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Studierendenmagazin der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen pflichtlektüre o92009
Studierendenmagazin der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen
pflichtlektüre
o92009
www.pflichtlektuere.com
Sex auf
dem Campus
Dirty Talk und One-Night-Stands:
Studenten packen aus!
Christine lässt sich im Männer-Fach nicht unterkriegen
Einsam unter Masch-Bauern
Bitte melde dich!
Im Fundbüro warten haufenweise USB-Sticks auf ihre Besitzer
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S02 VOR-SPIEL

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S02 VOR-SPIEL A 3 6 7 _ 0 2 WAs geht t ina Dico verzaubert fast
S02 VOR-SPIEL A 3 6 7 _ 0 2 WAs geht t ina Dico verzaubert fast

WAs geht

S02 VOR-SPIEL A 3 6 7 _ 0 2 WAs geht t ina Dico verzaubert fast

t ina Dico verzaubert fast jeden. Die dänische Komponistin und Sängerin ist blond, zu- ckersüß und hat eine atembe- raubende Stimme. Ihre ruhi-

gen, folkorientierten Popsongs gehen ans Herz. Sie sind poetisch, intelligent und anrührend - so wie Dico selbst.

Noch ist die 32-Jährige in Deutschland ein Geheimtipp, in ihrem Geburtsland ist Dico jedoch längst ein Star. Sie ver- drängte in den dortigen Charts U2 und Coldplay von der Pole-Position und heimste diverse Musikpreise als beste Songwriterin (beim Dänischen Gram- my) sowie beste Komponistin (Danish Music Critics Award) ein. Im April hat Dico ihr fünftes Album veröffentlicht, die EP-Trilogie „A Beginning, A Detour, An Open Ending“.

Jetzt tourt Tina Dico durch Deutschland. Am Dienstagabend, 27. Oktober, spielt sie im Bahnhof Langendreer. Mit ihren feinen Melodien, perfekten Stimmphra- sierungen und jenen unbeschreiblich warmen und souligen Akustik-Grooves wird sie ihr Publikum sicherlich über- zeugen - und so manchem Mann mit ih- rer elfenhaften Art den Kopf verdrehen.

Tina Dico, 27. Oktober, Bochum, Bahnhof Langendreer, 20 Uhr, 24,60 Euro

kas/foto: Veranstalter

Langendreer, 20 Uhr, 24,60 Euro kas/foto: Veranstalter Neulich iN DeutschlAND A utofahren kann ja nicht so

Neulich iN DeutschlAND

24,60 Euro kas/foto: Veranstalter Neulich iN DeutschlAND A utofahren kann ja nicht so schwer sein. Kann

A utofahren kann ja nicht so

schwer sein. Kann es aber

doch, habe ich bemerkt, als

ich, frisch aus meinem Aus-

landssemester in Irland zu-

rückgekehrt, die Tür des Wagens öffne- te und den Beifahrersitz sah. In Irland fährt man nämlich links. Also ist der Fahrersitz rechts. Dafür ist der Schalt- knüppel links (zurück in Deutschland:

einmal in die Fahrertür gegriffen). Und der Blinkhebel ist auch auf der anderen Seite (an jeder Kreuzung vom Scheiben- wischer überrascht worden). Außer- dem haben in Deutschland Abbieger und Fußgänger gleichzeitig grün und Fußgänger Vorfahrt. In Irland haben die Fußgänger rot und keine Vorfahrt, laufen aber trotzdem. Die „Wir nehmen es dir nicht übel, wenn du aus der un- übersichtlichen Einfahrt rauskommst und mir die Vorfahrt nimmst“-Regel

aus Irland existiert hier nicht, dafür aber Kreuzungen ohne Vorfahrtsschil- der (Stichwort: „rechts vor links“). Und wehe, man hält sich nicht dran, denn deutsche Autofahrer regen sich ger- ne auf. Gerne - und viel. Jeder Verstoß gegen die Bibel des Straßenverkehrs (StVO) wird mit aufgeregten Rufen, unrühmlichen Handbewegungen oder einem lauten Hupen bestraft. Ordnung muss sein! Ich fahre dann doch lieber Bus. Hierzulande gibt es nämlich Fahr- pläne an den Haltestellen - und die Busse kommen auch wirklich! In Irland wartet man einfach. Und wenn keiner kommt, geht man in ein Pub. foto: nm

stephanie Kwoll (23) studiert Angewand- te literatur- und Kulturwissenschaften in Dortmund und kommt gerade aus dem Auslandssemester in irland.

und kommt gerade aus dem Auslandssemester in irland. cAMPus-KoPf t urnen bis in die Urnen. Diesen
und kommt gerade aus dem Auslandssemester in irland. cAMPus-KoPf t urnen bis in die Urnen. Diesen
und kommt gerade aus dem Auslandssemester in irland. cAMPus-KoPf t urnen bis in die Urnen. Diesen

cAMPus-KoPf

kommt gerade aus dem Auslandssemester in irland. cAMPus-KoPf t urnen bis in die Urnen. Diesen Satz

t urnen bis in die Urnen. Diesen

Satz aus einer Vorlesung hat

sich Bärbel Peiseler zu Herzen

genommen. Denn seit vier Se-

mestern hält sich die 61-Jährige

mit einem Studium an der TU Dortmund fit. Jede Woche sitzt sie im Rahmen des „Weiterbildenden Studiums für Senio- rinnen und Senioren“ zwischen den TU- Studenten und lauscht mit ihnen Vorle- sungen in Psychologie und Gerontologie. Nicht ohne Absicht: „Was ich dort lerne, kann ich bei meiner ehrenamtlichen Ar- beit in der Suchtkrankenhilfe in Witten anwenden“, sagt Peiseler.

Der Uni-Alltag gefällt der 61-Jährigen. An den Campus hat sie sich längst ge- wöhnt und auch die Arbeit mit dem PC ist kein Problem für Bärbel Peiseler, die

früher in der Stadtverwaltung gearbei- tet hat. Neben dem Lernen sind es die sozialen Kontakte, die ihr Spaß machen:

„Die halten mich geistig fit.“ Und so fin- det sie zwischen den Veranstaltungen immer mal Zeit für einen Plausch mit den anderen Seniorenstudentinnen im Sonnendeck bei Kaffee oder Currywurst mit Pommes. Einen großen Bewunderer hat die Seniorenstudentin übrigens in ihrem 13-jährigen Enkel gefunden. Als der seine Studenten-Großmutter ein- mal an die Uni begleiten durfte, stellte er nur erstaunt fest: „Mensch Oma, das find‘ ich aber cool.“

alwa/foto:alwa

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START-BLOCK S03

A167_03 START-BLOCK S03 HERZ - STÜCK diesmal Enthüllt: Das Sexleben eurer Kommilitonen. S14 DUISBURG/ESSEN S04

HERZ-STÜCK diesmal

Enthüllt: Das Sexleben eurer Kommilitonen. S14
Enthüllt: Das
Sexleben eurer
Kommilitonen.
S14

DUISBURG/ESSEN

S04

… Durchblick nicht nur für Erstis: Das Uni-ABC.

S06

… USB-Stick und Seminarschein gesucht? Hilfe gibts im Fundbüro.

RUHR-BLICK

S08

… Henne im Korb: Studentinnen in technischen Studienfächern.

HERZ-STÜCK

S14

… Campus-Sex: Schnelle Nummern und heimliche Liebschaften.

DIENST-BAR

S18

… Selig, Muse und andere Utopien: Die Kulturtipps.

Zur Ausgabe

N eues Semester, neues Team. Seit Mitte Oktober arbei- ten 18 neue Redakteure in der pflichtlektüre-Redaktion in Dortmund. 20 neue Mitarbeiter sind in Essen unter- wegs.

Wie immer zu Vorlesungsbeginn ist es spannend. Wie immer geht nicht alles glatt. Wie immer ist die erste Ausgabe des Semesters eine Her- ausforderung für alle, die in der Redak- tion anfangen.

Wenn du Lust hast, dabei zu sein, oder eine Geschichte hast, über die wir unbe- dingt schreiben sollten, melde dich. Wir freuen uns über deine Mails an post@ pflichtlektuere.com.

freuen uns über deine Mails an post@ pflichtlektuere.com. Unsere nächste Ausgabe erscheint am 10. November. Im

Unsere nächste Ausgabe erscheint am 10. November. Im Internet gibt's aber öf- ter was Neues. Unter www.pflichtlektuere.com findest du News von deiner Uni, Berichte, Videos und Termine.

Viel Spaß beim Lesen!

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S04 DuiSburg/ESSEn: iM HörSaal A 1 6 7 _ 0 4

S04 DuiSburg/ESSEn: iM HörSaal

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Hier wird euch geholfen

Ihr wollt nicht mehr grün hinter den Ohren sein? Die pflichtlektüre klärt euch Erstis über die wichtigsten Begriffe rund ums Studium auf!

landssemester und -praktika in allen EU-Ländern und hilft bei der Finanzierung. Die Bewerbung ist allerdings nur etwas für Frühaufsteher: Meistens muss man sich etwa ein Jahr vor dem geplanten Auslandsaufenthalt bewerben. Im Idealfall er- kennt die Uni all eure im Ausland erworbenen Scheine an, so dass ihr kein Semester verliert.

F = Fachschaft

chen und die richtigen Scheine im richtigen Se- kretariat abzuholen.

G = Geld

Geld kann man als Student immer gebrauchen – besonders seit Einführung der Studiengebühren. Jedes Semester müssen wir tief in die Tasche grei- fen und fast 700 Euro an die Uni überweisen. Wo- für die Uni die Beiträge verwendet werden, könnt ihr hier genau nachlesen: www.pflichtlektuere. com. Wenn euer Geld mal gar nicht mehr reicht, hilft vielleicht die Jobvermittlung weiter.

Literatur heraussuchen, Klausuren korrigieren, Tutorien geben – all das erledigen die Hiwis an der Uni. In der Regel besetzen Studenten die Stel- len der „Hilfswissenschaftler“.

I = Institut

Meinungsforschungsinstitut, Robert-Koch-Insti- tut, ifo-Institut – alles Namen, die ihr irgendwo schon einmal gehört habt. Der Begriff „Insti- tut“ wird euch von nun an tagtäglich be- gegnen. Er bezeichnet Forschungs- bzw. Lehreinheiten, die es an allen Universitä- ten gibt.

J = Jobvermittlung

Das Geld ist knapp? Da hilft nur ein Job! Und die Uni Duisburg/Essen hilft euch weiter: Auf den Internetseiten der Universität findet ihr etliche Jo- bangebote – vom Werkstudenten- job über die Hiwi-Anstellung bis zur Professorenstelle. Mehr unter: www. pflichtlektuere.com

K = Kommilitone

Das Wort Kommilitone stammt aus dem Lateini- schen („commilito“) und bedeutet streng über- setzt „Kriegsgefährte“, „Kriegskamerad“ oder „Mitsoldat“. Im Uni-Sprachgebrauch ist dagegen ganz harmlos der „Studienkollege“ gemeint – wo- bei im harten Alltags-Kampf die lateinische Be- deutung vielleicht manchmal gar nicht so weit hergeholt ist.

L = Lehrstuhl

Jeder Fachbereich an der Uni hat verschiedene Lehrstühle. Grundsätzlich ist mit dem „Lehr-

A = AStA

Der Allgemeine Studierendenausschuss vertritt eure Interessen gegenüber den verschiedenen Uni-Gremien und ist damit so etwas wie die „Stu- dentenregierung“. Jedes Frühjahr wählen alle Studenten der UDE das Studierendenparlament. Das StuPa wählt dann den AStA. Der AStA ist in Referate aufgeteilt, die sich unterschiedlichen Aufgaben widmen. Außerdem berät euch der AStA in sozialen und rechtlichen Fragen.

B = BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz re- gelt, welcher Student wieviel Geld vom Staat bekommt. Das hängt erstens vom eigenen Ver- mögen und zweitens von dem der Eltern ab. Der maximale Satz beträgt 643 Euro im Monat. Die Hälfte davon ist ein Stipendium, die andere Hälf- te ist ein zinsfreier Kredit, der erst nach dem Ab- schluss fällig wird. Mehr Infos unter: http://stu- dentenwerk.essen-duisburg.de.

