Universität Potsdam Musik und Musikpädagogik Popularität in der (Pop)musik Dozent: Eric Krüger Wi e !"##$#!

Vorurteile gegenüber Popularmusik und deren Ursprünge in der traditionellen Musikanalyse. Versuch einer Erklärung

%irk %ud&eis %'$() Musik$Englisc*+ Matrikelnummer: ,-,!!" .ud&eis/uni0potsdam1de '.ga.edatum: #-121!"#!

e*a4tete Umgang mit Popularmusik in musikalisc*en 5ac*kreisen t*ematisiert1 %eispiel*a4t &ird dieser .sc*lie7end &erden *ieraus 8ücksc*lüsse au4 eventuelle 9usammn*änge z&isc*en den :orurteilen und den Untersc*ieden in den 'nal6semet*oden gezogen1 .elegt1 3m 'nsc*luss .eleuc*te ic* die Untersc*iede z&isc*en traditionellen 'nal6semet*oden und neueren 'nsätzen zur 'nal6se aus dem %ereic* der Popularmusik4orsc*ung1 '.3n der vorliegenden 'r.eit &ird der vorurteils.

! Inhalt: #1 Die tigmatisierung von Popularmusik in 5ac*kreisen !1 Die 'n&endung traditioneller 'nal6semet*oden au4 Popularmusik 21 Untersc*iede neuer 'nsätze zur traditionellen 'nal6se =1 5azit -1 (iteraturverzeic*nis 2 . < #" ## .

eit1 Einige der *ier zitierten Fu7erungen sind aus 3ntervie&s+ die mit den .etre44enden Personen ge4ü*rt &orden+ entnommen1 Es ist durc*aus mBglic*+ dass einige dieser Fu7erungen im :erlau4 der )espräc*e &eniger . ie !tigmatisierung "on Popularmusik in #achkreisen 3m 5olgenden soll es darum ge*en+ an >and von %eispielen zu demonstrieren+ dass .esc*ä4tigten und unter anderem auc* durc* i*re Pu.eit sprengen1 Es *andelt sic* Aedoc* durc*gängig um Personen+ die sic* .esagten :orurteile tatsäc*lic* verinnerlic*t *a.en1 Es ist an versc*iedenen tellen zu se*en+ dass die Popularmusik nic*t nur vorurteils.e&usst getätigt &urden+ als &enn sie in c*ri4t4orm stattge4unden *ätten1 3c* denke Aedoc*+ dass gerade diese Fu7erungen .likationen die B44entlic*e Meinung zum C*ema 4ormen oder 4ormten1 Die %egri44lic*keiten+ die in %ezug au4 die t*ematisierte Musik ver&endet &erden+ variieren1 o &ird .reitet ist+ &ürde den 8a*men dieser 'r.er+ &ie &eit dieses P*änomen ver.eispiels&eise der %egri44 ?U(nter*altungs)0Musik@ ver&endet1 3c* 4asse im 8a*men dieser 'r.igen *erausgestellt+ dass es sic* um Musik *andelt+ die auc* oder sogar vorrangig aus kommerziellen 3nteressen entste*t oder zumindest als aus solc*en entste*ende Musik angese*en &ird1 Es ist allerdings nic*t so se*r die au4 4inanziellen )e&inn ausgeric*tete Eatur der Popularmusik+ die von den zitierten 3ndividuen ange4ü*rt &ird1 'uc* sind solc*e Kritikpunkte nic*t C*ema der vorliegenden 'r.eru4lic* mit Musik .2 1.eit sein1 Ein*eitlic* anerkannte %egri44sde4inition im eigentlic*en inne eDistiert nic*t1 3n versc*iedenen %etrac*tungen zu Popularmusik &ird allerdings als konstituierendes Merkmal dersel.etrac*tet &ird1 Die *ier unter dem %egri44 ?5ac*kreise@ zusammenge4assten Personen sind mitnic*ten als repräsentative Me*r*eit oder auc* nur Menge anzuse*en1 Eine (statistisc*e) Er*e.ezeic*net &ird+ untersc*eidet1 5ür diese Musik &erde ic* in dieser 'r.eit die versc*iedenen %egri44e z&ecks .e*a4tet ist und im negativen inne nic*t als gleic*&ertig mit ?Kunstmusik@ .ung darü.esserer :erständlic*keit unter ?Popularmusik@ zusammen1 Es soll also um Musik ge*en+ die sic* von dem+ &as im 'llgemeinen als ?Ernste Musik@+ ?E0Musik@ oder auc* ?Kunstmusik@ .ezeic*nend da4ür sind+ dass manc*e Mensc*en die .eit den %egri44 ?Kunstmusik@ ver&enden1 Diese Einteilung von Musik in untersc*iedlic*e Kategorien+ die an sic* nic*t unumstritten ist+ soll nic*t C*ema der 'r.esc*ä4tigen oder .ei einigen Mensc*en die Popularmusik immer noc* mit :oruteilen .e*a4tet .

