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Unbekannte

Briefe von Johanna Schopenhauer

an ihren Sohn

///. Teil IVon Arthur Hübscher (Frankfurt a. M.)

Die zweite Reihe der Briefe von Johanna

die

haben, behandelt im Anschluß an die

an Arthur Schopenhauer,

wir im 54. Jahrb. 1973 wiedergegeben

Vermögensaussetzung

Johannas in zwei

verschiedenen

zwischen Mutter und Sohn das fragwürdige Vorgehen

Geldangelegenheiten:

bei der Unterstützung

ihrer Danziger Angehörigen und bei der Abwicklung

gegenüber

ihrem Sohn. Nach dem letzten

nommen, als ein dritter Komplex zu Entscheidungen

eine Rolle gespielt

hatte,

Januar

1813 verstorbenen

von

einer Wechselschuld

des

am

Vater,

12.

des

Brief in dieser Reihe, vom 20.

Juli 1815, ruhte der Briefwechsel für ein halbes Jahr. Er wurde wieder aufge-

reifte, der bisher nur

am Rande

* Über diese

Frage machte Johanna ihrem Sohn zuerst in ihrem langen Brief vom 24.

die Frage der Erbschaft

von Schopenhauers

jüngeren Bruders

Jugend an schwachsinnigen

Michael Andreas Schopenhauer.

November der in dieser

1814 (54. Jahrb. 1973, S. 113) einige Mitteilungen. Jakob Kabrun,

Angelegenheit als Bevollmächtigter

der Familie Schopenhauer

wirkte, war am 25. Oktober

Stand

1814 gestorben. Es galt nun Auskünfte über den

Vormund des

Joachim Michael Meyer, 2 und es galt für Mutter und Sohn,

der Angelegenheit

einzuholen,

vor allem bei dem

Michael Andreas,

einen neuen Bevollmächtigten

einen „ziemlich

zu suchen.

Weitere Nachricht gab

Johanna

in ihrem Brief vom 1. Januar 1815 (a. a. 0., S. 135 f.). Sie hatte von Meyer

albernen" Briefüber den Nachlaß erhalten, den sie an Arthur

weiterschickte

er ist heute nicht mehr vorhanden

, und sie hatte bereits

den Kriminalrath und Justiz-Commissarius

rem Bevollmächtigten

22. Januar

Gottlob Wilhelm Skerle 3 zu ih-

5 den sie am hat eine Ab-

ernannt. Nähere Auskünfte über den Zustand der

Güter aus der Erbschaft erhielt sie durch einen vom 10. Januar 1815 datier-

ten Brief der neuen Verwalter: Stattmiller 4 und Friedrichsen,

an ihren Sohn weiterleitete. Arthur Schopenhauer

schrift davon genommen und einer eigenen Aufzeichnung über den Sachver-

halt angefügt. Das Schriftstück befindet sich heute im Besitz des Schopen-

hauer-Archivs

Verständnis

(vgl. 49. Jahrb.

1968, S. 138, Nr. 11). Wir schalten es zum

der folgenden Korrespondenz hier ein:

Laut Auszug aus dem Exdivisionsplan der Andreas Sdiopenhauerschen

vom 18. Juli 1806, sind

(d. i. mei-

nes Großvaters) \u03b2 Verlassensdiaft,

Hof, Land, Garten u.s.w. in Ohra und Niederfeld, laut Décret vom

Dr f 40 138,

16. August

1799 taxirt auf

 

Laut

„Vermessungsregister

der

Sdiopenhauerschen

Ländereien

in

158

Ohr a, nach Culmisdiem Maas Special vermessen 1798, revidirt und die Gränzen berichtigt A° 1805, nebst Specifikation der Kon-

trakte und Einkünfte"

betragen die Ländereien:

3 Hub, 15 Morgen, 125 Ruthen

und die jährlichen Mietgelder

Laut einer Note vom 15t Septr 1809, besteht der Ertrag der 3 Hüben inder Ohra in:

Landzinsen

Miethe von 16 Wohnungen

f 2239,15

636,

Dr. f. 2875,15

Dr. f 3 589,15

Laut Brief von Kabrun v. 22. Äug: 1806 haben sich beim Messen immer einige

Morgen mehr gefunden

Verkauf der Güter hinderte, Kabrun aber bei der höheren Regierung um Nieder- schlagung dieser Bedenklichkeiten ansuchen wollte.

als im Erbbuch stehn:

weshalb das Pupillarkollegium den

[Späterer Zusatz von 1813:] Nach dem Tode meiner Großmutter Schopenhauer

7

erbten

Gutes.

meinem Vater zugefallnen

zugefallene Drittel ist, da er insolvent, seinen Kreditoren anheimgefallen.

mein Onkel Andreas gestorben. Sein Drittel zerfällt an Tietz, an Adele und mich zu

gleichen Theilen und jedes erhält 1/3 davon.

