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25.07.2010 | 15:51 Uhr

Staatsanwaltschaft

Duisburg

25.07.2010 | 15:51 Uhr Staatsanwaltschaft Duisburg Loveparade - Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und

Loveparade - Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei

Duisburg (ots) - Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der 19 Opfer und den zahlreichen Verletzten. Die Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigt, unmittelbar nach bekanntwerden der schrecklichen Ereignisse zur Aufklärung des Sachverhalts und Feststellung etwaiger Verantwortlicher ein Ermittlungsveriahren eingeleitet und gemeinsam mit der Polizeibehörde Duisburg, bei der insoweit eine Ermittlungskommission eingerichtet wurde, die Ermittlungen durchzuführen. Die Polizei hat bisher 18 Opfer identifiziert und die Angehörigen bzw. die entsprechenden Konsulate informiert. Unter diesen Opfern befinden sich niederländische, australische, italienische, chinesische und spanische und ein bosnischer Staatsangehöriger. 11 Opfer haben die deutsche Nationalität. Es handelt sich um 11 Frauen und 8 Männer im Alter von 18 bis 38 Jahren. Die in Deutschland ansässigen Angehörigen werden seit der letzten Nacht durch speziell ausgebildete Teams betreut. Darüber hinaus sind uns bisher während der gesamten Veranstaltung 342 Verletzte gemeldet worden. Staatsanwaltschaft und Polizei arbeiten mit allen veriügbaren Kräften intensiv daran, den genauen Ablauf der Ereignisse auf der Zugangsrampe im Veranstaltungsgelände zu klären. Die Verantwortlichen der Stadt Duisburg und der Veranstalter haben den Ermittlungsbehörden nach Anordnung der Sicherstellung und Beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft dort jeweils vorhandene Planungs-und Genehmigungsunterlagen zur Verfügung gestellt. Deren Auswertung, sowie die Auswertung von weiterem umfangreichen Daten -und Bildmaterial wird mit Hochdruck betrieben. Der Unglücksort liegt auf dem Veranstaltungsgelände außerhalb des Tunnels. Zu Todesfällen kam es ausschließlich außerhalb des ebenfalls zum Veranstaltungsgelände gehörenden Tunnels. Die 16 vor Ort Verstorbenen sind auf der westlichen Seite der Zugangsrampe gefunden worden, davon 14 Personen im Bereich der abgesperrten Metalltreppe und zwei an einer Plakatwand gleich zu Anfang des Aufgangs. Die Polizei hat den für das Gelände zuständigen Veranstalter bei der Regelung des Personenzuflusses unterstützt. Entsprechend ist der Zuschauerzustrom auf den Wegstrecken vor dem Veranstaltungsgelände mehrfach an den dafürvorgesehenen Punkten durch die Polizei gestoppt worden. Bereits vor dem Unglück wurde die Öffnung einer zweiten Rampe durch die Polizei veranlasst. Zu keiner Zeit hat die Polizei den Zugang am oberen Ende der Rampe gesperrt.

Im Hinblick auf die intensiv durchzuführende Ermittlungsarbeit bitten die beteiligten Dienststellen von einzelnen Presseanfragen abzusehen. Zeitnah werden bekannte, zur Veröffentlichung bestimmte Erkenntnisse in weiteren Mitteilungen o. ggf. durchzuführenden Pressekonferenzen bekannt gegeben.