e*a4tet .ge.etrac*tet &ird1 Es ist auc* zu se*en+ dass von manc*en Personen Pausc*alisierungen vorgenommen &erden+ die den %egri44 nic*t als %ezeic*nung 4ür eine immense :ielza*l an versc*iedenen tilen und trBmungen anse*en+ sondern sc*lic*t zusammen4assen und ein )eneralurteil ü.are Musik spielten+ &ürde ?die ernst zu ne*mende Produktion I111J einen Ceil i*rer materiellen EDistenzgrundlage verlieren1@ (e.ietung lässt darau4 sc*lie7en+ dass Metzger die Dar.en und in ein 8estaurant essen ge*en &ollen+ dann .ot+ ?die in eine 'rt NKam Wittener (Metzger #LL.eric*tet+ dass ein dort au4getretenes Muartett eine Kollektivimprovisation dar.otenen Musik (also Kunstmusik) ansie*t1 E. verstor.etrac*tet+ lie4ert Metzger in einer %esprec*ung der Wittener Tage für neue Kammermusik 4ür die 9eitsc*ri4t ?Die 9eit@ im Ka*r #LL.ekommen ie 4ürs Erste nic*ts zu essen+ sondern aus den (autsprec*ern Huillt dieser Unrat1@ ('mzoll !""-)1 3m &eiteren :erlau4 des 3ntervie&s äu7ert Metzger+ &enn die B44entlic*0rec*tlic*en 8und4unkanstalten keine Mittel au4 die 8und4unksin4onieorc*ester und Kompositionen ('u4 die Eatur dieser Kompositionen ge*t er nic*t nä*er ein1) ver&endeten und stattdessen nur die am ?4reien Markt@ ver4üg.erging und im Eu das pezialistenpu.er alles a.1 Er .= .edar4 oder sogar nic*t &ürdig ist1 Einen &eiteren %eleg da4ür+ dass er Popularmusik vorurteils.likum in eine >orde Ao*lender U0Musik05ans ver*eDt *atte1@ . seine Kritik an der Gmnipräsenz der Popularmusik im B44entlic*en (e.er die Wa*l des essionN ü. er noc* >o44nung 4ür ?die sc*utzlose %evBlkerung@+ die von der Kulturindustrie ?eisern im )ri44@ ge*alten &ird+ se*e: ?Es gi.d1) >iermit &ird also die Produktion von Popularmusik und somit diese Musik an sic* als et&as dargestellt+ dass einer nä*eren %etrac*tung nic*t .erec*tigt ist oder nic*t1 Eine Pausc*alisierung und eindeutig negative Wertung der Popularmusik &ird Aedoc* deutlic*1 o ant&ortet er au4 die 5rage+ o.:!) Die eindeutig negative Wort&a*l und der dadurc* ausgedrückte Wider&illen gegenü.en+ &as nic*t als ?Kunstmusik@ gilt1 Ein gutes %eispiele *ier4ür lie4ert ein 3ntervie& der ?neuen musikzeitung@ mit dem !"".en4alls in der ?9eit@ 4indet sic* ein %eric*t :olker >agedorns ü.ietung von ?U0Musik@ generell als minder&ertig im :ergleic* zu der anderen au4 den Wittener Tagen für neue Kammermusik darge.enen Musikkritiker >einz0Klaus Metzger1 3n diesem kritisiert Metzger+ dass das+ &as er unter ?Kunst@ verste*t+ mit*in auc* die Kunstmusik+ nic*t genügend ge4Brdert &ird1 :ielme*r setze sic* nur solc*e Musik durc*+ die kommerziellen Er4olg versprec*e1 Es sei da*ingestellt+ o.en .er den 8eaktionen der anderen %esuc*er au4 die Dar.t Aa kaum noc* ein Entkommen1 Wenn ie >unger *a.

