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Corinna Schnitt

Prima Leben
In der Reihe „crossing europe Atelier“ In the “crossing europe Atelier” series,
werden in Kooperation von O.K Cen- the O.K Center for Contemporary
trum für Gegenwartskunst und Filmfes- Art in cooperation with the crossing
tival crossing europe junge Künstle- europe film festival present young
rInnen in einer Werkschau vorgestellt, artists whose work represents a
die ihre Arbeit aus dem Crossover der crossover between fine art and film.
Bereiche Bildende Kunst und Film Surprisingly, despite their artistic
entwickeln. Erstaunlicherweise sind interconnections, these scenes, which
die von unterschiedlichen Diskursen ge- are shaped by a variety of discourses,
zeichneten Szenen trotz künstlerischer maintain their discrete character. The
Verbindungen noch immer getrennt. Im dialogue thus incorporates both the
Dialog wurden daher neben dem Film- film program and a suitable installa-
programm eine adäquate installative tive presentation. Within the scope of
Präsentation konzipiert. Im Rahmen its Artist-in-Residence program, the
eines Artists-in-Residence-Aufenthal- O.K also provides facilities for the pro-
tes können die Möglichkeiten des O.K duction of new works for exhibition
genutzt werden, um neue Arbeiten für during the film festival.
die Einzelausstellung während des
Filmfestivals zu produzieren.

Das nächste Mal, 2003


Videoinstallation / video installation
DVD-PAL, BetaSP, Farbe / color, 6 '
Ton: Englisch & Deutsch / sound: English & German
Installationsansicht O.K Centrum
für Gegenwartskunst /
installation view, O.K Center for Contemporary Art
Impressum / Imprint
Corinna Schnitt
Prima Leben

Artist in Residence: 19. - 23.1.2004 & 20. - 30. 4. 2005


Ausstellung / Exhibition: 26. 4. – 8. 05. 2005
Im Rahmen von / Within the framework of crossing europe
Filmfestival Linz ATELIER

O.K Centrum für Gegenwartskunst Oberösterreich


Direktor O.K / Director O.K: Martin Sturm
Kuratorin / Curator: Genoveva Rückert
Produktion / Production: Georg Seyfried

Aufbauteam / Setup team: Jarno Bachheimer, Rainer Jessl,


Aron Rynda, Andreas Steindl, Hans-Jörg Weidinger,
Michael Weingärtner

O.K Team: Erika Baldinger, Stefan Blaschek, Max Fabian, Maria Genoveva Rückert Corinna Schnitt
Falkinger, Marion Gillhofer, Gottfried Gusenbauer, Tamara ist eine präzise
Haberfellner, Peter Hütmannsberger, Franz Krug, Jörg Lehner,
Kuratorin, O.K
Barbara Mair, Wolfgang Nagl, Karin Pils, Franz Quirchtmayr, Marti- Beobachterin
na Rauschmayr, Brigitte Rosenthaler, Markus Schiller, der im Detail des sozialen Gefüges
Ulrike Schimpl, Norbert Schweizer, Michael Weingärtner
steckenden Zwänge. Sehr bedächtig
Artist in Residence Broschüre / Brochure verschiebt sie in ihren filmischen
Arbeiten gesellschaftliche „Normalitä-
Katalogredaktion / Catalog Editor: Ingrid Fischer-Schreiber
Übersetzung / Translation: Jennifer Taylor-Gaida ten“. In einer ruhigen Kameraführung
Fotos O.K / Photos O.K: Otto Saxinger mit großen Schwenks und wenigen
Gestaltung / Graphic Design: bauer – konzept & gestaltung
Lithografie / Lithography: Christian Schepe
Schnitten entwickeln vertraute Bilder
Druck / Printing: Holzhausen Druck & Medien, Wien und Erzählformen des Alltäglichen und
Privaten eine Atmosphäre der Enge.
Dank an / Thanks to: crossing europe Festival Linz, Christine
Dollhofer + Festival Team In dem 2003 entstandenen Kurzfilm
moviemento / Wolfgang Steininger Living a Beautiful Life (MiniDV, BetaSP,
© O.K Centrum für Gegenwartskunst, Künstlerin und Autorin /
Farbe, 13 Min.) löst die präzis choreo-
Artist and Author 2005 grafierte, hoch ästhetische Bildebene in
O.K Centrum für Gegenwartskunst Oberösterreich Verbindung mit der nüchternen Sprache
O.K Center for Contemporary Art Upper Austria Mit Unterstützung/With support from:
Dametzstraße 30, A-4020 Linz der Textebene zunächst Irritation aus.
Tel. +43(0)732-78 41 78 Erst mit dem langsamen Realisieren der
Fax +43(0)732-77 56 84
office@ok-centrum.at
Plattheit des dargestellten amerikani-
www.ok-centrum.at
Prima Leben Schlangenkinder, 2004
achtteilige Fotoserie 7 / 8-part foto series
Das nächste Mal, 2003
Videoinstallation / video installation