Drittels. Das meinem Cousin Tietz \u03b2 von seiner Mutter

Jetzt ist

1)

mein Vater, 2) Mad. Tietz 8, 3) mein Onkel Michael Andreas jeder 1/3 des

Nach meines Vaters Tode erbten meine Mutter, Adele und ich, jeder 1/3 des

Das Drittelwelches schon mein Vater

und bis jetzt meine Mutter, Adele und ich gemeinschaftlich besaßen, hat, nach

geerbt

Aussage meiner Mutter 800 f jährlich eingetragen welche verwandt sind um die 800 f

zu bezahlen welche meine Großmutter Trosi[e]ner 10 jährlich von uns erhält. Mein

Onkel Andreas hat außerdem an Gelde (so ich mich Kabruns

Staats-

papieren bestehn. Ueber den Kauf von Tietzens 1/3 durch Kabrun und Stadtmiller steht das Nähere in einem Brief des Joachim Michel Meier an meine Mutter, den ich habe. 11

ungefähr 70 bis 80 000 Gulden hinterlassen,

Aussage

recht erinnre)

die aber meistens

in preußischen

C. Stadtmiller und D. Friedrichsen

& Meyer

schreiben unterm 10. Janr 1815 an meine

haben nach dem Tode des Andreas Schopen-

Mutter.

Die Herren Weickhmann

hauer die Administration der Borsteischen Güter im Ohraschen

gelegt, und haben wir, aufgefordert durch den verstorbenen Kabrun,

solche übernommen; nämlich Stadtmiller als Eigenthümer und Friedrichsen als Curator der Tietzischen Fallitmasse.

Niederfelde nieder-

vorigen Mai

von 1/6 dieses Grundstücks

Alle Häuser jener armen Bewohner der Güter waren geplündert und gänzlich

der Ohra die dazu gehören, als der Win-

die 16 Wohnungen, der gelbe Krug etc; außerdem waren die Ländereien der

niedergebrannt, so wie auch alle Gebäude

kelhof,

Ohra, des Niederfeldes etc. ganz

brannt und verwüstet

sassen haben wirmit Kabrun Theilnahme an den im Auslande gesammelten milden

waren, nicht abgemahlen werden konnten. Diesen armen Ein-

unter Wasser, welches, da die Mühlen auch abge-

Beiträgen

verschafft, und fast alle Hütten des Niederfeldes sind durch die Unter-

stützung aus jenen Fonds wieder aufgebaut

und werden bewohnt. Diese armen Men-

schen konnten aber natürlich zur

haben

zu bezahlen. Früher hatte der

Pachter

ganze Ohra, abgebrannt ist und das dazu gehörige Land unter Wasser steht, so ist es unmöglich ei[nen] Pachter dazu zu erhalten und müssen die Leistungen bis dahin aus

wie die

die aber bei weitem nicht ausreichen werden die

Zahlungszeit

im Martin 12 nicht zahlen:

solcher,

jedoch

wir f 450 einbekommen,

Sehaarwerke

des

Podwodden 13 und übrigen Leistungen

Winkelhofes

diese

Verpflichtung auf sich: da aber

159

der Kasse bestritten werden. Dies ist sehr onerös und kann nicht anders abgeändert

werden, als durch Erbauung eines leichten Häuschens nebst

nothdürftigen Wirth-

schaftsgebäuden oder durch Austheilung des Landes mit diesem onus auf 30 Jahr und mit der Freiheit daß der Pächter sich selbst dort anbaue und auf den nämlichen Fuß

kommt wie die andern Einsassen

entriren würden

weg nicht sehr zu rechnen, da fast alle Leute die sonst dergleichen

ruinirtsind. Der Tod Ihres Bevollmächtigten

tion dieses Guts, bei der mehrere

des Niederfeldes,

doch ist auf diesen letzten Aus-

jetzt bei der Administra-

nöthig seyn werden,

Kabrun macht, daß wir

gerichtliche Verhandlungen

jedesmal anstoßen

müssen, daher es erforderlich ist, daß Sie hier zur Stelle Jemanden

dieser Sache

Einsassen zu machen, da der größte Theil der-

darüber Ihre baldige Antwort.

führen

und wieder in einige Ordnung bringen könnten, besonders da es unumgänglich nöthig

seyn wird neue Kontrakte mit den selben abgelaufen ist. Wir erwarten

Ihre Vollmacht ertheilen, mit dem wir das Gemeinschaftliche

In ihrem Brief vom 22. Januar 1815 teilt Johanna ihrem Sohne mit, daß sie Stattmiller für ihrePerson an Skerle verwiesen und ihm geschrieben habe,

aber einen Kosten-

kümmern

Brief vom 1. Februar

sie halte den Bau des Winkelhofs für voranschlag. Arthur solle sich selbst um

auch er wählte daraufhin

nötig, wünsche

einen Bevollmächtigten

Skerle (vgl. 54. Jahrb.

S. 137). Der nächste

auch ein Brief

1815 brachte

sachlich nichts Neues,

Skerles,

den sie am 14. Juni 1815 an ihren Sohn weitersandte, mit der Bitte

Jahrb.

