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Wilfried P. Bales

Titel: Unerkannte Erreger – (opportune) Infektionen

Bales Titel: Unerkannte Erreger – (opportune) Infektionen HIV – Mythos oder ernstzunehmende virale Bedrohung? Teil

HIV – Mythos oder ernstzunehmende virale Bedrohung?

Teil 1: Zur HIV/Aids-Kritik und ihren lebensgefährlichen Folgen für HIV-Patienten

Die HIV-Infektion ist allen Argumenten seitens der HIV/Aids-Kritik zum Trotz eine rea- le und ernstzunehmende virale Infektion. Die Leugnung der Existenz des HI-Virus ist keine Hilfe für HIV-positive Menschen und führt häufig zu schwerwiegenden immu- nologischen Abwärtsentwicklungen mit opportunistischen Infektionen, Wasting und Kaposi. Fatal ist, dass selbst HeilpraktikerInnen und ÄrzteInnen als so genannte Dis- sidenten durch ihre kritischen Sichtweisen und fehlenden, unzulänglichen und gren- zenlosen alternativen Therapien bei HIV-Positiven gravierende Krankheitsentwicklungen bis hin zu Aids-definierenden Krankheiten verursachen und fördern.

Obwohl viele HIV/Aids-kritisch orientierte HIV- Patienten schwere opportunistische Infektio- nen, Kaposi und Wasting entwickelten oder an Aids gestorben sind, werden diese Fakten fortwährend seitens der HIV/Aids-Kritik igno- riert. Die antiretroviralen HIV-Medikamente werden einseitig als toxisch und lebensver- kürzend schlecht geredet, obwohl seit Ein- führung der Proteasehemmer ab 1996 viele HIV-Patienten damit gut (weiter-) leben konn- ten und seither die Aids-Todesrate zumindest hierzulande enorm zurück gegangen ist.

Was bedeutet ein HIV-positiver Antikörpertest aus kritischer Sicht?

Prof. Hässig hat bereits 1996 dazu ausgeführt, dass ein positiver Ausfall der HIV-Antikörper- tests bei Infektion mit HI-Viren einen Hinweis auf eine vorbestandene Schwächung der zel- lulären Immunreaktionen darstellt. Dr. Kremer erklärt, dass der HIV-Test nur einen allgemei- nen Hinweis gebe auf mögliche Antikörper- bildung gegen Zelleiweiße im Organismus oder gegen bestimmte Alloantigene oder mikro- bielle Antigene. Dies aber sei ein Hinweis auf eine zelluläre Immunschwäche. Der HIV-Test könne nur indirekt im Kontext mit anderen kli- nischen und Laborparametern einen unspezi- fischen Hinweis auf eine bestehende TH2-Zell- Dominanz und Störung der Zellsymbiose ge- ben.

Höchst bedenklich und für HIV-Betroffene letzt- lich lebensgefährlich sind die Ansichten di- verser HIV/Aids-Kritiker, die die Existenz von HIV leugnen, den HIV-Test als hochgefährlichen Test bezeichnen oder HIV-Positiven die Emp- fehlung geben, wenn diese gesund seien, soll- ten sie nichts weiter tun. Der Virus habe ur- sächlich nichts mit der Krankheit zu tun, sei kein tödliches Virus, sondern eher ein Passa-

giervirus. Es gebe keinen Beleg dafür, dass HIV die Helferzellen dezimiere. (1, 2, 3, 4)

Solche Ansichten zeugen von einer bedenklich falschen Wahrnehmung und Unkenntnis hinsichtlich der Entwicklung und dem Fortschreiten von HIV-Infektionen.

Für einen erfahrenen Therapeuten sind die Pro- bleme anhand diverser Laborparameter deut- lich und früh erkennbar – lange bevor Symp- tome und Krankheiten auftreten.

Stoffwechsel- und Immundysregulationen sowie Mikro- und Makronährstoffdefizite sind frühzeitig sichtbar und können bei rechtzeitigem Entgegenwirken korrigiert werden, sodass HIV-Positive die Chance er- halten, länger ohne HIV-Medikamente leben zu können.

