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Weinberg Infoblatt für die Gruppen- mitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de
Weinberg Infoblatt für die Gruppen- mitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de

Weinberg

Infoblatt für die Gruppen- mitglieder von EBM

EBM-Report

(vormals HÜTTENREPORT)

www.einheit-berlin-mitte.de ++++ Ausgabe 2/2014

(58)

die Gruppen- mitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de ++++ Ausgabe 2/2014 (58)

Inhalt

Editorial

Seite 3

Neues von der Hütte

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Weinberghütte kinderfreundlich

7

Traditionsecke

8

EBM-Radtour

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Ja, wir war’n mit’m Radl da ….

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Retten, was zu retten ist

13

Was es sonst noch so gab

14

Leute

15

Vergangenheit aus dem Gletscher

18

Wer kann helfen?

19

Für Euch gelesen

20

Notizen

21

Kaleidoskop Elbsandsteinsplitter

23

Wo sind sie geblieben?

26

Nützliches aus dem weltweiten Gewebe

27

Neues vom Everest

28

Unfall am Spitzberg

30

Mythos Cerro Torre

32

Filmkritik „Cerro Torre“

34

Die zehn Gebote des Bergsteigers

35

Auf der Schutzhütte (Eugen Roth)

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Und was sagt Messner?

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Termine

38

Glückwünsche, Dank, Fotorätsel, Impressum

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Titelbild: Flohspitze im Heringsgrund (Wiemann)

Editorial

Liebe EBMler, liebe Sympathisanten,

wenn diese Ausgabe in Euren Händen liegt, hat die Klettersaison bereits begonnen. Das Wasser ist bereits wieder angestellt, und der traditionelle Frühjahrsputz liegt hinter uns. Daneben wurde auch noch fleißig gebaut. Einige sportliche Aktivitäten liegen bereits hinter uns, bei denen insbesondere die Fahrräder gefragt waren.

Das Jahr 2014 soll nun das erste Hüttenjahr werden, bei dem das Klettern wieder im Vordergrund steht. Außerdem ist es das Jahr der Wahrheit, was die Betriebskosten für die Hütte angeht. Je fleißiger Ihr und Eure Freunde die Hütte nutzen, desto günstiger können wir die Übernachtungskosten halten. Erst einmal bleiben sie so wie bisher festgelegt.

Der schwere Unfall an der Mittelwand des Oderwitzer Spitzberges mahnt uns, sorgfältig zu klettern und jede Redundanz bei der Absicherung der Kletterwege zu nutzen. Denn Klettern bleibt ein Sport mit einem nicht zu vermeidenden Restrisiko. Letzteres so gering wie möglich zu halten, sollte stets unser Bemühen sein.

Wir wünschen uns unfallfreies Klettern, schöne Eerlebnisse in der Natur und stets eine gesunde, für die Seele ertragreiche Rückkehr von den Klettertouren.

Ulf und Thomas

Was gibt’s Neues von der Hütte?

Seit dem Bericht im letzten Heft ist einiges passiert:

Am ersten Aprilwochenende gab es den Frühjahrsputz. Die Beteiligung

war übersichtlich, aber trotzdem wurde alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Die Männer mit den goldenen Händen haben einen Ruhepunkt für den Schornsteinfeger gefertigt (siehe Bilder unten) sowie einen Dachrinnenschutz zum Aufsteigen installiert.

sowie einen Dachrinnenschutz zum Aufsteigen installiert. Auf den nächsten Seiten dann die weiblichen Mitstreiter in
sowie einen Dachrinnenschutz zum Aufsteigen installiert. Auf den nächsten Seiten dann die weiblichen Mitstreiter in
sowie einen Dachrinnenschutz zum Aufsteigen installiert. Auf den nächsten Seiten dann die weiblichen Mitstreiter in
sowie einen Dachrinnenschutz zum Aufsteigen installiert. Auf den nächsten Seiten dann die weiblichen Mitstreiter in

Auf den nächsten Seiten dann die weiblichen Mitstreiter in Aktion: Regina, Steffi, Christiane und Bärbel.

 Weitere kleinere Arbeiten wurden erledigt, sowie umfangreiche
 Weitere kleinere Arbeiten wurden erledigt, sowie umfangreiche
 Weitere kleinere Arbeiten wurden erledigt, sowie umfangreiche
 Weitere kleinere Arbeiten wurden erledigt, sowie umfangreiche

Weitere

kleinere

Arbeiten

wurden

erledigt,

sowie

umfangreiche

Gartenarbeiten. Insbesondere wurde das Feld unter der Fichte links von der Hütte aufbereitet und schon teilbepflanzt. Zudem gab es eine Schlacht mit den Schnecken, Läusen, Raupen und sonstigem Ungeziefer. Dabei kam uns die Chemie zu Hilfe, ohne die es leider in diesem Fall einfach nicht ging. Offen bleibt noch die Strategie gegen die Wühlmäuse. Noch standen die Tulpen und anderen Zwiebelgewächse sehr gut da.

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 sich jetzt   Die Ameisen an der Fichte vor dem linken Aufgang haben
 sich jetzt   Die Ameisen an der Fichte vor dem linken Aufgang haben
 sich jetzt  
sich
jetzt

Die Ameisen an der Fichte vor dem linken Aufgang haben in den Holzstapel unter der Fichte verzogen. Sie hausen am äußeren Rand, und wir sollten sie dort in Ruhe lassen.

Der Weiterbau der Außendusche ist auch wieder ein Stück

weiter gegangen. Die Einfassung für die Duschtasse ist bereits betoniert und bei Erscheinen dieses Heftes ist sie vielleicht schon betriebsbereit.

An den folgenden Wochenenden waren andere aktiv. Entstanden ist ein Regal, das den Zwischenraum zwischen Dusche und Wand ausfüllt und das für die Aufnahme der Reinigungsmittel und geräte wie Eimer etc. und Toilettenpapier

gedacht ist. Außerdem wurde am Garten gewerkelt, den wir ja schön haben wollen, der dafür einen hohen Arbeits- und Pflegeaufwand abverlangt. Wir müssen uns demnächst an den

Hangbereich zum Weg machen, den bisher die Ameisen verwaltet haben. Erde muss dahin kommen, sonst wächst nichts. Es gibt eine Möglichkeit, Humus auszusieben. Der Lagerplatz ist etwa auf Höhe des Bungalows von Jürgen Heinze. Er hat uns schon entsprechend eingewiesen.

Es gibt noch vieles an und um die Hütte herum zu tun (zum Beispiel

Holz auf Kaminlänge kürzen). Die genauen Schwerpunkte sind auf unserer Homepage nachzulesen. Ulf hat dort eine Liste eingestellt. Wer sich einer bestimmten Aufgabe federführend annehmen will, tue dies kund.

Weinberghütte kinderfreundlich!

Ein Besuch auf unserer Hütte mit Kindern ist auch für die Kleinen durchaus ein Gewinn. Nicht nur, dass es bei den Übernachtungsgebühren sehr moderat zugeht, sondern auch die Kinder kommen hier auf ihre Kosten. Gleich nebenan ist ein Spielplatz, und zumindest in den Ferienmonaten ist hier immer etwas los. Steffi hat sich um Sauberkeit bemüht und Harald hat die Wippe repariert, das heißt den fehlenden zweiten Sitz angefertigt und installiert. Um die Hütte herum können Kinder (und nicht nur die) viel Natur bewundern. So unter anderem einen Ameisenhaufen. Und wenn die Erdbeeren reif sind, kann geerntet werden. In der Hütte gibt es nicht nur die abenteuerliche Übernachtung, sondern sogar auch Spielzeug. Nicht nur die herkömmlichen Spiele sind vor Ort, sondern es gibt auch eine Galerie von Matchbox-Autos. Kleine (und große) Jungen können auch (unter Aufsicht) am Kaminofen kokeln. Für draußen ist im Übrigen eine Tischtennisgarnitur vorhanden.

Es muss für Kinder auf unserer Hütte durchaus nicht langweilig werden.

Kinder auf unserer Hütte durchaus nicht langweilig werden. Hüttentipps  Da unser Kaminschornstein gerade mal

Hüttentipps

Da unser Kaminschornstein gerade mal Mindesthöhe aufweist, ist der Zug erst optimal, wenn er ausreichend vorgewärmt ist. Es hat sich deshalb als vorteilhaft erwiesen, wenn man beim Anheizen geschickterweise gleich eine kleine Pyramide mit oben drauf dickeren Scheiten aufbaut. Das reicht dann für die Erwärmung der Esse aus und vor allem, es qualmt beim ersten Nachlegen nicht die Bude voll. Auch beim Anheizen Fenster zu öffnen, ist dabei hilfreich.

Warmwasser auf/im Kaminofen zu erzeugen, hilft Energie aus dem

Stromnetz zu sparen (Zähneputzen; Händewaschen,

).

Traditionsecke bekommt Gesicht

Traditionsecke bekommt Gesicht Es fehlen jetzt nur noch Bilder, die die Personen, die das Gesicht von

Es fehlen jetzt nur noch Bilder, die die Personen, die das Gesicht von EBM geprägt haben und die die Geschichte von EBM dokumentieren. Wer dazu etwas mit beitragen kann, sollte sich bei Ulf melden, der die Sache ein wenig koordiniert.

Ein wichtiger Moment

Alle Ventile in der Hütte geschlossen? Dann kann das Wasser ja angestellt werden. (Diesmal blieb nur ein Ventil unbeabsichtigt offen und führte zu einer beherrschbaren lokalen Überschwemmung in der Schlafraumtoilette. Das Anstellen des Wassers im März beendet immer den Winterschlaf unserer Hütte, der ja kein wirklicher Winterschlaf ist, denn mit etwas Aufwand für die Bereitstellung von Frischwasser wird sie auch im Winter ab und zu genutzt.

ist, denn mit etwas Aufwand für die Bereitstellung von Frischwasser wird sie auch im Winter ab

Die Gloreiche Sieben - EBM auf Radtour

Die Gloreiche Sieben - EBM auf Radtour Die traditionelle Radtour fand in diesem Jahr nicht den

Die traditionelle Radtour fand in diesem Jahr nicht den großen Zuspruch wie sonst, obwohl sie von Eveline Sievers super vorbereitet worden war. Sieben EBMler hatten sich am

Start in Nauen ein- gefunden. Selbst das Wetter hatte Evi im Griff, nur nicht den Gegen- wind. Der kam aber auf dem letzten Drittel we- nigstens von hinten. Es war eine land- schaftlich wundervolle Tour, die zwar mit einem Unfall gleich am Treffpnkt am Bahnhof in Nauen begann, der aber glimpf- lich verlief (nur zwei

Gegenverkehr
Gegenverkehr
Speichen und kleine Acht im eine Hin- terrad von Evelins Drahtesel). Der Weg führte uns
Speichen und
kleine Acht im
eine
Hin-
terrad
von
Evelins
Drahtesel).
Der
Weg
führte uns dann rund
30 Kilometer fast
immer
über
schön
asphaltierte Radwege,
teils ehemalige Bahn-
dämme, ein
Stück
auch den Havelradweg
(HVL) entlang. Lietzow
und Berge links
liegenlassend steuer-
ten wir das erste Café
in Ribbeck an. Schloß,
Birnbäume und ein
besetztes Storchen-
nest waren neben anderen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Dann ging es
weiter zum Landhof Borsig in Großbehnitz, wo uns ein weiteres Café einlud.
Über Quermathen und Schwanebeck radelten wir schließlich zurück nach
Nauen.

