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FACHHOCHSCHULE DÜSSELDORF - FACHBEREICH WIRTSCHAFT -

Fach:

Buchführung (nur zu Übungszwecken!!!)

Fachbereich: 07

Prüfer:

Prof. Dr. Graetz

 

Bearbeitungszeit:

120 Minuten

 

Hilfsmittel:

unkommentiertes HGB, nicht programmierbarer Taschenrechner

Aufgabe

Geben Sie zu den innerhalb der Aufgaben angegebenen Geschäftsvorfällen des Geschäftsjahres 05 1 der zum Vorsteuerabzug berechtigten Möbelfabrik Holzer (Einzelunternehmen) die jeweiligen Buchungssätze an. Nutzen Sie hierzu ausschließlich die beigefügten Lösungsblätter, indem Sie dort in den jeweiligen Feldern

1. die Nummer der betreffenden Aufgabe,

2. die Kontonummern für Soll und Haben angeben,

3. die Buchungsbeträge in EUR für Soll und Haben angeben und

4. die Auswirkungen der Buchungssätze auf den Gewinn und das Eigenkapital in EUR darstellen (jeweils Angabe von Betrag mit Vorzeichen notwendig; sofern sich keine Auswirkungen ergeben, ist eine Null einzutragen).

Verwenden

Lösungsblätter. Lösungen, die in den Aufgabenblättern angegeben werden, finden bei der Bewertung keine Berücksichtigung.

beigefügten

Sie

für

Ihre

Lösungen

ausschließlich

die

Bei der Bewertung werden nur vollständige Buchungssätze (Kontonummern und Buchungsbeträge) berücksichtigt!

Sofern Sie zu dem Ergebnis kommen, dass keine Buchung notwendig ist, vermerken Sie in dem betreffenden Lösungsfeld „Keine Buchung“.

Im Bereich der Beschaffung und des Verbrauchs von Werkstoffen erfolgt eine bestandsorientierte Verbuchung.

Verwenden Sie für die Buchungen die Kontonummern der auf dem beiliegenden Blatt angegebenen Konten. Sollten weitere Konten erforderlich sein, tragen Sie die Kontobezeichnungen anstelle der Kontonummer ein.

Legen Sie Ihren Lösungen die aktuelle Rechtslage zugrunde.

1

1.

Beschaffung und Verbrauch (bestandsorientierte Verbuchung)

1.1.

Eingangsrechnung ER 123 über den Einkauf von Rohstoffen im Gesamtwert von netto EUR 3.690,00 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.

1.2.

Die unter Punkt 1.1. erfasste Eingangsrechnung ER 123 über den Einkauf von Rohstoffen wird durch Banküberweisung ohne Abzug von Skonto gezahlt.

1.3.

Über den Einkauf von Holzleim erhält die Firma Holzer die Eingangsrechnung ER 345 mit folgendem Inhalt: Listenpreis gesamt netto EUR 2.750,00 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Der vereinbarte Rabatt von 20 % wird in der Rechnung sofort abgezogen.

1.4.

Über den Bezug von 1.000 Stücken Buchenfurnierplatten erhält die Firma Holzer die ER 567 mit folgendem Inhalt: Listenpreis je Stück netto EUR 112,35. Zudem werden Kosten der Verpackung von gesamt netto EUR 380,00, Frachtkosten von gesamt netto EUR 1.620,00 sowie die gesetzliche Umsatzsteuer berechnet.

1.5.

Von dem Spediteur erhält die Firma Holzer die Rechnung zu der unter Punkt

1.3. genannten Lieferung von Holzleim über brutto EUR 243,95 einschließlich

19

% Umsatzsteuer.

1.6.

Der Lieferant von Rohstoffen erteilt eine Gutschrift aufgrund der Bonusvereinbarung über netto EUR 2.914,00 zuzüglich Umsatzsteuer.

1.7.

Aufgrund einer Mängelrüge wegen Qualitätsmängeln gewährt der Lieferant von Waren (die sich noch im Bestand befinden) einen Preisnachlass in Höhe von netto EUR 4.738,00 zuzüglich Umsatzsteuer.

1.8.

Der Werkstoffverbrauch wird aufgrund von Material-Entnahmescheinen ermittelt und gebucht. Laut vorliegender Material-Entnahmescheine ist Holzleim mit einem Wert von netto EUR 2.860,00 dem Lager entnommen worden.

1.9.

Beschädigte Betriebsstoffe werden an den Lieferanten zurück gesendet. Der

Lieferant erteilt eine Gutschrift in Höhe von brutto EUR 4.130,00 einschließlich

19

% Umsatzsteuer.

1.10.

Die Inventur der Unfertigen Erzeugnisse ergab einen Bestand von EUR 48.600,00. Dagegen betrug der Bestand am Jahresanfang EUR 50.800,00; dieser Wert ist auf dem betreffenden Konto im Soll gebucht. Buchen Sie die Bestandsveränderung und schließen Sie den Inventurbestand in das Schlussbilanzkonto ab.

2

2.