Wonderful Life
Laserchrome, Diasec, 85 x 105 cm DVD-PAL, BetaSP, Farbe / color, 6 '
Installationsansicht O.K Centrum Ton: Englisch & Deutsch / sound: English & German
für Gegenwartskunst / Installationsansicht O.K Centrum
installation view, O.K Center for Contemporary Art für Gegenwartskunst /
installation view, O.K Center for Contemporary Art

schen Familienidylls folgt ein leichtes schlafende Mädchen (2001, Off-Text, scenes and everyday stories of and subtle exploration of so-called
Schaudern. 16-mm-Film, 9 Min.) und dem Video private life a claustrophobic feel. ”solid, respectable home life,” we are
Die subtile Verbindung von Bild und Das nächste Mal (2003, Videoloop, Be- In her short film Living a Beauti- proud to be able to present this exhibi-
Text und die Irritation durch die zu- taSP, Farbe, 6 Min.) hat Corinna Schnitt ful Life (2003, MiniDV, BetaSP, co- tion of Schnitt’s cinematic and artistic
nächst so nüchterne Inszenierung die Möglichkeiten des O.K Centrum für lour, 13 Min.), precisely choreogra- work as part of the film festival and
sind Charakteristika, mit der die 1964 Gegenwartskunst für die Produktion phed, highly aestheticized visuals in cooperation with crossing europe.
in Duisburg geborene Künstlerin ihre neuer Arbeiten genutzt. are combined with matter-of-fact Besides older works such as the slide
Kurzfilme, Fotoarbeiten und Installatio- Mit der Neuproduktion der achtteiligen narration, at first causing irritation. installation Daheim (1997, 162 slides,
nen umsetzt. Fotoserie Schlangenkinder führt uns Only with the slow realization of endless loop), the short film The
Begeistert von ihrer Bildsprache und Corinna Schnitt ins Prima Leben. how banal this American family Sleeping Girl (2001, off-camera text,
der subtilen Untersuchung der soge- idyll really is does the viewer 16 mm, 9 min.), and The next time
nannten „geordneten Verhältnisse“, Genoveva Rückert Corinna Schnitt experience a light shiver. (2003, video loop, BetaSP, colour,
freuen wir uns, ihre filmischen wie Curator, O.K is a close The subtle linking of image and 6 min.). Corinna Schnitt took advan-
künstlerischen Arbeit im Rahmen des observer of the text and the vexation caused by tage of the opportunities offered by
Filmfestivals und in Kooperation mit urges and compulsions woven into the initially so clinical-seeming the O.K Centrum for Contemporary
crossing europe in einer Werkschau the texture of society. In her films she scenes are typical characteristics Art to produce new works especially
vorstellen zu können. thoughtfully and subtly shifts social of the short films, photographs and for this show. With her eight-part
Neben älteren Arbeiten wie der Diain- habits just a few degrees beyond “nor- installations created by this artist, photo series Schlangenkinder
stallation Daheim (1997, 162 Dias, end- mal.” Her smooth camera work with who was born in 1964 in Duisburg. Corinna Schnitt shows us the way
lose Überblendung), dem Kurzfilm Das wide pans and few cuts lends familiar Intrigued by her pictorial language to a Wonderful Life.
Ich und meine Welt
Me and my world Zu den Filmarbeiten von Corinna Schnitt
On the films of Corinna Schnitt