Es war eine wirklich gemütliche Tour (Altersdurchschnitt der Mannschaft:

69,7 Jahre) durch Rapsfelder und Windräder ohne Ende. Die Energiewende hat inzwischen der Landschaft ihren Stempel aufgedrückt und uns Radlern gewissermaßen bezüglich der Reisegeschwindigkeit auch.

Bisher hatten wir ja mehr den Norden und Nordosten Berlins auf unseren Radtouren erkundet, diesmal nun waren wir im Westen. Ich denke, das Havelland ist es wert, weiter erschlossen zu werden, und ich hoffe, dass es vielleicht im nächsten Jahr dort weiter geht. Und Evi hat sich wirklich als kompetente Fahrtenleiterin bewährt.

Ja, wir war’n mit’m Radl da

„Könnten wir nicht mal mit dem Rad von Berlin bis zu unserer Hütte in Prossen fahren? Ich habe Karten des Radfernweges Berlin-Dresden, und ab Thiendorf wird uns das Fahrradprogramm meines Auto-Navis den Weg weisen. Eine Übernachtungsmöglichkeit auf halber Strecke habe ich schon im Internet gefunden.“ Klaus schaut uns fragend an. Renate und ich stimmen zu. Treffpunkt: Königs wusterhausen, am 24. 4. 2014, 8.00 Uhr. Pech für uns: Der Bahnhof wird umgebaut. Wir müssen unsere mit Packtaschen behangenen Räder über eine extrem hohe Fußgänger- Behelfsbrücke.

Räder über eine extrem hohe Fußgänger- Behelfsbrücke. Bedeckter Himmel, 12 Grad plus. Zügig radeln wir den

Bedeckter Himmel, 12 Grad plus. Zügig radeln wir den Dahme-Radweg (Senzig, Prieros, Märkisch-Buchholz), der in den Gurkenradweg (Spreewald) übergeht (Schlepzig, Lübben, Lübbenau). Die Wolken reißen auf, und die Sonne scheint angenehm. Frei nach Goethe: Die Vögel brüllen und es stinkt nach Frühling. Wir genießen die Pracht der Natur: Lerchen, Nachtigallen, Amseln, Kuckuck, Goldammer, vereinzelte Kraniche, Zil-Zalp und viele andere Vogelstimmen. Dazu das zarte, frische Grün der Pflanzen mit ihrer Blütenpracht: Flieder, Obstbäume, Kastanien, Weißdorn, auch zahlreiche Magnolien, Tulpen und andere Farbtupfer in den Vorgärten der kleinen Ortschaften. Wir erreichen die Niederlausitzer Braunkohlen- Bergbaulandschaft und genießen die Rast an den bereits mehr oder weniger vollständig gefluteten Tagebauen, deren Ufer stabilisiert und rekultiviert werden. Sie sollen in Zukunft einen Touristenmagnet darstellen.

Unweit des Greifenhainer Sees (Altdöbern, Großräschen), 5 km vor unserer Übernachtungsstätte Behla-Hof im kleinen Ort Allmosen, erwischt uns noch ein kurzer, kräftiger Regenguss. Zum Glück ist unsere Unterkunft gepflegt und komfortabel, mit einer netten Gastgeberin, Frau Jelinek. Warm duschen, den schmerzenden Po verarzten, dann noch zwei Kilometer mit dem Rad nach Dürrwalde zum Abendessen. Wir bleiben danach nicht mehr lange wach, denn 125 km Wegstrecke haben doch ganz schön „geschlaucht“. Anderntags, während des Frühstücks, vereinbaren wir unsere Übernachtung für die Rückfahrt. Um 8.00 Uhr dann geht es bei kühlem, aber sonnigem Wetter weiter. Ruhland-Schwarzheide-Thiendorf.- Dann weiter auf teils bekannten (Auto)Routen (Ottendorf-Okrilla) sowie Schleichwegen durch Wald und Feld gemäß den Anweisungen des Navis. Trotzdem erwischen uns Harald und Steffi, die per Auto von der Hütte in Richtung Berlin fahren, beim Überqueren der F6. Die Wiedersehensfreude wird etwas getrübt durch die mit sanftem Nachdruck vorgetragene „Bitte“: Darüber schreibt ihr aber einen Bericht für den EBM-Report! Das Leben kann so ungerecht sein! Zumal jetzt längere steile, besser zu schiebende Anstiege sich mit steilen, nur verhalten zu fahrenden Abfahrten abwechseln. Hockstein-Schenke, Ziegenrücken, Waltersdorf endlich die Hütte um 17.50 Uhr nach 114 Tageskilometern. Aber dann wieder los, um die lebensnotwendigen Dinge einzukaufen, denn Bierflaschen hatten wir selbstverständlich nicht mit dem Fahrrad mitgeschleppt. Sonnabend: Erkundungswanderung über die Kayserberghütte (Es wird dort offensichtlich gewerkelt, aber der Schlafraum zeigt deutliche Absetzbewegungen.) nach Bad Schandau (Spargelessen). Unten rum dann zurück. Erstes Aufräumen, Säubern und Rüsten für die Rückfahrt. Am Montag dann 7.30 Uhr bei hoher Luftfeuchtigkeit, später Sonne zurück. Merkwürdigerweise zeigt das Navi eine etwas andere, radfahrerfreundlichere Route an als auf der Hinfahrt. Auch essen wir frühzeitig in Dürrwalde im neuen Restaurant an der alten, gut sichtbaren Windmühle, bevor wir uns wieder im Behla-Hof nach ausgiebiger und informativer Unterhaltung mit der Familie Jelinek zur Ruhe legen. Am nächsten Morgen kommen wir erst etwas verspätet fort, verfluchte Gästebücher! Das Wetter ist phantastisch, die uns schon bekannten Radwege weitgehend eben. Mittagsessen wird improvisiert, da weder in Köthen, noch in Märkisch-Buchholz Gaststätten geöffnet haben. Dafür nutzen wir in Königswusterhausen die Hilfe einer mitleidigen Bahnfrau, die uns den Behindertenweg zum S-Bahnsteig ermöglicht. Die Schinderei über die hohe Fußgängerbrücke bleibt uns diesmal erspart. Am 29. 4. 2014, 18.05 Uhr nach insgesamt 483,49 Fahrkilometern sind wir wieder in Berlin- Baumschulenweg.

Ideenspender: Klaus Föllmer Expeditionsmitglied: Renate Kölsch Autor: Peter Gapski

Retten, was zu retten ist.

Die Gletscherschmelze ist heute zum Synonym für den Klimawandel geworden. Zu einem nicht unbedeutenden Teil ist die bisher gemessene Gletscherschmelze zwar darauf zurück zu führen, dass die Messung ausgerechnet auf dem Höhepunkt einer kleinen Zwischeneiszeit begonnen hat, es also zwangsläufig abwärts gehen muss. Allerdings ist es auch inzwischen unstrittig dass der Mensch diesen Prozess durch sein Verhalten beschleunigt. Da die Gletscher rund 69 Prozent der Süßwasser- reserven der Erde spei- chern, liegt es nahe zu versuchen, das Abschmel- zen der Gletscher zu ver- hindern oder wenigstens zu verlangsamen. In Chile versucht man dies mit wissenschaftlichen Me- thoden. Selbst die Schaffung neuer Gletscher wurde

schon versucht und ist im Kleinversuch sogar erfolgreich umgesetzt worden. Allerdings nur mit einem ökonomisch unvertretbar hohem Aufwand.

nur mit einem ökonomisch unvertretbar hohem Aufwand. Ganz verschiedene Methoden wurden schon angewendet und

Ganz verschiedene Methoden wurden schon angewendet und untersucht. Dazu gehört das bekannte Abdecken der Gletscher, aber auch solche unkonventionelle Methoden, wie die Umlenkung von Wind, um die Schneezuführung zu verstärken. Ein künstlich angelegtes Eisdepot hatte man in Chile mit Geröll abgedeckt und dadurch den Abschmelzprozess auf ein Viertel bis zu einem Fünftel verlangsamt. Dass ausgerechnet in Chile so umfangreich geforscht wird, liegt daran, dass dort 82 Prozent der in Gletschern eingeschlossenen Süßwasserreserven Lateinamerikas lagern. Allerdings sind dort die rund 3100 Gletscher anders als zum Beispiel in Argentinien rechtlich nicht geschützt. Gegen eine Entschädigungs- zahlung dürfen sich Produktivprojekte auf Gletscher ausweiten. Immerhin muss eine Umweltverträglichkeitsstudie vorgelegt werden. Die größte Gefahr für die Eisströme geht von den Kupfer fördernden Bergbauunternehmen aus. Derzeit wird in Chile ein Gesetz erarbeitet, dass für die Gletscher wenigstens eine ständige Vermessung vorsieht und überhaupt definiert, was ein Gletscher ist. Etliche Gletscher befinden sich dort auf Privatgelände, und da seit Pinochet Wasser eine private Ressource ist, kann der Eigentümer theoretisch mit dem Eis machen, was er will.

Greenpeace zweifelt vor allem wegen der hohen Kosten an Erfolg versprechenden Technologien für die Regeneration bzw. den Neuaufbau von Gletschern. Sie sollten stattdessen stärker geschützt werden. Flankierende Maßnahmen seien nötig, beispielsweise die Verringerung der Luftverschmutzung.