Absatz

2.1

Die Ausgangsrechnung AR 987 über den Zielverkauf von Büromöbeln zum Listenpreis von gesamt netto EUR 52.640,00 zuzüglich Umsatzsteuer wird nach Auslieferung versendet.

2.2

Die Ausgangsrechnung AR 987 unter Punkt 2.1. wird vom Kunden unter Abzug von 2% Skonto durch Banküberweisung ausgeglichen.

2.3

Über die Lieferung von Küchenmöbeln wird die Ausgangsrechnung AR 988 mit folgendem Inhalt versendet: Nettowert EUR 31.240,00 zuzüglich verauslagter Frachtkosten von netto gesamt EUR 560,00 sowie Umsatzsteuer.

2.4

Die Ausgangsrechnung AR 988 unter Punkt 2.3. wird vom Kunden ohne Skontoabzug durch Banküberweisung ausgeglichen.

2.5

Ausgangsrechnung AR 675 über die Lieferung von 23 Kleiderschränken zum Listenpreis je Stück von netto EUR 1.660,00 zuzüglich Umsatzsteuer. Der Großabnehmerrabatt von 10 % wird in der Rechnung direkt zum Abzug gebracht.

2.6

Wegen Falschlieferung sendet ein Kunde erhaltene Möbel zurück und erhält von der Firma Holzer eine Gutschrift von netto EUR 5.406,60 zuzüglich Umsatzsteuer.

2.7

Die Eingangsrechnung des Spediteurs über netto EUR 560,00 zuzüglich Umsatzsteuer geht ein. Es handelt sich um die Rechnung für die Ausgangsfracht zu der Lieferung unter Punkt 2.3.

2.8

Einem Großkunden sendet die Firma Holzer die Gutschriftsanzeige über einen Bonus in Höhe von brutto EUR 2.016,10 inkl. 19 % Umsatzsteuer.

2.9

Aufgrund einer berechtigten Mängelrüge ihres Kunden versendet die Firma Holzer eine Gutschrift in Höhe von netto EUR 621,30 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.

3.

Umsatzsteuer

3.1.

Auf den Konten Vorsteuer und Umsatzsteuer ergeben sich zum Ende des Monats Dezember 05 folgende Salden:

Soll

Umsatzsteuer Haben

Vorsteuer:

28.000,00 EUR 66.000,00 EUR

Ermitteln Sie buchhalterisch die Zahllast bzw. die Forderung.

3

4.

Privatentnahmen und Privateinlagen

4.1.

Die Firma Holzer erhält die betriebliche Telefonrechnung für den Monat August 05 über netto EUR 3.910,00 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Der nach- gewiesene private Nutzungsanteil beträgt 20 %. Buchen Sie zunächst die Rechnung und anschließend die private Nutzung.

4.2.

Für seinen privaten Lebensunterhalt überweist der Inhaber der Möbelfabrik Holzer, Herr Franz Holzer, einen Betrag von EUR 5.000,00 vom betrieblichen Bankkonto auf sein Privatkonto.

4.3.

Einen hergestellten Wohnzimmerschrank mit einem Nettowert von EUR 4.230,00 lässt der Inhaber der Möbelfabrik Holzer, Herr Franz Holzer, in seinem Privathaus aufstellen.

4.4.

Die Nachzahlung von privater Einkommensteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag des Franz Holzer für Vorjahre in Höhe von 6.920,00 EUR erfolgt über das betriebliche Bankkonto.

5.

Finanz- und Zahlungsbereich

5.1.

Aufgrund ihrer verbindlichen Bestellung einer speziell angefertigten Fräsmaschine erhält die Möbelfabrik Holzer im März 05 eine Anzahlungs- rechnung ihres Lieferanten über netto EUR 16.000,00 zuzüglich 19 % Umsatz- steuer. Der Bruttobetrag wird umgehend überwiesen.

5.2.

Die Fräsmaschine (Punkt 5.1.) wird am 19. September 05 geliefert und montiert. Die Gesamtrechnung ER 999 lautet über brutto EUR 102.340,00 einschließlich 19 % Umsatzsteuer. Den Restbetrag überweist die Firma Holzer am 30. Oktober 05 ohne Skontoabzug. Buchen Sie zunächst die Gesamt- rechnung und danach die Abwicklung der Anzahlung (Punkt 5.1.) sowie die Restzahlung.

5.3.

Zur Finanzierung der neuen Fräsmaschine hat die Möbelfabrik Holzer bei ihrer Hausbank am 1. Juli 05 ein Fälligkeitsdarlehen in Höhe von EUR 100.000,00 mit einer Laufzeit von 10 Jahren aufgenommen. Die Zinsen in Höhe von 6,0 % p.a. werden jeweils monatlich vorschüssig gezahlt. Die Bank berechnet ein Disagio von 2 % des Rückzahlungsbetrags und zahlt den verbleibenden Betrag von EUR 98.000,00 aus. Das Disagio soll gleichmäßig auf die Nutzungsdauer verteilt werden. Neben der Darlehnsauszahlung sind auch die Zinsen für den Monat Dezember 05 zu buchen.