C = Campus

Die Uni Duisburg-Essen hat offiziell keinen Sitz. Man kann also auch nicht von DEM Campus der UDE sprechen. Seit ihrem Zusammenschluss ver- teilt sie sich auf den Campus in Essen und den in Duisburg. Die Folge: Viele Studenten müssen öf- ters zwischen den Standorten pendeln.

D = Diplom

Begriffe wie Credit-Points, Module und Regelstudienzeit sind dem Di- plomer fremd. Wegen seiner zu ho- hen Kosten und seiner angeblich nicht stark genug ausgeprägten Karriereorientierung wird der Diplomstudierende vom Ba- chelor allmählich aus der Uni gedrängt. Die letzten Exemp- lare schlafen gerne in Hörsälen und Mensen auf ihren 200-Seiten dicken Diplomarbeiten und wun- dern sich über das Bachelor-Ge- wusel um sie herum.

E = ERASMUS

Genug vom Pott? Dann ab ins Ausland! Dabei hilft das Eu- ropean Region Action Scheme for the Mobility of University Students-Programme der EU, kurz: Erasmus. Es fördert Aus-

Die Fachschaft ist euer Freund. Sie besteht aus Kommilitonen aus eurem Studiengang und hilft bei allen Problemen. War eine Klausur zu schwie-

rig? Ist der Prof wieder gemein? Willst du endlich mal wieder gepflegt in die Kneipe? Für all diese

H Probleme hat deine Fachschaft die richtigen Ant- worten parat. Sie helfen euch, die richtigen
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Duisburg/EssEn: im Hörsaal s05

stuhl“ die Stelle eines Professors gemeint, der auf einem bestimmten Sachgebiet forscht und lehrt.

M = Mensa

Ohne Mensa am Mittag wäre der Uni-Alltag wohl nur halb so schön. Ob Geflügel, Schwein, Rind oder Vegetarisch – hier findet sicher jeder ein An- gebot, das ihm schmeckt. Und das für ziemlich wenig Geld: Das Essen kostet meist zwischen ei- nem und vier Euro.

N = NRW-Semesterticket

Das Heiligtum für jeden Studenten ist im Semes- terbeitrag enthalten. Mit dem Ticket könnt ihr al- le Busse, Bahnen und Züge in ganz NRW nutzen. Bei den Fahrkartenkontrolleuren braucht man allerdings starke Nerven. Diskussionen mit dem Bahnpersonal kann man aber vermeiden: Druckt das Ticket am besten in Originalgröße aus und tragt es gemeinsam mit Studi-Ausweis und Perso bei euch. Dann kann selbst der schlecht gelaunte Kontrolleur nicht mehr meckern.

O = Online-Plattformen

Auch die Uni Duisburg-Essen bietet den Service des e-Learnings für Studierende und Lehrende an. Das Studienportal bietet Zugang zu Informa- tionen, Anwendungen und Lernmaterialien des digitalen Campus. Kurs- und Prüfungsanmeldun- gen, zahlreiche Kommunikationstools, aktuelle Informationen wie Mensaspeisepläne und Stel- lenmärkte – all das ist über das Studienportal abrufbar.

P = Pflichtlektüre

Duisburg/Essen. Die seit März 2007 bestehende Allianz soll das Ruhrgebiet durch Vernetzung von Verwaltung und Lehre langfristig zu einem füh- renden Studienstandort machen.

S = Schein

Schein oder nicht Schein, das ist hier die Frage. Denn ein Schein gilt als einziger Nachweis über die Kursteilnahme und Leistungen des Studieren- den. Er ist der lang ersehnte Leistungsnachweis, den Lehrende uns Studierenden am Ende des Se- mesters nach der Seminarteilnahme ausstellen.

T = Tutorium

Ein Tutorium kann man als Nachhilfeunterricht in einer Gruppe verstehen. Ein Tutor - oft ein Stu- dent aus einem höheren Semester - übt mit ande- ren Studierenden Stoff aus einer Vorlesung wei- ter ein. Oft erklärt er komplexe Themen, die in der Vorlesung zu kurz gekommen sind und geht auf Fragen der Studierenden ein. Scheine oder Extra- punkte gibt es bei Tutorien allerdings nicht.

U = Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek beherbergt geballtes Fachwissen. Für manche Studierende wird sie zu

Zweit-

Prüfungszeiten sogar wohnsitz. Die

zum

alles, was das wissensdurstige Hirn begehrt – un- terteilt in eine Lehrbuchsammlung, einen großen Zeitschriftenbestand und ein Universitätsarchiv.

V = Vorlesungsverzeichnis

Das gedruckte Vorlesungsverzeichnis (kurz VVZ) enthält neben allen Vorlesungsdaten auch viele Infos zur Universität und den einzelnen Fakul- täten. Kostenlos sind allerdings nur die Online- Vorlesungsverzeichnisse, die sich auf die Lehrver- anstaltungen beschränken. Unter www.uni-due. de/vv finden UDE-Studenten die Vorlesung ihrer Wahl.

W = Wohnheim

Die meisten Wohnanlagen in Duisburg und Es- sen betreut das Studentenwerk. Um einen Wohn- platz muss man sich per Antrag bewerben – dies kann online (http://www.studentenwerk.essen- duisburg.de) oder persönlich bei der Wohnheim- verwaltung auf dem Essener Campus (Reckham- merweg 1) erledigt werden. Besonders beliebt sind die Wohnheime „Auf der Union“ (Essen) und „Tulpenstraße“ (Duisburg) Um dort einen Platz zu ergattern, muss man oft ein paar Monate war- ten.

X = X-Matrikulation (Sprich: Exma-

trikulation)

UB umfasst Bücher, Zeit- schriften, DVD-Bestände – einfach
UB umfasst
Bücher,
Zeit-
schriften,
DVD-Bestände
– einfach

Bei einer Exmatrikulation wird der Student von der Liste der angemeldeten Studierenden einer Uni gestrichen. Dies kann mehrere Gründe ha- ben: Er hat sein Studium erfolgreich absolviert, eine Prüfung endgültig nicht geschafft oder nicht rechtzeitig seine Gebühren bezahlt. Man kann sich auch selbst exmatrikulieren lassen.

Nicht vergessen: Diese Lektüre ist in der Tat Pflicht! Denn das zweiwöchig erscheinende Studierendenmagazin der drei Ruhrunis Dort- mund, Bochum und Duisburg-Essen ist von Studenten und für Studenten gemacht. Hier erfahrt Ihr alles Wissenswerte rund ums Campusleben, Lokales, Wissenschaft und Kultur. Das Magazin liegt an allen drei Campus aus und ist kostenlos. Wer lieber online unterwegs ist, surft auf pflicht- lektuere.com. Hier findet ihr noch mehr und aktuellere Geschichten zum Uni- alltag. Und für die Ohren gibt es Cam- pusFM. Produziert von Studierenden, ist man immer auf dem Laufenden in Sachen Musik, Kultur, Politik und Sport. Als Live- Stream ist der Sender im Internet zu empfangen.

Q = Quereinstieg

Y = Yeehaaa! (Ausruf zu Beginn der Semesterferien)

Die „vorlesungsfreie Zeit“ gibt es an Unis üblicherweise von Anfang Feb- ruar bis Mitte April und Ende Juli bis Mitte Oktober. Die meisten Studie- renden erarbeiten sich in der Zeit ihre Studiengebühren. Viele ver- bringen die Ferien aber auch mit Nachprüfungen, Seminaren oder Vorbereitungskursen.

Z = Zentrale Verwaltung

Hier wird geplant, verwaltet und sich um alle rechtlichen Dinge an einer Universität gekümmert. Die zentrale Verwaltung ist sozusagen ein Dienst- leister für Studierende, Lehrende und alle Studieninteressierte. Angeführt wird sie vom Kanzler der Hochschu- le.

text sam, joz, mv, alwa fotos Nadine Maaz

Der Quereinstieg in ein Studium ist nix ande- res als ein Wechsel von einem Studium in ein anderes. Um die Einstufung in ein höheres Semester zu gewährleisten, müssen die Leis- tungen aus dem bisherigen Studium aner- kannt werden.

R = Ruhrallianz

dem bisherigen Studium aner- kannt werden. R = Ruhrallianz Die „Universitätsallianz Metropole Ruhr“ ist ein

Die „Universitätsallianz Metropole Ruhr“ ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Dortmund, Bochum und

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S06 DUISBURG/ESSEN: IM HÖRSAAL

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Wo is dat Ding?

An der Uni verlorene und vergessene Sachen sucht ihr am besten im Fundbüro.

Vergessen und nicht abgeholt: Im Fundbüro liegen Kleidungsstücke aller Art. Von der Jacke bis zum
Vergessen und nicht abgeholt: Im Fundbüro liegen Kleidungsstücke aller Art. Von der Jacke bis zum Rucksack
ist alles dabei. Auch Gebrauchsgegenstände wie Schirme, Schlüssel oder Ausweise sind keine Seltenheit.

D as Seminar ist zu Ende. Die Sachen schnell eingepackt, den leeren Kaffee- becher mitgenommen, ab in die Biblio- thek. Später merke ich: Etwas stimmt nicht. Dieses Gefühl, als ob man etwas

vergessen hat, kennt wahrscheinlich jeder. Ich schaue in meine Tasche rein. Heft, Kulis, Geldta- sche – alles da. Aber meine Mütze! Ich habe sie im Seminarraum vergessen. Ich laufe schnell zurück ins R12-Gebäude.

Der Seminarraum ist leer. Meine Mütze, ein Ge- schenk meiner Oma, ist nicht da. Der Pförtner sieht mich skeptisch an, als ich ihm die Geschich- te erzähle. Er sagt erbarmungslos: „Keine Mütze wurde abgegeben“. Ich frage nach, ob wir ein Fundbüro haben. Dies befindet sich im Gebäude T01, der Eingang ist auf der Segerothstraße, erfah- re ich.

Das Fundbüro ist gar nicht so einfach zu finden. Ich frage die Studierenden, die neben dem Ge- bäude stehen, ob sie mir weiterhelfen können und wissen, wo sich das gesuchte Büro finden lässt. Das kennt keiner. Dann gehe ich einfach in eine geöffnete Tür rein. Im Erdgeschoss sehe ich ein Schild, wo mit großen Buchstaben „Poststel-

le“ steht. Unten rechts klein geschrieben: „Fund- stelle“. Ich habe es gefunden! Aber heute hat das Büro leider schon zu.

Als ich mich am nächsten Morgen dort nach meiner Mütze erkundige, fragt die Mitarbeiterin:

„Wann genau haben Sie ihre Mütze verloren? Die- se Woche?“ Sie bringt mir zwei schwarze Mützen. Keine der beiden ist meine. Scheinbar bin nicht nur ich so vergesslich. Durchschnittlich kommt drei Mal in der Woche jemand beim Fundbüro vorbei. „Leider ist es oft so, dass die Sachen ab- gegeben werden, nach denen kein Student fragt. Und die Sachen, wonach gefragt wird, sind selten abgegeben worden,“ erzählt die Leiterin der Post- und Fundstelle Brigitte Melzer.

Abgegeben, aber nie abgeholt

Zwar wurden schon Portmonees und Handys ge- bracht, doch am häufigsten werden beim Fund- büro verlorene Mützen, Schals und Regenschirme abgegeben. Gefragt wird nach den Kleidungstü- cken aber selten. Meist suchen Studenten laut Melzer nach ihren Studierendenausweisen. Da- bei sollen sie sich eigentlich keine Sorgen ma- chen. Im Büro acht des Studierendensekretariats, Bereich „Chipkarte“, kann man mit einem Perso-

Bereich „Chipkarte“, kann man mit einem Perso- TOP 5 VERGESSENE SACHEN: 1. Studierendenausweis 2.

