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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 4.2.1941

1801 Unzerreißbares Band vom Jenseits zur Erde ....

Die Liebe Gottes läßt es zu, daß geistige vollkommene Wesen mit den unvollkommenen
Erdenmenschen in Verbindung treten. In Seinem Willen werden Fäden gesponnen vom
Jenseits zur Erde, und doch wird diesen Verbindungen nur wenig Beachtung
geschenkt. Es müßte das größte Erlebnis sein für den Menschen, so er davon Kunde
erhält, daß Gott Selbst Sich äußert und Seinen Willen kundgibt .... Jedoch es
berührt die meisten Menschen kaum, und nur eine ganz geringe Anzahl erkennt diesen
Vorgang als etwas Ungewöhnliches an und ist beglückt durch die offensichtliche
Gnadenzuwendung Gottes.

Es ist wie ein undurchdringlicher Nebel, der sich über die Seelen der Menschen
gebreitet hat, und die Strahlen der geistigen Sonne vermögen nicht, diesen Nebel
zu durchbrechen. Und wiederum ist es, als wehrten sich die Menschen gegen das
Erkennen. Sie wollen gar nicht aus dem Dunkel zum Licht geführt werden, sie
empfinden ihren Seelenzustand nicht so mangelhaft, daß sie ihn beheben möchten;
sie fühlen sich wohl in ihrer Unwissenheit und verlangen daher nicht nach Wissen,
und das ist äußerst bedauerlich, denn die kostbarste Gnadengabe geht ungenützt an
ihnen vorüber. Und selbst denen, die Gott suchen, mangelt es am rechten
Verständnis, denn es sind diese nicht unbefangen. Sie haben sich in ihre
gewonnenen Anschauungen verrannt und kommen von diesen nicht mehr los.

Sie nehmen wohl Kenntnis vom göttlichen Wirken, doch ihre Herzen hungern nicht
nach der göttlichen Weisheit, und also können sie diese auch nicht empfangen, oder
aber sie sehen dieses Wunder nicht als solches an. Sie betrachten die empfangenen
Weisheiten als menschliches Gedankenprodukt und legen ihnen daher nicht den tiefen
Wert bei. Sie gehen auch nicht ein Jota ab von der Lehre, die Menschen ihnen
vermittelten, und es läßt sich diese mit der göttlichen Lehre nicht ganz
vereinigen. Sie weigern sich jedoch, die alte falsche Lehre dahinzugeben, und es
können daher die Äußerungen Gottes noch so sichtlich vor sich gehen, es glauben
immer nur die Menschen, die gänzlich unverbildet sind im Geist, d.h., deren
Wissensgrad unbedeutend ist und die deshalb von der Welt nicht be geachtet werden.
Diese werden ein feineres Empfinden haben und auch deutlich erkennen das Band, das
Gottes innige Vaterliebe mit den Menschen auf Erden angeknüpft hat. Und dieses
Band ist unzerreißbar .... Gottes Liebe läßt etwas erstehen, was Bestand haben
soll durch unendliche Zeiten.

Er will vielen Menschen dadurch Rettung bringen, sie zur Erkenntnis führen und zum
lebendigen Glauben, denn wer in diesem Vorgang das sichtbare Wirken Gottes
erkennt, der muß auch unweigerlich zum tiefen, lebendigen Glauben gelangen; das
ist der göttlichen Sendung sicherstes Zeichen, daß es den Glauben erfordert an
eine unübertreffliche Gottheit und daß dieser Glaube größten Erfolg nach sich
zieht. Kann der Mensch diesen Glauben aufbringen, dann wird es ihm auch leicht
sein, Gottes Wirken anzuerkennen und zu verstehen, denn er erkennt auch dann ein
Reich außerhalb der Erde an, und es ist ihm die Verbindung zwischen beiden
durchaus nichts Unmögliches, weil er dann auch an die unendliche Liebe Gottes
glaubt und in ihr die Begründung findet für alles, was ist. Gott gibt Sein Wort
den Menschen, und dies ist Seiner Liebe sicherstes Zeichen, und selig, die es
hinnehmen in tiefem Glauben und Gottes Willen, den Er dadurch kundtut, achten ....
Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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