S. 138), enthielt nur die Ankündigung eines

um Rückgabe (vgl. 54.

längeren Berichts über die Angelegenheit. Diesen Bericht hat Skerle am 13.

August 1815 erstattet. Der Bericht ging wieder an Johanna

Schopenhauer,

die ihn nach Einsichtnahme an Arthur weitersandte. Er gibt endlich genaue Auskunft über das Vorhandene und über die verwickelte Frage der Erbfolge.

Er folgt hier nach dem Original (im Besitz des Schopenhauer-Archivs)

vgl.49. Jahrb. 1968, S. 138, Nr. 12:

Der am 12. Januar

1813 verstorbene

blödsinnige Michael Andreas Schopenhauer

hat weder Eltern noch Kinder nodi Geschwister, mentlich

sondern Geschwister-Kinder,

na-

1. Carl Gottfried Tietz, Sohn der Schwester

und

geb. Schopenhauer

des Erblassers

Maria Renata

Tietz

2. die Kinder des früher verstorbenen

Kaufmanns

Heinrich Florus [!] Schopen-

hauer, Bruder des Erblassers, namentlich den Dr. philosophiae Arthur Schopenhauer

in Leipzig [!] und die minorenne

gelassen.

Adele Schopenhauer

als alleinige Erben zurück-

Sein Nachlaß besteht

a) in demjenigen, was er aus der Verlassenschaft

hauer,

seines

Vaters

Andreas Sdoopen-

b) in demjenigen, was er aus der Verlassenschaft seines Bruders [Johann] Friedrich

Schopenhauer ,u c) in demjenigen

penhauer, is und

d) in demjenigen was er aus

was er aus der Verlassenschaft

der Verlassenschaft

seines Bruders Carl Gottfried Scho-

seiner Mutter Anne Renata

geb.

Soermanns

geerbt hat.

160

Der Betrag der väterlichen

Verlassenschaft

ist laut dem Theilungsproceß

vom

20. Juli 1806 ausgemittelt und das Erbteil des Andreas Michael Schopenhauer

bestand

1)

2)

in 1342 rth. 36.1675 d baar, und in Einem Drittel der zur Elterlichen Verlassenschaft

gehörigen in Ohra und Nie-

derfeld belegenen § 2 des Erbvergleichs specificirten Grundstücke.

Es kamen jedoch hinzu noch 100 flund diejenigen 300 4£ welche auf dem Hohn- feldtschen Grundtheil für den Kriegsrath Schmidt \u03af\u03b2 als Leibrente eingetragen sind, da Letzterer verstorben ist.

seines Bruders Job. Friedr.

Das Erbtheil des Erblassers

aus der Verlassenschaft

Schopenhauer

belief

sich in Gefolge der Nachweisung

des Pfeffer vom 6ten Mai

1805, exclusive der dazu gezogenen aus der Carl Gottfr. Schopenhauersehen Masse

gezahlten

300 rth auf 8949 rth. 46 D.Court. Diese

Job. Friedr. Schopenhauersehe

Verlassenschaft ist indessen noch nicht völlig regulirt, weil nachher zu dieser Masse

das dem Job. Friedr. Schopenhauer

fallene Erbteil laut angezogenem Theilungs-Prozeß geflossen ist, und der verstorbene Kaufmann Kabrun als Mandatar sämmtlicher Erben noch keine Schlußrechnung

aus der väterlichen Verlassenschaft

anheim ge-

übergeben

hat.

Der Carl Gottfried Sdoopenhauer

hinterließ ein Testament,

worin er den Kauf- seinen

ernannte,

mann Kabrun und Stadtrath v. Schröder drei Geschwistern aber

zu TestamentsExecutoren

Florus Heinrich Schopenhauer

die Wittwe Tietz und

den blödsinnigen

\u039c\u038a\u03ce. Andreas Schopenhauer

sind nur 300 rth. für den Mich. Andreas

Diese Verlassenschaft ist ebenfalls noch nicht regulirt; das väterliche Erbtheil des Carl Gottfried Schopenhauer ist zu seiner Masse geflossen und es haben seine Testa- ments-Executoren noch keine Schlußrechnung übergeben. Die mütterliche Verlassenschaft zu der drei Kinder

aber nur den Pflichttheil vermachte. Es

Schopenhauer

ad depositum gezahlt.

Florus Heinr. Schopenhauer

der blödsinnige Mich. Andreas Schopenhauer

Maria Renata als Erben concurriren, ist noch

Ohra pag. 39.A und 41 A sind verkauft und daraus 3120 rth. 28 g und 853 rth

Verlassenschaft gezogene Hof in Ohra pag. 50 ist nicht

der

fest-

verkauft.

gelöst. Der zur Mütterlichen

und

verw. Tietz geb. Schopenhauer

gar

nicht regulirt. Das Mobiliar und 2 Grundstücke

Die Constituirung dieser Masse muß erfolgen um den Betrag festzustellen,

Verlassenschaftsmasse

fließt.