z&1 au4 Conträger au4ne*men1 >ier sind Parallelen zu Metzgers Meinung+ dass die am ?4reien Markt@ er*ältlic*e Musik eine zu gro7e %edeutung im 'lltagsle.e+ zu se*en1 >agedorn zitiert in seinem 'rtikel auc* den Komponisten Wol4gang 8i*m1 Diesem kämen Fu7erungen &ie die von Udo Da*men+ (eiter der Popakademie %aden0Württem.'u4sic*tsrates der )esellsc*a4t 4ür musikalisc*e 'u44ü*rungsrec*te ()ema) im Ka*re !""21 >agedorn .en &erden1 'n dieser telle sei noc* Ko*n in %ezug *ep*erd zitiert+ der in seiner :erB44entlic*ung ?Warum au4 die Musikvermittlung in der akademisc*en Popmusik4orsc*ungQ@ Musik&issensc*a4t konstatiert: ?Wic*tig sei es+ den tudenten Ngrundlegende musikalisc*e 5ertigkeiten zu le*renN1 I111J Es gilt die 'nna*me+ dass solc*e 5ertigkeiten in .indung ge.esc*rei.d1)1 Diese Fu7erung kann mit den generellen 'ssoziationen in :er.esc*ä4tigt+ suggeriert diese 5ormulierung meiner Meinung nac*+ dass ?Pop@ nic*t als ec*te Kunst einzustu4en ist1 'uc* die %ezeic*nung der ?Unter*altungsmusiker@ inner*al.er+ &arum man ?die :erteilungskriterien der )ema+ der tädte und (änder und des %undes@ ü.en: 3m 'llgemeinen &ird %io0Essen als et&as )esundes+ McDonaldNs05ast4ood als et&as Ungesundes angese*en1 Wenn nun *ier McDonaldNs 4ür die Popularmusik ste*t+ so kann der Eindruck entste*en+ 8i*m emp4inde diese als et&as Ungesundes1 Eatürlic* sind die *ier ange4ü*rten %eispiele 9itate von lediglic* drei Personen1 ie sollen Aedoc* stellvertretend zeigen+ dass so&o*l Komponisten und Musik&issensc*a4tler als auc* Kournalisten in renommierten 9eitsc*ri4ten durc*aus :orurteile gegenü.erdenken solle+ so vor+ als &olle man ?nac* ausreic*ender %io.er der Popularmusik *egen und diese an die P44entlic*keit &eitergege.eac*ten1 Dies kommt der Unterstellung na*e+ dass diese Musiker i*re Musik vorrangig nic*t aus künstlerisc*en+ sondern vor allem aus 4inanziellen %estre.estimmten .auern05Brderung nun endlic* McDonaldNs unterstützen+ &eil so viele Mensc*en dort essen@(e. der )ema als ?Kommerz4raktion@ ist zu .rac*t &erden+ die viele Mensc*en zu den von den genannten Erzeugern *ergestellten (e.sc*on sic* der 'utor im zitierten 'rtikel e*er mit der Daseins0 und 5Brderungs.en *a.ungen *eraus komponieren und au44ü*ren .erg+ und ä*nlic*e 'ussagen darü.esetzt+ alle 'nträge der 'vantgarde a.er dieses Mal kam es anders1 Die Kommerz4raktion O in der :ollversammlung ze*nmal so stark vertreten &ie die E0Komponisten O leitete den ein: 'lle sec*s Plätze &urden von i*r .gesc*mettert1 Der Pop meuterte gegen die Kunst1@ (>agedorn !""2:#) G.t diese so: ?Eac* altem %rauc* ge*en drei der sec*s itze an die Komponisten der so genannten Ernsten Musik und drei an die Unter*altungsmusiker1 '.ensmitteln *a.erec*tigung der sog1 ?Eeuen Musik@ .

