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13. St. Galler Infekttag, 28.02.2008

13. St. Galler Infekttag, 28.02.2008 Risiko gehabt Management danach I f k i l Patrick Schmid

Risiko gehabt Management danach

13. St. Galler Infekttag, 28.02.2008 Risiko gehabt Management danach I f k i l Patrick Schmid

I

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13. St. Galler Infekttag, 28.02.2008 Risiko gehabt Management danach I f k i l Patrick Schmid

Patrick Schmid i

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KSSG

Postexpositionelle Prophylaxe (PEP) Exposition Infektion Krankheit PEP Therapie zur Prävention einer Infektion nach

Postexpositionelle Prophylaxe (PEP)

Postexpositionelle Prophylaxe (PEP) Exposition Infektion Krankheit PEP Therapie zur Prävention einer Infektion nach

Exposition

Postexpositionelle Prophylaxe (PEP) Exposition Infektion Krankheit PEP Therapie zur Prävention einer Infektion nach

Infektion

Postexpositionelle Prophylaxe (PEP) Exposition Infektion Krankheit PEP Therapie zur Prävention einer Infektion nach

Krankheit

Prophylaxe (PEP) Exposition Infektion Krankheit PEP Therapie zur Prävention einer Infektion nach Kontakt
PEP
PEP

Therapie zur Prävention einer Infektion nach Kontakt mit infektiösem Pathogen

Komplikation / Tod

Stich- / Schnittverletzung
Stich- / Schnittverletzung
xposition gg lut oder biologischen lüssigkeiten
xposition gg
lut oder biologischen
lüssigkeiten
xposition gg lut oder biologischen lüssigkeiten 1995 - Akutspitäler CH : 0.8 EBF / Jahr /

1995 - Akutspitäler CH :

0.8 EBF / Jahr / Pflegeperson

• Pflege

63%

• Aerzte

20%

Luthi SMW 1998

Reaktionen nach EBF
Reaktionen nach EBF
Reaktionen nach EBF
Reaktionen nach EBF
Reaktionen nach EBF
Risiko bei Kanülenverletzung
Risiko bei Kanülenverletzung

Virulenz im Vergleich

 

Infektionsrisiko

HBV

30%

(10 – 40%)

HCV

3%

(0.5 – 10%)

HIV

0.3%

(0.1 – 0.4%)

Gerberding , NEJM 1995

Serokonversionen nach Exposition im medizinischen Bereich Schweiz seit 1990 • 12‘000 EBF • HIV: •

Serokonversionen nach Exposition im medizinischen Bereich

Serokonversionen nach Exposition im medizinischen Bereich Schweiz seit 1990 • 12‘000 EBF • HIV: • HBV:
Serokonversionen nach Exposition im medizinischen Bereich Schweiz seit 1990 • 12‘000 EBF • HIV: • HBV:
Schweiz seit 1990
Schweiz seit 1990

• 12‘000 EBF

HIV:

HBV:

2

3

(Durchimpfung 94% im 2000)

• 1 non-Responder

• 1 Impfantwort unbekannt

• 1 nicht geimpft

HCV:

8

• 1 Impfantwort unbekannt • 1 nicht geimpft • HCV: 8 Vorgehen nach EBF von Personal
Autsch – wie weiter?
Autsch – wie weiter?
Autsch – wie weiter? – SOMA bei EP • Reinigung + Desinfektion – Blutentnahme bei QP
Autsch – wie weiter? – SOMA bei EP • Reinigung + Desinfektion – Blutentnahme bei QP

– SOMA bei EP

• Reinigung + Desinfektion

– Blutentnahme bei QP !

Risiko abwägen

• Spital oder Praxis ?

• HIV-PEP / HBV-PEP

– Dokumentation / Unfall-Meldung

– Nachkontrollen organisieren

Fall 1
Fall 1
Fall 1 • MPA sticht sich nach einer Blutentnahme in den Finger – es blutet •

• MPA sticht sich nach einer Blutentnahme in den Finger – es blutet

• QP = 40 jähriger Mann Check-up wegen Müdigkeit verheiratet, 2 Kinder

Wie weiter ?
Wie weiter ?
Wie weiter ? 1. Serologie bei QP (HIV / HBV / HCV) 2. Serologie bei QP

