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Ich möchte niemandem die nachfolgenden Gedanken vorenthalten, ich habe sie verfasst um etwas 

von dem zu hinterlassen, wovon ich meine es hilft evtl. noch jemandem. 

Willkommen meine treuen Leser/innen, 

zu einer neuen geistigen Irrfahrt durch die unendlichen Wesenszüge des Seins. Immer wenn sich der 
Tag ein weiteres Mal dem Ende neigt und ich allein mit meinen Gedanken bin, wird mir eines immer 
wieder klarer denn je, was sind wir das wir es uns anmaßen über etwas zu urteilen das wir selbst 
nicht verstehen. Leider sind es allzu viele Dinge von denen wir nicht den leisesten Schimmer haben 
und doch können wir jeden Tag aufstehen und sagen dazu habe ich folgendes Bild und ich bin davon 
überzeugt, dass es stimmt. So etwas ist nicht nur traurig nein es zeigt auch gleichzeitig die 
Beschränkung unseres Geistes. Trotz allem halten wir uns für die Krone der Schöpfung, welch 
törichter Irrglaube dem wir da aufgesessen sind. Wohlan genießt mit mir den melancholischen 
Moment zwischen der Unendlichkeit des Seins und den wenigen echten lichten Momenten die wir 
besitzen, wenn wir der Wahrheit ins Antlitz schauen. Doch wer ist fähig, sich die eigene Engstirnigkeit 
ein zugestehen? Sicherlich nicht ein Mensch wie wir ihn häufig vor uns sehen, sicherlich können wir 
uns noch nicht mal an einen solchen erinnern aber dennoch gibt es sie noch, die Optimisten. Ein 
Spruch sagt: ein Pessimist ist ein Optimist, der dazu gelernt hat. Was daran stimmt? Ich weiß es nicht, 
die Frage ist: Spielt es überhaupt eine Rolle? Wie so vieles im Leben sind es doch mehr die kleinen 
Dinge die einen etwas wehmütig an die Dinge denken lässt von denen die „alte Literatur“ schwärmt. 

Die innigen Freundschaften, großartige Wandlungen in denen ersichtlich wird das es noch eine „gute 
Seite“ gibt aber nichts von dem passiert auch nur jemals irgendwo. Es ist so als ob es nicht gewollt sei 
das sich auch nur einmal etwas ändere, denn Veränderung heißt auch immer 
Reformation/Revolution/Reorganisation. Auch wenn es dies nicht zu geben scheint, bleiben immer 
noch genug Menschen übrig die an so etwas wie das „Gute“ glauben. Was ist das woran sie glauben? 
Was ist denn Glaube? Ist es vielleicht eine Möglichkeit etwas anzunehmen, dass im krassen 

Gegensatz zu der Realität steht oder ist es nur ein Versuch der unausweichlichen Wahrheit davon zu 
laufen?! Wer weiß das schon? Ich für meinen Teil bin Atheist und schaue jeden Tag mit Verblüffung 
was um mich herum passiert. Es ist grade so, als ob wir den vorher etwas unsanft indoktrinierten 
Auffassungen der Kirche mit dem Ziel entstiegen seien, uns von neuem einem anderen „Demagogen“ 
hinzugeben. Doch wer ist dieser „Antichrist“, der uns manipuliert? Da ich keine 100%igen Antworten 
besitze bleibt mir nur die Mutmaßung, dass wir von denen dominiert werden 

die uns täglich Nahrung, Wohnraum und Arbeit geben. Sicherlich ist der Spielraum groß aber was 
bleibt ist der fade Beigeschmack, wenn wir wieder glauben „es schaue uns jemand über die 
Schulter“. 

Ist das die Freiheit die unsere Demokratie meint, wenn jeder das sagen kann wonach ihm ist, ohne 
auch nur eine einziges Mal über die Konsequenzen nachzudenken. Ist es die Freiheit, seine 

Dummheit in Form eines wilden Wortschwalls von sich zu lassen? Wenn wir schon so tief gesunken 
sein sollten, was bliebe uns an diesem Punkt noch von der Selbstbestimmung dem Bewusstsein und 

der Bildung? Bleibt uns da überhaupt noch etwas? Ich glaube nicht, es ist ein Spiel wie das einer 
Marionette nur das wir unsere Fäden nicht sehen und bei jeder Bewegung ein eigenes Handeln 
einreden. Schöne heile Welt in der wir genau die Alternativen ergreifen, von denen wir wissen sollten 
das es nie eine gab. Weder Option 1 noch Option 2 ändert etwas, es ist vielmehr so das sie beide an 
den gleichen Punkt führen und wir uns bei jeder neuen Entscheidung selber auf die Schulter klopfen 
und uns sagen „toll wie ich es wieder geschafft habe“ – traurig – zu nichts sind wir doch im Grunde 
fähig außer zum Selbstbetrug. Die wohl einmaligste Kunst sich selber an einen Punkt zu bringen, wo 

sich jedes Handeln erklären und deuten lässt aber keine Handlung aber auch nur ansatzweise 
„selbstbestimmt“ ist. Für alle die mir bis hier hin gefolgt sind freue ich mich, denn es zeigt zumindest 
das es interessiert hat etwas zu lesen was nicht „gewöhnlich“ ist und doch bin ich nur ein Zellhaufen 
wie jeder andere auch der sich ein Bewusstsein einbildet. Und doch ist es sicherlich genau diese Form 
der Erkenntnis die es bedarf um sich der Bedeutungslosigkeit der eigenen Person bewusst zu werden. 
Ich möchte mit den 

Worten eines weisen alten Mannes schließen, Friedrich Nietzsche. 

„Wohlan! Das allein sind meine Leser, meine rechten Leser, meine vorherbestimmten Leser: was liegt 
am Rest? – Der Rest ist bloss die Menschheit. ‐ Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, 
durch Höhe der Seele, ‐ durch Verachtung ...“ 

Friedrich Nietzsche; Der Antichrist 

Noch schockierender ist das er in seinen Schriften schon so vieles erkannt hat, das heute niemanden 
mehr interessiert. Ein weiterer Fall von Selbstbetrug. 

Gruß OG3r