Verlassenschaftsmasse

zur Mich. Andreas Schopenhauersehen

Um nun die gesammte

Mich. Andr. Schopenhauersehe

zustellen, ist erforderlich, daß die ad b. c. und d. benannten

regulirt werden.

Verlassenschaftsmassen

Zu dem Ende

trage

Kabrunschen

Testaments

ich ad

b und

c dahin an:

die Executoren

Maclean 1T und Stadtrath

daß

Kommerzien-Rath

des Jacob

Schmidt 18

aufgefordert werden, die Schlußrechnung

Johann

Friedrich Schopenhauersehen

über die Carl Gottfried Schopenhauer

Verlassenschaftsmassen

innerhalb 14

und

Tagen

einzureichen. In Hinsicht der Verlassenschaft ad a bitte ich die Administratoren der

Ohra und Niederfeldschen

Grundstücke,

die Kaufleute Friedrichsen und Stadtmiller

zur Ablegung ihrer Administrations Rechnung aufzufordern.

unbemerkt lassen,

Ich kann hierbey nicht

Ohra pag. 39 A.

daß ich es nicht einsehe, wie die Grundstücke

41 A und pag. 50, wenn sie gleich zur mütterlichen Andreas Schopenhauersehen

lassenschaftsmasse gezogen

1806 mit den andern Grundstücken

sind, dennoch

in dem Theilungs-Prozeß

zur väterlichen Verlassenschaft

Ver-

vom 28. Juli

gezogen, und alle

161

diese Grundstücke

dem Mich. Andr. Schopenhauer,

dem Tietz und der Wittwe und

[den] Erben

des in Hamburg

verstorbenen

Kaufmanns

Florus Heinrich Schopen-

hauer pro praetio

taxato, überlassen

erbitte ich mirBelehrung.

wurden. Wie dieses

zusammenhängt,

darüber

Der Deposital-Abschluß über das hinterlassene vorräthige Vermögen des Mich.

vorräthiges Capital, daß dasselbe depo-

Andr. Schopenhauer

ergiebt ein bedeutendes

sitalmäßig

Nachtheil. Ich würde daher

verwaltet

wird, daraus

erwächst

dahin antragen:

Interessenten

sofort vertheilt werde.

meinen Mandanten

ein bedeutender

daß die vorräthige Masse unter die

Uebrigens

bemerke ich, daß bei der Andreas Schopenhauersehen

Verlassenschafts-

masse fünf Kinder 1)

Heinrich Florus Schopenhauer

2) Johann

Friedrich Schopenhauer

3) Carl

4) MidiaelAndreas Schopenhauer 5) Maria Renata verw. Tietz

Gottfried Schopenhauer

und

ad

1. 3. 4. und 5. genannten Personen bey der Carl Gottfried Schopenhauersehen Verlassenschaftsmasse die ad 1. 4. und 5

bey der Johann

Friedrich Schopenhauersehen

Verlassenschaftsmasse

diese

eben

genannten Personen

bey der Anna Renata Schopenhauersehen

Verlassenschaftsmasse

die ad 1. 4. und

5.

genannten Personen

und bei der Andreas Michael Schopenhauersehen

Verlassenschaftsmasse,

angeführt:

1) die Kinder des

verstorbenen Florus Heinrich Schopenhauer

wie bereits

a) der Dr. phil.Arthur Schopenhauer inLeipzig [!]

b) die minorenne Adele Schopenhauer

2) der Kaufmann Carl Gottfr. Tietz modo dessen curriren.

Wenn von den zur väterlichen und mütterlichen Andreas Schopenhauersehen

Concursmasse

als Erbe con-

Ver-

die Rede ist; so participiren an den Ohra und

lassenschaft

gehörigen Grundstücken

Niederfeldschen Grundstücken

A

der Carl Gottfried Tietz mit

2/6

\u0392

die Wittwe und Kinder des Heinr. Florus Schopenhauer

mit

2/6

C

der blödsinnige Andreas Michael Schopenhauer

mit

2/6

Von den letzten 2/6 des Andreas Mich.Schopenhauer

erhält der

 

Carl Gottfried Tietz

1/6

die beiden Kinder des Heinr.

Florus Schopenhauer

 

1/6

mithin erhält der Tietz von allen Grundstücken

überhaupt

 

3/6

die verwittwete Heinr. Florus Schopenhauer

 

1/6

und deren beiden Kinder

2/6.

Dieses steht unbezweifelhaft

fest, und es kommt daher nur noch auf die endliche

Constitution der resp. Massen an, zu dessen Endzweck ich das Weitere auf meine Anträge zu verfügen bitte.

Danzig

den 13 ten August 1815

Skerle

Mandatarius der Hofräthin Schopenhauer

und des Dr. phil.Schopenhauer.