Entgegen manchen Vorurteilen schadet übrigens der Skibetrieb den Gletschern kaum bis gar nicht. Der Grund: Während der Pistenpräparierung wird nämlich der Schnee auf dem Gletscher zusammen gedrückt. Er verweht daher nicht. Zusätzlicher Schnee wird durch Windzäune und künstlich aufgeworfene Schneewälle aufgefangen und dann auf der Piste (also dem Gletscher) verteilt. „Snowfarming“ heißt dieses Schneemanagment neudeutsch. Zusätzlich verhindern im Sommer vielerorts Isolierplatten ein zu starkes Abtauen. Dadurch schmelzen jedenfalls in den fünf österreichischen Gletscher-Skigebieten die Gletscher im Sommer viel langsamer ab, als die meisten der dortigen rund 800 anderen Eisströme.

- wie -

Was es sonst noch so gab

Aus rund 600 Metern Höhe haben die beiden Russen Wadim Machorow und Vitali Raskalow bei YouTube ein Video von der illegalen Besteigung eines noch im Bau befindlichen Hochhauses in Shanghai eingestellt. Zusätzlich waren die zwei Fassadenkletterer noch auf den Baukran geklettert, der das zukünftig zweithöchste Gebäude der Welt noch überragt. Unter http://ontheroofs.com kann man sich das Video ansehen. Klettertechnisch wird es erst bei der Besteigung des Krans interessant. Aber der Blick von oben auf die Smogglocke von Shanghai und die daraus hindurch ragenden anderen Wolkenkratzer ist schon beeindruckend.

Was den Chinesen mit dem olympischen Feuer auf dem Mount Everest Recht war, sollte den Russen bei der Putin-Winterolympiade mit dem Elbrus nur billig sein. Der Gigantismus trieb bei den Russen ungeahnte Blüten, denn das Feuer (natürlich nur Ableger) hatte nicht nur auf dem höchsten europäischen Gipfel, sondern auch im Baikalsee, am Nordpol sowie sogar im Weltraum Station gemacht.

Ein junger Deutscher hat in Neuseeland am etwa 3000 Meter hohen Vulkan Ruapehu einen 100-Meter-Sturz überlebt, allerdings mit einem Oberschenkelbruch. Trotzdem schaffte er es bis ins Tal, wo zwei Wanderer seine Hilferufe hörten. Er hatte seine Beine unterhalb der Knie mit Schnürsenkel zusammengebunden, eine stark blutende Risswunde band er mit seinem Hemd ab und robbte so auf seinen Ellbogen nach unten. Nachsatz: Er war mit Straßenschuhen unterwegs und hatte sein Handy so unsicher am Körper verstaut, dass er es beim Sturz verlor.

Leute

Leute

Leute

Leute

Leute

Die Neuseeländerin Janet Kelland (54), über-lebende Teilnehmerin der 1996er Everest-Expe-dition, bei der in einem Sturm sieben Teilnehmer umkamen, ist im wahrsten Sinn nicht tot zu kriegen. Nachdem sie sich 1999 bei einem Sturz vom Pferd einen Halswirbel brach, überlebte sie jetzt auch circa 150

Wespenstiche. Bei einer Reparatur ihres Zaunes hatte sie in ein Wespennest gestochen und mindestens 50 Stiche in den Kopf abbekommen. ***

und mindestens 50 Stiche in den Kopf abbekommen. *** Hans Kammerlander ist verletzt worden. Aber nicht

Hans Kammerlander ist verletzt worden. Aber nicht an irgendeinem Berg, sondern bei einem Autounfall. Er stieß in seinem Benz frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen, dessen Fahrer dabei starb. Der Südtiroler soll mit einem Gehalt von 1,48 Promille in seinem Blut gefahren sein.

***

48 Tage bis zum Südpol.- Nicht nur am Everest werden Rekorde inszeniert, sondern auch an anderen „attraktiven“ Orten. Jetzt hat der erst 16- jährige Brite Lewis Clarke die rund 1100 Kilometer bis zum Südpol auf Skiern zurückgelegt. Er brauchte dafür 48 Tage und täglich durchschnittlich acht Stunden auf den Brettern und ist damit jetzt der Jüngste, dem diese Tour gelang. Zuvor hatte dies

im Jahr 2005 ein 18-jähriges Mädchen geschafft.

damit jetzt der Jüngste, dem diese Tour gelang. Zuvor hatte dies im Jahr 2005 ein 18-jähriges

Gegenwärtig auf allen Kanälen und in allen Medien unterwegs ist David Lama, der seinen Film Cerro Torre

promoten muss. In der Sächsischen Zeitung und auch auf RBB gab er ausgiebige Interviews. Darin spielte besonders sein Weg vom Kletterakrobaten in der Halle zum Alpenisten eine große Rolle. Dabei kündigte er auch an, dass er künftig bei Wettkämpfen nicht mehr starten will. Stattdessen plane er mit Peter Ortner (links) und Hans-Jörg Auer (rechts) eine schwierige Nummer am pakistanischen Masherbrum (7821 m). Die rund 3500 Meter hohe noch unbestiegene Nordostwand ist das Ziel. Ebenfalls streute er sich Asche auf’s Haupt für den unangemessenen Aufwand für die Filmteams am Cerro Torre. Beim dritten Anlauf dann, und dem letztlich erfolgreichen Versuch, kletterte er nur noch und ließ das

einzige kleine Filmteam nach dessen

Maßgabe filmen. In den Versuchen zuvor hatte Lama noch so eine Art Regie mit wahrgenommen. Entdecker des Talentes von Lama war übrigens Peter Habeler.

Entdecker des Talentes von Lama war übrigens Peter Habeler. Ortner Auer *** Da offensichtlich nur Rekorde
Ortner
Ortner
Auer
Auer

***

Da offensichtlich nur Rekorde zählen, auch wenn sie noch so weit hergeholt erscheinen, hatten Gil Brettschneider und Peter Schipanski die ungewöhnliche Idee, mit Mountainbikes von einem 7000er abzufahren. Die beiden Sachsen schleppten am Mustagh Ata ihre Räder auf 7211 Meter Höhe und fuhren von da ab. Der Rekord stand zuvor auf 7006 Metern. Das Ganze war nur ein Abstecher auf ihrem 41000 Kilometer langen Trail nach Neuseeland. Darüber haben sie ein Buch geschrieben.

Kleine redaktionelle Anmerkung am Rande für Wiederholer: Auf den Luftdruck im Reifen achten. Die beiden Sachsen hatten nur wenig Druck auf die Reifen gegeben wegen des geringen Luftdrucks in der Höhe. Sie hatten aber aus Gewichtsgründen keine Luftpumpe mitgenommen, und so standen sie nach der Abfahrt unten praktisch auf zwei platten Pneus.

***

Noch zwei Achttausender warten auf eine Winterbesteigung, darunter der Nanga Parbat. Der deutsche Extrembergsteiger David Göttler (bereits fünf Achttausender) und Simone Moro (steht auf ►

Parbat. Der deutsche Extrembergsteiger David Göttler (bereits fünf Achttausender) und Simone Moro (steht auf ► 16

Winterbesteigungen) haben dies im letzten Winter vergeblich versucht. Nachdem Moro als erster aufgab, versuchte es Göttler noch einmal zusammen mit Tomasz Mackiewicz aus einer gleichzeitig am Berg agierende polnische Gruppe. Die Polen haben es dann noch weiter versucht.

Göttler musste sich bekanntlich im Frühjahr 2010 vom Gipfelgrat des Ama Dablam mit einem Heli retten lassen, nachdem er und sein Begleiter, der Japaner Kazuya Hiraide, dort im Schneegries stecken

Göttler Moro
Göttler
Moro

geblieben waren. Die Durchsteigung der Nordwand war zuvor erfolgreich verlaufen. Bei der Rettungsaktion stürzte im zweiten Anflug Göttler war bereits mit dem ersten Anflug ausgeflogen worden - der Hubschrauber ab, weil der Rotor den Fels touchiert hatte. Der Japaner wurde dann am nächsten Tag geborgen.

***

Seinen 85. Geburtstag feierte im Februar Herbert Wünsche, Spitzenbergsteiger in der Sächsischen Schweiz der unmittelbaren Nachkriegszeit. Schon damals eröffnete er Routen, die heute im VIIIer- Bereich liegen. 1953 siedelte er in den Westen über und verzeichnete auch im alpinen Bereich noch große Erfolge. Er ist Ehrenmitglied der Sektion Berggeist im DAV.

***

Auch die von der ehemaligen „Tourist“-Zeitschrift des DWBO her vielen noch gut bekannte „Chefredakteurin“ Eva-Ursula Petereit ist inzwischen am Anfang des Jahres 80 geworden.

Versorgungslage

scheidend verbessert

Seit kurzem hat an der Bushaltestelle von Waltersdorf ein Tante-Emma- Laden aufgemacht, dem auch ein Imbiss angegliedert ist. Frische Brötchen (ab 6.oo Uhr) liefert die Bäckerei Gnauck. Mit unserem Fahrrad ist sie in 12 Minuten erreichbar und zurück zu geht es immer leicht bergab.

ent-

der

Weinberghütte

17

Im BERGECHO 1-2014 war ein Artikel („Winter ade, nie wieder Winter“; S. 60) von Dr. Volker Beer abgedruckt, der in der Leipziger DAV-Sektion für den Naturschutz zuständig ist. Er befasste sich darin mit dem Klimawandel und den Leuten, die daraus jetzt schon den Weltuntergang prophezeien. Er weist vor allem darauf hin, von welcher Basis aus gemessen wird. Wenn ein Chinese statt einer Schale Reis am Tag jetzt sich zwei leisten kann, ist das eine Verdoppelung, aber satt wird er deshalb noch lange nicht. Auf die Ausgangsbasis kommt es an! Gemessen wird erst ab ca. 1850, und da ging gerade eine Zwischeneiszeit zu Ende. Kein Wunder also, dass heute höhere Temperaturen gemessen werden. Soweit kurz zu dem Artikel von Beer.