Bei vielen HIV-Patienten bleibt allerdings auf- grund des bereits vor der HIV-Infektion ge- schwächten Immunsystems oder der erst spät festgestellten HIV-Infektion nur der schnelle Ein- satz antiretroviraler Medikamente.

Fatal ist, dass HIV/Aids-Kritiker oftmals emp- fehlen, dass ein HIV-Positiver nichts tun soll, wenn er sich gesund fühle und auftretende Krankheiten mit Antibiotika, Antimykotika und Tuberkulotika behandelt werden sollten. (5, 6) Dies lässt außer Acht, dass erfahrungsge- mäß erst durch eine vorliegende HIV-Infek- tion, dem dadurch bedingten erhöhten Bedarf an Aminosäuren, Mikro- und Makronährstoffen, Glutathion und der vor allem eindeutig primär durch HIV ausgelösten Immunaktivierung ei- ne negative und progrediente Entwicklung in Gang gesetzt wird, an deren Ende regelmä- ßig ein Anstieg von Immunaktivierung und

Viruslast und daraus folgend ein zunehmen- der Abfall der zentral bedeutsamen Helfer- zellen steht und letztlich unbehandelt zu op- portunistischen Infektionen, Kaposi und Was- ting und damit zur Aids-Diagnose führt.

Daher sollte ein positiver HIV-Test immer dazu auffordern in weiteren Untersuchungen die Stoffwechsel- und Immunsituation abzuklären.

HIV-Schwerpunkt- oder HIV-Uni-Ärzte konzen- trieren sich primär auf Helferzellen und Vi- ruslast und veranlassen den Immunstatus und die HIV-RNA-PCR. Sie kümmern sich aber nicht um die weiteren Ursachen, die zum An- stieg der Viruslast oder dem Abfall der Hel- ferzellen führen. Sie beobachten meist nur den Verlauf und empfehlen bei Verschlechterung der Situation entsprechend den Deutsch- Österreichischen Richtlinien unter Einbezie- hung individueller Faktoren die antiretrovira- len Medikamente. Zwischenzeitlich schlägt das Pendel wieder zum früheren Einsatz der HIV-Medikamente aus bei Helferzellen zwi- schen 350-500/ml und einer HI-Viruslast

>100.000/ml.

Definitionen der HIV/Aids-Kritik zum Aids-Syndrom

Die bekanntesten Vertreter der HIV/Aids-Kri- tik sind seit jeher Prof. P. Duesberg, E. Pa- padopulos-Eleopulos und hierzulande Prof. A. Hässig (†), Dr. H. Kremer, Dr. C. Köhnlein und die Ärztin J. Sacher. Der gemeinsame Nenner aller HIV/Aids-Kritiker ist, dass HIV nicht als alleinige Ursache für Aids anerkannt wird. Prof. Duesberg erkennt als einziger Dis-

Aus einem Irrtum wird keine Wahrheit, auch wenn man ihn noch so weit verbreitet. Aus einer Wahrheit wird kein Irrtum, selbst wenn kein Mensch sie sieht.

man ihn noch so weit verbreitet. Aus einer Wahrheit wird kein Irrtum, selbst wenn kein Mensch

Mahatma Gandhi

Titel: Unerkannte Erreger – (opportune) Infektionen Wilfried P. Bales Heilpraktiker, Dipl.-Sozialarbeiter, Yogaleh-

Titel: Unerkannte Erreger – (opportune) Infektionen

Wilfried P. Bales Heilpraktiker, Dipl.-Sozialarbeiter, Yogaleh- rer, Naturheilpraxis seit 1999. BioImmun- nologische
Wilfried P. Bales
Heilpraktiker, Dipl.-Sozialarbeiter, Yogaleh-
rer, Naturheilpraxis seit 1999. BioImmun-
nologische Schwerpunktpraxis, insbeson-
dere für Patienten mit HIV, Immunschwäche,
CFIDS, CFS, Borreliose, Burnout. Seine we-
sentlichen Methoden sind: BioImmuntherapie, Mitochondriale
Therapie, Ausgleichstherapie n. Dr. Kremer, Nährstoffmedi-
zin, Homöopathie, Darmsanierung, Infusionstherapie, Ener-
giemedizin.
Kontakt:
Thielenstr. 29, D-50825 Köln
Tel.: 0221-5504040
info@heilpraxis-bales.de
www.heilpraxis-bales.de, www.helferzelle.de