1. Serologie bei QP (HIV / HBV / HCV)

2. Serologie bei QP (HIV / HCV)

3. Serologie bei QP + Start HIV-PEP

4. EP sofort mit Blut der QP ins Spital schicken

5. Weiss nicht – Telefon an Infektiologie

HIV nach Exposition im medizinischen Bereich Serokonversionen bis 2002: ~ 350   USA Europa dokumentiert

HIV nach Exposition im medizinischen Bereich

HIV nach Exposition im medizinischen Bereich Serokonversionen bis 2002: ~ 350   USA Europa dokumentiert 57
HIV nach Exposition im medizinischen Bereich Serokonversionen bis 2002: ~ 350   USA Europa dokumentiert 57

Serokonversionen bis 2002: ~ 350

 

USA

Europa

dokumentiert

57

35

vermutet

139

85

Summe

196

120

www2a.cdc.gov; www.hpa.org.uk

Wirksamkeit der HIV-PEP
Wirksamkeit der HIV-PEP
Wirksamkeit der HIV-PEP - AZT nach Nadelstich ( Fall-Kontroll-Studie ) Risiko ↓ um 80% - Peripartal

- AZT nach Nadelstich (Fall-Kontroll-Studie) Risiko um 80%

- Peripartal AZT

vertikale Transmission um 67%

- Tiermodelle

hoher Schutz bei Beginn innerhalb 24 Std.

HIV – PEP ist etabliert

Cardo, NEJM 1997 ; Connor, NEJM 1994; Tsai J Virol 1998

Probleme der HIV-PEP
Probleme der HIV-PEP
Probleme der HIV-PEP • Nebenwirkungen • Interaktionen – Pille, Ergotaminpräparate, Marcoumar… • Kosten: ca.

Nebenwirkungen

Probleme der HIV-PEP • Nebenwirkungen • Interaktionen – Pille, Ergotaminpräparate, Marcoumar… • Kosten: ca.

Interaktionen

– Pille, Ergotaminpräparate, Marcoumar…

Kosten: ca. 2000.- sFr.

Wang SA, 2000

Wirksamkeit PEP
Wirksamkeit PEP
Wirksamkeit PEP Nebenwirkungen Exposition Zeit
Wirksamkeit PEP Nebenwirkungen Exposition Zeit

Nebenwirkungen

Exposition

Zeit

dendritische Zellen CD4+ Lymphozyten Regionale Lymphknoten 1-2 d

dendritische Zellen

CD4+ Lymphozyten

Regionale Lymphknoten

1-2 d

Wie rasch muss HIV-PEP beginnen? • CDC Fall-Kontroll-Studie – PEP Beginn meist innerhalb von 4

Wie rasch muss HIV-PEP beginnen?

Wie rasch muss HIV-PEP beginnen? • CDC Fall-Kontroll-Studie – PEP Beginn meist innerhalb von 4 Std.

CDC Fall-Kontroll-Studie

– PEP Beginn meist innerhalb von 4 Std.

Tierversuche

– geringere Wirksamkeit nach 24 – 36 Std

Transmissionen trotz PEP

– kein klarer zeitlicher „cut-off“

 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)
 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)
 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)
 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)

Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)

 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)
 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)
 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)
 Beginn so rasch als möglich (2 - 4 Std.)

Cardo, NEJM 1997, Tsai J Virol 1998, Shih JID 1991, MMWR Sept 2005

Beurteilung des Risiko
Beurteilung des Risiko
Beurteilung des Risiko Risiko Kein Risiko PEP keine PEP Management im Spital Management in Praxis

Risiko

Kein Risiko

Beurteilung des Risiko Risiko Kein Risiko PEP keine PEP Management im Spital Management in Praxis
Beurteilung des Risiko Risiko Kein Risiko PEP keine PEP Management im Spital Management in Praxis

PEP

keine PEP

Management im Spital

Management in Praxis

Beurteilung des Risiko
Beurteilung des Risiko
Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis

Virulenz

Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis

Art der Exposition

Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis

HIV-Status QP (Prävalenz)

Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis
Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis
Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis
Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis
Beurteilung des Risiko Virulenz Art der Exposition HIV-Status QP (Prävalenz) Spital Praxis
Spital Praxis
Spital Praxis

Spital

Spital Praxis

Praxis

Spital Praxis
Beurteilung der Exposition
Beurteilung der Exposition
Beurteilung der Exposition Risiko pro Kontakt mit Blut (%) Bluttransfusion 90 Nadeltausch (IVDU) 0.7