TOP 5

VERGESSENE SACHEN:

1. Studierendenausweis

2. USB-Sticks

3. Scheine auf dem Uni-Kopierer

4. Taschen

5. Portmonees

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A167_07 DUISBURG/ESSEN: IM HÖRSAAL S07

DUISBURG/ESSEN: IM HÖRSAAL S07

nalausweis und einem Foto einen neuen Studie- rendenausweis sofort bekommen. Der alte wird gesperrt, damit keiner mit ihm Bücher in der Bi- bliothek ausleihen bzw. in der Mensa bezahlen kann. Das beste dabei: Der neue Ausweis kostet nichts. Noch vor einem Jahr sollte man fünf Euro dafür zahlen. Seit dem 30. April 2008 ist der zwei- te (auch der dritte, der vierte usw.) Studierenden- ausweis nach dem Rektoratsbeschluss kostenlos.

Nach Monaten sortiert

Das Fundbüro der Uni ist eine wahre Fundgru- be. Der ganze Schrank ist voll mit Handschuhen, Mützen, Schals. In Kästchen an der Wand sind Schlüssel, USB-Sticks, Ketten und sogar Handys nach den Monaten, in denen sie abgegeben wur- den, sortiert. In der Ecke steht ein einsamer Eimer mit den Regenschirmen. Was passiert denn mit allen diesen Sachen, wenn ihre Besitzer sich nicht melden?

„Wenn Jacken, Schals, Taschenrechner im Laufe eines Jahres nicht abgeholt werden, dann spen- de ich sie der Caritas oder anderen Organisatio- nen. Karten und Tickets, die man nicht zuordnen kann, wo keine Anschrift darauf steht, vernichte ich“, sagt Melzer. Sie schaut sich sorgsam die ver- gessenen Sachen auf den Regalen an, zeigt auf eine rosa Tasche mit einer Schleife: „Das ist un- ser absolutes Highlight!“ Vielleicht sieht jetzt die Inhaberin ihre Tasche auf dem Foto und meldet sich dann beim Fundbüro. Mir bleibt nur meine Oma zu fragen, ob sie mir eine neue Mütze stri- cken kann.

text und fotos Olga Kapustina

Einsam: Die zartrosa Handtasche und diverse Handys warten seit Wochen auf ihre Besitzer.
Einsam: Die zartrosa Handtasche und diverse Handys warten seit Wochen auf ihre Besitzer.

pflichtlektüre empfiehlt

Doping im Hörsaal

Doping im Hörsaal Traubenzucker war gestern. Ist Ritalin das Zauberwort bei Prü- fungsstress und

Traubenzucker war gestern. Ist Ritalin das Zauberwort bei Prü- fungsstress und Konzentrationsproblemen? Das Interesse der Studierenden scheint groß. Aber wie gefährlich ist der Trend zum Pauken auf Pillen? Und wie kommen überhaupt so viele Studierende an die Tabletten mit Suchtgefahr? pflichtlektuere. com legt für euch nach und ist diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Der Computer-Check

Der Computer ist aus dem Alltag der meisten Studenten nicht mehr wegzudenken. Für viele ist er eine Blackbox. Das kann böse Folgen haben. Speziell dann, wenn Kriminelle Passwörter oder Bankverbindungsdaten abfangen. pflichtlektuere. com erklärt, worauf ihr im Netz achten müsst und wie ihr euren Rechner vor Angriffen schüt- zen könnt.

Hohe Hürde Latinum

vor Angriffen schüt- zen könnt. Hohe Hürde Latinum Für viele Lehramtsstudenten ist das Latinum eine große

Für viele Lehramtsstudenten ist das Latinum eine große Hürde. Manche büffeln zeitweise fast nur für diese Prüfung und verwandeln sich in lebende Grammatik-Maschinen. Mancher Student fragt sich, was das Latinum heute eigentlich noch bringt : Ist es ein Relikt, das sich längst überlebt hat, oder gehört es nach wie vor zur Ausbildung eines angehendende Pädagogen?

Mehr auf dem neuen Online-Portal: www.pflichtlektuere.com

S08 RUHR-BLICK: IM HÖRSAAL A 3 6 7 _ 0 8

S08 RUHR-BLICK: IM HÖRSAAL

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Exoten im Hörsaal

Wir sind Kanzlerin, Fußballweltmeisterin und die Hälfte aller Studierenden sind Frauen. Trotz- dem gibt es noch immer Männerdomänen. Ein Streifzug durch Studienfächer der Allianz-Unis.

Henne im Korb: Als Maschinenbaustudentin hat man Henne im Korb: Als Maschinenbaustudentin hat man Henne
Henne im Korb: Als Maschinenbaustudentin hat man
Henne im Korb: Als Maschinenbaustudentin hat man
Henne im Korb: Als Maschinenbaustudentin hat man
freie Männerwahl.
freie Männerwahl.
freie Männerwahl.

N icht ohne Wehmut erzählt Christine Dudalski von ihren schlechten Erfah- rungen mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz in einem typischen Männerberuf. „Eigentlich wollte ich

nach dem Abi eine Ausbildung zur Kfz-Mecha- tronikerin machen. Weil es in den Betrieben aber keine sanitären Anlagen für Frauen gab, hatte ich keine Chance.“ Abgeschreckt hat das die 22-Jährige aber trotz- dem nicht. Mittlerweile studiert sie im dritten Se- mester Maschinenbau an der RUB – und gehört als Frau auch hier zur Minderheit unter den Stu- dierenden. „Am Anfang des Studiums habe ich unter fast 450 Erstsemestern keine einzige Frau gesehen“, erinnert sich Christine.

Männerdomäne Maschinenbau

Zwar hat sie im Laufe der Zeit doch noch ein paar weitere Studentinnen kennengelernt, ganz getäuscht hat sie ihr erster Eindruck aber nicht:

Nur rund 19 Prozent aller Maschinenbau-Studie- renden an der RUB sind weiblich, einzig im Fach- bereich Elektro- und Informationstechnik gibt es noch weniger Frauen (zehn Prozent). An der TU Dortmund und der Uni Duisburg-Essen sieht es ähnlich aus; mit zehn Prozent (TU) beziehungs- weise 17 Prozent (UDE) Frauenanteil gehört auch Informatik zu den „männerdominierten“ Studi- enfächern.

Die typischen Vorurteile kennt Christine natür- lich: „Bist du familiär vorbelastet oder hast du echtes Interesse an dem Fach?“ Klar, darauf will

sie manchmal gar nicht antworten. Dabei klin- gen ihre Beweggründe ziemlich logisch: Ihr Vater ist Mechatroniker, ja. Aber sie hat in ihrer Freizeit auch schon immer gerne an Autos geschraubt – „und Chemie, Mathe und Physik waren meine Lieblingsfächer in der Schule, in Sprachen war ich dagegen eine totale Niete.“

Wenn die Dozenten den Frauen im Hörsaal manchmal die Dinge zweimal besprechen, fühlt sich Christine, als ob man sie „für dumm erklärt“. Schließlich gehören die Studentinnen oft zu denjenigen, die trotz hoher Durchfallquoten die Klausuren bestehen. Über männliche Studenten, die lieber bei einer Klausur durchfallen, als mit den Frauen zu lernen, kann sie nur lachen. Das ist aber eher die Ausnahme: „Eigentlich verstehen wir uns unter den Kommilitonen richtig gut“, sagt Christine.

Bessere Berufschancen

Vorurteile hin oder her – die Universitäten sind schon seit längerem bemüht, das Bild zu wenden, um mehr Frauen für die typischen „Männerstu- dienfächer“ zu begeistern und an die Uni zu lo- cken. So können bei der „Sommeruniversität“ an der Uni Duisburg-Essen Schülerinnen aus ganz Deutschland schon lange vor ihrem Studium eine Woche lang im Bereich der Natur- und Ingenieur- wissenschaften forschen, experimentieren und Vorlesungen besuchen. „Ich bin erstaunt von der guten Resonanz in diesem Jahr“, sagt Koordinato- rin Silke Gramsch. Die 150 Plätze seien schon vor Ende der Bewerbungsfrist vergeben gewesen.

seien schon vor Ende der Bewerbungsfrist vergeben gewesen. Beim Projekt „mailmento- ring+“ an der RUB schlüpfen

Beim Projekt „mailmento- ring+“ an der RUB schlüpfen Studentinnen in die Rolle von Mentorinnen. Jede der teilnehmenden Studen- tinnen kommuniziert ein halbes Jahr lang mit einer Schülerin per E-Mail und berichtet ihr von den eige- nen Erfahrungen in den Na- tur- bzw. Ingenieurwissen- schaften. „Unsere Projekte sollen Hemmschwellen abbauen und helfen, eine Studienwahlentscheidung zu treffen“, sagt Ansprech- partnerin Magdalena Zo- merfeld. Aktuell gibt es 15 dieser „Tandems“, von de- nen auch die Studentinnen – nicht zuletzt durch ein Zertifikat – profitieren.

Julian Urbons ist in seinem Studienbereich ebenfalls ein Exot, auch wenn er das

selbst nicht so empfindet. Der 21-Jährige studiert Re- habilitationspädagogik an der TU Dortmund und ist damit Student in einem „typischen Frauenfach“. Etwa 40 Studenten gibt es in seinem Semester – neben 300 Studentinnen. Vorurteile hat Julian bisher nicht zu spüren bekommen.

Unverhoffte Studienfachwahl

Sein Beweggrund, das „frauendominierte“ Fach Rehabilitationspädagogik zu studieren, war eher zufällig. Früher habe er nicht im Entferntesten daran gedacht, etwas in diesem Bereich zu ma- chen. „Das ganze kam erst durch meinen Zivil- dienst“, sagt der 21-Jährige. „Mit der Zeit an der Schule habe ich immer mehr Gefallen an der Ar- beit gefunden – die ganze herzliche Art, die man dort aufbrachte“, erzählt Julian. Das hat ihn dann schließlich bewogen, das Fach zu studieren.

Damit steht Julian nicht allein da: Eine Studie an der Uni Dortmund hat die Beweggründe von Männern für ein Studium in der Sonder- bzw. Re- habilitationspädagogik mit dem Ziel untersucht, die Männerquote in dem Fach und auch allge- mein in dem Berufsfeld zu erhöhen. Das Ergebnis:

Die meisten der untersuchten männlichen Stu- dierenden hatten vorher Zivildienst abgeleistet. Julians spätere Jobchancen dürften in seinem Berufsfeld gut stehen. Und auch Christine blickt zuversichtlich in die Zukunft: „In den größeren Unternehmen gibt es schließlich auch Sanitäran- lagen für Frauen.“

text und foto Anna-Lena Wagner

A367_09

A367_09 RUHR-BLICK: IM HÖRSAAL S09

RUHR-BLICK: IM HÖRSAAL S09

Fernsehen von euch

Die Qualität der deutschen Fernsehlandschaft nimmt immer weiter ab. Die Studierenden der Ruhrgebiets-Unis haben nun selbst die Chance, es besser zu machen.

D ie Universitäten der Ruhr-Allianz ma-

chen bald gemeinsam Fernsehen. Das

Bochumer Institut für Medienwissen-

schaft etwa erhält 50.000 Euro, um sei-

ne Redaktion technisch auszustatten.

Auch der Studiengang „Literatur- und Medien- praxis“ der Uni Duisburg-Essen bekommt Unter- stützung. Das Geld kommt von der Landesanstalt für Medien (LfM).

Die Fernsehbeiträge aus Bochum und Essen werden dann beim TV-Lernsender. NRW ausge- strahlt. Studenten der TU Dortmund bauen den landesweiten Ausbildungs- und Erprobungska- nal gemeinsam mit dem Professor und ZDF-Jour- nalisten Michael Steinbrecher auf. Wesentliches Anliegen des Lernsender-Projektes ist es, Studie- renden und Auszubildenden die Möglichkeit zu bieten, eigene Fernsehbeiträge zu produzieren.

TV-Magazin aus Bochum

Dass die Ruhruni sogar die Höchstfördersumme erhält, freut die Bochumer Projektleiterin Indira Dupuis. Frisch motiviert von der jüngsten Finanz- spritze, hat sie für die Lernredaktion große Pläne:

„Wir werden die Redaktion inhaltlich in zwei Be- reiche teilen. Einmal sollen die Studierenden die konventionelle Berichterstattung erlernen. Im zweiten Bereich sollen sie dann auch neue For- mate entwickeln.“

Demnächst wird es sogar eine Magazinsendung von der RUB geben. Sie soll regelmäßig über zehn Minuten ausgestrahlt werden. „Wir wollen die Menschen da draußen ein bisschen über unser

Leben an der Uni aufklären, gerade weil die RUB so einen Inselcharakter hat.“ Die Förderung läuft zunächst bis September 2010. Die Landesanstalt für Medien NRW fördert nicht nur Lehrredaktio- nen an Unis, sondern auch an Berufskollegs und Berufs- und Fachhochschulen. Das Interesse in NRW ist groß: Inzwischen haben sich bereits 16 kleine Lernredaktionen und offene Kanäle für das Projekt angemeldet.