egründen+ &es*al.geändert &erden1 'dorno zie*t aus dieser &a*rgenommen )leic*artigkeit von Popularmusikstücken den c*luss: ?3t &ould not a44ect c*emen .ereits #L=# in seinem 'u4satz ?Gn Popular Music@ (gesc*rie.edeutet letztendlic*+ dass 'dornos Meinung nac* alle Erzeugnisse der Popularmusik den immer gleic*en 4olgen und diese niemals &irklic* a. ie %n&endung traditioneller %nalysemethoden au' Popularmusik '.ar ist1 Es ist natürlic* .emü*t zu .en mit >il4e von )eorge impson) .eilei.ar deutlic* spür.e&egt+ sc*ein.ar sind1 $.e nic*t so+ dass die au4gezeigte Einstellung gegenü..arkeit produziert (vgl1 Metzger)+ &ird der Popularmusik auc* mangelnde künstlerisc*e Mualität vorge&or4en1 Einer der 4rü*en Kritiker der Popularmusik+ C*eodor W1 'dorno *at sic* . er die damals eDistierende Popularmusik 4ür minder&ertig im :ergleic* zur Kunstmusik *ielt1 3m )egensatz zu anderen Kritikern der Popularmusik+ die ins. dieses 8a*mens .er &eite Ceile dieser :erB44entlic*ung Punkt au4 die 4ormale truktur der Musikstücke1 )leic* zu %eginn des 'u4satzes attestiert er der Popularmusik 5ormenarmut1 >ierin sie*t er sogar den >auptuntersc*ied z&isc*en Kunstmusik und Popularmusik1 Er stellt 4est: ?' strict Audgement concerning t*e relation o4 serious music to popular music can .en genannten ?5ac*kreise@ geteilt &ird1 Es sollte *ier allerdings auc* nur demonstriert &erden+ dass diese :orurteile eDistieren und sic*t. Musiktraditionen (Rklassisc*e MusikS) au4 kompleDe und ausgerei4te Weise zum Cragen kommen+ &ä*rend sie in anderen (Rpopuläre MusikS) au4 eine versimpelte+ repetitive und ein4allslose 'rt versc*lissen &ürden@ ( *ep*erd #LL!)1 *eperd nimmt also die Meinung seiner Kollegen zur Popularmusik durc*aus als negativ &a*r1 9&ar 4ü*rt er keine Muellen an+ mit denen er .esondere die 4inanziellen 3nteressen + aus denen *eraus diese enste*e+ kritisieren konzentriert sic* 'dorno ü.gese*en von den teil&eise au4tretenden :or&ür4en+ die Poplarmusik &erde aussc*lie7lic* au4 )rund i*rer 4inanziellen :er&ert.er Popularmusik von allen Mitgliedern der o.6 strict attention to t*e 4undamental c*aracteristic o4 popular music: standardization1 C*e &*ole structure o4 popular music is standardized+ even &*ere t*e attempt is made to circumvent stadardization@1 ('dorno #L=#:2) Diese 'nal6se der damals eDistierenden Popularmusik Musik .e arrived at onl6 .elegen kBnnte+ dass dem tatsäc*lic* so ist1 3nteressant ist Aedoc*+ dass die tigmatisierung der Popularmusik im akademisc*en 8a*men auc* 4ür i*n als Aemanden+ der sic* inner*al.