sident die Existenz von HIV an, sieht den Vi- rus aber nicht ursächlich für die Entwicklung von Aids. Vielmehr korreliere nach seiner An- sicht Aids zu 95 % mit Risikofaktoren wie zum Beispiel acht Jahre homosexuelle Promiskui- tät, Drogenkonsum, Hämophilie und Unterer- nährung. (7)

Prof. Hässig sah im Aids-Syndrom ein schwer- wiegendes Immunschwäche-Syndrom als Aus- druck eines persistierenden hyperkatabolen Stoffwechselzustandes mit einer stressindu- zierten Ganzkörperentzündung. Schon in frü- hen HIV-Jahren wurde seitens der Züricher Stu- diengruppe unter seiner Leitung proklamiert, dass die Ursache für Aids in anhaltendem Stress bestehe durch psychische, traumati- sche, toxische und pharmakotoxische, ernäh- rungsbedingte und infektiöse Belastungen mit nachfolgender Verschiebung des TH1/TH2- Zytokin-Gleichgewichtes und daraus resultie- rendem negativem Einfluss auf wichtige Im- munparameter. (8, 9)

Die australische Wissenschaftlerin Dr. E. Pa- padopulos-Eleopulos vertritt mit ihren Mitar- beitern folgenden Ansatz: „Aids und all die Phänomene, die man mit ‘HIV’ bezeichnet, wer- den hervorgerufen durch Veränderungen des zellulären Redox, welche ihrerseits hervorge- rufen werden durch die oxidative Natur der Sub- stanzen und Einwirkungen, die sowohl allen Aids-Risikogruppen als auch den Zellen, die man bei der Kultivierung und Isolation von HIV verwendet, gemein sind.“ (10)

Nach Dr. Kremer ist die zelluläre Immun- schwäche Aids Folge einer erworbenen Er- schöpfung des „antioxidativen Thiol-Pools“ in den Helferzellen und anderen Zellsystemen. Immunologisch manifestiere sich dieses Thiol- Mangelsyndrom (Glutathion, Cystein, Lipon- säure) durch ein Typ 2-Cytokin-Muster (TH1/TH2-Switch). Die Störung der zellulären und humoralen Antikörper-Immunität durch nichtinfektiöse und infektiöse Faktoren führe durch zu starke oder lang andauernde Über- stimulation der NO-Gasproduktion der Im- munzellen zur Hemmung der NO-Gasproduk- tion und stattdessen zur gesteigerten Akti- vierung von Antikörper produzierenden Zellen. Ursache sei eine ungewöhnlich, exzessive und langandauernde nitrogene und oxidative

Stressbelastung durch Nitrit-In- halation (Poppers), mikrobiel- le Antigen- und Toxinstimulati- on, immuntoxische Pharmaka (antiretrovirale Medikamente, Antibiotika, Sulfonamide, An- timykotika) und andere Stress- faktoren. Die Folge sei, dass sich intrazelluläre Mikroben wie Pilze, Parasiten, Myko- bakterien und Viren (opportu- nistische Krankheitserreger) innerhalb von Körperzellen un- gehemmt vermehren können, die normalerweise durch NO- Abwehrgas symptomlos eli-

miniert werden. Dieser klini- sche Krankheitsbefund werde als Aids definiert. Hier ist anzumerken, dass Dr. Kremer von der Nichtexistenz des HIV aus- geht. (11)

Diese Theorien sind eine wesentliche Orientierung für den mit HIV-Patienten arbeitenden Therapeuten, was nicht heißt, dass sämtliche Faktoren bei jedem HIV-Patienten zutreffen müssen.