Barbara Pichler In statischen die sie selbst schreibt, zeichnet des Kommentars aus dem Off zieht Idylle nur noch im kleinsten Ausschnitt
Einstellungen Schnitts Filme aus. Man bekommt sich die Kamera in einem Zoom immer möglich.
ist eine Frau etwas erzählt, und Irritation ist ihr weiter zurück, nur um ganz am Ende, Von Architektur, dem gebauten Raum
beim Putzen zu sehen, aus dem Off dabei wichtig. Zwischen vier und sechs wenn kurz die Erzählerin ins Bild als Ausdruck einer gesellschaftlichen
sind Nachrichten der überbesorgten (1997) dreht sich um die Organisation kommt, wieder eine scheinbare Nähe Ordnung, von der Sehnsucht nach
Hausbesitzer vom Anrufbeantworter des Alltags. Eine Frauenstimme erzählt herzustellen. Geborgenheit erzählt auch Das schla-
zu hören: „Es wäre nicht auszudenken, zufrieden von der Strukturierung ihrer Eine zweite Konstante in Schnitts fende Mädchen (2001). Die Kamera
wenn dieser Schlüssel wegkommt ...“ Zeit und dass sie jeden Sonntag zu den Arbeiten ist die Verbindung der Nar- gleitet in einem langen kontrollierten
Schon in Corinna Schnitts erstem Eltern gehe, um die Straßenschilder ration mit dem (filmischen) Raum, der Schwenk eine Ferienhaussiedlung
Video Schönen guten Tag, Frau Schnitt der Gegend zu putzen. Die Narration Versuch einer konkreten „Verortung“, entlang. Zuerst erzählt allein das Bild
(1995) sind die Grundkonstanten ihrer verhält sich eine zeitlang gegenläufig oft verbunden mit einer bewussten von Wünschen und Lebensrealitäten.
Arbeiten deutlich ausgeprägt: Um den zum Bild: Das Private der Erzählung Ambivalenz. In Das nächste Mal (2003) Man nähert sich einem Haus, der
Alltag geht es, um die Strukturen, in ist hinter die Fassaden verschwunden, liegen zwei Kinder auf einer Wiese und Kamerablick fällt durch das Fenster
denen man sich einrichtet, um Sehn- erst nach einiger Zeit treffen sich Bild sprechen von der Liebe. Über Gefühle, auf Vermeers Gemälde Das schlafende
süchte und auch um Kommunikation. und Ton. In Raus aus seinen Kleidern so scheint es, lässt sich nur in Klischees Mädchen und ein Versicherungsmakler
Die Geschichten sind ironisch überhöh- (1998/99) ist in einem Loop eine kommunizieren: „Du bist für mich spricht auf den Anrufbeantworter.
te Mikroszenarien, die Kamera fungiert Frau zu sehen, die ununterbrochen etwas ganz Besonderes.“ Dann bricht Die Kamera folgt dabei einer durch-
als objektive Instanz. Auch wenn eine rote Bluse ausbeutelt. Auch sie der Kommentar ab, und man bleibt dem gehenden, exakten Bewegung: von
Schnitt zwischen den Medien pendelt, lebt, man ahnt es schon, nach einem Bild überlassen: Die Kamera zieht sich der Nahen in die Totale und wieder in
findet man doch in allen ihren Arbeiten strengen Regelsystem – zumindest, immer weiter zurück, bis der roman- die Nahe, Symmetrie ist das bestim-
die aufmerksame Beobachtung und wenn es um ihre Wäsche geht, mit tische Flecken sich als kleiner grüner mende Element. Beliebigkeit existiert
Einfühlung, die klare Strukturierung der sie sich obsessiv beschäftigt. Und Rest zwischen stark befahrenen Stra- nicht in Corinna Schnitts Universum.
des Raumes und der Körper darin. wieder gibt es ein bewusstes Spiel mit ßen entpuppt. Das Private ist mit dem Das Bild wird für eine statische oder
Das genaue Arbeiten mit den Texten, filmischen Erzählstrukturen: Während öffentlichen Raum verschränkt, die gleichmäßig bewegte Kamera – ruhige
Living A Beautiful Live, 2003
Videoinstallation / video installation
DVD-PAL, MiniDV, BetaSP, Farbe / color, 13‘
Daheim, 1997 Ton, OmDU / sound, original version, german subtitles
Installation / installation Installationsansicht O.K Centrum für Gegenwartskunst /
162 Dias, endlose Überblendung / 162 slides, endless cross-fading installation view, O.K Center for Contemporary Art

