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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 21.1.1941

1782 Innere Stimme ....

Wer sich der Stimme des Herzens nicht verschließt, der muß unweigerlich das tun,
was Gott wohlgefällig ist, denn es tönet diese Stimme nur dort, wo der Mensch Gott
zustrebt, d.h., sobald er sich von Gott abgewandt hat, schweigt die innere
Stimme .... nicht aber, daß sie gleichfalls spricht und den Menschen zum Bösen
anhalten könnte. Es wird der Mensch, der dem Drängen böser Kräfte nachgibt ....
also das tut, was Gottes Willen widerspricht .... nimmermehr innere Mahn- oder
Warnrufe vernehmen. Er hat die Stimme in sich zum Schweigen gebracht, indem er sie
nicht befolgte, als sie ihn ermahnte oder warnte. So also die Stimme im Herzen
tönt, ist es immer die göttliche Stimme, und was sie den Menschen zu tun heißt,
wird auch immer recht sein vor Gott.

Es kann sonach ein Mensch niemals unrecht handeln, der seiner inneren Stimme
achtet und sie befolgt, denn dieser hat den Willen zum Guten und kann daher nicht
schlecht handeln. Nur wenn er sich von weltlichen Begierden noch nicht frei
gemacht hat, wenn er irdisches Verlangen erfüllen will, dann lockt ihn eben durch
diese irdischen Begierden der Feind, und es hält dieser dem Menschen alle
irdischen Freuden und Gelüste dem Drängen des Herzens entgegen. Und dann ist die
Gefahr, daß der inneren Stimme nicht geachtet wird. Dann hat der Körper die
Oberhand gewonnen über das Herz. Und es hat der Wille des Menschen sich dem
zugewandt, was er überwinden sollte. Also wird immer das der Maßstab sein, wann
der göttliche Wille erfüllt wird, ob dem Körper und seinem Begehren entsprochen
wird oder das, was der Mensch tut und denkt, der Seele zum Nutzen ist.

Und es wird die Stimme des Herzens immer von dem Menschen das Eingehen dessen
fordern, was der Seele zuträglich ist, niemals aber dem Begehren des Körpers
zugunsten tönen. Wer nun ernstlich den Willen Gottes erfüllen will, der höret die
innere Stimme auch deutlich genug, er weiß jederzeit, was Gott von ihm verlangt,
nur mangelt es ihm mitunter an Kraft, das auch auszuführen .... doch dann braucht
er nur zu beten, und die Kraft wird ihm zugehen. Sein Wille und sein Gebet
vermögen alles. Mangelt es jedoch an einem von beiden, dann ist sein Leben ein
Kämpfen und Ringen, so lange, bis er innig bittet und vollernstlich will .... Der
Wille des Menschen bringt alles zuwege, so er sich mit dem göttlichen Willen
verbindet.

Und das Gebet soll daher dem noch schwachen Willen gelten, denn was den Menschen
unfaßbar ist, das wird ihm klar, so er sich selbst als ein Schöpfungswerk Gottes
betrachtet, das untrennbar ist von seinem Schöpfer. Und darum steht auch das Wesen
in ständiger Verbindung mit Ihm und braucht nur zu wollen, daß es diese Verbindung
auch spürt .... durch die göttliche Stimme, die den Menschen ständig anweiset, was
er zu tun und zu lassen hat .... Doch ob er darauf horchet, ist allein von seinem
Willen abhängig, denn es mahnet und warnet Gott wohl alle Seine Geschöpfe, doch Er
zwingt sie nicht, Ihm zu gehorchen ....

Amen
— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —
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