so bleibt es dem Leser dieser Schriften
überlassen, sich sein eigenes Urteil darüber zu bilden.

Wer ist Jesus?

Der historische Jesus ist ebenso unbestreitbar wir Julius Caesar. Dutzende...

Einer der erstaunlichsten Aspekte an Seinem Leben sind jedoch die Prophezeiungen die
Jahrhunderte vor Seiner Geburt von den Propheten des Alten Testaments über Ihn
gemacht wurden.

Um 750 v. Chr. schrieb der jüdische Prophet Jesaja: „Darum wird der Herr selbst euch
ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären,
und wird seinen Namen Immanuel heißen“ (Jes.7:14).

Laut den aus dem 1. Jahrhundert stammenden Aufzeichungen des griechischen Arztes
Lukas, sowie des jüdischen, ehemaligen Steuereintreibers für die römischen Eroberer von
Palästina namens Matthäus, erfüllte sich diese Prophezeiung in dem Besuch des Engels
Gabriel bei einem Teenager in Nazareth namens Mirjam, auch (nach der griechischen
Übersetzung) Maria genannt.

Gabriel verkündete dem Mädchen: (Lk 1:26-35, Mt.1:21-23)


Mirjam protestierte zunächst, da sie noch nie mit einem Manne intim geworden war, aber
gab sich dem Willen Gottes hin, um das wohl meist zelebrierte Ereignis des Christentums
geschehen zu lassen.

Eine ebenso faszinierende Prophezeiung Jesajas lautet: „Denn ein Kind ist uns geboren,
ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen
Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst.“ (Jes.9:6)
Der Prophet Jesaja kündigt hier die Geburt eines anscheinend ganz besonderen Kindes
an, nämlich eines Menschensohnes, der zugleich Gott ist. Diese Schriftstelle bestätigt
auch andere Passagen im Alten Testament die uns verraten dass Gott einen Sohn hat. Wie
z.B. Sprüche 30:4: „Wer ist hinaufgestiegen gen Himmel und herniedergefahren? Wer
hat den Wind in seine Fäuste gesammelt? Wer die Wasser in ein Tuch gebunden? Wer
hat aufgerichtet alle Enden der Erde? Was ist sein Name, und was der Name seines
Sohnes, wenn du es weißt?“

Ca. 800 v. Christi Geburt sagte der Prophet Micha voraus: „Und du, Bethlehem-Ephrata,
zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein, aus dir wird mir hervorkommen, der
Herrscher über Israel sein soll; und seine Ausgänge sind von der Urzeit, von den Tagen
der Ewigkeit her.“ (Micha 5:2)
Matthäus berichtet wie 8 Jahrhunderte später, Joseph, der Verlobte und schließlich Gatte
Mirijams aufgrund eines kaiserlichen Erlasses 150 km von seinem Wohnort, Nazareth,
mit seiner Frau an seinen Geburtsort reisen musste um sich dort von den Römern
registrieren zu lassen: die Kleinstadt Bethlehem. Wir alle kennen den Rest der
Geschichte, wie der König der Könige dort statt in einem Palast in einem Stall zur Welt
kam. (Mt.2:1)
Dass hier ein Kind geboren werden sollte, dessen Geist älter war als dern älteste Mensch,
lässt uns vielleicht ansatzweise verstehen was Jesus meinte, als er in einem Streitgespräch
mit den jüdischen Authoritäten, die ihn verfolgten, sprach, „Bevor Abraham war bin Ich.“
(Joh. 8:58)

Er wollte damit sagen dass Er es gewesen war, der aus dem brennenden Dornenbusch
Jahrhunderte zuvor zu Moses gesprochen hatte und ihm sagte er solle dem in der
Sklaverei gehaltenen Volke Israels sagen der Gott mit dem Namen „Ich bin der Ich bin“
habe ihn gesandt: die Bedeutung des hebräischen Namens „Jahwe“ oder „Jehovah.“

In den Evangelien lesen wir wie Jesus als erwachsener Mann der Gemeinde der
Synagoge von Nazareth folgende Zeilen aus der Schriftrolle Jesajas vorlas, und zum
Entsetzen Seiner Zuhörer erklärte, jene Worte hätten sich vor deren Augen erfüllt:

„Der Geist des Herrn ist auf Mir, weil Er Mich gesalbt hat, um den Sanftmütigen frohe
Botschaft zu bringen, weil Er Mich gesandt hat, um zu verbinden, die zerbrochenen
Herzens sind, Freiheit auszurufen den Gefangenen, und Öffnung des Kerkers den
Gebundenen; um auszurufen das Jahr der Annehmung des Herrn und den Tag der Rache
unseres Gottes und zu trösten alle Trauernden“ (Jes.61:1,2)
"Der Geist des Herrn ist auf mir, weil Er Mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu
verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden das
Gesicht, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen das angenehme {O.
wohlgefällige} Jahr des Herrn". (Lk.4:18, 19)

Da es sowohl für die Bewohner Seiner Stadt, die ihn von Kindheit an kannten, als auch
für die religiösen Machthaber in Jerusalem unvorstellbar war, dass dieser scheinbar
unbedeutende Mann ohne Prunk und das übliche Machtgehabe von positionierten
Mitgliedern der Gesellschaft der Sohn Gottes sein könne, dauerte es auch nicht lange bis
sie Seinen Tod planten, um damit nicht nur den wahren Zweck Seines Kommens zu
erfüllen, nämlich als Opferlamm für die Sünden aller Menschen Sein Leben zu lassen,
sondern auch um die wohl bedeutendsten Prophezeiungen über Ihn zu erfüllen.

Um 450 v. Chr. Prophezeite Sacharja im Alten Testament: „Frohlocke laut, Tochter Zion;
jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König wird zu dir kommen: gerecht und ein
Retter ist Er, demütig, und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Füllen, einem
Jungen der Eselin.“ (Sach.9:9)
Diese Prophezeiung erfüllte Jesus nur wenige Tage vor Seinem Tod als Er mit Seinen
Jüngern zum Passafest nach Jerusalem kam und ihnen sagte wo sie einen jungen Esel für
Ihn finden würden, auf dem Er bei seinem gefeierten Einzug nach Jerusalem reiten
würde, wie uns die Evangelisten berichten (Mt.21:2-10)
Sacharja erzählt uns auch um welchen Preis der Sohn Gottes viereinhalb Jahrhunderte
später verraten werden würde: „Und ich sprach zu ihnen: Wenn es gut ist in euren Augen,
so gebet mir meinen Lohn, wenn aber nicht, so lasset es; und sie wogen meinen Lohn dar:
dreißig Silberstücke.“ (Sach.11:12)
Matthäus berichtet später, „Dann ging einer von den Zwölfen, der Judas Ischariot genannt
war, zu den Hohenpriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch
überliefern? Sie aber gaben ihm dreißig Silberlinge.“ (Mt.26:14,15)
Sacharja prophezeit weiter: „Da sprach der Herr zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den
herrlichen Preis, dessen Ich von ihnen wertgeachtet bin! Und ich nahm die dreißig
Silberstücke und warf sie in das Haus des Herrn, dem Töpfer hin.“ (Sacharja 11:13)
Und wiederum berichtet Matthäus von der Erfüllung auch dieser Prophezeiung:
„Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, daß er verurteilt wurde, gereute es ihn, und
er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte:
Ich habe gesündigt, indem ich schuldloses Blut überliefert habe. Sie aber sagten: Was
geht das uns an? Siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich
davon und ging hin und erhängte sich. Die Hohenpriester aber nahmen die Silberlinge
und sprachen: Es ist nicht erlaubt, sie in den Opferkasten zu werfen, dieweil es Blutgeld
ist. Sie hielten aber Rat und kauften dafür den Acker des Töpfers zum Begräbnis für die
Fremdlinge.“ (Mt.27:3-9)

In einer der wohl akkuratesten prophetischen Beschreibungen des kommenden Messias,


dem 53. Kapitel des Buches des Propheten Jesaja, das 750 Jahre vor Christus
gescrhrieben wurde, finden wir weitere detaillierte Vorhersagen über das Leben und den
Tod von Yashua dem Messias, auch Jesus Christus genannt:
„Fürwahr, Er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen.
Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt; doch um
unserer Übertretungen willen war Er verwundet, um unserer Missetaten willen
zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf Ihm, und durch Seine Striemen
werden wir geheilt.
Er wurde mißhandelt, aber Er beugte sich und tat Seinen Mund nicht auf, gleich dem
Lamme, welches zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor
seinen Scherern; und Er tat seinen Mund nicht auf. – Er ist hinweggenommen worden aus
Gefängnis und Gericht. Er wurde abgeschnitten aus dem Lande der Lebendigen: Wegen
der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen. Und man hat sein Grab bei
Gesetzlosen bestimmt; aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tode, weil Er
kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Munde gewesen ist.“ (Jesaja 53)

Einige der erstaunlichsten Prophezeiungen über den Tod des Messias stammen aus einer
Zeit um 1000 Jahre vor Christus, von dem wohl unbestritten bemerkenswertesten König
den die Nation Israel je hatte: dem ehemaligen Hirtenjungen David, der schon als
Teenager durch seinen Triumph über den Hünen Goliath jüdische Geschichte gemacht
hatte.
David schrieb den Großteil der in Alten Testament befindlichen Psalmen, die eigentlich
spirituelle Lieder waren, in deren Texte wir jedoch einen Reichtum an prophetischen
Vorhersagen finden. König David selbst starb eines natürlichen Todes, wie im 1. Buch
der Könige berichtet, also sprach er nicht von sich selbst als er schrieb:
„Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben
meine Hände und meine Füße durchgraben; alle meine Gebeine könnte ich zählen. Sie
schauen und sehen mich an; Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand
werfen sie das Los.“ (Ps.22:16-18)
Man bedenke auch, dass die Hinrichtungsmethode der Kreuzigung zu König Davids
Lebzeiten noch gar nicht existierte, sondern erst mit dem Auftstieg des römischen
Weltreiches praktiziert wurde.