Risiko pro Kontakt mit Blut (%)

Beurteilung der Exposition Risiko pro Kontakt mit Blut (%) Bluttransfusion 90 Nadeltausch (IVDU) 0.7

Bluttransfusion

90

Nadeltausch (IVDU)

0.7

Nadelstich

0.3

Schleimhaut

0.09

Haut

<0.01

Gerberding, NEJM 1995, Ippolito, Arch Int Med 1993, BAG Bulletin 2006

Risikofaktoren nach Nadelstich
Risikofaktoren nach Nadelstich
Risikofaktoren nach Nadelstich   OR 95% CI Tiefe Verletzung 15.0 6.0 – 41 Blut an Nadel
 

OR

95% CI

Tiefe Verletzung

15.0

6.0 – 41

Blut an Nadel

6.2

2.2 – 21

QP terminal krank

5.6

2.0 – 16

Nadel in Gefäss

4.3

1.7 –

12

PEP mit AZT

0.2

0.06 – 0.52

Cardo, NEJM 1997

HIV-Konz. in Körperflüssigkeiten
HIV-Konz. in Körperflüssigkeiten
HIV-Konz. in Körperflüssigkeiten
HIV-Konz. in Körperflüssigkeiten
Beurteilung der QP
Beurteilung der QP
Beurteilung der QP QP HIV- infiziert PEP innert 1-2h Tel . Infektiologie 071 494 1122 Management
QP HIV- infiziert
QP HIV-
infiziert

PEP innert 1-2h

Tel . Infektiologie 071 494 1122

Management im Spital

HIV-Status unbekannt
HIV-Status
unbekannt
?
?
HIV-Status unbekannt ?
QP unbekannt
QP unbekannt

keine PEP

Management in Praxis

. Infektiologie 071 494 1122 Management im Spital HIV-Status unbekannt ? QP unbekannt keine PEP Management
Beurteilung der QP
Beurteilung der QP
Beurteilung der QP HIV-Status unbekannt Anamnese Risiko möglich Risiko sehr gering Management im Spital keine PEP
HIV-Status unbekannt Anamnese Risiko möglich Risiko sehr gering
HIV-Status
unbekannt
Anamnese
Risiko möglich
Risiko sehr gering

Management im Spital

keine PEP

Management in Praxis

- HIV-Test innerhalb von 24h

- HBV

- HCV

Beurteilung der QP
Beurteilung der QP
Beurteilung der QP HIV-Risiko möglich HIV-Schnelltest positiv Start PEP Tel . Infektiologie negativ keine PEP bei
HIV-Risiko möglich
HIV-Risiko
möglich

HIV-Schnelltest

Beurteilung der QP HIV-Risiko möglich HIV-Schnelltest positiv Start PEP Tel . Infektiologie negativ keine PEP bei
positiv
positiv

Start PEP Tel . Infektiologie

negativ
negativ

keine PEP

bei Risiko letzte 3 Mte Start PEP + Combo-Test

A. King, SMW 2001

HIV-Schnelltest

HIV-Schnelltest • Determine HIV 1/2, Firma Abbott • Sensitivität sehr hoch (wie ELISA) 99,5% >99,9% (ausserhalb
HIV-Schnelltest • Determine HIV 1/2, Firma Abbott • Sensitivität sehr hoch (wie ELISA) 99,5% >99,9% (ausserhalb

• Determine HIV 1/2, Firma Abbott

• Sensitivität sehr hoch (wie ELISA)

99,5%

>99,9% (ausserhalb „Fenster“)

Keine Detektion von HIV-Antigen ! KEIN Schnelltest bei V.a. Primoinfekt !!

• Spezifität sehr hoch

99.8 – 99.9% – trotzdem: falsch positive Resultate möglich Info vor Testdurchführung

Akute HIV- (Primo-) Infektion
Akute HIV- (Primo-) Infektion
Akute HIV- (Primo-) Infektion • 70% innert 4 Wo • Mononukleose- ähnliches Bild – Fieber –
Akute HIV- (Primo-) Infektion • 70% innert 4 Wo • Mononukleose- ähnliches Bild – Fieber –