Diesem Bericht hat Skerle imSommer 1816 nodi einige mündliche Auskünfte hin-

sich folgende Aufzeichnung gemacht hat (Original:

zugefügt, über die Schopenhauer

Schopenhauer- Archiv) :

162

Mündlich hat mir Skerle Folgendes ausgesagt:

1) Die Verteilung der Erbschaft des Andreas geht nach capita und nicht nach stirpes, d. h. Tietz, Adele und ich erhalten jeder ein Gleiches.

2.) Baar vorhanden

davon gehen

sind

jetzt

aber ab für Forderungen der Vormünder

Rth.

12

1 500

.

069

Hievon sind aber nur ca 170 Th wirklich baar;

der Rest sind theils öffent-

liche Pfandbriefe, die jetzt nur ca 84 °/o gelten, aber doch eigentlich hypo-

thekarischen Werth haben; theils Preuß. Staatsobligationen die jetzt auch

80 und einige % gelten. Beide Papiere werden aber steigen, bei dauerndem Frieden: Joh. Wilh.Weickbmann ist von Skerle bevollmächtigt meinen Antheil

einzukassiren. Da aber

Berechnung des Kapitals

wegen

des wechselnden "Werths dieser Papiere die

und der Zinsen schwierig und mißlich ist und die

Papiere selbst 4 % (vielleicht zum Theil 5 %)

nalwerth tragen, die in Berlin gezahlt werden; so willich dem Weickhmann

oder wenn man, da er

keine direkte Vollmacht von mir hat, sie ihm nicht ausliefern wollte, so solle er das Stadtgericht ersuchen, die Papiere dem Rath der Altstadt Dresden

zur

Rth. 11 694

Uebergabe an mich zu übersenden.

Zinsen und zwar vom Nomi-

schreiben er solle mir die Papiere

selbst übersenden,

Kurze vorläufige Rechnung Rth. 12.069

Ab 1500 f sind ca 375 Th

375

Davon kommt mir 1/3 Rth.

4 °/o Zinsen wären Th. 156.

3.898

Das Kapital zu 84 °/o Realwerth

6 % Zinsen wären 196 Th 12 g die mir Weickhmann gäbe. Ist nichts damit.

und davon

gerechnet

wäre Rth. 3276.

3) Zur Erbschaftsmasse gehören aber noch beträchtliche ausstehende

lien, die als Pupillargelder Hypothekarisches

Kapita-

erstes Geld sind, jedoch einge-

klagt werden müssen,

was leider erst geschehn kann wenn Skerle zurück ist,

also nicht vor Oktober 1816.

4) Die Rückstände von den

ters des Verstorbenen

ausgezahlt zu seyn: aber die Erbschaft seiner Mutter ist noch zu reguliren:

was erst nach Skerles Rückkehr geschehn kann.

5) Die Ohraschen Ländereien betragen 3 1/2 Hube. In guten Zeiten ist Land

dieser Art im Danziger Werder caIOOOOTh dieHube werth

mit dem Verkauf zu warten. (Uebrigens von 35000 Th sind 2/9 Th 7778 aber schwerlich wird es sobald so viel werth seyn.[)]

6) Der Bau ist mittelst Pachtkontrakt geschehn, vom Pächter, so daß das Haus an uns zurückfällt.

auf

7) Die meisten Pachtkontrakte

Treu und Glauben von Jahr zu Jahr fortgesetzt. 8) Das von den Jahren 1813, 1814, 1815 eingegangene geht auf inEntrich-

tung der Leistungen.

alten Erbständen

der beiden Brüder und des Va-

sind nicht wohl auszumitteln, scheinen schon damals

gewesen. Daher

,

sind noch nicht verlängert worden aber

[Sommer 1816]

163

Hier nun

penhauer ein:

setzt die neue Reihe der Briefe von Johanna an Arthur Scho-

Gestern erhielt idi Deinen

I

Weimar, d. 4ten Febr. 1816

Brief und hätte Dir ohnehin heute

die Einlage ge-

sdiidit die idimit letzter Post erhielt. Idihabe auf den ersten Brief von Skerl[e]

nidit geantwortet weil idi nidits drauf zu antworten wußte. Idi bin für die außer-

geriditlidie Abmadiung und nidit dagegen, sie erspart

Zeit, denn die geriditlidien

Termine werden oft weit hinausgesdioben: sie erspart audi die Unkosten die damit

verbunden sind. Betrug ist dabei nidit denkbar

legen. SkerlfeJ eilt jetzt weilidi ihm zweimahl sdirieb er mödite der Sadie ein Ende

madien und weil idi nidit

ter ihm her gehetzt habe. Die beiden letzten sind audi bei der Sadie interessirt als

sie

sind meine alten Freunde, auf die idi bauen kann, idi willsie bitten dahin zu sehen

daß uns kein Unredit gesdiieht, und sie werden es thun, idiweis es. MacLean kennt Skerl[eJ seit vielen Jahren weil der Geheime Rat Simpson 21 ihn immer com-

viel zu

Vormünder und Executoren Kabruns der zu den Tietzisdien Kreditoren gehörte,

alleinMuhl 19 sondern audi MacLean und Almondi 20 hin-

denn man muß uns Redinungen ab-

ployirte. Er meldet mir er sei ehrlidi aber langsam,

thun. VonFriedricbsen

weis idinidits böses. Skerles

Almondi hat dies wahrsdieinlidi gegen Skerle geäußert

Dir recht dünckt, mit Dir darüber

müssen

weitläuftig, und habe

Lob kommt daher, weilidi an

Almondi schrieb, idi glaubte die Crcditoren von Tietz zögen die Sadie in die Länge.