Der Psalmist David prophezeite weiterhin: „Der Gerechte muss viel leiden, aber der Herr
bewahrt alle seine Gebeine, nicht eines von ihnen wird zerbrochen.“ (Ps.34:19, 20)
Da Jesus am Abend vor dem Passafest gekreuzigt wurde, dem höchsten Feiertag der
damaligen jüdischen Tradition, beschleunigten die römischen Soldaten den Tod der zwei
Diebe die mit Jesus gekreuzigt wurden durch das Brechen ihrer Beine. Als sie jedoch zu
Jesus kamen, war dieser bereits tot und erfüllten somit die Prophezeiung dass keines der
Gebeine des Gerechten zerbrochen würde.
Um sicher zu gehen, bohrte ihm ein Soldat eine Speer in die Seite und erfüllte damit eine
weitere Prophezeiung:
„Das Haus Davids und die Bewohner von Jerusalem werden auf Mich blicken, den sie
durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen und bitterlich leidtragen, wie man
bitterlich über den Erstgeborenen leidträgt.“ (Sach.12:10)

Der Prophet Daniel, von dem wir in den kommenden Folgen dieser Reihe mehr hören
werden, sagte sogar fast 500 Jahre vorher das genaue Jahr der Kreuzigung voraus:
„Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zum
Messias, sind sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen. Nach den zweiundsechzig
Wochen wird der Messias weggetan werden. Und das Volk des kommenden Fürsten wird
die Stadt und das Heiligtum zerstören.“ (Dan.9:25, 26)
Das ursprüngliche Wort das hier als „Woche“ übersetzt wurde, ist „Shabua“ und bedeutet
buschstäblich „sieben.“ 49x7=483, die exakte Anzahl der Jahre des Erlasses vom
persischen König Artaxerxes Longiman im Jahre 353 v. Chr. bis zur Kreuzigung im Jahre
30 unserer Zeit.

Es dauerte 49 Jahre bis der von den Babyloniern zerstörte Tempel in Jerusalem wieder
erbaut wurde, und weitere 434 bis der „Messias weggetan“ wurde. Weitere 40 Jahre
später erfüllte sich der Rest von Daniels Prophezeiung, als die Römer, „das Volk des
kommenden Fürsten,“ die „Stadt und das Heiligtum“ erneut zerstörten.

Schließlich prophezeit David die Auferstehung des Messias: „Denn Meine Seele wirst du
dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zulassen, dass Dein Gerechter die Verwesung sehe.“
(Ps.16:10)
„Scheol“ ist das hebräische Wort für „Hölle“ sowie „Grab.“ Da König David nach
seinem Tod begraben wurde wissen wir dass diese Zeilen nicht auf ihn selbst zutrafen,
sondern auf einen Anderen, den „Gerechten,“ der laut dem Zeugnis Seiner Nachfolger 3
Tage nach Seiner Hinrichtung auferstand.

Der Fund der Kumran Schriftrollen in Palästina aus dem Jahre 1947 belegen dass all
diese Prophezeiungen lange vor Christus gemacht wurden.
Ausserdem gibt es Prophezeiungen, die erst lange nach Christus erfüllt wurden, so dass
man nicht sagen kann die Evangelien seien so manipuliert worden, dass sie mit den
Prophezeiungen übereinstimmen.

So zum Beispiel macht der Prophet Hesekiel im Jahre 572 v. Chr. eine Prophezeiung, die
sich erst über 2000 Jahre später, im Jahre 1542, erfüllen sollte:

„Und Er führte mich zurück des Weges zum äußeren Tore des Heiligtums, welches gegen
Osten sah; und es war verschlossen. Und der Herr sprach zu mir: Dieses Tor soll
verschlossen sein; es soll nicht geöffnet werden, und niemand soll durch dasselbe
eingehen; weil der Herr, der Gott Israels, durch dasselbe eingezogen ist, so soll es
verschlossen sein.“ (Hes.44:1,2)
Im Jahre 70 A.D. wurde Jerusalem von den Römern zerstört. 1542 baute der moslemische
Sultan Sulieman die Stadtmauern wieder auf und ließ das östliche Tor zumauern, weil die
Juden immer noch erwarteten, dass ihr Messias durch dieses Tor einziehen würde.

Oder ist es etwa so, dass Er es bereits getan hat?

Das ganze Video als Einteiler kann man auch HIER betrachten:

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In hoher Qualitaet (367MB) herunterladen: http://www.megaupload.com/?


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Teil II - Daniel Kapitel 2

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir einige der Prophezeiungen und Vorhersagen aus
dem Alten Testament behandelt, welche, wie wir glauben, in Jesus Christus erfüllt
wurden: Details über Seine Geburt, Sein Leben uns Seinen Tod, die Jahrhunderte zuvor
von jüdischen Propheten vorhergesagt worden waren.
Im weiteren Verlauf dieser Serie wollen wir jenen Prophezeiungen widmen, die sich auf
die Entwicklung der Weltgeschichte bis zu deren Ende beziehen. In anderen Worten,
auch auf das was noch laut der Bibel vor uns liegt.
Eines der erstaunlichsten prophetischen Kapitel im Alten Testament, und gleichzeitig
jenes das sich am einfachsten verarbeiten lässt, ist das 2. Kapitel des Buches des
Propheten Daniel. Daniel war noch ein junger Mann als er in den Dienst des Herrschers
Nebuchadnezar von Babylon trat. Als adliger Jude war er zusammen mit einigen seiner
Gefährten von Judäa als Gefangener an den babylonischen Hof gebracht worden.
Eines Nachts hatte König Nebuchadnezar einen besonderen Traum, und verlangte von
seinen Traumdeutern dass sie ihm nicht nur den Traum auslegten, sondern ihn auch an
den Traum erinnern sollten, denn, wie er sagte, war er ihm entfallen.
Die Ratgeber des Königs waren zu solchen Wundertaten jedoch nicht fähig, und so
entschloss sich der erzürnte Nebuchadnezar, alle Weisen am Hofe hinrichten zu lassen,
einschließlich der Gefangenen von Judäa.
Da Daniel aus einer Kultur stammte in der Wunder bereits eine große Rolle in der
Geschichte seines Volkes gespielt hatten, solche wie die Plagen über Ägypten, die einst
den störrischen Pharaoh des ägyptischen Reiches dazu überredet hatten, Mose und sein
Volk ziehen zu lassen, die Flucht durch das rote Meer, das sich su beiden Seiten teilte,
Brot vom Himmel, und schließlich die Eroberung des Landes das ihnen von Gott
verheißen worden war, sah Daniel im Gebet eine durchaus plausible Alternative zur
seiner Hinrichtung. Seine Gebete wurden auch tatsächlich beantwortet, und er ließ sich
prompt vor den König führen um diesem, wie einst einer der 12 Stammesväter Israels,
Joseph, den seine Brüder an eine Karawane nach Ägypten als Sklaven verkauft hatten,
dem Herrscher der Welt seinen Traum zu deuten.
Der Unterschied war, dass Daniel, anders als sein Vorvater Joseph, nicht nur die
Deutung, sondern auch den Traum selbst kundtun musste. Aber dies gelang ihm auch.
Und so erinnerte er den König an die seltsame Vision die er in seinem Schlaf gehabt
hatte, nachdem er über die Zukunft seines Reiches nachgedacht hatte:
„Du, o König, sahst: und siehe, ein großes Bild; dieses Bild war gewaltig, und sein Glanz
außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein Aussehen war schrecklich.
Dieses Bild, sein Haupt war von feinem Golde; seine Brust und seine Arme von Silber;
sein Bauch und seine Lenden von Erz; seine Schenkel von Eisen;
seine Füße teils von Eisen und teils von Ton.
du schautest, bis ein Stein sich losriß ohne Hände, und das Bild an seine Füße von Eisen
und Ton schlug und sie zermalmte.
Da wurden zugleich das Eisen, der Ton, das Erz, das Silber und das Gold zermalmt, und
sie wurden wie Spreu der Sommertennen; und der Wind führte sie hinweg, und es wurde
keine Stätte für sie gefunden. Und der Stein, der das Bild geschlagen hatte, wurde zu
einem großen Berge und füllte die ganze Erde.
Das ist der Traum; und seine Deutung wollen wir vor dem König ansagen.“ (Daniel 2:31-
36)

Das wunderbare an diesem Kapitel ist, dass man sich nicht selbst den Kopf darüber
zerbrechen muss, was dieser Traum wohl bedeuten möge, sondern Daniel selbst liefert
gleich im Anschluss die Deutung:

„Du, o König... der Könige, dem der Gott des Himmels Macht und Gewalt und Ehre
gegeben hat... -du bist das Haupt von Gold.
Und nach dir wird ein anderes Königreich aufstehen, niedriger als du; und ein anderes,
drittes Königreich, von Erz, welches über die ganze Erde herrschen wird.
Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen; ebenso wie das Eisen alles
zermalmt und zerschlägt, so wird es, dem Eisen gleich, welches zertrümmert, alle diese
zermalmen und zertrümmern.
Und daß du die Füße und die Zehen teils von Töpferton und teils von Eisen gesehen hast-
es wird ein geteiltes Königreich sein; aber von der Festigkeit des Eisens wird in ihm sein,
weil du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast.
Und die Zehen der Füße, teils von Eisen und teils von Ton: zum Teil wird das Königreich
stark sein, und ein Teil wird zerbrechlich sein.
Daß du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast-sie werden sich mit dem
Samen der Menschen vermischen, aber sie werden nicht aneinander haften: gleichwie
sich Eisen mit Ton nicht vermischt.
Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten,
welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen
werden wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber
ewiglich bestehen:
weil du gesehen hast, daß von dem Berge ein Stein sich losriß ohne Hände und das Eisen,
das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat dem Könige
kundgetan, was nach diesem geschehen wird; und der Traum ist gewiß und seine
Deutung zuverlässig.“ (Daniel 2:37-45)

Da das goldenen Haupt des Stand- oder Götzenbildes aus Nebuchadnezars Traum ihn
selbst darstellt, und die silberne Brust und Arme das auf Babylon folgende Weltreich,
brauchen wir uns lediglich der Geschichte zu bedienen um zu erfahren, welches Reich
diesen Teil der Statue darstellt.