Zooms, Fahrten, Schwenks – entwor- besseren Lebensstil einpflanzen In a static shot a woman is seen texts that she herself writes for them.
fen. Die Bewegungen sind genau auf sollen – und aus der Idylle wird eine cleaning house; from off-camera The viewer is being subjected to the
die Erzählung abgestimmt, Timing ist stille, böse Parodie. answering machine messages are telling of a tale, and the possible
alles und es funktioniert perfekt. Auch Corinna Schnitt reduziert Monologe heard left by the over-anxious home irritation that arises in the process
Schloss Solitude (2002) besteht aus und Bilder auf Wesentliches. Ihre owner: “I don’t know what I would do is important to Schnitt. Zwischen
einer Plansequenz. Die Kamera zieht Geschichten entstehen aus einer if this key ever got lost ...” Already vier und sechs (Between Four and
sich in einer einzigen Bewegung durch Mischung von Dokumentarischem und in Corinna Schnitt’s very first video, Six, 1997) is about the organization
die Zimmerfluchten eines Schlosses Fiktionalem, einer genauen Balance Schönen guten Tag, Frau Schnitt of everyday life. A woman’s voice
zurück und erst wenn man das Gebäu- von Beobachtung und Ironie, die Prot- (Hello Ms. Schnitt, 1995), the basic tells with evident satisfaction of how
de verlässt, findet man sich unvermutet agonistInnen und Orte sind Ergebnisse constants of her work are in clear evi- she organizes her time, and that
in der Gegenwart wieder. gesellschaftlicher Strukturen und dence: the film tells of our everyday every Sunday she visits her parents
In ihrem bisher letzten Video Living Beziehungen. Die Versuche, sich im world, of the structures within which in order to clean the street signs
A Beautiful Life (2003) erzählt ein eigenen Alltag einzurichten, laden zur we set up our lives, of our longings in their neighborhood. At first, the
attraktives Paar von seinem perfekten Identifikation ein und reizen gleichzei- and how we communicate. The stories narration contradicts what is shown:
Leben, seinen Wünschen. „How do you tig zum Lachen, halten einen dadurch are ironically exaggerated microsce- the private details being related have
imagine a beautiful life?“, diese Frage auf Distanz. Subtil hinterfragen sie die narios, with the camera functioning disappeared behind the facades; only
ließ sich Schnitt von amerikanischen Wirklichkeit und fordern eine Über- as objective observer. Even when later do image and sound converge. In
Teenagern beantworten und baute prüfung der eigenen Klischees und Schnitt is shuttling between different Raus aus seinen Kleidern (Out of
daraus ihren Text. Man sieht sich mit Utopien. Man lacht, aber sicherheits- media, all of her works bear the mark Your Clothes, 1998/99) a loop shows
den üblichen Klischees konfrontiert, halber nicht zu laut. of attentive observation and empathy, a woman who continually takes
die statischen Aufnahmen erinnern together with a clearly defined a red blouse out of a laundry bag.
an Hochglanzfotos in Architekturzeit- structuring of space and the bodies The viewer senses that she, too, is
schriften, an Werbungen, die einem Der Text in seiner Gesamtlänge ist in kolik.film, therein. living according to a strict system of
die Sehnsüchte für einen anderen, Sonderheft 3/2005 erschienen. Schnitt’s films cling closely to the rules – at least when it comes to her
Schlangenkinder, 2004
achtteilige Fotoserie 7 / 8-part foto series
Laserchrome, Diasec, 85 x 105 cm