eral societ61@+ sc*rei.le to encode in traditional notation1@ (Cagg #L<!:=) Catsäc*lic* 4indet Popularmusik i*re *auptsäc*lic*e :er.ea via.er*aupt vorgestellt &erden müsse1 eine 'nsic*t ist+ dass Popularmusik nic*t allein mit den Mitteln der traditonellen Musik&issensc*a4t zu er4assen sei1 Diese stützt sic* traditoneller&eise au4 die Eotation von Musikstücken1 5ür die Popularmusik gilt Aedoc* laut Cagg: ?I111JEotation s*ould not .en au4gezeigt+ als et&as an+ das vom 9u*Brer nur untergründig &a*rgenommen &ird1 'dorno ge*t *ier ansc*einend von der 'nna*me aus+ dass die >Brersc*a4t tatsäc*lic* vor allem au4 )rund des 'u4.ezie*t er sic* Aedoc* aussc*lie7lic* au4 den 4ormalen 'u4. seiner Meinung nac* eine solc*e Met*ode ü.er o4 important parameters o4 musical eDpression .6 its promoters .eing eit*er di44icult or impossi.le starting point 4or muc* art music anal6sis+ I111J popular music+ I111J is neit*er conceived nor designed to .6 t*e in*erent nature o4 t*is music itsel4+ into a s6stem o4 response mec*anisms &*oll6 antagonistic to t*e ideal o4 individualit6 in a 4ree+ li.esc*ä4tigt sic* zu 'n4ang seiner :erB44entlic*ung ?'nal6sing popular music: t*eor6+ met*od and practice@ mit der 'rt und Weise+ &ie Popularmusik anal6siert &ird und &urde1 eine 3ntention ist es Aedoc*+ eine von i*m ent&ickelte 'nal6semet*ode 4ür Populamusik vorzustellen1 'm 'n4ang Aedoc* legt er dar+ &es*al.e stored or distri.estimmtes an einer ..estimmten telle im zeitlic*en :erlau4 der Musik zu *Bren+ ergänzt er dies ein4ac*+ &enn die Musik diese Er&artung nic*t er4ülle+ &as nac* 'dornos Meinung dazu 4ü*rt+ dass sic* der >Brer nic*t me*r &irklic* mit der Musik auseinandersetzen muss (+ sondern sie vielme*r aussc*lie7lic* als Mittel zur Entspannung nutzt1 Die %egründung *ier4ür sie*t 'dorno in den 8eaktionen+ die Popularmusik auslBst1 ?(istening to popular music is manipulated not onl6 .e t*e anal6stVs main source material1 C*e reason 4or t*is is t*at &*ile notation ma6 .uted as notation+ a large num.au der Kompositionen1 Die Details sie*t+ &ie o.ei .aus der Popularmusik zugeneigt ist+ &eil i*r dieser vertraut ist und sie sic* nic*t umge&B*nen muss1 P*ilipp Cagg .t 'dorno und lie4ert gleic* seine %egründung mit: ?Popular music+ *o&ever+ is composed in suc* a &a6 t*at t*e process o4 translation o4 t*e uniHue into t*e norm is alread6 planned and+ to a certain eDtent+ ac*ieved &it*in t*e composition itsel41 C*e composition *ears 4or t*e listener1@ ('dorno #L=#:#-) Die Eormierung der Popularmusik ist also einer der >auptkritikpunkte 'dornos1 >ier.) Da der >Brer also immer sc*on er&artet+ et&as .reitung au4 Conträgern und durc* . t*e musical sense i4 an6 detail &ere taken out o4 t*e conteDtT t*e listener can suppl6 t*e U4rame&orkU automaticall6+ since it is a mere musical automatism itsel41@ ('dorno #L=#:.ut+ as it &ere .