Aus der Geschichte wissen wir, dass das Dualreich der Meder und Persier Babylon und
die bis dahin bekannte zivilisierte westliche Welt eroberte. Genau so wie ein Arm stärker
ist als der andere, waren die Perser den Medern überlegen, aber sie arbeiteten dennoch
zusammen um ihre Weltordnung aufrecht zu erhalten.

Daniel selbst sollte die Erfüllung dieses Teils des Traumes noch miterleben, wie man im
5. Kapitel seines Buches nachlesen kann.

Das dritte Reich, das hier durch den Bauch und Lenden aus Bronze dargestellt wird, war
das griechische Reich, das unter Alexander dem Großen die damalige im Westen
bekannte Welt eroberte.

Das vierte Reich, stark wie Eisen, welches alle anderen und bisherigen Reiche zermalmen
und zertrümmern sollte, war zweifellos das römische Weltreich, in der Statue
symbolisiert durch die Beine, was wiederum an marschierende Legionen erinnert, auf den
eigens zur Eroberung erbauten Straßen. Ja, selbst die Form des Landes das Rom
beheimatet, ist die eines Stiefels. Ebenso symbolisieren die zwei Beine die schließliche
Teilung des römischen Reichs in seine östliche und westliche Hälften.

Alle bisher aufgeführten Reiche befinden sich aus unserer momentanen Sicht in der
Vergangenheit, obwohl sie sich mit Ausnahme von Babylon, für Daniel sowie seine
Zuhörer damals, in der Zukunft befanden. Der Vollständigkeit halber mag man
hinzufügen, dass dem babylonischen Reich zwei Weltreiche vorangingen, nämlich das
assyrische, und davor das ägyptische.
Darum werden wir in anderen Stellen der Bibel von 7 Weltreichen oder Königreichen
lesen, die im Laufe der Geschichte die Welt beherrschen, von den sechs sich in unserer
Vergangenheit befinden.

Aber was hat es mit dem letzten, mysteriösen Reich auf sich, dass in Nebukadnezars
Traum durch die Füße der Statue dargestellt wird, teils aus Eisen, und teils aus Ton?

Folgen wir dem Symbolismus der in dem gesamten Abbild überall hervorkommt, dann
können wir davon ausgehen, dass das Eisen symbolisch für harte Regierungsformen wie
Diktaturen und Monarchien, und der Ton für „Regierungen des Volkes,“ also
Demokratien, steht. Schließlich schrieb einer von Gottes Propheten selbst, „Wie sind der
Ton, Du (Gott) bist der Töpfer.“

Wir sehen also eine kommende Weltordnung aus Demokratien, sowie härter
durchgreifenden Regierungsformen bestehend auf uns zukommen, die allerdings genauso
wenig aneinander haften bleiben werden, wie Ton und Eisen.

Im Gegensatz zur Evolutionstheorie scheint der Fortschritt den die Menschheit seit
Babylon gemacht hat, in Gottes Augen nicht allzu berauschend zu sein. Zwar glauben
wir, mit unseren modernen Erfindungen und unserem angereicherten Wissen die Spitze
der Zivilisation erreicht zu haben, aber wie es scheint, sieht der Allmächtige die Qualität
unserer Entwicklung etwas anders, und so haben wir uns von dem Gold von einst zu
einem recht untauglichen Gemisch von Ton und Eisen herabgearbeitet.

Vielleicht ist es gerade aus diesem Grund, dass Gott jenes letzte Weltreich als den
Zeitpunkt ausgewählt hat, Sein eigenes, ewiges Königreich auf Erden zu errichten.

Jenes, kommende und bleibende Reich wird durch einen Stein dargestellt, welcher, wie
wir glauben, die Person von Jesus Christus bei Seinem angekündigten Zweiten Kommen
symbolisiert, der in der Bibel auch als „der Eckstein“ bezeichnet wird „den die Bauleute
verworfen haben.“

Jener Stein wird das Götzenbild der Weltreiche des Menschen auf seine Füße treffen und
zerschmettern, und zu einem Berg heranwachsen der die ganze Erde füllen wird, einem
Reich, das ewig bestehen wird.

In den kommenden Folgen dieser Reihe werden wir etwas näher auf das letzte Weltreich
des Menschen eingehen, welches uns, wovon wir überzeugt sind, unmittelbar bevorsteht,
da jene letzte „neue Weltordnung“ ja von ihren Architekten unentwegt in den letzten
Jahrzehnten angekündigt wurde.

In Kapitel 7 von Daniels prophetischem Buch finden wir einige Hinweise mehr über die
Eigenschaften jenes Reiches, sowie seines Führers, dem letzten Herrscher der Welt wie
wir sie kennen.

(Originalvideo herunterladen: http://www.megaupload.com/?d=SN4X04DK)


Teil III - Daniel Kapitel 7

Während das Bild das Gott dem babylonischen König Nebuchadnezar von den
Königreichen dieser Welt im zweiten Kapitel des Buches des Propheten Daniel gab noch
relativ schmeichelhaft war, so ist das Portrait dieser selben Weltreiche das Er Seinem
eigenen vertrauten Propheten in der Vision im 7. Kapitel des selben Buches gibt, weniger
schmeichelhaft.

In Daniel 7 beschreibt der inzwischen zum einflussreichen Ratgeber am Hofe Baylons


aufgestiegene Daniel, wie er eine nächtliche Vision hat in der die 4 Weltmächte von
Babylon bis Rom als erschreckende Monster aus dem Meer der Menschwenmassen
empor steigen:

„Ich schaute in meinem Gesicht bei der Nacht, und siehe, die vier Winde des Himmels
brachen los auf das große Meer.
Und vier große Tiere stiegen aus dem Meere herauf, eines verschieden von dem anderen.
-
Das erste war gleich einem Löwen und hatte Adlersflügel; ich schaute, bis seine Flügel
ausgerissen wurden, und es von der Erde aufgehoben und wie ein Mensch auf seine Füße
gestellt und ihm eines Menschen Herz gegeben wurde.“ (Daniel 7:2-4)

In Vers 16 berichtet Daniel wie ein „Beistehender,“ vermutlich ein Engel, ihm seine
Vision deutet und erklärt, dass es sich hier – ähnlich wie in Nebuchadnezars Traum – um
Königreiche handelt, abermals beginnend mit dem babylonischen, das hier als Löwe mit
Adlersflügeln beschrieben wird, die ihm ausgerissen werden, und der auf seine Füße
gestellt wird, und mit einem menschlichen Herz versehen wird.
Diese Allegorie bezieht sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf die Erfahrung die der
babylonische König Nebukadnezar machen musste, als er es versäumte, Gott die Ehre für
sein Königreich zu geben, und daraufhin sieben Jahre lang dem Wahnsinn zum Opfer fiel
und wie ein Stück Vieh im Freien lebte. Der Prophet Daniel hatte ihn davor leider
vergeblich gewarnt, wie man in Daniel Kapitel 4 nachlesen kann. Nach sieben Jahren,
bekannte der gedemütigte König dass es Gott ist, der Macht, Ruhm und Ehre verleiht.
Ihm wurde sozusagen ein neues, „menschliches“ Herz verliehen und er wurde auf den
Boden der Tatsachen gestellt.
Das auf Babylon folgende Weltreich der Medo-Perser wird in Daniels Vision als
fleischfressender Bär dargestellt:

