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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 4.1.1941

1764 Leben - Tätigkeit .... Untätigkeit - Leblosigkeit ....

Leben heißt fortgesetzt tätig sein .... Der Untätigkeitszustand ist gleichsam ein
Verharren in Leblosigkeit; er ist etwas Willenloses, Gebundenes; er ist ein
Stillstand der Tatkraft, und alles dieses sind die Zeichen des Todes. Alles was
lebt, also tätig ist, bringt etwas Neues zuwege, indem das, was ist, nicht im
gleichen Zustand verharrt, sondern sich andauernd verändert, ansonsten es nicht
Leben genannt werden könnte .... während das Tote unverändert bleibt. Nun kann das
an sich tot Erscheinende jedoch auch ein inneres Leben bergen, d.h., es kann ihm
eine Kraft innewohnen, die das anscheinend Leblose doch zur Tätigkeit treibt ....
also leblos nur die Außenform genannt werden kann, solange sie nicht zu einer
Tätigkeit zugelassen ist .... während die Kraft, das Geistige in der Form, gewillt
ist, tätig zu sein, weil ihr das Untätigsein nicht mehr behagt. Dieser Wille des
Toten, das zu leben begehrt, ist gleich dem Erwachen aus tiefster Nacht. Und es
macht sich dies nach außen bemerkbar in fast unmerklichen Veränderungen, die nun
zutage treten ....

Es beginnt das Leben, indem die bisherige Form sich umgestaltet, also an sich
selbst tätig wird. Die Tätigkeit solcher scheinbar leblosen Formen ist dem Auge
nicht erkennbar, weil sie anfänglich unendlich lange Zeit benötigt, daher also die
Form als leblos angesehen wird. Jedoch so einmal der Wille des Geistigen in dieser
Form dem Tätigwerden zugewandt war, ist auch der tote Zustand überwunden, und jede
Sekunde bringt nun, wenn auch die minimalsten Veränderungen zuwege. Und das also
beginnende Leben ist auch die beginnende Erlösung des Geistigen aus der Form. Denn
tätig sein heißt auch dienen .... es heißt etwas ausführen, was dem göttlichen
Willen entspricht, und der göttliche Wille hat einer jeden Tätigkeit einen Sinn
und Zweck zugedacht. Und so der Zweck erfüllt wird, ist dies ein Dienen ....
folglich muß, was leben will, tätig sein, also dienen. Fehlt jedoch der Wille zum
Dienen gänzlich, so kann nur von etwas Totem die Rede sein, denn es verharrt dann
das Wesenhafte in der Form noch im Widerstand.

Es kann sich nicht zum Dienen entschließen, ist willenlos, untätig, also völlig
leblos, obwohl die Form Geistiges in sich birgt, das aber noch voller Auflehnung
ist gegen die Macht, Die es zum Dienen bestimmt hat. Es ist dieses Wesenhafte noch
dem Gegner Gottes ergeben, und dieser hindert es am Dienen. Also nimmt Gott ihm
auch jede Kraft, tätig zu sein, weil diese Tätigkeit wieder nur dem Gegner Gottes
gelten würde. Und nicht eher wird das Wesenhafte aus dem leblosen Zustand befreit,
bis es selbst seinen Willen bekundet hat, dienend tätig zu sein. Dann erst wird
die Außenform gelockert, d.h., sie kann sich in sich verändern, und es besteht die
Möglichkeit, daß sie nach undenklich langer Zeit sich völlig umgestaltet und dies
nun auch den Menschen sichtbar vor sich geht, so daß nun auch äußerlich ein Leben
erkennbar ist .... die Form also nicht mehr leblos genannt werden kann, da sie nun
von ständiger Tätigkeit, also von Leben, zeugt ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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