Koordinator Michael Steinbrecher: „Wir freuen uns über die Chance, Praxis mit Ausbildung und Beratung verbinden zu können und werden alles

tun, um möglichst viele zu motivieren, am Pro- jekt teilzuhaben und ein attraktives Programm zu gestalten.“

Zu empfangen ist der Ausbildungs- und Erpro- bungskanal über das Kabelnetz von Unity Media auf Kanal 137. Er sendet derzeit drei bis vier Stun- den täglich.

Mehr Infos unter: www.tv-lernsender.de

text Sarah Müller foto Daniel Gehrmann

text Sarah Müller foto Daniel Gehrmann Die Studierenden arbeiten vor und auch hinter der Ka- mera:
text Sarah Müller foto Daniel Gehrmann Die Studierenden arbeiten vor und auch hinter der Ka- mera:

Die Studierenden arbeiten vor und auch hinter der Ka- mera: Ruza Renic filmt ihre Kommilitonin Katrin Obenauf bei einer Moderation.

Winterstund hat Fleiß im Mund

Eine Glosse von Anna-Lena Wagner

D er Sommer ist vorbei, das Wintersemes- ter hat begonnen! Endlich! Denn nun können sich die Studenten wieder voll und ganz auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren – das Lernen. Nichts lenkt

sie mehr ab wie das Sommersemester: Keine la- chende Sonne, die zum stundenlangen Verwei- len auf der Terrasse der Caféteria einlädt. Kein schimmerndes Grün der Wiesen, das viel attrak- tiver erscheint als die unbequemen Stühle in den Hörsälen. Keine Gedanken mehr an „Sommer, Sonne, Strand und See“, die einen davon abgehal- ten haben, überhaupt zur Uni zu gehen.

Stattdessen verkriechen sich wieder alle bei tris- tem und trübem Wetter in den Bibliotheken hin- ter ihren Büchern und sind froh, in der Wärme

der Gebäude Schutz vor der klirrenden Kälte zu finden. Und das ist keine bloße Vermutung – es gibt Beweise, dass Studenten im Winter wirklich viel mehr lernen als im Sommer: An der Uni Duis- burg/Essen zum Beispiel – da werden im Winter durchschnittlich über 100.000 Bücher mehr aus- geliehen als im Sommer.

In der Mensa an der RUB herrscht ebenfalls Hoch- konjunktur: Nie verkaufen die Mitarbeiter hier in den Mittagsstunden so viele Gerichte wie im Oktober und November. Und der Geschäftsfüh- rer der H-Bahn in Dortmund kann bestätigen: „In den Wintermonaten tummeln sich die meisten Studenten in der H-Bahn.“ Die Vorlesungen schei- nen also wieder interessanter zu sein. Oder wie lässt sich erklären, dass auch die Autofahrer im

Wintersemester mitten in der Nacht aufstehen müs- sen, um einen Parkplatz an der Uni zu finden, der nicht länger als eine Stun- de vom Hörsaal entfernt liegt?

nicht länger als eine Stun- de vom Hörsaal entfernt liegt? Wie gut, dass es das Win-

Wie gut, dass es das Win- tersemester gibt! So ist die Uni wenigstens in einem Semester voll ausgelastet. Aber was bloß, wenn die globale Erderwärmung fortschreitet? Da wird sich so manch Gelehrter Sorgen um die Betrieb- samkeit seiner Studenten machen müssen…

Extra

Informationen von EON

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Studium

Erneuerbaren Energien ge

E.ON hat hohen Bedarf an Hochschulabsolventen

Die E.ON Gesellschaft E.ON Climate & Renewa- bles (EC&R) hat Anfang Ok- tober 2009 in den USA den größten Windpark der Welt in Betrieb genommen. „Welt- weit müsste von jetzt bis

schaft ist unvermeidlich und 2020 alle 25 Minuten eine wird zweifellos eine neue Windturbine errichtet wer-

den, um die internationalen

Energiewelt hervorbringen -

mit stärker dezentralen Wachstumsziele zu errei-

chen", erklärt Dr. FrankMas-

Strukturen, mit neuen inno-

vativen Technologien und tiaux, Vorstandsvorsitzender

Strategien der Energieerzeu-

von E.ON Climate & Rene- wables.

große Herausforderungen für die Zukunft dar. Der Um- bruch in der Energiewirt-

D er steigende Energie- bedarf und die End- lichkeit der fossilen Ressourcen stellen

bedarf und die End- lichkeit der fossilen Ressourcen stellen „Alle 25 Minuten muss eine Windturbine errichtet

„Alle 25 Minuten muss eine Windturbine errichtet werden”

Mastiaux bringt es auf den Punkt: „Die Windindustrie muss sich von der Boutique zur Großindustrie entwi- ckeln." Eine Herausforde- rung, die ohne qualifizierte und passionierte Mitarbeiter nicht zu meistern ist. Dies gilt im Übrigen nicht nur für den Bereich Wind, sondern für alle erneuerbaren Energien von Solar über Biomasse bis hin zur Meerestechnologie. Bei diesem Wandel wer- den und müssen internatio- nal leistungsstarke Energie- unternehmen mit großen technologischen und finanz- iellen Möglichkeiten die trei- bende Kraft sein, um Ent-

gung. Die erneuerbaren wicklungen voranzutreiben.

Energien spielen dabei ganz

klar eine Schlüsselrolle: Bis

Ende des Jahrhunderts wer- den die Regenerativen ande- re Formen der Energieerzeu-

gung abgelöst haben. Be- bung der Dünnschicht-Tech- auszubauen, investiert E.ON

Um den Anteil der erneu- erbaren Energien nachhaltig

E.ON ist heute bereits neben der Errichtung von Offshore- Windparks in vielen weite- ren Feldern der innovativen Energien aktiv - der Erpro-

Auch bei der Windenergie setzt E.ON auf motivierte und kreative junge Menschen. Teamarbeit steht dabei im Vordergrund.

gen verschiedenster Stake- holder zu sehen. „Man muss für dieses The- ma brennen", betont Ralf Lamsbach, Head of Techni- cal Implementation bei EC&R. Idealerweise hat man

trachtet man das Portfolio er- neuerbarer Energien, nimmt der Bereich Wind und hier vor allem der Onshore- ("an

Land")Windparks derzeit ei- Einbindung erneuerbarer und Entwicklung neuester sich dann bereits während

des Studiums auf dem Gebiet erneuerbare Energien wei- tergebildet. Das Engagement lohnt sich: Wer im Bereich Windenergie Fuß fasst, kann sich auf einen wachsenden und dynamischen Markt freuen, der viele Chancen bringt. Lamsbach ist über- zeugt: "Man kann noch viel

venten aus den Ingenieur- entwickeln, da reichlich

ne zentrale Position ein.

nologie für Solarkraftwerke oder der Erforschung intelli- genter Speicher- und Netz- technologien zur besseren

Energien.

bis 2010 mehr als sechs Milli- arden Euro in diese Aktivitä- ten. Ein Großteil der Investi- tionen dient der Erforschung

Techniken. Das Ziel ist es, weitere Erfolg versprechen- de Technologien wie Solar- und Meeresenergien in ei- nem Portfolio zu führen, das sowohl technologisch als auch kommerziell ausgewo- gen ist. Entsprechend groß ist der Bedarf an Hochschulabsol-

wissenschaften. Gesucht werden Mitarbeiter, die sich nicht nur durch technische Ingenieurexpertise, sondern auch durch wichtige Soft Skills auszeichnen: Kommu- nikationsstärke, Rhetorik, si- cheres Auftreten und die Fä- higkeit, Projekte aus den Au-

cheres Auftreten und die Fä- higkeit, Projekte aus den Au- Vielfältige Chancen für junge Akademiker bietet

Vielfältige Chancen für junge Akademiker bietet der E.ON-Konzern. Die Zentrale hat ihren Sitz in Düsseldorf.

Platz für neue Ideen ist." Ein solcher Umbau der Energie- versorgung hat aber vor al- lem auch Implikationen auf die Beschäftigung in dieser Branche, die sich den verän- derten Rahmenbedingungen und Anforderungen stellen muss.

derten Rahmenbedingungen und Anforderungen stellen muss. Der Windkraft gehört die Zukunft: E.ON setzt mit voller

Der Windkraft gehört die Zukunft:

E.ON setzt mit voller Kraft auf ern

& Beruf

Anzeige

hört die Zukunft

& Beruf Anzeige hört die Zukunft auf dem Land und auf dem Wasser. euerbare Energien. Für

auf dem Land und auf dem Wasser. euerbare Energien.

Für Nora Gläsel, Human

Resources bei E.ON Climate & Renewables, gibt es keinen Zweifel: „Kaum ein anderer Bereich des Energiesektors

wächst in einem solchen

Tempo und mit einer solchen Innovationskraft wie die Windenergiebranche. Der Bedarf an Hochschulabsol- venten in diesem Bereich ist entsprechend groß."

Zwei Drittel der geplanten Investitionen sind für Wachstum vorgesehen, rund 80 Prozent davon für organi- sches Wachstum. Der Kon- zern treibt mit inzwischen 22 Projekten den Bau von Kraft- werken in ganz Europa vo- ran, um die Erzeugung effizi- enter und klimafreundlicher zu machen und um weiteres organisches Wachstum zu

E.ON braucht künftig erzielen.

mehr denn je motivierte und kreative junge Menschen, die die Technologien und Syste- me der Zukunft verantwort- lich vorantreiben. Der Kon- zern bietet jungen Ingenieu-

„Unsere aktuellen Sachin-

ren die einmalige Chance, vestitionen tragen aber nicht

nur zur Verbesserung der Strom- und Gasversorgung bei, sie schaffen in Europa dauerhaft 30.000 neue Ar- beitsplätze, davon mehr als 15.000 allein in Deutsch- land", heißt es bei dem Düs- seldorfer Konzern.

tieren.

Konzerns von Energie zu re- volutionieren. Von 2009 bis 2011 will E.ON insgesamt bis zu 30 Milliarden Euro inves-

heutige Verständnis

selbst Teil der aktuellen Ent- wicklung zu werden und das

„Unsere Investitionen schaffen dauerhaft 30 000 Arbeitsplätze”

des

Extra

Informationen von EON

KARRIERE

E.ON fördert junge Ingenieure

F ür Studentinnen und Stu- oben genannten Bereichen

denten, die an der Ener-

giebranche interessiert sind,

fördern und damit den Nachwuchs im kritischen

sich in der Orientierungspha- Ingenieursbereich sichern.

se befinden und noch nicht an einen festen Arbeitgeber binden möchten, bietet E.ON seit dem Sommersemester 2007 sein Förderprogramm E.ON SupportINGstudents (E.SIS) an. Mit monatlich 600 Euro gefördert werden

E.ON ermöglicht solcherma- ßen geförderten Studenten mehr als nur die finanzielle Unabhängigkeit während des Studiums. Schließlich bietet E.SIS auch ein indivi- duelles Karriere-Coaching durch erfahrene Manager in

pro Jahr bis zu 30 Studieren- den Fachabteilungen, span-

de in Masterstudiengängen der Bereiche Technik, Ener- gie, Rohstoffe oder ähnli- ches. Voraussetzungen sind unter anderem ein guter bis sehr guter Bachelor-Ab- schluss, erste praktische Er- fahrungen sowie ein Emp- fehlungsschreiben des Lehr- stuhls. E.ON will mit diesem Pro- gramm Ingenieure in den

nende und praxisbezogene Einsätze im E.ON-Konzern sowie die Stellung eines praxisorientierten Themas für die Masterarbeit ein- schließlich Unterstützung bei ihrer Anfertigung. Und die Teilnahme an Netzwerk- treffen dürfte mit Blick auf die berufliche Zukunft auch nicht ganz uninteressant sein.

die berufliche Zukunft auch nicht ganz uninteressant sein. Der E.ON-Konzern fördert junge Berufs-Einsteiger. Chancen

Der E.ON-Konzern fördert junge Berufs-Einsteiger.

