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Leipziger Schule

Die Entwicklung der Leipziger Schule Die Leipziger Schule stützte sich anfangs auf die Annahme, dass Translation lediglich ein Umkodierungsprozess sei, wofür sie of kritisiert wurde. Dies erkannten die Vertreter der Leipziger Schule edoch. Sie !erlie"en diesen Standpunkt und konzentrierten sich auf einen kontrasti!#linguistischen Ansatz, $ei dem die Suche nach %&ui!alenz auf der '$ene des Sprachs(stems im Vordergrund stand. Doch auch dieser Ansatz wurde kritisiert, da er zu eng und zu theoretisch ausgelegt war. So entfernte sich die Leipziger Schule auch !on diesem )onzept und wandte sich einem kommunikationstheoretischen *odell zu, welches erstmals die )ommunikationspartner und sp+ter auch weiter wichtige ,aktoren wie die )ommunikationssituation ein$ezog. Als -$ersetzungseinheit gilt da$ei der Te.t als /anzes. Die LS entwickelte ihre kritisierten anf+nglichen Ans+tze sehr $ald weiter, anstatt in den ü$erholten Denkweisen zu !erharren. Allerdings $lei$ man $ei der Annahme der ,unktionsgleichheit !on Ausgangs# und 0ielte.t. Grundkonzepte der Leipziger Schule Die Vertreter der Leipziger Schule !erstanden die -$ersetzungswissenschaft als Teildisziplin der Linguistik, sie sprachen auch !on der Translationslinguistik. Die 1ezeichnung Translation als 2$er$egriff für -$ersetzen und Dolmetschen wurde !on 2tto )ade, einem der 3aupt!ertreter der LS, gepr+gt. Als /egenstand der -$ersetzungswissenschaft definierte /ert 4+ger 5die Untersuchung der Translationsprozesse als sprachliche 6rozesse7 und die Anal(se der ihnen 5zu /runde liegenden sprachlichen *echanismen7 84+ger 9:;<=. Die LS !ertrat da$ei die Auffassung, dass grunds+tzlich eder AS#Te.t !on einem 0S#Te.t mit dem gleichen >nformationsgehalt ersetzt werden kann, ohne dass die )ommunikation $eeintr+chtigt wird. Die ?olle des -$ersetzers $estand im Umkodieren einer sprachlichen *itteilung, wo$ei keine Ver+nderungen auf grammatikalischer oder inhaltlicher '$ene erwünscht waren. >n diesem 0usammenhang taucht auch der 1egriff der Äquivalenz auf. Da$ei erkannten die Vertreter der LS genau wie deren )ritiker, dass das anf+ngliche )onzept, $ei dem inhaltliche >n!arianz gefordert wurde, auf Dauer nicht halt$ar war. 2tto )ade ging sel$st schon früh auf die st+ndige Spannung zwischen 2riginal$ezogenheit und 'mpf+ngergerichtetheit, also die !on der Situation a$h+ngige te.tge$undene $zw. te.t!er+ndernde -$ersetzung, ein. >n der weiteren 'ntwicklung wurden auch Aspekte der )ommunikation $erücksichtigt. *it der 'in$eziehung !on Sender@'mpf+nger und )ommunikationssituation als wichtige ,aktoren $ei der Translation entstand das kommunikationstheoretische Konzept, $ei dem das /elingen der )ommunikation im Vordergrund steht. 'in weiterer Ansatzpunkt dafür war die Pragmatik, die den 0usammenhang zwischen den sprachlichen 0eichen und deren Verwendern $etrachtet. Auf den Translations!organg $ezogen $edeutet das die Untersuchung des 1eziehungsgefüges zwischen den sprachlichen /ege$enheiten und den Autzer der -$ersetzung. Den damit !er$undenen 1egriff des Skopos hat Al$recht Aeu$ert schon a$ den sechziger 4ahren unter dem 1egriff der 5/erichtetheit7 !on Te.ten in seine -$erlegungen ein$ezogen. Aeuere Schriften $etonen die 1edeutsamkeit der 1erücksichtigung der a$weichenden Verstehens!oraussetzungen der 0ielte.tadressaten. Auch ein Auftragge$er wird inzwischen thematisiert.