„Und siehe, ein anderes, zweites Tier, gleich einem Bären; und es richtete sich auf einer
Seite auf, und es hatte drei Rippen in seinem Maule zwischen seinen Zähnen; und man
sprach zu ihm also: Stehe auf, friß viel Fleisch!“ (Dan.7:5)
Dass der Bär auf einer Seite aufgerichtet ist, deutet – ähnlich wie bei den Armen der
Statue aus Daniel 2 darauf hin dass eine Hälfte des Dualreiches Medo-Persien stärker war
als die andere. Die Medo-Perser eroberten die ihnen bekannte Welt mit großer
Aggressivität und drangen weiter nach Westen vor als die vorangegangenen Weltreiche,
Ägypten, Assyrien und Babylon – dargestellt durch 3 Rippen in seinem Maul.
„Nach diesem schaute ich, und siehe, ein anderes, gleich einem Gepard; und es hatte vier
Flügel eines Vogels auf seinem Rücken; und das Tier hatte vier Köpfe, und Herrschaft
wurde ihm gegeben.“ (Dan.7:6)
Der Gepard – das Tier das sich zu Lande am schnellsten fortbewegen kann – verbildlicht
hier das auf Persien folgende griechisch-mazedonische Reich Alexander des Großen, der
mit einer viel kleineren Armee als die Perser in der Lage war, die ihm bekannte
zivilisierte Welt in atemberaubender Geschwindigkeit zu erobern. Nach Alexanders Tod
wurde sein Reich in 4 geteilt, symbolisiert durch die 4 Flügel und Köpfe.
„Nach diesem schaute ich in Gesichten der Nacht: und siehe, ein viertes Tier, schrecklich
und furchtbar und sehr stark, und es hatte große eiserne Zähne; es fraß und zermalmte,
und was übrigblieb, zertrat es mit seinen Füßen; und es war verschieden von allen Tieren,
die vor ihm gewesen, und es hatte zehn Hörner.“ (Dan.7:7)
Das vierte Monster, sichtlich imposanter als die vorherigen, symbolisiert auch hier
wieder Rom, das in Daniel 2 als „eiserne Beine,“ und hier mit „eisernen Zähnen“
dargestellt wird. Wie die Beine in Daniel 2, „zermalmt“ auch dieses Tier alle anderen
Reiche der westlichen Welt und „zertritt es mit Füßen.“
Ähnlich wie die Füße der Statue in Daniel 2 mit ihren 10 Zehen, so hat dieses Monstrum
10 Hörner, die, wie wir in Vers 24 von dem Engel erfahren der Daniel seine Vision
auslegt, „10 Könige“ sein werden, die aus dem römischen Reich hervorgehen werden,
von denen wir später, im Buch der Offenbarung des Johannes noch mehr erfahren
werden.
Aber zunächst gibt uns Daniel noch einige herausragende und merkwürdige Details zu
dem vierten Monstrum in seiner Vision:
„Während ich auf die Hörner achtgab, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen
ihnen empor, und drei von den ersten Hörnern wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, an
diesem Horne waren Augen wie Menschenaugen, und ein Mund, der große Dinge
redete.“ (Dan.7:8)
Aus dem Buch der Offenbarung wissen wir, dass die zehn Hörner Könige oder
Machthaber sein werden, die dem „Tier,“ dem Herrscher der letzten, siebten
Weltregierung ihre Macht geben werden, der hier durch das „kleine Horn“ dargestellt
wird, das „einen großen Mund“ hat, „der große Dinge redet“:
„Und die zehn Hörner, die du sahst, sind zehn Könige, welche noch kein Königreich
empfangen haben, aber Gewalt wie Könige empfangen eine Stunde mit dem Tiere.“
(Offenbarung 17:12)
Ein Maul das große, gotteslästerliche Dinge redet, ist eines der biblischen Merkmale für
den letzten Weltherrscher, dem kommenden Führer der neuen Weltordnung, dem
Antichristen, dessen Reich dem Kommen von Gottes Reich unmittelbar vorausgeht:
„Und es wurde ihm ein Mund gegeben, der große Dinge und Lästerungen redete; und es
wurde ihm Gewalt gegeben, zweiundvierzig Monate zu wirken.“ (Offenbarung 13:5)
Der Engel oder „Beistehende“ der Daniel seine Vision auslegt, sagt folgendes zu jenem
kleinen Horn mit großem Mund:
„Und die zehn Hörner: aus jenem Königreich (dem römischen Reich) werden zehn
Könige aufstehen; und ein anderer wird nach ihnen aufstehen, und dieser wird
verschieden sein von den vorigen und wird drei Könige erniedrigen.
Und er wird Worte reden gegen den Höchsten und die Heiligen vernichten; und er wird
darauf sinnen, Zeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden eine Zeit und Zeiten und eine
halbe Zeit in seine Hand gegeben werden.“ (Daniel 7:24, 25)

Neben seiner Eigenschaft ein großes, gotteslästerliches Mundwerk zu besitzen, werden


uns hier weitere Eigenschften des kommenden großen antichristlichen Führers der Welt
vermittelt: er wird 3 der 10 Könige die aus dem römischen Reich hervorkommen
„erniedrigen,“ „darauf sinnen Zeiten und Gesetze zu verändern“ und „die Heiligen
vernichten.“
Im Buch der Offenbarung wird dies bestätigt:

„Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden.“
(Offenbarung 13:7).

In anderen Worten wird sich jenes kommende Weltreich oder die neue Weltordnung
durch eine Verfolgung von Gläubigen und Gottestreuen kennzeichnen, die in anderen
Stellen der Bibel, sowie von Jesus selbst auch „die große Trübsal“ genannt wird.

In Daniel 7:25 bekommen wir auch den ersten Hinweis darauf, wie lange jene „Trübsal“
dauern wird:
„Eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit.“

Aus verschiedenen Stellen der Bibel wissen wir dass es sich hierbei um 3 ½ Jahre
handelt, 42 Monate oder 1260 Tage.

Zwar werden diese Prophezeiungen von vielen Bibelgelehrten so ausgelegt, dass ihre
Erfüllung bereits in der Vergangenheit stattgefunden haben soll, so wie etwa unter dem
römischen Kaiser und Christenverfolger Nero, aber die Vision Daniels ist noch nicht zu
Ende:

„Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer
wie eines Menschen Sohn; und Er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor denselben
gebracht.
Und Ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker,
Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die
nicht vergehen, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.“ (Daniel
7:13, 14)

Genau wie in Daniel 2 wird nämlich auch hier jenes letzte, mit Abstand bedauerlichste
der Weltreiche des Menschen, abrupt vom immerwährenden Reich Gottes abgelöst, ein
Ereignis dass sich offensichtlich noch nicht zugetragen hat, da das friedevolle und
glorreiche Reich Jesu Christi auf Erden sich wohl kaum mit der Herrschaft der
katholischen Kirche im Mittelalter vergleichen lässt.

Der Faktor der in Daniel 2 die bestehenden Weltreiche erobern wird und dort als ein
Stein vom Himmel dargestellt wurde, wir hier schon viel deutlicher als „Menschensohn“
beschrieben, der mit den Wolken des Himmels kommen wird. Durch die Evangelien
hindurch nennt Jesus sich ständig selbst, „der Menschensohn,“ so als ob er den Gläubigen
von damals wir heute klar machen wollte, dass Er derjenige war und sein würde, von dem
Daniel hier sprach. Auch beschreibt Er Sein Zweites Kommen sehr ähnlich wie Daniel
hier:

„Alsbald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der
Mond seinen Schein nicht geben, ... und die Kräfte der Himmel werden erschüttert
werden.
Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen im Himmel erscheinen; und dann
werden wehklagen alle Stämme der Erde und sie werden den Sohn des Menschen
kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit.“
(Matthäus 24:29,30)

In unserer kommenden Studie werden wir mehr erfahren über die zukünftigen
Machenschaften des „kleinen Horns,“ dem Antichristen, jenem kommenden Führer der
neuen Weltordnung, die unserer Meinung nach nicht mehr in allzu ferner Zukunft von
uns sein kann.
Der Antichrist - Teil 1: Daniel 8

Die prophetischen Kapitel 2 und 7 des Buches Daniel im Alten Testament lehren uns dass
aus dem römischen Reich ein letztes Weltreich aufsteigen würde, geführt von einem
Mann der sich durch ein gotteslästerliches Mundwerk, Veränderungen von Gesetzen und
Zeiten, sowie Verfolgung des Volkes Gottes auszeichnen wird, der in Kreisen von
Gläubigen vieler Konfessionen als der "Antichrist" bezeichnet wird.

Während die Skeptiker sämtliche Prognosen über das Aussehen der kommenden Neuen
Weltordnung oft als "Verschwörungstheorien" abstempteln, so wissen Gläubige, dass die
biblischen Prophezeiungen über jenen Mann nicht so leicht von der Hand zu weisen sind,
denn schließlich haben sich auch die Prophezeiungen über die vorangegangenen
Weltreiche präzise erfüllt.

Im 8. Kapitel seines Buches beschreibt der am Hofe Babylons lebende jüdische Prophet
Daniel, wie er abermals Visionen von kommenden Weltreichen hat. Diesmal stellt der
Allmächtige in Seinen Zukunftsbeschreibungen die Er Seinem Knecht Daniel gibt, das
auf Babylon folgende Weltreich Medo-Persien als einen Widder dar, von dessen Hörnern
eines höher als das andere, wieder auf die Machtunterschiede zwischen Medern und
Persern hinweisend, wie ja schon bei der Vision der silbernen Arme in Daniel 2, und dem
auf einer Seite aufgerichteten Bären in Daniel 7.

Das griechische Reich, welches Medo-Persien erobern und von der Weltherrschaft
ablösen würde, wird in dieser Vision durch einen Ziegenbock dargestellt, mit einem
"ansehnlichen Horn zwischen den Augen," welches wiederum Alexander den Großen
symbolisiert. Nach dem Niedergang des Horns wachsen an seiner Stelle 4 andere Hörner,
was die Aufteilung seines Reiches unter Alexanders 4 Generäle darstellt.