Chancen für Trainees

M it dem E.ON Graduate Program (EGP) bietet

ren sind. Am Anfang des ge- samten Auswahlprozesses stehen Assessment Center,

der Konzern Trainees inter-

essante Möglichkeiten. Jeder die im Rahmen so genann-

Teilnehmer wird gemäß sei- nen Präferenzen und Vor- kenntnissen einer Functional Area, wie etwa Controlling, zugeordnet. In diesem "Hei- mat-Bereich" verbleibt er die ersten vier Monate, ver- bringt anschließend jeweils weitere vier Monate in drei anderen Stationen - mindes- tens eine davon im Ausland.

ter Career Days mehrmals im Jahr konzernweit ange- boten werden. Die Ein- stiegstermine sind ganzjäh- rig und werden flexibel nach den Bedürfnissen der Kandi- daten festgelegt. Die Career Days finden somit mehr- mals im Jahr statt. Ziel- gruppe dieses Programms sind Hochschulabsolventen,

Die letzten zwei Monate kön- die neben einem sehr guten

nen flexibel verwendet wer- den - etwa zur Rückkehr an die "Heimatbasis" oder auch zur Verlängerung der vierten Station auf sechs Monate. Die einzelnen zu besuchen- den Bereiche werden dabei im Wesentlichen im Ge- spräch zwischen Trainee und Mentor gemeinsam definiert und festgelegt. Allerdings findet auch eine enge Ab- stimmung zwischen den Pro- grammbeauftragten des Konzerns statt, um Synergi- en und Entwicklungsmög- lichkeiten zu optimieren. Als Grundregel gilt, dass Statio- nen in mindestens zwei ver- schiedenen Funktionen bzw. Bereichen sowie in zwei ver-

Abschluss in der Regelstudi- enzeit auch noch andere Qualitäten vorzuweisen ha- ben - beispielsweise interna- tionale Erfahrungen und mehrmonatige Praktika so- wie ein hohes Maß an Initia- tive, Flexibilität und interna- tionale Mobilität. Die Personalentwicklung hört bei E.ON nicht mit dem Abschluss des Programms auf. Der Konzern versteht die Förderung der Mitarbei- ter als kontinuierlichen Pro- zess. Das Ziel ist es, ihnen die bestmöglichen Chancen zu bieten und dafür zu sor- gen, dass die Herausforde- rungen mit ihren Fähigkei- ten und Kompetenzen

schiedenen Units zu absolvie- wachsen.

S12 RUHR-BLICK: MITTEN IM LEBEN A367_12

S12 RUHR-BLICK: MITTEN IM LEBEN

A367_12

Piraten auf Kunstrasen

Zwei Mannschaften, 20 Spieler, eine Leidenschaft: Lacrosse. Wie die ehemalige olympische Disziplin nun an den Hochschulen im Ruhrgebiet Karriere machen will.

W ieder geht ein Ball ins Netz. Vor An- strengung nass geschwitzt rennen vermummte, in dicke Schutzverklei- dung gepackte Gestalten über das Spielfeld. In den Händen tragen sie

kurze Stöcke mit Netzen an den Enden. Auf dem Kunstrasen des Hockey Club Essen wird Lacrosse gespielt. Die Sportart, bei der die Feldspieler über den Platz hetzen und einen kleinen Gummiball durch Würfe mit dem Netzstock ins gegnerische Tor bugsieren wollen, ist im Ruhrgebiet ein New- comer. Es gibt einen ersten Verein in der Region.

In Deutschland ist der Sport seit 1994 populär, in den USA gab es ihn schon im 19. Jahrhundert und in Kanada ist er Nationalsportart. 1904 feierte La- crosse seine Premiere bei den Olympischen Spie- len in St. Louis, doch diesen Status hat die hockey- ähnliche Sportart längst wieder verloren.

In Kooperation mit der Hochschulsport der Uni- versität Duisburg-Essen werden nun Studenten und andere Sportbegeisterte angesprochen, die sich im Lacrosse üben wollen. „Bislang konnte nur in Düsseldorf oder noch weiter entfernt trai- niert werden und ich wunderte mich, warum wir keinen eigenen Verein haben.“ Christian Späth ergriff kurzerhand die Initiative und gründete die Ruhrpott-Pirates. Der Zahnmediziner aus Bo- chum hat seit 2002 regelmäßig seinen Lacrosse- Schläger in der Hand und vertritt Düsseldorf als Verteidiger in der Bundesliga West. Doch damit dürfte bald Schluss sein, denn mit dem neuge- gründeten Verein will Christian Späth eine Kon- kurrenz in der westlichen Liga aufbauen.

Großes Interesse

„Als das Training das erste Mal an der Uni Duis- burg-Essen angeboten wurde, war der Kurs nach zwei Tagen ausgebucht. Deshalb haben wir uns schnell entschlossen, noch einen zweiten Termin anzubieten. Auch in Bochum sind jetzt Angebote geplant.“

Jan-Ole Niermann ist Ruhrpott-Pirat der ersten Stunde. Der Dortmunder Student spielt seit an- derthalb Jahren Lacrosse: „Ich wollte nach einer Pause endlich wieder in einem Verein Sport ma- chen. Da bin ich auf Lacrosse gestoßen.“

Christian Späths Trainingsgruppe ist in den ver- gangenen Wochen auf über 50 Spieler angewach- sen. Dabei ist die Mannschaftssportart keine leichte Kost. Die aufwendige Schutzausrüstung der männlichen Spieler hat ihren Grund. Von Bo- dy-Checks bis Unterarmschläge ist alles erlaubt. Lacrosse ist übrigens nicht nur etwas für Männer. Es gibt auch aktive Damenmannschaften, bei de- nen Bodychecks allerdings verboten sind. Zudem haben die Frauen zwei Teamplayer mehr.

„Lacrosse ist kein einfacher Sport. Es kommt viel auf die Taktik an und natürlich auf den richtigen Umgang mit dem Schläger“, so Fabian Seibt, Vor-

Starke Schutzkleidung, starke Emotionen: Lacrosse findet im Ruhrgebiet immer mehr Anhänger. Auch
Starke Schutzkleidung, starke Emotionen: Lacrosse
findet im Ruhrgebiet immer mehr Anhänger. Auch

die Kurse an der Universität Duisburg-Essen waren sofort ausgebucht.

sitzender des Deutschen Lacrosse-Verbandes. „In Deutschland gibt es momentan circa 1.500 Mit- glieder und 35 Vereine. Das ist im Vergleich zu der horrenden Zahl von Fußball und Handballverei- nen natürlich wenig, doch ich bin optimistisch.“ Er rechnet damit, dass die Mitgliederzahlen in Zukunft rasant steigen werden. Der 29-jährige Christian Späth weiß, dass Lacrosse leicht zu er- lernen ist. „Schon nach wenigen Wochen wird sich der erste Erfolg des Trainings bemerkbar ma- chen.“

text und foto Julian Lang

Trainings bemerkbar ma- chen.“ text und foto Julian Lang INFO Lacrosse wird jedes Semester im Hochschulsport

INFO

Lacrosse wird jedes Semester im Hochschulsport der Universität Duisburg-Essen angeboten, wo man sich auch anmelden
Lacrosse wird jedes Semester im Hochschulsport der Universität Duisburg-Essen angeboten, wo man sich auch anmelden
Lacrosse wird jedes Semester im Hochschulsport der Universität Duisburg-Essen angeboten, wo man sich auch anmelden

Lacrosse wird jedes Semester im Hochschulsport der Universität Duisburg-Essen angeboten, wo man sich auch anmelden kann. Das Training findet immer montags zwischen 20.00 und 21.30 Uhr und donnerstags zwischen 19.30 und 21.00 Uhr statt. In Bochum ist ein Angebot in Planung.

Extra A n z e i g e Hochschule Aktuell Informationen der Offensive „Hochschule ist

Extra

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Hochschule Aktuell

Informationen der Offensive „Hochschule ist Zukunft”

KURZ NOTIERT

 

DORTMUND

Neuer

Studiengang

Neu: der Masterstudi- engang Wirtschaftswis- senschaften an der TU Dortmund. Für den Stu- diengang mit berufsfeld- bezogenen Spezialisie- rungen haben sich 38 Studierende einge- schrieben. Der Master- studiengang Wirt- schaftswissenschaften erstreckt sich über vier Semester und bietet die Möglichkeit einer be- rufsfeldbezogenen Spe- zialisierung.

www.uni-dortmund.de

ESSEN/DUISBURG

Immer mehr Studierende

Die Universität Duis- burg-Essen (UDE) bleibt eine der größten Hoch- schulen des Landes: Im Wintersemester sind 2009/2010 über 31 000 Studierende (Haupthö- rer) eingeschrieben. Die Hochschule kann sich im gerade begonnen Se- mester über rund 5300 Studienanfänger freuen.

www.uni-due.de

BOCHUM

Geld für

die Zukunft

Die Ruhr-Universität Bochum sieht es als gro- ßen Erfolg, dass das Land NRW die Projekte aus dem Zukunftskon- zept mit 20 Mio unter- stützt. Da die Gelder an die Projekte gebunden sind, wird das Rektorat einen weiteren Fonds schaffen, mit dem die Forschung auf breiter Basis unterstützt wird.

www.ruhr-uni-bochum.de

auf breiter Basis unterstützt wird. www.ruhr-uni-bochum.de Eine Informationsoffensive des Ministeriums für Inno-

Eine Informationsoffensive des Ministeriums für Inno- vation, Wissenschaft, For- schung und Technologie des Landes Nordrhein- Westfalen, der nordrhein- westfälischen Hochschulen und der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit.

Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit. Blauer Himmel über den Hochschulen von Nordrhein-Westfalen:

Blauer Himmel über den Hochschulen von Nordrhein-Westfalen: Hier lässt es sich gut studieren.

So klappt’s an der Uni

Wichtige Tipps für ein erfolgreiches Studentenleben ohne Geldsorgen

toverdienstes, ebenso euer Ar- beitgeber. Bis 800 Euro gelten reduzierte Beiträge. Bei kurzfristigen Jobs seid ihr versicherungsfrei. Stichwort:

Ferienjob. Der Job muss von Be- ginn an auf maximal zwei Mona- te oder 50 Arbeitstage pro Ka-

lenderjahr befristet sein. Die Hö- he des Verdienstes spielt dann keine Rolle. Jobbt ihr mehr als zwei Monate, seid ihr rentenver- sicherungspflichtig, nicht aber sozialversicherungspflichtig. Wichtig: Wenn eure Eltern Kindergeld bekommen, wird die

ihr

mehr als 7680 Euro im Jahr ver- dient. Ausgezahltes Kindergeld muss bei Überschreiten der 7680 Euro für den entsprechen- den Zeitraum zurückgezahlt werden. Hinzu kommen aber noch eine Werbungskosten-Pau-

nicht wesentlich überschreitet. schale, die abgezogen wird.

Studienfinanzierung durch die Eltern Grundsätzlich könnt ihr für ein Studium von euren Eltern Unter- halt beanspruchen, wenn ihr die durchschnittliche Studiendauer

Studium im Ausland absolviert. Zahlung eingestellt, wenn

Kindergeld Bis zur Vollendung eures 25. Le- bensjahres (gilt für die nach dem 31.12.1982 Geborenen) wird Eu- ren Eltern das Kindergeld in Hö- he von 164 Euro weitergezahlt. Eure Eltern bekommen das Kin- dergeld auch dann, wenn ihr ein

Fragen auftauchen. Wir haben auf die wichtigste Frage ein paar Antworten: Wie kann ich mein Studium finanzieren?

M it dem Studium be- ginnt ein neuer Lebens- abschnitt. Klar, dass da

Studium be- ginnt ein neuer Lebens- abschnitt. Klar, dass da Die Zukunft im Blick: Ein Studium

Die Zukunft im Blick: Ein Studium bietet viele Chancen.

