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Leopold Schmallegger <schmallegger@gmail.com>

Lederdeponie - Urteil letzter Instanz - Pressemitteilung


Leopold Schmallegger <schmallegger@gmail.com> Tue, Feb 19, 2008 at 9:30 AM
To: "b.reisinger@orf.at" <b.reisinger@orf.at>, barbara.poelki@orf.at, bernt.koschuh@orf.at, Gerald Winter
<gerald.winter@kleinezeitung.at>, gerhard.koch@orf.at, "maria.derler@orf.at" <maria.derler@orf.at>,
peter.kastner@volksanw.gv.at, rudolf.culka@orf.at, sotiria.taucher@kronenzeitung.at, t.rossacher@oe24.at,
walter.baustaedter@kronenzeitung.at

Werte Damen und Herren,

so lange wir mittlerweilen auf den Ausgang dieses Rechtsstreites gewartet haben - nach nunmehr 6
Jahren ist es traurige Gewissheit:

WIR HABEN DEN PROZESS VERLOREN UND DIE KLAGE GEGEN DIE GEMEINDE WURDE SOMIT
ABGEWIESEN!!!

In der Beweisführung, bzw. dem Urteil sind für uns vollkommen tatsachenwidrige Umstände enthalten, die
aber nach Österreichischem Recht anscheinend nicht mehr richtiggestellt, bzw. bekämpft werden
können.

Mir/uns ist es vollkommen unklar, wie so etwas zustande kommen konnte, hat uns doch unser
Rechtsvertreter immer wieder versichert, dass wir sehr gute Aussichten haben, diesen Prozess zu
gewinnen.

Einen kleinen Auszug von vollkommen unrichtig dargestellten Sachverhalten aus dem Urteil, wie
folgt:

€ Das Gericht geht nicht davon aus, dass ich vom Kaufvertrag Abstand genommen hätte, hätte ich
von der Kontaminierung gewusst. (!!!)
€ Das Gericht geht davon aus, dass die Entsorgungskosten der Kontamination lediglich um die 1.500
Euro gekostet hätte. Das ist vollkommener Schwachsinn. Wenn Sie sich noch entsinnen können
wurde mir vom Land Steiermark aufgetragen, die offene Deponie, die der Bagger im Zuge des
Kelleraushubs geöffnet hat, wieder zu verschliessen, jedoch die Lederreste, die der Bagger
ausgehoben hat, nicht wieder zurückzuwerfen. Diese Lederreste lagern jetzt noch offen auf dem
Grundstück und dessen Entsorgung hätte wahrscheinlich eben die kolportierten 1.500 Euro
ausgemacht. Nicht jedoch die Entsorgung der gesamten Lederdeponie, die mit einem Ausmass
von ca. 12.000 m3 geschätzt wurde. Über die Kosten der Entsorgung wurde damals nicht mal
spekuliert, da es sich um Sondermüll handelt, dieser sich auch über mindestens 3 Grundstücke
erstreckt und anschließend mit Erde hinterfüllt werden müsste.
Im Grossen und Ganzen meint also das Gericht, dass ich wegen einer so geringen
Kontaminierung, dessen Entsorgung quasi einen extrem kleinen Anteil des Grundwertes hat, den
Kaufvertrag rückabwickelte und Schadenersatz forderte
€ Das Gericht führt als weiteres Hauptargument an, dass ich mit der damaligen Rückabwicklung des
Kaufvertrages gegen den Verkäufer erfolgreich war. Nur hat das Gericht anscheinend nicht darauf
geachtet, dass Hr. Mögler nach aussen hin mittellos war, ich keinen einzigen Cent bis heute von
ihm gesehen habe und er schließlich vor einigen Jahren Selbstmord verübt hat. Sein Erbe hat bis
heute keiner angetreten und wird auch nicht. Ich spekuliere mit einer evtl. Lebensversichung, die er
sicher hatte und die an einen begünstigten seiner Familie ausbezahlt wurde, die man aber
anscheinend völlig rechtens an der Erbmasse vorbeischwindeln kann, ohne offiziell ein Erbe
antreten zu müssen.

Grundsatzfrage: Wie kann es möglich sein, dass solche falsche Fakten nicht widerlegt werden
dürfen, bzw. dass diese Fakten unkorrigiert in die Urteilsbildung einfließen können?
Anscheinend muss ich das einfach unbekämpft zur Kenntnis nehmen?
Wessen Aufgabe wäre es gewesen, diese Fakten richtig darzulegen? Sie wurden ja alle vor
Gericht besprochen und befinden sich ja auch im Richterakt.

http://mail.google.com/mail/?ui=2&ik=6ec47d6306&view=pt&q=lederdeponie&searc... 21.02.2008
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Jetzt habe ich zumindest eine Mitteilung vorliegen, dass der Gegenanwalt von mir/uns 23.885 Euro
binnen 14 Tagen fordert. Eine Familie wird hier systematisch hingerichtet, da ich keine Ahnung habe,
woher ich diese Summe auftreiben soll, nachdem wir ja schon einen Schaden mit dem Grundstück, allen
bis dato anerlaufenen Kosten, wie Kredite, Baukosten, Prozesskosten, Teilzahlungen an meinen
Rechtsbeistand, etc. in Höhe von ungefähr 100.000 Euro zu bezahlen hatten. In dieser ersten Mitteilung
meines Rechtsbeistandes hat er seine Honorarforderung bewusst ausgeklammert, wird sich diese jedoch
auf mindestens den Betrag stellen, den der Rechtsanwalt der Gegenseite fordert. Ich denke, er wird um
einiges oder wesentliches höher sein, jedoch möchte ich, so lange ich keine Zahlen am Tisch habe, nicht
darüber spekulieren.