laundry, with which she is obviously back further and further, until the ment: from close-up to long shot and their answers. Viewers find themsel-
obsessed. And here as well, we find romantic patch of grass is revealed back again; symmetry is the decisive ves confronted with the usual clichés,
the filmmaker deliberately playing to be a small green island amidst element here. Randomness does not while the static shots remind one
with the cinematic narrative struc- heavily trafficked roads. The private exist in Corinna Schnitt’s universe. of the glossy photos in architecture
tures: while a commentary comes is entangled with the public space, Her images are created for a static or magazines, or of advertisements desi-
from off-screen, the camera zooms out with the idyllic only possible within evenly moving camera – gned to elicit yearning for a different,
further and further, only to finally the smallest possible frame. with controlled zooms, pans and better lifestyle. Out of the idyllic
zoom in once again when the narrator Architecture, built-up space as tracks. The motions are precisely scene there emerges an undercurrent
briefly enters the scene, creating an expression of a social order and the coordinated with the narrative; of vicious parody.
apparent immediacy. longing for warmth and security are timing is everything and it all Corinna Schnitt reduces monologues
A second constant in Schnitt’s work also elements in Das schlafende works perfectly. Schloss Solitude and images to their essentials. Her
is the connection between the nar- Mädchen (The Sleeping Girl, 2001). (2002) consists as well of a planned stories come about through a mixture
ration and the (cinematic) space, the The camera glides in a long controlled sequence. The camera pulls back in of the documentary and the fictional,
attempt at a concrete “localization,” pan through a vacation village of one smooth movement through the a precise equilibrium between obser-
often combined with a deliberate neat uniform houses. At first the rooms of a palace. Only once outside vation and irony. The protagonists
ambivalence. In Das nächste Mal image alone evokes desires and the the building do we unexpectedly find and locations are the results of social
(The Next Time, 2003), two children realities of life. The camera closes in ourselves back in the present time. structures and relationships. The
lying on a field talk about love. From on a house, peering through the win- In her most recent video, Living A characters’ attempts to arrange the
the dialogue, it would appear that dow at Vermeer’s painting A Girl As- Beautiful Life (2003), an attractive parameters of their everyday lives
we are only able to communicate our leep and at the same time one hears couple talks about their perfect life, invite us to identify with them while
feelings using clichés: “You are really an insurance salesman speaking a about their desires. “How do you at the same time provoking amuse-
special to me.” Then the commenta- message on the answering machine. imagine a beautiful life?”: Schnitt ment, thus keeping us at a distance.
ry breaks off and we are left with While we listen, the camera performs posed this question to American Subtly they call reality into question
only the picture: the camera pulls a measured and continuous move- teenagers and created her text out of and challenge us to re-examine our
Corinna Schnitt
Screens (Auswahl / selected)