Stipendien Wird ein Auslandsstudium ange- strebt, liegt eine besondere Be- gabung vor? Dann bietet sich die Unterstützung durch ein Stipen- dium an. Eine Möglichkeit ist da- bei das NRW-Stipendienpro- gramm. Bisher einzigartig in Deutschland ist es einkommens- unabhängig und wird zudem nicht auf das BAföG angerech- net. Den monatlichen Betrag von 300 Euro erhalten die Stipendia- ten mindestens zwei Semester, maximal für die gesamte Regel- studienzeit.

Wo und wie ihr am NRW-zwei Semester, maximal für die gesamte Regel- studienzeit. Stipendienprogramm teilneh- men könnt, erfahrt ihr bei den

Stipendienprogramm teilneh- men könnt, erfahrt ihr bei den teilnehmenden Hochschulen un- ter www.innovation.nrw.de.

Weitere Finanzierungs- Möglichkeiten bieten:

Wenn ihr nicht mehr bei euren Eltern lebt, billigt euch der Ge- setzgeber rund 600 Euro im Mo- nat zu.

Folglich liegt euer tatsächlicher Grenzwert bei ca. 8600 Euro jährlich. Wenn ihr BAföG be- kommt, dürft ihr nebenher nicht mehr als 400 Euro brutto mo- natlich (bzw. 4800 Euro pro Jahr) hinzuverdienen, ansonsten wird euch der Mehrverdienst vom BAföG abgezogen.

derungsgesetz). Im Jahr 2008 erhielten rund 822 000 Schüler und Studierende BAföG. Der durchschnittliche Fördersatz wuchs 2008 auf 398 Euro an, der Höchstsatz liegt bei 648 Eu- ro. Das BAföG, das ihr während eures Studiums bekommt, müßt ihr später zurückzahlen. Die Obergrenze liegt aber bei nur 50%. Die Rückzahlung ist dabei auf maximal 10 000 Euro be- grenzt und beginnt fünf Jahre nach Ende der Förderungs-

Studienkredite, Studienbei- tragsdarlehen und ein Bildungs- kredit.

Jobben Wenn Ihr neben dem Studium eine Dauerbeschäftigung habt, bei der ihr nicht mehr als 400 Euro im Monat verdient gilt dies

i
i

Broschüren:

NRW-Stipendienprogramm, Studienbeiträge (Informationen zum Gesetz):

als Minijob. Der ist versiche- Bundesausbildungs-

www.stipendienpro-

rungsfrei. Solltet ihr dauerhaft mehr Geld verdienen, müsst ihr folgende Punkte beachten: Ihr dürft höchstens 20 Stunden in der Woche arbeiten. An die Ren- tenversicherung zahlt ihr Pflichtbeiträge: 9,75% des Brut-

Förderungsgesetz (BAföG) Liegt das Einkommen der Eltern unter einer vom Gesetzgeber festgelegten Grenze, erhaltet ihr

gramm.nrw.de

Nützliche Infos im E-Journal:

www.hochschule-ist-zu-

möglicherweise Unterstützung höchstdauer. Diese entspricht

kunft.de/ejournal01

durch den Staat in Form von BAföG (Bundesausbildungsför-

der Regelstudienzeit des jeweili- gen Studiengangs.

www.hochschule-ist-zukunft.de

S14 HERZ-STÜCK A367_14

S14 HERZ-STÜCK

A367_14

Von Sex-Sammlern

Warten auf das große Glück – oder nehmen, was kommt? So lieben sich Studenten heute.

– oder nehmen, was kommt? So lieben sich Studenten heute. Nach dem Seminar mit dem neuen

Nach dem Seminar mit dem neuen Kommilitonen aufs Uniklo: Für Stella* eine Selbstverständlichkeit.

Stella*, 29

Uni Duisburg-Essen

„Ich will Männer jagen und sam-

meln. Das ist bei mir wie mit dem

Shopping: Auch wenn ich schon 30

Paar Schuhe habe, will ich noch

mehr. Die Uni ist für mich wie ein

Manolo-Blahnik-Outlet: Ich kann

und will nicht nur ein Paar der

teuren Designer-Schuhe haben,

sondern fünf. Bernd zum Beispiel

saß im ersten Semester in fast jedem

meiner Seminare. Er strotzte nur

so vor Testosteron – das gefiel mir.

Wie zufällig haben wir uns immer

wieder auf dem Campus, in der

Stadt und auf Partys getroffen. In

einem Seminar saßen wir nebenei-

nander. Bernd streichelte plötzlich

meine Hand. Ganz sacht. Immer

wieder. Nach der Stunde haben wir

uns dann aufs Uniklo verdrückt.

Das war einfach nur geil. Schnell,

schmutzig, hart. Zwei Wesen zur

richtigen Zeit am richtigen Ort.

Für mich hat es eine sexuelle Revo-

lution in der Gesellschaft gegeben.

Ich glaube, dass wir Frauen uns

heute das nehmen, was wir wollen.

Nur das Schlampen-Image werden

wir nicht los.“

wollen. Nur das Schlampen-Image werden wir nicht los.“ I n den Schlafzimmern der Deutschen hat es

I n den Schlafzimmern der Deutschen hat es

eine Revolution gegeben: die neosexuelle

Revolution. Diesen Begriff prägte der Sexu-

alforscher Volkmar Sigusch. Demnach dreht

sich Sex heute nicht mehr wie noch in den

1960er Jahren um Befriedigung und Orgasmus, sondern um Selbstliebe und um die eigene Un- abhängigkeit beim Sex – um „selbstoptimierte Souveränität“. Damit nicht genug: Dank des ge- sellschaftlichen Umdenkens wird die weibliche Sexualität nicht mehr – wie viele Generationen lang – missachtet. Für die jüngeren Jahrgänge gelte überwiegend: Frauen und Männer sind moralisch gleichwertig. Auch in Sachen Affären und sexuelle Abenteuer.

Heute ist Sexualität für die meisten Menschen banal geworden, sagt Sigusch. Das liege auch an ihrer permanenten und übertriebenen Inszenie- rung, beispielsweise in den Medien. Sie zerstö- re das Gefühl der Intimität. Während Mitte des 20. Jahrhunderts noch nackte Brüste im Fernse- hen schockierten, gibt es heute fast keinen Film mehr, der es ohne sexuelle Praktiken ins Abend- programm schafft. Ein weiteres Beispiel: die Werbung. Autos, Eis, Kleidung, Deo, Alkohol – vie- le Produkte sollen mit nackten Körpern, Verfüh- rungs- oder Sexszenen besser verkauft werden.

A367_15

A367_15 HERZ-STÜCK S15

HERZ-STÜCK S15

und Gefühls-Jägern

Leni*, 27

Uni Bochum

„Die permanente sexuelle Reiz-

überflutung in Medien und Wer-

bung nervt mich total. Immer

nur perfekte Frauen mit perfekten

Körpern. Jede Frau lügt, wenn sie

sagt, diese Frauenbilder würden

sie beim Sex nicht beeinflussen.

Mir geht es jedenfalls so. Mein Bu-

sen zum Beispiel ist viel zu klein,

wenigstens wenn man nach den

Idealbildern der Medien geht.

Da kann es schon mal vorkom-

men, dass ich mir nach dem Sex

ein T-Shirt überziehe, weil ich

gehemmt bin. Besser wird das

dann immer erst, wenn ich Ver-

trauen zu meinem Partner ge-

fasst habe. Klar hatte ich schon

One-Night-Stands. Da muss man

Körperliches und Seelisches tren-

nen. Aber nach dem Sex mit ei-

nem meiner Intermezzi wünsche

ich mir schon manchmal, zu ku-

scheln oder im Arm des anderen

einzuschlafen. Dann merke ich,

dass ich mich nach einer festen

Beziehung sehne, nach Sicher-

heit, Beständigkeit und Gebor-

genheit.“

Mit dem Wunsch nach Sicherheit kennt sich Er- win J. Haeberle aus. Eines der Steckenpferde des Sexualwissenschaftlers, ehemaliger Professor der Freien Uni Berlin: die Ehe. Einerseits hätten die Menschen sich im Laufe der Moderne ange- wöhnt, Sex mit Liebe und Liebe mit Ehe gleich- zusetzen. Dabei werde verdrängt, dass Lust und Liebe oft zwei unterschiedliche Dinge sind, dass ein guter Sexualpartner nicht unbedingt auch ein guter Ehepartner ist.

Sexualpartner nicht unbedingt auch ein guter Ehepartner ist. Von wegen dröge Vorlesung: So man- ches Intermezzo

Von wegen dröge Vorlesung: So man- ches Intermezzo beginnt im Hörsaal.

Andererseits hätten auch in Zeiten der sexuel- len Revolution Verhaltensmuster wie die Ehe und mit ihr ihre moralischen Wertvorstellungen überlebt – und das, obwohl das Statistische Bun- desamt seit den 1970er Jahren stetig steigende Scheidungsraten meldet. Hohen Scheidungs- raten und sexueller Revolution zum Trotz: Es gibt einen Trend zum Traditionellen. Volkmar

Heimliche Sehnsucht nach Geborgenheit

Sigusch, der den Begriff der neosexuellen Revo- lution prägte, hat sich auch mit der Entwicklung zum Konservatismus, dem Wunsch nach mono- gamen Partnerschaften und Ehen, beschäftigt. Er verglich die Einstellung von heutigen Schülern und Studenten zwischen 16 und 30 Jahren mit der junger Erwachsener der 1960er Jahre: „Heute binden junge Männer die Sexualität sogar noch stärker an eine feste Liebesbeziehung mit Treue als vor einer Generation. Sie sind zwar noch nicht so romantisch wie junge Frauen, legen aber deut- lich größeren Wert auf gegenseitiges Verstehen und Vertrauen.“ Große Angst hätten junge Er- wachsene vor dem Verlassenwerden – vielleicht, weil ihre Generation erfahren musste, dass Ehen weder heilig sind noch ewig halten.

Die heute 20- bis 35-jährigen Deutschen sehnen sich nach traditionellen Werten: 70 Prozent von ihnen wollen irgendwann heiraten. 55 Prozent glauben, dass ihre Beziehung ewig hält und 95

Martin*, 24

TU Dortmund

„Mit dem Klischee von Ehe und

Familie kann ich mich durchaus

anfreunden – auch wenn meine

Beziehung natürlich nicht wirk-

lich stereotypisch ist. Zurzeit füh-

ren mein Freund und ich noch

eine Fernbeziehung. Aber wir

wollen so bald wie möglich zu-

sammenziehen. Hochzeit fände

ich auch toll, aber dazu muss ich

ihn wohl erst überreden. Spießig

finde ich das nicht. Was die Su-

che nach Werten angeht, gibt es

meiner Meinung nach schon ei-

nen Trend zum Konservatismus.

Die Wirtschaft, das Arbeitsleben –

das ist alles unberechenbar. Des-

wegen brauche ich zumindest im

Privaten etwas Stabilität. Fami-

lie, Ehe, Kinder, ein kleines Haus:

In einer globalisierten Welt voller

Unsicherheit sind das die Dinge,

mit denen man sich sein kleines

privates Glück schafft.“

Prozent wollen diese mit ein bis vier Kindern krönen, ergab eine Spiegel-Umfrage im Frühjahr dieses Jahres.

Auf Seite 16 geht es weiter

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eine Spiegel-Umfrage im Frühjahr dieses Jahres. Auf Seite 16 geht es weiter Anzeige www.literaturhotel-franzosenhohl.de
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S16 HERZ-STÜCK A 3 6 7 _ 1 6

S16 HERZ-STÜCK

A367_16

Daria*, 25

Uni Duisburg-Essen

„Ich bin zwar Single, aber ich brau-

che trotzdem Sex. Ich bitte dich!

Wer behauptet, er bräuchte keinen,

hat doch was falsch gemacht. Wie

ein Typ sich angestellt hat, ana-

lysiere ich en détail mit meinen

besten Freundinnen. Erst mal gibt

es eine grobe Einschätzung – ir-

gendwas zwischen ‚grandios’ und

‚totale Niete’. Dann werden Länge,

Durchmesser, Optik des Penis erläu-

tert. War er beschnitten? Wie lange

gings? Duracell-Hase mit Stellungs-

wechsel im Sekundentakt oder ge-

fühlvoller Ladykiller? Da fällen wir

dann auch schon einmal das ein

oder andere vernichtende Urteil.