Dennoch steht man als Therapeut in der Pra- xis vor vielen Fragen, die nicht mit diesen Theorien übereinstimmen. So ist beispiels- weise Fakt, dass sich nicht jeder HIV-Patient in einer TH2-Dominanz befindet, einen Gluta- thionmangel oder eine oxidative und nitrosa- tive Belastung hat, aber dennoch abfallende Helferzellen. Auch haben viele HIV-Patienten nichts mit den von Duesberg und anderen Dis- sidenten postulierten häufigen Infektionen, Drogen oder Poppers zu tun, weisen aber den- noch eine Immundefizienz und bei Nichtbe- handlung eine progrediente Abwärtsentwick- lung auf.

HIV/Aids-kritische Patienten sind besonders gefährdet

Fakt ist ebenso, dass in den zwölf Jahren mei- ner Praxis diejenigen HIV-Patienten die meis- ten Mikronährstoffdefizite, Stoffwechsel- und Immundysregulationen aufwiesen, die sich lan- ge an der HIV/Aids-Kritik orientiert hatten und bei HIV/Aids-kritischen Heilpraktikern und Ärz- ten unzulängliche und grenzenlose alternative Therapien erhielten. Dazu gehörten u. a. Vita- min-C-Hochdosis-Infusionen, Ozontherapie, Bio- resonanz, Akupunktur, ayurvedische Präpara- te, Hypercintherapie, Homöopathie, Blutzap- per und Magnetpulser nach Dr. Beck sowie MMS – von der Eigentherapie mit diversen Im- munpräparaten ganz abgesehen. (12)

Dies zeigt, dass einzelne Methoden der Na- turheilkunde oder Homöopathie für sich hier völlig unzureichend sind.

Das Fortschreiten einer HIV-Infektion kann im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie allenfalls aufgehalten werden.

Grundlage sind umfangreiche, die üblichen ärztlichen Untersuchungen ergänzende spe- zielle Laborparameter und Laboruntersu- chungen, mit denen alle wichtigen Faktoren un- tersucht werden; bei Vorliegen von Defiziten und Dysregulationen wird mit verschiedenen Ansätzen und Präparaten, vor allem aber mit orthomolekularer Medizin im ganzheitlichen Sinne behandelt. Dabei ist sehr entscheidend, wie früh ein HIV-Patient die alternative Unter- stützung sucht und ob die entsprechende The- rapie dauerhaft im nötigen Umfang durchge- führt und finanziert werden kann.

In der Praxis und erst recht HIV-Positiven hilft der Streit um den Nachweis und die Existenz von HIV nicht weiter.

Biologisch orientierte Therapeuten sollten sich daher vielmehr an den sichtbaren Stoffwech- sel- und Immundysregulationen, Mikro- und Ma- kronährstoffdefiziten der Patienten orientie- ren. Es gibt zahlreiche Hinweise auf eine primär durch HIV ausgelöste Belastung von Stoffwechsel und Immunsystem wie z. B. In- flammation / Immunaktivierung (CD3, CD8, CD38), Anstieg von HIV, Abnahme von CD4, CD 16/56, Zunahme von CD8, Hypergammaglo- bulinämie, Mikro- und Makronährstoffdefizite, Dysproteinämie / Albumin, Dyslipidämie / HDL, Dysregulative Zytokine, Glutathiondefizit, in- testinale Störungen usw.

Die auffällige Vielzahl dieser Befunde sind zu- mindest für mich ohne HIV nicht erklärbar, dies insbesondere bei Patienten, die durchaus be- reits vor der HIV-Infektion oder im Laufe der In- fektionszeit gesund leben und sich gesund er- nähren. Auch die Psyche bzw. die Angst vor HIV und Aids kann hier nicht als ausreichender Grund gelten, da auch Patienten, die nichts von ihrer HIV-Infektion wussten, eine Immun- schwäche und Aids-definierende Krankheiten entwickeln.

Beispiele HIV/Aids-kritischer HIV-Patienten

Im Folgenden möchte ich anhand einiger Bei- spiele von HIV/Aids-kritischen HIV-Patienten

Das sind die Weisen, die durch den Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.