Vergangenheit aus dem Gletscher

Das Eis, die Gletscher gehen allenthalben zurück. Was des einen sein Ul, ist des anderen seine Nachtigall, heißt es im Volksmund. Klimaforscher und Tourismusmanager schlagen Alarm, Gletscherforscher dagegen sind gegenwärtig elektrisiert. Seit Ötzi hat sich das noch gesteigert. Die Gletscher geben Dinge frei, an Hand derer sich die Forscher ein Bild von unserer klimatischen und damit auch botanischen Vergangenheit machen können. In die Medien kommen vor allem die Sensationen: Vermisste Bergsteiger bzw. deren Leichen, Edelsteine oder Dokumentenkoffer von einem Flugzeugabsturz usw. Interessanter sind aber die Aussagen zum Klima im Alpenraum. Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle und der österreichischen Akademie der Wissenschaften kraxeln deshalb auf der Pasterze am Großglockner oder am Großvenediger herum, bohren tiefe Löcher in die Gletscher und untersuchen das Gelände, das die abschmelzenden Gletscher freigeben. Mit Hilfe von in den Gletscher eingelassenen Messstangen wird unter anderem akribisch die Bewegungen des Gletschers und das Abschmelztempo gemessen. 50 solcher Messsstellen gibt es allein auf der Pasterze. Heraus gekommen ist dabei zum Beispiel, dass in erster Linie nicht die Durchschnittstemperatur oder das Wetter das Abschmelzen beeinflussen, sondern vielmehr die Witterung. Drei Wochen große Hitze schaden dem Gletscher mehr als zwei Grad höhere Durch- schnittstemperatur. Aus den freigegebenen Bereichen unterhalb der Gletscher bergen die Forscher vor allem Pflanzenreste. Reste von 300 Jahre alten Zirben sind darunter, die 5000 Jahre unter dem Eis gelegen haben. Danach waren die Alpen damals wesentlich höher als heute eisfrei, sagen die Glaziologen. Da, wo heute die Pasterze fließt, war einmal Hirtenweideland (Das legt ja auch der Name dieses Gletschers nahe.). Sogar Holzkohle von früherer Besiedlung kam zum Vorschein. Dieser Zweig der Forschung hat erst in letzter Zeit richtig Fahrt aufgenommen. So wurde jetzt ein Katalog von Baumringen erstellt,

der 10 000 Jahre zurück reicht und mit dem man von jedem gefundenen Baumrest anhand der Abfolge der Jahresringe das Alter bestimmen kann. Findet man dazu noch Pollen oder Pflanzenteile, kann man das gesamte Ökosystem der Urzeit dort rekonstruieren. Die Natur holt sich das Gelände zurück. Die Lärchen sind an den Stellen, die die Pasterze schon vor hundert Jahren freigab, bereits einige Meter hoch. Angesichts dieser Entwicklung soll das Gelände unterhalb des Gletschers ein Wildnis-Schutzgebiet werden, das besonderen Schutz genießen soll, plant die Nationalparkverwaltung Hohe Tauern. Der Gletscherschwund hat also nicht nur fatale Folgen, jedenfalls in den Alpen. Anders jedoch zum Beispiel in Asien, wo vom Himalaya die Trinkwasserversorgung für Millionen von Menschen abhängt. Das Problem darf also nicht nur auf einen Aspekt, zum Beispiel die Dendrochronologie verengt werden, sondern alle Folgen des Anstieges der globalen Durchschnittstemperatur verlangen unsere Aufmerksamkeit. Es ist aber falsch, den Klimawandel sofort mit dem Weltuntergang gleichzusetzen.

Wiemann

Wer kann helfen?

Wie berichtet, ist das Außenthermometer zwischen den beiden Eingangstüren unserer Hütte gestohlen worden. Es war eine Reliquie aus der Kayserberg-Hütte. Das integrierte Barometer ist noch in unserem Besitz, da es Ulf restaurieren wollte. Das hat aber überhaupt nur Sinn, wenn wir für das Thermometer Ersatz finden. Ulf hatte es deshalb abgebaut. Es ist aber in einem desolaten Zustand, so dass eine Renovierung eigentlich nicht möglich bzw. zu aufwendig ist. Deshalb unsere Frage:

Wer hat eventuell ein passendes Thermometer herumliegen und braucht es nicht oder kennt jemanden, der uns helfen könnte? Das ursprüngliche schöne Emailleschild werden wir wohl leider nie wieder bekommen, es würde aber schon weiterhelfen, wenn das Thermometer in etwa die Größe wie das gestohlene hätte. Die Maße des gestohlenen Thermometers waren etwa: 12 cm breit und etwa 38 cm hoch. Ein Ersatz muss natürlich nur ungefähr passen. Mindestmaße: 32 cm x 8 cm, Maximalmaße: 42 cm x 12 cm.

38 cm hoch. Ein Ersatz muss natürlich nur ungefähr passen. Mindestmaße: 32 cm x 8 cm,

Für Euch gelesen:

Kerstin

und

Michael

Schindler:

Personen-

und

Klublexikon Sächsische Schweiz

Es ist kein Buch, das man von der ersten bis zur letzten Seite durchliest. Eher ein Buch, in dem man schmöckert, in dem man in die Vergangenheit auch eigener Erlebnisse eintaucht. Denn mit vielen der darin aufgeführten Namen verbinden sich Erlebnisse oder gar Wegbegleitung. Etliche Berliner sind unter den Namen, die in der Kletterszene und in Sachsen Spuren hinter- lassen haben. Nicht nur bei Erstbegehungen, sondern auch in der Szene über- haupt. Andreas Kramer

von EBM ist so ein Name, mit dem vor allem die (Ost)Berliner Jugendarbeit und die Szene-Musik verbunden waren. Die Älteren werden auch noch Elvira Meisel (Sandsteinkabarett) kennen. Uwe Schönfisch hat auch mal bei EBM angefangen. Auch den Alt-EBMler Reinhart Foik habe ich als Erstbegeher gefunden. Etliche Namen auch aus den anderen Berliner Gruppen sind zu finden. Knapp 6000 Bergsteiger, Wanderer und Touristen sowie etwa 1350 Porträtfotos enthält das akribisch recherchierte Werk. Darunter auch die Opfer von Kletterunfällen, Alle-Gipfel-Besteiger und Spitzenkletterer ihrer Zeit. Zur letzteren Kategorie zählte beispielsweise unser Helmut Poguntke, der Ende der 1950er Jahre schwerste Wege vorgestiegen ist. Auch unser Kurt Sachse ist vertreten, der in verschiedenen Klettergebieten Erschließungsarbeiten (Muldenwand; Greifensteine) geleistet hat. Ein Lexikon zum Stöbern und lesenswert für alle, die sich mit dem sächsischen Klettersport verbunden fühlen. Zu beziehen ist das Lexikon beim SBB für 23 Euro plus Versand.

sächsischen Klettersport verbunden fühlen. Zu beziehen ist das Lexikon beim SBB für 23 Euro plus Versand.

- wie -

Notizen

Notizen

Notizen

Notizen

Überreste entdeckt.- Nach 34 Jahren wurden am Matterhorn die Überreste eines 27-jährigen Briten gefunden, der seit 1979 am Berg vermisst worden war. Die moderne Genanalyse machte eine eindeutige Zuordnung möglich. Die Knochen waren von einem Hubschrauberpiloten am Fuß der Nordwand entdeckt worden. Seit 1926 sind am Berg 280 Bergsteiger als vermisst gemeldet worden. Bei weiterem Abschmelzen der Gletscher und Firnfelder wird wohl noch so mancher Vermisste gefunden werden. Im Gegensatz zu früher kommt es heute dank des Rettungsfortschritts nur noch selten vor, das verunglückte Alpinisten nicht gefunden werden.

Ausbau (I).- An der Aiguille du Midi (Mittagsnadel, 3842 m) bei Chamonix wurde für die Touristen weiter ausgebaut Die spektakuläre Nadel war schon bisher mit einer Seilbahn erreichbar. Jetzt ist im Dezember zusätzlich eine Plattform aus Glas rund um den Gipfel errichtet worden, die die Besucher rund 1000 Meter über dem Abgrund schwindlig

machen soll. Die einzelnen Teile (Richtungen) werden mit Tunneln durch den Fels verbunden. Zur Zeit kosten Hin- und Rückfahrt

übrigens schlappe 50 Euro.

Zeit kosten Hin- und Rückfahrt übrigens schlappe 50 Euro. Ausbau (II).- Auf 3210 Meter Höhe am
Zeit kosten Hin- und Rückfahrt übrigens schlappe 50 Euro. Ausbau (II).- Auf 3210 Meter Höhe am

Ausbau (II).- Auf 3210 Meter Höhe am Großen Isidor in Tirol wurde die so genannte Top of Tyrol-Plattform errichtet, ein neun Meter langer Ausleger aus Stahl. 109 Dreitausender soll man von hier aus sehen können. Mit der Gondel bis zum Schaufeljoch kosten zur Zeit 24 Euro. Von dort noch 10 Minuten zu Fuß.

Ausbau (III).-Auch Norwegen folgt dem Trend, Aussichtsplattformen über einem Abgrund zu installieren. 858 Meter hoch zum Beispiel ist die Plattform bei STIGRØRA am Trollstigen. Und auch China hat diese Touristenattraktion entdeckt. 1219 Meter über dem Grund klebt ein gläserner Laufsteg (neudeutsch: Skywalk) am Fels und führt Touristen etwa 60 Meter entlang der Felswand des Tianmen-Berges in der chinesischen Provinz Hunan. Nichts für Leute mit Höhenangst. Auch nicht am Grand Canyon, wo im Reservat der Hualapai-Indianer 1200 Meter hoch über dem Colorado River ein hufeisenförmiger Rundgang mit gläsernem Boden errichtet wurde. Den Glasboden darf man übrigens nur mit Spezialpuschen betreten.

Rundgang mit gläsernem Boden errichtet wurde. Den Glasboden darf man übrigens nur mit Spezialpuschen betreten. 21

Ausbau (IV).- Wenn keine Berge , wie die Aiguille du Midi zur Verfügung stehen, um Skywalks oder Platformen zu installieren, dann verwendet man eben Hochhäuser und hängt an die Außenwand voll verglaste Kapseln. So zum Beispiel in Chicago am Willis Tower in 412 Metern Höhe. Gute Rundsicht und weiche Knie sind garantiert.

Höhe. Gute Rundsicht und weiche Knie sind garantiert. Gefährlicher Schwarzwald.- Ein Dreijähriger ist im

Gefährlicher Schwarzwald.- Ein Dreijähriger ist im vergangenen Winter vom 1400 Meter hohen Belchen im Schwarzwald circa 700 Meter abgestürzt und hat sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen. Der Vater, der den Jungen retten wollte, stürzte hinterher und verletzte sich dabei schwer. Er musste per Helikopter gerettet werden. Der Gipfelbereich war vereist, die vierköpfige Familie ohne Steigeisen unterwegs. Nicht nur alpines Gelände birgt im Winter hohe Gefahren!