Unterschiede neuer %nsät)e )ur traditionellen %nalyse 3m 5olgenden sollen z&ei :erB44entlic*ungen umrissen &erden+ in denen 'nsätze zur 'nal6se von Popularmusik vorgesc*lagen &erden1 Diese &erden ansc*lie7end in %ezug zur traditionellen Werkanal6se gestellt1 P*ilipp Caggs Met*ode zur 'nal6se+ &ie er sie #L<! in ?'nal6sing popular music: t*eor6+ met*od and practice@ vorstellt+ .evor mit der 'nal6se der eigentlic*en musikalisc*en .unden1 3n vielen 5ällen liegt *ier keine Personalunion der .1 Electromusical and mec*anical aspects: panning+ 4iltering+ compressing+ p*asing+ distortion+ dela6+ miDing+ etcT I111J@ (Cagg #L<!:L)1 >ier &ird also .z&1 das 3nternet1 Einer Wissensc*a4t+ die sic* au4 das Eoten.ungen+ neue 'nal6semet*oden 4ür Popularmusik zu 4inden sind doc* &esentlic* Aünger1 'n dieser telle eDistiert noc* kein ein*eitlic*er 'nsatz1 (.eginnt mit einer W*eckliste+ an >and derer sic*ergestellt &erden soll+ dass keine &ic*tigen musikalisc*en Parameter im :erlau4 der 'nal6se vergessen &erden1 Der letzte Punkt au4 dieser (iste lautet: ?.< den 8und4unk .ar sind1 3m 8a*men dieser 'r.Aect o4 anal6sis 0 dt1 'nal6seo.eiden 8ollen vor1 3n Aedem 5alle Aedoc* &ird an dieser telle deutlic*+ dass die :ergleic*e+ die 'dorno z&isc*en popularmusikalisc*en Kompositionen und solc*en aus der Kunstmusik in ?Gn Popular Music@ zie*t+ der Popularmusik inso4ern nic*t gerec*t &erden+ als dass der 5okus seiner 'nal6se aussc*lie7lic* au4 'spekten der Musik liegt+ die im EotenteDt (oder einer nac* dem >Bren ange4ertigten Eotation der Kompositionen) erkenn.eit sollen die %etrac*tungen 'dornos stellvertretend 4ür %etrac*tungen der traditionellen Musik&issensc*a4t zur Popularmusik gelten1 Dass diese %etrac*tungen sc*on relativ alt sind+ ist meiner 'nsic*t nac* kein >indernis *ier4ür1 Die %estre.AektT 'nm1 d1 :er4assersJ@ diskutiert sein sollten+ .ereits au4 musikalisc*e 'spekte *inge&iesen+ die darau4 sc*lie7en lassen+ dass der Citel an >and eines Conträgers anal6siert &ird1 Dem vorangestellt ist Aedoc* die 5orderung+ dass ?an6 4orms o4 simultaneous eDtramusical eDpression connected &it* t*e 'G Io.ild der Musik stützt+ ist inso4ern i*re )rundlage entzogen1 Denn auc* &enn manc*e Popularmusik notiert &ird+ so gesc*ie*t dies doc* zumeist nic*t in der traditionellen 5orm+ sondern o4t nur in 5orm von (eads*eets1 'uc* &erden popularmusikalisc*e Kompositionen im Eormal4all nic*t mit dem tatsäc*lic*en Komponisten+ sondern mit dem 3nterpreten eines Citels ver.

einer Komposition und i*re %ezie*ung zueinander+ so&ie die %ezie*ung z&isc*en Melodiestimme und %egleitung sollen nun auc* anal6siert &erden1 (vgl1 Cagg #L<!:#2) Dies ist in gro.d1) Es *andelt sic* .ild@ 4asst P4leiderer den ?noc* undi44erenzierten ersten >Breindruck@ zusammen (P4leiderer !""2:!")1 Er ge*t *ier darau4 ein+ dass versc*iedene 3nstrumente durc*aus stereot6p ver&endet &erden1 Es sei allerdings 4ür diesen '.en genannten) noc* er&ä*nt1 (vgl1 P4leiderer !""2:!") 