• 70% innert 4 Wo

• Mononukleose- ähnliches Bild

– Fieber

– Halsweh

– Myalgien

– Kopfweh

– Lymphadenopathie

– Exanthem

• hohe Infektiosität

HIV-PEP – wie ? • Standard = 3er-PEP (A+B+C) x 4 Wochen – Minimal-Behandlung =
HIV-PEP – wie ?
HIV-PEP – wie ?
HIV-PEP – wie ? • Standard = 3er-PEP (A+B+C) x 4 Wochen – Minimal-Behandlung = 2er-PEP

• Standard = 3er-PEP (A+B+C)

x 4 Wochen

– Minimal-Behandlung = 2er-PEP (A+ B)

A

B

C

AZT

Lamivudin

Lopinavir /r

Combivir 1-0-1

Kaletra 2-0-2

Lopinavir /r Combivir 1-0-1 Kaletra 2-0-2 Tenofovir Emtricitabin Lopinavir /r Truvada 1-0-0

Tenofovir

Emtricitabin

Lopinavir /r

Truvada 1-0-0

Kaletra 2-0-2

Tenofovir Emtricitabin Lopinavir /r Truvada 1-0-0 Kaletra 2-0-2 • Rücksprache mit Infektiologie 1122
Tenofovir Emtricitabin Lopinavir /r Truvada 1-0-0 Kaletra 2-0-2 • Rücksprache mit Infektiologie 1122
Tenofovir Emtricitabin Lopinavir /r Truvada 1-0-0 Kaletra 2-0-2 • Rücksprache mit Infektiologie 1122

• Rücksprache mit Infektiologie 1122

Hepatitis B im medizinischen Bereich Serokonversionen nach Expo (USA) http://www2a.cdc.gov

Hepatitis B im medizinischen Bereich

Hepatitis B im medizinischen Bereich Serokonversionen nach Expo (USA) http://www2a.cdc.gov
Hepatitis B im medizinischen Bereich Serokonversionen nach Expo (USA) http://www2a.cdc.gov

Serokonversionen nach Expo (USA)

Hepatitis B im medizinischen Bereich Serokonversionen nach Expo (USA) http://www2a.cdc.gov

http://www2a.cdc.gov

Wirksamkeit HBV - PEP
Wirksamkeit HBV - PEP
Wirksamkeit HBV - PEP • vertikale Transmission – aktive Impfung + HBIG: – aktive Impfung: •

• vertikale Transmission

aktive Impfung + HBIG:

aktive Impfung:

• Medizinalpersonen

um 85 - 95% um 75%

HBIG: um 75% (Start innert 1 Woche)

- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG
- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG

- guter Schutz durch aktive Impfung

- ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG

- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG
- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG
- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG
- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG
- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG
- guter Schutz durch aktive Impfung - ws. zusätzlicher Benefit durch HBIG

Stevens, JAMA 1985; Beasley, Heptology 1983; Grady, JID 1978

EBF + HBV HBV-Impfschutz bei EP vorhanden ? nein oder unsicher ja
EBF + HBV
HBV-Impfschutz
bei EP vorhanden ?
nein oder unsicher
ja

Aktive Impfung

• Aktive Impfung • Labor - EP: Anti-HBs - QP: HBs-Ag

Labor

- EP: Anti-HBs

- QP: HBs-Ag

keine Massnahme !

EBF + HBV
EBF + HBV
EBF + HBV Fehlender HBV-Impfschutz bei EP (Anti-HBs neg.) HBV-Immunserum • nur wenn QP HBs-Ag positiv
Fehlender HBV-Impfschutz bei EP (Anti-HBs neg.)
Fehlender HBV-Impfschutz
bei EP (Anti-HBs neg.)

HBV-Immunserum

nur wenn QP HBs-Ag positiv !

innert 48h (bis max. 7 Tage)

HBV-Immunserum • nur wenn QP HBs-Ag positiv ! • innert 48h (bis max. 7 Tage) Aktive

Aktive Impfung vervollständigen

HBV-Impfung Medizinalpersonal
HBV-Impfung Medizinalpersonal
HBV-Impfung Medizinalpersonal Impftiter-Bestimmung (Anti-HBs) (1-2 Monate nach letzter Impfung) >100 IU/ml

Impftiter-Bestimmung (Anti-HBs)

(1-2 Monate nach letzter Impfung)

>100 IU/ml

lebenslanger Schutz

10-100 IU/ml „Hyporesponder“

Schutz wahrscheinlich Nachimpfung

empfohlen

<10 IU/ml

„Non-Responder“ nachimpfen!

