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STEOP-Vorlesung Theatrale und mediale Inszenierungsformen

Univ.-Prof. Dr. Stefan Hulfeld

bungsfragen Formen des Prsentieres und Erzhlens


01. Wie verwendet Aristoteles in seiner Poetik den Begriff mythos? Welche Bedeutungen dieses Begriffs blendet er aus? 02. Paraphrasieren Sie Aristoteles Tragdiendefinition in einem Satz! 03. Nennen Sie die von Aristoteles genannten Formenelemente der Tragdie in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit! 04. Was ist gem Aristoteles unter einer ganzen, in sich geschlossenen Handlung zu verstehen? 05. Kommentieren Sie die folgende dipus-Stelle (Vers 1188 ff.) in dramaturgischer Hinsicht sowie im Hinblick auf die Mglichkeit, szenisch einen Fabeldrehpunkt zu setzen: DIPUS Gibt diese denn es dir? DER DIENER Jawohl, mein Knig. DIPUS Was mit zu tun? DER DIENER Damit ich es vertilgte. DIPUS Weil sie unglcklich gebar? DER DIENER Aus Furcht vor bsen Sprchen. DIPUS Und welchen? DER DIENER Es tte die Eltern, war das Wort. DIPUS Wo kamst du denn zusammen mit dem Greise? DER DIENER Er wohnte, Herr, als wollt in andres Land Er ferne ziehn, daselbst. Er rettet aber Zu den grten Dingen dich; denn bist du der, Den dieser nennt, so bist du unglckselig. DIPUS Ju! Ju! das Ganze kommt genau heraus! O Licht! zum letztenmal seh ich dich nun! Man sagt, ich sei gezeugt, wovon ich nicht Gesollt, und wohne bei, wo ich nicht sollt, und da, Wo ich es nicht gedurft, hab ich gettet. 06. Erlutern Sie am Beispiel einer konkreten dipus-Inszenierung, wie spezifische formale Lsungen das Verstndnis der Figuren und Figurenkonstellationen beeinflussen! 07. Wieso bezeichnet Aristoteles die Inszenierung als den kunstlosesten Teil der Tragdie? 08. Wie kann ein Vorgang im Theater als dramaturgischer Grundbegriff definiert werden? 09. Welche herkmmlichen Dramaturgie-Typen kennen Sie? Und in welcher Hinsicht unterscheiden sich diese voneinander? 10. Wie verndert sich die Wahrnehmung von Zuschauenden wenn der Zeichengebrauch im Theater non-hierarchisch ist und auf einen Entzug der Synthesis zielt?