Nun macht Daniel einen Zeitsprung und beschreibt - ähnlich wie in Daniel 7 ein "kleines
Horn," das hier aus einem der 4 Teile des griechischen Reiches hervorgehen würde, und
nach Süden, nach Osten, und zum verheißenen Land hin mächtig werden würde. Aus den
folgenden Versen wissen wir, dass es sich hier bei diesem kleinen Horn, ebenso wie im 7.
Kapitel, wieder um den Antichristen handelt.
Daniel beschreibt, dass dieses Horn einen Teil des himmlischen Heeres, also der Engel,
auf die Erde werfen würde (V.10), ein Ereignis, das im Buch der Offenbarung von
Johannes bestätigt und detaillierter beschrieben wird:

"Und der große Drache, die alte Schlange, welcher Teufel und Satan genannt wird, der
den ganzen Erdkreis verführt, wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit
ihm hinabgeworfen... Hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und
Nacht vor unserem Gott verklagte... Wehe der Erde und dem Meere! Denn der Teufel ist
zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß, daß er wenig Zeit hat."
(Offb.12:9-12)
Hier wird jener Moment der Weltgeschichte beschrieben, in dem der Satan selbst in den
Leib des Antichristen fahren wird, um mit seinen Dämonen, die Besitz von seinen
Nachfolgern nehmen werden, für 3 ½ Jahre Herrschaft über die Erde zu ergreifen.

Auch beschreibt Daniel, wie das kleine Horn, der Antichrist, das tägliche Opfer
abschaffen wird (V.11). Dies ist ein erster Hinweis darauf, dass zur Zeit des Antichristen
und seiner letzten Weltordnung der jüdische Tempel in Israel wieder erbaut und die
jüdischen Opferrituale wieder eingeführt sein müssen. Ein Ereignis, auf das nicht nur
gläubige Christen, sondern auch orthodoxe Juden mit Erwartung blicken. Es ist bekannt,
dass Vorbereitungen für den Wiederaufbau des Tempels bereits seit Jahrzehnten im
Gange sind, und dieser zum gegebenen Zeitpunkt innerhalb kürzester Zeit errichtet
werden kann.

Im nächsten Vers kündigt Daniel an, dass das kleine Horn die Wahrheit zu Boden werfen
wird.

Für Gläubige ist seit jeher das Wort Gottes der Maßstab für Wahrheit.

Wir finden hier einen ersten Hinweis dafür dass der Antichrist die biblische Sichtweise
und Beschreibung der Dinge verwerfen, ja verbieten wird, und seine Ideologie als die
einzig geltende deklarieren wird.

Es ist der Engel Gabriel der in diesem Kapitel Daniel seine Vision erläutert, und er
wiederholt dreifach, dass sich diese Prophezeiung auf die Zeit des Endes der Welt
bezieht. Daher wissen wir auch, dass diese Visionen sich nicht bereits erfüllt haben, wie
oft von Bibelgelehrten ausgelegt.
Schließlich gibt Gabriel uns eine aufschlussreiche Beschreibung des Mannes, der zum
Ende der Welt hin die Menschheit unterjochen wird:

"Und am Ende jenes Königtums, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben werden,
wird ein König aufstehen, frechen Angesichts und dunkler Geheimnisse kundig.
Und seine Macht wird stark sein, aber nicht durch seine eigene Macht; und er wird
erstaunliches Verderben anrichten, und Gelingen haben und handeln; und er wird Starke
und das Volk der Heiligen verderben.
Und durch seine Klugheit wird der Trug in seiner Hand gelingen; und er wird sich selbst
in seinem Herzen erheben und durch falschen Frieden viele verderben. Und gegen den
Fürsten der Fürsten wird er sich auflehnen, aber ohne Menschenhand zerschmettert
werden." (Daniel 8:23-25)

Dass seine Macht nicht in seiner eigenen Stärke liegen wird, wie Gabriel in Vers 24
beschreibt, sondern in der eines anderen, wird auch von Johannes in der Offenbarung
bestätigt:
"Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier seine Macht gab." (Offb.13:4)

Im 13. Kapitel der Offenbarung wird der Antichrist als "das Tier" beschrieben, welches
ähnliche Merkmale hat wie die vier Monstren die Daniel einst in seiner Vision aus dem
Meer steigen sah. Dieses Tier hat sieben Köpfe, symbolisch für die 7 Weltmächte die
durch die Geschichte hindurch die Welt beherrschen würden; und eines jener Häupter hat
10 Hörner, ähnlich wie das vierte Monster aus Daniels Vision in Kapitel 7. Nur dass der
Antichrist hier nicht nur als "kleines Horn" beschrieben wird, sondern als jenes Tier oder
Ungeheuer selbst, das alle Weltreiche in sich verkörpert, so als ob jenes letzte Weltreich
des Antichristen die ultimative Erfüllung all dessen sei was seine Vorgänger nur teilweise
zustande brachten.

Der Drache, der diesem dunklen Herrscher seine Macht gibt, ist, wie schon in dem vorher
aufgeführten Vers Offb. 12:9 beschrieben, der Teufel oder Satan. Wer als Christ Zweifel
an der Existenz des Teufels hat, sollte bedenken, dass der Teufel insgesamt mindestens
111 mal in den Büchern der Bibel erwähnt wird, und somit durchaus eine Realität des
Judeo-Christlichen Glaubens darstellt.

Gabriel sagt auch das Schicksal jenes letzten Weltherrschers voraus, und zwar dass er
"ohne Menschenhand zerschmettert" werden wird, allerdings nicht, ohne vorher "das
Volk der Heiligen zu verderben." Nachdem der Antichrist die größte religiöse
Verfolgung der Geschichte, die "große Trübsal," jene dunkelsten 3 1/2 Jahre der
Menschheit über die Erde bringen wird, wird er ein jähes Ende finden, und zwar nicht
durch eines Menschen Hand, sondern durch die selbe Waffe und das selbe Werkzeug, das
einst die Welt sebst hervorbrachte:
Paulus, in seinem zweiten Brief an die damalige Gemeinde der griechischen Stadt
Thessaloniki, gibt uns ein paar der aufschlussreichsten Verse über das Erscheinen sowie
den Untergang des Antichristen aus dem gleichzeitig klar wird, dass Jesus - wie von
vielen Christen heute angenommen - nicht vor dessen Erscheinen zurückkehren wird:
"Wir bitten euch aber, Brüder, bezüglich der Wiederkehr unseres Herrn Jesus Christus
und unserer Zusammenkunft mit Ihm, daß ihr nicht schnell erschüttert werdet in der
Gesinnung, noch erschreckt, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief als
durch uns, als ob der Tag des Herrn bereits da wäre.
Laßt euch von niemand auf irgend eine Weise verführen, denn dieser Tag kommt nicht, es
sei denn, daß zuerst der Abfall komme und offenbart worden sei der Mensch der Sünde,
der Sohn des Verderbens, welcher widersteht und sich selbst erhöht über alles, was Gott
heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt
und vorgibt, daß er selbst Gott sei.
...Dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus hinwegtun wird durch
den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft, ihn,
dessen Kommen auf der Macht des Satans beruht. Er wird mit großer Macht auftreten
und trügerische Zeiche und Wunder tun."
(2.Thessalonicher 2:3-4,8-9)

Im 19. Kapitel der Offenbarung, sowie in Hesekiel Kapitel 38 und 39 wird die Niederlage
des Antichristen und seines Heeres in der legendären Schlacht von Harmageddon gegen
die himmlische Armee des künftigen Eroberers und ewigen Herrschers Jesus Christus
detaillierter geschildert.
Aus jenen Kapiteln können wir auch ersehen dass sich diese Prophezeiungen noch
keinesfalls erfüllt haben, wie manche Auslegungen behaupten, da wir in der jüngeren
Geschichte noch keinen mächtigen Feldherrn mitsamt Heerscharen „auf den Bergen
Israels“ haben fallen sehen (Hes.39:4). Dieses Ereignis bleibt für die noch vor uns
liegende Schlacht von Harmageddon reserviert.

Aber es gibt noch weitere Merkmales des Antichristen und seines uns unmittelbar
bevorstehenden Reiches der Finsternis, über die uns die folgenden Kapitel des Buches
Daniels Aufschluss erteilen.
Der Antichrist - Teil 2

Zu der Zeit als Daniel das neunte Kapitel seines Buches schrieb, hatte sich bereits seine
Vorhersage aus dem zweiten und siebten Kapitel erfüllt, dass die Medo-Perser Babylon
erobern würden, denn Daniel lebte nun bereits mitsamt allen Bewohnern des ehemals
babylonischen Reiches unter der Herrschaft des medischen Königs Darius. Wir finden in
diesem Kapitel die erstaunliche Vorhersage des Jahres der Kreuzigung des Messias, die
bereits in der ersten Folge dieser Reihe ausführlicher behandelt wurde.
Gleich im Anschluss erhalten wir ein whichtiges Detail an Information über den
Antichristen, denn obwohl im vorhergehenden Vers die Rede von dem römischen
Vorgänger des Antichristen, der Kaiser Titus Flavius Vespasianus war, so wissen wir
aufgrund einer Aussage von Jesus selbst, dass sich die folgende Schriftstelle erst im
Antichristen, dem letzten Weltherrscherm kurz vor der Rückkehr Christi erfüllen wird.

Es ist hier die Rede von einem siebenjährigen Bund oder Abkommen, der an anderer
Stelle auch "der heilige Bund" genannt wird, was darauf hindeutet dass es sich hier um
ein Abkommen religiöser Art handeln wird, wie etwas ein Friedensabkommen zwischen
den führenden Weltreligionen - ein Bund den die Welt nie dringender gebraucht hat also
heute. Dieser Friedensvertrag zwischen - wie wir annehmen - Christentum, dem
jüdischen Glauben und Islam, wird es den Juden ermöglichen, ihren Tempel, der im Jahre
70 nach Christus zerstört wurde, wieder aufzubauen und die alten Opferrituale wieder
einzuführen. In der Mitte der sieben Jahre jedoch wird der Weltherrscher den Bund
brechen und das tägliche Opfer wieder abschaffen und anstelle des Tempels ein
sprechendes Abbild von sich selbst errichten, das von Daniel hier das "Greuel der
Verwüstung" genannt wird:

"Er wird aber vielen den Bund bekräftigen (bestätigen) eine Woche lang ("Shabua" =
"sieben," also 7 Jahre). Und in der Mitte der Woche (7 Jahre) wird er Schlacht- und
Speisopfer abschaffen. Und im Heiligtum (dem wiedererrichteten Tempel in Jerusalem)
wird stehen ein Greuelbild, das Verwüstung anrichtet, bis die beschlossene Vernichtung
sich darüber ergießen wird" (Daniel 9:27).