Tod am Ama Dablam.- Zwei russische Bergsteiger sind am Ama Dablam an der Höhenkrankheit gestorben. Die beiden 47- und 63-Jährigen waren zusammen mir sieben weiteren Alpinisten auf dem Weg zum Gipfel des 6812 Meter hohen Berges. Auch ein einzelner (!) slowakischer Tourist wird in dem Gebiet vermisst.

(!) slowakischer Tourist wird in dem Gebiet vermisst. Gefährlicher Transport.- 17 Personen starben, als im

Gefährlicher Transport.- 17 Personen starben, als im indischen Himalaya ein total überfüllter Kleinbus in eine Schlucht stürzte. Ein Vorderrad hatte sich auf der holprigen Bergstraße gelöst.

Berliner Sektion Alexander v. Humboldt an der Spitze!

Die Mitgliederzahl im DAV hat schon im vergangenen Jahr die Millionengrenze überschritten. Den größten Zulauf hatte er dabei aus den ostdeutschen Sektionen zu verzeichnen. Das ist nicht weiter verwunderlich, so DAV-Sprecher Thomas Bucher, weil der organisierte Bergsport in den Neuen Bundesländern bei weitem nicht so hoch sei wie im übrigen Bundesgebiet. Rund 4000 Bergsportler betrug im vorigen Jahr dort der Zuwachs. Bemerkenswert, dass im Ranking um den größten prozentualen Zuwachs die (Ost)Berliner DAV-Sektion Alexander von Humboldt mit knapp 21 Prozent an der Spitze vor der Nordhausener, der Zwickauer Sektion und der Sektion Potsdam liegt. Während der Gesamtverein um rund fünf Prozent von 2012 auf 2013 gewachsen ist, betrug das Wachstum in Brandenburg etwa 17 Prozent und in Sachsen und Thüringen jeweils 18 Prozent.

Kaleidoskop Elbsandsteinsplitter

Der Königstein ist nach wie vor eines der beliebtesten Besuchsziele der Region. 465 800 Gäste waren es 2013, 12 000 weniger als 2012. Vor allem Russen kamen, dank einiger zusätzlicher Flugverbindungen nach Dresden. Sachsen hat 2013 rund 3,5 Millionen Euro für Bau- und Erhaltungsmaßnahmen in die Burg investiert. Knapp 500 Paare wählten seit 2000 die Festung als Ort ihrer Trauung, davon 30 in der ältesten Garnisonskirche von Sachsen.

In Bautzen stand eine Diebesbande vor Gericht, die hauptsächlich in der Sächsischen Schweiz, aber auch in Ostsachsen bandenmäßig 47 Autos bzw. Anhänger im Gesamtwert von über 300 000 Euro innerhalb von 10 Monaten gestohlen hatte.

Nicht nur die so genannten Roten Bergsteiger haben die Sächsische Schweiz als Kurierstrecke und zu damals illegalen Handlungen benutzt. Heute tun das Drogendealer und Rauschgift-Mixer. Die tschechische Polizei hat eine Drogenbande gefasst, die Rauschgift auf unkonventionelle Weise als Touristen getarnt durch die Felsen transportiert hat. In einer Sandsteinhöhle wurden sogar ein Lager für Rauschgift und Messgeräte entdeckt. Sieben Kilogramm Crystal Speed, zwei Kilogramm Marihuana sowie Extasy-Tabletten wurden sicher gestellt.

Der Kleine Bärenstein ist ja seit einiger Zeit privates Gelände. Die Besitzer (höhere West-Forstbeamte) weigern sich grundsätzlich, die Wege und Stiegen in Ordnung zu halten. Das Klettern müssen sie allerdings vertraglich zulassen (wie lange noch?). Ob der folgende Unfall dadurch begünstigt worden ist, ist nicht klar. Ein 80jähriger Mann und sein Sohn waren in Wandergelände abgestürzt. Sechs Stunden klemmte der Sohn in einer Felsspalte, der Vater wurde erst von einem Helikopter mit Wärmebildkamera gefunden.

Jährlich besuchen etwa 2,9 Millionen Menschen die Sächsische Schweiz. Dies im wesentlichen auf gekennzeichneten Wegen, jedenfalls wenn es

durch die Kernzone geht. Welche Wege das sind, kann man übrigens unter

nationalpark/rechtsgrundlagen/pageDB27781.html finden. Seit 1999 legt eine Arbeitsgruppe „Wege“ nur einvernehmlich diese Wege fest In dieser Zeit sind insgesamt 12 neue Wanderwege festgelegt worden. Das Dauerthema zur (angeblichen) Sperrung des Grenzweges bedarf ein Stück Aufklärung, denn eigentlich gibt es diesen Weg gar nicht. Er war jedenfalls nie in Karten eingezeichnet, sondern immer nur der Fremdenweg, der aber zum größten Teil auf tschechischem Gebiet, und die Behörden des Nachbarlandes haben diesen Weg gesperrt. Es gab sogar eine Anfrage der NPV an die tschechischen Behörden, ob der Fremdenweg nicht geöffnet werden könne. Leider erfolglos.

Die Sprungschwierigkeiten 6 und 7 haben sich etabliert. In beiden gab es im vergangenen Jahr je zwei Erstsprünge. Thomas Willenberg und der Berliner Holger May sind hier die Spitzenleute. Kein anderer springt so etwas. Thomas Willenberg hat auch die schwerste Route mit XIIb an der Drohne eingereicht Endloshelix). Er hat aber auch die einzige neue IIIer- Route zusammen mit Katrin Konrad am „Dickwanst“ erschlossen. Ansonsten gab es wieder weniger Neutouren als im Vorjahr. 98 an der Zahl. 2012 waren es noch 121, Sprungwege gab es 38.

Wer Ostern auf der Hütte war, konnte ein Osterfeuer auf den Elbwiesen mit erleben und echtThüringer Rostbratwürste einfahren. Das Bier war mit drei Euro für den Becher nicht gerade preiswert. Ballermann-Musik gab es gratis. Am meisten Spaß hat es wohl den Schuljungen gemacht, die fleißig das Feuer mit Nahrung versehen, sprich gekokelt haben.

meisten Spaß hat es wohl den Schuljungen gemacht, die fleißig das Feuer mit Nahrung versehen, sprich

Im Nationalpark Sächsische Schweiz gibt es ein Wanderwegenetz von

rund 400 Kilometern Länge. Darunter befinden sich 23 Stiegen, die insgesamt mehr als 5000 Höhenmeter überwinden.

Zum Schluss auch noch ein Splitter aus dem Zittauer Gebirge

Zunächst ein beinahe ernst zu nehmende Einführung: Der Sachse liebt das Kleine. Er wohnt überwiegend in Kleinstädten, die durch Kleinbahnen verbunden sind. Seine Kleinfamilie versorgt sich aus dem Kleingarten und mit Kleintierhaltung. Er arbeitet in Kleinbetrieben oder als Kleinunternehmer. Der sächsische Kleinbürger rechnet alles kleinlich nach, kleinlaut friemelt er an Klein-Klein und schaut sich auf kleinen Bühnen Kleinkunst an. Er entwickelte die erste Kleinbildkamera und den ersten deutschen Kleinwagen (den DKW, nicht den Trabi!). Kein Wunder also, dass sich in Sachsen auch das kleinste Mittelgebirge, Deutschlands, das Zittauer Gebirge, befindet. Und das gibt es von dort zu berichten:

Die gesetzlichen Regeln zum Naturschutzgebiet „Jonsdorfer Felsenstadt“ stammten noch aus DDR-Zeiten, nämlich aus dem Jahr 1967 und waren eine Anordnung des Landwirtschaftsrates der DDR. Nun hat der Landkreis Zittau eine neue Verordnung erlassen, die ab April in Kraft treten soll und dem geltenden Bundesnaturschutzrecht und dem des Freistaates Sachsen Rechnung trägt. 19 Verbote und 14 zulässige Handlungen sind darin verankert. Unter anderem betrifft das auch das Klettern. Es ist außerhalb der Brutzeit an verschiedenen Felsen gestattet. Allerdings gibt es eine Reihe von Einschränkungen und Verbote. Wichtig ist also für uns, sich vorher genau zu informieren, da die Verbote wechseln, auch zeitlich. Zu Schwerpunktzeiten will der Landkreis Kontrollen durchführen.

Das kommt mir böhmisch vor

Auf der böhmischen Seite des Großen Zschand hat im vergangenen

Herbst in einem Zone 1-Bereich, also einem Bereich mit dem höchstmöglichen Schutz, eine umfangreiche Baumfällaktion stattgefunden. Die Interessengemeinschaft Stiegen- und Wanderfreunde hat daraufhin Alarm geschlagen. Dieser wurde aber damit abgetan, die Fällungen seien wegen des Borkenkäferbefalles notwendig gewesen, um größere Schäden zu vermeiden. Das erklärte jedenfalls die böhmische National- parkverwaltung. Im Gegenzug beklagte deren Verwaltung, dass angeblich Tausende Wanderer verbotene Wege dort begingen.

Wo sind sie geblieben?

Im EBM-Report 4/2013 hatte ich am Ende des Artikels „Schreib doch mal

was

war ich von neun Sektionen ausgegangen. Das war so ein bisschen aus dem hohlen Bauch geschrieben. Inzwischen habe ich mein Archiv gewälzt und bin auf 14 Sektionen mit Stand vom 28. 9. 1989, also kurz vor der Wende gekommen. Das waren also die so genannten Betriebssportgemeinschaften (BSGn), die kurz vor der Wende noch existierten:

“ (S. 16) gefragt: „Wo sind die anderen eigentlich geblieben?“ Dabei

HSG Humboldt-Universität (jetzt eine eigenständige DAV-Sektion)

Einheit-Berlin-Mitte denburger Tor)

Lok Erich Steinfurth (aufgegangen in der DAV-Sektion Bran- denburger Tor jetzt Lok 53)

Außenhandel

Lok Schöneweide

Lok Pankow (aufgegangen in der DAV-Sektion Brandenburger Tor- jetzt: Bärensteiner)

Möbelkombinat

Dynamo

Luftfahrt

Datenverarbeitungszentrum (DVZ)

Bahnpostamt

Elektroapperatewerk Treptow (EAW)

Rotation Berlin-Mitte

Medizin Pankow

Bran-

(aufgegangen

in

der

DAV-Sektion

Nur kurze Zeit später (Wende!) sortierte sich alles neu. Einzig EBM blieb allerdings mit verminderter Mitgliedschaft - unter diesem Namen zusammen. Auch Lok, wenn auch unter neuem Dachverein, blieb die alte Gruppe. Alle anderen lösten sich auf, schlossen sich anderen Sektionen an oder formierten sich neu unter neuem Namen (zum Beispiel die Bärensteiner). Das lag vor allem am Wegbrechen der alten Trägerbetriebe, also der wesentlichen Geldgeber. Im Osten Berlins gründeten sich die DAV-Sektionen Brandenburger Tor und Humboldt-Universität. In Dresden wurde noch versucht, einen neuen Verband für die Neuen Bundesländer

zu gründen. Da aber die alten Funktionäre mehr oder weniger im Hintergrund agierend nur das überkommene Alte in die neue Zeit hinüber zu retten versuchten, scheiterte dieses Vorhaben. Das auch deshalb, weil inzwischen der SBB neu gegründet worden war.