Weisen, die durch den Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die

Friedrich Rückert

Titel: Unerkannte Erreger – (opportune) Infektionen

darstellen, um welche Faktoren es bei der HIV- Infektion geht und welche schwerwiegenden negativen Folgen dabei die zu lange Orientie- rung an der HIV/Aids-Kritik und das „Nichtstun“ bzw. eine grenzenlose alternative HIV-Therapie oder die zu spät in Angriff genommene allo- pathisch-medizinische Therapie hat.

HIV/Aids-Kritiker Aids-Patient HIV-Existenz-Überzeugter

Der Patient lehnte aufgrund seiner Orientierung an der HIV/Aids-Kritik den HIV-Test ab, obwohl trotz gesunder Lebens- und Ernährungsweise zunehmend Symptome wie Hautbeschwerden und Gewichtsverlust (insgesamt 27 kg) auf- traten. Erst im fortgeschrittenen Stadium machte der Hausarzt ohne Wissen des Pa- tienten einen HIV-Test, der positiv ausfiel, wo- zu der Patient nach eigenem Bekunden selbst in diesem Stadium seine Zustimmung ver- weigert hätte.

Der Patient suchte in diesem Zustand noch ei- nen ca. 1.000 km entfernten HIV/Aids-kriti- schen Arzt auf, der ihm lediglich Antibiotika und Cortison verordnete, den deutlich sicht- baren Schwächezustand mit erheblichem Ge- wichtsverlust aber nicht als Alarmzeichen wahrnahm. Wenige Wochen später hatte der Patient einen Kreislaufkollaps und wurde von seinem Lebenspartner in eine Uni-Klinik ge- bracht, wo man Helferzellen von 8/2,3 %/ml, Ratio 0,3, eine HI-Viruslast von 1.800.000/ml, eine fortgeschrittene Kryptokokken-Enzepha- litis, Wasting-Syndrom, Soorstomatitis und et- liche weitere Diagnosen feststellte. Nach drei- monatigem Klinikaufenthalt überlebte der Pa- tient die schwere Krankheitskrise knapp und verbrachte anschließend vier Wochen in einer Rehaklinik. Seit dem ersten Lebensjahr war der Patient bereits wegen einer wahrschein- lich falsch behandelten Otitis media auf einem Ohr taub. Durch die notwendige massive che- mische Therapie wurde er auch auf dem zwei- ten Ohr taub, verlor während der stationären Behandlung seinen langjährigen Lebenspart- ner und musste seine Firma aufgeben.

Die Erstkonsultation in meiner Praxis erfolg- te ca. acht Monate später bei Helferzellen von 200/11% (Norm 500-1100/32-66 %). Die Verständigung war mittels Hörgerät möglich, aber schwierig. Der Patient hatte zu diesem Zeitpunkt noch erhebliche Mikronährstoffde- fizite und Dysregulationen: CD8, BSG, TNF, IgE, Peroxide, Nitrostress, Homocystein, a-1- Antitrypsin , Lipoprotein(a) ↑↑↑, Selen, Fol- säure, Albumin, Pankreas-Elastase, Dysbak- terie , TH2-Dominanz, Glutathion normal.

Im vergangenen Jahr hatte der Patient das Glück mittels einer Cochlea-Operation wieder wesentlich besser hören zu können (mit Aus- nahme musikalischer Töne). Er hat eine neue selbständige Tätigkeit, einen neuen Lebens- partner und nutzt meine complementärmedi- zinische Therapie.

Drei Jahre später nach ART-Beginn sind seine Helferzellen bei 322/18%/ml, die Viruslast liegt unter der Nachweisgrenze. Er ist nunmehr entschieden von der Existenz von HIV über- zeugt und wird demnächst als Botschafter des Welt-Aids-Tages aktiv werden.

Fortgeschrittenes Kaposi durch grenzenlose Cellsymbiosistherapie (CST)

Der Patient meldete sich telefonisch bei mir, nachdem er seit einem Jahr bei einer HIV/Aids- kritischen Ärztin in Behandlung war und zwi- schenzeitlich die antiretroviralen HIV-Medika- mente abgesetzt hatte. In dieser Zeit entwi- ckelte sich zum zweiten Mal ein schnell fort- schreitendes Kaposi mit komplett befallenen Beinen und Füßen, so dass er vor Schmerzen kaum noch gehen konnte.