Die Auslegung dieses Verses lässt sich nur in Verbinding mit anderen Schriftstellen
festlegen.

Im elften Kapitel des Buches Daniel wird der "heilige Bund" vier mal erwähnt
(Dan.11:28, 30, 32) in Verbindung mit einem "verächtlichen Menschen" der sich als
Herrscher erheben wird und "sich durch Schmeicheleien des Königreichs bemächtigen
wird" (Dan.11:21). Wir wissen, dass es sich hier um den Antichristen handelt, da er die
selben Merkmale aufweist wie das kleine Horn in Daniel 7 und 8: "Und der König wird
tun was er will, und wird sich überheben und großtun gegen alles, was Gott ist. Und
gegen den Gott aller Götter wird er ungeheuerliches reden, und was er tut wird ihm
gelingen bis der Zorn vollendet ist, denn es muss geschehen, was beschlossen ist" (Dan.
11:36).

Wie in Daniel 9:27 finden wir auch hier Hinweise darauf dass sich das Wirken des
Antichristen auf eine bestimmte Zeit befristen wird, gefolgt vom Zorn Gottes und der
Vernichtung des antichristlichen Weltreiches.

In Kapitel 11 Vers 31 ist erneut die Rede vom geheimnisvollen Greuel der Verwüstung:
"Seine Heere werden... das Heiligtum (den Tempel) entweihen und das tägliche Opfer
abschaffen und das Greuel der Verwüstung aufstellen."

In Vers 45 wird die geographische Lage dieses Zerstörung bringenden Götzenbildes


bestätigt: "Und er wird die Zelte seines Palastes zwischen den Meeren errichten, auf dem
geheiligten Berg, aber es wird mit ihm ein Ende nehmen, und niemand wird ihm helfen."

Der heilige Berg, auch Zion oder Moriah genannt, befindet sich zwischen dem
Mittelmeer und dem Toten Meer, und sowohl Jesus, als auch Paulus, sowie Johannes
stellen es ausser Zweifel dass dies ser Ort sein wird, an dem Der Antichrist sein
Hauptquartier errichten wird.

Jesus verrät Seinen Jüngern in Matthäus 24, nachdem sie Ihn nach Zeichen fragen, die
Seine Wiederkehr ankündigen würden: "Wenn ihr sehen werdet das Greuelbild der
Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, vovon der Prophet Daniel sprach (wer das liest
merke auf)... dann wird große Trübsal herrschen, wie sie nicht gewesen ist nom Anfang
der Welt..." (Mat.24:15, 21)
In Offenbarung 13, einem der signifikantesten Kapitel über die Herrschaft des
Antichristen, finden wir dieses unheilbringende Wunderwerk der modernen Technik
wieder: In diesem Kapitel beschreibt Johannes den Antichristen als siebenköpfiges Tier
mit 10 Hörnern, einem großen Maul, das lästernde Dinge spricht und 42 Monate lang die
Gläubigen unterdrücken und über alle Nationen der Welt Macht ausüben wird. ein
zweites Tier "mit Hörnern wie ein Lamm," das aber redete "wie ein Drache" wird
augenscheinlich als Propagandaminister des Antichristen fungieren und "macht, dass die
Erde und die darauf wohnen, das erste Tier (den Antichristen) anbeten" (Vers 12).

"Und es verführt, die auf Erden wohnen, durch die Zeichen, die zu tun... ihm Macht
gegeben ist, und sagt denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild machen sollen dem
Tier ... Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit
das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht
anbeteten, getötet würden." (Offenbarung 13:14, 15).

Es gibt verschiedene Auslegungen dieser Schriftstellen, sowie Spekulationen darüber wer


dieses Tier, der Antichrist, sein sollte. Manche Glaubensgruppierungen behaupten, es
handle sich hier um den jeweils regierenden Papst, wiederum andere es ginge hier um
andere Charaktere aus der Geschichte wir römische Kaiser die Christen verfolgten, oder
sogar Ereignisse die noch weiter zurück in der Geschichte gehen.

Dennoch wäre es uns sicher allen aufgefallen wenn ein Mann der über alle Völker und
Nationen herrschte, (auf den zudem noch ein tödliches Attentat verübt wurde von
welches er überlebte) ein redendes Abbild von sich selbst hätte errichten lassen, das alle
Völker der Erde anbeten sollten, und welches gleichzeitig die Macht gehabt hätte, alle,
die sich dazu weigerten, töten zu lassen.

Bilder sprechen zu lassen ist eine Fähigkeit die die Menschheit erst in den letzten 100
Jahren erworben hat, und selbst wenn es in den letzten hundert Jahren Persönlichkeiten
gegeben haben mag, in denen sich einzelne jener antichristlichen Eigenschaften erfüllten,
so gab es dennoch bisher niemanden, in dem sich all diese Eigenschaften erfüllt hätten.
Vor allem niemanden, der die Herrschaft über die gesamte Erde ausgeübt hätte.

Und ein weiteres geschichtliches Ereignis wird den Antichristen und seinen
Propagandamisnister als ein Gespann auszeichnen, das die Weltgeschichte bisher nocht
nicht gesehen hat, da es das Bargeldsystem auf dem unsere momentane Wirtschaft
basiert, durch ein bargeldloses Kreditsystem ersetzen wird, das selbst heutige
Kreditkarten überflüssig machen wird:

"Und es macht, dass alle, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien
und Sklaven, sich ein Malzeichen machen lassen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn,
und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Malzeichen hat..."
(Offb.13:16, 17).

Solange wir also noch in unseren Supermärkten mit Bargeld bezahlen können, und in
Tempeln, Kirchen, Synagogen und Moscheen noch frei unseren Glaubensrichtungen
nachgehen dürfen, wissen wir, dass der Antichrist noch nicht regiert. Was jedoch, wenn
es zu einer weltweiten Wirtschaftskrise käme, ähnlich wie die der 30er Jahre, mit der
manche Finanzanalytiker den Börsensturz von 2008 verglichen haben? Was wenn
religiöse Spannungen durch die Konflikte im nahen Osten die Welt an den Rand des 3.
Weltkrieges treiben oder eine andere globale Krise die Welt an den Rand der
Verzweiflung treibt?

Welches Szenario wird die Welt bereit machen für die Lösungen die der Antichrist zu
bieten hat: einen "heiligen Bund" und Friedensvertrag zwischen den Weltreligionen und
ein bargeldloses und somit krisenfestes Weltwirtschaftssystem, sowie eine alle Länder
der Welt vereinende Universalideologie?
Und wie kann man sich auf diese Zeit vorbereiten, von der man ebenso sicher sein kann,
dass sie eintreten wird, wie sich auch die Prophezeiungen über die vorangegangenen
Weltreiche der Geschichte erfüllt haben...?

Wie selbst das scheinbar perfekteste Weltregierungssystem das der Mensch zustande
bringen wird, ebenfalls seine Tücken haben wird und sich als nicht das entpuppen wird
was sich die Bürger der neuen Weltordnung davon erhoffen werden, möchten wir in
künftigen Folgen dieser Reihe behandeln.
Der Antichrist, Teil 3 - Wer ist der Antichrist?

19 biblische Merkmale des Antichristen

Es gibt zahlreiche Spekulationen und Auslegungen darüber wer der Antichrist sein könnte oder
hätte sein können, manche die man vielleicht ernst nehmen könnte, andere weniger.

Oftmals wird bei solchen Spekulationen ein wichtiger Faktor ausgelassen, speziell bei solchen
Auslegungen in denen er mit einer Persönlichkeit aus der Vergangenheit identifiziert wird:

Das Ende der Regierung des Antichristen, sowie seines Lebens werden durch die übernatürliche
Wiederkehr von Jesus Christus zu Beginn Seines ewigwährenden Reiches auf Erden ausgelöst,
wie aus zahlreichen Schriftstellen ganz klar hervor geht.

In dieser Folge unserer Reihe von Studien über Bibelprophezeiungen über den Antichristen und
sein Reich wollen wir seine wichtigsten Merkmale zusammenfassen, sowie weitere Hinweise
über seine Machenschaften unter die Lupe nehmen.

(Merkmal Nr. 1 des Antichristen: ein düsteres Gesicht)

In der englischen King James Version der Bibel, die wir aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit
hauptsächlich als Quelle für die Schriftstellen aus dem Alten Testament benutzen heisst es zum
Beispiel, dass der Antichrist ein strenges oder zorniges Gesicht haben wird:

„Und zur letzten Zeit, ... wenn die Sünder ihr volles Mass erreicht haben werden, wird ein König
finsteren Angesichts aufstehen, ein Verständiger dunkler Verse“ (Daniel 8:23).

In Daniel 11:21 wird er auch als „üble“ oder „böswillige“ Person dargestellt.
(Merkmal Nr.2: Er wird vorgeben, sich für den Frieden einzusetzen)

„Durch Frieden wird er viele vernichten“ (Daniel 8:25).