9ie*t man nun :ergleic* z&isc*en den traditionellen Met*oden der 'nal6se und den von Cagg und P4leiderer vorgesc*lagenen+ so sind die )emeinsamkeiten vor allem in der 'nal6se .egonnen &ird1 (Cagg #L<!:<) 'ls näc*sten c*ritt 4ü*rt Cagg seine De4inition von ?musemes@ ein: ?C*ese are minimal units o4 eDpression in an6 given musical st6le@1 (Cagg #L<!:L) Diese sollen nun an >and von *Brendem :ergleic*en mit ä*nlic*er Musik und mit >il4e der o.ination der ge4undenen ?musemes@ inner*al.en 9ügen die 'rt der 'nal6se+ die P*ilipp Cagg vorsc*lägt1 Martin P4leiderer stellt in seiner c*ri4t ?)estaltungsmittel populärer Musik1 :ersuc* einer 6stematik@ dar+ &elc*e )estaltungsmittel seiner Meinung nac* ?am 'usgangspunkt der musikalisc*en 'nal6se I111J einer .en um den ?:ersuc* einer 6stematik@1 3c* mBc*te *ier Aedoc* darau4 *in&eisen+ dass in seinen )estaltungsmitteln einige vorkommen+ die tatsäc*lic* nur au4 )rund des >Breindrucks ermittelt &erden kBnnen1 'ls %eispiel sei *ier das sog1 ?Mikrotiming@ (zusätzlic* zu den &eiter o.e und 'rtikulation@ &eist P4leiderer darau4*in+ dass die *ierunter zusammenge4assten Mittel der Klanggestaltung und 0.en genannten W*eckliste anal6siert &erden+ um i*re au7ermusikalisc*e %edeutung zu ergründen1 Diese kann laut Cagg vor allem daran 4estgemac*t &erden+ dass mit ä*nlic*en ?musemes@ ä*nlic*e au7ermusikalisc*e Dinge assoziiert &ürden1 (vgl1 Cagg #L<!:#") 'uc* die Kom.eein4lussung Ceil dessen sind+ ?&as man gemein*in als 'u44ü*rungspraDis (per4ormance) .ei P4leiderers CeDt nic*t um die %esc*rei.L 3n*alte .estimmten 'u4na*me@ ste*en sollten (P4leiderer !""2:#<)1 'uc* *ier ge*t es also um die 'nal6se an >and des >Breindruckes1 Unter dem Punkt ?331# CeDtur$)esamtklang.esondere au4 die Er&ä*nung sog1 ?>ooks@ *inge&iesen1 (aut P4leider sind dies ?musikalisc*e )estalten+ die an eDponierten tellen ge&isserma7en aus der CeDtur *erausragen+ sic* dem )edäc*tnis der >Brer ?ein*aken@ und so zum Erkennungszeic*en von tücken &erden1@(P4leiderer !""2:!#) 3n ?331! Klang4ar.ezeic*net1@ (e.ung einer tatsäc*lic*en 'nal6semet*ode+ sondern e.sc*nitt des CeDtes ins.

nissen im %ereic* der 4ormalen trukturen und >armonik kommen &ird1 Diese mBgen tatsäc*lic* einer ge&issen .eac*ten+ ist in der traditionellen 'nal6se in keiner vergleic*.ar+ dass die ric*tige 9ugangs&eise zur Popularmusik in der musikalisc*en 'nal6se noc* nic*t ge4unden zu sein sc*eint1 Die :orsc*läge+ die *ier gemac*t &erden+ zeigen Aedoc*+ dass sic* die 'nal6se von Popularmusik stark von der der Kunstmusik untersc*eiden muss1 %eac*tet man nun die Catsac*e+ dass die akademisc*e 5orsc*ung zur ersteren noc* immer nic*t so &eit 4ortgesc*ritten ist+ dass auc* nur eine allgemein anerkannte De4inition der Popularmusik oder der zu untersuc*enden P*änomene inner*al.1 ? ound@) ge4unden &äre+ ist es nic*t ver&underlic*+ dass *ier Unverständnis *errsc*en kann+ &elc*es zu :orurteilen 4ü*ren mag1 Die .nis ge*t1 Einige der 'spekte der Popularmusik+ die Cagg und P4leiderer zu den &ic*tigsten zä*len+ &erden demnac* in der traditionellen Musikanal6se gar nic*t . dieser (z1.aren Weise vor*anden1 