Ich empfahl dem Patienten, sich sofort an ei- nen HIV-Schwerpunktarzt zu wenden und bot ihm meine Unterstützung an. Von seiner Ärz- tin hatte der Patient nur wenige Präparate der CST erhalten, die völlig unzureichend waren. Wichtige Untersuchungen waren gar nicht durchgeführt worden. Bereits nach der ersten Chemo-Infusion konnte der Patient wieder schmerzfrei gehen und nahm die antiretrovi- rale Therapie wieder auf.

Nach meinen ergänzenden Untersuchungen er- gab sich eine katastrophale Ausgangssituati- on mit 30 Baustellen. Hier nur die wichtigsten:

Helferzellen 103/9 %/ml, HIV 54.000/ml, HCV 5.310.000/ml, Peroxide ↑↑, BSG, Neopterin, TNF, Gammaglobuline, IgE, Mundsoor ↑↑↑, Se- len , Albumin, Pankreas-Elastase ↓↓, Glutathi- on, sIgA ↓↓↓, Panzytopenie, TH1-Dominanz etc.

Leider brach der Patient nach wenigen Mo- naten aus Kostengründen die komplementä- re Therapie ab.

Unverantwortliche CST bei starker Immunschwäche

Der Patient suchte mit Helferzellen von 150/7% einen HIV / Aids-kritischen Heilprak- tiker auf, der mit CST nach Dr. Kremer arbei- tet, und erhielt über ein Jahr eine Fülle von Nah- rungsergänzungs-Präparaten sowie so ge- nannte Protokoll-Infusionen. Die Helferzellen fielen weiter ab, der Patient erlitt drei oppor- tunistische Infektionen, davon zwei Lungen- entzündungen (PcP) und eine CMV-Retinitis, die unbehandelt schnell zur Erblindung führen kann.

Der Patient meldete sich bei mir mit Helfer- zellen von 2/0 %/ml, HIV 760.000/ml. (Der Kollege wollte nach Angaben des Patienten selbst in dieser Situation mit seiner Therapie fortfahren!) Nach einer telefonischen Bera- tung am späten Abend begann er bereits am nächsten Tag mit der antiretroviralen Thera- pie (ART) und kam zu mir in die Praxis.

Die Situation stellte sich im Weiteren wie folgt dar: Glutathion, Selen, Albumin, Arginin, Selen, DHEA, Dysbakterie , Pufferkapazität, intra- zellulär ↓↓, Zytokinprofil, HDL ↓↓↓, BSG, LDH, Peroxide, Monozyten, Leberwerte, ADMA, Ni- trostress, TNF, TRG , Neopterin, Immunakti- vierung ↑↑, Ferritin ↑↑↑, Leukopenie, Throm- bopenie, Coenzym Q10, Vitamin D3 grenz- wertig, latente Azidose, kognitive Störungen, Tinnitus.

Zur Verhinderung eines Immunrekonstitutions- Syndroms erhielt der Patient begleitend zur ART Infusionen nach von mir erarbeiteten Sche- mata, wodurch sich die Helferzellen innerhalb weniger Wochen auf 201/5 %/ml besserten. Zwischenzeitlich wurde der Patient mit seiner Firma insolvent, weshalb die Therapie nicht fort- gesetzt werden konnte. Die Helferzellen sind nach zwei Jahren bei 570/12 %/ml, die Vi- ruslast erst nach 20 Monaten unter der Nach- weisgrenze.

Statt HIV-Leugnung Anerkennung der HIV-Existenz

Um nicht missverstanden zu werden, betone ich, dass die Ausgleichstherapie nach Dr. Kremer selbstverständlich immer Bestandteil meiner Therapiestrategien ist.

Nach meiner Erfahrung sind aber weitere und oftmals höher dosierte Präparate erforderlich, insbesondere bezüglich Inflammation / Im- munaktivierung, Glutathion, Mitochondropa- thie, Darmtherapie, Neurostress. Die CST / Ausgleichstherapie kann nur dann noch ent- scheidend wirksam werden, wenn die Helfer- zellen noch ein relativ gutes Niveau von ca. 300- 350/18-20 %/ml haben, die Finanzierung lang- fristig gesichert ist und der Patient eine gute Motivation und Durchhaltevermögen mitbringt.