(bis insgesamt 6 Impfdosen)

Schutz nach HBV-Impfung
Schutz nach HBV-Impfung
Schutz nach HBV-Impfung • Abfall des Anti-HBs-Titers auf <10 IE/ml – bei 30-50 % in 8-10

• Abfall des Anti-HBs-Titers auf <10 IE/ml – bei 30-50 % in 8-10 Jahre nach Impfung

• Immunologisches Gedächtnis bleibt – für mindestens 20 Jahre

• Chronische Hepatitis B kaum je beschrieben bei Impf-Respondern

HBV-Booster nicht empfohlen wenn Anti-HBs 1x >100 IU/ml

Consensus Statement, Lancet 2000

EBF + Hepatitis C
EBF + Hepatitis C
EBF + Hepatitis C Exposition akute Infektion Keine PEP (keine Daten für Wirksamkeit) Stich mit pos.
Exposition akute Infektion Keine PEP (keine Daten für Wirksamkeit)
Exposition
akute Infektion
Keine PEP (keine Daten für
Wirksamkeit)

Stich mit pos. QP: 3/100, CH: 7/1000

Frühbehandlung chronische Hepatitis Erfolg 80-90% Zirrhose / Tod
Frühbehandlung
chronische Hepatitis
Erfolg 80-90%
Zirrhose / Tod

Jaeckel, NEJM 2001; Gerlach, Gastroenterology 2003

Diagnose der akuten HCV-Infektion • HCV-RNA (PCR): – Tage bis 8 Wo nach Expo –

Diagnose der akuten HCV-Infektion

Diagnose der akuten HCV-Infektion • HCV-RNA (PCR): – Tage bis 8 Wo nach Expo – minimales
Diagnose der akuten HCV-Infektion • HCV-RNA (PCR): – Tage bis 8 Wo nach Expo – minimales

HCV-RNA (PCR):

– Tage bis 8 Wo nach Expo

– minimales Intervall, nach welchem eine neg PCR eine Infektion ausschliesst ?

ALAT:

– 6 – 12 Wo (etwas früher als HCV-AK)

Anti-HCV:

– 8 - 12 Wo

– bei symptomatischer akuter Hep C nur in 50% nachweisbar !!

Nachkontrollen der EP bei HCV-pos. QP - ALAT monatlich (oder 0, 3 und 6 Mte)

Nachkontrollen der EP bei HCV-pos. QP

Nachkontrollen der EP bei HCV-pos. QP - ALAT monatlich (oder 0, 3 und 6 Mte) -
Nachkontrollen der EP bei HCV-pos. QP - ALAT monatlich (oder 0, 3 und 6 Mte) -

- ALAT monatlich (oder 0, 3 und 6 Mte)

- HCV- AK nach 3 und 6 Monaten

– HCV-RNA wenn ALAT ansteigt, oder HCV- AK positiv werden

– Wenn HCV-RNA pos. Kontakt Spezialist

EBF: baseline-Blutkontrollen
EBF: baseline-Blutkontrollen
EBF: baseline-Blutkontrollen • QP: – HIV- Test (rasch !) – HCV- AK – HBs-Ag (wenn EP
EBF: baseline-Blutkontrollen • QP: – HIV- Test (rasch !) – HCV- AK – HBs-Ag (wenn EP

QP:

– HIV- Test (rasch !)

– HCV- AK

– HBs-Ag (wenn EP nicht sicher immun)

EP:

– Serum asservieren

HIV-Test

HCV-AK

oder

– Anti-HBs (wenn EP nicht sicher immun)

EBF: Nachkontrollen bei EP • negative QP – keine Kontrolle • unbekannte QP – HIV
EBF: Nachkontrollen bei EP
EBF: Nachkontrollen bei EP
EBF: Nachkontrollen bei EP • negative QP – keine Kontrolle • unbekannte QP – HIV +

negative QP

keine Kontrolle

unbekannte QP

– HIV + HCV-AK nach 6 Mten

– Anti-HBc nach 6 Mten (wenn EP nicht immun)

positive QP

– HIV: HIV-AK nach 4 (+ 6) Mten

– HCV: - ALAT monatlich (oder nach 3 + 6 Mten ) - HCV-AK nach 3 + 6 Mten

– HBV: Anti-HBc nach 6 Mten (wenn EP nicht immun)