da er ihn auf meine Bitte zur

Thätigkeit antrieb. Dies ist meine Ansicht der Dinge, ich werde ihr folgen, thu Du

auch was

Vormünderin Adelens thun darf und zu thun hab weis ich, das ist meine Sorge.

disputiren will ich nicht. Was ich als

Jezt

wir d. 29. Febr. abwarten· Die Einlage bitte ich mir zurück ich will dann

darauf antworten

wegen ich weis, alles Abzugsgeld zwischen Sachsen und Preußen

des Zehnten, den ich suchen

Thlr zur Verfallzeit zahlen,

ersparen

ist.

thun und Dir den Erfolg seiner Zeit melden.

willuns zu

da, so viel Idi willdie

aufgehoben

nöthigen Schritte deshalb hier

Muhl wird die 1000 marm wirdauch zahlen

darauf verlaß Du Dich. From-

was er versprach, ich zweifle nicht daran. 22

Johanna Schopenhauer

II

\u038a/eimar,

d. 15ten Mai 1816

Was Du wünschest,

hatte ich schon am letzten Posttage

gethan, gleich nachdem

ich Skerles Abreise 2S erfahren hatte. Bis dahin erwartete

von der Auszahlung und fand midi sehr unangenehm

·

nöthige an Muhl und auch an den Herrn Wilde 24

beschleunigen, mir scheint diese neue

ob die Ländereien

Verzögerung

ich posttäglich Nachricht

getäuscht. Ich habe alles

zu

daran zu liegen daß Wilde nicht

geschrieben

um unsre Sache

genugsam unterrichtet ist, wie weit die Sache gediehen sei. Dem habe ich durch Über-

sendung der Abschrift des letzten Dekrets abgeholfen

und hoffe nun alles bald beendigt zu sehen.

um zu erfahren

die ich Dir früher mittheilte,

Auch an Stadtmiller habe ich geschrieben

sind und wie es damit steht.

endlich verpachtet

Was ich erfahren melde ich Dir jedesmahl und versäume nichts. Bei der preußischen

Justitz geht es in solchen Erbschaftssachen

**

immer so. Eine Bekannte

von mir, Md.

Quand t

aus Leipzig, war auf ihrer Reise

nach Frankfurt vorgestern

hier, und

klagte mir, daß ihre sehr reiche Schwiegermutter schon Anno 1806 in Berlin gestorben

ist ohne daß sie und ihr Mann es haben

können daß bis jetzt das min-

deste zur Regulirung der Erbschaft gethan sei, und obendrein haben sie noch alle

dahin bringen

164

Kriegslasten und Abgaben von den liegenden Gründen baar bezahlen

müssen. Das

wir es in Geduld

tragen, und nur von unsrer Seite thun was wirkönnen um ein Ende zu machen und darin versäume ich nichts.

ist nun so und da wir beide es schwerlich ändern können, müssen

/. Schopenhauer

111

Weimar, d. 24. Juni 1816

Ich danke Dir für die Nachrichten,

die Du mir wegen unsrer

Erbschaftsangele-

genheiten mittheiltest, ichbin dadurch mehr ins Klare gekommen als durch die vielen

Briefe die ich schon deshalb ler 26 eben nach Wiesbaden

worin ich ihm meine Furcht entdecke daß Wilde unsre Sache noch gar nicht recht einsieht, weil es ihm wahrscheinlich an Zeit und Lust fehlt die Akten gehörig zu

lesen. Da ich jezt täglich sehe welche Stöße von Akten denen Geschäftsmännern

schrieb und erhielt. Da der jetzige Kanzler von Mül- reiste so habe ich ihm einen Brief an Skerlen mitgegeben

in

werden, so ist mir dieser Fall sehr wohl denkbar,

Muhl, und auch in einem Briefe an mich, bestätigen

mit

diesem Fach über den Hals geschickt

und Wildes Äußerungen

gegen

mich darin. Der Brief von

Wilde an mich zeigt eine völlige Unbekanntschaft

allem was bis jezt geschehen

gendste gebeten an Wilden deshalb zu schreiben,

ist, ich habe ihn

Skerlen zugeschickt, und ihn aufs drin-

zugleich habe ich verlangt daß er

sollen, es jezt werden, ich

dafür sorge daß die Kapitalien die

habe deshalb hier mir Raths

an Muhl schrieb ich gestern,

erhohlt,

eingeklagt werden

und weiß daß es gleich geschehen kann. Auch

bat ihn Wilden zur Thätigkeit und Lesung der Akten

anzuhalten und zugleich dafür zu sorgen daß die Kapitalien gleich eingeklagt wer-

den. Gehen die Gelder in drei Theile so thut es auch Andreas Antheil an den Lände- reien, auf die Weise gehören uns fünf Neuntheile und Tietzen vier, nehmlieh, ein