Geboren 1964 in Duisburg / Born 1964 in Duisburg / DE 2005 Filmmuseum Wien / AT


Lebt und arbeitet in Köln und Berlin / Lives and works in Cologne 2004 International Filmfestival Oberhausen / DE
and Berlin / DE 2004 Internationl Filmfestival Hamburg / DE
2003 6. biennial on media and architecture, Graz / AT
1989 – 1996 Kunst-und Filmstudium an der Hochschule für 2003 Jamaika Center of the Arts, New York / US
Gestaltung, Offenbach, und an der Kunstakademie Düsseldorf / 2003 International Filmfestival, Winterthur / CH
studied art and film at the University of Visual Communications 2003 Kunstfilmbiennale, Museum Ludwig, Köln / DE
in Offenbach and at the Art-Academy in Düsseldorf / DE 2002 International Filmfestival Rotterdam / NL
2002 Videochroniques, Marseille / FR
Filmografie / Filmography 2002 European Media Art Festival, Osnabrück / DE
2002 Museum Reina Sofia, Madrid / ES
2003 Living a beautiful life 2002 Museum Folkwang, Essen / DE
2003 Das nächste Mal 2002 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt / DE
2002 Schloss Solitude 2002 Goethe Institut, London / UK
2002 still (Loops / Serie in 3 Episoden) 2001 PP-projects, Auckland / NZ
2000-01 Freizeit (Loops / Serie in fünf Episoden) 2001 C-Level, Los Angeles / US
2001 Das schlafende Mädchen 2001 TENT, Rotterdam / NL
1999 Raus aus seinen Kleidern 2000 Interfilm, Berlin / DE
1997 Zwischen vier und sechs 1999 Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau / DE
1996 Pause
1995 Schönen, guten Tag Frau Schnitt Preise / Awards
1993 Mahlzeit
1992 27.1.92 2005 Artist in Residence, Casa Baldi / IT
2004 Artist in Residence, Chinati Foundation, Marfa, Texas / US
2004 Artist in Residence, Stiftung Kunst und Kultur des Landes
NRW, Schloss Ringenberg / DE
2003 Villa Aurora, Los Angeles / US
2002 Norman 2000, 1. Prize of the film festival Filmwinter,
Stuttgart / DE
2002 Media Art Prize, Stadt Wiesbaden / Kunstadapter
2002 Award of the German film critc for experimental film,
Media Art Festival, Osnabrück / DE
2001 Kunstfonds, HAP-Grieshaber-Prize of the VG-Bild-
Kunst / DE
own clichés and utopias. 2000-01 Fellowship, Akademie Schloss Solitude, Stuttgart / DE
We laugh but, just to be 2001 Grant of the DG-BANK (Frankfurt) for Video/ Film 2000
safe, not too loudly. 3sat- prize, International Filmfestival Oberhausen
2000 „cITy“, laudatory mention, International Media Art Award,
The text was publis- ZKM Karlsruhe / DE
hed in its entirety in 1997 studioscholarship / competition „art and architecture“,
kolik.film, Special Issue NPC, Büropark Grafenberg / DE
3/2005.

Translated from German


by Jennifer Taylor-Gaida
Corinna Schnitt
Prima Leben

O.K Artists in Residency

Kunst ermöglichen Enabling Art

Das O.K Centrum für Gegenwartskunst The O.K Center for Contemporary
Oberösterreich ist ein Experimental- Art is an experimental laboratory in
labor in Sachen Kunst. Es hat die matters of art. It has especially taken
Herausforderungen an ein zeitgenössi- up the challenges that face an insti-
sches Kunsthaus in besonderer Weise tution of contemporary art today and
angenommen und konzentriert sich focuses explicitly on the production
nicht nur auf die Präsentation, sondern of art works, rather than on pre-
auch ausdrücklich auf die Produktion sentation. The Artists in Residence
von künstlerischen Arbeiten. In den programs offer a mostly younger
„Artists in Residence“-Programmen generation of transregionally interes-
wird einer zumeist jüngeren Gene- ting and internationally active artists
ration von überregional interessan- a public platform, infrastructure
ten und international arbeitenden and laboratory situation in one –
KünstlerInnen öffentliche Plattform, from the development of an artistic
Infrastruktur und Laborsituation in idea to its implementation. The invited
einem geboten – von der Entwicklung artists, whose residence generally
einer künstlerischen Idee bis zu ihrer lasts three months, are discursively
Ausführung. Die im Regelfall dreimo- accompanied by the O.K curators
natigen Residence-Aufenthalte der and supported by an experienced
eingeladenen KünstlerInnen werden production team.
von den O.K-KuratorInnen diskursiv
begleitet und von einem erfahrenen
Produktionsteam betreut.