„Er wird sich friedsam Zutritt verschaffen und das Königreich durch schmeichelhafte Worte
einnehmen“ (Daniel 11:21).

„Er wird friedsam selbst in den üppigsten Teilen der Provonz einkehren“ (Daniel 11:24).

Allerdings stellt Daniel auch klar, dass es sich hier keinesfalls um aufrichtige Motive handelt:

(Merkmal Nr.3: Der Antichrist wird sich durch betrügerische Machenschaften auszeichnen)

„Er wird betrügerisch handeln“ (Dan.11:23).

„An einem Tisch werden sie sich einander belügen“ (Dan.11:27).

„Jene, die böses gegen den (heiligen) Bund im Schilde führen, wird er durch Schmeicheleien
verderben“ (Dan.11:32).

Wir können auch annehmen, dass dieser „helige Bund“, bei dem es sich wahrscheinlich um ein
Friedensabkommen zwischen den vorherrschenden Weltreligionen, vor allem aber zwischen
Islam und Judaismus handelt, eines der ersten Weltereignisse sein wird, durch die der Antichrist
weltweite Aufmerksamkeit erlangen wird.

(Merkmal Nr. 4: der heilige Bund)

„Er wird das Bündnis mit vielen für eine Woche (7 Jahre) bekräftigen“ (Dan.9:27)

„Auch der Fürst des Bundes wird vor ihm zu Fall kommen“ (Dan.11:24)

„Seine Absichten werden gegen das heilige Bündnis sein“ (Dan.11:28)

„Er wird sich gegen den heiligen Bund erzürnen“ (Dan.11:30)

Ein weiteres Merkmal des Antichristen und dessen Ideologie oder Politik werden deren
sozialistische Züge sein:

(Merkmal Nr. 5: Sozialistische Züge)

„Er wird durch ein geringes Volk Macht erlangen“ (Dan.11:23)

„Er wird unter ihnen den Raub, die Beute und Reichtümer auswerfen“ (11:24).

„Er wird das Land zur Nutzung verteilen“ (11:39).

Viele Bibelgelehrte spekulieren, dass das „geringe Volk“ durch das der Antichrist Macht erlangen
wird, das jüdische Volk sein könnte, da auch angenommen wird, dass der Großteil des jüdischen
Volkes den Antichrist als ihren Messias anerkennen werden, wie auch Jesus im
Johannesevangelium prophezeit:
„Ich bin im Namen Meines Vaters gekommen, und ihr nehmt Mich nicht auf;

wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen“ (Joh.5:43).

Aus den Prophezeiungen in Daniel Kapitel 7 die wir bereits erörtert haben, sowie aus Stellen in
der Offenbarung geht hervor dass der Antichrist die Unterstützung von zehn Königen oder
Nationen bekommen wird:

(Merkmal Nr. 6: 10 politische Führer und deren Nationen werden ihm hörig sein)

„Und die zehn Hörner... sind 10 Könige die aufkommen werden: und ein weiterer wird nach ihnen
aufkommen, anders als die ersten, und er wird drei von ihnen unterwerfen“ (Dan.7:24)

„Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Königreich
empfangen haben, aber mit dem Tier (dem Antichrist) kurze Zeit Macht wie Könige empfangen
werden. Diese sind einer Gesinnung und geben ihre Kraft und Macht dem Tier.“ (Offenbarung
17:12, 13).

Ähnlich wie um die Person des Antichristen selbst kursieren auch um jene 10 Könige oder
Machthaber die mit ihm verbündet sein werden, verschiedene Theorien darüber wen oder was
sie darstellen könnten, von denen die populärste und am weitesten verbreitete und anerkannte
wahscheinlich die ist, dass es sich hier um die 10 führenden und militärisch und wirtschaftlich
Ausschlag gebenden Nationen der Europäischen Union und ihre Führer handelt.

(Merkmal Nr.7: Ein Attentat wird auf ihn verübt)

Im 13. Kapitel der Offenbarung wird der Antichrist als die Personifizierung aller vorangegangenen
Weltmächte vom ägyptischen bis zum römischen Reich dargestellt. Jedes Weltreich wird durch
den Kopf eines sieben-köpfigen Monsters mit 10 Hörnern dargestellt, wobei wir davon ausgehen,
dass das siebte Haupt, symbolisch für das Reich des Antichristen, auch jenes mit den 10 Hörnern
ist, da wir später erfahren, dass es sich bei den 10 Hörnern um eben jene 10 Könige oder
Machthaber handelt, die sich mit dem Antichristen verbünden werden.

Und auch die nächste Aussage kann sich nur auf das siebte Haupt beziehen:

„Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tod verwundet. Und seine Todeswunde wurde geheilt,
und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her“ (Offb.13:3).

Obwohl es für diese Stelle verschiedene Auslegungen gibt, erfahren wie an anderer Stelle, die
wir etwas später behandeln werden, dass es sich hierbei direkt um den Antichristen handelt, der
tödlich verwundet, und doch von seiner Wunde geheilt wurde.

(Merkmal Nr. 8: Der Antichrist wird in der Macht Satans handeln)

Wer Schwierigkeiten dabei hat, sich vorzustellen wie ein einzelner Mann die Personifizierung von
7 Weltreichen sein kann, muss bedenken, dass es sich hier nicht um einen normalen Mann
handelt, sondern um die Inkarnation dessen, den die Bibel bereits vor 2000 Jahren den „Gott
dieser Welt“ nannte (2.Kor.4:4).

Auch als Satan Jesus in der Wildnis versuchten und Ihm Macht über alle Königreiche der Welt
versprach, sagte er, dass er dazu befugt sei, da diese ihm in seine Hand gegeben seien (Lukas
4:5,6).
Daher ist es nicht all zu überraschend dass der mächtigste Befehlshaber aller Zeiten ein Mann
sein wird, der zumindest in den letzten 3 ½ Jahren seines Lebens vom Teufel besessen sein
wird. Die Bibel sagt,

„Und seine Macht wird stark sein, aber nicht durch seine eigene Macht” (Dan.8:24).

„Und der Drache (Satan, s. 12:9) gab ihm seine Macht, seinen Sitz, und hohe Autorität“
(Offb.13:2).

(Merkmal Nr.9: der Antichrist entpuppt sich als Kriegstreiber)

Obwohl der Antichrist als Friedenstifter auf die Bühne der Weltpolitik treten wird, wird sich jedoch
heraus stellen dass sein wahres Potenzial in der Kunst, Krieg zu führen liegen wird, wie die Bibel
an mehreren Stellen verkündet:

„Er wird seine Macht ... mit einer großen Armee gegen den König des Südens (Israel?) erheben“
(Dan.11:25)

„Waffen werden ihm zur Seite stehen“ (Dan.11:31).

„Er wird den Gott der Kräfte ehren“ (Dan.11:38).

„Er wird in die Länder einfallen, ... auch in das gelobte Land, ... viele Länder werden unterworfen
werden“ (Dan.11:41).

„Er wird mit rasendem Zorn ausziehen um zu zerstören und viele ganz und gar zu vernichten“
(Dan.11:44).

Somit ist es dann auch keine allzu große Überraschung mehr, dass er letztendlich auch das
siebenjährige heilige Bündnis des Friedens mit und zwischen den führenden Religionen nach
bereits 3 ½ Jahren brechen wird:

(Merkmal Nr. 10: Er bricht das heilige Bündnis)

„In der Mitte der Woche (7 Jahre) wird er den Opferbräuchen Einhalt gebieten“ (Dan.9:27).

Hieraus geht auch hervor, dass durch das heilige Bündnis die jüdischen Opferrituale, und somit
auch der jüdische Tempel in Jerusalem wieder hergestellt sein müssen, denn um sie wieder zu
verbieten, müssen sie ja zuerst wieder eingeführt worden sein.

Es finden sich auch noch weitere Bestätigungen dafür, dass der jüdische Tempel wieder
aufgebaut sein wird, jedoch durch den Antichristen nach dem Bruch des Bundes auf grausame
Art zweckentfremdet werden wird:

(Merkmal Nr. 11: Der AC richtet sein Hauptquartier in Jerusalem ein)

„Er wird die Zelte seines Palastes zwischen den Meeren (dem Roten Meer u. Dem Mittelmeer),
auf dem verehrten heiligen Berg (Moriah oder Zion, der Tempelberg in Jerusalem) aufschlagen“
(Dan.11:45).

(Merkmal Nr.12: Sein Propagandaminister)


In Offenbarung 13, einem der interessantesten Kapitel der Bibel über den Antichrist, taucht eine
zweite Persönlichkeit auf, die hier „der falsche Prophet“ genannt wird, jedoch in ihrer Funktion
eher der eines Propagandaministers oder Pressesprechers nahe kommt, mit dem Unterschied,
dass dieser Public Relations Agent übernatürliche Fähigkeiten besitzen wird..

„Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem
Lamm, und es redete wie

ein Drache. Und die ganze Macht des ersten Tieres übt es vor ihm aus, und es veranlasst die
Erde und die auf ihr wohnen,

dass sie das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde geheilt wurde. Und es tut grosse
Zeichen, dass es selbst Feuer vom Himmel vor den Menschen auf die Erde herabkommen lässt;
und es verführt die, die auf Erden wohnen, aufgrund der Wunder die

vor dem Tier zu tun ihm gegeben wurde, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dem Tier,
das die Wunde des Schwertes hat

und [wieder] lebendig geworden ist, ein Abbild zu machen.“ (Offb.13:11-14)

Obwohl es sich hier eindeutig um eine Person handelt, beschreibt Johannes unter der Eingebung
des heiligen Geistes diesen Mann, evenso wie die Person des Antichristen, als Tier oder
Monstrum, was vielleicht darauf hindeuten soll, dass das innere und geistige Wesen hinter der
Person nicht rein menschlicher Natur ist.

