Sie sind auf Seite 1von 2

Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 3.2.1941

1800 Das Geheimnis um göttliches Walten und Wirken ....

Es ist euch Menschen das ein Geheimnis um das göttliches Walten und Wirken in der
Schöpfung verborgen, d.h., es wird euch nicht äußerlich erkennbar sein, wie sich
der Werdegang alles Wesenhaften vollzieht, wie geistiges und irdisches Wirken im
Zusammenhang miteinander steht und welche Entwicklungsmöglichkeiten das Wesenhafte
hat, um sich für das Endziel in der Ewigkeit vorzubereiten.

Es muß dies auch gewissermaßen ein Geheimnis bleiben, solange der Mensch nicht
tieferes Interesse daran hat, dieses Geheimnis zu lüften .... jedoch wird es ihm
nicht verwehrt, einzudringen in etwas für die Allgemeinheit Unergründbares. Es
sind wohl Schranken gesetzt, die der Mensch aber niederreißen kann, wenn er es
will. Es ist gleichsam ein Vorhang vorgezogen, der etwas verhüllt, was die
Menschheit nicht fassen würde. Wer jedoch einen Blick hinter den Vorhang tun will,
dem ist dieses nicht verwehrt; im Gegenteil, es wird ihm weitgehendst Aufschluß
gegeben, er darf den Schleier, der über das Walten und Wirken Gottes gebreitet
ist, lüften, sooft er es will.

Daß nun Gott das Wissen darum der Allgemeinheit vorenthält, hat seine weise
Begründung. Das leere Wissen .... das nur der Verstand des Menschen, aber nicht
das Herz aufnehmen würde, hätte keinerlei geistigen Wert und würde nur zu einer
beispiellosen Verwirrung des menschlichen Denkens führen. Es kann geistiges Wirken
nur mit dem Geist erfaßt werden, und wiederum ist nichts in der Schöpfung zu
verstehen, solange nicht der geistige Zweck klargelegt wird, denn dem irdischen
Schöpfungswerk liegen geistige Ursachen zugrunde.

Der Wille, die tiefe Bedeutung alles dessen, was geschaffen ist, kennenzulernen,
hat auch das Erschließen des Wissens zur Folge; es lernt dann der Mensch die
irdische Bestimmung der Schöpfungswerke als nebensächlich erkennen und der
geistigen Bestimmung die tiefere Bedeutung beimessen. Und nun lüftet er den
Schleier, weil er wissend werden will .... Es ist der Wille die Grundbedingung.

Es soll nicht etwas vor den Augen des Nicht-Wollenden ausgebreitet werden, was den
Wissen-Wollenden unsagbar beglückt, von ersterem aber völlig unbeeindruckt
entgegengenommen würde. Was diesem nun Geheimnis bleibt, ist für den Wissen-
begehrenden Menschen wie ein äußerst aufschlußreiches Buch, in das er sich nach
Belieben vertiefen und tiefste Weisheit daraus schöpfen kann. Er beginnt nun die
geistigen Strömungen zu begreifen, er erkennt das Wirken Gottes, er erkennt den
Zusammenhang der einzelnen Schöpfungswerke miteinander und ihren Zweck; und nun
begreift er auch seine Mission. Er lebt nun bewußt, während der Nicht-Wissende
sein Leben nutzlos lebt, d.h. nur seine irdische Aufgabe erfüllt .... Er läuft
außerhalb des Vorhanges, er geht daran vorüber und weiß nicht, welche
Herrlichkeiten sich dahinter verbergen.

Die göttliche Liebe enthält keinem Menschen das Wissen um Sein Wirken und Walten
vor. Nur stellt Gott Bedingungen. Also setzt der Mensch selbst sich die Grenzen.
Erfüllt er die Bedingungen, so ist auch die Gabe unbegrenzt, die ihm nun geboten
wird .... Anderenfalls aber scheidet er sich selbst aus, er schließt die Augen,
die sehen könnten, und die Ohren, die hören könnten .... Er nimmt die göttliche
Gnade nicht in Anspruch, zu seinem eigenen Schaden.
Es könnte nun dieses geistig gewonnene Wissen von Mensch zu Mensch vermittelt
werden, doch auch nun würde sich der Vorhang wieder vorschieben, denn es mangelt
dem Menschen, der nicht ernstlich will, auch an der Kraft des Erkennens. Also ist
wieder der Wille erforderlich, um das verstehen zu können, was ihm über das Wirken
und Walten Gottes in der Schöpfung unterbreitet wird. Es kann der Mensch das
Erdenleben zurücklegen, ohne die geringste Kenntnis gewonnen zu haben über dieses
göttliche Geheimnis, einstmals aber wird es ihm offenbar werden, so er zur Höhe
gelangt ist im Jenseits.

Unstreitbar schneller schreitet er aber in der Höherentwicklung fort, so er auf


Erden schon sich das Wissen darum aneignet, denn nun kann ihm all sein Denken und
Handeln zum Segen werden, weil er das Leben bewußt lebt, weil er die geistigen
Strömungen nützet und also in inniger Fühlungnahme steht mit der geistigen Kraft
und ihrem Spender, der also gleichsam das Ziel erreicht hat, was einem jeglichen
Schöpfungswerk von Gott gesetzt wurde .... die bewußte Zuwendung zu Gott .... die
Ziel und Zweck aller Schöpfung ist.

Das Wissen um alles macht es dem Menschen leicht, sich Gott zuzuwenden, der
geringste Wille zu Gott vermittelt dem Menschen auch das Wissen, also muß immer
erst der Wille tätig werden, dann aber kann der Mensch größten geistigen Erfolg
verzeichnen, denn er wird wissend und tritt durch das Wissen und dessen
Vermittlung auch in innige Verbindung mit Gott ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


Weiterführende Informationen, Bezug aller Kundgaben, CD-ROM, Bücher, Themenhefte
usw.
im Internet unter: www.bertha-dudde.info