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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 24.7.1940

1536 Freiwerdungsakt ....

Der Akt der Freiwerdung aus der Form bedeutet für das Wesen eine unbeschreibliche
Erleichterung, denn es ist nun in keiner Weise behindert und nicht mehr in Zeit
und Raum beschränkt. Es muß nun zwar seinem Reifezustand entsprechend in den
Grenzen jener Sphäre bleiben, die nun sein Aufenthalt sind, kann jedoch in ihnen
wirken nach Belieben, keinem Zwang unterworfen, und nur immer seinem
Tätigkeitsdrang leben, der außerordentlich rege ist.

Es sind keinerlei Hemmungen oder niederdrückende Momente, die das Wesen belasten
könnten, sondern alles um dieses ist licht und klar und frei. Der Zustand eines
solchen Wesens ist demnach überaus beglückend, denn alles, was das Glücksempfinden
beeinträchtigen könnte, ist ihm fern, es ist in das Reich der Vergangenheit
entrückt, es berührt das Wesen nur noch in der Erinnerung und trübt nicht im
geringsten den lichtvollen Zustand. Das unsägliche Leid, das die unvollkommenen
Wesen noch zu tragen haben, löst in den Lichtwesen nur innigste Liebe aus und den
Trieb, ihnen zu helfen, wird jedoch nicht mehr als Leid empfunden.

Der Außenform ledig zu sein ist daher ein völliges Freiwerden vom Leid und aller
Qual, die ein noch unvollkommenes, gebundenes Wesen tragen muß. Daher ist der
Freiwerdungsakt ungemein beseligend für das Wesen. Er ist gleichsam der Schritt
aus dem Reich des Unvollendeten in das Reich des Vollendeten. Es sind zwei Welten,
die völlig getrennt voneinander gehen und die doch in engstem Zusammenhang
miteinander stehen, weil alle Bewohner der einen Welt einstens der anderen Welt
angehören sollen und weil das einzige Streben der ersteren sein soll, diese zu
verlassen und den Bewohnern der anderen Welt angegliedert zu werden.

Denn nur diese zweite Welt bietet die Herrlichkeiten Gottes, nur ein völlig frei
gewordenes Wesen kann diese erschauen in aller Pracht, und nur ein vollendetes
Wesen vermag die endlosen Schönheiten in sich aufzunehmen .... während alles
Gebundene unfähig ist, solche Herrlichkeiten zu erschauen, denn die Form, die es
noch umfängt, trübt die Erkenntniskraft und den geistigen Blick. Es ist die Seele
nicht fähig, durch ihre Umhüllung das zu erkennen, was Glück-auslösend ist in
solchem Maße, daß ein solches Glück auch nur ein frei-gewordenes Wesen ertragen
kann.

Demnach kann nicht unberechtigterweise ein unvollendetes Wesen Einblick nehmen in


die Herrlichkeiten Gottes, denn es würde nimmermehr erfassen und empfinden können,
ob es auch mitten in diese Herrlichkeiten versetzt würde .... es würde auch die
Lichtfülle nicht ertragen und müßte folglich in dieser vergehen ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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