Drittheil von meinem Mann,

in drei Theile deren jeder ein Neuntheil des Ganzen

gehört, das

macht, und von welchem jeder von uns eins zukommt,

dann Andreas Antheil wieder

in 3 Theile, drei Neuntel, davon eins Dir, eins Tietz und eins Adelen

übrige Drittel oder drei Neuntel, gehört Tietz, ich habe also mit Adelen zusammen

ein Dritteldes Ganzen oder drei Neuntel, Du zwei Neuntel für Dich. Zum Verkauf

stehen noch immer in sehr nied-

wirst Du schwerlich kommen denn die Ländereien

rigem

Preise. Dein Grosvater hat das Ganze

vor vielleicht 40

Jahren,

wenigstens

lange

ehe ich heurathete,

für 10.000 Pr.Thlr. gekauft, ich weis zwar daß er wohlfeil

[2] gekauft hat 27 aber die Zeiten haben sich seitdem wenig gebessert.

Es ist mir besonders lieb gewesen durch Dich zu erfahren wie es

jetzt mit den Län-

dereien steht, trotz aller Mühe und aller Briefe konnte ich bis dahin nichts davon

vernehmen. Dies Jahr ist nichts davon zu erwarten

das sehe ich wohl ein, aber im

künftigen, hoffe ich, werden wir doch wieder unsere Zinnsen davon ziehen. Wenn nur erst die Kapitalien vertheilt werden, das ist ein Schritt der auch die

übrigen herbei führen muß. Deine Grosmutter

sein, sie lebte vom Ertrag der Län-

ließen, und von dem was Dein Vater ihr wöchent-

starb da wir eben in Lyon waren, 28

allso im Jahre 1804, ihr Nachlaß kann nur

dereien den ihre Kinder ihr

ganz

lich gab, ich glaube es war 50

gering

Danzger Gulden. Ob der Kaufpreis des Gartens in

Ohra zu ihrem Nachlaß

ich nicht, der Verkauf geschah noch zu Lebzeiten Deines Vaters, ich habe nie etwas

davon erfahren. Mit den Staatsobligationen

wünsche ebenfalls herzlich daß alles bald beendet sei und werde. /. Schopenhauer

gehört oder ob er gleich

und Dokumenten

unter die Erben vertheilt ward, weiß

werde ich es machen

wie Du, ich

165

IV

Langenschwalbacb

\u03ac. lten Aug. 1816 2\u03b2

ehe ich Deinen lezten Brief mit der

Ich hatte schon alles gethan

was Du verlangst

Einlage von Weickmann

erhielt, die ich Dir hier zurücksende.

Vor drei Wochen

sprach

suchte ihn auf, er behauptete

ich Skerlen bei meiner Durchreise

in Wiesbaden, ich wüste daß er da war und

alles so eingeleitet zu haben daß die Theilung jezt ge-

schehen müste und daß er auch auf einen früher von mir erhaltenen Brief an Wilde

geschrieben habe.

Jezt ist er seit 5 oder 6 Tagen hier, ich sehe ihn alle Tage und lasse nicht ab ihn

zu ermahnen. Er behauptet jezt die Schuld der Verzögerung liege daran daß Wild[e]

oder Weickmann

Wilde in meinem Namen bevollmächtigen

Vollmacht ihn nicht dazu berechtigt wohl aber die meine, auf die Frage

er mir er habe gehofft so damit durchzu-

kommen. Ich weis indeß alles das sind Kniffe um seine

und verfolge ihn immerfort, so lange er hier bleibt, das wird aber

Tage sein. So vielhabe icherlangt daß er abermals an Wild[e] und den Direktor des

hat. Er schwört hoch und theuer

Stadtgerichts geschrieben

Ordnung kommen, noch ehe er zu Hause kommt, was im September geschehen

nicht gerichtlich von Dir bevollmächtigt sind. Er konnte Muhl und

aber nicht gerichtlich in Deinem da Deine

warum er

Unthätigkeit zu beschönen,

nur noch wenige

jetzt werde alles bald in

wird.

Dir das nicht geschrieben habe,

antwortete

/. Schopenhauer

V

Weimar d. Uten Nov: 1816

Seit zehn Tagen bin ich wieder zu Hause, Sofie starb drei Tage vor meiner An-

veränderte

Ein-

kunft; 30 dieser Todesfall und seine Folgen, nehmlieh eine durchaus

richtung meines Hauswesens,

dem jezt Adele unter meiner Leitung vorsteht, haben

mich bis jetzt verhindert Deinen Brief vom 2ten Nov: zu beantworten.