Das zentrale Problem der HIV-Infektion ist die Inflammation / Immunaktivierung.

Gelingt es nicht, diese nachhaltig zu senken, wird die Viruslast ansteigen, die Helferzellen sinken und die Stoffwechsel- und Immunsitua- tion sich nach und nach verschlechtern.

Diese Beispiele belegen explizit die negativen Folgen der fatalen Annahme der Nicht-Existenz von HIV. Ebenso zeigen sie meines Erachtens deutlich, dass es in der biologischen HIV-The- rapie Grenzen gibt, die Therapeuten rechtzei- tig im Interesse der HIV-Patienten erkennen und bei ihrer Arbeit berücksichtigen sollten, wenn

rechtzei- tig im Interesse der HIV-Patienten erkennen und bei ihrer Arbeit berücksichtigen sollten, wenn 11/2011 3
Titel: Unerkannte Erreger – (opportune) Infektionen sie von HIV-Patienten und -Ärzten noch ernst genommen werden

Titel: Unerkannte Erreger – (opportune) Infektionen

sie von HIV-Patienten und -Ärzten noch ernst genommen werden wollen.

Ausblick

Der Autor wird in zwei weiteren Beiträgen zu Chancen und Grenzen der alternativen HIV- Therapie (ohne ART) sowie zu wichtigen The- men der complementärmedizinischen HIV-The- rapie (ergänzend zur ART) mit Patientenbei- spielen berichten.

Der Beitrag wird in CO’MED fortgesetzt.

spielen berichten. Der Beitrag wird in CO’MED fortgesetzt. Literaturhinweise     1) Köhnlein, C.: Film:

Literaturhinweise

   

1) Köhnlein, C.: Film: Keine Angst vor HIV, 2010

5) Köhnlein C., a.a.O 6) Köhnlein, C.: Die große Illusion, 2001

http://bewusst.tv/2010/10/keine-angst-vor-

hiv/ 2) Sacher, J.: Aids – das Virus, das es nicht

gibt; Die wahren biologischen Hintergründe des Mythos, raum&zeit 142/2006; http://

www.praxis-sacher.de/uploads/media/AIDS-

http://www.rethinkingaids.de/allg/koenl-2.htm

7) Duesberg, Peter: HIV und Aids: Korrelation, aber nicht Ursache, Aids-Forschung 3/1989

Das_Virus_das_es_nicht_gibt.pdf 3) Blumenthal, A.: Film: I won’t go quietly – 5 Frauen, eine Diagnose: HIV-positiv und trotz- dem gesund – Wir widersetzen uns der Aids- Lüge & Interview zum Film mit Jo Conrad, 2011; (Anm.: Eine der Frauen war so gesund,

dass sie im April d.J. an Aids verstorben ist!)

8) Hässig, A.: Stressinduzierte Suppression der zellulären Immunreaktionen, raum&zeit 83/96

9) Hässig. A. et al.: 15 Jahre Aids, Eine kriti- sche Stellungnahme zur Situation. Schweiz. Zschr. GanzheitsMedizin, 4/1998 10) Papadopoulos-Eleopulos, E.: Vortrag 12. Welt-Aids-Konferenz Genf, 1998; http://aids- kritik.de/aids/ Perth Group 11) Kremer, H.: Die stille Revolution der Krebs- und Aids-Medizin. 2001 12) Bales, W. P.: Kritische Betrachtung der HIV/Aids-Kritik-Theorien. 2006, http://

http://bewusst.tv/2011/07/i-won%2%b4t-go-

quietly/ 4) Meyer, C.: Aids – Neue Erkenntnisse, die man nicht verschweigen darf, 2010

http://www.wahrheiten.org/blog/2010/07/0

www.helferzelle.de/wil/kb.php?mode=arti-

9/aids-neue-erkenntnisse-die-man-nicht-ver-

cle&k=194

schweigen-darf/