5.4.

Aufgrund einer erhaltenen Bestellung von Möbeln sendet die Firma Holzer am 23. Dezember 05 ihrem Kunden eine Anzahlungsrechnung im Nettowert von EUR 56.180,00 zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Die Auslieferung der Möbel durch die Firma Holzer soll erst im Folgejahr erfolgen. Auf dem Bankkonto geht der Bruttobetrag am 26. Dezember 05 ein.

4

6.

Sachanlagen

6.1.

Am 8. November 05 erwirbt die Möbelfabrik Holzer eine Hobelmaschine auf Ziel. Der Preis beträgt netto EUR 115.630,00 zuzüglich Frachtkosten von netto EUR 1.470,00 sowie Umsatzsteuer. Buchen Sie den Erwerb.

6.2.

Berechnen und buchen Sie die lineare Abschreibung der unter Punkt 6.1. genannten Maschine für das Jahr 05. Gehen sie von einer betriebsgewöhn- lichen Nutzungsdauer von 10 Jahren aus.

6.3.

Berechnen und buchen Sie die höchstmögliche degressive Abschreibung (im Sinne des § 7 Abs. 2 EStG) der unter Punkt 6.1. genannten Maschine für das Jahr 05.

6.4.

Barkauf eines Faxgerätes im Januar 05 zum Preis von brutto EUR 118,15 inkl. 19 % Umsatzsteuer. Buchen Sie den Kauf und die höchstmöglichen Abschreibungen für das Jahr 05 (Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre). Gehen Sie davon aus, dass es im Geschäftsjahr keine weiteren Zugänge bei geringwerti- gen Wirtschaftsgütern mit einem Nettowert von bis zu EUR 1.000,00 gegeben hat.

6.5.

Die Möbelfabrik Holzer veräußert am 8. August 05 eine alte Hobelmaschine zum Preis von netto EUR 2.600,00 zuzüglich Umsatzsteuer und versendet hierzu eine Rechnung. Zum Zeitpunkt des Ausscheidens beträgt der zutreffend ermittelte Restbuchwert der Maschine noch EUR 560,00.

7.

Diverse Geschäftsvorfälle

7.1.

Zinsen in Zusammenhang mit der Erstattung privater Einkommensteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag des Franz Holzer für Vorjahre in Höhe von EUR 156,00 werden dem betrieblichen Bankkonto gutgeschrieben.

7.2.

Für die Reparatur des Daches des Betriebsgebäudes erhält die Firma Holzer die Eingangsrechnung ER 1325 über netto EUR 629,30 zuzüglich Umsatz- steuer.

7.3.

Abbuchung der Zinsen für einen betrieblichen Kredit vom Bankkonto in Höhe von EUR 360,10.

7.4.

Überweisung der Grundsteuer für das betrieblich genutzte Grundstück in Höhe von EUR 860,00 vom betrieblichen Bankkonto.

5

Kontennummern und -bezeichnungen:

Bestandskonten:

0700

Technische Anlagen und Maschinen

3001

Privatkonto

0890

Geringwertige Vermögensgegenstände

   

0900

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen

   

2000

Rohstoffe/Fertigungsmaterial

4200

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2001

Bezugskosten Rohstoffe/Fertigungsmaterial

4250

Langfristige

Bankverbindlichkeiten

2002

Nachlässe Rohstoffe/Fertigungsmaterial

4300

Erhaltene Anzahlungen

2020

Hilfsstoffe

4400

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2021

Bezugskosten Hilfsstoffe

4800

Umsatzsteuer

2030

Betriebsstoffe

   

2032

Nachlässe Betriebsstoffe

   

2100

Unfertige Erzeugnisse

   

2280

Waren

   

2282

Nachlässe Waren

   

2400

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

   

2600

Vorsteuer

   

2800

Guthaben bei Kreditinstituten (Bank)

   

2880

Kasse

   

2900

Aktive Rechnungsabgrenzung

   

Erfolgskonten:

 

5000

Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse

6000

Aufwendungen für Rohstoffe/Fertigungsmaterial

5001

Erlösberichtigungen

6020

Aufwendungen für Hilfsstoffe

5200

Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen

6030

Aufwendungen für Betriebsstoffe

5410

Sonstige Erlöse (z.B. aus Anlagenabgängen)

6140

Frachten und Fremdlager

5420

Entnahme von Gegenständen und sonstigen Leistungen

6160

Fremdinstandhaltung

5710

Zinserträge

6520

Abschreibungen auf Sachanlagen

5780

Erträge aus Wertpapieren des Umlauf- vermögens

6540

Abschreibungen auf gering- wertige Wirtschaftsgüter

   

6770

Rechts- und Beratungskosten

7020

Grundsteuer

6800

Büromaterial

7510

Zinsaufwendungen

6830

Kosten der Telekommunikation

7590

Sonstige zinsähnliche Aufwendungen

6979

Anlagenabgänge

Eröffnungs- und Abschlusskonten:

 

8000

Eröffnungsbilanzkonto

8020

GuV-Konto

8010

Schlussbilanzkonto