Die traditionelle Musikanal6se stützt sic* vielme*r au4 EotenteDt und kann mit*in auc* solc*e Dinge &ie Mikrotiming oder die ?electromusical aspects@+ die laut Cagg zu anal6sieren sind+ nic*t mit ein.en in der 9eit vor einer musik&issensc*a4tlic*en 5orsc*ung gele.en nic*t um das >Brerle.etrie.er diese Parameter *inaus1 o liegt der 5okus in der 'nal6se *ier nic*t au4 notierten Werken+ sondern au4 Conau4na*men1 omit ist eine starke %indung an die 3nterpretation der Komposition zu se*en1 Diese ist vor allem darin .ezie*en+ da es *ier e.reitung au4 Conträgern und im 8und4unk so&ie dem 3nternet Aedem >Brer prinzipiell die eDakt gleic*e 3nterpretation zugänglic* ist1 'uc* Caggs >in&eis+ au7ermusikalisc*e Fu7erungen der Künstler+ die gleic*zeitig mit dem Erklingen der Musik getätigt &erden+ zu .eit au4gezeigten :orurteile gegenü.en &urde+ die nac* neuen Wegen zum :erständnis dieser Musik suc*en1 Es ist gezeigt &orden+ dass die traditionelle 'nal6se vor allem zu Erge.#" grundlegender musikalisc*er Parameter zu 4inden (>armonik+ 8*6t*mik etc1)1 Die *ier in Kurz4orm angedeuteten :orsc*läge zur 'nal6se von Popularmusik ge*en allerdings ü.egründet+ dass au4 )rund der :er.sc*nitt dieser 'r.egründ.t+ die von Mensc*en .er der Popularmusik+ die in Ceilen der ?5ac*kreise@ nac* &ie vor eDistieren und von diesen auc* artikuliert &erden+ sc*einen zum Ceil dadurc* .etre44enden Personen *a. #a)it Die im ersten '.eac*tet1 *.

zu.en statt eitenanga.erlin1de$4pm$popscrip$t*emen$ pst"#$pst"#Ys*ep*erd1*tm (. oundscapes1in4o+ *ttp:$$&&&1icce1rug1nl$Xsoundscapes$ D'C'%' E $ W'$GnYpopularYmusicY#1s*tml (.en .esuc*t am #-121!"#!T 3m 5lie7teDt &urden die Paragrap*enanga.method and practice.t a. Eeue Musikzeitung+ *ttp:$$&&&1nmz1de$artikel$von0der04rei*eit0des0un.zu&arten+ o.lei.## tandardisierung oder auc* Ein4ac**eit im :ergleic* zur Kunstmusik unterliegen1 Kedoc* müssen diese Elemente nic*t z&angsläu4ig das konstituierende Merkmal einer musikalisc*en Dar.$!"$ DerYUtopieYeinYletztesY's6l$seite0! (.auen1 +.ekannten (.esuc*t am #-121!"#!) Metzger+ >einz0Klaus: 'er Utopie ein let$tes (s)l.esuc*t am #-121!"#!) Cagg+ P*ilipp: (nal)sing popular music.eitragen kBnnen+ die *ier t*ematisierten :orurteile a.iteratur"er)eichnis 'dorno+ C1 W1: On Popular Music.- . Versuch einer *)stematik1 3n: amples1 Eotizen+ ProAekte und Kurz.eiträge zur Popularmusik4orsc*ung1 ! (!""2): #<0!L *ep*erd+ Ko*n: Warum Popmusikforschung+ *ttp:$$&&&!1*u.0.esuc*tam #-121 !"#!) >agedorn+ :olker: &ur der Markt macht die Musik. zuerst verB44entlic* in: Popular Music+ ! (#L<!): 2.esuc*t am #-121!"#!) P4leiderer+ Martin: !estaltungsmittel popul"rer Musik. theor).ietung sein1 Es . in !espr"ch mit #ein$%Klaus Met$ger. 9eit Gnline+ *ttp:$$&&&1zeit1de$!""=$#!$ )EM'$seite0# (. die zune*mende :ermittlung von Popularmusik an den >oc*sc*ulen und die 5ortsc*ritte in i*rer Er4orsc*ung dazu . .enutzt) 'mzoll+ te4an: Von der Freiheit des Unbekannten. 9eit Gnline+ *ttp:$$&&&1zeit1de$#LL.

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