Meningitis

Meningitis invasive Meningokokken-Infektionen
invasive Meningokokken-Infektionen
invasive Meningokokken-Infektionen
Meningitis invasive Meningokokken-Infektionen
Fall 2
Fall 2
Fall 2 • 16-j. Mädchen • Malaise • Fieber seit 2h • Kopfweh • Menigismus •
Fall 2 • 16-j. Mädchen • Malaise • Fieber seit 2h • Kopfweh • Menigismus •

• 16-j. Mädchen

• Malaise

• Fieber seit 2h

• Kopfweh

• Menigismus

• Haut

• Ceftriaxon i.v. (HA)

• Spital: trüber Liquor

Was würden Sie
Was würden Sie

tun?

Was würden Sie tun? 1. Ciproxin (1x 500mg) für Vater + Mutter 2. Rimactan (4 Dosen

1. Ciproxin (1x 500mg) für Vater + Mutter

2. Rimactan (4 Dosen über 2d) +

Meningokokken-Impfung (Men CC) für die 10-j. Schwester

3. Ciproxin für ihre MPA

4. Ciproxin für die ganze Schulklasse

Postexpositionelle Prophylaxe
Postexpositionelle Prophylaxe
Postexpositionelle Prophylaxe Primärer Fall Tröpfchen 0.5 – 5% 75% < 15 Tage Familienmitglieder

Primärer

Fall

Tröpfchen

Postexpositionelle Prophylaxe Primärer Fall Tröpfchen 0.5 – 5% 75% < 15 Tage Familienmitglieder

0.5 – 5%

75% < 15 Tage

Familienmitglieder

Kinderkrippen

80

Schulen

Relative Risiko

1200-2000

1-200

Exposition - Chemo- ophylaxe - Impfung ? pr Sekundärer Fall
Exposition
-
Chemo-
ophylaxe
- Impfung ?
pr
Sekundärer
Fall

BAG Bulletin Nr 46, 2001

PEP bei invasiver Meningokokken-Erkrankung - sicherer Fall - wahrscheinlicher Fall Primärer Fall Exposition innerhalb

PEP bei invasiver Meningokokken-Erkrankung

PEP bei invasiver Meningokokken-Erkrankung - sicherer Fall - wahrscheinlicher Fall Primärer Fall Exposition innerhalb

- sicherer Fall

- wahrscheinlicher Fall

Primärer

Fall

Exposition

Fall - wahrscheinlicher Fall Primärer Fall Exposition innerhalb 10 Tagen • > 4h , letzte 10
Fall - wahrscheinlicher Fall Primärer Fall Exposition innerhalb 10 Tagen • > 4h , letzte 10

innerhalb 10 Tagen

Fall Primärer Fall Exposition innerhalb 10 Tagen • > 4h , letzte 10 d • gleicher

• > 4h , letzte 10 d

• gleicher Haushalt

• im gleichen Zimmer geschlafen

Expo gg Nasen-/ Rachensekreten

.

gleicher Haushalt • im gleichen Zimmer geschlafen Expo gg Nasen-/ Rachensekreten • . BAG Bulletin Nr

BAG Bulletin Nr 46, 2001

Chemoprophylaxe IM
Chemoprophylaxe IM
Chemoprophylaxe IM BAG Bulletin Nr 46, 2001
Chemoprophylaxe IM BAG Bulletin Nr 46, 2001

BAG Bulletin Nr 46, 2001

Epidemiologie IM - Schweiz
Epidemiologie IM - Schweiz
Epidemiologie IM - Schweiz Men C Men B BAG Bulletin Nr 52, 2006
Men C Men B
Men C
Men B

BAG Bulletin Nr 52, 2006

Merkpunkte PEP
Merkpunkte PEP
Merkpunkte PEP
Merkpunkte PEP • Nadelstich / EBF – (mögliche) HIV- Expo = Notfall • HIV-PEP nach 24

Nadelstich / EBF

– (mögliche) HIV- Expo = Notfall

• HIV-PEP nach 24 – 36 h kaum wirksam

Expo = Notfall • HIV-PEP nach 24 – 36 h kaum wirksam – HBV • Impfschutz

– HBV

• Impfschutz bei Medizinalpersonen dokumentieren

• HBIG nur wenn QP HBsAg+ und kein Impfschutz

– HCV-Risiko oft verkannt

Meningokokken

– Chemoprophylaxe nur bei engem Kontakt