- Harald -

Nützliches aus dem weltweiten Gewebe

Bei Youtube (www.youtube.com/saechsischeschweiz) veröffentlicht

der Tourismusverband Sächsische Schweiz in unregelmäßigen Abständen kurze Image-Filme. Publikumsliebling ist „Was ist Liebe“ mit Laina Schwarz und Tom Pauls.

Mehrere Autoren füllen regelmäßig das Sächsische-Schweiz-

Weblog mit interessanten Beiträgen (blog.saechsische-schweiz.de). Auch

das Klettern wird bedacht.

Mit Hilfe von www.karte.saechsische-schweiz.de können vor allem

Wanderer ihre Touren komfortabel planen, abspeichern, ausdrucken oder als GPS-Datensatz herunterladen. Dazu gibt es Anfahrtsinfos, Gesamtlänge und -dauer, Streckenbeschaffenheit und Höhenprofil. Auch zu passenden Unterkünften gibt es Angaben.

Schon gewusst?

Entgegen mancher Vorurteile schadet der Skibetrieb den

Gletschern kaum bis gar nicht. Der Grund: Während der Pistenpräparierung wird nämlich der Schnee auf dem Gletscher zusammen gedrückt. Er verweht daher nicht. Zusätzlicher Schnee wird durch Windzäune und künstlich aufgeworfene Schneewälle aufgefangen und dann auf der Piste (also dem Gletscher) verteilt. „Snowfarming“ heißt dieses Schneemanagement neudeutsch. Zusätzlich verhindern im Sommer vielerorts Isolierplatten ein zu starkes Abtauen. Dadurch schmelzen in den acht österreichischen Gletscher-Skigebieten die Gletscher im Sommer viel langsamer ab, als die meisten der anderen rund 800 Eisströme.

Neues vom Everest

Das Everest-Basislager soll in Zukunft bewacht werden. Sobald die

Aprilsaison beginnt, werden Polizisten bzw. Sicherheitsteams stationiert. Anlass für diese Maßnahme ist auch der Vorfall im vorigen Jahr gewesen bei dem drei europäische Spitzenkletterer (Steck; Moro) mit einheimischen Sherpas in einen handgreiflichen Streit geraten waren.

Nepal senkt die Gebühren für die Besteigung von Achttausendern. So

müssen ab dem kommenden Jahr einzelne Bergsteiger „nur noch“ 11.000 Dollar bezahlen statt der bisher verlangten 25.000 Dollar. Die anderen 8000er kosten nur noch 1800 statt bisher 5000 Dollar. Für Gruppen wird der Tarif aber erhöht. Für ein 7-köpfiges Team müssen 77.000 Dollar hingeblättert werden. Das sind 7000 Dollar mehr als bisher. Durch diese Tarifgestaltung sollen nach den Worten des nepalesischen Tourismusministeriums große Gruppenbesteigungen zurück gedrängt werden. In ihnen hätten sich häufig Bergsteiger mit unterschiedlichen Leistungsniveau zusammen gefunden, was zu Spannungen am Berg geführt hätte.

Die Regierung in Kathmandu arbeitet daran, 103 neue Gipfel in der

Himalayaregion für Besteigungen frei zu geben. Das könnte zur Entlastung der bisherige 14 Gipfel führen. Um dem Stau und den damit verbundenen langen Wartezeiten an den schwierigen Passagen am Everest, insbesondere am Hillary-Step zu begegnen, wollen die nepalesischen Behörden Leitern und zusätzliche Fixseile installieren lassen. Das sagte der Sprecher des Tourismusministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Um dem Müllproblem am Everest Herr zu werden, haben die

nepalesischen Behörden verfügt, dass ab April 2014 von jedem Bergsteiger, der höher als das Basislager steigt, zusätzlich zur eigenen Ausstattung bei Beginn der Besteigung auch noch acht Kilogramm Müll mit herunter gebracht werden muss. Nur wenn dies bei der Kontrolle im Basislager nachgewiesen werden kann, bekommt der Bergsteiger seine 4000 Dollar Kaution wieder zurück. Was mit den diversen Leichen passieren soll, die den Weg nach oben

säumen, ist nicht geregelt. Neben einer jeweils in den Saisons besetzten Polizeistation soll es auch einen medizinischen Stützpunkt geben.

Einen der spektakulärsten Rekordversuche will im Mai der

Extremsportler Joby Ogwin vom Gipfel des Mount Everest starten. Ausgestattet mit einem Wingsuit will der Kalifornier den Sprung vom Gipfel wagen. Er wird dann mit bis zu 240 km/h etwa 3000 Höhenmeter überwinden. Ogwin ist mit dem Wingsuit bereits vom Tafelberg bei Kapstadt und aus der Eiger Nordwand gesprungen. Er ist auch einer der Bergsteiger, die die Seven Summits bestiegen haben. Der Sender DMAX wird den Sprung in Deutschland live übertragen (http://www.dmax.de/everest-jump-live/), so der Everest dann wieder bestiegen werden kann (sh. Beitrag unten).

Die Tragödie mit 16 toten Sherpas hat eine Lawine an Meinungsäu- ßerungen los getreten. Jeder Blogger aus der Szene hatte etwas auf seiner Seite zu sagen. Auch der Sohn von Sir Edmund Hillary erinnert in einem Gespräch mit der dpa die Alpinisten daran, dass es nicht nur den Everest gäbe: „Es gibt dieses riesige Himalaya-Gebirge, und trotzdem rennen alle Bergsteiger auf den Everest oder den Annapurna“. Er lehnte in dem Interview aber die diskutierte Absicht innerhalb der nepalesischen Regierung, dass in Zukunft alle Bergsteiger nur noch mit einem Führer auf die Gipfel gehen müssten. Er finde es lächerlich, wenn Spitzenleute mit einem Führer gehen müssten.

Die nepalesische Regierung verlängerte unterdessen die Permitts der anwesenden Bergsteiger, weil der Streik der Sherpas die Ausländer sonst in Schwierigkeiten brächte. Wer den Berg deshalb jetzt verlasse, könne innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder kommen, ohne erneut bezahlen zu müssen. Sogar ein Minister war aus Kathmandu ins Basislager gekommen, um die Sherpas zum Weiterarbeiten zu bewegen. 15 der insgesamt 30 angereisten Expeditionen sind spontan abgereist. Die restlichen machten Druck auf die Sherpas. Das sei empörend, berichtete der US-Amerikaner Tim Rippel. Jetzt sei Hilfe für die Familien der verunglückten Sherpas angesagt. Das regte auf seinem Blog auch Karl Flock an. Der Amerikaner Ed Marzec spendete sogar spontan 10.000 Dollar. Sein persönlicher Bergführer ist auch unter den Opfern. (Nur 400 Dollar will die nepalesische Regierung den Hinterbliebenen geben.) Meistens sind die Sherpas die einzigen Verdiener in den Familien. Marzec richtete noch vor Ort den Sherpa Avalanche Fund für die Familien der Opfer ein. Marzec: „Die 400 Dollar sind eine Beleidigung.“ 334 Bergsteiger hatten für die Frühjahrssaison ein Permit Erhalten. Inzwischen sind alle Expeditionen abgereist. Allerdings geht das Treiben auf der Nordseite unbeeinflusst von dem Unglück weiter. Auf der Südseite sind nur zwei Frauen vor Ort geblieben. Eine davon will/wollte zusammen mit drei Sherpas auf den Gipfel des Everests, weil sie ihn für ihr Projekt

7+2 (Die höchsten Gipfel der Kontinente plus die beiden Pole.) braucht. Die andere wollte auf den Lhotse, bei dessen Anstieg auch der Khumbu-Eisfall durchquert werden muss. Die Route dort wurde gleich nach dem Unglück von den Eisfall-Doktoren wieder neu präpariert. Da aber eine Vielzahl von Leitern zerstört worden waren, ließ sich die Frau bis ins Camp 2 auf rund 6500 Metern Höhe fliegen.

Messner findet die Entscheidung (den Streik) der Sherpas „mutig und richtig“ und er meint, die jetzige Art der Bergbesteigung sei ohnehin Selbstbetrug. „Die Leute geben viel Geld aus und glauben, sie haben den Everest bestiegen. In Wirklichkeit haben sie den Everest nicht verstanden und nicht bestiegen und stattdessen viele Leute in den Tod laufen lassen.

Schwerer Unfall am Oderwitzer Spitzberg

laufen lassen. “ Schwerer Unfall am Oderwitzer Spitzberg Es ging durch die Presse und die Medien.

Es ging durch die Presse und die Medien. An der Mittelwand (einem IV-er- Weg) am Spitzberg bei Oderwitz ist ein Kletterpaar, das sich zusammen am Umlenkhaken (einem so genannten Sauschwanz) befand, am Ostermontag abgestürzt. Der Unfallhergang wurde zufällig von einem am Ort befindlichen Kamerateam des MDR aufgezeichnet. Das Team war vor Ort, weil es im ,Sachsenspiegel‘ den vom Eigentümer des Klettergartens, Volker Heinrich, 2011 eingerichteten Klettersteig vorstellen wollte.