Die Beschreibung der „zwei Hörner wie ein Lamm“ mögen vielleicht Aufschluss darüber geben,
dass es sich hier nach aussen hin um eine Person handelt die einen unschuldigen, harmlosen
Eindruck vermittelt, aber gleichzeitig redet wie ein Drache, also teuflische Worte ausspricht.

Die Tatsache dass dieser Propagandaminister die Weltbevölkerung dazu veranlasst, den
Antichrist anzubeten bestätigt weiterhin dass zu diesem Zeitpunkt andere Religionen und
Ideologien abgeschafft werden, und die Ideologie der Neuen Weltordnung als die einzig geltende
eingesetzt wird, mit ihrem Führer als einzige anerkannte Gottheit.

Hier sehen wir auch die Bestätigung dafür dass der Antichrist von einer tödlichen Wunde geheilt
wurde.

Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen und zu beweisen dass er übernatürliche Autorität und
Macht besitzt, unterstreicht der Propagandaminister seine Erlasse mit Wunderzeichen wie Feuer
vom Himmel, und veranlasst schließlich, dass dem großen Führer der Welt ein Abbild erbaut
werde.

(Merkmal Nr. 13: Das sprechende Abbild)

„Und es wurde ihm gegeben, dem Bilde des Tieres Leben zu geben, auf daß das Bild des Tieres
auch redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten”
(Offb.13:15)

Auch Daniel schrieb über 500 Jahre zuvor darüber:

“Sie werden das Heiligtum entweihen, und werden das tägliche Opfer abschaffen und das Greuel
der Verwüstung aufstellen” (Dan.11:31).
„Greuel der Verwüstung“ ist der Name des Abbilds des Antichristen den Daniel ihm gab, und wird
auch so von Jesus in Martthäus 24 zitiert. Ein Greuel ist etwas als widerwärtig und abstoßend
empfundenes, und die Tatsache, dass es Greuel der Verwüstung genannt wird deutet darauf hin,
dass dieses sprechende und Gott widerwärtige Abbild des Antichristen das von den Bürgern der
Neuen Weltordnung angebetet werden soll, durch seine Worte und Befehle die es erteilt, viel
Zerstörung anrichten wird.“

(Merkmal Nr. 14: Ein gotteslästerliches Mundwerk)

„Und ich sah, an dem Horn waren Augen wie Menschenaugen, und ein Mund der große Dinge
redete“ (Dan.7:8)

„Er wird große Worte gegen den Allerhöchsten reden“ (Dan.7:25)

„Und es wurde ihm ein Mund gegeben, der große Dinge und Lästerungen redete...

Und sprach Lästerungen aus gegen Gott und Seinen Namen und gegen den Himmel und seine
Bewohner.“ (Offb.13:5, 6).

(Merkmal Nr. 15: Die bargeldlose Wirtschaftsordnung)

Eine weitere Funktion des Propagandaministers oder Sprachrohrs des Antichristen wird sein,
dass er eine neue und letzte Wirtschaftsordnung einführen wird, in der Bargeld durch ein
Malzeichen in Hand oder Stirn ersetzt wird, ohne welches niemand etwas kaufen oder verkaufen
kann:

„Und es bringt alle dazu, die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, und die Freien
und die Knechte, dass sie ein Malzeichen annehmen das man ihnen gebe an ihre rechte Hand
oder an ihre Stirn; und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das
Malzeichen hat“ (Offb.13:16, 17).

(Merkmal Nr.16: Er erklärt sich selbst als Gott)

„Er wird sich selbst über jeden Gott erheben...

Und er wird weder den Gott seiner Väter noch irgendeinen Gott anerkennen, sondern er wird sich
selbst über alles erheben“ (Dan.11:36, 37).

Auch der Apostel Paulus hatte prophetisches Wissen über den Antichrist:

„Lasst euch von niemand auf irgend eine Weise verführen, denn der Tag (des Herrn) kommt
nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall komme und offenbart worden sei der Mensch der Sünde,
der Sohn des Verderbens, welcher widersteht und sich selbst erhöht über alles, was Gott heißt
oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst
darstellt, daß er Gott sei “ (2.Thessalonicher 2:3,4).

Auch hier wird bestätigt dass Jerusalem und der wiedererbaute jüdische Tempel der Hauptsitz
des Antichristen sein werden.

(Merkmal Nr. 17: Krieg gegen die Heiligen – weltweite Verfolgung Andersgläubiger)

„Ich sah, wie das Horn Krieg gegen die Heiligen führte und sie besiegte“ (Dan.7:21).
„Er wird das Volk der Heiligen vernichten...

Und gegen den Fürsten der Fürsten (Jesus Christus) wird er sich auflehnen“ (Dan.8:24).

„Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin, Krieg zu führen mit denen, welche die
Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben“ (Offb.12:17)

„Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden“
(Offb.13:7).

Diese Zeit der weltweiten Verfolgung all derer die sich weigern den Antichrist anzubeten und sein
Malzeichen anzunehmen, und stattdessen an ihrem Glauben an den wahren Gott festhalten, wird
in der Bibel „die große Trübsal“ genannt. Wir finden auch zahlreiche Stellen an denen uns gesagt
wird genau wie lange diese Schreckensperiode anhalten wird: 3 ½ Jahre, oder genau 1260 Tage.

(Merkmal Nr.18: Die große Trübsal)

„Er wird danach trachten, Zeiten und Gesetze zu verändern, und sie werden in seine Hand
gegeben werden für eine Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit (1 Jahr + 2 Jahre + ½ Jahr)“ (Dan.7:25).

„Es wird eine Zeit der Drangsal sein, dergleichen nicht gewesen ist, seitdem eine Nation besteht
bis zu jener Zeit “ (Dan.12:1).

Auch Jesus sagt die Große Trübsal voraus:

„Wenn ihr nun das Greuel der Verwüstung, von welchem durch Daniel, den Propheten, geredet
ist, stehen seht am heiligem Ort (wer es liest, der merke auf), ... dann wird große Trübsal
herrschen, dergleichen von Anfang der Welt bis dahin nicht gewesen ist, noch je sein wird“
(Matth.24:15, 21).

„Und das Weib (die Kirche/Braut Christi) floh in die Wüste, wo Gott ihr eine Stätte bereitet hat, auf
dass man sie dort ernähre tausendzweihundertsechzig Tage. ...

Und es wurden dem Weibe die zwei Flügel des großen Adlers gegeben, auf dass sie in die
Wüste fliege, an ihre Stätte, woselbst sie ernährt wird eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit,
fern von dem Angesicht der Schlange. “ (Offb.12:6, 14).

„Und es wurde ihm (dem AC) Macht gegeben, zweiundvierzig Monate zu wirken“ (Offb.13:5)

(Merkmal Nr.19: Ein jähes Ende durch Jesus Christus)

Während all die vorhergegangenen Merkmale des Antichristen, der sicherlich Prototypen und
Vorgänger in der Geschichte hat, durch großzügige Interpretation und Auslegung in verschiedene
Epochen der Verhangenheit verlegt werden können, so lässt dieses nächste Merkmal keinen
Zweifel daran dass die endgültige Erfüllung all dieser Prophezeiungen noch vor uns liegt, da der
ultimative und letzte Antichrist, der die Welt wie wir sie kennen in einer Schreckensherrschaft von
3 ½ Jahren unmittelbar vor der Wiederkehr Christi regieren wird, durch dessen Erscheinen den
Tod finden wird, in einer Schlacht, an die sich die Welt gewiss erinnern würde, wenn sie bereits
stattgefunden hätte: die berüchtigte Schlacht von Harmageddon.

„Er wird ohne Menschenhand vernichtet werden“ (Dan.8:25).


„Er wird zu seinem Ende kommen, und niemand wird ihm helfen“ (Dan.11:45).

„Auf den Bergen Israels wirst du fallen, du und alle die mit dir sind; ...

auf freiem Felde sollst du fallen. Denn ich habe geredet, spricht der Herr“ (Hesekiel 39:4, 5).

„Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus töten wird durch den Hauch
Seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft, ihn, dessen Kommen in
der Macht Satans steht, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge“
(2.Thessalonicher 2:8, 9).

„Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet, der mit ihm war, der die Zeichen vor
ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild
anbeteten – und es wurden die zwei in den See aus Feuer geworfen, der mit Schwefel brennt“
(Offb.19:20).

Wir wissen, dass der Antichrist noch nicht regiert hat, weil sein Ende den Anfang einer neuen
Welt mitbringen wird, so wie es Gott schon Seinem Propheten Daniel durch den Traum
Nebucchadnezzars offenbarte, den wir in unserer ersten Studie über die Prophezeiungen der
Endzeit darlegten: Am Ende der Weltreiche des Menschen wird der Gott des Himmels ein Reich
errichten, das nie untergehen wird, unter einem Herrscher der wahrlich gerecht regieren wird und
von dem wir wissen dass Er uns liebt.

Woher? Weil Er für uns gestorben ist. Alles was wie tun müssen um jenes Reich Gottes zu
erleben ist, das Opfer anzunehmen, das Jesus Christus, das Lamm Gottes, für uns am Kreuz
brachte, wie es von Anfang an vorbestimmt war.

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn gab, damit alle die an Ihn
glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (Joh.3:16).

Wenn Du dieses Geschenk annehmen möchtest, brauchst du nichts weiter zu tun als Jesus zu
sagen, „Ich will.“