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Das Hügelbeet eine tolle Sache für den Gartenfreund

Über verschiedene Anlässe der Permakultur habe ich das Hügelbeet kennen gelernt. Hügelbeete sind eine alte chinesische Erfindung. Der Begriff Permakultur dient zur Beschreibung einer dauerhaften Landwirtschaft, (abgeleitet von "permanent agriculture" - dauerhafte Landwirtschaft), die sich am Vorbild eines vielfältigen Ökosystems orientiert, welches vor allem aus Pflanzen und Tieren besteht welche dem Menschen, der darin lebt, nutzen bringen. In der Schweiz gibt es seit 1991 einen Verein. www.permakultur.ch

Das Hügelbeet trägt zu einer vielfältigen Garten-Landwirtschaft bei. Dabei gibt es auch einen natürlichen Flächengewinn der zu mehr Ertrag auf gleicher Fläche führt. Über mehrere Beeten kann die optimale Ausnutzung der Fruchtfolge optimiert werden. Folgt man der Natur kann mit mehreren Beeten sehr viel eigenes und vielfältiges Gemüse/Kräuter mit hohem Ertrag geerntet werden. Durch den Vermottungsprozess ist eine höhere Erdtemperatur für das schnellere Wachstum und die frühere Fruchtreife förderlich. Ohne zusätzlichen Zusatzstoffe, Chemie oder Düngstoffe, einfach und sehr effizient, oder einfach Bio!. Das Hügelbeet ist auch für Kinder wie auch Erwachsene eine sehr spannende und Erlebnisreiche Angelegenheit für die zusammenhänge in der Natur miteinander zu erleben und zu leben. Es bietet auf Dauer viel Anschaubares, Abwechslungsreiches, Lehrreiches und macht viel Spaß. Warum nicht einmal mit den Kindern ein Hügelbeet aufbauen? Verschiedene Aufgaben können gemeinsam und Gartenintern gelöst werden. Das könnte zum Beispiel sein:

- Das kompostieren von grossen Holzresten

- Die sofortige Nutzung/Verwendung der eigenen oder der zugeführter Komposterde

- Optische Anziehungskraft durch seine andersartige, vielfältige Bepflanzung. Etc.

durch seine andersartige, vielfältige Bepflanzung. Etc. So geht’s: Querschnitt durch ein Hügelbeet Abgebrochene

So geht’s:

Querschnitt durch ein Hügelbeet

Abgebrochene Äste und Zweige werden gesammelt bzw. totes Holz aus den Bäumen und Sträuchern herausgeschnitten. Wichtig dabei ist beim mitwirken von Kindern die Wahl und der Einsatz der richtigen Arbeitsschutz (Schuhe, Handschuhe etc.) .

Die Äste werden so dicht wie möglich ineinander gelegt und ab und an gestampft. Sehr gut bewährt hat sich das Aneinanderschichten der Holzabfälle über drei bis vier Wochen auszudehnen. Sowie das Stopfen von Löchern und einbringen der Schichten über eine länger Zeitdauer. Um so sorgfältiger der Aufbau und vermeiden von Löchern um so länger die einwandfrei Funktion respektive Erreichung der möglichen Alterserwartung von ca. 5-6 Jahren. Ein sorgfältiger Aufbau bezahlt sich mehrfach aus. Zum Auffüllen der entstandenen Hohlräume zwischen den einzelnen Ästen eignen sich sehr gut Laub, Gras bzw. größere Gartenabfälle (Stengel, Kraut). Hier ist es wichtig, dass die Materialien fest eingedrückt werden. Das Wässern hin und wieder sollte man nicht vergessen werden. Durch den Verrottungsprozess sackt alles zusammen . Entstandene neue Hohlräume müssen wieder aufgefüllt werden. Ist nicht ausreichend Grüngut vorhanden, kann alternativ angefeuchtetes Stroh eingebaut werden. Um das Gießen zu erleichtern bietet sich eine Mulde auf dem Hügel an, um das Ablaufen zu verlängern.

- Äste und Gehölzhäcksel (30 bis 60 Zentimeter).

- Grassboden, Rasen (10 bis 15 Zentimeter)

- Laub, Pflanzenstengel (20 bis 25 Zentimeter)

- Grobkompost (15 bis 20 Zentimeter)

- Feinkompost (15 bis 25 Zentimeter)

- Mutterboden - Aushub (25 bis 35 Zentimeter)

Die Höhe soll ca. 1.5 bis max. 1.8 m betragen. Sie werden staunen wie bequem das ernten vor sich geht Um eine sinnvolle Höhe erreichen zu können, sollte die Beetbreite mindestens bei circa 1,6 bis 1,8 Meter liegen. Die Form des gleichseitigen Dreiecks hat sich hier sehr bewährt.

mindestens bei circa 1,6 bis 1,8 Meter liegen. Die Form des gleichseitigen Dreiecks hat sich hier

Bepflanzung:

Es soll eine Vielfalt von Pflanzen gepflanzt werden. Dazu können beide Seiten genutzt werden. Ideal hat sich bis heute bewährt nicht zu flache Hügelbeete. Die Form eines gleichseitigen Dreiecks ist anzustreben. Eine gute Pflanzfolge könnte so aussehen:

1. Jahr: Tomaten, Gurken, Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen

2. Jahr: Sommerblumen, Majoran, Kartoffeln, Dill, Boretsch

3. Jahr: Salat, Kohlrabi, Spinat, Wirsing, Rosenkohl, Blumenkohl

4. Jahr: Petersilie, Möhren, Schwarzwurzeln, Rote Beete, Lauch

Die Beete sacken pro Jahr bis zu ca. 10 cm oder mehr ab. Hochbeete können Sie vor jeder Bepflanzung mit Kompost auffüllen, etwa nach ca. 4 Jahren (Zustandsabhängig) sollten Sie diese wieder neu aufschichten, sprich erneuern oder als Flachbeete weiterverwenden

Die KNL wünscht Ihnen erlebnisreiche Zeit, einen erfolgreichen Aufbau und ein ertragreiches Ernten. Für Fragen oder weitergehende Info wenden Sie sich an die Mitglieder der KNL oder an die verwendeten Literatur Links Literatur:

Sepp Holzer www.krameterhof.at www.bio-gaertner.ch Grafilk Peter Uhl

Kurt Schlegel Kommission für Natur und Landschaft