Mit dabei als Interviewerin auch die Spitzenkletterin Bettina Wobst (SBB), die den Unfall mit eigenen Augen aus etwa 10 Meter Entfernung miterleben musste. Sie war es auch, die sofort die Rettungsleitstelle informierte. Etwa 40 Kletterer hielten sich zu diesem Zeitpunkt am Berg auf. Danach steht wohl inzwischen fest, dass eine etwa 12 cm dicke, größere Platte mitsamt dem Umlenker aus dem Massiv herausgebrochen ist. Warum der 36jährige Vorsteiger die 41jährige Nachsteigerin mit an den Umlenker holte, was ja nicht üblich ist, und warum die Frau nicht nach

oben ausstieg ist nicht bekannt. Berichtet wird davon, dass die Frau wohl den Umlenker etwas über- stiegen hatte, um dem Partner beim Basteln der Abseile Baufreiheit“ zu geben, und sie ließ sich dann, nachdem er sich in Bewegung gesetzt hatte, in den Haken fallen“. Diesem Impuls gab die Felsplatte dann nach. Der Mann wurde bei dem Unfall tödlich verletzt, die Frau erlitt schwerste Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Beide trugen keinen Helm! Soweit das bisher Bekannte. Natürlich hat es vor allem im Internet eine Vielzahl von Kommentaren gegeben, die von Bagatellisierung bis hin zu der Forderung nach Sperrung des ganzen Berges gingen. Selbst Spitzenleute wie beispielsweise Stefan Glowacz beteiligten sich daran. Die Mehrzahl der Kommentatoren vertraten die Restrisikovariante, die es halt beim Klettern immer gebe. Ich habe keinen Beitrag gefunden, der die Helmfrage und/oder die Sicherheitsredundanz ernsthaft aufgriffen hätte. Die beiden hingen beide an einem als Standplatz nicht vorgesehenen und auch ungeeigneten Sicherheitselement. Echte Standplätze zum Nachholen haben dort einen zusätzlichen Ring. Da die Kletterin bis zum Umlenker aufgestiegen war, entfielen natürlich auch die Zwischensicherungen, die der Vorsteiger zuvor ja noch eingehängt hatte. Volker Heinrich erklärte, er habe die Haken in allen Routen nach dem Winter abgeklopft und auch bei der besagten Platte nichts Ungwöhnliches gehört. Da der Unfall zufällig gefilmt worden ist, lässt er sich sicher gut rekonstruieren. Außerdem gibt es ja auch Augenzeugen und die abgestürzte Frau kann womöglich auch noch Angaben machen. Man darf auf die offizielle Darstellung nach Abschluss der Untersuchungen gespannt sein. Tragisch an der ganzen Sache ist, dass die Kinder der Beiden mit vor Ort waren. Bereits 2008 und 2009 hatten sich dort zwei tödlich ausgegan- gene Unfälle ereignet. Für mich betätigt der Unfall wieder einmal, grundsätzlich auf Redundanz zu achten, die Sicherungspunkte nur zu beanspruchen, wofür sie ursprünglich gedacht sind, und einen Helm beim Klettern zu tragen.

Sicherungspunkte nur zu beanspruchen, wofür sie ursprünglich gedacht sind, und einen Helm beim Klettern zu tragen.

Der vor Wochen in die Kinos gekommene Red Bull-Film Cerro Torre ist Anlass, einmal einen kurzen Abriss des Geschehens um diesen Berg zu geben.

Mythos Cerro Torre

Ein Berg wie kein anderer

Der 3133 Meter hohe Cerro Torre in Patagonien ist mehr als nur einer der schwierigsten und schönsten Berge der Welt. Er ist ein Mythos. In unvergleichlicher Steilheit ragt er in den stürmischen Himmel über der Südspitze Argentiniens. Die ungeklärten Ereignisse um seine Erstbesteigung sind das größte ungelöste Rätsel der Alpingeschichte. Im Jahr 1952 erklärte der berühmte französische Alpinist Lionel Terray die Besteigung des Cerro Torre für unmöglich. Zu steil, zu glatt erschienen seine Wände, dazu dieses verteufelte Wetter: mit ungebremster Wucht rollen die

dieses verteufelte Wetter: mit ungebremster Wucht rollen die Orkane vom nah egelegenen Pazifik heran,

Orkane vom nah egelegenen Pazifik heran, Schlechtwetterwolken verhüllen den Gipfel so häufig, dass das deutsche Kletteridol Reinhard Karl einmal

resigniert formulierte, die Berge Patagoniens seien „ sie, aber man kann sie nicht sehen.“

wie Atome. Es gibt

Nachdem unter anderem Walter Bonatti, bester Bergsteiger seiner Zeit, im Jahr 1958 am Torre scheiterte, erreichte 1959 erstmals eine Seilschaft den Gipfel - Cesare Maestri aus Italien und Toni Egger aus Österreich. Im Schlechtwetter war an den Felswänden eine so dicke Eisschicht haften geblieben, dass sie den Fels überlisten konnten: Sie benutzten Eispickel und Steigeisen und kletterten am Eis hinauf. Im Abstieg jedoch kehrte sich der Triumph zur Tragödie. Es wurde warm, die Eispanzer platzten ab, Egger stürzte in den Tod. So berichtete es Maestri, der alleine zurückkehrte. Die Kamera mit dem Gipfelfoto war mit Egger in der Tiefe verschwunden.

Da Maestri keinen Beleg für den Gipfelsieg vorlegen konnte, wurden seine Erklärungen anschließend in Frage gestellt. Genervt von diesen damit verbundenen Unterstellungen, zog er noch einmal an den Berg, diesmal jedoch ausgerüstet mit einem Kompressor und Hunderten Haken. So bohrte er sich nach oben. Den Kompressor ließ er in der Wand zurück, wo er heute noch symbolträchtig hängt.

Diese Art Besteigung wurde aber auch diesmal nicht als Erstbesteigung anerkannt: denn er hatte den höchsten Punkt, den Eispilz, nicht betreten, sondern die Kletterei fünfzig Meter vorher beendet, wo der Fels in einfaches Schnee- und Eisgelände übergeht. Maestri, wurde zu einer tragischen Figur und gab seine aktive Kletterkarriere bald danach auf.

Die erste anerkannte und zweifelsfreie Besteigung des Cerro Torre gelang 1974 seinem Landsmann Casimiro Ferrari. Dem Amerikaner Jim Bridwell (auch im Red Bull-Film mit von der Partie) war es vorbehalten, die Kompressorroute als erster zu wiederholen. Er konnte die letzte seitdem nach ihm benannte Länge - trotz der abgeschlagenen Haken - vollenden.

Bald danach war der Torre wieder in den Schlagzeilen: der berühmte Regisseur Werner Herzog („Fitzcarraldo“) drehte hier das Bergdrama SCHREI AUS STEIN. Weil auch Herzog Maestris Materialschlacht verdammte, ließ er den in der Wand belassenen Kompressor per Hubschrauber aus der Route entfernen. Nach heftigen Protesten aus der Kletterszene wurde der Kompressor wieder in die Wand gebracht. Der wahre Grund für den Widerstand lag jedoch kaum in Solidarität zu Maestri, sondern darin, dass die Szene Angelegenheiten am Berg am liebsten unter sich ausmacht und eine Einmischung von Laien als unerwünscht gilt ein Punkt, der auch bei den jüngsten Dreharbeiten eine Rolle spielen sollte, denn die Materialschlacht an technischen Hilfsmitteln für die Filmaufnahmen in der Wand löste einen shitstorm im Internet aus. Letztlich trugen Lama und seine Mitstreiter dem Rechnung, indem sie beim entscheidenden dritten Anlauf der freien Durchsteigung lediglich von einem kleinen Team begleitet wurden, das sich mit nur einem Kameramann von oben in die Wand abseilte, bzw. indem die beiden Kletterer selbst Aufnahmen machten.

Binsenweisheit:

„Obwohl ich den Gipfel durch den Nebel nicht sehen kann, ist er doch da.“

Hape Kerkeling in „Ich bin dann mal weg“

Filmkritik

Cerro Torre

Ein bekannter

österreichischer

Getränkeherstel-

ler gefällt sich bekanntlich im Sponsoring von trendigen Sport-

arten, besonders dann, wenn Ad-

beim

Zuschauen aus- geschüttet wird. Dafür hat er die Besten auch im

Klettern unter Vertrag, und lässt sich das Ganze auch etwas kosten. Jetzt hat er mit Chris Sharma und Stefan Glowacz zwei absolute Spitzenklette- rer für einen Film verpflichtet, der die größte Höhle der Erde im Oman klettertechnisch dokumentieren soll. Der dabei entstehende Streifen wird in der zweiten Jahreshälfte in die Kinos kommen. Bereits seit dem 13.März 2014 läuft dagegen schon der Film Cerro Torre in den Kinos, ein Film, der die erste freie Durchsteigung der sogenannte Kompressorroute ins Bild setzen wollte. Damit setzt er eine Idee des Ausnahmekletterers Daniel Lama um, mit dabei sein fast schon ständiger Kletterpartner Peter Ortner. Erst im dritten Anlauf klappt es dann. Der Film ist ein typischer Red Bull Streifen: Voller Action, laut und mit spektakulären Bildern. Für uns als Kenner des Metiers ein guter Film, für den Normalzuschauer aber eher eine Aneinanderreihung von aufregen- den Kletterschnipseln. Es waren mir zu viele Episödchen aneinanderge- reiht, die den Film in die Länge zogen. Richtig spannend wurde es erst beim dritten Anlauf. Da wurde dann nämlich kompromisslos geklettert, ohne Rücksicht auf die zuvor mit viel technischem Aufwand und Bohrhaken in die Wand gehängten Kameramänner. Die Aufarbeitung der Geschichte um die Bezwingung dieses Berges und die Einbeziehung dort aktiver Ehemaliger (Jim Bridwell und Toni Ponholzer) fand ich gut. Durch die Einbeziehung moderner Aufnahme- technik sind atemberaubende Aufnahmen entstanden, so richtig schön etwas für’s Auge. Schon allein deshalb lohnt es sich, den Film anzuse- hen.

entstanden, so richtig schön etwas für’s Auge. Schon allein deshalb lohnt es sich, den Film an

renalin

Die Zehn Gebote des Bergsteigers

(aufgeschrieben im Jahresprogramm 1909 der Sektion Stuttgart des DAV und gefunden im Würtemberger Haus (2.200 m) in den Lechtaler Alpen)

1. Du sollst auf der Wanderung deine Erziehung und Bildung nicht von

dir tun; Unart und Rohheit sind nicht dasselbe wie Freudigkeit und Kraft.

2. Du sollst keine Bergfahrt unternehmen, der du nicht gewachsen bist;

denn es ist schimpflich, in fremde Hand gegeben zu sein.

3. Du sollst jede Bergfahrt sorgfältig vorbereiten, gleich viel, ob du

allein, mit Freunden oder mit einem Führer gehst. Deine Kenntnisse, wie, wo und wie lange du zu gehen hast, seien ebenso vollkommen wie deine Ausrüstung.

4. Du sollst deinen Führer geziemend behandeln. Du brauchst dich

nicht herrisch zu geben, aber du darfst dich auch nicht gemein machen.