Ich finde es normal, das mit mei-

nen Mädels zu besprechen. Männer

beurteilen uns Frauen doch auch

danach, wie knackig oder fett un-

ser Hintern ist und wie groß unsere

Brüste sind.“

Affären, Blümchensex, One-Night- Stands – was ist im Bett schon normal? Es gibt sogar Leute, die gar keine Lust auf Sex haben. Forscher beobachten eine zunehmende sexuelle Abstinenz, nicht nur bei Singles, auch in Partner- schaften. Immer wieder geistern Zahlen durch die Medien. Befragungen der Universität Göttin- gen beispielsweise ergaben, dass rund 18 Prozent der Interviewten seltener als alle vier Wochen Ge- schlechtsverkehrhatten.WissenschaftlerVolkmar Sigusch sagt: „Wie in der Gesellschaft insgesamt hat auch für junge Leute die symbolische Bedeu- tung der Sexualität abgenommen. Weil sie nicht mehr die große Überschreitung ist, kann sie auch unterbleiben.“ Und die Gruppe der Asexuellen, also derjenigen, die ihr Interesse an Sex verloren haben oder die nie Spaß an Sex hatten, wächst.ser Hintern ist und wie groß unsere Brüste sind.“ Sigusch sagt:„Eine Menge Menschen können sich heute

Sigusch sagt:„Eine Menge Menschen können sich heute eingestehen, dass ihnen Sex einfach keinen Spaß macht. Genauso, wie es Menschen gibt, die nie fernsehen, nie ein Buch lesen, nie verreisen. Das muss man verstehen lernen.“

* Namen von der Redaktion geändert

man verstehen lernen.“ * Namen von der Redaktion geändert text Maike Freund und Christin Otto fotos

text Maike Freund und Christin Otto fotos Katalin Vales, Frauke Konzak, Laura Döing und Jan-Ole Niermann

GLOSSE VON CHRISTIN OTTO

W ir Deutschen lieben‘s theoretisch. Wir kochen nach Rezept, bauen Schränke nach Anleitung zusam- men und sortieren unsere CDs alphabetisch. Wäre alles halb so

wild, wenn wir zumindest in Sachen Sex einfach mal nur machen und nicht ständig dumm quat- schen, spekulieren, interpretieren würden. Aber nix da. 32 Prozent der Frauen und zehn Prozent der Männer in Deutschland haben nicht einmal mehr Lust auf Sex.

Und woher wissen wir das alles? Natürlich aus Umfragen. Dank diverser Studien wissen wir so- gar, dass Er 87 Kalorien verbrennt, wenn Er Ihr den BH mit dem Mund öffnet. Wir wissen auch, dass Männer in ihrem Leben im Schnitt 10,2 Sex- partner haben, Frauen kommen hingegen nur auf 6,7. Am liebsten sind wir so um die 15 Minu- ten zugange. Während dieser 15 Minuten – auch damit haben sich Forscher auseinandergesetzt – verbrennen wir etwa 400 Kalorien. Bleibt nur eine Frage: Was bringt uns dieses ganze Wissen? Sex nach Stoppuhr und Kalorientabelle? „Oh Schatz, komm, halt fünf Minuten länger durch und ich hab die Pizza vom Abendessen wieder verbrannt!“ Das ist in etwa so stimulierend wie Frotteesocken im Bett.

Das ist in etwa so stimulierend wie Frotteesocken im Bett. Zugegeben, so manche Studie hat ihren

Zugegeben, so manche Studie hat ihren Unter- haltungswert: Bei Erkenntnissen wie „Bei einer Umfrage unter 15.000 Frauen wurden die deut- schen Männer zu den schlechtesten Liebhabern welt- weit gekürt“ und „62 Prozent der Frauen mit Hoch- schulreife oder Studium tun sich schwer mit einem Orgasmus. Bei den Frauen mit Mittlerer Reife, Hauptschulabschluss und weniger sind es nur 38 Prozent“ darf man schon mal schmunzeln.

Aber ob dümmer nun leichter kommt oder nicht:

Hauptsache ist doch, dass es bei all den Studi- en über Sex überhaupt noch zu etwas kommt. Schließlich nützt es nichts, alles über Sex zu wis- sen, wenn man darüber vergisst, Sex zu haben und ihn zu genießen.

Ein seltenes Bild: Glücksgefühle am Kopierer.
Ein seltenes Bild:
Glücksgefühle am Kopierer.
genießen. Ein seltenes Bild: Glücksgefühle am Kopierer. GEGENDARSTELLUNG In der Ausgabe 06/2009 der pflichtlektüre

GEGENDARSTELLUNG

In der Ausgabe 06/2009 der pflichtlektüre wird in dem Artikel „Die Masse zahlt, die Minderheit profitiert“ behauptet: „Studienbeitrags-Stipendi- en werden an der TU Dortmund schon jetzt ver- geben – gezahlt aus den Beiträgen aller. Voraus- setzung: Der Bewerber muss zu den besten zehn Prozent seines Jahrgangs gehören oder mindes- tens einen Notendurchschnitts von 1,8 vorwei- sen. Außerdem darf er pro Monat nicht mehr als 643 Euro zur Verfügung haben.“

Hierzu stelle ich fest: An der Technischen Uni- versität sind in keiner Weise und zu keinem Zeit- punkt aus Studienbeiträgen finanzierte Stipen- dien vergeben worden. Studierende, die zu den besten zehn Prozent ihres Jahrgangs gehören, einen Notendurchschnitt von 1,8 vorweisen und nicht mehr als 643 Euro zur Verfügung haben, erhalten kein Stipendium aus Studienbeiträgen. Richtig ist, dass Studierende, die diese Voraus- setzungen erfüllen, sich auf Antrag von der Bei- tragspflicht befreien lassen können. In diesen Fällen werden von der Technischen Universität Dortmund folglich keine Studienbeiträge verein- nahmt, die für Stipendien genutzt werden kön- nen.

Prof. Dr. Ursula Gather, Rektorin TU Dortmund

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A367_17 HERZ-STÜCK S17

HERZ-STÜCK S17

A367_17 HERZ-STÜCK S17 Cash fürs Kommen Johannes Meister* geht Samen spenden, um sein Studium zu finanzieren.

Cash fürs Kommen

Johannes Meister* geht Samen spenden, um sein Studium zu finanzieren. Ein Bericht über moralische Bedenken und die Angst vor juristischen Folgen.

D er zündende Gedanke kommt mir spon- tan beim Surfen im Internet. Auf der Suche nach einem Nebenjob gebe ich in die Google-Suchmaske ein: „Samen- spende Essen“. 7860 Treffer und oben

auf der Liste „Cryostore… keeping life cool!“ Hin-

ter dem Link verbirgt sich tatsächlich eine Sa- menbank. Das Anforderungsprofil erfülle ich: Ich bin zwischen 18 und 38 Jahren alt, gesund, nicht abhängig von Drogen, Alkohohl oder Medika- menten. Und: Ich bin nicht schwul. Homosexu- elle werden wegen eines erhöhten HIV-Risikos nicht zugelassen. Ich mache einen Termin für die Vorsorgeuntersuchung aus. Das Telefonat dauert keine fünf Minuten. „Halten Sie eine Karenzzeit von mindestens vier Tagen ein“, sagt die Arzthel- ferin am anderen Ende der Leitung. Also vier Tage keine Samenabgabe – das ist zu schaffen.

Der Tag der Erstuntersuchung ist da. Ich stehe vor einem granitfarbenen Gebäude in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs. Im dritten Stock be- findet sich die Cryostore Deutschland GmbH. Die Firma friert Sperma mit Hilfe von flüssigem Stick- stoff ein und schickt es später weiter an Zentren für Reproduktionsmedizin. Im gleichen Gebäude gibt es eine Praxis für Reproduktionsmedizin. Die Erstuntersuchung geht verdammt schnell:

Ich bekomme einen Becher in die Hand gedrückt mit dem Hinweis, „Kabine Eins“ zu benutzen, den Becher danach in ein kleines Fenster in der Wand zu stellen und in zwei Wochen anzurufen. Dann sei klar, ob mein Sperma die Qualitätsstan- dards erfüllt. Ich habe fest mit Blutabnahme, Urinprobe und Arztgespräch gerechnet, aber das stünde erst bei der Zweituntersuchung auf dem Plan, sagt die schlanke, blonde Mitarbeiterin im weißen Kittel. Mir gehen die primitivsten porno- grafischen Vorstellungen von ärztlicher Assistenz beim Vollzug der Samenspende durch den Kopf, aber die unterkühlte Bemerkung: „Vergessen Sie nicht, die Tür hinter sich abzuschließen“ holt mich zurück in die Realität.

Softpornos sorgen für die richtige Stimmung

Ein Flur führt in einen mit Granitfliesen ausgeleg- ten Raum. Das Mobiliar besteht aus zwei schwar- zen Ledersesseln und einem Tisch. Darauf liegen ein „Playboy“ und das Erotik-Kontaktmagazin „Happy Weekend“. Klischeehafter geht es wohl nicht. Der Raum ist abgedunkelt und die laven- delfarbene Tapete scheußlich. Eine Aktfotografie rundet das Interieur ab. „Playboy“ und „Happy Weekend“ törnen mich nicht an. Zum Glück gibt es einen Fernseher. Das Programm besteht aus Softpornos. Okay, um in Stimmung zu kommen. Großartig genießen kann ich die Masturbation nicht. Ich bin nur erleichtert, dass es in diesem Umfeld überhaupt funktioniert. Jetzt muss ich die Spende nur noch über den Flur zum Abga-

Jetzt muss ich die Spende nur noch über den Flur zum Abga- Job erledigt: Johannes* hat

Job erledigt: Johannes* hat nach zehn Minuten Feierabend.

befenster tragen. Dabei könnte ich einen ande- ren Spender oder eine Arzthelferin treffen. Mit einem Becher Sperma in der Hand eine gewöh- nungsbedürftige Vorstellung.

Zwei Wochen später rufe ich in Essen an: Anzahl, Bewegung und Aussehen meiner Samenzellen seien in Ordnung; ich könne als Spender zugelas- sen werden, wenn die nächste Untersuchung zu- friedenstellend verläuft. Die Zweituntersuchung dauert fast zweieinhalb Stunden. Mein Sperma und mein Urin werden auf Bakterien untersucht und mein Blut auf Syphilis, Hepatitis, Zytome- galie-Viren und HIV. In einem Fragebogen muss ich etwa angeben, ob in meiner Familie chroni- sche Leiden wie Asthma verbreitet sind. „Es dau- ert sechs Monate nach Spendenabgabe, bis das Spendermaterial zur Verwertung freigegeben wird. Natürlich nur, wenn bei den Untersuchun- gen keine Auffälligkeiten festgestellt wurden“, sagt Dr. Propping von der Reproduktionspraxis. Er spricht offen mit mir und versteht auch meine moralischen Bedenken bei der Samenspende.

In den Tagen vor der Zweituntersuchung habe ich viel nachgedacht. Was kann passieren, wenn tatsächlich Kinder aus meiner Samenspende ent-

stehen? „Das kann nicht nur passieren, das wird in ungefähr sechs Monaten auch so sein“, stellt Dr. Propping klar. Als anonymer Samenspender kenne ich die Eltern nicht und habe keinen An- spruch darauf zu erfahren, wie viele Kinder ich gezeugt habe und wo sie leben. Aber was, wenn das Kind mehr über seine Abstammung erfahren will? Unter bestimmten Umständen kann ein durch Samenspende entstandenes Kind mit ei- ner Klage erreichen, dass es die Identität seines biologischen Vaters erfährt. Theoretisch könnte

Was, wenn das Kind mehr wissen will?

das Kind Unterhalts- und Erbansprüche stellen. In der Praxis soll das aber noch nie vorgekom- men sein. „Es ist wirklich unwahrscheinlich. Den- ken Sie noch mal ein paar Minuten nach, ich hole derweil Ihre Aufwandsentschädigung für heute“, sagt Dr. Propping und verlässt das Büro.