Skerle muß jetzt schon zu Hause sein, ich erfuhr schon vor 6 Wochen daß er auf

dem Rückwege

schrieben und erwarte täglich seine Antwort.

sei, ich habe auch schon von Mannheim aus an ihn nach Danzig ge-

Du hast

darinn Recht daß eigentlich mit den Coupons der Zehnte bezahlt werden

müsse, und ich werde darinn Deinen Willen unterstützen, nur muß dies keine neue

Zögerung der Vertheilung oder gar einen Proceß

Diese verlangt gewis nichts Besseres als die Sache noch in die Länge

aber gebietet die Vernunft lieber einen kleineren Schaden zu

tragen als das Ganze

mit der Regierung herbeiziehen.

zu ziehen, mir

bösen Schuldner,

aufs neue aufs Spiel zu sezen. Ich betrachte

die Regierung als einen

eigentlichen

mit dem man es nicht so genau nehmen muß, freilich ist das Recht im

Sinn auf unsrer Seite, aber sie haben die Gewalt, sie sind im Besitz. Wegen der

einzuklagenden

Kapitalien

höre auch ich nichts obgleich ich sie in meinem letzten

Brief an Skerle wieder

in Anregung brachte.

Almondihat mir noch nicht

geantwortet, ich hätte Dir es unaufgefordert mitge-

hätte.

Ich will ihm wieder schreiben,

mit

theilt, wenn ich eine Antwort erhalten

nächster Post, ich versäume

nichts, aber man kommt eben nicht vorwärts. Deshalb

Seinige zu er-

halten, wenn es auch ein Opfer kostet, doch werde ich mir nur gefallen lassen was

ichmus.

muß man alle unnützen

Weitläuftigkeiten meiden und nur suchen das

Ich danke Dir indessen

für Deine Mittheilungen, seit langer Zeit sind sie das

erste was ich von dieser Sache wieder höre.

/. Schopenhauer

166

VI

Weimar, à. 24. \u039d\u03bf\u03c5: 1816

Aus einliegendem Briefe den idi gestern erhielt, wirst Du sehen daß die Verthei-

geschehen ist ehe Dein Brief an Skerle, oder auch der meinige von

und ihm unsern Vor- und ein Brief den ich

lung 81 vermuthlidi

hier ankommen

konnte. Ich habe Skerlen heute geantwortet

theil aufs Beste empfohlen. Meine persönliche Bekanntschaft

um ihn anzutreiben,

aus Mannheim an ihn schrieb, haben ihn vermuthlich so schnell

auf einmahl gemacht. Eigentlich scheint es uns auch nur schnell. Wie Du die Regierung zwingen willst die Coupons zu nehmen

der einzige Weg dazu ist daß Du sie beim König

meinst, last sich bei einem

ganzen

Kollegiumnichts,

begreife

ich nicht,

wie Du

Hat es Dir

verklagst. Durchsezen

das geht seinen

Gang.

aber Unrecht gethan, so kannst Du klagen, eher nicht,und dazu ist immer noch Zeit,

hast Du das Geld erst in Händen so ist es um so besser. Ich spreche imSinn Deines

Vaters, der immer behauptete man müsse erst sich in Besitz setzen und hernach sein

Recht verfechten.

Ob ein Prozeß

gegen

die Regierung Dir nicht mehr kosten wird

als 18 p. c. der Erbschaft, steht dahin. Es ist ja auch noch gar nicht erwiesen daß die

Coupons durch Schuld der Regierung werthlos Skerlen diesen Punkt besonders empfohlen.

sind, wieDu meinst, ich habe indessen

Wie soll ich Mühlen zum Aufseher der Regierung setzen, thu Du es selbst wenn

wollten so müßte

Kollegiumdazu vereinen, wie ist das denkbar? Ich verstehe Dich

Du es für nöthig hälft] st. Wenn sie uns ein Kapital unterschlagen

sich ja das

gar

nicht,

ganze

bald schreibst Du Preußen

wäre nicht Algier, bald machst Du die ganze

MacLean und Kabruns Vor-

Regierung zu Dieben. Skerle ist ehrlich,Muhl, Almondi,

steher

der Handlung, Dodenhoff 32 , versichern mich dessen. Er ist reich, hat einen

Theil an der sehr einträchtlichen Handlung seines verstorbenen Schwiegervaters Ger-

lach und seine Frau war eins der reichsten Mädchen in

Danzig. Solche Leute stehlen

in der Regel nicht. Ich habe 9 Wochen täglich mit ihm gelebt, ihn genau beobachtet,

manches

dem seine Vollmacht giebt

braucht der wieder einen Aufseher, und es wird wie mit dem der über die Pyrenäen

reiste und seinem Maulthier einen Barbier mitnahm. Doch so wie es auf Glauben an Menschen ankommt werden wir uns nie verstehen, thu Du daher was Dir Recht

lächerliche

aber nichts unrechtliches

an ihm gefunden. Wenn man jeman-

muß man ihm trauen, setztest Du ihm einen Aufseher, so

d