5. Du sollst deinem Führer ein kurzes und wahrhaftes Zeugnis

schreiben. Die übertriebene Verherrlichung einer nicht außergewöhnlichen Bergfahrt macht dich lächerlich und den Führer eingebildet. Bei schweren Verfehlungen mußt du auch den Mut zur Anzeige haben.

6. Du sollst dich in der Hütte bescheiden betragen und sollst keine

Ansprüche machen, die sich nur in einem Großstadthotel verwirklichen

lassen. Denn du wirst nicht wegen deines Geldes hier aufgenommen.

7. Du sollst die Hütte nicht zur Kneipe herabwürdigen. Alkohol ist der

übelste Wandergefährte, die Hütten sind aber zur Erholung der Bergsteiger da und die Nacht zum Schlafen.

8. Du sollst die Gegend, in der du wanderst, nicht verunehren. Darum

sollst du keine Scherben und keinen Unrat umherstreuen, keine Gattertüre offen lassen, keine Einfriedungen überschreiten, keine Quelle verunreinigen, keinen Wegweiser beschädigen.

9. Du sollst die Alpenblumen schonen und Wild nicht beunruhigen.

Auch die Pflanzen und Tiere sind Geschöpfe Gottes und sie tragen ihren Teil dazu bei, die Berge für dich zu schmücken.

10. Du sollst des Bergvolkes Glauben und Sitten nicht bewitzeln noch

verbessern wollen. Der unberufene Apostel der Aufklärung schadet der Sache des Alpenvereins und wird ausgelacht, wenn ihm nicht Schlimmeres widerfährt.

Eugen Roth ist bekannt für seine diversen Gedichte, die nach dem

Muster „Ein Mensch, der

Gedichte sind aus seiner Feder geflossen, wie zum Beispiel das folgende:

“ beginnen, aber auch ganz „normale“

AUF DER SCHUTZHÜTTE

Wir sitzen auf der Bank vorm Haus und trinken unsern Wein. Schon lischt am letzten Gipfel aus der Abendsonnenschein. Wie war’s noch eben leicht und lind, jetzt aber fällt der wilde Wind mit kaltem Brausen ein.

So mancher ging von diesem Tisch mit fröhlichem Berg-Heil! Im leichten Schuh und knabenfrisch schwang er sich um das Seil. Man sah ihn noch hoch in der Wand, dann griff nach ihm die Knochenhand und stürzt‘ ihn, stumm und steil.

Wir aber kehrten froh zurück von kühner Kletterei und spüren jetzt das hohe Glück an tiefer Angst vorbei. Wie wippt so fest der Fuß im Schuh, wie heben in die Abendruh wir unsre Häupter frei.

Der Mond steht überm Felsen kalt, der Stein wird totenbleich, in Nacht verrauschen Bach und Wald:

Da wird das Herz uns weich. Wir trinken unsre Gläser aus, wir gehen still ins Licht, ins Haus, in menschlichen Bereich

Eugen Roth

Und was sagt Messner?

Reinhold Messner hat für die Rettung/Erhaltung des Grabes von Oscar Schuster auf dem Dresdener Trinnitatis-Friedhof 500 Euro gespendet. Er folgte damit einem Spendenaufruf von Joachim Schindler, Bernd Arnold und Frank Richter anläßlich der Herausgabe einer Oscar Schuster-Monografie. Das Grab steht unter Denkmalschutz, aber es gibt keine Verwandten mehr, die das Grab pflegen könnten. Es wird seit etwa 20 Jahren nicht mehr unterhalten.4000 Euro sind für die Sanierung erforderlich. Oscar Schuster gehört zu den Begründern des sportlichen Kletterns in der Sächsischen Schweiz und war auch im alpinen Bereich erfolgreich.

Die Zeitschrift CHRISMON (Ausgabe 04/2014) hat verschiedene Leute zu ihrer Einstellung zum Aushalten von starken beziehungsweise anhaltenden Schmerzen befragt, darunter auch Reinhold Messner. Für den „Gefahrenraum-Apologeten“ ist der Schmerz, den er durch sein willentliches Tun, das er ja schließlich mit Leidenschaft macht, erleiden muss, ein erträglicher. Das gehöre einfach dazu. Viel härter hätten ihn die Vorwürfe getroffen, am Tod seines Bruders am Nanga Parbat schuldig zu sein, weil er ihn aus Egoismus allein gelassen hätte. Nach den Worten Messners sei das geradezu physische Folter gewesen, die viel schlimmer zu ertragen gewesen sei. Besonders auch deshalb, weil sie willkürlich zugefügt wurde und nicht das Ergebnis seines Tuns gewesen sei.

Die Rückkehr zum eigenverantwortlichen Bergsteigen ohne präparierte Pisten. Das fordert Reinhold Messner nach der Tragödie am Mount Everest mit den 16 toten Sherpas. “Lassen wir den Bergen ihre Größe, ihre Gefahren und ihre Ausstrahlung“, sagte er in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Und weiter an die Regierung in Kathmandu gerichtet:

„Lasst nur eine Expedition pro Route pro Jahr auf den Berg, ohne Piste. Der Everest würde so seinen Flair behalten.“

nur eine Expedition pro Route pro Jahr auf den Berg, ohne Piste. Der Everest würde so

Termine zum Vormerken

Außerhalb

unseres

offiziellen

Fahrtenplanes

nachstehend

noch

einige

weitere

Termine

(und

natürlich

auch

die

wichtigen

aus

unserem Fahrtenplan):

24.

Mai 2014

16.00 Uhr; Freilichtbühne Leupoldishain; Offenes Singen mit den Bergfinken

29.

Mai-1. Juni 2014

Himmelfahrt auf der Weinberghütte

6. - 9. Juni 2014

Pfingsten auf der Weinberghütte

7.- 9. Juni 2014

Aktion „Kunst offen“; von 10-18 Uhr sind die Ateliers der ortsansässigen Künstler geöffnet

14. Juni 2014

20-22. Juni 2014

16.00 Uhr; Buschmühle; Offenes Singen der Bergfinken

Sommersonnenwendfahrt nach Ostrov

11. Juli 2014 Freilichtbühne Papstdorf; Geselliges gemeinsames Abendsingen der SBB- Männerchöre aus Anlass von 150 Jahre Klettern in der Sächsischen Schweiz

18. bis 20. Juli 2014 Hohnsteiner Bergsommerabend; darunter am:

18.7.2014

20.00 Uhr Puppenspielhaus; Vortrag „150

19.7.2014;

Jahre Sächsisches Bergsteigen und die weltweite Entwicklung des Klettersports“ mit mehreren interessanten Referenten (12 Euro) 20.00 Uhr; Puppenspielhaus Hohnstein;

20.7.2014;

„Poeten des Abgrundes; Lesungen unterschiedlicher Autoren mit musikalischem Rahmen (12 Euro) 20.00 Uhr; Brandbaude; Lesung Peter Brunnert „Klettern ist säxy“

5.+6. September 2014

„Bergsichten“ spezial; Aktivhof Porschdorf

7. 9. 11. 2014 45. Jahresabschlussfahrt 2014

Es ist zwar noch eine Weile hin, aber die Vorbereitungen laufen bereits. HSG ist in diesem Jahr der Ausrichter. Voraussichtlich findet die Traditionsveranstaltung in Mezni Louka statt. Die Preise haben leider etwas angezogen. Mit 20 Euro pro Nacht einschließlich Essen ist zu rechnen. Es wird überlegt, die Gaststätte am Prebischtor am Sonnabend extra für uns öffnen zu lassen und dorthin dann eine gemeinsame Wanderung zu organisieren. Die üblichen Programmpunkte wird es auch diesmal geben. Also schon mal schöne Fotos zurecht legen oder noch schießen. Es wird versucht, eine Live-Band zu haben. Angefragt wird Tommy Bums. Bei der ersten Zusammenkunft wurde die Frage diskutiert, wieviel uns die Veranstaltung im Elbsandstein (Böhmen) wert ist, oder ob es nicht auch eine Veranstaltung in Berlin macht, so wie im vergangenen Jahr. Dort war der Zuspruch ja erfreulich hoch. Bitte teilt uns Eure Meinung dazu mit, auch zu dem Vorhaben einer (Massen)Wanderung zum Prebischtor. Infos sind möglich an Harald oder Ulf (per Mail, Telefon oder mündlich)oder über unsere Homepage.

PS.: Spontane Fahrten auf unsere Weinberghütte sind immer möglich. Bitte orientiert Euch zuvor zur Belegung auf der Homepage oder bei Ulf.

Es hielt sich ein Klett’rer aus Witten am Felsen für ganz unumstritten. Doch dann aus der Genießerspalte ein Stöhnen und Fluchen erschallte:

Da hat er ganz furchtbar gelitten.

- wie -

Der EBM-Report gratuliert mit dieser Ausgabe nachträglich zu den ‚Runden‘ im vergangenen Quartal:

nachträglich zu den ‚Runden‘ im vergangenen Quartal: Andrea Drießen zum 50. Geburtstag am 7. Mai Klaus

Andrea Drießen

zum 50. Geburtstag am 7. Mai

Klaus Föllmer

zum 70. Geburtstag am 15. März

Günter Hempel

zum 70. Geburtstag am 18. März

Volkmar Otto

zum 75. Geburtstag am 11. März

Volkmar Otto

zu 40 Jahren EBM am 1. April

Rolf Fliegauf

zu 15 Jahren EBM am 29. April

Dank: Der EBM-Report bedankt sich bei Ekkehard Martin, von dem eine Spende in Höhe von 60 Euro eingegangen ist.

Fotorätsel

Das Fotorätsel aus dem letzten Heft war wohl diesmal zu schwer geraten, denn es gab keine Lösungsvorschläge. Zu sehen war eine Wandergruppe auf einem Weg zwischen Kippen aus einem Salzbergwerk.

Nun das hoffentlich nicht zu schwer geratene neue Rätsel: Was ist auf dem nebenstehenden Foto zu sehen?

Lösungen wie immer an die Redaktion

Impressum Bilder: Titel Flohspitze (von der Stiege im Heringsgrund unterhalb der Bussardboofe aus), Gapski; S. 23/24 W. Puchmüller; Texte: Peter Gapski (S. ), sonst Harald Wiemann Druck und Versand: Harald Wiemann

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Gapski; S. 23/24 W. Puchmüller; Texte : Peter Gapski (S. ), sonst Harald Wiemann Druck und
Gapski; S. 23/24 W. Puchmüller; Texte : Peter Gapski (S. ), sonst Harald Wiemann Druck und

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