Jetzt überschlagen sich meine Gedanken: Ich denke an das Geld, aber gleichzeitig schaltet sich mein Gewissen ein. Ist es vertretbar, Geld für die Samenspende zu nehmen? Ja, denn ich mache damit ein Paar glücklich, das aus biologischen Gründen keine Kinder bekommen kann. Oder ein lesbisches Paar oder eine alleinstehende verbit- terte Akademikerin. Was rechtlich gesehen in 20 Jahren gilt, ist momentan egal. Ich will das Geld. Meine ethischen Bedenken halten sich in Gren- zen. Die evangelische und katholische Kirche kri- tisieren, dass nach der künstlichen Befruchtung auch Embryonen vernichtet werden. Aber ich bin sowieso kein großer Kirchenfreund. Dr. Propping kommt zurück ins Büro und drückt mir 50 Euro und eine Quittung in die Hand. Es gibt kein Zu- rück. Ich unterschreibe den Vertrag. Ich spende nun bis zu drei Mal im Monat und bekomme für jede Spende 50 Euro. Alle vier Wochen gebe ich eine Blut- und eine Urinprobe zur Kontrolle auf Krankheiten ab.

Ich denke immer noch sehr oft über mögliche Fol- gen nach, besonders in juristischer Hinsicht. Klar ist: Ich spende meinen Samen nicht, weil ich da- mit der Medizin einen Gefallen tue, sondern weil ich das Geld brauche. Samenspenden ist nach den anfänglichen Untersuchungen ein schneller Gelderwerb. Ohne Anfahrtszeit gerechnet dauert die Spende ungefähr 20 Minuten. Ich hoffe, dass alle Kinder, die aus meinem Samen entstehen, in geordneten Verhältnissen aufwachsen. Nicht, weil ich ein Gutmensch bin, sondern weil ich mir wünsche, dass sie niemals das Verlangen haben werden, ihre wahre Herkunft zu erfahren.

* Name von der Redaktion geändert

foto Nadine Maaz

S18 DienSt-Bar A 3 6 7 _ 1 8

S18 DienSt-Bar

A367_18

Für alle Sinne

Vom Charts-Einheitsbrei über kollektive Sicherheit bis zu einer riesigen Geburtstagsparty

DIE CD:

Sicherheit bis zu einer riesigen Geburtstagsparty DIE CD: Die Band Muse meldet sich nach drei Jahren

Die Band Muse meldet sich nach drei Jahren künstlerischer Schaf- fenspause mit ihrem fünften Al- bum zurück. Doch von den eins- tigen herzzerreißenden Balladen, oder den auf den Punkt konzi- pierten, brettharten Gitarrenriffs ist nichts mehr übrig. Das Drei- gestirn um Frontmann Matthew Bellamy (Gesang, Gitarre, Klavier und Keyboards) hat sich statt dessen einen Charts-Einheitsbrei zusammengebraut. Inspirations- quelle waren offenbar die Werke von Queen – aber nicht die guten. Einzig das schon als Single ausge- koppelte Uprising weiß zu gefal-

muse „resistance“ VÖ: bereits erschienen Label: Warner music

len. Wehmütig hinterlässt sie den Nachhall einer virtuosen Band, die nun auf dem Weg in den Ab- grund der Bedeutungslosigkeit ist. Der Rest des Albums plät- schert langweilig und schmalzig aus den Boxen. Erschreckend da- bei ist der immer größere Electro Part in den einzelnen Songs. Man mag Mastermind Matthew Bellamy eine stete und konse- quente Weiterentwicklung der Band attestieren. Doch dieses Al- bum beweist erneut, dass diese Entwicklung in die falsche Rich- tung geht. jj

DAS BUCh:

Entwicklung in die falsche Rich- tung geht. jj DAS BUCh: Hauptsache gesund. Morgendli- che Urinproben, ein

Hauptsache gesund. Morgendli- che Urinproben, ein vorgeschrie- benes Fitnessprogramm und striktes Alkohol- und Rauchverbot. Der Staat nimmt das Wohl seiner Bürger in die Hand. In Juli Zehs Utopie einer totalitären Gesund- heitsdiktatur wird die kollektive Sicherheit zur Religion. Alles was krank macht ist verboten – körper- liche Gesundheit ist das oberste Gebot. Individuelle Freiheit steht da bloß im Weg. Das bekommen die Geschwister Mia und Moritz

Holl zu spüren und werden Opfer des Systems. Ihre Vergehen: Sie stellen den Staat, hier „Methode“ genannt, in Frage – und rauchen ab und zu eine Zigarette. „Corpus Delicti“ ist ein Meister- werk in der Tradition George Orwells. Wie bei Orwell verrät die Zukunftsvision eine Menge über die Gegenwart. Mit kalen- derspruchreifen Analysen zeigen Zehs Protagonisten wie absurd es ist, die Freiheit des Einzelnen für das Versprechen kollektiver Si- cherheit zu opfern. Ein Muss für alle, die keine Lust auf Überwa- chungsstaat und Gesundheits- wahn haben. joz

Juli Zeh „Corpus Delicti. Ein Prozess“ Verlag: Schöffing und Co. Preis: 19,90 Euro Umfang: 272 Seiten

ZUm DUrChStArtEn

* tipp 1: Entspann Dich!

Vor allem Bachelor-Studenten stresst ihr Alltag an der Uni - wie wäre es da mit et- was Entspannung für die Seele? Das ist an allen Ruhr-Unis für wenig Geld möglich - beim Hochschulsport. Yoga-Kurse für An- fänger und Fortgeschrittene gibt es zum Beispiel an allen Ruhr-Unis. Dort werden Entspannungs-, Atem- und Meditations- techniken mit Hilfe bestimmter Körper- haltungen eingeübt. Beim Pilates kann man in Bochum (Anmeldung unter dbs- win.rub.de/hss) und Dortmund (www. ahs.tu-dortmund.de) gleichzeitig noch etwas für den Muskelaufbau tun. Dort und in Essen und Duisburg (www.uni- due.de/hochschulsport) gibt es auch Tai Chi-Kurse. Die chinesische Bewegungs- kunst hat sich von einer Kampfsportart zu einer Entspannunstechnik entwickelt. Wem das noch nicht reicht, der findet beim Hochschulsport auch noch speziel- le Entspannungskurse, die meistens ei- ne Kombination aus den verschiedenen Methoden sind. Alle bieten eine gute Gelegenheit, um im Winter und vor der nächsten Klausurenphase ein bisschen Energie zu tanken.

der nächsten Klausurenphase ein bisschen Energie zu tanken. ** tipp 2: mach Dich locker! Ein musikalisches

** tipp 2: mach Dich locker!

Ein musikalisches Geburtstagskind wird 20. Das „Visions“-Magazin feiert seinen runden Geburtstag vom 28.Oktober bis zum 1. No- vember mit einer Reihe von Live-Konzerten in Dortmund. Vom kleinen Club bis zum Signal Iduna Park spielen die vierzig Bands an sieben verschiedenen Orten. Da sollte für fast jeden das richtige dabei sein. Bekannte Bands und Künstler wie The Hives, Kettcar, Donots, Selig, Get Well Soon, Kilians, Madsen oder Bela B geben sich für die Geburtstags- feierlichkeiten die Ehre. Eine Übersicht über das Party-Wochenende findet ihr unter www.visions.de/anniversary. Das Magazin „Visions“ wurde vor 20 Jahren in Dortmund gegründet und ist mittlerweile tonange- bend in der Independent- und Alternative- Szene.

*** tipp 3: Und jetzt denk nach!

Zum Nachdenken anregen will das bundes- weite Filmfestival „Ueber Macht“, das vom 29. Oktober bis zum 08. November Station in der Dortmunder Schauburg macht. Die 13 Dokumentarfilme, die dort gezeigt werden, beschäftigen sich auf unterschiedliche Wei- se mit Themen wie Macht- und Herrschafts- verhältnissen, Machtmissbrauch, Kontrolle und Selbstbestimmung. Ob es um eine Pa- kistanerin geht, die nach einer Vergewalti- gung aus ihrer Heimat flieht, um korrupte Politiker und Diktatoren, um die wirtschaft- liche Macht eines Biotechnologie-Konzerns oder die Hintergründe von jugendlichen Gewalttätern – das Thema wird von vielen verschiedenen Seiten beleuchtet. Die Filme von teilweise namhaften Regisseuren sind durchaus kontrovers und sollen dazu an-

regen, sich im Alltag intensiver und öfter die Frage nach der Macht zu stellen. Dortmun- der Institutionen und Vereine stellen zu den Filmen ein Rahmenprogramm mit Hinter- grundinformationen auf die Beine. Das voll- ständige Programm und alle weiteren Infos findet ihr unter www.diegesellschafter.de/

uebermacht. lea

Infos findet ihr unter www.diegesellschafter.de/ u e b e r m a c h t .

foto Dieter Schütz / pixelio

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A367_19 Dienst-Bar s19 Knobeln mit sudoku Für Fortgeschrittene: Pro Spalte, pro Reihe und pro drei mal

Dienst-Bar s19

Knobeln mit sudoku

Für Fortgeschrittene: Pro Spalte, pro Reihe und pro drei mal drei Kästchen großem Quadrat dürfen die Zahlen 1 bis 9 nur jeweils einmal vorkommen.

3 9 7 2 1 6 4 5 5 4 1 7 6 4 9
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1
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impressum

Herausgeber Institut für Journalistik, TU Dortmund Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Meier Redaktionsleitung: Vanessa Giese (vg), ViSdP Redaktion: Uni-Center, Vogelpothsweg 74, Campus Nord, 44227 Dortmund Tel: 0231/755-7473, Fax: 0231/755-7481 Briefanschrift: pflichtlektüre, c/o Institut für Journalistik, TU Dortmund, 44221 Dortmund E-Mail: post@pflichtlektuere.com Produktion: Sebastian James Brunt (sjb), Tobias Jochheim (tjo) und Daniel Klager (tni) Bild: Daniel Gehrmann (dg), Nadine Maaz (nm), Elvira Neu- endank, Pascal Amos Rest, Katja Seidl Titelbild: Katalin Vales

An dieser Ausgabe haben mitgewirkt: Samuel Acker (sam), Sebasti- Möbel abzugeben Schreibtisch und kleines Schränkchen
An dieser Ausgabe haben mitgewirkt: Samuel Acker (sam), Sebasti-
Möbel abzugeben
Schreibtisch und kleines
Schränkchen (beides Kiefer)
und Schreibtischstuhl an
Selbstabholer abzugeben.
Ihr müsst zwar bis nach
Menden (30 km östlich von
Dortmund) fahren, aber
dafür sind die Möbel kos-
tenlos und gut erhalten.
an Bolsinger (jsb), Maike Freund (mai), Lea Grote (lea), Agnes
Heitmann (ah), Florian Hückelheim (fh), Jens Jüttner (jj), Ol-
ga Kapustina, Julia Kämpken, Sarah Keller (sk), Jonas Knoop
(jk), Stephanie Kwoll (kwo), Malina Opitz (mao), Christin Ot-
to (co), Siola Panke (sp), Katrin Schmidt (ks), Oliver Schmitz-
Kramer, Fabian Schwane (fas), Kathrin Strehle (ks), Natascha
Tschernoster (nt), Martina Vogt (mv), Anna-Lena Wagner
(alwa), Barbara Wege (bw), Anja-Kristin Willner (awi), Jo-
hannes Zuber (joz)
Verantwortlich für Anzeigen: Oliver Nothelfer, Anschrift wie Ver-
lag, Kontakt: 0201/804-8944
0171/9506764.
Objektleiter: Wolfgang Ibel
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Druck: Druckhaus WAZ GmbH & Co. Betriebs-KG, Anschrift
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vember, 24. November, 8. Dezember, 19. Januar, 2. Februar.
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post@pflichtlektuere.com Kleiner Tipp – die Band spielt im Konzerthaus Dortmund. entgegen aller Gerüchte gibt es hier nämlich nicht nur Klassik auf die Ohren, sondern echten pop vom Feinsten. Das Konzert ist schon restlos ausverkauft. eure letzte Chance um mit dabei zu sein: Karten von der pflichtlektüre.

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