Wie soll ich als 2-facher Familienvater das jemals schaffen können, noch dazu aus unserer Sicht, mit der
wir als vollkommen Unbedarfte hiermit zum Handkuss kommen? Haben wir nicht alle schon von Kindheit
auf gelernt, dass immer die Gerechtigkeit siegen wird, egal wie schlecht es auch manchmal zu sein
scheint? Es hat den Anschein, dass wir es mit einer rühmlichen Ausnahme zu tun haben.

Schadenbegrenzung heißt anscheinend das Stichwort. Doch putzen sich alle die Schuhe ab. Wir haben in
den letzten 6 Jahren versucht, mit medialer Präsenz, ein Umdenken der betroffenen Stellen zu erreichen.
Ein Umdenken, angefangen von der Gemeinde Unterpremstätten, vom Land Steiermark, vom
Landeshauptmann, damals sogar noch von unserer Landeshauptfrau, von Humanic, ein Umdenken vom
Verkäufer. Gebracht hat es uns überhaupt nichts. Ich denke, die fühlten sich wahrscheinlich darin sogar
noch bestärkt. Mittlerweile hat sich der Verkäufer ja vor einiger Zeit sogar selbst umgebracht, was es
mir/uns nun gänzlich unmöglich macht, jemals Geld von ihm zu sehen, da ja natürlich keiner sein Erbe
antreten will, mit diesem Schuldensstand, den er hinterlassen hat. Und jeder ist fein raus. Bis auf uns.

Wir blicken auf einen verkorksten Prozess zurück, auf eine verdrehte Tatsachenfeststellung, einfach auf
einen Irrsinn, weil ich vielleicht einer Richterin nicht sympathisch genug war, bzw. weil Sie anscheinend
vom damaligen Bürgermeister zu sehr angetan war. Allein schon die Tatsachenfeststellung, dass ich
wahrscheinlich vom Kauf des Grundstücks keinen Abstand genommen hätte, auch wenn ich von der
Kontamination gewusst hätte, allein schon diese Aussage drückt mir die Tränen in die Augen aufgrund
dieser vollkommenen Ignoranz.

Tja, wie kann's mit uns weiter gehen? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Als kleiner Bürger des
Landes habe ich höchstwahrscheinlich keine andere Wahl, als alles brav zu bezahlen, mir Kredite
aufzunehmen für etwas, was an vollkommenes Unverständnis grenzt, meiner Familie klar zu machen,
dass wir möglicherweise uns in den nächsten Jahren überhaupt nichts mehr leisten werden können - und
das nur wegen dieser verkorksten Sache.

Mir ist weiters der Vorteil einer medialen Berichterstattung etwas abhanden gekommen, weshalb es mir
nicht mehr wichtig erscheint medial zu erscheinen. Für mich war es als Druckmittel gedacht, doch hat es
nichts bewirkt. Es wird im Zuge der Schadensbegrenzung natürlich noch zu weiteren Überraschungen
kommen, jedoch weiß ich ja nicht, inwiefern das für Sie als Medienvertreter interessant ist.

Für mich ist die Sache jedoch nicht aus der Welt und wird es für nächsten Jahre auch nicht sein. Ich
werde die Schuldigen eruieren und zumindest versuchen, einen Teil meines Schadens wieder
zurückzubeommen. Ob das alles von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten, ist
aber höchstwahrscheinlich eh ein Schuss in den Ofen. Oder aber ich versuche diesen gesamten
Schwachsinn zu vergessen, bzw. zu verdrängen - so wie ich es eh schon die letzten 6 Jahre geschafft
habe.

Ich darf Sie alle bitten, mich zu kontaktieren, wenn Sie vorhaben Beiträge zu verfassen. Möglicherweise
finden sich durch Ihr Medium Spender, bzw. Sponsoren, die unsere finanzielle Knappheit, bzw. den
Schmerz den unser so hoch gelobtes Rechtssystem hier verursacht zumindest lindern können.

Mit freundlichen Grüßen,

Leopold Schmallegger.
Irina Schmallegger.

P.S.: Sie erreichen mich jederzeit unter 0699/11881121. Ich versende gerne auf Anfrage die Urteile, etc.
Ansonsten gibt es auf http://www.unterpremstaetten.com eine umfangreiche, wenn auch nicht
vollständige Dokumentnesammlung. Danke!

P.P.S.: Auch die Volksanwaltschaft konnte in keinster Weise überzeugen. Sind wir doch immer davon

http://mail.google.com/mail/?ui=2&ik=6ec47d6306&view=pt&q=lederdeponie&searc... 21.02.2008
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ausgegangen, dass mit der Volksanwaltschaft Recht durchzusetzen sei. Obwohl sich diese jedoch massiv
für uns eingesetzt hat, Darstellungen verfasst hat, die plausibel waren und uns zu unserem Recht
verholfen hätten, wurden die in der Beweisführung der Gerichte nicht mal erwähnt. Tja, that's our
system ...

http://mail.google.com/mail/?ui=2&ik=6ec47d6306&view=pt&q=lederdeponie&searc... 21.02.2008